David Safier

Die Ballade von Max und Amelie

Das große Abenteuer Liebe
Die einäugige Hündin Narbe kann sich nicht vorstellen, dass eine wie sie jemals geliebt werden könnte. Doch dann verirrt sich der sanfte Hund Max zu der Müllkippe, auf der Narbe lebt. Er erzählt ihr von seinem wunderschönen Zuhause bei den Menschen und in der Hoffnung auf ein besseres Leben begleitet Narbe den Fremden auf die gefährliche Heimreise.

Unterwegs wird Max von Alpträumen geplagt, in denen die beiden ein Liebespaar sind, aber von einem Menschen getötet werden. Aber sind es wirklich Alpträume oder vielmehr Erinnerungen? Narbe wehrt sich anfangs dagegen, dass es ihr Schicksal sein soll, Max zu lieben. Doch kaum beginnt sie zaghaft an das Gute zu glauben, taucht der Mensch aus den Träumen auf...


Autorenbild Foto von David Safier

Der  Autor

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Seine Romane, darunter "Mieses Karma", "Jesus liebt mich", "Happy Family" und "Muh" erreichten Millionenauflagen. Auch im Ausland sind seine Bücher Bestseller. Als Drehbuchautor wurde David Safier unter anderem mit dem Grimme-Preis sowie dem International Emmy (dem amerikanischen Fernseh-Oscar) ausgezeichnet. David Safier lebt und arbeitet in Bremen, ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen Hund.


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Rezensionen

KimVi

Beiträge 56
31.12.2018

Die einäugige Hündin Narbe lebt auf einer Müllkippe. Ihren Namen hat sie nach einem Kampf mit ihrem Bruder Blitz erhalten. Denn der beanspruchte die Rudelführung, die ihm Narbe nicht kampflos überlassen wollte. Doch leider verlor sie nicht nur den Kampf, sondern auch ihr Auge und wäre fast gestorben. Nun wird sie vom Rudel nur noch geduldet. Liebe, Freundschaft und Vertrauen kennt Narbe nicht. Das beginnt sich allerdings zu ändern, als der Haushund Max sich auf die Müllkippe verirrt. Sie rettet ihm sein Leben und verspricht ihm, ihn bei der Suche nach seinem Zuhause zu begleiten. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg. Dabei lernt Narbe ein vollkommen anderes Leben kennen. Doch in den Nächten wird Max von Alpträumen geplagt, in denen er und Narbe ein Liebespaar sind und vor einem grausamen und äußerst brutalen Menschen um ihr Leben rennen müssen. Sind das wirklich nur Alpträume oder Erinnerungen an vergangene Leben? Gerade als Narbe beginnt, sich in Max zu verlieben und an ein besseres Leben zu glauben, taucht der Mensch aus den Alpträumen auf.....

"Die Ballade von Max und Amelie" ist kein typischer Safier, bei dem man beim Lesen ein Dauergrinsen im Gesicht hat und die Hauptprotagonisten dabei beobachtet, wie sie von einer irrsinnigen Situation zur nächsten stolpern. Denn in diesem Buch schlägt David Safier ernstere Töne an. Er beschreibt eine abenteuerliche Reise von zwei Hunden. Dabei spielen Liebe, Freundschaft, Vertrauen und unsterbliche Seelen eine große Rolle.

Der Schreibstil ist ruhig und angenehm lesbar. David Safier schlägt sanfte und manchmal geradezu poetische Töne an, die berühren und unter die Haut gehen. Doch ganz muss man auf seine humorvolle Art nicht verzichten, denn es gibt auch immer wieder Szenen, bei denen man unverhofft schmunzeln muss.

Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Hunde erzählt. Man begleitet sie auf ihrem Weg und sollte sich nicht daran stören, dass sie selbst und auch die Tiere, denen sie unterwegs begegnen, recht menschliche Charakterzüge haben und nicht unbedingt arttypisch handeln. Gerade das macht allerdings den besonderen Reiz dieser Geschichte aus, denn so kann man sich ganz auf die Handlung einlassen und mit den Hunden mitfühlen. Es gibt allerdings auch Perspektiven, in denen man dem Menschen aus den Alpträumen direkt in die finstere Seele blickt und dabei den unbändigen Hass und die Rachegefühle, die ihn antreiben, zu spüren bekommt. Da dieser Mensch nicht gerade zimperlich mit seinen Opfern umgeht, sollte man beim Lesen nicht zu zartbesaitet sein. Zunächst ist nicht klar, was diesen Menschen antreiben könnte, doch das erfährt man nach und nach im Verlauf der Handlung.

Ich habe bereits einige Romane von David Safier mit großer Begeisterung gelesen und dabei seinen Humor schätzen gelernt. "Die Ballade von Max und Amelie" ist zwar ganz anders, konnte mich aber dennoch sofort begeistern. Die ruhigeren und eher sanften Töne haben mich emotional angesprochen, sodass ich mich ganz auf diese wunderbare Geschichte einlassen und jede Seite genießen konnte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

bärin

Beiträge 4
02.12.2018

Die Hündin Narbe lebt mit ihren Geschwistern auf einer Müllkippe. In einem Kampf mit ihrem eigenen Bruder hat sie ein Auge verloren und daraufhin den Namen Narbe bekommen. Sie kann sich auch nicht vorstellen, dass irgendjemand sie aufgrund dieser Behinderung lieben könnte. Doch dann begegnet sie Max, einem großen Hund, der es anscheinend nicht gelernt hat, sich zur Wehr zu setzen. Sie hilft ihm und verspricht ihm, seinen Weg nach Hause zu zeigen, obwohl sie den selbst auch nicht kennt. So beginnt eine Odyssee durch Wälder und Berge, erschwert durch einen Waldbrand, durch eisige Kälte und Schneefall, gejagt von Hundefängern und von einer Frau aus einem anderen Leben, die sie tot sehen will.

Diese rührende Liebesgeschichte zwischen zwei total unterschiedlichen Hunden ist einfühlsam und mitreißend, mit Witz und Spannung erzählt. In Rückblicken in fern zurück liegende Zeiten werden Szenen der beiden Seelenverwandten und ihrer Jägerin eingeblendet, die sich durch Reinkarnation immer und immer wieder begegnen. Diese Treffen haben in der Vergangenheit immer ein böses Ende genommen - können sie in der Gegenwart endlich dieses Muster durchbrechen und friedlich leben?

