Jojo Moyes

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Romane folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Essex.

 


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Rezensionen

Dark Rose

Beiträge 30
eine Antwort 10.10.2019

Für mich das beste Buch der Autorin!


Achtung: In diesem Buch wird ein Tier ermordet!



1937: Eine Initiative von Mrs. Roosevelt führt dazu, dass das kleine Städtchen Baileyville, ein Nest in den Bergen Kentuckys, eine WPA-Satteltaschen-Bibliothek bekommt. Wer zu alt ist oder zu krank, um in die Stadt zu reiten, dem bringen die Frauen, die die Bibliothek betreiben, Bücher nach Hause. Tag für Tag, bei Wind und Wetter reiten die Frauen durch die Berge und sehen der Gefahr ins Auge. Nicht nur wilde Tiere bedrohen die Frauen, sondern auch menschliche Tiere, denn nicht wenige sehen die Alleinreisenden als Freiwild an. Trotzdem melden sich vier Freiwillige.

Eine dieser mutigen Frauen ist die Engländerin Alice. Die Liebe zu ihrem Mann Bennett ist längst erkaltet, was bleibt ist die Ernüchterung. Sie fristet ein trostloses Dasein unter der Knute ihres Mannes und ihres Schwiegervaters, dem Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, der die ganze Stadt tyrannisiert und auch vor Alice nicht Halt macht. Doch gegen alle Widerstände setzt sie sich durch und blüht durch ihre Aufgabe auf.

Auch den anderen Bibliothekarinnen ermöglicht das Projekt mehr Freiheit, als jemals zuvor und bald schon entwickeln sich tiefempfundene Freundschaften.



Ich hatte anfangs ein paar Probleme mit dem Buch, es zog sich ein wenig, bis die Handlung so richtig in Gang kam. Aber je weiter diese voranschritt, desto mehr gefiel mir auch das Buch. Es steckt wirklich viel darin. Es geht nicht nur um die historisch verbürgten Satteltaschen-Bibliothekarinnen und deren Tätigkeit, es geht auch um Vorurteile, um Rassismus, um die Ausbeutung der Minenarbeiter und die Brutalität dieses Berufes und der Minenbesitzer. Es geht aber auch um Frauen, die einfach ihren Platz in einer sich verändernden Welt suchen. Das, was früher zu reichen hatte, ein Ehemann und ein Herd, reicht den Frauen nicht mehr, sie wollen mehr! Doch es ist schwer in dieser Zeit sich durchzusetzen. Vor allem, da es niemanden zu stören scheint, wenn die Männer ihre Frauen und Kinder verprügeln.



Das Buch ist stellenweise sehr, sehr ungerecht. Ich persönlich kann mit Ungerechtigkeit nicht gut umgehen. Ich rege mich schrecklich darüber auf und würde am liebsten in das Buch springen und für Gerechtigkeit sorgen!

Ausgleichend fungieren hier aber die zarten Bande der Freundschaft und Liebe, die sich entwickeln.



Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand die Charaktere sympathisch (bis auf die, die man guten Gewissens hassen durfte, die habe ich inniglich verabscheut), habe mitgefiebert und wollte sämtliche Bösartigkeiten rächen.

Das Buch ist kein locker flockiger Roman, es steckt wirklich viel mehr darin, als man vermuten würde. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, allerdings brauche ich wahrscheinlich ein paar Stunden, um mich wieder abzuregen.



Ich kann das Buch wirklich empfehlen! Man muss sich durch den Anfang durchbeißen, aber es lohnt sich!

  • Annette126

    Beiträge: 16
    15.03.2020

    Eine wunderschöne Rezension von Dir..❤❤❤

hasi_rasi

Beiträge 115
01.10.2019

Die Satteltaschenbibliothek
Kentucky 1937: Alice ist Engländerin und hat ihren Mann Bennett van Cleve während dessen Europareise kennengelernt. Er sieht sehr gut aus und war der Erste, der ihr den Hof gemacht hat, also hat sie ihn vor seiner Heimreise geheiratet. Doch die Flitterwochen sind schnell vorbei und die Realität ist hart. Statt in New York wohnen sie in einer Kleinstad mitten in den Bergen von Kentucky. Sie haben kein eigenes Haus sondern nur ein Zimmer im Haus ihres Schwiegervaters, der über jeden Lebensbereich bestimmt. „Sie hatte, wie ihr schnell bewusste wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (S. 31)

Der Landstrich ist weit und wer nicht in der Mine der van Cleves arbeitet, lebt abgeschieden auf einer Farm. Um alle Bewohner mit Büchern versorgen zu können, wird eine mobile Bibliothek nach dem Vorbild von Elena Roosevelt gegründet wird. Die Frauen tragen die Bücher zu Pferd breit. Da Alice seit ihrem vierten Lebensjahre reitet und dem Haus der van Cleves wenigstens für einige Stunden am Tag entkommen will, meldet sie sich gegen den Willen ihres Schwiegervaters freiwillig.
Insgesamt sind sie vier Satteltaschenbibliothekarinnen. Margery fasziniert Alice sofort, da sie sich wie ein Mann benimmt und in ihrer Freiheit nicht einschränken lässt. Sie will sich nie wieder jemandem unterordnen müssen und darum unverheiratet bleiben. Durch sie lernt Alice das Land kennen, in dem sie jetzt lebt, seine Bewohner und seine Geschichte(n).
Izzy leidet an Kinderlähmung und kann kaum laufen, aber reiten. Obwohl sie sich gegen diese Tätigkeit sträubt und von ihrer Mutter dazu gezwungen werden muss, liebt sie es bald. Sie wird endlich gebraucht und geachtet und niemand hänselt sie mehr wegen ihrer Behinderung.
Betty entflieht mit dieser Arbeit dem Schicksal, ihrem Vater und den Brüdern den Haushalt führen zu müssen. Aber eigentlich träumt sie davon, die Welt zu bereisen.
Schnell ist es für die Frauen nicht nur ein Job – sie werden echte Freundinnen, halten immer zusammen und erleben auf den Pferderücken eine ungeahnte Freiheit. „Ich fühle mich dort oben einfach ... mehr wie ich selbst.“ „Dort draußen sein, das tut der Seele gut.“ (S. 87)

Jojo Moyes schildert in ihrem neuen Buch das harte Leben der einfachen Leute in der Weite Kentuckys, der Minenarbeiter und deren Familien. Oft regieren Alkohol und Gewalt – auch gegen Frauen und Kinder. Die Bibliothekarinnen beweisen bei ihrer Arbeit Leidenschaft, Mut, Hingabe und Aufopferung und bringen den Menschen nicht nur Literatur, sondern damit auch Bildung und Hoffnung. Leider werden sie bald von Männern angefeindet und angegriffen. Angeblich verhalten sie sich unweiblich und halten die Ehefrauen und Töchter von der Hausarbeit ab, verbreiten obszöne Schriften und wiegeln die Farmer zum Widerstand gegen die Minenbesitzer auf.

„Wie ein Leuchten in dunkler Nacht“ ist traurig, erschütternd und unglaublich berührend. Es erinnert uns, was Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt bewirken können und dass man nie den Mut verlieren darf. „Es hat keinen Zweck, sich darum Sorgen zu machen, was man in der Stadt über sie denkt – daran können Sie ohnehin nichts ändern. Aber wenn sie den Blick nach vorn richten, gibt es eine ganze Welt voller Schönheit zu sehen.“ (S. 61)
Es ist ein großartiges, sehr emotionales Buch und berichtet vom Kampf der Frauen um Selbstbestimmung und gegen Vorurteile, Männer und Naturgewalten.

Fanti2412

Beiträge 51
15.10.2019

Die Engländerin Alice verliebt sich in Bennet, den Sohn eines reichen amerikanischen Minenbesitzers, heiratet ihn, folgt ihm in die USA und entflieht somit ihrem strengen, gläubigen Elternhaus.

Doch in den USA erwartet sie ein völlig anderes Leben als sie erwartet hatte, denn sie findet sich nicht in einer pulsierenden Großstadt wieder sondern in Baileyville, einem kleinen Ort in den Bergen Kentuckys.

Auch ihre Ehe läuft nicht so gut, wie sie sich erhofft hat und ihr strenger Schwiegervater tyrannisiert sie. Sie findet auch nur schwer Anschluss, da sie überall „die Engländerin“ ist und man sich über ihren Akzent lustig macht. Mit der Zeit wird sie sehr unglücklich.


Zitat: „Sie hatte, wie ihr zunehmend bewusst wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (Seite 31)


Als das „WPA-Programm der Packhorse Library“ auch Baileyville erreicht, nutzt Alice die Chance und meldet sich, um bei dieser Satteltaschen-Bücherei mitzuarbeiten. Täglich reiten die Frauen mit schwer bepackten Pferden oder Maultieren in die Berge und versorgen die Bewohner abgelegener Orte mit Büchern und Zeitschriften.

In dieser Aufgabe geht Alice auf und fasst wieder neuen Mut.


Von dem Projekt dieser Satteltaschen-Bücherei hatte ich vor diesem Buch noch nie gehört. Aber diese Idee finde ich einfach grandios. Es gab dieses Projekt in den Jahren 1935 bis 1943 tatsächlich und es hatte zum Ziel, Bildung auch in die entlegensten Orte zu bringen, so dass z. b. auch Schulen in den Bergen Bücher erhalten konnten. Und ebenso wurden ältere und kranke Menschen mit Büchern und Zeitschriften versorgt. Jojo Moyes hat hierzu viel recherchiert, was man an den detailreichen Schilderung spürt.

Alice im Roman, die selbst gerne liest, nutzt die Chance dabei mitzuarbeiten, um ihrem tristen Ehealltag zu entfliehen und etwas Sinnvolles zu tun.

Dabei lernt sie die resolute alleinstehende Margery kennen, die ihr bald zur besten Freundin wird. Aber auch zu den anderen Frauen hat sie bald einen freundschaftlichen Kontakt. Die Frauen halten zusammen und stellen sich allen Herausforderungen ihres Jobs, auch wenn sie von den meisten Männern nur belächelt werden und diese die Bücherei bald als „Bedrohung“ empfinden, weil die Menschen sich weiterbilden und anfangen über Dinge nachzudenken und Kritik zu üben.

Für Alice ist es aber der Aufbruch in eine neue Zeit.


Diese Geschichte zeigt am Beispiel von Alice deutlich den Stand der Frauen in dieser Zeit. Sie durften das Haus in Ordnung halten und hübsches Beiwerk für den Ehemann sein, aber sonst traute man ihnen nicht viel zu.

