Janne Mommsen

Die Bücherinsel

In seinem neuen Sommerroman entführt uns Bestsellerautor Janne Mommsen noch einmal auf die idyllische Nordseeinsel und in Greta Wohlerts kleine Inselbuchhandlung. In der Fortsetzung seines Literatur-Spiegel-Bestsellers erzählt er eine anrührende Geschichte über einen Lesekreis, der gleich mehrere Leben verändert. Ein Kurzurlaub zwischen zwei Buchdeckeln für alle, die von frischer Seeluft träumen.
Sandra Malien lebt in einem kleinen Haus am Strand. Durch Zufall landet die quirlige Mittdreißigerin in dem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Hier treffen sich Bücherliebhaber, aber auch diejenigen unter den Insulanern, die abends nicht allein vor dem Fernseher sitzen wollen. Besonders sympathisch ist Sandra der charmante Schulleiter Björn. Nur hat Sandra ein Problem: Dass sie nicht lesen und schreiben kann, ahnt auf der Insel niemand. Eines Tages trifft Sandra Björn unverhofft an ihrer Lieblingsstelle am Strand wieder, sie verbringen einen atemberaubend ­schönen Nachmittag auf der großen Düne. Für Sandra ist danach klar: Sie hat sich Hals über Kopf in diesen Mann verliebt. Aber hat ihre Liebe trotz aller Geheimnisse eine Chance?


Autorenbild Foto von Janne Mommsen

Der  Autor

Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.


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Rezensionen

Furbaby Mom

Beiträge 5
12.05.2019

Urlaubsfeeling pur mit vielen feinen Zwischentönen!
Bereits das traumhaft schöne Cover lässt erahnen, dass es sich bei diesem Werk um einen Wohlfühlroman der ersten Klasse handelt - Janne Mommsen entführt uns auf eine idyllische kleine Insel und ich kann das Leseerlebnis nur als "Kurzurlaub zwischen zwei Buchdeckeln" beschreiben!

Die Hauptfigur Sandra ist eine sympathische junge Frau, die ihr beschauliches Leben genießt und sich scheinbar gut arrangiert hat mit der Tatsache, dass sie nie richtig lesen und schreiben gelernt hat. Zum Glück gibt es ja Hörbücher! Aber nach dem Motto 'unverhofft kommt oft' stolpert sie eines Tages in einen Lesekreis der gemütlichen kleinen Inselbuchhandlung und trifft dort auf den charismatischen Björn, der ihr fortan nicht mehr aus dem Kopf geht. Zu gerne würde sie ihn wiedersehen, doch gleichzeitig hat sie riesige Angst davor, dass er hinter ihr wohlgehütetes Geheimnis kommen könnte…denn im Laufe der Zeit hat Sandra gelernt, ihren Analphabetismus gekonnt zu überspielen…

Sandras Gedanken sowie die Dialoge mit den Nebenfiguren wirkten auf mich stets äußerst authentisch und daher total glaubwürdig. Überhaupt finde ich es bewundernswert, dass der Autor ein solch wichtiges Thema wie Analphabetismus, das leider immer noch ein viel zu großes Tabu in der heutigen Gesellschaft darstellt, zu einem zentralen Element der Handlung gemacht hat. Sandras Selbstzweifel und Ängste, aber auch ihre Hoffnungen und Wünsche werden einfühlsam behandelt und so lebensnah widergegeben, dass man das Gefühl hat, Sandra schon lange zu kennen.

Ich kann gar nicht genug hervorheben, wie wundervoll es war, mal ein Werk zu lesen, das gänzlich ohne Hinterhältigkeit oder Trauerfälle auskommt, ohne dabei an Spannung oder Intensität zu verlieren! Richtig klasse!!

Der Roman ist eine in sich geschlossene Geschichte; obwohl ich den Vorgängerband, "Die kleine Inselbuchhandlung", noch nicht kannte (was ich zügig nachholen werde!) , habe ich mich gleich in der Handlung zurechtfinden können – alle Personen werden ausführlich vorgestellt und nie entsteht das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder aufgrund fehlender Hintergrundkenntnisse eine Entwicklung nicht nachvollziehen zu können. Der Schreibstil des Autors ist durchwegs optimistisch und angenehm, immer verständlich und nie künstlich überladen; man möchte gar nicht aufhören zu lesen! Janne Mommsen findet genau den richtigen Ton, um ernste Themen einfließen zu lassen, ohne dass sie erdrückend wirken, um eine zarte Anbahnung von Gefühlen entstehen zu lassen, die – im Gegensatz zu der in vielen anderen Liebesgeschichten – völlig ungezwungen wirkt.

Dieser bezaubernde, luftig-leichte Roman lebt nicht nur von seiner feinfühligen Erzählweise und vielen kleinen romantischen Momenten, sondern vor allem von seinen bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen, die zum Träumen einladen und die Sehnsucht nach einem Urlaub am Meer wecken.
Fazit: Die perfekte Lektüre zum Zurücklehnen und Entspannen!

