Marie Fontaine

Ein Winter voller Blumen

Die entzückende Liebesgeschichte zwischen einem Hotelangestellten und einer Blumenhändlerin
Es ist Herbst in Paris. Die ersten Herbststürme fegen durch die Straßen, die Tage werden kürzer. Erst vor kurzem hat Monsieur Matin seine Stelle im vornehmen Hotel Louis XV angetreten, wo er für Reklamationen und andere Problemfälle zuständig ist. Ein Job voller Konflikte und unangenehmer Situationen – da ist der Anblick des liebevoll dekorierten Schaufensters des kleinen Blumenladens auf seinem Heimweg Balsam für die Seele. Fleurs de Fleur steht auf dem Schild darüber. Am Abend eines besonders schwierigen Tages beschließt Monsieur Matin, hineinzugehen. Er betritt einen Raum, der ihn verzaubert: die Wärme, der Duft, die Farben – und natürlich die Blumenhändlerin! Als er den Laden wieder verlässt, hat er sein Herz an Mademoiselle Fleur verloren, die Floristin mit dem siebten Sinn für die Vorlieben ihrer Kunden. Von nun an kommt er, so oft es geht, und kauft jedes Mal etwas, obwohl er niemanden hat, dem er es mitbringen könnte. Monsieur Matins Liebe bleibt nicht unerwidert. Doch das Leben ist kompliziert. Und die Geschichte von Fleur Danton und Nicholas Matin ist es auch. Kompliziert und ungemein romantisch...


Autorenbild Foto von Marie Fontaine

Der  Autor

Marie Fontaine ist in Paris geboren und hat lange in einer kleinen Buchhandlung gearbeitet, bevor sie sich als PR-Beraterin selbstständig machte. Sie verbringt ihre Freizeit am liebsten in den kleinen Läden und Cafés ihres Viertels und denkt sich dabei immer neue Geschichten aus, in denen die Menschen vorkommen, die ihr dabei begegnen. Die Idee zu "Ein Winter voller Blumen" kam ihr, als sie die Rosensträucher in ihrem winzigen Stadtgarten gegen den Frost einpackte. Sie lebt mit ihrer Familie in München.


BibliografieAnsehen


Rezensionen

Lesefeuer

Beiträge 21
14.10.2018

    Durch das richtig schöne Cover bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich auch direkt angesprochen und ich muss sagen, ich habe hier ein durchaus schönes Buch gelesen aber es hat mich nicht komplett überzeugt. Anfangs riss es mich sogar ein wenig runter. Ich mochte die Stimmung nicht wirklich. Ich empfand sie als ein wenig bedrückend. Das mag ich am Anfang von Büchern ja so gar nicht. Dann entwickelte sich die Geschichte aber zu einer schönen Liebesgeschichte. Schon alleine durch das Setting ist das Buch eben irgendwie doch kitschig. Für alle Paris-Fans, Romantiker und diejenigen, die auf Kitsch stehen.

    die.buecherdiebin

    Beiträge 7
    11.10.2018

      Inhalt: Herbst / Winter in Paris: Die junge Fleur Danton hat sich mit dem kleinen Blumenladen „Fleurs de Fleur“ einen Traum erfüllt. Doch die Geschäfte laufen nicht gut und sie ist stets kurz davor, ihren bezaubernden Laden schließen zu müssen. Nicholas Matin, der erst seit Kurzem in dem vornehmen Hotel Louis XV in der Abteilung für Reklamation und Problemfälle arbeitet, betritt eines nasskalten Novembertages den Blumenladen - obwohl er niemanden hat, dem er Blumen schenken könnte - und ist sofort von Fleur verzaubert. Von nun an zieht ihn das Fleurs de Fleur magisch an…

      Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir von Anfang an überaus gut gefallen. Er ist ruhig, warmherzig und sehr anschaulich. Die beiden Protagonisten, Fleur und Nicholas, muss man einfach gern haben. Auch alle Nebencharaktere sind wunderbar lebendig beschrieben. Fleur ist eine starke Frau, die trotz vieler Tiefschläge letztendlich nicht aufgibt. Man spürt ihre Liebe zu Blumen (und die der Autorin) und wenn man die Beschreibungen ihres Blumenladens liest, spürt man die zauberhafte und entspannte Atmosphäre dort.
      Nicholas ist in seinem Beruf kompetent und durchsetzungsfähig, doch wenn es um Fleur geht, wird er unsicher und ungeschickt. Außerdem hat er ein gutes Herz und ein Gewissen.
      Obwohl die beiden sich sehr mögen, finden sie durch Missverständnisse nur sehr schwer zueinander.
      Diesen Roman liest man am besten in eine Decke gekuschelt und mit einer Tasse Tee, denn dann kann man ganz in die Geschichte eintauchen und befindet sich im wunderschönen winterlichen Paris, hört den Wind und spürt die Kälte, besucht Fleurs gemütlichen Blumenladen und fiebert einem Happy End entgegen.

