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Frag die Autorin
Katrin Koppold


Autorenbild Katrin Koppold
Katharina Herzog, die vielen von euch wahrscheinlich besser als Katrin Koppold bekannt sein dürfte, hatte schon immer Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben.
So begeisterte sie uns bereits mit der romantischen Sternschnuppenreihe, in der vier Schwestern nacheinander ihr Glück finden - erfrischender Wortwitz und wunderbar gezeichnete Charaktere inklusive.
Jetzt hat sie unter dem Pseudonym Katharina Herzog eine berührende Familiengeschichte geschrieben. «Immer wieder im Sommer» handelt von Anna, die sich - in unfreiwilliger Begleitung von Exmann und Kindern - auf eine Reise nach Amrum und in die Vergangenheit begibt.

Jetzt habt ihr die Chance, die Autorin bis zum 14.05.2017 alles zu fragen, was ihr schon immer wissen wolltet. Löchert sie mit Fragen zu ihren Büchern, Protagonisten oder Reisen. Viel Spaß! :)


LeserInnen Fragen

YA34

Beiträge 2
eine Antwort 13.05.2017

Liebe Katharina,

Was hat Sie inspiriert ein neues Buch zu schreiben?

Danke im Voraus!

VG, Yuliia

  • Katharina Herzog

    16.05.2017

    Liebe YA34,
    zu "Immer wieder im Sommer" haben mich gleich drei Dinge inspiriert: Ein Traum über meine Jugendliebe, das Lied "Keiner ist wie du" von Sarah Connor und das Schicksal eines guten Bekannten.
    Das aktuelle Buchprojekt, das an der Amalfiküste spielen wird, habe ich einer Figur aus "Immer wieder im Sommer" zu verdanken: Lena. Sie hat mich auch über das Buch hinaus so beschäftigt, dass ich ihr Schicksal auch unbedingt in einer Geschichte verarbeiten wollte. Sie hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie macht Schmuck aus Meerglas. Vor Jahren habe ich in einer Frauenzeitschrift einmal einen Artikel über eine solche Designerin gelesen, und der hat mich so fasziniert, dass ich die ganze Zeit darauf gewartet habe, den Meerglasschmuck einmal in einem Buch aufzugreifen.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Sannystar2002

Beiträge 44
eine Antwort 13.05.2017

Liebe Katharina,

Es hat mich schon immer interessiert, warum Autoren ihre Bücher unter verschiedenen Namen veröffentlichen. Warum schreibst du sowohl als Katrin Koppold als auch als Katharina Herzog? Schreibt man unter anderem Namen anders, weil man jemand anderes ist? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

Herzliche Grüße,
Sandra

  • Katharina Herzog

    16.05.2017

    Das ist eine gute Frage, liebe Sannystar, aktuell interessiert mich die Antwort selbst, denn ich habe am Wochenende eine Veranstaltung mit einer Autorenkollegin, die aktuell drei verschiedene Bücher unter drei verschiedenen Namen bei drei verschiedenen Verlagen herausgebracht hat. Ich muss mich unbedingt nach dem Grund erkundigen, denn bei so vielen Namen kann man ja auch als Autor eigentlich nur durcheinander werden. Ich bin froh, dass ich nur zwei habe.
    Katrin Koppold ist mein Selfpublisher Pseudonym, unter dem ich Frauenliteratur herausbringe, die vielleicht nicht unbedingt immer viel leichter ist vom Thema als "Immer wieder im Sommer", die aber weitaus mehr Humor beinhaltet und meist von der Handlung her auch nicht so stark realistisch ist wie bei den Herzog-Büchern. Es kann natürlich passieren, dass man als Redakteurin eines Frauenmagazins einen abgehalfterten ehemaligen Rockstar als seinen frisch angetrauten Ehemann ausgeben muss - wie in Mondscheinblues. Aber es dürfte nicht die Regel sein ;)
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

siko71

Beiträge 61
eine Antwort 10.05.2017

Hallo Katharina, hast du schon mal drüber nachgedacht ider bereits Anfragen bekommen die "Sternenschnuppen" Serie zu verfilmen? oder auch "Immer wieder im Sommer" ? Wäre bestimmt super.

