Ildikó von Kürthy

Es wird Zeit

«Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht.
«Es wird Zeit» ist eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verlorengehen kann.


Autorenbild Foto von Ildikó von Kürthy

Die  Autorin

Ildikó von Kürthy ist Rheinländerin, Mutter von zwei Söhnen, Journalistin und Kolumnistin bei der Brigitte. Sie lebt mit ihrem Mann und den Kindern in Hamburg, und besonders an Karneval hat sie schlimme Sehnsucht nach ihrer alten Heimat. Ildikó von Kürthys Romane wurden mehr als sechs Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Sie ist eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen, ihr erster Roman «Mondscheintarif» wurde fürs Kino verfilmt, und auch ihre Sachbücher, «Unter dem Herzen», «Neuland» und «Hilde» waren allesamt Bestseller. Zuletzt erschien ihr Roman und Nummer-1-Bestseller «Es wird Zeit».


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Rezensionen

sommerlese

Beiträge 100
21.08.2019

Judith Rogge lebt in Wedel bei Hamburg, sie ist fast fünfzig Jahre alt, seit fast zwanzig Jahren mit einem Zahnarzt verheiratet und hat drei Kinder. Die Beerdigung ihrer Mutter führt sie zurück in ihre Heimat nach Jülich, dort trifft sie auf ihre ehemals beste Freundin Anne und ihre Jugendliebe Heiko. Voller Schrecken erfährt sie von Annes schwerer Krankheit und macht sich Gedanken über ihr eigenes Leben, aber auch über das ihrer Wegbegleiter. Für Anne, die nicht nur ihre berufliche Bestimmung gefunden hatte, sondern auch noch den perfekten Ehemann, steht jetzt das Leben auf der Kippe.


Ildikó von Kürthy schildert das Glück und Leid ihrer fast fünfzig Jahre alten Protagonistin Judith als Ich-Erzählerin. Dadurch kommt man ihr nicht nur sehr nahe und kann in ihre Gedanken und Hoffnungen eintauchen, man erkennt auch eigene Lebenserfahrungen und Wünsche im Leben wieder. Ich gehöre altersmäßig genau zur Zielgruppe und kann die Lebenswünsche und Abschiede gut nachvollziehen.

Die Kinder sind groß, die Ehe ist eingespielt oder eben wie bei Judith, nicht glücklich und als die Mutter stirbt, bricht der letzte familiäre Halt weg. Ist das schon das Leben gewesen oder sind da noch Ziele, Lebensabenteuer und Beziehungen, die auf sie warten. So oder so ähnlich wird es vielen Frauen gehen, die sich in dieser Lebensphase befinden.

Judith lebt in einer lieblosen Ehe, sie hat Selbstzweifel und fühlt sich alleingelassen. Soll sie ihr altes Leben hinter sich lassen und ihrem Leben eine neue Wendung geben? Der Besuch in ihrer alten Heimat wirbelt viele Emotionen und Hoffnungen auf, die neue wiederentdeckte alte Freundin Anne hat mit ihrer tödlichen Krankheit zu kämpfen und Judith steht ihr liebevoll zur Seite. Hier in ihrer Heimat nimmt sie eine Auszeit von ihrem bisherigen Leben und stellt die Weichen für die Zukunft.


Schwungvoll, heiter, bestürzend traurig und absolut lebensnah erzählt die Autorin ihre Geschichte und es gelingt ihr, diesen speziellen Erzählstil auch locker durch das ganze Buch zu tragen.

Dieser Roman schildert die Probleme in der Midlife Crisis von Frauen. Es geht um viele bewegende Fragen, einige Schicksale, die zu Herzen gehen und die für einen Roman interessante Herangehensweise wirft die Leserin mitten in die Geschichte und lässt sie hautnah miterleben.
"Schmerz öffet das Visier: Schmerz macht wehrlos. er reißt dir alle Masken vom Gesicht. Er macht den Schutzschild aus Ironie, Schlagfertigkeit und schlauen Bemerkungen durchlässig..." Zitat Seite 251

Wer im Alter der Protagonistin ist, wird viele nostalgische Produkte und Songtexte aus der Zeit wiederfinden, die bewirken, das man sich sofort an seine eigene Jugend erinnert. Die spezielle Würze bekommt die Sache aber durch die selbstironischen Bemerkungen und humorvoll eingesetzten Spitzen über das Älterwerden und das Aussehen und das nachlassende Bindegewebe.

"Es ist ja leider völlig unüblich geworden, so alt auszusehen, wie man ist." Zitat Seite 42

"Ich bin 49, und ich fühle mich keinen Tag jünger. Warum sollte ich? Ich habe doch nicht umsonst ein halbes Jahrhundert gelebt, bloß um mich jetzt immer noch jung zu fühlen." Zitat Seite 231


Die Autorin zeigt eine interessante Herangehensweise für einen Roman, indem sie viele bewegende Fragen und Schicksale aufwirft, die zu Herzen gehen und viele Frauen in diesem Lebensabschnitt betrifft.


Sehr lebendig wird diese Lebensphase in der Mitte des Lebens in allen Facetten von Emotionen aufgezeigt und damit ist der Autorin ein humorvoller, gefühlvoller und nachdenklich machender Roman über die Beziehungen im Leben, über Familie, Abschiede und Heimat gelungen. Das Leben bedeutet Veränderung, man sollte sich diesen Veränderungen mutig stellen und das Beste daraus machen. Es gibt nur dieses eine Leben.

hasi_rasi

Beiträge 115
18.08.2019

Try before you die

„Die Mutter tot, die Kinder weg, die Ehe am Ende ...“ (S. 353) treffender als ihre Freundin Martina könnte Judith ihr Leben auch nicht beschreiben. Sie ist seit 20 Jahren mit Joachim verheiratet, er war ihre Notlösung. Jetzt haben sie drei erwachsene Kinder, die sie nicht mehr brauchen, und ein Haus, das nach seinen Bedürfnissen ausgesucht und eingerichtet ist und ihr nicht gefällt. Judith hadert mit ihrem Mann, ihrem Aussehen und ihrem Gewicht, will sich endlich wieder gebraucht und begehrt fühlen. Als dann auch noch ihre Mutter stirbt, gibt ihr das den Rest. Ist sie jetzt die nächste? Soll das schon alles gewesen sein?

Judith fährt wegen der Beerdigung ihrer Mutter zurück in die Heimat und stolpert dort über ihre ehemals beste Freundin Anne und Jugendliebe Heiko. Sie spricht sich mit Anne aus nur um zu erfahren, dass sie sie wahrscheinlich bald wieder verlieren wird. Und Heiko, der sie damals verlassen hat, macht ihr jetzt wieder Avancen. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch fliegen – aber meint er es auch ehrlich? Sie erlebt endlich wieder echte Abenteuer und macht Dinge zum ersten Mal. „Es war, als hätte ich mir eine Auszeit von meinem echten Leben genommen. Ich machte eine Zeitreise, war mir aber selber nicht mehr ganz sicher, in welche Richtung. In die Vergangenheit? Oder in die Zukunft?“ (S. 229) Doch wie soll es jetzt weitergehen? Soll sie einen echten Neuanfang wagen oder nur eine kleine Veränderung? „Alle um mich herum erfüllen sich einen Traum. Und ich? Ich hab nicht mal einen!“ (S. 302)

In Judith habe ich mich oft wiedergefunden. Sie hat Angst vor allem und jedem und steigert sich da auch noch rein. Therapie zwecklos. Sie traut ihrer eigenen Courage nicht, ihr Selbstwertgefühl geht gegen Null. Aber wenn es drauf ankommt, können ihre Freunde auf sie zählen.

Ich bin seit ihrem ersten Buch ein Fan von Ildikó von Kürthy und habe mich sehr gefreut, dass auch Erdal Küppers und sein Mann Karsten wieder mit dabei sind. Auch sie sind älter geworden – in Erdals Fall aber nicht unbedingt weiser oder taktvoller: „Er ist das fleischgewordene Drama ... mein bester Freund, meine beste Freundin, mein Seelenverwandter, Patenonkel meiner Zwillinge, mein gnadenlosester Kritiker, egoistisch, selbstlos und stets aufgewühlt und zu allem bereit.“ (S. 98/99).

Das Buch hat mich zum Nachdenken, Lachen und Weinen gebracht und immer wieder überrascht. Es ist ein Buch voller Abschiede – von Menschen, von unrealistischen Erwartungen und Träumen. Aber es macht auch Mut, sein Leben zu überdenken, im Moment glücklich zu sein und sich vielleicht doch noch mal zu verändern. Schlimmer kann es ja meist eh nicht mehr werden.

Mein Fazit: „Es wird Zeit“ von Ildikó von Kürthy ist ein Buch übers Älterwerden und endlich Ankommen – oder doch lieber neu Durchstarten? Perfekt zum Abtauchen, Auftauchen, Innehalten und Weiterlesen. Ich schließe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

sylvia_hertel

Beiträge 18
05.10.2019

Ein Buch über das Leben, die Liebe und die Freundschaft

„Es wird Zeit“ heißt der neue Roman von Ildikó von Kürthy und der Titel ist Programm.
Judith steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag, die Kinder sind aus dem Haus und ihre Mutter ist gerade verstorben.
Plötzlich merkt Judith, dass mehr Zeit hinter ihr liegt als vor ihr und sie fängt an über ihr Leben nachzudenken.
Will sie wirklich weiterhin jeden Morgen neben ihrem Mann aufwachen? Will sie weiterhin in Wedel, einem Hamburger Vorort leben? Will sie weiterhin die brave Zahnarztgattin sein. Wenn nicht muss sie jetzt etwas ändern.
Es wird Zeit!
Judith trifft durch Zufall Anne wieder. Sie waren einmal beste Freundinnen und hatten sich seit 20 Jahren aus den Augen verloren.
Jetzt ist Anne Krank, sie hat Krebs und die Chancen stehen schlecht.
Judith möchte die Zeit die Anne noch bleibt mit ihr genießen. Sie begleitet sie zu ihren Untersuchungen die gar nicht so schlecht ausfallen. Gegen alle Statistiken scheint Anne auf einem guten Weg zu sein. Judith macht Anne Mut zu Hoffen und sich über Kleinigkeiten zu freuen.
Die Freundinnen haben so viele Jahre verschenkt jetzt wollen sie die Zeit die ihnen noch bleibt nutzen.
Es wird Zeit!
Das Buch ist in einem unkomplizierten und lockeren Schreibstil geschrieben und hat sich schnell lesen lassen. Es steckt voller Lebensweisheiten, die natürlich etwas überspitz und mit viel Humor vorgetragen werden.
Es ist schön mit Zeichnungen von Peter Pichler gestaltet.
Das Buch veranlasst den Leser über das Leben nachzudenken und ob es weiter in den gleichen Bahnen verlaufen soll wie bisher.
Wenn nicht sollte man den Mut aufbringen etwas zu ändern.
Es wird Zeit!

kelo24

Beiträge 13
12.09.2019

Das ist nicht mein erster Roman von Ildiko von Kürthy, der mich gut unterhalten hat, aber der erste, der mich dabei auch beeindruckt hat, weil ich mich zwischen den Zeilen so oft wiedererkannt habe.
Für dieses wundervolle Buch braucht man allerdings meiner Meinung nach schon ein/e gewisse/s Lebensalter und -erfahrung, um manche Gedankengänge nachvollziehen zu können.

