Richard Roper

Das Beste kommt noch

Es ist nie zu spät für einen Neuanfang – und für die große Liebe.
Andrews Beruf ist der Tod. Seine Arbeit als Nachlass-Verwalter ist nichts für Zartbesaitete, aber zum Glück wartet auf ihn zuhause eine liebevolle Familie, die ihn aufheitert - glauben zumindest seine Kollegen. Aber das ist eine Notlüge, die irgendwann ein Eigenleben entwickelte. In Wahrheit wohnt Andrew allein in einem Londoner Ein-Zimmer-Apartment in und führt ein genauso einsames Dasein wie seine Verstorbenen kurz vor ihrem Tod. Das ändert sich, als eine neue Kollegin in der Abteilung anfängt. Peggy bringt frischen Wind in Andrews Welt und sein Herz schlängt in ihrer Nähe schneller. Das Problem: Peggy ist verheiratet, hat zwei Kinder und glaubt, Andrew wäre in der gleichen Situation.


Autorenbild Foto von Richard Roper

Der  Autor

Richard Roper arbeitet als Sachbuch-Lektor für einen großen Londoner Verlag. Niemals hätte er sich träumen lassen, dass sein Debüt-Roman bereits vor Erscheinen für Furore sorgen würde: Die nationalen und internationalen Verlage rissen sich förmlich um die Veröffentlichungsrechte, mit dem Ergebnis, dass "Das Beste kommt noch" in 19 Ländern erscheint. Der überglückliche Autor lebt in London und schreibt an seinem zweiten Roman.


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Rezensionen

goejos

Beiträge 32
19.06.2020

Wunderbar verschroben.
Als Andrew, vom Beruf Nachlassverwalter, angibt eine Familie zu haben, weil er seine Ruhe haben will, weiß er nicht, was er sich antut. Von nun an muss er mit dieser Lüge Leben und immer verdammt aufpassen, was er sagt. Doc davon abgesehen, tritt auf einmal ein weibliches Wesen in sein privates und auch berufliches Leben und verändert Alles. Wie er damit umgeht, ob er von seiner erfundenen Familie loskommt, das alles macht dieses Buch so lesens- und liebenswert.

misery3103

Beiträge 31
eine Antwort 15.03.2020

Gegen die Einsamkeit

Andrew ist Nachlassverwalter im Auftrag der Stadt. Er durchsucht die Wohnungen Verstorbener auf der Suche nach Geld und eventuellen Angehörigen. Als er eine neue Kollegin bekommt, die ihn bei seiner Arbeit unterstützt, merkt er schnell, wie gut ihm ihre Nähe tut – obwohl er sich normalerweise von Menschen fern hält. Das Problem ist nur, dass Peggy verheiratet ist – und seine Kollegen glauben, dass auch er eine glückliche Ehe führt und zwei Kinder hat. Auch wenn das eine Lüge ist, kann Andrew nicht plötzlich die Wahrheit sagen. Und nach und nach verzweifelt er auch daran, dass immer mehr Menschen einsam sterben. Kann er etwas daran ändern?

Andrews Job ist wirklich deprimierend. Eigentlich ist er damit beendet, wenn er in der Wohnung fündig wird oder nicht und die Beerdigung organisiert hat. Doch Andrew geht auch zu den Beerdigungen, wo er oft der einzige Besucher der Messe ist. Mit Peggys Auftauchen ändert sich das, denn auch sie will die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg nicht alleine lassen.

Andrew und Peggy fand ich toll. Beide zusammen sind witzig – und sie machen sich wirklich was aus den Verstorbenen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte ist sehr liebevoll erzählt und Andrews Lebenslüge bringt ihn immer mehr in Bedrängnis – vor allem, als Peggys Ehe vor einem Ende steht. Die sonstigen Kollegen sind wirklich Nieten, sehr merkwürdige Ansammlung verschiedener Menschen, die selbst mich zur Verzweiflung trieben.

Ich mochte das Buch, auch wenn die Geschichte auch neben Andrews und Peggys Zusammensein sehr traurig ist. Leider entspricht es wohl wirklich der heutigen Zeit, dass immer mehr Menschen einsam sterben und sich niemand darum schert. Das fand ich bedrückend.

Insgesamt ein schöner Roman über Einsamkeit und einer Idee, diese zu beenden. Nett!

  • Annette126

    Beiträge: 16
    25.03.2020

    Wow. Ich bin so begeistert von Deiner Rezension. Da bin ich wirklich platt wie eine Briefmarke gewesen, als ich die jetzt gelesen habe. Und dafür bekommst Du auch heute ein grosses Lob von mir.

    • misery3103

      Beiträge: 31
      28.05.2020

      Vielen Dank! :-)

schnäppchenjägerin

Beiträge 73
eine Antwort 13.03.2020

Andrew Smith ist 42 Jahre alt und arbeitet als Nachlassverwalter bei der Bezirksverwaltung in London. Seine Aufgabe ist es, durch Inspektionen in den Wohnungen einsam Verstorbener mögliche Verwandte ausfindig zu machen und Vermögen für die Finanzierung der Beerdigung aufzufinden. Es ist ein trauriger Job, den er sehr gewissenhaft ausübt und den Menschen respektvoll die letzte Ehre erweist.
Als sein Vorgesetzter Cameron auf die Idee einer Teambuilding-Maßnahme kommt und die Veranstaltung von Dinnerpartys bei Kollegen vorschlägt, hat Andrew ein Problem. Bei seinem Bewerbungsgespräch hatte er behauptet, Frau und Kinder zu haben und die Notlüge nie aufgeklärt, sondern immer weiter gesponnen. Dies wird ihm weiter zum Verhängnis, als er Gefühle für seine neue Kollegin Peggy entwickelt. Diese hält ihn im Glauben, dass Andrew glücklich verheiratet ist, auf Abstand. Andrew hat Angst, allein und einsam zu sterben, wie die Nachlasse, die er tagtäglich bearbeitet.

Andrew ist ein sympathischer Eigenbrötler, der in einem Ein-Zimmer-Apartment wohnt, leidenschaftlich Platten von Ella Fitzgerald hört und nur virtuelle Kontakte zu Modelleisenbahn-Freunden in einem Internetforum pflegt. Er ist introvertiert und scheut den Kontakt zu anderen Menschen, was sich erst ändert, als er Peggy kennenlernt, die ihm mit ihrer offenen und unkomplizierten Art gefällt. Auch wenn Andrew sich Peggy gegenüber gern öffnen würde, hat er die Befürchtung, durch die Aufklärung seiner Lüge ihre Freundschaft zu gefährden.

Die Geschichte dreht sich um Ängste und Einsamkeit, was durch den ungewöhnlichen Beruf, den Andrew ausübt, im Vordergrund steht und Andrews Leben ausmacht. Er hat jeden Tag mit dem Tod zu tun, was beklemmend ist und scheint zudem eine Last aus der Vergangenheit mit sich zu herumzutragen, die ihn daran hindert, offen auf andere Menschen zuzugehen und ihnen Vertrauen zu schenken.
Der Roman liest sich dennoch nicht schwermütig, hat einige makabere, aber auch amüsante Momente. Peggy bringt ein bisschen Licht in Andrews Alltag und es ist schön zu sehen, wie er sich zu verändern beginnt und erkennt, dass sein leben auf einer Lüge aufgebaut ist, die es ihm nicht ermöglicht, glücklich zu werden.

"Das Beste kommt noch" ist eine Geschichte über Freundschaft und den Mut, einen Neuanfang zu wagen, die unterhaltsam und charmant geschildert ist, die aber durch Andrews und Peggys Probleme und der Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Einsamkeit nicht oberflächlich bleibt.
Der Roman prangert ohne erhobenen Zeigefinger und mit einer angenehmen Leichtigkeit den Individualismus in unserer modernen Gesellschaft an, in der Menschen über Wochen und Monate tot in ihren Wohnungen liegen können und regt damit zum Nachdenken an. Gleichzeitig ist es eine warmherzige, hoffnungsvolle Erzählung über Freundschaft und Liebe.

  • Annette126

    Beiträge: 16
    25.03.2020

    Deine Rezi hat mir so gefallen, das ich mir das Buch schonmal vorgemerkt habe. Du hast diese so leidenschaftlich geschrieben. Super.

hasi_rasi

Beiträge 113
eine Antwort 11.03.2020

…. erledigt Andrew seine Arbeit als Nachlassinspektor. Er ist dafür zuständig, die Familien einsam Verstorbener ausfindig zu machen und, wenn er keine Angehörigen ermitteln kann, die Beerdigung zu organisieren. 25 Begräbnisse waren es im Vorjahr und an jeder hat er teilgenommen, oft als einziger neben dem Pfarrer: „... die Vorstellung, dass am Ende niemand bei diesen Verstorbenen war, der bezeugte, dass die Menschen gewesen waren, die gelitten und geliebt hatten - diese Vorstellung konnte Andrew einfach nicht ertragen.“ (S. 91)
Über sein Privatleben denken seine Kollegen, dass er in einem Stadthaus lebt, seine Frau Diane Anwältin ist und die beiden Kinder kaum Probleme machen. In Wahrheit lebt Andrew in einem winzigen, heruntergekommenen 1-Zimmer-Appartement, dessen Boden komplett von einer Modelleisenbahn belegt ist. Seine ganze Freizeit und den größten Teil seines Gehaltes opfert er dafür, seine einzigen Freunde sind die Mitglieder des Modellbahn-Forums im Internet.
Erst als ihm Peggy, eine neue Kollegin, zugeteilt wird, beginnt er an seinem Lebensentwurf zu zweifeln. Peggy holt ihn aus seinem Schneckenhaus und bringt Farbe und Aufregung in sein Leben, tut ihm richtig gut. Er mag sie immer mehr, aber sie ist verheiratet und denkt das gleiche von ihm. Er muss etwas ändern, denn: „Wenn er diese Lüge weiterhin aufrechterhielt, würde das ein einsamer Tod sein.“ (S. 165)

Andrew ist ein sehr genügsamer, einfacher und vor allem einsamer Mensch. Seine Eltern sind relativ früh verstorben und seine ältere Schwester ist lange durch die Welt gereist. Jetzt meldet sie sich einmal im Vierteljahr bei ihm, gesehen haben sie sich vor 7 Jahren das letzte Mal. Sein Leben klingt trostlos, aber meist empfindet er es nicht so, denn er hat sich gut mit seinen Schwindeleien eingerichtet. Aber dann passiert etwas und das Lügengebäude droht einzustürzen.

