Nikola Scott

Das Leuchten jenes Sommers

Zwei Frauen, geboren in unterschiedlichen Jahrzehnten, durch ein Schicksal verbunden.
August 1939: Auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwall lebt die junge Maddy zurückgezogen von der Welt und dem drohenden Krieg. Als ihre geliebte Schwester Georgiana von einer langen Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Maddy ist der düstere junge Mann auf Anhieb unsympathisch. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr wirklich ist...
Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Eigentlich eine freudige Nachricht, aber Chloes Gefühle sind gespalten. In Summerhill stößt sie auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt -- und das die Kraft hat, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen...


Autorenbild Foto von Nikola Scott

Der  Autor

Nikola Scott ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium arbeitete sie jahrelang in verschiedenen Verlagen in Großbritannien und den USA. Sie lebt inzwischen mit ihrer Familie in Frankfurt. Bei Wunderlich erschien von ihr bereits «Zeit der Schwalben».


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Rezensionen

Arietta

Beiträge 41
02.05.2019

Inhaltsangabe:
August 1939: Auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwall lebt die junge Maddy zurückgezogen von der Welt und dem drohenden Krieg. Als ihre geliebte Schwester Georgiana von einer langen Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Maddy ist der düstere junge Mann auf Anhieb unsympathisch. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr wirklich ist...
Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Eigentlich eine freudige Nachricht, aber Chloes Gefühle sind gespalten. In Summerhill stößt sie auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt -- und das die Kraft hat, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen...

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Nicola Scott, hatte mich schon mit ihrem Roman „Zeit der Schwalben“ voll verzaubert und begeistert. Deshalb musste ich auch unbedingt diesen neuen Roman von ihr lesen. Ein wirklich sehr berührender Roman der einem beim Lesen unter die haut geht. Ein Roman über die Liebe, aber auch deren zerstörerischen Kraft. Ihr Schreibstil ist teils schon poetisch, aber auch sehr klar und Kraftvoll. Sie verseht es die Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Alles ist so wundervoll Bildhaft und Authentisch beschrieben. Die verschiedenen Erzählstränge hat sie sehr gut miteinander verwoben. Es war ein Genuss in die Geschichte einzutauchen. Ihre Personen und deren Charaktere, sind sehr real heraus gearbeitet. So gut das man sich in sie hinein versetzen konnte, und mit ihnen, sich gefreut, gelacht und geweint hat. Sehr authentisch hat sie auch die Lage in England während des 2. Weltkriegs beschrieben. Auch das Leben 70 Jahre später, ist gut nachvollziehbar. Der Spannungsbogen war von Anfang bis zum Ende sehr hoch.

Eine Geschichte in den es um zwei Geschwisterpaare geht, beide Waisen. Wo sich die älteren Geschwister, aufopfernd und verantwortungsvoll im ihre Jüngere Geschwister kümmern. Ich mochte Maddy gleich auf den 1. Blick, von ihr geht so viel wärme und verletzlickeit aus. Ich sah sie 1939 auf der Wiese sitzen, wo sie hingebungsvoll malte, ihren Foxi. Diese Idylle wurde jäh unterbrochen, als am Himmel Flieger auftauchten, und der eine in den Ozean stürzte. Ich konnte Maddys beklemmen spüren, sie ist noch immer traumatisiert durch den Tod des Vaters. Dann die Freude als ihre Große Schwester Gerogiana wohlbehalten zurückkehrt.
Aber, es drohen dunkle Wolken am Himmel aufzuziehen, den sie hat ihren neuen Freund Viktor mitgebracht.
Mir war er genauso unsympathisch wie Maddy, und hatte so ein komisches Bauchgefühl. Jetzt scheint sich der Spieß zu wenden, den Maddy will die Rolle der Beschützerin übernehmen. Ach hätte sie nur gewusst in was für eine Gefahr sie sich damit begibt. Ich habe Maddy für ihre Geradlinigkeit und Mut bewundert, aber auch Georgiana, wie sie für ihre Schwester Verantwortung übernahm und nur das beste wollte.
Dieser Satz fand ich so wahr: „ Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe, Maddy, er findet immer einen Weg“
70 Jahre später treffen wir auf Chole , die sich um ihren kranken Bruder kümmerte und Verantwortung übernahm. Chole kam mir am Anfang wie ein verhuschtes Weibchen vor, die unter dem Pantoffel ihres Manne steht, der in ihr lieber ein Heimchen am Herd sehen würde. Aber auch sie hat große Träume,sie ist mit Leidenschaft Fotografin, und jetzt auch noch schwanger, ist sie nun endgültig in dem goldenen Käfig gefangen? Und da ist noch der Foto Auftrag, der sie nach Summerhill führen wird, und dabei auf ein großes Geheimnis stoßen wird. Dort angekommen trifft sie auf die Kinderbuchillustratorin Madeline Hamilton, diese Begegnung wird sie aus der Bahn ihres bisherigen Lebens werfen. Jedenfalls wird die Begegnung zwischen den beiden sehr Aufregend und Emotional.
„ Ein wundervoller und Facettenreicher Roman, Lesegenuss Pur“

Tina63

Beiträge 2
31.10.2019

    1939 erwartet die 16jährige Maddy ihre schmerzhaft vermisste ältere Schwester zurück. Doch Georgiana scheint der einfachen Welt von Summerhill entwachsen, sie bringt ihre mondänen Freunde mit , und einen Mann der ihr näher steht.2009 erwartet Chloe ein Baby, doch ihre Freude ist getrübt, obwohl es auf den ersten Blick keine Bedenken geben sollte. Kummer bereitet ihr nur ihr jüngerer Bruder, der an einer seltenen Muskelkrankheit leidet und immer schwächer wird.
    Ein gelungener Roman der auf zwei Zeitebenen beginnt und später zeitlich zusammen findet. Der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen , es gibt einige leicht poetische Beschreibungen , die aber nicht zu ausufernd sind, und den Lesefluss nicht stören. Im Anfang habe ich mich in der Gegenwart bei Chloe besser aufgehoben gefühlt, was sich aber im Laufe der Story noch annähert, ich konnte auch mit der jungen Maddy mitfühlen und ihre Handlungsweisen nach vollziehen. Im Vordergrund dieser Geschichte steht die besondere Verbindung von Geschwistern , die Opferbereitschaft und Verzicht , denen man manchmal auch nicht bewachsen sein kann. Eine schöne Geschichte , ein wenig Tiefgang und ein wenig Spannung. Warum dann " nur" vier Punkte? Chloes Mann erschien mir doch ein wenig klischeehaft , und es gibt einige Längen und Wiederholungen. Positiv dagegen wiederum das Ende, es werden Lösungen angedeutet , aber es gibt kein eskalierendes Happyend!

    raschke64

    Beiträge 3
    08.10.2019

      Einfach lesenswert:
      Sommer 1939. Auf Summerhill in Cornwall einem größeren, doch etwas heruntergekommenen Anwesen lebt Madeleine mit ihrer Tante und einigen Bediensteten. Ihre Schwester Georgiana ist auf einer Reise durch Europa, als der beginnende Krieg sie zwingt, nach England zurückzukehren. Doch sie bringt aus London einige Freunde mit und auch Victor. Er ist ihr Freund/Liebhaber und auch Vater ihres künftigen Kindes. Doch Victor ist nicht der, der er zu sein scheint. Er bedrängt Madeleine und hat den Ruin von Summerhill im Sinn.
      70 Jahre später kommt Chloe nach Summerhill. Ihr Auftrag ist, Fotos von Madeleine zu machen. Diese ist Schriftstellerin und Zeichnerin, lebt aber extrem zurückgezogen. Doch Chloe hat große Probleme in ihrer Ehe.

      Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe es in zwei Abschnitten durchgelesen, aber nur deshalb, weil mir die Zeit dazwischen fehlte. Wahrscheinlich wäre es eines dieser Bücher geworden, dass ich in einem Ritt gelesen hätte. Der Grund liegt darin, dass es extrem lesenswert ist. Ein sehr guter Stil, interessante Geschichte, Liebe, ohne kitschig zu sein, und auch ausreichend Spannung. Die Geschichte wird wechselseitig vor Beginn des Zweiten Weltkrieges und in der Gegenwart erzählt, aber mehr und mehr merkt man, wie sich die Geschichten annähern und in unterschiedlichen Zeiten das gleiche bedeuten. Es ist ein Buch mit sehr viel Tiefe.
      Leider enthällt es allerdings einige Rechtschreib- und Übersetzung-/Grammatikfehler, aber das kann man der Autorin nicht anlasten. Deshalb von mir die volle Punktzahl.

      Tardy

      Beiträge 3
      02.08.2019

        Das Leuchten jenes S
        1939. Die junge Maddy lebt auf Summerhill, einem bezaubernden Gutshof in Cornwall. Vom Krieg spürt man nur wenig und die Tage plätschern dahin. Endlich kommt ihre Schwester Georgiana von einer langen Reise zurück und bringt Victor mit. Er ist Maddy sofort unsympathisch und dies nicht zu Unrecht, denn er ist gefährlicher, als man denkt.

        2009. Chloe soll die berühmte Kinderbuchillustratorin Madeleine Hamilton fotografieren. Sehr zum Unwillen ihres Mannes, denn der hält sie wie in einem goldenen Käfig gefangen. Trotzdem nimmt sie heimlich den Auftrag an und als sie erfährt, dass sie ein Kind erwartet, verschweigt sie ihrem Mann auch ihre Schwangerschaft.

        Mein erster Eindruck hat mich nicht getäuscht. Nikola Scotts Buch ist einfach nur wunderbar. Es erzählt von der Liebe. Einer Liebe, die unzählig viele Facetten zeigt. Denn Liebe ist nicht nur schön und gütig, sondern kann auch verletzen und Angst machen, sie kann glücklich machen und traurig, kann befreien und einengen. Die Autorin schreibt ebenso facettenreich und detailliert und baut im Laufe des Romans eine so große Spannung auf, so dass man schnell in der Geschichte versinkt und immer nur weiterlesen will. Ihren Protagonisten haucht sie Leben ein, aber nicht nur diesen, auch sämtliche Nebenfiguren sind liebevoll gestaltet und werden realistisch dargestellt. Allerdings waren meine Sympathien schnell verteilt. Sie landeten hauptsächlich bei den weiblichen Charakteren, den männlichen konnte ich meistens nicht so viel abgewinnen. Die Schilderungen der Küstenlandschaft lassen beim Leser sofort plastische Bilder entstehen, so dass man fast das Meer rauschen hört und den Wind in den Haaren spürt. Die Verknüpfung der beiden Zeitebenen ist der Autorin sehr gut gelungen und auch das große Geheimnis wird am Ende gelüftet. Bleibt nur noch das ansprechende Cover zu erwähnen, das in meinen Augen die Geschichte perfekt ergänzt.

        Mich hat der Roman sehr berührt und ich kann ihn nur weiterempfehlen.

        Lesemone

        Beiträge 22
        27.07.2019

          Geschickt verbindet die Autorin die Geschichte von zwei Frauen, die zwar zu unterschiedlichen Zeiten gelebt haben, sich aber noch kennenlernen. Abwechselnd erzählt Maddy Ende der 30er Jahre ihre Lebensgeschichte und in der Gegenwart erlebt Chloe, wie es ist, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein. Die Wege der beiden Frauen führen zueinander und schließen so den Kreis. Das Buch ist sowohl spannend und am Ende sogar richtig dramatisch, als auch sehr emotional geschrieben. Mir hat sehr gut der Schreibstil der Autorin gefallen. Sie hält sich nicht mit langweiligen Dingen auf, sondern hat den Verlauf der Geschichte spannend gestaltet. Das Thema Liebe zieht sich in sehr verschiedenen Formen, wie ein roter Faden, durch das Buch. Das macht das Buch auch so lesenswert, denn es gleitet nicht in irgendeinen kitschigen Liebesroman ab. Ich fand das Buch sehr gelungen, es ist berührend, spannend, unterhaltsam und einfach gut geschrieben!

          weberin

          Beiträge 7
          24.07.2019

            Mit dem Roman „Das Leuchten jenes Sommers“ holt die Autorin Nicola Scott die Leserin auf das bezaubernde Anwesen Summerhill, eine Oase des Friedens in der Zeit des zweiten Weltkriegs, in der die junge Maddy zurückgezogen und in ihrer eigenen Welt lebt. Mit der Rückkehr ihrer Schwester Georgiana allerdings, kommt auch der arrogante und gefährlich wirkende Victor in das Leben von Maddy und Summerhill.
            70 Jahre später soll die Fotografin Chloe, die gerade erst erfahren hat, dass sie schwanger ist und zwiespältig zu diesen Neuigkeiten steht, nach Summerhill, um dort Aufnahmen von einer Kinderbuchautorin zu machen. Der Auftrag scheint perfekt, um ihrem überfürsorglichen und kontrollierenden Mann Aiden für kurze Zeit zu entfliehen und ein wenig zu sich zu finden. Allerdings weiß Chloe nicht, auf welche Geheimnisse sie auf Summerhill stoßen wird…

            Die Geschichte hatte für mich wirklich alles, was ein gutes Buch braucht: starke Protagonistinnen, einen Spannungsbogen von der ersten zur letzten Seite und ein Familiengeheimnis, dem man mit auf den Grund gehen darf. Ich habe das Buch fast in einem durch gelesen und war von der Handlung mehr als gefesselt!

            tabea1212

            Beiträge 6
            16.07.2019

              Eine einzigartige Geschichte über die Liebe!

              Die junge Maddy lebt zurückgezogen von der Welt auf Summer hill. Als ihre ältere Schwester von einer langen Reise zurückkehrt bringt sie ihre neuen Freunde mit. Darunter auch ihr neuer Freund Victor. Maddy fällt schon bald Victors komisches verhalten auf. Außerdem entfernt sich Georgiana immer weiter von Maddy.
              Zur gleichen Zeit lernt Maddy den jungen Piloten William kennen. Der Sommer 1939 veränderte ihr Leben grundlegend. Siebzig Jahre später lernt die Fotografin Chloe Maddy bei einem Auftrag kennen. Chloe ist mit einem Arzt verheiratet und hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Bei ihrem Besuch auf Sommerhit deckt sie ein altes Geheimnis, indem sie Briefe von Georgiana liest. Chloe wird von ihrem Mann eingeengt und unterdrückt. Durch die Geschichte von Madeleine und Georgiana wird ihr das erst richtig bewusst und sie ändert ihr Leben vollkommen.