Judith als Protagonistin war mir sofort sehr nah, weil mir einige ihrer Fragen über das bisher gelebte Leben sehr bekannt vorgekommen sind. Die 2. Lebenshälfte, also ü 50, hat bei mir zumindest auch die eine oder andere gedankliche Verwirrung hervorgerufen, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Im Roman gibt es jede Menge Lebensweisheiten, mein Lieblingszitat ist dieses: "Ich finde, zum gelungenen Älterwerden gehört, zu akzeptieren, dass nicht alles so gelaufen ist, wie man sich das Anfang zwanzig mal ausgedacht hatte." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Aber dieser Roman hat noch so viel mehr zu bieten als gut Ratschläge. Es geht um langjährige Freundschaften, Träume, auch unerfüllte, den Mut zum Neubeginn und zu seinen eigenen Entscheidungen und um Abschiede. Mit Judith und ihrem durchweg sympathischem Freundeskreis hatte ich viel Spaß, aber die eine oder andere Träne war auch dabei.

Schon das Cover hat mir sehr gut gefallen und mich an die 50-er Jahre erinnert. Zufall oder ein Bezug zum Alter der Protagonistin? Durch den angenehmen Schreibstil sind die Kapitel nur so dahingeflogen und ich war sehr schnell mitten im Geschehen.

Ich habe jede Buchseite genossen, auch wegen der schönen colorierten Zeichnungen, die auf die einzelnen Kapitel abgestimmt sind.
Meine Empfehlung lautet daher: "Es wird Zeit", dies Buch möglichst schnell zu lesen.

Nele22

Beiträge 25
08.09.2019

Ich habe den neuen Roman von Ildiko von Kürthy „Es wird Zeit“ schon sehnlichst erwartet.
Es geht um die 50jährige Judith, deren Leben stagniert, die Kinder sind aus dem Haus, die Ehe dümpelt vor sich hin. Sie ist unzufrieden. Als ihre Mutter stirbt, begibt sich die Protagonistin zurück in ihre Heimatstadt und trifft dort auf ihre Vergangenheit in Form ihrer Jugendliebe und ihrer ehemals besten Freundin.
Ich konnte mich sehr gut in die Personen hinein fühlen und habe auch einige Parallelen ziehen können. Es ist ein Buch, dass sich mit Freundschaft, Liebe, Krankheit und Neuanfängen beschäftigt.
Der Schreibstil ist, wie auch bei ihren vorherigen Büchern sehr flüssig, humorvoll aber auch feinfühlig. Die Autorin schafft es auf wunderbare Weise, den Leser mit viel Witz und auch Ernsthaftigkeit sehr gut zu unterhalten.

Bibliomarie

Beiträge 30
26.08.2019

Zwanzig Jahre lang hat Judith ihrer Heimat und ihrem Elternhaus den Rücken gekehrt. Nie wollte sie zurück, nun musste sie kommen und ihre Mutter beerdigen. Sie trifft auf ihre damals beste Freundin, auch sie hatte Judith aus ihrem Leben gestrichen. Doch Anne und sie knüpfen unmittelbar wieder an ihre Freundschaft an, als hätte es nie eine Pause gegeben und nie das, was Judith als ihren Verrat ansieht. Doch Anne ist krank, ihre Lebensspanne ist nur noch kurz und Judith begreift, dass sie endlich Entscheidungen treffen muss.
Fast 50 Jahre alt, die Kinder erwachsen und aus dem Haus, ist ihre Ehe auch zu einer Wohngemeinschaft geworden. Sie und ihr Mann haben eigentlich nicht mehr viel gemeinsam, wenn sie es denn je hatten, wie Judith konstatieren muss.

Kürthy lässt in ihrem Roman die Hauptfigur als Ich-Erzählerin agieren. Damit bekommt die Geschichte eine sehr persönliche Note und hat mir gleich eine Bindung zur Erzählerin ermöglicht.

Leid und Lebensfreude, Trauer und Optimismus, Verzweiflung und Trost liegen dabei nahe beieinander. Ihre Figuren sprühen vor Lebendigkeit und davon nehme ich auch die totkranke Anne nicht aus. Viele kleine und große Lebensweisheiten hat die Autorin in ihre Geschichte verpackt und man könnte sich eine Menge Sätze als Zitate notieren.

Ich habe Judith und Anne durch alle Höhen und Tiefen begleitet, die ihre neue-alte Freundschaft durchlebt. Dabei spart Kürthy auch nicht an ihrem warmen Witz und ihrer Lust an Situationskomik, die immer perfekt getimt daher kommt. Waren es früher meist junge Frauen, die im Mittelpunkt ihrer Bücher standen, ist mit den beiden gestandenen Frauen auch viel Lebenserfahrung in ihren Roman eingeflossen. Judith erkennt den Wert der Freundschaft, sie erlebt den Begriff Heimat ganz neu und ist nun soweit neue Herausforderungen anzunehmen und sie als Teil ihres Lebens zu begreifen. War ihr die Ehe bisher eine Komfortzone, merkt sie, dass auch ein schwieriger Weg Erfüllung und Freude bringt.
Ich konnte mich mit der Geschichte richtig identifizieren und habe zwischen Rührung und Unterhaltung einige wunderbare Lesestunden genossen.

Außerdem ist das Buch auch eine haptische Freude. Schönes glattes Papier, interessante Illustrationen von Peter Pichler machen aus dem Roman ein ganz besonders ansprechendes Buch.

Langeweile

Beiträge 35
27.12.2019

Inhalt übernommen:
Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht. «Es wird Zeit» ist eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verlorengehen kann.

Meine Meinung:

Als Judith ,anlässlich des Todes ihrer Mutter, in ihre alte Heimat zurückgekehrt und dort nachklangen Jahren ihre alte Freundin wiedertrifft,muß sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Die Autorin beschreibt auf ihre ganz spezielle, humorvolle Art, die Probleme einer fast 50-jährigen Frau. Auch wenn diesmal mehrere ernste Themen angesprochen werden,überwiegt dennoch der Humor. Ich konnte mich streckenweise gut mit der Protagonistin identifizieren, weil ihre Probleme realitätsnah waren.
Trotzdem auch einige Klischees eingehend erläutert wurden, hat mich das Buch gut unterhalten.

Fazit:

Ernste Thematik,leicht verpackt.

Babylu

Beiträge 16
28.09.2019

Ildikò von Kürthy ist,wie wir nun mal alle, älter geworden und dies liest man in ihrem neuen Buch deutlich. Während ich vor zehn Jahren bei Mondscheintarif mitgefiebert habe, wie es um die große Liebe steht. Habe ich hier nun mitgefiebert, wie es um das Leben steht. Was ist wichtig, was braucht es zum Glücklich sein?Dieses Buch gibt dazu einige Anreize.Ich bin zwar um einiges jünger als die Protagonistin, aber dennoch konnte ich viel für mich mitnehmen. Ein großartiger Roman!

Blondy67

Beiträge 4
08.09.2019

Ich erwarte jedes neue Buch dieser Schriftstellerin mit grosser Erwartung.

Um es vorweg zu nehmen. Dieses Buch ist anders, als die Vorgängerwerke.
Berührend und witzig, einfühlsam und ironisch.
Es erfasst alle Facetten menschlicher Emotionen und man ist ständig im Wechselbad der Gefühle - und das im positiven Sinn.
Wie sie auch sehr ernsthaften Situationen mit ihrer speziellen Art von Humor entgegentritt, ist einfach unschlagbar.

Die meisten Frauen werden sich in der Protagonistin Judith wiederfinden.

Ob es um Verlust, Freundschaft oder Neubeginn geht, Ildiko von Kürthy findet immer den richtigen Ton ohne es ins Lächerliche abdriften zu lassen.
Die Personen werden dem Leser so vertraut, als handle es sich um gute Freunde.

Dieser Roman wirkt nach und eignet sich als Lesestoff nicht nur für Frauen um die 50. Hätte ich noch mehr Sterne vergeben können, ich hätte es getan.

Rebecca1

Beiträge 9
30.08.2019

Judith ist 50, die Kinder sind erwachsen und sie hat einen Mann, den sie nicht aus Liebe geheiratet hat. Mit ihrem Leben ist sie mehr als unzufrieden – nicht nur mit ihrer Figur. Nun muss sie nach 2 Jahrzehnten in ihre alte Heimat zurück, um die Beerdigung ihrer Mutter zu organisieren. Ja und hier trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe wieder, sondern auch ihre beste Freundin aus Jugendtagen…
Die Autorin hat diesen Roman in Ich-Form geschrieben, was ich sehr ansprechend fand. Dabei trifft sie mit ihrem einzigartigen Humor genau den Nerv des Lesers. Ohne es zu wollen muss man beim Lesen einfach schmunzeln. Gleich am Anfang des Romans, als Judith aus Versehen auf einem Grab stolpernd zu Fall kommt und dieses gedanklich als Grundstück der darin zur letzten Ruhe gebetteten Eheleute bezeichnet, das fand ich originell. Darauf muss man erst einmal kommen. Irgendwie hat Judith alles im Leben und an sich selbst von der humoristischen Seite betrachtet. Irgendwann war mir das dann doch zu viel. Die Hauptfigur hat mich mit dieser ganzen humoristischen Selbstdarstellung nicht wirklich angesprochen. Sehr schön fand ich die Illustrationen, die immer wieder in einzelnen Kapiteln auftauchen. Alles in allem gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.

Adela

Beiträge 7
27.08.2019

„Manchmal erwische ich mich bei dem kühnen Gedanken, ich könnte doch einfach so bleiben, wie ich bin. Keine Therapie, keine Diät mehr. Kein Hadern mit meinen Ecken und Kanten, Dellen und Falten. Einfach mal nicht mehr nachdenken über sich und andere und die Beschwernisse des Lebens. Ich denke eigentlich nicht gerne nach. Man kommt dabei so leicht ins Grübeln.“
Oh ja, wie oft haben wir Frauen uns das nicht schon gewünscht. In einer Welt der Selbstverwirklichung, der Diktate der Medien aller Art, das Beste aus sich zu machen, noch perfekter zu werden, noch eins draufzusetzen auf unsere bereits angeborene Kreativität, dem Multitasking, nein – dem Multi-Multi-Tasking. Es ist ein Wettrennen mit all den Vorschriften, den gern gehassten Regeln, die unsere sogenannte Zivilisation uns auferlegt.
Judith erlebt eine Zeit der Selbstbefragung – nicht dass sie sich das gewünscht hätte. Doch die Ereignisse zwingen sie dazu, die Ereignisse in ihrer Familie, ihrem Freundeskreis und die in ihrer Vergangenheit, die nun wieder wie aus dem Himmel gefallen in ihre Gegenwart hineinreichen und sie beunruhigen, ja, sogar ängstigen.
Sie hat keine Wahl, als die Herausforderungen anzunehmen, die das Leben ihr in den Weg stellt – Krankheiten, sogar Tod, Enttäuschungen, verlorene Liebe, ein sich leerendes Haus – sie muss all diesem und den Erinnerungen in die verzerrten, hässlichen und schmerzverzogenen Grimassen blicken, die aus den Ecken des Gedächtnisses unerbittlich hervorkriechen.
Der Aufbau dieser Geschichte ist bestechend. Die Kapitelüberschriften finden sich im Kapitel wieder. Ein großer Teil der Rückblenden wird aus Judiths Tagebuch aus vergangener Zeit erzählt und in Zusammenhang gebracht mit der Jetzt-Zeit. Jede Seite ist bewegend, kann einen zum Lachen oder zum Weinen bringen. Von Kürthys Gabe, ernste Themen so darzustellen, dass ihnen noch eine Prise Humor innewohnt ist einzig und bestechend. So wie ihrer Protagonistin Judith scheint auch ihr das Schreiben aus der Feder zu fließen. Scheint – denn Schreiben kann nicht immer einfach nur so fließen. So wie es nicht ist, illustriert Heikos zynische Ehefrau auf Seite 145. Schreiben ist eben nicht „einfach so in den Tag hineinleben und irgendwas schreiben“.

