Anne Stern

Fräulein Gold: Der Himmel über der Stadt

Band 3 der Erfolgsserie um die Berliner Hebamme Hulda Gold – packend und bewegend
Berlin, 1924. Hulda Gold arbeitet in der neuen Frauenklinik in Berlin-Mitte und versorgt dort die Frauen und ihre Neugeborenen. Die Geburtshilfe ist modern, Berlin am medizinischen Puls der Zeit. Doch es kommt zu einem tragischen Todesfall: Eine junge Schwangere stirbt bei einer Operation, die ausgerechnet der ehrgeizige Chef-Gynäkologe Egon Breitenstein durchführt.
Zufällig stößt Hulda auf Ungereimtheiten, die einen üblen Verdacht keimen lassen. Die Mauer des Schweigens, die sich in der Klinik aufbaut, ist für die Hebamme aber kaum zu durchdringen. Ein Dickicht aus Ehrgeiz und falschen Ambitionen umgibt die Ärzte, die bereit sind, ihr männliches Imperium zu verteidigen – wenn nötig, bis zum Äußersten.


Autorenbild Foto von Anne Stern

Der  Autor

Anne Stern wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik promovierte sie in deutscher Literaturwissenschaft und arbeitete als Lehrerin und in der Lehrerbildung. Sie hat als Selfpublisherin bereits erfolgreich historische Saga-Stoffe veröffentlicht.


BibliografieAnsehen


Rezensionen

Arietta

Beiträge 56
19.04.2021

    Meine Meinung zur Autorin und Buch

    Es ist mein dritter Band über Fräulein Gold, von der Autorin, Anne Stern, und sie hat mich wieder sehr begeistert beim Lesen, obwohl ich kein großerKrimi-Fan bin. Aber sie hat mit diesem interessanten Thema mein Interesse geweckt, dem Medizinischen Wissen und der Rolle der Hebamme um 1924, an der Klinik. Sie hat in diesem Roman die Missstände im damaligen Berlin sehr gut beschrieben. All das Elend und die Armut in den Elendsvierteln, die Missstände in der Klinik, die herraschie der Männerwelt dort.

    Es ist alles so Bildhaft und lebendig beschrieben, das man das Gefühl hatte, selbst dort zu sein, und Hulda zu begleiten. Der Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und mitreißend. Ihre Figuren, wirken wie aus Fleisch und Blut, auch die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, so das man sich in sie hinein versetzen konnte.

    Hulda bleibt Hulda, sie lässt sich nicht so schnell verbiegen, und setzt sich wie immer für die Wahrheit ein. Ihr detektivischer Spürsinn, erwacht auch an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Uniklinik. Sie steckt wie immer ihre Nase in viele Dinge, die sie nichts anzugehen haben. Bringt sich wie immer gerne in Gefahr, das kennen wir ja zu gut. Gut das sie immer noch mit ihrem Freund den Kriminalhauptkommissar hat, der sie schon oft aus verfahrenen Situationen gerettet hat, wir kennen es ja schon aus den zwei anderen Romanen. Spannung Pur, das es nur so kribbelt beim Lesen.
    Der erste Tag an der Klinik, die Begrüßung von Fräulein Klopfer , war nicht besonders nett fand ich, eher frostig und von oben herab. Dann auch noch der Hinweis, das sie zwar als Hebamme hier beschäftigt ist, aber die Ärzte nur die Kinder auf die Welt holen würden. Die Hebammen nur für die Vorbereitungen zuständig sind, ich war genauso geschockt wie Hula, und war erleichtert das sie nicht aufmuckte, sondern sich zu Fügen schien. Es war schon himmelschreiende Ungerechtigkeit, eine bessere Hebamme kann man einfach nicht finden, und dann dies. Es passieren wirklich schon seltsame Dinge an der Klinik, die Hulda misstrauisch machen, und in ihr die Kriminalistin wachrufen. Was hat es mit Doktor Breitenstein auf sich, ist ihm wirklich ein tödlicher Fehler unterlaufen? Wird Hulda alles an Tageslicht befördern, und wie geht es in der Beziehung mit ihrem Kriminalkommissar weiter. Werden die beiden endlich, sich ihre Gefühle zueinander eingestehen, es würde mal langsam Zeit, anstatt immer den Eiertanz der beiden, sie würden einfach zu gut zu einander passen. Lassen wir uns einfach überraschen, und mit Hulda in den Klink Alttag eintauchen, mit all seinen Höhen und Tiefen, den Abgründe und Ungereimtheiten.