Andrew wirkt oft altmodisch und wie aus der Zeit gefallen. Er hat kein Smartphone und nur einen uralten Computer, am liebsten hört er alte Ella-Fitzgerald-Schallplatten. Zudem hat er sich schon ewig keine neuen Klamotten mehr gekauft – inzwischen sind seine alten schon wieder in. Ich mochte ihn auf Anhieb und hatte oft Mitleid mit ihm, habe ihn aber auch für seinen Job bewundert, den ich nicht machen könnte. Die Wohnungen der Verstorbenen sind oft zugemüllt, die Toten werden zum Teil erst nach Monaten gefunden, entsprechend riecht es dann auch.

Richard Roper hat ein sehr gefühlvolles und nachdenklich machendes Debüt geschaffen. Beim Lesen stellt man sich die Frage, wie und mit wem man leben will, und vor allem, wie sterben. Einsam auf keinen Fall.
Das erste Drittel und das Ende des Buches haben mir besonders gut gefallen, dazwischen gab es für meine Begriffe ein paar kleine Ungereimtheiten, die meinen Lesefluss etwas gestört haben.
Der Autor hat einen feinen Humor und beschreibt seine Protagonisten sehr liebevoll, sie sind trotz ihrer kleinen Schwächen sympathisch. Die sich langsam entwickelnde Verbindung zwischen Peggy und Andrew habe ich gern begleitet.

Mein Tipp für alle, die emotionale Bücher mögen, welche zum Nachdenken anregen.

  • Annette126

    Beiträge: 16
    25.03.2020

    Ich liebe emotionale Bücher, die zum Nachdenken anregen, über alles. Du hast mich daher sehr überzeugt, das ich mir dieses Buch noch zulegen werde.

Stefanie_booksweetbook

Beiträge 10
11.03.2020

Humorvoll und traurig zugleich ❤
Der Klappentext hat mich doch sehr neugierig gemacht. Ein Mann der als Nachlassverwalter täglich mit dem Tod zu tun hat und seinen Kollegen vortäuscht, eine Familie zu haben, klang für mich nach einer sehr interessanten, aber auch traurigen Geschichte, die ich unbedingt lesen wollte.

Ich hatte Andrew, ab der ersten Seite in mein Herz geschlossen. Er ist eher zurückhaltend und oft auch im Umgang mit seinen Mitmenschen unsicher. Er ist eine einsame Seele, die das Herz am rechten Fleck hat.
Ich fand es so schön von ihm, den Verstorbenen deren Nachlass er verwaltete, die letzte Ehre erwies und meist als einziger den Beerdigungen beiwohnte. Das hat mich sehr gerührt. ❤
Die Geschichte führt dem Leser vor Augen, wie viele Menschen ganz alleine leben und sterben, ohne das es jemand merkt. Oft werden sie erst Monate später tot aufgefunden. Ein sehr trauriger Gedanke.
Dennoch ist hier auch einiger Humor zu finden und ich musste oft über Andrews Gedanken und Handlungen schmunzeln. Als dann noch Peggy, seine neue Arbeitskollegin hinzukommt, blüht er auf. Ich mochte Peggy sehr, sie ist ein wahrer Sonnenschein, obwohl auch sie ihre Probleme hat.
Die Charakteren sind mir alle ans Herz gewachsen, mit all ihren Eigenarten, Ecken und Kanten.
Fazit
Ein zum Nachdenken anregender Roman, der unbedingt mehr Beachtung verdient. Ein Roman mit Witz, Charme, liebenswerten Protagonisten und einer tiefgründigen Thematik, die der Autor bildlich und wunderbar in Worte gefasst hat. Für mich ein

Lesehighlight imLesemonatMärz ❤
Daher vergebe ich eine absolute #Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne.

Rebecca1

Beiträge 9
09.03.2020

Andrew ist Anfang 40, alleinstehend und in meinen Augen auch etwas verpeilt. Sein größtes und einziges Hobby ist seine Modelleisenbahn und seine einzigen Freunde sind die Chat-Mitglieder mit dem gleichen Hobby. In seiner Wohnung kann er sich >wegen der allumfassenden Eisenbahnlandschaft, die er auch immer jahreszeitengerecht ändert< nur gaaanz vorsichtig bewegen.
Sein Geld verdient er als Nachlassverwalter für Menschen, die keine Verwandten oder sonstige "Kümmerer" bei ihrem Ableben haben, sucht er nach Werten, um die Beerdigung bezahlen zu können. Im Büro denken alle, er hat daheim eine kleine, glückliche Familie - Frau und 2 Kinder. So hat er es ihnen damals, kurz nachdem er in diesen Job eingestiegen ist, erzählt, um so normal wie möglich zu erscheinen. Wer gibt schon gerne zu mit 42 noch Single und ohne echte Freunde dazustehen. Ja und dann hat sich diese Aussage mit der Zeit immer mehr verselbständigt, auf Nachfrage wurden heimische Probleme erfunden und Urlaube nach Frankreich gemacht... Für die Richtigstellung war nie der richtige Zeitpunkt, obwohl Andrew anfangs noch mit dem Finden von Antworten auf persönliche Fragen seine Schwierigkeiten hatte, wurde er darin immer besser. Bis dann der Chef vorschlug um das Kollektiv zu festigen reih um bei jeden zu Hause ein Abendessen durchzuführen…
Ja, den Chef fand ich herrlich. Immer wieder lässt er sich neue, meist sinnlose Dinge einfallen. Tut sie kund, verfolgt sie dann aber nicht weiter und schon kommt eine neue sinnfreie Idee von seiner Seite. Köstlich!
Überhaupt finde ich die Figuren in diesem Buch sehr gut beschrieben. Da geht gleich das Kopfkino an und man denkt: ja so einen Menschen kenne ich auch.
Das Beste ist aber Andrew. An sich sehr introvertiert, auf der anderen Seite aber auch so emphatisch. Beispielsweise lässt er es sich nicht nehmen an der Beerdigung "seiner" Toten teilzunehmen, weil es ihm leidtut, wenn keiner zu deren Beerdigung kommt. Zu seinem Job zählt diese Geste jedenfalls nicht. Erst als Diane, eine neue Kollegin, die er in seinen Job einarbeiten soll ins Spiel kommt, beginnt Andrew sich ganz langsam zu öffnen. Sogar Gefühle lässt er zu. Ich habe mich für ihn gefreut.
Gleichzeitig wird im Buch aber auch das Thema - Einsamkeit im Alter - verdeutlicht und hat mich nachdenklich gestimmt. Die Zahl derer, die lange Zeit unbemerkt tot in ihrer Wohnung liegen, nimmt immer mehr zu. Wenn man dann auch noch daran denkt, dass diese einsamen Menschen sicher auch vor ihrem Tod keine Kontakte und somit auch keine Hilfe hatten, wird das Ausmaß der Missstände in der derzeitigen Gesellschaft noch deutlicher.
Mich hat der Autor mit seinem humorvollen Schreibstil nicht nur gut unterhalten, nein das Buch hat mich auch nachdenklich gestimmt. Von mir gibt's 5 Lese-Sterne.

Eva

1 Beitrag
11.07.2020

    Eine etwas ungewöhnliche Geschichte über Andrew den Nachlass-Verwalter und sein erfundenes Leben. Andrew ist ein komischer Kauz, aber man findet ihn trotz seiner Eigenarten sehr sympathisch. Und als Peggy in sein Leben trat wurde alles anders und Andrew dachte an eine zweite Chance in seinem Leben .....
    Ein unerwartet tiefsinniges Buch, welches das Alleinsein, Mitgefühl und Glück beschreibt. Herzergreifend schön und lesenswert!

    ingrid_esser

    Beiträge 26
    22.06.2020

      In seinem Debütroman „Das Beste kommt noch“ thematisiert der Engländer Richard Roper die Einsamkeit im Alter, oft verbunden mit Altersarmut, auf eine besondere Art und Weise. Dazu nutzt er die Figur seines Protagonisten Andrew Smith, der Nachlassverwalter bei der Stadtverwaltung in London ist. Damit verbunden hat er eine Geschichte über die weitreichenden Folgen einer Flunkerei von Andrew. Nach einigen Jahren in einer gedanklichen Parallelwelt wartet eventuell, nach Bekennen seiner Lüge, ein Neuanfang auf Andrew, bei dem in seinem Leben vieles sich zum Besseren ändern könnte. So richtig will er aber nicht daran glauben.

