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Frag die Autorin
Carina Bartsch


Autorenbild Carina Bartsch
Carina Bartsch fand mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Zum Glück! Denn sonst hätte sie uns und tausende Leser nicht mit ihrem Romandebüt «Kirschroter Sommer» und dem Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» verzaubern können. Nur zu gerne haben wir die Liebesgeschichte zwischen Emely und Elyas verfolgt und mit ihnen gelacht, geweint und uns ein bisschen verliebt.
In ihrem neuen Roman «Nachtblumen» erzählt Carina Bartsch im gewohnt gefühlvollen und authentischen Ton eine Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern, die auf Sylt in einem Wohnprojekt zusammenleben und lernen, sich aneinander anzuvertrauen und ihre Mauern langsam einzureißen.


Jetzt habt ihr die Chance, die Autorin bis zum 09.07.2017 alles zu fragen, was ihr schon immer wissen wolltet. Viel Spaß! :)


LeserInnen Fragen

Carina96

1 Beitrag
eine Antwort 10.07.2017

Hallo Carina :)
Wie viel von dir steckt eigentlich in Emelys Charakter?

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Carina,

    also was Emely auf jeden Fall "Carinisches" abbekommen hat, ist der Sarkasmus. Ich habe es so geliebt, aus ihrer Sichtweise zu schreiben, und Elyas eine nach der anderen einzuschenken. Und stur bin ich auch. Jeder Esel kann einpacken – gegen mich hat er keine Chance. Und auch ihre Liebe zu Büchern teile ich. Wobei ich aber zum Beispiel niemals Literaturwissenschaften studieren würde. Ein Stückweit kann ich aber sagen, dass ich mich in all meinen jemals erfundenen Charakteren wiederfinde. Es lässt sich nicht gänzlich leugnen, welchem Kopf all diese "Menschen" entsprungen sind :') Irgendwo steckt man immer ein bisschen drin. Manchmal auch dort, wo es niemand denkt.

    Liebe Grüße
    Carina

Inah

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Hallo Carina,
Sind die Hauptdarsteller(im besonderen die männlichen) deiner Bücher, echten Menschen aus deinem Leben nachempfunden oder entstammen sie komplett deiner Fantasie?

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Inah,

    es fließen immer irgendwelche Eigenschaften von echten Menschen ein, allerdings vermische ich sie mit anderen, verfremde sie und kreiere Erfundenes hinzu. Jemand, der erstaunlich viele Prallelen zu Elyas hatte, ist mir witzigerweise nach dem Schreiben von Kirschroter Sommer (aber noch vor der Veröffentlichung) tatsächlich begegnet. Und auch eine Mini-Alex durfte ich kennenlernen :') Es gab Momente, da habe ich mich von meinen Büchern echt ein bisschen verfolgt gefühlt ...

    Liebe Grüße
    Carina

ellyboom03

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Liebe Carina! Wie alt warst du, als du mit dem Schreiben begonnen hast? Hast du irgendein Prinzip, mit dem du das Geschriebene im Überblick behälst? Also, damit es zu keinen Logikfehlern kommt, weil man evtl. etwas, das du geschrieben hast vergisst. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. Welche Tipps würdest du Autoren geben, die gerade mit dem Schreiben anfangen? Mit welchen deiner Charaktere würdest du dich persönlich am Besten verstehen? Liebe Grüße Elisabeth

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Elisabeth,

    ich war Anfang zwanzig, als ich mit dem Schreiben begann. Das liegt inzwischen zehn Jahre zurück. Ich habe unglaublich viel gelernt in diesen Jahren, aber an meiner Art der Planung hat sich nichts geändert, es ist immer noch das gleiche Chaos wie damals. Der Großteil meiner Planung findet im Kopf statt, und das so wirr, dass ich es gar niemanden erklären könnte. Ich selbst bin der einzige Mensch, der das Chaos entschlüsseln kann.

    Manchmal denke ich mir, dass mehr Struktur mir den Schreibprozess vereinfachen würde. Es ist alles andere als leicht, immer alle Gedanken zusammenhalten zu müssen. Aber jedes Mal, wenn ich es versucht habe, merkte ich, dass mir diese Vorgehensweise einfach zu bürokratisch ist. Ich kann es irgendwie nur so machen, wie ich es mache. Irgendwas in mir setzt die tausend Puzzleteile einer Geschichte zusammen, ich muss eine Geschichte denken und fühlen. Zudem mache ich mir hunderte von Notizen. Ob alles logisch ist, überprüfe ich im Kopf.

    Jungen Autoren würde ich raten, dass sie schreiben sollen – nicht Wochen oder Monate, sondern Jahre. Mit jeder Geschichte lernt man, was man bei der nächsten besser machen muss. Wer den Beruf ernst nimmt, wird Interesse daran haben, nicht nur irgendein Buch zu schreiben, sondern ein gutes. Und das erfordert unglaublich viel Arbeit, Mühe und auch Übung.

    Mit welchem Charakter ich mich am Besten verstehen würde, ist wirklich eine gute Frage. Ich glaube, dass ich tatsächlich mit jedem auf seine Weise irgendwie tolle Stunden verbringen könnte. Und manchmal auch genervt sein könnte :') Vermutlich fände ich es am Schönsten, wenn ich einmal alle auf einem Haufen treffen würde. Das wäre unglaublich toll :') Wie schade, dass dieser Wunsch niemals in Erfüllung geht ...

    Liebe Grüße
    Carina

MirkaMas

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Hallo Carina!
Mich würde interessieren, ob es eine Person gibt, die Du gerne für eine geplante/ungeplante Story interviewen würdest, um Ansätze oder Tatsachen für ein neues Buch zu gewinnen.. Das könnte eine bekannte Person sein aus Film/Musik oder eine völlig unbekannte, wie eine 90-jährige aus dem Nachbarhaus.
Ganz liebe Grüße aus Canada,
Mirka

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Mirka,

    für zukünftige Projekte habe ich noch keinen in Aussicht. Der Wunsch, mit jemanden, der sich mit etwas Bestimmten auskennt, über eine Geschichte/Charaktere zu sprechen, kommt erst, wenn ich mich intensiv mit einer Idee befasse und sie beginne zu schreiben. Bei Nachtblumen habe ich mir zum Beispiel Rat bei einer guten Freundin gesucht, die als Psychologin tätig ist. Generell kann ich mir aber auch vorstellen, vollkommen Fremde anzufragen :')

    Liebe Grüße
    Carina

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Ok...alles noch mal schreiben.
Also:
Liebe Carina,
Wie lieb von dir, dass du all unsere Fragen auch doppelt und dreifach beantwortest.
Ich habe erst kürzlich in der Buchhandlung meines Vertrauens von dir als Person geschwärmt und dein Buch angepriesen :) danke, dass du für uns ansprechbar bist und bleibst. Ich habe mit dir mitgefiebert, als du uns während des Schreibprozesses immer wieder berichtet hast. Bleib so :)
Nun, 2 Fragen ;)
1. kann man dich mal irgendwo zu einer Lesung oder/und zum signieren treffen? Unsere Buchhandlung würde sich mit Sicherheit gerne bereit erklären, dich einzuladen =) würde so gerne meine Bücher signieren lassen. Oder machst du sowas nicht so gerne?
2. Ich habe seit Jahren eine Geschichte im Kopf und auch angefangen zu schreiben... es ruht jetzt schon länger. Was kannst du mir raten?
Ganz liebe Grüße aus dem tiefsten, aber sehr grünen Ruhrpott

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Ich habe mich gerade sehr über deine lieben Worte gefreut :') Mir macht der Austausch mit euch unglaublich viel Spaß, und wenn du dich fragst, warum das so ist, dann musst du dir nur deinen eigenen Beitrag durchlesen. Da hast du die Antwort :') Vielen lieben Dank.

    Momentan stehen keine bestimmten Termine an, aber generell ist das auf jeden Fall möglich. Gerade Signierstunden gebe ich unheimlich gerne. Im Gegensatz zu einer Lesung kann man da nämlich immer ein bisschen besser mit den Lesern ins Gespräch kommen. Wirst du denn auf der Frankfurter Buchmesse sein? Da wäre zum Beispiel so eine Gelegenheit.

    Was deine angefangene Geschichte angeht, wäre meine erste Gegenfrage: Was blockiert dich denn? Wenn du die Antwort darauf findest, bist du der Lösung der Blockade um Einiges näher. Generell kann ich sagen, dass es gar nicht so leicht ist, ein Buch zu schreiben. Ich habe damit auch täglich Schwierigkeiten :') Allerdings ist "ruhen lassen" gar nicht so übel, wie es im ersten Moment klingt. Im Gegenteil, ich selbst zwinge mich immer wieder dazu, weil man durch Abstand die Geschichte viel besser einschätzen kann. Deswegen würde ich dir jetzt aus dem Bauch heraus dazu raten, die Geschichte nach längerer Pause wieder herauszukramen und durchzulesen. Was findest du gut umgesetzt? Was schlecht? Beginne mit einer Überarbeitung. Zumindest bei mir klappt das ziemlich gut, um wieder einen Zugang zu der Geschichte zu finden und in den Schreibfluss zu kommen. Ich drücke dir die Daumen!