Ildiko von Kürthys Humor ist unerreicht in der Welt der Unterhaltungsromane mit Tiefgang. Mit der Selbstironie ihrer Protagonistin kann sich wohl jede Frau mit Judiths Lebenserfahrung identifizieren. Von Kürthys Sprache ähnelt einem sprühenden Feuerwerk, so überraschend, witzig und lebhaft amüsieren ihre Vergleiche die Leser*in. Sie treffen genau den Nerv, den wir am liebsten verstecken und vor Schmerzen schützen möchten. Wir können uns Judiths Elternhaus, ihre Eltern, ihre Schulzeit, ihre erste Liebe, ihre beste Freundin, ihre Karriere und Ehe so gut vorstellen, dass alles eindringlich vor unserem inneren Auge erscheint. Und dann kommt ein Überraschungseffekt nach dem anderen und wir möchten nicht mehr aufhören zu lesen.
Last but not least tragen Peter Pichlers Illustrationen - mit leichter Hand entworfene aquarellierte Zeichnungen - zum ästhetischen Genuss dieses überaus klugen Lesevergnügens bei.

heidi_59

Beiträge 37
21.08.2019

"Es wird Zeit aufzustehen"

Wer kennt das nicht ?
Du bist fast 50….
Deine Kinder sind mittlerweile selbstständig …
Deine Ehe ist nach über 20 Jahren auch nicht mehr als die tägliche tägliche Routine beim abwaschen .
Dein Körper zeigt dir seine Grenzen und dein Bindegewebe wird auch immer schlaffer und lässt sich hängen…
Und doch sind da noch offene Wünsche , die du schon seit ewigen Zeiten vor dich herschiebst und immer wegen irgendwas Wichtigeren beiseite gestellt hast .
Deine Träume hast du irgendwann zwischen Windeln wechseln und Schulaufführungen verloren , weil deine Kinder zum Wichtigsten in deinem Leben geworden sind .
Doch jetzt sind sie groß , dein Mann ist genau wie Euer Leben in die Jahre gekommen und hat eigene Interessen entwickelt , ohne dich .
So oder ähnlich ergeht es Judith . Während ihr Mann sich in seine Arbeit als Zahnarzt verliert , verliert Judith sich in dem Trauma "verlassene Mutter" und stellt sich erneut die Frage , "Was soll jetzt noch kommen"? Als dann auch noch ihre Mutter unerwartet stirbt , und sie nach 20 Jahren in ihre ihre alte Heimat für die Beerdigung zurückkehren muss, trifft sie auf ein altes gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab, einen Haufen Hoffnungen, Träume, und Albträume , die sie damals zurückgelassen hat.
. Ihre wiedergefundene , ehemals beste Freundin Anne , ist unheilbar an Krebs erkrankt und hofft darauf , den Sommer zu überleben .
Währenddessen versucht eine alte Jugendliebe mit mäßigem Erfolg, Judith und ihr Erbe zu erobern .
Judiths Leben Gerät völlig aus den Fugen , nichts ist mehr so , wie es mal war.
Selbst die Beerdigung gestaltet sich unerwartet schwierig und die Urne der Mutter muss auf Umwegen einem freien Platz auf dem Friedhof finden .
Judith erkennt ihre Chance auf Veränderung und
dass es besser ist, sich zu früh zu freuen als überhaupt nicht .
Denn von nun an wird nichts mehr so sein, wie es mal war.


Ein wunderbarer Roman über Frauen als "best ager" .
Unsere Probleme , unsere ewigen Träume
und das Ganze dazugehörige Drumrum .

Ildikó von Kürthy weiß wovon sie schreibt , wenn sie ihre Protagonistin Judith von ihrem Leben erzählen lässt . Ich fühle mich sofort mit Judith, ihren Problemen und ihrem Selbstzweifel verbunden . Ganz schnell bin ich in ihrem Leben eingetaucht und entdecke mich so manches mal in ihrer Erzählung und finde sogar einige Gemeinsamkeiten in unserem Leben . Es ist fast als würde ich ein Gespräch mit einer guten, alten Freundin führen , die man durch Zufall nach Ewigkeiten wieder trifft .
Ich verstehe Judith und weiß was sie meint, aber ich weiß auch was schief läuft in ihrem Leben . Am liebsten würde ich ihr manchmal sagen :
"Steh auf Judith , da kommt noch so viel , wenn du es zulässt! "
Ein toller Roman so lebhaft und tiefgründig wie das Leben mit all seinen Facetten . Eine herrlich ironische Geschichte , erzählt mit viel Witz und Charme . Mal bissig und mal sehr sentimental und vor allem , sehr ehrlich .
Ildikó von Kürthy hat mein verwöhntes Leser Herz mit ihrem neuen Roman "Es wird Zeit" , im Sturm erobert und ich freue mich sehr , eine neue Autorin für mich entdeckt zu haben , die genau meine Sprache spricht .

Sehr gerne vergebe ich für den tollen Roman
5 Sterne
und eine ganz klare Leseempfehlung für alle Frauen (im besten Alter) ♡

Sylkek1802

Beiträge 4
25.11.2020

    Humorvoll geschrieben,herzlich und mit viel Liebe. Auch in mir wurden Erinnerungen geweckt an längst vergessene und auch verdrängte Zeiten. Interessante Art und Weise sich mit dem vergangenen Leben auseinanderzusetzen .
    Auf alle Fälle lesenswert.

    begine

    Beiträge 7
    12.11.2020

      Wie das Leben spielt

      Ildiko von Kürthy schreibt mit Schwung ihren Roman „Es wird Zeit“

      Im Anfang konnte ich Judiths Augenproblem mitleiden, das habe ich auch. Dann jammert sie noch so, das ich dachte sie sei mindestens 70, dann erfahre ich, das sie erst 50 wird. Tja das Älterwerden belastet jede Frau.
      In dem Buch kann ich so richtig mitschwelgen, die Söhne werden flügge und man fühlt sich allein.
      Wenn Judith über die Sorgen ihrer Freundinnen redet und auch die Ihren, bin ich ganz bei ihr. Der Verlauf der Beerdigung ihrer Mutter ist ja seltsam, aber es passt gut in diese Geschichte. Tragisch ist das Schicksal ihrer Freundin Anne.
      Der Humor der Autorin zieht durch die ganze Geschichte, aber sie hat auch eine gewisse Ernsthaftigkeit und es gibt auch traurige Stellen.

      Die Aneinanderreihung Judiths Probleme ist ein interessanter Schreibstil.

      goejos

      Beiträge 45
      08.11.2020

        Judith muss das Begräbnis ihrer Mutter vorbereiten und kehrt dazu in ihren Heimatort zurück. Am Friedhof trifft sie Anne, ihre Ex-Jugendfreundin. Bevor sie weitere Erinnerungen austauschen können können, muss sie weg. Die Maklerin hat einen Interessenten für ihr zum Verkauf stehendes Elternhaus hergebracht. Auch das ist ein Bekannter aus früheren Tagen. Interessanter Beginn dieser Geschichte. Locker geschrieben, macht Lust auf mehr.

        Wendi

        Beiträge 7
        02.11.2020

          Ildiko von Kürthy schafft es immer wieder, mich in Ihren Bann zu ziehen. Die Bücher sind oft mit Situationen gespickt, die sehr oft im realen Leben vorkommen.
          Auch hier: die Leseprobe beginnt mit einer lustigen Situation, die in der Komik auch über mich sein könnte (ja, ich bin auch ein absoluter Tollpatsch allerdings genau deswegen würde ich nieeee auf einen Baum klettern;-)).
          Die Begegnung mit der alten Freundin, die man ewig nicht mehr gesehen hat, das nächste Treffen am selben Tag mit der Teenegerliebe machen Appetit auf mehr.

          chrissysbooks

          Beiträge 9
          02.11.2020

            Judith wird bald fünfzig, sie ist verheiratet und ihre Kinder sind ausgezogen. Als Judith's Mutter stirbt, fährt sie mit der Urne auf dem Beifahrersitz nach 20 Jahren in ihre alte Heimat und damit kommen auch viele Erinnerungen zurück. Sie trifft ihre Jugendliebe wieder und ihre beste todkranke Freundin Anne. Judith beginnt über ihr Leben nachzudenken. Ist sie glücklich oder wird es Zeit etwas zu ändern?
            Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Ich habe mich schon lange nicht mehr so stark von einem Buch begeistern lassen. Der humorvolle und auch ironische Schreibstil, verknüpft mit ernsten und sehr emotionalen Themen, hat mich zum Lachen und Weinen gebracht. Locker, leicht, witzig, realitätsnah aber auch manchmal etwas überzogene Schilderungen, brachten mir sehr unterhaltsame Lesestunden.
            Die Protagonisten sind alle sehr authentisch beschrieben. Die sehr sympathische Hauptprotagonistin Judith erzählt humorvoll von ihrer Vergangenheit. Diese Ausführungen waren mir manchmal etwas zu ausschweifend, dennoch haben sie tolle Erinnerungen bei mir hervorgerufen.
            Auch Judith's Gedanken über das Älter werden sind sehr amüsant beschrieben. Sie wird bald fünfzig, hat Gewichtsprobleme und fragt sich, was erwarte ich noch vom Leben?
            Der Tod der Mutter löste bei Judith die Sehnsucht nach früher und ihrer Freundin Anne aus. Diese enge auflebende Freundschaft mit ihrer besten Freundin ist etwas Besonderes in diesem Roman. Auch der Umgang mit Anne's Krankheit sowie der Galgenhumor der beiden Freundinnen ist bewundernswert.
            "Es wird Zeit" ist ein großartiger Roman zum Lachen und Weinen, der aber auch zum Nachdenken anregt. Diese Buch kann ich wärmstens empfehlen.

            Paula40

            Beiträge 30
            05.09.2020

              Ich bin grad in der Hälfte des Buches und finde es witzig, unterhaltsam trotz der ernsten Themen. Judith kehrt zurück in ihren Heimatort und trifft nach 20 Jahren ihre beste Freundin wieder, welche todkrank ist. Es ist traurig, aber auch wieder zum. Lachen, wie Judith sich selbst reflektiert.

              Hermione

              Beiträge 33
              20.05.2020

                Nett, aber nicht umwerfend:

                Nach über 20 Jahren kehrt Judith, fast 50, in ihren Heimatort zurück, um ihre Mutter zu beerdigen. Sie trifft auf dem Friedhof ihre ehemals beste Freundin Anne, die tatsächlich hofft, die nächsten Monate zu überleben…





                Meine Meinung:

                Ich hatte mich einerseits auf das neue Buch von Ildikó von Kürthy sehr gefreut, weil ich die früheren Romane immer sehr unterhaltsam fand, andererseits war ich etwas unsicher aufgrund der ernsteren Themen, die laut Klappentext vorkommen sollten.