KatiKatharinenhof

Beiträge 93
17.04.2019

Inselliebe

Sandras Leben auf der kleine Insel ist geprägt vom Leben im Einklang mit der Natur.Sie genießt die herrlichen Sonnenuntergänge, den Wind in den Haaren und genießt das Leben.
Mehr oder weniger freiwillig rutscht sie als Teilnehmerin in einen Leserkreis, der sich munter über alle Arten von Bücher und deren Inhalt austauscht. Mittendrin der smarte Björn, der Sandras Herz ins Stolpern bringt.
Doch Sandra fühlt sich irgendwie fehl am Platz, denn keiner kennt ihr Geheimnis - sie kann nämlich weder lesen noch schreiben. Wie soll sie diese Hürde meistern und mit den anderen Teilnehmern über Bücher diskutieren ?
Sandra greift zu einer List und die führt letztendlich auch dazu, dass die Gefühle für Björn immer mehr werden....

"Die Bücherinsel" ist ein wundervoller kleiner Inselroman, der mit einem doch sehr ernsten Thema um die Ecke kommt. Janne Mommsen verpackt dabei die Probleme von Sandra als Analphabet in geschickt in die kleinen und großen Konflikte der Inselbewohner, nimmt somit die Schwere heraus und gibt so seiner Schlüsselfigur dien notwendigen Spielraum, um sich zu entwickeln und den Weg zurück ins "lesende" Leben zu finden.
Sandras Energie und Tatendrang gefällt mir, denn irgendwie wirkt das alle schon ansteckend und ich freue mich immer mit ihr, wenn sie ein kleines Hindernis genommen hat und erste Erfolge zu verzeichnen sind. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt und es scheint, als würden dem Autor nie die guten Ideen ausgehen, denn er überrascht immer wieder mit neuen Konzepten und Projekten, damit Sandra endlich ans Ziel kommt.
Die Inselbewohner sind dem Autor auch diesmal wieder gut gelungen und ich bin erneut mittenunter ihnen, wenn sie ihre Spleens und Macken ausleben :-)
Ganz besonders gut gefällt mir aber, dass Janne Mommsen den Zauber der Insel tatsächlich mit all ihren Farben zu Papier bringt und mich so mit den vielen Facetten der Insel vertraut macht.
Egal ob romantischer Sonnenuntergang, wildes Wellenspiel, gemütliches Picknick zwischen den Dünen - Mommsen weiß genau, wie man Inselflair und Küstenzauber in Worte fasst und den Leser mit einem Hauch Meerweh versorgt.
Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die man gerne im Strandkorb zur Entspannung liest - gehört in jede Strandtasche :-)

Hermione

Beiträge 11
31.05.2019

    "Wunderbares Inselflair mit einer sympathischen Protagonistin":

    Sandra hat ein großes Geheimnis, das sie über viele Jahre gut gehütet hat, denn sie kann nicht lesen und schreiben und ist inzwischen sehr geübt darin, sie mit vielen Ausreden durchs Leben zu schummeln. Doch dann gerät sie durch Zufall in den Lesekreis der Insel, bei dem auch der attraktive Inselschullehrer Björn mitmacht, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Wird sie auch hier weiter mit ihren Lügen durchkommen und hat diese Sympathie überhaupt Zukunft…?



    Meine Meinung:

    Wie auch im Roman „Die kleine Inselbuchhandlung“ war ich aufgrund der sehr angenehmen und flüssigen Schreibweise von Janne Mommsen sofort mitten in der Handlung. Man muss „Die kleine Inselbuchhandlung“ nicht vorher gelesen haben, aber für mich gab es dadurch ein sehr schönes Wiedersehen mit liebgewonnen Personen aus diesem Roman.

    Darüber hinaus wird die Protagonistin Sandra sehr sympathisch beschrieben, wobei sie sich leider allerdings selbst sehr oft im Weg steht und man sie als Leserin manches Mal ein bisschen zu ihrem Glück „schubsen“ möchte. Doch im Laufe des Romans zeigt sie eine beachtliche Entwicklung, die mir sehr gut gefallen hat.

    Auch das wunderbare und besondere Flair der Nordseeinsel kommt total gut rüber. Ich konnte das Salz des Meeres riechen und den Wind im Gesicht spüren, als ich den Roman gelesen habe, zudem konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie der heiße Sommer 2018 an der Nordsee war. Die herrliche Landschaft, der Strand, die Nordsee – die „Farben der Insel“ – werden auch durch das Thema des Lesekreises literarisch sehr gut verarbeitet und dargestellt. Ich habe mich daher zum einen richtig in Urlaubsstimmung versetzt gefühlt, zum anderen war es aber auch eine tiefergehende literarische Befriedigung, die mich ausgefüllt hat.