              Es dauert einige Zeit bis man in die Geschichte eintaucht. Doch ist man einmal im Fluss,
              will man nicht mehr aufhören. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und die Geschichte
              spannend. Man will wissen, wie es weiter geht und kann das Buch nicht aus der Hand
              legen. Die Charaktere werden alle sehr genau beschrieben. jede Person hat ihre
              eigene Geschichte, sodass viele Handlungen nachvollziehbar sind. Der Autorin gelingt es
              die verschiedenen Formen der Liebe aufzuzeigen.
              Es werden sowohl positive als auch negative Eigen­schaften der Liebe deutlich. Egal Ob romantische Liebe oder die Liebe zwischen Geschwistern.
              Alles in allem ist das Buch „Das Leuchten jenes Sommers" also ein einzigartiges Buch über die Verworrenheit der Liebe.
              Eine klare Kauf-und Leseempfehlung!

              Lesehörnchen99

              Beiträge 4
              14.07.2019

                Zwei Frauen, geboren in unterschiedlichen Jahrzehnten, durch ein Schicksal verbunden. August 1939: Auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwall lebt die junge Maddy zurückgezogen von der Welt und dem drohenden Krieg. Als ihre geliebte Schwester Georgiana von einer langen Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Maddy ist der düstere junge Mann auf Anhieb unsympathisch. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr wirklich ist...Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Eigentlich eine freudige Nachricht, aber Chloes Gefühle sind gespalten. In Summerhill stößt sie auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt -- und das die Kraft hat, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen...

                Ich hatte zu Beginn starke Schwierigkeiten in die Geschichte einzufinden, ich mag normalerweise Geschichten über Geheimnisse, über Familien. Maddy war mir sehr suspekt und Georgie fand ich zu Beginn ganz schrecklich oberflächlich. Aber am schlimmsten fand ich den Ehemann von Chloe und die Art wie er seine Frau behandelt hat.
                Die Geschichte fing recht ruhig, oder eher seltsam an um dann immer mehr an Fahrt aufzunehmen. Am Ende hat es mir dann doch ganz gut gefallen. Eine gute, spannende Mischung

                Lese-katze92

                Beiträge 3
                11.07.2019

                  Summerhill 1939: Die Schwestern Madeleine und Georgiana Hamilton leben seit jenem schicksalhaften Tag, an dem ihr Vater auf grausame Art tödlich verunglückte alleine mit ihrer Tante und einigen Bediensteten alleine auf Summerhill. Summerhill ist viel mehr als nur ein idyllisches Fleckchen Erde, welches noch nahezu vom herannahenden Krieg unberührt zu sein scheint. Es ist Heimat und Zuflucht zugleich. Als Maddy an einem lauen Sommertag sehnsüchtig die Heimkehr ihrer reise- und abenteuerlustigen Schwester Georgie erwartet, ahnt sie allerdings noch nicht welche Veränderungen diese mit ihrer Rückkehr mitbringt. Georgie sieht nicht nur verändert aus, sie hat zu allem Überfluss auch noch ihre wohlhabenden und ziemlich arroganten Freunde mitgebracht. Unter ihnen ist auch Victor, Georgianas vermeintlicher Freund, welcher zunächst sympathisch erscheint, schnell jedoch sein wahres Ich offenbart. Bald schon muss Maddy merken, dass der schöne Schein oft trügerisch ist und Victor ihr alles andere als wohlgesonnen scheint... Etwa 70 Jahre später führt die ehemalige Fotografin Chloe ein sehr häusliches Leben an der Seite ihres Mannes Aiden. Aiden ist ein erfolgreicher Mediziner, welcher seine Frau scheinbar auf Händen trägt. Eigentlich sollte Chloe glücklich sein, immerhin lebt sie doch jenes Leben, wovon andere Frauen nur träumen können. Dazu kommt die völlig unerwartete Nachricht ihrer Schwangerschaft, ein Ereignis, welches ihr Mann so lange herbeigesehnt hat. Doch Glück empfindet Chloe schon lange keines mehr in Aidens Nähe. Zu erdrückend ist seine Fürsorge und sein beinahe zwanghaftes Kontrollverhalten. Als Chloe eines Tages einer unerwarteten Bitte nachkommen soll, nämlich die berümte und eher zurückgezogen lebende Autorin Madeleine Hamilton für ein Portrait abzulichten, ahnt sie weder von dem starken Widerwillen ihres Mannes, noch von den damit einhergehenden Schwierigkeiten und den dunklen Geheimnissen, die dieser Auftrag noch offenbaren wird. Wird es Chloe dennoch gelingen, endlich wieder selbst über ihr Leben bestimmen zu können und sich von ihrem herrischen Mann zu befreien? Und was hat es mit der zurückgezogenen Madeleine Hamilton auf sich?


                  Nikola Scott ist mit ihrem Werk "Das Leuchten jenes Sommers" eine aufrüttelnde und fesselnde Geschichte gelungen, welche mich bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann ziehen konnte. Geschickt verwebt sie hierbei die Vergangenheit mit der Gegenwart und schildert die ergreifenden Leben zweier junger Frauen, welche zwar in unterschiedlichen Zeitepochen leben, dennoch aber durch die augenscheinlich ewigwährenden Kämpfe ihrer Leben miteinander verbunden zu sein scheinen. Beide sehnen sich nach mehr, dürsten nach dem Leben und entdecken erst langsam, dass jedes scheinbar noch so perfekte Leben auch seine Schattenseiten hat. Wer mit "Das Leuchten jenes Sommers" eine seichte Romanze erwartet, wird leider enttäuscht, da die Handlung und deren Protagonisten nicht nur sehr vielschichtig sind, sondern zugleich auch Werte des realen Lebens thematisieren. So ist, neben der Liebe, die Verbundenheit und der Zusammenhalt innerhalb der Familie ein ebenso großes Thema wie Ehrlichkeit, Heimatliebe und zudem Mut, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Auch ist es Nikola Scott gelungen, mich durch ihre authentische und detallierte Schreibweise an die Geschichte zu bannen. Der stetige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit störte den Lesefluss in keiner Weise. Unnötige Längen oder gar Langeweile während des Lesens konnte ich ebenfalls keine feststellen. Die Länge der einzelnen Kapitel bzw. Zeitepochen war stets sehr angenehm und keinesfalls langatmig. Besonders positiv empfand ich den wortgewaltigen und flüssigen Schreibstil der Autorin, welcher mich das Buch nur ungerne aus der Hand legen ließ. Oft habe ich mit den Protagonisten mitgefühlen können und somit deren Handlungsweisen noch besser nachempfinden können. Zudem ist es Nikola Scott perfekt gelungen, Emotionen wie beispielsweise Beklemmung oder gar Liebe authentisch zu vermitteln, weshalb mich dieses Buch in angenehmer und auch unangenehmer Weise als Leserin mitnehmen konnte. Aber auch die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft konnten mich begeistern, weshalb "Das Leuchten jenes Sommers" nicht nur äußerlich ein Buch von unwahrscheinlicher Schönheit ist. Die Umschlaggestaltung verleitet zusätzlich zum Träumen und lädt die Gedanken zu einer Reise ins idyllische Summerhill ein, welches erst auf den zweiten Blick mehr Geheimnisse und Wahrheiten zu offenbaren scheint, als geahnt. Insgesamt ist Nikola Scott eine spannende und unvergessliche Geschichte gelungen, welche mich von Anfang bis Ende begeistern und fesseln konnte.

                  milkysilvermoon

                  Beiträge 22
                  08.07.2019

                    Cornwall im Jahr 2009: Chloe MacAllister (28) ist seit zwei Jahren mit Aidan, einem Arzt, verheiratet. Gerade erst hat sie herausgefunden, dass sie schwanger ist. Trotz der eigentlich freudigen Nachricht sind die Gefühle der Fotografin gespalten. Da erhält sie den Auftrag, mit der bekannten Kinderbuchillustratorin Madeleine Hamilton, genannt Maddy, zu arbeiten und ihr bei einem Buchprojekt zu helfen. Was Chloe auf Summerhill erfährt, lässt ihr eigenes Leben in einem neuen Licht erscheinen…

                    „Das Leuchten jenes Sommers“ ist ein Roman von Nikola Scott.

                    Meine Meinung:
                    Der Roman besteht aus 62 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Dabei gibt es zwei Zeitebenen. Abwechselnd wird aus der Sicht von Chloe im Jahr 2009 und in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Maddy rund 70 Jahre früher erzählt. Der Roman endet mit einem Epilog. Dieser Aufbau wirkt durchdacht und funktioniert gut.

                    Der Schreibstil ist gleichsam anschaulich wie einfühlsam. Tolle Beschreibungen und viele sprachliche Bilder lassen das Geschehen vor dem inneren Auge lebendig werden. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht.

                    Im Vordergrund stehen drei Frauen. Sowohl Chloe als auch Maddy sind interessante Protagonistinnen. Sie hatten schnell mein Mitgefühl. Auch Georgiana, Madeleines Schwester, ist ein reizvoller Charakter. Die Frauen sind recht unterschiedlich, doch vor allem Chloe und Maddys Gedanken- und Gefühlswelt ist gut nachvollziehbar. Auch die übrigen Personen wirken lebensnah.

                    Das Setting gefällt mir außergewöhnlich gut. Immer wieder schafft es die Autorin, Fernweh zu erzeugen.

                    Auch thematisch gefällt mir die Geschichte sehr. In den Anmerkungen zum Schluss verrät die Autorin, dass sie einen Roman über die Facetten der Liebe, aber keinen Liebesroman schreiben wollte. Dies ist ihr nach meiner Ansicht absolut gelungen, denn das Buch kommt ohne Kitsch aus und beleuchtet auch die dunklen Seiten der Liebe. Dennoch kann die Geschichte immer wieder emotional bewegen und bringt zum Nachdenken.

                    Der Roman bleibt trotz der annähernd 500 Seiten kurzweilig und unterhaltsam. Dies liegt auch daran, dass durch einige Geheimnisse ein Spannungsbogen entsteht und die Handlung überraschen kann.

                    Das Cover ist optisch ansprechend gestaltet. Der deutsche Titel klingt poetisch, weicht allerdings vom englischsprachigen Original („Summer of secrets“) ab, das ich inhaltlich passender finde.

                    Mein Fazit:
                    „Das Leuchten jenes Sommers“ von Nikola Scott ist sowohl berührend als auch fesselnd. Der Roman konnte mich in mehrfacher Hinsicht begeistern. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin bleiben, das ich gelesen habe.

                    Sissy

                    Beiträge 22
                    04.07.2019

                      Cloe scheint das perfekte Leben zu führen mit einem fürsorglichen Mann in einem wunderschönen Haus. Doch immer mehr hat sie das Gefühl zu ersticken. Als sie erfährt das sie schwanger ist, reagiert sie darauf voller Panik. Zur selben Zeit wird sie von einem Verleger darum gebeten, Fotos von einer Schriftstellerin zu machen. Ein Buch der Schriftstellerin hat sie immer liebend gerne ihrem kranken Bruder vorgelesen, um den sie sich schon immer gekümmert hat. Heimlich macht sie sich auf zu diesem Auftrag, denn ihr Mann will nicht, das sie arbeitet.

                      1939: Madeleine wartet sehnsüchtig auf die Ankunft ihrer großen Schwester, die eine Weile im Ausland war und nun aufgrund des bevorstehenden Krieges wieder heim kommt. Doch mit ihr kommen Freunde nach Summerhill - unter anderem Victor, bei dem Madeleine ein komisches Gefühl hat.

                      Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist gefühlsvoll geschrieben, ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Wir lernen hier zwei Frauen kennen, die beide einen Schicksalsschlag erlitten haben. Cloe, die nach dem Tod des Vaters für ihren kranken Bruder verantwortlich ist, und sich gerne in die fürsorglichen Arme ihres Mannes begibt - bis seine Fürsorge krankhafte Züge annimmt, weil er Cloe komplett für sich alleine haben will. Dann Madeleine, die als 10jährige den Tod ihres Vaters mit ansehen musste und nun total fixiert auf ihre Schwester ist, die die Elternrolle übernahm - und sich dadurch zum Teil eingeengt fühlt. Diese ganzen gegensätzlichen Gefühle sind sehr gut, zum Teil auch beklemmend beschrieben. Noch dazu hat die Geschichte Elemente, die prima in einen Thriller passen würden. Natürlich ist dieses Buch kein Thriller, doch Spannung kommt auf diese Weise auf. Ich konnte das Buch stellenweise kaum aus der Hand legen. Daher eine eindeutige Leseempfehlung.

                      Wunderbarer Schmöker

                      Beiträge 7
                      22.06.2019

                        Nikola Scotts Roman „Das Leuchten jenes Sommers“ ist für mich der Beweis, dass auch eine Geschichte ohne viel Action von der ersten bis zur letzten Seite spannend sein kann.
                        Im Grunde werden hier zwei von einander unabhängige Handlungen erzählt.
                        Kurz vor dem zweiten Weltkrieg wartet Maddy sehnsüchtig auf ihre ältere Schwester. Diese kommt jedoch nicht alleine, sondern bringt einige Freunde mit, die sie auf ihrer Europareise kennengelernt hat. Das Leben auf dem englischen Landsitz steht Kopf und die jungen Leute feiern eine Party nach der anderen – bis die Ausgelassenheit ein dramatisches Ende nimmt.
                        Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit der Fotografin Chloe, die einer gewalttätigen Ehe feststeckt. Ich dachte zunächst, wir befinden uns in den 50er Jahren, tatsächlich spielt dieser Teil der Geschichte 2016, nur Chloes Mann ist mit seinen Anforderungen an eine Ehefrau in einer längst vergangenen Zeit hängen geblieben.
                        Chloe bekommt den Auftrag, ein Foto von Maddy für ihr neues Buch aufzunehmen – und so kreuzen sich die Wege der beiden Frauen.

                        Von Anfang an hat mich Nikola Scotts Schreibstil begeistert. Es gelingt ihr sehr gut, die Atmosphäre des Buches zu transportieren. Der Charme des englischen Landhauses ist definitiv bei mir angekommen. Auch wenn die beiden Handlungsstränge grundsätzlich von einander unabhängig sind, so haben sie dennoch die zentralen Themen gemeinsam. Maddy und auch Chloe kennen sowohl die besitzergreifende, zerstörerische Liebe eines Mannes, als auch die bedingungslose Liebe zwischen Geschwistern.
                        Am Ende des Romans überschlagen sich die Ereignisse auf beiden Erzählebenen und es wird spannend wie ein Krimi.
                        Dies steht im harten Gegensatz zur restlichen Geschichte. Insbesondere der Rückblick in Maddys Vergangenheit ist eine verhältnismäßig ruhige Angelegenheit. Die Handlung umfasst nur wenige Tage und geht sehr ins Detail bei der Beschreibung von Leuten und Umgebungen.
                        Dennoch ist für mich zu keiner Zeit Langeweile aufgekommen. Im Gegenteil, ich war völlig in diesen englischen Sommer vertieft.
                        Ich denke, dies spricht für den Erzählstil der Autorin. „Das Leuchten jenes Sommers“ hat auf jeden Fall 5 Sterne verdient und ihr Debütroman ist nun auch auf meine Wunschliste gewandert.