    Liebe Grüße
    Carina

va-ke

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Inwiefern wusste du, dass das Schreiben von Büchern als Autorin deine Bestimmung ist?:)

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Va-ke,

    das hat ein bisschen gedauert. Ich war immer sehr kreativ, auch als Kind schon, aber trotz ständiger Suche habe ich nichts gefunden, mit dem ich sie komplett ausleben konnte. Das änderte sich mit Anfang zwanzig. Da schrieb ich meine erste Kurzgeschichte. Es klingt komisch, aber bereits nach den ersten Zeilen habe ich irgendwie gespürt, dass ich da gerade etwas ganz Besonderes für mich entdeckt hatte. Von dort an schrieb ich die Nächte durch und konnte nicht mehr damit aufhören. Je mehr ich schrieb, desto klarer wurde, dass ich gefunden hatte, was ich im Leben tun wollte. Das und nichts anderes :')

    Liebe Grüße
    Carina

Christina

1 Beitrag
eine Antwort 09.07.2017

Liebe Carina,
wird es jemals einen 3. Teil von Emely und Elias gebn?

  • Carina Bartsch

    11.07.2017

    Liebe Christina,

    ich weiß, dass immer noch so viele auf einen dritten Teil hoffen, und mir blutet jedes Mal das Herz, wenn ich sagen muss, dass das derzeit nicht in Planung ist :/ Mir liegen Emely und Elyas wahnsinnig am Herzen, wie alle meine Charaktere, umso wichtiger ist es mir, sie und ihre Geschichte nicht auszuschlachten. Wenn ich einen dritten Teil schreibe, dann möchte ich das aus Überzeugung tun und aus dem Grund, dass ich wirklich noch etwas zu erzählen habe. Leider finde ich meine bisherigen Ideen aber alle zu dünn, als dass sie diese Anforderungen erfüllen würden :/ Wer weiß, vielleicht kommt mir eines Tages ja noch die zündende Idee, ich kann es nicht gänzlich ausschließen, aber bislang lässt sie mich im Stich ...

    Liebe Grüße
    Carina

Dandy

Beiträge 62
eine Antwort 09.07.2017

Hallo Carina,
während Sie an einem Buch schreiben, kommen Ihnen da schon Ideen für das nächste Buch?

  • Carina Bartsch

    10.07.2017

    Liebe Dandy,

    ja, manchmal passiert das. Ich muss mich dann echt zusammenreißen, die Ideen nicht weiterzuspinnen, damit ich mich selbst aus dem aktuellen Buch nicht zu sehr rausreiße. Meistens hilft es, die Ideen ausführlich in meinem Notizbuch festzuhalten. Dann habe ich sie sozusagen erst mal "los" :')

    Welche Idee dann aber tatsächlich mein nächstes Buch wird, das muss ich dann erst noch herausfinden. Nicht jede Idee ist wirklich buchtauglich, ich bin da sehr strikt im Filtern. Irgendwann sagt mir dann mein Bauchgefühl, worum es im nächsten Buch gehen wird.

    Liebe Grüße
    Carina

HanniinnaHs Bücherwelt

Beiträge 12
eine Antwort 09.07.2017

Hallo Carina,

welche ihrer bis jetzt "erschaffenen" Charaktere gefällt Ihnen am besten und gibt es jemanden, mit dem sie sich am meisten identifizieren können?

Und eine etwas andere Frage. Welche Taste an ihrem PC ist am meisten abgenutzt?

Liebe Grüße
Hanna

  • Carina Bartsch

    10.07.2017

    Liebe Hanna,

    puh, das ist richtig schwierig. Ich habe gerade eine Weile darüber nachgedacht, aber die Charaktere sind alle zu unterschiedlich, als dass ich sie miteinander vergleichen und meinen Liebling benennen könnte. Jeder hat seine Besonderheiten, jeder seine Macken. Aus unterschiedlichen Gründen habe ich wohl alle gleichermaßen in mein Herz geschlossen.
    Genauso geht es mir auch bei deiner anderen Frage, mit wem ich mich am meisten identifizieren könnte. Jeder der Charaktere hat irgendetwas, mit dem ich mich identifizieren kann. Die tiefgründige, zurückhaltende Jana, die sarkastische Emely, die hoffnungsvolle Dr. Flick, die ideellen Völkners, der vorlaute, freche Elyas, der introvertierte Collin ... Zu einem gewissen Teil finde ich immer etwas, mit dem ich mich identifizieren kann. Bis auf Vanessa. Mit der finde ich tatsächlich nicht mal die kleinsten Schnittpunkte :')

    Ich habe gerade meine Tastatur akribisch begutachtet und musste feststellen, dass es offenbar eine gute Tastatur ist. Denn obwohl ich sie schon fünf Jahre habe und damit unter anderem die Nachtblumen geschrieben habe, gibt es keine einzige abgenutzte Taste. Mit ein bisschen Wohlwollen könnte die Taste mit dem Anführungszeichen minimale Gebrauchsspuren aufweisen, aber dafür bräuchte man schon fast eine Lupe.

    Liebe Grüße
    Carina

Arietta

Beiträge 56
eine Antwort 09.07.2017

Liebe Carina,
das finde ich toll, das du selbst deine Cover entwerfen darfst und kannst.
Oft bestimmen ja die Verlage, und die Autoren haben wenig Einfluß.
Schreibst du nur für Rohwolt, oder auch andere Verlage. Ich wünsche dir noch viele Kreative einfälle und Ideen für deine Bücher...

  • Carina Bartsch

    10.07.2017

    Liebe Arietta,

    das finde ich auch sehr toll :') Glücklicherweise habe ich offenbar auch ein gutes Händchen für Cover, denn sie kommen jedes Mal sehr gut an.

    In erster Linie schreibe ich für mich selbst und nicht für einen Verlag. Mit Rowohlt klappt die Zusammenarbeit aber jedenfalls so toll, dass ich mir echt schwer vorstellen kann, dass das ein anderer Verlag toppen kann. Gerade die Freiheiten und das Mitsprachrecht sind unbezahlbar. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie wirklich hinter den Nachtblumen stehen. Da ich eher ideell veranlagt bin, freue ich mich darüber unglaublich :')

    Liebe Grüße
    Carina

Sunshine29

Beiträge 14
eine Antwort 08.07.2017

Liebe Carina,

es war gerade schon sehr interessant, die Fragen und Deine Antworten zu lesen :) dankeschön für Deine Zeit!! Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass Du wieder ein neues Buch veröffentlichst. "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" haben nicht nur mich, sondern auch meine Cousine, meine Mama und meine Oma begeistert. Dementsprechend bin ich schon sehr gespannt auf "Nachtblumen"!!

Mich würde interessieren, wie Du mit Kritik umgehst? Liest Du alle Rezensionen zu Deinen Büchern? Ich stelle es mir wahnsinnig schwierig vor, wenn es Bewertungen gibt, die nicht so begeistert auf das Buch reagieren :(

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg für Dein neues Buch und freue mich schon drauf.

Liebe Grüße
Ulrike

  • Carina Bartsch

    10.07.2017

    Liebe Ulrike,

    da habe ich ja bei euch sozusagen eine regelrechte Familienbegeisterung ausgelöst :') Das freut mich unglaublich zu hören! Einmal quer durch alle Generationen, das ist wirklich wundervoll.

    Die Frage, die du mir gestellt hast, wurde mir in den letzten Jahren extrem selten gestellt. Dabei sind negative Rückmeldungen immer ein wesentlicher Bestandteil dieses Berufes. Ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber da ist es tatsächlich so, dass ich durch eine sehr harte Schule musste. Wir leben in einem Zeitalter der Bewertungen. Ich glaube, zu einem gewissen Grad kann sich wohl jeder vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Arbeit, in die man Jahre an Zeit, Mühe und Liebe investiert hat, von anderen gnadenlos runtergemacht wird.

    Aber so sind Menschen nun mal. Das ist oftmals gar nichts Persönliches. Ein Buch wird auf dem Markt wie ein Produkt gesehen und auch wie ein solches bewertet. Da denkt in der Regel kaum einer an den Autor, der dahintersteckt :') Außerdem kommen manchmal auch noch andere Motivationen hinter einer negativen Bewertung zum Vorschein, beispielsweise Neid und/oder Missgunst. Auch solche Erfahrungen musste ich machen.

    Letztlich sehe ich die Schriftstellerei als Kunst. Häufig werden Bücher auf den Markt "zugeschnitten", sprich, man gibt den Lesern die Bücher, die sie lesen wollen. Genau das möchte ich nicht tun. Ich schreibe meine Geschichten aus Überzeugung. Ich selbst bin die Person, die nach eigenem Ermessen entscheidet, hey, dieses Buch ist es wert, geschrieben zu werden. Und diese Entscheidung mache ich mir alles andere als leicht. Meine Rowohlt Lektorin sagte mal zu mir, dass ich selbst mein größter Kritiker wäre. Damit hat sie recht. Ich bin Perfektionist. In allem, was ich schreibe, steckt so viel Mühe und Arbeit, wie ich sie erbringen kann. Teilweise sogar darüber hinaus. Es vergehen unzählige Überarbeitungen, Streichungen und auch Löschungen, bis ich irgendwann den Punkt erreiche, an dem ich sage, jetzt ist es gut. Vielleicht kann ich es in fünf Jahren noch besser, das hoffe ich, aber zum derzeitigen Zeitpunkt kann ich nicht mehr tun. Erst dann gebe ich ein Buch zur Veröffentlichung frei.

