Jojo Moyes

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

Dark Rose

Beiträge 21
eine Antwort 10.10.2019

Für mich das beste Buch der Autorin!


Achtung: In diesem Buch wird ein Tier ermordet!



1937: Eine Initiative von Mrs. Roosevelt führt dazu, dass das kleine Städtchen Baileyville, ein Nest in den Bergen Kentuckys, eine WPA-Satteltaschen-Bibliothek bekommt. Wer zu alt ist oder zu krank, um in die Stadt zu reiten, dem bringen die Frauen, die die Bibliothek betreiben, Bücher nach Hause. Tag für Tag, bei Wind und Wetter reiten die Frauen durch die Berge und sehen der Gefahr ins Auge. Nicht nur wilde Tiere bedrohen die Frauen, sondern auch menschliche Tiere, denn nicht wenige sehen die Alleinreisenden als Freiwild an. Trotzdem melden sich vier Freiwillige.

Eine dieser mutigen Frauen ist die Engländerin Alice. Die Liebe zu ihrem Mann Bennett ist längst erkaltet, was bleibt ist die Ernüchterung. Sie fristet ein trostloses Dasein unter der Knute ihres Mannes und ihres Schwiegervaters, dem Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, der die ganze Stadt tyrannisiert und auch vor Alice nicht Halt macht. Doch gegen alle Widerstände setzt sie sich durch und blüht durch ihre Aufgabe auf.

Auch den anderen Bibliothekarinnen ermöglicht das Projekt mehr Freiheit, als jemals zuvor und bald schon entwickeln sich tiefempfundene Freundschaften.



Ich hatte anfangs ein paar Probleme mit dem Buch, es zog sich ein wenig, bis die Handlung so richtig in Gang kam. Aber je weiter diese voranschritt, desto mehr gefiel mir auch das Buch. Es steckt wirklich viel darin. Es geht nicht nur um die historisch verbürgten Satteltaschen-Bibliothekarinnen und deren Tätigkeit, es geht auch um Vorurteile, um Rassismus, um die Ausbeutung der Minenarbeiter und die Brutalität dieses Berufes und der Minenbesitzer. Es geht aber auch um Frauen, die einfach ihren Platz in einer sich verändernden Welt suchen. Das, was früher zu reichen hatte, ein Ehemann und ein Herd, reicht den Frauen nicht mehr, sie wollen mehr! Doch es ist schwer in dieser Zeit sich durchzusetzen. Vor allem, da es niemanden zu stören scheint, wenn die Männer ihre Frauen und Kinder verprügeln.



Das Buch ist stellenweise sehr, sehr ungerecht. Ich persönlich kann mit Ungerechtigkeit nicht gut umgehen. Ich rege mich schrecklich darüber auf und würde am liebsten in das Buch springen und für Gerechtigkeit sorgen!

Ausgleichend fungieren hier aber die zarten Bande der Freundschaft und Liebe, die sich entwickeln.



Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand die Charaktere sympathisch (bis auf die, die man guten Gewissens hassen durfte, die habe ich inniglich verabscheut), habe mitgefiebert und wollte sämtliche Bösartigkeiten rächen.

Das Buch ist kein locker flockiger Roman, es steckt wirklich viel mehr darin, als man vermuten würde. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, allerdings brauche ich wahrscheinlich ein paar Stunden, um mich wieder abzuregen.



Ich kann das Buch wirklich empfehlen! Man muss sich durch den Anfang durchbeißen, aber es lohnt sich!

  • Annette126

    Beiträge: 16
    15.03.2020

    Eine wunderschöne Rezension von Dir..❤❤❤

hasi_rasi

Beiträge 113
01.10.2019

Die Satteltaschenbibliothek
Kentucky 1937: Alice ist Engländerin und hat ihren Mann Bennett van Cleve während dessen Europareise kennengelernt. Er sieht sehr gut aus und war der Erste, der ihr den Hof gemacht hat, also hat sie ihn vor seiner Heimreise geheiratet. Doch die Flitterwochen sind schnell vorbei und die Realität ist hart. Statt in New York wohnen sie in einer Kleinstad mitten in den Bergen von Kentucky. Sie haben kein eigenes Haus sondern nur ein Zimmer im Haus ihres Schwiegervaters, der über jeden Lebensbereich bestimmt. „Sie hatte, wie ihr schnell bewusste wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (S. 31)

Der Landstrich ist weit und wer nicht in der Mine der van Cleves arbeitet, lebt abgeschieden auf einer Farm. Um alle Bewohner mit Büchern versorgen zu können, wird eine mobile Bibliothek nach dem Vorbild von Elena Roosevelt gegründet wird. Die Frauen tragen die Bücher zu Pferd breit. Da Alice seit ihrem vierten Lebensjahre reitet und dem Haus der van Cleves wenigstens für einige Stunden am Tag entkommen will, meldet sie sich gegen den Willen ihres Schwiegervaters freiwillig.
Insgesamt sind sie vier Satteltaschenbibliothekarinnen. Margery fasziniert Alice sofort, da sie sich wie ein Mann benimmt und in ihrer Freiheit nicht einschränken lässt. Sie will sich nie wieder jemandem unterordnen müssen und darum unverheiratet bleiben. Durch sie lernt Alice das Land kennen, in dem sie jetzt lebt, seine Bewohner und seine Geschichte(n).
Izzy leidet an Kinderlähmung und kann kaum laufen, aber reiten. Obwohl sie sich gegen diese Tätigkeit sträubt und von ihrer Mutter dazu gezwungen werden muss, liebt sie es bald. Sie wird endlich gebraucht und geachtet und niemand hänselt sie mehr wegen ihrer Behinderung.
Betty entflieht mit dieser Arbeit dem Schicksal, ihrem Vater und den Brüdern den Haushalt führen zu müssen. Aber eigentlich träumt sie davon, die Welt zu bereisen.
Schnell ist es für die Frauen nicht nur ein Job – sie werden echte Freundinnen, halten immer zusammen und erleben auf den Pferderücken eine ungeahnte Freiheit. „Ich fühle mich dort oben einfach ... mehr wie ich selbst.“ „Dort draußen sein, das tut der Seele gut.“ (S. 87)

Jojo Moyes schildert in ihrem neuen Buch das harte Leben der einfachen Leute in der Weite Kentuckys, der Minenarbeiter und deren Familien. Oft regieren Alkohol und Gewalt – auch gegen Frauen und Kinder. Die Bibliothekarinnen beweisen bei ihrer Arbeit Leidenschaft, Mut, Hingabe und Aufopferung und bringen den Menschen nicht nur Literatur, sondern damit auch Bildung und Hoffnung. Leider werden sie bald von Männern angefeindet und angegriffen. Angeblich verhalten sie sich unweiblich und halten die Ehefrauen und Töchter von der Hausarbeit ab, verbreiten obszöne Schriften und wiegeln die Farmer zum Widerstand gegen die Minenbesitzer auf.

„Wie ein Leuchten in dunkler Nacht“ ist traurig, erschütternd und unglaublich berührend. Es erinnert uns, was Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt bewirken können und dass man nie den Mut verlieren darf. „Es hat keinen Zweck, sich darum Sorgen zu machen, was man in der Stadt über sie denkt – daran können Sie ohnehin nichts ändern. Aber wenn sie den Blick nach vorn richten, gibt es eine ganze Welt voller Schönheit zu sehen.“ (S. 61)
Es ist ein großartiges, sehr emotionales Buch und berichtet vom Kampf der Frauen um Selbstbestimmung und gegen Vorurteile, Männer und Naturgewalten.

Fanti2412

Beiträge 51
15.10.2019

Die Engländerin Alice verliebt sich in Bennet, den Sohn eines reichen amerikanischen Minenbesitzers, heiratet ihn, folgt ihm in die USA und entflieht somit ihrem strengen, gläubigen Elternhaus.

Doch in den USA erwartet sie ein völlig anderes Leben als sie erwartet hatte, denn sie findet sich nicht in einer pulsierenden Großstadt wieder sondern in Baileyville, einem kleinen Ort in den Bergen Kentuckys.

Auch ihre Ehe läuft nicht so gut, wie sie sich erhofft hat und ihr strenger Schwiegervater tyrannisiert sie. Sie findet auch nur schwer Anschluss, da sie überall „die Engländerin“ ist und man sich über ihren Akzent lustig macht. Mit der Zeit wird sie sehr unglücklich.


Zitat: „Sie hatte, wie ihr zunehmend bewusst wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (Seite 31)


Als das „WPA-Programm der Packhorse Library“ auch Baileyville erreicht, nutzt Alice die Chance und meldet sich, um bei dieser Satteltaschen-Bücherei mitzuarbeiten. Täglich reiten die Frauen mit schwer bepackten Pferden oder Maultieren in die Berge und versorgen die Bewohner abgelegener Orte mit Büchern und Zeitschriften.

In dieser Aufgabe geht Alice auf und fasst wieder neuen Mut.


Von dem Projekt dieser Satteltaschen-Bücherei hatte ich vor diesem Buch noch nie gehört. Aber diese Idee finde ich einfach grandios. Es gab dieses Projekt in den Jahren 1935 bis 1943 tatsächlich und es hatte zum Ziel, Bildung auch in die entlegensten Orte zu bringen, so dass z. b. auch Schulen in den Bergen Bücher erhalten konnten. Und ebenso wurden ältere und kranke Menschen mit Büchern und Zeitschriften versorgt. Jojo Moyes hat hierzu viel recherchiert, was man an den detailreichen Schilderung spürt.

Alice im Roman, die selbst gerne liest, nutzt die Chance dabei mitzuarbeiten, um ihrem tristen Ehealltag zu entfliehen und etwas Sinnvolles zu tun.

Dabei lernt sie die resolute alleinstehende Margery kennen, die ihr bald zur besten Freundin wird. Aber auch zu den anderen Frauen hat sie bald einen freundschaftlichen Kontakt. Die Frauen halten zusammen und stellen sich allen Herausforderungen ihres Jobs, auch wenn sie von den meisten Männern nur belächelt werden und diese die Bücherei bald als „Bedrohung“ empfinden, weil die Menschen sich weiterbilden und anfangen über Dinge nachzudenken und Kritik zu üben.

Für Alice ist es aber der Aufbruch in eine neue Zeit.


Diese Geschichte zeigt am Beispiel von Alice deutlich den Stand der Frauen in dieser Zeit. Sie durften das Haus in Ordnung halten und hübsches Beiwerk für den Ehemann sein, aber sonst traute man ihnen nicht viel zu.

Alices Geschichte hat mich sehr berührt, denn es ist für sie der Aufbruch in ein neues, anderes Leben. Sie entwickelt Selbstbewusstsein, verändert sich und wird selbständiger. Aber auch die anderen Frauen, die mit ihr arbeiten haben ihre Geschichten. Und alle zusammen arbeiten sie sehr hart, denn sie sind jeden Tag, bei jedem Wetter viele Stunden im Sattel und reiten in teilweise unwirtliche Gegenden.

Für sie alle ist diese Aufgabe mehr als eine Arbeit, die sie verrichten dürfen. Für sie bedeutet es Unabhängigkeit, Freiheit und in gewisser Weise auch ein Kampf für ihre Stellung und für die Bücher, die sie lieben.


Diese Geschichte ist eine Hommage an die Bücher und das Lesen und sie berührt noch viele weitere Themen. Denn da geht es auch um Rassismus, die Stellung der Frauen, Freundschaft und Zusammenhalt.

Sie zeigt auch das Leben der einfachen Landbevölkerung, der Arbeiter in den Minen und auch der reichen Minenbesitzer, die teilweise skrupellos agieren.

Aber es wird auch romantisch, denn es gibt nicht nur eine sondern eigentlich gleich zwei Liebesgeschichten, die nicht nur romantisch sondern auch sehr bewegend sind.

Jojo Moyes gelingt es ganz wunderbar, die vielfältigen Emotionen zu transportieren und konnte mich von Anfang an in den Bann der Geschichte ziehen. Es gibt sehr berührende aber auch traurige und humorvolle Momente. Durch die verschiedenen Geschichten um die fünf Frauen erhält die Handlung eine große Vielfältigkeit, die mich sehr gefesselt hat.

Die Charaktere sind interessant, facettenreich und toll gezeichnet, so dass ich sie alle als glaubwürdig empfand und mich ihnen nahe fühlte.

Die Beschreibungen des kleinen Ortes und der wilden Landschaft bis in die Berge war sehr bildhaft und man spürt, dass die Autorin zu Recherchen selbst vor Ort war.


Das Buch erzählt eine Geschichte, die ein bisschen dramatisch ist aber vor allem spannend und emotional.

Sie zeigt, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf und mit ein bisschen Mut immer einen Weg findet.

Begeistert haben mich der lebendige, packende Schreibstil, die Vielfältigkeit der Themen und der reale historische Hintergrund.

Ich hatte mit diesem Buch wunderschöne Lesestunden, denn Jojo Moyes ist eine großartige Erzählerin!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.com

vronika22

Beiträge 27
05.10.2019

Inhalt:
Dieser Roman spielt um das Jahr 1837. Die Engländerin Alice lernt den Amerikaner Bennett kennen, der sich auf einer Europareise befindet. Sie verliebt sich in ihn und kurzentschlossen hält er um ihre Hand an. So geht sie mit ihm erwartungsvoll in seine Heimat. Doch die Wirklichkeit holt Alice sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie leben in einem kleinen Dorf in den Bergen Kentuckys. Außerdem wohnt sie mit Bennett im Haus des Schwiegervaters, einem unfreundlichen und tyrannischen Minenbesitzer und hat keinerlei Privatsphäre. Sehr zum Missfallen ihres Schwiegervaters schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an, die eine „Satteltaschen-Bibliothek“ gründen und auf Pferden den Leuten Bücher in die Berge bringen….

Meine Meinung:
Ich mag die gefühlvollen Bücher von Jojo Moyes sehr. Aber dieses ist jetzt mein absolutes Lieblingsbuch von ihr geworden. Sie hat sich diesmal selbst übertroffen.
Sehr schnell bin ich in die Geschichte und in Alices Leben eingetaucht. Und dann hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Alice und einige andere Frauen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Wunderbar fand ich es wie eine wunderbare und wahre Freundschaft zwischen ihnen entstanden ist. Mich hat die Stärke dieser Frauen sehr beeindruckt.