Alices Geschichte hat mich sehr berührt, denn es ist für sie der Aufbruch in ein neues, anderes Leben. Sie entwickelt Selbstbewusstsein, verändert sich und wird selbständiger. Aber auch die anderen Frauen, die mit ihr arbeiten haben ihre Geschichten. Und alle zusammen arbeiten sie sehr hart, denn sie sind jeden Tag, bei jedem Wetter viele Stunden im Sattel und reiten in teilweise unwirtliche Gegenden.

Für sie alle ist diese Aufgabe mehr als eine Arbeit, die sie verrichten dürfen. Für sie bedeutet es Unabhängigkeit, Freiheit und in gewisser Weise auch ein Kampf für ihre Stellung und für die Bücher, die sie lieben.


Diese Geschichte ist eine Hommage an die Bücher und das Lesen und sie berührt noch viele weitere Themen. Denn da geht es auch um Rassismus, die Stellung der Frauen, Freundschaft und Zusammenhalt.

Sie zeigt auch das Leben der einfachen Landbevölkerung, der Arbeiter in den Minen und auch der reichen Minenbesitzer, die teilweise skrupellos agieren.

Aber es wird auch romantisch, denn es gibt nicht nur eine sondern eigentlich gleich zwei Liebesgeschichten, die nicht nur romantisch sondern auch sehr bewegend sind.

Jojo Moyes gelingt es ganz wunderbar, die vielfältigen Emotionen zu transportieren und konnte mich von Anfang an in den Bann der Geschichte ziehen. Es gibt sehr berührende aber auch traurige und humorvolle Momente. Durch die verschiedenen Geschichten um die fünf Frauen erhält die Handlung eine große Vielfältigkeit, die mich sehr gefesselt hat.

Die Charaktere sind interessant, facettenreich und toll gezeichnet, so dass ich sie alle als glaubwürdig empfand und mich ihnen nahe fühlte.

Die Beschreibungen des kleinen Ortes und der wilden Landschaft bis in die Berge war sehr bildhaft und man spürt, dass die Autorin zu Recherchen selbst vor Ort war.


Das Buch erzählt eine Geschichte, die ein bisschen dramatisch ist aber vor allem spannend und emotional.

Sie zeigt, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf und mit ein bisschen Mut immer einen Weg findet.

Begeistert haben mich der lebendige, packende Schreibstil, die Vielfältigkeit der Themen und der reale historische Hintergrund.

Ich hatte mit diesem Buch wunderschöne Lesestunden, denn Jojo Moyes ist eine großartige Erzählerin!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.com

vronika22

Beiträge 29
05.10.2019

Inhalt:
Dieser Roman spielt um das Jahr 1837. Die Engländerin Alice lernt den Amerikaner Bennett kennen, der sich auf einer Europareise befindet. Sie verliebt sich in ihn und kurzentschlossen hält er um ihre Hand an. So geht sie mit ihm erwartungsvoll in seine Heimat. Doch die Wirklichkeit holt Alice sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie leben in einem kleinen Dorf in den Bergen Kentuckys. Außerdem wohnt sie mit Bennett im Haus des Schwiegervaters, einem unfreundlichen und tyrannischen Minenbesitzer und hat keinerlei Privatsphäre. Sehr zum Missfallen ihres Schwiegervaters schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an, die eine „Satteltaschen-Bibliothek“ gründen und auf Pferden den Leuten Bücher in die Berge bringen….

Meine Meinung:
Ich mag die gefühlvollen Bücher von Jojo Moyes sehr. Aber dieses ist jetzt mein absolutes Lieblingsbuch von ihr geworden. Sie hat sich diesmal selbst übertroffen.
Sehr schnell bin ich in die Geschichte und in Alices Leben eingetaucht. Und dann hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Alice und einige andere Frauen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Wunderbar fand ich es wie eine wunderbare und wahre Freundschaft zwischen ihnen entstanden ist. Mich hat die Stärke dieser Frauen sehr beeindruckt.

Das Buch hat unheimlich viel Tiefgang und es geht um wahre Freundschaft, um Hilfsbereitschaft und Aufopferung, um Mut und Gerechtigkeit, um Hoffnung und natürlich auch um die Liebe. Auch die Liebe zu Büchern spielt eine große Rolle. Jojo Moyes packt all diese Themen in einen historischen Hintergrund ein, und ich konnte mir die raue Bergwelt Kentuckys richtig gut vorstellen. Die Packhorse Libraries gab es damals übrigens wirklich. Es basiert also sogar auf einem realen historischen Hintergrund.

Das Buch liest sich absolut wunderschön und ist unheimlich berührend. Es enthält sehr viel Spannung, genauso viel Gefühl und Emotionen und auch ein wenig Humor und Dramatik. Trotz mehr als 500 Seiten kommen keinerlei Längen auf. Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende in seinen Bann ziehen, obwohl historische Romane eigentlich nicht so mein Genre sind.

Für mich ist dieses Buch wirklich ein absolutes Lesehighlight. Und ich denke, jeder der gerne einen guten Roman mit Tiefgang liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Abschließen möchte ich die Rezension mit einem Zitat von Seite 370, welches zeigt wie gefühlvoll und schön das Buch geschrieben ist: „Ich liebe dich. Seit dem Tag, an dem ich die das erste Mal gesehen habe. Wenn du nicht bei mir bist, komme ich mir vor, als würde ich einfach nur meine Zeit verschwenden. Und wenn du hier bist, ist es wie….dann ist die ganze Welt dieses entscheidende bisschen bunter...“

So ganz am Rande noch: Jojo Moyes hat dieses Buch allen Bibliothekarinnen gewidmet, absolut passend zum Inhalt. Und da darf ich mich sogar auch angesprochen fühlen!

maraAngel2107

Beiträge 32
04.10.2019

Von 1935 bis 1943 gab es im östlichen Kenntucky das sogenannte "WPA-Programm der Packhorse Library" bei der in Hochphasen mehr als hunderttausend Landbewohner mit Büchern versorgt wurden.
Jojo Moyes nahm dies zum Anlass den Roman "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" zu schreiben, beruhend auf Tatsachen und Nachforschungen über dieses wunderbare Projekt.
Und somit ist ein unglaublich wunderbarer Roman entstanden, der faszinierend, spannend und absolut fesselnd ist, ein Traum von Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte, welches allerdings auch mit Muße gelesen werden wollte, da sehr viele Informationen an den Leser erfolgen! Und damit man jedes Detail mitbekommt:-) Wahnsinn, einfach nur einmalig und sehr gut!
Es wird erzählt von den Frauen in dem kleinen Ort Baileyville, Kentucky, wo Alice, als Engländerin mit Ihrem Ehemann Bennett ein neues Leben glaubt anfangen zu können, allerdings hatte sie sich vorgestellt, evtl. in New York zu leben oder einer anderen Großstadt, das sie in einem kleinen Ort in Kentucky landen würde, das hatte ihr vorher niemand gesagt.
Das Eheleben gestaltet sich auch nicht gerade so, wie sie es sich erhofft hat, daher möchte Alice "ausbrechen" und meldet sich als Mitarbeiterin für die Mobile Bibliothek, bei der Frauen in die Berge reiten und Bücher verteilen, als Leihgabe und kostenfrei, unterstützt vom Staat, zur Bildung der Menschen in den Bergen, die nicht einfach in die Kleinstadt hinunter kommen können, aus Gründen der Krankheit, der Altersgebrechlichkeit, bettlägerige Menschen und solche, die lieber entfernt von der Kleinstadt leben möchten, aus welchen Gründen auch immer.
Hier wird sehr wahrheitsgetreu erzählt, was die Menschen in der damaligen Zeit erlebten, mitmachen mussten, vor allem auch die Frauen, die letztendlich nichts zu sagen hatten. Alice muss mit ihrem Ehemann und Schwiegervater zusammen leben, auch dies wurde vorher so nicht besprochen und sie soll das tun, was der Herr wünscht. Unfassbar was früher für Zustände herrschten, heute kaum mehr vorstellbar. Sie stellt sich ein wenig gegen diese familiäre Wohngemeinschaft und reitet mit in die Berge zu den Menschen und ist zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig glücklich.

Alle Protagonisten werden hier bis ins kleinste Detail haargenau beschreiben und man bekommt als Leser eine sehr genaue Vorstellung von den einzelnen Charakteren, die man nicht alle unbedingt mögen kann:-) Das Buch ist von der ersten Seite an sogleich spannend und absolut interessant, eine wunderbare Geschichte zu einem Roman vollkommen in Einklang gebracht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, aber, man muss unbedingt mit Muße, also langsam lesen, damit man auch kleine Details mitbekommt, um den Zusammenhang später zu erkennen. Es sind auch teilweise kleine versteckte Glücksmomente zu lesen, Enthaltsamkeit und Gewalt, grausam und schwer vorstellbar für uns in der heutigen Zeit.
Mir hat besonders der Abend mit Alice & Fred gefallen, als die Glühwürmchen über die Berge kamen, eine wunderschöne Stelle, bei der man selbst als Leser am liebsten mit dabei sein möchte.
Ich habe seit langem nicht mehr ein so gutes Buch mit geschichtlichem und wahrem Hintergrund gelesen, das so gut in einen Roman zusammen gefügt ist, das liegt wohl auch daran, das die Autorin selbst vor Ort war und sich ein Bild von der Gegend und den Menschen gemacht hat, wenn es auch heute wohl ein wenig anders aussehen mag.
Ich kann nur sagen, ich liebe dieses Buch und werde es ganz sicher nach einiger Zeit noch einmal lesen, denn ich bin sicher, trotz allem, werde ich noch neue Informationen heraus lesen, wunderbar, sehr empfehlenswert und hat definitiv mehr als 5 Sterne verdient!

Mein absolutes Favoritenbuch nun von Jojo Moyes, ich bin absolut begeistert und das fängt bereits beim Cover an! Die Sterne am dunklen Nachthimmel verheißen etwas Geheimnisvolles, etwas Mystisches & Magisches:-) Wunderschön anzuschauen und das Buch hält absolut was das Cover verspricht!
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Jojo Moyes Fan und auch für ganz viele weitere Leser, die gerne Geschichte mit Roman verbunden lesen.
Ich bin unendlich dankbar, das ich diesen Roman zu Beginn der Erscheinung lesen durfte und gebe es nun gerne in weitere, interessierte Lesehände weiter, allerdings mit der Option es zurück zu bekommen und der sorgfältigsten Behandlung, denn dies wird eines der wenigen Bücher sein, das ich tatsächlich behalten werde!

