Jojo Moyes

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

hasi_rasi

Beiträge 102
01.10.2019

Die Satteltaschenbibliothek
Kentucky 1937: Alice ist Engländerin und hat ihren Mann Bennett van Cleve während dessen Europareise kennengelernt. Er sieht sehr gut aus und war der Erste, der ihr den Hof gemacht hat, also hat sie ihn vor seiner Heimreise geheiratet. Doch die Flitterwochen sind schnell vorbei und die Realität ist hart. Statt in New York wohnen sie in einer Kleinstad mitten in den Bergen von Kentucky. Sie haben kein eigenes Haus sondern nur ein Zimmer im Haus ihres Schwiegervaters, der über jeden Lebensbereich bestimmt. „Sie hatte, wie ihr schnell bewusste wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (S. 31)

Der Landstrich ist weit und wer nicht in der Mine der van Cleves arbeitet, lebt abgeschieden auf einer Farm. Um alle Bewohner mit Büchern versorgen zu können, wird eine mobile Bibliothek nach dem Vorbild von Elena Roosevelt gegründet wird. Die Frauen tragen die Bücher zu Pferd breit. Da Alice seit ihrem vierten Lebensjahre reitet und dem Haus der van Cleves wenigstens für einige Stunden am Tag entkommen will, meldet sie sich gegen den Willen ihres Schwiegervaters freiwillig.
Insgesamt sind sie vier Satteltaschenbibliothekarinnen. Margery fasziniert Alice sofort, da sie sich wie ein Mann benimmt und in ihrer Freiheit nicht einschränken lässt. Sie will sich nie wieder jemandem unterordnen müssen und darum unverheiratet bleiben. Durch sie lernt Alice das Land kennen, in dem sie jetzt lebt, seine Bewohner und seine Geschichte(n).
Izzy leidet an Kinderlähmung und kann kaum laufen, aber reiten. Obwohl sie sich gegen diese Tätigkeit sträubt und von ihrer Mutter dazu gezwungen werden muss, liebt sie es bald. Sie wird endlich gebraucht und geachtet und niemand hänselt sie mehr wegen ihrer Behinderung.
Betty entflieht mit dieser Arbeit dem Schicksal, ihrem Vater und den Brüdern den Haushalt führen zu müssen. Aber eigentlich träumt sie davon, die Welt zu bereisen.
Schnell ist es für die Frauen nicht nur ein Job – sie werden echte Freundinnen, halten immer zusammen und erleben auf den Pferderücken eine ungeahnte Freiheit. „Ich fühle mich dort oben einfach ... mehr wie ich selbst.“ „Dort draußen sein, das tut der Seele gut.“ (S. 87)

Jojo Moyes schildert in ihrem neuen Buch das harte Leben der einfachen Leute in der Weite Kentuckys, der Minenarbeiter und deren Familien. Oft regieren Alkohol und Gewalt – auch gegen Frauen und Kinder. Die Bibliothekarinnen beweisen bei ihrer Arbeit Leidenschaft, Mut, Hingabe und Aufopferung und bringen den Menschen nicht nur Literatur, sondern damit auch Bildung und Hoffnung. Leider werden sie bald von Männern angefeindet und angegriffen. Angeblich verhalten sie sich unweiblich und halten die Ehefrauen und Töchter von der Hausarbeit ab, verbreiten obszöne Schriften und wiegeln die Farmer zum Widerstand gegen die Minenbesitzer auf.

„Wie ein Leuchten in dunkler Nacht“ ist traurig, erschütternd und unglaublich berührend. Es erinnert uns, was Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt bewirken können und dass man nie den Mut verlieren darf. „Es hat keinen Zweck, sich darum Sorgen zu machen, was man in der Stadt über sie denkt – daran können Sie ohnehin nichts ändern. Aber wenn sie den Blick nach vorn richten, gibt es eine ganze Welt voller Schönheit zu sehen.“ (S. 61)
Es ist ein großartiges, sehr emotionales Buch und berichtet vom Kampf der Frauen um Selbstbestimmung und gegen Vorurteile, Männer und Naturgewalten.

Arietta

Beiträge 41
07.10.2019

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
Inhaltsangabe: Quelle Wunderlich-Verlag
Der große neue Roman der Bestsellerautorin. Eine Feier des Lesens und der Freundschaft. Eine große Liebesgeschichte. Ein Buch, das Mut macht.
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Meine Meinung zur Autorin und Buch
Es ist für mich der beste Roman, von Jojo Moyes, den sie bisher geschrieben hat. Die Geschichte um Alice und die Frauen, die Bücher zu anderen Menschen bringen ist sehr real, überzeugend und Authentisch erzählt. Ihre Figuren und deren Charaktere sind liebevoll gestaltet, man konnte sich sehr gut in die Gefühle von Ihnen hinein versetzen. Hat mit ihnen gemeinsam gelitten, sich gefreut, Freude und Glück geteilt. Der Schreibstil ist flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend. Man sah die unendliche Weiten und Berge vor sich, aber auch die Einsamkeit. Man spürte was diese Menschen täglich leisten.

Ich habe Alice schon etwas bedauert, als sie von England ihrem Verlobten Bennet nach Amerika folgte. Ihr Traum vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, platzt wie eine Seifenblase, als sie in Baileyville eintrifft.
Ihr Schwiegervater ist ein herrschsüchtiger Mann, mächtig, reich und ein Tyrann. Das Leben dort ist nicht einfach für sie, anstatt endlich der Enge ihres Elternhauses entflohen, fühlt sie sich noch einsamer wie vorher, auf Bennet ist auch kein Verlass. Auch fällt ihr die Aufnahme dort schwer, sie fühlt sich ausgegrenzt. Doch eines Tages erfährt sie von einem Projekt, der Satteltaschen Bibliothek, die von Elenore Roosevelt gegründet wurde. Ich konnte spüren wie Alice Herz aufging, als sie sich diesen Frauen anschloss.
Die durch die Wildnis und Berge reiten mit Büchern in den Satteltaschen und sie
anderen Menschen bringen, für die es sonst unmöglich wäre. Eine Geschichte die viel Mut macht, man schließt Louisa, Sophia oder Nell sofort ins Herz. Es sind unheimlich starke Frauen, aber auch Margery, Beth und Izzy darf ich nicht vergessen. Die für Rechte und Freiheit kämpfen, ein wundervoller Roman, mit vielen Überraschungen, in denen man auch oft schmunzeln konnte. Sehr gut ist das Leben um in dieser Zeit um 1937 erzählt. Man bekommt tiefe Einblicke in eine vergangene Epoche. Diese Geschichte ist wirklich wie ein leuchten in der Nacht.

vronika22

Beiträge 21
05.10.2019

Inhalt:
Dieser Roman spielt um das Jahr 1837. Die Engländerin Alice lernt den Amerikaner Bennett kennen, der sich auf einer Europareise befindet. Sie verliebt sich in ihn und kurzentschlossen hält er um ihre Hand an. So geht sie mit ihm erwartungsvoll in seine Heimat. Doch die Wirklichkeit holt Alice sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie leben in einem kleinen Dorf in den Bergen Kentuckys. Außerdem wohnt sie mit Bennett im Haus des Schwiegervaters, einem unfreundlichen und tyrannischen Minenbesitzer und hat keinerlei Privatsphäre. Sehr zum Missfallen ihres Schwiegervaters schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an, die eine „Satteltaschen-Bibliothek“ gründen und auf Pferden den Leuten Bücher in die Berge bringen….