    Und genau das gibt mir dann oft eine Relation, wenn ich Negatives lese. Ich kann keine Bücher schreiben, die wirklich jedem Menschen gefallen, und ich möchte es auch gar nicht. Also muss ich auch Negatives in Kauf nehmen. Gerade bei den Nachtblumen merke ich bei ein paar negativen Kritiken, dass manche das Buch auch einfach nicht verstanden haben. Ich finde es wichtig, dass beim Lesen auch der eigene Kopf des Lesers gefragt ist. Die einzige Lösung wäre, ein Buch so übererklärend zu schreiben, damit wirklich auch ja kein Zweifel offen bleibt. Aber das möchte ich nicht. Denn genau das würde die Kunst ja wieder kaputt und meine Bücher zum Einheitsbrei machen.

    Glücklicherweise mache ich bei all meinen Büchern aber die Erfahrung, dass die positiven Rückmeldungen überwiegen. Und teilweise sind es nicht nur positive Rückmeldungen, es sind überwältigend intensive, die ich mir nicht mal in meinen kühnsten Autorenträumen ausgemalt hätte. Die Rückmeldungen, die mich zum Weinen gebracht haben, waren allesamt positive. Und genau darauf versuche ich meinen Fokus auch zu richten. Wie undankbar wäre es von mir, diesen wenigen, negativen Rückmeldungen viel mehr Gewicht beizumessen als den überwältigenden positiven? Mich erreichen auch täglich so viele Mails, darunter auch Betroffene, die eine ähnliche Vergangenheit wie Jana oder Collin hinter sich haben. Und sie schreiben mir, dass sie sich noch nie in einem Buch so verstanden gefühlt haben, und das Wichtigste: Die Nachtblumen konnten ihnen Hoffnungen für ihr eigenes Leben geben.

    Das ist unbezahlbar und mir das Wertvollste überhaupt. Dagegen können die wenigen negativen Rückmeldungen einfach nicht anstinken :')

    Zusammengefasst: Klar ist das manchmal nicht leicht. Aber man lernt, damit umzugehen.

    Liebe Grüße
    Carina
    PS: Einen ganz lieben Gruß auch an deine Mama und deine Oma!

Jules

Beiträge 33
eine Antwort 08.07.2017

Hallo Carina,

mich würde es interessieren, ob Sie schon als Kind selbst gerne gelesen haben?
Und falls ja, waren es die klassischen Kinderbücher? Oder hat Sie ein bestimmtes Genre am meisten interessiert?

  • Carina Bartsch

    09.07.2017

    Liebe Jules,

    ich konnte mich als Kind überhaupt nicht für Bücher begeistern. Da bin ich lieber draußen rumgerannt und habe meine Klamotten eingedreckt :')
    Zum Lesen bin ich erst mit 11 oder 12 gekommen. Damals las ich "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Das war das erste Buch, das mich berührte. Es brachte mich zum Lesen. Und das Lesen brachte mich Jahre später wiederum zum Schreiben.

    Liebe Grüße
    Carina

YA34

Beiträge 2
eine Antwort 07.07.2017

Liebe Carina,

Welche Bücher/Autoren lesen Sie selbst gern?

Vielen Dank im Voraus!

LG, Yuliia

  • Carina Bartsch

    09.07.2017

    Liebe Yuliia,

    seitdem ich selbst schreibe, lese ich deutlich weniger als früher. Und da es bekanntermaßen immer schwer ist, ein gutes Buch zu entdecken, gibt es nur ein paar einzelne, die mir in den letzten Jahren wirklich herausgestochen sind. "Die Einsamkeit der Primzahlen" war zum Beispiel so ein Buch. Oder "Drachenläufer". Oder "Briefe einer Unbekannten" von Stefan Zweig. Oder "Fight Club" von Chuck Palahniuk. Erst vor ein paar Wochen habe ich "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven gelesen, auch das hat mir gefallen. Oder "Evil" von Jack Katchum.

    Liebe Grüße
    Carina

Wildpony

1 Beitrag
eine Antwort 07.07.2017

Als Autorin ist man ja irgendwie zum Schreiben gekommen. Gab es ein absolutes Lieblingsbuch das mit den Anstoß dazu gegeben hat?

Liebe Grüße Sonja
Bin sehr neugierig auf dein neues Buch ????

  • Carina Bartsch

    09.07.2017

    Liebe Sonja,

    komischerweise waren es bei mir eher die Bücher, die mir nicht gefallen haben, die mich letztlich zum Schreiben brachten. Mir fehlte es so oft, dass mich eine Geschichte wirklich berührt. Und genau das wollte ich dann selbst anders machen. Ich habe angefangen die Geschichten zu schreiben, die ich selbst gerne gelesen hätte.

    Ich freue mich, dass du neugierig auf die Nachtblumen bist, und hoffe, dass sie dir gefallen werden :')

    Liebe Grüße
    Carina

Beiträge 12
eine Antwort 07.07.2017

Hast Du auch einen "normalen" Beruf erlernt?

  • Carina Bartsch

    09.07.2017

    Nein, in der Hinsicht bin ich wirklich der klassische Künstler durch und durch. Ich habe Schule und Lehre abgebrochen. Für mich gab es nur einen einzigen Beruf, und das war der des Schriftstellers :')

    Liebe Grüße
    Carina

Danili

1 Beitrag
eine Antwort 07.07.2017

Mir hat Nachtblumen sehr gut gefallen. Da es keinen Epilog gab: wird es einen zweiten Teil geben?

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Danili,

    ich freue mich, dass dich die Nachtblumen begeistern konnten :') Einen zweiten Teil wird es nicht geben. Ich finde es immer schön, auf die komplett ausgemalte Zukunft innerhalb eines Epilogs zu verzichten, weil die Charaktere dadurch weiterexistieren, und man hin und wieder dasitzt, an Jana und Collin denken kann und sich fragt, was die beiden wohl gerade machen :')

    Liebe Grüße
    Carina

Uta Doris

1 Beitrag
eine Antwort 07.07.2017

Hallöchen, ich hätte da mal ein paar praktische Fragen:
Hast du das Schreiben "gelernt", sprich eine bestimmte Ausbildung/Studium absolviert oder Kurse besucht, oder bist du Autodidaktin?
Wenn du plottest, welche Methode verwendest du? Und wie recherchierst du?
Hast du einen Literaturagenten bzw. wie ist der Verlag auf dich aufmerksam geworden?
Vorab schon mal vielen Dank , dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst!

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Uta,

    auch praktische Fragen sind willkommen :')

    Vor langer, langer Zeit habe ich es tatsächlich mal mit Schreibkursen probiert. In Schreibkursen wird einem beigebracht, dass Schreiben ein Handwerk ist, das man lernen kann. Und dann wird einem erklärt, wie genau dieses Handwerk funktioniert.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich kein kompletter Schreibanfänger mehr, aber auf jahrelange Erfahrung konnte ich noch nicht zurückblicken. Wichtig war mir aber bereits vom ersten Tag an, dass ich nicht nur Autor sein wollte, sondern ein guter. Daher habe ich mich von dem Gelernten leider viel zu sehr beeinflussen lassen. Mit dem Ergebnis, dass mir Schreiben irgendwann keinen Spaß mehr gemacht hat und mir all meine Geschichten irgendwie "seelenlos" vorkamen. Das führte dazu, dass ich fast ein ganzes Jahr kein einziges Wort mehr geschrieben habe.

    Schließlich habe ich mich von den Kursen emanzipiert und wieder mein eigenes Ding gemacht, mit meinen eigenen Regeln und Überzeugungen, und vor allem mit meiner eigenen Definition, was eine gute Geschichte ausmacht. Für mich ist Schreiben alles andere als ein reines Handwerk. Es gehört unendlich viel mehr dazu. Und schon gar nicht kann man dieses "mehr" in ein stures Regelwerk pressen. Daher kann ich dir deine Frage auf jeden Fall damit beantworten, dass ich Autodidaktin bin.

    Fürs Plotten verwende ich keine bestimmte Methode. Ich denke mir eine Geschichte einfach aus. Die Recherche ist natürlich vielseitig und von Buch zu Buch unterschiedlich. Da "Nachtblumen" auf Sylt spielen, habe ich zum Beispiel die Insel selbst besucht. Aber auch über die Themen innerhalb des Buches habe ich mich ausführlich informiert, beispielsweise mit dem Lesen von Fachartikeln oder dem Durchforsten von Selbsthilfeforen. Zusätzlich habe ich immer mal wieder Rücksprache mit einer guten Freundin gehalten, die als Psychologin tätig ist. Aber auch eigene Lebenserfahrung kam hinzu, da ich selbst schon in Kontakt mir Menschen stand, die psychische Probleme haben. Und auch ich selbst hatte Zeiten in meinem Leben, in denen nicht immer alles glatt lief.

    Was die Verlagssuche anbelangt, war die Veröffentlichung meines ersten Buches "Kirschroter Sommer" sehr steinig. Ich bin den Weg über "unverlangt eingesendete Manuskripte" gegangen und habe meine Unterlagen allesamt wie frisch aus dem Drucker mit einer Standardabsage zurückbekommen. 2011 gründete ich schließlich meinen eigenen Verlag und verlegte das Buch gedruckt und als eBook selbst. Für einen Selbstverlag habe ich auch sehr viele gedruckte Bücher verkauft, jedoch kam der große Erfolg letztlich und ca. 11 Monate später mit den eBooks. Das machte meinen heutigen Agenten auf mich aufmerksam und wir bekamen sehr viele Verlagsangebote.