Caillean

Beiträge 18
04.11.2019

Emanzipierter Roman und tolle, starke Frauenfiguren

Zunächst einmal muss ich sagen: schade, dass hier vom Verlag an der „Kitsch-Schiene“ festgehalten wurde. Seit „Ein ganzes halbes Jahr“ hat Jojo Moyes den Herzschmerz-Stempel drauf und leider wird bei diesem Buch lieber auf Bewährt-Vertrautes gesetzt statt auch nur ein kleines Wagnis einzugehen. Wenn die Autorin sich traut, neue Wege zu gehen, warum geht der Verlag diese nicht mit und presst das Buch statt dessen mit Cover und Titel wieder in die Kitsch-Schublade? Aber gut... die Mechanismen des Marketings haben wohl ihre eigenen Gesetze.

Jetzt aber ans „Eingemachte“: Ich finde dieses Buch ist das beste, das Jojo Moyes je geschrieben hat. Es erzählt mitrei-ßend und dennoch einfühlsam von starken Frauen und man merkt dem Buch an, dass viel Leidenschaft der Autorin zu dem aufgegriffenen Thema darin steckt.

Jojo Moyes verwebt hier historische Fakten über die sogenannten „Satteltaschen-Bibliothekarinnen“ und spannende Lebensläufe von mehreren Frauen zu einem großartigen Roman. Da ist Margery, die schon immer unangepasst war und die es schwer hat, sich im ländlichen Kentucky der 1930er Jahre mit ihrer Lebensweise zu behaupten. Da ist die junge Engländerin Alice, die nach einer überstürzten Heirat ihrem Mann nach Kentucky folgt und vor der Vereinsamung flieht, indem sie sich den reitenden Bibliothekarinnen anschließt. Da ist die Farbige Sophia, die gut gebildet, aber unter Weißen kaum akzeptiert ist. Und da sind weitere Frauen, die alle nach und nach ihr angeblich gottgegebenes Dasein in Frage stellen und selbstständig werden – im Denken und im Handeln.

Auch wenn Alice laut Klappentext die Hauptfigur ist, so ist das im Roman nicht immer präsent. Auch Margery nimmt eine sehr große Rolle ein und das zentrale Thema ist immer die Bücherei und die Veränderungen, die die Frauen mit ihrem beschwerlichen Beruf anstoßen. Das macht das Buch zu soviel mehr als einem „Herzschmerz-Roman“. Es feiert die Selbstbestimmung von Frauen in einer Zeit, in der sie in vielen Bereichen eingeengt wurden. Und es feiert die Freundschaft – und diese Themen nehmen viel mehr Raum ein als die – natürlich auch vorhandene – Liebesgeschichte. Aber ganz ehrlich: ich habe nichts vermisst. Der Roman ist genau richtig, so wie er ist.
Die bisher kaum bekannte Geschichte der „Packhorse Library“ erhält endlich eine Stimme und die Frauen, die den schweren Job auf sich genommen haben, um anderen Gutes zu tun und Bildung zu vermitteln, erhalten endlich die Anerkennung, die sie seit fast 100 Jahren verdienen. Ich kann nur meinen Hut ziehen vor dem, was diese Frauen geleistet haben – aber auch vor der berührenden Geschichte, die Jojo Moyes daraus gemacht hat.

Ein wunderbarer Roman, in dem man die Weite Kentuckys und die Verbundenheit der Autorin zu ihren Figuren in jeder Zeile spürt. Und ich lass mich auf die Wette ein, dass eine Verfilmung wohl nicht lange auf sich warten lassen wird – denn schon beim Lesen sieht man die Geschichte quasi im Kinoformat vor sich :-)

„Sie liebte diese Gegend. Sie liebte die Berge und die Men-schen und den unendlichen Himmel. Sie liebte das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, sich jeden Tag herauszufordern und das Leben der Menschen durch Worte zu verändern. Sie hatte sich jeden blauen Fleck und jede Blase am Fuß verdient. Sie hatte eine neue Alice aus der Gestalt der früheren geschaf-fen...“

Babylu

Beiträge 16
03.11.2019

Ein wundervolles Cover und ein sehr emotionales Buch, das mich sehr bewegt und mitgerissen hat. Jojo Moyes hat es wieder mal wieder geschafft eine herzerwärmende Geschichte zu schreiben mit lebhaften Protagonisten.

flieder

Beiträge 29
13.12.2020

So hatte sich Alice ihr neues Leben nicht vorgestellt. Nach ihrer Hochzeit mit dem Amerikaner Bennett kann sie endlich dem öden Einerlei und ihrem Elternhaus in England entfliehen. Doch schon auf der Überfahrt nach Amerika ist sie etwas irritiert, denn ihr Schwiegervater übernimmt sofort das Kommando, sogar die Kabine müssen sie mit ihm teilen. Endlich in ihrer neuen Heimat angekommen wird es nicht gerade besser. Statt in einer großen Stadt mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten landet sie in einem kleinen Nest in den Bergen. Skeptisch beäugt von den Einheimischen macht es Alice nicht gerade einfacher Fuß zu fassen. Doch eine besondere Idee von Mrs. Roosevelt, nämlich eine Satteltaschenbücherei, die die Bücher auch in weitab gelegene Gegenden bringt, sollte ihr Leben radikal auf den Kopf stellen. Endlich hat sie die Erfüllung gefunden, die sie immer gesucht hat. Doch ausgerechnet ihr Schwiegervater versucht mit allen Mitteln ihr die Arbeit madig zu machen.

Mittlerweile kenne ich schon viele Bücher von der Autorin und noch immer kann sie mich von der ersten Seite an fesseln. Ihr Schreibstil ist einfach nur klasse. Ihre zumeist sympathischen Protagonisten sind gut ausgearbeitet und man hofft und bangt mit ihnen. Man lernt das harte Leben der Bergbewohner kennen, die auf diese Art der Unterhaltung, nämlich die Satteltaschenbücherei, angewiesen sind. Mir hat dieses völlig fremde Thema super gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächste Idee, die sich Jojo Moyes einfallen lässt

Struppel

Beiträge 9
09.10.2020

Das Cover ist dezent und passt zum Stil der anderen Bücher von Jojo Moyes.
Das Buch handelt von Frauen im Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts, die einen Büchereiservice auf Pferden anbieten und dafür allerlei auf sich nehmen, sowohl vom Wetter her als auch der Kritik und dem Unverständnis der Männer. Es handelt von Mut und Stärke, es voll von Emotionen und Zusammenhalt. Es ist ein spannendes und bewegendes Buch mit vielen historischen Informationen über das Leben in dieser Zeit in dieser Gegend und was es für die FRauen bedeutete. Das Buch liest sich angenehm leicht und locker, die Seiten flogen nur so dahin. Es ist eine klare Empfehlung für alle, die Bücher mit historischen Schauplatz mögen.

Nele22

Beiträge 25
29.08.2020

Dieses Buch ist so ganz anders als die vorherigen von Jojo Moyes. Die Hauptprotagonistin Allice folgt ihrem Ehemann aus London nach Amerika. Aber ihre Ehe hat sie sich anders vorgestellt und sie langweilt sich zuhause. Da kommt ihr das Angebot zur Teilnahme an der Satteltaschen Bücherei nur recht. Der Leser taucht in eine völlig entfernte Welt ein. Es geht um starke Frauen in den dreißiger Jahren, die in Kentucky ihre Rechte erkämpften insbesondere ihre Schwierigkeiten mit ihrer mobilen Bibliothek. Es ist keine ausgesprochene Liebesgeschichte, wie sonst gewohnt bei dieser Autorin, sondern handelt eher vom Kampf der Frauen für ihre Rechte vor einer Kulisse von fast unberührter wundervoller Natur. Es ist ein Roman über Freundschaft, Liebe, Ungerechtigkeit, Intoleranz aber auch Rassismus.
Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und gut lesbar aber manchmal gleitet es schon in Kitsch ab.
Ich kann dieses Buch trotzdem aufgrund des interessanten und doch unbekannten Themas weiter empfehlen.

Adina13

Beiträge 32
29.08.2020

Mit „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ schafft Jojo Moyes es wieder einmal mich zu begeistern! Ein wirklich außergewöhnlicher Roman über die Freundschaft der doch so verschiedenen Frauen, die sich gemeinsam gegen gängige Konventionen durchsetzen.
Ihr Schreibstil ist wie man es von ihr gewohnt ist fesselnd und leicht zu folgen.
Man fiebert die ganze Zeit mit Alice mit und drückt ihr die Daumen, dass sie es schlussendlich schafft sich von ihrer Umgebung loszusagen.
Diese Buch ist viel mehr als nur ein Liebesroman. Eine großartige Hymne auf die Freundschaft zwischen Frauen! Klare Empfehlung!

reading.squirrel

Beiträge 13
27.08.2020

Zum Inhalt werde ich garnichts sagen, das machen andere zur Genüge. Ein Buch ohne bunten Einband und das Cover ohne Aufdruck..nicht so meins. In Ermangelung von anderem Lesestoff habe ich mich dann doch drangewagt.. und es hat mich von der ersten Seite an regelrecht gefangen genommen.Ich habe mich gefühlt, als wenn ich dazu gehöre, habe mit gefiebert, geweint wie ein Schlosshund und mich wieder gefreut Eine absolute Kaufempfehlung, dieses Buch sollte man gelesen haben ! Es wird mir in Erinnerung bleiben.

tigerbea

Beiträge 103
15.12.2019

Die Engländerin Alice folgt 1937 ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Dort muß sie in den Bergen Kentuckys mit ihrem Schwiegervater, einem tyrannischen Minenbesitzer, in einem Haus leben. Doch ihr Leben nimmt eine Wendung, als sie sich der von Eleanor Roosevelt gegründeten Packhorse Library anschließt. Von nun an reitet sie täglich in die Berge, um alte und kranke Menschen mit Büchern zu versorgen. Sie schöpft neuen Mut und nimmt gegen alle Widerstände ihr Leben selbst in die Hand.

Mit "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" hat Jojo Moyes wieder ein Glanzstück vollbracht. Sie hat Charaktere erschaffen, die absolut glaubhaft sind und sich perfekt in die Geschichte einpassen. Alice ist absolut sympathisch. Ihre Handlungen sind schlüssig und ihre Entwicklung vom naiven Anhängsel ihres Verloben zur selbständigen Frau bemerkenswert. Was heute ziemlich normal ist, erforderte damals sehr viel Mut! Doch auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt und vermitteln die damaligen Lebensumstände perfekt. Dies gelingt Jojo Moyes aber auch durch ihren sehr guten Schreibstil. Sie bindet den Leser an das Buch, man taucht in die Geschichte hautnah ein und kann sich flüssig durch die Seiten lesen. Die Art, aus mehreren Perspektiven zu schreiben, bringt dem Leser die einzelnen Sichtweisen sehr nahe. Man versteht die Handlungen jeder einzelnen Person viel besser. Trotz dieser Wechsel bleibt die Handlung übersichtlich und man verliert nie den roten Faden. Bei diesem Buch gibt es zwar auch eine Liebesgeschichte, jedoch ist das Buch viel mehr. Es ist spannend von der Packhorse Library zu lesen, mehr über die gut recherchierte Historie zu erfahren und die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Dieses Buch zeigt vor allem, daß man sein Leben verwirklichen soll - egal was andere sagen oder denken!