Das Buch hat unheimlich viel Tiefgang und es geht um wahre Freundschaft, um Hilfsbereitschaft und Aufopferung, um Mut und Gerechtigkeit, um Hoffnung und natürlich auch um die Liebe. Auch die Liebe zu Büchern spielt eine große Rolle. Jojo Moyes packt all diese Themen in einen historischen Hintergrund ein, und ich konnte mir die raue Bergwelt Kentuckys richtig gut vorstellen. Die Packhorse Libraries gab es damals übrigens wirklich. Es basiert also sogar auf einem realen historischen Hintergrund.

Das Buch liest sich absolut wunderschön und ist unheimlich berührend. Es enthält sehr viel Spannung, genauso viel Gefühl und Emotionen und auch ein wenig Humor und Dramatik. Trotz mehr als 500 Seiten kommen keinerlei Längen auf. Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende in seinen Bann ziehen, obwohl historische Romane eigentlich nicht so mein Genre sind.

Für mich ist dieses Buch wirklich ein absolutes Lesehighlight. Und ich denke, jeder der gerne einen guten Roman mit Tiefgang liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Abschließen möchte ich die Rezension mit einem Zitat von Seite 370, welches zeigt wie gefühlvoll und schön das Buch geschrieben ist: „Ich liebe dich. Seit dem Tag, an dem ich die das erste Mal gesehen habe. Wenn du nicht bei mir bist, komme ich mir vor, als würde ich einfach nur meine Zeit verschwenden. Und wenn du hier bist, ist es wie….dann ist die ganze Welt dieses entscheidende bisschen bunter...“

So ganz am Rande noch: Jojo Moyes hat dieses Buch allen Bibliothekarinnen gewidmet, absolut passend zum Inhalt. Und da darf ich mich sogar auch angesprochen fühlen!

maraAngel2107

Beiträge 31
04.10.2019

Von 1935 bis 1943 gab es im östlichen Kenntucky das sogenannte "WPA-Programm der Packhorse Library" bei der in Hochphasen mehr als hunderttausend Landbewohner mit Büchern versorgt wurden.
Jojo Moyes nahm dies zum Anlass den Roman "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" zu schreiben, beruhend auf Tatsachen und Nachforschungen über dieses wunderbare Projekt.
Und somit ist ein unglaublich wunderbarer Roman entstanden, der faszinierend, spannend und absolut fesselnd ist, ein Traum von Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte, welches allerdings auch mit Muße gelesen werden wollte, da sehr viele Informationen an den Leser erfolgen! Und damit man jedes Detail mitbekommt:-) Wahnsinn, einfach nur einmalig und sehr gut!
Es wird erzählt von den Frauen in dem kleinen Ort Baileyville, Kentucky, wo Alice, als Engländerin mit Ihrem Ehemann Bennett ein neues Leben glaubt anfangen zu können, allerdings hatte sie sich vorgestellt, evtl. in New York zu leben oder einer anderen Großstadt, das sie in einem kleinen Ort in Kentucky landen würde, das hatte ihr vorher niemand gesagt.
Das Eheleben gestaltet sich auch nicht gerade so, wie sie es sich erhofft hat, daher möchte Alice "ausbrechen" und meldet sich als Mitarbeiterin für die Mobile Bibliothek, bei der Frauen in die Berge reiten und Bücher verteilen, als Leihgabe und kostenfrei, unterstützt vom Staat, zur Bildung der Menschen in den Bergen, die nicht einfach in die Kleinstadt hinunter kommen können, aus Gründen der Krankheit, der Altersgebrechlichkeit, bettlägerige Menschen und solche, die lieber entfernt von der Kleinstadt leben möchten, aus welchen Gründen auch immer.
Hier wird sehr wahrheitsgetreu erzählt, was die Menschen in der damaligen Zeit erlebten, mitmachen mussten, vor allem auch die Frauen, die letztendlich nichts zu sagen hatten. Alice muss mit ihrem Ehemann und Schwiegervater zusammen leben, auch dies wurde vorher so nicht besprochen und sie soll das tun, was der Herr wünscht. Unfassbar was früher für Zustände herrschten, heute kaum mehr vorstellbar. Sie stellt sich ein wenig gegen diese familiäre Wohngemeinschaft und reitet mit in die Berge zu den Menschen und ist zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig glücklich.

Alle Protagonisten werden hier bis ins kleinste Detail haargenau beschreiben und man bekommt als Leser eine sehr genaue Vorstellung von den einzelnen Charakteren, die man nicht alle unbedingt mögen kann:-) Das Buch ist von der ersten Seite an sogleich spannend und absolut interessant, eine wunderbare Geschichte zu einem Roman vollkommen in Einklang gebracht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, aber, man muss unbedingt mit Muße, also langsam lesen, damit man auch kleine Details mitbekommt, um den Zusammenhang später zu erkennen. Es sind auch teilweise kleine versteckte Glücksmomente zu lesen, Enthaltsamkeit und Gewalt, grausam und schwer vorstellbar für uns in der heutigen Zeit.
Mir hat besonders der Abend mit Alice & Fred gefallen, als die Glühwürmchen über die Berge kamen, eine wunderschöne Stelle, bei der man selbst als Leser am liebsten mit dabei sein möchte.
Ich habe seit langem nicht mehr ein so gutes Buch mit geschichtlichem und wahrem Hintergrund gelesen, das so gut in einen Roman zusammen gefügt ist, das liegt wohl auch daran, das die Autorin selbst vor Ort war und sich ein Bild von der Gegend und den Menschen gemacht hat, wenn es auch heute wohl ein wenig anders aussehen mag.
Ich kann nur sagen, ich liebe dieses Buch und werde es ganz sicher nach einiger Zeit noch einmal lesen, denn ich bin sicher, trotz allem, werde ich noch neue Informationen heraus lesen, wunderbar, sehr empfehlenswert und hat definitiv mehr als 5 Sterne verdient!

Mein absolutes Favoritenbuch nun von Jojo Moyes, ich bin absolut begeistert und das fängt bereits beim Cover an! Die Sterne am dunklen Nachthimmel verheißen etwas Geheimnisvolles, etwas Mystisches & Magisches:-) Wunderschön anzuschauen und das Buch hält absolut was das Cover verspricht!
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Jojo Moyes Fan und auch für ganz viele weitere Leser, die gerne Geschichte mit Roman verbunden lesen.
Ich bin unendlich dankbar, das ich diesen Roman zu Beginn der Erscheinung lesen durfte und gebe es nun gerne in weitere, interessierte Lesehände weiter, allerdings mit der Option es zurück zu bekommen und der sorgfältigsten Behandlung, denn dies wird eines der wenigen Bücher sein, das ich tatsächlich behalten werde!

Babylu

Beiträge 16
03.11.2019

Ein wundervolles Cover und ein sehr emotionales Buch, das mich sehr bewegt und mitgerissen hat. Jojo Moyes hat es wieder mal wieder geschafft eine herzerwärmende Geschichte zu schreiben mit lebhaften Protagonisten.

tigerbea

Beiträge 93
15.12.2019

Die Engländerin Alice folgt 1937 ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Dort muß sie in den Bergen Kentuckys mit ihrem Schwiegervater, einem tyrannischen Minenbesitzer, in einem Haus leben. Doch ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie sich der von Eleanor Roosevelt gegründeten Packhorse Library anschließt. Von nun an reitet sie täglich in die Berge, um alte und kranke Menschen mit Büchern zu versorgen. Sie schöpft neuen Mut und nimmt gegen alle Widerstände ihr Leben selbst in die Hand.

Mit "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" hat Jojo Moyes wieder ein Glanzstück vollbracht. Sie hat Charaktere erschaffen, die absolut glaubhaft sind und sich perfekt in die Geschichte einpassen. Alice ist absolut sympathisch. Ihre Handlungen sind schlüssig und ihre Entwicklung vom naiven Anhängsel ihres Verloben zur selbständigen Frau bemerkenswert. Was heute ziemlich normal ist, erforderte damals sehr viel Mut! Doch auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt und vermitteln die damaligen Lebensumstände perfekt. Dies gelingt Jojo Moyes aber auch durch ihren sehr guten Schreibstil. Sie bindet den Leser an das Buch, man taucht in die Geschichte hautnah ein und kann sich flüssig durch die Seiten lesen. Die Art, aus mehreren Perspektiven zu schreiben, bringt dem Leser die einzelnen Sichtweisen sehr nahe. Man versteht die Handlungen jeder einzelnen Person viel besser. Trotz dieser Wechsel bleibt die Handlung übersichtlich und man verliert nie den roten Faden. Bei diesem Buch gibt es zwar auch eine Liebesgeschichte, jedoch ist das Buch viel mehr. Es ist spannend von der Packhorse Library zu lesen, mehr über die gut recherchierte Historie zu erfahren und die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Dieses Buch zeigt vor allem, daß man sein Leben verwirklichen soll - egal was andere sagen oder denken!

Lilli33

Beiträge 23
10.12.2019

Inhalt:
Alice folgt ihrem Mann Bennett von England nach Amerika. Doch die Ehe ist nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Bennett kann sich nicht gegen seinen alles überragenden Vater durchsetzen, und Alice langweilt sich zu Hause nur. Als Mitarbeiterinnen für die neu eingerichtete „Satteltaschenbücherei“ gesucht werden, meldet sie sich. Fortan reitet sie in die Berge von Kentucky zu weit abseits lebenden Familien, um sie mit Büchern zu versorgen. Dabei trifft das reitende Frauenteam auf hartnäckigen Widerstand bei vielen Bewohnern, denn Frauen gehören zu dieser Zeit (1937) in ihr Zuhause, nicht aufs Pferd. Aber die Frauen erhalten auch viel Zuspruch, der alle Mühen wettmacht. Die unkonventionelle Margery wird Alice’ beste Freundin.

Meine Meinung:
Ich habe nun schon einige Romane von Jojo Moyes gelesen, aber mit diesem hier scheint sie ein für sie neues Terrain zu beschreiten. Dies ist keine lockere Liebesgeschichte, obwohl die Liebe auch darin vorkommt. Doch sie spielt nicht die Hauptrolle. Viel wichtiger ist die Entwicklung der Frauen, die sich ihren Platz in der Gesellschaft suchen, unabhängig von Ehemann und Familie.

Ich habe anfangs etwas gebraucht, um mit den Protagonistinnen und der Story warm zu werden. Nach einem spannenden Prolog zog sich die Erzählung etwas. Doch ab dem Moment, wo die neue Bücherei in den Mittelpunkt rückt, nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. Sehr deutlich kommt heraus, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn Frauen selbstständig denken und handeln. Ihre Rechte sind kaum vorhanden. Nicht einmal der Gouverneur und der Sheriff halten sich an Recht und Gesetz. Die fünf Bücherei-Mitarbeiterinnen müssen sich ihren Status mühsam erkämpfen. Diese Art von Büchereien gab es übrigens in den Appalachen von 1935 bis 1943 tatsächlich.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen. Jede der Frauen ist einzigartig, und auch die Männer, die eine Rolle spielen, sind unverwechselbar. Die Atmosphäre der Zeit ist gut getroffen. Ich fühlte mich beim Lesen direkt 80 Jahre zurückversetzt in eine ländliche, unwirtliche Gegend, die trotzdem wunderschön und beeindruckend ist. Genau wie Alice habe ich mich in die rauen Berge verliebt. Auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.

Dafür, dass ich Romane, die so weit in der Vergangenheit spielen, normalerweise nicht gerne lese, konnte Jojo Moyes mich super fesseln. Ich bin tief in die Geschichte eingetaucht und habe mit den Protagonistinnen mitgefiebert.

Ein herrlicher Schmöker für lange Herbstabende :-)

Langeweile

Beiträge 33
07.12.2019

Inhalt übernommen:

1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung:

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin, welche mich fast alle begeistert haben. Mit diesem Buch hat sie quasi Neuland betreten, es hebt sich deutlich von ihren bisherigen Werken ab.
In den 1930 er Jahren entwickelte die Präsidentengattin Eleonore Roosevelt, ein Projekt,was es der Bevölkerung in den abgelegenen Landesteilen ermöglichen sollte, Zugang zur Literatur zu finden.
Als das WPA -Programm den kleinen Ort Baileyville in Kentucky erreicht, sieht die junge Alice eine Chance, ihrem Ehealltag zu entkommen. Zusammen mit mehreren gleichgesinnten Frauen stürzt sie sich mit Begeisterung in ihre neue Tätigkeit, die ihr ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.
Ich konnte von Beginn an in die Geschichte eintauchen und hatte die Protagonistin, ebenso wie die anderen Frauen,sofort in mein Herz geschlossen.In Gedanken habe ich die unterschiedlichen Frauen begleitet und ihren Einsatz, unter widrigsten Bedingungen, sehr bewundert.
Auch wenn zwei große Liebesgeschichten im Mittelpunkt des Romans stehen, wäre es zu einfach, dieses Buch als Liebesroman abzustempeln, es beinhaltet nämlich viel mehr. Es geht um wahre Freundschaft und das Bestreben von unterschiedlichen Frauen, diese Welt ein wenig zum Besseren zu verändern.
Ich hatte vorher noch nie von dem Projekt der „Packhorse Library“ gehört,insofern wurde mein Wissen wieder bereichert.
Fazit:
Das Buch hat von Beginn an einen solchen so entwickelt, dass ich es innerhalb von zwei Tagen komplett gelesen habe. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe fünf verdiente Sterne.

pixibuch1

Beiträge 20
05.11.2019

Das Beste, was ich von der Autorin bisher gelesen habe. Die junge Engländerin Alice will aus ihrem strengen und engen Elternhaus entfliehen und heiratet Hals über Kopf Bennet van Cleve, mit dem sie nach Amerika geht. Anstatt in einer glänzenden Metropole zu leben, bringt sie Bennet in ein kleines verschlafenes Dorf in Kentucky. Dort lebt das junge Ehepaar zusammen mit Bennets Vater, einem reichen Minenbesitzer, in einem Haus. Doch bald wird es Alice langweilig. Den Haushalt führt eine Bedienstete und Bennet wendet sich bald von seiner Frau ab: Da schließt sich Alice den Frauen der Packhorse Libery, eine Leihbücherei, die die Bücher mit Mulis zu den entlegensten Farmen in den Bergen bringt. Alice freunde sich mit der Leiterin dieser Bücherei Margery an, die im Jahr 1937 ziemlich unkonventionell lebt und sich von keinem etwas vorschreiben läßt. Dies gefällt insbesondere Alice Schwiegervater nicht und er tut alles, um die Bücherei zu vernichten und ins schlechte Licht zu rücken. Außerdem arbeiten in der Packhorse Libery noch die farbige Sophie und die durch Kinderlähmung gehandicapte Izzy. Jede der drei Frauen hat ein schweres Schicksal. Doch dann geschieht ein Mord. der Getötete hatte ein Buch dieser Bücherei in der Hand und die Frauen werden verdächtigtbis es zu einem folgenschweren Eklat kommt. Die Autorin führt uns hier in das ländliche und sehr strenge Kentucky der 30iger Jahre, Hier hatten die Frauen nicht viel zu sagen und ihr Leben war Küche, Kirche und Kinder. Sehr interessant und lebendig dürfen wir an dem Leben und den Ereignissen der Protagonistinnen teilnehmen. Die Packhorse Libery ist keine Fiktion, denn sie gab es zu der damalige Zeit wirklich. Gekonnt hat das Jojo Moyes in ihren Roman hineingearbeitet. Hat man einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen,so gefesselt ist man von den über 500 Seiten. Die Sprache ist sehr gut gewählt und am Ende findet man ein Quellenverzeichnis. Am Anfang eines jeden Kapitels befindet sich ein Spruch aus einem Roman. Eine Lektüre, die man nicht so schnell vergißt und auch die Liebe kommt dabei wirklich nicht zu kurz.