    Liebe Grüße
    Carina

Sanne1965

Beiträge 2
eine Antwort 07.07.2017

Hast Du bestimmte Rituale für das Schreiben?

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Sanne,

    bestimmte Rituale habe ich nicht, nein. Ich ziehe mich in mein Arbeitszimmer zurück, setze mich an meinen PC, öffne das Schreibprogramm und lese die letzten paar Seiten, die ich geschrieben habe. Mit viel Glück schaffe ich es dann, wieder in die Geschichte eintauchen zu können und weiterzuschreiben. Damit ich mich intensiv konzentrieren kann, brauche ich ganz viel Ruhe.

    Liebe Grüße
    Carina

Linny

Beiträge 5
eine Antwort 07.07.2017

Hallo,
gibt es etwas was Ihnen wirklich Angst macht? .

Gruß Linny

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Linny,

    natürlich gibt es das. Ich bin auch nur ein Mensch :') Manchmal habe ich auch ganz komische Ängste, die keiner versteht. Während ich an einem Buch schreibe, habe ich zum Beispiel Angst, dass ich sterbe, bevor ich es geschafft habe, das Buch zu beenden :') Das wäre ganz schlimm, ich muss doch die Geschichte zu Ende erzählen! Genauso habe ich manchmal Angst, dass mir ab morgen vielleicht keine Ideen mehr einfallen. Oder dass ich es nicht schaffe, ein Buch so gut umzusetzen, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe.

    Ich habe für mich festgestellt, dass Ängste meistens sehr unlogisch sind, und man sich viel zu viel von ihnen beeinflussen lässt. Ganz abschalten lassen sie sich aber deswegen natürlich trotzdem nicht. Wichtig ist es aber, sie in ihre Einzelteile zu zerlegen und sich die Frage zu stellen, ob sie wirklich angebracht sind. Wenn man dadurch eine gewisse Relation zu den Ängsten bekommt, kann man sie auch leichter "kleiner" halten.

    Liebe Grüße
    Carina

juliettemanuela_braatz

1 Beitrag
eine Antwort 07.07.2017

Da die Titel Deiner Bücher Jahres- oder Tageszeiten beinhalten, möchte ich gern wissen, ob Du selbst nur zu bestimmten Zeiten kreativ bist und schreiben kannst, oder geht das quasi immer bzw. ist nur abhängig von Deiner Stimmung? :)

Meine zweite Frage: Wenn Du jemandem, der von sich behauptet alle möglichen Stories zu kennen und den angeblich nichts mehr überraschen kann, erklären müsstest, warum er dennoch Deine Bücher lesen sollte, was würdest Du ihm sagen?

And last but not least: Welches Buch, das du privat gelesen hast, hat Dich besonders zum Nachdenken, Träumen, Weinen oder Lachen gebracht oder Dich sonst in irgendeiner Weise öfter daran denken lassen?

  • Carina Bartsch

    09.07.2017

    Liebe Juliette,

    tatsächlich habe ich viele Jahre lang ausschließlich nachts geschrieben, hauptsächlich der Ruhe wegen. Inzwischen gelingt es mir auch, tagsüber zu schreiben, jedoch muss ich mich nach wie vor "abschotten" bzw. mich in meinem Arbeitszimmer verkriechen, da mich jede Ablenkung aus der Konzentration reißt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich es immer noch am Schönsten finde, in der Nacht zu schreiben. Die Atmosphäre ist eine andere, sie passt einfach perfekt, es ist, als blüht meine Kreativität dann erst richtig auf.

    Was deine zweite Frage angeht, würde ich jetzt wohl aus dem Bauch heraus antworten: Weil meine Bücher berühren.

    Ich selbst habe natürlich auch schon sehr viele Bücher gelesen und alle paar Jahre erwische ich mal eins, das mir richtig heraussticht. Aber da du nach "einem" konkreten Buch fragst, würde ich an dieser Stelle "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" nennen. Ich war damals 11 oder 12, als ich die Geschichte von Christiane F. gelesen habe. Es war das erste Buch, das mich richtig berührte. Das brachte mich zum Lesen. Und das Lesen brachte mich Jahre später wiederum zum Schreiben.

    Liebe Grüße
    Carina

Ira

1 Beitrag
eine Antwort 07.07.2017

Ich würde gerne wissen, wie Ihnen die Ideen zu den Geschichten einfällt.. ich würde mich auch gern mal am Schreiben probieren.

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Ira,

    ich habe schon im Kindesalter Geschichten gesponnen und kann gar nicht genau benennen, warum mein Kopf das macht. Ich habe viel Kreativität und eine ausgeprägte, bildliche Vorstellungskraft. Außerdem kann ich mich ziemlich gut in andere Menschen hineinversetzen. Ideen überkommen mich meistens dann, wenn ich etwas sehe/lese/höre. Meistens nur irgendwelche Kleinigkeiten, aber in meinem Kopf lösen sie dann irgendetwas aus und so kommt eins zum anderen. Letztlich sind das aber nur die ersten Grundideen. Um aus den Einfällen wirklich ein Buch zu formen, muss ich mich immer wieder hinsetzen/hinlegen und stundenlang nachdenken.

    Liebe Grüße
    Carina

darkhorsesfs

1 Beitrag
eine Antwort 06.07.2017

kannst Du Dir vorstellen, auch in einem anderen Genre zu schreiben

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Darkhorses,

    wenn mich eine packende Idee überkommt, warum nicht? Wichtig ist immer, dass mich eine Idee selbst wahnsinnig begeistert und überzeugt. Erst dann wird ein Buch für mich schreibenswert. :')

    Liebe Grüße
    Carina

christine_meinert

Beiträge 11
eine Antwort 06.07.2017

Hast du das Ende schon am Anfang in deinen Gedanken oder entwickelt sich dieses mit der Zeit?

  • Carina Bartsch

    08.07.2017

    Liebe Christine,

    damit es keine Logikfehler gibt und ein roter Faden durch die ganze Geschichte verläuft, muss ich bereits anfangs unbedingt wissen, worauf ich hinausmöchte. Deswegen ist eine grobe, aber feste Planung für meine Bücher sehr wichtig. Viele Details entstehen jedoch auch beim Schreiben selbst, weil ich den Charakteren Raum für ihre eigene Entwicklung geben möchte. Und natürlich auch den jeweiligen Szenen. Manchmal ist es dann so, dass die grobe Grundidee zwar erhalten bleibt, aber die Umsetzung doch ein bisschen anders wird, als ursprünglich geplant. Bei "Nachtblumen" wusste ich z.B das Setting am Ende und ein paar grobe Details zur Handlung. Wie und vor allem auch mit welchen Worten sich das Ende aber exakt zusammenfügt, das entschied ich dann erst beim Schreiben selbst.

    Liebe Grüße
    Carina

Katrin K

1 Beitrag
eine Antwort 06.07.2017

Mich würde interessieren, ob es beim Schreiben schwer fällt sich zu distanzieren. Lebt man beim Schreiben ein Stück weit mit in der Geschichte ? Oder bleibt es "nur" Schreiben ? Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken.

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Katrin,

    keine Sorge, ich habe dich sehr gut verstanden :') Und ich kann deine Frage nur mit ja beantworten. Wenn ich vor dem PC sitze und schreibe, dann denke ich in Janas Kopf und fühle in ihrem Herzen. Wenn Jana traurig ist, dann werden auch meine Augen feucht. Oder ich lächle den Bildschirm an, weil gerade etwas Schönes passiert ist. Ich versuche mich intensiv in einen Charakter hineinzuversetzen, damit ich wirklich seine Gefühle, seine Gedanken und alles, was ihn bewegt, zu Papier bringen kann.

    Liebe Grüße
    Carina

1 Beitrag
eine Antwort 06.07.2017

Hallo liebe Carina,
mich interessiert zum welcher Zeit Sie am libsten schreiben, am Tag oder spät in der Nacht und ob Sie dabei Musik hören oder nicht. Danke für Ihre Antwort :)

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Früher habe ich ausschließlich nachts geschrieben, Hauptsächlich der Ruhe wegen. Denn Ruhe ist das, was ich zum Schreiben brauche. Ich muss mich ganz tief in die Charaktere einfühlen und gleichzeitig die ganze Geschichte im Hinterkopf behalten. Das erfordert viel Konzentration. Daher muss ich mich immer ein bisschen abschotten.
    Inzwischen schreibe ich auch viel tagsüber, weil es mir gelungen ist, diese Ruhe auch außerhalb der Nacht zu finden. Trotzdem wird die Nacht für mich immer eine besondere Stimmung zum Schreiben haben. Wenn alle anderen schlafen, ist man noch viel mehr für sich allein, und umso "alleiner" ich bin, desto besser klappt es mit dem Schreiben :')

    Musik höre ich nur dann, wenn sie die gleiche Stimmung innehat, wie die Szene, an der ich gerade schreibe. Wenn das der Fall ist, kann Musik wahnsinnig hilfreich sein. Das sind dann übrigens die Lieder, die ich in meinen Büchern erwähne :')

    Liebe Grüße
    Carina

Annika1707

Beiträge 29
eine Antwort 06.07.2017

Mich würde interessieren was ihr am schwersten fiel beim Buch schreiben . Wo sie fest hing und was sie gemacht hat wenn das passierte ?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Annika,

    ich hing sehr oft fest bei dem Buch. Die Themen, die ich in Nachtblumen behandle, sind keine allzu leichte Kost. Umso wichtiger war es mir, sie respektvoll und authentisch umzusetzen. Die Ansprüche, die ich an mich selbst beim Schreiben gestellt habe, waren wahnsinnig hoch. Und wie das dann so ist ... Je mehr man von sich selbst verlangt, desto leichter kann man in eine Blockade rutschen oder wird so unsicher, dass man sich erfolgreich selbst im Weg steht.