                Von Beginn an war der neue Roman aber unverkennbar ein von Kürthy, denn die flotte Schreibe und der leichte Humor waren genauso wie in ihren früheren Büchern.

                Auch die handelnden Personen, z.B. Erdal Küppers, waren zum Teil auch schon aus ihren früheren Büchern bekannt.

                Eigentlich war auch in der Tat der Anklang an die früheren Bücher der Autorin – vor allem wenn der lockere Humor durchblitzte – das Beste an dem Buch. Diese Teile haben mich so gut unterhalten, dass ich einige Male schmunzeln bzw. kichern musste. Die ernsteren Themen kamen zwar auch vor, aber sie waren nicht so gelungen oder mit Feingefühl integriert, wie man es vielleicht hätte machen können. Auch der Spannungsbogen hätte etwas steiler sein können.

                Sehr gut gefallen haben mir auf der anderen Seite die liebevolle Gestaltung der Seiten, z.B. zu Beginn der Kapitel, und die netten Zeichnungen.





                Fazit:

                Das Buch ist für Ildikó von Kürthy-Fans, die ihre früheren Bücher mögen, ein netter Anklang, aber man verpasst auch nicht allzu viel, wenn man das Buch nicht liest.

                yellowdog

                Beiträge 21
                30.04.2020

                  Ildiko von Kürthy ist eine bekannte Autorin von Frauenromanen. Ihr neuer Roman Es wird Zeit hat aber auch ein ernstes Thema: die schwere Krebserkrankung einer Freundin.
                  Das wurde in der Leseprobe stark rausgestellt. Es gibt aber noch mehr Themen im Roman, z.B. der Tod der Mutter von Judith.Das wirft bei ihr eine Sinnfrage auf, aber auch der Zustand ihres Lebens mit ihrem Mann.

                  Ansonsten bleibt der bewährte (Chick-Lit)-Stil mit Witz und Selbstironie über eigene Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten zu schreiben. Das empfand ich am Anfang als ziemlich amüsant, auf Dauer wirkt es aber auch ermüdend und das Buch ist vielleicht etwas zu lang. Die andauernde Selbstbetrachtung mündet irgendwie doch in ein Jammern einer Frau in einer Midlife-Krise. Zudem wird noch leicht konstruiert ein Vorfall aus der Vergangenheit aufgebauscht.
                  Es bleiben aber natürlich noch genügend gute Passagen. Insbesondere überzeugt es, wie die Protagonistin und ein weiterer Freund die an Krebs erkrankte Anne durch ihre Freundschaft unterstützen.
                  Der Roman ist insgesamt in Ordnung! Es bleibt aber ein Frauenroman, der aber für Fans dieses Genres ein Highlight sein dürfte.

                  himbeerhummel

                  Beiträge 24
                  30.04.2020

                    „Es wird Zeit“ ist einer der nachdenklicher stimmenden Romane von Ildiko von Kürthy. Nachdem ich ihre Romane immer total gerne gelesen habe, weil ich den frechen, unverhohlenen und witzigen Stil der Autorin einfach liebe, musst ich mir aber auch dieses Buch holen, obwohl der Klappentext mich ein wenig verunsichert hat…

                    Es geht in der Geschichte um Judith, die mit ihren 50 Jahren schon einiges erlebt hat. In jüngster Gegenwart z.B. den Tod ihrer Mutter. Und damit beginnt der Roman dann auch: Mit dem Begräbnis von Judiths Mutter und gleich mal einer sehr skurrilen Situation, da das Grab der Mutter bereits „belegt“ ist – ich finde solche Einstiege in Bücher sehr vielversprechend. Auf der Beerdigung trifft Judith ihre alte Freundin Anne wieder. Was Judith nicht weiß: Anne hat Krebs. Es beginnt eine Aufarbeitung von gemeinsamen Erinnerungen, ein Kampf gegen die Krankheit, alles Erfahrungen, die Judith ihr Leben noch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten lassen. Ihre Ehe ist immerhin schon lange nicht mehr das, was man glücklich nennt und ihre Kinder sind groß und brauchen ihre Mutter nicht mehr.

                    Ich finde, dass Ildiko von Kürthy hier in gewohnt humorvoller Manier, über einen schwierigen Lebensabschnitt schreibt. Trotz aller Ernsthaftigkeit der behandelten Themen bleibt der Stil aber humorvoll und man fliegt geradezu so durch die Seiten. Für mich war es eine tolle Lektüre und ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

                    Xanaka

                    Beiträge 7
                    28.04.2020

                      Über das Glück in der Mitte des Lebens

                      Ich gebe es zu, ich hatte eigentlich keine Lust dieses Buch zu lesen. Vielleicht war es die Thematik von der ich meinte, sie würde mich nichts angehen, obwohl ich mich ja in genau demselben Alter wie die Protagonistin befinde. Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden und bin jetzt im Nachhinein froh darüber dieses Buch gelesen zu haben.

                      Judith ist fast 50 Jahre alt. Ihre Kinder sind groß und bereits aus dem Haus. Sie ist seit zwanzig Jahren verheiratet und nun ist auch noch ihre Mutter gestorben. Es ist als würde Judith durch den Tod der Mutter jeglichen Halt und die noch verbliebene Aufgabe sich um ihre Mutter zu kümmern, verlieren. Mit der Urne ihrer Mutter auf dem Beifahrersitz fährt Judith in ihre Geburtsstadt um dort ihre Mutter zu beerdigen. Das unerwartete Zusammentreffen mit ihrer alten Freundin Anne zieht ihr sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg. Das Treffen mit ihrer Freundin, die sie seit zwanzig Jahren nicht gesehen hat und auch die Beerdigung ihrer Mutter führen zu einer gedanklichen Auseinandersetzung mit ihrem bisherigen Leben. Alle Geschehnisse, alle Entscheidungen, alle Fehler kommen auf den Prüfstand und werden von ihr, mitunter sehr drastisch, analysiert.

                      Diese Selbstanalysen sind es u.a. die das Buch so lesenswert machen. Schon ihre eigene Aussage - sie ist seit neunzehn Jahren aus guten Gründen mit dem falschen Mann verheiratet - stellen das recht anschaulich dar. Aber auch die witzigen Beschreibungen der kleinen Neurosen, die man ab einem bestimmten Alter eben hat, sind einfach köstlich zu lesen. Bei den Beschreibungen aus der Kindheit der Protagonistin werden unwillkürlich Erinnerungen an die eigene Jugend geweckt.

                      Aber auch ihre Gedanken über das Älterwerden und wie sie letztlich damit umgeht, damit hat sie mir aus dem Herzen gesprochen. Gut gefallen haben mir auch die kleinen farbigen Illustrationen im Buch.

                      Ich war von diesem Buch einfach nur begeistert und empfehle es unbedingt weiter.

                      AntjeDomenic

                      Beiträge 40
                      24.04.2020

                        Der Name der Autorin war mir natürlich ein Begriff, jedoch habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen. Nachdem ich bei einigen Freundinnen das Buch gesehen habe und diese begeisternd waren musste ich es auch lesen. Schon das Cover ist ein Hingucker und auch die Gestaltung im inneren des Buches ist einfach wundervoll und schön gelungen.
                        Schon nach den ersten Seiten fand ich den Schreibstil flüssig und auch belebend von der Autorin. Immer mal wieder kam ein Schmunzeln beim Lesen über meine Lippen. Im Buch geht es um Judith, die gerade 50 geworden ist, und auch aus ihrer Perspektive wird geschrieben. Auch Köln kam in diesem Buch oft zur Sprache, was für mich toll ist, denn ich liebe Köln und war schon lange nicht in der Stadt.
                        Im Leben von Judith gibt es viele Höhen und Tiefen. Als Judiths Mama stirbt fährt sie in die Heimat für die Formalitäten. Natürlich trifft sie dann auch Personen aus der früheren Zeit und in ihr keimen die Erinnerungen hoch. Jedoch hat ihre Freundin Anne auch großes Leid erfahren müssen und ist schwerkrank.
                        Dieser Roman spricht viele Themen an und genau das gefiel mir sehr an diesem Buch. Die Autorin hat es geschafft mich zu überzeugen, dass ich weitere Bücher nun von ihr lesen will. Eine absolute Leseempfehlung von mir!!

                        Phantasia

                        Beiträge 34
                        15.03.2020

                          Der Schreibstil ist wie immer flüssig und leicht verständlich. Aber auch die Charaktere sind wie immer – leider. Selbst die stets präsenten Klischees rund um Frauenprobleme – Diäten, Cellulite, zu dick sein, nicht die richtigen Klamotten im Schrank haben - fehlen mal wieder nicht. Gut, die Rahmengeschichte wird professionell erzählt und wird den einen oder anderen auch emotional erreichen. Aber eine bahnbrechend neue Geschichte ist es für eingefleischte Ildikó von Kürthy - Leser/innen auch diesmal wieder nicht. Unterhaltsam, aber auch nicht mehr. Ich kann den Roman durchaus weiterempfehlen. Aber ich vergebe nur 3 von 5 Sterne.

                          weberin

                          Beiträge 22
                          13.02.2020

                            Als riesiger Ilddikó von Kürthy Fan (ich möchte fast sagen: der ersten Stunde), habe ich mich so sehr auf das neue Buch gefreut! Ich liebe einfach diesen Stil, das Spiel mit Sprache und den kecken Humor, mit dem auch jede noch so ernste Lebenskrise gemeistert wird. So auch in diesem Roman. Obwohl ich ganz ehrlich sagen muss, dass mir die Handlung etwas weniger zugesagt hat. Das mag aber auch daran liegen, dass ich noch nicht direkt vom Alter her in der Zielgruppe bin und lieber meine frechen Frauenromane lese, in denen die Protagonistin unter 30 ist. Judith, die Protagonistin in diesem Roman, ist fünfzig und natürlich sind da die Probleme und Prioritäten andere. Und obwohl ich mich nicht so ganz mit ihr identifizieren konnte, hatte ich ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden mit dem Roman. Ich werde ihn sicher noch mal lesen, wenn ich mich vom Alter her auch ein wenig mehr mit der Protagonistin identifizieren kann ;-)

                            Nabura

                            Beiträge 38
                            05.02.2020

                              Mit der Asche ihrer Mutter im Gepäck macht sich Judith auf den Weg in ihre Heimat Jülich bei Aachen. Dort trifft sie nach einem misslungenen Versuch sich zu verstecken ihre ehemals beste Freundin Anne wieder. Die beiden haben zwanzig Jahre nicht miteinander geredet. Zwanzig Jahre, in denen Judith in Wedel bei Hamburg einen Kompromiss-Mann geheiratet und mit ihm drei Kinder großgezogen hat, ohne je darüber zu sprechen, was damals überhaupt passiert ist. Jetzt bietet sich Judith und Anne die Gelegenheit, ihre Freundschaft vorsichtig wieder aufleben zu lassen. Doch Anne ist schwer krank und weiß nicht, wie lange ihr noch bleibt. Als dann auch noch Judiths Jugendliebe Heiko auftaucht und manche Dinge nicht länger verheimlicht werden können ist es für sie an der Zeit, sich zu fragen, wie es weitergehen soll.