Caillean

Beiträge 15
04.11.2019

Emanzipierter Roman und tolle, starke Frauenfiguren

Zunächst einmal muss ich sagen: schade, dass hier vom Verlag an der „Kitsch-Schiene“ festgehalten wurde. Seit „Ein ganzes halbes Jahr“ hat Jojo Moyes den Herzschmerz-Stempel drauf und leider wird bei diesem Buch lieber auf Bewährt-Vertrautes gesetzt statt auch nur ein kleines Wagnis einzugehen. Wenn die Autorin sich traut, neue Wege zu gehen, warum geht der Verlag diese nicht mit und presst das Buch statt dessen mit Cover und Titel wieder in die Kitsch-Schublade? Aber gut... die Mechanismen des Marketings haben wohl ihre eigenen Gesetze.

Jetzt aber ans „Eingemachte“: Ich finde dieses Buch ist das beste, das Jojo Moyes je geschrieben hat. Es erzählt mitrei-ßend und dennoch einfühlsam von starken Frauen und man merkt dem Buch an, dass viel Leidenschaft der Autorin zu dem aufgegriffenen Thema darin steckt.

Jojo Moyes verwebt hier historische Fakten über die sogenannten „Satteltaschen-Bibliothekarinnen“ und spannende Lebensläufe von mehreren Frauen zu einem großartigen Roman. Da ist Margery, die schon immer unangepasst war und die es schwer hat, sich im ländlichen Kentucky der 1930er Jahre mit ihrer Lebensweise zu behaupten. Da ist die junge Engländerin Alice, die nach einer überstürzten Heirat ihrem Mann nach Kentucky folgt und vor der Vereinsamung flieht, indem sie sich den reitenden Bibliothekarinnen anschließt. Da ist die Farbige Sophia, die gut gebildet, aber unter Weißen kaum akzeptiert ist. Und da sind weitere Frauen, die alle nach und nach ihr angeblich gottgegebenes Dasein in Frage stellen und selbstständig werden – im Denken und im Handeln.

Auch wenn Alice laut Klappentext die Hauptfigur ist, so ist das im Roman nicht immer präsent. Auch Margery nimmt eine sehr große Rolle ein und das zentrale Thema ist immer die Bücherei und die Veränderungen, die die Frauen mit ihrem beschwerlichen Beruf anstoßen. Das macht das Buch zu soviel mehr als einem „Herzschmerz-Roman“. Es feiert die Selbstbestimmung von Frauen in einer Zeit, in der sie in vielen Bereichen eingeengt wurden. Und es feiert die Freundschaft – und diese Themen nehmen viel mehr Raum ein als die – natürlich auch vorhandene – Liebesgeschichte. Aber ganz ehrlich: ich habe nichts vermisst. Der Roman ist genau richtig, so wie er ist.
Die bisher kaum bekannte Geschichte der „Packhorse Library“ erhält endlich eine Stimme und die Frauen, die den schweren Job auf sich genommen haben, um anderen Gutes zu tun und Bildung zu vermitteln, erhalten endlich die Anerkennung, die sie seit fast 100 Jahren verdienen. Ich kann nur meinen Hut ziehen vor dem, was diese Frauen geleistet haben – aber auch vor der berührenden Geschichte, die Jojo Moyes daraus gemacht hat.

Ein wunderbarer Roman, in dem man die Weite Kentuckys und die Verbundenheit der Autorin zu ihren Figuren in jeder Zeile spürt. Und ich lass mich auf die Wette ein, dass eine Verfilmung wohl nicht lange auf sich warten lassen wird – denn schon beim Lesen sieht man die Geschichte quasi im Kinoformat vor sich :-)

„Sie liebte diese Gegend. Sie liebte die Berge und die Men-schen und den unendlichen Himmel. Sie liebte das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, sich jeden Tag herauszufordern und das Leben der Menschen durch Worte zu verändern. Sie hatte sich jeden blauen Fleck und jede Blase am Fuß verdient. Sie hatte eine neue Alice aus der Gestalt der früheren geschaf-fen...“

nellsche

Beiträge 13
28.10.2019

1937: Alice folgt ihrem Verlobten Bennett nach Amerika, in das Nest Baileyville in den Bergen Kentuckys. Der dortige tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve ist ihr Schwiegervater. Und gegen den kann sich Bennett nicht wehren. Besser wird es für Alice, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt. Die Frauen bringen die Bücher der Bibliothek auf ihren schwer bepackten Pferden nach Hause in die Berge.

Auf diesen Roman war ich sehr gespannt, denn die Beschreibung klang sehr interessant und mitreißend. Auch haben mich die Bücher der Autorin, die ich bisher gelesen hatte, stets komplett überzeugt.
Das Buch ließ sich sehr gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen wirkten sehr authentisch und bildhaft, so dass ich mir Land und Leute sowie alle Szenen bestens vorstellen konnte.
Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Jeder von ihnen besaß Individualität und Eigenarten, so dass ich klare Bilder im Kopf hatte und sie auseinanderhalten konnte. Besonders die Frauen sind mir total ans Herz gewachsen und ich fand es einfach toll, von ihnen, ihren Stärken und ihrem Einsatz zu lesen.
Die Geschichte fand ich richtig gelungen, denn es war nicht „nur“ eine Liebesgeschichte, sondern es ging auch um die Frauen, deren Entwicklungen und Kampf um Anerkennung. Ich wurde richtig in die damalige Zeit versetzt und konnte mitfiebern und mitfühlen. Das Thema bzw. Projekt der Packhorse Library war mir bisher nicht bekannt, insofern war ich während des Lesens gespannt und gefesselt, und habe die Informationen dazu richtig aufgesogen.

Ein großartiger Roman mit historischem Hintergrund, der mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Susi

Beiträge 33
22.10.2019

Zum Inhalt:

Als die Engländerin Alice den Amerikaner Bennett heiratet, erhofft sie sich ein aufregendes, neues Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch schon bald muss sie feststellen, dass auch dort das Leben der Frauen sehr eingeschränkt ist. Bennett und sein Vater stellen die Regeln auf, und Alice hat zu gehorchen. Als sich die Möglichkeit bietet, bei der Packhorse-Library mitzuarbeiten, schließt Alice sich den Bibliothekarinnen kurzerhand an, obwohl Bennett und ihr Schwiegervater dagegen sind.



Meine Meinung:

Jojo Moyes hat hier ein beeindruckendes Bild einer Frau geschaffen, die sich im konservativen Kentucky des Jahres 1937 ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben erkämpft. Und "erkämpft" ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn der Weg, den sie beschreiten muss, ist hart. Ihr Schwiegervater regiert die Familie und das gesamte Tal mit eiserner Faust und schreckt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Ihr Ehemann entpuppt sich als Schwächling, der es nicht wagt, sich dem Willen seines Vaters zu widersetzen.

Es ist erschreckend, wie fremdbestimmt das Leben der Frauen noch in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war. Eine Zeit, die gefühlt noch gar nicht so lange zurückliegt, ist doch mein Vater beispielsweise im Jahre 1937 geboren. Und dennoch erscheint es mir wie eine völlig andere Welt, die Jojo Moyes hier in eindrucksvollen, sehr berührenden, Worten lebendig werden lässt. Die obligatorische Liebesgeschichte fehlt auch hier nicht, tritt aber deutlich hinter den Geschehnissen rund um die Emanzipation der Bibliothekarinnen zurück, so dass dieses Buch durchaus auch für Romantikmuffel geeignet ist.

Arietta

Beiträge 45
07.10.2019

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
Inhaltsangabe: Quelle Wunderlich-Verlag
Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist für mich der beste Roman, von Jojo Moyes, den sie bisher geschrieben hat. Die Geschichte um Alice und die Frauen, die Bücher zu anderen Menschen bringen ist sehr real, überzeugend und Authentisch erzählt. Ihre Figuren und deren Charaktere sind liebevoll gestaltet, man konnte sich sehr gut in die Gefühle von Ihnen hinein versetzen. Hat mit ihnen gemeinsam gelitten, sich gefreut, Freude und Glück geteilt. Der Schreibstil ist flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend. Man sah die unendliche Weiten und Berge vor sich, aber auch die Einsamkeit. Man spürte was diese Menschen täglich leisten.

Ich habe Alice schon etwas bedauert, als sie von England ihrem Verlobten Bennet nach Amerika folgte. Ihr Traum vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, platzt wie eine Seifenblase, als sie in Baileyville eintrifft.
Ihr Schwiegervater ist ein herrschsüchtiger Mann, mächtig, reich und ein Tyrann. Das Leben dort ist nicht einfach für sie, anstatt endlich der Enge ihres Elternhauses entflohen, fühlt sie sich noch einsamer wie vorher, auf Bennet ist auch kein Verlass. Auch fällt ihr die Aufnahme dort schwer, sie fühlt sich ausgegrenzt. Doch eines Tages erfährt sie von einem Projekt, der Satteltaschen Bibliothek, die von Elenore Roosevelt gegründet wurde. Ich konnte spüren wie Alice Herz aufging, als sie sich diesen Frauen anschloss.
Die durch die Wildnis und Berge reiten mit Büchern in den Satteltaschen und sie
anderen Menschen bringen, für die es sonst unmöglich wäre. Eine Geschichte die viel Mut macht, man schließt Louisa, Sophia oder Nell sofort ins Herz. Es sind unheimlich starke Frauen, aber auch Margery, Beth und Izzy darf ich nicht vergessen. Die für Rechte und Freiheit kämpfen, ein wundervoller Roman, mit vielen Überraschungen, in denen man auch oft schmunzeln konnte. Sehr gut ist das Leben um in dieser Zeit um 1937 erzählt. Man bekommt tiefe Einblicke in eine vergangene Epoche. Diese Geschichte ist wirklich wie ein leuchten in der Nacht.

ja_de_21

Beiträge 10
04.05.2020

    Jojo Mojes hat mal wieder einen Treffer gelandet. Schon in anderen Romanen hat die Autorin unter Beweis gestellt, dass sie es immer wieder schafft, wunderschöne Emotionen ganz leicht auf das Papier zu bringen. Wenn man ein Buch über Menschen, die das Lesen lieben schreibt, kann man sich sicher sein, viele Leser anzusprechen. Mit der historischen Perspektive schenkt Jojo Mojes uns allerdings eine ganz besondere Geschichte.
    Die Geschichte ist realistisch, aber gleichzeitig verzaubert sie jeden Leser, der in die Nähe kommt und lässt ihn nie wieder los.

    Apple

    Beiträge 22
    03.05.2020

      Jojo Moyes Bücher mag ich eigentlich sehr gerne, deswegen war ich auch sehr gespannt auf diesen Roman, auch weil ich die Epoche der Nachkriegszeit sehr interessant finde. Die Geschichte handelt von der jungen Alice, die in den späten 1930er Jahren einen Mann heiratet, der ihr die Flucht aus dem kleinen englischen Ort verspricht, hinüber in das pulsierende Amerika. Leider ist es in Kentucky, wo ihr frisch angetrauter Mann Bennett gemeinsam mit seinem patriarchischen Vater wohnt, bald genauso langweilig und eintönig wie in England. Alice langweilt sich und fühlt sich eingesperrt weshalb sie auch die Herausforderung annimmt, die neu gegründete Satteltaschenbibliothek zu unterstützen. Dabei bringt sie Bücher zu den entlegensten Winkeln von Kentucky. Ich muss zugeben, dass sich die ersten ca. 200 Seiten des Buches meiner Meinung nach ein wenig in die Länge zogen, dann aber habe ich mich ganz in die Geschichte fallen lassen können. Es ist eine Mischung aus Abenteuerroman und Frauenrechtsroman, gepaart mit der Romantik des wilden Westens.

      himbeerhummel

      Beiträge 24
      30.04.2020

        „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ war das erste Buch der Autorin Jojo Moyes, das ich nach der Trilogie um Lou aus „Ein ganzes halbes Jahr“ gelesen habe und es war… auf jeden Fall ganz anders als alles, was ich erwartet hatte.

        Im Roman geht es um die junge Alice, die ihrem tristen Elternhaus und dem Landleben in England der Nachkriegsjahre entfliehen will und daher den Amerikaner Bennett Van Cleve heiratet und mit ihm in den Wilden Westen nach Kentucky geht. Leider werden ihre Träume von einem abenteuerlichen Leben in Glanz und Glamour enttäuscht. Ihr Ehemann ist weder leidenschaftlich noch ihr besonders zugetan. Beide stehen unter der Fuchtel von Alices Schwiegervater, der alle Entscheidungen im Haus trifft und Alice fühlt sich bald schon einsamer und alleingelassener denn je.
        Doch dann bekommt sie plötzlich eine Aufgabe und soll für die von Mrs. Roosevelt ins Leben gerufene mobile Satteltaschen-Bibliothek zu den abgelegenen Häusern reiten, um die Menschen dort mit Lesestoff zu versorgen. Eine abenteuerliche Tätigkeit beginnt!