Lilli33

Beiträge 23
10.12.2019

Inhalt:
Alice folgt ihrem Mann Bennett von England nach Amerika. Doch die Ehe ist nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatte. Bennett kann sich nicht gegen seinen alles überragenden Vater durchsetzen, und Alice langweilt sich zu Hause nur. Als Mitarbeiterinnen für die neu eingerichtete „Satteltaschenbücherei“ gesucht werden, meldet sie sich. Fortan reitet sie in die Berge von Kentucky zu weit abseits lebenden Familien, um sie mit Büchern zu versorgen. Dabei trifft das reitende Frauenteam auf hartnäckigen Widerstand bei vielen Bewohnern, denn Frauen gehören zu dieser Zeit (1937) in ihr Zuhause, nicht aufs Pferd. Aber die Frauen erhalten auch viel Zuspruch, der alle Mühen wettmacht. Die unkonventionelle Margery wird Alice’ beste Freundin.

Meine Meinung:
Ich habe nun schon einige Romane von Jojo Moyes gelesen, aber mit diesem hier scheint sie ein für sie neues Terrain zu beschreiten. Dies ist keine lockere Liebesgeschichte, obwohl die Liebe auch darin vorkommt. Doch sie spielt nicht die Hauptrolle. Viel wichtiger ist die Entwicklung der Frauen, die sich ihren Platz in der Gesellschaft suchen, unabhängig von Ehemann und Familie.

Ich habe anfangs etwas gebraucht, um mit den Protagonistinnen und der Story warm zu werden. Nach einem spannenden Prolog zog sich die Erzählung etwas. Doch ab dem Moment, wo die neue Bücherei in den Mittelpunkt rückt, nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. Sehr deutlich kommt heraus, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn Frauen selbstständig denken und handeln. Ihre Rechte sind kaum vorhanden. Nicht einmal der Gouverneur und der Sheriff halten sich an Recht und Gesetz. Die fünf Bücherei-Mitarbeiterinnen müssen sich ihren Status mühsam erkämpfen. Diese Art von Büchereien gab es übrigens in den Appalachen von 1935 bis 1943 tatsächlich.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen. Jede der Frauen ist einzigartig, und auch die Männer, die eine Rolle spielen, sind unverwechselbar. Die Atmosphäre der Zeit ist gut getroffen. Ich fühlte mich beim Lesen direkt 80 Jahre zurückversetzt in eine ländliche, unwirtliche Gegend, die trotzdem wunderschön und beeindruckend ist. Genau wie Alice habe ich mich in die rauen Berge verliebt. Auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.

Dafür, dass ich Romane, die so weit in der Vergangenheit spielen, normalerweise nicht gerne lese, konnte Jojo Moyes mich super fesseln. Ich bin tief in die Geschichte eingetaucht und habe mit den Protagonistinnen mitgefiebert.

Ein herrlicher Schmöker für lange Herbstabende :-)

Langeweile

Beiträge 37
07.12.2019

Inhalt übernommen:

1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung:

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin, welche mich fast alle begeistert haben. Mit diesem Buch hat sie quasi Neuland betreten, es hebt sich deutlich von ihren bisherigen Werken ab.
In den 1930 er Jahren entwickelte die Präsidentengattin Eleonore Roosevelt, ein Projekt,was es der Bevölkerung in den abgelegenen Landesteilen ermöglichen sollte, Zugang zur Literatur zu finden.
Als das WPA -Programm den kleinen Ort Baileyville in Kentucky erreicht, sieht die junge Alice eine Chance, ihrem Ehealltag zu entkommen. Zusammen mit mehreren gleichgesinnten Frauen stürzt sie sich mit Begeisterung in ihre neue Tätigkeit, die ihr ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.
Ich konnte von Beginn an in die Geschichte eintauchen und hatte die Protagonistin, ebenso wie die anderen Frauen,sofort in mein Herz geschlossen.In Gedanken habe ich die unterschiedlichen Frauen begleitet und ihren Einsatz, unter widrigsten Bedingungen, sehr bewundert.
Auch wenn zwei große Liebesgeschichten im Mittelpunkt des Romans stehen, wäre es zu einfach, dieses Buch als Liebesroman abzustempeln, es beinhaltet nämlich viel mehr. Es geht um wahre Freundschaft und das Bestreben von unterschiedlichen Frauen, diese Welt ein wenig zum Besseren zu verändern.
Ich hatte vorher noch nie von dem Projekt der „Packhorse Library“ gehört,insofern wurde mein Wissen wieder bereichert.
Fazit:
Das Buch hat von Beginn an einen solchen so entwickelt, dass ich es innerhalb von zwei Tagen komplett gelesen habe. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe fünf verdiente Sterne.

pixibuch1

Beiträge 24
05.11.2019

Das Beste, was ich von der Autorin bisher gelesen habe. Die junge Engländerin Alice will aus ihrem strengen und engen Elternhaus entfliehen und heiratet Hals über Kopf Bennet van Cleve, mit dem sie nach Amerika geht. Anstatt in einer glänzenden Metropole zu leben, bringt sie Bennet in ein kleines verschlafenes Dorf in Kentucky. Dort lebt das junge Ehepaar zusammen mit Bennets Vater, einem reichen Minenbesitzer, in einem Haus. Doch bald wird es Alice langweilig. Den Haushalt führt eine Bedienstete und Bennet wendet sich bald von seiner Frau ab: Da schließt sich Alice den Frauen der Packhorse Libery, eine Leihbücherei, die die Bücher mit Mulis zu den entlegensten Farmen in den Bergen bringt. Alice freunde sich mit der Leiterin dieser Bücherei Margery an, die im Jahr 1937 ziemlich unkonventionell lebt und sich von keinem etwas vorschreiben läßt. Dies gefällt insbesondere Alice Schwiegervater nicht und er tut alles, um die Bücherei zu vernichten und ins schlechte Licht zu rücken. Außerdem arbeiten in der Packhorse Libery noch die farbige Sophie und die durch Kinderlähmung gehandicapte Izzy. Jede der drei Frauen hat ein schweres Schicksal. Doch dann geschieht ein Mord. der Getötete hatte ein Buch dieser Bücherei in der Hand und die Frauen werden verdächtigtbis es zu einem folgenschweren Eklat kommt. Die Autorin führt uns hier in das ländliche und sehr strenge Kentucky der 30iger Jahre, Hier hatten die Frauen nicht viel zu sagen und ihr Leben war Küche, Kirche und Kinder. Sehr interessant und lebendig dürfen wir an dem Leben und den Ereignissen der Protagonistinnen teilnehmen. Die Packhorse Libery ist keine Fiktion, denn sie gab es zu der damalige Zeit wirklich. Gekonnt hat das Jojo Moyes in ihren Roman hineingearbeitet. Hat man einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen,so gefesselt ist man von den über 500 Seiten. Die Sprache ist sehr gut gewählt und am Ende findet man ein Quellenverzeichnis. Am Anfang eines jeden Kapitels befindet sich ein Spruch aus einem Roman. Eine Lektüre, die man nicht so schnell vergißt und auch die Liebe kommt dabei wirklich nicht zu kurz.

nellsche

Beiträge 13
28.10.2019

1937: Alice folgt ihrem Verlobten Bennett nach Amerika, in das Nest Baileyville in den Bergen Kentuckys. Der dortige tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve ist ihr Schwiegervater. Und gegen den kann sich Bennett nicht wehren. Besser wird es für Alice, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt. Die Frauen bringen die Bücher der Bibliothek auf ihren schwer bepackten Pferden nach Hause in die Berge.

Auf diesen Roman war ich sehr gespannt, denn die Beschreibung klang sehr interessant und mitreißend. Auch haben mich die Bücher der Autorin, die ich bisher gelesen hatte, stets komplett überzeugt.
Das Buch ließ sich sehr gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen wirkten sehr authentisch und bildhaft, so dass ich mir Land und Leute sowie alle Szenen bestens vorstellen konnte.
Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Jeder von ihnen besaß Individualität und Eigenarten, so dass ich klare Bilder im Kopf hatte und sie auseinanderhalten konnte. Besonders die Frauen sind mir total ans Herz gewachsen und ich fand es einfach toll, von ihnen, ihren Stärken und ihrem Einsatz zu lesen.
Die Geschichte fand ich richtig gelungen, denn es war nicht „nur“ eine Liebesgeschichte, sondern es ging auch um die Frauen, deren Entwicklungen und Kampf um Anerkennung. Ich wurde richtig in die damalige Zeit versetzt und konnte mitfiebern und mitfühlen. Das Thema bzw. Projekt der Packhorse Library war mir bisher nicht bekannt, insofern war ich während des Lesens gespannt und gefesselt, und habe die Informationen dazu richtig aufgesogen.

Ein großartiger Roman mit historischem Hintergrund, der mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Susi

Beiträge 35
22.10.2019

Zum Inhalt:

Als die Engländerin Alice den Amerikaner Bennett heiratet, erhofft sie sich ein aufregendes, neues Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch schon bald muss sie feststellen, dass auch dort das Leben der Frauen sehr eingeschränkt ist. Bennett und sein Vater stellen die Regeln auf, und Alice hat zu gehorchen. Als sich die Möglichkeit bietet, bei der Packhorse-Library mitzuarbeiten, schließt Alice sich den Bibliothekarinnen kurzerhand an, obwohl Bennett und ihr Schwiegervater dagegen sind.



Meine Meinung:

Jojo Moyes hat hier ein beeindruckendes Bild einer Frau geschaffen, die sich im konservativen Kentucky des Jahres 1937 ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben erkämpft. Und "erkämpft" ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn der Weg, den sie beschreiten muss, ist hart. Ihr Schwiegervater regiert die Familie und das gesamte Tal mit eiserner Faust und schreckt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück. Ihr Ehemann entpuppt sich als Schwächling, der es nicht wagt, sich dem Willen seines Vaters zu widersetzen.