Meine Meinung:
Ich mag die gefühlvollen Bücher von Jojo Moyes sehr. Aber dieses ist jetzt mein absolutes Lieblingsbuch von ihr geworden. Sie hat sich diesmal selbst übertroffen.
Sehr schnell bin ich in die Geschichte und in Alices Leben eingetaucht. Und dann hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Alice und einige andere Frauen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Wunderbar fand ich es wie eine wunderbare und wahre Freundschaft zwischen ihnen entstanden ist. Mich hat die Stärke dieser Frauen sehr beeindruckt.

Das Buch hat unheimlich viel Tiefgang und es geht um wahre Freundschaft, um Hilfsbereitschaft und Aufopferung, um Mut und Gerechtigkeit, um Hoffnung und natürlich auch um die Liebe. Auch die Liebe zu Büchern spielt eine große Rolle. Jojo Moyes packt all diese Themen in einen historischen Hintergrund ein, und ich konnte mir die raue Bergwelt Kentuckys richtig gut vorstellen. Die Packhorse Libraries gab es damals übrigens wirklich. Es basiert also sogar auf einem realen historischen Hintergrund.

Das Buch liest sich absolut wunderschön und ist unheimlich berührend. Es enthält sehr viel Spannung, genauso viel Gefühl und Emotionen und auch ein wenig Humor und Dramatik. Trotz mehr als 500 Seiten kommen keinerlei Längen auf. Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende in seinen Bann ziehen, obwohl historische Romane eigentlich nicht so mein Genre sind.

Für mich ist dieses Buch wirklich ein absolutes Lesehighlight. Und ich denke, jeder der gerne einen guten Roman mit Tiefgang liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Abschließen möchte ich die Rezension mit einem Zitat von Seite 370, welches zeigt wie gefühlvoll und schön das Buch geschrieben ist: „Ich liebe dich. Seit dem Tag, an dem ich die das erste Mal gesehen habe. Wenn du nicht bei mir bist, komme ich mir vor, als würde ich einfach nur meine Zeit verschwenden. Und wenn du hier bist, ist es wie….dann ist die ganze Welt dieses entscheidende bisschen bunter...“

So ganz am Rande noch: Jojo Moyes hat dieses Buch allen Bibliothekarinnen gewidmet, absolut passend zum Inhalt. Und da darf ich mich sogar auch angesprochen fühlen!

Fanti2412

Beiträge 45
15.10.2019

    Die Engländerin Alice verliebt sich in Bennet, den Sohn eines reichen amerikanischen Minenbesitzers, heiratet ihn, folgt ihm in die USA und entflieht somit ihrem strengen, gläubigen Elternhaus.

    Doch in den USA erwartet sie ein völlig anderes Leben als sie erwartet hatte, denn sie findet sich nicht in einer pulsierenden Großstadt wieder sondern in Baileyville, einem kleinen Ort in den Bergen Kentuckys.

    Auch ihre Ehe läuft nicht so gut, wie sie sich erhofft hat und ihr strenger Schwiegervater tyrannisiert sie. Sie findet auch nur schwer Anschluss, da sie überall „die Engländerin“ ist und man sich über ihren Akzent lustig macht. Mit der Zeit wird sie sehr unglücklich.


    Zitat: „Sie hatte, wie ihr zunehmend bewusst wurde, nur ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes getauscht.“ (Seite 31)


    Als das „WPA-Programm der Packhorse Library“ auch Baileyville erreicht, nutzt Alice die Chance und meldet sich, um bei dieser Satteltaschen-Bücherei mitzuarbeiten. Täglich reiten die Frauen mit schwer bepackten Pferden oder Maultieren in die Berge und versorgen die Bewohner abgelegener Orte mit Büchern und Zeitschriften.

    In dieser Aufgabe geht Alice auf und fasst wieder neuen Mut.


    Von dem Projekt dieser Satteltaschen-Bücherei hatte ich vor diesem Buch noch nie gehört. Aber diese Idee finde ich einfach grandios. Es gab dieses Projekt in den Jahren 1935 bis 1943 tatsächlich und es hatte zum Ziel, Bildung auch in die entlegensten Orte zu bringen, so dass z. b. auch Schulen in den Bergen Bücher erhalten konnten. Und ebenso wurden ältere und kranke Menschen mit Büchern und Zeitschriften versorgt. Jojo Moyes hat hierzu viel recherchiert, was man an den detailreichen Schilderung spürt.

    Alice im Roman, die selbst gerne liest, nutzt die Chance dabei mitzuarbeiten, um ihrem tristen Ehealltag zu entfliehen und etwas Sinnvolles zu tun.

    Dabei lernt sie die resolute alleinstehende Margery kennen, die ihr bald zur besten Freundin wird. Aber auch zu den anderen Frauen hat sie bald einen freundschaftlichen Kontakt. Die Frauen halten zusammen und stellen sich allen Herausforderungen ihres Jobs, auch wenn sie von den meisten Männern nur belächelt werden und diese die Bücherei bald als „Bedrohung“ empfinden, weil die Menschen sich weiterbilden und anfangen über Dinge nachzudenken und Kritik zu üben.

    Für Alice ist es aber der Aufbruch in eine neue Zeit.


    Diese Geschichte zeigt am Beispiel von Alice deutlich den Stand der Frauen in dieser Zeit. Sie durften das Haus in Ordnung halten und hübsches Beiwerk für den Ehemann sein, aber sonst traute man ihnen nicht viel zu.

    Alices Geschichte hat mich sehr berührt, denn es ist für sie der Aufbruch in ein neues, anderes Leben. Sie entwickelt Selbstbewusstsein, verändert sich und wird selbständiger. Aber auch die anderen Frauen, die mit ihr arbeiten haben ihre Geschichten. Und alle zusammen arbeiten sie sehr hart, denn sie sind jeden Tag, bei jedem Wetter viele Stunden im Sattel und reiten in teilweise unwirtliche Gegenden.