        Ich hatte ja eigentlich keinen „historischen“ Roman erwartet, aber ich muss sagen, dass mir das Setting in der Bergwelt von Kentucky in den späten 30er Jahren sehr gut gefallen hat. Die Rolle der Frau war eine andere, aber die Protagonistinnen stellen sich den Männern gegenüber und kämpfen für eine gerechtere Welt, indem sie Bildung zu den Menschen bringen, die abseits der Zivilisation leben. Die Lektüre hat auf jeden Fall Spaß gemacht, war spannend und auch gut erzählt.

        Eseskalierteh

        Beiträge 32
        11.04.2020

          Wie immer ist der Schreibstil dieser Autorin ein Traum gewesen. Das Buch war fesselnd und wundervoll geschrieben. Leider hatte ich zwischen drinnen eine Lese Flaute da es sich bisschen gezogen hat, jedoch war es gegen Ende wieder so mitreisend gewesen.

          Pheles

          Beiträge 25
          08.04.2020

            Ich mag die Bücher von Jojo Moses sehr gerne. Auch dieses hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es mich stellenweise aufgewühlt und regelrecht erzürnt hat. Das Thema ist komplex und spricht viele Probleme wie Sexismus und Rassismus an. Aber dennoch liest es sich sehr schön und fesselnd.

            Vielleserin

            Beiträge 37
            24.02.2020

              Hier geht es um 4 starke Frauen die als berittene Bibliothekarinnen 1937 Bücher in die Einöde von Baileyville bringen. Sie möchten dadurch einen Leihbücherservice aufbauen der es den entlegenen Farmen auch erlauben soll Bildung und Bücher zu bekommen. Was ihre Beweggründe dafür waren, diesen Job zu übernehmen erfährt der Leser so nach und nach.
              Zum Frauenbild in den 30er Jahren in einer amerikanischen Kleinstadt gehörte noch die Frau hinter den Herd. Besonders wollten die Frauen es den Bergarbeiterfamilien leichter machen die kein gutes Leben hatten.
              Die Charaktere sind sehr einfühlsam beschrieben, das Buch ist sehr gut zu lesen und der Leser hat oft den Eindruck mitten dabei zu sein. Dies zeigt sich auch darin dass man mitleidet, sich mit freut und einfach tief in die Geschichte eintaucht. Ein tolles Buch über Freundschaft, Liebe, Entbehrungen und starke Frauen.

              Sklein

              Beiträge 14
              12.02.2020

                Die Geschichte spielt 1937 in Kentucky. Die junge Engländerin Alice hat den gutaussehenden Bennet Van Cleve geheiratet und ist ihm in seine Heimat Kentucky gefolgt. Alice fühlte sich zu Hause nicht wirklich wohl, somit ist ihr der Abschied aus England nicht allzuschwer gefallen.

                In Kentucky angekommen, merkt sie jedoch nach und nach, dass sie auch hier nicht wirklich glücklich ist/wird. Das Hausfrauendasein ist nichts für sie, zudem die Haushälterin ihre Hilfe/Unterstützung nicht wünscht und sie sich bald komplett aus dem Haushalt zurückzieht. Auch das Eheleben mit Bennett läuft anders als erwartet und dann ist da noch Geoffrey Van Cleve, der sture und konservative Schwiegervater und Chef der Hoffmann-Miene, der allerdings gleichzeitig einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer der Stadt ist und der Alice vorschreiben will wie sie sich zu verhalten hat.

                Als schließlich die Satteltaschenbücherei ins Leben gerufen wird meldet Alice sich als freiwillige Helferin, was ihrem Mann und Schwiegervater missfällt. Schließlich gehen Frauen nicht arbeiten sondern kümmern sich um den Haushalt, Familie, etc. Alice zieht es jedoch durch und merkt, wie sie zunehmend glücklicher wird, zwische ihr und den anderen Bibliothekarinnen entsteht eine enge Freundschaft.

                Ich muss gestehen, ich habe eine Weile gebraucht bis ich voll in die Geschichte eintauchen konnte. Die Geschichte hat mich total interessiert, aber der Lesefluss wollte sich erst nicht einstellen, dies legte sich dann aber recht schnell und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen.

                Es werden sehr unterschiedliche Themen behandelt in dem Buch. Zum einen die klassischer Rolle der Frau und wie eine Frau zu sein hat im Jahre 1937, aber auch Rassismus, Vorurteile aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

                Es war sehr interessant, Alice auf ihrem Weg zu begleiten. Sie macht eine deutliche Veränderung durch und wird immer mehr zu einer selbstbewussten Frau, die ihre Meinung vertritt und sich für das stark macht was sie liebt. Sie wird also im Jahr 1937 zu einer Frau mit Eigenschaften, die heutzutage selbstverständlich sind und für die wir Frauen lange gekämpft haben.

                Klare Leseempfehlung! Das Buch beschäftigt mich heute noch, obwohl ich es schon vor einigen Tagen fertig gelesen habe :-)

                Bella5

                Beiträge 13
                12.02.2020

                  Moyes' bisher bestes Buch
                  „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist das bisher beste Buch der Autorin Jojo Moyes.

                  Ich muss gestehen, dass ich von ihrem Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ überhaupt nicht begeistert war. Ich finde, dass sie damals einfach auf den Erfolgszug des französischen Kinohits „Ziemlich beste Freunde- Intouchables“ aufgesprungen ist, aus Driss wurde Lou, aus Philippe der lebensmüde Will. Der Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ war schlimmer Kitsch, und nicht ohne Grund protestierten bei der Premiere der Buch - Verfilmung in London Verbände gegen die Message des Films.

                  Jojo Moyes hatte ich also unter „Kitschtante“ einsortiert. Da ich mich jedoch sehr für die Geschichte der Vereinigten Staaten interessiere, habe ich beschlossen, ihren neuen Roman „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ trotzdem zu lesen. Außerdem ist es an der Zeit, dass sich die Historiographie auch der Geschichte der Frauen widmet; hierzu leistet Moyes einen wichtigen Beitrag, auch wenn es sich beim Roman um die Fiktionalisierung von historischen Fakten handelt – es ist kein Sachbuch, sondern ein Roman, der sich erstaunlich gut liest.

                  Worum geht es?

                  Die Engländerin Alice Wright heiratet Hals über Kopf den Amerikaner Bennett van Cleve, aber sie hat die Rechnung ohne den strengen Schwiegervater gemacht. Der autoritäre Patriarch hat im Haus das Sagen, Alice ist natürlich das schwächste Glied der Kette, da sie in die Familie eingeheiratet hat. Im Jahr 1937 steckt die Gleichberechtigung im ländlichen Kentucky noch in den Kinderschuhen, und der mächtige Minenbesitzer van Cleve gibt den Ton an, obwohl sein Sohn Bennett längst erwachsen ist.

                  Roosevelts Politik des „New Deal“ erreicht jedoch auch die amerikanische Provinz. Im Rahmen dieser Politik ruft die First Lady E. Roosevelt das “Packhorse Library Project“ (1935 – 43) in’s Leben.

                  Alice wird ein Mitglied der Bibliothekarinnen zu Pferde. Mittels der Satteltaschenbücherei von Baileyville werden auch Menschen, die in entlegenen Gegenden wohnen, mit Lesestoff versorgt.

                  Jojo Moyes präsentiert starke Frauenfiguren, die auch in widrigen Zeiten ihren Mann standen. Und so findet auch Alice Freundschaften für’s Leben und ihr freudloses, eintöniges Dasein erhält einen Sinn; sie wächst über sich hinaus und besteht mit ihren Mitstreiterinnen allerlei Abenteuer…



                  Ich habe den tollen historischen Roman gerne gelesen, und ich hoffe, dass sich viele Leser nach der Lektüre mit dem “New Deal“, der ein Meilenstein war, beschäftigen werden.

                  Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist unglaublich interessant, das Land ist auch heute noch geprägt von Vielfalt, was in Zeiten des Antiamerikanismus gerne vergessen wird.

                  Die britische Autorin Jojo Moyes bringt Lesern in aller Welt ein Stück Geschichte nahe. Man muss jedoch einräumen, dass sie nicht die Einzige ist, die sich dem Stoff widmet. Auch Kim Michele Richardson hat mit “The Book Woman of Troublesome Creek“ die Satteltaschenbücherei zum Gegenstand eines Unterhaltungsromans gemacht.



                  Jojo Moyes ist jedoch bekannter und populärer, sie hat einfach eine größere Reichweite.

                  „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist ein richtig schöner Schmöker, der auch was für’s Herz bietet.

                  Es gibt gewisse Länge in der Erzählung. Trotzdem liest sich der Roman insgesamt spannend, und man wird klasse unterhalten.



                  Fazit:

                  Die perfekte Unterhaltung für lange Abende! Lehrreich und berührend.

                  Evi2020

                  Beiträge 9
                  19.01.2020

                    Jojo Mojo hat ein Meisterwerk abgeliefert und ist wirklich ganz losgelöst, von ihren anderen Bücher
                    Dieses Buch ist das Schönste, Spannenste und Fesselnste, welches ich seit langem gelesen habe. Was habe ich gelacht, gefiebert und einige Male die Tränen in den Augen gehabt. Für Jojo Moyes Fans ein wahres Buch das man nicht wieder weglegen kann:-)

                    steffi_the_bookworm

                    Beiträge 29
                    eine Antwort 06.01.2020

                      "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein Buch, dass mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen hat und ich gar nicht so richtig benennen kann, woran es gelegen hat.

                      Ich habe mich ein wenig schwer getan in die Geschichte reinzufinden, was vermutlich am Setting und der Handlung selbst lag.
                      Ich fand die Geschichte der Satteltaschen-Bücherei zwar prinzipiell interessant, aber als Geschichte konnte es mich nicht so richtig packen und es war stellenweise wirklich langweilig wie die Frauen nur durch die Gegend geritten sind und Bücher verteilt haben.

                      Man lernt im Laufe des Buches zwar auch die Frauen immer besser kennen und auch ihre Leben sind einerseits wirklich interessant, aber andererseits konnte es mich einfach nicht so mitreißen. Für mich ist die Geschichte leider eher dahingeplätschert.

                      Wie gesagt sind die Frauen sehr interessante und teilweise auch beeindruckende Persönlichkeiten, die auch im Hinblick auf die Zeit, in der die Geschichte spielt, nicht alltäglich ist. Noch am meisten begeistern konnte mich Margery, die so ziemlich gegen jeden Konvention verstößt.

                      Das Buch war eine nette Geschichte, die sich auch gut lesen ließ, aber packen konnte sie mich leider nicht.

                      • Borkum

                        Beiträge: 28
                        14.01.2020

                        Schade, dass dich das Buch nicht packen konnte. Da bin ich mal gespannt wie es mir gefallen wird. Normalerweise lese ich die Bücher von Jojo Moyes ja sehr gerne.

                      HEIDIZ

                      Beiträge 15
                      03.01.2020

                        Jojo Moyes` Bücher lese ich sehr gern. Kürzlich habe ich ihr aktuelles Buch verschlungen. Es geht darin um Bibliothekarinnen in Kentucky. 1937 geht Alice gemeinsam mit Bennett nach Amerika. Alice kommt aus England und ist mit Bennett verlobt. Was sie in ihrer neuen Heimat erwartet, hätte sie nie geahnt. Ihr Mann entzieht sich ihr, ihr Schwiegervater hat das Zepter in der Hand, sogar schlagen tut er sie .... Baileyville wird bald eine mobile Bibliothek haben, der sich Alice anschließt, um dort mitzuarbeiten. Sie lernt Margery kennen - die beiden Frauen freunden sich an - bald jedoch passiert Schlimmes und Margery kommt ins Gefängnis, wo sie ihr Kind zur Welt bringt - unverheiratet ...

                        Mehr möchte ich nicht verraten - lest selbst, das Buch macht die unwirtliche Bergwelt Kentuckys lebendig und schildert das karge und nicht einfache traditionsbewusste Leben sowie die fiktiven Charaktere, die sich mit dem Bedingungen in Einklang finden oder sie einfach nur akzeptieren, weil es nicht anders möglich ist, andere aber stemmen sich dagegen.

                        Ob Alice schließlich zurück geht nach England zu ihren Eltern, das lasse ich mal offen ...

                        Die Geschichte ist authentisch und glaubwürdig sehr bildhaft geschrieben und man kann sich von Beginn bis Ende hinein versetzen in die Szenen, Charaktere und Beschreibungen. Sehr gut, hat mir prima gefallen.

                        MountainMausi

                        Beiträge 4
                        29.12.2019

                          Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass mich in ganz verschiedenen emotionalen Ebenen so sehr bewegt hat. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, ich habe mich mit ihnen gefreut, ich war sprachlos vor Erschütterung. Und schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, bei dem der Titel so gut zu der Handlung des Romans passt: „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ spiegelt genau die Kernaussage das Romans wieder, den Zusammenhalt, und dass es immer irgendwie weitergeht. Die Bibliothek, um die es in dem Roman geht, gibt jeder der Protagonistinnen einen neuen Lebensinhalt und eine neue Richtung, und wird somit für jede von ihnen zu besagtem „Leuchten“.

                          Aber von Anfang an: Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren in Kentucky und stellt die damals existenten WPA Satteltaschenbücherein in den Fokus des Geschehens. In diesen „mobilien Bibliotheken“ ritten Frauen durch entlegene, schwer zugängliche Regionen um Bücher, und damit auch Bildung, zu verteilen. Eine solche Bibliothek wird in dem Ort Baileyville gegründet, einem Ort, der gekennzeichnet ist, von dem Interesse an Klatsch und Tratsch bei gleichzeitigem Augenverschließen, wenn es um Probleme anderer geht sowie einer heuchlerisch konventionellen Lebensweise. In diesem Ort finden sich, gegen den Willen der meisten männlichen Bewohner des Ortes, mehrere Frauen die die Bibliotheksarbeit aufnehmen. Alle aus ganz unterschiedlichen Gründen: Um ihrer unglücklichen Ehe zu entkommen, um das Gefühl zu haben gebraucht zu werden oder weil es einfach ihrem Naturell entspricht, unkonventionelle Dinge zu tun.

                          Die Bibliothek wird für die Frauen mehr und mehr zu einem zweiten Zuhause. Sie kämpfen gemeinsam gegen Ungerechtigkeit, gegen Gewalt und gegen die Tatsache, dass in diesem Ort Einfluss und Geld ausreichen um Stimmung zu machen und Meinungen zu beeinflussen. In einer Zeit, in denen die Frauen meistens nicht viel mehr waren, als die Ehefrauen ihrer Männer, trauen sich die Protagonistinnen gegen diese Missstände aufzustehen.