  • Katharina Herzog

    11.05.2017

    Liebe Siko,
    für die Sternschnuppenreihe habe ich das tatsächlich. Von einem Produzenten aus München. Leider ist nichts daraus geworden. Aber allein die Anfrage hat mich schon sehr geehrt.
    Bei "Immer wieder im Sommer" hoffe ich noch. Ich könnte mir den Stoff auch sehr schön verfilmt vorstellen. Gerne auch fürs Kino ;) Eine Verfilmung von einer meiner Bücher wäre mit mein größter Traum.
    Aber es ist wirklich sehr schwer, eine Filmfirma zu finden, und bis zur endgültigen Realisierung vergehen meist Jahre.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

SummseBee

Beiträge 6
eine Antwort 10.05.2017

Hallo,

mich würde interessieren wie sie auf die Namen ihrer Figuren kommen. Haben sie auch eine genaue Vorstellung wie sie aussehen bzw. was ist zuerst da: der Name oder das Aussehen der Figuren?
Ich bedanke mich schon jetzt für die Beantwortung der Frage. :)

  • Katharina Herzog

    11.05.2017

    Liebe SummseBee,
    das ist ganz unterschiedlich. Oft lasse ich mich bei der Namenswahl von meinem Umkreis beeinflussen. Ich habe fast meine ganze Verwandtschaft und den Freundeskreis schon namentlich verwurstet: Lilly und Max heißen zum Beispiel meine Kinder.
    Manchmal schaue ich aber auch einfach nur im Internet nach. Z.B. suche ich gerade sowohl nach friesischen als auch nach italienischen Vor- und Nachnamen.
    Was den zweiten Teil der Frage angeht: Bei mir sind Namen und Aussehen meist gemeinsam da. Die bedingen sich nämlich für mich. Eine Lena könnte für mich niemals dunkelhaarig sein, ein Marco niemals blond. Einen Theo stelle ich mir komischerweise klein und dick vor, einen Alfons groß, dunkel und ein bisschen steif. Ich hatte es auch schon einmal, dass ich mit einer Figur einfach nicht warm wurde, weil sie den falschen Namen hatte. Auf der anderen Seite war es auch hin und wieder gar kein Problem, den Namen im Laufe des Buches noch zu ändern. Lena zum Beispiel hieß anfangs Jana. Da es in dem Sommerbuch aber auch einen Jan gab, war uns das zu ähnlich. Jetzt bin ich total happy damit, denn wenn ich es mir recht überlege, könnte auch eine Jana für mich niemals blond sein. Und da mein nächstes Buch von Lena handelt, hätte ich in dieser Hinsicht beim Schreiben vielleicht irgendwann ein Problem bekommen.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Dandy

Beiträge 62
09.05.2017

Hallo Katharina.
meine Frage: Wie lange haben Sie gebraucht, bis diese tolle Geschicke druckreif war und wieviele Seiten schreiben die pro Tag?

Beiträge 5
eine Antwort 09.05.2017

Machen Sie zuerst Stichpunkte und schreiben dann die Kapitel, oder sprudelt es aus Ihnen heraus?
Wissen Sie schon am Anfang, wie der Schluss des Buches aussieht, oder sind Sie manchmal von ihren eigenen Ideen überrascht?

