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Frag die Autorin
Petra Schier


Autorenbild Petra Schier
Wer Petra Schiers historische Romane liest, bucht eine spannende Reise ins Mittelalter.
Sie hat ein Faible für starke Frauenfiguren wie die Reliquienhändlerin Marysa oder die Lombardenwitwe Aleydis de Bruinker. Ihre bekannteste Protagonistin, die Apothekerin Adelina, eine junge Frau mit viel Mut und noch mehr Herz, steht im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Romanen – u.a. «Tod im Beginenhaus», «Frevel im Beinhaus» und «Verschwörung im Zeughaus».
Petra Schier hat Geschichte und Literatur studiert – kein Wunder, dass ihre historischen Recherchen Hand und Fuß haben.

Vom 8. bis 18. Dezember habt ihr die Gelegenheit, Petra Schier hier alles zu fragen, was ihr wissen möchtet. Eines können wir verraten: Sie liebt es, mit Fragen zu ihrer Arbeit und zum historischen Background ihrer Geschichten bombardiert zu werden.


LeserInnen Fragen

Corrie

1 Beitrag
eine Antwort 17.12.2016

Hallo meine Frage,
Wenn mann ein Buch schreibt, recherchiert etc. also eine Bindung zum Hauptfigur aufbaut, ist da anschließend eine große Leere ohne sein Held/in?

  • Petra Schier

    19.12.2016

    Nein, eigentlich nicht. Da ich meistens Reihen oder Serien schreibe, begleiten mich die Figuren ja über lange Zeit und auch zum Beispiel bei meinen Weihnachtsromanen oder den Sommer-Liebesromanen begegnen sie mir immer wieder, weil die Geschichten jeweils immer in derselben Stadt spielen.

    Aber auch bei den einzelnen Titeln, die ich bisher geschrieben habe, fühle ich diese Leere wenig, denn in meinem Kopf (und Herzen) leben die Figuren trotzdem weiter. Ich weiß, dass es vielen meiner Autorenkollegen so geht, dass sie die Figuren erst mal schrecklich vermissen, sobald sie eine Geschichte abgeschlossen haben. Ich hingegen habe das Gefühl, sie sind immer irgendwie bei mir.

ManuLeli

Beiträge 8
eine Antwort 15.12.2016

Hallo :)
Bisher kenne ich leider noch keinen einzigen Historischen Roman von Ihnen, wobei ich aber dieses Genre jedoch sehr gerne lese. Habe aber nun schon meine Wunschliste erweitert :)
Mich würde einfach interessieren wie eine Geschichte bzw. Roman bei Ihnen entsteht? Denken Sie sich, was kann ich als nächstes schreiben oder werden Sie einfach darauf spontan gelenkt durch eine "Muse"?

Herzliche Grüße

  • Petra Schier

    16.12.2016

    Das ist sehr unterschiedlich. Die Ideen kommen meistens zu mir. Zwar überlege ich auch schon mal, was ich als Nächstes schreiben könnte, aber oftmals sind gleichzeitig auch schon die verschiedensten Ideen mehr oder weniger deutlich vorhanden. Woher sie kommen, kann ich nicht genau sagen. Sie finden mich, würde ich sagen. Dabei kann Musik inspirierend wirken oder ein Waldspaziergang, etwas, das ich in einem Roman lese oder bei der Recherche zu einem anderen Buch entdecke. Ein Gespräch, ein Film, alles mögliche.

    Sobald mich eine Idee so sehr packt, dass ich daraus etwas machen möchte, entstehen auch schon wie von selbst die ersten Figuren, manchmal sind sie auch zuerst da und dann erst die Geschichte. Dann recherchiere ich weiter über das Thema und setze so nach und nach den roten Faden der Geschichte zusammen, die wichtigsten Eckpunkte sozusagen. Diese muss ich dann ja für den Verlag in einem Exposé zusammenfassen, das meistens zwischen drei und fünf Seiten umfasst. Dies geschieht oftmals schon sehr lange vor dem eigentlichen Schreiben, denn Verlage planen ihre Programme weit im Voraus und müssen dann schon in etwa wissen, um was es in den Romanen geht, die sie einkaufen.