                        Petzi_Maus

                        Beiträge 17
                        17.06.2019

                          ein gefühlvoller Familien-/Liebesroman mit leichtem Krimi-Einschlag

                          Kurz zum Inhalt:
                          August 1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem idyllischen Landsitz Summerhill ihrer Familie in Cornwall.
                          Als ihre Schwester Georgiana von einer 6-monatigen Europareise zurückkehrt, bringt sie Freunde mit; unter anderem auch ihren festen Freund Victor.
                          Victor kann mit seinem Charme alle von sich überzeugen, nur Maddy lernt seinen tatsächlichen Charakter kennen...

                          70 Jahre später befindet sich Chloe in einer verzwickten Situation: sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist - eigentlich ein Grund zum Feiern, jedoch nicht für Chloe. Außerdem nimmt sie gegen den Willen ihres Mannes einen Fotografen-Auftrag an, der sie nach Summerhill führt.
                          Dort lernt sie Madeleine kennen und stößt auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt. Und dieses gibt ihr die Kraft, ihr Leben umzukrempeln und nach ihren eigenen Bedingungen zu leben.


                          Meine Meinung:
                          Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Die Geschichte ist abwechselnd in ich-Form aus Sicht von Maddy im Jahr 1939 und in Erzähl-Form von Chloe in der Jetzt-Zeit geschrieben.
                          Die authentische Atmosphäre zeigt die Situation zu Kriegsbeginn, durch die detailreichen Beschreibungen kann man sich Summerhill genau vor Augen führen und sich in die Protagonistinnen hineinversetzen. Zumindest in Maddy - Chloes Verhalten konnte ich anfangs überhaupt nicht nachvollziehen, da sie zuerst mental schwach ist und glaubt, einen starken Mann an ihrer Seite zu brauchen, der sie stützt und durchs Leben führt. Chloes Entwicklung war besonders spannend zu verfolgen.
                          Die wundervollen Landschaftsbeschreibungen machen große Lust, Cornwall bald zu besuchen, und dies schafft Gegensatz zu den vielen Problemen der Charaktere.

                          Es geht um drei junge Frauen und deren Suche nach ihrem persönlichen Glück. Chloes Zukunft ist eng mit der Vergangenheit von Maddy verbunden, was sie bei ihren Besuchen auf Summerhill herausfindet.
                          Und es geht um krankhafte Liebe und das obsessive Binden seines Partners an sich selbst...


                          Fazit:
                          Emotional, bewegend und auch unglaublich spannend. Zwei Familiendramen verwebt mit Krimielementen.
                          Und es geht um die Kraft, sich aus den Fesseln zu befreien und sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben.
                          Hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.

                          ingrid_esser

                          Beiträge 23
                          08.06.2019

                            Der Roman „Das Leuchten eines Sommers“ von Nikola Scott spielt auf zwei Zeitebenen. Chloe MacAllister, die in der Gegenwart in London lebt, ist die Protagonistin eines der beiden Erzählstränge. Sie ist Fotografin und verheiratet. Gerade erst hat sie festgestellt, dass sie schwanger ist, als sie den Auftrag erhält, Madeline Hamilton für ein Foto ins rechte Licht zu setzen. Aber ihr Mann hat sich von ihr gewünscht, dass sie ihm ein gemütliches Heim bereitet und von weiterer Arbeit absieht. Gewissensbisse kämpfen mit Chloes Selbstwertgefühl aufgrund dieses Arrangements.
                            Madeline, genannt Maddy, ist die Autorin eines bekannten Kinderbuchs, das auch Chloe und ihren Bruder in ihrer Kindheit begeistert hat. Mit Maddy beginnt der Roman und an ihrer Seite begab ich mich 70 Jahre zurück in die Vergangenheit bis ins Jahr 1939 auf das Anwesen Summerhill, das an der kornischen Küste gelegen ist. Kurz vor Kriegsbeginn kehrt ihre 21-jährige Schwester Georgiana, von Maddy Georgie gerufen, von einem längeren Auslandsaufenthalt äußerlich verändert nach Hause zurück. Für Maddy war ihre sechs Jahre ältere Schwester fast wie eine Mutter und nach dem tödlichen Unfall des Vaters wurde ihr Verhältnis zueinander noch enger. Georgie hat einige neue Freunde aus London mit nach Summerhill gebracht, darunter Victor, in den sie verliebt ist. Obwohl Maddy sich zunächst über die Verbindung freut, ahnt sie aufgrund der folgenden Ereignisse, dass Victor ein Geheimnis verbirgt.
                            Der Roman beginnt eher ruhig. So konnte ich beide Frauen in ihrer jeweiligen Zeit in ihrem Umfeld besser kennenlernen. Nicht nur der aufziehende Krieg liegt belastend in der Luft, sondern auch etwas zunächst nicht Greifbares, das sich im Gemüt von Maddy widerspiegelt. Georgie bringt im Gegensatz dazu pure Lebensfreude nach Summerhill. Maddy erscheint in der neuen Situation eher als Störfaktor, doch ihre Feinfühligkeit und ihr Mitgefühl erweisen sich letztlich als wegweisend.
                            Chloe stammt aus einer Handwerkerfamilie, ihr Ehemann ist Arzt und hat ein hohes Einkommen. Von vielen wird sie um die Dinge beneidet, die sie sich leisten kann. Auch bei der Beschreibung von Chloe lag von Anfang an etwas in der Luft, dass nicht in Einklang stand mit ihrem angepassten Leben, eine gewisse Furcht vor den Dingen, die die Zukunft mit sich bringen wird. Mehr und mehr zeigte sich jedoch die Stärke der beiden Protagonistinnen. Das Schicksal der beiden Frauen ist verbunden mit jeweils einem Mann, dessen Fassade erst im Laufe der Zeit zu bröckeln beginnt und bis dahin für viele bewegende, oft überraschende Momente sorgt.
                            Nikola Scott lässt Maddy in der Ich-Form erzählen, so dass ich mich mit ihren Gefühlen noch besser verbinden und ihre Empfindungen noch stärker nachvollziehen konnte, was wichtig war, gerade in einer längst vergangenen Zeit deren gesellschaftliche Konventionen sich von unseren heutigen stark unterscheiden. Sowohl Maddy wie auch Chloe sind Sympathieträger und daher hoffte ich für beide auf einen versöhnlichen Schluss. Der Autorin gelingt eine sehr gute Charakterisierung und Weiterentwicklung ihrer Figuren.
                            Das erste Buch der Autorin „Zeit der Schwalben“ hat mir schon sehr gut gefallen, der vorliegende Roman ist nach meiner Meinung sogar noch besser. Nikola Scott fesselte mich als Leserin an ihre Geschichte durch unerwartete Wendungen und aufzudeckende Geheimnisse. Sie zeigt, dass Liebe viele Wege gehen kann und sich nicht immer nur positiv äußert. „Das Leuchten eines Sommers“ ist verständnisvoll geschrieben und berührend durch zwei fiktiven Frauenschicksalen auf unterschiedlichen Zeitebenen. Sehr gerne empfehle ich den Roman uneingeschränkt weiter.

                            BOOKSLOVE1511

                            Beiträge 14
                            01.06.2019

                              Eine Geschichte voller Liebe.

                              1939 Spätsommer in Cornwall. Auf dem malerischen Anwesen der Familie Hamilton lebt die junge begabte Madeleine – genannt Maddy zurückgezogen, friedlich und glücklich. Sie nutzt die jeder freien Minute, um alles zu zeichnen, was sie sieht: die Landschaft, das Boothaus aber vor allem einen kleinen Fuchs. Der Einzige, was Idylle stört, die Flieger der britischen Luftwaffe, die für den Ernstfall, der bald zu kommen droht, auch über den Summerhill dröhnend fliegt. Als ihre geliebte große Schwester Georgiana von einer langen Europareise zurückkehrt, bringt sie eine laute Londoner Clique mit. Darunter ihr neuer Freund Victor Deverill, der auf Anhieb für Maddy unsympathisch ist und sofort ihr Misstrauen erregt. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr tatsächlich ist und das Schicksal zuschlägt, kann sie nichts dagegen tun...

                              Siebzig Jahre später erhält die junge Fotografin Chloe das Angebot, mit der berühmte Kinderbuchillustratorin Madeleine Hamilton zu arbeiten. Sie ist seit zwei Jahren mit einem jungen Arzt verheiratet und hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Zwischen ihr Mann, ihr Job und ihre Gefühle hin- und hergerissen, nimmt sie den Job Angebot wahr und fährt sie nach Summerhill. In Summerhill stößt Chloe auf ein Geheimnis und was sie erfährt, lässt sie ihr eigenes Leben in einem anderen Licht sehen...

                              Es war mein erstes Buch von der Autorin und ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten, aber man überwindet das rasch. Mit einem sehr ruhige aber sehr aufdringlichen Schreibstil, hat mich die Autorin Nikola Scott nach Cornwall mit genommen und mir gezeigt, wie vielfältig die Liebe ist. Nicht nur die liebe zwischen den Partnern, sondern die liebe für ein Buch, für eine Buchfigur. Die Bedingungslose liebe für die Kinder, Eltern, Geschwistern... Einfach nur die Liebe. Obwohl hier nicht viel passiert, die Geschichte ist soo geschickt und soo spannend geschrieben, ich mochte das Buch nicht beiseite stellen. Ich weiß es nicht, wie es die Autorin geschafft hat, aber die Spannung ist da, man liest es nicht, sondern fühlt man sich. Es ist eine Familie Geschichte und erzählt wird es auf zwei Zeitebenen, was ich sehr gerne lese. Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt und die Ortschaften sind sehr bildhaft geschildert, sodass man Gefühl hat, im Ort zu sein. Eine wirklich sehr gut gelungenes Roman über Familie und über die Liebe. Sehr empfehlenswert.

                              brigitte_schreiter

                              Beiträge 70
                              26.05.2019

                                Am Anfang hatte ich etwas schwierigkeiten in den Roman hinneinzukommen.
                                Es handelt von Cloe und madeleine und man erlebt deren leben auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen.
                                Eine Zeitebene spielt Anfang des zweiten Weltkrieges in der gehobenen Gesellschaft in England., genauer gesagt in Cornwall. Madeleine ist gerade 16 Jahre alt.
                                Die andere Zeitebene sind die 70er Jahre und später. Genauer gesagt 70 Jahre später. Cloe kommt nach Summerwill und soll die Autorin madeleine fotografieren, welche gerade ein neues Buch herausbringen soll.
                                Es sind beide sehr selbsbewußte Frauen und erzählt deren Schicksal. Die geschichtlichen Hintergründe werden nur am Rande erwähnt.
                                Wer einen Familienroman in zwei Zeitebenen liebt ist hier genau richtig.

                                nellsche

                                Beiträge 10
                                21.05.2019

                                  "Ein toller und spannender Roman"

                                  1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall. Als ihre Schwester Georgiana von einer Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Doch dieser düstere Mann ist Maddy sofort unsympathisch.
                                  Siebzig Jahre später kommt die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Obwohl sie gerade erfahren hat, dass Sie schwanger ist und eigentlich glücklich sein müsste, sind ihre Gefühle gespalten, denn ihr Mann wollte nicht, dass Sie nach Summerhill reist.

                                  Ein wirklich wundervoller und dichter Roman!
                                  Dies war mein erstes Buch der Autorin, doch es hat mir so gut gefallen, dass ich sehr gerne noch weitere von ihr lesen möchte.
                                  Der angenehme Schreibstil ermöglichte es mir, sofort in die Geschichte einzutauchen. Ich war sehr gespannt, welche Verbindung sich zwischen den beiden Frauen ergeben wird.
                                  Die Geschichte wurde in zwei Handlungssträngen erzählt, die mir beide sehr gut gefallen haben. Ich konnte mich in beide Frauen, die ich sehr sympathisch und liebenswert fand, hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen und nachempfinden.
                                  Die unterschiedlichen Zeiten, also Vergangenheit und Gegenwart, wurden sehr anschaulich beschrieben und ich konnte sie bestens trennen. Durch die Wechsel in den Erzählungen blieb ich stets gespannt, wie es jeweils weitergehen wird. Prima haben mir die Entwicklungen von Maddy und Chloe gefallen, die beide ganz erheblich an ihren Erfahrungen und Erlebnissen gewachsen sind.
                                  Das Thema Liebe wurde in diesem Roman von mehreren Seiten und Varianten betrachtet. Liebe kann großes Glück bedeuten, aber auch schwierig sein und zu einer Belastung werden. Das wurde prima herausgearbeitet und war sehr authentisch.

                                  Ein toller und spannender Roman, der mich begeistert hat und den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

                                  Nabura

                                  Beiträge 32
                                  12.05.2019

                                    Als Kind hat Chloe es geliebt, mit ihrem Bruder Danny in „Die großartigen Abenteuer des großartigen Foxy“ einzutauchen. Entsprechend neugierig ist sie, als sich ein Verlag aus London bei ihr meldet, damit sie ein neues Porträtfoto von einer der beiden Autorinnen aufnimmt. Doch Chloe nimmt keine Aufträge mehr an, seit sie den Arzt Aiden geheiratet hat, und dieser sieht keinen Grund, warum sich das ändern soll. Sein Verhalten löst seit einer Weile ein ungutes Gefühl bei ihr aus. Heimlich fährt Chloe nach Summerhill, ein Anwesen an der Küste Cornwalls, um die Kinderbuchautorin Madeleine Hamilton zu fotografieren.

                                    Madeleine, genannt Maddy, wohnt schon ihr ganzes Leben in Summerhill. Ihre Mutter hat sie früh verloren, ihr Vater starb vor einigen Jahren vor ihren Augen bei einem tragischen Unfall. Neben ihrer Tante Marjorie und den Angestellten hat sie nur noch ihre große Schwester Georgiana, zu der sie aufschaut. Im Jahr 1939, wenige Tage vor dem Krieg, kehrt diese endlich von ihrer Europareise zurück. Doch sie ist nicht allein, sondern hat neue Bekannte mitgebracht, darunter ihr Freund Victor. Während Maddy versucht, mehr über dessen Absichten hinauszufinden, stolpert sie selbst in ein Geheimnis hinein.

