Mary Adkins

Wenn du das hier liest

Ein berührender Debütroman über Liebe, Trauer und das Leben im digitalen Zeitalter. Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Noch immer schreibt er seiner verstorbenen Assistentin Iris E-Mails, so sehr fehlt ihm ihre humorvolle Art. Als Smith herausfindet, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, setzt er alles daran, ihn zu veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester - Jade jedoch vermutet, er wolle lediglich Geld machen, um seine Agentur zu retten. Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?


Autorenbild Foto von Mary Adkins

Der  Autor

Mary Adkins studierte Jura, arbeitete lange als Anwältin und unterrichtet heute Storytelling in New York. Sie ist preisgekrönte Autorin diverser Theaterstücke und hat für zahlreiche Zeitungen, u.a. die New York Times, geschrieben.


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Rezensionen

rainbowly

Beiträge 6
01.04.2019

Inhalt
Jade und Smith lernen sich unter ungünstigen Umständen kennen. Beide trauern noch um Iris - für Jade die kleine Schwester, für Smith die sehr wichtig gewordene Kollegin. Ausserdem stecken beide in einer tiefen beruflichen Krise. Und doch entwickelt sich da etwas, das keiner so richtig einordnen kann.

Gestaltung
Das Cover hat mich auf den ersten Blick gar nicht angesprochen. Ganz anders beim Titel! Der Klappentext und die Leseprobe haben ihr übriges getan, dass ich die Geschichte gerne lesen wollte.

Sprache
Was mir leider, auch aufgrund der Leseprobe, nicht klar war ist, dass der komplette Roman aus Emails, Blogeinträgen und Textnachrichten besteht. Das machte das Lesen doch recht anstrengend für mich. Man muss immer wieder die Emailadressen der Absender lesen, um zu erfahren wer sich gerade unterhält. Und da gibt es zig verschiedene Kombinationen - Smith mit Jade, Smith mit seinem Praktikanten Carl, Smith mit seinen Kunden, Jade an ihren Therapeuten, Smith an Iris... Viele Unterhaltungen waren auch wirklich unterhaltsam, witzig oder nachdenklichstimmend, aber trotzdem konnte ich zu keiner der Figuren eine richtige Verbindung aufbauen. Die Zeit und Datumsangaben habe ich meist überlesen, musste hin und wieder dann aber doch zurückspringen um nachzulesen wann etwas war oder wie viel Zeit vergangen ist. Ausserdem gibt es beispielsweise auch automatische Antworten vom Pizzaservice oder der Fluggesellschaft und einige Grafiken, die Iris auf ihrem Blog veröffentlicht hat, die ganze Seiten füllen. Ganz schrecklich fand ich die Kommentare unter Iris Blog. Da war nichts Aufmunterndes, Bestätigendes, Einfühlsames, Mitfühlendes, Warmherziges... nur blöde Sprüche. Das empfand ich als sehr negativ und traurig.
All das gemeinsam gibt schon ein ziemlich vollständiges Bild der Story, aber es gibt eben keine zusammenhängende Erzählung. Man bleibt trotzdem ein reiner Beobachter des Ganzen. Man ist nicht so richtig dabei. Als würde man die Handlung nur vom Hörensagen kennen.

Charaktere
Jade hat schwer mit dem Tod ihrer Schwester zu kämpfen, versucht sich um ihre Mutter zu kümmern und gibt schliesslich ihren Job auf um den Traum ihrer Schwester eine Bäckerei zu eröffnen zu verwirklichen.

Smith steckt in einer beruflichen, sowie persönlichen Krise und das Fehlen seiner liebgewonnenen Kollegin Iris macht das alles nur noch schwieriger.

Carl ist Praktikant bei Simonyi Brand Management, kommt aus gutem Hause, ist eine schreckliche Nervensäge und der Graus eines jeden Chefs was Zurückhaltung, Verantwortungsbewusstsein oder Respekt angeht.

Fazit
Ich hatte eine sehr emotionale Geschichte erwartet und hatte auch ein wenig Angst davor. Ausserdem hatte ich eine zusammenhängende Erzählung über Smith und Jade und eingeschobene Blogeinträge von Iris erwartet. Das hätte die Geschichte aufgelockert und die Gedenken der verstorbenen Iris mit ins Spiel gebracht. Doch durch den reinen Emailverkehr blieb die Geschichte für mich recht distanziert und das eigentlich sehr berührende Thema rund um Trauerbewältigung konnte mich nicht erreichen.
Memo an mich selbst: „Keine Email-Romane mehr!“

SBS

Beiträge 52
01.04.2019

Iris erfährt, dass sie an Krebs leidet, einer Form, die so aggressiv ist, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Sie beginnt ein Blog zu schreiben und nach ihrem Tod werden ihr Chef und ihre Schwester entscheiden müssen, was sie damit machen…
Wenn du das hier liest – wirst du keinen Fließtext vorfinden, sondern eine staatliche Sammlung von Emails, Nachrichten, Blogbeiträgen und Kommentaren und zwar das ganze Buch durch. Das fand ich einerseits recht interessant und es liest sich auch sehr schnell, allerdings bleibt durch die Korrespondenz per Mail doch recht viel Distanz zu den Figuren. Zwischendurch hätte ich mir einfach mehr klassische Erzählungen gewünscht, wie man sie bei den Blogeinträgen schon in Teilen vorgefunden hat, aber die Mails waren irgendwie von Distanz geprägt. Wenngleich so mancher „Schlagabtausch“ witzig und/oder unterhaltsam war. Besonders der recht nervige Carl, hat seinen Witz und sorgt für Schwung im Leben von Smith, der nach Iris´ Tod nichts mehr richtig hinbekommt und immer tiefer abzurutschen scheint. Die PR-Agentur scheint an die Wand gefahren, dass Konto immer leer und die noch vorhandenen Kunden recht speziell…Die Hintergründe für Smiths Probleme fand ich gelungen, auch das man sie nicht direkt auf dem Silbertablett serviert bekommt, war gut. Dass Jades Leben durch die Trauer um die Schwester durcheinandergewirbelt wurde, liegt auf der Hand. Ihre Trauer ist in vielen Aspekten spürbar, aber so richtig hat es mich nicht im Herzen erreicht.
Am besten konnte ich noch einen Bezug zu Iris herstellen und dabei ist sie bereits tot. Doch mit ihrem Blog, den sie startete, als sie von der schockierenden Diagnose erfuhr, bleibt sie lebendig. In dem Buch ist sie tatsächlich die am besten greifbare Person für mich gewesen und das nicht nur, weil sie schöne Diagramme und Bildchen in ihre Beiträge eingebunden hat…
Mehr will ich zum Inhalt auch gar nicht mehr verraten. Schade ist bei der Art von Schreibstil, dass nie ein richtiger Lesefluss entstanden ist und man immer genau gucken muss, wer da gerade an wen eine Mail geschrieben hat.
Ich hatte mir erhofft, dass mich das Buch ab und an mal heftig schlucken lässt – doch habe ich darauf vergeblich gewartet. Trotzdem habe ich das Buch recht gerne gelesen, gibt es doch gut das Leben im digitalen Zeitalter wider, dass sich eben oft auf dieser und nicht der persönlichen, face-to-face-Ebene abspielt. Durch das Lesen wurde mir auch noch einmal mehr bewusst, dass man wirklich mehr den direkten und persönlichen Austausch suchen sollte, anstelle des „einfacheren“ und schnelleren Weges über die Mailkorrespondenz.

bri

Beiträge 48
30.03.2019

Von diesem Buch bin ich mega enttäuscht. Die Geschichte hört sich so schön an, aber sie ist total schlecht umgesetzt. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich abtauchen in das Geschehen, aber hier tut sich nichts, lässt keine Emotionen zu.
Es ist nur ein Chaos im @mail Verkehr, ein Durcheinander von Nachrichten und Zeichnungen ?
Hätte man es als schöne Geschichte geschrieben, wäre das Buch nur halb so dick und sicher auch nur halb so teuer geworden.
Schade, ich hatte mich so gefreut, das Buch vorab lesen zu dürfen, aber für mich war es ein richtiger Reinfall. Ich gebe einen Stern, aber nur weil das Cover so schön ist.

