Petra Hartlieb

Ein Winter in Wien

Eine Buchhandlung, ein berühmter Dichter und ein verschneiter Winter in Wien: Bestsellerautorin Petra Hartlieb ("Meine wundervolle Buchhandlung") entführt uns in die Zeit des Wiener Jugendstils.
Um 1910. Marie arbeitet als Kindermädchen bei einer angesehen Familie im Wiener Cottage-Viertel. Eines Tages wird sie vom Herrn des Hauses zur nahegelegenen Buchhandlung geschickt, um ein Buch abzuholen. Doch sie kommt mit leeren Händen, völlig durchnässt vom Schnee, zurück. Der Band sei noch nicht eingetroffen, Buchhändler Oskar bringe ihn so bald wie möglich persönlich vorbei. Als Oskar am gleichen Nachmittag am Haus in der Sternwartestraße klingelt, hat er gleich zwei Bücher dabei: eines für den Herrn Schnitzler und das andere für Marie, mitsamt einer persönlichen Notiz an das Fräulein. Er möchte sie gerne wiedersehen…
Eine wunderschöne historische Liebesgeschichte in bibliophiler Ausstattung.


Autorenbild Foto von Petra Hartlieb

Der  Autor

Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. Seit 2004 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien. Gemeinsam mit Claus-Ulrich Bielefeld ist sie das Autorenduo einer Krimireihe, die im Diogenes-Verlag erscheint. 2014 publizierte sie bei Dumont den Bestseller „Meine wundervolle Buchhandlung“.


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Rezensionen

tinstamp

Beiträge 14
eine Antwort 15.12.2016

Die österreichische Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb hat im September ihren zweiten Roman "Ein Winter in Wien" veröffentlicht. Das wunderschön aufgemachte Buch mit Jugendstil-Elementen am Hardcover sieht wirklich sehr schick und elegant aus. Ich habe mich auf den ersten Blick verliebt!

Die Geschichte selbst umfasst nur 176 Seiten und erzählt aus dem Leben des Kindermädchens Marie, die im Hause des Schriftstellers Arthur Schnitzler's eine Anstellung gefunden hat. Sie kommt aus ärmlichen Familienverhältnissen und ist glücklich, endlich einen Arbeitgeber gefunden zu haben, wo sie sich wohlfühlt und genug zu Essen bekommt. Sie liebt die beiden Kinder der Familie, Lili und Heinrich, sehr und gibt sich große Mühe, um diese Stelle nicht zu verlieren. Als sie ihr Arbeitgeber eines Tages in die Buchhandlung schickt, lernt sie den jungen Buchhändler Oskar kennen.....

Die Autorin erzeugt ein großartiges Bild von Wien in der Zeit um 1910. Sie hat ihre Geschichte in der Sprache der damaligen Zeit und auch der Umgangsform angepasst. So verwundert es einem kaum, dass Marie anfangs mit den Buchhändlergehilfen Oskar, der sich in sie verliebt hat "per Sie" ist.
Die Stimmung dieser Epoche wird in dieser sehr ruhigen Geschichte ganz wunderbar von Petra Hartlieb eingefangen. Auch die bildhafte Beschreibung des winterlich verschneiten Wien und die Zeit des Advents, bis hin zum Heiligen Abend, erzeugen eine sehr heimelige Atmosphäre. Die Alt-Wiener Gepflogenheiten, sowie die Sprache und auch ein bisschen Wiener Dialekt fließen ebenso in den Text ein, wie übernommene französische Wörter. Plafond oder Trottoir etwa, die ich auch von meiner Oma noch kenne und hier auf dem Land manchmal noch benutzt werden.
Die Unterschiede zwischen den einfachen Leuten und der gehobenen Gesellschaftsschicht kommen sehr deutlich durch. Wenn man bedenkt, was sich hier in den letzten hundert Jahren an Erziehung, den Rechten der Frauen, der Klassengesellschaft und Bildung getan hat, glaubt man kaum, dass dies alles erst im letzten Jahrhundert passiert ist.
Bücher und der Buchladen, in dem Oskar arbeitet und bei dem Arthur Schnitzler immer wieder seine Romane und Gedichtbände bestellt, sind ebenfalls ein Thema in diesem Roman....eines das uns Büchersüchtigen immer zu Bücher, wie dieses greifen lässt.

Es gibt aber auch ein paar negative Aspekte, die ich auch erwähnen muss. So bleibt etwa die Liebesgeschichte sehr oberflächlich. Sie ist zwar Bestandteil der Geschichte und ist passend für die damalige Zeit. Das Paar kannte sich kaum und so ist die Liebe der Beiden sehr unschuldig. Als Leser erschlossen sich mir die annähernden Gefühle der beiden Figuren deswegen nur sehr wenig. Auch eröffnete sich mir die Aussage des Romans nicht wirklich. Die Geschichte ist sehr unaufgeregt und ruhig, lebt alleine von der Atmosphäre des winterlichen Wiens und den Einblick in den Tagesablauf von Marie. Die gesellschaftlichen Unterschiede zur elitären Gesellschaft, wie die der Schnitzlers und die kleinen Rückblicke in Maries und Oskars Kindheit, sind dabei sehr gut ausgearbeitet. Jedoch erhält man nicht wirklich einen Einblick, wie die Protagonisten zum Beispiel zur politischen Lage oder dem langsamen Aufbegehren der Unterschicht, stehen. Wer gerne mehr über diese Epoche des noch kaiserlichen Wiens lesen möchte, dem würde ich den Roman empfehlen, aber auch als Vorweihnachtsgeshichte ist sie passend...

