Helen Hoang

Kissing Lessons

Das Sensations-Debüt aus den USA. Ausgezeichnet mit dem Goodreads Choice Award als bester Liebesroman des Jahres.
Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben – als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört –, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei – und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat …
Mitreißend, bezaubernd, emotional – Der Auftakt zur «Kiss, Love & Heart»-Trilogie


Autorenbild Foto von Helen Hoang

Die  Autorin

Helen Hoang lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in San Diego, Kalifornien. Sie hat in der achten Klasse ihren ersten Liebesroman gelesen und ist dem Genre seitdem verfallen. 2016, als sie für ihr Debüt recherchierte, erkannte sie erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem, was sie las, und ihren eigenen Erfahrungen. Kurz darauf wurde bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert, eine Störung auf dem Autismus-Spektrum. Das Buch, für das sie recherchierte, war «Kissing Lessons», der Auftakt zur «Kiss, Love & Heart»-Reihe. Genauso außergewöhnlich wie die Entstehungsgeschichte wurde auch die Erfolgsgeschichte. Kein anderer Liebesroman wurde 2018 öfter besprochen als dieser, sowohl in der Presse als auch von Lesern. Allein auf Goodreads hat er über 14.000 Rezensionen. Etliche Zeitschriften darunter der Cosmopolitan, Entertainment Weekly und die Washington Post wählten das Buch in ihre Jahresbestenlisten. Für das Oprah Magazine gehört «Kissing Lessons» bereits jetzt zu den 20 besten Liebesromanen aller Zeiten. Die Übersetzungsrechte wurden in 21 Sprachen verkauft, und eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Nun legt die Autorin mit «Love Challenge» ihren zweiten Roman vor.


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Rezensionen

querleserin

Beiträge 11
04.06.2020

    Einzigartig und Liebenswert

    Stella und Michael sind beide auf ihre eigene Art und aus unterschiedlichen Gründen einsam. Die so verschiedenen Leben der zwei werden einfühlsam und faszinierend dargestellt. Ich habe von Anfang an mit ihnen mitgefühlt und begeistert jedem Zusammentreffen entgegengefiebert. Die persönliche Entwicklung, die sie zusammen aber auch unabhängig voneinander durchmachen, hat mich berührt. Ich konnte mich sehr gut in Stella hineinversetzen, obwohl sie die Welt auf eine besondere Weise sieht. Ihre Stärken und Schwächen, aber auch die sozialen Probleme, die sie durch ihr Asperger-Syndrom zu bewältigen hat, werden nachvollziehbar beschrieben. Außerdem fand ich es interessant ihren Alltag mitzuerleben. Was Michael durchmachen musste, hat mir unglaublich leidgetan, trotzdem konnte ich seine Gedanken und Gefühle nicht so gut nachempfinden, wie Stellas. Die Beziehung der beiden entwickelt sich auf eine ungewöhnliche Weise und hat mich mehrmals überrascht. Es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, da mich nicht nur die Protagonisten mit ihrer Geschichte, sondern auch die sympathischen Nebenfiguren begeistert haben.

    Diese wundervolle und berührende Geschichte zeigt uns, dass jeder Mensch einzigartig ist und wir alle unsere Probleme haben. Niemand ist perfekt und keiner sollte sich ändern müssen, um sich den Erwartungen anderer anzupassen.

    fuddelknuddel

    Beiträge 8
    29.05.2020

      Ich für meinen Teil fand das Buch jetzt nicht absolut durchschlagend gut, aber es war ganz nett. Allerdings war ich an vielen Stellen unsicher, wie realistisch Stella dargestellt nun wurde. Ich habe keinerlei Erfahrung mit Autisten, und wage das daher nicht zu beurteilen, auch wenn das natürlich ein großer Punkt in der Bewertung ist.
      Die Liebesgeschichte an sich fand ich aber ganz süß, den Schreibstil der Autorin mochte ich ebenfalls, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Daher gibt es 4 von 5 Sternen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung!

      Skyline

      Beiträge 6
      27.05.2020

        Die Idee und die Protagonistin haben mir am besten gefallen!

        Klappentext
        „Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben – als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört –, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei – und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat …“

        Gestaltung
        Am schönsten finde ich an dem Cover den Schriftzug, denn dieser funkelt metallisch pink und zieht sofort die Blicke auf sich. Dabei fügt sich das knallige Pink harmonisch in die rosafarbenen Blumen ein. Die Blumen sehen durch eingefügte Schattierungen auch so aus, als würden sie sich vom Cover abheben und aus diesem hervortreten. Durch die beige Hintergrundfarbe werden die Blumen und der Titelschriftzug schön betont, da der Hintergrund unauffällig ist.

        Meine Meinung
        Besonders angesprochen an dem Buch hat mich, dass die Protagonistin Stella kaum Erfahrungen in Sachen Küssen und Liebe hat und dass sie dies mit Hilfe eines Escortservices üben möchte. So trifft sie auf Michael, der sie unterrichten soll – wenn es nach ihr geht. Wenn es nach ihm geht, läuft der „Unterricht“ etwas anders ab… So erwartete ich eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit einigen Gefühlen, vielleicht auch etwas Gefühlschaos und einem Paar, das sich langsam annähert.

        Allerdings bekam ich dann doch etwas anderes als erwartet, denn auch wenn Stella wirklich unerfahren ist, was Liebesdinge angeht, so ist sie mit Michael meiner Meinung nach ziemlich schnell warm geworden. Die beiden werden auch intim miteinander, was ich aber angesichts Stellas Ausgangslage etwas erstaunlich und nicht so ganz passend fand. Wenn man noch keinerlei Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht in Sachen Liebe hat, denke ich, dass man zurückhaltender und zögerlicher ist und sich nicht so schnell bei einem anderen fallen lassen kann.