Dieses Buch ist ein Muss für alle Hunde-Liebhaber und alle, die mit Hunden gerne Abenteuer und die große Liebe erleben möchten!

buchverschlingen

Beiträge 43
13.01.2019

    Nur wer sein Herz weit öffnet, kann Wunder erleben

    Die Hündin Narbe wohnt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Das Leben meint es nicht gut mit ihr und so ergreift sie die Gelegenheit zur Flucht als sie den Rüden Max kennenlernt, der von seiner Menschenfamilie ausgesetzt wurde und einen Weg nach Hause sucht. Die beiden tun sich zusammen, aber Max hat schlimme Träume, Erinnerungen an ein früheres Leben. Mit Narbe, denn die beiden sind Seelenverwandte und dazu bestimmt, immer wieder von einem bösen Menschen gejagt zu werden…
    „Wenn selbst das Wunderbare nicht vollkommen war, hatte da nicht auch ein Hund mit vernarbtem Auge, ein Recht in dieser Welt zu leben?“
    Ich musste mich erst an den Gedanken gewöhnen, hier aus der Sicht eines Hundes zu lesen. Eines Hundes, der im Laufe des Buches eine tolle Wandlung vornimmt. Mutig war Narbe schon immer, aber voller Selbstzweifel, weil sie sich nicht schön, nicht geliebt findet. Das ändert sich im Laufe des Buches und zwar auf sehr zauberhafte Weise. Die beiden Hunde sind immer füreinander da, helfen sich gegenseitig und das war so schön beschrieben, dass ich mich regelrecht an dem Buch festgelesen habe.
    „Wer uns half, ohne etwas davon zu erwarten, musste eine Freundin sein“.
    Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Vertrauen, aber auch ein teilweise tragisches Buch über Verlust und Streit. Ein ganz anderer Safier, wie ich ihn bisher aus Büchern wie „Muh“ oder „Mieses Karma“ kannte. Weniger lustig, eher ernsthaft, aber sehr lesenswert!

    Langeweile

    Beiträge 4
    12.01.2019

      Narbe ist ein Wildhund, der zusammen mit seinen Geschwistern auf einer Müllkippe lebt. Die Mutter ist sehr krank und einer seiner Brüder setzt sich an ihre Position und tyrannisiert seine Geschwister.
      Narbe hat, dank seines Bruders, nur noch ein Auge und fühlt sich als der hässlichste Hund auf der Erde.
      Eines Tages erscheint Max,ein Hund der von seinem Herrchen ausgesetzt wurde und klagt Narbe sein Leid.
      Er möchte zu seiner Familie zurückfinden, kennt aber nicht den Weg dorthin. Narbe verspricht ihm zu helfen, obwohl er keine Ahnung hat wie er die Familie von Max finden soll.
      Die beiden machen sich auf den Weg und erleben viele Abenteuer mit Menschen und anderen Tieren.

      Meine Meinung:

      Die Geschichte begann sehr schön,wieder einmal hat mich der spezielle Schreibstil des Autors begeistert.Sein Einfühlvermögen in die Psyche der Tiere faszinierte mich. Dann jedoch zog sich die Geschichte sehr in die Länge und versandete in Belanglosigkeiten. Zum Schluss wurde es zwar wieder etwas spannender, dafür aber auch übertrieben utopisch.
      Daher von mir leider nur drei Sterne.

      Lindenblomster

      Beiträge 4
      11.01.2019

        Von David Safier habe ich schon einige wunderbare Bücher gelesen. Ich wurde nie enttäuscht. Auch mit diesem Buch konnte er mich wieder überzeugen, obwohl ich die Zusammenhänge mit der Wiedergeburt nicht gebraucht hätte. Alleine die Geschichte um Max und Narbe war wunderbar.

        Narbe lebt mit ihrer Familie auf einer Müllkippe und muß jeden Tag ums Überleben kämpfen. Obwohl sie eine Familie sind ist doch jeder sich selbst der nächste. Da erscheint eines Tages ein fremder Hund auf der Kippe. Dieser wird von Kindern misshandelt und er wehrt sich einfach nicht. Das kann Narbe nicht mitansehen und sie eilt ihmzu Hilfe. Als auch noch Narbes Bruder auf ihn losgehen will, beschließen die beiden zu fliehen. Max will seine Menschenfamilie finden. Narbe kennt zwar nicht die Welt außerhalb der Kippe, aber sie will Max helfen, denn irgendwie fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

        Auf ihrer Reise erleben die Zwei viele Abenteuer. Narbe lernt eine Stadt kennen, Max lernt jagen. Sie werden von Hundefängern gefangen, erhalten Hilfe von einem Vogel.

        David Safier schafft es, dass man als Leser ganz nah an den Gefühlen der Tiere ist. So könnte es wirklich gewesen sein. An keiner Stelle verliert man den Sichtwinkel der Tiere.

        Im Buch werden uns eigene Verhaltensweisen vor Augen gehalten. Wie gehen wir mit schwächeren um? Kann Freundschaft auch selbstlos sein. Liebe erfordert Mut! Wenn man sich einem anderen öffnet, ist man nicht schwach!

        Mir hätte die Geschichte um Max und Narbe gereicht. Die Träume und Erinnerungen waren für mich unnötig.

        su-sun

        Beiträge 37
        10.01.2019

          Eine wirklich süße Idee von David Safier, die Hunde selbst ihre Geschichte, ihre Weltansicht erzählen zu lassen. Für mich ist allein die Leseprobe schon unglaublich berührend und liebevoll geschrieben! Eine interessante Idee, einen Hund als Protagonisten darzustellen, vor allem, weil ich Hunde so gerne mag!! Darum geht es: Die Hündin Narbe begegnet beim Streunern auf einer Müllkippe dem Hund Max. Max will ihr seine behütete Welt zeigen in der sich die Menschen um ihn kümmern. Doch Nabe traut den Menschen nicht und schon bald bewahrheiten sich ihre Befürchtungen. Gerade als ihre Liebe am schönsten ist, taucht der böse Mensch aus Max’ Albträumen aus und droht alles zu zerstören...

          Minihase

          1 Beitrag
          09.01.2019

            Mich hat das Buch von der ersten Seite an in den Bann gezogen und mich durch und durch begeistert. Besonders schön fand ich, das in der Geschichte zwei besondere Hunde die Hauptrollen ergattert haben. Man musste diese beiden bezaubernden Tiere einfach lieben. Mir hat der Schreibstil auch total gut gefallen, was daran lag das alles, jeder Ort, jedes Tier immer so schön beschrieben wurde und man gleich ein Bild im Kopf hatte. Auch Gefühle der Hunde konnte David Safier sehr gut vermitteln und rüberbringen, sodass ich die ganze Zeit total mitgefühlen und mitfiebern konnte. Ein wirklich großartiges Buch welches ihr nicht lange auf eurem Sub liegen lassen solltet ;)

            Bella 32

            Beiträge 6
            08.01.2019

              Grausam was die Kinder mit dem schwachen Hund machen wollten. Aber hier sieht man das auch im Tierreich Freundschaften entstehen können und der andere einen hilft.Die Leseprobe macht Lust auf mehr zu erfahren was am Ende aus Beiden Hunden wird

              Biene2004

              Beiträge 10
              08.01.2019

                Starker Anfang mit langatmigem Mittelteil und schwachem Ende!