      Andrew ist 42 Jahre alt und Single. Er wohnt schon sehr lange allein in einer kleinen Wohnung. Alle drei Monate ruft seine ältere Schwester an, das ist sein einziger Bezug zur Familie. Nachdem seine letzte Arbeitsstelle wegrationalisiert wurde hat er sich bei der Stadtverwaltung im Nachlassamt beworben. Leider ist ihm dabei ein Missgeschick unterlaufen und durch eine Fügung hat er seinem Chef von einer Ehefrau, zwei Kindern und einem Haus, das die Familie bewohnt, erzählt. Nie war der richtige Zeitpunkt gekommen, um das richtig zu stellen. Jetzt plant sein Chef eine neue teambildende Maßnahme, bei der nacheinander jeder seine Kollegen nach Hause zu einem Essen einladen soll. Bald schon wird Andrew an der Reihe sein. Doch inzwischen wird das Team durch eine neue Kollegin, mit einer Frisur wie sie auf dem Cover abgebildet ist, ergänzt und er versteht sich von Beginn an bestens mit ich. Es entwickelt sich zwischen ihnen mehr wie eine berufliche Beziehung. Aber beide sind nach eigenen Angaben glücklich verheiratet …

      Zu Andrews Aufgaben gehört es, die Wohnung der Verstorbenen nach Hinweisen auf Bezugspersonen und finanzielle Mittel zur Begleichung der Beerdigungskosten zu suchen. Er versieht seine Arbeit mit viel Respekt für die Toten und erscheint daher auch zu deren Begräbnis, zu dem sonst meist nur der Pfarrer anwesend ist. Die Einsamkeit, in der die Gestorbenen lebten, kann er aufgrund seiner eigenen Lebensweise gut nachvollziehen und fühlt sich ihnen dadurch auf gewisse Art verbunden. Der Gedanke, dass er sich irgendwann in einer ähnlichen Situation befinden wird, ist ihm nah. Damit er in Kontakt mit anderen die richtigen Gesten und Worte findet, beobachtet er andere sehr genau, versucht sich in die Betrachteten einzufühlen und merkt sich deren Verhalten, so dass er meist ein angenehmer Gesprächspartner ist.

      Richard Roper schreibt ohne Sentimentalität über einen Umstand unserer heutigen Gesellschaft, bei der viele Senioren sehr zurückgezogen leben und ihr Tod lange Zeit unbemerkt bleibt. Die Geschichte ist bewegend, die dabei aufkommende Traurigkeit wird aber von den teils amüsanten Schilderungen der Begebenheiten rund um Andrew übertönt, die vor allem dadurch entstehen, dass er so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit über sein Privatleben reden möchte.

      Schon nach kurzer Zeit wurde mir als Leser deutlich, dass etwas in der Vergangenheit von Andrew geschehen sein muss, dass auf ihn verstörend gewesen ist. Die seltenen Anrufe seiner Schwester und seine fehlende Initiative, selbst anzurufen oder sie zu treffen, warfen Fragen auf, genauso wie seine Reaktion auf einen ganz bestimmten Song. Erst im Laufe der Zeit entstand das Bild eines Menschen, der mehrfach in seinem Leben beängstigende Erlebnisse hatte und nun versucht weitere Verletzungen seiner Gefühle zu vermeiden. Schließlich erklärte sich dadurch auch seine Lüge beim Vorstellungsgespräch. Als sich zwischen Peggy und ihm eine starke Zuneigung entwickelt, begann ich Mitleid mit ihm zu haben und hoffte für ihn auf eine Lösung für sein Dilemma.

      Richard Roper erzählt mit viel Einfühlungsvermögen in seinem Roman „Das Beste kommt noch“ von einer folgenschweren Schwindelei und der Schwierigkeit, sie richtig zu stellen. Dabei verknüpft er den Beruf seines Protagonisten Andrews mit einem Blick auf das Alleinsein im Alter und stimmt dadurch nachdenklich. Aufgrund einiger aufheiternder Szenengestaltungen ist die Erzählung berührend, aber nicht bedrückend. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

      honeyblossom

      Beiträge 24
      14.06.2020

        „Das Beste kommt noch“ von Richard Roper war meine Belohnung für den ersten Lesemeilenstein und ist ein wunderschön aufgemachtes Hardcover.

        Schon das Cover des Buches macht neugierig, weil es so „anders“ ist.
        Andrew Smith ist das, was man einen stillen Außenseiter nennt. Er arbeitet als Nachlassverwalter und hat viel mit den Menschen gemeinsam, deren letzte Angelegenheiten nach ihrem Tod er täglich erledigen muss: Die meisten von ihnen sind einsam, haben niemanden, der sich um sie kümmert und leben zurückgezogen. Auch Andrew lebt alleine und zurückgezogen, was viel mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Nach außen hin allerdings gibt er seinen Arbeitskollegen gegenüber vor, glücklich verheiratet zu sein und Kinder zu haben. Als eines Tages eine neue Mitarbeiterin, Peggy, zum Team stößt, beginnt sich vieles für Andrew zu verändern. Peggy, die zwei Töchter hat, deren Lebensgefährte aber Alkoholiker ist und auch gegen Peggy gewalttätig wird, wächst Andrew immer mehr ans Herz. Allerdings glaubt auch sie, dass er eigentlich glücklich verheiratet ist. Dazu kommt dann noch, dass Andrews Chef sich als Teambuilding-Maßnahme ausgedacht hat, dass die Mitglieder seines Büros sich gegenseitig zum Abendessen einladen. Und als wäre das nicht schon gefährlich genug, Andrew auffliegen zu lassen, wird er plötzlich auch noch erpresst.

        Ich fand diesen Roman erfrischend anders. Andrew ist ein Protagonist, den man gleich ins Herz schließt, weil er so herrlich verschroben ist und dem man einfach nur sein Glück wünscht. Leider steht er sich selbst ziemlich oft dabei im Weg. Der Stil ist witzig und mit dem berühmten schwarzen britischen Humor ausgestattet, was mich beim Lesen sehr erheitert hat, auch wenn es um tiefgründige Gefühle geht und auch sozialkritische Themen wie Alterseinsamkeit angesprochen werden.

        luefki

        Beiträge 4
        27.05.2020

          Richard Roper – Das Beste kommt noch

          Andrew hat einen eher weniger durchschnittlichen Job. Er ist Nachlassverwalter. Während seines Vorstellungsgespräches passt er nicht richtig auf was er sagt und aus einer kleinen Ungereimtheit wird ziemlich schnell ein größeres Lügengerüst um seine nicht vorhandene Familie. Später fängt auch Peggy in der Firma an. Andrew mag sie und er vertraut ihr, jedoch weiß er nicht wie er es ihr beichten soll.

          Der Roman fängt eigentlich ganz interessant und spannend an, doch wird es zwischendurch ziemlich langatmig, da hilft es auch nicht, das fast alle Charaktere im Buch eine komische, seltsame Art an sich haben. Meiner Meinung nach könnte die komplette Geschichte auch in der Hälfte der Zeit erzählt werden. Gut an der ganzen Story fand ich aber auch die Thematik der Nachlassverwaltung. Man ist sich gar nicht bewusst wieviel Menschen einsam sterben. Hierzu wird ein klein wenig aufgeklärt und man kann sich selber auch seine Gedanken machen wenn man zum Beispiel keine Kinder und/ oder Freunde hat.

          Der Roman ist flüssig geschrieben, es gibt gefühlsvolle, witzige aber auch peinliche Momente für Andrew. Man kann sich gut in die Story hineinversetzten und fiebert auch mit.

          Alles in allem ganz amüsant, bis auf das langatmige.

          Talisha

          Beiträge 15
          19.05.2020

            Der Anfang war gut und macht neugierig auf die Geschichte. Doch dann wird es von Seite zu Seite langweiliger. So extrem, dass ich nach 210 von 416 Seiten nicht mehr weiter lesen mochte. Ab Seite 100 war mir klar, dass die Geschichte wohl nicht mehr stärker wird, doch ich habe mich durch gequält, bis ich vor Langeweile fast eingeschlafen bin - nicht abends im Bett, nein, tagsüber.

            Andrew arbeitet als Nachlass-Verwalter, geht in die Wohnungen von kürzlich verstorbenen Menschen und sucht nach Andeutungen von Hinterbliebenen. Sein Chef Cameron ist sehr speziell, versucht extrem einen auf Teambildung zu machen, wovon weder Andrew noch Meredith und Keith begeistert sind. Auch Peggy, die Neue im Team, mag das auch nicht.

            Neben den ganzen brodelnden Schwierigkeiten im Team geht es um Andrews Vergangenheit, seine Kindheit und seine Schwester Sally. Was da genau dahintersteckt wird bis zur Mitte nicht verraten, sondern es wird immer noch mysteriöser und komischer. Dazu denkt Cameron, dass Andrew verheiratet ist und mit zwei Kinder ein glückliches Familienleben führt. Andrew kommt nicht dazu die Lüge klarzustellen und reitet sich immer weiter rein. Aber auch Camerons Privatleben ist nicht so rosig, wie er es durchscheinen lässt.

            In der Kurzbeschreibung hörte sich das mit der Verheiratet-Lüge interessant an. Doch was Autor Richard Roper daraus macht ist viel zu langweilig. Vielleicht wäre es gegen den Schluss hin besser geworden, aber wenn mich ein Buch bis zur Mitte hin so extrem langweilt, dann haut es auch ein noch so gutes Ende nicht heraus. Ich hatte nicht mal Lust, die restlichen Seiten zu überfliegen, um zu sehen wie es ausgeht.

            Deshalb:

            Fazit: Das Beste kommt tatsächlich erst noch. Es ist jedenfalls nicht in diesem Roman zu finden.
            2 Punkte.