        Ich fand es jedoch spannend, dass die Geschichte nach und nach aufgedeckt hat, warum Stella sich bei Michael fallen lassen konnte und bei anderen immer noch nicht. Die erotischen Stellen fand ich in Ordnung, da sie nicht zu anschaulich und detailliert sind, aber dennoch ausreichend. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich persönlich nicht so viele Erotikszenen lese und daher kaum Vergleiche habe. Was ich jedoch etwas schade fand, war, dass Stella nach dem ersten gemeinsamen intimen Moment ziemlich offen gegenüber jeglicher Annäherung war und dies passte in meinen Augen nicht so recht zum Ausgangspunkt der Geschichte: ihrer Unsicherheit und dem Wunsch, das Lieben zu lernen.

        Was mich dabei noch gestört hat, war das Gerede von Michael, der Stella versaute Sprüche oder anderlei Dirty Talk an den Kopf wirft. Dies fand ich angesichts ihrer wenigen Erfahrungen und ihrer Schwierigkeiten zwischenmenschliche Bindungen aufzubauen irgendwie seltsam, da ich denke, dass Asperger-Autisten (und Stella ist eine) sowas nicht so direkt verstehen aufgrund ihres Autismus. Aber auch so hat es mich einfach gestört, weil es irgendwie in meinen Augen der Stimmung ein wenig die Romantik genommen hat.

        Stella mochte ich als Protagonistin unglaublich gerne. Zum einen fand ich es toll, dass sie eine Asperger-Autistin ist und dass dies in der Geschichte aufgegriffen wurde. Zum anderen gefiel es mir, dass ein Liebesroman thematisiert wie es ist, wenn man Angst hat sich zu binden und sich unsicher fühlt, weil man noch nie jemanden geküsst hat bzw. Schwierigkeiten hat, sich auf andere einzulassen. Dies ist meiner Meinung nach etwas, mit dem sich viele Frauen identifizieren können. Auch bei Michael fand ich es gut, dass er tiefgründig dargestellt wurde. So macht er seinen Job als Escort aus einem guten Grund und diesen fand ich in der Geschichte auch bewegend dargestellt.

        Die Handlung konnte mich auch überzeugen, da immer wieder Momente eingebaut sind, in denen man Stellas Autismus direkt erleben kann. So analysiert sie die verschiedensten Situationen bis ins kleinste Detail, wodurch ich mir ansatzweise vorstellen konnte, wie es in Stella aussieht. Gleichzeitig gibt es neben den erotischen Szenen auch viele Momente, die unglaublich süß sind oder die zum Schmunzeln anregen. Michael gibt sich Mühe mit Stella und das war echt schön. Aber es gibt auch einige Katastrophen und Dramen, die zum Mitfiebern anregen.

        Fazit
        Insgesamt hat mir an „Kissing Lessons“ vor allem die Idee gefallen, dass die Protagonistin sich unsicher in Sachen Liebe ist und dies lernen möchte. Bei den erotischen Szenen gefielen mir Michaels Aussagen nicht ganz so gut und auch dass Stella nach dem ersten gemeinsamen Mal recht offen gegenüber Annäherungen war, fand ich angesichts der Ausgangssituation etwas irritierend. Die Handlung konnte mich aber dennoch unterhalten, da es süße Momente gab und auch Drama, das zum Mitfiebern angeregt hat.
        4 von 5 Sternen!

        la_tina

        Beiträge 7
        12.05.2020

          Asperger Autistin taucht ein in die Welt der heißen Romantik

          Stella ist mit dem Asperger Syndrom geboren, wodurch sie Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten hat. Stattdessen hat sich die gutaussehende 30jährige bisher voll auf ihre Karriere konzentriert. Nachdem ihre Mutter sie ein wenig anstupst, endlich auch in Sachen Beziehung aktiv zu werden, will Stella ihre wenigen Fähigkeiten in Sachen Küssen und Sex erstmal perfektionieren, bevor sie sich an entsprechende Kandidaten heranwagt, und bucht sich hierfür den Escort Michael Phan für ein paar Übungseinheiten. Wie sich bald herausstellt, bleibt es trotz anfänglicher Startschwierigkeiten nicht lange nur beim Küssen und Stella lernt eine Welt der Zärtlichkeiten kennen, von der sie vorher keine Ahnung hatte. Und auch Michael beginnt, mehr für Stella zu empfinden und würde am liebsten ganz für sie da sein. Ob die beiden eine Chance haben könnten?

          Mich hatte vor allem der Umstand interessiert, dass Stella mit dem Asperger Syndrom lebt, zumal die Autorin selbst diesem Autismus-Spektrum angehört. So zeigt sich dies immer wieder darin, welche Denkweise Stella zu verschiedenen Themen hat. Überrascht war ich, dass sich das Buch nicht nur auf zwischenmenschliche Hemmungen und den Mut zu mehr dreht, sondern Stella und Michael so einige erotische Szenen im Buch erleben, welche der Erzählung ein gewisses heißes Etwas verpassen. Die alltäglichen Probleme der Asperger Autistin werden anhand einiger Beispiele deutlich, hauptsächlich dreht sich die Story jedoch um Stella und Michael.

