Jojo Moyes

Der Klang des Herzens

Eine wunderbare Wiederentdeckung von Bestsellerautorin Jojo Moyes - über den Mut zum Leben und die Macht der Liebe.
Die Konzertgeigerin Isabel Delancey hat ihr erfülltes Leben immer für selbstverständlich genommen. Doch als ihr Mann plötzlich stirbt und sie mit einem Schuldenberg zurücklässt, sind sie und ihre beiden Kinder gezwungen, ihr komfortables Haus in London zu verkaufen und aufs Land zu ziehen. Das Anwesen, das Isabel überraschend von einem Großonkel geerbt hat, ist eine Ruine und schnell sind auch ihre letzten Ersparnisse aufgebraucht. In ihrer Verzweiflung nimmt Isabel gern die Hilfe ihres Nachbarn Matt an, ohne zu ahnen, dass dieser seine ganz eigenen Interessen verfolgt. Während um sie herum alles zusammenzubrechen droht, muss Isabel lernen, dem Klang ihres Herzens wieder zu vertrauen. Denn man kann sich gegen das Glück entscheiden. Oder dafür.
«Der Klang des Herzens» erschien 2010 zum ersten Mal auf Deutsch. Dies ist die überarbeitete Neuausgabe.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

Struppel

Beiträge 9
24.07.2020

Das Buch ist bereits 2014 auf Englisch unter dem Titel Night Music erschienen und somit ein frühes Werk von Jojo Moyes. Ich habe bereits verschiedene Bücher von ihr gelesen, die meisten habe ich verschlungen. Hier geht es um eine Witwe, die mit ihren Kinder aus der Not heraus ein altes Anwesen bezieht, das sie von einem entfernten Verwandten geerbt hat. Es handelt sich jedoch um ein mehr als baufälliges Objekt. Isabel musste sehr viel aufgeben, ihr altes Haus, ihren Job als Orchestermitglied, ihr Haushaltshilfe...weil ihr Mann nicht der war, der er zu sein schien und ihr einen Haufen schulden hinterlassen hat. Im Ort stößt sie damit nicht nur auf freundliche Menschen. Der Nachbar möchte sie bei der Renovierung des Hauses unterstützen, ist jedoch gefrustet, weil er sich des Hauses als Erbe zuvor sicher gewesen war. Isabel lernt ihre Kinder neu Kennen und Fähigkeiten, die sie sich vorher nie zugetraut hätte. Sie spielt zu ihrer Entspannung, bei Problemen, immer und auch nachts auf ihrer wertvollen Geige, die sie hütet wie einen Schatz. Doch sie gewinnt Freunde im Ort, die ihr eine Stütze mit allen Problemen sind. Das Buch ist leicht und flüssig geschrieben, es fehlt ihm aber etwas an Tiefe. Es ist ein Meer an Gefühlen vorhanden, von Trauer über Wut, erste Verliebtheit, Glück und Pech, Mißgunst und Vertrauen. Ein nettes Buch, dass es sich zu lesen für zwischendurch lohnt.

BOOKSLOVE1511

Beiträge 17
23.05.2020

Das Spanische Haus

Mr. Pottisworth, auch unter den Dorfbewohnern als mürrischer alter Mann bekannt, liegt seit Jahren im Bett und lässt sich von seinem Nachbarn Laura & Matt McCarthy pflegen. Besonders Laura kümmert um ihm, obwohl sie oft unter den Erniedrigungen des alten Mannes litt. Die McCarthys hoffen durch ihrem Engagement am Ende die großen Anwesen mit Spanischen Haus zu erben. Doch Mr. Pottisworth stirbt unerwartet und ohne ein Testament...

Als Konzertgeigerin, zweifacher Mutter Isabel Delanceys Ehemann plötzlich stirbt und sie mit einem Schuldenberg zurücklässt, bricht ihr Leben in sich zusammen. Sie ist gezwungen ihr erfülltes Leben und ihr komfortables Haus in London aufzugeben. Glück im Unglück erbt Isabel von einem Großonkel ein Anwesen aufs Land. Eine Ruine, die dringend renoviert werden muss. In ihrer Verzweiflung nimmt Isabel die Hilfe ihres Nachbar Matt McCarthy an, ohne zu ahnen, dass dieser seine ganz eigenen Interessen verfolgt...