            Madame_Klappentext

            Beiträge 6
            18.05.2020

              Inhalt: Wenn Menschen alleine sterben und es auch keine Verwandten gibt, die sich um den Nachlass oder die Beerdigung kümmern können, braucht man einen Nachlassverwalter. So wie Andrew einer ist.
              Er muss sich beruflich mit der Einsamkeit der Menschen auseinandersetzen, dabei ist er doch selbst von Einsamkeit geplagt. Seine Frau und Kinder hat er sich nur ausgedacht, um den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen. Eine Taktik, die gut funktioniert, bis Peggy seine neue Kollegin in sein Leben tritt und Andrews Lügengerüst zum Problem wird.

              Leseeindruck: „Das Beste kommt zum Schluss“ habe ich mehr oder weniger zufällig in die Hände genommen. Jetzt kann ich sagen, was ein Glück. Selten sind mir die Protagonisten so schnell ans Herz gewachsen wie Andrew und Peggy. Gerade Andrew hätte ich von Beginn an am liebsten in den Arm genommen und gesagt:“Du bist ein toller Kerl, das ist alles was zählt und niemand ist perfekt, was solls?“ Er hat sich so in seine eigene Welt zurückgezogen, dass für ihn jeder soziale Kontakt eine Herausforderung darstellt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er quasi Ausversehen seine Famile erfunden hat. Es ist fast schon tragisch mit anzusehen wie er sich immer weiter darin verstrickt, anstatt die Lügerei zu beenden. Gerade das macht ihn so sympathisch, er will niemandem etwas Böses, er will einfach nur seine Ruhe. Andrew ist in jedem Fall ein Meister im Verschlimmbessern, egal in welcher Lebenslage. Viele Szenen schwanken daher zwischen einer angenehmen Komik und einer Portion Tragik. Andrews Gefüglschaos überträgt sich quasi auf den Leser oder eben die Leserin. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen.
              Im Gegensatz zu Andrew steht Peggy mitten im Leben, allerdings mit gehörigen Eheproblemen. Ihr Humor ist einfach nur großartig, man könnte aber auch sagen britsch. Sie tut Andrew in jeder Beziehung gut und dafür liebe ich sie. Es wird schnell klar, dass die beiden sich sympathisch sind und ich bin so dankbar, dass die Story eben keine kitschige Liebeskomödie bzw. -tragödie ist. Die Figuren haben Ecken und Kanten, so einige Macken und sind nicht perfekt.
              Auch das Grundthema der Nachlassverwakltung bietet viel Möglichkeiten auch ernste Themen zu verpacken gepaart mit einigen komischen Elementen hat man trotzdem eine Menge Spaß beim Lesen. Wobei mich die Schicksale der Verstorbenen doch sehr berührt haben, denn wer will schon einsam sterben? Wir müssen alle einmal gehen und doch wünscht sich bestimmt jeder nicht auf der Stelle in Vergessenheit zu geraten.
              Andrews privates Schicksal ist deshalb doppelt bitter. Er kümmert sich so intensiv um seine Fälle und lässt sein eigenes Leben dabei völlig außen vor, obwohl er selbst genauso eine freundschaftliche Hand bräuchte. Als er an seinem persönlichen Tiefpunkt angekommen ist, habe ich mich kaum getraut weiterzulesen, weil ich so viel Angst um ihn hatte.

              Lieblingsnebencharakter: Diesmal fiel mir die Wahl leicht. Die Kollegen im Büro dienen höchstens als verrückte Nebenelemente, die der Story ein paar eigenwillige Situationen liefern und der Leserschaft klar machen, dass Andrew und Peggy die Guten sind.
              Wirklich großartig sind Andrews Modeleisenbahnfreunde, die er bisher nur über ein Internetforum kennt. Sie sind alle sofort da, als er im echten Leben Hilfe braucht. Wahre Freunde eben.
              Man mag das die Modeleisenbahnnerds als Spitze des Eigenwilligen betrachten, wodurch Andrew noch eigensinniger wirkt. Ich habe sie vom ersten Moment geliebt, da jeder für eine andere Sache brennt. Darüber sollte niemand urteilen.

              Fazit: Eine Geschichte über Einsamkeit, verpasste Chancen und die Liebe, voller Leichtigkeit und doch Tiefgang mit zwei Hauptfiguren, die einem einfach ans Herz wachsen. Das perfekte Buch, wenn man einfach mal bei einer unterhaltsamen Geschichte abschalten will.

              Grü Ni

              Beiträge 6
              10.05.2020

                Andrew 42 Jahre alt, arbeitet als Nachlassverwalter. Andrew ist ein Einzelgänger. Er hat Mutter und Vater früh verloren. Der Kontakt zu seiner Schwester Selly beruht auf Telefongespräche, in großzügigen Abständen.
                Um den Job in der Stadtverwaltung zu erhalten, beantwortet Andrew die Frage nach einer Familie mit "Ja". Eine Notlüge, die ihren Lauf nimmt. Andrew's Chef und die Kollegen glauben, dass er glücklich verheiratet, mit zwei Kindern in einem schönen Haus lebt. Lange kann Andrew die Lüge aufrecht erhalten.
                Dann tritt die sympathische Peggy in sein Leben und der Vorgesetzter möchte als teambildende Maßnahme, Dinnerabende in den eigenen vier Wänden veranstalten. Peggy und Andrew verstehen sich sehr gut. Sie bringt frischen Wind in sein Leben. Nun ist die Zeit gekommen, in der Andrew mit der Vergangenheit abschließen und in die Zukunft schauen muss.
                Ein trauriges und zugleich amüsantes Buch, dass zum Nachdenken anregt. Die Geschichte zeigt auf, wie sehr die Gesellschaft vereinsamt und wie wichtig Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und das "Verzeihen" von Fehlern ist.
                Da mir die Leseprobe schon sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch gewonnen habe.
                Ich war erst etwas skeptisch, weil das Buch mit dem Tod zu tun hat. Ich bin aber positiv überrascht und von dem Buch berührt worden. Es ist sehr gut geschriebenund liest sich flüssig. Für mich eine Leseempfehlung.

                Gewitterwolke

                Beiträge 12
                05.05.2020

                  Es ist nie zu spät.......

                  Der Job bei der Stadtverwaltung als eine Art Nachlassverwalter ist nicht immer so einfach. Menschen die alleine leben - das finde ich schon traurig genug. Andrew hat die Aufgabe herausfinden , ob die einsamen, verstorbene noch Verwandte haben.
                  Eine unüberlegte Aussage bei dem Chef und den Kollegen birngt Andrew in eine missliche Lage. Er hat erzählt er wohne mit Frau und Kindern in einem schönen Haus, allerdings sieht die Wahrheit anders aus.
                  Eine einsame Einzimmer-Wohnung ist sein wahres Zuhause, dass ersich mit der Modelleisenbahn und der Schallplattensammlung teilt.
                  Der Chef hat nun die tolle Idee des besseren kennenlernen und schlägt vor, sich reihum zu hause zu besuchen. Was nun???
                  Die Neueinstellung Peggy begleitet nun Andrew auf der Suche nach Verwandten und auch so verstehen sich beide gut.
                  Allerding läuft es bei Peggy privat nicht ganz so gut und ihr Mann steht plötzlich bei Andrew vor der Tür.
                  Man erfähr einiges über Andrew und seine Vergangenheit. Der Titel und das Cover täuschen etwas, dies ist ein Buch mit Tiefgang. Sehr gut und flüssig geschrieben.
                  *Daumen Hoch*

                  Apple

                  Beiträge 22
                  04.05.2020

                    Weder sagte mir bis zu diesem Buch der Autor Richard Roper etwas noch wusste ich wirklich, worauf ich mich bei dieser Geschichte eingelassen habe. Wahrscheinlich war ich gerade deswegen so positiv von dem Buch überrascht. Es ist nämlich viel mehr als eine etwas andere Liebesgeschichte, es geht viel mehr auch um Einsamkeit, wie sie sich unbemerkt ins Leben schleicht, wie z.B. beim Protagonisten Andrew Smith, was sie mit einem macht und wie tragisch Vereinsamung sein kann, wenn man wie die meisten Fälle, die Andrew als Nachlassverwalter betreuen muss, alleine stirbt. Der Autor hat es wirklich verstanden, dass ich ab der ersten Seite Sympathie für den verschrobenen Andrew entwickelt habe und dann auch mit ihm mitgelitten habe. Ich habe mich gefreut, als mit der quirligen Peggy ein Mensch in sein Leben trat, der so gut zu ihm passt und ich habe mit ihm gelitten, weil er ihr nicht die Wahrheit über sich sagen konnte. Dieser Roman war für mich ein sehr intensives Leseerlebnis, das auch noch länger nachhallen wird.

                    yellowdog

                    Beiträge 19
                    29.04.2020

                      Witziges Debüt mit Tiefgang

                      Das beste kommt noch ist der Debütroman von Richard Roper, Lektor und Schriftsteller aus London.

                      Zur Handlung: Der Protagonist Andrew arbeitet als Nachlassverwalter für die Stadtverwaltung . Und zwar für verstorbene, die sonst niemand haben. Andrew ist engagiert und geht sogar zu den Beerdigungen.
                      Es gibt aber auch ein Problem. Andrew hatte damals den Job bekommen, weil er erzählte, dass er Frau und Kinder hat.Dabei ist er alleinstehend und hat kaum Kontakte. Jetzt kommt er aus der Lüge nicht mehr heraus.

                      Dann fängt auch die sympathische Peggy als seine Kollegin an. Das bewirkt bei Andrew ein gewisses Öffnen, aber das ist kein einfacher Prozess.

