Frederik Berger

Die Liebe der Kurtisane

Die betörende Kurtisane Lucrezia Onesta befindet sich auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Mächtige Männer huldigen ihr, sogar Papst Paul III. Farnese ist ihr in väterlicher Zuneigung verbunden.
Gezeichnet von ihren schrecklichen Erlebnissen während der Verwüstung Roms im Sacco di Roma, sucht Lucrezia Heil in Reichtum und Einfluss. Doch nie hat sie den Wunsch aufgegeben, sich an ihren Peinigern zu rächen. Der Gedanke, sich zu verlieben, liegt ihr fern, und so wehrt sie den jungen Kardinal Alessandro Farnese zunächst ab. Doch mit seiner Leidenschaft und Beharrlichkeit gelingt es dem Papstenkel allmählich, ihr Herz zu erobern.
Sie begreift zu spät, dass in Rom eine strengere Kirchenmoral an Einfluss gewinnt. Während sie und Alessandro um ihre Liebe kämpfen, ist sie noch immer erfüllt von dem Wunsch nach Vergeltung. Dabei gerät sie an einen skrupellosen Widersacher: Kardinal Carafa, den fanatischen Gegenspieler des Papstes. Mit Hilfe seiner beiden Neffen plant er ihren Untergang. Während in Rom die ersten Scheiterhaufen der Inquisition brennen, kämpft Lucrezia verzweifelt um ihr Leben und ihre Liebe. Kann Alessandro sie noch retten?


Autorenbild Foto von Frederik Berger

Der  Autor

Frederik Berger wurde am 16. August 1945 in Bad Hersfeld geboren. Er besuchte das altsprachliche Gymnasium, wo er 1965 sein Abitur bestand. Es folgten ein Studium der Germanistik, Politologie, Soziologie, Philosophie und Pädagogik in Marburg und Göttingen und die Promotion in Freiburg. Ab 1985 arbeitete er als Journalist unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit und Die Woche. 1999 erschien mit großem Erfolg sein erster historischer Roman Die Provençalin, dem bislang acht weitere folgten, zuletzt bei Kindler Der Ring des Falken. Frederik Berger lebt als freier Autor am Ammersee.


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Rezensionen

Kötra

Beiträge 16
18.04.2017

    Absolut spannend und super geschrieben.
    Klasse recherchiert, super Inhalt und einfach fesselnd geschrieben.
    Es ist als wäre man live dabei und kann jeden Augenblick durch die super literarische Arbeit miterleben.
    Ih könnte nicht aufhören zu lesen.

    Katiii_liest_gern

    Beiträge 46
    06.02.2017

      Gerade bin ich wieder aufgetaucht aus Frederik Bergers neuestem Roman "die Liebe der Kurtisane". Ich bin begeistert!
      Immer wieder schafft es der Autor, mich tief in seine Bilder und Geschichten zu ziehen, mir interessante und spannende Lesestunden zu schenken, mich mitfühlen zu lassen und das Leben im Rom des 16.Jahrhunderts sowie das Erleben der handelnden Personen greifbar zu machen. Eher selten finde ich Bücher, in denen Wissen und Information, Einfühlungsvermögen und Fabulierkunst so im Einklang stehen. Besonders berührt hat mich eine Passage, in der die nächtliche Landschaft in Capodimonte vor dem inneren Auge entsteht, sowie der Epilog.

      Sehr traurig finde ich, dass Frederik Berger anscheinend beschlossen hat, keine weiteren Renaissance-Romane zu schreiben (siehe Nachwort).
      Ich würde sehr gerne WEITERLESEN und es würde mich sehr interessieren, wie Papst Paul III (Vater des Geliebten der Protagonistin und eine der Hauptfiguren in der "Geliebten des Papstes" und der "Tochter des Papstes") die im vorliegenden Roman beschriebene Zeit "erlebt" hat. Ich wünsche mir sehr, dass der Entschluss, an dieser Stelle aufzuhören, nicht lange anhält!

      Ich frage mich allerdings, wer die Verantwortung für die Buchtitel trägt, denn sie werden den Romaninhalten und den Fähigkeiten des Verfassers überhaupt nicht gerecht.
      Wie soll man diese Bücher finden, wenn ihr Titel nach Liebesroman-Heftchenlektüre klingt?
      Wie soll eine Handlung spannend bleiben, wenn der Titel die Antwort auf die Frage, ob Alessandro Farnese sen. tatsächlich Papst wird oder nicht, bereits vorwegnimmt?