                                    Das Buch beginnt in der Vergangenheit, wo der Leser die junge Maddy im Jahr 1939 kennenlernt. Die Lage in Deutschland verschärft sich zunehmend, und voller Sorge denkt sie an ihre große Schwester Georgiana, die seit sechs Monaten in Europa unterwegs ist. Dann passieren zwei Dinge gleichzeitig: Sie muss beobachten, wie ein Flugzeug während eines Übungsmanövers bei den nahegelegenen Klippen abstürzt und ihre Schwester trifft in Summerhill ein. Meine Neugier war schnell geweckt, doch bevor man mehr über die Situation erfährt springt die Geschichte in die Gegenwart, wo Chloe große Neuigkeiten erhält.

                                    Geheimnisse spielen in diesem Buch eine große Rolle. Nicht umsonst heißt das Buch im Original „Summer of Secrets“. Chloe kommt nicht so recht dazu, die Nachricht mit ihrem Mann Aiden zu teilen, der sie in allen Bereichen zu kontrollieren scheint. Sie soll nicht arbeiten, all ihre alten Sachen wurden auf dem Dachboden verstaubt und er mischt sich zunehmend in die Frage der Versorgung von ihrem Bruder Danny ein, der seit vielen Jahren an einer degenerativen Krankheit leidet. Aidens Verhalten fand ich von Beginn an entsetzlich. Gleichzeitig wurde mir als Leser verständlich gemacht, warum es Chloe schwer fällt, ihm Contra zu bieten und sich Freiräume zu erkämpfen.

                                    In der Vergangenheit hat Maddy bald ein eigenes Geheimnis und versucht gleichzeitig, dem von Georgianas neuen Freunden auf die Schliche zu kommen. Das alles geschieht vor der großartigen Kulisse der Küste Cornwalls, die vor meinem inneren Auge lebendig wurde. Die Geschichte schreitet in stetigem Tempo voran und durch Chloes Besuch in Summerhill schließt sich der Kreis. In der Gegenwart erhält Chloe einige Informationen über Madeleine, die man als Leser Stück für Stück mit den Ereignissen aus der Vergangenheit in Einklang bringen kann. Zum Ende hin spitzt sich auf beiden Zeitebenen die Situation zu und es kommt zu einem spannenden Finale, bei dem sich das wahre Ich der Charaktere zeigt und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

                                    „Das Leuchten jenes Sommers“ erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichten von Chloe und Madeleine, die mir beide schnell ans Herz gewachsen sind. Einfühlsam werden die verzwickten Situationen geschildert, in der sich beide befinden und die verhindern, dass die beiden ihre Geheimnisse teilen. Der Grundton des Buches ist nachdenklich, es gibt aber auch viele schöne und hoffnungsvolle Momente. Ein rundum gelungener Roman, den ich sehr gern weiterempfehle!

                                    Dreamworx

                                    Beiträge 22
                                    10.05.2019

                                      Facetten der Liebe

                                      Sommer 1939. Abseits des beginnenden Zweiten Weltkrieges fiebert die 16-jährige Madeline Hamilton auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall der Rückkehr ihrer älteren Schwester Georgina entgegen, die sechs Monate in Europa auf Reisen war. Georgina war ihr Mutter und Vater zugleich, nachdem die Eltern schon früh gestorben sind. Nun aber erlebt Madeline eine herbe Enttäuschung, denn Georgina hat sich völlig verändert und bringt auch noch einige Fremde mit, die sie auf ihrer Reise aufgelesen hat, unter ihnen Victor, mit dem sie eine engere Beziehung pflegt. Madeline kann Victor nicht ausstehen, denn schon früh erkennt sie, dass er sich in Summerhill immer mehr breit macht und seine Nase in Angelegenheiten steckt, die ihn nichts angehen. Dann stößt Madeline auf ein Geheimnis…

                                      70 Jahre später erhält die schwangere Fotografin Chloe McAllister von Matt Cooper den Auftrag, ein Portraitfoto der sehr zurückgezogen lebenden Kinderbuchautorin Madeline Hamilton für ihr neues Buch auf deren Anwesen in Summerhill zu machen. Chloe kommt dieser Auftrag gerade recht, denn die Ehe mit Mann Aidan ist momentan schwierig aufgrund seines einnehmenden Wesens, deshalb ergreift sie die Möglichkeit der Flucht und freut sich auf die Begegnung mit Madeline, deren Bücher ihre Kindheit begleitet haben. Während Chloe sich schnell mit Madeline anfreundet und viel von ihrer Vergangenheit erfährt, wird Chloe langsam klar, dass sie einiges in ihrem Leben ändern muss. Doch die Folgen wiegen schwer…

                                      Nikola Scott hat mit „Das Leuchten jenes Sommers“ einen wunderbaren Roman über zwei Frauenschicksale vorgelegt, die so unterschiedlich sind, aber beide große Stärke besitzen und während der Lektüre durchweg eine Faszination auf den Leser ausüben. Der Schreibstil besticht durch eine flüssige und fesselnde Erzählweise, die den Leser von Beginn an in die Handlung mitnimmt und ihn mit wechselnden Erzählperspektiven mal an die Seite von Chloe, mal an die von Madeline stellt und deren Leben eindrucksvoll in Szene setzt, Parallelen aufzeigt in der engen Beziehung zu ihren jeweiligen Geschwistern und auch ihre Ängste und Sorgen sehr gekonnt und nachvollziehbar darstellt, wie sie auch in der Realität vorkommen und so dem Leser ans Herz gehen. Die Männer in dieser Geschichte stehen für die abgründige und manipulative Form von Liebe, die Frauen ins Unglück stürzen kann. Mit geschickten Wendungen und einem dramatischen Schlussakt hält die Autorin die Spannung konstant aufrecht und kann den Leser bis zum Ende gut bei der Stange halten, um die verschiedenen Geheimnisse mit zu lösen und alle Fäden gut miteinander zu verknüpfen.

                                      Die Charaktere sind sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet und mit Leben versehen worden. Sie wirken durchweg glaubhaft und authentisch, was es dem Leser leicht macht, sich an die eine oder andere Ferse zu heften und mitzuleiden und zu fiebern. Madeline ist erst ein Teenager, der auf sehr auf seine ältere Schwester fixiert ist, als ältere Dame regt sie auf unaufdringliche Art ihre jüngere neue Freundin zum Reflektieren an. Chloe ist eine liebenswürdige und fürsorgliche Frau, die anscheinend schon lange keine eigenen Entscheidungen mehr trifft. Sie lebt in einem Gefängnis, dasihr Ehemann für sie errichtet und in dem sie sich eingerichtet hat, da sie finanziell auf Aidan angewiesen ist. Aidan ist ein unbeherrschter Egoist und Manipulator, der Angst einjagt mit seiner Kontrollsucht und keine Eigenmächtigkeiten erlaubt. Victor ist ein schmieriger Typ, der ebenfalls weiß, wie man Frauen nach der eigenen Pfeife tanzen lässt und seinen eigenen Willen erreicht. Auch Protagonisten wie Danny und Georgina ergänzen die Handlung mit ihrem Auftritt und machen die Geschichte rundum gelungen.

                                      „Das Leuchten jenes Sommers“ ist ein Roman über die Liebe in ihren verschiedensten Facetten: beängstigend, federleicht, hingebungsvoll, schmerzlich, verletzend, kraftvoll und uneigennützig. Wunderschön und fesselnd geschrieben, so dass man als Leser jeder Wort einsaugt wie ein Schwamm. Absolute Leseempfehlung für ein echtes Highlight!

                                      Marie aus E.

                                      Beiträge 4
                                      06.05.2019

                                        Sommer in Cornwell, sofort hatte ich Assoziationen zu einer in diesem Jahr verstorbenen Schriftstellerin.
                                        Aber hier haben wir keine Liebesschnulze (damit will ich auch keinesfalls die berühmte Autorin abwerten, ab und an braucht es auch heile Welt), sondern einen einfühlsamen Roman über die Liebe.
                                        Sowohl über die tiefe Geschwisterliebe als auch die manchmal unheilvolle Liebe zu einem Partner.

                                        Die Zeitebenen wechseln kapitelweise.
                                        1939, kurz bevor Kriegsbeginn, lebt Maddy, die jüngere der beiden Waisen zusammen mit Dienstboten auf Summerhill, einem Anwesen in Cornwall. Endlich kehrt ihre ältere Schwester von einer längeren Reise zurück. Die Wiedersehensfreude ist riesig, doch die geliebte Schwester ist in Begleitung ihrer neuen Freunde und nach und nach wird die Stimmung immer getrübter. Besonders der Freund ihrer Schwester ist Maddy gar nicht geheuer.

                                        In der Gegenwart lebt Chloe, sie hat einen Bruder, der an einer unheilbaren Krankheit leidet und um den sie sich liebevoll kümmert. Entlastung findet sie bei ihrem Mann, doch dieser verändert sich immer mehr zu einem dominanten Kontrollmenschen.

                                        Durch einen Auftrag kommt Chloe nach Summerhill und die zwei Geschichten verbinden sich.

                                        Mir hat der Roman sehr gut gefallen, beide Ebenen waren tragisch, emotional, fesseln und spannend.
                                        Leicht lesbar lässt sich der Roman auch gut noch nach einem anstrengenden Tag lesen ohne flach oder kitschig zu werden.
                                        Der WOW-Effekt für den letzten Stern hat mir noch gefehlt, aber insgesamt ein wunderschönes Buch.

                                        kelo24

                                        Beiträge 9
                                        05.05.2019

                                          Diese Geschichte besticht durch das Zusammentreffen von 2 Handlungssträngen, nämlich dem von Maddie, der bereits 1939 beginnt und dem gegenwärtigen von Chloe 70 Jahre später.

                                          Beide Frauen haben Gemeinsamkeiten, nämlich eine sehr enge Bindung an ihr Geschwister und Erfahrungen mit einem sehr unsympathischen Mann, dem genau das ein Dorn im Auge war.
                                          Die zwei Erzählstränge geben Raum, um sowohl Maddie als auch Chloe kennenzulernen, ihren Alltag mitzuerleben und zu erfahren, was ihnen im Leben wichtig ist. Dabei sind sie so gut miteinander verbunden, dass bei einem Wechsel der Protagonisten die Spannung erhalten bleibt und die Neugier, wie die Geschichte der jeweils anderen wohl weiter gehen könnte.
                                          Es war schön mitzuerleben, wie sowohl Maddie als auch Chloe an ihren Erfahrungen gewachsen sind, Mut bewiesen haben und sich auch nicht vor unangenehmen Entscheidungen gedrückt haben.
                                          Sowohl die im Mittelpunkt stehenden Frauen als auch die Nebendarsteller sind authentisch beschrieben, so dass es sehr leicht gefallen ist, sich von ihnen ein Bild zu machen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Besonders diese vermeintlich sorgenfreie „Wir-leben-in-den- Tag-hinein-und-scheren-uns-um-nichts“-Haltung von Georgianas Clique war sehr realistisch dargestellt.

                                          Diese Geschichte zeigt vor allem die vielen Seiten der Liebe in all ihren Facetten, die sowohl das größte Glück als auch eine schwere Last sein kann.

                                          Nikola Scott hat einen sehr angenehmen, ruhigen und einfühlsamen Schreibstil, der mich sofort in den Bann gezogen hat. Es ist eher ein Roman der leiseren Töne, die einen durch die Geschichte tragen und ich habe jede Seite genossen.

                                          Die Kraft der Liebe

                                          Beiträge 41
                                          02.05.2019

                                            Inhaltsangabe:
                                            August 1939: Auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwall lebt die junge Maddy zurückgezogen von der Welt und dem drohenden Krieg. Als ihre geliebte Schwester Georgiana von einer langen Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit. Maddy ist der düstere junge Mann auf Anhieb unsympathisch. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr wirklich ist...
                                            Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Eigentlich eine freudige Nachricht, aber Chloes Gefühle sind gespalten. In Summerhill stößt sie auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt -- und das die Kraft hat, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen...

                                            Meine Meinung zur Autorin und Buch
                                            Nicola Scott, hatte mich schon mit ihrem Roman „Zeit der Schwalben“ voll verzaubert und begeistert. Deshalb musste ich auch unbedingt diesen neuen Roman von ihr lesen. Ein wirklich sehr berührender Roman der einem beim Lesen unter die haut geht. Ein Roman über die Liebe, aber auch deren zerstörerischen Kraft. Ihr Schreibstil ist teils schon poetisch, aber auch sehr klar und Kraftvoll. Sie verseht es die Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Alles ist so wundervoll Bildhaft und Authentisch beschrieben. Die verschiedenen Erzählstränge hat sie sehr gut miteinander verwoben. Es war ein Genuss in die Geschichte einzutauchen. Ihre Personen und deren Charaktere, sind sehr real heraus gearbeitet. So gut das man sich in sie hinein versetzen konnte, und mit ihnen, sich gefreut, gelacht und geweint hat. Sehr authentisch hat sie auch die Lage in England während des 2. Weltkriegs beschrieben. Auch das Leben 70 Jahre später, ist gut nachvollziehbar. Der Spannungsbogen war von Anfang bis zum Ende sehr hoch.