                          In diesem Kontext, schafft es die Autorin aus meiner Sicht in beeindruckender und gleichsam dramatischer Weise die Ungerechtigkeit und das systematische „Kleinhalten“, dass in dieser Zeit gegenüber Frauen der Normalfall war darzustellen. Dies reicht von einem Blick des Ehemannes, der ausreicht um die Frau zum Verstummen zu bringen, über einen Griff und letztendlich, die Gewalt, die Alice zu teil wurde. Ich blieb an einzelnen Stellen wirklich sprachlos zurück und mir lief es beim Lesen kalt über den Rücken. Einfach weil die Autorin es schafft, diese Ungerechtigkeit so eindrücklich darzustellen.

                          Allerdings muss ich sagen, dass ich mir am Anfang mit dem Buch wirklich schwer getan habe. Zwar fand ich die Thematik von Anfang an spannend und auch die ersten Seiten zeigten, dass dieser Roman weit mehr wird, als eine beschauliche Liebesgeschichte, allerdings kam ich nicht wirklich in die Geschichte rein. Bis ca. Seite 200 Seiten kam ich nur sehr langsam voran.

                          Dann allerdings, mit dem schicksalhaften Abend im Haus der Van Cleves, wandelte sich die Geschichte um 180 Grad. Die Handlungen überschlugen sich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dies lang insbesondere auch daran, dass sich eine der Hauptfiguren, Alice, deutliche veränderte: Vom stillen Püppchen, dass sich nichts sehnlicher wünschte, als ihren Ehemann glücklich zu machen, wandelte sie sich zu einer mutigen, starken Frau, die auch nicht davor zurückschreckt den Mund auf zu machen um die Wahrheit zu sagen. Diese Veränderung hat mich wirklich beeindruckt und der Geschichte eine wesentliche Wendung gegeben. Von jetzt auf gleich wird Alice zur Stütze der Bibliothek, eine Entwicklung, die man zu Beginn des Buches nicht erwartet hätte.

                          Aber auch die anderen Charaktere haben mich mehr als überzeugt. Jede einzelne der Frauen hat so viel erlebt und bringt diese Erfahrungen sichtbar mit in den Roman ein und drückt der Bibliothek somit ihren Stempel auf. Ich konnte mich direkt in die Protagonistinnen reinversetzen und sie direkt vor mir sehen – so als stünde ich selbst in der Bibliothek. Dies lag aus meiner Sicht insbesondere auch daran, dass eben nicht ausschließlich die beiden Hauptfiguren, Alice und Margery, in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt wurden, sondern, mehr oder weniger offensichtlich, auch die Bedeutung der anderen Charaktere für die Geschichte hervorgestellt wurde. Sei es die Rettungsaktion durch Beth und Izzy während des Unwetters, das fluchtartige Verlassen des Gerichtssaals durch Sophia um noch „etwas in Ordnung zu bringen“ oder der Einsatz von Kathleen, mit dem sie zweimal die Bibliothek rettet. Gefallen hat mir dabei besonders, dass diese Nebenhandlungen eben nicht in einzelne Kapitel „ausgelagert“ wurden, sondern direkt in separaten Absätzen an der Stelle integriert wurden, an der sie thematisch passen. Auf diese Weise wurde der Erzählfluss beibehalten und die Puzzleteile fügen sich direkt ineinander.

                          Zusammenfassend: Mich hat das Buch absolut überzeugt. Das Buch stellt den Einsatz und den Mut der Frauen in den Vordergrund. Beeindruckend integriert in ein interessantes Kapitel der Geschichte die sich zum Glück in vielen Teilen geändert hat. Von mir eine 100%ige Leseempfehlung.

                          Katija

                          Beiträge 6
                          21.12.2019

                            1937, die noch junge Alice folgt ungestüm ihrem frisch angetrauten Ehemann Benett, über den Ozean, in sein fernes Heimatland. Doch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten besteht nicht nur aus aufregendem Stadtleben. Zu dumm, dass ausgerechnet ihr Liebster aus einer der entlegensten Bergregionen Kentuckys stammt. Schnell wacht Alice aus ihrem Zukunftstraum auf und findet sich im Hause ihres Schwiegervaters, in dem sie nichts zu tun, vor allem aber noch viel weniger zu sagen hat und einer Stadt mit deren Bewohnern sie einfach nicht warm wird, wieder. Just in dieser Zeit wird die Satteltaschen Bibliothek gegründet, der sich Alice in ihrer Verzweiflung anschließt. Diese unbekannten Mädchen werden mehr und mehr zu Freundinnen für sie während ihre Ehe zu einer immer größer werdenden Farce mutiert. Alice lernt auf die harte Tour, dass das Leben in Kentucky um einiges rauer ist, als sie es aus England gewohnt ist. Haben die langen Ritte durch die unwegsame aber wunderschöne Bergregion sie genügend gestärkt um die schweren Prüfungen zu bestehen, die ihr neues Leben Alice auferlegt.

                            Jojo Moyes ist britische Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuch Autorin. Seit ihrer Liebesgeschichte „ein ganzes halbes Jahr“ gehörte sie in diesem Genre zu den Bestsellern. Wie ein leuchten in tiefer Nacht ist für sie eine Herzensangelegenheit gewesen. Denn sie hat sich in den Handlungsort und dessen Bewohner verliebt und dann von der Historie über die berittenen Bibliothekarinnen erfahren. Die Pack Horse Library gab es nämlich wirklich von 1935- 1943 in den USA. Diese Frauen brachten Bildung zu allen alten, kranken und endlegend wohnenden Einwohnern der Countys. Moyes Verliebtheit kann man deutlich an ihrem schwärmenden Schreibstil ablesen. Der Hintergrund der „Bücherei“ ist wirklich interessant, man kann sich auch gut in die damalige Zeit und deren raue Gepflogenheiten zurück versetzen lassen von ihr. Nichts desto trotz musste ich feststellen, dass dieses Genre absolut nichts für mich ist. Dieses Liebesgebärden/ Beziehungsgeplänkel und die dramatische Darstellung einer aberwitzigen Ehe und Alice Kampf gegen ihre Gefühle haben mich leider ein ums andere Mal mit den Augen rollen lassen. Alles was um die Historie der Bibliothekarinnen konstruiert wurde nervte mich zu meinem Bedauern sehr und die eigentliche Story fühlte sich immer durch dieses Beziehungsthema unterbrochen an. Neben den ständigen, zum Teil ausschweifenden Umgebungseindrücken machte Alice Privatleben das Ganze zu einer wirklich zähen Story. Das Ende war unerwartet, wieder etwas interessanter gestaltet und konnte mich zumindest etwas versöhnlicher mit dem Buch stimmen. Für alle Moyes Fans wird „Wie ein leuchten in tiefer Nacht“ sicher seinen Reiz haben. Für mich als Genre Fremdling war es ein einmaliger Ausflug in diese Art von Romanen und auch in die Bücher der Autorin.

                            Fazit: mich als Thriller Fan, mit der Hoffnung auf eine Story in deren Fokus die Historie steht, konnte dieses Buch Aufgrund der unausgewogenen Beziehungs-/ Liebesbetonten Handlung nicht überzeugen. Einzig der interessante Hintergrund zog mich durch das Buch. Man muss auch mal neues wagen, man muss aber nicht alles mögen

                            Konni

                            1 Beitrag
                            17.12.2019

                              Im tristen England der 1930er Jahre sehnt sich die junge Alice nach einem Umbruch in ihrem Leben. Dieser scheint gekommen, als der junge Amerikaner Bennett um ihre Hand anhält. Kurzentschlossen folgt sie ihm und seinem tyrannischen Vater in deren kleines Heimatstädtchen in den Bergen Kentuckys. Doch dort wird ihr klar, dass sie vom Regen lediglich in die Traufe gekommen ist und für ihr Glück selbst kämpfen muss. So heuert sie in der von Frauen betriebenen Packhorse Library an; lernt Land, Leute und sich selbst besser kennen. Es ist eine harte Arbeit, die fordert und verbindet.

                              Jojo Moyes, die kennt man. Vermutlich jeder hat schonmal einen ihrer Titel irgendwo in einer (Online-) Buchhandlung gesehen. Gelesen hatte ich persönlich noch nichts von ihr. Aber ein ausgereiftes Vorurteil hatte ich intus, nämlich dass Jojo Moyes zu den Schnulzen-Autorinnen à la Groschenroman am Fließband gehört.
                              Diesen Eindruck muss ich nach meiner ersten Lektüre aus ihrer Hand revidieren. Das Buch ist nicht kitschig. Die Handlung nicht plump vorhersehbar. Die Charaktere sind durchdacht gezeichnet und entwickeln sich nachvollziehbar. Ja, es geht auch um Liebe. Aber eben nur "auch". Es geht um sich emanzipierende Frauen in den 1930ern. Es geht um Freundschaften, um Unabhängigkeit, um Rückschläge, um innere und äußere Stärke sowie einiges mehr, das wegen Spoilergefahr hier nicht verraten werden soll.

                              Natürlich sind die Themen, die Jojo Moyes verarbeitet hat, größtenteils frauenlastig: Emanzipation der Frau, Frauenfreundschaften, Bücher, Liebe, Pferde. Nichtsdestotrotz hatte das ganze Buch nichts von dem Kitsch, den ich durch diese Zusammenstellung von Mädchen-Highlights befürchtet hatte.

                              Fazit: Jojo Moyes hat's drauf. Das Buch entpuppte sich als interessant, spannend, unvorhersehbar, wendungsreich, realistisch und gut recherchiert. Keine Schnulze, sondern eine Bereicherung.

                              Anne687

                              Beiträge 22
                              11.12.2019

                                Ein starkes Buch über starke Frauen.

                                Die Geschichte hat mich zutiefst berührt und begeistert, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte und es innerhalb weniger Tage gelesen habe.

                                Eine super tolle Geschichte mit ganz viel Geschichte und Hintergrundfakten. Bis zu diesem Buch wusste ich nicht, dass es sowas gab. Einfach toll und wie stark die Charaktere jeder einzelnen Frau ist :)

                                Es ist erschreckend, dass die Geschichte vor weniger als 100 Jahren spielt, das Verhalten und die Einstellung der Menschen sich für mich aber immer an ein frühes 19. Jahrhundert erinnert haben und einem dadurch bewusst wird wieviel sich die letzten 100 Jahre zum Guten verändert hat.

                                nasa

                                Beiträge 11
                                06.12.2019

                                  Ich habe schon viel gutes von Jojo Moyes gehört, bin aber erst jetzt in den Genuss gekommen ein Buch von ihr zu lesen. Und was soll ich sagen ich bin begeistert. Wie ein Leuchten in tiefer Nacht ist ein berührender Roman über echte Freundschaft und Liebe. Aber auch Abenteuer kommen hier nicht zu kurz.

                                  Die Autorin entführt uns nach Kentucky in die 1930iger Jahre. Alice hat gerade geheiratet und reist mit ihrem Mann von England nach Kentucky in seine Heimat. Doch ihr besteht eine schwere Zeit bevor. Sie ist bei allen nur die Engländerin und ihr Schwiegervater ist ein Despot der den kleinen Ort fest in den Händen hat. Doch dann bietet sich für Alice eine neue ungeahnte Chance. Es soll eine berittene Bibliothek entstehen um den vielen Leuten außerhalb des Ortes und in den Bergen Bücher zu bringen um sie zu unterhalten und zu schulen. Alice sieht darin ihre Chance etwas gutes zu tun und dem Ort zu helfen. Allerdings benötigt sie dafür all ihren Mut denn es gibt einige Gegner.

                                  Anfangs ist es mir etwas schwer gefallen mich in die Geschichte einzufinden, aber schon nach einigen Seiten hat es sich gebessert und mir fiel es schwer das Buch aus den Händen zu legen. Jojo Moyes hat eine angenehme Art zu schreiben, so liest sich das Buch flüssig und leicht. Auch sind ihre Beschreibungen authentisch und ich konnte mir die Gegend und die Situationen richtig gut vorstellen. Auch die Protagonisten sind alle gut geschildert. Es gibt viele verschiedene Persönlichkeiten die aber bis auf wenige ausnahmen sympathisch geschildert sind. Alle wirken aber sehr lebendig und könnten unsere Nachbarn sein.

                                  Ich lese sehr gerne Bücher mit einem Hauch von Abenteuer, Liebe und Neubeginn und muss sagen das die Autorin hier eine sehr ausgewogene Geschichte geschrieben hat. Es hätte genau so im wirklichen Leben passiert sein, gerade da es hier einen historischen Hintergrund zu gibt machte es noch interessanter. Die Idee der Seitentaschen Bücherei finde ich sehr gut und sie hat mich als Bücherliebhaberin natürlich sofort angesprochen. Um so beeindruckter war ich davon das es diese Organisation in echt gab.

                                  Wie man merkt bin ich von dem Buch absolut begeistert und kann es nur weiter empfehlen!

                                  C. Sch.

                                  Beiträge 47
                                  05.12.2019

                                    INHALT:
                                    1937: Die Engländerin Alice folgt ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Voller Erwartungen reist sie ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, findet sich aber schnell in Baileyville, einem kleinen Nest in den Bergen von Kentucky, wieder. Ihr Schwiegervater ist der mächtigste Mann dort, bei dem Alice und ihr Mann auch wohnen. Sehr schnell erkennt sie, dass er ein Tyrann und alle beherrscht. Aus verzweifelter Einsamkeit schliesst sie sich den Frauen des Ortes an. Sie haben gerade eine Bibliothek gegründet. Auf schwer bepackten Pferden bringen sie Bücher zu fernab gelegene Gehöfte. Alice liebt diese Aufgabe, die unberührte Natur und die Menschen, denen sie begegnet. Daraus schöpft sie Kraft und neuen Mut und den Willen, ihren eigenen Weg zu gehen.
                                    MEINE MEINUNG:
                                    Ich brauchte schon einige Seiten, um gut in das Buch hineinzufinden. Aber dann kam wieder der unverwechselbare Stil der Autorin durch und sie konnte mich mit der Geschichte in der Zeit zurückversetzten. Durch den wunderbaren , sehr detailverliebten und bildhaften Schreibstil hatte ich das Gefühl, ich reite durch die Prärie und atme den aufwirbelden Staub. Die Charaktere sind sehr facettenreich und authentisch dargestellt. Man nimmt ihnen das zurückhaltende und das unfreundliche Wesen total ab. Ich fand auch, dass es immer einen steten Wechsel zwischen ruhigeren Passagen und aufregenden und fesselnden Momenten gab. Beim Lesen dachte man, jetzt kommt man zum Durchatmen und schon gab es einen Schicksalsschlag, der mich teilweise sehr erschütterte. Die Geschichte der Sattelbücherei fand ich sehr interessant und bei den Reaktionen der Bewohner konnte ich teilweise Schmunzeln.
                                    FAZIT:
                                    Man verliert sich beim Lesen in die Weiten der Landschaft, lernt Freundschaft und Zusammenhalt kennen und hat eine sehr starke Protagonistin.