    Da es um schwierige Themen geht, hat das Buch natürlich eine gewisse Dramatik. Wenn man etwas Dramatisches schreibt, wünscht man sich als Autor natürlich, dass auch der Leser diese Dramatik spüren und wahrnehmen kann. Und umso mehr man das möchte, desto mehr neigt man dazu, die Dramatik hervorheben zu wollen. Das ist aber leider genau der Punkt, an dem Dramatik künstlich wird. An manchen Szenen habe ich ewig gefeilt, sie teilweise verworfen und komplett neu geschrieben, bis ich endlich die richtige emotionale, aber nicht künstlich aufgebauschte Erzählweise für die jeweilige Situation gefunden habe.

    Liebe Grüße
    Carina

leseratte1310

Beiträge 35
eine Antwort 06.07.2017

Mich würde interessieren, seit wann sie schreiben.

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Leseratte,

    ich bin mit Anfang zwanzig zum Schreiben gekommen. Da ich dieses Jahr 32 geworden bin, liegt das tatsächlich schon zehn Jahre zurück :')

    Liebe Grüße
    Carina

Nikinik

1 Beitrag
eine Antwort 06.07.2017

An welchem Ort schreiben Sie Ihre Bücher am liebsten?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Nikinik,

    am liebsten schreibe ich am Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer. Wenn ich Tür schließe, weiß ich immer nicht, ob ich die Außenwelt vor mir abschirme oder ich mich vor der Außenwelt :') Mir ist diese Ruhe wahnsinnig wichtig, weil mich alle Geräusche oder Ereignisse aus der Konzentration reißen. Zum Schreiben muss ich ganz allein für mich sein.

    Liebe Grüße
    Carina

la_tina

Beiträge 6
eine Antwort 06.07.2017

Hallo,
aussergewöhnliche Menschen bieten aussergewöhnliche Geschichten... Grad deshalb reizt mich "Nachtblumen" so sehr.
Sind Sie auch in gewisser Sicht aussergewöhnlich oder haben solche Menschen um sich? Menschen mit besonderen Phobien, Marotten etc.? Und wie gehen Sie damit um?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Tina,

    ob ich außergewöhnlich bin, kann ich schwer sagen. Aber ich habe auf jeden Fall 'nen ordentlichen Schatten :') Gilt das auch?

    Wir haben in dieser Hinsicht ein paar Parallelen, denn ich habe auch einen ziemlich ausgeprägten Hang zu außergewöhnlichen Menschen. Es ist genauso, wie du sagst: Außergewöhnliche Menschen erzählen außergewöhnliche Geschichten. Wenn ich so darüber nachdenke, dann gibt es tatsächlich ausschließlich außergewöhnliche Menschen in meinem Umfeld. Und ja, sie haben alle besondere Marotten. Phobien sind auch darunter. Die würde ich jetzt unheimlich gerne lang und breit erzählen, aber ich weiß nicht, wie sie das finden würden :') Wie ich damit umgehe? Na ja, Menschen sind, wie sie sind. Sie haben tolle Eigenschaften, und sie haben schwierige Eigenschaften. Man kann sich einen Menschen nicht so basteln, wie man ihn gerne hätte, man kann nur das Komplettpaket nehmen. Irgendwie macht es Menschen doch auch um ein Vielfaches interessanter, wenn sie kein Leben nach Schema F führen oder hin und wieder ein paar Probleme haben. "Probleme" sind für mich kein Grund, einen Menschen nicht zu mögen. Ein schlechter Charakter wäre dagegen schon ein deutlich größerer Grund.

    Liebe Grüße
    Carina

1 Beitrag
eine Antwort 06.07.2017

Sind sie verheiratet? Haben sie Kinder?
Woher kommen ihr Ideen zum Schreiben ?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Ich bin weder verheiratet noch habe ich Kinder :')

    Woher meine Ideen zum Schreiben kommen, ist manchmal gar nicht greifbar. Ich sehe/höre/lese irgendetwas, und dann ist da plötzlich ein Gedanke, der sich in meinem Kopf verselbstständigt und sich immer weiter und weiter spinnt. Manchmal inspirieren mich auch Bücher, die mir nicht gefallen haben. Dadurch sehe ich nämlich, was man besser machen müsste, zumindest meinem eigenen Empfinden nach.

    Liebe Grüße
    Carina

lenilotta

Beiträge 49
eine Antwort 06.07.2017

Hallo Carina,

wissen Sie schon am Anfang wie Ihr eigenes Buch ausgeht, oder entwickelt sich das erst beim Schreiben?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Lenilotta,

    mir ist ein roter Faden und Logik bei einer Geschichte sehr wichtig, deswegen brauche ich schon bevor ich mit dem Schreiben beginne ein grobes, aber festes Grundgerüst. Allerdings möchte ich der Geschichte aber auch Raum für ihre eigene Entwicklung geben, daher entstehen viele Details erst beim Schreiben selbst.

    Was das Ende der Nachtblumen angeht, so hatte ich tatsächlich mehrere Szenarien im Hinterkopf. Diese Szenarien bezogen sich alle auf die zweite Hälfte des letzten Kapitels. Bis zu diesem Zeitpunkt verläuft die Geschichte aber immer gleich. Deswegen konnte ich mich dorthin schreiben und "warten", bis mir die Geschichte sagt, wie genau sie endet bzw. wie genau das Ende umgesetzt werden muss. Beim ersten Anlauf ist es trotzdem nichts geworden :') Aber beim zweiten war ich dann sehr zufrieden und finde, die Geschichte hat jetzt ihr perfektes Ende gefunden.

    Liebe Grüße
    Carina

Dandy

Beiträge 62
eine Antwort 06.07.2017

Hallo Carina,
wenn Sie Ihr Manuskript beim Verlag eingereicht haben, wird dann noch sehr viel verbessert / verändert und haben Sie "Mitspracherecht"?

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Dandy,

    ich habe zum Glück immer Mitsprachrecht. Ohne das könnte ich auch niemals ein Buch veröffentlichen, dafür sind mir meine Geschichten viel zu wichtig.

    Wie ein Lektorat ausfällt, ist natürlich von Buch zu Buch und von Autor zu Autor unterschiedlich – und ganz sicher auch von Verlag zu Verlag. Ich persönlich gebe ein Manuskript erst dann ab, wenn ich es selbst schon tausendmal überarbeitet habe. Der Verlag bekommt also keine Rohfassung mit tausend Logikfehlern, an der noch an allen Ecken und Enden gearbeitet werden muss. Ein Lektorat funktioniert dann eher nur noch wie ein letzter Feinschliff. Beispielsweise wird hier und da an ein paar Sätzen gefeilt, die noch holprig sind. Oder ich bekomme den Hinweis, dass irgendein Absatz noch nicht ganz "rund" ist. Oder das irgendwo ein Satz zu viel ist und woanders wiederum einer zu wenig. Oder dass eine Szene zu lang oder zu kurz ist. Wenn es mehr als nur um die Umstellung von ein paar einzelnen Wörtern geht, schreibt der Lektor (oder in meinem Fall die Lektorin) einen Hinweis an den Rand des Dokuments und ich bin dann selbst diejenige, die die Stelle überarbeitet. Manchmal lehne ich Vorschläge auch ab, aber viele nehme ich auch an. Das kann ich selbst entscheiden.

    Liebe Grüße
    Carina

Berge

Beiträge 2
eine Antwort 05.07.2017

Hallo Carina, leider kenne ich Ihre Bücher noch nicht,, da ich glaubte, dass diese eher für jüngere Leserinnen geeignet sind.
Deshalb nun meine Frage:
Warum könnten/ sollten auch Frauen über 50 Ihre Bücher lesen? Welche Eindrücke/ Inspirationen können sie aus den Büchern für ihr Leben mitnehmen?
Ihr Thema in ihren .wünsche Buch finde ich sehr interessiert, da ich im sozialen Bereich arbeite.
Deshalb noch eine kurze Frage, welche vielleicht schon gestellt wurde. Wie habe Sie dazu recherchiert?
Und noch eine Frage habe ich.
Ganz liebe Grüße Ute

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Ute,

    in "Nachtblumen" geht es um junge Menschen, alle Anfang zwanzig, die eine schwierige, teilweise sehr schwere Vergangenheit hinter sich haben und in der Gesellschaft bislang eher an den Rand gedrückt wurden. In einem sozialen Projekt finden sie zum ersten Mal in ihrem Leben Unterstützung.