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe Dandy,
    schön, dass dir meine Geschichte so gut gefallen hat! Ich habe mit "Immer wieder im Sommer" im November 2016 angefangen. Die erste Version war im April 2017 fertig, musste aber zwei Wochen noch einmal intensiv überarbeitet werden. Im September kam sie aus dem zweiten Lektorat zurück, und ich habe noch einmal ca. zwei Wochen daran gefeilt und Szenen ergänzt. Insgesamt also sieben Monate, würde ich schätzen. Für mich war es schwer, dieses Buch zu schreiben. Bisher habe ich das nämlich immer nur in der Ich-Perspektive getan, und auch noch nie aus Sicht einer Pubertierenden oder einer älteren Frau. Aber die Sicht von Letzterer ist mir überraschend leicht gefallen.
    Was meine Arbeitsweise angeht: Ich plotte schon ziemlich genau. Bevor ich anfange, habe ich ein etwa sechsseitiges Exposé mit Handlungsverlauf und Figurencharakteristik. Somit weiß ich auch immer den Schluss des Buches, was nicht heißt, dass sich während des Schreibens nichts mehr ändern darf. Den groben Handlungsverlauf habe ich aber immer vor Augen. Wenn ich mit dem eigentlichen Schreiben anfange, beginne ich grundsätzlich zuerst damit, dass ich die Szene im Fließtext aufschreibe. Danach überarbeite ich alles und bringe es in "Buchform". Aus mir heraussprudelt es leider nie. Bei mir ist es immer ein ständiges Feilen, bis die letztendliche Geschichte herauskommt. Überrascht werde ich trotz aller Planung beim Schreiben immer - aber meist sind es nur Details, große Handlungsänderungen finden bei mir nach der Planungsphase selten statt. Nach Seiten schreibe ich nicht. Ich nehme mir immer vor, mindestens 1500 Wörter am Tag zu schreiben, aber beeinflussen kann ich es leider nicht, da es auch immer Tage gibt, an denen nichts Gescheites rauskommt und ich alles vom Vortag noch einmal überarbeiten muss. So wie heute!
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Floh 1

Beiträge 20
eine Antwort 09.05.2017

Welches Buch ist aus Ihrer Kindheitserinnerung nicht mehr wegzudenken? Welches Buch sollte jedes Kind einmal gelesen und entdeckt haben, weil es einfach so wunderbar wertvoll ist?

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe Floh,
    ich möchte die Bücher von Astrid Lindgren und die Kleine Hexe von Otfried Preußler nicht missen. Ein Buch, das mich schon als Kind schwer beeindruckt hat, war "Dann kroch Martin durch den Zaun". Es geht darin um einen behinderten Jungen, der von den anderen Kindern erst wahrgenommen wird, als er der einzige ist, der es schafft, ein ausgebrochenes Pferd zu beruhigen. Der letzte Satz lautet "Und dann passten sich ihre großen Schritte seinen kleinen an." Ich finde ihn immer noch so schön.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

KatiKatharinenhof

Beiträge 93
eine Antwort 09.05.2017

Gibt es einen Lieblingsplatz , an den du dich beim Schreiben zurückziehst ? Oder kannst du immer und überall deinen Ideen freien Lauf lassen ?

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe Kati,
    was ich zum Schreiben brauche, sind keine Kinder und keinen Mann, die etwas von mir wollen ;) Sonst kann ich immer und zu jeder Gelegenheit schreiben. Deshalb bin ich auch zumindest in beruflicher Hinsicht von zu Hause ausgezogen und habe mich in meinem Büro eingemietet. Dort klappt das Schreiben einfach phantastisch. Leider muss ich dadurch auf meinen Lieblingsplatz verzichten. Das ist unsere Terrasse. Ich liebe es, im Sommer dort zu schreiben. Jetzt mache ich das bei entsprechenden nur noch abends. Wenn alle im Bett sind. Gerne bei einer Kerze und einem Glas Rotwein - und das bis tief in die Nacht.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Ulistuttgart

1 Beitrag
eine Antwort 09.05.2017

Meine liebe Katrin !
Wann kommt dein nächstes Buch? Du weißt ja wie ungeduldig ich bin ;)
Liebe Grüße
Ulrike Schultz
Ulistuttgart

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe Uli,
    das nächste Herzog-Buch kommt im Mai 2017. Du musst dich also leider noch etwas gedulden. Ich habe nämlich auch erst ca. 20 Seiten davon geschrieben. Es wird von Amrum an die Amalfiküste gehen, und Lena spielt darin die Hauptrolle.
    Falls du die Zeit bis dahin überbrücken willst, schau dir doch mal die anderen von Rowohlt verlegten Titel von mir an. Ich habe sie unter Katrin Koppold geschrieben. Sie handelt von vier unterschiedlichen Schwestern und ihrem Weg zu Happy End. Alle vier Bücher sind abgeschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden. Was die Sehnsuchtsorte angeht, die ich darin gedanklich bereise, könntest du dich zwischen der Toskana, dem winterlichen Irland, München und Paris entscheiden.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Ig