    Für sie alle ist diese Aufgabe mehr als eine Arbeit, die sie verrichten dürfen. Für sie bedeutet es Unabhängigkeit, Freiheit und in gewisser Weise auch ein Kampf für ihre Stellung und für die Bücher, die sie lieben.


    Diese Geschichte ist eine Hommage an die Bücher und das Lesen und sie berührt noch viele weitere Themen. Denn da geht es auch um Rassismus, die Stellung der Frauen, Freundschaft und Zusammenhalt.

    Sie zeigt auch das Leben der einfachen Landbevölkerung, der Arbeiter in den Minen und auch der reichen Minenbesitzer, die teilweise skrupellos agieren.

    Aber es wird auch romantisch, denn es gibt nicht nur eine sondern eigentlich gleich zwei Liebesgeschichten, die nicht nur romantisch sondern auch sehr bewegend sind.

    Jojo Moyes gelingt es ganz wunderbar, die vielfältigen Emotionen zu transportieren und konnte mich von Anfang an in den Bann der Geschichte ziehen. Es gibt sehr berührende aber auch traurige und humorvolle Momente. Durch die verschiedenen Geschichten um die fünf Frauen erhält die Handlung eine große Vielfältigkeit, die mich sehr gefesselt hat.

    Die Charaktere sind interessant, facettenreich und toll gezeichnet, so dass ich sie alle als glaubwürdig empfand und mich ihnen nahe fühlte.

    Die Beschreibungen des kleinen Ortes und der wilden Landschaft bis in die Berge war sehr bildhaft und man spürt, dass die Autorin zu Recherchen selbst vor Ort war.


    Das Buch erzählt eine Geschichte, die ein bisschen dramatisch ist aber vor allem spannend und emotional.

    Sie zeigt, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf und mit ein bisschen Mut immer einen Weg findet.

    Begeistert haben mich der lebendige, packende Schreibstil, die Vielfältigkeit der Themen und der reale historische Hintergrund.

    Ich hatte mit diesem Buch wunderschöne Lesestunden, denn Jojo Moyes ist eine großartige Erzählerin!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © fanti2412.blogspot.com

    BOOKSLOVE1511

    Beiträge 14
    14.10.2019

      1937: Die Engländerin Alice lernt den Sohn von mächtigsten und tyrannischsten Minenbesitzer von Baileyville Bennett Van Cleve kennen und Hals über Kopf verlobt, folgt sie ihm nach Amerika, in der Hoffnung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein Beschwerdefreies Leben zu haben. Doch anstatt der Freiheit landet Alice von einem häuslichen Gefängnis zu den anderen. Als bei einer Gemeindeversammlung Frauen für eine mobile Bücherei gesucht wurde, zögert Alice keine Minute und schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an. Mit neuen Lebensmut und schwer bepackten Pferd, reitet Alice Tag für Tag in die Berge und bringt sie die Bücher zu den kranken oder alten Menschen. Allerdings wird dieses Programm nicht gern gesehen und immer wieder musste sie an der Seite von Margery O’ Hare -die als Rebellin bekannt und eine gute Freundin für Alice wurde, mit viel Mut kämpfen. Doch die Frauen lieben ihrer Aufgaben, die wilde Natur von Baileyville, deren Bewohner und gehen ihren eigenen Weg, trotz gegen alle Widerstände...

      Wieder ein Meisterwerk von Frau Moyes die mir unheimlich gut gefallen hat. Ich bin ein sehr großer Fan von ihr, hab all ihre Bücher gelesen und jedes mal fiebere ich mit. Trotz meine Startschwierigkeiten in die Geschichte (das hab ich fast immer bei ihrer Bücher), ihrer unverwechselbarer Schreibstil hat mich wieder in seinen Bann gezogen und die 500 Seiten sind einfach weggeflogen. Die starken Frauen Charaktere, die wunderbare Ortsbeschreibungen und viele verschiedene Schicksalsschläge sind sehr gut gedacht und authentisch beschrieben. Besonders Margerys Schicksal hat mich tief in dem Herz berührt. Ich habe mit dieser Frauen mitgelitten, gehofft, mit geritten und gebeten. Eine sehr bewegende Geschichte um die Frauenrechte in 30er Jahre und es ist ganz, ganz was anderes, was wir von Jojo Moyes kennen, aber man merkt sehr schnell das Buch ihr Herzessprojekt war und mit viel Liebe recherchiert wurde.

      Ein Buch, das Mut macht. Klare Leseempfehlung von mir!

      Alica

      Beiträge 31
      14.10.2019

        Der wunderbaren Autorin ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Einzigartig berührend. Wie kaum eine andere Autorin schafft sie es die Herzen der Leser/innen so zu berühren. Alles andere als ein 08/15 Roman. Ich bin überzeugt das sie uns noch lange mit ihren Geschichten im Bann haben wird.

        nati

        Beiträge 18
        13.10.2019

          Karussell der Gefühle
          Als die Engländerin Alice überstürzt Bennett, Sohn des amerikanischen Minenbesitzers Van Cleve heiratet, erhofft sie sich Abenteuer in einem neuen Land. Doch sie landet in dem kleinen Ort Bailyville in den Bergen von Kentucky. In Wahrheit hat sie ein häusliches Gefängnis gegen ein anderes eingetauscht. Als in den 1930er Jahren ein System mobiler Büchereien unter der Schirmherrschaft von Mrs Roosevelt aufgebaut werden soll, meldet sie sich neben drei anderen Frauen als Freiwillige um per Pferd Bücher zu abgelegen wohnenden Siedlern zu bringen. Die Bibliothekarinnen müssen mit vielen Vorurteilen kämpfen, denn es war nicht einfach als Frau in dieser von Männern geprägten Zeit sich durchzusetzen und eigene Wege zu gehen.

          Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Der Schreibstil von Jojo Moyes ist wunderschön und bildhaft, so dass man die Szenen deutlich vor dem inneren Auge sehen kann. Ich fand es faszinierend über das WPA-Programm der Packhorse Library, welches von 1935 bis 1943 lief, zu lesen. Sehr authentisch hat die Autorin die damaligen Verhältnisse mit einfließen lassen. Das Buch löste in mir ein Karussell der Gefühle aus von Trauer über Freude bis hin zur Wut habe ich alles durchlebt.

          Eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Für mich ein Jahreshighlight und sehr empfehlenswertes Buch.

          Manja82

          Beiträge 12
          11.10.2019

            Meine Meinung
            Jojo Moyes ist eine Autorin, die bekannt ist für große Gefühle und Emotionen in ihren Romanen. Auch ich kannte schon die ein oder andere Geschichte aus ihrer Feder und sie konnte mich auch immer wunderbar unterhalten.
            Nun also ist mit „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ ihr neuestes Werk erschienen und ich war extrem gespannt wohin mich die Reise hier wohl führen würde. Das Cover und der Klappentext versprachen mir auf jeden Fall tolle Lesestunden und so habe ich mich rasch ans Lesen gemacht.