                                            Eine Geschichte in den es um zwei Geschwisterpaare geht, beide Waisen. Wo sich die älteren Geschwister, aufopfernd und verantwortungsvoll im ihre Jüngere Geschwister kümmern. Ich mochte Maddy gleich auf den 1. Blick, von ihr geht so viel wärme und verletzlickeit aus. Ich sah sie 1939 auf der Wiese sitzen, wo sie hingebungsvoll malte, ihren Foxi. Diese Idylle wurde jäh unterbrochen, als am Himmel Flieger auftauchten, und der eine in den Ozean stürzte. Ich konnte Maddys beklemmen spüren, sie ist noch immer traumatisiert durch den Tod des Vaters. Dann die Freude als ihre Große Schwester Gerogiana wohlbehalten zurückkehrt.
                                            Aber, es drohen dunkle Wolken am Himmel aufzuziehen, den sie hat ihren neuen Freund Viktor mitgebracht.
                                            Mir war er genauso unsympathisch wie Maddy, und hatte so ein komisches Bauchgefühl. Jetzt scheint sich der Spieß zu wenden, den Maddy will die Rolle der Beschützerin übernehmen. Ach hätte sie nur gewusst in was für eine Gefahr sie sich damit begibt. Ich habe Maddy für ihre Geradlinigkeit und Mut bewundert, aber auch Georgiana, wie sie für ihre Schwester Verantwortung übernahm und nur das beste wollte.
                                            Dieser Satz fand ich so wahr: „ Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe, Maddy, er findet immer einen Weg“
                                            70 Jahre später treffen wir auf Chole , die sich um ihren kranken Bruder kümmerte und Verantwortung übernahm. Chole kam mir am Anfang wie ein verhuschtes Weibchen vor, die unter dem Pantoffel ihres Manne steht, der in ihr lieber ein Heimchen am Herd sehen würde. Aber auch sie hat große Träume,sie ist mit Leidenschaft Fotografin, und jetzt auch noch schwanger, ist sie nun endgültig in dem goldenen Käfig gefangen? Und da ist noch der Foto Auftrag, der sie nach Summerhill führen wird, und dabei auf ein großes Geheimnis stoßen wird. Dort angekommen trifft sie auf die Kinderbuchillustratorin Madeline Hamilton, diese Begegnung wird sie aus der Bahn ihres bisherigen Lebens werfen. Jedenfalls wird die Begegnung zwischen den beiden sehr Aufregend und Emotional.
                                            „ Ein wundervoller und Facettenreicher Roman, Lesegenuss Pur“

                                            Blondy67

                                            Beiträge 2
                                            29.04.2019

                                              Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an genossen.

                                              Die Schriftstellerin versteht es wunderbar die Stimmung Englands vor Kriegseintritt zu beschreiben.
                                              Maddy, die durch den Tod des Vaters traumatisiert ist, ist zauberhaft und lebensnah aufgezeichnet. Die raue Landschaft und das Gut auf den sie lebt hat man direkt vor Augen.

                                              Der zweite Handlungsstrang berichtet von der jungen Chloe, die in einer scheinbar heilen Welt mit einem liebenden Ehemann lebt. Wie sich zeigt ist sie eher Gefangene als Gefährtin. Die Verhaltensmuster von Chloe erschliessen sich mir nicht immer. Oft verhält sie sich wie eine verschreckte Hausfrau aus den frühen 70er Jahren, nicht wie eine unabhängige Fotografin, die ihren schwerkranken Bruder großgezogen hat.

                                              Insgesamt zeigt das Buch die Stärke aller Protagonistinnen auf und was Liebe, in welcher Form auch immer, bewirken kann.

                                              Der Schreibstil ist leicht lesbar und detailliert. Ein sehr schönes Buch für Freunde, der eher leisen Töne.

                                              Laudibook

                                              Beiträge 2
                                              29.04.2019

                                                Lesegrund:

                                                Da ich noch kein Buch von der Autorin kannte und es so viele positive Stimmen zu ihrem ersten Roman "Zeit der Schwalben" gab, wollte ich unbedingt den neuen Roman lesen. Cornwall als Handlungsort hat mich dazu sehr angesprochen.

                                                Cover und Titel:

                                                Das Cover ist so zauberhaft und farblich schön gestaltet. Wer das Buch gelesen hat, wird mir zustimmen, dass der Titel perfekt gewählt ist.

                                                Inhalt und meine Meinung:

                                                Nach einer längeren Reise durch Europa, kehrt Georgina Hamilton im August 1939 endlich wieder in Cornwall ein.

                                                Sehnsüchtig wird sie von ihrer jüngeren Schwester Maddy auf dem malerischen Anwesen Summerhill erwartet. Die zwei Geschwister wurden früh zu Waisen und die ältere Georgina hat die Verantwortung für die jüngere Maddy übernommen.

                                                Georgina hat eine Gruppe junger Leute im Schlepptau, die sie in Europa kennengelernt hat, auch dabei ihr neuer Freund Victor. Für die junge, zurückhaltende Maddy ist nichts mehr, wie es mal war. Droht Gefahr . . .

                                                Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die schwangere Fotografin Chloe nach Summerhill. Ein wirres Gefühlchaos begleitet derzeit die ruhige Chloe. Liegt es an der Schwangerschaft und die Angst an der Erbkrankheit ihres jüngeren Bruders Danny? Oder liegt es an ihren besitzergreifenden Ehemann?

                                                Auf zwei Zeitebenen erzählt Nikola Scott über das Schicksal und das innige Verhältnis zweier Geschwisterpaare "Maddy & Gigi" und "Chloe & Danny". Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Beide Paare sind sehr früh zu Waisen geworden. Jeweils die/der Ältere hat sich um das jüngere Geschwisterchen gekümmert und Verantwortung übernommen. Sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart gibt es einen Mann der seine Macht ausnutzen will.

                                                Mir hat der eindringliche Schreibstil der Autorin außerordentlich gut gefallen. Sie schreibt gekonnt flüssig und bildhaft, aber auch gefühlvoll und absolut spannungsgeladen. Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende sehr gut ausgearbeitet. Ein gelungener Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, macht den Leser neugierig und lässt bis zum Schluss mitfiebern.

                                                "Das Leuchten jenes Sommers" ist ein wundervoller Roman über alle Formen der Liebe. Ich habe das Buch förmlich verschlugen. Die Geschichte hat mich sehr berührt.

                                                Die Geschichte vermittelt sehr viele wichtige Botschaften über Geschwisterliebe, emotionale Liebe, traumatische Erlebnisse, Verluste, Verarbeitung und Mut.

                                                Seite 14 "Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe, er findet immer seinen Weg".

                                                Fazit:

                                                Spannungsgeladener Familienroman! Absolute Leseempfehlung!

                                                ManuLeli

                                                Beiträge 4
                                                29.04.2019

                                                  Das Cover, der Titel und der Klappentext, sowie die Leseprobe haben dazu beigetragen, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe.

                                                  Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht, verständlich, locker, flott, flüssig, dass es mir sehr leicht gefallen ist, mich in die Geschichte, den Handlungen, der Umgebung beider Zeitepochen und den Charakteren hineinzuversetzen.

                                                  Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch geworden und ich konnte sie sehr gut leid, da sie ausdrucksstarke Persönlichkeiten sind und sehr realistisch rübergekommen sind. Chloe und Maddy sind mir besonders ans Herz gewachsen, aber auch die anderen Charaktere kamen nicht zu kurz und hätten auch nicht fehlen dürfen.

                                                  Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende sehr gut ausgearbeitet und mir wurde es nie langweilig. Es kam mir in keiner Weise langatmig oder zäh vor. Im Gegenteil, ich habe dieses Buch in fast einem Rutsch durchgelesen.

                                                  Die Perspektivenwechsel bzw. Zeitepochen haben mir sehr gut gefallen und ich verlor nie die Handlungen aus dem Sinn und fühlte mich immer recht wohl. Auch wurde ich durch die Wechsel nicht irritiert.

                                                  Das Thema im Buch ist unter anderen und vor allem die Liebe, aber nicht die kitschige Liebe, sondern eine Schwesternliebe und eine Verbundenheit.

                                                  Mein Fazit: Ein sehr gelungener Familienroman mit tollen und liebenswerten Charakteren, einem wunderschönen Setting, sehr guten Spannungsbogen und einem leichten, flotten und fesselnden Schreibstil, der mich die Lesestunden vergessen ließ. Absolut lesenswert und ich werde die Autorin im Auge behalten.

                                                  sommerlese

                                                  Beiträge 90
                                                  29.04.2019

                                                    Nikola Scotts Roman "Das Leuchten jenes Sommers" erscheint am 16.4.2019 im ROWOHLT Wunderlich Verlag.

                                                    Cornwall im Sommer 1939: Abgeschieden liegt das Anwesen Summerhill, dort lebt die junge Madeleine, genannt Maddy, gemeinsam mit ihrer Tante und ihrer älteren Schwester Georgiana. Maddy verlor ihre Mutter schon sehr früh und wurde Zeugin des tragischen Unfalls ihres Vaters von den Klippen der Küste. Georgina ist wie eine Mutter für Maddy und wird von ihr nach einer langen Europareise sehnsüchtig erwartet. Doch sie hat sich völlig verändert und bringt auch noch ihren Freund Victor mit, den Maddy nicht ausstehen kann.

                                                    Siebzig Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie soll eine Autorin porträtieren, die berühmt für ihre Kinderbücher war. Bei dieser Autorin handelt es sich um Maddy, die ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit immer noch mit sich herum trägt.

                                                    Dieses Buch beginnt in der Vergangenheit im Jahr 1939 mit der Geschichte der jungen Maddy. Während sich der Zweite Weltkrieg anbahnt, freut sich Maddy auf die Rückkehr ihrer Schwester Georgiana und beobachtet ein abstürzendes Flugzeug, dass während eines Manövers über den naheliegenden Klippen abstürzt. Sofort springen ihr die grauenvollen Bilder vom Tod ihres Vaters ins Gedächtnis.

                                                    Der zweite Handlungsstrang spielt 70 Jahre später, als Chloe nach Summerhill reist, um Maddy zu fotografieren. Ihr Mann Aiden hält nichts von der Berufstätigkeit seiner Frau und scheint Chloe in jeder Hinsicht zu bevormunden. Auch in die Betreuung von Chloes kranken Bruder Danny mischt er sich ein. Chloe ist schwanger, doch trotz der freudigen Nachricht, versucht sie Abstand zwischen sich und ihren Mann zu bringen und reist nach Summerhill.


                                                    "Das Leuchten jenes Sommers" ist ein Roman über das Schicksal zweier Frauen und ein sie verbindendes Geheimnis. Durch die Zeitsprünge erlebt man die verschiedenen Zeiten mit und versteht, welche Ziele und Wünsche den Figuren zugeschrieben werden.

                                                    Neben einigen nicht so schönen Momenten, gibt es viele emotionale und hoffnungsvolle Erlebnissen, die nachdenklich stimmen und dem Buch einen tieferen Sinn verleihen.

                                                    Bei diesem Roman erlebt man betroffen, wie Chloe von ihrem unsympathischen Mann bevormundet und eingeengt wird. Mit dem Fotoauftrag scheint sie sich von seinem Einfluss befreien zu wollen und gleichzeitig sorgt ihr Besuch bei Maddy für die Verknüpfung der unterschiedlichen Handlungsstränge. Zwischen Chloes und Maddys Leben gibt es Parallelen, die sie näher miteinander verbinden. Während die Handlung verhältnisweise ruhig erzählt wird, ahnt man, dass sich etwas Bedrohliches anbahnt und verfolgt die Vorgänge deshalb gespannt bis zu ihrem auflösenden Ende.

                                                    Die sehr unterschiedliche angelegten Charaktere agieren vor der großartigen Kulisse der wunderschönen Landschaft Cornwalls. Auch muss man einfach den eingängigen und flüssigen Schreibstil der Autorin und ihre Fähigkeit zur lebendigen Charakterbeschreibung loben. Neben Maddy wurde mir auch Chloe sehr sympathisch und ich konnte während des Lesens nicht nur in ihre Figuren eintauchen, sondern auch mit ihnen miterleben und mitfühlen. Den Nebenfiguren wird ebenfalls reichlich Raum zur Entfaltung gegeben. Die männlichen Rollen sorgen in diesem Roman für die Abgründe, in die sie Frauen durch die Liebe stürzen können. Wenn Liebe einengt, gängelt oder verletzt, schadet sie und nur die uneigennützige Liebe, die wohlwollende ist die Liebe, die den Menschen gut tut.


                                                    Es ist ein atmosphärischer Roman, der mich durch die Zeitwechsel und die beschriebenen Themen sehr beeindruckt hat. Der aufzeigt, wie sich Mütter für ihre Kinder eine bessere Zukunft erhoffen, dafür selbst auf eigene Wünsche verzichten und wie schon Kinder ein Rollenbild aufgedrückt bekommen können, von welchem sie zeitlebens geprägt werden. Auch psychische Gewalt wird hier thematisiert und es wird gezeigt, wie sich Menschen in dieser emotionalen Abhängigkeit verhalten.

                                                    Liebe kann viele Kräfte, Ausprägungen und Wirkungen haben. In diesem Roman zeigt Nikola Scott dass es sich lohnt, die eigenen Wünsche zu verfolgen und auch in einer Beziehung eigenständig zu bleiben.


                                                    Für alle Leserinnen, die ein Buch über die Liebe und ihre Ausprägungen suchen, kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Es zeigt Beziehungen in der Ehe, die Liebe in der Familie und eine interessante Grundgeschichte, die sich wunderbar liest.

                                                    Sabine W.

                                                    Beiträge 18
                                                    26.04.2019

                                                      Im ersten Moment hat mich das Cover des Buches nicht angesprochen. Der Klappentext sowie die Leseprobe allerdings schon. Nun, da ich das Buch gelesen habe, erschließt sich mir das Cover und ich kann es nur als vortrefflich gelungen beschreiben.
                                                      Der Schreibstil ist sehr flüssig und trotz der zwei Zeitebenen nicht im geringsten anstrengend oder verwirrend.
                                                      Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin wie unterschiedlich Liebe stattfinden kann. Zum einen die aufopferungsvolle und bedingungslose Liebe zwischen den Schwestern und auf der anderen Seite die besitzergreifende und kranke Liebe zwischen Chloe und Adrian.

                                                      karin66

                                                      Beiträge 23
                                                      26.04.2019

                                                        Das Buch hat mich sofort auf Grund seines tollen Covers und des Klappentextes angesprochen. Von der Autorin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, was sich aber definitiv ändern wird.
                                                        Der Schreibstil ist fesselnd und angenehm zu lesen. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
                                                        Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt. Chloe und Maddy haben sofort meine Sympathie gewonnen.
                                                        Zur Geschichte, im Buch gibt es zwei Handlungsebenen, eine spielt in der Vergangenheit und die andere in der Gegenwart. In der Vergangenheit geht es um das Leben der beiden Schwestern Georgina und Maddy, die so einiges miteinander durchmachen. In der Gegenwart trifft Chloe, die eine bekannt Fotografin ist auf Maddy, die Kinderbücher illustriert.
                                                        Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
                                                        Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, es hat mir eine tolle Lesezeit geschenkt und mich außerordentlich gut unterhalten. Ich werde mir mit Sicherheit auch noch den anderen Roman der Autorin kaufen und lesen.