          Sparkling

          Beiträge 17
          08.05.2020

            Bevor ich die Geschichze begonnen habe, war ich eher skeptisch. Schließlich war die Protagonistin Autist und ich wusste nicht wirklich, wie man das umgesetzt hatte.
            Jetzt muss ich gestehen, dass ich sehr positiv überrascht bin.
            Schon die Grundidee hat mir ausgesprochen gut gefallen. Bald nahm die Handlung eine überraschende Wendung und es kamen weitere Dinge ans Licht, die die Geschichte dynamisch gehalten haben.
            Es war eine unfassbar süße romantische Liebesgeschichte, die keinesfalls traditionell war. Sie war vollkommen untraditionell und genau darin liegt ihr Charme.
            Es gab einige Szenen, wo einem das Herz aufging und andere, wo man nicht anders konnte als zu lachen.
            Die Autorin hat alles wahnsinnig ansprechend und mir viel Humor gestaltet. Selbst die Erotikszenen passten perfekt ins Bild.
            Diese Mischung aus süß, humorvoll und erotisch halte ich für äußerst gelungen und würde das jederzeit jedem weiter empfehlen. Man kann Stella und Micheal einfach nicht nicht ins Herz schließen, wenn ihr mich fragt!

            lunasbookworld

            Beiträge 12
            06.05.2020

              • Meine Meinung • Kissing Lessons hat mich allein durch den Klappentext schon angesprochen. Es ist eine New Adult Geschichte, was sehr typisch für den Verlag ist, aber diese ist anders als die meisten. Die Thematik dieser Geschichte ist wirklich interessant. Die Protagonistin ist Autistin, was ich so in einem New Adult Buch bisher noch nicht gesehen habe. Zu beginn hatte ich angst, dass die Umsetzung zu oberflächlich und realitätsfern gestaltet wird, aber ich wurde positiv überrascht. Die Geschichte von Stella und Michael ist authentisch, süß, interessant und wirklich spannend.

              Helen Hoang konnte mich wirklich mit ihrem Schreibstil und der Geschichte überzeugen. Auch wenn ich zu beginn ein wenig gebraucht habe um in die Geschichte zu kommen, da der Schreibstil zu beginn gewöhnungsbedürftig war.

              • Fazit 4/5 Sterne • Mit Kissing Lessons hat Helen Hoang eine authentische und wirklich einzigartige Liebesgeschichte geschaffen. Die Aufmachung von Buch bis hin zu den Charakteren und der Geschichte sind wirklich großartig!

              honeyblossom

              Beiträge 11
              30.04.2020

                “Kissing Lessons” ist der erste Teil der „Kiss Love Heart“ Trilogie von Helen Hoang. Aufmerksam wurde ich auf die Reihe, weil die Cover der ersten beiden Teile wirklich wunderschön sind und auch der Klappentext von Kissing Lessons ein romantisch, prickelndes Buch versprach.

                Es geht um Stella, die beruflich außerordentlich erfolgreich ist, viel Geld hat und das Leben eigentlich genießen könnte. Allerdings hat sie ein Handicap – sie ist Asperger-Autistin und es fällt ihr dadurch schwer Gefühle zu zeigen und auch in ihrem Gegenüber zu erkennen. Daher ist sie auch sehr ungeübt, was körperliche Beziehungen betrifft. Da ihre Mutter sie aber bald möglich unter der Haube haben will, tut Stella das, was sie für logisch hält: Sie will Unterricht in körperlicher Liebe nehmen und engagiert dazu einen Callboy. Michael, den sie engagiert, macht seinen Job nicht, weil er ihm besonders Spaß macht, sondern weil er das Geld für seine kranke Mutter braucht. Zwischen Stella und Michael ist sofort eine gewisse Chemie spürbar und es kommt, wie es kommen muss, beide geraten auf gefährliches Terrain, als sich das Geschäft mit den Gefühlen in die Quere kommt.

                Was mir an der Reihe neben der Autismus-Thematik gefällt, ist, dass die Protagonisten immer einen asiatischen Background haben. Das ist mal etwas erfrischend anderes, auch wenn mit einige Stereotypen, wie z.B. den Müttern, die ihre Kinder unbedingt gut verheiraten wollen, gespielt wird.

                Kerstins WortMelodie

                Beiträge 17
                17.04.2020

                  "Kissing Lessons" ist das Debüt von Helen Hoang und wurde von vielen Seiten schon hochgelobt. Als ich es dann bei Bookbeat als Hörbuch gesehen habe, habe ich es mir dort geholt. Vorweg sei gesagt, dass mir die Sprecherin sehr gut gefallen hat.

                  Dieses wunderschöne Cover ist mir sofort aufgefallen...auch schon vor BookBeat ...auf den vielen Buchblogseiten und der Verlagsseite. Der Klappentext machte mich mega neugierig auf die Geschichte.

                  Und so fing ich an zu hören.
                  Der Anfang war auch wirklich noch anders und gut. Stella ist eine außergewöhnliche Protagonistin für dieses Genre. Das hat mir sehr gut gefallen.
                  Denn eine Protagonistin mit Asperger ist mal was anderes...ich habe es so jedenfalls so noch nicht gelesen oder gehört. Sie war mir auch von Anfang recht sympathisch. Ich war wirklich super gespannt, wie die Geschichte mit Stella ihren Lauf nimmt.
                  Irgendwann muss ich aber sagen, dass Stella mir viele Gewohnheiten schnell ablegt bzw. ändert. Wie man ja weiß haben Autisten ihre Ablauf und können diesen auch sehr selten abwandeln. Stella scheint damit aber keine Probleme zu haben. Mir ist durchaus bewusst, dass es viele verschiedene Nuancen auch im Autismusbereich gibt, aber so schnell wie sie es ändern oder ablegen kann, kam bei mir nicht authentisch rüber.
                  Michael ist der männliche Part in dieser Geschichte und auch er ist sympathisch und ist ebenfalls nicht der typische Prota in diesem Genre. Also hier hat die Autorin wirklich mal was recht neues geschaffen.

                  Die ersten Kapitel waren also noch spannend und anders. Leider wurde es dann immer mehr zu einer erotischen Story für mich. Und zu dem noch zu einer recht platten, meiner Meinung nach. Das fand ich sehr schade. Ich hatte auf eine schöne Liebesgeschichte gehofft. Eine, die mit
                  Vorurteilen bricht, die Grenzen durchbricht. Schade, dass es dann immer mehr zu einer 08/15 Geschichte wurde.