    Ich finde es sehr schwierig, den Roman einer bestimmten Altersklasse zuzuordnen, da das Thema eigentlich altersübergreifend ist. Es ist eher eine Frage des Interesses, und sicher auch eine Frage der Empathie. Psychische Probleme sind in unserer Gesellschaft nicht unbedingt ein Aushängethema, und es gibt bestimmt Menschen, die davon nichts wissen möchten oder damit vielleicht einfach nichts anfangen können.

    "Nachtblumen" ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne. Es geht um das Leben, um Ängste, um Tiefschläge, um Hoffnung – aber ganz besonders auch um Heilung, Liebe und Mut.

    Die Idee zu der Geschichte trage ich schon viele Jahre mit mir herum, aber gerade wegen des schwierigen Themas, vor dem ich viel Respekt habe und das ich sensibel und authentisch behandeln wollte, fehlte mir lange Zeit der Mut zur Umsetzung. Mir selbst sind in meinem Leben schon öfter Menschen mit psychischen Problemen begegnet, daher war mir das Thema nicht ganz fremd. Und auch ich selbst hatte Zeiten in meinem Leben, in denen nicht alles glatt lief. Hinzukommt natürlich auch eine ausgiebige Recherche, ich habe viele Fachartikel gelesen und auch Selbsthilfeforen durchforstet. Ein unbezahlbarer Aspekt beim Schreiben war zusätzlich, dass ich eine gute Freundin habe, die als Psychologin tätig ist. Ihre fachliche Meinung war mir wahnsinnig wichtig.

    Letztlich möchte ich Ihnen aber mein Buch nicht "aufschwatzen" :') Wenn die Zusammenfassung Ihr Interesse geweckt hat, vielleicht lesen Sie dann einfach mal in die Leseprobe. Meistens kann man in den Shops 2-3 Kapitel lesen. Ich denke, das reicht auf jeden Fall, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

    Liebe Grüße
    Carina

Tawupa

Beiträge 6
eine Antwort 05.07.2017

Hallo Carina!
Setzt du dich zum Schreiben eigentlich zu bestimmten Zeiten an den Schreibtisch oder hast du eher überall ein Notizbuch dabei, wenn dir spontan Ideen kommen?
Viele Grüße,
Tanja

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Tawupa,

    im Prinzip setze ich mich jeden Tag an den Schreibtisch und versuche, mit der jeweiligen Geschichte weiterzukommen. Feste Uhrzeiten habe ich nicht. Ich bin immer darauf angewiesen, dass mein Kopf und mein Herz sich vollkommen auf die Geschichte einlassen können. Wenn mich der "Flow" packt, dann kann es auch schon mal sein, dass ich bis nachts um drei hier sitze. Wenn der Flow mich nicht überkommt, dann bleibt manchmal nur der verfrühte (und äußerst frustrierende) Feierabend.

    Ein Notizbuch habe ich tatsächlich, sogar mehrere. Allerdings nehme ich sie nie mit. Ich habe viel zu viel Angst, sie irgendwo liegen zu lassen oder zu verlieren. Wenn mich unterwegs eine Idee überkommt, tippe ich sie ganz schnell in mein Handy. Meistens kommen mir aber sowieso die meisten Ideen, wenn es ruhig um mich herum ist :')

    Liebe Grüße
    Carina

Arietta

Beiträge 56
eine Antwort 05.07.2017

Hast du Einfluss auf deinen Buchcover ?
Oder entscheidet der Verlag alleine, was für ein Cover in Frage kommt .

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Arietta,

    ja, ich habe Einfluss auf das Buchcover. Ich habe sogar all meine bisherigen Cover selbst entworfen :')

    Liebe Grüße
    Carina

Sibylle Klingebeil

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Hallo,
mich würde interessieren wo du deine Bücher schreibst. Ob du einen Lieblingsplatz dafür hast.

Liebe Grüße Sibylle

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Sibylle,

    ich schreibe meine Bücher am Schreibtisch. In mein Arbeitszimmer kann ich mich wie in einen kleinen, eigenen Mikrokosmos zurückziehen, denn ich brauche ganz viel Ruhe beim Schreiben. Alles, was meine Konzentration stört, wird als Feind betrachtet :') Manchmal, bei schönem Wetter, zieht es mich auch mit dem Laptop nach draußen. Aber meistens lenkt mich die Umwelt dann viel zu sehr mit ihren Geräuschen ab, sodass ich kaum vorankomme. Mein Traum wäre es, irgendwann mal einen großen, etwas abgelegenen Garten zu haben, in dem ich mir ebenso einen Mikrokosmos wie in meinem Arbeitszimmer aufbauen kann :')

    Liebe Grüße
    Carina

Katha

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Hallo liebe Carina,

deine Geschichten haben in meinem Bücherregal einen besonderen Platz gefunden und ich kann gar nicht sagen, wie oft ich KS und TW gelesen habe ????Es ist jedes Mal ein "nach Hause kommen"... Eine Frage brennt mir aber nach jedem Lesen auf der Seele: Was wollte Elyas Emely zu Weihnachten schenken? Was war in seiner Hosentasche?
...
Behältst du neue Ideen für Bücher erstmal für dich oder erzählst du sie jemandem? :)

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Katha,

    es ist schön zu lesen, dass du so begeistert von Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter bist :') Offenbar scheint dir die Geschichte ja trotz mehrmaligen Lesens nicht langweilig geworden zu sein, das ist wirklich ein großes Kompliment und freut mich sehr, vielen Dank.

    Du glaubst nicht, wie oft mir die Frage nach dem Geschenk schon gestellt wurde :') Und ich verspreche dir: Irgendwann werde ich es verraten. Ich will mir nur offen halten, auf welche Weise ich es verrate. Das ist jetzt wahrscheinlich nicht unbedingt die Antwort, die du dir erhofft hast, aber ich hoffe, dass du die Ungewissheit noch eine Weile aushalten kannst?

    Ehrlich gesagt, bin ich wahnsinnig schlecht darin, meine Ideen jemandem zu beschreiben. Da ist dann immer so viel in meinem Kopf und ich kann es niemals so erklären, wie ich tatsächlich vorhabe, die Geschichte umzusetzen. Da ist ja nicht nur der Plot zu der Geschichte, den man natürlich sachlich erklären kann, da spielen auch Gefühle und all das, was zwischen den Zeilen stehen soll, eine wichtige Rolle. Das kann ich nicht erklären, das kann ich nur zeigen.
    Daher behalte ich neue Ideen meistens erst mal für mich, spreche maximal ganz vage darüber, bis ich vielleicht ungefähr (varriiert immer) zehn Kapitel habe. Lieber zeige ich die dann, als irgendeine Zusammenfassung abzugeben.

    Liebe Grüße
    Carina

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Hallo,
in welchen Zeiten schreibst Du?
Setzt Du dich hin und los geht es oder brauchst Du bestimmte Rituale oder Gegebenheiten um auf diese tollen Geschichten zu kommen?
Liebe Grüße,
Angélique

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Angélique,

    früher habe ich ausschließlich nachts geschrieben. Nachts herrscht eine andere Stimmung als am Tag und die Welt ist viel ruhiger, irgendwie passt diese Zeit und die Dunkelheit viel besser zum Schreiben. Seitdem ich aber meine Leidenschaft zum Beruf gemacht habe und ihr dadurch viel mehr Raum geben kann, ist es mir gelungen, auch tagsüber besser in die Welt meiner Bücher eintauchen zu können. Was mich rausreißen könnte, beispielsweise ein Anruf, muss ich dabei aber konsequent ignorieren. (Wenn es etwas Wichtiges ist, bin ich natürlich schon zu erreichen. Aber was sich auch später bereden lässt, wird später beredet.)

    Rituale funktionieren bei mir nicht so richtig. Mein Herz und mein Kopf müssen offen sein für die Geschichte. Sobald es mir gelingt, mich in die Welt der Charaktere hineinzuversetzen, dann kann es losgehen. Wenn das nicht gelingt, starre ich frustriert den Bildschirm an. Ich brauche zum Schreiben eine gewisse Stimmung und vor allem meine Kreativität. Wenn die nicht anspringt, habe ich ein Problem und bin relativ machtlos dagegen. Manchmal hilft ein Spaziergang. Oder Musikhören. Hauptsache, ich mache etwas komplett anderes. Aber auch das ist leider keine Garantie. "Einfach runterschreiben" ist für mich aber keine Alternative, auch wenn das mein Leben deutlich vereinfachen würde :') Letztlich macht das Schreiben selbst nur einen gewissen Anteil des Schreibprozesses aus, der Hauptteil liegt im Denken und auch im Fühlen.

    Liebe Grüße
    Carina

Buecherwanderin

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Hallo liebe Carina,

Dein Buch hat mich echt geflasht. Besonders die traumatischen Erfahrungen von Jana und Collin gingen mir nahe. Hast du denn auch was autobiographisches in die beiden Charaktere miteinfließen lassen? Oder woher kam die Idee, den beiden diese Vergangenheit "aufzubürden"?

Ich bin gespannt auf deine Antwort!