    Wenn ich mit dem Schreiben beginne, halte ich mich zwar grob an das Exposé, aber ich warte auch genauso darauf, dass die Figuren sich verselbstständigen. Das tun sie in der Regel sehr schnell und von da an schreibe ich eigentlich nur noch mit, was ich vor meinem inneren Auge wie in einem Film ablaufen sehe. Dabei kommen neue Aspekte und Figuren hinzu, andere fallen weg. Ich komme zwar immer dort an, wo ich laut Exposé in etwa hinwollte, aber der Weg ist meistens ein teilweise oder sogar vollkommen anderer, als ursprünglich gedacht.

    Das ist für mich das Spannende am Geschichtenerzählen. Diese Verselbstständigung der Figuren und der Story. Wie das funktioniert, kann ich nicht erklären, aber sobald es geschieht, weiß ich, dass die Personen auf den Leser so richtig lebendig wirken werden. Romanfiguren können zwar auch viele ärgerliche und überraschende Dinge tun, aber auf diese Weise wird der Schreiballtag auch nicht langweilig.

    Bei aller Vorab-Planung lasse ich meinen Figuren und Geschichten also auch sehr viel Raum, sich spontan und nach ihrem Willen zu entwickeln.

    Das mit der Muse ist übrigens so eine Sache. Ich habe zwar eine, aber die ist (Entschuldigung) stinkend faul und liegt am liebsten dösend auf der Couch. Bildlich gesprochen. Als professionelle Autorin kann ich mich nicht auf die Muse verlassen, denn dann würde ich im Leben keinen Roman fertigstellen. Schreiben ist harte Arbeit und erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. Das beinhaltet auch ein täglich eingehaltenes Schreibpensum (bei mir an fünf Tagen in der Woche), denn nur so kann ich sicher meine Abgabetermine einhalten. Wenn ich morgens mit der Arbeit anfange, ist die Muse noch im Tiefschlaf. Sie gesellt sich dann meistens erst nach einer Weile dazu. Wenn sie dann endlich wach und fit ist, geht das Schreiben aber umso besser. :-)

Ig

Beiträge 18
eine Antwort 13.12.2016

Bisher hab ich auch noch kein Buch über bzw. vom Mittelalter gelesen , durch die positiven Rezessionen, hab ich es aber mal im Auge behalten ;-)

Wie kommt man dazu ein Buch aus diesem Genre zu schreiben ? Haben sie selbst ein Faible für diese Zeit ? Oder gab es einen Autor der ihr Werk beeinflusst hat , bzw. sie ermutigt hat selbst ein Buch zu schreiben ?

  • Petra Schier

    14.12.2016

    Es freut mich, dass die guten Rezensionen Sie auf meine historischen Romane aufmerksam gemacht haben!

    Wie ich weiter unten in einer anderen Antwort bereits schrieb, hat mich speziell für dieses Genre bereits in meiner Teenagerzeit (Mitte der 90er) die Autorin Judith Merkle Riley inspiriert. Ihre historischen Romane, hauptsächlich die Trilogie "Die Stimme", "Die Vision" und "Die Zauberquelle" spielen im 14. Jahrhundert in England und haben mich so sehr fasziniert, dass ich daraufhin unzählige Sachbücher über das späte Mittelalter gelesen habe und natürlich die damals schon verfügbaren historischen Romane.

    Ein paar Jahre später, während und nach meinem Abitur, habe ich dann meinen ersten historischen Roman geschrieben, ganz einfach weil ich dachte, dass ich so etwas auch können müsste. Das war die Ururururform der beiden viele Jahre später veröffentlichten Romane "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin". Diese beiden habe ich allerdings dann noch einmal komplett neu geschrieben, denn in der Zwischenzeit hatte sich mein Stil ja sehr weiterentwickelt. Den Verlagsvertrag erhielt ich allerdings damals noch aufgrund des ursprünglichen Manuskripts, so übel kann das also auch schon nicht gewesen sein. :-)
    Den dritten Teil der Kreuz-Trilogie "Die Bastardtochter" schrieb ich dann wieder einige Jahre später und hauptsächlich aufgrund der vielen Leserwünsche, die an mich herangetragen wurden, ich solle die Geschichte doch unbedingt weitererzählen.