                      Es ist ein Risiko über das Leben eines gesellschaftlichen Außenseiters zu schreiben, aber Richard Roper schreibt einfühlsam und empathisch. Er ist ein Autor, der seine Figuren nicht verrät.
                      Hinzu kommt, dass Roper einen ausgiebigen Blick auf Andrews Kindheit und Jugend zulässt. Da gab es frühen Tod der Eltern und eine schwierige Beziehung zur Schwester.

                      Davon abgesehen ist der Roman entspannt, unterhaltsam und hat einige witzige Momente.
                      Es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen.

                      himbeerhummel

                      Beiträge 24
                      26.04.2020

                        Der Roman „Das Beste kommt noch“ war in meinem Buchpaket zum zweiten Lesemeilenstein und obwohl es ein Buch ist, das normalerweise nicht meinem „Beuteschema“ entspricht, muss ich sagen, dass ich von der Handlung absolut positiv überrascht war.

                        Es geht um Andrew, der als Nachlass-Verwalter täglich mit dem Tod von einsamen (meist älteren) Menschen konfrontiert ist und sich nicht nur um ihren Nachlass kümmern muss, sondern auch ihre Beerdigungen organisieren muss. Er hat es sich zur Gewohnheit gemacht, diesen Beerdigungen auch beizuwohnen. Nach der Arbeit geht es Andrew so wie vielen seiner „Klienten“, er kommt nach Hause in eine kleine leere Wohnung, wo niemand auf ihn wartet. Die Kollegen in der Arbeit haben aber ein anderes Bild, denn vor Jahren schon hat Andrew sich eine heile Welt ausgedacht, in der er verheiratet ist und eine Familie hat. Nun will sein Chef aber, dass sich die Kollegen zum Teambuilding gegenseitig zu Hause bekochen, was Andrew natürlich in eine gewisse Bredouille bringt. Noch dazu, weil die neue Mitarbeiterin, Peggy, sich für ihn zu interessieren scheint, und auch er kann sich Peggys unverblümter Aufgeschlossenheit nicht entziehen.

                        Die Geschichte klingt skurril und das ist sie auch. Der Protagonist ist alles andere als „normal“. Andrew mag Modelleisenbahnen und alte Schallplatten. Er hat auch Leichen im Keller, vieles, das in seinem Leben passiert ist, hat er noch nicht aufgearbeitet, aber erst durch Peggy beginnt er sich auch seiner Vergangenheit zu stellen.

                        Gewürzt mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors, geht dieser Roman trotz der lockeren Erzählweise sehr in die Tiefe und berührt Themen, die man nicht erwartet hätte. Es geht um Einsamkeit, den Mut sich auf Menschen einzulassen, auch wenn sie einen verletzen können und nicht zuletzt auch darum, sein Glück zu finden.

                        Toller Roman, mal ganz was anderes, aber gerade deswegen für mich ein Highlight!

                        AntjeDomenic

                        Beiträge 39
                        24.04.2020

                          Dieses Buch durfte ich vorab lesen und es hat mich wirklich beeindruckt, das kann ich vorweg schon sagen. Das Cover ist schlicht gehalten und ich hätte wirklich nicht diese beeindruckende Geschichte erwartet, die in diesem Buch steckt. Der Autor sagte mir noch nichts und somit ging ich auch ohne Ansprüche ans Lesen dieses Buches.




                          Andrew s Beruf ist Nachlass-Verwalter für eine Londoner Stadtverwaltung. Dieser Job ist nichts für Leute, denen vieles ans Herz geht oder das Gewissen erschwert. Andrew gibt auf seiner Arbeit vor eine liebende Familie Zuhause zu haben, doch dem ist nicht so. Bei der Einstellung hat er gelogen und es hat sich die ganze Zeit gezogen, dass niemand auch nur den Verdacht hat, das könnte nicht stimmen.




                          Doch dann kommt eine neue Kollegin ins Spiel, Peggy. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Also glaubt Sie, dass Andrew wie Sie die gleiche Situation Zuhause hat. Doch dem ist nicht so. Der Autor hat die Geschichten bzw. die Leben der Beiden super in Szene gesetzt und mein bildliches Auge war die ganze Zeit beim Lesen aktiv.

                          AM

                          Beiträge 3
                          22.04.2020

                            Das Cover ist blau und man sieht Peggys wirren, roten Haarschopf, mit dem Bleistift drin.

                            Zum Buch:
                            Andrew ist Anfang vierzig und hat sich mit seinem Leben arrangiert. Er arbeitet in der Stadtverwaltung als Nachlassverwalter. Hier kümmert er dich darum, was mit den Verstorbenen passiert, die keine Angehörigen haben und ein Begräbnis brauchen.
                            Deshalb geht er auch ab und zu Beerdigungen, bei denen er dann oft der Einzige ist.
                            Abends spielt er mit seiner Eisenbahn, die durch die kleine Wohnung fährt, hört Ella Fitzgerald Platten und surft im Einsenbahn-Forum.
                            Eigentlich perfekt, wäre da nicht dieses kleine Missgeschick mit seinem Chef, der denkt (ebenso wie die zwei anderen Mitarbeiter), dass er in einem Stadthaus mit Frau und zwei Kindern wohnt. Es war ein Missverständnis, aber Andrew hat es nicht geschafft es aufzuklären.
                            Und dann kommt Peggy als neue Mitarbeiterin in die Abteilung und es ist um Andrew geschehen.

                            Meine Meinung:
                            Mir hat der Anfang des Buches und das gesamte Setting sehr gut gefallen. Es war so menschlich und doch auch irgendwie beklemmend.
                            Andrew empfand so viel Scham für sich und sein Leben, dass man sich fragte, was er durch gemacht hat, dass er so wenig Selbstwertgefühl hat.
                            Und passieren immer Dinge, die ihn unter Druck setzten bzw. in die Enge treiben. Andrew kann sich nicht mehr verstecken, sondern muss sich dem Leben stellen, zu sich selbst stehen und seine Dämonen besiegen.
                            Gut in die Geschichte eingeflochten, waren die Rückblicke auf seine Einstellung in der Behörde, das Leben mit seiner Schwester und mit Diane. Gerade das macht Andrew für den Leser so sympathisch, dass man ihn einfach mal ganz fest drücken möchte.

                            Fazit:
                            Menschlich, sympathisch und gut zu lesen.

                            C. Sch.

                            Beiträge 47
                            22.04.2020

                              INHALT:
                              Andrews hat beruflich mit dem Tod zu tun. Er ist Nachlassverwalter und dafür braucht er starke Nerven. Zum Ausgleich wartet seine Familie Tag für Tag zu Hause auf ihn. Das zumindest denken seine Arbeitskollegen. Leider sieht die Wahrheit anders aus, aber er hat es sich so ausgedacht und kommt aus dieser Nummer nicht mehr raus. Jeden Tag, wenn er nach Hause kommt, wartet niemand auf ihn. Nur seine Modelleisenbahn und seine geliebten Platten von Ella Fitzgerald in seinem Ein Zimmer Apartment. Dann kommt Peggy, eine neue Kollegin, und sein Leben ändert sich....
                              MEINE MEINUNG:
                              Der Klappentext hat sofort meine Neugier geweckt und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Als ich mit dem Lesen begann, nahm mich sofort unser Protagonist Andrews gefangen. Seine symphatische und auch leicht verpeilte Art gefiel mir sofort und ich wollte seine Geschichte entdecken. Wir erfahren viel aus seinem doch sehr öden und traurigen Leben und das machte ihn mir immer vertrauter und liebenswerter. In einer sehr ruhigen und doch eindringlichen Weise beschreibt der Autor die Einsamkeit, die Zerrissenheit und Verletzlichkeit der Protagonisten. Dadurch gingen mir die Schicksale auch sehr nahe und ich fühlte mit ihnen mit. Wie eine kleine Unwahrheit das Leben eines sehr ehrlichen Menschen doch verändern kann und was es mit ihm macht, wird hier sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Dieser Druck, dem Andrew tagtäglich ausgesetzt ist und doch die grosse Angst, dass jemand hinter sein Geheimnis kommt und dann die möglichen Reaktionen seiner Mitmenschen, machen so viel mit ihm und seiner Umwelt und ich konnte mich beim Lesen dem gar nicht mehr entziehen. Ich war gefesselt und habe mit ihm gelitten.
                              FAZIT:
                              Symphatische Charaktere, starke Gefühle, viele Ängste und eine tiefe Freundschaft. Ich habe das Buch sehr gern gelesen.

                              lesekatha65

                              Beiträge 2
                              17.04.2020

                                Das Cover finde ich total schlicht, es lässt nicht erahnen was für eine großartige Geschichte sich dahinter verbirgt! Trotzdem finde ich es sehr ansprechend, es hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.

                                Es geht um Andrew, der alleine lebt und weder Familie noch Freunde hat, wenn er nicht arbeiten ist sitzt er alleine ins einer Wohnung und chattet online anonym in einem Forum für Modelleisenbahnen.
                                Andrew ist Bestatter für die Verwaltung, er kümmert sich um die Menschen, die sterben und wie er keine Angehörigen oder Freunde hatten.
                                Immer mehr wird ihm bewusst, dass er auch so enden kann, wenn er nichts ändert. Andrew hat nämlich ein großes Geheimnis, bei der Arbeit denken alle er sei ein glücklich verheirateter Familienvater. Diese Lüge klappt, bis Andrew Peggy kennenlernt. Schnell ist klar, diese Frau hat sich in sein Herz geschlichen.

                                Der Schreibstil ist sehr angenehm, die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Andrew erzählt und man bekommt einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt. Es ist eine tiefgründige Geschichte, die mich über mein Leben hat nachdenken lassen, sie geht einem ins Herz und bleibt im Kopf. Sehr zu empfehlen!