Beiträge 18
eine Antwort 09.05.2017

Wie kommt man auf den Titel ? Hast du erst die Geschichte geschrieben , immer wieder im Sommer ? Und dann kam dir der Titel in den Sinn ? Oder hast du erst an den Sommer gedacht und dazu eine Geschichte geschrieben ? Und wieso Sommer ? Gab es da eine bestimmte Vorliebe ?

Ich stell mir das immer schwer vor ,.. wenn man ein Buch fertig hat , den passenden Titel zu wählen ;-)

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe lg,
    ja, wenn das Buch fertig ist und man dann erst einen Titel sucht, ist es - für mich - zumindest immer sehr schwierig. Das ist mir gerade aufgefallen, wo ich eine Geschichte unter einem neuen Namen neu auflegen will.
    Der Titel "Immer wieder im Sommer" war sofort da - ich hatte gleich die Idee, dass der Sommer in Annas Leben immer eine ganz besondere Bedeutung hatte und ganz viele der wichtigen Ereignisse in dieser Jahreszeit passiert sind. Nur hatte ich das zwar im Handlungsentwurf, aber nicht im eigentlichen Text erwähnt. Das ist tatsächlich ein Punkt, den ich nachträglich eingefügt habe, denn meiner Lektorin und dem Team von Rowohlt hat der Titel so gut gefallen, dass sie diesen Arbeitstitel behalten wollten.
    Dass der Roman im Sommer spielt war tatsächlich eine meiner ersten Ideen, auf die ich dann ganz viel aufgebaut habe. In meinem Leben allerdings spielt der Sommer keine besondere Bedeutung. Obwohl ich ihn, wie vermutlich fast jeder, natürlich sehr sehr liebe.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

ni_na

1 Beitrag
eine Antwort 09.05.2017

Du schreibst toll wird es eine weiteres Buch zu immer wieder im Sommer geben ????

  • Katharina Herzog

    09.05.2017

    Liebe Nina,
    danke schön!!! Es freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Eine Fortsetzung wird es nicht geben. Warum nicht kannst du ganz unten bei der allerersten mir gestellten Frage nachlesen.
    Aber ich habe schon zwanzig Seiten des neuen Buchs geschrieben, das von Lena handelt, die du im Sommerbuch bereits kennengelernt hast. Sie macht sich darin mit ihrer Schwester Zoe auf an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Es wird wieder eine Mischung aus Roadnovel, Liebesgeschichte und Familiendrama.

    Viele Grüße,
    Katharina Herzog

flowers.books

Beiträge 4
eine Antwort 08.05.2017

Darfst du bei der hübschen Covergestaltung deiner Bücher mitwirken oder überlässt du das den Grafikern :)?

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Liebe Flower.Books,
    ich habe selbst so überhaupt kein grafisches Auge, ich überlasse es also sehr gerne Graphikern.
    Ich freue mich, dass dir meine Cover so gut gefallen.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Steffi26.

Beiträge 39
eine Antwort 08.05.2017

Hallo Katharina,

was hat dich zum Buch ,,Immer wieder im Sommer" und überhaupt zum Schreiben inspiriert?

Gruß
Steffi

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Liebe Steffi, zu "Immer wieder im Sommer" hat mich ein Traum über meine Jugendliebe inspiriert, das Lied "Keiner ist wie du" von Sarah Connor und die Geschichte eines Klassenkameradens sowie unzählige meiner eigenen Erinnerungen und Erfahrungen. In der Danksagung des Romans gehe ich noch etwas näher darauf ein.
    Wie ich zum Schreiben gekommen bin/was mich dazu inspiriert hat, kannst du ein bisschen weiter unten nachlesen. Granger hat diese Frage auch gestellt, und ich habe sie ganz ausführlich beantwortet.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

SBS

Beiträge 76
eine Antwort 08.05.2017

Hallo,

bisher habe ich nur den ersten Teil der Sternschnuppenreihe gelesen (gefiel mir sehr gut!) und so richtig wollte mir auch keine Frage einfallen, aber dann kam mir doch noch eine Idee ;)

Was ist die "nervigste" Frage, die Journalisten und Leser immer wieder stellen?