                  Leider ist "Kissing Lessons" von Helen Hoang nicht das, was ich erwartet habe. Für mich nicht das Richtige...vielleicht bin ich aber auch einfach Geschichten mit zuviel erotischen, platten Parts überdrüssig. Ich weiß es nicht. Denn viel mehr war dieses Buch leider für mich nicht.
                  Aber bitte entscheidet selbst, ob es für euch nicht doch was ist, denn es gibt auch viele positive Meinungen dazu. Bildet euch selbst eine Meinung.

                  Katy15986

                  Beiträge 12
                  10.04.2020

                    Das Buch ist mir durch sein wunderschönes Cover direkt aufgefallen und die Thematik fand ich auch sehr interessant.

                    Stella ist Asperger Autistin und ist in zwischenmenschlichen Beziehungen und Liebesdingen ziemlich unsicher und gehemmt. Um Übung zu bekommen engagiert sie Michael, der bei einen Escortservice arbeitet. Beide ahnen nicht, dass diese Treffen ihrer beiden Leben gehörig auf den Kopf stellen wird.

                    Helen Hoang hat es geschafft mich völlig zu verzaubern. Mit ihrem einfühlsamen Schreibstil hat sie es geschafft das nicht alltägliche Thema Autismus aufzugreifen und ihre Leser zu begeistern.

                    waldhimbeere

                    Beiträge 36
                    07.04.2020

                      Ich wurde auf dieses Buch wegen des wunderschönen Covers aufmerksam und auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Immerhin ist eine Protagonistin mit Autismus und Asperger Syndrom für einen Liebesroman doch mal was ganz anderes.

                      Stella ist 30 und wegen ihrer Krankheit v.a. im Umgang mit Männern und generell mit anderen Menschen mehr als unsicher. Daher engagiert sie einen Escort, der ihr den Umgang mit Männern helfen soll. Nur dumm, dass sich dann eben Gefühle einstellen, die in so einer Beziehung doch gar nichts verloren haben… und diese Gefühle sind nicht nur einseitig.

                      Ein wunderschöner Liebesroman mit prickelnder Erotik und einer Protagonistin, die trotz ihres „Andersseins“ oder vielleicht gerade deshalb sehr liebenswert ist.

                      Elchi130

                      Beiträge 7
                      eine Antwort 28.03.2020

                        Anders als erwartet, jedoch lesenswert

                        Stella ist eine hochfunktionale Autistin mit Asperger-Syndrom. Das bedeutet, dass sie im Umgang mit anderen Personen ungeschickt und unsicher ist, besonders im Kontakt mit Männern. Als ihr ein Kollege sagt: „Übung macht den Meister“, reagiert sie, wie ein Mensch mit Asperger halt auf sowas reagiert, und engagiert Michael, einen Escort. Er soll ihr beibringen, wie sie Männer sexuell gut befriedigen kann…

                        Obwohl es um einen Escort geht, der Sex mit Frauen hat, war ich sehr erstaunt, dass es schon zu Beginn des Buches immer wieder um sexuelle Situationen ging. Zu Beginn war ich enttäuscht, dass es weniger um Romantik und mehr um Sex ging. Doch Stella ist eine so liebenswerte Person, dass ich schon bald von der Handlung gefangen war. Sie legt viele Eigenarten an den Tag, die hochfunktionalen Autisten zugeschrieben werden. Das macht das Buch auf eine liebenswerte Art humorvoll. Und auch Michael, der Escort, schlich sich schnell in mein Herz. Er hat für seine Tätigkeit sehr gute Gründe. Durch sein großes Herz und seine Empathie gegenüber Stella, musste ich als Leserin ihn einfach lieben.

                        Ehrlich gesagt, hatte ich mit einem Liebesroman ohne Sexszenen gerechnet aufgrund des Titels „Kissing Lessons“ und musste mich erst einmal umstellen. Die Szenen fand ich jedoch schön geschrieben und geschmackvoll. Zum Glück hält das Buch auch noch genügend andere Momente und Inhalte bereit, sodass der Sex nicht der alleinige Handlungsträger war.

                        Am Ende des Buches erklärt die Autorin Helen Hoang, dass sie erst als Erwachsene mit eigenem Kind als Asperger-Autistin diagnostiziert worden ist. Daher gehe ich davon aus, dass Stella auch einiges von ihr selbst enthält und dadurch so authentisch wirkt.

                        Fazit: ein schöner Liebesroman mit liebenswerten Hauptpersonen, schönen Sexszenen und einer guten Portion Humor – also alles, was eine Leserin von Liebesromanen für ein paar schöne Lesestunden braucht.

                        • waldhimbeere

                          Beiträge: 36
                          07.04.2020

                          Ich bin in meiner Meinung über das Buch ganz bei dir! Es ist eine schöne, außergewöhnliche Geschichte und auch ich musste mich erst von Liebesroman (zart und romantisch - das war meine Erwartung nach dem Cover) auf Liebesroman mit dem gewissen prickelnden Etwas umstellen.

                        Dark Rose

                        Beiträge 20
                        28.03.2020

                          Erfrischend anders und sehr einfühlsam - ich bin dahingeschmolzen!

                          Stella ist 30 und Asperger-Autistin. Eigentlich ist sie mit ihrem Leben vollkommen zufrieden, würde ihre Mutter ihr nicht mit ihrem Wunsch nach Enkelkindern in den Ohren liegen. Stella wollte keine Beziehung, keine Dates und keinen Sex. Sie fühlte sich bei all dem einfach unwohl. Weil aber ihre Mutter nicht locker lässt und ein sexuell sehr aktiver Kollege meinte, ihr fehle vielleicht einfach die Übung, beschließt Stella genau das auszuprobieren. Sie heuert Michael an, einen professionellen Escort und will von ihm Küssen und Sex lernen.