    Stilistisch beeinflusst hat mich hingegen, das schrieb ich, glaube ich, auch schon irgendwo in einer anderen Antwort, die amerikanische Autorin Nora Roberts, deren Romane ich seit den 90ern gerne lese. Sie ist so etwas wie mein Vorbild, natürlich auch, was ihren enormen Erfolg angeht. Auch ist wie, wie ich, eine passionierte Vielschreiberin und ich liebe ihre Art, den Leser mit wenigen Worten so in die Geschichte hineinzuziehen, dass man das Gefühl hat, hautnah dabei zu sein bzw. daneben zu stehen und nicht nur aus der Ferne zu beobachten. Viele Rezensionen meiner Bücher sagen ähnliches über mich aus, sodass man schon sagen kann, dass diese Autorin mich geprägt hat.

Booky-72

Beiträge 26
eine Antwort 12.12.2016

Auch von mir eine Frage zu Recherche. Kann man immer leicht hinter alle Geheimnisse der Historie kommen und welche Personengruppen können besonders behilflich sein?

  • Petra Schier

    13.12.2016

    Die grundlegenden Informationen über eine Epoche und ihre Menschen sind in der Regel vergleichsweise einfach mit Hilfe von Bibliotheken und Archiven zu finden. Es ist ein Großteil Fleißarbeit dabei und man liest grundsätzlich hundertmal mehr, als man am Ende überhaupt braucht oder in die Geschichte einbauen kann. Doch nur mit diesem umfassenden Wissen kann man am Ende eine authentische Atmosphäre im Roman erschaffen.

    Hin und wieder ist es aber vertrackt und schwierig, an bestimmte Details zu gelangen. Entweder, weil die Quellen einfach schweigen oder weil die Information irgendwo sehr gut versteckt liegt.

    Man kann nicht generell sagen, dass in solchen (oder allen) Fällen bestimmte Personengruppen besonders hilfreich sind. Das kommt auf die Fakten bzw. historischen Details an, nach denen man sucht.

    Archivare können ebenso hilfreich sein wie Mitarbeiter von Museen oder Universitäten. Auch hat man manchmal einfach Glück, wenn man Kollegen fragt, die im gleichen Genre schreiben und über die Epoche schon mal geschrieben bzw. recherchiert haben.

    Ich habe zum Beispiel während meiner Recherche zur Aachen-Trilogie sehr viele Doktorarbeiten aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gelesen, da darin viele Details wissenschaftlich aufbereitet worden sind, die genau zu meinen Romanen passten.

    Man muss bei der Suche nach Informationen Geduld haben und manchmal auch kreativ werden.

siko71

Beiträge 60
eine Antwort 11.12.2016

Hab mir gerade das making off vom Hexenschöffen angeschaut. Sehr interessant. Buch steht schon auf meine Wunschliste. Vielen Dank für die ausführliche Antwort und schöne Weihnachten.

  • Petra Schier

    13.12.2016

    Das freut mich. :-) Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünsche ich ebenfalls!

MKT

1 Beitrag
eine Antwort 10.12.2016

Hallo!
Wie wichtig ist gute Recherche über die Zeit, in der der historische Roman spielt und wie sehr hängt der Erfolg eines Buches davon ab?
GLGM

  • Petra Schier

    11.12.2016

    Gerade bei historischen Romanen ist die Recherche sehr wichtig, denn die Leser erwarten nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch, dass die historischen Hintergründe stimmen. Ich denke schon, dass der Erfolg eines Buches davon abhängt, wie gut der Autor recherchiert hat und wie gut er damit die Leser in die jeweilige Epoche seiner Geschichte entführen kann.