                Das Cover und die kurze Inhaltsangabe haben mich nicht wirklich davon überzeugt, dieses Buch lesen zu wollen, doch aus irgendwelchen Gründen habe ich mich an die Leseprobe gewagt und war dann tatsächlich hin und weg von dem Anfang dieser Geschichte rund um die beiden Hunde Narbe und Max.

                Direkt zu Beginn lernen wir "Narbe" kennen, die auf einer Müllkippe lebt und von Stund an um ihre Existenz kämpfen muss. Ihren Namen verdankt sie ihrem Bruder, der ihr im Kampf ein Auge ausgebissen hat. Seitdem sieht Narbe sich als Krüppel und an die Liebe glaubt sie schon gar nicht.

                Eines Tages verirrt sich Max schwer verletzt auf der Müllkippe. Narbe hilft ihm und seinen Verletzungen und versucht, Max´ Überlebenswillen zu stärken und verspricht ihm, ihn wieder zurück nach Hause zu bringen. Also machen sich die beiden auf den Weg und das Abenteuer beginnt.

                Bis hier ist die Geschichte genau nach meinen Vorstellungen. Doch als plötzlich das Thema 'Reinkarnation" auf den Tisch kommt, hat sich mein erster Eindruck schlagartig geändert. Die Träume von Max, die von einer Jagd seit vielen Leben berichten, um die Liebe dieser beiden Hunde auszulöschen, war mir persönlich einfach "too much". Die verschiedenen Zeitebenen und Körper haben mich total überfordert, hier fehlte es mir so einige Male tatsächlich an der dafür benötigten Vorstellungskraft. Auch die Seelenverwandschaft, die diese beiden Hunde seit vielen Jahrtausenden miteinander verbindet, konnte ich beim Lesen nicht wirklich nachempfinden oder nachvollziehen.

                Das Ende wiederum hat dieser Geschichte dann die Krone aufgesetzt, denn dieses war für mein Empfinden einfach nur total übertrieben und absolut unrealistisch (falls man davon überhaupt sprechen kann bei dieser Geschichte). Hier kam es mir so vor, als würde Safier "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Ich glaube, ein etwas unspektakuläreres Finale hätte auch gereicht und dem Buch wahrscheinlich sogar einen passenderen Abschluss gegeben.

                Zwischendurch habe ich einige Male mit mir gekämpft, diesen Roman rund um Narbe und Max einfach zur Seite zu legen und nicht mehr weiter zu lesen. Doch schliesslich habe ich durchgehalten und bin im Nachhinein auch recht froh, denn jetzt kann ich entsprechend meine Eindrucke und Gedankengänge hier zu Papier bringen.

                Fazit:
                Starker Anfang mit jeder Menge Potenzial, langatmiger Mittelteil und ein schwaches Ende! Ich kann hier daher leider keine Leseempfehlung aussprechen!

                la_tina

                Beiträge 5
                04.01.2019

                  Vom Schicksal vorherbestimmte Liebe?
                  Die einäugige Straßenhündin Narbe rettet Familienhund Max das Leben, als dieser auf einer Müllkippe fast zu Tode geprügelt wird. Um ihm neuen Lebensmut zu geben verspricht sie, ihn nach Hause zu seiner Familie zu bringen - und wagt sich das erste Mal in ihrem Leben in die weite Welt ausserhalb der Müllkippe.
                  Das Buch ist hauptsächlich aus Sicht der Hündin geschrieben, was dem Autor sehr gut gelungen ist. Sie kennt die Natur sowie die Welt der Menschen nicht und ist von vielem verwirrt: Den Gerüchen, dem Gassigehen und dass Menschen auch liebevoll zu Tieren sein können. Ich erwartete von dem Buch ein Abenteuer, welches die beiden Hunde auf der Suche nach Max' Familie erleben. Und zu großen Teilen ist es das auch, denn die beiden lernen andere Tiere kennen und geraten zwischendurch sowohl in gefährliche wie auch schöne Momente. Was ich jedoch vorher nicht wusste und mir weniger gefiel ist, dass die ganze Geschichte unter dem Thema der Reinkarnation steht: Vom Schicksal vorherbestimmte Liebe und eine jahrhunderte alte Gier nach Rache, basierend auf etwas, woran sich die Hunde nach und nach erst in Träumen wieder erinnern können. Entsprechend gesellt sich zu den immer aufs Neue wiedergeborenen und sich als Liebespaar findenden Hunden ein Mensch hinzu, der in jedem Leben erneut Jagd auf die beiden macht. Und das war mir einfach zu albern, machte das ganze Abenteuer der Hunde zunichte. Ebenso ging mir die Hündin mit ihrem falschen Stolz wiederholt auf die Nerven, die manchmal selbst nicht wusste, was sie wollte und lieber den Rüden vor den Kopf stieß als mal über ihren viel zu großen Schatten zu springen. In "Mieses Karma" war die ständige Wiedergeburt noch ganz unterhaltsam, hier machte sie das Hundeabenteuer für meinen Geschmack zunichte. Schade.

                  Gina1627

                  Beiträge 9
                  02.01.2019

                    Sehr berührend, spannend und mystisch!

                    „Die Ballade von Max und Amelie“ war mein erstes Buch von David Safier, mit dem er mich durch seine einzigartig erzählte Geschichte über eine große und herzerwärmende Liebe von zwei wundervollen Hunden begeistert hat! Er hat einen unglaublich bildlichen, feinfühligen und zwischendurch auch poetischen Schreibstil, der bei mir ein ganz intensives Leseerlebnis erzeugt hat. Angst, Sorge, Mitgefühl und eine starke Verbundenheit mit diesen zwei faszinierenden Lebewesen wurden hier ausgelöst.

                    Alles fing mit einer schicksalhaften Begegnung von Max und Narbe auf einer Müllkippe an, die ein trauriger und zugleich erschreckender Ort ist, an dem es täglich nur um den Kampf des Überlebens geht. Er ist das zu Hause der einäugigen Hündin, die dort durch gewaltbereite Kinder, die auf einen wehrlosen Artgenossen einschlagen, auf Max aufmerksam wird. Ein inneres Band führt sie zu ihm und seine unglaublich vertrauensvolle Art löst Gefühle bei ihr aus, die sie schon lange nicht mehr empfunden hat. Sie haben nur eine Möglichkeit allem zu entkommen und begeben sich auf eine gemeinsame Flucht und Suche nach Max‘s Familie und seinem verlorenen zu Hause. Auf ihrer Reise verspüren sie immer mehr eine starke seelische Verbundenheit, die durch plötzlich auftretende beängstigende Träume noch verstärkt wird. Narbe entdeckt endlich die wunderschöne Welt mit all ihren Gefahren, lernt Freunde und Verbündete kennen und muss um ihre beginnende Liebe und ihr Leben fürchten, als beide das Gefühl haben, dass sie verfolgt werden.

