Julia Greve

Herzkur

Fünfzig Frauen, hundertzehn Kinder, zwei Väter. Drei Wochen auf engstem Raum. Eine Mutter-Kind-Kur mit massiven Nebenwirkungen.
Verena kann es nicht fassen, als ihr Mann Rainer sich völlig überraschend eine «Auszeit» von Familie und Ehe nimmt. Plötzlich ist sie alleinerziehend und kreuzunglücklich - auch wenn sie ihre Töchter Ella und Annie heiß und innig liebt. Schnell ist sie mit den Kräften am Ende. Ihre Mutter hat die Lösung: Eine Mutter-Kind-Kur. Nur widerwillig geht Verena auf den Vorschlag ein und fährt mit einem Rucksack voller Vorurteile in eine Klinik auf Fehmarn. Schon bei der Anreise findet sie alle Erwartungen bestätigt: Unerträgliche Mütter und Kinder, soweit das Auge reicht. Doch es gibt Lichtblicke in dieser grauen Ostseewelt. Nicht zuletzt Jan, der mit seiner Tochter an ihrem Tisch sitzt ...


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Der  Autor

Julia Greve, Jahrgang 1975, lebt mit ihrer Familie (2 Kinder) in Bonn. Sie arbeitet mit ganzem Herzen bei einer kleinen NGO, die sich mit dem Thema nachhaltige Textilproduktion beschäftigt. 


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Rezensionen

vronika22

Beiträge 17
06.05.2019

Inhalt:
Verenas Mann Rainer nimmt sich ganz überraschend eine Auszeit und geht für ein Jahr nach Jordanien. So ist Verena mit ihren beiden Kindern nun plötzlich ganz alleine und sie weiß nicht wie es weitergeht. Ihre Mutter überredet sie zu einer Mutter-Kind-Kur. Nur widerwillig lässt sich Verena auf das Abenteuer Kur ein….

Meine Meinung:
Gelockt hat mich an diesem Buch zuerst das wunderschöne Cover. Es handelt sich um den Debütroman von Julia Greve. Und ich muss sagen, ich wurde sehr angenehm überrascht. Sie hat wirklich einen absolut unterhaltsamen Roman geschrieben, der sich sehr spritzig liest und bei dem an keiner Stelle Längen aufkommen. Mit spitzer Feder greift sie einige Klischees bezüglich Mutter-Kind-Kur auf. Aber sie zeigt auch, dass der erste Eindruck oft sehr trügerisch ist. Sehr schön vermittelt sie, dass man hinter die Fassaden der einzelnen Menschen blicken muss, um sie besser verstehen zu können. Obwohl der Roman sehr humorvoll und stellenweise richtig witzig geschrieben ist, so ist darin doch auch sehr viel Tiefgang und Ernsthaftigkeit enthalten. Etwas Romantik und Gefühl runden dieses Buch dann auch noch zusätzlich ab.
Die einzelnen Protagonisten sind richtig toll charakterisiert und kamen sehr authentisch bei mir an. Ich hatte wirklich so einige Lieblingsfiguren, allen vorweg die Moni, die mein Herz sehr schnell erobert hat.
Obwohl ich selbst noch nie eine Kur gemacht habe, konnte ich mich in den Kuralltag so richtig gut einfinden und habe mich fast selbst vor Ort gefühlt.
Dieser Roman ist einfach wunderbar geschrieben. Die Mischung aus Wortwitz und Situationskomik gepaart mit Romantik und Tiefgang hat mich richtig begeistert. Zudem war auch noch ein klein wenig Spannung enthalten. Für mich ist dies wirklich ein toller Debütroman, der Lust auf mehr von Julia Greve macht!