    Fazit:

    Auch der neue Roman von Janne Mommsen ist wieder ein sehr schönes Wohlfühlbuch nicht nur für Nordsee- und Bücher-/Literaturfans. Wie ein kleiner Urlaub!

    kelo24

    Beiträge 9
    11.05.2019

      Sandra landet ungeplant in einem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung, an dem neben einigen ihrer Freunde auch der neu zugezogene Lehrer Björn teilnimmt. Nicht nur die Diskussionen über Bücher sondern auch Björn üben eine Anziehungskraft auf Sandra aus, der sie sich nur schwer entziehen kann. Es gibt dabei nur ein Problem – sie ist Analphabetin und bisher ist das ein gut gehütetes Geheimnis.
      .
      Den ersten Satz der Geschichte hatte ich noch nicht ganz zu Ende gelesen und war doch schon wieder voll im Griff meiner Inselsehnsucht. Nur zu gerne bin ich deshalb mit Sandra auf der Fähre zurück zur Insel gefahren, um sie dort die nächste Zeit über zu begleiten.
      Sandras Problem wird zum zentralen Mittelpunkt ihres Lebens. Über viele Jahre ist es ihr bislang erfolgreich gelungen durch Ausreden (Brille vergessen), elegante Umwege und ihr phänomenales Gedächtnis diese Klippe zu umschiffen, jetzt aber hat sie sich auf den Lesekreis eingelassen und weiß nicht mehr aus noch ein. Dabei hat sie selbst eine Geschichte verfasst und dort auswendig vorgetragen, die alle Teilnehmer beeindruckt hat. Ihr Blick für „Die Farben der Insel“ ist eine Liebeserklärung an ihre Insel mit ihren 4 Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft.
      Neben dem Umgang und der Bewältigung des Analphabetismus gibt es wieder jede Menge stimmungsvolle Inselatmosphäre, sei es als Wattwanderung oder als Sonnenbad in den Dünen. Bei Fahrradtouren über Land kann man die Weite der Landschaft genießen und sich den Wind durch die Haare pusten lassen. Schön war auch das Wieder“sehen“ mit den alten Bekannten aus der kleinen Inselbuchhandlung.

      Für mich war dies wieder ein Wohlfühlroman, bei dem die Seele baumeln und die Fantasie auf Reisen gehen kann zum Inselluft schnuppern. Denn Inselluft macht glücklich!

      Dreamworx

      Beiträge 18
      10.05.2019

        Inselfarben

        Seit 5 Jahren schon lebt die 35-jährige Sandra Malien als Mieterin eines Verlegers direkt am Strand und verdient sich ihren Lebensunterhalt mit Putzen auf einer Fähre. Sie gehört bereits zur Inselgemeinschaft fest dazu, dabei weiß niemand, dass sie bis zu ihrem Auftauchen auf der Insel ein Schaustellerkind war und sie nie richtig lesen und schreiben gelernt hat. Doch sie besitzt ein ausgezeichnetes Gedächtnis, dass ihr bisher dabei geholfen hat, sich durchzumogeln. Doch dann landet sie eines Tages in Gretas Inselbuchladen bei einem dort stattfindenden Treffen des örtlichen Lesekreises, der nicht nur aus Krabbenfischer Jan und seiner besten Hälfte, der Polizistin Ellen besteht, sondern auch Arzthelferin Andrea ist Mitglied sowie der neue Grundschullehrer Björn und die zugfreiste Werbetexterin Franziska aus Hamburg. Gerade Björn hat es Sandra schnell angetan, so ist sie schnell Teil des Lesekreises, denn ihre Beiträge über die Landschaft und das Wattenmeer werden allseits geschätzt, vor allem von Björn. Doch sie muss die gemeinsam ausgesuchten und geplanten Texte auswendig lernen, damit sie den anderen weiterhin was vormachen kann und niemand von ihrem Handicap erfährt. Nebenbei arbeitet sie per Diktiergerät an einer Geschichte über die “Farben der Insel”. Als sie daraus unter falschem Namen zitiert, sind alle ganz hin und weg und wollen mehr von der unbekannten Autorin hören. Wird Sandra ihr Geheimnis weiterhin wahren können? Und was wird Björn dazu sagen?

        Janne Mommsen hat mit seinem Buch “Die Bücherinsel” seinen neuen Roman vorgelegt, der mit vielen altbekannten Protagonisten irgendwie als Fortsetzung für “Die Inselbuchhandlung” gelten könnte, die nämlich auch eine größere Rolle in dieser Geschichte spielt. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und leicht, immer mit einem kleinen Zwinkern im Augenwinkel, der Leser wird mit den ersten Zeilen bereits an die Seite von Sandra gebeamt und darf sie auf ihren Inseltouren begleiten und gleichzeitig Einblick in ihr Herz und ihre Seele nehmen. Dem Autor gelingt es mit einer wunderbaren Leichtigkeit, die Inselstimmung mit wenigen Worten einzufangen. Gleichzeitig ist es toll zu beobachten, dass die jeweilige Landschafts- und Wetterszenerie immer irgendwie auch zur Stimmung der Hauptprotagonistin passt. Der Leser fühlt sich schnell als Teil der engen Inselgemeinschaft, streift per Kopfkino durch die Dünen und lässt sich ein Bad in der kalten See am frühen Morgen gefallen. Der Autor hat sich diesmal als Hauptthema Legasthenie und Analphabetismus vorgenommen und zeigt sehr schön auf, mit welchen Tricks und Eselsbrücken die Menschen durchs Leben gehen, um niemandem aufzufallen und nicht für dumm gehalten oder sogar ausgegrenzt zu werden. Solch ein Leben muss unwahrscheinlich anstrengend sein, die Scham ist verständlich, aber gleichzeitig fehl am Platz, da man gegen diese Schwäche ja etwas unternehmen kann.