                    Diese wunderschöne rührende Liebesgeschichte hat mich von der ersten Seite an magisch ins Buch gezogen und ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Ein Pageturner, mit dem David Safier mich durch seine unglaublich menschlich dargestellten Gefühle, Emotionen und Gedanken, die aus Sicht eines Hundes erzählt werden, voll ins Herz getroffen hat. Es war so wundervoll mitzuerleben, wie sich Max und Narbe Gefahren stellen, die Welt und ihre Liebe entdecken, sich gegenseitig Vertrauen und Unterstützung schenken, zusammenhalten und nicht aufgeben wollen, als sie demjenigen begegnen, der ihnen aus Rache nach dem Leben trachtet. Der Schlüssel hierfür liegt weit zurück in ihrer Vergangenheit und einem Ereignis, dass so ein gewaltiges Maß an Leid erzeugt hat, dass die Wut, der Hass und der Wunsch nach Rache Jahre und Generationen überdauern konnten. David Safier hat dieses Geschehen und die daraus resultierenden Ereignisse in eine immer wiederkehrende Reinkarnation gepackt, bei der man die ganze Zeit hofft, dass alles endlich ein friedvolles und gutes Ende nimmt. Zwischendurch waren mir diese mystischen Träume von Max und Narbe und die Rachegelüste eines ganz lange unbekannten Wesens ein bisschen zu viel des Guten, besonders, als es zum Ende des Buches hin ging. Sehr dramatisch, herzbewegend und gefühlvoll hat der Autor schließlich den Schluss von seinem Roman gestaltet, der mich mit dem Gesang der Ballade von Max und Amelie noch einmal sehr berührt hat.

                    Mein Fazit:

                    Es war ein unglaublich tolles Erlebnis ein Buch zu lesen, das aus Sicht eines Hundes erzählt wurde. Bei manchen Szenen musste ich Schmunzeln, bei anderen hatte ich richtiges Herzklopfen vor lauter Spannung und fast im ganzen Roman einfach nur ein unheimlich schönes herzerwärmendes Gefühl. Für mich ist David Safier ein Autor, den ich neu entdeckt habe und von dem ich sehr gerne noch weitere Bücher lesen möchte. Dieser wundervolle Roman erhält von mir 4 verdiente Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

                    mysticcat

                    Beiträge 12
                    30.12.2018

                      „Die Ballade von Max und Amelie“ ist ein tiefgründiges Buch vom Autor David Safier, der sich jedoch auch in diesem 2018 im Kindler-Verlag erschienenen Hardcover Mühe gibt, witzige Elemente in die Handlung hineinzubringen und das Thema Reinkarnation, nach Mieses Karma, erneut und auf eine neue Art und Weise aufgreift.
                      Das Cover hat, im typischen Gelb-Ton, einen Wiedererkennungswert. Durch den Schatten der beiden Hunde anstatt der bunten Comicillustration ist auch erkennbar, dass dieses Buch nicht im Thema Humor angesiedelt ist und es sich daher um einen „etwas anderen“ Safier handelt, was dem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch tut.

                      Worum geht es?
                      Max, ein Haushund, trifft auf einer Müllkippe die dort geborene und aufgewachsene Hündin Narbe (geborene Fleck). Plötzlich beginnen bei Max Träume, wie aus einem vergangenen Leben, in dem er und Narbe ein Paar waren, obwohl er und Narbe ganz anders aussehen, erkennt er trotzdem beide wieder – doch sie werden auf bestialische Art und Weise von einem Menschen getötet.
                      Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Narbe und dem Mördermenschen erzählt. In der Hundeversion spielen auch für Hunde typische Eigenschaften eine wichtige Rolle, so werden zum Beispiel bei der Beschreibung der Umgebung sehr viele Gerüche verwendet, die Beziehung innerhalb eines Rudels bzw. einer Familie genießt ebenso einen hohen Stellenwert.

                      Meine Meinung
                      Die Welt aus der Sicht der Hündin Narbe zu erleben war für mich eine sehr interessante Leseerfahrung, obwohl ich eher ein Katzen- als ein Hundemensch bin. Die großen Unterschiede zwischen Max und ihr haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, wo sie aus zwei so unterschiedlichen Welten kommen, die sie dem jeweils anderen unbedingt erklären müssen.
                      Das Reinkarnationsthema fand ich sehr gut aufgearbeitet und ich habe während der gesamten Geschichte über die Aufklärung dieser ständigen sich wiederholenden Geschichte nachgedacht und wurde auch am Ende nicht enttäuscht.
                      Wer bereits Bücher des Autors gelesen hat, wird auch diesmal den Schreibstil wieder genießen. Die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen und ich war von Anfang an mitten in der Handlung drinnen, weshalb ich das Buch auch in einem Rutsch ausgelesen habe.
                      Wegen des doch eher schwierigen Zugangs und der brutalen Mordmethoden würde ich das Buch für Kinder ab frühestens 12 Jahren empfehlen, wenn sie von Gewaltschilderungen keine Albträume bekommen.

                      Fazit: Wieder ein sehr gelungenes Buch dieses Autors, ich habe das Lesen sehr genossen.

                      Knopf

                      Beiträge 7
                      26.12.2018

                        Die Hündin Narbe lebt mit ihrer Familie auf einer Mülldeponie und muss jeden Tag erneut um ihr Überleben kämpfen. Stundenlang sucht Sie nach essbaren Resten. Eines Tages bekommt sie mit, wie Max der Rüde von Kindern verfolgt und misshandelt wird. Sie will sich nicht einmischen, denn auf der Deponie ist sich jeder selbst der Nächste. Aber als Max keine Gegenwehr mehr leisten kann, greift sie ein und hilft ihm. Max möchte unbedingt wieder zu seinen Menschen und Narbe verspricht ihm ihn zu begleiten und nach Hause zu bringen. Die beiden erleben auf dem Weg dorthin einige Abenteuer. Narbe muss viel erlernen, denn sie kennt nur das rauhe Leben der Mülldeponie und den Rängekampf in ihrer Familie und Max kennt nur das bequeme Leben, in dem ihm täglich sein Futter gereicht wird. Die beiden raufen sich zusammen und ergänzen sich prima. So erwächst zuerst eine tolle Freundschaft und später auch eine zarte Liebe. Und aus Narbe wird Amelie!

                        David Safier kannte ich bisher nur als Autor von lustigen Romanen, aber mit dem Buch 'Die Ballade von Max und Amelie' ist ihm auch ein toller Roman mit ernsteren Seiten gelungen. Die heiteren, lustigen Stellen fehlen natürlich auch nicht.

                        Die Handlung wird zwar größtenteils aus Sicht einer Hündin erzählt, aber man kann vieles davon eins zu eins in die Menschenwelt übernehmen und wenn alle vieles davon beherzigen würden, gäbe es ein Stück heilere Welt.