                          Michael macht den Job eigentlich nur, weil das Geld sonst nicht reichen würde und weil er gut darin ist. Nie hätte er erwartet, dass Stella wirklich erst 30 ist, normalerweise sind seine Kundinnen nie unter 40 und noch viel weniger hätte er damit gerechnet, dass sie ihn auf mehreren Ebenen anzieht und fasziniert.



                          Mir waren Stella und Michael direkt sympathisch. Ich kann mich so gut in Stella hineinversetzen! Ich wollte sie einfach in den Arm nehmen und ihr sagen, dass mit ihr alles in Ordnung ist. Ja, sie ist anders, na und? Solange sie glücklich ist, ist das doch egal!

                          Michael ist so süß im Umgang mit Stella und so verständnisvoll und das nicht nur, weil sie ihn dafür bezahlt, sondern weil er sie mag.



                          Ich liebe Stellas Art zu denken und ihre Art sich auszudrücken. Zum Beispiel, gefällt ihr Michaels Geruch und sie kann sich das nicht erklären und sagt dann „Dein Körper setzt biologische Kriegsführung gegen mich ein.“ (Kissing Lessons, S. 49) Ich musste gleichzeitig grinsen und wollte Stella in den Arm nehmen.



                          Ich bin einfach hin und weg. Die beiden Protagonisten haben mich verzaubert. Ich habe von Anfang an mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, war, dass Michael andauernd betont, dass Stella ihn nicht wollen kann und ihn bestimmt fallen lassen wird, sobald sie alles gelernt hat. Ich kann verstehen, woher diese Unsicherheit kommt, aber mir wird sie etwas zu häufig ausgebreitet. Aber nicht so oft, dass ich dafür Sterne abziehen würde.



                          Die Wendung war leider etwas klischeehaft, aber zum Glück hat sich das wenigstens nicht ewig hingezogen und es hat auch gepasst. Was mir besonders gut gefiel war das Ende noch vor dem Epilog. Natürlich verrate ich nicht, was da passiert, aber ich finde es passt so gut zu den Charakteren.



                          Fazit: Ich war unsicher als ich den Klappentext las, ob mir das Buch gefallen würde. Küss-Unterricht? Aber ich bin echt froh, dass ich mich getraut habe, denn das Buch hat mir richtig, richtig gut gefallen. Ich bin dahingeschmolzen! Ich finde die Charaktere, auch die Nebencharaktere, wirklich toll. Ich fand sie direkt sympathisch und konnte mit beiden Protagonisten sehr gut mitfühlen, aber vor allem mit Stella habe ich mich stark identifiziert. Ich finde sie einfach wunderbar, so echt und süß.



                          Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, der ungewöhnliche Protagonistinnen mag und auch gern mal einen Liebesroman liest, der von der Norm abfällt. Zwar gibt es einen Klischee-Moment, aber der ist zum Glück recht kurz und passt zur Handlung und den Protagonisten.



                          Absolute Leseempfehlung!

                          Drakonia

                          Beiträge 6
                          26.03.2020

                            Auf dieses Buch habe ich mich schon seit der Verlagsvorschau gefreut. Meiner Meinung nach gibt viel zu wenige Romane wo die Charaktere irgendwie "anders" sind, nicht so wie man sie gerne hätte. Doch da ist oft die Schwierigkeit für die Autoren, dass viel Klischeehaft vorgestellt wird oder einfach nicht richtig recherchiert wurde.

                            Aber nicht so bei "Kissing Lessons". Die Protagonistin Stella ist Asperger Autistin. Für sie sind viele Dinge einfach schwierig die für andere einfach sind. Wie z.B. Kontakt und Nähe zu anderen Menschen oder einfach mal spontan sein. Solche Dinge fallen Stella sehr schwer.
                            Als ihre Mutter anfängt von Enkelkindern zu reden, merkt Stella, dass sie eigentlich von Männern keine Ahnung hat und auch nicht weiß wie gewisse Dinge ablaufen. Sie möchte sich "ausbilden" lassen um eine gute Liebhaberin zu sein. Und wer wäre da nicht besser für geeignet, als ein Escort ? Michael soll sie in Sache Sex ausbilden und ihr die Dinge beibringen. Doch alles kommt anders als man glaubt.

                            Mir hat die Geschichte bis auf einige Sache sehr gut gefallen. Stella ist natürlich durch ihre Art, wo für sie nichts kann, teilweise doch witzig und unglaublich süß, da sie einfach unbeholfen ist und es einfach nicht besser weiß. Bei Michael hatte ich am Anfang das Gefühl, er ist ein Typ der einfach jede haben kann und als Escort arbeiten weil es ihm Spaß macht. Doch auch er hat ein Geheimnis und ist einfach auch der komplette Familienmensch. Manchmal etwas schwer von Begriff aber doch einfach ein toller Charakter.
                            Nicht so gefallen haben mir die erotischen Szenen. Da waren viele Begriffe die mir einfach nicht gefallen und die ich ungerne lese, da ich mir für die Story etwas anderes gewünscht hätte. Also die gewissen Szenen hätte ich gerne anders verpackt gehabt. Es war doch teilweise sehr vulgär und die Wortwahl ging eher in Richtung Porno als Romantik. Aber das ist auch das einzige Manko an dem Buch.