Ein Roman über Verlust, Neid, Gier, Trauer, Besessenheit... Ein Roman die uns zeigt, wofür die Menschheit manchmal „im Guten und im schlechten Sinne“ fähig ist.

Der ist kein neuer Roman von der Bestsellerautorin, sondern eine überarbeitete neue Version, der bereits 2010 mit dem gleichen Titel im Goldmann Verlag erschienen ist.

Es ist bereits mein 9. Buch von der Autorin und es ist zwar nicht die stärkste Geschichte von ihr, aber ein gut gelungenes. Typisch Jojo Moyes! Sie hat viele verschiedene Charaktere rund um das Spanischen Haus eingebaut. Einige sind mit dem Haus verbunden, die anderen nicht. Einige sind sehr freundlich und liebenswürdig, die andere wiederum total unsympathisch, genau wie in der realen Welt. Die Perspektiven wechseln, unter all den Charakteren ist es klar und deutlich und kein bisschen verwirrend, aber man braucht Zeit um überhaupt in die Geschichte hineinzukommen. Ich hatte 160 Seiten gebraucht, bis ich die ganzen Charaktere eingeordnet habe aber bei mir immer den Fall mit Moyes' Bücher.

Wer hier ein spannungsvolles Roman erwartet, liegt leider falsch. Es ist ein ruhiger Roman und ich muss hier auch gestehen, es zieht sich stellenweise unnötig in die Länge. Doch allein wegen den unverwechselbaren, klaren und einfühlsamen Schreibstil von Jojo Moyes muss man es einfach gelesen haben. Ja ich bin ein Jojo Moyes Fan :) Seit dem ich Sie letztes Jahr auf die Frankfurter Buchmesse getroffen und gesehen habe, wie sympathisch, wie lieb und wie geduldig Sie gegenüber ihre Leser/in war, bleibe ich für immer Fan von ihr und hoffe noch mehrere Bücher von ihr zu lesen.

Lilli33

Beiträge 23
27.04.2020

Nett zu lesen, aber kein Highlight

Inhalt:
Isabel spielt die erste Geige in einem Londoner Orchester. Als ihr Mann Laurent bei einem Autounfall ums Leben kommt, steht sie mit ihren beiden Kindern plötzlich vor einem Trümmerhaufen. Sie müssen das schöne Haus in London verkaufen und in eine Bruchbude auf dem Land ziehen, das Isabel just zur rechten Zeit von einem Großonkel geerbt hat. Doch die Renovierungsarbeiten verschlingen noch die letzten Ersparnisse. Was der nette Nachbar Matt im Schilde führt, erkennt Isabel leider viel zu spät.

Meine Meinung:
Jojo Moyes kann schreiben, keine Frage. Der Roman wirkt harmonisch und geschmeidig. Doch mit ihren wirklich großen Werken kann man dieses Buch nicht vergleichen. Mir fehlte hier ein wenig die überbordende Leidenschaft, der Herzschmerz, das Besondere in der Story, das das Buch unvergesslich macht. Es ist gute Unterhaltung, ein bisschen seicht, wenig überraschend, aber mehr auch nicht.

Zuweilen zieht sich die Erzählung ein bisschen in die Länge. Die Beschreibung der Renovierungsarbeiten hätte die Autorin gerne kürzer fassen können, und einiges konnte ich nicht nachvollziehen. Wer zum Beispiel zieht denn gleich mit Sack und Pack in ein neues Haus in einem unbekannten Dorf, ohne es sich vorher auch nur mal anzusehen oder Erkundigungen einzuziehen?

Die Erzählung aus verschiedenen Blickwinkel fand ich sehr gut gelungen. So sieht man die unterschiedlichen Leute, die irgendwie mit dem sogenannten „Spanischen Haus“ verbunden sind - jeder auf seine Weise. Je mehr ich über die Umgegend und das Haus erfuhr, umso besser konnte ich verstehen, warum alle so hinter diesem heruntergekommen Haus her waren.

Geht es zu Beginn vor allem um Verlust, Neid und Habgier, spielt gegen Ende auch die Liebe eine Rolle, wenn auch eine kleinere als der Buchtitel vermuten lässt.