Uti

Beiträge 11
03.03.2019

Ich habe soeben die Leseprobe gelesen . Es ist etwas schwierig am Anfang den Überblick der Geschichte zu bekommen . Es sind sehr lange Sätze , sehr hektisch geschrieben . Andererseits macht die Leseprobe neugierig , wie es weitergeht . Mit gemischten Gefühlen ( da es für Iris nicht gut ausgeht ) , werde ich mir das Buch kaufen und lesen .

Feelina06

Beiträge 8
05.08.2019

    Jade Massey ist geschieden und hat eine Karriere als Sterneköchin in einem der besten Restaurants von New York. Doch seit dem Tod ihrer Schwester findet Jade nur schwer wieder in ihr Leben zurück. Smith Simonyi ist Inhaber einer New Yorker PR-Agentur, hat aber kaum noch Aufträge. Zudem vermisst er seine Assistentin Iris so sehr, dass er ihr immer noch E-Mails schickt. Als Smith erfährt, dass Iris vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, will er diesen unbedingt als Buch veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester Jade. Doch Jade vermutet, Smith wolle nur Geld machen. Doch dann entdeckt sie seine E-Mails in Iris Postfach und ein reger E-Mail Austausch beginnt.

    Ich war sehr neugierig auf „Wenn du das hier liest“, hatte ich doch eine schöne Liebesgeschichte im Hinterkopf, doch nachdem ich einige Seiten des Buches gelesen hatte war ich schon ziemlich enttäuscht. Die komplette Geschichte besteht nur aus E-Mails, Nachrichten und Blogeinträgen, die zudem noch merkwürdige Zeichnungen enthalten, die für mich leider keinerlei Sinn ergeben haben.
    Es fällt unglaublich schwer eine Beziehung zu den einzelnen Charakteren aufzubauen, die zwar durchaus interessant sind, aber durch die durchgehenden Mails und Blogeinträge kommt man als Leser einfach nicht nah genug an sie heran.
    Zudem sind mache Mails, die sich um die Marketingagentur und Smith Spielsucht drehen zum Teil sehr verwirrend und passen so gar nicht zum eigentlichen Handlungsstrang.
    Dennoch fand ich es am Ende doch recht faszinierend, das es der Autorin gelungen ist auf diese Art eine Geschichte zu erzählen, trotzdem sind mir eine Handlung und die Geschichte drum herum sehr viel lieber.

    Das Buch hat mich so leider gar nicht in seinen Bann gezogen oder berührt, wie ich es mir am Anfang erhofft hatte, somit leider nur zwei Sterne.

    weberin

    Beiträge 6
    25.07.2019

      Wie in einigen Rezensionen hier schon angeklungen ist, fand auch ich die Erzählweise des Romans „Wenn du das hier liest“ sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe sonst wirklich kein Problem mit Brief- oder E-mailromanen (alleine Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ ist für mich der beste Beweis, dass man Romane auf diese Art schreiben kann), aber hier kam ich irgendwie nur ganz schwer rein. Es ist auch meiner Meinung nach nicht so, dass die Mails, Nachrichten und Blogeinträge sprachlich so schön ausgearbeitet wären, dass es über die (fehlende) Handlung hinwegtröstet.

      Die Handlung besteht im Grunde darin, dass sich zwei Hinterbliebene (Jade, deren Schwester Iris an Krebs gestorben ist und Smith, der ehemalige Chef von Iris) gemeinsame Traueraufarbeitung leisten, indem sie entscheiden müssen, was mit dem Blog, den Iris vor ihrem Tod über ihre Erkrankung geschrieben hat, passieren soll.

      Der Titel und der Klappentext versprachen hier eine gefühlvolle, emotionale Geschichte, von der durch den Erzählstil aber bei mir nicht so viel ankam. Leider hat mich das Buch eher enttäuscht…

      Lesemama

      Beiträge 20
      20.06.2019

        Es könnte mich nicht überzeugen

        Zum Buch:
        Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Noch immer schreibt er seiner verstorbenen Assistentin Iris E-Mails, so sehr fehlt ihm ihre humorvolle Art. Als Smith herausfindet, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, setzt er alles daran, ihn zu veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester - Jade jedoch vermutet, er wolle lediglich Geld machen, um seine Agentur zu retten. Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?

        Meine Meinung:
        Mich sprach der Klappentext an, aber auch von dem wunderschönen Cover wurde ich angezogen. Überzeugen konnte mich das Buch allerdings nicht.
        Zuerst war das mal der sehr gewöhnungsbedürftig Schreibstil, teilweise Mailform, teilweise Blogeinträge, für mich leider überhaupt nicht überzeugend. Ich mochte das abgehackte nicht.
        Die Grundidee hat was berührendes, allerdings konnte es mich einfach nicht erreichen, mir fehlte das Gefühl. Vielleicht bin ich auch einfach übersättigt.

        milkysilvermoon

        Beiträge 18
        19.06.2019

          Mit nur 33 Jahren ist Iris Massey innerhalb kurzer Zeit an Krebs gestorben. Smith Simonyi, der Inhaber einer New Yorker PR-Agentur, vermisst seine ehemalige Mitarbeiterin sehr. Noch immer schreibt er ihr E-Mails, denn er hat mit dem Tod seiner früheren Assistentin zu kämpfen. Zu allem Überfluss läuft es auch in der Firma nicht gut. Dann findet er allerdings raus, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat. Deshalb nimmt er Kontakt zu ihrer Schwester Jade auf, die eine gescheiterte Ehe hinter sich hat und als Sterneköchin in einem der besten Restaurants von New York arbeitet. Auch sie leidet sehr unter dem Verlust, vermutet aber, dass Smith nur Kapital aus dem Blog schlagen will…

          „Wenn du das hier liest“ ist ein moderner Briefroman und das Debüt von Mary Adkins.

          Meine Meinung:
          Erzählt wird die Geschichte fast ausschließlich in E-Mails, die zwischen Jade und Smith, aber auch anderen Personen ausgetauscht werden. In ihrer Länge variieren die Mails recht stark. Immer wieder eingestreut sind Blogbeiträge, die Iris vor ihrem Tod geschrieben hat. Ein- oder überleitende Textpassagen gibt es nicht. Die Idee, die hinter dem Aufbau des Romans steckt, hat mir gut gefallen.