Es ist erschreckend, wie fremdbestimmt das Leben der Frauen noch in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war. Eine Zeit, die gefühlt noch gar nicht so lange zurückliegt, ist doch mein Vater beispielsweise im Jahre 1937 geboren. Und dennoch erscheint es mir wie eine völlig andere Welt, die Jojo Moyes hier in eindrucksvollen, sehr berührenden, Worten lebendig werden lässt. Die obligatorische Liebesgeschichte fehlt auch hier nicht, tritt aber deutlich hinter den Geschehnissen rund um die Emanzipation der Bibliothekarinnen zurück, so dass dieses Buch durchaus auch für Romantikmuffel geeignet ist.

Arietta

Beiträge 53
07.10.2019

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
Inhaltsangabe: Quelle Wunderlich-Verlag
Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist für mich der beste Roman, von Jojo Moyes, den sie bisher geschrieben hat. Die Geschichte um Alice und die Frauen, die Bücher zu anderen Menschen bringen ist sehr real, überzeugend und Authentisch erzählt. Ihre Figuren und deren Charaktere sind liebevoll gestaltet, man konnte sich sehr gut in die Gefühle von Ihnen hinein versetzen. Hat mit ihnen gemeinsam gelitten, sich gefreut, Freude und Glück geteilt. Der Schreibstil ist flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend. Man sah die unendliche Weiten und Berge vor sich, aber auch die Einsamkeit. Man spürte was diese Menschen täglich leisten.

Ich habe Alice schon etwas bedauert, als sie von England ihrem Verlobten Bennet nach Amerika folgte. Ihr Traum vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, platzt wie eine Seifenblase, als sie in Baileyville eintrifft.
Ihr Schwiegervater ist ein herrschsüchtiger Mann, mächtig, reich und ein Tyrann. Das Leben dort ist nicht einfach für sie, anstatt endlich der Enge ihres Elternhauses entflohen, fühlt sie sich noch einsamer wie vorher, auf Bennet ist auch kein Verlass. Auch fällt ihr die Aufnahme dort schwer, sie fühlt sich ausgegrenzt. Doch eines Tages erfährt sie von einem Projekt, der Satteltaschen Bibliothek, die von Elenore Roosevelt gegründet wurde. Ich konnte spüren wie Alice Herz aufging, als sie sich diesen Frauen anschloss.
Die durch die Wildnis und Berge reiten mit Büchern in den Satteltaschen und sie
anderen Menschen bringen, für die es sonst unmöglich wäre. Eine Geschichte die viel Mut macht, man schließt Louisa, Sophia oder Nell sofort ins Herz. Es sind unheimlich starke Frauen, aber auch Margery, Beth und Izzy darf ich nicht vergessen. Die für Rechte und Freiheit kämpfen, ein wundervoller Roman, mit vielen Überraschungen, in denen man auch oft schmunzeln konnte. Sehr gut ist das Leben um in dieser Zeit um 1937 erzählt. Man bekommt tiefe Einblicke in eine vergangene Epoche. Diese Geschichte ist wirklich wie ein leuchten in der Nacht.

Gaby

Beiträge 9
19.01.2021

    Eine sehr interessante und gut recherchierte Geschichte
    Die junge Engländerin Alice sieht ihre Chance zum Ausbruch aus ihrem Leben im verschlafenen County Surrey gekommen und heiratet auf die Schnelle den Amerikaner Bennett Van Cleve, Sohn des reichen Minenbesitzers Geoffrey Van Cleve. Aber anstatt eines feudalen Lebens in New York kommt auf Alice ein Leben in der Kleinstadt Baileyville in Kentucky zu. Hier lebt sie zusammen mit ihrem Mann, der sich schnell von ihr abwendet, und ihrem Schwiegervater, dem sie nichts recht machen kann, fühlt sich gelangweilt und einsam. So meldet sie sich, als Freiwillige für eine mobile Bücherei gesucht werden, die Bücher zu Familien an die entlegensten Orten des County bringt. Zusammen mit Margery O´Hare, Isabelle „Izzy“ Brady und Beth Pinker macht sie sich nun jeden Tag auf in die Berge. Für die so verschiedenen Frauen ist es nicht nur ein Job – sie werden zu Freundinnen. Und Alice fühlt sich seit langem wieder frei und glücklich.

    Ich habe mich anfangs etwas schwer getan in die Geschichte hinein zu kommen, was sich aber im Laufe des Lesens gelegt hat. Alles wird sehr ausführlich und bis ins kleinste Detail beschrieben. Dadurch leidet an einigen Stellen die Spannung etwas. Trotzdem fand ich es gut, dass mir gerade die Menschen, denen ich hier begegne sehr ausführlich und sehr gut vorstellbar beschrieben werden. Manche mag ich von Anfang an, bei einigen dauert es einige Zeit, bis ich sie mag. Andere kann ich absolut nicht leiden. Auch die Landschaft Kentuckys mit ihren großen Weiten, den hohen und schroffen Bergen und der Stille kann ich mir gut vorstellen und verstehen, was die Städterin Alice daran so liebt.


    Ich bin in dieser Geschichte nicht nur auf den Spuren der Satteltaschen-Bibliothekarinnen unterwegs, die es um 1935 in Kentucky wirklich gab. Ich werde auch mit Rassismus und dem kargen Leben als Minenarbeiter und seiner Ausbeuter, wie Geoffrey Van Cleve einer ist, konfrontiert. Auch scheint Prügel, meist verursacht durch Alkohol, in der Ehe und an den Kindern normal zu sein, was mich schon erschreckt hat. Aber das Leben verändert sich und die Frauen suchen ihren Platz in der neuen Welt. Was den Männern allerdings gar nicht gefällt. Hier treffe ich Frauen, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen und konsequent ihren eigenen Weg gehen. Die meisten sind ungebildet und so helfen ihnen die Bücher zum einen Lesen zu lernen. Zum anderen bekommen die Frauen einen Blick in die Welt außerhalb ihres kleinen eingeschränkten Kosmos. Die Freundschaft und der Zusammenhalt spielen in diesem Buch eine große Rolle.

    Ich habe schon einige Bücher von Jojo Moyes gelesen. Aber in dieser Geschichte geht es nicht hauptsächlich um die Liebe. Sie spielt hier nur eine kleine, fast nebensächliche Rolle. Hauptsächlich geht es um starke, mutige Frauen wie Margery und solche, die stark werden, wie Alice und Izzy.


    Ein sehr gefühlvoller, tiefgründiger Roman, der mich wütend und traurig gemacht hat. Bei dem ich ab und zu auch mal schmunzeln konnte. Eine Geschichte, die Bücher und das Lesen würdigt und zeigt, wie wichtig Bildung ist und was man auch als Frau alles erreichen kann.

    Ein Buch, das ich gerne weiter empfehle.

    buecher_wuermchen_

    Beiträge 23
    17.01.2021

      Wir schreiben das Jahr 1937 als Alice aus England sich mit einem Amerikaner verlobt und mit ihm in sein Zuhause zurückkehrt. Dort muss sie allerdings feststellen, dass das Leben mit ihrem Mann, der ihr nur aus dem Weg geht und ihrem Schwiegervater, der sich in alles einmischt und das Sagen in ihrem kleinen Städtchen hat, nicht ganz so verläuft, wie sie es sich erhofft hatte. Doch dann findet sie Freude, als sie sich den reitenden Bibliothekarinnen anschließt, um Bücher an die Einwohner zu verteilen und so Unterhaltung und Wissen zu fördern. Doch als Gruppe von Frauen haben sie es nicht leicht in ihrer Unternehmung und müssen einige Probleme überwinden.
      Die Geschichte dreht sich nicht allein um Alice, sondern auch um Margery und ein wenig um die anderen Bibliothekarinnen und ist daher aus unterschiedlichen Sichten geschrieben. Obwohl ich Geschichten aus der Vergangenheit (diese hier spielt ja in 1937) normal nicht so mag, hat dieses Buch mich einfach umgehauen. Es war wahnsinnig fesselnd geschrieben und hat - wie von Jojo Moyes gewohnt - große Gefühle geweckt. Es ist zum Lesen etwas anspruchsvoller als meine „üblichen“ Bücher, weil man nicht einfach so über die Seiten hinwegfliegen kann. Zu lesen, wie schwer es die Frauen damals in Sachen Liebe und Bildung hatten und wie wenig sie selbst zu entscheiden hatten, lässt einen dankbar werden, für die Zeit in der man selbst aufwächst. Das Buch zeigt, die wichtig es ist, für sich selbst einzustehen und an sich zu glauben, aber auch wie wichtig es ist, sich im Leben mit Menschen zu umgeben, die einem wichtig sind. Mich hat das Buch tief berührt und ich kann es nur weiterempfehlen.

      PeWie

      Beiträge 25
      16.01.2021

        Klappentext
        1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
        Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
        Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.
        Meinung
        Die Widerstände sind mannigfaltig. Frauen in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg haben nicht viel zu sagen, die Ehemänner oder Väter entscheiden wann, wie und wohin sie gehen. Auch wenn die Familie keine finanziellen Schwierigkeiten hatte, die Frauen hatten sich unter zu ordnen. Wenige Männer sahen das anders. War eine Frau selbstbewusster wurde sie mindestens verbal angegriffen.
        Diese Probleme greift die Autorin in diesem Buch auf. Sehr eindringlich beschreibt sie die Situation. Teilweise ist es sehr beklemmend es zu lesen. Hinzu kommt das Kentucky auch heute noch zu den ärmsten Bundesstaaten gehört. Das Leben wird sehr detailliert beschrieben. Die Hoffnungen der Menschen liegen in der Zukunft. Sie haben keine großen Wünsche sondern nur ein besseres Leben für ihre Kinder. Das wünscht sich jeder und daher ist das nachvollziehbar. Spannend ist auch das Drum herum. Schwarzbrennerei und Schwarze als Menschen zweiter Klasse.

        Brogitte

        Beiträge 26
        30.12.2020

          Beautiful as ever.

          Ganz anders als ihre anderen Bücher, aber warmherzig undMut machend wie immer. Ein einzigartiges Buch, wie nur Jojo Moyes es schreiben kann. Die Moral der Geschichte ist, wie in jedem ihrer Bücher: Geh deinen eigenen Weg.

          medsidestories

          Beiträge 3
          08.12.2020

            Jojo Moyes ist seit „Ein ganzes halbes Jahr“ eine meiner meistgelesenen Autorinnen. Ihre Bücher haben einen ganz eigenen Stil, eine eigene Tiefgründigkeit und behandeln jedes Mal relevante Themen, die das Leben von Frauen in der Gegenwart oder der Vergangenheit prägen.
            „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ ist mein absolutes Lieblingsbuch von ihr, deswegen war es von Beginn an klar, dass ich auch „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ lesen würde. Immerhin nimmt sie sich hier wieder einer historischen Tatsache an und erzählt darauf beruhend eine fiktionale Geschichte.