Heike65

Beiträge 37
25.05.2019

    Fünfzig Frauen, hundertzehn Kinder, zwei Väter. Drei Wochen auf engstem Raum. Eine Mutter-Kind-Kur mit massiven Nebenwirkungen.
    Verena kann es nicht fassen, als ihr Mann Rainer sich völlig überraschend eine «Auszeit» von Familie und Ehe nimmt. Plötzlich ist sie alleinerziehend und kreuzunglücklich - auch wenn sie ihre Töchter Ella und Annie heiß und innig liebt. Schnell ist sie mit den Kräften am Ende. Ihre Mutter hat die Lösung: Eine Mutter-Kind-Kur. Nur widerwillig geht Verena auf den Vorschlag ein und fährt mit einem Rucksack voller Vorurteile in eine Klinik auf Fehmarn. Schon bei der Anreise findet sie alle Erwartungen bestätigt: Unerträgliche Mütter und Kinder, soweit das Auge reicht. Doch es gibt Lichtblicke in dieser grauen Ostseewelt. Nicht zuletzt Jan, der mit seiner Tochter an ihrem Tisch sitzt ...(Klappcovertext vom Buch)

    Bis jetzt war ich noch nie auf Kur, aber das Buch hat mir gut gefallen und eigentlich Lust auf eine Kur geweckt. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charakters sind gut dargestellt und man kann sich gut in sie hinein versetzten. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und es werden einige Klischees bezüglich der Mutter-Kind-Kur aufgegriffen. Dass das Buch in meiner Sicht interessant macht. Aber toll ist auch das es einige Gefühle in dieser Geschichte gibt, die das Buch so gut abrunden. Ich kann das Buch nur sehr empfehlen, besonders wenn man selber bald in Kur fährt oder auch an einem schönen Sommer Abend auf der Balkon.

    mama_liestvor

    Beiträge 20
    20.05.2019

      Verena kann es nicht fassen... ihr Mann Rainer beschließt von heute auf morgen einen Job in Jordanien für ein Jahr anzunehmen ! Doch am schlimmsten ist es für Verena , das es für den egoistischen Rainer schon eine fest beschlossene Sache ist . Verena und ihre zwei Töchter Ella und Annie wurden nicht mal um ihre Meinung gefragt !
      Sie nimmt den Tipp von ihrer Mutter an , eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen . Verena soll auf andere Gedanken kommen und auch mal nur an sich denken ! .. Die Kur wird genehmigt ... und los geht`s ! Drei Wochen ans Meer, nach Fehmarn an der Ostsee.
      Anfangs muß Verena mit den vielen Vorurteilen einer Mutter und Kind Kur kämpfen , aber die werden von Tag zu Tag immer mehr aus dem Wege geräumt. Ihre Tischnachbarinnen, Moni und Jenny sind eigentlich gar nicht so schlimm , wie zuerst befürchtet und Jan, ein Papa mit Tochter, ist Verena von Anfang an sehr symphatisch. Es gibt immer mehr Lichtblicke im Kuralltag und für die Drei wird die Ostsee-Kur, immer mehr zur HERZKUR !....

      Die Autorin Julia Greve bekommt fabelhafte Fünf Sterne von mir , für ihren Debütroman.
      Flüssig zu lesen und sehr unterhaltsam , man kann sagen ein richtig schöner Wohlfühlroman !
      Am Ende fühlte ich mich auch sehr erholt , denn ich war mittendrin in der Geschichte...Tränen gelacht aber auch ein paar Tränchen mit Verena geweint. Doch sie hat alles gut gemeistert , dank der schlagfertigen und sehr witzigen Moni. Eine Persönlichkeit mit sehr viel liebevollen Charm. Auch die Liebe kommt für Verena nicht zu kurz und die hat sich Verena sowas von verdient !...
      Am Ende hat man Alle sehr liebgewonnen und ist fast ein wenig traurig , das nach drei Wochen die Kur zu Ende ist.....
      Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und spreche eine 100 % ige Leseempfehlung aus und hoffe auf noch viele weitere Romane von der Autorin Julia Greve.