          Der Schreibstil ist an die unterschiedlichen Ausdrucksweisen der Personen angepasst. Der Einstieg in die Geschichte ist ziemlich abrupt. Dennoch erschließen sich die Zusammenhänge beim aufmerksamen Lesen schnell.

          Die drei Protagonisten sind Jade, Smith und Iris. Vor allem die beiden Schwestern waren mir schon nach kurzer Zeit sympathisch. Mit Smith wurde ich dagegen nicht so schnell warm, da sich bald herausstellt, dass er nicht nur Geldprobleme hat. Diese Ecken und Kanten machen ihn und die Massey-Schwestern allerdings zu reizvollen und authentischen Charakteren.

          Jedoch bin ich ein wenig enttäuscht, was die Umsetzung der Grundidee angeht. Einige Mails hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht. Auch hatte ich gehofft, mehr Beiträge aus Iris‘ Blog lesen zu können. Gefühle werden dadurch nicht so intensiv transportiert, wie es möglich gewesen wäre. Insgesamt konnte mich die Geschichte – trotz der Themen Liebe, Krankheit und Trauer – emotional somit nicht sehr stark berühren.

          Im Laufe des Romans kann die Autorin allerdings mit einigen Überraschungen aufwarten. Etwas Spannung entsteht auch dadurch, dass Fragen aufgeworfen werden. Die Lektüre bleibt daher kurzweilig und unterhaltsam.

          Die liebevolle Gestaltung des Hardcovers samt Lesebändchen finde ich sehr gelungen. Das Motiv ist mit kleinen Details versehen und passt gut zur Geschichte. Schön ist auch, dass man sich stark am englischsprachigen Originaltitel („When you read this“) orientiert hat.

          Mein Fazit:
          „Wenn du das hier liest“ von Mary Adkins ist ein ungewöhnlicher Roman mit einem interessanten Aufbau, der sein gesamtes Potenzial leider nicht ausschöpft. Dennoch hat er mir schöne Lesestunden bereitet.

          abis

          Beiträge 4
          26.05.2019

            Der Tod bring geliebte Menschen zusammen ...

            ... oder so ähnlich könnte man den Inhalt des Buches auch kurz zusammenfassen.
            Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Als dann plötzlich ein Tagebuch der Verstorbenen auftaucht, beginnt ein reger Kontakt zwischen Jade und Smith.
            Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?

            Mein Fazit:

            Das hört sich natürlich nach einem 08/15 Liebesroman an. Aber wer die ersten Seiten gelesen hat, dem wird schnell klar ... 08/15 ist hier gar nichts. Und mit Liebe im einfachsten Sinn hat der Roman auch nicht viel zu schaffen.
            Auch lässt sich "Wenn du das hier liest" nicht mal einfach zwischendurch lesen, denn es handelt sich definitiv um eine Aufforderung, sich Gedanken zu den angesprochenen Themen zu machen. Und ihr könnt mir glauben, die sind nicht ohne, sofern man erst einmal dahintergestiegen ist, wer hier was von wem will, denn die gesamte Story versteckt sich in einem lebhaften Mail-Verkehr.

            Das war's dann auch schon. Die Protagonisten treffen sich ein paarmal, wovon der Leser lediglich aus den Mails erfährt. Ebenso taucht der Leser in das Leben der Charaktere ein ... wenn er es denn schafft, die Mails zu entschlüsseln.
            Ich fand es mühsam, zu entschlüsseln, wer gerade an wen schreibt, denn nicht nur die Mails von Jade und Shmith sind im Postein- und -ausgang zu finden.
            Dementsprechend waren die Tagebucheinträge von Jades Schwester eine Erholung für Auge und Geist, auch wenn sie einen bitteren Beigeschmack hatten. Es handelte sich um das Chat-Tagebuch einer Krebskranken.

            So ... und "Wenn du das hier liest", lass dich nicht abschrecken. Ich habe das Buch von Maey Adkins ja auch gelesen und ich kann dir versichern, es ist allemal ein Versuch wert.

            BOOKSLOVE1511

            Beiträge 12
            08.05.2019

              Leider enttäuschend!

              Als Iris, Anfang dreißig, unheilbar erkrankt, beginnt sie in einem Blog über ihr Leben und Sterben, über ihre Wünsche und Ängste zu schreiben. Sie hinterlässt einen Wunsch an ihr Chef Smith. Er soll ihr Blog nach ihrem Tod veröffentlichen. Der PR-Agentur Inhaber Smith vermisst seine Assistentin Iris so sehr, dass er ihr noch immer jeden Tag eine E-Mail schickt. Er setzt alles dran, einen Verlag für Iris' Blog zu finden und kontaktiert für die Erlaubnis Iris' Schwester Jade. Jade's Leben liegt in Scherben. Sie hat eine gescheiterte Ehe und eine Kariere als Sternköchin hinter sich und mit dem Tod von ihre Schwester ist sie noch mehr am Boden gestört. Als Smith sie kontaktierte, wollte sie gar nicht von seinen Plänen wissen und sie vermutet, Smith wolle nur Geld machen. Doch dann entdeckt sie seine Nachrichten in Iris' Postfach und beginnt sie eine E-Mail Austausch mit Smith.

              Obwohl ich die Bücher die nur aus E-Mails, Nachrichten oder Dialogen bestehen, sehr schätze, war das Buch leider überhaupt nicht meins. Das Cover ist wunderschön und der Schreibstil ist leicht und locker aber das warst dann auch. Die Grundidee war toll aber beim Umsetzen ist einiges daneben geblieben. Es gibt nicht nur die E-Mail Austausch zwischen den beiden Hauptfiguren, sondern es gibt viele, viele Mails, die mich beim Lesen regelrecht verwirrt und von der „Echten Thematik“ nur abgehalten hatten. Mal schreibt Jade an Smith, dann Smith zur sein Assistent, dann von Therapeuten an Jade usw... und die ganzen passen gar nicht mit dem eigentlichen Handlungsstrang zusammen. Die Charaktere sind weder sympathisch noch unsympathisch und ich hatte wirklich Schwierigkeiten die zu verstehen. Viele Grafiken und Zeichnungen von Iris' Blog nimmt einige Seiten für sich in Anspruch, welche, die mir überhaupt keinen Sinn ergeben. Für mich sind die nur Blankoseiten.

              Zum Glück sind die Geschmäcker anders aber meiner Meinung nach: Wer hier das Grund des Klappentextes eine berührende Geschichte erwartet, liegt es hier leider falsch. Für zwischen durch ist es Okay, aber eine große Leseempfehlung kann ich leider nicht sprechen.

              ivo

              Beiträge 10
              02.05.2019

                Hm, Geschmackssache. Ich blicke nicht so recht durch. Es ist schwierig den Überblick über die Geschichte zu bekommen . Die Sätze sind lange und verschachtelt. Zumindest in dieser Leseprobe. Das Thema an sich macht mich ja schon an. Ich weiß nicht so recht, ob dieses Buch wirklich etwas für mich ist.

                misery3103

                Beiträge 23
                01.05.2019

                  Iris ist tot. Sie starb an Krebs. Ihr Chef und Freund Smith schreibt ihr immer noch E-Mails. Als sein neuer Assistent Carl beim Ausräumen von Iris‘ Schreibtisch einen Ausdruck ihres Blogs findet, den Iris gerne veröffentlicht hätte, nimmt Carl Kontakt zu Jade, Iris‘ Schwester, auf. Die ist wenig begeistert, doch zwischen den beiden entwickelt sich eine Korrespondenz, in der sie sich ihre Ängste und Trauer mitteilen.