            Die hier handelnden Charaktere hat die Autorin genau richtig gezeichnet und ins Geschehen integriert. Auf mich wirkten sie alle vorstellbar und die Handlungen waren für mich verständlich.
            Hauptsächlich dreht sich hier alles um Alice. Sie ist eine mir sehr sympathische junge Frau, auch wenn sie zu Anfang doch auch irgendwie naiv und leichtgläubig wirkte. Doch Alice lernt dazu, sie entwickelt sich, entwickelt einen eigenen Willen, etwas das zur damaligen Zeit nicht unbedingt gerne gesehen war. Mir gefiel das, Alice setzt sich durch und lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn die Umstände nicht immer auf ihrer Seite sind.
            An ihrer Seite lernt man Margery und auch sie mochte ich unheimlich gerne. Sie ist jemand, der sich von vornherein nichts sagen lässt, sie lebt ihr Leben so wie sie es für richtig hält. Und das auch wenn es sie in Schwierigkeiten bringt.

            Es sind aber nicht nur diese zwei Frauen, die man hier kennenlernt. Insgesamt spielen 6 Frauen eine große Rolle, neben Alice und Margery sind da noch Beth, Isabelle, genannt Izzy, Beth und Kathleen. Jede von ihnen trägt ihr ganz eigenes Päckchen, doch die Liebe zu den Büchern verbindet sie. Und man lernt auch einige Männer und noch andere Charaktere kennen, kann so die Gegebenheiten der damaligen Zeit sehr gut einschätzen.

            Der Schreibstil der Autorin ist einfach Wahnsinn. Ich habe angefangen und bereits nach ein paar Seiten war ich mittendrin und bin wunderbar flüssig durch die Seiten gekommen. Sie hat es wirklich geschafft mich mit ihren Worten in ihren Bann zu ziehen und erst am Ende bin ich wieder aufgetaucht.
            Geschildert wird das Geschehen hier aus den unterschiedlichsten Sichtweisen. Man lernt als Leser hier so viele Seiten kennen und dennoch ist es niemals auch nur ansatzweise unübersichtlich. Eher im Gegenteil, durch die verschiedenen Perspektiven wird es komplex und vielsichtig und als Leder kann man so sehr viel besser verstehen.
            Die Handlung ist in meinen Augen richtig klasse. Es ist nicht die typische Geschichte, die man erwartet, wenn man den Namen Jojo Moyes hört. Hier wird sehr schnell eine Spannung aufgebaut, die den Leser förmlich durch die Seiten trägt. Man fragt sich was es wirklich mit der Packhorse Library auf sich hat und will unbedingt erfahren wie sich alles entwickelt. Es geht aber nicht nur um die Bücher, es geht auch um Freundschaft, um den eigenen Willen das eigene Leben so zu leben wie man es gerne will und um eine richtig tolle Liebesgeschichte. Diese entwickelt ich genau richtig, ist erst zart und wird dann gewaltig. Ich empfand diese Mischung als richtig gut gelungen, für mich war alles nachvollziehbar und verständlich. Es gibt Wendungen, Geschehnisse, die das Geschehen in neue Bahnen lenken.
            Die Autorin begibt sich hier auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im Jahr 1937, mitten im Bundesstaat Kentucky in den USA. Als Leser merkt man wie viel ihr an dieser Geschichte hier liegt, sie hat genau recherchiert und es dann in diesem Buch hier umgesetzt.

            Das Ende empfand ich persönlich als genau richtig. Es passt wunderbar zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und schließt sie vollkommen richtig ab. Für mich war es genau das richtige Ende.

            Fazit
            Kurz gesagt ist „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ von Jojo Moyes ein Roman, der mich von Anfang bis Ende vollkommen mitgerissen und eingenommen hat.
            Interessante facettenreich gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, dramatisch und emotional empfunden habe und in der es neben der Liebe auch um Freundschaft und auch den eigenen Willen für ein eigenes Leben geht, haben mir ganz wunderbare Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
            Absolut zu empfehlen!

            SBS

            Beiträge 54
            11.10.2019

              Die eigensinnige Engländerin Alice heiratet den Amerikaner Benett und zieht mit ihm nach Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Anstelle des schönen Lebens, erwartet Alice im ländlichen Kentucky jedoch wenig Erbauliches, denn ihr Mann ist nicht ganz der, den sie in England kennengelernt hatte und ihr tyrannischer Schwiegervater macht ihr das Leben schwer – bis sie endlich einen Ausweg aus der bedrückenden Enge ihres Zuhauses findet. Mit anderen Frauen beginnt sie eine Satteltaschenbibliothek auf Initiative Eleanor Roosevelts aufzubauen, welche Bildung auch in die entlegensten Bergfamilien bringen soll. Das passt jedoch nicht jedem...


              Schon der Prolog hat es richtig in sich. Man ist sofort von der Geschichte gefesselt und möchte wissen, wie es zu dieser bedrohlichen Situation kam - und auch wie es danach weitergeht. Verraten möchte ich dazu nichts im Detail. Versprechen kann ich jedoch, dass es wirklich nicht ohne ist.

              Die Zusammenhänge ergeben sich erst nach und nach. Aber zunächst einmal lernt man die Protagonisten kennen und ihr Vorhaben mit einer Satteltaschenbibliothek Bildung in die Berge zu bringen. Diese Initiative gab es tatsächlich, daher beruht der Roman auf historischen Tatsachen und ich finde, dass das Jahr 1937 authentisch und packend dargestellt wurde.

              Ich mag Jojo Moyes Schreibstil, ihren Humor, den lockeren Schreibstil und wie sie mich immer und immer wieder zu fesseln vermag, ob sie nun eine Geschichte in London/New York in der Gegenwart oder wie hier im tiefsten Kentucky in den 1930ern spielen lässt.

              Hier hat sie mich in eine ziemlich fremde Welt entführt. Die entstandene Geschichte um die Satteltaschenbibliothekarinnen und Bewohner einer Kleinstadt, hat mich sehr berührt. Alle haben ihre speziellen Schwierigkeiten, sei es mit der Familie, der Vergangenheit oder gesundheitlich, ebenso haben sie Geheimnisse und trotzdem entsteht eine tiefe Freundschaft, die mit der Liebe zu den Büchern angefangen hat. Sehr tiefgründig und ohne je ins Klitschige abzurutschen, beweisen die Frauen unglaublichen Mut sowie große Stärke sich auch gegen alle Widerstände für die gute Sache einzusetzen und eine kleine Liebesgeschichte fehlt natürlich auch nicht.
              Die Geschichte ist herzerwärmend, man hofft und bangt mit und für Bücherfreunde ist der Roman quasi ein Muss.

              tuet-tuet

              Beiträge 3
              11.10.2019

                1937: Als die junge Engländerin Alice den gut aussehenden und durch seine Herkunft aus Amerika aufregenden Bennett auf dessen Europareise kennenlernt, eröffnet sich für sie durch die Heirat die Flucht aus den elterlichen Zwängen und Ansichten. In der Kleinstadt Baileyville muss sie jedoch erkennen, dass sich auch hier das Bild des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten nicht zeigt - zu sehr ist sie dem Spott der anderen Frauen, der Missbilligung der Haushälterin und dem unerfüllten Enkelwunsch des Schwiegervaters ausgesetzt. Mit der Eröffnung einer mobilen, reitenden Bibliothek eröffnet sich ihr die Möglichkeit, all dem zu entfliehen.

                Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es beschreibt sehr ergreifend den Kontrast zwischen der landschaftlichen Schönheit Kentuckys und der dort herrschenden Armut, Familienfehden und Rassismus. Darin erscheinen die Bibliothekarinnen wie ein Licht im Dunkeln. Ihre Charaktere (so wie alle anderen) sind sehr eindrucksvoll beschrieben, man möchte zu gerne selbst mit ihnen in der Bibliothek plaudern und die besuchten Familien kennenlernen. Nur der Schwiegervater Van Cleve erscheint etwas zu einseitig als der Böse dargestellt. Ich lese nur selten historische Romane, doch bei diesem hat man sich schnell in die vorherrschende Lebenssituation eingefunden. Zudem scheint er sehr gut recherchiert zu sein. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig, es fällt schwer, das Buch beiseite zu legen.
                Insgesamt handelt es sich um einen wunderbar gefühlvollen. aber dennoch auch sehr humorvollen Roman über die Kraft der Freundschaft, Liebe, den Mut, für andere und für das einzutreten, das einem wichtig ist, Missstände nicht hinzunehmen und nicht zuletzt auch die Magie von Büchern.

                Dark Rose

                Beiträge 4
                10.10.2019

                  Für mich das beste Buch der Autorin!


                  Achtung: In diesem Buch wird ein Tier ermordet!



                  1937: Eine Initiative von Mrs. Roosevelt führt dazu, dass das kleine Städtchen Baileyville, ein Nest in den Bergen Kentuckys, eine WPA-Satteltaschen-Bibliothek bekommt. Wer zu alt ist oder zu krank, um in die Stadt zu reiten, dem bringen die Frauen, die die Bibliothek betreiben, Bücher nach Hause. Tag für Tag, bei Wind und Wetter reiten die Frauen durch die Berge und sehen der Gefahr ins Auge. Nicht nur wilde Tiere bedrohen die Frauen, sondern auch menschliche Tiere, denn nicht wenige sehen die Alleinreisenden als Freiwild an. Trotzdem melden sich vier Freiwillige.

                  Eine dieser mutigen Frauen ist die Engländerin Alice. Die Liebe zu ihrem Mann Bennett ist längst erkaltet, was bleibt ist die Ernüchterung. Sie fristet ein trostloses Dasein unter der Knute ihres Mannes und ihres Schwiegervaters, dem Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, der die ganze Stadt tyrannisiert und auch vor Alice nicht Halt macht. Doch gegen alle Widerstände setzt sie sich durch und blüht durch ihre Aufgabe auf.

                  Auch den anderen Bibliothekarinnen ermöglicht das Projekt mehr Freiheit, als jemals zuvor und bald schon entwickeln sich tiefempfundene Freundschaften.



                  Ich hatte anfangs ein paar Probleme mit dem Buch, es zog sich ein wenig, bis die Handlung so richtig in Gang kam. Aber je weiter diese voranschritt, desto mehr gefiel mir auch das Buch. Es steckt wirklich viel darin. Es geht nicht nur um die historisch verbürgten Satteltaschen-Bibliothekarinnen und deren Tätigkeit, es geht auch um Vorurteile, um Rassismus, um die Ausbeutung der Minenarbeiter und die Brutalität dieses Berufes und der Minenbesitzer. Es geht aber auch um Frauen, die einfach ihren Platz in einer sich verändernden Welt suchen. Das, was früher zu reichen hatte, ein Ehemann und ein Herd, reicht den Frauen nicht mehr, sie wollen mehr! Doch es ist schwer in dieser Zeit sich durchzusetzen. Vor allem, da es niemanden zu stören scheint, wenn die Männer ihre Frauen und Kinder verprügeln.



                  Das Buch ist stellenweise sehr, sehr ungerecht. Ich persönlich kann mit Ungerechtigkeit nicht gut umgehen. Ich rege mich schrecklich darüber auf und würde am liebsten in das Buch springen und für Gerechtigkeit sorgen!

                  Ausgleichend fungieren hier aber die zarten Bande der Freundschaft und Liebe, die sich entwickeln.



                  Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand die Charaktere sympathisch (bis auf die, die man guten Gewissens hassen durfte, die habe ich inniglich verabscheut), habe mitgefiebert und wollte sämtliche Bösartigkeiten rächen.

                  Das Buch ist kein locker flockiger Roman, es steckt wirklich viel mehr darin, als man vermuten würde. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, allerdings brauche ich wahrscheinlich ein paar Stunden, um mich wieder abzuregen.



                  Ich kann das Buch wirklich empfehlen! Man muss sich durch den Anfang durchbeißen, aber es lohnt sich!

                  regenprinz

                  Beiträge 3
                  08.10.2019

                    Der neue Roman von Jojo Moyes „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ hat mir ein paar schöne Schmökerstunden beschert. Den Hintergrund mit der „Satteltaschen-Bücherei“ in Kentuckys Bergen fand ich wirklich interessant, die historischen Details bilden einen tollen Rahmen für die Geschichte von Alice, der frisch verheirateten Engländerin, die sich ihre Ehe mit Bennett und überhaupt das Leben in Amerika ganz anders vorgestellt hat. Diese Gruppe von Frauen, die nun allein mit Packpferden bei Wind und Wetter durch die raue Gegend zieht, um Bücher an die weit verstreut lebenden Menschen zu verteilen, nötigt mir Respekt ab. Mit der toughen Margery, der jungen, gehbehinderten Izzy, der schwarzen Bibliothekarin Sophia oder später auch Kathleen stellen die Frauen um Alice sehr unterschiedliche Romancharaktere dar, die mir jedoch alle gut gefallen haben. Starke Frauen sind sie allesamt, jede auf ihre eigene Art, auch wenn der Kampf zur damaligen Zeit gegen die männerdominierte Gesellschaftsmoral schwierig war … Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Alices fieser Schwiegervater ist zwar für mein Empfinden ein bisschen zu überzeichnet in seiner Bösartigkeit und Ruchlosigkeit, aber sonst habe ich eigentlich nichts am Inhalt der Handlung auszusetzen. Kentuckys Berge zu verschiedenen Jahreszeiten, die Naturgewalten oder die kargen Lebensumstände vieler Menschen sind z.B. sehr atmosphärisch beschrieben. Auch die Liebe spielt im Buch natürlich eine Rolle - netterweise in mehrfacher Hinsicht und nicht nur, wenn es um Alices Zukunft geht. Mir hat der Roman insgesamt gut gefallen und Jojo Moyes bestätigt damit zweifellos ihre Vielseitigkeit als Autorin. Kompliment!