      Laudibook

      Beiträge 2
      20.05.2019

        Inhalt und meine Meinung:

        Verena steht plötzlich mit ihren zwei kleinen Töchtern Ella und Annie alleine da. Ihre Ehemann Rainer ist gerade auf einem Selbstverwirklichungstrip. Er braucht eine Auszeit von der Familie und seiner Ehe und nimmt einen Job in Jordanien an. Schnell stößt Verena an ihre Grenzen und ist einfach nur noch todunglücklich mit ihrer neuen Lebenssituation. Ihre Mutter rät ihr zu einer Mutter-Kind-Kur. Nur widerwillig lässt sie sich auf diesen Vorschlag ein. Doch dann geht alles sehr schnell und Verena, Ella und Annie sitzen im Zug zur Ostseeinsel Fehmarn..........

        Der Debütroman von Julia Greve ist mehr als gelungen. Ich habe eine kurzweilige lustige Geschichte erwartet und bekommen habe ich viel, viel mehr. Die Geschichte hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen!

        Der Schreibstil ist flüssig, humorvoll und nicht übertrieben.

        Obwohl wir Verena anfangs mit einem riesen Koffer Vorurteilen und Antipathie ihren "Mitkurmüttern" kennenlernen, mochte ich sie von der ersten Seite an. Ich habe förmlich beim Lesen ihr Gefühlschaos und die Enttäuschung und Verunsicherung über Rainers Auszeit gespürt.

        Mit einer herrlich erfrischenden Art begleiten wir Verena in ihrem Kuralltag. Julia Greve hat lebensechte, authentische Charaktere skizziert. Vor allem die mitteilsame Moni, mit ihrem herrlichen Dialekt, hat mich köstlich amüsiert. Ich musste nicht nur schmunzeln, sondern herzlich lachen. Ein toller humorvoller Roman, mit viel Witz und Situationskomik, aber auch sehr viel Tiefgang und Ernsthaftigkeit. Die Atmosphäre, Gefühle, Gedanken, anbändeln mit anderen Männern und auch die persönliche Entwicklung von Verena wurden von der ersten bis zur letzten Seite perfekt eingefangen.

        Fazit:

        5+/5 Sternen

        Ein grandioses Debüt mit einer packenden Handlung, sehr authentischen Charakteren, einem unbeschreiblichen köstlichen Humor und ganz vielen Schmetterlingen im Bauch. Ohne Zweifel wird "Herzkur" zu meinen diesjährigen Buch Highlights gehören.

        Große Leseempfehlung!

        .

        Tara

        Beiträge 13
        15.05.2019

          Wundervoller Roman und Humor und Herz

          „Herzkur“ ist das gelungene Debüt der Autorin Julia Greve, das mich bestens unterhalten hat.

          Verenas Mann Rainer befindet sich gerade auf einem Egotrip und legt eine berufliche Auszeit in Jordanien ein um sich selbst zu finden. Mit den Nerven am Ende, unglücklich und einsam lässt Verena sich von ihrer Mutter zu einer Mutter-Kind-Kur mit ihren beiden Töchtern überreden. Mit vielen Vorurteilen im Gepäck fahren sie nach Fehmarn.

          Der Schreibstil von Julia Greve lässt sich angenehm lesen, ist sehr lebendig und einnehmend.
          Ihre Charaktere beschreibt sie authentisch. Auch wenn Verena die anderen Mütter erst einmal in Schubladen steckt, macht sie einen sehr sympathischen Eindruck. Mit ihr gemeinsam lernt man nach und nach die anderen Charaktere besser kennen und entdeckt dadurch ihre liebenswerten Seiten. Da ist die überdrehte Moni, die stille Jenny und der der charmante alleinerziehende Vater Jan.

          Die Darstellung des Kuralltags wird so plastisch geschildert, dass ich fast das Gefühl hatte dabei zu sein. Es wird gelästert, Probleme gewälzt, Freundschaft geschlossen und mehr. Die gesamte Handlung ist turbulent, amüsant, ereignis- und abwechslungsreich.

          Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

          tigerbea

          Beiträge 58
          01.05.2019

            Verena steht plötzlich mit ihren zwei Töchtern Ella und Annie allein da. Ehemann Rainer nimmt sich einfach eine Auszeit und einen Job für ein Jahr in Jordanien. Veena ist am Ende ihrer Kräfte. Ihre Mutter verordnet ihr eine Mutter-Kind-Kur. Verena ist wenig begeistert, nimmt den Vorschlag jedoch an. Auf geht es nach Fehmarn! Kaum dort angekommen, sieht Verena all ihre Vorurteile über unmögliche Mütter und nervende Kinder bestätigt. Doch nicht alles ist schlecht in dieser Kur. Vor allem Kurvater Jan ist für Verena ein Lichtblick...


