Carmen Korn

Und die Welt war jung

Der Auftakt der neuen zweibändigen Saga von Bestsellerautorin Carmen Korn. Drei Familien, drei Städte, ein Jahrzehnt.
1. Januar 1950: In Köln, Hamburg und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe.
So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat - auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo -, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?
In ihrer neuen Saga lässt uns Carmen Korn tief eintauchen in die Nachkriegsjahrzehnte. Anhand von drei befreundeten Familien erzählt sie vom Neuanfang in Köln, Hamburg und San Remo, von großen und kleinen Momenten, von Festen, die gemeinsam gefeiert werden, von Herausforderungen, die zu meistern sind. Und vom Wunsch, aus dem Schweren etwas Gutes entstehen zu lassen, der Hoffnung, dass es noch nicht vorbei ist, das Leben und das Glück.


Autorenbild Foto von Carmen Korn

Der  Autor

Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf als Tochter des Komponisten Heinz Korn geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin u.a. für den «Stern». Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.


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Rezensionen

nati

Beiträge 26
08.10.2020

Ein neues Jahrzehnt hat begonnen
Ein neues Jahrzehnt hat begonnen, der Krieg ist vorbei, doch wie soll es weitergehen und was bringt die Zukunft? Diese Fragen stellen sich drei unterschiedliche Familien am Neujahrstag 1950. Alle kommen aus verschiedenen Orten und haben abweichende Lebensstile.

In Hamburg leben Elisabeth und Kurt Borgfeldt gemeinsam mit ihrer Tochter Nina und dessen Sohn Jan, der seinen Vater nie kennengelernt hat. Nina ist mit Joachim verheiratet, doch ihr Mann wird in Russland vermisst. Im Herzen von Nina macht sich ein anderer Mann breit. Doch darf sie das zulassen?

Die Freundin von Elisabeth, Gerda Aldenhoven wohnt gemeinsam mit ihrem Mann Heinrich, den beiden Kindern und den unverheirateten Kusinen im geerbten Haus in Köln. Finanziell geht es der Familie nicht gut. Sie haben eine Galerie und die Geschäfte laufen schlecht, denn wer kauft in dieser Zeit Bilder.

Die dritte Familie ist Anfang des Krieges von Köln nach San Remo gezogen. Margarethe Canna, die Schwester von Heinrich, ist ihrem Mann Bruno nach Italien gefolgt und lebt hier gemeinsam mit dem Sohn Gianni. Agnese, die Schwiegermutter, hat klare Vorstellungen wie die Dinge zu laufen haben. Alle fühlen sich durch die Familienbande an Agnese gefesselt.

Die Handlung setzt im Januar 1950 ein und endet im September 1959. Nach dem Krieg geht es langsam aufwärts, die Spuren des Krieges sind noch sichtbar. Als Leser begleiten wir die Familien über diese zehn Jahre. Hilfreich sind am Anfang des Buches das Personenregister und die Stammbäume der Familien. Carmen Korn schafft es diese Zeit mit all ihren Höhen und Tiefen aus der Perspektive dieser drei Familien zu schildern. Die Figuren des Romans werden einem schnell vertraut und kommen nah, so dass man fast glauben könnte, dabei gewesen zu sein. Sie bedient sich einer sehr gradlinigen Sprache, die ohne große Beschreibungen zur Sache kommt. Die Geschichte wird in vielen kurzen Momentaufnahmen beschrieben und wechselt von einer Familie zur nächsten. Die Schilderungen handeln nicht immer von großen Ereignissen, sondern auch viele Alltäglichkeiten werden aufgeführt. Dieses macht den besonderen Charme des Buches aus.

Am Ende bleiben noch einige Fragen offen, so dass man gespannt auf die Fortsetzung sein darf.

Langeweile

Beiträge 38
07.10.2020

Inhalt übernommen:

Januar 1950: In Hamburg, Köln und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe. So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat - auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo -, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?

Meine Meinung:

Obwohl ich mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen fühlte, hatte ich zu Beginn Probleme, die verschiedenen Personen den einzelnen Familien und Schauplätzen zuzuordnen. Zum Glück gab es am Beginn des Buches ein Personenregister mit einer Kurzbiografie, welches sehr hilfreich war. Nach kurzer Zeit jedoch konnte ich der Handlung mühelos folgen.
Am Schicksal der drei Familien war deutlich nachzuvollziehen, welche Wunden durch diesen unseligen Krieg geschlagen wurden und mit welchen Traumata die einzelnen Personen, auch Jahre nach Kriegsende, noch zu kämpfen hatten.
Es war jedoch auch deutlich die Hoffnung zu spüren, den Blick nach vorne zu richten und dem Schicksal die Stirn zu bieten.
Obwohl ich schon sehr viele Bücher gelesen habe, welche sich mit diesem Zeitraum der deutschen Geschichte beschäftigen, habe ich auch hier wieder einige Einzelheiten erfahren, die mir bis dahin unbekannt waren.
Der sehr emotionale Schreibstil machte es leicht, sich mit den einzelnen Personen zu beschäftigen und quasi ein Stück weit an ihrem Leben teilzunehmen.
Der Cliffhanger am Ende weckt meine Vorfreude auf den nächsten Teil.

Dreamworx

Beiträge 41
06.10.2020

"Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen." (Hugo von Hofmannsthal)
1950-1959, Hamburg, Köln, San Remo. Die ersten Nachkriegsjahre sind an niemandem spurlos vorübergegangen und auch, wenn es noch an allen Ecken und Enden an vielem fehlt, beginnen doch alle auf eine bessere Zukunft zu hoffen. In Köln versuchen Heinrich und Gerda Aldenhoven, mit wenigen Mitteln all ihre Lieben satt zu kriegen, denn die Kunstgalerie von Heinrich findet wenig Zulauf, die Menschen benötigen ihr Geld für dringlichere Dinge. Bei ihren Hamburger Freunden Kurt Borgfeldt, Elisabeth und Nina in Hamburg läuft es finanziell zwar besser aufgrund von Kurts Tätigkeit bei der Sparkasse, doch die Sorgen um Ninas Ehemann Joachim sind groß, der immer noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt ist. Derweil lebt Heinrich Aldenhovens Schwester Margarethe Canna in San Remo, wo sie gemeinsam mit Ehemann Bruno und Familie den Intrigen und Boshaftigkeiten von Schwiegermutter Agnese ausgesetzt sind. Wie werden sie alle das neu eingeläutete Jahrzehnt erleben?