Fazit:
Ein sehr ruhiger Roman, der von der winterlichen Atmosphäre Wiens und der Liebe zu Büchern lebt. Ein Gesellschaftsbild der Menschen dieser Zeit, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, jedoch mit sehr viel Charme und einen Blick in das kaiserliche Wien.

  • Hexenturm

    Beiträge: 73
    17.03.2017

    Dieses Buch war in meinem Meilensteinpaket (vielen dank dafür).
    Ich muss ehrlich sagen das ich mir dieses Buch so nicht gekauft hätte.
    Häufig kaufe ich Bücher wg. dem ansprechenden Cover - in diesem Fall ist es für mich so sehr ansprechend. Nun werde ich es mal für die kalte Jahreszeit aufheben.

brigitte_schreiter

Beiträge 64
10.08.2017

    Eine Buchhandlung, ein berühmter Dichter und ein verschneiter Winter in Wien um 1910. Marie ist glücklich eine Stellung als Kindermädchen bei einer netten Familie gefunden zu haben. Die beiden Kinder haben sie schnell ins Herz geschlossen.
    Sie lernt den Buchhändler Oskar kennen, wo sie ein Buch abholen soll.
    Später bekommt sie von ihm ihr erstes Buch geschenkt.
    Es ist eine romantische Geschichte um die Weihnachtszeit in Wien, und eine zarte Liebesgeschichte..

    Dandy

    Beiträge 52
    22.05.2017

      EIN WINTER IN WIEN von PETRA HARTLIEB


      Klappentext übernommen (damit ich nicht zu viel verrate)
      Eine Buchhandlung, ein berühmter Dichter und ein verschneiter Winter in Wien: Bestsellerautorin Petra Hartlieb ("Meine wundervolle Buchhandlung") entführt uns in die Zeit des Wiener Jugendstils.
      Um 1910. Marie arbeitet als Kindermädchen bei einer angesehen Familie im Wiener Cottage-Viertel. Eines Tages wird sie vom Herrn des Hauses zur nahegelegenen Buchhandlung geschickt, um ein Buch abzuholen. Doch sie kommt mit leeren Händen, völlig durchnässt vom Schnee, zurück. Der Band sei noch nicht eingetroffen, Buchhändler Oskar bringe ihn so bald wie möglich persönlich vorbei. Als Oskar am gleichen Nachmittag am Haus in der Sternwartestraße klingelt, hat er gleich zwei Bücher dabei: eines für den Herrn Schnitzler und das andere für Marie, mitsamt einer persönlichen Notiz an das Fräulein. Er möchte sie gerne wiedersehen…
      Eine wunderschöne historische Liebesgeschichte in bibliophiler Ausstattung.
      Fazit:
      Eine sehr schön geschriebene Liebesgeschichte. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, man kann sich die Personen sehr gut vorstellen und sie verstehen.
      Durch den sehr guten Satzbau und den Schreibstil kommt man sehr gut in die Geschichte herein.
      Man möchte einfach nur weiterlesen und sich in die vergangene Zeit entführen lassen.
      Da der Roman um 1910 spielt erfährt man auch so einiges, wie die Menschen damals lebten und dachten und welche Vorstellungen sie vom Leben hatten.

      Tintenherz

      Beiträge 35
      05.03.2017

        Das Cover ist eher neutral zu diesem Roman gestaltet. Eine winterlich Szene wäre passender gewesen.
        Der Schreibst und die Wortwahl ist der damaligen Zeit angepasst und ist leicht zu lesen.
        Es geht um das Kindermädchen Marie, das im Winter im Jahre um 1910 im Haus des Dichters Arthur Schnitzer seiner Arbeit nachgeht und in einer Buchhandlung auf einen Mann trifft.
        Die Geschichte wird ohne viel Historie aus der Sicht Maries erzählt, wie das Leben beim Dichter und unter welchen Umständen das Leben des Personals verläuft.

        Fazit:

        Eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch.

        Esme17

        Beiträge 7
        07.02.2017

          Dieses kleine, feine Buch hat mir die Vorweihnachtszeit wirklich sehr versüßt. Bereits nach wenigen ersten Seiten ist man im Haus der Familie Schnitzler angekommen, in dem Marie kürzlich als Kindermädchen begonnen hat zu arbeiten.
          Das winterliche Wien ist eine wundervolle Kulisse, ebenso der Buchladen, in dem Oskar arbeitet, der sich vom ersten Augenblick an in Marie verliebt hat. Marie ist ein liebevolles Kindermädchen, wie sie in der Familie ankommt, Oskar kennen lernt und in Herrn Schnitzlers Achtung steigt, alls das soll der Leser selbst erkunden.