                            Fazit
                            Bis auf einige wenige Dinge hat ir das Buch wirklich gut gefallen.
                            4 von 5 Büchern

                            Clea

                            Beiträge 29
                            20.03.2020

                              Ich bin von dieser Reihe ein großer Fan! Der Kyss-Verlag hat schon wirklich einige tolle Bücher rausgebracht, diese Reihe ist aber nochmal ein totales Highlight für mich! Es wird ja das Thema Autismus behandelt und das findet man in so einer Weise sehr selten auf dem deutschen Buchmarkt, wenn überhaupt! Stella zu begleiten war echt toll und ich denke auch, dass man durch solche Bücher Menschen mit Autismus teilweise besser verstehen kann, auch wenn es ja sehr viele unterschiedliche Arten von Autismus gibt. Dadurch, dass die Autorin selbst Autismus hat, wirkt das Ganze auch sehr echt. Trotzdem finde ich auch nicht, dass der Autismus in dieser Reihe im Vordergrund steht. Im Vordergrund stehen die Protagonisten und nicht der Autismus. In diesem Buch geht es ja um Stella. Dadurch, dass sie Autismus hat, sieht sie die Welt teilweise ganz anders und das fande ich wirklich interessant zu lesen und fande ich auch so besonders an der Geschichte. Es ist wirklich anders als jeder andere Liebesroman, den ich bisher gelesen habe, allerdings meine ich das positiv.! Eine wirklich süße Geschichte, bei der man auch was lernen kann würde ich mal sagen!:-)

                              kerstin2601

                              Beiträge 46
                              04.03.2020

                                Trotz des ungewöhnlichen Hintergrunds und guten Themas finde ich den Roman nicht so ganz meinen Geschmack.
                                Wobei natürlich der Unterhaltungswert absolut da ist jedoch der Authismus und das Verhalten nicht so ganz der Realität entsprechend sein dürften.
                                Die restlichen Romane der Reihe sind für mich nicht unbedingt wichtig zu lesen.

                                Sarih151

                                Beiträge 9
                                25.02.2020

                                  Eine besondere Liebesgeschichte - wunderschön & bedeutsam - mein Lesehighlight!

                                  „Kissing Lessons“ ist der Auftakt der „KISS, LOVE & HEART“-Trilogie von Helen Hoang.
                                  Sie erzählt nicht nur die überaus süße Liebesgeschichte von Stella und Michael,
                                  sondern gibt zugleich viel von sich selbst und von mit Autismus lebenden Menschen preis.

                                  Das Cover zog mich förmlich an.
                                  Es ist schlicht und farbenfroh,
                                  und damit ein toller Blickfang!
                                  Letztendlich war mein Interesse aber aufgrund des Klappentextes und der besonderen Persönlichkeit der Protagonistin geweckt worden.

                                  Stella ist eine Asperger-Autistin,
                                  und bis auf ein paar Einschränkungen beim Umgang mit ihren Mitmenschen,
                                  führt sie ein ganz normales Leben.
                                  Neuerdings jedoch, drängt sie ihre Mutter, einen Partner zu finden,
                                  und eine Familie zu gründen.
                                  Etwas das Stella sich auch wünscht,
                                  müsste sie dafür nicht mit einem Mann intim werden.
                                  Denn genau damit hat Stella Probleme.
                                  Berührungen, Küssen, sich fallen lassen – davor grault es ihr.
                                  Aber vielleicht kann man das ja trainieren?
                                  Stella lässt es auf einen Versuch ankommen, und engagiert den Escort Michael Phan.
                                  Obwohl er sein Handwerk versteht, fällt es Stella zunächst noch schwer sich bei ihm gehen zu lassen.
                                  Doch dann entwickelt Michael eine vollkommen neue Strategie, um Stella, Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, und dabei wird ihr klar, dass sie noch nie bei jemandem so gefühlt hat, wie bei Michael ...

                                  Oh wow.
                                  Ich habe das Gefühl, zu Beginn gar nicht so richtig gewusst zu haben,
                                  was mich hier erwartet.
                                  Aber eines vorneweg: ich habe mich mit jeder gelesenen Seite mehr und mehr in die Geschichte verliebt.

                                  Der Schreibstil ist sehr angenehm und fesselnd.
                                  Die Story wird in der dritten Person erzählt,
                                  und gibt dem Leser sowohl einen guten Einblick in die Gefühle und Erlebnisse
                                  von Stella, als auch von Michael.
                                  Ich war total gebannt, und konnte einfach nicht aufhören,
                                  die Geschichte zu verschlingen.

                                  Stella ist eine wirklich liebevolle Frau.
                                  Ja, sie hat krankheitsbedingt ihre Macken.
                                  Sie braucht ihre Routine, wirkt vor allem im Umgang mit ihren Mitmenschen schnell überfordert und und ihre brutale Direktheit stößt viele vor den Kopf.
                                  Doch Stella meint es wirklich nie böse, ganz im Gegenteil, sie wünscht sich für alle nur das Beste.

                                  Jeder hat wahrscheinlich so seine Vorstellung,
                                  wenn man an einen Escort denkt.
                                  Michael sticht da aber aus der Masse hervor.
                                  Er ist sehr einfühlsam, geduldig und seine Familie treu ergeben.
                                  Tatsächlich fällt es ihm gar nicht so leicht,
                                  seinen Job immer durchzuziehen, und ihn eben nur als Einnahmequelle für Geld zu betrachten.
                                  Michaels wahre Berufung hat mich sehr überrascht – sie formt seinen außergewöhnlichen Charakter.

                                  Die Geschichte von Stella und Michael hat mich – kurz gesagt – vom Hocker gerissen!
                                  Stellas Beeinträchtigung hat die Geschichte für mich zu etwas Besonderem gemacht.
                                  Es ist wie ein Blick hinter die Kulissen.
                                  Die Autorin weiß eben, wovon sie spricht und wie sie es ihren Lesern näherbringen kann.
                                  Es hatte für mich einen sehr lehrreichen Aspekt.
                                  Es ist nicht auf tragisch gemacht, manchmal sogar sehr unterhaltsam, und wirklich gut eingebunden.