Carmen Korn hat mit „Und die Welt war jung“ einen unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, in dem sie das Schicksal eng verbundener Familien ein Jahrzehnt lang an drei verschiedenen Orten beleuchtet und aufzeigt, wie die Nachkriegszeit diese vor große Herausforderungen stellt und wie die Protagonisten mit ihnen umgehen. Schon die Wahl des Buchtitels ist exzellent gewählt, denn die Jahre nach dem Krieg bedeuten nicht nur Wiederaufbau unter schwierigsten Bedingungen, sondern alle müssen ihr Leben neu ausrichten, Verluste verarbeiten, ihre Ängste überwinden und Weichen für die Zukunft stellen. Mit flüssig-leichtem, bildhaftem und empathischem Erzählstil lässt die Autorin den Leser abwechselnd von Köln nach Hamburg und San Remo reisen, um die Entwicklungen innerhalb der jeweils dort ansässigen Familien genau mitzuverfolgen, wobei sie die unterschiedlichen Sichtweisen sehr gut herauszustellen weiß. Nicht nur die zwischenmenschlichen Verbindungen unter den einzelnen Familien stellt Korn wunderbar heraus, aber auch den historischen Hintergrund hat sie sehr gut mit ihrer Handlung verwoben. Der Leser erlebt nicht nur den Wiederaufbau von Köln und Hamburg mit, sondern nimmt auch Anteil an der Entwicklung der einzelnen Protagonisten, die vereinzelt noch sehr lange an den hinter ihnen liegenden Kriegsjahren zu knabbern haben.

Die Charaktere sind sehr liebevoll und detailgenau in Szene gesetzt, wirken wie aus dem Leben gegriffen und untermalen mit individuellen menschlichen Eigenschaften ihre Glaubwürdigkeit. Der Leser findet sich schnell in ihrer Mitte wieder, um Anteil an ihren persönlichen Schicksalen zu nehmen und mit ihnen zu fiebern. Heinrich und Gerda bestechen mit ihrer freundlichen, offenen Art, obwohl ihnen Sohn Ulrich und Tochter Ursula so manches Mal das Leben schwer machen, während die Cousinen Billa und Lucy sich trotz der angespannten finanziellen Situation ziemlich extravagant geben. Margarete, Bruno und Gianni geht es finanziell zwar gut, doch stehen sie unter der Knute von Schwiegermutter Agnese, die alle drangsaliert und mit ihren Intrigen aufzubringen versteht, während ihr Liebling Bixio die Frauenwelt aufmischt und mit allem durchkommt. Elisabeth leidet unter Depressionen, seit ihr Schwiegersohn als vermisst gilt. Während Nina der Rückkehr ihres Mannes kaum noch Chancen einräumt und sich der Zukunft zuwendet, hält Elisabeth eisern an der Hoffnung fest. Aber auch Protagonisten wie Vinton oder der kleine Jan tragen mit ihren Auftritten zum Unterhaltungswert der Geschichte bei.

„Und die Welt war jung“ ist ein sehr unterhaltsamer Roman über drei miteinander verbundene Familien, deren Schicksal eng mit der dem historischen Hintergrund verbunden ist und aufzeigt, mit welch unterschiedlichen Problemen und Herausforderungen die Menschen damals zu kämpfen hatten. Wunderbar erzählt und mit einer absolut verdienten Leseempfehlung ausgestattet!

anna

Beiträge 14
03.10.2020

Da ich schon von Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie begeistert war bin ich sehr gespannt auf ihren neuen Roman es geht um drei Familien die nach dem zweiten Weltkrieg ihr Leben neu sortieren und große Hoffnung in die Zukunft setzten.Ich liebe diese Familiengeschichten die so lebendig geschrieben sind ein Buch das meine Kinderjahre wieder aufleben läst

raschke64

Beiträge 14
28.09.2020

Stimmig

Das Buch beginnt 1950 und endet 1959. Es erzählt die Geschichte dreier Familien, die in Hamburg, Köln und San Remo leben. Sie sind teils miteinander verwandt, teils miteinander befreundet. Nach und nach erweitern sie sich um Schwiegerkinder, Kinder, Enkel und Freunde.

Es ist noch nicht lange her, da habe ich ein Buch über genau diese Zeit gelesen. Damals hat es mich sehr gestört, dass quasi alle Probleme dieser Zeit in das kleine Buch gepackt worden waren. Es war einfach überfrachtet und teilweise wirkte es aufgesetzt. Hier ist genau das gleiche passiert. Der Krieg ist noch nicht lange vorbei, die Probleme mit den Nazis sind aktuell, der Hass auf zurückkehrende Juden ist vorhanden, Frauen gehören in die Küche und in die Kirche, das Leben wird nur langsam besser. Doch in diesem Buch ist das einfach alles stimmig beschrieben. Diese verschiedenen Themen werden oft eher am Rande und mit Nebenfiguren behandelt, trotzdem sind sie eindringlich vorhanden und trotzdem ist das Buch gut lesbar und eine liebenswerte Familiengeschichte, die aber gleichzeitig nicht in den Kitsch abrutscht. Ich kann das Buch wirklich nur zum Lesen empfehlen und freue mich auf den zweiten Teil.

laurina

Beiträge 11
28.09.2020

Mit Beginn der 1950ziger Jahre ist der Krieg gerade mal fast fünf Jahre vorbei, überall sind die Folgen noch spürbar, doch befinden sich die Menschen irgendwie in Aufbruchstimmung und wollen meist auch vergessen. Die Autorin Carmen Korn beschreibt das Leben von damals, in dem sie drei Familien in den Mittelpunkt stellt, die in Hamburg, Köln und San Remo ein sehr unterschiedliches Leben führen und deren Leben durch persönliche Beziehungen mit einander verknüpft ist.

Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und fand es ziemlich interessant wie unterschiedlich die Menschen lebten, obwohl es in den Familien kein wirkliches Elend wie Hunger gibt. Alle Familien haben den Krieg bis auf einen vermissten Ehemann gut überstanden. Genau dieser Ehemann trübt das Glück auf einen Neubeginn, da insbesondere die Schwiegermutter ihn nicht loszulassen vermag. In der anderen Familie drangsaliert die Schwiegermutter als Familienoberhaupt deren Mitglieder und in der nächsten Familie sind es trotz eigenen Hauses die finanziellen Sorgen, die dem Glück im Wege stehen. Nicht alles ist planbar und das Leben geht seine eigenen Wege, jedoch es gehört Mut, Freude, Hoffnung Liebe dazu Chancen zu ergreifen.
Die Geschichte habe ich an drei Tagen gelesen, so sehr war ich fasziniert und wollte unbedingt immer mehr wissen, wollte wissen wie es weitergeht und welche Entscheidungen getroffen werden. Das Lesevergnügen wurden durch den Schreibstil und den gelungenen Aufbau unterstützt, so dass ich jetzt am Ende der Geschichte, die noch nicht zu Ende ist, sehnsüchtig auf den nächsten Teil warte.

begine

Beiträge 7
27.09.2020

Die Schriftstellerin Carmen Korn entführt uns in die Zeit nach dem letzten Weltkrieg. Die Zeit wurde inzwischen viel beschrieben.

„Und die Welt war jung“ zeigt die Jahre ab 1950 und geht über drei Familien in verschiedenen Städten. Es ist der 1. Band der Städte Saga.

Es sind Heinrich und Gerda Aldenhovens in Köln.
In Hamburg ist es Gerdas Freundin Elisabeth und ihr Mann Kurt.
In San Remo ist es Margarethe, die Schwester von Heinrich und ihr Mann .
In jeder Familie gibt es erwachsene Kinder, die ihr Leben in die Hand nehmen.

Die Autorin hat jeder Familie ein Schicksal zu geteilt. Wie es eben ist, jeder hat sein Päckchen zu tragen. Das macht sie recht gut.