Liebe Grüße
Caro

  • Carina Bartsch

    07.07.2017

    Liebe Bücherwanderin,

    ich habe mich gerade so gefreut, deinen Namen zu lesen. Erst vor ein paar Tagen habe ich deine Rezension gefunden und kann dir sagen, dass sie mich sehr sprachlos zurückgelassen hat. Und glücklich. Und überwältigt hat sie mich auch. Und allermeisten hat sie mich berührt. Natürlich freue ich mich, dass deine Meinung positiv ausgefallen ist, aber wenn ich ehrlich bin, dann freue ich mich sogar noch ein bisschen mehr darüber, auf welche Weise du die Geschichte gelesen hast. Nämlich mit viel Empathie, Verständnis, und einem Blick, der nicht nur die Zeilen betrachtet, sondern auch das, was dazwischen zu finden ist. Hätte ich einen Wunsch frei, wie die Nachtblumen gelesen werden sollen, so kann ich dir sagen, dass dieser Wunsch zu 100% von dir erfüllt wurde. Dafür möchte ich dir von Herzen danken :')

    Ein bisschen was Autobiografisches steckt immer in meinen Geschichten. Verändert, verdreht, umgestaltet, und manchmal eher an den Stellen, an denen man es weniger vermutet. Prinzipiell kann ich dir sagen, dass ich mich in einen Menschen wie Jana mit Sicherheit viel mehr hineinversetzen kann als beispielsweise in eine Paris Hilton :') Nichtsdestotrotz ist das nicht meine persönliche Lebensgeschichte. Meine eigene Überzeugung steckt aber durchaus in dem Buch, ich glaube nämlich, dass die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten, immer belohnt werden wird und niemals umsonst ist. Auch dann, wenn die Vergangenheit eine Katastrophe war. Auf das Gestern hat man keinen Einfluss, auf das Morgen und Übermorgen dagegen schon.

    Liebe Grüße
    Carina

christiane_sindel

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Hallo Carina,
wie kommt man dazu ein Buch zu schreiben zu einer zeit wo man noch gar nicht geboren war? Ich nicht und Sie auch nicht, sie sehen noch relativ jung aus. Klar kan man recherchieren und viel lesen, aber die Lp liest sich so überzeugend als ob man selbst in der Zeit lebt und dabei ist.

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Christiane,

    erst mal danke für das Kompliment, dass ich jung aussehe :') Mit über 30 hat man solche Rückmeldungen bitter nötig!

    Was deine Frage angeht, kann ich dir gerade nicht ganz folgen ... Meine bisher veröffentlichten Bücher spielten eigentlich alle in der Gegenwart. Verwechselst du mich möglicherweise? Oder steh ich gerade auf dem Schlauch und verstehe nur deine Frage nicht?

    Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich tierisch Lust hätte, mal in einer anderen Zeit zu schreiben. Vielleicht mach ich das eines Tages ja mal :')

    Liebe Grüße
    Carina

Kreta

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Die beiden anderen Bücher habe ich gerne gelesen und bin gespannt auf das neue.
Die Frage: Wie lange dauert es von Idee, Konzept bis zur Fertigstellung eines Buches?

Gruss A.S.

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Kreta,

    das ist immer unterschiedlich. Natürlich hat man die Zeit auch immer ein bisschen im Nacken, aber wichtiger ist es mir, eine wirklich gute Geschichte zu schreiben (zumindest nach meiner eigenen Definition von "gut"). Bei den Nachtblumen hat der Prozess relativ lange gedauert. Vom ersten Satz bis zu dem Tag, an dem ich das gedruckte Buch zum ersten Mal in den Händen gehalten habe, sind über dreieinhalb Jahre vergangen. Da stecken so viele Arbeitsstunden drin, das glaubt man gar nicht :') Bei KS und TW ging das Schreiben ein bisschen schneller, dafür hat es danach mit der Veröffentlichung über drei Jahre gedauert. Was daran lag, dass ich keinen Verlag für das Manuskript fand und die Bücher 2011 schließlich selbst veröffentlichte.

    Liebe Grüße
    Carina

schnäppchenjägerin

Beiträge 76
eine Antwort 05.07.2017

Liebe Carina,

ich habe "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" schon kurz nach den Erscheinungsterminen verschlungen und habe seitdem gespannt auf einen neuen Roman von dir gewartet! "Nachtblumen" steht deshalb auch ganz oben auf meiner Wunschliste.

Du bist im selben Jahr geboren wie ich, deshalb die Frage: Wirst du weiterhin Bücher aus dem New Adult-Genre schreiben oder kannst du dir vorstellen, dass ein neuer Roman von erwachseneren Protagonisten handelt? Gibt es schon konkrete Ideen für einen neuen Roman?

Auf deiner Homepage habe ich gelesen, dass du nun sogar einen eigenen Verlag gegründet hast. Glückwunsch dazu! War das ein mutiger Schritt für dich, dich selbstständig zu machen? Hast du nun weniger Zeit zum Schreiben? Möchtest du gezielt junge Autoren fördern?

Vielen Dank, dass du dich von uns löchern lässt! :-)

Liebe Grüße
Lena

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Schnäppchenjägerin,

    ich freue mich wirklich sehr, dass ich dich mit KS und TW begeistern konnte. Hoffentlich gelingt mir das bei den Nachtblumen ein weiteres Mal :')

    Ehrlich gesagt, war das Alter der Protagonisten immer Zufall. Mir kommen Ideen zu Charakteren, zu Geschichten – das Alter ist dann eher etwas, das ich anpasse. Ich habe schon massenweise Geschichten über ältere Personen geschrieben, die liegen jedoch alle auf meinem PC und sind in früheren Schreibjahren entstanden. Daher kann ich deine Frage ganz eindeutig beantworten: Klar kann ich mir das vorstellen :')

    Ideen zu neuen Romanen habe ich ganz viele, aber welche davon mein nächstes Buch wird, ist noch vollkommen offen. Im Moment genieße ich das Gefühl, ein Buch beendet zu haben (es lebt sich alles andere als leicht mit der Gewissheit, dass man noch ein Buch beenden muss :')). Ich beobachte jetzt erst mal weiter die Veröffentlichung der Nachtblumen und erfreue mich daran.

    Meinen eigenen kleinen Verlag habe ich bereits 2011 gegründet. Damals habe ich nicht nur die eBooks selbst verlegt, sondern auch die gedruckten Bücher. Als der Erfolg kam, war Letzteres nicht mehr möglich. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass Rowohlt das mit den gedruckten Büchern echt ein bisschen besser kann als ich :') Daher ist es einfach nur wunderbar, wie sich alles entwickelt hat.

    Junge, talentierte Autoren zu unterstützen würde ich nach wie vor wahnsinnig gern. Allerdings ist es momentan schwierig, das mit meiner eigenen Autorenschaft unter einen Hut zu bringen. Irgendwann muss ich ja auch noch meine eigenen Bücher schreiben :') Ich habe da noch keine optimale Lösung gefunden. Aber vielleicht fällt mir ja eines Tages eine ein, das wäre wirklich schön.

    Wer so lieb fragt, der darf mich gerne löchern, keine Ursache :')

    Liebe Grüße
    Carina

Ines P.

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Liebe Carina!
Unten hast du ja schon beantwortet, dass zur Zeit kein Folgeband von KS und TW geplant ist. Aber was ist denn mit den drei Kapiteln aus Elyas Sicht, die ja auch heiß geliebt werden und wahrscheinlich auch ein ganz wundervolles Buch erheben würden?
Es wäre sooo toll, wenn es irgendwie weitergeht ??

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Ines,

    die Kapitel aus Elyas' Sicht kamen ein bisschen besser an, als ich es erwartet hätte. Ein bisschen viel besser, um genau zu sein :') Ich habe das eigentlich nur als kleinen Zusatz gemeint, ein Geschenk von mir an euch. Und dann ging es ganz schnell weiter mit: Noch eins, noch eins, noch eins, am besten das ganze Buch! Meine Leser sind einfach unbezahlbar :') Das große Interesse ist wirklich schön!

    Ich selbst bin mir nicht ganz sicher, was ich von der Idee, ein ganzes Buch daraus zu machen, halten soll. Klar könnte man noch mal viele interessante und auch neue Aspekte/Szenen einbauen, so wie ich das auch bei den drei bisherigen Kapiteln gemacht habe. Aber irgendwie kennt man den Kern der Geschichte ja schon ... Und liegt nicht auch ein gewisser Reiz darin, dass man eben nicht immer genau weiß, was Elyas denkt? Ich selbst lese Bücher weniger gern, die mir alles von drei Seiten erklären, daher habe ich mit der Idee ein paar Schwierigkeiten. Ist es nicht auch schön, wenn man sich Elyas' Sichtweise selbst in Gedanken erschafft?

    Wie du siehst, bin ich da leider wahnsinnig unschlüssig ... Tut mir leid, dass ich dir keine bessere Antwort geben kann :/

    Liebe Grüße
    Carina

Susan

Beiträge 3
eine Antwort 05.07.2017

Hallo Carina,

Ich mag das Cover deines neuen Buches unheimlich gerne, weil es sich von der Masse absetzt und mir sofort ins Auge gesprungen ist.
Mich würde interessieren, ob du bei der Gestaltung Mitspracherecht hattest, wie es dir gefällt und ob du ein ähnliches ausgewählt hättest, oder vielleicht etwas völlig anderes im Kopf hattest (mega lange Frage ????)