            "Herzkur" von Julia Greve kommt als sommerlicher Gute-Laune-Roman daher - jedoch ist er viel mehr. Man erlebt hier sehr deutlich, wie sehr Vorurteile und voreiliges Schubladen-Denken das Leben schwer machen können. Und wie einfach das Leben sein kann, wenn man über seinen eigenen Schatten springt. Dies wird hier anhand von Verena sehr deutlich beschrieben. Zunächst will sie von ihren Tischnachbarn nichts wissen, sie sind ihr alle zuwider. Doch schnell merkt sie, daß auch die z. B. vorlaute Moni gar nicht so schlimm ist und ein gutes Herz hat. Diese Entwicklung, wie sich die Freundschaften soweit entwickeln, daß auch nach der Kur noch reger Kontakt herrscht, ist wunderschön zu beobachten. Als Leser mag man die Charaktere allesamt sofort und kann Verena fast nicht verstehen. Die einzelnen Personen hat Julia Greve perfekt und vielseitig skizziert. Man trifft auf jeden Typen. Vorlaut, still oder introvertiert - hier ist alles versammelt. Gewürzt mit einer Prise Humor ist dieser Roman wunderschön zu lesen und bereitet Freude. Besonders bei den Spaziergängen am Strand fühlt man sich direkt auf die Insel Fehmarn versetzt. Die Ausflüge ins Meereszentrum oder in die Stadt (dies kann ja nur Burg sein), haben bei mir Urlaubsfeeling erweckt. Ich glaube, den Laden des Bernsteinsammlers kenne ich sogar....

            "Herzkur" ist ein wunderschön sommerlicher Roman mit Herz, Humor und Tiefgang. Letzteres hat mich überrascht und gefreut -vermißt man dies doch bei Romanen dieses Genre sehr häufig.

            KatiKatharinenhof

            Beiträge 93
            25.04.2019

              Verenas Mann ist gerade auf dem Selbstverwirklichungstrip - er nimmt einen Job in Jordanien an, nur um sich zu beweisen, dass er noch ein ganzer Mann ist.
              Verna steht mit der neuen Situation kreuzunglücklich da, ist sie doch Alleinerziehende auf Zeit. Die Idee ihrer Mutter, sich selbst auch eine Auszeit Form einer Mutter-Kind-Kur zu gönnen, stößt zunächst auf wenig Begeisterung. Doch erst einmal auf der Insel angekommen merkt Verena, dass die Seeluft nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz frei macht und es Zeit für einen Neuanfang ist.


              "Herzkur" ist das Debüt von Julia Greve und schon nach wenigen Seiten ist klar, dieser quirlige Roman trifft genau ins Herz.
              Die Geschichte ist locker flockig erzählt, geizt nicht mit Situationskomik und nimmt sich doch ernsten Themen an, ohne dabei schwermütig zu werden.
              Die Figuren sind herrlich gezeichnet, gerade Moni ist supergut getroffen und sie erobert mein Herz im Sturm. Das allseits beliebte Schubladendenken bekommt hier eine große Plattform eingeräumt und man revidiert mit Verena gerne den ersten Eindruck, wenn man nur erst den Blick hinter die Fassade des Einzelnen geworfen hat.
              Der Kuralltag ist sehr treffend geschildet, reicht er doch vom gut organisierten Kurplan bis hin zu heimlichen Treffen, um mal eben einen zu zwitschern, Freundschaften werden genschlossen und Mitkurende in die ewige Verdammnis geschickt, Der Kurlalltag zeichnet sich sehr plastisch für den Leser ab und man kurt quasi mit, wenn die Autorin hier Verena und Co die erlebnisreichen Wochen der Kur durchlaufen lässt. Egal ob entspannende Massage bei Kurbeau Raoul oder Aquafitness im Schwimmbad, immer ist man direkt mit dabei, wenn es um Action, Spaß und Erreichen der Kurziele geht.
              Julia Greve lässt ihre individuell gestalteten Figuren zum Leben erwachen, und man fühlt sich sofort in den Kreis der Tischgruppe aufgenommen. Herrlich, wenn hier gelästert und gemutmaßt wird, wenn kleine und große Probleme besprochen werden und sich Amors Pfeil seinen Weg sucht.
              Die Entwicklung von Verna von der verkniffenen Mutter mit Stock im Hintern zur lebenslustigen, verliebten Frau ist glaubhaft und nachvollziehbar geschildert und so kure, lache und hoffe ich mit, wenn die einzelnen Kapitel einfach nur wie im Flug an mir vorüber ziehen.
              Dazu kommt noch der Charme der Insel, genügend Wellenglitzern der Ostsee und abwechslungsreiche Szenen - perfekte Unterhaltung, die wirklich eine Auszeit für Herz und Seele bedeuten.
              Dieses Debüt macht Lust auf Meer und mehr aus der Feder von Julia Greve