Auch wenn ich schon viel aus der Zeit gelesen habe, ist es wieder interessant und ich werde auch den nächsten Band lesen.

karlssonvomdach

Beiträge 18
23.09.2020

Wer Familiengeschichten mit historischem Bezug, hier insbesondere zu den 1950er Jahren mag, wird durch dieses Buch gut unterhalten.
Wir erhalten Einblick in das Leben dreier miteinander verwobener Familien an den Schauplätzen Köln, Hamburg und San Remo in den Jahren 1950 bis 1958. Für alle ist es eine Zeit des Aufbruchs und Neuanfangs nach den Entbehrungen des noch nicht lange zurückliegenden Zweiten Weltkriegs. Auf dessen Folgen (z.B. Verfolgung der Juden, Kriegsgefangenschaft) wird in der Geschichte immer mal wieder eingegangen, so dass sie für mich von interessanter historischer Bedeutung ist. Zugleich werden viele Besonderheiten aus dem Leben des Nachkriegsjahrzehnts geschildert und manches Detail kommt mir, die in dem nachfolgenden Jahrzehnt geboren ist, bekannt vor (z.B. Gartenstühle mit bunten Kunststoffbändern, Karl May-Bücher). Was mich auf Dauer etwas gelangweilt hat, war, dass das Buch im Wesentlichen aus Dialogen zusammengesetzt ist und diese auf mich häufig gekünstelt und nicht sehr realitätsgerecht wirken. Welche Kinder werden sich etwa mit ihren Eltern anstatt mit dem Partner über Verhütung und Familienplanung sowie die Partnersuche unterhalten? Überhaupt wurden für meine Begriffe Liebesbeziehungen zu rasch geknüpft und von den Beteiligten unbesehen für gut befunden. Wegen dieser Kritikpunkte und des für mich unverständlichen Endes tendiere ich eher zu einer dreieinhalb Sterne statt voller vier Sterne-Bewertung.

Vielleserin

Beiträge 67
22.09.2020

Erster Januar 1950: In Hamburg, Köln und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe. So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat - auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo -, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft? (Klappentext)

Ein spannender Roman der die Geschichte von 3 Familien in den 50er Jahren erzählt. Der Schreibstil ist fesselnd, klar und deutlich und sehr bildhaft. Er zeigt sehr deutlich den Zeitgeist dieser Jahre. Die Charaktere sind treffend beschrieben und auch die Handlung ist nachvollziehbar. Obwohl manche unvorhersehbare Wendung immer wieder den Verlauf verändern. Man ist sehr schnell in dem Buch mit integriert und erlebt vieles hautnah mit. Man möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Doch am Ende blieben mir noch ein paar Fragen offen.

L.B

Beiträge 9
17.09.2020

Ich mochte schon die Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn sehr gern und war daher sehr gespannt auf ihr neues Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Anhand dreier Familien aus Hamburg, Köln und San Remo, durch Freundschaft und Verwandschaft verbunden, entspinnt sich ein lebendiges Bild der 1950er Jahre,des Jahrzehnts des Wirtschaftswunders. Geprägt von Aufbruchstimmung und Neuanfang erzählt die Autorin die Entwicklung der Familie Aldenhoven in Köln, der Familie Canna in San Remo und der Familie Borgfeldt aus Hamburg. Wie auch in den ersten Büchern ist der Schreibstil sehr flüssig und dynamisch, man ist von der ersten Seite an gefesselt. Auch die Charaktere sind sympathisch dargestellt, man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Handlungsstränge sind schlüssig, wenn auch manchmal mit unwahrscheinlichen Wendungen versehen und das Ende ist so abprubt und offen, dass ich noch mal nachschauen musste, ob das Buch auch wirklich zu Ende ist. Mein Fazit: ein fesselnder, zeitgeschichtlicher Roman, den man nicht aus der Hand legen kann!

kerstin2601

Beiträge 63
09.09.2020

Ein Roman mit Tiefgang, der die Geschichte zweier Familien in der schweren Nachkriegszeit der 50-er Jahre beschreibt.
Unterschiedliche Umgebungen und Lebensstile der Protagonisten werden geschildert sowie deren Probleme, die der Krieg nach sich gezogen hat. Ein sehr gutes, authentisches Buch das zum Denken anregt, mit welchen Lasten und Belastungen die Generation unserer Eltern und Großeltern nach dem 2. Weltkrieg zu kämpfen hatte.

Sonja26

Beiträge 24
15.02.2021

    Nachdem ich die Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn verschlungen habe, freute ich mich sehr auf die neue Buchreihe.
    Das Buch beginnt im Jahr 1950 und die Geschichte umspannt das Nachkriegs-Jahrzehnt bis 1959. Es handelt von 3 verbundenen Familien, wobei die Familie Borgfeldt mit Elisabeth, Kurt, Nina und ihrem Sohn Jan in Hamburg lebt. Ninas Mann ist im Krieg verschollen.

    Elisabeths Freundin Gerda Aldenhoven lebt mit Mann und Kindern in Köln, wo die Familie eine Kunstgalerie führt.
    Ihre Schwägerin Margarethe mit Mann Bruno wanderte in seine Heimat San Remo aus. Dort leben sie unter dem Dach der Schwiegermutter.

    Alle drei Familien haben ihre Verluste im Krieg zu machen, manche materiell, andere haben Familienmitglieder verloren. Auch finanziell haben sie alle ihre Probleme. Dennoch merkt man den Blick nach vorne, den alle versuchen. Sie alle versuchen, das Beste aus der Zeit zu machen und wie man es von Carmen Korn kennt, geraten sie alle in familiäre oder amouröse Verstrickungen, es treten Menschen in ihr Leben und Freundschaften werden geschlossen.

    Ich hatte zunächst leichte Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, denn die Handlungsorte springen sehr schnell und man muss zunächst die Namen den Familien zuordnen, ihre Lebensorte und wer mit dem verschwägert oder befreundet ist. Das dauerte für mich ein wenig. Doch dann war ich genauso in den Bann gezogen, wie bei den vorherigen Büchern. Ich habe mitgefiebert und teilweise auch vorausgeahnt, was passieren könnte. Mir sind die Charaktere schnell ans Herz gewachsen, manche erinnerten mich doch auch an Charaktere aus der Jahrhundert-Trilogie. Wer die kennt, trifft übrigens doch auch alte Bekannte wieder...

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Mir war nicht klar, dass es 2 Bände geben würde, aber ich dachte mir so etwas, da es doch mit einem ziemlichen Cliffhanger endet. Ich freue mich also schon auf den 2. Band. Wer Familiensagas mag oder auch einfach ein bisschen in das Nachkriegsdeutschland und die Zeit des Wirtschaftswunders eintauchen möchte, der ist mit dem Band ganz richtig aufgehoben. Ich habe viele neue Dinge gelernt, Altes wiedererkannt und mich sehr wohl gefühlt beim Lesen. Ein tolles Buch!

    Kupferkluempchen_liest

    Beiträge 13
    12.02.2021

      Ein Stück Zeitgeschichte als fesselnder Generationenroman
      Inhalt:

      Das erste Jahrzehnt in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Drei Familien: die Borgfeldt in Hamburg, die Aldenhovens in Köln und die Cannas in San Remo, alle miteinander verwandt oder befreundet.