            Inhalt:
            USA, Kentucky, die 1930er Jahre: Eine Gruppe unerschrockener Frauen hat es sich in der abgelegenen Kleinstadt Baileyville zur Aufgabe gemacht einem Projekt der First Lady folgend eine mobile Bibliothek zu gründen. Da es in und um Baileyville viele Menschen gibt, die aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen oder aber wegen ihres abgelegenen Wohnorts keine Bibliothek besuchen können, reiten die Frauen bei Wind und Wetter auf Pferden oder Maultieren durch die Berge und bringen die Bücher zu ihnen nach Hause. Bei den Bewohnern Baileyvilles stoßen sie dabei auf viel Widerstand. Die Stadt ist geprägt von starren Konventionen und Geschlechterrollen, denen die Packhorse Library in vielerlei Hinsicht nicht nachkommt.
            Eine der Frauen ist die Engländerin Alice. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie und ist dennoch eine Außenseiterin in der Gesellschaft, in die sie geboren wurde. Sie verliebt sich in Bennett, einen jungen Amerikaner, oder glaubt es zumindest. Um den Zwängen ihrer Herkunft zu entfliehen, folgt sie ihm in seine Heimat. Doch dort werden all ihre Hoffnungen zu Nichte gemacht. Ihr Schwiegervater ist nicht nur ein reicher Minenbesitzer sondern auch ein Tyrann, in dessen Haus sie fortan leben muss. Gleichzeitig hat Bennett keinerlei Interesse an körperlicher oder emotionaler Nähe zu ihr. Erst als Alice beginnt für die Packhorse Library Bücher auszuliefern, das neue Land auf eigene Faust zu erkunden und Freundschaft zu den anderen Frauen zu schließen, findet sie langsam zu sich selbst.
            Außerdem ist da Margery O’Hare, eine unverheiratete und alleinlebende Frau aus einer verrufenen Familie, die verwegen ist und es wagt sich gegen die Geschlechterklischees aufzulehnen. Sie und ein paar weitere, durchweg liebenswerte Charaktere, die alle auf ihre Art gegen die Fesseln ihrer Zeit zu kämpfen haben, machen die Packhorse Library zu einem ganz besonderen Ort.

            Meine Meinung:
            „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist in erster Linie kein Liebesroman, sondern ein Buch über Freundschaft und über’s Frausein in einer Zeit, in der Menschen allein wegen ihres Geschlechts extrem limitierte Möglichkeiten hatten.
            Es hat mir unglaublich gut gefallen, wie gekonnt die Nebenhandlungen mit der Hauptgeschichte verwoben wurden. Das Schicksal jeder einzelnen Bibliothekarin wurde auf seine Weise erzählt. Keine von ihnen war nur ein plumper Nebencharakter. Sie alle hatten ihre Daseinsberechtigung und sie alle haben gleichermaßen versucht ihre Grenzen zu überwinden. Dabei ging es um Familie, um Ansehen, um Rassismus, um Trauer und schließlich auch um Recht. Gerade diesen Teil fand ich besonders gelungen, weil das Schwarz-Weiß-Denken der Gesellschaft daran so gut deutlich wurde. Auch heute findet man schließlich immer noch diese Denkweisen, dass man Frauen in vorgefertigte Rollenbilder einteilt: das gute und das böse Mädchen, der unschuldige Engel und die eiskalte Hexe.
            Nicht nur die Freundschaften der Bibliothekarinnen haben mein Herz berührt, sondern auch die Beziehungen, welche die Frauen zu den Empfängern der Bücher aufgebaut haben. Die Bücher der Packhorse Library waren für viele der Menschen die einzige Möglichkeit, um an Bildung zu gelangen, einem tristen Alltag oder einer schwierigen Familiensituation zu entfliehen. Deswegen hat mir auch der englische Originaltitel des Buchs so gut gefallen.
            „The Giver of Stars“ - Die Stern-Bringer. Weil Bücher manchmal wie Sterne am Nachthimmel in einer ziemlich dunkeln Realität sind. Aber auch den deutschen Titel finde ich gut gewählt.
            Durch den Prolog wurde ein straffer Rahmen geschaffen und je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat sie an Fahrt aufgenommen. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hatte Tiefgründigkeit und Spannung, leise und laute Momente und das alles in genau der richtigen Dosis. Aber auch, wer gerne Liebesgeschichten liest, kam auf seine Kosten. Man kann also zusammenfassend sagen: Es hat wirklich an rein gar nichts gefehlt.


            Fazit:
            „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ hat mich auf sehr vielen Ebenen berührt. Die Geschichte strahlt so viel Wärme und Menschlichkeit aus und kann definitiv mit „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ konkurrieren. Es handelt sich zweifelsfrei um ein Buch, das man nicht nur einmal liest. Bei mir wird es definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein.

            IsabelPatricia1992

            Beiträge 11
            22.11.2020

              Jojo Moyes enttäuscht einfach nie. Ich bin wie die allermeisten nur durch "ein ganzes halbes Jahr" aufmerksam geworden und war danach skeptisch noch mehr von ihr zu lesen. Aber Frau Moyes ist einfach unglaublich vielseitig und so hat dieses Buch auch eine ganz eigene Atmosphäre. Ein besonderer Aspekt für alle Bücherliebhaber ist natürlich, dass Bücher in diesem Buch neben einer spektakulären Natur eine sehr bedeutende Rolle einnehmen.

              Wendi

              Beiträge 7
              20.10.2020

                Ein wunderschönes Buch von einer meiner Lieblingsautorin.

                Von der Thematik her ganz anders als die bisherigen Bücher, die ich von ihr gelesen habe.
                Der sehr gute und flüssige Schreibstil sind auch hier dafür verantwortlich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
                Ich bin kein großer Fan von Western aber das Buch habe ich trotzdem gerne gelesen.
                Der Mut der Frauen, die Liebesgeschichte, der Mord und die überraschende Wendung machen es zu einer sehr stimmigen und spannenden Geschichte.

                Sparkling

                Beiträge 23
                13.10.2020

                  Jojo Moyes hat mich mit diesem Buch ziemlich überrascht. Die Themen, die hier eine große Rolle spielen, hatte ich absolut nicht erwartet.
                  Am Anfang hab ich mich echt ziemlich schwer getan, was ich inzwischen gar nicht mehr verstehen kann, weil es dann auf einmal so gut war!
                  Nachdem ich dann also mühsam in die Geschichte hinein gefunden hatte, habe ich sie geliebt.
                  Es war etwas besonderes und es war wirklich überraschend spannend! An manchen Stellen konnte ich gar nicht schnell genug lesen. Meine Augen flogen so schnell sie nur konnten über die geschriebenen Worte, weil sie nicht anders konnten.
                  Zudem hatte ich mehrfach wirklich stark mit den Tränen zu kämpfen.
                  Man hat die Charaktere so sehr ins Herz geschlossen und so mit ihnen gelitten. Man hat mit ihnen diese ungerechte, falsche Welt gehasst. Man hat gehofft uns gehofft bis zum bitteren Ende.
                  Und das Ende.. ich habe es so sehr geliebt wie man ein Ende nur lieben kann. Es war perfekt. Es war absolut wunderschön.
                  Ich hatte fast vergessen, wie wunderschön Jojo Moyes Romane sind. Hier handelt es sich um ein Juwel, das mich übrigens an Wer die Nachtigall stört erinnert hat.
                  Es ist eine emotionale und spannende Geschichte, bei der einem das Herz aufgeht.

                  Marzipanmädchen

                  Beiträge 12
                  06.10.2020

                    Ich hatte mich so auf das neue Buch von Jojo gefreut. Aber entweder ich mag ihre Bücher oder nicht. Dieses hat mich gar nicht gefallen. Es war einfach nur superlangweilig. Und die Charaktere sind auch nicht sympathisch. Ich habe es nach 80 Seiten abgebrochen.

                    Ps

                    Beiträge 12
                    03.10.2020

                    In den Buch "Wie ein leuchten in der Tiefe" geht es um eine Geschichte die während des Krieges stattfindet. Von Schwerer Arbeit, Liebe und Freiheit. Auf den Rücken der Pferde findet sie ihren Frieden und ein neues Abenteuer. Wird sie meistern?

                    topper2015

                    Beiträge 8
                    15.09.2020

                      "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein herzergreifender, starker und emanzipierter Roman über Frauen in den späten 30er Jahren, die sich gegen heteronormative Rollenerwartungen auflehnen und ihr Leben ihren Vorstellungen entsprechend gestalten.

                      Auch, wenn der Roman fiktiv ist, so steckt doch ein Stück Wahrheit in ihm, denn er thematisiert die Rollenerwartungen von Frauen und Männern und zeigt auf, welche Hürden Frauen damals vor sich hatten.

                      Abgesehen von dem Frau-Mann-Konflikt, der eine große Rolle in dem Roman spielt, ist auch die Freundschaft zwischen den Frauen wichtig. Sie unterstützen sich gegenseitig sich zu entwickeln, sodass alle am Ende ihr Glück finden.

                      Ein kleiner Minuspunkt ist, dass das Buch einige langatmige Stellen hat, jedoch ist es trotzdem eine absolute Leseempfehlung!

                      chrissysbooks

                      Beiträge 12
                      12.09.2020

                        1937: Die Engländerin Alice verliebt sich in den Amerikaner Bennet und verlässt mit ihm ihre Heimat. Das Leben in Amerika hatte sie sich anders vorgestellt, denn zu ihrer Enttäuschung befindet sich ihr neues Zuhause in einer Kleinstadt, in den Bergen von Kentucky. Aber viel schlimmer ist es, dass sie mit ihrem tyrannischen Schwiegervater Geoffrey Van Cleve unter einem Dach leben muss.

                        Alice ist todunglücklich mit ihrem Leben, bis sie mit der mobilen Bibliothek "Packhorse Library" eine neue Aufgabe findet. Zusammen mit ihrer neuen Freundin Margary und weiteren Frauen, reiten sie in die Berge, um Einwohner mit Büchern zu versorgen.

                        Wieder einmal hat Jojo Moyes einen wunderbaren, berührenden Roman geschrieben, mit sehr starken Charakteren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Einsamkeit, Sehnsucht, starke Verluste, eine große Liebesgeschichte aber auch Freundschaft und Bücher stehen im Fokus dieses Romans.