                    Bambisusuu

                    Beiträge 26
                    08.10.2019

                      Der Roman "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist eines meiner Highlight-Bücher von der Autorin Jojo Moyes. Die Geschichte ist fesselnd und beeindruckend, sodass das Lesen unglaublich viel Spaß gemacht hat.

                      Alice zieht es durch ihren Verlobten Benett von England nach Amerika. Ein kleiner Ort in den Bergen Kentuckys gibt Alice ein ganz anderes Gefühl, als ihre Vorstellungen sind. Mit ihrem Schwiegervater Van Cleve, ein Tyrann, muss sich Alice das Haus teilen. Außerdem erschwert er ihr das Leben enorm. Lebensfreude erhält Alice durch die Verbindung zu den Frauen der Bibliothek "Packhorse Library". Die Frauen liefern kranken und alten Bewohnern die Bücher auf Pferden aus. Doch nicht jeder Bewohner ist von dieser Tat begeistert...

                      Jojo Moyes Schreibstil ist faszinierend und emotional. Jede Geschichte ist einzigartig und reißt einen von erster Sekunde mit. Diese Geschichte hat authentische, historische Momente, die ich absolut interessant fand und perfekt in die Handlung gepasst haben. Das Geschehen spielt im ganzen Roman um 1937.

                      Alice, die Hauptprotagonistin, aber auch weitere Frauen stehen immer wieder im Fokus der Geschichte. Sie sind für die damalige Zeit mutig und stechen aus der Masse hervor. Ihre starke und selbstsichere Art ist bewundernswert und spricht gegen die Norm.

                      Mit Tiefgründigkeit lässt Jojo Moyes den Leser in das Geschehen eintauchen und verpackt die historischen Informationen toll. Die Zeit ist für die Frauen nicht einfach. Mit viel Stärke und Mut beweisen die Frauen eine Freundschaft, die keiner trennen kann. Sie kämpfen für ihre Rechte und versuchen sich gegen alle Mittel zu währen. Neben der Spannung wird es auch immer wieder emotional, packend und unterhaltsam. Insgesamt ist die Zeit sehr authentisch und fesselnd zugleich dargestellt worden. Ich bin beeindruckt.

                      Leenaa2608

                      Beiträge 3
                      07.10.2019

                        Ein sehr schönes Buch mit einer wirklich!!! Sehr tollen Handlung was man ein einfach gelesen haben muss als der es etwas schnucklig mag!!! Absolut empfehlenswert und jeden Cent wert..
                        Sehr tolles Buch!!

                        susanne_lohse

                        Beiträge 3
                        06.10.2019

                          Tief im Süden Kentuckys, in der Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts... platzt die eigenwillige Engländerin Alice in die konservative Gesellschaft einer spießbürgerlichen Szenerie. Um der Enge ihres Elternhauses zu entfliehen, folgte sie ihrem nach kurzer Bekanntschaft geheirateten Mann in eine vermeintlich völlig andere Welt. Ja, die Landschaft war eine völlig andere, die Erwartungen an sie aber sind die gleichen wie daheim: ein untergeordnetes, dem Mann gefälliges Leben als rechtlose Ehefrau zu führen. Todunglücklich schließt Alice sich den Satteltaschenbibliothekarinnen, die regelmäßig Bücher zu den entlegenen Behausungen in den Bergen bringen, an. Kann sie hier Erfüllung und Freundschaft finden?
                          Wieder hat Jojo Moyes einen Roman geschrieben, der fasziniert und bezaubert. Vor dem historischen Hintergrund des WPA-Programms der Packhorse Library (1935-1943), mit welchem mehr als 100000 Landbewohner mit Büchern versorgt wurden, hat sie ein wunderbares Bild von Alice und ihren sowohl engagierten als auch liebenswerten Mitkämpferinnen gezeichnet. Margery- was für eine streitbare und sympathische Frau. Beth, schlagfertig und lustig, Izzy, kämpferisch und tapfer, Sophia- ach, auch sie ein Juwel und die vielen anderen, die wir in diesem Buch kennenlernen, werden lebensecht und authentisch beschrieben. Natürlich auch die männlichen Vertreter, egal ob profitorientiert, altmodisch, um ihre Vormachtstellung ringend oder aber als gefühlvolle, partnerschaftliche Protagonisten - alle kommen vor. Rassenkonflikte werden genauso wenig ausgespart wie die gnadenlose Ausbeutung von Mensch und Landschaft.
                          Die Gefühle beim Lesen schlagen hoch, Mitleid, Freude, Anerkennung, Wut, Trauer; alles wird durchlebt.
                          Wunderbares aus dem Hause Rowohlt. Muss man lesen.

                          SiWel

                          Beiträge 12
                          05.10.2019

                            So begeistert bin ich schon lange nicht mehr von einem Buch gewesen. Ich habe schon einige Bücher von Jojo Moyes gelesen, doch keines konnte mich so mitreißen wie dieses. Hier hatte ich sofort das Gefühl mitten in der Geschichte, im rauhen und schönen Kentucky zu sein.

                            Amerika 1937 - Alice, eine junge Engländerin folgt ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Sie landet in einem kleinen Nest in den Bergen Kentuckys in einem kalten Zuhause und wird sogar von ihrem Schwiegervater geschlagen. Sie entkommt ihrem häuslichen Gefängnis, indem sie sich einer Gruppe von reitenden Bibliothekarinnen anschließt. Eine schwierige Zeit beginnt.

                            Im Mittelpunkt stehen hier sechs mutige junge Frauen, die isoliert lebenden Familien zu jeder Jahreszeit Bücher bringen. Sie kämpfen um Anerkennung und wachsen so zu einer Gemeinschaft zusammen.

                            Jojo Moyes erzählt sehr glaubhaft und lässt mit ihren Worten nicht nur die Landschaft, Natur und Charaktere aufblühen. Die ganze Handlung geht einem sehr nahe. Man fühlt die Hoffnungslosigkeit die die Frauen des öfteren umgibt, die Wut, den Hass, die Tränen, aber auch den Mut den sie dafür brauchen um sich bei dieser Männerwelt durchsetzen zu können.

                            Eines der wenigen Bücher, die mich wirklich tief berührt und sofort begeistert haben.