                  Das Buch ist anders. Die Geschichte wird allein in Form von E-Mails, Blogeinträgen usw. erzählt, während man Smith und Jade bei ihrer Trauer um Iris begleitet. Zunächst brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte reinzukommen, doch spätestens als Jade und Smith mit ihren kurzen Mails aneinander anfingen, fand ich die Geschichte witzig und gut. Was ist Trauer und was hilft den Zurückgebliebenen mit ihr umzugehen? Smith und Jade, die Iris jeder auf seine Art geliebt haben, finden einen Weg, mit den Wünschen der Verstorbenen umzugehen, auch wenn sie manchmal ein bisschen übers Ziel hinausschießen. Gleichzeitig gestehen sie sich ihre eigenen Ängste und Wünsche ein. Dazwischen stiftet Carl, der neue Assistent, jede Menge Chaos, was Smith kurz vor den Ruin treibt.

                  Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, zum einen weil ich ungewöhnlich geschriebene Bücher mag, zum anderen weil die Geschichte von Smith und Jade – und letztlich auch Iris – hoffnungsvoll ist. Das hat mir gefallen. Wie Iris kurz vor ihrem Ende feststellt: Ich habe gelebt … und das ist alles, was am Ende zählt.

                  Melli910

                  Beiträge 19
                  30.04.2019

                    Schöne Idee, schwache Umsetzung - mich hat der Email-Roman nicht berührt

                    Als die 33-jährige Iris Massey an Krebs stirbt, hinterlässt sie ihrem Chef Smith Simonyi einen Ausdruck ihres Blogs mit dem Titel "Mein Leben im Rohentwurf - Ein Blog, das zum Buch wurde" mit dem Wunsch, er möge dieses persönliche Internettagebuch veröffentlichen.

                    Smith versucht, Iris diesen Wunsch zu erfüllen und tritt mit ihrer Schwester Jade in Kontakt, die noch in ihrer Trauer um Iris gefangen ist und das Blog nicht veröffentlichen möchte. Es beginnt ein eifriger Email-Kontakt zwischen den beiden, bei dem sie sich zunächst über Iris und mit der Zeit auch über persönliche Dinge austauschen und dem Leser und auch sich gegenseitig mehr und mehr von sich preis geben.

                    Das Buch besteht ausschließlich aus Blogeinträgen von Iris, Kurznachrichten und Emails zwischen verschiedenen Personen. Die sind oft interessant und unterhaltsam, stellenweise humorvoll und teilweise einfach nervig. Oft fiel es mir nicht leicht, nachzuvollziehen, wer gerade wem schreibt. Da ich immer wieder auf die Kopfzeilen der Emails schauen musste, wurde der Lesefluss immer wieder unterbrochen. Es schreibt z. B. Jade an Smith, Smith an seinen Assistenten Carl, Jade an ihren Therapeuten, Smith an seine Kunden. Da man auf diese Weise nur wenig über die einzelnen Charaktere erfährt und nur wenig Gefühl für sie entwickeln kann, konnten mich die Figuren nicht erreichen. Sie blieben mir trotz persönlicher Enthüllungen seltsam fremd. Iris' Blogeinträge, in denen sie ihren Gefühlen und Gedanken freien Lauf lässt, fand ich gelungen. Sie verraten viel über Iris' Situation und ihren Umgang damit.

                    Alles in allem tat ich mir ein wenig schwer mit dem Buch, von dem ich mir mehr Gefühl erwartet hätte. Die Grundidee fand ich sehr schön, die Umsetzung leider weniger gelungen. Mich konnte der Email-Roman trotz des traurigen Schicksals nicht berühren.

                    Hetti

                    Beiträge 9
                    27.04.2019

                      Die Geschichte am sich ist mit Sicherheit erzählenswert und hat mich sehr gereizt.
                      Der Erzählstil (Emails zwischen verschiedenen Personen, auch weniger wichtigen) ist sehr (!) schwer zu lesen und dadurch leider nicht so flüssig... schade...

                      MountainMausi

                      Beiträge 2
                      22.04.2019

                        Ich hatte das Glück, dieses Buch im Rahmen der Buchpremiere schon vorab lesen zu dürfen und habe mich unheimlich gefreut. Der Einband macht direkt Lust auf das Buch, die Geschichte hört sich sehr berührend an -und insgesamt mag ich seit "Für immer vielleicht" Geschichte im Brief-/Mail-Stil sehr gerne. Ich war also sehr gespannt.

                        Zum Inhalt des Buches nur ganz kurz: Kurz nachdem bei Iris Krebs diagnostiziert wurde erinnert sie sich an einen ihrer Kunden in der PR-Agentur in der sie arbeitet - ein Kunde mit einem Blog für Leute die kurz vor dem Tod stehen. Nach anfänglichen Zweifeln beginnt sie in der ihr verbliebenen Zeit genau solch einen Blog zu führen - und füllt diesen mit Erinnerungen und Gedanken .
                        Nach ihrem Tod stößt ihr Chef und guter Freund Smith auf den Blog -und auf ihre Nachricht, dass er diesen gerne veröffentlichen könne. Bei der Frage nach dem "Wie" der Veröffentlichung kommt Smith mit Iris Schwester Jade in Kontakt - die so garnicht begeistert ist, von der geplanten Veröffentlichung. Nach mehreren Nachrichten, die sich nur um dieses Thema drehen und immer wieder zum Streit führen, beginnen die beiden sich über ihr Leben zu schreiben, über ihre Suche nach dem, was wirklich zählt, nach ihren Problemen, Träumen und letztendlich, der Suche nach ihrem eigenen Weg im Leben.

                        Was soll ich sagen - dieses Buch löste bei mir gemischte Gefühle aus. Ich wurde gleich auf den ersten Seiten nicht wirklich warm mit dem Buch - die vielen verschiedenen Schriftarten, Größen etc. gestalteten für mich den Einstieg relativ schwierig (natürlich geht es hier um Mails; nicht jede Mail ist in Arial, Schriftgröße 12 geschrieben, aber mir war es etwas zu viel des Guten). Auch die vielen verschiedenen Figuren, die in das Buch geworfen werden - später wieder auftauchen, die aber nur Randfiguren bleiben. Hier bin ich irgendwann ausgestiegen - musste immer wieder blättern um mich daran zu erinnern, was das Problem bei dieser Person war.
                        Die Hauptfiguren, Jade und Smith - auch mit ihnen wurde ich nicht wirklich warm. Vielleicht lag es an den zu kurzen Nachrichten, ohne viel Gefühl zwischen den Figuren. Ich weiß es nicht. Die Figuren waren mir weder sympathisch noch unsympathisch...ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen.
                        Der Blog von Iris - zum Schluss waren hier einige wirklich interessante Gedanken, die mich auch berührt haben. Aber eben nur auf einzelnen Seiten. Die Gefühle, die auf Basis der Geschichte erwartet hatte, haben sich bei mir in dem Buch nicht aufgebaut.