Liebe Grüße
Susan

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Susan,

    es freut mich zu hören, wie angetan du vom Cover bist :') Und das Kompliment geht auch gleich an die richtige Person, denn ich habe das Cover selbst entworfen :')

    Man hört tatsächlich sehr oft, dass Autoren beim Cover wenig Mitsprachrecht eingeräumt wird (was ich ganz furchtbar finde). Ich selbst mache da zum Glück eine ganz andere Erfahrung. Der Rowohlt Verlag war sehr offen für meinen Entwurf und letztlich total begeistert. Mir ist wichtig, dass ein Cover nicht nur schön und ansprechend ist, es soll auch die Atmosphäre der Geschichte einfangen. Und wer kennt die Geschichte besser als der Autor? Niemand. Ich muss aber dazu sagen, dass ich glücklicherweise ein bisschen grafische Erfahrung habe, das ist mir beim Entwerfen natürlich eine große Hilfe. Ich bastle so lange an einem Cover, bis ich es perfekt finde. Dabei kann es schon mal passieren, dass es 20 andere Versionen gibt, die ich alle komplett verwerfe, weil "Das" Cover noch nicht dabei war. Aber das ist mir egal, auch wenn es Monate dauert, das ist es mir wert.

    Liebe Grüße
    Carina

Fee

Beiträge 46
eine Antwort 05.07.2017

Hey Carina :) Ich muss sagen als "angehende" Autorin respektiere ich jeden, der sein Herzblut in ein Buch steckt! Meine Frage wäre, ob es einen Moment gab, an dem deine Charaktere einfach weiter erzählt haben und deinen Plot durcheinander gebracht hatten? Wie ist es, wenn aus Namen auf dem Papier echte Menschen erstehen?
Und ganz nebenbei: Gibt es eine Geschichte zum Titel?
Liebe Grüße, Fee :)

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Fee,

    Herzblut ist, glaube ich, wirklich das, auf das es ankommt. Herzblut und Hirn. Schnell hinschmieren kann jeder :')

    Den Plot "richtig" durcheinandergebracht hat noch keiner meiner Charaktere. "Richtig" im Sinne von: Anfangs will ich ein Buch über einen netten Jungen schreiben, und plötzlich mutiert er zum Massenmörder oder Ähnliches – nein, das ist mir nie passiert :') Jedoch erlebe ich nach wenigen Kapiteln, wie die Charaktere sich verselbstständigen und anfangen, ihr eigenes Ding zu machen. Die ein oder andere geplante Szene oder auch Dialoge muss ich dann wirklich anders gestalten, als ich es zuvor geplant hatte, weil es dann einfach nicht mehr passt oder sich der Charakter, so wie er sich entwickelt hat, niemals so ausdrücken würde.

    Alle Charaktere, die ich jemals erschaffen habe, werden mich mein Leben lang begleiten. Ich habe zu viel Zeit mit ihnen verbracht, zu viel in ihren Köpfen gedacht und sie zu sehr in mein Herz geschlossen, als dass ich sie jemals wieder vergessen würde oder die enge Bindung brechen könnte.

    Zum Titel "Nachtblumen" gibt es eine Geschichte. Die möchte ich aber nicht im Vorab verraten, es wäre schade, die Auflösung den Lesern vorweg zu nehmen. Ich hoffe, du verstehst das :') Aber ja, eine Geschichte zum Titel ist definitiv vorhanden.

    Liebe Grüße
    Carina

1 Beitrag
eine Antwort 05.07.2017

Liebe Carina,
wie lange dauert es normalerweise bis du ein Buch fertiggeschrieben hast? Und woher bekommst du Inspiration dafuer?
Liebe Gruesse,
Sandra

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Sandra,

    in der Regel dauert es schon eine ganze Weile, bis ich ein Buch beendet habe. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Perfektionist bin. Ich arbeite und feile so lange an einem Buch, streiche, lösche, schreibe neue, gestalte um, bis ich irgendwann zufrieden bin. Und das dauert ... Oftmals lege ich das Manuskript auch für mehrere Wochen beiseite, damit ich möglichst viel Abstand dazu gewinne. Dann lese ich die gesamte Geschichte von vorn. Durch den Abstand merke ich dann selbst viel besser, wo es bei der Geschichte oder den Charakteren noch hakt und was noch verbessert oder anders gemacht werden muss.

    Eine "einzige große" Inspiration habe ich meistens nie, es sind eher viele tausend kleine Inspirationen. Die können mich ganz plötzlich überkommen, wenn ich etwas sehe/lese/höre oder irgendwo etwas aufschnappe. Manchmal sind es auch meine Mitmenschen oder Begebenheiten, die ich selbst erlebt habe. Mein Kopf ist eigentlich immer am Arbeiten :')

    Liebe Grüße
    Carina

Pheles

Beiträge 23
eine Antwort 05.07.2017

Liebe Carina,

ich habe keine Frage, nur ein Lob: mit den zwei Vorgängern ist Dir eine schöne Geschichte geglückt! Das neue Buch kenne ich noch nicht, aber ich werde es auf jeden Fall lesen!

Liebe Grüße
Anna

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Pheles,

    das ist die wunderschönste Nicht-Frage aller Zeiten :') Ich danke dir sehr, das freut mich wirklich ungemein! Und ich drücke alle Daumen, dass dich die Nachtblumen mindestens genauso begeistern. Hoffentlich viel Freude beim Lesen :')

    Liebe Grüße
    Carina

sommerlese

Beiträge 120
eine Antwort 05.07.2017

Liebe Frau Bartsch,

zum Schreiben kommt man meistens direkt über das Lesen! Welche Schriftsteller lesen sie am liebsten und haben sie besondere Werke zum eigenen Schreiben inspiriert?

Vielen Dank im voraus,
sommerlese!

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Sommerlese,

    da hast du absolut Recht! Genauso war es bei mir, das Lesen hat mich letztendlich zum Schreiben gebracht. Seltsamerweise waren es bei mir aber nicht die Bücher, die mich begeisterten, die mich letztlich zum Schreiben brachten. Sondern genau diejenigen, die mich eben nicht begeisterten. Ich sah das (in meinen Augen) verschenkte Potential und alles, was mir an dem Buch fehlte. Genau das sagte mir, was man anders, besser machen müsste. Und genau das wollte ich dann eines Tages unbedingt selbst versuchen, schließlich ist "kritisieren" bekanntlich wahnsinnig leicht. Und jetzt, zehn Jahre später, sitze ich hier und beantworte deine Frage :')

    Liebe Grüße
    Carina

Marian

Beiträge 10
eine Antwort 05.07.2017

Sehr geehrte Frau Bartsch, wie sind Sie zum Schreiben so wunderbarer Bücher gekommen? Wodurch werden Sie insperiert für den wundervollen Stoff und dem Herzschmerz in Ihren Werken?
Ich wünsche Ihnen weierhin viel Erfolg und begeisterte Leser!
Marian

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Marian,

    du kannst mich sehr gerne duzen :') Ich freue mich wirklich sehr über deine schönen Worte zu meinen Büchern! Inspiration überkommt mich eigentlich immer dann, wenn ich nicht damit rechne. Oft sind es Kleinigkeiten, die ich sehe/lese/höre, und die dann der Stein des Anstoßes sind.

    Letztlich geht es mir darum, Bücher zu schreiben, die das beinhalten, was mir selbst beim Lesen vieler Bücher fehlt: Das Spüren. Und es geht mir auch um Liebe, weil ich glaube, dass wir alle ohne Liebe nichts wären und unsere Existenz trostlos wäre. Dabei geht es mir um die echte Liebe. Es ist toll, wenn ein Mann gut aussieht, ein Meister des Bettsportes ist, ein gefülltes Bankkonto hat und obendrauf ein ziemlich gutes Händchen dafür besitzt, was man Frauen sagen muss. Aber das reicht nicht, um ein wirklich gemeinsames Leben zu führen. Liebe ist so viel mehr, geht so viel tiefer, und sie ist so wahnsinnig unperfekt. Aber wunderschön. :') (Und furchtbar fürchterlich - manchmal :'))

    Liebe Grüße
    Carina

Susi

Beiträge 42
eine Antwort 05.07.2017

Hallo Carina,

ich bin durch diese Aktion erstmalig auf "Nachtblumen" aufmerksam geworden und finde die Thematik wirklich interessant. Würden Sie selbst das Buch eher der Jugendliteratur zuordnen, oder möchten Sie alle Altersgruppen ansprechen?

  • Carina Bartsch

    06.07.2017

    Liebe Susi,

    ehrlich gesagt tue ich mir immer sehr schwer, meine Bücher einem gewissen Genre fest zuzuordnen. Es sind auf jeden Fall einige Elemente eines Jugendbuches vorhanden, letztlich ist es aber eine Geschichte über das Leben, Psychologie, Ängste, Mut, Tiefschläge und Hoffnung. Auch Entwicklung spielt eine wichtige Rolle, und die findet bekanntermaßen ein komplettes Leben lang statt.

    Ich persönlich glaube nicht, dass das Buch eine Altersgrenze hat. Die Rückmeldungen, die ich bekomme, gehen quer durch alle Generationen. Erst neulich schrieb mir eine 68 Jährige, dass sie unglaublich begeistert von dem Buch ist. Viel wichtiger ist, denke ich, ob man sich für die Thematik generell interessieren kann oder nicht.

    Wenn Sie unsicher sind, dann lesen Sie doch vielleicht einfach mal in die Leseprobe. Da merken Sie am ehesten, ob das Buch für Sie in Frage kommt, und Sie machen auf keinen Fall etwas falsch :')

    Liebe Grüße
    Carina