                              Das Buch beginnt mit einer skurrilen Szene, die mich ins Schmunzeln brachte: Seit Jahren fürchtet sich Judith davor, ihre ehemals beste Freundin wiederzutreffen, und nun liegt sie bei ihrer Begegnung auf einem Grab zwischen zerbrochenen Engeln, weil sich ihr Versteck als unzureichend erwiesen hat. Judith ist eine sympathisch unperfekte Person, bei der ein Besuch in der Heimat so einiges in Bewegung setzt.

                              Schnell erhält man als Leser einen groben Überblick. Judith ist vor zwanzig Jahren in den Norden verschwunden und hat alle alten Kontakte gekappt, nur um eine Ehe einzugehen, die sie als Kompromiss bezeichnet und bei der augenscheinlich keine romantische Liebe im Spiel ist. Nun sind die drei Kinder aus dem Haus, weshalb sie bis zur Urnenbeisetzung ihrer Mutter eine Weile in Jülich bleiben kann. Die Frage, was damals überhaupt passiert ist, steht dabei als Elefant im Raum.

                              Bevor es darauf Antworten gibt taucht man jedoch im Nu ein in eine ganze Reihe turbulenter Ereignisse. Zum Beispiel findet sich Judith plötzlich mit ihrem besten Freund Erdal und Anne in einem Schweigekloster wieder, nur um bald festzustellen, dass Regeln dazu da sind, gebrochen zu werden. Erdal bringt als emotionaler und expressiver Charakter Schwung und eine große Portion Humor in die Geschichte.

                              Durch die Nachricht von Annes Krebserkrankung erhält der Roman eine nachdenkliche Note. Das Thema spielt eine wichtige Rolle, dominiert die Handlung aber nicht, sodass die Stimmung nie gänzlich kippt. Für den Moment freuen Judith und Anne sich über das Wiederaufleben der Freundschaft, doch die Ungewissheit, wie lange sie noch Zeit miteinander verbringen könnten, ließ mich das Geschehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgen.

                              Judith kommentiert ihre aktuelle Lebenssituation als knapp vor dem 50. Geburtstag stehende Frau, deren Kinder aus dem Haus sind und die mit ihren Bifokallinsen mehr schlecht als recht sieht, mit sarkastischen Ton. Immer wieder bringt sie Dinge überaus treffend auf den Punkt. In der persönlichen Reflektion und beim gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen mit Anne erfährt man auch immer mehr über Judiths altes Leben vor ihrem Weggang. Schließlich gelangt sie an den Punkt, an sie die Wahrheit aussprechen muss. Nach und nach werden Geheimnisse gelüftet, die vieles in neuem Licht erscheinen lassen und mich bis zum Schluss überraschen konnten.

                              „Es wird Zeit“ ist ein Roman voller verrückter Zufälle und amüsanter Ereignisse, bei dem vieles anders kommt als gedacht. Aber auch ernste Töne werden angeschlagen rund um Annes Erkrankung und die Frage, ob die Zeit gekommen und die Kraft vorhanden ist, sein Leben grundlegend zu ändern. Der Roman richtet sich vor allem an Frauen im Alter der Protagonistin, also rund um die 50. Aber auch mich konnte die Geschichte unterhalten und ins Nachdenken bringen.

                              karlssonvomdach

                              Beiträge 15
                              13.01.2020

                                Dieser Frauenroman geht in die Richtung eines sog. Chick-lit-Romans, wenngleich er lange nicht so oberflächlich bleibt.
                                Protagonistin ist die fast 50jährige Judith. Ihr naher Geburtstag und der gerade erfolgte Tod ihrer Mutter, der Anlass ist, nach 20 Jahren wieder in ihren Heimatort zurückzukehren, lassen sie an ihrem ihr unerfüllt erscheinenden Leben an der Seite eines Zahnarztes mit drei gerade flügge gewordenen Söhnen zweifeln. Das Zusammentreffen mit ihrer schwer kranken Jugendfreundin, zu der sie den Kontakt abgebrochen hatte, ist Anlass, sich mit einem Geheimnis auseinanderzusetzen, das sie seinerzeit in ihre Ehe als Notlösung getrieben hat. Es stellt sich dann alles völlig anders dar, als von Judith immer vermutet wurde.
                                Der Geschichte wohnt ein schöner Humor inne, der dazu führt, dass eigentlich traurige Inhalte wie der Tod bzw. die Beisetzung der Mutter und die Krankheit der Freundin gar nicht traurig wirken. Diese Themen bilden die Rahmenhandlung und geben der Protagonistin immer wieder Anlass, sehr ausführlich über Alter, die Rolle als Mutter und Ehefrau u.ä. zu sinnieren. Diese Passagen, die auch bei der Leserin Anstöße zum Nachdenken geben, ähneln Kolumnen, wie sie in Frauenzeitschriften zu finden sind und die ja auch das Arbeitsfeld der Autorin betreffen. Allerdings sind sie für einen Roman in Häufigkeit und Wiederholung zu langatmig und deshalb für mich manchmal ermüdend zu lesen. Letzteres gilt auch für die ewig jammernde Protagonistin, die ihr Alter nicht akzeptieren will und sich in ihre behütete Kindheit zurücksehnt. Ihres sehr exzentrischen besten homosexuellen Freundes hätte es auch nicht unbedingt bedurft.
                                Eine gut unterhaltende Frauenlektüre.

                                Sajana

                                1 Beitrag
                                13.01.2020

                                  Ich habe schon viel von Ildikó von Kürthy gehört und gelesen und habe mich daher über dieses neue Buch sehr gefreut.

                                  Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.

                                  Judith ist sofort interessant und es macht Spaß ihren Gedanken zu folgen.
                                  Man fühlt sofort mit und ist mit ihr drin, als sie nach 20 Jahren in die alle Heimat zurück kehrt.
                                  So vertraut und dich so fremd.

                                  Ohne viel über den Inhalt zu verraten, denn Spoiler mag ich nicht, kann ich dieses Buch absolut weiter empfehlen.
                                  Habe es nach dem lesen direkt an meiner Mutter weiter gegeben, die eigentlich nicht viel liest, dieses Buch aber schnell durch hatte.

                                  Evi2020

                                  Beiträge 9
                                  11.01.2020

                                    Was für ein tolles Buch! Geht direkt ins Herz und in die Seele - Ildiko bringt einfach immer genau die Worte zu Papier, die frau oft denkt aber so nicht formulieren kann. ......tolles Buch immer gerne wieder.

                                    Manuela P

                                    Beiträge 9
                                    07.01.2020

                                      Inhalt:
                                      Zahnarztgattin Judith wird bald fünfzig,hat einen Halbtagsjob,drei Kinder und einen Hund.
                                      Als ihre Mutter verstirbt kehrt sie in ihre alte Heimat zurück,wo sie gute zwanzig Jahre nicht war,ein Geheimnis und ein leeres Grab zurückgelassen hat.
                                      Bei ihrer Rückkehr trifft sie auf eine alte Freundin,die schwer krank ist und wissen will,was damals wirklich passiert ist.
                                      Eine Urne macht Umwege und eine alte Jugendliebe macht ein vielversprechendes Angebot...

                                      Meinung:
                                      Durch meine Schwiegermutter (sie hat bis jetzt alle Bücher gelesen),bin ich auf Ildiko von Kürthy gestoßen und wurde nicht enttäuscht.
                                      Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen,das Cover ist mit eines der schönsten in diesem Jahr.
                                      Die Qualität des Buches ist sehr hoch,gerade das verwendete Papier finde ich sehr gut,sowas hat man nicht immer.

                                      Die Autorin schafft es mit Humor den Leser an dieses Buch zu fesseln,obwohl es ein schwieriges Thema beinhaltet.
                                      Es gibt Höhen und Tiefen während der Geschichte,genauso,wie auch im realen Leben,dies macht dieses Buch ungemein symphatisch.
                                      Judith und ihre alte Freundin Anne kommen total authentisch rüber,wobei man Judith manches Mal schütteln könnte,weil sie so sehr überlegt und zweifelt.

                                      Es gibt einige unerwartete Wendungen und gerade zum Schluss wird dieses Buch dann doch sehr emotional und ich habe ein paar Tränchen vergossen.


                                      Hier ein paar Beispiele,die ich persönlich treffend finde:
                                      Seite 21: Mit fast fünfzig darf man pünktlich sein und Pünktlichkeit erwarten,ohne sich spießig vorzukommen...
                                      Seite 103: Naja,siebter Stock,da ist man eben schon fast im Himmel.
                                      Seite 106: Tumor ist,wenn man trotzdem lacht.
                                      Seite 222:Wenn eine Frau in meinem Alter hinfällt,sieht das in etwas so aus,als würde ein mit Sand gefüllter Hochwassersack von der Ladefläche eines Lastwagens kippen.

                                      Fazit:
                                      Eine Geschichte,die genau so überall passieren kann und bei der es um Freundschaft,Liebe und den Tod geht.
                                      Auch für jüngere Leser definitiv geeignet,da dem ein oder anderen nach dem Lesen die Augen geöffnet werden,worum es im Leben wirklich geht.

                                      Feelina06

                                      Beiträge 17
                                      20.12.2019

                                        Judith ist fast fünfzig, ihre Kinder sind groß und ihre Ehe ist auch nicht mehr das was sie mal war. Als ihre Mutter stirbt kehrt Judith nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, in leeres Grab und einen Haufen Hoffnung, Träume, und Alpträume zurück gelassen hat. Und dann gerät alles aus den Fugen, als plötzlich eine lebenslange Lüge sich als wahr heraus stellt. Zudem will eine tot kranke Freundin endlich wissen was damals wirklich passiert ist, eine Urne macht Umwege und eine alte Jugendliebe macht ein vielversprechendes Angebot.

                                        Mit ganz viel Humor hat es die Autorin geschafft, mich an dieses Buch zu fesseln, denn das Thema ist wirklich keine leichte Kost. Es gibt Höhen und Tiefen in dieser Geschichte, die sie umso Lebensechter macht.

                                        Die Protagonisten sind durch die Bank weg authentisch dargestellt, man leidet, fiebert und fühlt mit ihnen mit.

                                        Unerwartete Wendungen, vor allem zum Schluss hin, lassen das Buch nochmal richtig emotional werden, feuchte Augen sind hier vorprogrammiert.

                                        Dieses Buch überzeugt durch seine Authentizität, diese Geschichte könnte genau so auch im echten Leben geschehen. Wunderschön und regt zum Nachdenken an.

                                        mama_liestvor

                                        Beiträge 24
                                        16.12.2019

                                          ES WIRD ZEIT - ein ehrlicher , berührender Roman, von der Bestseller Autorin Ildiko von Kürthy . Die Autorin schreibt so natürlich und lebensnah über das Älterwerden . Sehr bewegend erzählt und dabei sehr feinfühlig...

                                          Vor beinah 20 Jahren flog Judiths Leben ihr um die Ohren, was sie veranlasste, ihre Heimatstadt zu verlassen. Jetzt, mit knapp 50, kehrt sie zurück und stellt sich den alten Dämonen, versöhnt sich mit ihrer todkranken Freundin Anne und erkennt, dass es noch nicht zu spät für einen Neuanfang ist.

                                          Ich liebe die Romane von Ildiko von Kürthy . In ihrem neusten Roman, war ich sofort mittendrin in der Geschichte. Sehr natürlich geschrieben , fühle ich sofort mit ...Lachen und weinen und einfach mitfühlen, das gefällt mir sehr gut an dieser Geschichte. Ein Roman , den ich nur Empfehlen kann ! Lesegenuss vom Feinsten... Ein schöner Spruch , der so gut zum Buch passt... Ein Neuanfang ? Noch nicht....Aber " ES WIRD ZEIT "!