                        Zum Schreibstil - wie gesagt, ich fand es aufgrund der vielen kurzen Nachrichten, der verschiedenen Schriftarten etc. sehr schwierig zu lesen. Zwar ist man vergleichsweise "schnell durch", da viele Seiten mit Bildern / Grafiken gefüllt sind, aber es ist eher ein "schnelles Durchblättern" als ein "das Buch verschlingen".

                        Alles in allem muss ich sagen war ich eher enttäuscht von dem Buch. Die Idee fand ich toll, nur hat mich die Geschichte zwischen den Hauptfiguren einfach nicht voll berührt. Drei Sterne gibt es von mir, da ich einzelne "Blogeinträge" von Iris wirklich stark fand und diese auch zum Nachdenken angeregt haben - leider waren es zu wenig für meinen Geschmack.

                        Manja82

                        Beiträge 9
                        22.04.2019

                          Kurzbeschreibung
                          Ein berührender Debütroman über Liebe, Trauer und das Leben im digitalen Zeitalter. Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Noch immer schreibt er seiner verstorbenen Assistentin Iris E-Mails, so sehr fehlt ihm ihre humorvolle Art. Als Smith herausfindet, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, setzt er alles daran, ihn zu veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester – Jade jedoch vermutet, er wolle lediglich Geld machen, um seine Agentur zu retten. Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?
                          (Quelle: Kindler Verlag)

                          Meine Meinung
                          Der Roman „Wenn du das hier liest“ stammt von der Autorin Mary Adkins. Es ist das Debüt der Autorin und ich war wirklich richtig neugierig auf das, was mich hier erwarten würde.
                          Das Cover ist in meinen Augen total gut gelungen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich dann auch flott mit Lesen begonnen.

                          Ihre Charaktere hat die Autorin soweit gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser an sich gut vorstellen und bekommt ein recht gutes Bild von ihnen.
                          Die Protagonisten Jade und Smith sind an sich gut dargestellt. Man erfährt beispielsweise das Jade Köchin ist und Smith eine PR-Agentur leitet. Zudem kämpft Jade sehr mit dem Tod ihrer Schwester und auch für Smith ist es nicht einfach. Iris ist quasi die Verbindung zwischen den beiden.
                          Allerdings muss ich sagen, es ist nicht ganz so einfach eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.

                          Neben den genannten Charakteren gibt es noch andere, die sich ebenfalls recht mühelos ins Geschehen einfügen und jeder ganz eigene Dinge mitbringen.

                          Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut. Man kommt als Leser flüssig und richtig gut durch die Handlung hindurch, kann ohne Probleme folgen und auch alles gut verstehen.
                          Es gibt hier verschiedene Sichtweisen, dadurch lernt man als Leser die Charaktere auch gut kennen und erfährt doch einiges über sie.
                          Die Handlung selbst hat mich durch den ungewöhnlichen Erzählstil wirklich schnell für sich gewonnen. Man findet hier als Leser keinen Text im herkömmlichen Sinne vor, es gibt viel mehr E-Mails und Blogeinträge, die man hier lesen kann. Somit wird das Geschehen aus sehr emotional und abwechslungsreich. Das Geschehen fängt den Leser ein, es gibt hier viele verschiedene Emotionen, die den Leser mitnehmen und nicht loslassen. Allerdings ich empfand dieses Melancholische doch ein wenig zu viel. Klar es gibt hier Drama, es geht traurig zu aber auf mich wirkte es doch ab und an etwas übertrieben.

                          Das Ende ist dann in meine Augen ein wenig verwirrend gemacht. Es passt dann ganz am Schluss aber gut zusammen, alles wird aufgelöst und abgeschlossen.

                          Fazit
                          Insgesamt gesagt ist „Wenn du das hier liest“ von Mary Adkins ein gut gemachtes Debüt, das mich bis auf Kleinigkeiten gut einfangen konnte.
                          Gut gezeichnete Charaktere, ein angenehmer flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als abwechslungsreich und emotional empfunden habe, haben mir kurzweilig schöne Lesestunden beschert.
                          Durchaus lesenswert!

                          schnäppchenjägerin

                          Beiträge 59
                          20.04.2019

                            Iris Massey stirbt im Alter von 33 Jahren an Krebs. Ihrem Chef Smith, Inhaber einer PR-Agentur, hinterlässt sie ihren Blog, welchen sie dazu nutzte, ihre Krankheit zu verarbeiten. Sie stellt es ihm frei, ihre digitalen Tagebuchaufzeichnungen in Form eines Buches zu veröffentlichen. Smith möchte die Entscheidung nicht allein treffen und fragt deshalb Iris' ältere Schwester Jade, ob sie etwas dagegen habe. Jade konnte wegen der Traue um den Verlust ihrer kleinen Schwester deren Blog nicht weiterlesen und möchte auch nicht, dass sich Smith um einen Verlag bemüht. Dennoch bleiben die beiden in regem E-Mailkontakt und tauschen sich nicht nur über die verstorbene Iris, sondern auch über ihre eigene Vergangenheit, die schmerzhafte Parallelen hat, aktuelle Sorgen und zukünftige Ziele aus.
                            Während Smith nach dem Tod seiner Assistentin, zu der er ein enges, freundschaftliches Verhältnis pflegte, wieder seiner Spielsucht verfallen ist, möchte Sterneköchin Jade den Traum ihrer Schwester verwirklichen und eine Bäckerei eröffnen.

                            "Wenn du das hier liest" ist ein Roman, der ausschließlich aus E-Mails, Blogeinträgen und Kurznachrichten besteht. Die Idee, einen Roman in dieser Form umzusetzen, finde ich modern, wenn auch nicht neu, und der Plot um Trauer, Vergebung und Neuanfänge hatte viel Potential für eine zu Herzen gehende Geschichte. Iris, Smith und Jade sind auch wirklich liebenswürdige Charaktere, die sich in ihren Nachrichten sarkastisch und witzig, aber auch emotional und verletzlich ausdrücken können. Dennoch fand ich kaum einen Zugang zu ihnen. Bei dem Roman wollte kein wirklicher Lesefluss aufkommen, dazu wirkten die einzelnen E-Mails zu abgehackt und durch die weiteren Kontakte, die Smith und Jade neben ihrem E-Mailaustausch pflegten, stellenweise zusammenhanglos aneinandergereiht.
                            Beim Lesen muss man sich sehr darauf konzentrieren, wer wem schreibt und was der Hintergrund der Nachricht - seien es E-Mails von Smith' Kunden, Airbnb, vom Online-Kasino oder Jades psychiatrischer Onlinehilfe - ist. Durch die einzelnen Fragmente lernt man die Charaktere zwar besser kennen, aber letztlich fehlte mir eine Handlung um die E-Mails herum, ein wenig Alltag aus dem Leben der Figuren und analoge Kontakte untereinander.
                            Eine Beschränkung auf Smith E-Mails an seine Kollegin Iris und zum Kennenlernen von Jade sowie Iris' Blog hätten meines Erachtens ausgereicht, um der Geschichte von Smith und Jade einen Rahmen zu geben.

                            So blieben mir die Charaktere trotz ihrer persönlichen E-Mails fremd und unnahbar und weder der Tod von Iris, noch Smith und Jades Art der Trauerbewältigung und Aufarbeitung früherer Traumata konnten mich so berühren wie es bei dieser emotionalen Geschichte möglich gewesen wäre.