              C. Sch.

              Beiträge 9
              23.04.2019

                INHALT:
                Verena ist ein wenig überfordert und hat zu wenig Zeit für sich. Immer ist sie für ihre beiden kleinen Kinder und für ihren Ehemann da. Doch das mit dem Ehemann hat sich erst einmal erledigt, denn er meint, er braucht jetzt mal eine Auszeit und geht für ein Jahr ins Ausland zum Arbeiten. Verena ist völlig entsetzt, doch ihre Mutter hat die Idee. Sie sollte doch eine Mutter Kind Kur machen und sie richtig erholen. Etwas widerwillig nimmt sie den Ratschlag an und landet mit beiden Kindern, viel Gepäck und voller Vorurteile an der Ostsee. Und in ihren Vorahnungen bestätigt, gibt es dort unerträgliche Mütter mit ihren Kindern, so weit das Auge reicht. Doch auch ein kleiner Lichtblick ist darunter. Nämlich in Form von Jan und seiner Tochter, die wie zufällig auch an ihrem Tisch sitzen.
                MEINE MEINUNG:
                Das ist der Debütroman von Julia Greve und mit dem Thema hat sie bei mir voll ins Schwarze getroffen. Ich habe eine humorvolle, heitere und unterhaltsame Geschichte erhofft und bekommen habe ich all das und noch soviel mehr. Gleich von der ersten Seite an war ich in der Geschichte angekommen und habe sie ohne wenn und aber einfach nur geliebt. Es ist eine so hinreissende und erfrischende Story und ich fühlte mich so gut unterhalten und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Durch den grandiosen Schreibstil lässt es sie flüssig lesen. Es gibt viele humorvolle Szenen und witzige Dialoge. Auch lebt das Buch sehr von der Situationskomik, die man auf fast jeder Seite finden kann. Selbst ernstere Themen baut die Autorin gekonnt ein und verbindet sie mit der Geschichte, wodurch sie dann auch authentisch und lebensnah wirkt.
                FAZIT:
                Es ist ein Hochgenuß, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte ist unterhaltsam, humorvoll und einfach so erfrischend. Absolute Leseempfehlung von mir und bitte noch ganz viele dieser Geschichten von der Autorin.

                sommerlese

                Beiträge 117
                16.04.2019

                  Wenn fünfzig Frauen, hundertzehn Kinder und höchstens zwei Väter drei Wochen auf engstem Raum verbringen - dann kann das nur eine Mutter-Kind-Kur sein.
                  Verena steht durch die persönliche Auszeit ihres Manns Rainer plötzlich alleinerziehend und todunglücklich mit ihren Töchtern Ella und Anni da. Ihre Mutter rät ihr zu einer Kur in einer Mutter-Kind-Klinik auf Fehmarn. Obwohl Verena reichlich Vorurteile hat, geht sie schliesslich auf den Vorschlag ihrer Mutter ein und findet sich inmitten von unerträglichen Müttern und Kindern wieder. Das kann ja heiter werden, denkt sie, bis sich ein Lichtblick zeigt, der sympathische Jan, der mit seiner Tochter Lilli ebenfalls zur Kur ist.