                        Die Seiten flogen nur so dahin und das Buch hat mir einige angenehme Lesestunden beschert. Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Kindler Verlag(Rowohlt), die mir zeitnah und kostenlos ein Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

                        Dori5638

                        Beiträge 33
                        25.12.2018

                          Die Bücher von ihm sind bis jetzt sehr witzig geschrieben gewesen. Trotz der Geschichte, die einem verspricht, dass einem warm ums Herz wird, ist das Buch viel zu langatmig geschrieben, selten, dass ich mich zwingen muss, ein Buch fertig zu lesen. Hier jedoch war es leider so.

                          schnäppchenjägerin

                          Beiträge 67
                          19.12.2018

                            Narbe ist eine Hündin, die in einem Rudel auf einer Müllkippe lebt. Ihr Bruder und Rudelführer hat ihr im Kampf, als sie sich ihm nicht unterstellen wurde ein Auge herausgebissen, weshalb sie den Namen Narbe trägt. Als Max, ein Haushund, der ausgesetzt wurde, hilflos auf der Müllkippe erscheint, nimmt sie sich ihm an. Er möchte zurück nach Hause, zu seinem Frauchen und Tochter Lilly, kennt aber den Weg nicht. Narbe behauptet ihm helfen zu können und so begeben sie sich gemeinsam auf den Weg in Richtung Stadt.
                            Ihre Reise ist nicht ganz ungefährlich. Sie müssen gegen Hunger und Kälte ankämpfen, es gibt andere Tiere, die ihnen nicht wohlgesonnen sind und eine Menschenfrau, die auf Rache aus ist.

                            Der Roman ist aus der Sicht einer Hündin geschrieben, deren Horizont naturgemäß begrenzt ist, die aber ähnlich fühlt wie ein Mensch. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ein Hund wie Max mit ihr befreundet sein möchte, aber auf ihrem gemeinsamen Weg werden sie nicht nur zu Gefährten, sie setzen für einander ihre Leben aufs Spiel und entwickeln eine unsterbliche Liebe für einander.

                            Der Weg der beiden Hunde zu Max' Zuhause wird immer wieder unterbrochen von Albträumen beider Hunde, in denen es stets um den Überlebenskampf geht und von kurzen Passagen, die aus Sicht eines Menschen geschildert sind, der die Hunde verfolgt. Die Übergänge sind fließend, so dass man kaum zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kann.

                            Die Geschichte ist melancholisch, bedrückend und vor allem in den Träumen brutal und gewalttätig. Gerade in der Mitte des Romans kamen für mich deshalb Längen auf, da ich mir mehr reale Handlung statt Endzeitszenarien in den Träumen sowie einen stärkeren Fokus auf die unterschiedlichen Leben und Erfahrungen von wildem Hund und Haushund gewünscht hätte.
                            Mich haben die parabelartigen Einschübe verwirrt und ich fand es lange schwierig, die Kapitel um den Menschen und die um die beiden Hunde in Einklang zu bringen. Es geht immer wieder um die Seele, ein Zwischenreich und Wiedergeburt. Mir der Roman damit zu esoterisch und spirituell, was ich nicht erwartet hatte und rückte die für mich wichtigere Botschaft von Freundschaft, Solidarität und Treue zu sehr in den Hintergrund. Am Ende gefiel mir der Roman wieder besser, da sich die Fäden schlüssig zusammenzogen, auch wenn man der Glaube an das Übersinnliche vom Leser gefordert wird.
                            "Die Ballade von Max und Amelie" ist eine Geschichte über die Liebe, die über den Tod hinausgeht und die über alle Zeiten hinweg andauert, aber auch großen Mut zur Verteidigung derselben erfordert.

                            Rea1887

                            Beiträge 18
                            17.12.2018

                              So richtig weiß ich leider nicht, was ich von dem Buch halten soll. Ich mag Hunde und lese dann auch ganz gern mal so ein Buch aus Sicht dieser Tiere. Diese Geschichte fing auch ganz vielversprechend an, indem die Straßenhündin Narbe einen fremden Hund sieht, der sich scheinbar verlaufen hat und dem Tod nah ist. Sie nimmt sich ihm an und erfährt Dinge, von denen sie nicht viel weiß. Dieser fremde Hund heißt Max und lebte mit Menschen zusammen, die ihn allerdings ausgesetzt haben. Er liebt seine Menschen, ganz besonders das Menschenkind Lilly und will so schnell wie möglich wieder zu ihnen zurück, nur leider weiß er den Weg nicht. Narbe beschließt, mit ihm zusammen den Weg zu suchen. Diese Szenen haben mir sehr gut gefallen, in denen sie unterwegs sind, das Meer sehen, in Flüssen schwimmen… Viele Sachen, die Narbe nicht kennt oder noch nie getan hat. Es war irgendwie niedlich, wie Max von seinem Menschenzuhause erzählt hat, wovon Narbe ja noch nie gehört hat. Sie kann sich auch überhaupt nicht vorstellen, wie man sich diesen Menschen unterordnen kann. Auf dem langen Weg freunden sich die beiden Hunde immer mehr an und entwickeln auch liebende Gefühle füreinander. Allerdings gibt es da immer wieder diese Träume, die die beiden Hunde haben. Sie werden von einer Person verfolgt, aber es sind nicht sie, Narbe und Max, in den Träumen, sondern andere Hunde mit anderen Namen, aber trotzdem sie in einem früheren Leben. Und das waren dann die Stellen, in denen ich gedanklich ausgestiegen bin. Ich kann mit Reinkarnation nichts anfangen und fand diese Stellen einfach nur verwirrend. Ich habe einfach nicht verstanden, wie die Frau, die die beiden Hunde verfolgt, weil sie ihr in einem früheren Leben den Mann genommen haben, diesem Lauf ein Ende setzen will und kann. Und warum einer von den Hunden sterben will, aber nicht kann, weil er dann wiedergeboren wird oder nicht… Keine Ahnung, für mich hat diese Nebengeschichte die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hunden und auch die Reise zu Max' Zuhause aus Liebe zu seinen Menschen zerstört. Ohne die Reinkarnations-Geschichte wäre das eine schöne tierische Liebesgeschichte gewesen, die mir auch durchaus gefallen hätte. Aber so bin ich echt zwiegespalten zwischen Gefallen und Nichtgefallen. Schade.

                              Babylu

                              Beiträge 10
                              15.12.2018

                                David Safier war mir bekannt, als Autor diverser lustiger Romane. Doch er schlägt eine andere Richtung ein. Dieses Buch ist einfach wunderbar. Er nimmt uns mit auf die Reise von zwei Hunden die die Liebe lernen und nicht aufhören an das Gute zu glauben. Dieses Buch ist nicht nur für Hundebesitzer ein Lesevergnügen.Es berührt und hat so viel Tiefgang,das ich noch lange darüber nachdenken musste.