                            Nadine U.

                            Beiträge 5
                            16.04.2019

                              Inhalt des Buches
                              Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Noch immer schreibt er seiner verstorbenen Assistentin Iris E-Mails, so sehr fehlt ihm ihre humorvolle Art. Als Smith herausfindet, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, setzt er alles daran, ihn zu veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester - Jade jedoch vermutet, er wolle lediglich Geld machen, um seine Agentur zu retten. Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?

                              Cover
                              Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut. Das Cover ist für mich ein richtiger Hingucker, es hat mich direkt angesprochen. Die Farben und das Motiv finde ich sehr passend ausgewählt. Auch der Einband des Buches ist super schön gestaltet.

                              Aufbau des Buches
                              Die Leseprobe ließ schon vermuten, dass das Buch anders aufgebaut ist als „normale“ Romane. Tatsächlich erfährt der Leser durch Blogeinträge, Emails und Textnachrichten, die sich durch das gesamte Buch ziehen, worum es in der Geschichte eigentlich geht.
                              Da ist Iris, die einen Blog über ihre Krebserkrankung führt.
                              Dann Smith, Iris` Chef, der seiner bereits verstorbenen Assistentin immer noch Emails schreibt, um mit seiner Trauer und in gewisser Weise auch mit seinem Leben zurechtzukommen. Nach und nach erfährt der Leser, wie die beiden sich kennengelernt haben und welche Beziehung sie zueinander hatten.
                              In weiteren Emails zwischen Smith und seinen Kunden bekommt der Leser einen Eindruck, wie es um Smiths PR-Agentur steht und welche Probleme es gibt.
                              Es werden noch viele weitere Emails geschrieben, z.B. zwischen Smith und seinem Praktikanten Carl, zwischen Smith und Jade (sie schreiben sich später auch Kurznachrichten), Jade an ihren Therapeuten usw.

                              Die Emails waren z.T. recht amüsant, vor allem wenn diese von Carl kamen. Als Praktikant nimmt er sich ziemlich viel heraus.
                              Beim Lesen der Emails ist eine gewisse Aufmerksamkeit erforderlich, um nachvollziehen zu können, wer aktuell mit wem schreibt. Die einzelnen Erzählstränge werden hier auseinander gerissen, weil Adressat und Empfänger der Emails recht häufig wechseln.

                              Manche Einträge von Iris` Blog bestehen nur aus Bildern, die ich nicht immer aussagekräftig fand. Auch hat mich gestört, dass die Kommentare, die zu Blogeinträgen hinterlassen wurden, nicht auf den Inhalt des Beitrags eingegangen sind. Manche Kommentare sind wirklich befremdlich.

                              Fazit
                              Im Großen und Ganzen war es für mich mal ein anderes Erlebnis ein Buch zu lesen. Durch die Emails, Nachrichten und Blogeinträge war das Lesen aufgelockerter und ich bin schneller vorangekommen. Aber ich hatte auch größere Probleme eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen und konnte nicht wirklich in das Geschehen eintauchen.
                              Für mich ist dadurch der Sinn bzw. die Message des Buches (Umgang mit dem bevorstehenden Tod bzw. mit der verbleibenden Zeit, Trauerbewältigung) nicht eindeutig genug rüber gekommen.
                              Obwohl das Ende des Buches mich dann doch überrascht und die Geschichte ein glückliches Ende genommen hat.

                              Wuschel

                              1 Beitrag
                              16.04.2019

                                Beschreibung:

                                Nachdem Tot von Iris findet ihr ehemaliger Chef Smith ihr ausgedrucktes Blog, welches sie in der Zeit vor ihrem Ableben geschrieben hatte. Die Menschen an ihrem Leidensweg mit dem Krebs teilhaben lies. Sie bittet ihn darum, dass er es veröffentlicht, weshalb er Kontakt zu ihrer Schwester Jade aufnimmt. Diese hat den Verlust jedoch noch lange nicht verarbeitet und unterstellt Smith reine Geldgier. Doch beide vermissen Iris und genau das bringt sie einander näher, wenn da nicht dieses Blog wäre.

                                Meinung:

                                Die Leseprobe zu dem Buch hat mich absolut begeistert und genau das tat auch das Buch selbst. Da ich selbst schon den einen oder anderen Verlust im Leben erlitten habe, war ich etwas zwiegespalten, wie ich auf die Lektüre reagieren könnte, dennoch wollte ich sie lesen. Es war eine gute Entscheidung!

                                Als ich das Buch in Händen hielt war die Überraschung groß, denn was in der Leseprobe aussah, wie ein erfrischender Abdruck von Iris erstem Blogeintrag, setzte sich durch die ganze Geschichte fort. Es gibt keinen Text im üblichen Sinne, nein. Der Leser bekommt den direkten Austausch von E-Mails zu Gesicht sowie das Blog von Iris. Ich für meinen Teil fand das sehr gelungen, da die Emotionen so doch besser rüber kamen. Schnell bekam ich ein Gefühl für die jeweiligen Charaktere und die Situationen.

                                Wie schon öfter weiß ich gar nicht so recht was ich zu der Geschichte sagen soll. Sie war einfach schön! Durch die teils lockere Art der Protagonisten und den angenehm zu lesenden Schreibstil bin ich förmlich durch gerauscht. Selbst das beklemmende Gefühl hielt sich in Grenzen, da auch Iris ihr Schicksal mehr oder weniger mit Humor nahm. Man bekommt immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit, egal ob nun aus der Sicht von sich selbst, Smith oder der Schwester. Und trotz des traurigen Themas musste ich oft schmunzeln.

                                Da ich mich in diesem Genre eher seltener aufhalte und mich von Herzschmerz in Büchern nur schwer begeistern lasse, kann ich hier sagen, dass es mich auf jeden Fall mitgenommen hat. Es wird nicht auf heile Welt gemacht, selbst am Ende nicht, aber man darf als Leser hoffen. Gerade das ist es was mir gefällt. Kein unnötiges Ringelpietz mit Anfassen. Sondern ein Konstrukt, das es genau so gegeben haben könnte.

                                Fazit:

                                Ein unterhaltsamer Liebesroman mit innovativer Aufmachung, der mir sehr gut gefallen hat.

                                seschat

                                Beiträge 18
                                13.04.2019

                                  INHALT
                                  Als die Amerikanerin Iris Massey mit gerade einmal 33 Jahren an Krebs stirbt, hinterlässt sie im Herzen ihrer Schwester Jade und ihres Chefs Smith eine große Lücke. Durch den Blog der Verstorbenen, einer Art Krebstagebuch, kommen sich die beiden Trauernden näher und ein reger Nachrichtenaustausch beginnt. Während Köchin Jade argwöhnt, dass der New Yorker PR-Agent Smith mit Iris‘ Blog nur Geld machen möchte und die Einträge meistbietend an den nächsten Verlag verschachern könnte, öffnet sich der beruflich wie privat krisengeschüttelte Smith gegenüber Iris‘ Schwester.