                  "Am Ende kackt die Ente." Zitat Moni Seite 62

                  In ihrem Debütroman macht Julia Greve alles richtig, sie schreibt absolut flüssig, baut heitere, emotionale und nachdenklich machende Szenen in die Handlung ein und zeigt überaus unterhaltsame Charaktere.

                  Die Hauptfigur Verena ist eine sympathische junge Frau mit zwei Töchtern, deren Mann sich gerade eine einjährige Auszeit von der Familie genommen hat, beruflich weit weg versteht sich.

                  Verena sitzt völlig enttäuscht sozusagen mit den Kindern allein da, weiß aber gar nicht, ob sie um die Familie kämpfen soll, denn was in einem Jahr ist, weiß sie ja auch nicht. Ihre Mutter rät ihr zu einer Kur mit den beiden Töchtern. Eher widerwillig reist Verena dann an die Ostsee und ist zunächst von den Mitkurenden nicht so begeistert. Doch das ändert sich nach und nach und sie nähert sich allmählich einigen Frauen und dem einzigen Mann in der Kur an. Auch ein Masseur ist ganz schnuckelig, aber liegt Verenas Glück hier auf Fehmarn? Oder ist ihre Familie doch ihr Leben?

                  Zu Beginn ihrer Kur beurteilt Verena die mitkurenden Mütter nach ihrer teilweise recht auffälligen Kleidung, ihren Gelnägeln, den Tätowierungen und nach dem nicht immer perfekten Umgang mit ihren Kindern. Es ist ein bunt gemischtes Häufchen an Frauen, die hier zusammenkommen. Jeder Mensch ist anders, hier gibt es neben den äußerlichen Besonderheiten auch besondere Dialekte, doch wichtig ist doch der Charakter, denn manche tragen aber auch unter ihrer harten Schale ein mitfühlendes Herz. Das merkt Verena auch mit der Zeit.

                  Anfangs muss sie sich noch überwinden und wirkt recht steif und zurückhaltend, soziale Kontakte sind nicht so ihr Ding, die Familie war bisher ihr ein und alles.

                  Es dauert etwas, bis sie bei Moni und Jenny die inneren Werte erkennt und dann bildet sich doch noch eine nette Truppe, die zusammen viel Spaß hat.

                  Was mir bei diesem Roman so gut gefällt, ist die lockere Lebendigheit der Figuren und die bildhafte Schilderung der Vorgänge. Man fühlt sich direkt mit in der Kur und meint, die Personen selbst zu kennen. Auch die Gefühle, Gedanken und die persönliche Entwicklung Verenas konnte mich überzeugen. Sie denkt viel über ihre Familie nach und ihre Schmetterlinge sind beim Lesen spürbar.

                  Ein normaler Kuralltag läuft sicherlich etwas trockener ab, als hier geschildert und nicht jede Frau ist sofort der Liebling der Physiotherapeuten, dennoch nimmt man der Autorin diese Geschichte genauso ab und genießt die heitere Unterhaltung bis zum Ende.
                  Ein Kuralltag mit Kindern, viele witzige Dialoge, die teilweise peinlichen Szenen und ein wenig Romantik blitzen immer wieder in der Handlung auf und sorgen für eine tolle Geschichte, die man gerne liest.


                  Ein witziger, herzerfrischend geschriebener Roman mit tollen Figuren und reichlich Gefühl. Bitte weiter so, Julia Greve!

                  Annie

                  Beiträge 10
                  01.04.2019

                    Ich habe bis jetzt nur die Leseprobe konsumiert, aber das Buch liest sich schon da klasse an. Man fühlt sich mittendrin... Genau so ist es oft im Leben mit zwei Kindern und jeder Menge Alltag. Ich denke auch oft ich bin nicht wie die anderen Übermütter (inständig hoffe ich das auch).... aber am Ende gibts dann doch wieder Parallelen