                        Der mächtige, unsympathische und selbstsüchtige Schwiegervater Van Cleve ist es nicht gewohnt, dass man ihm die Stirn bietet und Wiederworte gibt. Deshalb wird dies den mutigen Frauen Alice und Margary zum Verhängnis.

                        Margary lässt sich generell nichts sagen und genießt ihre Freiheit als Frau zum Unmut einiger Bewohner, aufgrund fehlender Emanzipation.

                        Die Ritte der Bibliothekarinnen in die Berge sind immer ein Erlebnis und geben Alice die Kraft ihre Einsamkeit etwas zu vergessen. Doch gerade als Engländerin in einem fremden Land, hat sie es bei den Bewohnern nicht immer einfach. Alice und Margary sind beide sehr starke Frauen, die ich bewundert habe.

                        "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein vielseitiger Roman, der mich bis zum Ende hin immer mehr fesseln konnte und tief bewegt hat.

                        Jojo Moyes hat es auch dieses Mal geschafft, mich mit ihrer Romanidee und dem tollen Schreibstil zu begeistern.

                        sanne_lo

                        Beiträge 5
                        09.09.2020

                          Alice hat ihr spießiges Elternhaus, ständige Bevormundung und langweilige Heiratskandidaten satt. Kurz entschlossen ehelicht sie den interessant erscheinenden Benett und zieht mit ihm in nach Kentucky, Amerika - vom Regen in die Traufe, zu einem dominanten, altmodischen und despotischem Schwiegervater. Verzweifelt schließt Alice sich den Satteltaschenbibliothekarinnen, die regelmäßig Bücher zu den entlegenen Behausungen in den Bergen bringen, an.
                          Jojo Moyes hat das WPA-Programm der Packhorse Library (1935-1943), mit welchem mehr als 100000 Landbewohner mit Büchern versorgt wurden, als historischen Hintergrund verarbeitet. In diesem Roman zeichnet sie ein wunderbares Bild von Alice und ihren engagierten und liebenswerten Mitkämpferinnen. Margery- streitbar und sympathisch, Beth, schlagfertig und lustig, Izzy, kämpferisch und tapfer, Sophia- ach, auch sie wunderbar und ebenso die vielen anderen, die wir in diesem Buch kennenlernen. Sie werden sympathisch und authentisch beschrieben. Natürlich kommen auch die männlichen Vertreter, egal ob profitorientiert, altmodisch, um ihre Vormachtstellung ringend oder aber als gefühlvolle, partnerschaftliche Protagonisten nicht zu kurz. Rassenkonflikte werden genauso wenig ausgespart wie die gnadenlose Ausbeutung von Mensch und Landschaft.
                          Ein bemerkenswerter, emotionaler Roman aus dem Rowohlt Verlag.

                          Babsi

                          Beiträge 30
                          02.09.2020

                          Ein tolles Buch.... mit viel Gefühl
                          Es geht um mutige Frauen, Freundschaft und Liebe.
                          Auch 1935 gab es schon Frauen die für sich selber und ihre Erfüllung gekämpft haben.
                          Ich kann diesem Buch nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

                          Franzi79

                          Beiträge 12
                          01.09.2020

                            Ein wunderschönes Buch, das zeigt, dass Bücher schon immer für die Unterhaltung wichtig waren.
                            Alice zieht für die Liebe in die Einöde nach Kentucky. Dort beginnt sie als reitende Bibliothekarin zu arbeiten und versorgt die Menschen mit Lesestoff. Und eine neue Liebe tut sich dabei auch auf.

                            TiffyF

                            Beiträge 32
                            31.08.2020

                              Ich mag die Geschichten der Autorin sehr. Sie hat eine wunderschöne Art und Weise Dinge zu beschreiben. Hier musste ich häufiger Schmunzeln, aber auch mit der Hauptfigur leiden. Authentisch, liebevoll und es macht unglaublich viel Freude.

                              Ich kann die Gefühle der Hauptfigur nachvollziehen und finde es schön zu erleben, wie die Bücher verteilt werden. Ssa liegt an den Figuren in den Bergen, aber auch die Landschaft. Da kommt man ins Träumen.

                              Vanessa13

                              Beiträge 12
                              29.08.2020

                                Frauen machen sich Mitte der 30er Jahre in Kenntucky für Ihre Rechte stark. Die Kulisse ist eine wundervoll beschriebene Natur. Das Buch hat es in sich! Großartige Charaktere!
                                Die Werke von Jojo Moyes finde ich immer wieder aufs neue unglaublich schön, wobei ich ihre Bücher lieber auf Englisch lese, da mir die deutschen Übersetzungen größtenteils etwas zu "gestochen" sin.

                                reading.squirrel

                                Beiträge 13
                                27.08.2020

                                  Zum Inhalt werde ich garnichts sagen, das machen andere zur Genüge. Ein Buch ohne bunten Einband und das Cover ohne Aufdruck..nicht so meins. In Ermangelung von anderem Lesestoff habe ich mich dann doch drangewagt.. und es hat mich von der ersten Seite an regelrecht gefangen genommen.Ich habe mich gefühlt, als wenn ich dazu gehöre, habe mit gefiebert, geweint wie ein Schlosshund und mich wieder gefreut Eine absolute Kaufempfehlung, dieses Buch sollte man gelesen haben ! Es wird mir in Erinnerung bleiben.

                                  sabine

                                  1 Beitrag
                                  13.08.2020

                                    Dieses Buch ist mal wieder ein tolles Werk von ihr.
                                    Ich habe in der ganzen Story an mir bekannte Menschen gedacht- nichts ist so,wie es scheint. In jeder Beziehung gibt es dunklere Zeiten, über die niemand gern spricht. Niemand muss neidisch auf das Leben der anderen sein. Ein tolles Buch über Schein und Sein in jeder Familie

                                    Biancaheim

                                    Beiträge 5
                                    03.08.2020

                                      Ich hatte mehr von diesem Buch erwartet. Wenn man die vorherige Bücher von Jojo Moyes miteinander vergleicht, schneidet dies leider schlechter ab.

                                      Trotz allem eine schöne Geschichte, wenn auch mühsam zu lesen. Daher auch nur drei Sterne von mir.

                                      goejos

                                      Beiträge 47
                                      02.08.2020

                                        Erstens kommt es anders .....
                                        Alice hat es sich anders vorgestellt, als sie ihren Mann nach Amerika folgt. sie als eingefleischte Engländerin muss vor Ort ihre Vorstellungen über dieses Land drastisch reduzieren. Sie tut sich schwer, Anschluss zu finden. Außerdem ist ihr Schwiegervater immer und überall. Als sie dann noch kurz entschlossen, bei einer Bücherei als Reiterin zur Buchverteilung anmeldet, sehen das nicht Alle als glückliche Entscheidung.

                                        ja_de_21

                                        Beiträge 10
                                        04.05.2020

                                          Jojo Mojes hat mal wieder einen Treffer gelandet. Schon in anderen Romanen hat die Autorin unter Beweis gestellt, dass sie es immer wieder schafft, wunderschöne Emotionen ganz leicht auf das Papier zu bringen. Wenn man ein Buch über Menschen, die das Lesen lieben schreibt, kann man sich sicher sein, viele Leser anzusprechen. Mit der historischen Perspektive schenkt Jojo Mojes uns allerdings eine ganz besondere Geschichte.
                                          Die Geschichte ist realistisch, aber gleichzeitig verzaubert sie jeden Leser, der in die Nähe kommt und lässt ihn nie wieder los.

                                          Apple

                                          Beiträge 22
                                          03.05.2020

                                            Jojo Moyes Bücher mag ich eigentlich sehr gerne, deswegen war ich auch sehr gespannt auf diesen Roman, auch weil ich die Epoche der Nachkriegszeit sehr interessant finde. Die Geschichte handelt von der jungen Alice, die in den späten 1930er Jahren einen Mann heiratet, der ihr die Flucht aus dem kleinen englischen Ort verspricht, hinüber in das pulsierende Amerika. Leider ist es in Kentucky, wo ihr frisch angetrauter Mann Bennett gemeinsam mit seinem patriarchischen Vater wohnt, bald genauso langweilig und eintönig wie in England. Alice langweilt sich und fühlt sich eingesperrt weshalb sie auch die Herausforderung annimmt, die neu gegründete Satteltaschenbibliothek zu unterstützen. Dabei bringt sie Bücher zu den entlegensten Winkeln von Kentucky. Ich muss zugeben, dass sich die ersten ca. 200 Seiten des Buches meiner Meinung nach ein wenig in die Länge zogen, dann aber habe ich mich ganz in die Geschichte fallen lassen können. Es ist eine Mischung aus Abenteuerroman und Frauenrechtsroman, gepaart mit der Romantik des wilden Westens.

                                            himbeerhummel

                                            Beiträge 24
                                            30.04.2020

                                              „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ war das erste Buch der Autorin Jojo Moyes, das ich nach der Trilogie um Lou aus „Ein ganzes halbes Jahr“ gelesen habe und es war… auf jeden Fall ganz anders als alles, was ich erwartet hatte.

                                              Im Roman geht es um die junge Alice, die ihrem tristen Elternhaus und dem Landleben in England der Nachkriegsjahre entfliehen will und daher den Amerikaner Bennett Van Cleve heiratet und mit ihm in den Wilden Westen nach Kentucky geht. Leider werden ihre Träume von einem abenteuerlichen Leben in Glanz und Glamour enttäuscht. Ihr Ehemann ist weder leidenschaftlich noch ihr besonders zugetan. Beide stehen unter der Fuchtel von Alices Schwiegervater, der alle Entscheidungen im Haus trifft und Alice fühlt sich bald schon einsamer und alleingelassener denn je.
                                              Doch dann bekommt sie plötzlich eine Aufgabe und soll für die von Mrs. Roosevelt ins Leben gerufene mobile Satteltaschen-Bibliothek zu den abgelegenen Häusern reiten, um die Menschen dort mit Lesestoff zu versorgen. Eine abenteuerliche Tätigkeit beginnt!

                                              Ich hatte ja eigentlich keinen „historischen“ Roman erwartet, aber ich muss sagen, dass mir das Setting in der Bergwelt von Kentucky in den späten 30er Jahren sehr gut gefallen hat. Die Rolle der Frau war eine andere, aber die Protagonistinnen stellen sich den Männern gegenüber und kämpfen für eine gerechtere Welt, indem sie Bildung zu den Menschen bringen, die abseits der Zivilisation leben. Die Lektüre hat auf jeden Fall Spaß gemacht, war spannend und auch gut erzählt.