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Liebe SBS,
    da gibt es tatsächlich eine. Leser stellen die aber nicht, denn sie lautet: Was möchtest du deinen Lesern sagen?

    Ich weiß sehr gut, was ich einzelnen Lesern wie dir sagen kann, aber der breiten Masse ... Ich weiß beim besten Willen keine besonders kreative Antwort darauf: Bedanken tue ich mich ja sowieso schon immer am Ende eines Buches bei meinen Lesern. Und "Kauft weiter fleißig meine Bücher!" erscheint mir dann doch zu offensiv ;)

    Meist frage ich, ob wir diese Frage nicht einfach weglassen können.

    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Bücherratte36

Beiträge 17
eine Antwort 08.05.2017

Hallo,
ich möchte gerne wissen, wie ist die Idee zu dieser Sternschnuppen - Reihe entstanden und wird es so eine Reihe nochmals geben? Vlt. mit vier Brüdern? :-)
Bekommen wir eine Fortsetzung von "Immer wieder im Sommer"?
Hast du irgendwelche Schreibrituale (z.B. hast du immer ein Notzibuch bei dir oder tippst du deine Idee ins Smartphone)?

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Hallo Bücherratte,
    die Idee zur Sternschnuppenreihe kam mir, als ich mit den Nachbarn bei einem Spieleabend saß und mein Mann, ein Fluglotse, nach Hause kam und von den unglaublichen Zuständen erzählte, die während der Aschewolke des isländischen Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen am Münchner Flughafen herrschten. Es gab tatsächlich eine Durchsage, dass Reisende, die sich ein Taxi nach Stockholm (!!!) teilen wollten, doch bitte zum Infopoint kommen sollten. Mein Nachbar Thomas meinte daraufhin, dass die unfreiwilligen Fahrgemeinschaften, die während der Aschewolke entstehen, Stoff für ein cooles Roadmovie abgeben müssten. Ich fand die Idee sofort klasse und habe mich ans Schreiben gemacht. Zum Glück! Thomas nenne ich heute noch meine Muse.
    Spontan habe ich keine Idee für eine weitere Reihe mit verschiedenen Schwestern, aber man soll ja niemals nie sagen. Ich glaube aber, eine mit mehreren Brüdern wird es wohl wirklich nicht geben. Das gab es nämlich mittlerweile schon zu oft.
    Eine direkte Fortsetzung von Immer wieder im Sommer wird es nicht geben. Aber ich schreibe gerade an Lenas Geschichte. Die hat mich letztes Jahr an die Amalfiküste geführt. Eine wundervolle Gegend.
    Ich notiere meine Ideen sowohl auf dem Smartphone als auch in einem Notizbuch. Was ich gerade zur Hand habe. Aber zum Glück habe ich auch ein gutes Gedächtnis. Manche Idee warten dort jahrelang darauf, ihren Weg aufs Papier oder auf einen Monitor zu finden.
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Shanna

Beiträge 48
eine Antwort 08.05.2017

Hallo Katrin,
ich habe die Sternschnuppen-Reihe sehr gerne gelesen und bis jetzt noch gar nicht mitbekommen, dass du unter einem Pseudonym weitergeschrieben hast. Warum der Namenswechsel?