                                Buchglueck

                                Beiträge 8
                                11.12.2018

                                  "Die Ballade von Max und Amelie" ist ein Roman von David Safier und erschien 2018 als Hardcover mit 368 Seiten im Kindler Verlag der Rowohlt Verlagsgruppe.

                                  Nachdem ich schon vereinzelte Werke des Autors gelesen hatte war ich sehr auf sein neuestes Buch gespannt, insbesondere weil es hier um die Geschichte zweier Hunde geht.

                                  Erzählt wird hauptsächlich von der Hündin Narbe in der Ich-Perspektive, lediglich zwischendurch kommen Abschnitte bzw. Kapitel aus der Sicht der Menschin Jedda. Zusammen mit dem angenehmen, flüssigem und humorvollem Schreibstil von David Safier ergeben sich wunderbare Lesestunden, in denen man in eine ganz andere Lebenssicht eintaucht.

                                  Narbe, eigentlich geborene Fleck, lebt auf einer Müllhalde und kämpft dort gemeinsam mit ihren Geschwistern ums Überleben. Doch nicht nur das, denn auch untereinander gibt es Kämpfe und Rivalitäten. Max hingegen führte ein friedliches Leben voller Liebe, bis zu dem Tag, der sein Leben, und auch das von Narbe, verändern wird.

                                  Max und Amelie nehmen uns Leser mit auf eine Reise, die so intensiv über Freundschaft, Liebe, Schicksal, Hoffnung und Wiedergeburt erzählt, dass dieser Roman viel mehr ist als ein einfaches Buch. Denn es verändert meiner Meinung nach den Blickwinkel auf so manches im Leben. Auch das Verständnis gegenüber dem Verhalten eines Hundes wird viel deutlicher, da David Safier es schafft den Blick eines Hundes auf z.B. verschiedene Gegenstände oder Gerüche so gut zu beschreiben.

                                  Während der Reise der beiden Hunde habe ich oft mit ihnen gelitten, mich aber auch über ihre Entwicklung gefreut, denn man merkt schnell wie Max und Amelie gegenseitig von einander profitieren bzw. lernen. Besonders am Ende wird klar, dass Narbe gerlernt hat Gefühle nicht für Schwäche zu halten.

                                  Stellenweise waren mir jedoch die Traumsequenzen etwas zu stark bzw. übertrieben in ihrem Umfang. Ich hätte mir hier mehr kleine Details und Geschichten gewünscht, die aber trotzdem die Verbindung und die Kernaussage vermitteln.

                                  Dass das Buch wieder typisch für die meisten Bücher von David Safier in der Farbe Gelb gehalten wurde, gefällt mir gut und gibt dem ganzen auch so einen Wiedererkennungswert. Die Darstellung der beiden Hauptprotagonisten (bzw. -hunden) auf einem Grashügel bei Sonnenuntergang sorgt direkt für ein angenehmes Gefühl und lässt durch die verschiedenen Rassen direkt erkennen, dass es definitv zwei unterschiedliche Charaktere geben wird die sich hier finden.

                                  Mir hat "Die Ballade von Max und Amelie" sehr gut gefallen, weswegen das Buch meine Weiterempfehlung auch bekommt.

                                  vronika22

                                  Beiträge 13
                                  eine Antwort 08.12.2018

                                    Dies ist die Geschichte zweier Hunde die aufeinander treffen. Die einäugige Hündin Narbe lebt schon immer mit ihrer Familie auf einer Müllkippe und kennt kein anderes Leben. Sie trifft auf Max, der in einer Menschenfamilie glücklich gelebt hat, bis sein Herrchen ihn ausgesetzt hat.Max erzählt Narbe viel von seinen Herrchen und möchte von ihm wieder zurück gebracht werden. ..
                                    Während man von David Safier eher humorvolle Bücher kennt, so handelt es sich hier um eine sehr tiefgründige und gefühlvolle Liebesgeschichte. Und ich muss sagen, auch dieses Metier beherrscht Safier meisterhaft. Eigentlich gefällt mir dieses Buch sogar noch um einiges besser als die vorherigen Romane des Autors.
                                    Er hat es geschafft mich mit seinem Buch sehr zu berühren. Aus der Sicht der Hunde wird über wahre Freundschaft, über Liebe, über Vertrauen und Verlust, über Trauer und Hoffnung und einiges mehr auf unterhaltsame Weise geschrieben. Trotz der ernsten Themen lässt sich das Buch total schön lesen. Zugleich gibt es aber ganz viele wunderbare Stellen, die zum Nachdenken anregen.
                                    Die beiden Hunde sind absolut liebevoll dargestellt und ich würde sie am liebsten direkt bei mir aufnehmen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und habe mit ihnen gelacht und geweint. Ich bin sozusagen mit ihnen gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen gegangen.
                                    Das Ende fand ich sehr schön uns vor allem auch sehr passend!
                                    Alles in allem ein wunderschönes, wenngleich stellenweise auch ein wenig trauriges Buch, welches mich regelrecht verzaubert hat. Allen Hundeliebhabern (aber nicht nur diesen) kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

                                    • Sonjas Bücherecke

                                      Beiträge: 66
                                      09.12.2018

                                      Das Buch, das mich immer neugieriger macht, steht ganz oben auf meiner Weihnachtswunschliste. Tolle Rezension.

                                    Leseeckchen

                                    Beiträge 34
                                    08.12.2018

                                      Von Vorurteilen, Lügen und nötigen neuen Wegen

                                      Narbe kennt nur das Leben auf der Müllhalde. Es ist hart, sehr hart – und sogar ihre eigene Familie kennt kein Erbarmen. Max kennt nur das Leben bei Herrchen, Frauchen und Lilly. Da geht es ihm gut und nie geschieht etwas Schlimmes. Doch eines Tages landet Max unversehens auf dieser Müllhalde und Narbe rettet ihn vor einem brutalen Tod durch Mutwilligkeit böser Kinder. Von Max erfährt Narbe, dass es eine andere Art zu leben gibt. Er bittet sie, ihm dabei zu helfen, den Weg nach Hause zu finden. Für beide beginnt eine Reise, die voller neuer Eindrücke, gefährlicher Situationen und wertvoller Erkenntnisse ist …

                                      David Safier hatte mich mit „Mieses Karma“ nicht wirklich erreichen oder gar überzeugen können. Der Humor ist mir da zu platt und vorhersehbar. Ganz anders nun „Die Ballade von Max und Amelie“. Die Dramatik ist sehr gut aufgebaut und nie zu plump oder billig, sondern sehr ergreifend und bewegend. Man blendet automatisch alles ringsum aus, versinkt komplett in das Buch und möchte so gerne für die beiden Hunde da sein, sie retten, beschützen, nach Hause holen. Trotz allem ist es ein leises Buch, das tief unter die Haut geht und da noch lange nachwirkt. Es regt zum Nachdenken an und hat die Kraft, den Leser zu verändern. Man sieht wieder den Wert von Dingen, die man für selbstverständlich erachtet hat. Und man erkennt, wie schnelllebig und kalt die Welt geworden ist.