                                  Die Liebesgeschichte ist zuckersüß und ist ein bisschen wie das Tüpfelchen auf dem i.
                                  Ja, sie ist vorhersehbar und vor allem in Stellas Gesellschaft polarisierend.
                                  Aber, sie ließ mein Herz höher schlagen und mich mitfiebern!
                                  Für mich, ist die Geschichte unvergesslich!
                                  Sie hat mich so viel gelehrt und empfinden lassen.
                                  Jeder kann, und soll leben und lieben, wie und wen er will.
                                  Und Macken haben wir letztendlich alle. ;)

                                  Eine Liebesgeschichte mit einem ganz besonderem Hintergrund.
                                  Unheimlich schön und bedeutungsvoll!
                                  Ganz klar: ein Lesehighlight!

                                  Ich danke dem KYSS Verlag für die Verlosung auf Lovelybooks und die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

                                  Alica

                                  Beiträge 39
                                  17.02.2020

                                    Nicht nur für Teenies

                                    Es geht um die ganzen ersten Male, die jeder von uns macht. Es geht darum um diese Unsicherheit, weil wir denken, dass alle anderen es perfekt können. Dabei denkt das jeder, weil wir zu selten darüber reden. Mehr fühlen und tun, lautet die Devise in der Liebe.

                                    Stefanie_booksweetbook

                                    Beiträge 10
                                    14.02.2020

                                      Ich habe schon sehr dieser Geschichte entgegengefiebert, denn der Klappentext hat mich sofort überzeugen können.
                                      Ich habe schon das ein oder andere Buch über Autisten gelesen, und daher war ich sehr gespannt, wie die Autorin Helen Hoang dieses Thema umgesetzt hat.

                                      Wir treffen hier auf Stella, die unter dem Asperger-Syndrom leidet. Sie ist Ökonometrikerin und liebt es Algorithmen zu schreiben. Sie arbeitet am Liebsten die ganze Woche, Arbeit ist ihre Leidenschaft. Sie gibt ihr halt, da kennt sie sich aus.
                                      Wären da nicht ihre Eltern, die sie gerne verheiratet und in einer Beziehung sehen würden.
                                      Aber Stella fällt der soziale Umgang mit Menschen schwer, besonders die, die mit Körperkontakt und Intimität zu tun hat. Und da kommt Michael ins Spiel, denn er als professioneller Escort, kann ihr sicher in solchen Dingen einiges beibringen.

                                      Helen Hoang hat mich von der ersten Begegnung mit Stella sofort in den bann der Geschichte gezogen. man merkt das sie sich auskennt und weiß worüber sie schreibt. Ich habe mich so sehr in Stella verliebt. Sie ist so echt, so ehrlich, so mutig und so liebenswert. Ihre Art ist die Sachen beim Namen zu nennen ist so toll und machen sehr sehr sympathisch. Ich musste auch des öfteren schmunzeln, ihre direkte Art aber auch ihre Unsicherheit ist bezaubernd. Michael ist ein wunderbarer und einfühlsamer Mann. Er nimmt Stella ernst und geht sehr vorsichtig und so rücksichtsvoll mit ihr um, dass auch er direkt einen Platz in meinem Herzen bekommen hat.
                                      Die erotischen Szenen waren ansprechend und sehr schön beschrieben, ich fand sie sehr gelungen.
                                      Ich bin sehr begeistert von dieser Geschichte, denn die Autorin hat einen ganz wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt der Autistin Stella beschrieben, sodass ich mich in sie hineinversetzen und ihre Gefühle, ihre inneren Konflikte sehr gut verstehen und nachvollziehen konnte.
                                      Und auch Michael Sicht hat sie sehr schon dargestellt und ich habe mich sehr in die beiden und ihre Geschichte verliebt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5+ Sterne. Ich freue mich schon so auf den nächsten Teil der Kiss, Love & Heart Trilogie.

                                      Bella5

                                      Beiträge 13
                                      12.02.2020

                                        Eine Formel für die Liebe

                                        Die dreißigjährige Stella ist Ökonometrikerin, sie hat einen tollen Job im Silicon Valley mit einem Top – Verdienst, sie kommt aus gutem Hause und sie fährt einen Tesla.
                                        In Sachen Kommunikation und in Liebesdingen ist sie jedoch kein Profi, also engagiert sie kurzerhand einen, um Nachhilfe in Sachen (physischer) Liebe zu erhalten (ihr schmieriger Kollege hatte ihr gesagt, sie müsse üben; Stella versteht keine Ironie). Außerdem ist Stella Autistin, sie möchte dies aber nicht an die große Glocke hängen, und sie hasst es, wenn Leute auf sie Rücksicht nehmen müssen oder sie bemitleiden.


                                        Der Callboy Michael entpuppt sich als große Überraschung – er sieht aus wie ein K – Pop – Star, außerdem ist er sensibel und verständnisvoll, und das Wichtigste: Er respektiert Stella und ihre Grenzen, er weiss zunächst aber nichts von ihrer Diagnose.
                                        Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden verlieben sich ineinander…


                                        Die Autorin Helen Hoang präsentiert hier eine sehr erotische Liebesgeschichte, die kein Coming – of – Age Element enthält; auch ist es kein kitschiges Young – Adult-Gebilde (wobei es ja subjektiv ist, was man als Kitsch empfindet). Im Prinzip ist es eine Art Pretty – Woman -Märchen mit vertauschten Rollen.


                                        Helen Hoang lässt sich genügend Zeit, um die Geschichte zu entfalten; dadurch gibt es keine Logiklöcher, ihre Protagonisten sind „rund“, die Handlung ist nicht unlogisch. Und obwohl man ahnt, wie die Geschichte ausgehen wird, ist sie doch nicht vorhersehbar.