                            maraAngel2107

                            Beiträge 22
                            04.10.2019

                              Von 1935 bis 1943 gab es im östlichen Kenntucky das sogenannte "WPA-Programm der Packhorse Library" bei der in Hochphasen mehr als hunderttausend Landbewohner mit Büchern versorgt wurden.
                              Jojo Moyes nahm dies zum Anlass den Roman "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" zu schreiben, beruhend auf Tatsachen und Nachforschungen über dieses wunderbare Projekt.
                              Und somit ist ein unglaublich wunderbarer Roman entstanden, der faszinierend, spannend und absolut fesselnd ist, ein Traum von Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte, welches allerdings auch mit Muße gelesen werden wollte, da sehr viele Informationen an den Leser erfolgen! Und damit man jedes Detail mitbekommt:-) Wahnsinn, einfach nur einmalig und sehr gut!
                              Es wird erzählt von den Frauen in dem kleinen Ort Baileyville, Kentucky, wo Alice, als Engländerin mit Ihrem Ehemann Bennett ein neues Leben glaubt anfangen zu können, allerdings hatte sie sich vorgestellt, evtl. in New York zu leben oder einer anderen Großstadt, das sie in einem kleinen Ort in Kentucky landen würde, das hatte ihr vorher niemand gesagt.
                              Das Eheleben gestaltet sich auch nicht gerade so, wie sie es sich erhofft hat, daher möchte Alice "ausbrechen" und meldet sich als Mitarbeiterin für die Mobile Bibliothek, bei der Frauen in die Berge reiten und Bücher verteilen, als Leihgabe und kostenfrei, unterstützt vom Staat, zur Bildung der Menschen in den Bergen, die nicht einfach in die Kleinstadt hinunter kommen können, aus Gründen der Krankheit, der Altersgebrechlichkeit, bettlägerige Menschen und solche, die lieber entfernt von der Kleinstadt leben möchten, aus welchen Gründen auch immer.
                              Hier wird sehr wahrheitsgetreu erzählt, was die Menschen in der damaligen Zeit erlebten, mitmachen mussten, vor allem auch die Frauen, die letztendlich nichts zu sagen hatten. Alice muss mit ihrem Ehemann und Schwiegervater zusammen leben, auch dies wurde vorher so nicht besprochen und sie soll das tun, was der Herr wünscht. Unfassbar was früher für Zustände herrschten, heute kaum mehr vorstellbar. Sie stellt sich ein wenig gegen diese familiäre Wohngemeinschaft und reitet mit in die Berge zu den Menschen und ist zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig glücklich.

                              Alle Protagonisten werden hier bis ins kleinste Detail haargenau beschreiben und man bekommt als Leser eine sehr genaue Vorstellung von den einzelnen Charakteren, die man nicht alle unbedingt mögen kann:-) Das Buch ist von der ersten Seite an sogleich spannend und absolut interessant, eine wunderbare Geschichte zu einem Roman vollkommen in Einklang gebracht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, aber, man muss unbedingt mit Muße, also langsam lesen, damit man auch kleine Details mitbekommt, um den Zusammenhang später zu erkennen. Es sind auch teilweise kleine versteckte Glücksmomente zu lesen, Enthaltsamkeit und Gewalt, grausam und schwer vorstellbar für uns in der heutigen Zeit.
                              Mir hat besonders der Abend mit Alice & Fred gefallen, als die Glühwürmchen über die Berge kamen, eine wunderschöne Stelle, bei der man selbst als Leser am liebsten mit dabei sein möchte.
                              Ich habe seit langem nicht mehr ein so gutes Buch mit geschichtlichem und wahrem Hintergrund gelesen, das so gut in einen Roman zusammen gefügt ist, das liegt wohl auch daran, das die Autorin selbst vor Ort war und sich ein Bild von der Gegend und den Menschen gemacht hat, wenn es auch heute wohl ein wenig anders aussehen mag.
                              Ich kann nur sagen, ich liebe dieses Buch und werde es ganz sicher nach einiger Zeit noch einmal lesen, denn ich bin sicher, trotz allem, werde ich noch neue Informationen heraus lesen, wunderbar, sehr empfehlenswert und hat definitiv mehr als 5 Sterne verdient!

                              Mein absolutes Favoritenbuch nun von Jojo Moyes, ich bin absolut begeistert und das fängt bereits beim Cover an! Die Sterne am dunklen Nachthimmel verheißen etwas Geheimnisvolles, etwas Mystisches & Magisches:-) Wunderschön anzuschauen und das Buch hält absolut was das Cover verspricht!
                              Dieses Buch ist ein Muss für jeden Jojo Moyes Fan und auch für ganz viele weitere Leser, die gerne Geschichte mit Roman verbunden lesen.
                              Ich bin unendlich dankbar, das ich diesen Roman zu Beginn der Erscheinung lesen durfte und gebe es nun gerne in weitere, interessierte Lesehände weiter, allerdings mit der Option es zurück zu bekommen und der sorgfältigsten Behandlung, denn dies wird eines der wenigen Bücher sein, das ich tatsächlich behalten werde!

                              bri

                              Beiträge 50
                              02.10.2019

                                Was für ein tolles Buch !!!
                                Alice und Bennett sind verheiratet, aber was sich bei den beiden in ihrem Zusammenleben tut, kann man aus heutiger Sicht kaum nachvollziehen. Sie leben zusammen mit ihrem Schwiegervater in einem Haus, der Sohn arbeitet im Betrieb seines Vaters und hat natürlich nichts zu lachen.
                                Und dann die tollen Frauen, die die Satteltaschenbücherei am Laufen halten und unter welchen Lebensumständen das alles passieren musste ist unglaublich. Es geht um verschieden Frauen: alleinstehend, verheiratet, laut oder leise, verschiedene Hautfarben usw.
                                Ich habe ja schon einige Bücher von Jojo Moyes gelesen, aber dieses Buch hat mich so gefesselt, das ich es kaum erwarten konnte, weiter zu lesen. Es ist so toll geschrieben, das man glaubt, man ist ein Teil der Geschichte. Ich liebe dieses Buch und kann es nur sowas von empfehlen - grandios.
                                Ein Riesenkompliment an Jojo Moyes, das sie diese Geschichte so toll rüberbringt.