                                                        buchleserin

                                                        Beiträge 18
                                                        25.04.2019

                                                          Die Handlung in diesem Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal im Sommer 1939. Die junge Maddy lebt nach dem Tod ihrer Eltern alleine mit ihrer älteren Schwester und den Angestellten auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall. Ihre Schwester kommt von einer längeren Reise zurück und bringt ihren Freund Victor und noch einige andere mit. Es ist kurz vorm 2. Weltkrieg und es kommt dort zu einem Flugzeugabsturz.

                                                          Die Gegenwart spielt sich 70 Jahre später ab. Die Fotografin Chloe nimmt gegen den Willen ihres Mannes einen Auftrag an, eine bekannte Autorin zu fotografieren, die zurückgezogen in Summerhill lebt. Cloe hat einige Differenzen mit ihrem Mann

                                                          Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, eine wunderbare Wortwahl. Man ist gleich mittendrin im Geschehen. Ich konnte mir bildlich alles sehr gut vorstellen, das wunderschöne Anwesen Summerhill in Cornwall und auch die Umgebung. Beim Lesen konnte ich die Atmosphäre dort direkt spüren. Ich war selbst mal in Cornwall und fand es sehr schön dort
                                                          Ein fesselnde Handlung, ein Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Charaktere sind gut beschrieben, besonders Maddy und Chloe haben mir gefallen. Hier geht es um die Liebe und um emotionale Abhängigkeit. Maddy hängt sehr an ihrer älteren Schwester, nachdem die Eltern gestorben sind. Sie ist sehr misstrauisch gegenüber Victor. Und auch als Leser fragt man sich, was er verbirgt. Und Chloe wird von ihrem Mann sehr schlecht behandelt und unterdrückt. Ihr geliebter Bruder Danny lebt in einem Pflegeheim, das sehr teuer ist. Ihr Mann möchte jedoch nicht, dass sie arbeitet. Doch Chloe fährt trotzdem nach Summerhill.

                                                          Ein fesselnder und sehr emotionaler Frauenroman.

                                                          C. Sch.

                                                          Beiträge 29
                                                          25.04.2019

                                                            INHALT:
                                                            Cornwell 1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf ihrem Anwesen Summerhill. Hier ist noch wenig von dem drohenden Krieg zu spüren. Geogiana, ihre Schwester, kehrt von einer langen Reise zurück, doch leider nicht allein. Sie bringt ihren neuen Freund Viktor mit, der Maddy vom ersten Augenblick unsymphatisch ist. Und noch ahnt Maddy nicht, welche grosse Gefahr Viktor mit sich bringt.
                                                            2009: Chloe hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist, doch leider macht sie das nicht glücklich. Ein neuer Auftrag als Fotografin reizt sie im Moment viel mehr. Dieser Auftrag führt sie nach Summerhill. Dort stösst sie dann auf ein Geheimnis, welches schon Jahrzehnte zurückliegt, es aber schafft, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.
                                                            MEINE MEINUNG:
                                                            Dieses wunderschöne Cover ist mir sofort aufgefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war meine Neugier geweckt. Ich finde Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielen, unheimlich spannend. Und so konnte mich auch dieses Buch von der ersten Seite an begeistern. Die Autorin verbindet beide Geschichten sehr gut miteinander und ich war von Anfang an sehr neugierig darauf, den Zusammenhang zu erfahren. Ein Spannungsbogen zieht sich konstant durch das ganze Buch hindurch, nicht immer hochdramatisch, aber doch ist die Spannung immer da. Richtig dramatisch und hochspannend wird es dann zum Ende des Buches. Der Schreibstil hat mir ausserordentlich gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen, ist sehr emotional und einfach auf eine ruhige Art sehr fesselnd. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und boten viele Facetten, sie hatten für mich alle ein Gesicht. Immer wieder versucht man den Zusammenhang der beiden Erzählstränge zu ergründen und am Ende löst die Autorin alles sehr durchdacht auf.
                                                            FAZIT:
                                                            Ein ruhiger und emotional aufwühlender Roman, der mich begeistern konnte. Ein 5

                                                            tuet-tuet

                                                            Beiträge 3
                                                            23.04.2019

                                                              August 1939: Die junge Madeleine freut sich auf die Rückkehr ihrer großen Schwester Georgiana, zu der sie seit dem Tod ihrer beiden Eltern eine sehr starke Verbindung hat. Doch sie kommt nicht allein, und die neuen Freunde bringen nicht nur Freude in das beschauliche Summerhill...
                                                              Siebzig Jahre später: nachdem Chloe sich in ihrer Jugend viel um ihren schwer kranken Bruder Danny gekümmert hat, führt sie nun das scheinbar perfekte Leben: ihr gut aussehender, beliebter Mann Aiden liebt sie über alles und verdient als Arzt genug, um ihnen beiden ein schönes Leben und Danny eine gute Versorgung zu ermöglichen. Doch als Chloe schwanger wird, beginnt sie an der Idylle zu zweifeln...

                                                              "Das Leuchten jenes Sommers" ist ein wunderbarer Roman über alle Formen der Liebe über die Romantik hinaus: Liebe zu Geschwistern; Liebe, die einen sich selbst in den Hintergrund rücken lässt; vereinnahmende, beanspruchende Liebe;... Die beiden Protagonistinnen sind auf Anhieb sympathisch und ihr Denken, Fühlen und Handeln nachvollziehbar und es ist eine Freude mitzuerleben, wie sie durch die Begegnung miteinander selbst wachsen können. Auch der Schreibstil ist sehr gut und flüssig und dadurch das Buch im Nu verschlungen. - Eine wunderbare Sommerlektüre, die nicht übertrieben anspruchsvoll ist, sondern in genau dem richtigen Maß zum Nachdenken anregt

                                                              Langeweile

                                                              Beiträge 19
                                                              22.04.2019

                                                                Klappentext:

                                                                August 1939: Auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwell lebt die junge Maddy zurückgezogen von der Welt und dem drohenden Krieg.
                                                                Als ihre geliebte Schwester Georgina von einer langen Reise zurückkehrt, bringt sie ihren neuen Freund Victor mit.Maddy ist der düstere junge Mann auf Anhieb unsympathisch. Aber sie ahnt nicht, wie groß die Gefahr wirklich ist.

                                                                70 Jahre später führt ein Auftrag die junge Fotografin Chloe nach Summerhill. Sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Eigentlich eine freudige Nachricht, aber ihre Gefühle sind gespalten.
                                                                In Summerhill stößt sie auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt - und das die Kraft hat, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen ....

                                                                Meine Meinung:

                                                                Ich liebe es, wenn Geschichten auf verschiedenen Zeitebenen spielen, was in diesem Roman der Fall ist.
                                                                Die Geschichte wird im ständigen Wechsel zwischen 1939 und 2009 erzählt. Es geht in der Hauptsache um drei Frauen, ihr Leben - und den Umgang mit der Liebe.
                                                                In der Vergangenheit sind es Maddy und Georgina,die,weil sie ihre Eltern früh verloren haben, besonders fest verbunden sind.
                                                                In der Gegenwart ist es Cloe ,die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und schon früh die Verantwortung für ihren kranken Bruder übernahm.
                                                                Durch ihre Ehe mit dem erfolgreichen Arzt Aidan scheint sie das große Los gezogen zu haben. Viel zu spät begreift sie, dass sie ein Leben im goldenen Käfig führt.
                                                                Als sie durch ein berufliches Projekt Maddy kennenlernt,gelingt es ihr ,sich nach und nach aus ihren Fesseln zu befreien.
                                                                Die beiden ungleichen Frauen nähern sich einander Stück für Stück und jede lernt die Geschichte der anderen kennen.
                                                                Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Protagonisten mit Leben zu füllen und so gut zu beschreiben, dass ich sie bildlich vor Augen hatte. Ich habe sie von Anfang an in mein Herz geschlossen und mit ihnen gelebt und gelitten.
                                                                Lediglich das Ende gefiel mir nicht so gut, weil es für meinen Geschmack etwas zu abrupt erfolgte.

                                                                Fazit:

                                                                Ein Buch, was ich innerhalb von zwei Tagen förmlich verschlungen habe und das mich noch einige Zeit gedanklich begleiten wird.
                                                                Eine Autorin, welche ich bezüglich kommender Werke im Auge behalten werde.

                                                                Tara

                                                                Beiträge 10
                                                                19.04.2019

                                                                  Facetten der Liebe

                                                                  „Das Leuchten jenes Sommers“ ist ein Spannungsroman der Autorin Nikola Scott, der in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt.

                                                                  Kurz vor dem zweiten Weltkrieg geht es um die Schwestern Maddy und Georgina Hamilton. Sie leben in Cornwall auf dem Anwesen Summerhill. Als Georgina nach Monaten von einer Europareise zurückkehrt, erkennt Maddy sie kaum wieder. Jetzt ist sie Gigi, hat sich komplett verändert und ihr neuer Freund Viktor ist Maddy höchst suspekt. Sein Interesse an Summerhill ist ihr ein wenig zu ausgeprägt.

                                                                  In der Gegenwart geht es um die schwangere Fotografin Chloe. Aus Sorge, dass ihr Kind die gleiche Erbkrankheit haben könnte wie ihr Bruder Danny, hat sie ihrem Mann Aiden die Schwangerschaft bisher verschwiegen. Ein Auftrag führt sie nach Summerhill um dort Madeleine Hamilton zu fotografieren. Allerdings gefällt es Aiden überhaupt nicht, dass Chloe arbeitet und er will ihr den Auftrag verbieten. Da Madeleine und Georgiana die Kinderbücher, die Chloe und ihr Bruder geliebt haben, geschrieben haben, nimmt sie den Auftrag dennoch an.

                                                                  Der Schreibstil von Nikola Scott lässt sich angenehm lesen, ist ruhig und detailliert aber ohne Wertung. Ihre Charaktere beschreibt sie sehr authentisch. Die Liebe zwischen den Schwestern Maddy und Gigi und den Geschwistern Chloe und Danny ist sehr innig und rührend beschrieben. Sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit ist es ein Mann, der seine Macht ausnutzen will. Die Beiden weisen erschreckende Ähnlichkeiten auf. Die Parallelen zwischen den beiden Erzählsträngen sind eine ausgesprochen interessante Komponente, die mich beim Lesen sehr fasziniert hat.

                                                                  Die Autorin beschreibt verschiedene Facetten der Liebe aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven. Während die zwischen den Geschwistern berührend und einfach überfürsorglich ist, ist die von Victor und Aiden erdrückend und beherrschend.

                                                                  Trotz des ruhigen Tons ist der Roman fesselnd und spannend. Die Handlung ist glaubwürdig und ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

                                                                  Insgesamt ist „Das Leuchten jenes Sommers“ ein gelungener Spannungsroman, der gute Unterhaltung bietet und auch zum Nachdenken anregt.

                                                                  die.buecherdiebin

                                                                  Beiträge 9
                                                                  19.04.2019

                                                                    Inhalt: August 1939. Die 16-jährige Maddy lebt zurückgezogen auf dem alten, malerisch gelegenen Anwesen Summerhill in Cornwall. Seitdem sie und ihre sechs Jahre ältere Schwester Georgiana schon früh zu Waisen geworden sind, führt eine Tante den Haushalt. Doch für Maddy ist Georgiana seit vielen Jahren schon Mutterersatz und beide Schwestern lieben sich sehr. Aber als Georgiana von einer längeren Reise zurückkehrt und ihren neuen Freund Victor mitbringt, scheint sich das Verhältnis der Schwestern zu ändern.
                                                                    Siebzig Jahre später erhält die junge Fotografin Chloe den Auftrag, Maddy, die inzwischen eine bekannte Kinderbuchautorin ist, zu fotografieren. Gegen den Willen ihres Mannes fährt Chloe nach Summerhill und ist fasziniert von der alten Dame. Nach und nach erfährt sie von ihr Einzelheiten von den Erlebnissen jenes ereignisreichen Sommers vor so langer Zeit.

                                                                    Meine Meinung: Nikola Scott erzählt die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen, die mir beide von Anfang an richtig gut gefallen haben. Auch Maddy und Chloe mochte ich sofort sehr gerne. Sie haben einige Gemeinsamkeiten: Beide Frauen sind sehr früh zu Waisen geworden und haben eine Schwester / bzw. einen Bruder, an der / dem sie sehr hängen und beide haben Probleme mit einem dominanten Mann. Die vorsichtige Annäherung dieser beiden Frauen fand ich sehr schön zu lesen. Vor allem Chloe gewinnt durch ihre Zeit mit Maddy immer mehr Selbstsicherheit und Stärke. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen und hat einen schwerbehinderten Bruder, dessen Lebensdauer leider stark begrenzt ist. Seit zwei Jahren ist sie mit dem gut verdienenden Arzt Aidan verheiratet und hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist. Doch glücklich ist sie darüber nicht, denn Aidan schränkt sie mit seiner besitzergreifenden und erdrückenden Liebe stark ein.
                                                                    Maddy, deren Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, ist immer noch von dem schrecklichen Unfalltod ihres Vaters, den sie mitangesehen hat, traumatisiert. Sie freut sich sehr auf Georgianas Rückkehr und ist nicht gerade begeistert über den überraschenden Besuch. Bald geschehen Dinge, die das Verhältnis der Schwestern stark beeinflussen.
                                                                    Ich finde den Schreibstil von Nikola Scott absolut fesselnd und mitreißend. Beide Geschichten sind spannend und dramatisch und in Maddys Geschichte gibt es auch noch eine interessante Nebenhandlung.

                                                                    Fazit: Für mich war „Das Leuchten jenes Sommers“ ein echter Pageturner und hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Roman der Autorin "Zeit der Schwalben" (und den fand ich schon toll!)