                                      Max lernt von Narbe, aber Narbe lernt auch von Max. So unterschiedlich sie sich sind, so viele Gemeinsamkeiten finden sich bei näherer Betrachtung doch auch. Die beiden treffen auf andere Tiere und auch dabei lernen sie – und ebenso der Leser! Die Sprache, die Safier hier den Tieren gibt, ist den Arten angepasst, wie ich sagen möchte. Klar, Tiere kommunizieren wohl nicht auf diese „menschliche“ Weise, aber mir gefällt die Geschichte und der Stil. Einzig, dass Narbe immer wieder in altes Verhalten zurückfällt, obwohl sie jedes Mal neu beteuert, dass sie nun endgültig gelernt hat, wird an einem gewissen Punkt dann doch ein wenig – nun ja – nervig. Veränderungen brauchen Zeit, das ist klar. Aber hier wird mir zu massiv darauf hingewiesen. Ich hatte es schon lange vorher verstanden.

                                      Dennoch – das Buch ist durchgehend spannend und interessant. Es wird nie langweilig, Einbrüche in der Geschichte gab es für mich nicht. Dafür bekam ich einen echten Showdown plus Überraschung. Somit gefällt mir bei diesem Buch sogar das Ende ausgesprochen gut. Ja, dieser Safier ist toll und ganz anders als die bisherigen. So mag ich ihn. Fünf Sterne!

                                      Silversoul

                                      Beiträge 2
                                      07.12.2018

                                        Die einäugige Hündin Narbe hatte es nicht leicht im Leben. Sie musste schon viel Leid ertragen. Deshalb ist sie vorsichtig und misstrauisch und hat das Gefühl, dass niemand sie liebt. Doch dann taucht der Hund Max auf. Er hat ein ganz anderes Leben und erzählt Narbe davon. Zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.

                                        Dieses Buch ist von Anfang an etwas anders. Es wird aus der Sicht der Hunde erzählt. Sehr emotional beschreibt der Autor das Leben der Hunde. Tief bewegt nimmt man als Leser am Schicksal der Hunde teil. Man schließt die Hunde sofort ins Herz und hofft auf ein Happy-End.

                                        Irgendwann geht die Geschichte dann jedoch in eine ganz andere Richtung. Es geht um Träume, Menschen, Reinkarnition und einiges mehr, was nicht mehr in die Geschichte passt. Diese Kapitel haben mir nicht gefallen.

                                        Das Buch hatte eine schöne Idee, die Geschichte von zwei Hunden zu erzählen. Der Autor hätte sich hierauf beschränken sollen. Alles weitere, was er zusätzlich noch eingefügt hat, zerstört die Geschichte nur und hätte meines Erachtens besser weggelassen werden sollen.

                                        Sylvi

                                        Beiträge 3
                                        05.12.2018

                                          Das Leben aus einer anderen Perspektive

                                          Ich habe bisher nur von David Safier und seinen Büchern gehört. "Die Ballade von Max und Amelie" scheint aber anders zu sein. Denn es ist nicht lustig oder komisch, wie ich es über die anderen Werke gehört oder gelesen habe. Das Cover verrät schon einmal, dass die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt wird - aus der Sicht zweier Hunde. Darauf muss man sich einlassen können, damit es beim Lesen nicht schwierig wird. Max und Narbe kommen aus völlig verschiedenen Hintergründen und treffen sich zufällig. Sie begeben sich auf einen gemeinsamen Weg und bemerken dabei, dass sie Seelenverwandte sind, die sich aus früheren Leben kennen. Was sie unterwegs erleben, erfahren und ob sie ihr Ziel erreichen, dass muss jede/r Leser/in selbst herausfinden. Thematisch ist die Geschichte weit gefächert. Von Freundschaft, Liebe, Trauer, Verrat, Reinkarnation ... ist alles vorhanden und durchaus auf Menschen übertragbar. Es ist nicht immer einfach, allen Inhalten zu folgen. Dennoch ist es ein lesenswertes Buch.

                                          SiWel

                                          Beiträge 14
                                          29.11.2018

                                            Vertrauen und Freundschaft, Bangen und Hoffen, Lieben und Trennen.
                                            Poesie, Fantasie, Märchen und Wahrheit.
                                            Alles das findet man in dem Roman. Aber wer sind Amelie und Max überhaupt?
                                            Eigentlich braucht man da nur auf das wunderschön gestaltete Cover zu schauen. Amelie ist ein kleiner Hund, der auf der Müllkippe lebt, lebt nur noch ein Auge hat und von seinem Rudel deswegen als Aussenseiter angesehen wird.
                                            Max ist ein großer schwarzer Hund, kastriert und von seiner Familie ausgesetzt, will unbedingt wieder zu seinen Menschen zurück. Sie sind beides Krüppel, auf der Suche nach Geborgenheit, Liebe und einem friedvollen Leben. So versuchen sie gemeinsam ihr Glück zu finden. Es wird ein langer beschwerlicher Weg voller Abenteuer und Schmerzen, wobei sie vielen anderen Tieren und Menschen begegnen.
                                            Die Geschichte von David Safier hat mich tief berührt, wenngleich ich auch des öfteren mal schmunzeln mußte. Die Wortwahl hat mich allerdings von Anfang bis zum Ende begeistert. Eine Geschichte an die ich bestimmt jedes Mal wenn ich einen Hund auf der Straße sehe denken werde.

                                            karlssonvomdach

                                            Beiträge 4
                                            27.11.2018

                                              Den Autor David Safier verbinde ich zwangsläufig mit Geschichten über Mensch und Tier, vor allem aber mit dem Thema Karma (etwa sein Buch „Mieses Karma“). Zu ersteren zählt auch das vorliegende Buch; was letzteres anbelangt, so tritt an die Stelle der Karma-Geschichte die Reinkarnation.
                                              Soweit es um den wunderbar aus hündischer Perspektive geschriebenen Strang Tier-Mensch geht, hat mir das Buch bestens gefallen. Es ist eine wirklich rührende Liebesgeschichte zwischen dem Haushund Max und der Wildhündin Narbe. Max wurde von seinen Herrchen ausgesetzt und trifft auf einer Müllhalde auf die dort lebende Hündin Narbe. Gemeinsam machen sie sich auf den beschwerlichen Weg voller Gefahren und Abenteuer zu Max‘ Zuhause, auf dem sich eine innige, unverbrüchliche Liebe mit hundertprozentigem für einander einstehen zwischen den beiden Tieren entwickelt, an der sich so mancher Mensch ein Beispiel nehmen kann. Wer Geschichten über Tiere und vermenschlichte Tiere liebt, wird seine helle Freude an dem Buch haben.
                                              Der zweite Strang über die Reinkarnationsthematik ist mir hingegen doch zu wirklichkeitsfremd, als dass er mir wirklich gefallen konnte. Hier werden verschiedene Episoden – zumeist in Gestalt von Träumen - aus früheren, mehrere tausend Jahre zurückliegenden Leben der beiden tierischen Protagonisten eingeflochten, die sich als Liebespaar der immer erneuten Rache eines Menschen ausgesetzt sehen. Das läuft darauf hinaus zu zeigen, dass beide füreinander bestimmt sind.
                                              Ein Buch nicht nur für Hundefreunde und vor allem ernsthafter als die früheren Romane des Autors.