          Ob und wie die beiden zusammen finden, soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. Nehmen Sie sich eine Tasse Tee, setzten Sie sich vor den warmen Kamin und verbringen Sie ein paar bezaubernde Stunden im weihnachtlichen Wien mit Marie und Oskar und der Familie Schnitzler.

          Yvou

          Beiträge 23
          24.01.2017

            Eine sehr schöne Liebesgeschichte im schönen winterlichen Wien. Eine sehr leichte Lektüre für die schöne Jahreszeit Winter-/Weihnachten. Sehr zu empfehlen. Ich habe das Buch schnell durchgelesen und fand es super.
            Die österreichische Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb hat im September ihren zweiten Roman "Ein Winter in Wien" veröffentlicht. Das wunderschön aufgemachte Buch mit Jugendstil-Elementen am Hardcover sieht wirklich sehr schick und elegant aus. Ich habe mich auf den ersten Blick verliebt!

            Jazzy

            Beiträge 10
            10.01.2017

              Leider konnte ich mich persönlich nicht mit diesem Buch anfreunden.

              "Ein Winter in Wien" erzählt aus dem Leben des Kindermädchens Marie, über ihre Arbeit, ihre Interessen, ihre Gedanken und Träume. Sie erhält eine Anstellung bei der Familie Schnitzler und lernt die Kinder und ihr Leben kennen und lieben.

              Der Schreibstil ist sehr schön, passend für diese Epoche. Man taucht als Leser schnell in die Geschichte ein.

              Allerdings war mir dieses Buch einfach ein klein wenig zu langatmig. Ich hätte mir gern noch ein wenig mehr Handlung gewünscht. So habe ich mich ertappt, dass ich angefangen habe, Seiten zu überfliegen und letztendlich habe ich das Buch nach zwei Dritteln zur Seite gelegt.

              Das Buch ist nicht schlecht, der Schreibstil wirklich gut. Für mich war es schlicht persönlich inhaltlich einfach nicht meins.

              Elisa

              Beiträge 30
              06.12.2016

                Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Das Cover ist toll und der Klappentext war vielversprechend, darum habe ich zugegriffen. Durch den geringen Umfang des Buches war ich in gut drei Stunden am letzten Sonntagabend durch. Es handelt sich dabei nicht um sogenannte "anspruchsvolle" Literatur, aber das hatte ich auch nicht erwartet und das ist ja auch nicht immer nötig. Die Geschichte ist schlicht, hat mich aber berührt; durch ihre Schlichtheit spricht sie das Herz an. Hinzu kommen sympathische Charakteren, wunderbar winterliche Orte und nachvollziehbare Erlebnisse. Das Buch endet Weihnachten und war somit genau die richtige, leichte Lektüre für den Advent. Für mich hat "Ein Winter in Wien" mehr etwas von einem Märchen als von einem Roman.
                Einen Punkt habe ich abgezogen, weil ich mir mehr von der Person Arthur Schnitzlers erwartet habe. Ich dachte, er hat mehr Einfluss auf die Handlung. Er und sein Werk tauchen aber nur am Rand auf. Für die Geschichte macht es kaum einen Unterschied, dass Schnitzler so ein bekannter Schriftsteller ist.
                Dennoch klare Leseempfehlung: am liebsten für einen verschneiten Abend in der Weihnachtszeit.

                Jako

                Beiträge 44
                24.11.2016

                  Klein und fein, das ist das Besondere an dem Büchlein und verleiht ihm besonderen Charme.
                  Eine einfache aber wundervolle Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, aber auch die Liebe zu Wien und zu Büchern.
                  Die Personen und Situationen werden von Petra Hartlieb ganz liebevoll beschrieben - man hat das Gefühl mitten im Buch zu stehen, sprich fühlen, riechen, hören.
                  Ein wunderschönes Buch passend zur Adventszeit.

                  Sarahsbuecherwelt

                  Beiträge 13
                  07.11.2016

                    Ich liebe solche Romane. Liebe, Bücher und vergangene Zeit. Klingt einfach herrlich, romantsich und altmodisch.

                    Hummel

                    Beiträge 28
                    07.11.2016

                      Eine nette und einfache Liebes- und Weihnachtsgeschichte im Wien um 1910, wunderbar einfühlsam erzählt. Ein Einblick in die sozialen Strukturen der damaligen Zeit, ein Einblick in einen kurzen Abschnitt des Lebens des großen Wiener Literaten und Dramatikers Arthur Schnitzler, wunderbar dargestellt. Hier lernt man Wien anhand dieses Buches neu kennen.
                      Das Buch ist rührend und doch lebensfreudig und historisch interessant