                                  MEINUNG
                                  Klappentext, Buchtitel und Leseprobe haben mich zu dieser Lektüre verführt. Mich hat vor allem der moderne Schreibstil, der ausschließlich auf E-Mails, Blogeinträgen sowie Handynachrichten basiert, im Vorfeld begeistert. Endlich eine Autorin, die die Zeichen der Zeit, d.h. die Lesegewohnheiten der jugendlichen Leserschaft, erkannt hat. Doch trotz der interessanten Aufbereitung des Textes vermochte mich der Plot nicht, wie erhofft, zu berühren. Einzig Iris‘ Blogeinträge wühlten mich ab und an mit ihrem lebenskritischen Grundton auf. Jades und Smiths Nachrichten ähnelten hingegen viel zu häufig eindimensionalen Therapiesitzungen. Selbstmitleid, Enttäuschungen und falsche Entscheidungen wohin man schaute. Erst gegen Ende keimte Hoffnung auf, weil beide durch Iris auf wundersame, aber keinesfalls romantische Weise zueinanderfinden. Kurzum, ein typischer, zu Herzen gehender Liebesroman ist dieses Buch nicht, dafür fehlte es einfach an positiven Emotionen. Zu viel Grau in Grau trübte die Story. Und man fragt sich: Müssen wir denn erst Menschen verlieren, um den wirklichen Wert des eigenen Lebens und dessen unzählige Chancen zu erkennen? Darüber hinaus empfand ich die Nebencharaktere, Smiths Praktikant Carl sowie die Kunden der PR-Firma, in Hinblick auf die Handlung eher als störend denn als bereichernd.

                                  FAZIT
                                  Von Mary Adkins Erstling hatte ich mir vor der Lektüre eindeutig mehr versprochen. Die Umsetzung war durchaus innovativ, aber der Inhalt leider nur durchschnittlich.

                                  C. Sch.

                                  Beiträge 17
                                  12.04.2019

                                    INHALT:
                                    Iris ist unheilbar an Krebs erkrankt. Um ihre Gefühle zu erarbeiten, schreibt sie ihren Weg in einem Blog auf. Nach ihrem Tod vermacht sie den Blog Smith, ihrem Chef. Smith vermisst Iris so sehr, dass er ihr immer noch Mails schreibt. Als er den Blog liest ist er so gerührt, dass er ihn als Buch herausbringen möchte. Und so lernt er Jade kennen. Sie ist die Schwester von Iris und wehrt sich vehement gegen die Veröffentlichung, weil sie vermutet, dass Smith nur Geld daraus machen will. Doch dann entdeckt sie die Mails von Smith an Iris und sie ist so gerührt, dass ein reger E-Mail Austausch zwischen den Beiden beginnt
                                    MEINE MEINUNG:
                                    Dieses Buch ist in Form von E-Mails geschrieben und ich war gespannt, ob er mich auch so berühren kann. Am Anfang hatte ich etwas Mühe in de Geschichte zu finden, aber nach kurzer Zeit fand ich mich sehr gut zurecht und hatte Spass daran, dieses Buch zu lesen. Durch diese spezielle Form kommt man unheimlich schnell mit dem Lesen voran, aber das wollte ich gar nicht. Die Mails haben so viel Gefühl und enthalten so viele kleine Botschaften, dass man sich wirklich Zeit lassen sollte, sie alle zu entdecken. Es ist eine so schöne und tragische Liebesgeschichte, dass man sich darin verlieren kann. Sie hat mein Herz berührt, gerade auch weil man sich ja der Dramatik von Anfang an bewusst war. Aufgelockert wird diese ganze Tragik auch immer wieder von anderen Maila, z. B. von Carl dem Praktikanten. Ein herrlich erfrischender Charakter. Ich hätte mir noch gewünscht, dass der Blog von Iris ein bisschen mehr Raum bekommen hätte. Und ja, mich konnte dieses Buch berühren
                                    FAZIT:
                                    Eine besondere Art der Darstellung, aber trotzdem sehr gelungen und eine ans Herz gehende, berührende Geschichte

                                    Ein Buch der besonderen Art

                                    Beiträge 77
                                    10.04.2019

                                      Iris Massey war unheilbar an Krebs erkrankt. Sie schrieb einen Blog über ihren Weg zum Tod. Nach ihrem Tod vermißt ihr Chef, Smith Simonyi, sie so sehr, daß er ihr noch immer E-Mails schreibt. Er entdeckt den Blog und will ihn als Buch veröffentlichen. Dazu nimmt er Kontakt mit Iris Schwester Jade auf, deren Leben aus der Bahn geraten ist. Jade vermutet, daß Smith nur auf Profit aus ist. Doch dann entdeckt sie die Mails von Smith an Iris und beginnt, auf seine an sie gerichteten Mails zu reagieren. Es beginnt ein reger Kontakt.


                                      "Wenn du das hier liest" - dann liest du ein ganz besonderes Buch. Man findet hier keinen Text im herkömmlichen Sinn vor. Der Text besteht ausschließlich aus dem E-Mail-Verkehr zwischen Smith, seinem Praktikanten Carl, den Firmenkunden und Jade, zwischendurch schreibt noch die Hausverwaltung, der Pizzadienst sowie ein Glücksspielanbieter. Dazwischen sind immer wieder Ausschnitte aus Iris Blog eingeschoben. Dies hört sich jetzt wahrscheinlich eintönig an - ist es aber ganz und gar nicht! Die Mails sind zum Teil sehr persönlich und geben viel über die Person preis. So lernt man Smith und seine Probleme und Gefühle mit der Zeit sehr gut kennen und entdeckt, was für ein Mensch in ihm steckt. Und dies merkt auch Jade, deren Welt zusammengebrochen ist und die sich eine neue Existenz aufbauen möchte. Auch sie reift hier langsam zu einer Person heran, die man immer besser versteht. Trotz des traurigen Themas ist dies Buch nicht deprimierend. Die Blogeinträge machen nachdenklich und man hat an mancher Stelle einen Kloß im Hals. Und dann kommt wieder eine Mail, die den Leser schmunzeln läßt. Vor allem Carl sorgt durch seine Art für ein wenig Humor im Buch. Seine Alleingänge sind einfach herrlich. Dies tut dem Buch sehr gut. Die Charaktere wachsen dem Leser im Laufe der Zeit ans Herz. Jeder hier ist auf seine ganz spezielle Art einfach sympathisch.


                                      "Wenn du das hier liest" ist kein Buch, das man nur oberflächlich lesen kann. Hier muß man auch zwischen den Zeilen lesen - dann hält man ein wunderschön einfühlsames und romantisches Buch in den Händen!

                                      tigerbea

                                      Beiträge 77
                                      10.04.2019

                                        Iris Massey war unheilbar an Krebs erkrankt. Sie schrieb einen Blog über ihren Weg zum Tod. Nach ihrem Tod vermißt ihr Chef, Smith Simonyi, sie so sehr, daß er ihr noch immer E-Mails schreibt. Er entdeckt den Blog und will ihn als Buch veröffentlichen. Dazu nimmt er Kontakt mit Iris Schwester Jade auf, deren Leben aus der Bahn geraten ist. Jade vermutet, daß Smith nur auf Profit aus ist. Doch dann entdeckt sie die Mails von Smith an Iris und beginnt, auf seine an sie gerichteten Mails zu reagieren. Es beginnt ein reger Kontakt.