        Die Charaktere sind ein liebevoller Haufen unterschiedlichster Typen, die alle sehr detailliert gestaltet und mit Leben versehen wurden. Mit individuellen Eigenschaften schleichen sie sich in das Herz des Lesers und geben ihm so die Chance, mit ihnen zu fiebern und zu fühlen. Sandra ist eine fleißige Frau, die eine tolle Beobachtungsgabe sowie eine Händchen für Ausdrucksstärke besitzt. Sie liebt das Inselleben und kann mit Worten so wunderbar umgehen, dass man beim Zuhören regelrecht in Trance gerät. Sie hat sich mühsam von ihrer Familie abgenabelt und endlich ihr Leben so eingerichtet, wie es ihr gefällt. Franziska ist eine Frau, die unbedingt ihren ersten Roman veröffentlichen will, dabei kann sie besser organisieren oder Marketingstrategien umsetzen. Björn ist Lehrer und gibt den kleinsten Schülern Leseunterricht. Auch Greta, Eike, Jan oder Ellen tragen mit ihren Auftritten zum Wohlgefühl der Handlung bei.

        “Die Bücherinsel” ist einmal mehr ein Buch, dass dem Leser während der Lektüre auf wundersame Weise einen wohligen Kurzurlaub beschert, während die Gedanken auf Inselreise gehen. Verdiente Leseempfehlung!

        nellsche

        Beiträge 19
        30.04.2019

          "Ein Wohlfühl-Liebesroman"

          Sandra lebt in einem kleinen Haus auf einer Insel. Niemand ahnt, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Dann landet sie eines Tages ausgerechnet in einem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Dort lernt sie auch Björn kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

          Dieser Inselroman hat mir richtig gut gefallen. Es war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, und es wird definitiv nicht das letzte sein.
          Der Schreibstil war wunderbar leicht zu lesen, so dass ich sofort in die Geschichte einfinden und eintauchen konnte. Ich hatte das Buch dann auch ratzfatz fertig gelesen.
          Die Charaktere wurden alles sehr gut gezeichnet. Sandra war eine unglaublich sympathische Protagonistin, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Ich habe mit ihr mitfühlen und mithoffen können. Ihre Situation als Analphabetin wurde sehr authentisch beschrieben und ich war gespannt und erstaunt, wie sie ihren Alltag meistern und ihre Schwäche verbergen konnte.
          Aber nicht nur die Personen waren toll beschrieben, sondern auch die wunderschöne Umgebung hat der Autor zum Leben erweckt. Ich hatte alles richtig toll vor Augen, weil es total bildhaft gezeichnet wurde.
          Ich habe mich beim Lesen dieser zauberhaften und tiefgehenden Geschichte rundum wohlgefühlt. Und ich war gespannt, wie sie ausgehen wird. Das Ende war dann auch absolut passend und perfekt für diesen schönen Roman.

          Ich kann diesen warmherzigen Wohlfühl-Liebesroman absolut empfehlen und vergebe daher 5 von 5 Sternen.

          archer2603

          Beiträge 21
          27.04.2019

            Die Bücherinsel von Janne Mommsen aus dem Hause Rowohlt Polaris

            Inhalt:
            Cover "Lesen macht glücklich", genau. Das finde ich auch.

            Sandra Malien war als Kind und junge Frau mit ihrer Familie als Schaustellerin in den Landen unterwegs. Deshalb hat sie nie richtig lesen und schreiben gelernt. Das versteckt sie, wie die meisten Analphabethen, sehr gut im Alltag. Hier auf der Insel hat sie eine kleine Wohnung, tolle Freunde und einen Putz-Job auf der Fähre. Eigentlich alles gut. Bis sie in den Lesekreis gerät und Björn kennenlernt.

            Persönliche Meinung:
            Mir gefällt der Schreibstil von Janne Mommsen sehr gut. Das Buch liest sich flüssig und man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Die örtlichen Beschreibungen sind so schön gemacht, dass man alles bildlich vor sich sehen kann.
            Die Protagonisten sind alle sehr sypmathisch. Sandra hat, wie es auf so einer kleinen Insel ist, gute Freunde gefunden. Das hat mir gefallen. Auch, wie alle zusammengehalten haben. Das ist schon etwas besonderes. Selbst der Verleger war ein angenehmer Mann.
            Ich fand das Buch zu keiner Zeit langweilig. Die Spannung baute sich stetig auf, bis zum Ende dann die Auflösung kam.

            Mir hat das Buch super gefallen und ich sage klar "Kaufempfehlung" und 5*****

            tigerbea

            Beiträge 59
            26.04.2019

              Sandra Malien kann weder lesen noch schreiben und hat gelernt, dies gut zu tarnen. Als sie eines Tages in der Inselbuchhandlung auf den Lesekreis trifft, wird sie dort mit offenen Armen empfangen. Geschickt täuscht sie auch dort über ihre Schwäche hinweg. Doch als Sandra sich in Björn, einen Schulleiter, verliebt, steht für Sie fest, daß sich ihr Leben ändern muß.