      Ein Jahrzehnt geprägt von alten und neuen Verlusten, Kriegserinnerungen, aber auch von neuen Verbindungen, neuem Leben und einem neuen Aufschwung.

      Meinung:

      Wie bereits in ihrer Jahrhunderttrilogie ist es Carmen Korn erneut gelungen, den Alltag und das Leben von Generationen einer ganz speziellen Zeit grossartig darzustellen.

      Der Leser erlebt nicht nur das Lebensgefühl des geschilderten Jahrzehnts mit all seinen Emotionen, sondern erfährt darüber hinaus ein Stück solide recherchierter deutscher Zeitgeschichte. Nicht wenige Dinge erinnern an die Erzählungen aus der eigenen Familie.

      Dazu erschafft die Autorin eine Reihe starker Charaktere, mit denen der Leser liebt und leidet und deren verschlungene Lebenswege es unmöglich machen, das Buch vor seinem Ende zuzuschlagen. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung der Familiengeschichten...

      Fazit:

      Carmen Korn beweist für mich auch in diesem Buch einmal mehr, dass sie zu den wirklich lesenswerten Autoren in unserem Land gehört.

      AntjeDomenic

      Beiträge 46
      31.12.2020

        Auf dieses Buch bin ich durch Zufall gestoßen, denn ich habe es einige Male auf der Plattform Instagram gesehen. In der Regel greife ich nicht oft zu diesem Genre bzw. einem solchen Roman. Doch wie ich feststellen musste, war es ein guter Griff.


        Von der Autorin habe ich vorab noch nichts gelesen, doch das wird sich ändern, denn ich werde wieder zu einem Roman von ihr greifen. Wie gut, dass es Band 1 ist und weitere Bände folgen werden. Der Schreibstil hat mich von Seite 1 an mitgenommen und ich bin nur so durchgeflogen beim Lesen. Ich hatte keine Schwierigkeiten dem Gelesenen zu folgen und es zu verstehen.


        Im Roman begnet man vielen Menschen, das war zu Beginn des Lesens bißchen tricky, doch nach einigen Kapiteln war es Ok. Viele Familien und Menschen sind nicht ganz so gut beim Einstieg eines jenes Buches. Aber mit der Zeit wie schon erwähnt gelang es mir.


        Das recherchierte war in meinen Augen großartig, denn ich habe soviel empfunden beim Lesen. Die drei Familien haben viel erlebt und vieles muss auch verarbeitet werden. Ich fand es wirklich spannend und auch interessant der Geschichte zu folgen.


        Für mich ist dieses Buch wirklich gelungen und ich finde die Deutsche Geschichte wunderbar beschrieben von der Autorin. Ich freue mich nun auf den zweiten Band der Autorin. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

        Petzi_Maus

        Beiträge 25
        21.12.2020

          Auftakt der Dilogie der drei Städte-drei Familien-Saga

          Kurz zum Inhalt:
          1. Jänner 1950: In Köln, Hamburg und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Die Wunden vom letzten sind noch immer tief.
          Köln: Das Haus der Familie Aldenhoven platzt aus allen Nähten: die Cousinen wurden ausgebombt und wohnen jetzt mit im Haus; die Galerie von Heinrich Aldenhoven wirft nicht genug Geld ab.
          Hamburg: Nina, die Tochter von Elisabeth und Kurt Borgfeldt, wartet immer noch auf die Rückkehr ihres Mannes Joachim, der noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt ist.
          San Remo: Margarethe Canna, geborene Aldenhoven, hat es wegen der Liebe nach San Remo verschlagen. Doch die Abhängigkeit von der italienischen Schwiegermutter schlägt ihr aufs Gemüt.
          Dieses Buch erzählt die Geschichten von drei befreundeten Familien in der Nachkriegszeit.


          Meine Meinung:
          "Und die Welt war jung" hat mich mit den vielen verschiedenen Perspektiven sehr gut unterhalten. Man taucht in die drei Familien, die verwandt/befreundet sind, tief ein und fühlt, leidet und freut sich mit ihnen mit.
          Die Geschichten der drei Familien Aldenhoven, Borgfeldt und Canna spielen in den drei Städten Köln, Hamburg und San Remo und werden in diesem Band vom 1. Jänner 1950 bis zum 9. September 1959 erzählt.
          Der Erzählstil ist eher ruhig, dadurch fehlt vielleicht manchmal die Spannung, aber es passiert soo viel , dass man immer gefesselt ist. Man fiebert mit allen mit, erlebt ihre Höhen und Tiefen, ihre Freude, ihre Hoffnungen, Träume und schönen Erlebnisse- aber auch ihre Schicksalsschläge, Sorgen und Enttäuschungen.

          Leider gibt es viele und schnelle Sprünge zwischen den Orten; ich hätte mir mehr gewünscht, dass gewisse Handlungen und Vorkommnisse in einem durcherzählt werden, und man nicht dazwischen zu einem anderen Ort springt.
          Ebenso hätte ich mir einiges gern mehr auserzählt gewünscht - vieles erfährt man nur in Rückblicken. Das hätte für mich noch etwas detaillierter sein können, obwohl das Buch sowieso schon 636 Seiten umfasst ;)
          Der Schluss war leider sehr überraschend abrupt - und ich bin jetzt jedenfalls schon sehr auf den Folgeband gespannt.

          Vor der eigentlichen Geschichte werden sämtliche handelnden Personen in den drei Städten ausführlich beschrieben und es gibt einen sehr hilfreichen Stammbaum der drei Familien.


          Fazit:
          Unterhaltsame Familiensaga in der Nachkriegszeit, die drei Familien in drei Städten umfasst, spielend in den Jahren 1950 bis 1959.

          Leonich

          Beiträge 13
          18.12.2020

            Es handelt sich um eine Geschichte die in der Nachkriegszeit spielt. Es geht um 3 Familien. Eine Familie lebt in Italien, eine in Hamburg und eine in Köln. Diese Familien sind miteinander Verwandt bzw. seit der Kindheit befreundet. Die Autorin lässt den Leser immer wissen an welchem Ort die Geschichte nun spielt, so dass man nicht durcheinander kommen kann. Die Geschichte ist sehr interessant und gar nicht zu gefühlsduselig. Hier wird gut erzählt wie es den Mensch in der Zeit geht, ohne ständig aufzuführen wie schlimm der Krieg war. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Es ist das erste Buch das ich von Carmen Korn gelesen habe.

            ingrid_esser

            Beiträge 30
            14.12.2020

              Der Roman „Fräulein Gold - Scheunenkinder“ von Anne Stern ist der zweite Teil einer Serie rund um die Schöneberger Hebamme Hulda Gold. Er spielt im historischen Berlin von Mitte Oktober bis Anfang Dezember des Jahrs 1923. Der Stadtteil „Scheunenviertel“ rückt in den Mittelpunkt dadurch, dass es dort im November des Jahres ein antisemitisches Pogrom gibt und die Protagonistin in dieser Zeit vor Ort ist. Die vordere Klappe des Buchs bietet in ihrer Gestaltung den Ausschnitt einer Karte von Berlin zur besseren Verortung der Lokalitäten. Der Untertitel des Romans ist unabhängig von den Ausschreitungen und bezieht sich auf strafbare Ereignisse im Viertel bei denen Kinder eine wichtige Rolle spielen. Im Prolog wirft die Autorin das Rätsel auf, wie die dort geschilderte Handlung in den Gesamtkontext einzuordnen ist. Erst zum Ende der Geschichte ergab sich für mich ein Gesamtbild, das allerdings nicht zum Verständnis des Romans notwendig war, wohl aber die Vergangenheit einer der Figuren klärt.