                                schnäppchenjägerin

                                Beiträge 62
                                02.10.2019

                                  Die Engländerin Alice ist frisch verheiratet mit Bennett Van Cleve, dem Sohn eines reichen Bergminenbesitzers und dabei, ein neues Leben in Kentucky zu beginnen. Sie wohnt zusammen mit ihrem Mann und ihrem unbarmherzigen, überheblichen Schwiegervater und fühlt sich in dem Nest Baileyville, wo sie doch der Enge Englands entkommen wollte, alles andere als willkommen. Als Fremde ist sie isoliert und wird aufgrund ihres Akzents argwöhnisch betrachtet. Die Tage für sie sind lang, weshalb sie sich gerne bereit erklärt, das Projekt der Satteltaschen-Bibliothek, eine mobile berittene Bücherei, zu unterstützen. Diese soll das Wissen und Lernen derjenigen fördern, die abseits der Stadt in den Bergen wohnen oder älteren Menschen zur Abwechslung und Unterhaltung dienen. Eingearbeitet wird Alice von der resoluten Bibliothekarin Margery, in der sie eine Freundin findet. Auch wird Alice durch ihr Engagement bald von vielen Kunden der Bücherei akzeptiert und wertgeschätzt.

                                  Zu ihrem Mann verliert Alice dagegen jegliche Bindung. Er weist sie körperlich zurück und wird immer unnahbarer, bis Alice nicht mehr weiß, wen sie da eigentlich geheiratet hat. Auch das Zusammenleben mit ihrem Schwiegervater wird zunehmend schwieriger, der sich von den Bibliothekarinnen bedroht fühlt, die durch ihre Bücher die Menschen weiterbilden und zum Nachdenken anregen und letztlich die prekären Arbeitsbedingungen in seiner Mine anprangern.

                                  "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein Roman über engagierte, mutige Frauen, die sich selbstständig machen und gegen das Patriarchat in einem erzkonservativen Ort aufbegehren. Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte, denn die Satteltaschen-Bibliothek unter der Schirmherrschaft von Eleanor Roosevelt gab es zwischen 1935 und 1943 wirklich.

                                  Es geht einerseits um den Aufbau einer mobilen Bücherei, die die Menschen mit Wissen versorgen und Kindern das Lesen näherbringen soll. Darüber hinaus ist es auch ein soziales Projekt, um die Menschen an abgelegenen Höfen aufzusuchen und in die Gesellschaft zu integrieren. Für die berittenen Bibliothekarinnen selbst ist die Bücherei vielmehr ein Symbol für ihre Unabhängigkeit und Freiheit, für einen Bereich, der nicht von Männern dominiert wird. Als diese begreifen, dass sie die Kontrolle über (ihre) Frauen und die Bücher als ein Mittel ansehen, um andere Menschen aufzuhetzen, beginnt ein ungleicher Kampf, der in körperlicher Gewalt gipfelt.

                                  Auch wenn der im Jahr 1937 handelt, ist die Geschichte so lebensnah beschrieben, dass man sich als Leser bildhaft an den verschlafenen Ort in Kentucky versetzen kann und die Situation der Menschen, insbesondere der fünf Bibliothekarinnen Margery, Alice, Sophia, Izzy und Beth, die alle einen unterschiedlichen Hintergrund und Erfahrungshorizont haben, nachvollziehen kann. Zudem werden mit Rassismus und Unterdrückung der Frau Themen angesprochen, die nach wie vor aktuell sind.

                                  Der Roman ist eine Hommage an das Lesen und die Liebe zu Büchern, dreht sich dabei um Freundschaft, Gerechtigkeit und die Rolle der Frau in den 1930er-Jahren in Amerika und erzählt darüber hinaus zwei ganz unterschiedliche, berührende Liebesgeschichten. Man spürt die Leidenschaft der Frauen für ihre Arbeit auf jeder Seite, sehen sie sich doch tagtäglich Gefahren ausgesetzt.

                                  "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" ist ein empathisch und glaubwürdig geschriebener, tiefgründiger Roman, der mal herzzerreißend, mal humorvoll ist und sich so spannend entwickelt, dass man ihn gar nicht mehr aus der Hand legen mag: Eine wunderschöne Geschichte und große Erzählkunst von Jojo Moyes!

                                  JessiK

                                  Beiträge 2
                                  01.10.2019

                                    Immer wieder sehr interessant in welchen verschiedenen Zeiten Jojo es super hin bekommt das Leben und die Geschichte von starken Frauen zu erzählen. Auch diesmal bin ich wieder sehr gespannt was alles passiert und wie alles ausgeht.

                                    TochterAlice

                                    Beiträge 16
                                    30.09.2019

                                      Die Satteltaschenbibliothek von Baileyville

                                      1937: Die Engländerin Alice lernt den gutaussehenden Amerikaner Bennett und heiratet ihn quasi ad hoc. Sie erfährt erst auf der Überfahrt mit dem Schiff, dass sie in einer Kleinstadt in Kentucky und nicht, wie vermutet, in einer Großstadt leben werden - gemeinsam mit dem Schwiegervater, der schon von Anfang an ständig mit dabei ist - sie teilen sogar eine Schiffskabine mit ihm.

                                      Aber es kommt noch schlimmer: er hat ganz bestimmte Vorstellungen davon, wie sie sich verhalten soll und ist gar nicht erbaut davon, dass sie sich meldet, als Bibliothekarinnen für die lokale Satteltaschenbücherei gesucht werden.

                                      Damit ist ein sehr unkonventioneller Vorläufer der Büchereibusse im Kleinstformat gemeint: die Bibliothekarinnen reiten zu den verstreut lebenden Bewohnern der nahen Bergregion und bringen ihnen wöchentlich neue Literatur. Ein ebenso mühseliger wie erfüllender Job, stellt sie bald fest. Denn abgesehen vom Eigentümer des Büchereigebäudes Fred, der sich gelegentlich einbringt und aushilft, sind nur Frauen am Start - unkonventionelle, starke Frauen wie Marge O'Hare, die Leiterin der Bibliothek, die aus freiem Willem in wilder Ehe mit ihrem langjährigen Liebsten Sven lebt - ungeachtet seiner regelmäßigen Heiratsanträge.

                                      Leider gerät Alice in Schwierigkeiten und da zeigt sich die Kraft der Freundschaft der anderen Bibliothekarinnen, in der sie Halt und Unterstützung findet.

                                      Eine sehr erbauliche und eindringliche Unterhaltungslektüre, in der trotz vieler ernster Themen wie der Unterdrückung der Frauen, aber auch der Minenarbeiter, Rassismus und anderen Ungerechtigkeiten der Humor nicht zu kurz kommt. Und so viel mehr als das: ein starker Roman über die Kraft der Frauen, ihre Freundschaft - und Liebe. Denn die Autorin Jojo Moyes zeigt auch, dass es die richtigen Männer gibt, solche, die für Frauen sind und nicht gegen sie. Auch schon in den 1930er Jahren. Ich liebe historische Romane aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dies ist ein ganz besonders gelungener, der mein Herz erfüllt. Auch wenn ich die Romane der Autorin Moyes schon vorher schätzte - dies ist mit ganz großem Abstand mein bisheriges Lieblingsbuch von ihr, das ich hegen und pflegen werde!