                                          dreijungsmama

                                          Beiträge 11
                                          04.12.2019

                                            Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag die Art des Schreibens von Ildiko von Kürthy und ich mag auch sehr, dass sie nicht perfekt ist, sei es in ihrem Wesen wie auch in ihrer Art des Schreibens, obwohl sie glaube ich insgeheim perfekt sein möchte. Besonders gefällt mir an diesem Roman, dass er anders ist wie das bisherige was man von Ildiko von Kürthy so kennt , in bestimmten Abschnitten sogar sehr tiefgründig. Ja, es gibt diese Fragen, die von Kürthy stellt- Was kommt noch ? Wird es Zeit? Passt es noch wie es ist? Wer hadert nicht, genau in diesem Lebensabschnitt? Ich habe mich durchaus in vielem was sie in Frage stellt wieder gefunden...
                                            Das Buch hat auch seine Schwächen- tatsächlich! Ich kapiere absolut nicht, was das mit dem Schweigekloster sollte. Das war dermaßen konstruiert. Ich habe tatsächlich nochmals zurückgeblättert um zu schauen, ob ich eine Seite überlesen habe. Sorry, aber was das sollte habe ich nicht verstanden. Erdal war mit seinen Kindern bei der Trauerfeier und eine Seite später ist er mit den zwei Frauen in einem Schweigekloster ??? Heh??? Das verstehe wer will. Aber egal, trotzdem hat mir das Buch und seine Thematik sehr gut gefallen und auch zum Nachdenken angeregt- auch über den Wert von Freundschaft.

                                            Kallisto92

                                            Beiträge 12
                                            23.11.2019

                                              Das Buch " Es wird Zeit" von der Autorin Ildiko von Kürthy, handelt von Judith.
                                              Sie wird bald fünfzig Jahre alt. Hinzu kommt ein Schicksaalschlag, welcher sie heimsucht. Judith überlegt daraufhin, etwas sie vor dem Ende der Lebenszeit noch erreichen möchte. Wie wird sich ihr Leben ändern oder wird es in den gleichen Bahnen weiter verlaufen?

                                              Das Buch beginnt mit einen Prolog und endet mit einem Epilog. Es ist in Kapiteln unterteilt und in der Ich-Perspektive aus Judith ihrer Sicht geschrieben.

                                              Mein Fazit:

                                              Dieses Buch ist nicht nur ein Roman, sondern auch ein Ratgeber. Ich würde ihn vor allem für Frauen in Judith Alter empfehlen. Ich persönlich mit meinen siebenundzwanzig Jahren konnte nicht alle Gedankengänge von Judith nachvollziehen. Ebenso trifft ihr Humor nicht auf meinen, daher tat ich mich mit einigen Stellen etwas schwer. Ich vergebe daher 3.5 von 5 Sterne .

                                              YH110BY

                                              Beiträge 17
                                              18.11.2019

                                                Judith wird in wenigen Wochen fünfzig Jahre alt. Ihre Kinder sind erwachsen, ihre Ehe plätschert so vor sich hin und ihre Mutter ist während einem Besuch bei ihr gestorben. Sie fährt mit der Urne ihrer Mutter in ihre ehemalige Heimat und trifft dort auf ihre Jugendfreundin Anne, die sie seit ihrer Heirat nicht mehr gesehen hat. Sie muss erfahren, dass Anne unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkannt ist und erkennt, dass sie an einem Wendepunkt steht. Ihr Leben, so wie es bisher war, will sie nicht mehr so weiterleben und es wird Zeit, dass sie ihr Leben ändert.
                                                Ich habe vorher noch nie ein Buch von dieser Autorin gelesen und der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Das Buch ist humorvoll und lustig, aber gleichzeitig auch sehr berührend und gefühlvoll geschrieben. Es hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen und zum Nachdenken gebracht. Insgesamt ein tolles Buch, das mich sehr beeindruckt hat.

                                                tigerbea

                                                Beiträge 94
                                                18.11.2019

                                                  Judith Rogge muß mit ihren 50 Jahren erkennen, daß ihre Ehe, die sowieso keine Liebesheirat war, wohl am Ende ist und ihre drei erwachsenen Kinder sie nicht mehr brauchen. Sie wird mit sich und ihrem Leben unzufrieden. Als ihre Mutter stirbt, wird ihr klar, daß sie die nächste ist, die stirbt. Soll es das gewesen sein in ihrem Leben? Für die Regelung der Beerdigung fährt sie von Hamburg nach Jülich. Dort trifft sie auf ihre ehemals beste Freundin Anne, schwer erkrankt und ihre große Liebe Heiko. Sie bleibt erst einmal in Jülich.

                                                  Die Geschichte ist aus Judiths Perspektive erzählt, was sich unheimlich gut auf die Nähe zu Judith auswirkt. Man bekommt einen viel besseren Einblick in ihre Gefühlswelt und es ist keinerlei Distanz zu ihr da. Sie wirkt absolut sympathisch und authentisch. Ildiko von Kürthy beschreibt hier die Probleme vieler verschiedener Menschen. Dies gelingt ihr auf wunderbar einfühlsame Art und Weise, so daß man mit ihnen leidet und lacht. Auch wenn die Probleme wirklich ernst sind, hat man nie das Gefühl ein deprimierendes Buch zu lesen. Nein, die Autorin schafft durch ihren feinen Humor und ihre lockere Art diese Themen mit einem Schmunzeln zu vermitteln. Auflockernd wirken hier noch die kleinen eingefügten Liedertexte und die einfach schönen vereinzelten Farbzeichnungen.

                                                  Petzi_Maus

                                                  Beiträge 23
                                                  17.11.2019

                                                    Emotionale Achterbahnfahrt

                                                    4,5 Sterne


                                                    Kurz zum Inhalt:
                                                    Das Leben der fast 50jährigen Judith Rogge ist zum Stillstand gekommen. Die Kinder sind außer Haus, der Ehemann lebt neben ihr her und sie stellt sich die Frage: Was soll jetzt noch kommen?
                                                    Doch dann stirbt ihre Mutter und sie reist nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder in ihre alte Heimat...
                                                    Dort läuft ihr ihre ehemals beste Freundin Anne über den Weg, mit der sie aus - für sie geglaubten - guten Gründen seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatte.
                                                    Doch es stellt sich heraus, dass Anne an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, und sofort ist die alte Freundschaft wieder da. Auch zu Erdal und Karsten, mit denen sie damals zu viert in einer WG gelebt hat.
                                                    Judith begleitet Anne bei ihren Arztbesuchen, steht ihr bei, und lästert mit ihr über den Tod ab, wie es nur beste Freundinnen dürfen. Auch Judiths Jugendliebe lodert kurzzeitig wieder auf.
                                                    Doch dann stellt sich heraus, dass das große Geheimnis - Judiths Lebenslüge - doch die Wahrheit ist. Aber irgendwie auch nicht so ganz. Von nun an wird nichts mehr so sein, wie es mal war...


                                                    Meine Meinung:
                                                    Ildikó von Kürthy hat mit "Es wird Zeit" einen Roman geschaffen, der nicht nur für Frauen in den mittleren Jahren geschaffen ist. Mit großer Emotionalität und viel Humor hat sie einen Roman kreiert, der zum Lachen, Weinen und Nachdenken anregt: Jede Frau kommt mal an die Stelle, an der sie sich fragt: war es das? Habe ich mir so mein Leben vorgestellt?
                                                    Der Roman ist in ich-Form aus Sicht von Judith geschrieben, so bekommt man noch tiefere Eindrücke in ihre Gedanken und Gefühle.
                                                    Auch wenn Judiths Leben anfangs sehr deprimierend erscheint, und man ihr Verhalten und ihre Handlungen oftmals nicht nachvollziehen kann, macht sie doch durch das Begleiten ihrer Freundin Anne durch diese schwere Krankheit, das Wiederfinden von alten Freundschaften und vor allem das Aufdecken der Lebenslüge, die gar keine ist, eine große Wandlung durch: Judith weiß am Ende, was sie will. Sie ist stark geworden, selbstbewusst, und lernt das Leben zu lieben. Auch wenn das Schicksal Überraschungen zu bieten hat, mit denen man so nicht gerechnet hat...

                                                    Dadurch, dass die Autorin viel Witz in die Geschichte gepackt hat, ist sie nicht nur traurig. Sentimentale und humorvolle Momente wechseln sich ab, und es ist eine Geschichte aus dem Leben gegriffen. Das schöne ist die positive Botschaft am Ende.
                                                    Auch wenn ich noch ein bisschen Zeit habe, bis ich 50 werde, hat mich die Geschichte gepackt und gerührt und ich habe mit Judith mitgelitten, mitgetrauert und mich am Ende mit ihr gefreut.

                                                    Die Geschichte wird durch färbige Illustrationen, die zur jeweiligen Szene passen, aufgelockert, was mir sehr gut gefallen hat und ich in dieser Form von einem Erwachsenenroman noch nicht kannte.

                                                    Die Erzählung ist gespickt mit vielen wunderschönen authentischen Zitaten, direkt aus dem Leben gegriffen:
                                                    "Welche Note würde ich meinem Leben geben? Eine Drei mit der Tendenz zur Drei minus. Für eine Matheklausur mag das vor fünfunddreißig Jahren ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis gewesen sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich wegen Mathe zweimal fast sitzengeblieben wäre. Aber für ein ganzes Leben?"
                                                    "Es ist und bleibt jammerschade, dass man manchmal nur dann den erwünschten Eindruck macht, wenn man sein wahres Selbst komplett verleugnet. Eine Erfahrung, die Frauen in Führungsetagen, männerdominierten Konferenzen und gemischtgeschlechtlichen Liebesbeziehungen immer wieder machen."
                                                    "Wir wissen doch beide ganz genau, was wir an unseren Männern haben. Kein Herzrasen, aber einen soliden niedrigen Ruhepuls. Damit können wir alle zusammen neunzig werden."
                                                    "Jetzt ist blöderweise keiner mehr übrig. Das Haus ist leer. Mein Leben auch. Und ich stehe da, mit einem Herzen zu verschenken, dass keiner mehr braucht und keiner mehr haben will."
                                                    "Tumor ist, wenn man trotzdem lacht", hatte Anne gesagt.
                                                    "Ich hatte mich daran gewöhnt, dass Annes Gemütslage sich manchmal innerhalb von Sekunden veränderten: Glück, Angst, Lachen, Weinen, Zorn, Spott, schwarzer Humor, dunkelster Kummer. In Annes Seele herrschte Aprilwetter, und ich stand immer bereit, ihr bei Bedarf einen Regenschirm aufzuspannen, um sie so gut wie möglich zu schützen."


                                                    Fazit:
                                                    Eine emotionale Achterbahnfahrt - eine traurige Geschichte aufgelockert mit viel Humor; die Wahrheit über das Leben, die Liebe, Freundschaft und den Tod. 4,5 Sterne von mir für diese gefühlvolle Lebensgeschichte einer Frau um die Fünfzig.

                                                    witchblade

                                                    Beiträge 17
                                                    08.11.2019

                                                      Dies war das erste Buch von Ildiko von Kürthy, das ich gelesen habe - ich kann schon so viel sagen: es wird nicht das letzte gewesen sein!