              Hulda hat zu ihrem Vater kaum Kontakt, doch über dessen Bekanntenkreis erhält sie den Auftrag, nach der hochschwangeren Tamar im Scheunenviertel zu schauen. Die junge Frau ist eine Nichtjüdin aus Smyrna, dem heutigen Izmir und mit einem galizischen Juden verheiratet. Hulda erlebt die Spannungen in der Familie, die sich aus den verschiedenen Glaubensansichten ergeben. Zwei Tage nach der Geburt verschwindet das Neugeborene spurlos. Es ist nicht leicht, in dem verbauten, als anrüchig betrachteten Scheunenviertel nach einem Säugling zu suchen und als Auswärtige stößt sie bei den Bewohnern auf Misstrauen. Viele sind arbeitslos, das Geld hat immer weniger Kaufkraft. Dafür verantwortlich gemacht werden die Juden des Viertels weswegen es zu Unruhen kommt. Währenddessen ermittelt Kommissar Karl North, Huldas Freund, in einem Fall von Kinderhandel. Obwohl er Hulda gegenüber nicht ins Detail gehen darf, wittert diese einen Zusammenhang mit der Entführung und beginnt mit eigenen Recherchen.

              Die sympathische Hulda, inzwischen 28 Jahre alt, ist stolz auf ihre Unabhängigkeit. Ihre Beziehung mit Karl erlebt im Roman einige Höhen, aber auch Tiefen, die von beiden bedauert werden. Sowohl Hulda wie auch Karl sehen die Schuld für ihre Streitigkeiten bei sich. Hulda entspricht nicht der damals geltenden Norm der Frau als Hausfrau und Mutter, weil sie sich ihrem Beruf eng verbunden fühlt. Obwohl es damals für die freien Hebammen klare Grenzen bei der Ausübung ihres Berufs in ihren Tätigkeiten gibt, setzt sie sich mit all ihren Fähigkeiten bei jeder Geburt für die Gesundheit von Mutter und Kind ein. Doch das Leben auf Rufbereitschaft geht nicht ohne Spuren an ihr vorbei. Karl hingegen hat Zweifel an seinen beruflichen Fähigkeiten, weil er den enormen Einsatz seines Kollegen bewundert und seine eigenen Ergebnisse ständig mit dessen vergleicht. Aufgrund seiner Vergangenheit scheut er davor, in der Liebe enttäuscht zu werden und nimmt jedes kritisch beurteilende Wort einer Situation von Hulda persönlich.

              Es gelingt Anne Stern ihre Geschichte an eine wenig thematisierte, aber geschichtlich bedeutende Episode zu koppeln. Die Bevölkerung ist mehr und mehr unzufriedener. Zunehmend ist es schwierig, selbst Lebensnotwendiges zu besorgen, Hunger und Kälte nehmen zu. Die Unzufriedenheit äußert sich in der Kritik gegen die politischen Führungskräfte, durch die Republik geht ein Rechtsruck. Obwohl Hulda nicht religiös ist, wird ihre jüdische Herkunft immer häufiger thematisiert. Die Autorin vermittelt die düstere Atmosphäre der damaligen Zeit. Dennoch finden auch die Vergnügungssuchenden einen Platz im kalten Berlin. Bis in die Nebenfiguren hinein begegnete ich Personen mit interessantem Hintergrund. In der hinteren Klappe wird nicht nur auf den ersten Band der Reihe hingewiesen, sondern auch auf den dritten Teil, der im Mai 2021 erscheinen wird.

              Der zweite Band der Romanreihe um die Hebamme Fräulein Gold von Anne Stern stand dem ersten in nichts nach. Auch diesmal schafft die Autorin es, mir ein authentisches Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse zur damaligen Zeit zu vermitteln und ihre Figuren dabei nachvollziehbar handeln zu lassen. Gerne empfehle ich das Buch an Leser historischer Romane weiter und freue mich auf den nächsten Band.

              tigerbea

              Beiträge 104
              12.12.2020

                Gerda und Elisabeth lernen sich im Alter von 10 und 11 Jahren kennen und werden Freundinnen für immer. Jetzt, in den 1950er Jahren, lebt Gerda mit ihrem Mann Heinrich und ihrer Familie in Köln. Elisabeth wohnt in Hamburg mit ihrem Mann Kurt, ihrer Tochter und ihrem Enkel Jan. Der hat seinen Vater nie gesehen, denn er gilt als vermisst. Heinrichs Schwester Margarethe ist nach San Remo gezogen. Die Familie ihres Mannes Bruno stammt von dort und ist sehr wohlhabend. Sie leidet unter ihrer dominanten Schwiegermutter. Nur ihr Sohn Gianni wagt es, seiner Großmutter die Stirn zu bieten. Als das Jahr 1950 anbricht, sehen alle voller Zuversicht in die Zukunft. Doch nicht alle Hoffnungen werden erfüllt. Aber obwohl die Entfernungen zwischen den Familien groß sind, gibt es einen Zusammenhalt, der vieles leichter macht.

                Eine Zeitreise ist eigentlich ja immer recht spannend. Mit Reiseleiterin Carmen Korn wird sie immer wieder zu einem Erlebnis. Diesmal führt sie den Leser mit ihrem neuen Buch "Und die Welt war jung" am Beispiel von drei ganz unterschiedlichen Familien in die 1950er Jahre. Der Krieg ist zwar vorbei, aber in den Köpfen der Menschen steckt er noch immer drin. Über die Erinnerungen wird nicht gesprochen - noch nicht einmal mit den liebsten Menschen. Also kämpft jeder für sich mit seinen Dämonen. Daß die Geschichten der Menschen erst nach und nach ans Licht kommen, macht das Buch spannend bis zum Schluß. Erst danach kann man so manche Reaktion der Menschen richtig verstehen.
                Ihrem Schreibstil ist Carmen Korn in ihrer neuen Trilogie treu geblieben. Kurze Sätze, klare Situationen und Sprünge von einem Ort zum anderen. Es erfordert konzentriertes Lesen um in die Handlung einzutauchen. Aber es lohnt sich total, denn die Geschichte erzählt von Menschen, die man gerne selbst zu Freunden haben möchte.