                                    Rea1887

                                    Beiträge 23
                                    25.11.2019

                                      Die Protagonistin Alice fühlt sich in ihrer Heimat England eingeengt und wagt das große Abenteuer, als sie den jungen Amerikaner Bennet kennen lernt, ihn Hals über Kopf heiratet und ihm und seinem Vater in deren Heimat Kentucky folgt. Sie malt sich alles so schön aus und landet dann doch in der tiefsten Provinz, wo sie sich zu Tode langweilt. Daher schließt sie sich der neu gegründeten Satteltaschen-Bibliothek an, die den Bewohnern von weit entfernten Farmen Bücher ausleihen und mit Pferden hinbringen. Zu dieser Zeit waren arbeitende Frauen eine absolute Seltenheit und mussten mit vielen Vorurteilen kämpfen. Die Frauen wollen aber, dass alle Einwohner, gerade auch Frauen und Kinder Zugang zu Büchern haben, um sich so Wissen anzueignen. Die vier Frauen, die dieser Satteltaschen-Bibliothek angehören, werden immer mehr zu Freundinnen und helfen sich dann auch gegenseitig in kleineren und größeren Nöten.

                                      Das Thema hat mir sehr gut gefallen, allerdings war es für mich nicht so ganz gut umgesetzt. Ich kam lange nicht so richtig in das Buch rein und habe erst weit nach der Hälfte einen richtigen Lesefluss gefunden. Ab da war das Buch für mich dann auch wirklich gut zu lesen und das Thema war spannend, sodass ich mit den Frauen mitgefiebert habe. Es war toll, wie die anfangs naive Alice sich durchzusetzen wusste, obwohl sie es bei ihrem Ehemann alles andere als einfach hatte. Gleichzeitig wohnte noch ihr Schwiegervater mit im Haus, der von einer Frau mit eigenem Willen überhaupt nichts hielt. Alice hatte wirklich eine schwere Zeit und war sogar kurz davor, nach England zurückzukehren, bevor sie dann doch noch ihr eigenes Glück findet.

                                      Obwohl Jojo Moyes viele verschiedene Themen in ihren Büchern aufgreift, war dieses doch recht ungewöhnlich. Aber sie hat eine schöne Geschichte gewoben um eine Organisation dieser Satteltaschen-Bibliothek, die es wirklich gab. Ich habe es gern gelesen, obwohl es für mich bessere Bücher der Autorin gibt.

                                      Lesemaus93

                                      Beiträge 11
                                      21.11.2019

                                        "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" von Jojo Moyes,

                                        ist ein Wunderschönes Buch. Die Autorin nimmt uns mit nach Kentucky, vor Rund 100 Jahren. Wir dürfen nicht nur als außenstehende Leser an der Geschichte teilhaben, wir dürfen durch tolle Beschreibungen fast schon die Kulisse vor unseren Augen sehen und wir dürfen mit den Protagonisten fühlen. Durch einen wirklich fließenden Schreibstil und mit tollen ausführlichen und emotionalen Beschreibungen hat die Autorin es aus meiner Sicht geschafft diesem Buch einen Besonderen touch zu verleihen. Für mich ist nicht nur der Schreibstil sehr passend, auch die Geschichte an sich reist mit, zieht in ihren Bann. Außerdem finden wir in diesem Buch sehr sympathische, natürlich auch unfreundliche Protagonisten, die Mischung macht hier definitiv etwas aus, und ist sehr gut getroffen. Das wir im laufe der Geschichte miterleben dürfen wie sich die Charakter verändern oder stärken, wie sie gebrochen werden und dennoch stark bleiben, ist wirklich sehr gut, denn so hatte ich das Gefühl noch tiefer in der Geschichte zu stecken. Besonders gut finde ich hier, wie herausgehoben wird, was Freundschaft bewirken kann, wie wichtig sie sein kann. Aber auch, dass mit Liebe viel verändert werden kann und das sich manche selbst ihre Fallstricke spannen, ohne es zu merken.
                                        Alles in allem ein wirklich lesenswertes Buch. Es wird auf keiner der ca. 520 Seiten langweilig, die Spannung wird immer intensiver, findet immer neue Höhepunkte, bis zur letzten Seite. Ein Buch was die Geschichte einer jungen Frau und ihrem Weg zu einem erfüllten Leben erzählt.




                                        Zum Inhalt:
                                        Die Engländerin Alice hat den Amerikaner Bennett geheiratet und reist mit ihm nach Kentucky. Dort verändert sich ihre Ehemann allerdings sehr stark und zeigt ihr immer mehr die kalte Schulter. Das ihr Schwiegervater nur durch eine dünne Wand getrennt, schläft macht es alles nicht besser und so kann Alice ihren Mann nicht dazu bewegen wenigstens die Ehe zu vollziehen, auch wenn schon alle auf ein Kind warten. Als es ihr zu eintönig wird in einem Haus, welches ein Schrein der bereits verstorbenen Schwiegermutter ist, schließt sie sich der Satteltaschenbibliothek an und findet schnell neue Freundinnen. Doch damit stößt sie nicht überall auf Freude. Als sie immer weiter darauf besteht in die Berge zu reiten eskaliert die Situation mit ihrem Schwiegervater und sie flüchtet zu ihren Freunden. Doch so schnell gibt es nicht auf und findet immer wieder neue Intrigen. Er hat allerdings nicht damit gerechnet das die Frauen so stark zusammenhalten. Erst als Alice versteht, dass sie ihre Ehe nicht vollzogen hat, kommt wieder richtige Sonne in ihr Leben, egal wie kalt es auch sein mag.

                                        Dreamworx

                                        Beiträge 27
                                        21.11.2019

                                          Die Satteltaschenbibliothekarinnen von Kentucky

                                          1937 Kentucky. Die Engländerin Alice ist frisch verheiratet mit Ehemann Bennett van Cleve und folgt ihm in seine amerikanische Heimat, wo sie in der Kleinstadt Baileyville in Kentucky landen und ein Zimmer im Haus ihres Schwiegervaters beziehen, der ein einflussreicher Bergminenbesitzer ist und dies auch alle einschließlich Alice spüren lässt. Um die Leere ihrer Tage zu füllen und sich nützlich zu machen, meldet sich Alice freiwillig bei den Bibliothekarinnen der Packhorse Library, nach einem von Eleonore Roosevelt initiierten Projekt, um entlegen wohnende Bürger und Nachbarn per Pferd mit Büchern zu versorgen. Schon bald lernt Alice nicht nur die Gemeinschaft und sich anbahnenden Freundschaften mit den anderen Frauen schätzen, sondern auch die neugewonnene Freiheit, ihren sonst so trostlosen Alltag mit Leben zu füllen und ihre neue Heimat besser kennenzulernen…

                                          Jojo Moyes hat mit „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ einen wunderbaren Roman mit historischem Hintergrund vorgelegt, der sich völlig von den sonst von ihr gewohnten Geschichten unterscheidet. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und atmosphärisch dicht, die Handlung ist tiefgründig und lässt den Pioniergeist wieder aufleben. Kaum mit der Lektüre begonnen, taucht der Leser in die raue Berglandschaft Kentuckys ab und darf sich mit mutigen Frauen auf einige Abenteuer einlassen, die ihre Aufgabe als Buchausträgerinnen sie in die entlegensten Gegenden führt und zur damaligen Zeit nicht ungefährlich war. Aus verschiedenen Blickwinkeln erfährt der Leser vom Leben der einzelnen Frauen. Die Autorin hat gut recherchiert und verwebt nicht nur den historischen Hintergrund sehr schön mit ihrer Geschichte, sondern lässt den Leser durch farbenfrohe Beschreibungen der Örtlichkeiten auch wunderbare Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Teilweise hat es etwas vom Wilden Westen, wo allerdings die Frauen die Hauptrollen spielen. Das harte Leben auf dem Land und die damaligen Vorstellungen von Hierarchie innerhalb der Familie, die oftmals gewaltsam ausgetragen wurde, werden hier ebenso thematisiert wie Rassismus und schlechte Arbeitsbedingungen. Auch die Skepsis vor etwas Neuem und dessen Anfeindung ist hier gut herausgearbeitet worden. Aber allen voran erzählt die Autorin eine Geschichte von Frauen, die sich behaupten und eine Stärke besitzen, sich gegen alle Widrigkeiten in den Weg zu stellen. Der Spannungsbogen liegt während der gesamten Handlung auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

                                          Den Charakteren wurde regelrecht Leben eingehaucht, sie besitzen realistische Ecken und Kanten, wirken glaubhaft und authentisch. Der Leser fühlt sich vor allem den Protagonistinnen nahe und kann ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen. Alice hat sich mit einer überhasteten Heirat in eine Lage gebracht, der sie eigentlich davonlaufen wollte. Zu Beginn noch naiv und unbedarft, entwickelt sie sich zu einer selbstsicheren und mutigen Frau, die sich zur Wehr zu setzen weiß. Marge O’Hare ist unverheiratet, lebt aber in wilder Ehe, was damals einem Skandal gleich kam. Sie ist eine unkonventionelle und starke Frau, die eher wie ein Mann wirkt. Beth hat eine Menge Humor und ist nicht auf den Mund gefallen. Alice‘ Schwiegervater Geoffrey ist ein unerträglicher Tyrann und Kontrollfreak, der seine Position dazu nutzt, jedem seinen Willen aufzudrängen. Sein Sohn Bennett ist seine Marionette und benimmt sich Alice gegenüber schäbig und gleichgültig. Aber auch Isabelle, Sophia und Kathleen spielen eine große Rolle in dieser Geschichte und lassen sie rundum gelungen wirken.

                                          „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist ein wunderbarer und gefühlvoller Roman vor historischer Kulisse, in dem neben starken Frauen und der Liebe vor allem die Freundschaft eine große Rolle spielt. Ein absoluter Pageturner mit herrlichem Kopfkino, der eine tiefgründige Geschichte an den Leser bringt! Verdiente Leseempfehlung, einfach wunderbar!!!

                                          SonjaK

                                          Beiträge 6
                                          19.11.2019

                                            „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ - ein neuer Roman von Jojo Moyes, der ordentlich beworben wird. Ich war gespannt, denn ich las, dass die Autorin sich aufgrund von Überarbeitung in eine kleine Hütte in den Bergen Kentuckys zurückgezogen und dieses Buch geschrieben hat. Das Reiten bei der Recherche habe ihr sehr viel Spaß gemacht und man merkt bereits den ersten Seiten an, dass dieses Buch für sie heilsam und bedeutend war. Doch nun zum Inhalt:

                                            1937 wird von der amerikanischen Präsidentengattin Eleanor Roosevelt das WPA Packhorse Library Programm ins Leben gerufen. Frauen sollen auf Pferden entlegen wohnenden Familien Bücher bringen. Für die Frauen, die sich der mobilen Bibliothek anschließen, ist dies eine besondere Herausforderung. Denn die wilde Natur und deren Bewohner dulden bisher keine selbstbewussten eigenständigen Frauen, die sich anhand von Büchern bilden.

                                            Die Autorin hat eigenwillige und sehr unterschiedliche Frauen kreiert. Wir haben zum einen Alice, die als Engländerin unglücklich verheiratet und weit weg von ihrer Heimat ist. Für sie ist die Packhorse Library eine Möglichkeit dem tristen Haus zu entfliehen. Sie findet Freunde, die ihr beistehen. Da wäre unter anderem Margery, eine Frau, die sich nicht beugt und ohne Trauschein mit Sven zusammen lebt. Diese vereint die Frauen und sorgt auch für den Zusammenhalt. Isabelle, genannt Izzy, ist aufgrund von Kinderlähmung körperlich eingeschränkt, wächst aber aufgrund der Aufgabe über sich hinaus. Die schwarze Sophia, dürfte eigentlich nicht in der Bibliothek arbeiten, da diese ausschließlich für Weiße ist, hat aber eine unverzichtbare Vorerfahrung.

                                            Das Buch zeigt anschaulich, wie Verbreitung von Bildung dafür sorgen kann, dass man nicht alles hinnehmen muss, dass man sich seine Träume erfüllen kann und dass die Ausbeutung durch die Industrialisierung erste Gegner durch Gewerkschaften und Organisationen bekommt. Frauen gehören entgegen den männlichen Vorurteilen nicht nur an den Herd, sondern dürfen rebellisch ihre eigenen Wünsche äußern. Was ein kleines blaues Buch damit zu tun hat, müsst ihr unbedingt selber lesen.

                                            Der Schreibstil Autorin war ernster als bei dem Buch „Ein ganzes halbes Jahr“, da wir hier keine humorvolle Lou vorfinden. Allerdings passt es zu der Autorin, da ich diese ernsten, fast melancholischen Seiten, auch schon bei dem Buch „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ festgestellt habe.

                                            Die Kapitel werden mit Zitaten aus bekannten Büchern dieser Zeit eingeleitet zum Beispiel „Vom Winde verweht“, „Jenseits von Afrika“, „Black Beauty“, „Betty und ihre Schwestern“ aber auch „A Journal for the American Farmer“ und „Harlan Miners Speak“ werden zitiert und im Anhang als Quelle zitiert.
                                            Es ist ein gelungenes Buch über die Entwicklung der Frau, über die Freundschaft und über die Macht des Lesens, dem man die Liebe zum Pferd und der Landschaft anmerkt.

                                            Mich hat dieses Buch an die Serien „Unsere kleine Farm“, „Doktor Quinn“ und „Anne auf Green Gabels“ erinnert, obwohl dies zeitlich nicht ganz passt. Ich vergebe daher volle Punktzahl für dieses wundervolle Buch mit starken Protagonisten.