      Fazit: Eine zauberhafte, altmodische Liebesgeschichte, wie man sie sonst kaum noch findet und die im Leser ein warmes Gefühl hinterlässt.

      sommerlese

      Beiträge 105
      07.10.2018

        Dieser Roman behandelt eine Liebesgeschichte, die auf romantische, etwas melancholische Art zauberhaft altmodisch daherkommt.


        Fleur führt mit viel Herzblut einen kleinen Blumenladen, sie hat ein besonderes Gespür für die Wünsche ihrer Kunden. Leider ist sie keine Geschäftsfrau, die ihren Gewinn im Auge hat. Die Kundschaft bleibt aus, die Heizung fällt aus, eine Katastrophe für die empfindlichen Pflanzen. Es kommt zu finanziellen Engpässen und sie hat Probleme, ihren Laden weiter führen zu können.

        Ihr wunderschön dekoriertes Schaufenster zieht Nicholas Matin an und er kauft bei Fleur Blumen, obwohl er niemanden hat, dem er sie schenken kann. Denn eigentlich möchte er nur die entzückende Blumenhändlerin sehen.

        Von diesem Buch bin ich hin und weg, es liest sich ganz entzückend. Fast meint man, in einer anderen Zeit gelandet zu sein, so zauberhaft und besonders klingt die romantische, aber problemhafte Liebesgeschichte. Es ist wunderschön geschrieben und wirkt leicht melancholisch. Die Kapitelüberschriften sorgen für poetische Momente und ranken sich um die Blumen.

        Auch ich würde gerne in Fleurs Laden einkaufen, denn sie ist nicht nur eine liebenswerte Person, ihr Laden ist außergewöhnlich, er duftet wunderbar nach den schönsten Blumen und ist eine perfekt angeordnete Blumenkulisse fürs Auge. Balsam für die Seele!


        In Fleurs Familie gibt es düstere Wolken, der Vater ist pflegebedürftig, die Mutter verstorben und der Bruder ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Und auch die Liebesgeschichte ist nicht ganz einfach, einige Hürden stellen sich den Beiden in den Weg. Es gibt traurige Momente, aber auch humorvolle und es ist unterhaltsam zu sehen, wie die Komplikationen nach und nach verschwinden und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass es am Ende einen guten Ausgang der Geschichte gibt.


        Marie Fontaine hat hier ganz liebenswürdige Charaktere beschrieben und es gibt natürlich auch einen Fiesling, der Nicholas das Leben schwer macht. Aber ihre positiven Figuren sorgen für eine ganz besondere Stimmung im Buch, die man einfach nur zauberhaft nennen kann.


        Mit diesem Roman erlebt man eine entzückend romantische Liebesgeschichte um ein reizendes Paar im Herzen von Paris. Die Stimmung wird durch ein buntes Füllhorn duftender Blumen ergänzt und ist daher für Blumenfreunde besonders schön zu lesen. Für Romantik- und Blumenliebhaber gleichermaßen gut geeignet.

        hasi_rasi

        Beiträge 37
        27.09.2018

          „Wenn die kleine Glocke über der Eingangstür der Blumenhandlung Fleurs de Fleur klingelte, so war dieses Klingeln immer ein Fünkchen Hoffnung, und es zauberte stets ein Lächeln auf das Gesicht der jungen Blumenhändlerin ...“ (S.17) Fleur Danton hat sich mit ihrem kleinen Blumenladen in der Rue du Cere-Midi einen Traum erfüllt. Die Stammkunden aus dem Viertel lieben das Geschäft „Sie haben ein kleines Paradies hier, wissen sie das?“ (S. 29), aber sie bräuchte mehr Laukundschaft, damit es auch mal Gewinn abwerfen oder die Einnahmen wenigstens die laufenden Kosten decken würde. Leider liegt es etwas versteckt, da helfen auch ihre zauberhaften Schaufensterdekorationen nicht. Eines Tages steht Nicolas Matin erst vor und dann im Geschäft. Eigentlich braucht er gar keine Blumen, aber „Fleurs de Fleur“ und vor allem die Inhaberin haben es ihm angetan. Von nun kauft er regelmäßig bei ihr Blumen und schenkt sie dann seinen verblüfften Kollegen im Hotel Louis XV, wo er seit kurzem die Abteilung für Reklamationen und Problemfälle leitet.

          Marie Fontains „Ein Winter voller Blumen“ ist eine wunderbar altmodische Liebesgeschichte, bei der allen außer den Beteiligten klar ist, dass sie sich ineinander verliebt haben. Unbewusst wirbt Nicolas ganz zart um Fleur, die sein Werben als solches nicht bemerkt – dazu ist er zu subtil. Beide haben gescheiterte Beziehungen hinter sich und sind nicht wirklich auf der Suche. Zudem ist Fleurs Mutter früh gestorben, ihr Bruder sitzt im Rollstuhl und ihr Vater leidet an beginnender Demenz. Ihr Leben ist also nicht gerade einfach.