Wolkenschloss

Beiträge 18
29.05.2020

Das Cover mit der Frau, die Geige spielt bei Mondlicht passt echt richtig gut, denn genau das tut Isabel häufiger auf dem Dach des Spanischen Hauses. Ja dieses Haus spielt im Buch die zentrale Rolle. Alle wollen es haben, doch der alte Pottisworth hat sich da eine Überraschung für nach seinem Tod überlegt und bringt die Menschen in seinem Dorf ganz schön durcheinander. Generell finde ich ja toll, dass die Bücher von Jojo Moyes in meinem Regal alle so schön zusammenpassen und der Verlag da bei einem einheitlichen Design bleibt!
Auch ich war zu Beginn des Buches etwas durcheinander, weil der Klappentext keine der am Anfang erwähnten Figuren beschreibt und ich erst irritiert war. Zumal gerade in den ersten Kapiteln so ungemein viele neue Figuren eingeführt werden, dass ich manchmal etwas gebraucht habe, um die Zusammenhänge zu verstehen. Dann allerdings habe ich ins Buch gefunden, konnte aber nicht immer vollständig darin abtauchen, weil es irgendwie eine recht düstere Stimmung vermittelt hat. Jeder hatte Pläne mit dem Spanischen Haus, war auch bereit weiter zu gehen als gemeinhin moralisch vertretbar, um zu diesem Ziel zu kommen und generell ging es vielen Personen im Buch die meiste Zeit einfach nicht so gut. Obwohl die meiste Zeit im Buch Sommer war, hatte ich immer das Gefühl, dass es in der Geschichte nur düster, kalt und ungemütlich ist.
Außerdem hatte ich etwas Probleme mit den Figuren. Ich mochte keine so richtig gerne, konnte mich mit niemandem wirklich identifizieren, was mir das Lesen manchmal etwas erschwert hat. Deswegen habe ich zwar weite Teile des Buches genossen zu lesen, aber ab und an musste ich mich auch zwingen, was ich dann im Nachhinein aber nie bereut habe. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt wie es wohl enden wird, weil ich keine Lösung ideal gefunden hätte, die mir in den Sinn kam, aber mit der, die Jojo Moyes gewählt hat, bin ich absolut einverstanden! Das Ende hat definitiv für mich noch einmal den vierten Stern gefestigt, sonst hätte es vielleicht einen weniger bekommen.

Feelina06

Beiträge 17
07.05.2020

Inhalt:

Isabel Delancy ist Konzertgeigerin. Für sie war ihr erfülltes Leben immer eine Selbstverständlichkeit. Doch als ihr Mann plötzlich stirbt und ihr einen riesigen Schuldenberg hinterlässt, müssen sie und ihre beiden Kinder ihr Haus in London verkaufen und aufs Land ziehen. Das Haus, das Isabel überraschend geerbt hat ist eine Bruchbude und schnell sind ihre letzten Ersparnisse aufgebraucht. So ist sie dankbar für die Hilfe ihres Nachbarn Mark, ohne zu ahnen, dass dieser ganz eigene Interessen verfolgt. Isabell muss schnell lernen wieder auf ihr Herz zu hören und zu vertrauen, denn man kann sich gegen das Glück entscheiden oder dafür.



Meinung:

Dies war das erste Buch, dass ich von der Autoren Jojo Moyes gelesen habe und ich hatte wirklich hohe Erwartungen, hatte ich doch schon viel positives über ihre Bücher gehört.

Der Anfang fiel mir dann jedoch etwas schwer, es zog sich in die Länge und die vielen Charaktere, die irgendwie alle auf einmal auftauchten, mussten von mir erst einmal richtig sortiert werden. Doch nach ca 50 Seiten war ich dann in der Geschichte angekommen und sie gefiel mir immer besser und besser.

Der Schreibstil ist wirklich angenehm und flüssig und es wird alles so bildhaft und farbenfroh beschrieben, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. Auch die Charaktere sind allesamt so wundervoll ausgearbeitet und jeder von ihnen ist perfekt in die Geschichte eingeflochten worden.