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Hallo Shanna,
    ich denke, wenn du das Sommerbuch gelesen hast, wirst du es wissen. Es ist ein bisschen anders als diese Reihe. Sowohl von der Perspektive (hier gibt es keine Ich-Form), als auch, weil es mehrere Erzählstimmen aus unterschiedlichen Generationen gibt und nicht so viel Humor vorkommt. Ich dachte ja, es kommt gar keiner vor, aber nun haben mir schon so viele Leserinnen geschrieben, dass sie an mehreren Stellen lachen mussten, das finde ich total schön. Ich denke, mit "Zeit für Eisblumen" z.B. könnte man es schon vergleichen, aber mit Sicherheit nicht mit "Aussicht auf Sternschnuppen".
    Viele Grüße
    Katharina Herzog

Granger 2.0

Beiträge 36
eine Antwort 06.05.2017

Wie kamst du zum schreiben? Und wie hast du reagiert als deine Bücher im Laden liegen siehst?
Ich mag deine Bücher voll gerne.

Grüße jana

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Danke, Jana. Das ist total lieb, dass du das schreibst. Deine erste Frage habe ich von meiner Homepage herunterkopiert. Sie wird mir sehr oft gestellt und ich habe versucht, sie ganz ausführlich zu beantworten, weil dieser Werdegang anscheinend sehr viele Menschen interessiert.

    Geschrieben habe ich wie die meisten Schriftsteller schon immer gern. Aber wie so oft im Leben will man immer das, was man nicht bekommen kann. Und so träumte ich lange Zeit davon ein berühmter Designer zu werden, bis ein Professor der Mainzer Universität nach dem Abitur beim Anblick meiner Zeichnungen meinte: „Sie haben die Neigung, alles mit einem dichten Grauschleier zu versehen.“ Ein Bild einer anderen angehenden Künstlerin, sie hatte mit Acryl von Geld über Grün zu Blau schattiert, fand es sehr inspirierend und lobte ihren kreativen Pinselstrich. Mir war klar: Das gibt nichts!

    Als ich weitere Berufsoptionen durchging, erinnerte ich mich daran, gut schreiben zu können, aber letztendlich verwarf ich ein Publizistikstudium auch. Zwar hatte mir meine Arbeit als freie Mitarbeiterin und mein Praktikum riesigen Spaß gemacht, aber zu dieser Zeit wurden Journalistin nur ganz selten fest angestellt und mussten sich als freie Mitarbeiter verdienen. Für mich als das nach Sicherheit strebende Kind zweier Beamter undenkbar. Ich beschloss, in deren Fußstapfen zu treten und Deutsch und Sport auf Lehramt zu studieren. Letzteres zugegebenermaßen nur deswegen, weil ich gehört hatte, dass es in diesem Fachbereich die besten Partys und die hübschesten Männer gäbe. – Die Gerüchte erwiesen sich als wahr, und nicht nur das Zeichnen, sondern auch das Schreiben rückte lange Zeit in den Hintergrund.

    Erst nach der Geburt meines jüngsten Kindes erinnerte ich mich wieder daran. Als mein Sohn fünf Monate alt war, waren mein Mann und ich auf einer Hochzeit eingeladen. Die Braut wünschte sich, dass alle Gäste zusammen an einer Reizwortgeschichte schrieben, die u.a. das Wort „Buddelschiff“ beinhaltete. Keiner hatte Lust dazu, ich aber schrieb mit Feuereifer, und ich merkte, wie unglaublich viel Spaß es mir machte.

    Kurz darauf lag ich krank im Bett und las an einem Tag „Moor des Vergessens“ von Val McDermitt. Der Roman beeindruckte mich dermaßen, dass ich am ersten Tag meiner Genesung sofort zu meinen Eltern lief und verkündete: „Ich schreibe jetzt auch ein Buch. Und das ist mein Mordopfer.“ (In diesem Augenblick lief gerade die Postbotin an unserem Haus vorbei.) Natürlich wurde ich eine ganze Zeitlang sehr belächelt. Aber ich habe es allen Zweiflern gezeigt. Und das Buch mit der ermordeten Postbotin ist unter dem Titel „Hochzeitsküsse und Pistolen“ tatsächlich zwei Jahre später erschienen.