              Janne Mommsen bezaubert auch mit diesem Roman wieder. Er schafft es immer wieder zu überzeugen. Seine Bücher sind wunderschön zu lesen, der Text fließt nur so dahin. Dazu hat er ein Gespür dafür, wie man diese wunderbare Landschaft vor den Augen des Lesers lebendig werden läßt. Man spürt hier den Wind, hört die Wellen rauschen und hat das Gefühl, selbst durch das Watt zu laufen. Da werden Urlaubsgefühle wach! Besonders schön ist es für mich, in jedem seiner Bücher auf Charaktere seiner früheren Bücher zu treffen. So setzt sich hier Sandras Geschichte fort, die in "Die kleine Inselbuchhandlung" ihren Anfang nahm. Damals als Randgeschichte zu Gretas Geschichte, nun ist es genau umgekehrt. Trotz der Romantik und heilen Welt, die Janne Mommsen in seinen Büchern als Geschichte nimmt, gibt es immer auch ein ernstes Thema. Hier ist es die Problematik von Analphabeten. Sehr deutlich erfährt man hier, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, damit sie ihr Geheimnis bewahren können. Und welchen Erfindungsreichtum sie haben, denn sie suchen immer neue Ausreden, warum sie jetzt gerade nicht lesen können. Aber man lernt hier auch, daß sich niemand aufgrund seiner Schwächen verstecken muß. Mit genug Mut und Willen kann man viel erreichen. Man kann glücklich werden, wenn man seinen Weg geht, sich von niemandem bevormunden läßt und auf gute Freunde bauen kann.

              Ich kann diesen Roman wieder absolut empfehlen und bin schon jetzt gespannt, was im nächsten Roman auf Föhr passiert!

              nicole_pichler

              Beiträge 23
              23.04.2019

                „Die Bücherinsel“ von Janne Mommsen spielt irgendwo auf einer Insel der Nordsee. Auf dieser Insel lebt Sandra und arbeitet als Putzfrau auf der Inselfähre. Nebenbei denkt sie sich wunderbare Geschichten aus. Leider kann sie nicht Lesen und Schreiben, landet aber durch Zufall in einem Lesekreis, in dem über Bücher und Texte gesprochen wird.
                Dort trifft sie auch auf Björn, in den sie sich verliebt. Er ist Lehrer und Sandra hat Zweifel, dass er sie jemals lieben könnte, weil sie ja nicht Lesen und Schreiben kann.
                Sandra ist eine tolle Frau. Obwohl sie nicht lesen und schreiben kann, hat sie sich ein Leben auf der Insel aufgebaut. Sie ist beliebt bei den Inselbewohnern und hat die Gabe auf Menschen zuzugehen. Keiner merkt ihr an, wofür sie sich schämt. Außerdem besitzt sie die Gabe sich wundervolle Geschichten auszudenken, die sie dann in ihr Diktiergerät spricht.
                Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, denn er spielt an einem der schönsten Orte der Welt. An einem Ort, wo es im Sommer viel Sonnenschein gibt, man im Meer baden kann und wo man alleine durch den Blick aufs Meer zu sich selbst findet.
                Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil und schon nach den ersten Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin in Sandras Leben eingetaucht und habe mit ihr quasi mitgelebt. Ich konnte mich sehr gut in Sandra hineinversetzen und durch die schönen Worte des Autors, konnte ich das Meer, den Strand, die Wellen, den Wind und die Dünen sehen und fühlen.
                Ich fand die Zusammentreffen des Lesekreises richtig schön und es war schön zu sehen, wie Sandra sich in Björn verliebt.
                Auch wenn Sandra ganz viel an sich gezweifelt hat, war es schön zu lesen, wie sie um alles kämpft. Wenn sie mal ein Ziel vor den Augen hat setzt sie es auch durch.
                Dieser Roman war wunderbar zu lesen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl genau dort zu sein wo Sandra jetzt ist. Sie hat mich einfach mitgenommen auf die Insel und ich habe es sehr genossen und mich wohlgefühlt.
                Es war für mich ein sehr emotionaler Roman mit Höhen und Tiefen, den ich nicht missen möchte.
                Ein Roman mit vielen schönen Worten und Sandras erfundener Geschichte „Farben der Insel“, die mich sehr berührt hat.

                Von mir gibt es für diesen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

                C. Sch.

                Beiträge 14
                23.04.2019

                  INHALT:
                  Eine kleine Wohnung direkt am Strand ist das Zuhause von Sandra. Sie liebt ihre Insel und sie liebt ihr Leben dort. Nur hat die ein Problem- sie kann nicht lesen und nicht schreiben, womit sie aber sehr gut umgehen kann. Bis sie eines Tages durch Zufall den Lesekreis der Insel kennenlernt. Dort treffen sich die Insulaner und diskutieren über Bücher, was Sandra sehr interessant findet, denn Hörbücher sind ihre grosse Leidenschaft. Und plötzlich ist sie mittendrin. Ausserdem gibt es da noch Björn, den Direktor der Schule. Sie trifft ihn in ihrer Lieblingsdüne, verbringt einen unvergesslichen Nachmittag mit ihm und verliebt sich Hals über Kopf. Doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance? Sie die Analphabetin und er der studierte Lehrer.....
                  MEINE MEINUNG:
                  Wieder entführt uns Janne Mommsen hier auf diese wunderschöne und romantische Insel, wo wir alte Bekannte aus "Der Inselbücherei" wiedertreffen. Sofort nach den ersten Sätzen hat sich bei mir wieder das heimlige Gefühl eingestellt, nach Hause zu kommen zu willkommen zu sein. Es war wieder so schön dorthin zu reisen. Durch seinen bildhaften, poetischen und sehr flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und wieder sind da diese symphatischen und liebenswerten Protagonisten, die doch auch durchaus authentische Sorgen haben. Dies alles bettet Janne Mommsen hier in eine wunderschöne Beschreibung der Landschaft, der Insel ein. Man hat beim Lesen das Gefühl, man ist dort, man spürt den Wind, hört die Wellen und der Sand rieselt durch die Zehen. Zum Ende hin kommt noch etwas Spannung auf und der Ausgang der Geschichte ging mir sehr ans Herz. Besonders schön fand ich, dass wieder soviel an Leser und Bücherliebhaber gedacht wurde, ich liebe es
                  FAZIT:
                  Für mich wieder eine sehr gelungene Reise auf diese liebenswerte Insel und eine kleine Auszeit vom Alltag.