Die Hauptprotagonistin Isabell ist schon etwas besonderes gewesen. Ihre verplante und naive Art war einfach so wunderbar unterhaltsam und zugleich auch etwas zum Haare raufen. Doch wie sie sich dann entwickelt hat um ihren Kindern ein schönes Leben zu bieten war einfach zu schön.

Zwar plätschert die Geschichte am Anfang noch etwas vor sich hin doch schon bald fühlt man sich richtig wohl mit den Protagonisten und am Ende kommt sogar noch mal richtig Spannung auf.

Ein wirklich schönes Buch, das von Familie, Selbsterkenntnis, Mut, Gier und Liebe erzählt.

Ich fand die erste Begegnung mit Jojo Moyes Büchern wirklich toll.

ja_de_21

Beiträge 10
04.05.2020

Das Buch hat mich angezogen, erstmal wegen der Geschichte, die sich um Musik dreht und damit ein absolutes Muss für mich ist. Außerdem konnte ich nicht anders, nachdem ich den Namen der Autorin gelesen habe. Jojo Mojes hat mit wenigen Sätzen in "Ein ganzes halbes Jahr" mein Herz erobert und seitdem verschlinge ich jedes Buch von ihr, in der Hoffnung auf eine ähnliche Erfahrung.
Ihr Schreibstil ist ohne Frage etwas besonderes und sie schafft es immer wieder auch die kleinsten Emotionen flüssig und leicht auf das Papier zu bannen. Leider konnte aber auch "Der Klang des Herzens" nicht mit ihrem riesigen Erfolg mithalten.
Die Geschichte ist berührend, wie die Musikerin plötzlich Witwe, Hausfrau und Mutter ist. Der Tod ihres Mannes wirbelt ihr Leben durcheinander und nichts ist, wie es mal war. Der melancholische Stil zieht sich durch das ganze Buch, trotzdem gibt es auch Passagen mit Liebe oder Humor.
Die Handlungsstränge sind öfter vorhersehbar und auch die Liebesgeschichte des Romans überzeugt nicht mit den großen Gefühlen. Trotzdem ein Buch, das alleine wegen der Autorin lesenswert ist.

maraAngel2107

Beiträge 32
25.04.2020

Schon als ich das Buch in den Händen hielt wusste ich wie gut es sein wird dieses zu lesen. Das Cover so einladend zur Ruhe zu kommen, sich in die Dunkelheit zu stellen, vom Mondlicht angestrahlt, und hunderttausend Sterne über mir, allein bei diesem Gedanken wurde mir warm ums Herz:-)
Der Verlust über den Mann und die Erkenntnis Ihrer Situation lässt Isabel Delancey über Ihr Leben nachdenken und Veränderungen. Sie nimmt das Erbe auf dem Land ihres Großonkels, der verstorben ist, an und zieht mit ihren Kindern auf das Anwesen, wo sie allerdings feststellen muss, das alles nicht so ist wie es zu sein scheint.
Hier beginnt nun eine Erzählung von den unterschiedlichsten Protagonisten, von Menschen, die es gut mit Isabel meinen und genauso von Menschen, die falsch, intrigant und hinterrücks sind. All dies muss unsere Hauptprotagonistin nun ertragen und wird soweit in die Ecke gedrängt, das sie fast alles verliert.
Jojo Moyes hat es auch mit diesem Buch, welches eine überarbeitete Neuausgabe von 2010 ist, auch wieder geschafft, mich als Leserin vollkommen in allen Details zu überzeugen! Das Buch ist in leichtem Schreibstil, sehr spannend und absolut fesselnd geschrieben und die einzelnen Protagonisten so detailgetreu erzählt, das man glaubt sie vor sich zu sehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da immer wieder Spannung eingebracht wurde, und ich unbedingt wissen musste, wie es weiter geht:-) Die einzelnen Kapitel in sich abschließend und immer wieder wechselnd erzählt, mit Sprüngen, die aber sehr einfach zu kombinieren sind, macht das ganze besonders interessant. Es ist zu keiner Zeit langweilig und man lacht, weint und leidet einfach mit. Das Cover ist absolut stimmig mit der Geschichte, wenn Isabel abends im Mondschein Geige zu spielen beginnt, bekommt man eine Gänsehaut, ja, auch als Leser, denn es ist so einfühlsam beschrieben, als würde die Welt gerade still stehen, alle Tiere des Waldes vor Ehrfurcht zuhören und die ehrlichen Menschen ansprechen. Unglaublich wie man so eine wunderbare Geschichte, die sehr emotional und mit Liebe geschrieben wurde, in Zeilen fassen kann. Auch hier hat Jojo Moyes es wieder geschafft mich in den Bann ihres Buches zu ziehen, von der ersten Zeile an, es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig und man hatte tatsächlich auch das Gefühl vor Ort dabei zu sein. Ich stelle mir das so vor, als wäre ich eine kleine Maus unter dem Tisch oder als Leser auf dem Dachboden:-) Das Buch erzählt vom kleinen Glück, der großen Liebe und vertanen Zeiten, von Erwachen, Zusammenhalt & Zusammengehörigkeit, von Trauer & Wut, hier sind im Grunde alle Emotionen in eine Geschichte phänomenal verpackt, nicht übertrieben, jedoch so, wie es im wirklichen Leben tatsächlich passieren könnte und wie viele das Leben so erleben müssen und dürfen. Freundschaft und Familie sind hier letztendlich auch groß geschrieben, dies dürfen die Protagonisten, wie auch der Leser lernen. Ein Apell an die Welt, doch die wichtigen Dinge im Leben nicht als selbstverständlich zu nehmen!
Ein absolut lesenswertes und empfehlenswertes Buch, 5 von 5 Sternen vergebe ich hier, gerne mehr, doch das ist ja nicht möglich:-)
Mein Herzensbuch, das ich gerne weiter empfehlen werde und auch eines, das ich sicherlich noch einmal später lesen werde!!!!