          Fleur ist eine sympathische, starke Person, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Sie sprüht vor Kreativität und findet fast immer eine Lösung für auftretende Probleme. Nur ihre Geldsorgen bekommt sie nicht in den Griff.
          Nicolas hat ein großes Herz. Er soll eigentlich Personal abbauen und trotzdem den Standard des Hotels halten – etwas, was kaum möglich ist. Immer wieder versucht er, zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern zu vermitteln und allen gerecht zu werden. Seine Gefühle für Fleur lenken ihn allerdings manchmal etwas ab ...
          „Ein Blumenladen ist doch weit mehr als die Summe seiner Blumen.“ (S. 226)

          Paris und vor allem Fleurs Blumenladen bilden eine wundervoll romantische Kulisse für diese entzückende Liebesgeschichte.
          Wer die 60er-Jahre-Filme mit Doris Day und Rock Hudson liebt, wird auch von „Ein Winter voller Blumen“ verzaubert sein!

          Lesegenuss

          Beiträge 28
          eine Antwort 27.09.2018

            Berührend, romantisch - unbedingt lesenswert!
            (Spoiler Zitate)
            Der Roman beginnt in den trüben Novembertagen. Handlungsort ist Paris. Dort in der Rue du Cherche-Midi ist der Blumenladen von Fleur Danton, "Fleurs de Fleur". Es ist eine Ecke von Paris, die noch nicht zu sehr von Touristenströmen überflutet wird. Und dennoch hat sie einen ganz besonderen Charme. Fleurs Blumenladen könnte besser laufen, es gab gute Tage, dann wiederum kamen die Durststrecken, die sie verzweifeln ließen.
            Im Hotel Louis XI arbeitete seit einigen Monaten Nicholas Martin. Er war dort Leiter für Reklamationen und Problemfälle. Sein Chef Monsieur Trebouchet forderte mehr Effizienz, mehr Profit. Was aber wiederum für Nicholas bedeutete, er musste Lösungen für Einsparungen finden. Schon mehrfach war er in Fleurs Blumenladen gewesen, hatte kleine Sträuße gekauft und diese dann im Hotel an Angestellte weitergegeben. Ihm gefiel der Laden, die Besitzerin.
            Beide Protagonisten tragen ihre Probleme mit sich. Der eine familiär und existenziell, der andere durch seinen Job. Das finanzielle Desaster, da der Blumenladen sich kaum trug, war für Fleur klar. Doch für sie bedeuteten Blumen etwas besonderes, einzigartiges. Nicholas steht vor dem Problem, Lösungen zu finden. Doch kann man dann noch den Standard des Hotels halten? Er stand zwischen den Stühlen. Umso mehr gaben ihm die Besuche und der sich langsam anbahnende Kontakt zu ihr ein bisschen Sonne in seinem Leben.
            Ich bin auf das Buch durch seinen Titel, den Klappentext als auch die Aufmachung aufmerksam geworden. Das Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Die Kapitel zieren eine Schwarz-Weiß-Zeichnung, ein Kreis dezent mit Blumen und darunter immer ein Zitat in Kursiv:
            "Wurzelwerk ist ein Wunder. Es wirkt im Unsichtbaren und treibt die überraschendsten Blüten".
            (S. 91)
            Diese nehmen indirekt Bezug auf die weitere Handlung.
            Ich möchte nicht zu sehr auf das Buch eingehen, aber Marie Fontaine versteht es, den Leser mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Mag man gefühlvolle Geschichten, wird man hier durchauf auf seine Kosten kommen. Die Geschichte von Fleur und Nicholas nimmt einen gefangen, auch wenn es eine etwas eher ruhige Story ist.
            Zitat S. 149
            "Der Name der Rose ist nicht nur ihr Name. Er ist Phantasie. Inspiration. Hoffnung."

            Die Autorin Marie Fontaine hat es sehr gut verstanden, mit ihrem Buch eine wichtige Botschaft zu übermitteln: auch wenn die Krise noch so schwer ist, es findet sich ein Ausweg. Hoffnung, Unterstützung von Freunden und vieles mehr.
            "Ein Winter voller Blumen" ist eine Geschichte, die einen berührt. Ein stilles und dennoch bewegendes Buch, das noch lange nachhallt. Aus dem Leben gegriffen, nicht zu übertrieben ist es mit eines der schönsten Geschichten, die ich gelesen habe. Leider kam der Schluss einfach zu schnell, ich hätte noch mehr lesen können.
            Ein Buchschatz - ein Lesegenuss.
            – Liebe – Traurigkeit – Verlust– Hoffnung –
            eben das volle Programm ♥HERZKINO♥
            Für mich ein weiteres Lesehighlight 2018.

            • Sonjas Bücherecke

              Beiträge: 49
              30.09.2018

              Eine tolle Rezension, die sofort Lust auf dieses tolle Buch macht. Wandert sofort auf meine Wunschliste.