                                            doris.rauch

                                            Beiträge 17
                                            18.11.2019

                                              Als ich anfangs den Klappentext zu dem neuen Jojo Moyes- Buch gelesen habe, hatte ich ein Thema vermutet, dass mich jetzt nicht vom Hocker reissen wird... Ich liebe ihre Bücher, aber es gab durchaus auch welche, die ich "nur" ganz gut fand...
                                              Aber dass es mich dann so fesseln würde, damit hätte ich niemals gerechnet.
                                              Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen.
                                              Ich fand die Geschichte einfach wunderbar und auf typische Art der Autorin erzählt. Man musste einfach mit Alice mitfiebern und mitleiden, wie sie dort auf einem anderen Kontinent landet, in einer praktisch nicht existierenden Ehe und einem tyrannischen Schwiegervater. Ihr einziger Lebensinhalt wird die Bibliothek, die von Frauen betrieben wird, die zu Pferde die Bücher zu den Menschen bringen, die weit vom Ort entfernt wohnen. Die Frauen müssen gegen viele Widerstände kämpfen und man muss sich immer wieder vor Augen halten, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Alice hat eine sehr warmherzige Art und ich bin mit ihr als Hauptperson sofort warm geworden. Man ahnt natürlich früh, dass es für sie ein Happy end geben wird, aber das ist egal. Ein wunderbares Buch, ich kann es nur empfehlen. Und typisch Jojo Moyes.

                                              KimVi

                                              Beiträge 31
                                              17.11.2019

                                                Die junge Engländerin Alice heiratet ziemlich überstürzt den Amerikaner Bennett Van Cleve. Sie hofft darauf, an seiner Seite ein aufregendes Leben in Amerika führen zu können, zumal Bennetts Vater ein reicher Minenbesitzer ist. Doch das bleibt nur ein Traum, aus dem Alice ziemlich unsanft erwacht. Denn ihre Heimat soll nun Baileyville sein, ein verschlafenes Nest in den Bergen Kentuckys. Hier führt Schwiegervater Geoffrey Van Cleve ein strenges Regiment. Das gilt nicht nur für seine Minen, sondern auch für sein Wohnhaus, in dem Alice und Bennett nun gemeinsam mit ihm leben. Veränderungen, die Alice durchführen möchte, sind ihr streng untersagt, denn alles soll so bleiben und weitergeführt werden, wie es immer war. Die Ehe mit Bennett verläuft auch nicht so, wie Alice es erhofft hatte. Schon bald beginnt sie sich zu langweilen. Als Helferinnen für die Satteltaschenbibliothek, eine Bücherei, in der Frauen in abgelegene Gegenden reiten, um die dort lebenden Menschen mit Lesestoff zu versorgen, gesucht werden, meldet sich Alice, sehr zum Entsetzen ihres Schwiegervaters, als freiwillige Helferin an.....

                                                Der Einstieg in die Geschichte gelingt mühelos, denn Jojo Moyes versteht es vom ersten Moment an, die Handlungsorte und Charaktere so lebendig zu beschreiben, dass man alles sofort vor Augen hat und dadurch ganz ins Geschehen eintauchen kann. Die Hauptprotagonistin Alice wirkt sehr sympathisch, sodass man sich gerne auf ihr neues Leben, das sich ganz anders entwickelt, als von ihr erhofft, einlassen kann.

                                                Die Satteltaschenbibliothek, in der sich Alice gemeinsam mit anderen Frauen engagiert, hat es als Pack Horse Library Projekt in den Jahren zwischen 1935 und 1943 tatsächlich gegeben. Der wahre Hintergrund, der diesem Roman als Kulisse dient, ist äußerst interessant und sorgt dafür, dass die Handlung authentisch wirkt. Die Ritte der Frauen werden so lebendig beschrieben, dass man sich die abgelegenen Strecken, die Leute, die mit Büchern versorgt werden und die Bindungen, die dadurch entstehen, mühelos vorstellen kann. Es werden außerdem Probleme der damaligen Zeit angesprochen, denn leicht hatten es die Frauen nicht. Dies kann man eindrucksvoll an den Beispielen der unterschiedlichen Protagonisten erleben. Jojo Moyes versteht es, die einzelnen Schicksale mitreißend zu erzählen und geschickt miteinander zu verbinden.

                                                Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz. Auch wenn sie in diesem Roman zunächst etwas im Hintergrund bleibt und nicht so großen Raum einnimmt. Allzu romantische Begebenheiten braucht man hier nicht zu befürchten. Man spürt zwar, was die einzelnen Protagonisten bewegt und kann dies auch glaubhaft nachvollziehen, doch richtig emotional entwickelt sich dieser Strang nicht. Dennoch ist "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ein Roman, bei dem man in abenteuerliche Welten eintauchen und den Pioniergeist der damaligen Zeit spüren und genießen kann.

                                                Bella 32

                                                Beiträge 8
                                                13.11.2019

                                                Ich habe das Buch gesehen und zum Glück war bei Buchboutique eine Leseprobe.
                                                In diesem Buch geht das darum das Frauen am besten die Kinder hüten und am Herd stehen.
                                                Eine Engländerin heiratet einen Amerikaner und ist mit ihrem Leben nicht zu frieden. Und meldet sich freiwillig Bücher aus zutragen. Was natürlich ihren Mann nicht gefällt.
                                                Ich bin gespannt auf die Fortsetzung des Buches und ich werde es mir definitiv holen.
                                                Ich bin gespannt was weiter im Wald passiert .Was wird aus der Liebe? Haben sie eine Chance? Da der Vater sich zu sehr einmischt und nur das gemacht werden soll was der Vater aufträgt. Ihr eigener Ehemann steht nicht hinter ihr. Traurig aber in der früheren Gesellschaft war das gang und gebe.

                                                Heike65

                                                Beiträge 23
                                                08.11.2019

                                                  Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.

                                                  1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
                                                  Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
                                                  Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände. (Klappcovertext vom Buch)

                                                  Da ist der Autorin wieder ein tolles Buch gelungen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen der Umgebung und die Charaktere sind ihr wieder einmal toll gelungen. Ich war total gefesselt und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Besonders begeistert war ich, wie die Autorin mich mit reichen konnte und auch über meine Gefühle. Bitte erwarte nicht wie sonst nur eine Liebesgeschichte. Nein das Buch ist viel mehr. Es handelt sich um mehrere Frauen, die für sich alle etwas besonderes sind.

                                                  Von mir ein Leseempfehlung für das Buch und wenn ich könnte, würde ich dem Buch sogar mehr als 5 Sterne vergeben. Ich wünsche euch genauso viel Spaß beim Lesen wie mir.

                                                  Lesemone

                                                  Beiträge 32
                                                  07.11.2019

                                                    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es viele verschiedene Themen beinhaltet. Allem voran der unerschütterliche Mut von Frauen, die eigentlich nichts zu melden haben und wenn es nach den Männern ginge, daheim am Herd stehen sollten. Ich fand die Idee, mit den Frauen, die bei der Leihbücherei angestellt sind und per Pferd zu entlegenen Häusern und zu Menschen, die nicht mehr in die Stadt kommen können, reiten, richtig gut. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt, obwohl das Buch sehr umfangreich ist. Es beinhaltet auch viele zwischenmenschliche Themen und es geht sowohl um den Zusammenhalt der Frauen, als auch um die Liebe. Hier wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt was Rassismus, Ausbeutung von Menschen und die Stellung der Frau in der Familie betrifft. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

                                                    Sophie

                                                    Beiträge 10
                                                    30.10.2019

                                                      Mit diesem Buch habe ich alles um mich herum vergessen.
                                                      Es geht um die Liebe, Freundschaften, und dramatische Ereignisse, wie z.B. Frauenrechte bzw. die Stellung der Frau.
                                                      Die Autorin hat es durch ihren wundervollen Schreibstil geschafft, mich in die Welt der Dreißiger Jahre zu entführen sowie mit Alice, der jungen Rebellin Margery und den anderen Frauen mitzufiebern und ihnen die Daumen zu drücken.

                                                      Ich kann jedem, der sich für die damalige Zeit interessiert, dieses Buch sehr ans Herz legen!

                                                      nicigirl85

                                                      Beiträge 10
                                                      29.10.2019

                                                        Titel: Auf dem Rücken der Pferde kommt das Glück zu dir nach Hause...

                                                        Ich glaube es gibt kaum jemanden, der die Autorin nicht kennt und ich habe ihre Bücher rund um Lou verschlungen und geliebt, weshalb ich natürlich ihr neustes Werk lesen wollte. Leider bekam ich nicht das, was der Klappentext versprach.

                                                        In der Geschichte geht es um die Engländerin Alice, die Hals über Kopf nach Amerika auswandert, um dann eher zufällig in einer mobilen Bibliothek zu arbeiten. Was wird ihr das Eheleben in der Ferne bringen? Darf sie überhaupt dauerhaft arbeiten? Und was halten die Männer der Region davon, dass plötzlich alle Lesestoff erhalten und das Lesen lernen können?

                                                        Mir fiel der Einstieg in die Geschichte erst einmal schwer, da die Handlung nicht so richtig Fahrt aufnahm. Zu Beginn wurde für meinen Geschmack zu viel erklärt.

                                                        Im Verlauf der Handlung wuchsen mir die Frauen immer mehr ans Herz, ganz besonders Magery mit ihrem unkonventionellen Leben und ihrer modernen Einstellung zum Leben. Ich habe sie nicht als rau oder unsympathisch empfunden, sondern als mutig und taff.

                                                        Alice war als Figur doch recht blass und entwickelte sich für meinen Geschmack zu wenig im Verlauf der Geschichte. Mir hätte es mehr gefallen, wenn auf ihr Beziehungsleben mehr eingegangen worden wäre als ausschließlich das Ausliefern der Bücher zu thematisieren.

                                                        Izzy empfand ich da als Protagonistin fast noch spannender, die trotz einer körperlichen Einschränkung versucht ihren Weg zu gehen.

                                                        Die Sache mit dem Prozess am Ende des Buches empfand ich ehrlich gesagt als an den Haaren herbeigezogen, so als würde die Autorin mit Macht nochmal Spannung rein bringen wollen, dabei fand ich das Buch bis dahin echt ganz gut. Mehr persönliche Entwicklung zu den Figuren hätte es in meinen Augen eher getan.

                                                        Das Ende war mir persönlich dann zu kitschig. Wie in einem Abspann wird geschildert, was den einzelnen Frauen nach dem Prozess widerfährt. Hier hätte ich ein offenes Ende besser gefunden, denn dann hätte man sich als Leser selbst so seine Gedanken machen können.

                                                        Fazit: Für Moyes- Fans sicher ein Muss, Neulingen empfehle ich eher die Reihe um Lou. Der Roman war okay, aber nicht wirklich der große Wurf, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen kann.

                                                        Christiane

                                                        Beiträge 13
                                                        27.10.2019

                                                          Jojo Moyes hat es selbst gesagt: Ihr neues Buch „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist ganz anders als ihre Bücher zuvor. Anders ist aus meiner Sicht vor allen Dingen der Kontext, in dem die Handlung angesiedelt ist.
                                                          Moyes nimmt uns mit in die Zeit der „Great Depression“, wie die Zeit der Wirtschaftskrise in den USA genannt wird. Ausgelöst durch einen Börsencrash im Jahre 1929 waren die 30er Jahre im ganzen Land geprägt von Arbeitslosigkeit und großer Armut. 1935 legte dann die Regierung unter Präsident Roosevelt ein Paket verschiedener Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vor. Unter anderm wurde die Versorgung der Bevölkerung in den ländlichen, meist unzugänglichen Gebieten mit Büchern durch die sogenannten Satteltaschen-Büchereien gefördert.
                                                          Hauptfigur im neuen Werk von Moyes ist die junge, aus England stammende, Alice. Frisch verheiratet mit dem Sohn des Minenverwalters Van Cleeve, trifft sie erwartungsvoll im Örtchen Bailey in Kentucky ein. Alice wird bitter enttäuscht. Ihr Leben in den USA hatte sie sich anders vorgestellt. Und auch das Eheleben gestaltet sich nicht wie erhofft. Gelangweilt lebt Alice mit Bennett und ihrem Schwiegervater unter einem Dach, bis es zum offenen Bruch kommt. Trost finde Alice bei den „Bibliothekarinnen auf Pferden“, denen sie sich angeschlossen hatte. Nicht nur, dass sie hier eine sinnvolle Tätigkeit findet, auch die Freundschaften, die sie hier schließt, tragen sie durch eine schlimme persönliche Zeit.
                                                          Was auf den ersten Blick wie die perfekte „Mädchentätigkeit“ aussieht (Bücher und Pferde), ist harte körperliche Arbeit. Bei Wind und Wetter reiten die Frauen in die unwegsamen Gebiete und riskieren dabei nicht selten ihr Leben. Und nicht bei Allen sind die Reiterinnen beliebt, bringen sie doch mit den Büchern neue Ideen zu den Menschen.
                                                          Alice und die anderen Frauen geben nicht auf. Und das macht für mich einen Reiz dieses Buches aus. Trotz der vielen persönlichen Probleme, die sie allesamt haben, und der Anfeindungen der bigotten Dorfbewohner, schaffen sie für viele Menschen Hoffnung in einer schwierigen Zeit.
                                                          Ich habe die über 500 Seiten des Buches verschlungen. NIcht nur die Probleme von Alices und ihren Bibliothekarinnen verarbeitet Jojo Moyes. Auch die Unterdrückung der Frauen, Rassismus, Ausbeutung und ein fehlendes Sozialsystem sind Themen, die angerissen werden. Mit wurde es teilweise etwas zu viel mit den Problematiken. Aber niemals langweilig. Und das kann man ja schließlich nicht von jedem Buch behaupten.