                                        "Wenn du das hier liest" - dann liest du ein ganz besonderes Buch. Man findet hier keinen Text im herkömmlichen Sinn vor. Der Text besteht ausschließlich aus dem E-Mail-Verkehr zwischen Smith, seinem Praktikanten Carl, den Firmenkunden und Jade, zwischendurch schreibt noch die Hausverwaltung, der Pizzadienst sowie ein Glücksspielanbieter. Dazwischen sind immer wieder Ausschnitte aus Iris Blog eingeschoben. Dies hört sich jetzt wahrscheinlich eintönig an - ist es aber ganz und gar nicht! Die Mails sind zum Teil sehr persönlich und geben viel über die Person preis. So lernt man Smith und seine Probleme und Gefühle mit der Zeit sehr gut kennen und entdeckt, was für ein Mensch in ihm steckt. Und dies merkt auch Jade, deren Welt zusammengebrochen ist und die sich eine neue Existenz aufbauen möchte. Auch sie reift hier langsam zu einer Person heran, die man immer besser versteht. Trotz des traurigen Themas ist dies Buch nicht deprimierend. Die Blogeinträge machen nachdenklich und man hat an mancher Stelle einen Kloß im Hals. Und dann kommt wieder eine Mail, die den Leser schmunzeln läßt. Vor allem Carl sorgt durch seine Art für ein wenig Humor im Buch. Seine Alleingänge sind einfach herrlich. Dies tut dem Buch sehr gut. Die Charaktere wachsen dem Leser im Laufe der Zeit ans Herz. Jeder hier ist auf seine ganz spezielle Art einfach sympathisch.


                                        "Wenn du das hier liest" ist kein Buch, das man nur oberflächlich lesen kann. Hier muß man auch zwischen den Zeilen lesen - dann hält man ein wunderschön einfühlsames und romantisches Buch in den Händen!

                                        hasi_rasi

                                        Beiträge 97
                                        08.04.2019

                                          Iris ist Anfang 30, als sie kurz vor Neujahr die Diagnose Krebs erhält: „Um den Tod kommt keiner von uns herum, doch Ihnen steht er aller Wahrscheinlichkeit nach binnen sechs Monaten oder auch schon früher bevor.“ (S. 12) Ein halbes Jahr später ist sie wirklich tot, auch wenn es zwischendurch so aussah, als hätte sie eine Chance.
                                          Als ihr Nachfolger ihren Schreibtisch ausräumt findet er eine Mappe, die für ihren Chef bestimmt ist: „Smith, wenn du meinst, dass das hier irgendwas taugt, steht es dir frei, es zu veröffentlichen.“ (S. 29) Smith und Iris waren Freunde, trotzdem wusste er nicht, dass sie ihr kurzes Leben mit dem Krebs in einem Blog dokumentiert hat – ihre Ängste, Sehnsüchte, Hoffnungen, Wünsche und Träume. Aber Smith will die Aufzeichnungen nicht ohne die Zustimmung von Iris Schwester Jade veröffentlichen und schreibt ihr eine Mail ..

                                          Die Idee des Buches ist nicht neu – auch in „eMail für Dich“ und „Gut gegen Nordwind“ kommunizieren die Personen überwiegend über Mails, hier kommt noch die Komponente Krebstod hinzu. Trotzdem konnte es mich nicht annähernd so berühren, wie ich es erwartet hatte. Das lag zum einen daran, dass hier verschiedene Personen Mails tauschen und es dadurch teilweise recht unübersichtlich wurde. Es gab sogar einen Strang mit Mails einer etwas durchgedrehten Kundin, der m.E. völlig überflüssig war, genau wie die Spam-Mails und Smith’ Bettelbriefe um neuen Kunden zu akquirieren – es wäre auch ohne sie deutlich gewesen, dass es seiner Firma nicht gut geht. „Wenn ein paar Dinge schlecht laufen, ruiniert man gleich alles, dann kann es wenigstens nicht noch schlimmer werden.“ (S. 166)
                                          Ich hätte mir stattdessen gewünscht, dass Iris’ Blog und ihre Geschichte mehr Raum einnehmen, denn diese kurzen Passagen haben mich wirklich bewegt: „Die ganze Zeit dachte ich, mein richtiges Leben hätte noch gar nicht angefangen. Jetzt stellt sich raus: Das hier war mein leben.“ (S. 14) oder die angekündigte Liebesgeschichte zwischen Jade und Smith.
                                          Generell kommt man den Protagonisten leider nicht so nah, wie man es erwartet hätte. Obwohl sie alle keine leichte Kindheit und zum Teil daraus resultierende Traumata haben, bleibt man beim Lesen seltsam reserviert und außen vor. Schade, ich hatte mir mehr erhofft.
                                          Leider nur 3 Sterne.

                                          adorable.Books

                                          Beiträge 14
                                          08.04.2019

                                            Schon beim ersten Blick hat mich dieses Cover sehr angesprochen. Irgendwie hat es mich in seinen Bann gezogen, warum auch immer. Wenn man genau hinschaut, wird auch hier schon eine kleine Geschichte erzählt, da man zwei Menschen vor ihren Laptops sieht. Was ja auch die Story gut zusammenfasst. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, dann wird das Buch noch schöner. Auf den ersten Blick scheint es nur ein weißer Einband zu sein, aber wenn man es in der Sonne dreht, dann sieht man, dass es in den schönsten Farben changiert. Ich liebe diesen Effekt einfach.
                                            Das Buch ist nur im Stil von Emails und anderem Schriftverkehr wie SMS gehalten. Dies ist auf jeden Fall nicht jedermanns Sache aber ich habe es sehr genossen, da ich solche Bücher neben den durchgängigen Texten sehr erfrischend finde. Es war einfach und schnell zu lesen. Ich habe das Buch auch innerhalb eines Tages durch gelesen. Ich fand es auch super, dass es nicht nur Email Korrespondenzen sind sondern auch Spammails oder anderes dazwischen ist. Das hat mich das eine oder andere Mal schon schmunzeln lassen. Eigentlich dachte ich auch, dass es sich mehr um den Blog von Iris dreht. Doch dieser wird leider nicht so oft in den Fokus gerutscht wie ich mir das gewünscht habe. Man konnte sich zwar gut in sie hineinversetzen und ihren Werdegang miterleben aber dennoch hat mir da irgendetwas gefehlt. Es war ein bisschen wenig, dafür, dass es um ihren Blog ging.
                                            An und für sich hat mir das Buch gar nicht so schlecht gefallen. Mir war es nur schwer, mich so richtig auf die Charaktere einzulassen, da man recht wenig von ihnen erfährt. Man konnte sich nicht so richtig in sie hineinversetzen und vor allem nicht mit ihnen anfreunden. Vielleicht wäre ein Mix aus Mailkorespondenz/Blog und Text gar nicht so verkehrt gewesen.
                                            Für ein Buch zwischendurch ist es auf jeden Fall geeignet. Ansonsten bin ich der Meinung, man hätte mehr aus der Story herausholen können.

                                            Lizzy741

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                                            02.04.2019

                                            Nur 11 Seiten ist wenig um einen Einblick in dieses Buch zu erhalten. Doch der Einstieg mit einer tödlichen Diagnose für eine Grafikerin, für die eigentlich das Leben er richti begonnen hat, lässt erwarten, dass es sehr spannend werden könnte