                C. Sch.

                Beiträge 59
                26.10.2020

                  INHALT:
                  Drei Familie , drei Städte, ein Jahrzehnt. 1950: Das neue Jahrzehnt wird begrüsst. In Hamburg bei Gerda und Heinrich leben noch einige Flüchtlingsfamilien im Haus und der Platz ist begrenzt. Die Kunstgalerie von Heinrich wirft immer noch nicht genug Geld ab, um alle satt zu machen. Bei Gerdas Freundin Elisabeth in Köln hat man andere Probleme. Joachim, ihr Schwiegersohn wird seit nunmehr fünf Jahren vermisst. Margarete, die Schwester von Heinrich hat es der Liebe wegen nach San Remo verschlagen. Dort scheint das Leben sorgenfrei zu sein, wäre da nicht die Abhängigkeit von ihrer Schwiegermutter.
                  MEINE MEINUNG:
                  Mit grosser Vorfreude und voller hoher Erwartungen habe ich diesem Buch entgegengefiebert. Ich wusste, Carmen Korn schreibt wieder etwas ganz Besonderes, etwas Grosses und fast schon Monumentales. Kaum angefangen zu lesen, hatte mich die Geschichte der drei Familien auch schon eingefangen und gepackt. Die Autorin schafft es immer wieder, mit ihrer ganz persönlichen Darstellung, dass man sich mitten im Geschehen wiederfindet und am Familienleben mit grossem Interesse teilnimmt. Sie schafft es mit Kleinigkeiten, den Zeitgeist perfekt wiederzugeben und man fühlt sich hier in die fünfziger Jahre zurückversetzt und erlebt das, was man aus Omas Erzählungen schon gehört hat. Wir verfolgen hier drei unterschiedliche Familien, die doch sehr verbunden sind, erleben ihren Alltag mit großen und kleinen Problemen. Und über allem schweben noch die Erinnerungen an den zweiten Wektkrieg. Wir erleben, wie jeder für sich damit umgeht und es doch nicht verarbeiten und vergessen kann. Mit Carmen Korn schauen wir tief in die Familien und werden ein Teil von ihnen. Ich finde, es ist ein ganz grossartiges Buch mit wunderbaren und spannrnden Einblicken in diese Zeit.
                  FAZIT:
                  Sehr nah am Leben, authentische Charaktere und ein tiefer Einblick in das Leben.

                  Schaefche85

                  1 Beitrag
                  19.10.2020

                    "Und die Welt war jung" beginnt mit dem 01.01.1950. Drei Familien, die miteinander bekannt bis verwandt sind, beginnen in drei Städten das neue Jahrzehnt: In Hamburg geht es Elisabeth und Kurt eigentlich gar nicht schlecht - wäre da nicht Joachim, ihr Schwiegersohn, der noch immer nicht aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. In Köln vermissen Elisabeths beste Freundin Gerda und ihr Mann Heinrich zwar kein Familienmitglied, allerdings merken sie, dass die Menschen gerade andere Sorgen haben, als ihr Geld in ihrer Kunstgalerie auszugeben. Heinrichs Schwester Margarethe ist mit ihrem Mann nach San Remo gezogen. Dort geht es ihnen zwar nicht schlecht, allerdings wohnen sie mit Margarethes Schwiegermutter in einem Haus, was das Leben auch nicht unbedingt einfacher macht.

                    Diese drei Familien begleitet man im Roman durch ein Jahrzehnt. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, was das Cover des Buches auch gut wiederspiegelt. Auch die Grundstimmung des Buches ist positiv und die meiste Zeit sehr lebensbejahend. Gleichzeitig wird immer wieder deutlich, dass alle Beteiligten den 2. Weltkrieg erlebt haben und jede*r sein Päckchen oder Paket daraus mitgenommen hat. Ich fand es sehr spannend, diese Zeit einmal näher beleuchtet zu haben und die Diskrepanz zu erleben, wie der Krieg an vielen Stellen doch noch präsent ist und gleichzeitig Gerda an einer Stelle feststellt, dass der Krieg nun in immer weitere Ferne rückt.

                    "Und die Welt war jung" liest sich sehr flüssig. Man nimmt Anteil am Leben der Figuren, hofft auf Klarheiten, freut sich mit ihnen und wandert mit ihnen durch Städte, die zum Teil noch Ruinen sind, in denen aber vieles in Bewegung ist. Gleichzeitig wird durch die Tatsache, dass auf rund 635 Seiten ein ganzes Jahrzehnt anhand von drei Familien dargestellt wird klar, dass es immer wieder Sprünge über einige Monate gibt. So gibt es immer wieder Dinge, die sich andeuten, die man aber nicht selbst erlebt, sondern von denen man im Nachhinein erfährt. Carmen Korn hat das an vielen Stellen gut gelöst, es gab aber auch die eine oder andere Stelle, an der ich gerne mehr gewusst hätte oder "dabei gewesen" wäre. Meiner Ansicht nach hätte ein solches Werk auch gerne ein paar Seiten mehr haben können - aber darüber kann man vermutlich streiten.

                    Dazu kommt, dass das Ende sehr abrupt kommt. Natürlich gibt dies einen Hinweis, wohin es mit der Fortsetzung vermutlich gehen wird, gleichzeitig stelle ich mir die Frage, ob dieses Buch wirklich einer Fortsetzung bedarf oder ob nicht ein paar Seiten mehr womöglich besser gewesen wären. Auch wenn mir alle Beteiligten sehr ans Herz gewachsen sind und ich mich auch freue, über einige von ihnen noch ein bisschen mehr erfahren zu dürfen.

                    Fazit: Ein spannendes Buch über die 50er Jahre, gerade auch für die zu empfehlen, die (wie ich) lange nach dieser Zeit geboren wurden.

                    Gartenfee

                    Beiträge 22
                    17.10.2020

                      Ich habe über die Trilogie von Carmen Korn gelesen, dass sie recht dröge schreiben würde. Das kann ich so nicht bestätigen. Ich würde eher sagen, sie schreibt unaufgeregt aber interessant und vor allem gut recherchiert.

                      Diese Geschichte dreier miteinander verbundener Familien fängt sachte an - man lernt erstmal alle Beteiligten kennen, die wunderbar beschrieben werden. Je weiter ich aber voran kam, desto mehr packte mich die Geschichte und natürlich wollte ich wissen, ob Joachim aus dem Krieg bzw. einer eventuellen Gefangenschaft zurück kehrt.

                      In diesen ca. 10 Jahren, in denen man die Familien begleitet, passiert so einiges - gutes wie schlechtes - und ich fand es sehr interessant zu lesen, wie unterschiedlich es den Beteiligten so geht. Zum einen, wie sie die Kriegserlebnisse verarbeiten und zum anderen, wie sie das Leben im Nachkriegsdeutschland gestalten.

                      Es war deutlich zu merken, dass Carmen Korn sich in den drei Städten auskannte, wie im Klappentext erwähnt. Die Schilderungen waren recht detailgetreu.

                      Eigentlich würde ich ja einen Stern Abzug geben, weil das Buch einfach so mitten in einer Handlung aufhört, aber dafür hat es mir doch zu gut gefallen. So hoffe ich also auf eine Fortsetzung...