Bambisusuu

Beiträge 36
09.04.2020

Der Roman "Der Klang des Herzens" ist eine überarbeitete Neuauflage, denn dieses Buch ist bereits mit einer anderen Aufmachung 2010 erschienen. Geschrieben wurde es von der Bestseller-Autorin Jojo Moyes. Ihre Bücher finde ich grandios. Auch dieses Buch hat eine besondere Geschichte, ist emotional, aber auch an vielen Stellen sehr traurig. Die Unterhaltung kam mir daher manchmal etwas zu kurz.

In der Geschichte begleitet man die Geigerin Isabel Delancey, die nach dem Tod ihres Mannes auf Schulden zurückblickt, die ihr vorher nicht bekannt waren. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als das Familienhaus zu verkaufen. Durch einen entfernten Verwandten hat Isabel die Chance auf eines neues Zuhause. Kurzerhand wagt sie mit ihren Kindern diesen Schritt, hat aber die Folgen nicht bedacht. Das Haus ist komplett sanierungsbedürftig und benötigt doch mehr Arbeit als erwartet. Zum Glück erhält sie Hilfe von ihrem Nachbarn Matt, der ihr tatkräftig unter die Arme greift. Doch auch Matt verfolgt bestimmte Absichten.

Jojo Moyes glänzt wieder mit ihrem lockeren und angenehmen Schreibstil. Die Handlung wirkt so authentisch, sodass ich das Buch gebannt in kurzer Zeit durchgelesen habe. Die Emotionen und Geschehnisse sind realistisch, tiefgründig und habe ich als Leser vor Augen. Mit Isabels Situation fiebert man mit. Sie steht mit ihren Kindern hilflos alleine da und versucht den Mut zum Leben für sich zu finden. Auch die Trauer gegenüber ihres Mannes verarbeitet Isabel nur schwer, besonders weil viele Sachen ans Licht geraten, die auch für sie neu waren. Die Erzählung ist dabei traurig und dennoch packend. Manchmal aber auch sehr deprimierend.

Isabel sitzt in einem tiefen Loch, in dem sie sich Stück für Stock befreien möchte. Diese Entwicklung wird gelungen dargestellt und hat mich auch als Leser erfreut. Nach all der schweren Zeit kämpft sich Isabel wieder an das Tageslicht und in ihren Alltag zurück. Währenddessen sind aber auch weitere Charaktere, wie Matt und seine Frau Laura, ein großer Teil des Geschehens. Die verschiedenen Charaktere lösen in mir gemischte Gefühle aus. Aber genau das ist es, was Jojo Moyes wollte. Die eine Person absolut liebenswürdig und sympathisch, die andere hingegen hinterhältig und egoistisch. So konnte ich mich nicht mit allen Charakteren anfreunden. Dennoch wirkte es somit nur noch authentischer.