                                Sanabelle

                                Beiträge 6
                                10.04.2020

                                  Andrew arbeitet als Nachlassverwalter und lässt seine Arbeitskollegen im Glauben, dass nach Feierabend Andrew bei seiner wunderbaren Familie weilt. Allerdings sieht die Wahrheit leider etwas anders aus. Denn alles, was in seinem Ein-Zimmer-Apartment auf Andrew wartet, sind seine Modelleisenbahn und die heißgeliebten Ella-Fitzgerald-Platten.
                                  Dann tritt Peggy in sein Leben und stellt es ganz schön auf den Kopf...
                                  Das Buch stach mir anhand des Covers schon direkt ins Auge und habe mich direkt in die Zeichnung verliebt. Der Kopf wirkt modern und die nicht perfekte Frisur finde ich echt gut gelungen.
                                  Die Handlung finde ich auch sehr turbulent und zum Teil auch witzig gestaltet. Ich hätte Richard Roper solch einen witzigen Roman überhaupt nicht zugetraut und bin einfach nur begeistert. Auch die Charaktere finde ich toll getroffen und am besten gefällt mir Peggy mit ihrer tollen Art. Für diese tolle Geschichte gibt es von mir volle 5 Sterne.

                                  Fenny

                                  Beiträge 13
                                  10.04.2020

                                    Dieses Buch regte mich doch sehr zum Nachdenken an... Immerhin lebe auch ich allein und bin eher introvertiert. Wenn man dann auch einmal so vor Augen geführt bekommt, wie das dann doch meist endet, stimmt es mich sehr traurig. So geht es im Grunde auch Andrew, der als Nachlassverwalter sowohl angemessen distanziert sein muss, als auch durch seine eigene Lage bedingt, genug Empathie zeigt, um den einsamen Verstorbenen die letzte Ehre erweist.
                                    Anfangs erwies sich für mich alles wie ein Hamsterrad, aus dem Andrew niemals entkommen könnte. Dann aber trat Peggy in sein Leben. Und der Roman kommt in Schwung. Ich fand ihn sehr erheiternd, aber eben auch traurig. Irgendwie ein kleines Wechselbad der Gefühle. Am Ende bleibt für mich aber eines stehen: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und das Beste kommt wohl wirklich noch.

                                    ja_de_21

                                    Beiträge 10
                                    09.04.2020

                                      Das erste, was mich schon beeindruckt hat, bevor ich nur ein Wort gelesen hatte, war der Autor. Ja, der Roman wurde von einem Mann geschrieben. Das ist unglaublich selten, leider. Dieses Buch zeigt nämlich wunderbare Einblicke.

                                      Andrew Smith, Nachlassverwalter, Vater von zwei Kindern und liebevoller Ehemann. So beschreibt er sich gegenüber seinen Kollegen, die Wahrheit sieht leider anders aus. Was als kleine Lüge beginnt, wird bald zu einem Fantasiekonstrukt, das sein ganzes Leben bestimmt und ihm eine wunderbare Gelegenheit gibt, ein Leben zu leben ohne wirklich Emotionen in Kauf nehmen zu müssen. Dann kommt allerdings eine neue Kollegin ins Team, Peggy ist schön, sie ist schlau und Andrew wittert seine letzte Chance auf ein ganz normales Leben. Wenn da nicht seine Lüge von einer glücklichen Ehefrau wäre...

                                      Tja, Fehler zugeben oder noch schlimmer, eine Lüge, fällt niemandem leicht. Dafür braucht man Mut. Und der fehlt Andrew, allerdings nicht nur hier. Ihm fehlt zu allem der Mut. Sich mit seiner Schwester zu versöhnen, Freunde außerhalb des Internets zu treffen oder das Haus zu verlassen ohne einkaufen oder arbeiten zu gehen. Seine Leidenschaft gilt Modelleisenbahnen, damit beschäftigt er sich in jeder freien Minute.
                                      Man muss ihn einfach lieben, das geht nicht anders. Skurril, aber sympathisch und mit jeder Seite tiefgründiger. Hinter der Figur steckt so viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.
                                      Genauso ist es bei Peggy, der Sonnenschein des Buches. Sie ist immer gut drauf, hat die besten Ideen und immer ein Gesprächsthema. Aber auch dahinter steht mehr als man erst denkt.
                                      Der Humor zieht sich durch das ganze Buch, aber dabei kann man die Arbeit von Andrew und seine ständigen Berührungen mit dem Tod nicht ignorieren. Gegen alle Erwartungen macht die Geschichte nachdenklich, sie bringt den Leser zum Lachen und hat mich mit leiden lassen. Ein tolles Buch, anders als die meisten anderen.

                                      Alica

                                      Beiträge 39
                                      07.04.2020

                                        Mich hat der Autor mit seinem humorvollen Schreibstil nicht nur gut unterhalten, nein, das Buch hat mich auch, wie jedes wirklich gute Buch es sollte, nachdenklich gestimmt. Von mir gibt es deswegen 5 Lese-Sterne.

                                        BOOKSLOVE1511

                                        Beiträge 17
                                        05.04.2020

                                          Ein warmherzige Roman über Einsamkeit

                                          Der 42-jährige Andrew arbeitet als Nachlassverwalter für die Londoner Stadtverwaltung. Wenn jemand alleine in eigenen vier Wänden stirbt, ist es sein Job, die Wohnung des Totes nach Hinweisen auf mögliche Verwandten aufzuspüren oder nach etwas Geld, mit dem Verwaltung die Beerdigung finanzieren kann. Ein ehrenhafter, trauriger aber ziemlich trister Beruf. Zum Glück hat er eine liebevolle Frau und zwei wunderbare Kinder, die ihn nach eine harte Inspektion, in seinem Stadthaus warten. Das glauben zumindest sein Chef und seine Arbeitskollegen. Eine Notlüge, die Andrew vor fünf Jahren erzählt und irgendwann ein Eigenleben entwickelt hat. In der Tat lebt Andrew alleine in ein heruntergekommenen Einzimmerwohnung, dessen Fußboden voll mit Modelleisenbahn bedeckt ist. Seine einzigen Freundschaften bestehen aus dem Online Modellbahn Forum. Er glaubt auf die Familie, Liebe und Freundschaften gut verzichten kann, bis eine neue Kollegin ihre Arbeit aufnimmt. Peggy, zweifacher Mutter, Verheiratet, nett, lustig, aufgeschlossen. Sie bringt frischen Wind in Andrews Alltag und plötzlich steht sein einsame Leben auf dem Kopf...

                                          Richard Roper hat einen traurigen dennoch einen Umstand aus unsere hochmodernen gesellschaftlichen Leben als Thematik ausgesucht: Einsamkeit. Es geht nicht nur um die Verstorbene Andrew kümmern muss, auch er lebt total isoliert. Der Autor geht es mit dem Thema sehr behutsam, respektvoll aber mit einem Hauch Humor, sodass alles nicht so bedrückend wirkt.

                                          Von Anfang an wirkt Andrew traurig, und verstört. Man merkt es schnell, dass etwas in seine Jugend passiert sein muss. Allerdings muss man bis zum Ende des Buches geduldig lesen, denn erst beim letzten Drittel erfährt man, was ihm bedrückt. Leider wurde die Story für meinen Geschmack unnötig in die Länge gezogen. Ich mochte Andrew gern aber ich bin mit seiner Art nicht so richtig warm geworden. Ja, er hat was erlebt, dass ihm nach Jahren immer noch belastet, nichts des zu trotzt, erwarte ich von einem 42-Jährigen etwas mehr selbstbewusst sein.

                                          Ein warmherziger Roman über Einsamkeit, Freundschaft und Neuanfang, welches mich zum Nachdenken angeregt hat.

                                          jackleser

                                          Beiträge 42
                                          03.04.2020

                                            ch habe diese wunderbare Geschichte aufgrund einer begeisterten Empfehlung gelesen. Es geht um den in sich gekehrten Andrew, der in seiner eigenen Welt lebt und die aufgeschlossene, Peggy. Zwei sehr gegensätzliche Menschen, die sich begegnen und ganz langsam annähern. Dieses Herantasten hat mich sehr berührt und der Roman lebt von seinen besonderen, lebendigen Charakteren. Der Schreibstil hat mich gleich gepackt, er ist leise und mit viel Gefühl, man könnte fast von Magie sprechen. Ich habe Andrew gleich in mein Herz geschlossen, seine Gedanken und Handeln haben mich fasziniert. Peggy muss man auch einfach gern haben mit ihrer offenen, lieben Art. Das Cover finde ich persönlich nicht herausragend.