                                                      Mit "Es wird Zeit" ist der Autorin eine wunderbare Ode an das Leben gelungen! Leben und Tod, Lieben und Abschied nehmen, Träume verwirklichen... Das alles sind Themen, die in dem Buch behandelt werden.

                                                      Judith steht mit knapp 50 vor dem "Scherbenhaufen" ihres Lebens - so dürfte sich das für sie angefühlt haben, als sie gemerkt hat, dass ihre Ehe nicht mehr so rund läuft, sie als Mutter nicht mehr unbedingt gebraucht wird. Und dann trifft sie auf ihre ehemals beste Freundin, die gegen den Krebs kämpft. Die beiden versuchen, sich in die Vergangenheit zu flüchten, merken aber schnell, worum es im Leben wirklich geht: nämlich um das Leben. Und das im Hier und Jetzt.

                                                      Ildiko von Kürthy hat dieses Buch aber auch mit einer ordentlichen Prise Humor gewürzt, so dass selbst die auf den ersten Blick traurigsten Szenen des Buchs einen zum Schmunzeln bringen können.

                                                      Dieses Buch hat auch bei mir etwas bewirkt - ich habe es nicht einfach nur gelesen, nein, es hat tatsächlich ein paar Veränderungen verursacht. Denn so gern man es immer wieder verdrängt: das Leben ist endlich, wir wissen nur nicht, wann es endet. Doch die Zeit, die wir haben, sollten wir bewusst nutzen und leben, lieben und lachen. Mir ist beim Lesen immer wieder klar geworden, wie sehr man das im Alltag vernachlässigt. Danke also für dieses tolle Buch!

                                                      mannomania

                                                      Beiträge 6
                                                      05.11.2019

                                                        Es ist nie zu spät, etwas Neues anzufangen

                                                        Es wird Zeit - ein Roman von Ildikó von Kürthy mit 377 Seiten und diverse, kurze Abschnitte - dazu ein farbenfrohes, gar inspirierendes Cover

                                                        Die Autorin Ildikó von Kürthy hat ein sehr interessantes und außergewöhnliches Buch geschrieben.
                                                        Die Protagonistin Judith erzählt ihr bisheriges Leben. Sie ist fast 50 Jahre alt. Plötzlich stirbt ihre Mutter und sie kehr mit der Urne nach 20 Jahren in ihre Heimat zurück.Nun verändert sich ihr bisherigese Leben.
                                                        Das tragische Schicksal ihrer Freundin Anne beschäftigt sie sehr. Selbstzweifel und Resignation begleiten Judith. Aber die Mitte des Lebens bringt auch neue Veränderungen. Altes loslassen und das Leben neu anpacken.
                                                        Gott sei Dank hat sie ihren Humor nicht verloren und ist sehr positiv in bezug auf Kontakte eingestellt.
                                                        Zum Beispiel die Ortsbeschreibungen von Köln und die Anekdoten aus dem Rheinland lassen den Leser lächeln.
                                                        Judith ist eine taughe und hilfsbereite Frau, die mit ihrem Charakter sehr authentisch rüberkommt.

                                                        Ildikó von Kürthy hat kurze Abschnitte mit entsprechenden Zeichnungen von angenehmer Länge geschrieben. Auch das Cover paßt gut zur gesamten Gestaltung aber auch Handlung.

                                                        Fazit:
                                                        Ein wunderbares, witziges und ebenso trauriges Buch zugleich, das den Leser zu tiefgreifenden Gedanken veranlaßt.
                                                        Ich habe den Plot mit viel Aufmerksamkeit gelesen und vergebe hierfür sehr gerne die Höchstpunktzahl.

                                                        Danke an vorablesen.de für diesen wunderbaren Buchgewinn!

                                                        Marie aus E.

                                                        Beiträge 5
                                                        02.11.2019

                                                          Das schöne an den Ildiko-Büchern ist, dass sie mit einem erwachsen wurden.
                                                          Vor 20 Jahren (oh weh, ist das tatsächlich schon so lange her?) habe ich in "Mondscheintarif" mit gewartet, dass ER endlich anruft.

                                                          Inzwischen haben sich die Problemlagen deutlich geändert, so auch in dem neuen Buch.
                                                          Die Mutter verstorben, so dass eine Reise in das Elternhaus ansteht. Und damit ein Zurückkehren zu all den Erinnerungen, die man erfolgreich verdrängt hatte.
                                                          Judith trifft ihre ehemals beste Freundin wieder, die todkrank ist, ihre Jugendliebe, die auf einmal wieder Interesse an ihr hat.
                                                          Und dann ist da auch noch ihre Ehe, die das Funkeln und Herzflattern schon lange verloren hat bzw. noch nie so wie in Hollywood-Filmen geboten hat.

                                                          Während Anne (die kranke Freundin) tapfer versucht, das Leben zu genießen, hadert Judith. Mit allem, statt einfach glücklich zu sein. Manchmal möchte man sie einfach schütteln und ihr die Meinung sagen, zum Glück hat sie Freunde, die das übernehmen.

                                                          Ein Buch zum Lachen und Weinen, berührend und doch auch mit den "früheren" leichten Ildiko-Elementen.
                                                          Das Leben in den 50ern, wenn die Kinder aus dem Haus sind, der Körper nicht mehr jugendlich ist, die Eltern und auch schon Freunde krank werden und sterben und einem die eigene Endlichkeit immer mehr bewusst wird und Instagram-Bilder die scheinbar perfekte Welt als Widerspruch zum eigenen Leben widerspiegeln.

                                                          Gute Unterhaltung mit nachdenklichen, ernsten und witzigen Elementen.
                                                          Mit Ildiko gehe ich dann gerne auch mit 70 ins betreute Wohnen.

                                                          bärin

                                                          Beiträge 11
                                                          30.10.2019

                                                            Judith, 49, steckt voll in der Midlife Crisis: ihre Söhne sind erwachsen und ausgezogen, ihre Ehe mit einem Zahnarzt ist auch nicht mehr das Gelbe vom Ei und nun naht auch noch ihr 50. Geburtstag. Da kommt noch ein trauriges Ereignis auf sie zu - ihre Mutter stirbt und sie reist in ihr Heimatdorf, um die Urnen-Beisetzung und den Verkauf des Elternhauses zu organisieren. Dort trifft sie ihre frühere beste Freundin wieder, die schwer erkrankt ist. Auch ihr Jugendschwarm begegnet ihr und sie gerät in Versuchung - alte Liebe rostet nicht!

                                                            Dieses wunderbar geschriebene Buch ist ein richtiger Freundschaftsroman, erzählt aus der Sicht von Judith, versehen mit schönen, farbigen Illustrationen. Es gibt Rückblicke auf Judiths Kindheit, einiges an Situationskomik - besonders schön, wenn alte Bekannte wie Erdal und sein Mann auftauchen. Dieser Roman bringt einen zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken - er weckt so viele Gefühle im Leser. Wer hat sich das nicht schon einmal gefragt: und das soll alles gewesen sein? Da muss doch noch was gehen! Darum lebe dein Leben - niemand weiß, wie lange er noch Zeit dafür hat!

                                                            Lesemone

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                                                            30.10.2019

                                                              Um was geht es in dem Buch? Über sich selbst sagt das Buch: «Es wird Zeit» ist eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verloren gehen kann. Dem kann ich zustimmen, trotzdem war das Buch leider nichts für mich gewesen. Anfangs gefiel mir der flotte, humorvolle Schreibstil mit viel Wortwitz. Doch je weiter ich las, desto mehr nervte mich dies. Ich wurde mit der Protagonistin überhaupt nicht warm. Ich fand, sie jammerte zuviel. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und die dazu gemalten Zeichnungen von Peter Pichler unterstreichen das Geschriebene hervorragend. Die Geschichte an sich empfand ich eher als langweilig. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung!

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                                                              08.10.2019

                                                                Judith, fast 50, Zahnarztgattin aus Hamburg fährt in ihre alte Heimat, um dort die Asche ihrer Mutter zu beerdigen und ihr Elternhaus zu verkaufen. Dort triff sie auf ihre alte Freundin Anne, die sie seit 20 Jahren gemieden hat! Judith hat Anne gegenüber ein schlechtes Gewissen, hinter dem sich ein persönliches Geheimnis verbirgt, das sie bis heute plagt! Aber auch Anne hat sich verändert, die viel beneidetet Freundin ist in den Heimatort zurückgekehrt, um sich ihrem Schicksal zu stellen, denn sie ist unheilbar krank. Judith beschließt für ihre Freundin da zu sein und ihr beizustehen, denn auch ihr Leben erscheint ihr plötzlich sinnlos, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, ihre Mutter tot und das Leben neben ihrem Ehemann so ganz den Reiz verloren hat….



                                                                Mit trockenem Witz und bittersüßem Schmerz setzt sich Ildikó von Kürthy mit den Problemen von uns Frauen um die 50 auseinander. Beide Protagonistinnen sehen auf unterschiedliche Lebensverläufe zurück, die eine Mutter dreier erwachsener Söhne und Ehefrau, die andere erfolgreiche Businessfrau, unglücklich geschieden.

                                                                Beide befinden sich in einer schwierigen Phase und sind an einem Wendepunkt im Leben angelangt! Anne muss sich mit ihrem tödlichen Schicksal auseinandersetzten und Judith mit dem Tod der Mutter, ihrem Ehefrust und ist auf der Suche nach Alternativen. Wenn man sich im ähnlichen Alter wie die beiden Hauptcharaktere befindet, kann man viele der Situationen in der Handlung nachvollziehen/fühlen und an vielen Stellen entweder laut lachen oder ein Tränchen verdrücken.

                                                                Die Autorin bringt gerade die Probleme mit dem Älter werden auf den Punkt;) Ob es das Hadern mit dem ein oder anderen Kilo mehr auf den Rippen, die Ängste um den Nachwuchs, das Schnarchen des Gatten;) Umgang mit Krankheit und Tod, endgültiges Loslassen oder die Frage „Was kommt denn jetzt noch!?“ ist. Frau kennt ja das Gejammer;) Den flotten und etwas trocken-ironischen Schreibstil der Autorin mag ich sehr, sie kann sicherlich auch über sich selbst Lachen:) mir gefällt diese Art von Humor!



                                                                Ein großartiges Buch für Frauen im „gewissen Lebensabschnitt“, gefühlvoll, sarkastisch, witzig. Gewürzt mit einer großen Portion Wehmut, doch die Hoffnung ist immer mit dabei! Ein Roman mitten aus dem Leben gegriffen, der mich wirklich gut unterhalten hat!

                                                                Sarah1980

                                                                Beiträge 41
                                                                02.10.2019

                                                                  Das Buch "Es wird Zeit" von Idikó von Kürthy fällt mir schwer zu rezensieren. Ich bin etwas zwiegespalten, denn von den bisherigen Büchern der Autorin war ich immer sehr begeistert. Dies Buch ist auch wieder ganz nett geschrieben und vor allem auch in einem humorvollen Schreibstil, doch es hat mich nicht ganz so überzeugt. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch :-) Es geht um ernste Themen und es gibt auch echt witzige Stellen in die man sich hineinversetzen kann.
                                                                  Doch für mich war es ein Buch, was man auch mal aus der Hand legen kann und einen nicht so extrem fesselt, deswegen keine volle Punktzahl.