                                              Eseskalierteh

                                              Beiträge 32
                                              11.04.2020

                                                Wie immer ist der Schreibstil dieser Autorin ein Traum gewesen. Das Buch war fesselnd und wundervoll geschrieben. Leider hatte ich zwischen drinnen eine Lese Flaute da es sich bisschen gezogen hat, jedoch war es gegen Ende wieder so mitreisend gewesen.

                                                Pheles

                                                Beiträge 26
                                                08.04.2020

                                                  Ich mag die Bücher von Jojo Moses sehr gerne. Auch dieses hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es mich stellenweise aufgewühlt und regelrecht erzürnt hat. Das Thema ist komplex und spricht viele Probleme wie Sexismus und Rassismus an. Aber dennoch liest es sich sehr schön und fesselnd.

                                                  Vielleserin

                                                  Beiträge 59
                                                  24.02.2020

                                                    Hier geht es um 4 starke Frauen die als berittene Bibliothekarinnen 1937 Bücher in die Einöde von Baileyville bringen. Sie möchten dadurch einen Leihbücherservice aufbauen der es den entlegenen Farmen auch erlauben soll Bildung und Bücher zu bekommen. Was ihre Beweggründe dafür waren, diesen Job zu übernehmen erfährt der Leser so nach und nach.
                                                    Zum Frauenbild in den 30er Jahren in einer amerikanischen Kleinstadt gehörte noch die Frau hinter den Herd. Besonders wollten die Frauen es den Bergarbeiterfamilien leichter machen die kein gutes Leben hatten.
                                                    Die Charaktere sind sehr einfühlsam beschrieben, das Buch ist sehr gut zu lesen und der Leser hat oft den Eindruck mitten dabei zu sein. Dies zeigt sich auch darin dass man mitleidet, sich mit freut und einfach tief in die Geschichte eintaucht. Ein tolles Buch über Freundschaft, Liebe, Entbehrungen und starke Frauen.

                                                    Sklein

                                                    Beiträge 22
                                                    12.02.2020

                                                      Die Geschichte spielt 1937 in Kentucky. Die junge Engländerin Alice hat den gutaussehenden Bennet Van Cleve geheiratet und ist ihm in seine Heimat Kentucky gefolgt. Alice fühlte sich zu Hause nicht wirklich wohl, somit ist ihr der Abschied aus England nicht allzuschwer gefallen.

                                                      In Kentucky angekommen, merkt sie jedoch nach und nach, dass sie auch hier nicht wirklich glücklich ist/wird. Das Hausfrauendasein ist nichts für sie, zudem die Haushälterin ihre Hilfe/Unterstützung nicht wünscht und sie sich bald komplett aus dem Haushalt zurückzieht. Auch das Eheleben mit Bennett läuft anders als erwartet und dann ist da noch Geoffrey Van Cleve, der sture und konservative Schwiegervater und Chef der Hoffmann-Miene, der allerdings gleichzeitig einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer der Stadt ist und der Alice vorschreiben will wie sie sich zu verhalten hat.

                                                      Als schließlich die Satteltaschenbücherei ins Leben gerufen wird meldet Alice sich als freiwillige Helferin, was ihrem Mann und Schwiegervater missfällt. Schließlich gehen Frauen nicht arbeiten sondern kümmern sich um den Haushalt, Familie, etc. Alice zieht es jedoch durch und merkt, wie sie zunehmend glücklicher wird, zwische ihr und den anderen Bibliothekarinnen entsteht eine enge Freundschaft.

                                                      Ich muss gestehen, ich habe eine Weile gebraucht bis ich voll in die Geschichte eintauchen konnte. Die Geschichte hat mich total interessiert, aber der Lesefluss wollte sich erst nicht einstellen, dies legte sich dann aber recht schnell und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen.

                                                      Es werden sehr unterschiedliche Themen behandelt in dem Buch. Zum einen die klassischer Rolle der Frau und wie eine Frau zu sein hat im Jahre 1937, aber auch Rassismus, Vorurteile aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

                                                      Es war sehr interessant, Alice auf ihrem Weg zu begleiten. Sie macht eine deutliche Veränderung durch und wird immer mehr zu einer selbstbewussten Frau, die ihre Meinung vertritt und sich für das stark macht was sie liebt. Sie wird also im Jahr 1937 zu einer Frau mit Eigenschaften, die heutzutage selbstverständlich sind und für die wir Frauen lange gekämpft haben.

                                                      Klare Leseempfehlung! Das Buch beschäftigt mich heute noch, obwohl ich es schon vor einigen Tagen fertig gelesen habe :-)

                                                      Bella5

                                                      Beiträge 14
                                                      12.02.2020

                                                        Moyes' bisher bestes Buch
                                                        „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist das bisher beste Buch der Autorin Jojo Moyes.

                                                        Ich muss gestehen, dass ich von ihrem Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ überhaupt nicht begeistert war. Ich finde, dass sie damals einfach auf den Erfolgszug des französischen Kinohits „Ziemlich beste Freunde- Intouchables“ aufgesprungen ist, aus Driss wurde Lou, aus Philippe der lebensmüde Will. Der Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ war schlimmer Kitsch, und nicht ohne Grund protestierten bei der Premiere der Buch - Verfilmung in London Verbände gegen die Message des Films.

                                                        Jojo Moyes hatte ich also unter „Kitschtante“ einsortiert. Da ich mich jedoch sehr für die Geschichte der Vereinigten Staaten interessiere, habe ich beschlossen, ihren neuen Roman „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ trotzdem zu lesen. Außerdem ist es an der Zeit, dass sich die Historiographie auch der Geschichte der Frauen widmet; hierzu leistet Moyes einen wichtigen Beitrag, auch wenn es sich beim Roman um die Fiktionalisierung von historischen Fakten handelt – es ist kein Sachbuch, sondern ein Roman, der sich erstaunlich gut liest.

                                                        Worum geht es?

                                                        Die Engländerin Alice Wright heiratet Hals über Kopf den Amerikaner Bennett van Cleve, aber sie hat die Rechnung ohne den strengen Schwiegervater gemacht. Der autoritäre Patriarch hat im Haus das Sagen, Alice ist natürlich das schwächste Glied der Kette, da sie in die Familie eingeheiratet hat. Im Jahr 1937 steckt die Gleichberechtigung im ländlichen Kentucky noch in den Kinderschuhen, und der mächtige Minenbesitzer van Cleve gibt den Ton an, obwohl sein Sohn Bennett längst erwachsen ist.

                                                        Roosevelts Politik des „New Deal“ erreicht jedoch auch die amerikanische Provinz. Im Rahmen dieser Politik ruft die First Lady E. Roosevelt das “Packhorse Library Project“ (1935 – 43) in’s Leben.

                                                        Alice wird ein Mitglied der Bibliothekarinnen zu Pferde. Mittels der Satteltaschenbücherei von Baileyville werden auch Menschen, die in entlegenen Gegenden wohnen, mit Lesestoff versorgt.

                                                        Jojo Moyes präsentiert starke Frauenfiguren, die auch in widrigen Zeiten ihren Mann standen. Und so findet auch Alice Freundschaften für’s Leben und ihr freudloses, eintöniges Dasein erhält einen Sinn; sie wächst über sich hinaus und besteht mit ihren Mitstreiterinnen allerlei Abenteuer…



                                                        Ich habe den tollen historischen Roman gerne gelesen, und ich hoffe, dass sich viele Leser nach der Lektüre mit dem “New Deal“, der ein Meilenstein war, beschäftigen werden.

                                                        Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist unglaublich interessant, das Land ist auch heute noch geprägt von Vielfalt, was in Zeiten des Antiamerikanismus gerne vergessen wird.

                                                        Die britische Autorin Jojo Moyes bringt Lesern in aller Welt ein Stück Geschichte nahe. Man muss jedoch einräumen, dass sie nicht die Einzige ist, die sich dem Stoff widmet. Auch Kim Michele Richardson hat mit “The Book Woman of Troublesome Creek“ die Satteltaschenbücherei zum Gegenstand eines Unterhaltungsromans gemacht.



                                                        Jojo Moyes ist jedoch bekannter und populärer, sie hat einfach eine größere Reichweite.

                                                        „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ist ein richtig schöner Schmöker, der auch was für’s Herz bietet.

                                                        Es gibt gewisse Länge in der Erzählung. Trotzdem liest sich der Roman insgesamt spannend, und man wird klasse unterhalten.



                                                        Fazit:

                                                        Die perfekte Unterhaltung für lange Abende! Lehrreich und berührend.

                                                        Evi2020

                                                        Beiträge 9
                                                        19.01.2020

                                                          Jojo Mojo hat ein Meisterwerk abgeliefert und ist wirklich ganz losgelöst, von ihren anderen Bücher
                                                          Dieses Buch ist das Schönste, Spannenste und Fesselnste, welches ich seit langem gelesen habe. Was habe ich gelacht, gefiebert und einige Male die Tränen in den Augen gehabt. Für Jojo Moyes Fans ein wahres Buch das man nicht wieder weglegen kann:-)

                                                          steffi_the_bookworm

                                                          Beiträge 32
                                                          eine Antwort 06.01.2020

                                                            "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein Buch, dass mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen hat und ich gar nicht so richtig benennen kann, woran es gelegen hat.

                                                            Ich habe mich ein wenig schwer getan in die Geschichte reinzufinden, was vermutlich am Setting und der Handlung selbst lag.
                                                            Ich fand die Geschichte der Satteltaschen-Bücherei zwar prinzipiell interessant, aber als Geschichte konnte es mich nicht so richtig packen und es war stellenweise wirklich langweilig wie die Frauen nur durch die Gegend geritten sind und Bücher verteilt haben.

                                                            Man lernt im Laufe des Buches zwar auch die Frauen immer besser kennen und auch ihre Leben sind einerseits wirklich interessant, aber andererseits konnte es mich einfach nicht so mitreißen. Für mich ist die Geschichte leider eher dahingeplätschert.

                                                            Wie gesagt sind die Frauen sehr interessante und teilweise auch beeindruckende Persönlichkeiten, die auch im Hinblick auf die Zeit, in der die Geschichte spielt, nicht alltäglich ist. Noch am meisten begeistern konnte mich Margery, die so ziemlich gegen jeden Konvention verstößt.

                                                            Das Buch war eine nette Geschichte, die sich auch gut lesen ließ, aber packen konnte sie mich leider nicht.

                                                            • Borkum

                                                              Beiträge: 29
                                                              14.01.2020

                                                              Schade, dass dich das Buch nicht packen konnte. Da bin ich mal gespannt wie es mir gefallen wird. Normalerweise lese ich die Bücher von Jojo Moyes ja sehr gerne.