    Zur zweiten Frage: Komischerweise ist es nicht so ergreifend wie ich dachte. Eher ein bisschen surreal. Ich kann es immer noch nicht so recht fassen, dass da wirklich meine Geschichten in hübsch verpackter Form im Laden liegen. Was mich aber mehr berührt als ihr Anblick ist, wenn Leserinnen wie du mir erzählen, dass ich ihnen damit Freude mache. Ich finde ja, erst Leser erwecken Geschichten zum Leben.

    Viele Grüße,
    Katharina Herzog

Bookslover

Beiträge 6
eine Antwort 05.05.2017

Liebe Katharina,
soeben habe ich ihr Buch "Immer wieder im Sommer" beendet und es war echt klasse! Jetzt habe ich aber doch noch einige Fragen: Werden Max und Anne es schaffen, zusammen zu leben? Wie geht es mit Sophie und Anna weiter, wird ihre Beziehung zueinander besser? Und wie geht es mit dem Annahof weiter? Mit Frieda, wie lange hat sie noch? Wird es eine Fortsetzung geben? Also, mal abgesehen von dem Zusatzband über Lena :) Und erfahren wir, was Frieda sonst noch alles in ihr blaues Heftchen geschrieben hat?
Mit den besten Grüßen,
Vanessa
P.S.: Ich wünsche noch viel Spaß beim weiteren schreiben und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Ihnen.

  • Katharina Herzog

    08.05.2017

    Liebe Vanessa, danke erst einmal für das Kompliment.

    EDIT: Aber hier sind komischerweise meine ganzen Antworten auf einmal verschwunden. Ich werde sie dir morgen noch einmal beantworten. Jetzt muss ich ins Bett, weil es schon elf Uhr ist.

    EDIT: Hier meine Antworten:
    Werden Max und Anne es schaffen, zusammen zu leben?
    Ja, sie haben aus ihren Fehlern gelernt und sie wissen nun, was sie aneinander haben. Zwei Menschen, die so viele gemeinsame Erinnerungen verbinden, und die so viel miteinander durchgemacht haben, verdienen ein "Bis dass der Tod sie scheidet".
    Wie geht es mit Sophie und Anna weiter, wird ihre Beziehung zueinander besser?
    Besser wird sie, aber das Sophie ein Papakind ist und außerdem für mindestens ein Jahr noch sehr pubertierend, wird es trotzdem immer wieder Spannungen zwischen den beiden geben. Nelly wird es Anna in der Pubertät leichter machen.
    Und wie geht es mit dem Annahof weiter?
    Der Annahof wird tatsächlich verkauft und zu einem Hotel mit Golfplatz umgebaut. Schade, aber auch der echte Annahof (er liegt im Hunsrück, zwischen Dill und Niedersohren) konnte von den Besitzern nicht gehalten werden. Ein Hotel wurde allerdings nicht daraus gemacht, wer ihn aktuell bewohnt, weiß ich leider nicht.
    Mit Frieda, wie lange hat sie noch?
    Durch eiserne Disziplin kann sie ihre Krankheit ein halbes Jahr nach hinten schieben. Aber nach anderthalb Jahren tritt leider das ein, was die Ärzte prognostiziert haben, und sie kann sich an gar nichts mehr aus ihrem früheren Leben erinnern. So ist es dem Bekannten, auf dessen Schicksal ich das Buch basiere, auch ergangen. Er hat so gekämpft, aber letzten Endes konnte er alles nur aufschieben.
    Wird es eine Fortsetzung geben?
    Nein, allein wegen der Krankheit von Frieda und deren unglücklichem Ausgang nicht. Außerdem möchte ich Anna und Max nicht ihr hart erarbeitetes Happy End verderben, und das müsste ich zumindest vorübergehend, wenn ich mich in der Geschichte nicht nur auf Sophie konzentrieren will. Aber deren Happy End mit Milan ist auch so schön. Nein, ich denke, das Ende der Geschichte ist gut so, wie es ist. Und erfahren wir, was Frieda sonst noch alles in ihr blaues Heftchen geschrieben hat?
    Leider nein, was darin steht, wissen nur Anna und Frieda - nicht einmal mir haben sie es verraten ;)
    Viele Grüße
    Katharina Herzog