                                                                  Judith ist fast fünfzig und als ihre Mutter stirbt reist sie in ihre alte Heimat zurück um alles zu erledigen, Beerdigung, Haus-Verkauf etc. Dort trifft sie auf ihre damals beste Freundin, die inzwischen sehr krank ist und auf ihre Jugendliebe der ihr schöne Augen macht.

                                                                  1 Beitrag
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                                                                    Ich habe es gaaaanz langsam gelesen, ich wollte nicht, daß es zu Ende ist.....und ich werde es gleich nochmal lesen (was ich im übrigen früher NIE getan hätte, pfff...)!
                                                                    Ein wunderschönes Buch, ich finde mich so oft wieder. Der Schreibstil ist, wie man ihn kennt, witzig, locker- flockig und extrem unterhaltsam, wie immer! Mehr als einmal musste ich laut lachen. Gerade wenn es auf die 50 zugeht, stellt man sich viele Fragen, jeder hat so seine Päckchen zu tragen und auch schon einiges erlebt - negatives und positives. Ich weiß gar nicht genau, wie ich es beschreiben kann, dieses Buch trifft den Nerv, jedenfalls meinen, und zwar auf den Punkt. Ich finde es toll und muß es erstmal sacken lassen!

                                                                    Sissy

                                                                    Beiträge 24
                                                                    13.09.2019

                                                                      Judith ist fast 50, die Kinder sind aus dem Haus und unweigerlich stellt sie sich die Frage nach dem bekannten "war das alles gewesen?". Als ihre Mutter stirbt, kommt sie nach 20 Jahren wieder in ihre alte Heimat und trifft dort ihre ehemals beste Freundin, die schwer krank ist, und ihre Jugendliebe wieder.

                                                                      Ich habe bisher von der Autorin nur ihr Buch "Hilde" gelesen und das fand ich recht amüsant. Da ich mich auch so allmählich Richtung 50 bewege, dachte ich mir "Oh, ein humorvolles Buch über dieses Lebensalter, das muss ich lesen". Allerdings muss ich gestehen, ich bin ein bisschen hin- und hergerissen. Zum einen hat mir das Buch wirklich gefallen - nachdenklich, aber auch humorvoll. Aber auf der anderen Seite gab es dann doch auch die Stellen, an denen ich über Judith nur den Kopf schütteln konnte, sie nicht verstanden habe, den Faden in der Geschichte verloren habe. Aber da ich immer weiter lesen musste, weil ich wissen wollte wie es letztendlich ausgeht, hat das Buch doch seine 4 Sterne verdient.

                                                                      Pageturnerin

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                                                                      12.09.2019

                                                                        Bisher habe ich alle Romane der Autorin mit Genuss gelesen und so habe ich mich auf ihr neuestes Werk gefreut. Ildikó von Kürthy hat einen einzigartigen Schreibstil, der mich bisher in jedem ihrer Bücher voll berühren konnte.
                                                                        In „Es wird Zeit“ geht es um Judith, die kurz vor ihrem 50. Geburtstag steht. Für sie Anlass genug, ein Resümee über ihr Leben zu ziehen. In ihrer Ehe mit Joachim ist sie lange nicht mehr glücklich, in Wedel, vor den Toren Hamburgs, hat sich Judith nie richtig wohl gefühlt und ihre drei erwachsenen Söhne haben bereits das Haus verlassen. Was hat die Zukunft da noch an Aufregung zu bieten? Judith steckt in einer Lebenskrise, ihre Gedanken drehen sich ständig um die paar Kilos zu viel auf den Hüften, Essen und welche Lebensweise doch die gesündere wäre. Der Tod ihrer Mutter ändert alles. Judith reist nach 20 Jahren in ihre rheinländische Heimat und trifft dort auf ihre Jugendfreundin Anne. Genau vor dieser Begegnung hatte sie sich die letzten Jahre gedrückt, denn Judith hat ein großes Geheimnis. Doch sie ist nicht die einzige. Anne ist an Krebs erkrankt und Judith steht ihr bei, die beiden kommen sich wieder näher. Können sie die alte Vertrautheit aus Kindertagen wieder aufbauen? Und findet Judith Erfüllung in ihrem Leben?

                                                                        In diesem Roman dreht es sich um die großen Themen wie Liebe, Heimat, Vergangenheitsbewältigung und Neuanfänge. Gleichzeitig begibt man sich als LeserIn auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. In Rückblicken wird über die Kindheit und Jugendzeit der beiden Freundinnen erzählt, immer wieder verknüpft mit der Gegenwart. Ildiko von Kürthy hat mich mit ihrem unnachahmlichen Stil wieder genauso eingenommen wie in ihren vorherigen Romanen. Hier bekommt man wirklich die gesamte Palette an Emotionen, gerade noch spürte man die Melancholie über Vergangenes, schon muss man im nächsten Moment wieder schmunzeln. Jeden Gedankengang der Protagonistin bekommt man schonungslos mitgeteilt, wobei sie ständig abschweift und die Gedanken sich überrollen, aber im positiven und humorvollem Sinne. Ständig dachte ich, ja, genauso ist es, ja, genauso war es früher in meiner Kindheit und Jugend.
                                                                        Nur manchmal hätte ich Judith gern ein bisschen geschüttelt, dass sie doch endlich handelt, ihr Leben in die Hand nimmt und nicht nur melancholisch zurückblickt und lamentiert. Doch so ist eben ihr Charakter und schließlich macht sie gemeinsam mit Anne eben doch eine Entwicklung durch.
                                                                        Zudem nimmt die Geschichte ihren ganz eigenen Verlauf, es gibt Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, was diesem Buch eine gewisse Spannung verleiht, möchte man doch zu gerne wissen, wie einzelne Figuren auf die Begebenheiten reagieren.
                                                                        Besonders über die Nebencharaktere Erdal und Karsten habe ich mich gefreut. Erdals divenhafte Art war mir bereits schon aus den vorherigen Romanen bekannt und so war er mir auf Anhieb wieder vertraut. Was habe ich mich gefreut, als er mit Pauken und Trompeten wieder auf der Bildfläche erschien.
                                                                        Besonders schön an den Romanen der Autorin finde ich, dass die Protagonisten mit meinem zunehmenden Alter genauso mitwachsen und ich mich desöfteren, wenn auch nicht in allen Punkten, mit den Charakteren identifizieren kann.
                                                                        Auch von der Aufmachung her ist das Buch ein Highlight. Eigentlich ist mir der Inhalt wichtig, die Optik spielt für mich eher eine untergeordnete Rolle. Doch hier ist die Story mit wundervollen Zeichnungen gespickt, angepasst an den Inhalt.
                                                                        Ganz große Klasse, dieser Roman besticht gleichzeitig durch Leichtigkeit und Trauer, Melancholie und wirkt doch so lebensbejahend. Man sollte nie die Hoffnung aufgeben und das Leben in vollen Zügen und all seinen Facetten genießen, Nächte durchtanzen und sich keine Gedanken über das nächste Glas Wein nach Mitternacht machen.
                                                                        Zum Schluss kann ich nur noch hoffen, dass sich die Autorin bis zu ihrem nächsten Roman nicht so viel Zeit lässt.

                                                                        buchleserin

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                                                                        05.09.2019

                                                                          Als ihre Mutter stirbt, kehrt Judith zurück in ihre Heimat. Die Urne ihrer Mutter muss beigesetzt werden und das Haus soll verkauft werden. In ihrer alten Heimat angekommen, muss Judith sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Es geht um alte Freundschaften und das Älterwerden und eine Jugendliebe taucht auch wieder auf.
                                                                          Ein ganz tolles Buch. Mir hat es richtig gut gefallen. Eine sehr emotionale Story, aber auch unterhaltsam und witzig. Ich musste doch öfter mal schmunzeln oder sogar auflachen. Eine aufregende Zeit dort für Judith, die ihr ganzes Leben verändert. Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen, besonders Judith, die ich richtig klasse finde mit ihren Bemerkungen und Erzählungen, sehr amüsant. Und auch Erdal Küppers, der Mann von ihrem ehemaligen Mitbewohner Karsten, gefällt mir richtig gut. Judith trifft endlich ihre beste Freundin Anne wieder, die aber todsterbenskrank ist und eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hat. Und Judith großes Geheimnis, eine lebenslange Lüge, war gar keine, sondern die Wahrheit. Eine alte Jugendliebe taucht auf und will sich mit Judith treffen. Es passiert hier allerhand in dem Buch.
                                                                          Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich war wirklich sehr auf Judith Erlebnisse in ihrer alten Heimat gespannt und bin begeistert von diesem Roman. Ein sehr unterhaltsamer und auch emotionaler Roman.
                                                                          Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

                                                                          Franzi79

                                                                          Beiträge 12
                                                                          05.09.2019

                                                                            Mein erstes Buch von Ildiko von Kürthy. Es ist einfach nur empfehlenswert. Man kann lachen und weinen. Es ist mit soviel Herzblut geschrieben und erinnert sicher viele Frauen an ihr eigenes Leben und lässt es überdenken.

                                                                            C. Sch.

                                                                            Beiträge 53
                                                                            02.09.2019

                                                                              Inhalt:
                                                                              Judiths Geburtstag steht kurz bevor. Ihr fünfzigster Geburtstag. Da kommt schon mal die Zeit über ihr Leben nachzudenken. Seit ewigen Zeiten lebt sie mit einer Lüge, und je länger sie dauert, umso mehr erscheint es Judith wie die Wahrheit. Plötzlich stirbt auch noch ihre Mutter und mit der Urne auf dem Beifahrersitz kehrt Judith in ihr Heimatdorf, in ihre Vergangenheit, zurück. Auf einmal ist nichts mehr in Ordnung. Ihre beste Freundin ist schwer krank, ihre Jugendliebe taucht wieder auf und macht ihr Versprechungen, ihr Mann schnarcht und ihr bester Freund meint, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Kann man noch einmal neu anfangen oder ist es dafür zu spät? Nein, aber es wird Zeit.
                                                                              MEINE MEINUNG:
                                                                              Als erstes ist mir positiv aufgefallen, wie hochwertig das Buch ist, wie gut es in der Hand liegt und wie liebevoll es gestaltet ist. Und dann habe ich es aufgeschlagen und angefangen zu lesen und dann war ich geflasht. Der Schreibstil ist wunderschön zu lesen, man kann lachen und weinen, man fühlt mit den Protagonisten mit, sie wirken völlig authentisch und alles ist so durchdacht und man findet sich in vielen Dingen wieder. Es ist eine Geschichte über Wahrheit und Lüge, über Schuld, Freundschaft, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, über Krankheit und Trauer. Und diese Geschichte ist doch soviel mehr, sie gibt dem Leser so viel, ich konnte so viel aus diesen Seiten für mich nehmen und noch lsnge werden diese Zeilen nachwirken. Die Protagonistin ist eine Person aus unserer Mitte, mit unseren Problemen und Sorgen und auch mit unserer Hoffnung und Zuversicht. Deshalb geht mir die Geschichte auch so unter die Haut. Das Buch ist voller Situationen, die mann kennt und selbst erlebt und Judith zeigt, oft auch sehr humorvoll, wie man an ihnen wächst.
                                                                              FAZIT:
                                                                              Ein wundervolles Buch. Ich konnte lachen und weinen, mich freuen und trauern und habe so viel aus diesem Buch herausgezogen. Bitte lest es. Es ist ganz besonders.