                      Grü Ni

                      Beiträge 7
                      13.10.2020

                        Das Cover gefällt mir gut. Ein Foto mit vier jungen Leuten. Das Buch beginnt mit einem Personenverzeichnis und einem Stammbaum . Das finde ich immer sehr praktisch. Sehr gut gefällt mir die zeitliche und örtliche Unterteilung.
                        In dem Buch geht es um 3 Familien, mehrerer Generationen an 3 Orten. Die Familien sind verwandt bzw. freundschaftlich miteinander verbunden. In Hamburg lebt die Familie Borgfeldt. In Köln die Familie Aldenhoven.
                        In Italien lebt die Familie Canna. Familie Canna und Aldenhoven sind familiär miteinander verbunden. Margarethe Canna ist die jüngere Schwester von Heinrich Aldenhoven.
                        Gerda Aldenhoven und Elisabeth Borgfeldt verbindet eine Freundschaft seit Kindertagen.
                        Der Roman beginnt am 01. Januar 1950.
                        Jede Familie hat ihr Päckchen zu tragen. Bei der Familie Aldenhoven läuft die Gallerie schlecht. Die Nachfrage an Bildern nach dem Krieg ist gering.
                        In Italien hat Margarethe, sowie ihre Schwägerin Donata keinen leichten Stand bei bei ihrer Schwiegermutter Agnese. Agnese steht seit dem Tod ihres Mannes dem Blumenhandel und der Familie als Oberhaupt vor.
                        In Hamburg sind die Wohnverhältnisse beengt. Nina und ihre Mutter Elisabeth hadern noch immer mit der Vermisstenmeldung von Ehemann und Schwiegersohn Joachim, seit März 1945.
                        Nina lernt den Engländer Vinton Langley kennen. Er arbeitet für die Zeitung "Die Welt". Nina und Vinton verlieben sich ineinander. Nina lässt sich auf die neue Liebe ein. Nina's Sohn liebt Vinton wie einen Vater. Auch Nina's Vater hat Vinton in sein Herz geschlossen. Nur Nina's Mutter kommt damit nicht zurecht.
                        Carla, eine Freundin von Gianni Canna, wird von seinem Onkel Bixio schwanger. Bixio bekennt sich nicht zu dem Kind. Um Carla zu helfen, bringt Margarethe sie bei der Familie ihres Bruder Heinrich Aldenhoven unter. Carla fühlt sich sehr wohl bei der Familie Aldenhoven. Carla kehrt nicht nach Italien zurück. Aus Carla und Ulrich wird ein Paar. Carla und Lucy Aldenhoven, Ulrichs Tante, eröffnen in Köln ein Modeatelier.
                        In dem neuen Jahrzehnt passiert viel in den Familien. Es ist sehr spannend zu lesen, wie sich alles entwickelt. Sehr erfreut hat es mich, dass Personen und Orten aus der vorherigen Jahundert Trilogie von Carmen Korn erwähnt wurden.
                        Das Buch liest sich durch die gute Unterteilung und Schreibweise angenehm flüssig. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

                        leseratte1310

                        Beiträge 39
                        13.10.2020

                          Dieser Roman entführt uns in die fünfziger Jahre. Der Krieg ist vorbei und nach schwierigen Zeiten geht es langsam bergauf. Bei den Aldenhovens in Köln gilt es, viele Mäuler zu stopfen, denn neben Gerda und Heinrich mit ihren Kindern leben auch noch Cousinen mit ihm Haus. Dabei bringt Heinrichs Kunstgalerie nicht genug ein, denn wer hat schon das Geld, um Bilder zu kaufen. Ihren Freunden Elisabeth und Kurt Borgfeldt in Hamburg geht es finanziell etwas besser. Aber ihr Schwiegersohn Joachim ist noch nicht aus Russland zurückgekehrt und Nina Sohn hat seinen Vater nie kennengelernt. Darf Nina ein neues Glück finden? Heinrichs Schwester Margarethe lebt mit ihrem Sohn und ihrem Mann Bruno Canna, der aus vermögenden Verhältnissen stammt, in San Remo. Ihr Leben könnte so glücklich sein, wenn da nicht ihre Schwiegermutter Agnese wäre, die sehr bestimmend ist.
                          Der Schreibstil von Carmen Korn lässt sich sehr angenehm lesen. Sie führt uns zurück in die Nachkriegsjahre, in denen zwar Hoffnung auf ein glücklicheres Leben da ist, aber es gilt immer noch große Herausforderungen zu bewältigen und die Auswirkungen des Krieges sind allerorts noch sichtbar. Abwechselnd dürfen wir die Menschen in Köln, Hamburg und San Remo erleben.
                          Ich habe diese Zeit teilweise schon bewusst miterlebt und finde, dass aller sehr authentisch beschrieben ist. Die Personen sind individuell und glaubhaft dargestellt. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Allerdings finde ich, dass einige der Personen ruhig etwas mehr Tiefe hätten haben können. Auch die politischen Verhältnisse jener Zeit hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Dennoch ist es schön, die Personen durch ihren Alltag mit ihren kleinen und großen Sorgen zu begleiten und zu erleben, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickeln.
                          Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

                          Buchbiene

                          Beiträge 16
                          13.10.2020

                            Deutschland 1950 - 1959.
                            Drei Familien, drei Städte, ein Jahrzehnt.
                            Die drei Familien, Aldenhovens aus Köln, ihre Freunde Elisabeth und Kurt aus Hamburg und
                            die Schwester Margarethe Aldenhoven in San Remo verheiratet hoffen auf ein besseres neues
                            Jahrzehnt.
                            Silvester wurde unterschiedlich verbracht. In Köln, in Hamburg und in San Remo.
                            Die Fragen am Neujahrsmorgen 1950 sind die gleichen:
                            Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?

                            Carmen Korn entführt uns in eine vergangene Zeit. Der Krieg ist gerade mal 5 Jahre vorbei und die
                            Menschen wollen endlich wieder Leben. Das wird an Hand von drei Familien in drei Städten erzählt.
                            Das Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1950er Jahre werden sehr gut wiedergegeben.
                            Der Schreibstil ist wunderbar fließend. Man fühlt sich gleich sehr verbunden mit den Charakteren.
                            Der Erzählstil ist sehr gut. Einzelne Tage, besondere Ereignisse werden hervorgeholt und dadurch wird die Geschichte
                            sehr lebendig. Das geht flott im Wechsel mit den Familien.
                            Man muss allerdings aufmerksam lesen um zu wissen um welche Stadt es sich gerade handelt.
                            Es springt lebhaft hin und her.
                            Leider bleibt vieles unausgesprochen. Viel Harmonie, glückliche Fügungen stehen im Vordergrund.
                            Die Opfer dieses schlimmen Krieges kommen durchaus vor aber sie können sich recht schnell wieder einleben.

                            Die Täter werden nur am Rande erwähnt. Das ist schade, denn so wirkt dieses Leben wie ein Märchen.
                            Es geht immer nur aufwärts, alles wird besser und jeder bekommt seinen Partner. Keiner soll und wird alleine bleiben. Der aufmerksame Leser merkt sehr schnell das dieser Roman auf ein Happy End zusteuert.
                            Ein richtiger Schmöker der sich so weg liest. Schade nur, dass er so Oberflächich bleibt.