                                                                    leseratte1310

                                                                    Beiträge 25
                                                                    18.04.2019

                                                                      Im August 1939 lebt Maddy zurückgezogen auf dem malerischen Anwesen Summerhill in Cornwall. Hier ist sie weit weg vom drohenden Krieg. Sie wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Schwester Georgiana, die auf einer längeren Reise durch Europa ist. Doch als Georgina wiederauftaucht, hat sie eine Gruppe junger Leute im Schlepptau, darunter auch ihren Freund Victor. Maddy ist irritiert. Ihre Schwester ist ihr fremdgeworden. Nun gibt es ständig Feste auf Summerhill. Victor wird Maddy immer unsympathischer, denn er zeigt auffälliges Interesse an dem Anwesen. Sie ahnt aber nicht, dass Gefahr droht.
                                                                      Siebzig Jahre später kommt die junge Fotografin Chloe McAllister nach Summerhill, um die Kinderbuchautorin Madeleine Hamilton zu fotografieren. Sie macht das gegen den Willen ihres Mannes Aiden, der eine sehr besitzergreifende Art hat. Chloe hat gerade erst erfahren, dass sie schwanger ist. Mit dem Gedanken kann sie sich noch nicht anfreunden, denn sie hat Angst, dass das Kind eine Erbkrankheit haben könnte, die auch ihr Bruder hat. Ihr Auftrag verschafft ihre also etwas Abstand zum normalen Leben. So lernt sie auf Summerhill die nun alte Maddy kennen und ahnt noch nicht, wie dadurch ihr weiteres Leben beeinflusst wird.
                                                                      Mir hatte seinerzeit bereits das Buch „Die Zeit der Schwalben“ sehr gut gefallen und so war ich auch auf dieses Buch gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht, denn dieses Buch hat mich wieder in seinen Bann gezogen, obwohl es eigentlich eine recht ruhige Geschichte ist. Der eindringliche Schreibstil gefällt mir sehr gut, aber auch wie die zwei Handlungsstränge miteinander verknüpft sind.
                                                                      Die Charaktere sind sehr gut und vielschichtig ausgearbeitet. Maddy und Georgiana wurden früh zu Waisen und Georgina hat die Verantwortung für ihre kleinere Schwester übernommen. Die Beziehung ist eng, besonders von Maddys Seite aus, doch zunehmend möchte sich Gigi daraus befreien. Auch Cloe und ihr Bruder Danny haben früh ihre Eltern verloren und so hat Chloe sich um ihren kranken Bruder gekümmert. Doch der will in ein Heim, damit Chloe ein eigenes Leben hat. Sie tut sich aber sehr schwer damit, ihren Bruder loszulassen.
                                                                      Victor und Aidan sind beide sehr unsympathisch, doch Aidan ist noch um einiges heftiger. Er nutzt Chloes Abhängigkeit aus und versucht sie einzusperren – natürlich alles unter dem Deckmantel „Liebe“.
                                                                      Diese Geschichte erzählt über Verantwortung für andere innerhalb der Familie, über Zusammenhalt und Liebe. Leider ist hier aber auch eine kranke, besitzergreifende Liebe vertreten.
                                                                      Das Buch ist trotz des ruhigen Verlaufs spannend und zum Ende wird es richtig dramatisch.
                                                                      Ich kann diesen Roman nur empfehlen.

                                                                      schnäppchenjägerin

                                                                      Beiträge 63
                                                                      17.04.2019

                                                                        Madeleine, genannt Maddy, lebt mit 16 Jahren als Waise auf dem Anwesen Summerhill in Cornwall. Es ist August 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, weshalb eine Stimmung der Angst und Unsicherheit herrscht. Zudem Zeitpunkt kommt Maddys lebenslustige ältere Schwester Georgiana von ihrem Aufenthalt auf dem Kontinent zurück und hat ihren neuen Freund Victor mitgebracht. Dieser wirkt weltgewandt und höflich, schmeichelt mit Komplimenten, aber dann kommt er Maddy zu nahe und sie empfindet ihn zunehmend als Bedrohung.

                                                                        Siebzig Jahre später gelangt Chloe durch einen Auftrag eines Verlegers nach Summerhill. Sie sol die Autorin Madeleine Hamilton fotografieren, die ein neues Buch herausbringen soll. Für Chloe ist die Begegnung mit der betagten Dame etwas ganz Besonderes, da sie als Kind eines ihrer Kinderbücher um den "grandiosen Fuchs Foxy" zu ihren Lieblingsbüchern zählte und bis heute die alte Ausgabe ihres Vaters von 1956 besitzt.
                                                                        Es ist der erste Auftrag, den Chloe seit Langem angenommen hat und für ihren Mann Aidan völlig unverständlich, schließlich muss sie seiner Ansicht nach nicht arbeiten. Er schränkt Chloe zunehmend ein, so dass sie sich auch nicht auf die von ihm lang ersehnte Schwangerschaft und das gemeinsame Kind freuen kann.

                                                                        Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und ist jeweils aus der Sicht einer der beiden jungen Frauen geschrieben, in der Vergangenheit unmittelbar aus der Ich-Perspektive von Maddy. Chloes Liebe zur Fotografie und die von Madeleine und ihrer Schwester geschriebenen Kinderbücher stellen die Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart her. Darüber hinaus gibt es noch weit mehr Parallelen, die es von Madeleine und Chloe zu entdecken gilt. So haben beide früh ihre Eltern verloren und stehen einem dominanten Mann gegenüber, der sie versucht einzuschüchtern und ihnen die Luft zum Atmen nimmt. Beide sind dabei in Situationen, in denen sie sich aus Angst oder Scham niemandem offenbaren können. Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft über die Generationen hinweg, bei der sich Madeleine mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht und beiden die dunkle Seite der Liebe bewusst wird.

                                                                        Beide Erzählebenen fesseln, so dass man einerseits in einer Zeitebene verbleiben möchte, gleichzeitig aber neugierig ist, wie es in der Vergangenheit bzw. in der Gegenwart weitergeht.
                                                                        Die Schicksale von Maddy und Chloe berühren und sind zugleich spannend erzählt. Vor allem Maddy, die mit 16 Jahren mutiger und selbstbewusster als die 28-jährige Chloe ist, beeindruckt mit ihrer Geschichte, die vor dem Hintergrund des beginnenden Zweiten Weltkrieges noch dramatischer wirkt. Aber auch Chloe schöpft mit der Zeit Kraft und gibt sich ihrem Schicksal nicht mehr nur so hin.

                                                                        Es ist ein leiser erzählter Roman, der voller Empathie für die beiden Frauen geschrieben ist, die sich damit konfrontiert sehen, dass die Liebe sowohl ein Geschenk als auch eine Bürde sein kann. Es ist ein Roman über Geschwisterliebe, das enge Band der Familie, über Ängste und den Mut, für sich selbst einzustehen, aber auch über emotionale Abhängigkeit und Obsession, der am Ende eine fesselnde Dynamik entwickelt.
                                                                        "Das Leuchten jenes Sommers" ist die perfekte Mischung aus (Familien-)drama und Spannungsroman, in der Vergangenheit und Gegenwart durch die Parallelen zwischen den beiden Protagonistinnen geschickt miteinander verbunden werden.

                                                                        Liebe einmal anders

                                                                        Beiträge 87
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                                                                          Chloe ist eine talentierte Fotografin. Sie hat ihre Arbeit allerdings nach der Hochzeit aufgegeben, weil ihr Ehemann wollte, daß sie nur noch für ihn da ist. Jetzt erreicht sie ein Anruf von Matt Cooper. Er bittet Chloe, ein Porträtfoto von Madeleine Hamilton zu machen. Für Chloe ist das wie eine Reise in ihre Kindheit. Madeleine Hamilton hat mit ihrer Schwester Georgiana Kinderbücher geschrieben. Diese Bücher hat Chloe mit ihrem Bruder Danny geliebt. Obwohl Chloes Ehemann ihr verbietet diesen Auftrag anzunehmen, fährt sie nach Summerhill. Sie trifft dort die inzwischen alt gewordene Madeleine. Die beiden Frauen kommen sich näher und Maddy erzählt die Geschichten ihrer Kindheit und Jugend. Dadurch gelingt es ihr, Chloe die Augen zu öffnen und endlich ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Sie zahlt dafür aber einen hohen Preis.


                                                                          Dieses Buch handelt von Liebe. Aber nicht von der rosaroten romantischen Liebe, sondern von der Art Liebe, die einen Menschen zerstören kann. Für den Ehemann ist es wahrscheinlich Liebe, wenn er seine Frau beherrschen will und ihr jeden freien Willen nimmt. Die Frau wird jedoch daran zugrunde gehen, wenn es ihr nicht gelingt sich zu befreien. Dann ist da noch die Liebe der Geschwister, die einander so sehr brauchen, daß sie ihnen gleichzeitig zur Last wird. Sie kommen trotzdem nicht voneinander los.

                                                                          Die Geschichte macht mich traurig. Etwas so schönes wie Liebe kann auch eine dunkle Seite haben. Wer denkt schon darüber nach? Nach diesem Buch wird man es jedoch tun! Trotz allem kann man hier niemanden verurteilen. Denn Nicola Scott beschreibt die Charaktere sehr einfühlsam. Sie schreibt in leisen Tönen, die hier in der Überzahl sind. Reißerische Zeilen von Gewalt fehlen vollkommen. Dies ist in der heutigen Bücherwelt sehr wohltuend. Die Geschichte zieht den Leser auf magische Weise in ihren Bann und man bekommt gar nicht genug von ihr.

                                                                          Mit diesem Roman liegt eine liebevoll geschriebene Geschichte über die Liebe in ihren unterschiedlichen Formen vor. Mein Rat: Unbedingt lesen!

                                                                          tigerbea

                                                                          Beiträge 87
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                                                                            Chloe ist eine talentierte Fotografin. Sie hat ihre Arbeit allerdings nach der Hochzeit aufgegeben, weil ihr Ehemann wollte, daß sie nur noch für ihn da ist. Jetzt erreicht sie ein Anruf von Matt Cooper. Er bittet Chloe, ein Porträtfoto von Madeleine Hamilton zu machen. Für Chloe ist das wie eine Reise in ihre Kindheit. Madeleine Hamilton hat mit ihrer Schwester Georgiana Kinderbücher geschrieben. Diese Bücher hat Chloe mit ihrem Bruder Danny geliebt. Obwohl Chloes Ehemann ihr verbietet diesen Auftrag anzunehmen, fährt sie nach Summerhill. Sie trifft dort die inzwischen alt gewordene Madeleine. Die beiden Frauen kommen sich näher und Maddy erzählt die Geschichten ihrer Kindheit und Jugend. Dadurch gelingt es ihr, Chloe die Augen zu öffnen und endlich ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Sie zahlt dafür aber einen hohen Preis.


                                                                            Dieses Buch handelt von Liebe. Aber nicht von der rosaroten romantischen Liebe, sondern von der Art Liebe, die einen Menschen zerstören kann. Für den Ehemann ist es wahrscheinlich Liebe, wenn er seine Frau beherrschen will und ihr jeden freien Willen nimmt. Die Frau wird jedoch daran zugrunde gehen, wenn es ihr nicht gelingt sich zu befreien. Dann ist da noch die Liebe der Geschwister, die einander so sehr brauchen, daß sie ihnen gleichzeitig zur Last wird. Sie kommen trotzdem nicht voneinander los.

                                                                            Die Geschichte macht mich traurig. Etwas so schönes wie Liebe kann auch eine dunkle Seite haben. Wer denkt schon darüber nach? Nach diesem Buch wird man es jedoch tun! Trotz allem kann man hier niemanden verurteilen. Denn Nicola Scott beschreibt die Charaktere sehr einfühlsam. Sie schreibt in leisen Tönen, die hier in der Überzahl sind. Reißerische Zeilen von Gewalt fehlen vollkommen. Dies ist in der heutigen Bücherwelt sehr wohltuend. Die Geschichte zieht den Leser auf magische Weise in ihren Bann und man bekommt gar nicht genug von ihr.

                                                                            Mit diesem Roman liegt eine liebevoll geschriebene Geschichte über die Liebe in ihren unterschiedlichen Formen vor. Mein Rat: Unbedingt lesen!

                                                                            Shanna

                                                                            Beiträge 25
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                                                                              Das Anwesen Summerhill in Cornwall ist Schauplatz vieler Geschichten und prägt die Menschen, die dort eine Heimat gefunden haben. So auch die Schwestern Maddy und Georgiana, die schon früh zu Waisen wurden und deshalb eine sehr enge Beziehung zueinander pflegen. Diese Eintracht wird jäh gestört, als Georgiana von einer Reise zurückkehrt und eine Gruppe junger Leute mitbringt, darunter auch ihren neuen Freund Victor. Als Maddy beobachtet, wie in der Nähe ein Flugzeug abstürzt, gerät sie in einen Strudel aus Erinnerungen, denn genau an der gleichen Stelle war sie dabei, als ihr Vater vor Jahren tödlich verunglückte.

                                                                              In einem zweiten Erzählstrang, der siebzig Jahre später beginnt, erfährt Chloe, dass sie schwanger ist. Sie kann sich aber nicht darüber freuen, da sie sich in ihrer Ehe nicht wohl fühlt und spürt, dass die besitzergreifende Liebe ihres Mannes Aidan sie einengt. Ohne sein Wissen nimmt sie den Auftrag an, die publicityscheue Maddy auf Summerhill für ihr neues Buch zu fotografieren. Die Begegnung der beiden Frauen setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben für immer verändern wird.

                                                                              Die Autorin beschreibt die Menschen und die jeweiligen Situationen sehr anschaulich, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Gerade Chloes Lage macht betroffen und man fühlt und leidet mit ihr, wenn man liest wie ihr Mann sie behandelt. Seine "Liebe" ist beängstigend und man hofft, dass sie sich so schnell wie möglich von ihm befreien kann. Auch in Maddys Schicksal ist es ein Mann, der seine Macht gegenüber der vermeintlich schwächeren Frau ausnutzen will. Die Entwicklung und Verknüpfung beider Handlungen ist hierbei hervorragend und glaubhaft gelungen. Auch die Einbindung von interessanten Nebencharakteren, wie Chloes Bruder und des verunglückten Piloten verleihen der Geschichte eine bemerkenswerte, emotionale Tiefe, jedoch ohne zu trübsinnig zu werden.

                                                                              In einem dramatischen Finale überschlagen sich dann die Ereignisse und mir war dies ein wenig zu überhastet und schnell abgehandelt, nachdem die Handlung sich ansonsten so ruhig und ausführlich entwickelt hatte. Doch dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt, denn insgesamt hat mir dieses Buch ausnehmend gut gefallen.

                                                                              Erschreckend, dramatisch, fesselnd

                                                                              Beiträge 103
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                                                                                „Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe. Er findet immer einen Weg. Wir vergessen ihn, aber eh wir es uns versehen, ist er wieder da.“ (S. 7)
                                                                                Im August 1939 freut sich Maddy (Madeline) Hamilton, dass ihre ältere Schwester Georgiana nach der sechsmonatigen Europareise endlich wieder zurück nach Hause auf das Anwesen „Summerhill“ kommt. Doch Maddy erkennt Georgina kaum wieder. Aus dieser ist Gigi geworden – eine neue, moderne, erwachsene Frau. Maddy ist traurig, bisher hat sich das Leben ihrer Schwester nur um sie gedreht. Gigi hat sie nach dem frühen Tod der Eltern aufgezogen. Jetzt hat Gigi ein halbes Dutzend partywütige Freunde im Schlepptau, die sie während ihrer Reise kennengelernt hat. „... das Einzige, worum es ihnen geht im Leben, ist, alles in eine einzige Party zu verwandeln.“ (S. 62) Mit einem von ihnen, Victor, ist sie sogar liiert. Zu Beginn mag Maddy ihn auch, aber bald wird er ihr immer suspekter. Während seine Freunde feiern und den nahenden Krieg verdrängen, interessiert er sich etwas zu sehr für die Belange und Besitztümer von Summerhill. Maddy wird misstrauisch.