Elisa

Beiträge 40
eine Antwort 10.12.2016

Hallo, Frau Schier,
bisher habe ich noch nichts von Ihnen gelesen, kann mir aber vorstellen, das zügig zu ändern. Welches Buch würden Sie mir ans Herz legen, um mit Ihrem Werk zu beginnen? Über eine Antwort würde ich mich freuen und wünsche eine schöne Adventszeit. Elisa

  • Petra Schier

    10.12.2016

    Das hängt davon ab, welche Themen Sie bevorzugen. Wenn es Historisches mit Krimianteil sein darf, dann würde ich die Adelina - Reihe empfehlen.Tod im Beginenhaus ist der erste Band. Wenn Sie dieses Buch mögen, haben Sie immerhin noch 5 Fortsetzungen zu lesen. ? Es geht um die Apothekerin Adelina, die im Köln des ausgehenden 14. und beginnenden 15. Jahrhundert nicht nur ihre eigene Apotheke führt, sondern auch immer wieder unfreiwillig in Kriminalfälle verwickelt wird. Allerdings mögen die meisten Leser wohl die Geschichten rund um Adelinas Familie mindestens ebenso sehr wie den Krimianteil.

    Mit dieser Reihe fangen vermutlich die meisten meiner Leser an. Leseproben, teilweise auch Video-Lesungen und viele Hintergrundinformationen zu allen meinen Romanen finden Sie hier: www.petra-schier.de/historische-romane.html

siko71

Beiträge 60
eine Antwort 10.12.2016

Hallo Petra,
leider habe ich noch keinen Ihrer - oder kann ich du sagen? - Romane gelesen. Aber mich würde es interessieren wo die Autoren das ganze Wissen über das Mittelalter hernehmen bzw. wielviel Prozent sind Wissen und wieviel ist eigene Dichtung? Und warst du schon mal an einem Ort des Geschehens von wo du schreibst? Ich kann mich bei historischen Romanen immer gut reinversetzten, wenn ich die Stadt bzw. Region kenne. Bei der Hebamme von Sabine Ebert war es einfach. Ich bin aus Sachsen und kenne da den Ort des Geschehens. Wie ist das bei dir?

  • Petra Schier

    11.12.2016

    Hallo! Das Du ist okay. :-)
    Ich habe Geschichte studiert, sodass ich gelernt habe, wie man recherchiert. Die erste Anlaufstelle ist das Internet, um einen Überblick über ein Thema zu bekommen. Doch nicht alle Informationen, die man im Netz findet, sind korrekt, deshalb gehe ich danach, um genauer zu recherchieren, in Bibliotheken und Archive, spreche mit Spezialisten und anderen Autoren. So etwas kann sehr aufwendig sein, je nachdem, um welches Thema es sich handelt.

    Eigene Dichtung kommt dann zum Tragen, wenn die historischen Quellen schweigen. Wenn man also nicht mehr herausfinden kann, wie es tatsächlich gewesen ist. In dem Fall bemühe ich mich aber, die Begebenheit so zu beschreiben, wie sie nach aller Recherche ziemlich wahrscheinlich gewesen sein könnte.

    Hier hängt es aber natürlich auch davon ab, welche Art von Geschichte ich schreibe. Denn bei erfundenen Geschichten bzw. Figuren ist natürlich mehr Phantasie dabei als bei einer wahren Geschichte wie zum Beispiel "Der Hexenschöffe". Zu diesem Buch gibt es übrigens ein großes Making-of in meinem Blog mit Fotos von den Schauplätzen und vielen historischen Hintergrundinformationen: https://blog.petra-schier.de/making-of-der-hexenschoeffe/
    Ich war schon an so gut wie allen Schauplätzen meiner Romane. Außer in Los Angeles, wo meine Thrillerserie "Codename E.L.I.A.S." spielt, die ich unter meinem Pseudonym Mila Roth veröffentliche.