                                            Fazit:
                                            Eine besondere Geschichte,die mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen. Ich vergebe 4/5

                                            pixibuch1

                                            Beiträge 22
                                            02.04.2020

                                              Andrew arbeitet in der Stadtverwaltung als eine Art Nachlassverwalter, Er muß herausfinden ob Leute, die alleine leben und verstorben sind, noch Verwandte da sind, Er lebt seit vielen Jahren einsam in seiner Einzimmer-Wohnung mit seiner Mocelleisenbahn und den Platten von Ella Fitzgerald. Leider hat er durch ein blödes Versehen bei seinem Chef und seinen Kollegen mitgeteilt, dass er verheiratet ist und Vater zweier Kinder und er lebt in einem schönen Haus. Jetzt macht sein Chef den Vorschlag, dass man sich besser kennenlernen soll und deswegen abwechselnd bei jedem einmal ein Dinnerabend stattfinden soll. Dies bringt Andrew in tiefste Bedrängnis und sehr große Not. Doch dann wird Peggy in die Abteilung einstellt. Sie ist ein Wirbelwind und immer gut gelaunt hat einen Mann und zwei Kinder. Mit Andrew zusammen sucht sie nun nach Verwandten der Verstorbenen, Beide kommen gut miteinander aus. Doch Peggys Mann hat Alkoholprobleme und so steht sie eines Tages vor seiner Tür. Ein Buch, das sehr in die Tiefe geht, was man bei demTitel und dem Cover zuerst gar nicht für möglich hält. Man meint zwar, dass Andrew ein verschobener Junggeselleist, aber im Laufe des Buches erfährt man, dass er schon einige Schicksalschläge hinnehmen mußte. Der Autor schreibt in einem sehr ruhigen und gleichmäßigen Stil. Der Leser wird voll in das Leben der Protagonisten involviert und muß sich deren Probleme stellen. Hier wird uns das Leben in London dargestellt. Interessant finde ich natürlich, wenn sich Peggy und Andrew in die Wohnung der Verstorbenenbegeben und dort nach deren Leben forschen. Es sind meist zutiefst einsame Menschen gewesen, die vom Leben nichts mehr erwartet haben. Mich hat das Buch sehr berührt und sehr nachdenklich gemacht, denn wir ahnen wahrscheinlich gar nicht, wie viele einsame und traurige Menschen es ist unserer unmittelbarer Nähe gibt. Wir sollen daher unsere Augen offen halten. Dem Autor ist sein Debütroman 100 % gut gelungen und er weckt uns auf.

                                              Laudibook

                                              Beiträge 11
                                              eine Antwort 30.03.2020

                                                Diese wundervolle charmante und traurige Geschichte habe ich vor ein paar Tagen beendet. Das Cover hat mich nicht angesprochen, aber der Klappentext hat mich unheimlich neugierig gemacht
                                                Inhalt und meine Meinung:
                                                Andrew Smith, liebevoll, aber auch irgendwie skurril ist Nachlassverwalter in London. Sein Job ist es, Erben ausfindig zu machen von Menschen die einsam in ihren eigenen "Vier Wänden" gestorben sind. Das ist keine einfache Arbeit und nichts für Zartbesaitete, denn die Toten haben meistens schon ein paar Tage in ihren Wohnungen gelegen. Zum Glück hat der 42-jähriger eine wundervolle Frau und zwei reizende Kinder und kehrt nach Feierabend in sein gemütliches Vorstadthaus nach Hause. Das denkt und glaubt zumindest sein Chef und seine Kollegen.
                                                Tatsächlich sieht sein Leben ganz einsam und trostlos aus. Andrew steckt in einer furchtbaren Spirale aus Lügen. Lügen die er selbst in die Welt setzt und irgendwann, Monat für Monat, Jahr für Jahr ein Eigenleben entwickelt.
                                                Keine Familie, keine Liebe und keine Freundschaften, dass braucht er alles nicht. Nach dieser Überzeugung lebt er seit vielen Jahren, bis eine neue Kollegin in seiner Abteilung anfängt. Peggy, quirlig, aufgeschlossen, nett und lustig, allerdings verheiratet und zwei Kinder.
                                                Plötzlich ist für Andrew nichts mehr, wie es war ........
                                                Richard Roper hat mich mit seiner Geschichte gefangen, verzaubert, berührt und zum Nachdenken gebracht. Ein toller und gekonnter Schreibstil hat mich nicht mehr losgelassen. Immer wieder hätte ich am liebsten Andrew in den Arm genommen und ihn fest gedrückt. Roper hat einen ganz ungewöhnlichen, sehr schüchternen und unsicheren Mann gezeichnet. Ein Charakter, der mich berührt hat, aber mich als Leser auch deutlich spüren lassen hat, dass er sein Herz am rechten Fleck hat.
                                                Die sich langsam entwickelnde Freundschaft zwischen Peggy und Andrew habe ich sehr genossen.
                                                Ein gelungenes Debüt mit sehr viel Witz, Charme und Empathie.

                                                Fazit:
                                                Große Leseempfehlung!
                                                Ein Roman mit liebenswürdigen Charakteren, einer tiefgründigen Thematik über Ängste, Einsamkeit, Freundschaft, Mut und Neuanfang. Ein Lesehighlight

                                                • waldhimbeere

                                                  Beiträge: 36
                                                  07.04.2020

                                                  Was für eine wunderbare Rezension, sie hat dafür gesorgt, dass das Buch jetzt auch auf meiner Wunschliste steht!

                                                Bibliomarie

                                                Beiträge 29
                                                25.03.2020

                                                  Eine kleine Unaufmerksamkeit lässt Andrew beim Einstellungsgespräch einer städtischen Behörde mit „Ja“ antworten – es war die Frage nach Ehefrau und Kindern – und nun kommt er aus der Nummer nicht mehr raus. Immer mehr muss er seine Geschichte ausschmücken, wenn der harmoniebedachte Chef sich nach der Familie erkundigt. Das ist eigentlich Andrews einzige Abwechslung in seinem privaten und beruflichen Dasein. Er ist amtlich bestellter Nachlassverwalter, für all die alten und einsamen Menschen, die unbemerkt in ihren Wohnungen versterben. Seine Arbeit hat ihn nicht abstumpfen lassen, im Gegenteil, jeden Auftrag versucht er mit Empathie zu erledigen. Egal, wie verwahrlost und vermüllt die Wohnungen sind, die er betritt, immer versucht er etwas Positives im Leben der Verstorbenen zu finden.

                                                  Doch als die neue Mitarbeiterin Peggy kommt, werden seine ganzen Pläne über den Haufen geworfen.
                                                  Was auf den ersten Blick wie ein eintöniges Leben wirkt, ist auf den zweiten Blick vielschichtiger. Mit Andrew lernen wir einen Mann kennen, der sich nicht freiwillig zurückgezogen hat, aber allmählich damit abgefunden hat. Es scheint ihm an Antrieb zu fehlen, seine Situation zu ändern. Aber dennoch bleibt er ein sympathischer Charakter. Ich finde diesen Protagonisten typisch „englisch“ – ein wenig verschroben und eigenbrötlerisch. Auch die Geschichte wirkt erst recht makaber, mit skurrilem Humor, aber dann spürt man auch die Anteilnahme des Autors mit seiner Figur und seinem Plot.

                                                  Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen, der Plot ist ausgefallen und mit viel Witz und Empathie umgesetzt. Alle Figuren, ob sympathisch oder Unsympathen, wie Andrews Schwager Carl, sind sehr gut portraitiert. Ich habe auch die Erzählweise von Richard Roper genossen, er schreibt unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Vom Drama bis zur Liebesgeschichte ist alles drin, was gute Unterhaltung ausmacht.

                                                  Das Fazit: es ist nie zu spät, dem Leben eine neue Richtung zu geben.

                                                  SiWel

                                                  Beiträge 14
                                                  23.03.2020

                                                    Das Beste kommt noch von Richard Roper wirkt auf den ersten Blick wie ein leichter, lockerer und witziger Roman. Zumindest erweckt der lose Einband diesen Eindruck. Entfernt man den dann um besser in dem Buch lesen zu können, erscheint ein rauher mattierter schwarzfarbener fester Einband, der einen sehr edlen Eindruck hinterlässt und für meinen Geschmack wesentlich besser zum Inhalt passt. Für mich weist er auf die aktuelle Thematik die hier abgehandelt wird hin, nämlich auf die Vereinsamung vieler Menschen.

                                                    " Wir haben uns aus den Augen verloren " ist der Satz, den Andrew in seinem Job als Nachlassverwalter der Londoner Stadtverwaltung am meisten zu hören bekommt. Ziemlich trist, genauso wie das Leben in seinem in die Jahre gekommenen Ein Zimmer Apartment. Freunde hat er nur im Netz, im Eisenbahnforum und für sein eigenes Wohlbefinden hat er sich eine Frau und zwei Kinder erfunden die mit ihm zusammen in einer schönen Stadtvilla leben. Dann tritt eine neue Arbeitskollegin in sein Leben, für die sein Herz anfängt zu schlagen.

                                                    Die Charaktere Andrew und Peggy waren mir von Anfnag an sympathisch. Besonders gut hat mir gefallen, dass beide im Laufe der Geschichte positive Entwicklungen machen.

                                                    Der Schreibstil ist einfach und gut lesbar. Mal locker, witzig, interessant, traurig und aufrüttelnd wird flüssig erzählt. Eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit, Leichtigkeit und Verliebtheit.

                                                    weberin

                                                    Beiträge 22
                                                    20.03.2020

                                                      Der Roman „Das Beste kommt noch“ von Richard Roper hat mich v.a. wegen des Covers angesprochen und schon der erste Satz des Klappentextes „Andrews Beruf ist der Tod.“ weckte meine Neugier, weil beides (Cover und Klappentext) auf jeden Fall eine etwas andere Geschichte versprachen.