                  vronika22

                  Beiträge 19
                  21.04.2019

                    Inhalt:
                    Sandra lebt in einem kleinen Haus am Strand, sozusagen zur Untermiete bei einem Verleger. Sie ist Mitte dreißig und Analphabetin. Als Kind von Schaustellereltern hatte sie es nicht immer leicht. Allerdings verheimlicht sie dieses Defizit vor ihren Freunden und allen Inselbewohnern. Als sie zufällig Mitglied im Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung wird, verstrickt sie sich immer mehr in Lügen. Und Lügen haben bekanntlich kurze Beine...
                    Meine Meinung:
                    Auch wenn dieser Band die Fortsetzung zu „Die kleine Inselbuchhandlung“ ist, so kann man die Bücher sehr gut einzeln lesen. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, und hatte keine Probleme in die Handlung hinein zu kommen.
                    Entstanden ist ein schöner Inselroman, bei dem die Umgebung ganz wunderbar beschrieben ist. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet.
                    Janne Mommsen packt bei diesem Buch mit dem Thema Analphabetismus ein Thema an, das wahrscheinlich mehr Leute betrifft, als man denkt. So ist es auch hier mit der Hauptprotagonistin Sandra. Sie bekennt sich nicht dazu und versucht es nicht zu ändern (zumindest anfangs), sondern sie mogelt sich so durchs Leben. Dabei könnte sie eigentlich viel mehr in ihrem Leben erreichen und hat viele Talente. Durch diese Thematik gewinnt der Liebesroman natürlich sehr an Tiefe.
                    Grundsätzlich wirklich ein sehr schönes und gut zu lesendes Buch. Allerdings einen kleinen Abstrich muss ich machen. Es gab mir einfach etwas zu viel Zufälle, die zwar ganz gut in die Handlung hineingepasst haben, aber manchmal etwas zu viel des Guten waren. So kam das bei mir nicht so ganz authentisch rüber, dass Sandra sich als Analphabetin ausgerechnet in einen Lehrer verliebt und dann auch noch im Hause eines Verlegers wohnt und ganz toll Bücher schreiben kann.
                    Aber es ist ja Fiktion, von daher ist es wirklich ein sehr schöner Roman für schöne Stunden zum Entspannen und Träumen. Ich würde das Buch als eine Art Wohlfühlroman oder auch Urlaubsroman bezeichnen, und vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben. Auf jeden Fall hat mir das Buch schöne Lesestunden beschert!

                    sommerlese

                    Beiträge 120
                    20.04.2019

                      Der Roman "Die Bücherinsel" von Janne Mommsen erscheint im Rowohlt Polaris Verlag.

                      Sandra Malien ist vor ihrem alten Leben auf eine Insel geflohen und lebt in einem kleinen Haus am Strand. Mit dem Schaustellerleben ihrer Eltern konnte sie auf Dauer nichts anfangen, da nimmt sie lieber eine Putzstelle an und genießt die Natur und das Leben auf der Insel. Der Zufall führt sie in den Lesekreis der Inselbuchhandlung. Wer sich für Bücher interessiert und nicht allein vor dem Fernseher sitzen möchte, kommt gern hierher. Sandra liebt Geschichten und Hörbücher, doch sie hat ein Problem: Sie kann weder lesen noch schreiben. Noch ahnt davon niemand etwas.

                      Nachdem wir in "Die kleine Inselbuchhandlung" bereits Greta mit ihrem Laden kennen gelernt haben, geht es dieses Mal um Sandra. Sie liebt die Natur auf der Insel und kann sich gar nicht satt sehen an den schönen Ausblicken aufs Meer, an den Farben des Wassers und des Himmels. Oft sitzt sie an ihrer Lieblingsstelle am Strand und dann trifft sie dort ausgerechnet auf den sympathischen Leiter der Grundschule Björn. Nach einem wunderschönen gemeinsamen Nachmittag verliebt sie sich nin ihn, doch kann sie vor ihm ihr Problem verbergen? Als Kind von Schaustellern hat sie nie richtig lesen und schreiben gelernt, doch das kann sie in ihrer Putzstelle gut verbergen.