Magische Farbwelt

Beiträge 2
eine Antwort 09.12.2016

Hallo, erst einmal: Ich liebe Erzählungen rund um das Mittelalter, ab und zu nehme ich auch an Rollenspielen teil. Wie sind Sie zu der Reise in die prägende Zeit gekommen? Hat es bei Ihnen auch in der Kindheit angefangen. Ich muss ja gestehen, dass mich Märchenfilme fasziniert haben in meiner Kindheit. Und vieles ist ja angelehnt an das Mittelalter. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

  • Petra Schier

    09.12.2016

    In der Kindheit noch nicht, aber als ich so 15, 16 Jahre alt war, habe ich angefangen, mich für das späte Mittelalter zu interessieren. Auslöser war der Roman "Die Stimme" von Judith Merkle Riley sowie die beiden Fortsetzungen davon: "Die Vision" und "Die Zauberquelle". Die Bücher spielen im 14. Jahrhundert in England und haben mich so sehr fasziniert, dass ich von da an alle möglichen Sachbücher über diese Epoche gelesen habe. Auch ein paar Romane, aber damals, Mitte/Ende der 90er, gab es noch nicht so viele historische Romane. Und irgendwann wollte ich dann auch mal so etwas schreiben, das war dann während meines Abiturs und ein wenig danach. Das Buch, dass ich damals geschrieben habe, ist die Urururur-Ausgabe von "Die Eifelgräfin" und "Die Gewürzhändlerin". Diese beiden Bücher habe ich ja erst viele Jahre später geschrieben bzw. neu geschrieben, weil meine Lektorin bei Rowohlt das alte Manuskript zwar mochte, ich mich aber natürlich stilistisch schon sehr weiterentwickelt hatte. Also habe ich mich bereiterklärt, die Geschichte in zwei Teile zu spalten und neu zu schreiben. Das hat sich, wie ich finde, sehr gelohnt. :-)
    Noch einmal einige Jahre später kam mir dann die Idee zu "Die Bastardtochter", dem dritten Teil der Trilogie.

Anne687

Beiträge 20
eine Antwort 09.12.2016

Liebe Petra,

Ich weiss nicht ob die Frage schon gestellt wurde.
Würden Sie einen Ihrer Romane auch für eine Verfilmung zur Verfügung stellen, wie z.B. Die Hebamme von Kerstin Canon?
LG Anne687

  • Petra Schier

    09.12.2016

    Grundsätzlich stehen alle meine Bücher für Verfilmungen zur Verfügung. Dazu müsste aber eine Filmfirma sich die entsprechende Lizenz beim Verlag kaufen, und das ist bis heute noch nicht geschehen. Aber man kann ja nie wissen. :-)

Sannystar2002

Beiträge 44
eine Antwort 08.12.2016

Mich würde interessieren, welche anderen Autoren Sie selbst gern lesen und ob einige davon ihr einges Werk geprägt oder beeinflusst haben?

  • Petra Schier

    08.12.2016

    Ich komme leider nur noch viel zu wenig zum privaten Lesen. Aber wenn, dann liebe ich zum Beispiel die Liebesromane von Sarah Morgan. Auch Nora Roberts lese ich nach wie vor gerne. Sie habe ich schon in den 90ern für mich entdeckt, und sie war immer ein bisschen mein Vorbild. Ihre bildhafte Art zu schreiben und wie sie es vermag, ihre Leser mit wenigen Worten gleich ganz tief in die Handlung zu ziehen, sodass man das Gefühl hat, nicht nur zuzusehen, sondern hautnah dabei zu sein, hat meinen eigenen Stil auf jeden Fall geprägt, das steht fest.
    Ansonsten lese ich auch gerne immer wieder die Romane von Jane Austen, sowohl auf Deutsch als auch im Original auf Englisch.

Floh 1

Beiträge 20
eine Antwort 08.12.2016

Liebe Petra,
leider habe ich noch keines Ihrer Romane lesen können. Aber ich halte immer ein Auge auf die vielen positiven Leserstimmen, Rezensionen und Lobgesänge. Ich behalte die Romane stets im Auge und werde mit Sicherheit in Kürze eines Ihrer Werke lesen wollen.