                            erlesen

                            Beiträge 7
                            10.10.2020

                              Aus einer am Timmendorfer Strand in Kindheitstagen geschlossenen Freundschaft zwischen Gerda und Elisabeth entwickelt sich eine enge Verbundenheit innerhalb ihrer gesamten Familie, die sich nun schon über viele Jahrzehnte erstreckt. Schauplätze sind San Remo, Köln und Hamburg und jeder von ihnen hat die Kriegszeit anders erlebt und um so mehr verbindet sie der gemeinsame Wunsch, wieder glücklich am Leben teilnehmen zu können.
                              Im ersten Drittel hatte ich immer wieder Schwierigkeiten, jeden zu seiner jeweiligen Familie zuordnen zu können. Zum Glück gibt es vorn im Buch ein Namensregister, was dabei hilft, mit allen Figuren allmählich zurecht zu kommen. Leider entwickeln sich die Figuren kaum weiter im Verlauf des Buches. Keiner von ihnen hat sich während der Kriegszeit "verdient" gemacht, indem er z.B. jüdische Nachbarn oder verfolgte Künstler versteckt oder den Kriegsdienst verweigert hätte. Um so mehr ist man dann in den 50er Jahren damit beschäftigt, sich zu fragen, wo dieser Nachbar oder der jüdische Maler wohl abgeblieben sein mag und man verspürt einen Ansatz von Schuldgefühlen. Schwiegersohn Joachim kehrt nach 13 Jahren Kriegsdienst und Gefangenschaft zurück. Doch was er in dieser Zeit erlebt hat, wird nur kurz angerissen. Ebenso scheint der Pinanospieler Pips und Freund der Familie Schlimmes durchgemacht zu haben. All das wird nur kurz gestreift. Im Mittelpunkt steht das eigene Wohlergehen und die Story verliert mehr und mehr an Dynamik. Das hat mich allmählich müde gemacht beim Lesen. Zum Schluß hatte ich die "Lindenstraße" der 50er Jahre vor Augen. Eigentlich lese ich sehr gern Romane dieser Art, aber hier schwächelt in meinen Augen alles. Lediglich das Cover vermittelt einen sehr guten ersten Eindruck für die Art des Buches.

                              Arietta

                              Beiträge 54
                              28.09.2020

                                Eine spannende Familiengeschichte in den 60er Jahren

                                Und die Welt war jung

                                Drei-Städte-Saga
                                Der Auftakt der neuen zweibändigen Saga von Bestsellerautorin Carmen Korn. Drei Familien, drei Städte, ein Jahrzehnt.
                                1. Januar 1950: In Köln, Hamburg und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und deren Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe.
                                So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat - auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo -, die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?
                                In ihrer neuen Saga lässt uns Carmen Korn tief eintauchen in die Nachkriegsjahrzehnte. Anhand von drei befreundeten Familien erzählt sie vom Neuanfang in Köln, Hamburg und San Remo, von großen und kleinen Momenten, von Festen, die gemeinsam gefeiert werden, von Herausforderungen, die zu meistern sind. Und vom Wunsch, aus dem Schweren etwas Gutes entstehen zu lassen, der Hoffnung, dass es noch nicht vorbei ist, das Leben und das Glück.

                                Meine Meinung zur Autorin und Buch
                                Carmen Korn, hat mich schon mit ihrer Jahrhundert Trilogie, begeistert.
                                Man spürt beim Lesen wie intensiv sie sich mit ihren einzelnen Protagonisten beschäftigt und sich in sie hinein versetzt. Alles ist so Authentisch, Bildhaft und real geschildert. Der Handlungsaufbau ist spannend, ebenso die Ortswechsel , der Städte in der ihre Figuren leben.
                                Man spürt beim Lesen wie verbunden sie mit ihrer Heimatstadt Köln ist, auch ihrem jetzigen Wohnort Hamburg und ihrem Lieblingsort San Remo.
                                Ihr Schreibstil ist anspruchsvoll , aber doch leicht und spannend zu lesen.
                                Ich konnte mich in jede ihrer einzelnen Figuren hineinversetzen, mich mit ihnen freuen, lachen, weinen und leiden. Sie gewährt einem tiefe Einblicke in ihre oft verwundeten und zerrissen Seelen. Eine Geschichte voller spannender und unerwarteten Wendungen, besonders der Schluss , macht einem sehr neugierig wie es weiter geht. Sehr schön hat sie das damalige Leben von 1950 -1959 geschildert. Viele Kindheits Erinnerungen wurden bei mir wach beim lesen, da ich Jahrgang 1952 bin.

                                Gerda und Heinrich, sind zwei unkomplizierte und Weltoffene Menschen, auch wenn es in ihrer Familie oft drunter und drüber geht, besonders Tochter Ursula und Sohn Ulrich, sorgen für einige unerwartete Ereignisse.
                                Ich mochte die Familie auf Anhieb. Sehr exzentrisch, waren die Cousinen von Heinrich Billa und Lucy. Sehr Amüsant fand ich wie Billa sich über die Brennsuppe bescherte. Da wurden uralte Erinnerungen wach. Es war 1950 nun mal keine leichte Zeit nach dem Krieg. Die Galerie noch nicht so richtig, das Geld ist knapp, und Heinrich muss sich um das Wohlbefinden der Familie kümmern. Leichter hingegen haben es die Freunde und Familienmitglieder in San Remo, obwohl ich nicht mit Bruno, und Margarete seiner Frau tauschen möchte. Die Schwiegermutter Agnese, ist eine schlimme und intrigante Person, eine Hexe wie sie im Buche steht. Bixio ihr Lieblingssohn, ist ein notorischer Fremdgänger , ein Mistkerl , da musste ich Gianni, der Sohn von Margarete und Bruno recht geben. Er hat das gleiche große Herz wie seine Mutter. Gerdas Freundin Elisabeth in Hamburg, hat es schwer, sie wirkt oft sehr schwermütig. Ihr Schwiegersohn Joachim, ist seit Kriegsende vermisst. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, das er noch lebt. Ihr Mann Kurt sowie Freunde glauben auch nicht das er noch lebt. Ich konnte Elisabeths Verzweiflung verstehen sie klammert sich an die Hoffnung. Besonders da Tochter Nina, scheint so langsam die Hoffnung aufzugeben, und macht Platz für einen neuen Mann in ihrem Leben, ausgerechnet der Engländer Vinton scheint Ninas Herz erobert zu haben, besonders das von dem kleinen Jan, der nie seinen Vater kennen gelernt hat. Es war toll in diese drei Familien abzutauchen, und an ihren Familiengeschichte teilzuhaben, die so vieles verbindet , den jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen . Es wird so manches Unerwartetes Geheimnis ans Licht befördert. Eben wie im richtigen Leben.

                                goejos

                                Beiträge 47
                                24.09.2020

                                Neues Jahrzehnt
                                Neujahrstag 1950, der Beginn eines neuen Jahrzehnts. drei Familien - Köln - Hamburg - San Remo. Überall wird mit gemischten Gefühlen das Neue Jahr begonnen. Was wird es bringen? Jede Familie hat andere Probleme, jede Familie hat andere Erwartungen. Fesselnd werden sie in diesem Buch beschrieben, welches zum Weiterlesen zwingt.