                                                                                70 Jahre später: Cloe McAllister ist schwanger, doch sie verheimlicht es ihrem Mann Aiden, einem berühmten Chirurgen. Sie hat Angst, dass das Baby die gleiche Erbkrankheit haben könnte wie ihr Bruder Danny und ist unsicher, ob sie es überhaupt will. Sie musste Danny nach dem Weggang ihrer Mutter allein aufziehen, sich aufgrund seiner Erkrankung immer um ihn kümmern. Aber sie hat es gern gemacht. Inzwischen lebt Danny in einem sehr guten Heim und Cloe könnte ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten, wieder als Fotografin arbeiten. Zumindest theoretisch, denn Aidan hat seine ganz eigenen Vorstellungen von ihrer Ehe: „Ich will nur, dass Du glücklich bist, hier zu Hause mit mir, nicht da draußen mit irgendwelchen Fremden. Nur Du und ich, für immer zusammen.“ (S. 33) Als sie den Auftrag bekommt, Madeleine Hamilton zu fotografieren, verbietet er es ihr rigoros. Dabei sind Madeleine und Georgiana die Autorinnen der Kinderbücher, die sie und Danny so geliebt haben. Die Bücher gehören zu ihren glücklichsten Kindheitserinnerungen. Cloe nimmt den Auftrag heimlich an und was sie dabei entdeckt, lässt sie ihr eigenes Leben überdenken ...

                                                                                „Das Leuchten jenes Sommers“ hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Nikola Scott erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichten von Maddy & Gigi und Cloe & Danny, die viele Parallelen aufweisen. Beide Geschwisterpaare sind früh zu Waisen geworden und die jeweils ältere Schwester wurde zum Mutterersatz. Aber es gibt auch Unterschiede. Maddy klammert sich an Gigi und diese weiß nicht, wie sie sich von dieser Pflicht befreien kann. „... ich glaube, dass wir uns nah sein können, auch wenn wir nicht jeden Moment miteinander teilen. Teil des Lebens eines anderen zu sein, aber auch eigenständig, das ist etwas Gutes ...“ (S. 266)
                                                                                Danny hingegen will in ein Heim, damit sich Cloes Leben nicht nur um ihn dreht. Aber Cloe kann und will die Verantwortung und Pflege von Danny nicht an Fremde übergeben – schließlich ist er alles, was sie noch hat.
                                                                                Auch die Victor und Aidan sind sich sehr ähnlich. Beide sind attraktiv, wissen, wie man einer Frau imponiert und sie beeinflusst. Aber während mir Victor einfach nur unangenehm war, hatte ich vor Aiden richtiggehend Angst. Er erdrückt Cloe regelrecht mit seiner fürsorglichen Liebe, nimmt ihr die Luft zum Atmen. Zu Beginn fühlt sie sich noch geschmeichelt, aber bald nimmt diese „Liebe“ erschreckende Züge an.

                                                                                „Das Leuchten jenes Sommer“ ist ein echter psychologischer Spannungsroman. Nikola Scott schildert sehr dramatische und erschreckende Schicksale, die mich mitfiebern ließen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht. Sie zeigt dabei alle Aspekte der Liebe – auch die ungesunden – und was eine Familie ausmacht.
                                                                                Besonders berührt hat mich, wie Gigi und Cloe zugunsten ihrer Geschwister zurückgesteckt haben, damit wenigstens diese eine einigermaßen schöne Kindheit hatten.

                                                                                Mein unbedingte Leseempfehlung für diesen Pageturner!

                                                                                hasi_rasi

                                                                                Beiträge 103
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                                                                                  Erschreckend, dramatisch, fesselnd

                                                                                  „Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe. Er findet immer einen Weg. Wir vergessen ihn, aber eh wir es uns versehen, ist er wieder da.“ (S. 7)
                                                                                  Im August 1939 freut sich Maddy (Madeline) Hamilton, dass ihre ältere Schwester Georgiana nach der sechsmonatigen Europareise endlich wieder zurück nach Hause auf das Anwesen „Summerhill“ kommt. Doch Maddy erkennt Georgina kaum wieder. Aus dieser ist Gigi geworden – eine neue, moderne, erwachsene Frau. Maddy ist traurig, bisher hat sich das Leben ihrer Schwester nur um sie gedreht. Gigi hat sie nach dem frühen Tod der Eltern aufgezogen. Jetzt hat Gigi ein halbes Dutzend partywütige Freunde im Schlepptau, die sie während ihrer Reise kennengelernt hat. „... das Einzige, worum es ihnen geht im Leben, ist, alles in eine einzige Party zu verwandeln.“ (S. 62) Mit einem von ihnen, Victor, ist sie sogar liiert. Zu Beginn mag Maddy ihn auch, aber bald wird er ihr immer suspekter. Während seine Freunde feiern und den nahenden Krieg verdrängen, interessiert er sich etwas zu sehr für die Belange und Besitztümer von Summerhill. Maddy wird misstrauisch.

                                                                                  70 Jahre später: Cloe McAllister ist schwanger, doch sie verheimlicht es ihrem Mann Aiden, einem berühmten Chirurgen. Sie hat Angst, dass das Baby die gleiche Erbkrankheit haben könnte wie ihr Bruder Danny und ist unsicher, ob sie es überhaupt will. Sie musste Danny nach dem Weggang ihrer Mutter allein aufziehen, sich aufgrund seiner Erkrankung immer um ihn kümmern. Aber sie hat es gern gemacht. Inzwischen lebt Danny in einem sehr guten Heim und Cloe könnte ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten, wieder als Fotografin arbeiten. Zumindest theoretisch, denn Aidan hat seine ganz eigenen Vorstellungen von ihrer Ehe: „Ich will nur, dass Du glücklich bist, hier zu Hause mit mir, nicht da draußen mit irgendwelchen Fremden. Nur Du und ich, für immer zusammen.“ (S. 33) Als sie den Auftrag bekommt, Madeleine Hamilton zu fotografieren, verbietet er es ihr rigoros. Dabei sind Madeleine und Georgiana die Autorinnen der Kinderbücher, die sie und Danny so geliebt haben. Die Bücher gehören zu ihren glücklichsten Kindheitserinnerungen. Cloe nimmt den Auftrag heimlich an und was sie dabei entdeckt, lässt sie ihr eigenes Leben überdenken ...

                                                                                  „Das Leuchten jenes Sommers“ hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Nikola Scott erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichten von Maddy & Gigi und Cloe & Danny, die viele Parallelen aufweisen. Beide Geschwisterpaare sind früh zu Waisen geworden und die jeweils ältere Schwester wurde zum Mutterersatz. Aber es gibt auch Unterschiede. Maddy klammert sich an Gigi und diese weiß nicht, wie sie sich von dieser Pflicht befreien kann. „... ich glaube, dass wir uns nah sein können, auch wenn wir nicht jeden Moment miteinander teilen. Teil des Lebens eines anderen zu sein, aber auch eigenständig, das ist etwas Gutes ...“ (S. 266)
                                                                                  Danny hingegen will in ein Heim, damit sich Cloes Leben nicht nur um ihn dreht. Aber Cloe kann und will die Verantwortung und Pflege von Danny nicht an Fremde übergeben – schließlich ist er alles, was sie noch hat.
                                                                                  Auch die Victor und Aidan sind sich sehr ähnlich. Beide sind attraktiv, wissen, wie man einer Frau imponiert und sie beeinflusst. Aber während mir Victor einfach nur unangenehm war, hatte ich vor Aiden richtiggehend Angst. Er erdrückt Cloe regelrecht mit seiner fürsorglichen Liebe, nimmt ihr die Luft zum Atmen. Zu Beginn fühlt sie sich noch geschmeichelt, aber bald nimmt diese „Liebe“ erschreckende Züge an.

                                                                                  „Das Leuchten jenes Sommer“ ist ein echter psychologischer Spannungsroman. Nikola Scott schildert sehr dramatische und erschreckende Schicksale, die mich mitfiebern ließen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht. Sie zeigt dabei alle Aspekte der Liebe – auch die ungesunden – und was eine Familie ausmacht.
                                                                                  Besonders berührt hat mich, wie Gigi und Cloe zugunsten ihrer Geschwister zurückgesteckt haben, damit wenigstens diese eine einigermaßen schöne Kindheit hatten.

                                                                                  Mein unbedingte Leseempfehlung für diesen Pageturner!

                                                                                  TochterAlice

                                                                                  Beiträge 17
                                                                                  13.04.2019

                                                                                    Englische Beziehungen - Und zwar nicht nur solche zwischen Paaren: Geschwister spielen eine große und wichtige Rolle in diesem auf zwei Ebenen verlaufenden Roman. Die Protagonistinnen der jeweiligen Erzählstränge, die sechzehnjährige Madeleine, genannt Maddy im Jahre 1939, Fotografin Chloe in der Gegenwart, haben jeweils eine sehr enge Bindung zu den ihrigen: Maddy zu ihrer älteren Schwester Georgina, die nach dem Tode der Mutter quasi deren Stelle eingenommen hat, Chloe zu ihrem jüngeren Bruder Danny, der vollkommen abhängig von ihr ist. Wie gut, dass sie seit einiger Zeit mit der Liebe ihres Lebens, dem fürsorglichen Adrian, verheiratet ist. Oder etwa nicht?

                                                                                    Chloe gerät in Maddys Geschichte hinein, als sie eines Tages den Auftrag für ein Fotoshooting in Summerhill, dem Anwesen von Maddys Familie erhält. Ihr Besuch dort bringt ihr so manche Erkenntnis.

                                                                                    Ich bin eher zufällig an diesen Roman geraten, aber ausgesprochen glücklich über diese Fügung: sagte mir die Autorin Nikola Scott bisher nichts, bin ich jetzt drauf und dran, jedes von ihr bisher verfasste Fitzelchen zu erlesen, so spannend und mitreißend schreibt sie! Falls man mich für allzu ambitioniert hält, sei gesagt, dass "Das Leuchten jenes Sommers" nach "Zeit der Schwalben" erst der zweite Roman der Autorin ist. Hoffentlich aber nicht der letzte, denn für alle Freunde historischer Romane wird dies hier eine ganz besondere Nahrung, eine Delikatesse sozusagen. Nikola Scott ist eine Königin der Eloquenz und des eindringlichen Stils, der auch in der Übersetzung sehr gut rüberkommt, was möglicherweise daran liegt, dass die Autorin ihre Romane zwar in englischer Sprache verfasst, allerdings in Deutschland aufgewachsen ist. Schwer, sich vorzustellen, dass diese ausgezeichnete Übersetzung von Nicole Seifert nicht von ihr abgesegnet wurde!

                                                                                    Wer also ganz, ganz tief abtauchen will in eine unglaublich spannende, gut geschriebene, vielschichtige und berührende Geschichte, ist hier genau richtig! Man sollte sich aber unbedingt den richtigen Moment aussuchen, in dem man sich so richtig einlassen kann auf die atmosphärisch und stellenweise überraschend verlaufende Handlung, auf eindringliche Charaktere und nicht zuletzt auf den Überschwang der Empfindungen, der den Leser während oder nach der Lektüre durchaus auch mal für längere Zeit überkommen kann. Etwas für Freunde des Gefesselt-Werdens, wenn auch nur im literarischen Sinne!

                                                                                    Angela Busch

                                                                                    Beiträge 13
                                                                                    01.04.2019

                                                                                      Diese Leseprobe hat ganz meinem Buchgeschmack entsprochen! Es spielt in zwei Zeitsträngen, zur Zeit des 2. Weltkrieges in England an der Küste, auf einem verwilderten, romantischen Anwesen. Ein 16 jähriges Mädchen zeichnet mit Begeisterung Naturmotive , lebt dort in ihrer eigenen heilen Welt und verfügt über eine enge Bindung an Vater und Schwester.

                                                                                      Zitat eines Ausspruch des Vaters : Mit dem Krieg ist es wie mit der Liebe, Maddy, er findet immer einen Weg.

                                                                                      Der andere Zeitzone des Buches spielt heute, in der Jetzt-Zeit und erzählt uns den Beginn einer Schwangerschaft einer jungen Frau und Szenen aus ihrem Leben und ihrer Ehe....

                                                                                      Über ein Rezensionsexemplar würde ich mich freuen, denn die Geschichte und der Schreibstil der Autorin haben mich sehr neugierig gemacht1

                                                                                      Systra

                                                                                      Beiträge 9
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                                                                                        Die Leseprobe ist leider ziemlich kurz, jedoch lernt man die beiden Hauptprotagonisten kennen:
                                                                                        Maddy, die mit ihren 16 Jahren eigentlich noch ein unbeschwertes Leben führen sollte. Doch hat sie ihren Vater verloren und musste die geliebte Schwester sechs Monate lang entbehren. Als diese endlich zurück kommt steht der zweite Weltkrieg bevor und Maddy sieht, vermutlich als einzige, wie bei einem Manöver ein Flugzeug ins Meer stürzt.
                                                                                        Siebzig Jahre später erfährt die junge Chloe von ihrer Schwangerschaft. Obwohl sie ein schönes Zuhause hat und ihr Mann, ein angesehener Arzt, schon lange auf diese Nachricht wartet, scheint sie über die Neuigkeit nicht wirklich glücklich zu sein.
                                                                                        Offen bleibt noch, was die beiden miteinander verbindet, und wie ihre jeweilige Geschichte weiter geht.
                                                                                        Doch genau das möchte man nach der sehr flüssig geschriebenen Leseprobe wissen. Sie ist der Anfang einer sehr vielversprechenden Geschichte.

                                                                                        Elizabeth

                                                                                        1 Beitrag
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                                                                                          Verwobene Familiengeheimnisse, dramatische geschichtliche Elemente, das alles in einem interessanten Schreibstil erzählt - die Leseprobe macht für mich auf jeden Fall Lust auf mehr! Nikola Scott schreibt so detailverliebt und spannungsaufbauende, dass ich unbedingt wissen möchte, ob auch dieser Roman wieder so toll ist wie "Zeit der Schwalben".