                                                          karin66

                                                          Beiträge 27
                                                          21.10.2019

                                                            Das Cover und der Titel haben sofort mein Interesse an dem Buch geweckt. Von der Autorin habe ich schon viele Bücher gelesen und war immer restlos begeistert. So habe ich mich auch auf diese Buch gefreut.
                                                            Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Einmal angefangen möchte man gar nicht mehr aufhören.
                                                            Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen. Mir hat es besonders die mutige Alice angetan.
                                                            Zur Geschichte, Alice ist schwerverliebt und verlässt ihre Heimat, um ihrem Verlobten in die USA zu verfolgen. Doch anstatt in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, findet sie sich in einem vollkommen begrenzten Dasein in den Bergen Kentuckys wieder. Sie ist einsam und eckt überall an.
                                                            Sie findet endlich Anschluss und Freundinnen als sie sich den Bibliothekarinnen anschließt. Diese versorgen die Menschen in entlegenen Gebieten mit Lesestoff aus ihren Satteltaschen. Doch nicht alles geht, so wie es sollte.
                                                            Mehr möchte ich nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt. Ein geniales Buch, sehr bildlich beschrieben, ich bin mir immer vorgekommen, als ob ich selber stets mitten im Geschehen wäre. Absolut unbeschränkt empfehlenswert.

                                                            BOOKSLOVE1511

                                                            Beiträge 17
                                                            14.10.2019

                                                              1937: Die Engländerin Alice lernt den Sohn von mächtigsten und tyrannischsten Minenbesitzer von Baileyville Bennett Van Cleve kennen und Hals über Kopf verlobt, folgt sie ihm nach Amerika, in der Hoffnung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein Beschwerdefreies Leben zu haben. Doch anstatt der Freiheit landet Alice von einem häuslichen Gefängnis zu den anderen. Als bei einer Gemeindeversammlung Frauen für eine mobile Bücherei gesucht wurde, zögert Alice keine Minute und schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an. Mit neuen Lebensmut und schwer bepackten Pferd, reitet Alice Tag für Tag in die Berge und bringt sie die Bücher zu den kranken oder alten Menschen. Allerdings wird dieses Programm nicht gern gesehen und immer wieder musste sie an der Seite von Margery O’ Hare -die als Rebellin bekannt und eine gute Freundin für Alice wurde, mit viel Mut kämpfen. Doch die Frauen lieben ihrer Aufgaben, die wilde Natur von Baileyville, deren Bewohner und gehen ihren eigenen Weg, trotz gegen alle Widerstände...

                                                              Wieder ein Meisterwerk von Frau Moyes die mir unheimlich gut gefallen hat. Ich bin ein sehr großer Fan von ihr, hab all ihre Bücher gelesen und jedes mal fiebere ich mit. Trotz meine Startschwierigkeiten in die Geschichte (das hab ich fast immer bei ihrer Bücher), ihrer unverwechselbarer Schreibstil hat mich wieder in seinen Bann gezogen und die 500 Seiten sind einfach weggeflogen. Die starken Frauen Charaktere, die wunderbare Ortsbeschreibungen und viele verschiedene Schicksalsschläge sind sehr gut gedacht und authentisch beschrieben. Besonders Margerys Schicksal hat mich tief in dem Herz berührt. Ich habe mit dieser Frauen mitgelitten, gehofft, mit geritten und gebeten. Eine sehr bewegende Geschichte um die Frauenrechte in 30er Jahre und es ist ganz, ganz was anderes, was wir von Jojo Moyes kennen, aber man merkt sehr schnell das Buch ihr Herzessprojekt war und mit viel Liebe recherchiert wurde.

                                                              Ein Buch, das Mut macht. Klare Leseempfehlung von mir!

                                                              Alica

                                                              Beiträge 39
                                                              14.10.2019

                                                              Der wunderbaren Autorin ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Einzigartig berührend. Wie kaum eine andere Autorin schafft sie es die Herzen der Leser/innen so zu berühren. Alles andere als ein 08/15 Roman. Ich bin überzeugt das sie uns noch lange mit ihren Geschichten im Bann haben wird.

                                                              nati

                                                              Beiträge 20
                                                              13.10.2019

                                                                Karussell der Gefühle
                                                                Als die Engländerin Alice überstürzt Bennett, Sohn des amerikanischen Minenbesitzers Van Cleve heiratet, erhofft sie sich Abenteuer in einem neuen Land. Doch sie landet in dem kleinen Ort Bailyville in den Bergen von Kentucky. In Wahrheit hat sie ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes eingetauscht. Als in den 1930er Jahren ein System mobiler Büchereien unter der Schirmherrschaft von Mrs Roosevelt aufgebaut werden soll, meldet sie sich neben drei anderen Frauen als Freiwillige um per Pferd Bücher zu abgelegen wohnenden Siedlern zu bringen. Die Bibliothekarinnen müssen mit vielen Vorurteilen kämpfen, denn es war nicht einfach als Frau in dieser von Männern geprägten Zeit sich durchzusetzen und eigene Wege zu gehen.

                                                                Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Der Schreibstil von Jojo Moyes ist wunderschön und bildhaft, so dass man die Szenen deutlich vor dem inneren Auge sehen kann. Ich fand es faszinierend über das WPA-Programm der Packhorse Library, welches von 1935 bis 1943 lief, zu lesen. Sehr authentisch hat die Autorin die damaligen Verhältnisse mit einfließen lassen. Das Buch löste in mir ein Karussell der Gefühle aus von Trauer über Freude bis hin zur Wut habe ich alles durchlebt.

                                                                Eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Für mich ein Jahreshighlight und sehr empfehlenswertes Buch.

                                                                Manja82

                                                                Beiträge 15
                                                                11.10.2019

                                                                  Meine Meinung
                                                                  Jojo Moyes ist eine Autorin, die bekannt ist für große Gefühle und Emotionen in ihren Romanen. Auch ich kannte schon die ein oder andere Geschichte aus ihrer Feder und sie konnte mich auch immer wunderbar unterhalten.
                                                                  Nun also ist mit „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ihr neuestes Werk erschienen und ich war extrem gespannt wohin mich die Reise hier wohl führen würde. Das Cover und der Klappentext versprachen mir auf jeden Fall tolle Lesestunden und so habe ich mich rasch ans Lesen gemacht.

                                                                  Die hier handelnden Charaktere hat die Autorin genau richtig gezeichnet und ins Geschehen integriert. Auf mich wirkten sie alle vorstellbar und die Handlungen waren für mich verständlich.
                                                                  Hauptsächlich dreht sich hier alles um Alice. Sie ist eine mir sehr sympathische junge Frau, auch wenn sie zu Anfang doch auch irgendwie naiv und leichtgläubig wirkte. Doch Alice lernt dazu, sie entwickelt sich, entwickelt einen eigenen Willen, etwas das zur damaligen Zeit nicht unbedingt gerne gesehen war. Mir gefiel das, Alice setzt sich durch und lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn die Umstände nicht immer auf ihrer Seite sind.
                                                                  An ihrer Seite lernt man Margery und auch sie mochte ich unheimlich gerne. Sie ist jemand, der sich von vornherein nichts sagen lässt, sie lebt ihr Leben so wie sie es für richtig hält. Und das auch wenn es sie in Schwierigkeiten bringt.

                                                                  Es sind aber nicht nur diese zwei Frauen, die man hier kennenlernt. Insgesamt spielen 6 Frauen eine große Rolle, neben Alice und Margery sind da noch Beth, Isabelle, genannt Izzy, Beth und Kathleen. Jede von ihnen trägt ihr ganz eigenes Päckchen, doch die Liebe zu den Büchern verbindet sie. Und man lernt auch einige Männer und noch andere Charaktere kennen, kann so die Gegebenheiten der damaligen Zeit sehr gut einschätzen.

                                                                  Der Schreibstil der Autorin ist einfach Wahnsinn. Ich habe angefangen und bereits nach ein paar Seiten war ich mittendrin und bin wunderbar flüssig durch die Seiten gekommen. Sie hat es wirklich geschafft mich mit ihren Worten in ihren Bann zu ziehen und erst am Ende bin ich wieder aufgetaucht.
                                                                  Geschildert wird das Geschehen hier aus den unterschiedlichsten Sichtweisen. Man lernt als Leser hier so viele Seiten kennen und dennoch ist es niemals auch nur ansatzweise unübersichtlich. Eher im Gegenteil, durch die verschiedenen Perspektiven wird es komplex und vielsichtig und als Leder kann man so sehr viel besser verstehen.
                                                                  Die Handlung ist in meinen Augen richtig klasse. Es ist nicht die typische Geschichte, die man erwartet, wenn man den Namen Jojo Moyes hört. Hier wird sehr schnell eine Spannung aufgebaut, die den Leser förmlich durch die Seiten trägt. Man fragt sich was es wirklich mit der Packhorse Library auf sich hat und will unbedingt erfahren wie sich alles entwickelt. Es geht aber nicht nur um die Bücher, es geht auch um Freundschaft, um den eigenen Willen das eigene Leben so zu leben wie man es gerne will und um eine richtig tolle Liebesgeschichte. Diese entwickelt ich genau richtig, ist erst zart und wird dann gewaltig. Ich empfand diese Mischung als richtig gut gelungen, für mich war alles nachvollziehbar und verständlich. Es gibt Wendungen, Geschehnisse, die das Geschehen in neue Bahnen lenken.
                                                                  Die Autorin begibt sich hier auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im Jahr 1937, mitten im Bundesstaat Kentucky in den USA. Als Leser merkt man wie viel ihr an dieser Geschichte hier liegt, sie hat genau recherchiert und es dann in diesem Buch hier umgesetzt.

                                                                  Das Ende empfand ich persönlich als genau richtig. Es passt wunderbar zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und schließt sie vollkommen richtig ab. Für mich war es genau das richtige Ende.

                                                                  Fazit
                                                                  Kurz gesagt ist „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ von Jojo Moyes ein Roman, der mich von Anfang bis Ende vollkommen mitgerissen und eingenommen hat.
                                                                  Interessante facettenreich gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, dramatisch und emotional empfunden habe und in der es neben der Liebe auch um Freundschaft und auch den eigenen Willen für ein eigenes Leben geht, haben mir ganz wunderbare Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
                                                                  Absolut zu empfehlen!

                                                                  SBS

                                                                  Beiträge 54
                                                                  11.10.2019

                                                                    Die eigensinnige Engländerin Alice heiratet den Amerikaner Benett und zieht mit ihm nach Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Anstelle des schönen Lebens, erwartet Alice im ländlichen Kentucky jedoch wenig Erbauliches, denn ihr Mann ist nicht ganz der, den sie in England kennengelernt hatte und ihr tyrannischer Schwiegervater macht ihr das Leben schwer – bis sie endlich einen Ausweg aus der bedrückenden Enge ihres Zuhauses findet. Mit anderen Frauen beginnt sie eine Satteltaschenbibliothek auf Initiative Eleanor Roosevelts aufzubauen, welche Bildung auch in die entlegensten Bergfamilien bringen soll. Das passt jedoch nicht jedem...


                                                                    Schon der Prolog hat es richtig in sich. Man ist sofort von der Geschichte gefesselt und möchte wissen, wie es zu dieser bedrohlichen Situation kam - und auch wie es danach weitergeht. Verraten möchte ich dazu nichts im Detail. Versprechen kann ich jedoch, dass es wirklich nicht ohne ist.

                                                                    Die Zusammenhänge ergeben sich erst nach und nach. Aber zunächst einmal lernt man die Protagonisten kennen und ihr Vorhaben mit einer Satteltaschenbibliothek Bildung in die Berge zu bringen. Diese Initiative gab es tatsächlich, daher beruht der Roman auf historischen Tatsachen und ich finde, dass das Jahr 1937 authentisch und packend dargestellt wurde.

                                                                    Ich mag Jojo Moyes Schreibstil, ihren Humor, den lockeren Schreibstil und wie sie mich immer und immer wieder zu fesseln vermag, ob sie nun eine Geschichte in London/New York in der Gegenwart oder wie hier im tiefsten Kentucky in den 1930ern spielen lässt.

                                                                    Hier hat sie mich in eine ziemlich fremde Welt entführt. Die entstandene Geschichte um die Satteltaschenbibliothekarinnen und Bewohner einer Kleinstadt, hat mich sehr berührt. Alle haben ihre speziellen Schwierigkeiten, sei es mit der Familie, der Vergangenheit oder gesundheitlich, ebenso haben sie Geheimnisse und trotzdem entsteht eine tiefe Freundschaft, die mit der Liebe zu den Büchern angefangen hat. Sehr tiefgründig und ohne je ins Klitschige abzurutschen, beweisen die Frauen unglaublichen Mut sowie große Stärke sich auch gegen alle Widerstände für die gute Sache einzusetzen und eine kleine Liebesgeschichte fehlt natürlich auch nicht.
                                                                    Die Geschichte ist herzerwärmend, man hofft und bangt mit und für Bücherfreunde ist der Roman quasi ein Muss.

                                                                    tuet-tuet

                                                                    Beiträge 6
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                                                                      1937: Als die junge Engländerin Alice den gut aussehenden und durch seine Herkunft aus Amerika aufregenden Bennett auf dessen Europareise kennenlernt, eröffnet sich für sie durch die Heirat die Flucht aus den elterlichen Zwängen und Ansichten. In der Kleinstadt Baileyville muss sie jedoch erkennen, dass sich auch hier das Bild des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten nicht zeigt - zu sehr ist sie dem Spott der anderen Frauen, der Missbilligung der Haushälterin und dem unerfüllten Enkelwunsch des Schwiegervaters ausgesetzt. Mit der Eröffnung einer mobilen, reitenden Bibliothek eröffnet sich ihr die Möglichkeit, all dem zu entfliehen.

                                                                      Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es beschreibt sehr ergreifend den Kontrast zwischen der landschaftlichen Schönheit Kentuckys und der dort herrschenden Armut, Familienfehden und Rassismus. Darin erscheinen die Bibliothekarinnen wie ein Licht im Dunkeln. Ihre Charaktere (so wie alle anderen) sind sehr eindrucksvoll beschrieben, man möchte zu gerne selbst mit ihnen in der Bibliothek plaudern und die besuchten Familien kennenlernen. Nur der Schwiegervater Van Cleve erscheint etwas zu einseitig als der Böse dargestellt. Ich lese nur selten historische Romane, doch bei diesem hat man sich schnell in die vorherrschende Lebenssituation eingefunden. Zudem scheint er sehr gut recherchiert zu sein. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig, es fällt schwer, das Buch beiseite zu legen.
                                                                      Insgesamt handelt es sich um einen wunderbar gefühlvollen. aber dennoch auch sehr humorvollen Roman über die Kraft der Freundschaft, Liebe, den Mut, für andere und für das einzutreten, das einem wichtig ist, Missstände nicht hinzunehmen und nicht zuletzt auch die Magie von Büchern.