                                                      Im Roman geht es um Andrew, der als Nachlassverwalter täglich mit dem Tod einsamer, meist älterer Menschen zu tun hat. Sein Alltag ist bis auf den wohl nicht alltäglichen Beruf, eher eintönig. Zum Schutz vor seinen neugierigen Kollegen hat sich Andrew ein anderes Leben als sein eigenes, einsames und durchschnittliches zusammen erdacht: Er hat eine imaginäre Frau, die hübsch und sehr erfolgreich ist, zwei Kinder und wohnt in einem schönen Haus. In Wirklichkeit kehrt er jeden Tag in eine kleine Wohnung zurück, wo niemand auf ihn wartet außer die Menschen, die er über ein Internet Forum für Modelleisenbahnliebhaber kennengelernt hat und mit denen er sich im Internet austauscht.
                                                      Sein Leben würde wohlmöglich immer so weitergehen, wenn nicht eines Tages seine neue Kollegin Peggy alles auf den Kopf stellen würde. Außerdem hat sein Chef die grandiose Teambuilding Idee, dass sich alle Mitarbeiter abwechselnd bei einem der Kollegen zum Abendessen treffen. Andrews Lügengebilde gerät also ins Wanken, vor allem als die Gefühle, die er für Peggy entwickelt, immer stärker werden…

                                                      Was sich auf den ersten Blick wie eine etwas makabre Liebesgeschichte liest, hatte doch mehr Tiefgang als erwartet. Den Protagonisten Andrew schließt man wegen seiner Eigenheiten und seiner Eigentümlichkeit sofort ins Herz, man wünscht ihm, dass er nicht so endet, wie seine „Klienten“. Als dann Peggy sein Leben gehörig durcheinander wirbelt, fiebert man mit, ob er mit ihr vielleicht endlich ihr Glück findet.

                                                      Der Roman ist in einem lockeren Stil geschrieben, ein wenig makabrer Witz und schwarzer Humor fehlt auch nicht, für mich war die Lektüre daher wirklich kurzweilig!

                                                      hapedah

                                                      Beiträge 4
                                                      17.03.2020

                                                        Beinahe täglich inspiziert Andrew in seinem Job bei der Stadtverwaltung die Wohnungen verstorbener Personen, immer auf der Suche nach Angehörigen dieser einsamen Menschen. Auch im Privatleben ist er einsam, doch keiner seiner Kollegen ahnt etwas davon. Denn um den Job zu bekommen, hat Andrew angegeben, eine Ehefrau und zwei Kinder zu haben - im Lauf der Jahre hat sich diese Lüge immer weiter aufgebläht, an manchen Tagen träumt er beim Aufschließen der Haustür davon, dahinter seine imaginäre Familie zu finden.

                                                        Als Peggy neu in Andrews Abteilung anfängt, weht ihm ein frischer Wind ins Gesicht, die quirlige und positiv gestimmte Kollegin wird bald eine gute Freundin für den einsamen Mann. Doch sie hat einen Ehemann und zwei Kinder und wie alle Anderen glaubt auch Peggy, dass Andrew ein glücklich verheirateter Familienvater ist......

                                                        In seinem Roman "Das Beste kommt noch" beschäftigt sich Richard Roper sehr einfühlsam mit dem Thema Einsamkeit. Davon sind nicht nur die Verstorbenen vor ihrem Tod betroffen, auch der Protagonist Andrew lebt isoliert in seiner kleinen Wohnung, seine Kontakte beschränken sich auf die vierteljährlichen Pflichtanrufe seiner Schwester und dem Chat in einem Forum für Modelleisenbahnfreunde.

                                                        Die Schicksale einiger von Andrews Klienten haben mich beim Lesen betroffen gemacht, oft sind es Kleinigkeiten, durch die sich die Menschen entfremden und manchmal hätte es nur einer kleinen Geste bedurft um eine Freundschaft zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit Peggy bringt einen positiven Aspekt in Andrews Leben und in die Geschichte, ihre oft witzigen Dialoge haben das ernste Hintergrundthema aufgelockert, Richard Ropers Schreibstil habe ich als typisch britisch-humorvoll empfunden. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, das gefühlsbetonte Ende hat mich dann voller Hoffnung zurück gelassen.

                                                        Fazit: Die Erzählung habe ich als typisch britisch empfunden, das ernste Hintergrundthema wird feinfühlig mit humorvollen Begebenheiten in Andrews Alltag verknüpft, dadurch habe ich den Roman als sehr angenehmes Leseerlebnis genossen.

                                                        Bücher-Mops

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                                                        16.03.2020

                                                          An „Das Beste kommt noch“ von Richard Roper haben mich zunächst die Äußerlichkeiten gelockt. Das Cover mit der nicht in Gänze zu sehenden rothaarigen Frau plus der rotbraunen Umrandung gefällt mir sehr gut. Dazu gibt es ein passendes Lesebändchen. Leider hat sich die Farbe des Rahmens bereits nach dem ersten Lesen an einigen Stellen verabschiedet. Von daher rate ich zu einem Schutzumschlag oder dazu, das Cover beim Lesen abzunehmen.

                                                          Als nächstes hat mich der Klappentext neugierig gemacht. In dem Roman geht es um Andrew, der als Nachlassverwalter arbeitet und die Wohnungen von verstorbenen, alleinstehenden Menschen auf der Suche nach Angehörigen sowie wertvollen Besitztümern zwecks Zahlung der Beerdigungskosten untersucht. Bei solch einer emotional kraftraubenden Arbeit wäre es gut, in der Freizeit mit Freunden und liebenden Familienmitgliedern zusammen zu sein. Doch Andrew ist ein Einzelgänger, der keine wirklichen Freunde und außer einer entfremdeten Schwester auch keine Familie mehr hat. Zu dumm, dass er seinen Kollegen aber erzählt hat, er wäre verheiratet und hätte zwei Kinder. Diese Lüge begleitet Andrew schon sehr lange – doch dann bekommt er mit Peggy eine neue Kollegin und die Dinge werden schwierig.

                                                          Nach einem tollen Cover und einer ansprechenden Inhaltsangabe gilt es nun noch die Frage zu klären, wie mir das Buch gefallen hat und die Antwort lautet: sehr gut! Richard Roper hat einen wunderbar warmherzigen Roman geschrieben, in dem trotz seines schweren Themas auch Hoffnung und Humor mitschwingt. Schwer ist das Thema, da Andrew bei seiner Arbeit auf sehr viele einsame Menschen stößt, deren einziger Gast bei der Beerdigung er selbst ist. Auf diese Weise zollt er den Verstorbenen Respekt, die ihren letzten Weg ansonsten ganz alleine gehen müssten. Ein Wesenszug, der Andrew sehr sympathisch macht. Auch, weil spürbar ist, wie sehr ihn selbst das Thema belastet. Denn wer wird einmal zu seiner Beerdigung kommen? Andrew ist ein einsamer Mensch, der nicht viel Freude in seinem Leben hat. Da wäre seine große Modelleisenbahnsammlung, seine Verehrung für die Sängerin Ella Fitzgerald und eben seine Fantasie-Familie. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser zudem, warum sich Andrew gerade die Ehe mit einer Frau namens Diane ausgedacht hat – eine Wendung, die ich nicht habe kommen sehen und die mich sehr berührt hat.

                                                          Auch Peggy, die Frau, die für einigen Schwung in Andrews Leben sorgt, hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie hat ihre ganz eigene Art, mit den Dingen umzugehen und ist einfach ein Mensch, dessen Freundschaft man sich nur wünschen kann. Sie setzt sich sehr für ihre Mitmenschen ein und ist schon nach wenigen Tagen in dem neuen Job an dem Punkt, an dem sie mehr will, als nur die Sachen der einsamen Verstorbenen zu durchwühlen.

                                                          Dieser gelungene Debütroman ist einfühlsam geschrieben und bleibt dabei erstaunlich kitschfrei. Trotz des oftmals melancholischen Tons wird Andrews Geschichte immer wieder durch Humor aufgelockert. Ich habe „Das Beste kommt noch“ sehr genossen und kann es wärmstens empfehlen. Allerdings sei auch gesagt, dass Richard Roper einige schwierige Themen behandelt. Die Einsamkeit von Menschen, deren nicht minder einsamer Tod und dass sie oftmals wochenlang nicht gefunden werden, auch, weil sich so viele Menschen nur um sich selbst kümmern, ging mir sehr nahe. Besonders die „Enten“-Geschichte hat mir beinahe die Tränen in die Augen getrieben. Zudem werden Alkoholmissbrauch und Selbstmord thematisiert.

                                                          Fazit: Richard Ropers warmherziger Roman zeigt, dass es möglicherweise viel Mut kostet, auf Menschen zuzugehen und sich ihnen zu öffnen, doch dass sich dieser Mut durchaus lohnt. „Das Beste kommt noch“ bietet ergreifende wie humorvolle Momente, sympathische Figuren und einen einnehmenden, schönen Schreibstil.

                                                          brigitte_schreiter

                                                          Beiträge 78
                                                          16.03.2020

                                                            Es ist nie zu spät für Veränderungen und einen Neuanfang. Dies wird mir hier in diesen außergewöhnlichen Roman gezeigt.
                                                            Abdrew Smith ist nachlassverwalter. Er organisiert tagaus "Beerdigungen". Selbst ist er einsam, aber er täuscht vor eine familie zu haben. Andre war mir sofort sympatisch. Er ist sehr zurückhaltend.
                                                            Hier in diesen Buch wird gezeigt wieviele Menschen eigentlich alleine leben uns sterben.
                                                            Dennoch ist dieser Roman auch ziemlich humorvoll, mit liebenswerten Protoganisten.
                                                            Eine klare leseempfehlung und 4 Sterne.

                                                            Annette126

                                                            Beiträge 16
                                                            15.03.2020

                                                              Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Schwärme jetzt immer noch davon. In meinen Augen ist es Buch recht interressant, da es dabei auch um eine sehr gute Thematik geht. Auch die Liebe spielt dabei mit eine extrem grosse Rolle. Man spürt dieses direkt ganz genau zwischen den einzelnen Zeilen. Wirklich einmalig. Von meiner Seite aus kann ich daher dieses Wunderwerk dabei auch durchaus wirklich sehr weiterempfehlen.