                                              tigerbea

                                              Beiträge 52
                                              26.11.2018

                                                Narbe, eine auf einer Müllkippe lebende Hündin, trifft auf Max, einen von seinen Besitzern ausgesetzter Rüde. Sie schließt sich Max an, der seine Familie sucht, um ihrem Leben zu entfliehen. Gemeinsam meistern sie viele Abenteuer, begegnen u. a. Wölfen und durchleben Unwetter.

                                                Dieser Roman ist aus der hündischer Sicht geschrieben, was mir keinerlei Probleme bereitet hat - im Gegenteil. Aus einer anderen Perspektive wäre viel Zauber verloren gegangen. Die Charaktere von Max und Narbe sind richtig toll herausgearbeitet und es ist schön zu erleben, wie Narbe ihren eigenen Wert erkennt und nicht mehr meint, ihr Leben wäre sinnlos. Ihre Freundschaft und die Unterstützung, die sie durch Max erlebt, erhöht ihr Selbstwertgefühl und es sind durchaus Parallelen in die Menschenwelt übertragbar. Geschrieben ist das Buch auf eine sehr anrührende und leicht lesbare Art. Diesmal hat David Safier ein sehr ernsthaftes Buch mit Hintergrund geschrieben - ich muß sagen: Auch dieses Metier beherrscht er!

                                                Tara

                                                Beiträge 10
                                                26.11.2018

                                                  Eine wundervoll und ungewöhnlich erzählte packende Liebesgeschichte
                                                  „Die Ballade von Max und Amelie“ ist ein emotionaler und packender Roman des deutschen Bestsellerautors David Safier. In seinem Buch erzählt er eine wundervolle Liebesgeschichte aus der Sicht eines Hundes.

                                                  Wegen ihres herausgerissenen Auges wird die Hündin Amelie Narbe genannt. Sie lebt in ihrem Rudel auf einer Müllkippe und ist eine echte Kämpferin, die sich selbst für wenig liebenswert hält. Als sie dem ausgesetzten Haushund Max, der sich auf die Müllkippe verirrt hat, begegnet und dieser ihr von seinem Zuhause erzählt, beschließt sie ihn zu begleiten. Zusammen machen sie sich auf den Weg und schnell wird klar, dass Max ohne Narbe vollkommen aufgeschmissen wäre und keinen Tag überleben würde.

                                                  Der Schreibstil von David Safier ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen, dass das Buch aus der Perspektive eines Hundes geschrieben wurde. Durch die relativ kurzen Kapitel wurde ich stets dazu verleitet immer schnell noch eines zu lesen, da ich einfach wissen wollte, wie es mit Max und Amelie weitergeht und hatte das Buch in kürzester Zeit durch. Aufgrund ihrer Vergangenheit könnten die beiden Hunde kaum unterschiedlicher sein, wodurch sie mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht haben. Während ihres gemeinsamen Weges, auf dem sie eine Menge erleben, machen sie eine erstaunliche Wandlung durch und es ist einfach schön zu lesen, wie die beiden füreinander da sind.

                                                  Ich habe diese tierische Liebesgeschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust sehr gerne gelesen. Es ist ein ungewöhnliches Buch mit versteckten Botschaften mit fantastischen Charakteren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

                                                  SBS

                                                  Beiträge 70
                                                  25.11.2018

                                                    Einfach wunderbar

                                                    Narbe lebt mit ihren Geschwistern im Rudel auf einer Müllkippe mit all den Unzulänglichkeiten, die sich daraus ergeben. Sie ist bei ihren Geschwistern nicht angesehen und hat schon einiges Schlimmes in ihrem jungen Leben mitmachen müssen. Ganz anders der große, schwarze Hund Max, der eines Tages auf der Müllkippe erscheint und nicht dorthin passt. Er benimmt sich nicht wie ein typischer Hund und würde ohne Narbe nicht einen Tag überleben, dabei ist er auf der Suche nach seinem Zuhause. Gemeinsam machen sich die beiden auf in ein Abenteuer, das ihr Leben verändern wird.

                                                    Zunächst musste ich mich daran gewöhnen, dass die Geschichte aus Sicht eines Hundes erzählt wird, aber bereits nach wenigen Seiten stellte das kein Problem mehr da. Man will unbedingt wissen, was Narbe und ihr neuer Wegbegleiter Max erleben werden.

                                                    Diese Liebesgeschichte ist speziell, die Hundecharaktere so unterschiedlich, wie sie nur sein können und das macht das Buch so schön und an mancher Stelle blitzt auch Witziges auf, obwohl eine gewisse Ernsthaftigkeit das Buch dominiert.

                                                    Narbe ist eine Kämpfernatur und hält nicht wirklich was von Menschen, während Max seine Familie liebt und wiederfinden möchte, denn er ist wirklich abhängig von der Hilfe der Menschen. Um ihm und auch sich selbst zu helfen, begibt sich Narbe mit ihm auf eine Art Roadtrip, der seines Gleichen sucht. Es wird überraschend spannend und die beiden haben wirklich viele Gefahren zu umschiffen oder sich zu retten – besonders eine rachsüchtige Frau macht den beiden das Leben schwer.

                                                    Interessant fand ich die Überlegungen zur Reinkarnation, auch wenn mich das Thema sonst nicht so wirklich überzeugen kann, fand ich das hier gelungen umgesetzt – auch wenn ich am Anfang ziemlich skeptisch war, ob mir das nicht zu viel des Guten wird… auch die Lieder, Träume und dergleichen sind in ähnlich gelagerten Büchern von mir gerne mal überblättert worden, aber hier konnte ich mich wirklich dafür erwärmen.

                                                    Der Schreibstil ist sehr rund, man kann fast nicht mehr aufhören die meist recht kurzen Kapitel zu lesen, denn man fragt sich immer und immer wieder, was den beiden wohl noch bevorstehen wird, wie sie eine Situation meistern wollen, welchen Streich das Schicksal ihnen wohl wieder spielen wird…

                                                    Mein erstes Buch des Autors, aber sicher nicht das letzte. Gerne empfehle ich das Buch nicht nur Hundefreunden weiter!