                      Dieser Roman hat mich mit den atmosphärischen Beschreibungen der Insel und den Naturschönheiten sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Besonders die bildhafte Schilderung des Farbenspiels am Meer hat mir gut gefallen. Es fällt auf, dass die Zustände vom Wetter und der Landschaftsbilder auch in direkter Verbindung mit der jeweiligen Stimmung von Sandra stehen. Das unterstreicht das Kopfkino noch umso mehr.

                      Der Schreibstil ist flüssig und leicht, man sieht sofort die Welt aus Sandras Augen, erfährt ihre Gedanken und Ängste und ist bei ihren Ausflügen auf der Insel immer dabei.

                      Janne Mommsen rückt in diesem Roman das Thema Analphabetismus in den Mittelpunkt. Es hat mich immer gewundert, wie Menschen ohne diese Schreib- und Lese-Kenntnisse unbemerkt durchs Leben kommen. Hier werden einige Hilfsmittel und Kniffe aufgezeigt. Ich kann mir gut vorstellen, wie jemand in dieser Situation in Schamgefühl versinkt und dann nicht offen zu dieser Wissenslücke steht. In diesem Fall hat Sandra eine hilfsbereite Lehrerin gefunden und hat auch den Mut, diese Schwäche endlich entschieden zu überwinden.

                      Die romantische Liebesgeschichte zwischen Sandra und Björn habe ich gerne mitverfolgt, allerdings fand ich es nicht sehr spannend, die Story plätscherte etwas vor sich hin. Da hätte man vielleicht etwas mehr draus machen können.
                      Eine Wendung im Buch führt Sandra wieder in ihre Sackgasse zurück, das nahm dem Roman leider auch etwas an Fahrt.

                      Durch die unterschiedlichen und recht liebenswürdigen Charaktere kommt direkt eine Wohlfühlstimmung auf. Man kann mit ihnen mitfühlen und erkennt ihre Wünsche und Sorgen.

                      Sandra wird als willenstarke und eifrige Frau mit einer großen Auffassungsgabe und Beobachtungssinn gezeigt, dank der sie besonders die Stimmungen der Landschaft wunderbar beschreiben kann. Weil sie nicht schreiben kann, erzählt sie ihre Geschichten und findet schnell begeisterte Zuhörer.

                      Mit diesem Roman erlebt man einen kleinen Kurzurlaub am Meer und deshalb ist es die geeignete Lektüre für den Strandkorb.

                      SiWel

                      Beiträge 17
                      17.04.2019

                        Endlich - ein Folgeband von Die kleine Inselbuchhandlung. Da habe ich als Leser die Inhaberin des Buchladens , Greta, kennengelernt, die dort ein neues Leben beginnt.
                        Der Folgeband Die Bücherinsel beschäftigt sich hauptsächlich mit Sandra, ihrem Problem und einer Liebe.
                        Sandra gerät durch Zufall in den Lesekreis der Buchhandlung.
                        Leider kann sie weder lesen noch schreiben. Sie mogelt sich mit sämtlich möglichen Ausreden durch solche Situationen. Greta, die Inhaberin des Buchladens weiß als Einzigste davon, hütet das Geheimnis aber streng. Im Lesekreis begegnet sie Björn, der ihr äusserst sympatisch ist; aber dabei stört ihr Problem.
                        Janne Mommsen verbindet in dieser Geschichte ein immer noch aktuelles Thema mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.
                        Ich konnte wieder Seeluft schnuppern, das Watt unter meinen Füßen spüren, Sand durch die Zehen rieseln lassen und sogar das Schilf rascheln hören. Keiner beschreibt die Farbgestaltungen des Himmels und die Umgebung so bildhaft wie Janne Mommsen.
                        Die Charaktere, teils gut bekannt bereits aus dem ersten Buch, sind bunt gewürfelt und bestehen aus allen Berufssparten. Sie sind authentisch und sehr interessant dargestellt. Ich kann mir alle lebhaft vorstellen.
                        Zu guter letzt bleibt mir nur zu sagen, auch mit dieser Folge habe ich wieder an einem herrlichen Inselurlaub teilgenommen.

                        seschat

                        Beiträge 19
                        14.04.2019

                          Wunderbar leichte Urlaubslektüre

                          INHALT
                          Sandra (35) konnte es bisher sehr gut verheimlichen, dass sie als Schaustellerkind nie richtig schreiben und lesen gelernt hat. Doch als sie zufällig in der Inselbuchhandlung den charmanten Grundschuldirektor Björn kennenlernt, tritt sie Hals über Kopf dem hiesigen Lesekreis bei und denkt erst später über ihr persönliches Manko nach.

                          MEINUNG
                          Janne Mommsens Metier sind und bleiben Inselgeschichten. Hiermit kennt er sich einfach prächtig aus, was unzählige Romane belegen, und er weiß vor allem durch bildreiche Landschaftsbeschreibungen zu überzeugen.