                                        Hoang flicht viele kluge Aussagen in die Geschichte ein: Ein Mensch ist einzigartig, und nicht die Summe seiner Gebrechen. Frauenzeitschriften, die Frauen raten, sie mögen ihre Optik tunen, um einen Mann einzufangen, sind doof. Zumindest denkt sich Stella das, und damit hat sie nicht unrecht. Es gibt romantische und sehr erotische Szenen, die vielleicht nicht jedermanns Sache sind. Stella werden Menschen und Beziehungen immer wichtiger; und sie ist kein Objekt, niemals. Daher finde ich nicht, dass „Kissing Lessons“ ein antifeministischer Roman ist, im Gegenteil. Stella ist unabhängig, sie verdient ihr eigenes Geld und sie hat ihren eigenen Kopf. Sie ist verletzlich und zugleich stark. Michael ist fast zu gut, um wahr zu sein, und die Beschreibungen seines Körpers sind fast ein wenig stereotyp. Das Wichtigste ist jedoch seine Gutherzigkeit, aber er hat auch Schwächen. Er versucht jedoch nie, Stella zu ändern, er unterstützt sie, er nimmt sie ernst.


                                        Sehr gut gefielen mir die Informationen über die asiatische bzw. vietnamesische Kultur, weil ich nicht so vertraut mit ihr bin. Bei den Beschreibungen der Speisen lief mir das Wasser im Munde zusammen, und ich habe erfahren, dass „Laughing in the Wind“ eine Kult –Wuxia- Serie ist. Natürlich ist mir klar, dass in diesem Roman kein Gesamtüberblick über alle Facetten asiatischen Lebens präsentiert wird. Ob manche Details stereotyp sind, wird ein vietnamesischer Leser am besten wissen.


                                        Manche Erzählelemente wirken natürlich wie aus dem Märchen, aber bei einer Liebesgeschichte erwarte ich keine Mann’sche Schwere, aber Plausibilität.


                                        Helen Hoang erzählt Stellas und Michaels Geschichte mit großer Sensibilität, was daran liegen mag, dass sie selbst Autistin ist. Ich finde es gut, dass die story mit Insiderwissen angereichert ist, und dass sie nicht erzählt wird, um Klischees zu bedienen oder weil es gerade en vogue ist.





                                        Fazit:





                                        „Kissing Lessons“ ist eine süße Liebesgeschichte mit sehr erotischen Szenen. Dies muss man mögen, man sollte nicht vor sehr expliziten Szenen zurückschrecken.


                                        Helen Hoang präsentiert eine fast märchenhafte story, nicht ohne Tiefgang .

                                        Honigmaus

                                        Beiträge 9
                                        08.02.2020

                                          Ein Auftrag, der alles verändert

                                          Die Idee, die hinter „Kissing Lessons“ steht, fand ich sehr interessant und so war ich gespannt auf die Umsetzung. Ich empfand sie als erfrischend anderes. Und ich bin jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung, auch wenn Khai hier nur eine kleine Nebenrolle hatte.

                                          Stella und Michael sind zwei liebenswerte Charaktere, die gut ausgearbeitet wurden. Stella ist Autistin. Sie liebt ihren Job und achtet auf ihre Routineabläufe. Überraschungen mag sie nicht. Michael würde alles für seine Familie tun und stellt seine Träume deshalb auch hinten an. Immer wieder beeinflusste diese Einstellung seine Handlungen und Entscheidungen. Und ich hatte immer wieder den Drang, für ihn seine Probleme lösen zu wollen. Einfach, damit er frei ist.

                                          Warum Stella einen Escort engagiert bzw. warum Michael als Escort arbeitet, wurde nachvollziehbar dargestellt. Das Zusammensein der beiden bietet ein unterhaltsames Lesevergnügen.

                                          Die Einblicke in das Leben mit Autismus waren interessant. Aufschlussreich dazu zu lesen war auch das Interview, das auf den Innenseiten des Umschlags abgedruckt ist. Stellas erstes Treffen mit Michaels Familie las ich so auch mit anderen Augen.

                                          Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

                                          Lenisworldofbooks

                                          Beiträge 5
                                          07.02.2020

                                            Stella ist Asperger-Autistin und ihr fällt es dadurch sehr schwer Berührungen zulassen zu können. Um das Küssen zu üben organisiert sie sich einen Escort namens Michael. Mit diesem nimmt sie einige Übungsstunden in Sache Zärtlichkeiten. Dabei merkt sie, wie schön das alles sein kann.



                                            Der Schreibstil von Helen Hoang konnte mich schon auf den ersten Seiten komplett fesseln und begeistern. Das Buch konnte ich gar nicht mehr aus der Hand legen und es lässt sich sehr flüssig lesen. Es wird viel von Stella, aber auch von Michael erzählt. Beide Protagonisten lernt man sehr gut kennen und auch ihre Probleme werden sehr deutlich. Auch wenn Stella das Asperger-Syndrom hat, konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Nur am Ende konnte ich manche Handlungen von Stella und auch von Michael nicht so ganz nachvollziehen und wollte ihnen immer zurufen: "Nein, tus nicht." Michael mochte ich auch von Beginn an sehr gerne. Auch ihn konnte ich sehr gut verstehen, aber erst als ich ihn näher kennen gelernt hatte. Die Gefühle kamen sehr gut bei mir an. Man muss aber schon sagen, dass es wirklich sehr viel um Sex geht. An ein paar wenigen Stellen war mir das schon etwas zu viel. Total gut gefallen hat mir, wie das Asperger-Syndrom dargestellt wird. Ich habe die Auswirkungen auf Stellas Alltag und ihre Eigenheiten dadurch sehr gut nachvollziehen können. Beispielsweise hat sie schon ein einziger falscher Ton auf dem Klavier extrem gestört. Dadurch kommt es natürlich auch zu eher unangenehmen Situationen, bei denen Stella mir sehr leid getan hat. Bei dem Buch handelt es sich definitiv nicht um keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Es ist mal was ganz anderes, als die ganzen New Adult Geschichten, die ich schon gelesen habe.

                                            Das Buch bekommt von mir 4,5/5 Sterne und kann es nur weiterempfehlen.