Nun zu meiner Frage:
Welche Epoche reizt Sie am meisten? Welche Orte würden Sie gern für eine Recherchereise einmal besuchen und näher erkunden? Und zu welchen Autoren blicken Sie persönlich hinauf?

Ich freue mich auf eine Antwort!

  • Petra Schier

    08.12.2016

    Welche Epoche reizt mich am meisten? Eine gute Frage. Ich möchte sie so beantworten: Das späte Mittelalter ist so ein bisschen meine Heimat. Damit habe ich angefangen und nach wie vor fühle ich mich dort sehr wohl. Vermutlich liegt das daran, dass ich schon so viel Recherche zu dieser Epoche betrieben habe und natürlich daran, dass meine erfolgreichsten Romane in dieser Zeit spielen. Ich mag es aber auch, neue Epochen zu entdecken und habe ja auch schon Ausflüge ins 17. und 19. Jahrhundert machen.

    Ich habe bereits so gut wie alle Orte, an denen meine Romane spielen, persönlich besucht, weil sie alle in erreichbarer Nähe liegen. Einzige Ausnahme wäre Los Angeles, das in meiner Thrillerserie "Codename E.L.I.A.S." den Schauplatz bildet. Sie erscheint unter meinem Pseudonym Mila Roth. Ich hätte nichts dagegen, irgendwann einmal diese Stadt zu besuchen. :-) Ansonsten könnte ich jetzt ad hoc keinen neuen Ort nennen, den ich zu Recherchezwecken unbedingt besuchen möchte, aber ich versuche auf jeden Fall immer, die Orte, an denen meine historischen Romane spielen, auch selbst aufzusuchen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Ich blicke nur zu wenigen Autoren auf, obwohl mich einige sicherlich geprägt haben. Da ist zuallererst Nora Roberts zu nennen, deren Romane ich schon seit den 90ern liebe und deren Art zu schreiben meinen Stil sicherlich beeinflusst hat. Ansonsten meine Lieblingsklassikerin Jane Austen, weil sie so einen wunderbar feinsinnigen Humor besessen hat und weil ihre Romane auch heute noch modern anmuten. Sie sind zeitlos und wunderschön.

SummseBee

Beiträge 6
eine Antwort 07.12.2016

Hallo,

mich würde interessieren ob sie ein Lieblingsbuch unter ihren eigenen Büchern haben?

LG
SummseBee

  • Petra Schier

    08.12.2016

    Ein Lieblingsbuch eigentlich nicht. Ein ganz9 besonderesBuch ist für mich "Der Hexenschöffe", weil es eine wahre Geschichte ist und Hermann Löher mich schon so viele Jahre "begleitet" hat, bevor ich mich dazu entschlossen habe, über ihn zu schreiben. Aber im Grunde ist jedes meiner Bücher wie ein Kind. Manche anstrengender als andere, aber alle gleichermaßen geliebt.

Shanna

Beiträge 48
eine Antwort 07.12.2016

Hallo Frau Schier,

ihre Protagonistin Adelina ist mir sehr sympathisch und ich kann mich gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Gibt es ein Vorbild aus ihrem persönlichen Umfeld an das Adelina angelehnt ist oder steckt sogar etwas von ihrem eigenen Charakter in ihrer Figur ?

Liebe Grüße,
Shanna

  • Petra Schier

    08.12.2016

    Nein, ein konkretes Vorbild gibt es zu Adelina nicht. Auch von mir steckt nicht unbedingt viel in ihr, mal abgesehen vom Herzblut. :-) Ich wünschte manchmal, ich wäre so gut organisiert wie sie. Und ich hätte gerne eine Freundin wie sie. Auf jeden Fall ist es für mich bei jedem neuen Buch über sie so gewesen, als würde ich zu Besuch bei guten Freunden sein. Das merkt man den Geschichten vermutlich auch an.