                          "Bücherinsel" ist eine interessante Geschichte, die zeigt, dass Analphabetismus auch in der heutigen Informations- und Leistungsgesellschaft noch immer ein (Tabu-)Thema ist. Die Schamgefühle und trickreichen Vertuschungsversuche der Hauptprotagonistin Sandra wirken authentisch. Bis zum Schluss hadert sie mit sich und ihrer Schwäche. Erst die zarte Bande zu Björn lässt sie umdenken und handeln. Schritt für Schritt erkämpft sie sich Buchstaben und Wörter; zwischenzeitliches Scheitern inklusive. Insgesamt ist Sandra eine starke wie sympathische Charakterin, deren feiner Beobachtungsgabe nichts entgeht. Nur in Bezug auf die eigenen Gefühle und Schwächen braucht sie regelmäßig Anstupser. Die Inselgemeinschaft auf der kleinen Insel nahe Föhr hält stets zusammen und dringt damit sofort ins Leserherz vor. Ohne Vorbehalte kommen im Lesekreis Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Berufe zusammen. Und gemeinsam lässt man sich dann von der Inselnatur verzaubern und zum Lesen und Schreiben inspirieren. Diese Lesekreissitzungen waren meine Lesehighlights. Wie dort eine heimliche Analphabetin alles aufmischt, las sich spannend und unterhaltsam. Das emotionale Ende rundete die Story sehr passend ab.
                          Abgesehen vom interessanten Plot hat mich der locker-leichte Erzählton ab er der ersten Zeile wieder in seinen Bann ziehen können. Sofort fühlte man als Leser die frische Meeresbrise und hörte die Möwen kreischen - wahrlich ein Kurzurlaub für alle Sinne.

                          FAZIT
                          Ein sehr flüssig zu lesender Inselroman, der sich prima als Ferienlektüre eignet. Zudem trifft man hier bekannte wie lieb gewonnene Gesichter aus Mommsens "Kleiner Inselbuchhandlung" wieder. Mein Tipp: Einfach reinlesen und Seele baumeln lassen.

                          hasi_rasi

                          Beiträge 51
                          27.03.2019

                            Farben der Insel

                            Sandra lebt seit 5 Jahren auf einer kleinen Insel, auf der jeder jeden kennt. Trotzdem hat sie es bisher geschafft, ihr größtes Geheimnis zu bewahren – sie ist Analphabetin. Nur Greta vom Insel-Buchladen weiß davon und ist sehr überrascht, als sich Sandra dem Lesekreis von Polizistin Ellen, Krabbenfischer Jan (Ellens Freund), Arzthelferin Andrea, dem neuen Grundschullehrer Björn und Werbetexterin Franziska aus Hamburg anschließt. Björn ist aber auch zu süß und da Sandra sehr viele Hörbücher hört, kann sie problemlos mitreden. Erst als sie vorlesen soll, kommt sie kurz ins Schwimmen – doch ihre alte Ausrede „Brille vergessen“ wird anstandslos akzeptiert. Auch auf Arbeit (sie putzt auf einer Fähre) ist ihr Analphabetismus noch niemandem aufgefallen.

                            Franziska liebt ihre Insel, die Natur, das Wasser, Licht, Farben und Stimmungen. Ihre Eindrücke verarbeitet sie in der Geschichte „Farben der Insel“, die sie in ein Diktiergerät spricht. Als sie die Geschichte im Lesekreis vorträgt, sind alle begeistert.
                            Nachdem sie einen tollen Nachmittag mit Björn verbracht hat beginnt sie, von mehr zu träumen: einem richtigen Beruf und einer Hochzeit in weiß – mit Björn vielleicht?! Doch sie fürchtet, dass die Unterschiede zwischen ihnen zu groß sind. Welcher kluge Mann würde sich schon in sie dumme Frau verlieben? Und dann wird sie auch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Familie braucht sie. Gibt sie etwa auf, noch bevor es begonnen hat? Dabei besagt ihr Motto genau das Gegenteil: „Man darf nie aufgeben, es sei denn, man stirbt zufällig gerade.“ (S. 172)

                            Ich habe mich gefreut, bereits bekannten Protagonisten aus „Die kleine Inselbuchhandlung“ wieder zu begegnen. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden.
                            Janne Mommsen beschreibt die Natur der kleinen Insel sehr poetisch. Zudem schreibt er sehr humorvoll über das Miteinander der Bewohner („Du kannst ehrlich zu mir sein, Sandra, ... Nimmt der Gerke Drogen? Oder säuft er?“ (S. 48)) und lädt zum Träumen über Insel-Urlaube und die Liebe ein.
                            Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern hat mir hier etwas Tiefe gefehlt. Das Drama um Sandras Analphabetismus und ihre Familie war mir stellenweise etwas zu viel, dafür war mir das Happy End zu abrupt und unromantisch. Dafür kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben.

                            Chattys Buecherblog

                            Beiträge 16
                            26.03.2019

                            Der Leser wird direkt mit Sandra konfroniert und spürt, dass sie irgendwie anders ist, bzw. irgendein Geheimnis mit sich herumträgt. Nachdem ich dann eine Weile spekuliert hatte, welches Geheimnis der Autor ihr wohl zugedacht hatte, wurde es offenbart.

                            Ich war erstaunt, welch einfache Erklärung es dafür bei Sandra gab und konnte es auch irgendwie nachvollziehen.

                            Was nun kam, lag ja schon auf der Hand und wurde leider auch schon im Klappentext verraten. Die Liebe schlägt zu! Die Liebe zu einem Lehrer! Tja, was bleibt da anderes übrig, als sich seiner Schwäche zu stellen.