Ein absolut faszinierender Roman, der gelungen die Themen Trauer, Verluste, Liebe und Lebensmut anspricht!

Borstelmaus

Beiträge 2
28.03.2020

Seit dem Buch "Ein ganzes halbes Jahr" bin ich auf der Suche nach weiteren Büchern von Jojo Moyes und habe mich daher über die Ankündigung zur Neuauflage von "Der Klang des Herzens" gefreut.
Die Leseprobe hat zumindest schon einen kleinen Einblick in die Familie McCarthy gegeben. Dieser Eindruck ist allerdings sehr zwiespältig ausgefallen, Matt kommt gänzlich unsympathisch und verlogen, seine Frau dafür etwas angenehmer, aber deutlich naiver rüber. Ihr gemeinsamer Traum vom luxuriösen Eigenheim zerplatzt jäh und dadurch treten unliebsame Eigenschaften und Differenzen offensichtlicher zutage.
So ganz bin ich in die Geschichte noch nicht hineingezogen worden, obwohl natürlich an einer spannenden Stelle Cut war. Auch der Schreibstil von Jojo Moyes scheint mir in ihren anderen Büchern irgendwie liebevoller zu sein, aber das kann auch an den beschriebenen Protagonisten liegen.
Ich werde dieses Buch auf jeden Fall lesen und bin gespannt, ob mein Herz dadurch ebenfalls zum Klingen gebracht wird.

Adina13

Beiträge 30
11.10.2020

    "Der Klang des Herzens" ist das letzte Buch, welches ich von Jojo Moyes gelesen habe und ich muss leider sagen, dass es für mich eher zu ihren schwächeren zählt.
    Es geht um die junge Witwe Isabel die ein altes stark renovierierungsbedürftiges Herrenhaus erbt und dann mit ihren Kinder von London auf's Land zieht. Insgesamt sind die Handlungsstränge für mich sehr vorhersehbar gewesen. Ich will hier nicht allzu viel vorweg nehmen, doch wird der Leser wahrscheinlich selbst nach 100 Seiten schon merken, wie dieses Buch ausgehen wird. Ein weitere Minuspunkt war für mich der musikalische Bezug. So habe ich mich anfangs sehr gefreut, ein Moyes Buch zu lesen in dem die Musik eine große Rolle spielt. Wurde dann jedoch im Verlauf enttäuscht, weil der Musik bestenfalls eine kleine Nebenrolle zukommt.
    Der Grund warum ich trotz allem dieses Buch doch ausgelesen habe, liegt einzig und allein an Jojo Moyes Schreibstil. Dieser ist wie immer außergewöhnlich gut und einfühlsam und trägt einen durch die doch etwas seichte und zum Teilen langatmige Geschichte.
    Als Lektüre für Zwischendurch oder den Urlaub empfehlenswert, jedoch kommt das Buch bei Weitem nicht an andere Bücher von ihr ran. Klare 3 von 5 Sterne von mir.

    janinchensbücherwelt

    Beiträge 19
    09.10.2020

      Von vielen habe ich schon gelesen oder gehört das das nicht das beste Buch der Autorin ist. Ich denke das viele nicht wissen das "Der Klang des Herzens" eine überarbeitete Neuauflage ist, was bedeudet das das eines der ersten Bücher der Autorin ist. Ich kann und will die negativen Meinungen nicht unterstreichen, denn ich fand die Geschichte herzerwärmend.

      Sicherlich gab es an der ein oder anderen Stelle Längen die man hätte einkürzen können aber mich haben diese absolut gar nicht gestört. Ich benötige nicht immer volle Action und muss auch nicht immer mit wahnsinnig vielen Informationen zugeschüttet werden, denn da kann ich mir ein Sachbuch oder einen historischen Roman zu gemüte führen. Da bekommst du die volle breitseite an Informationen.

      Jojo Moyes weiß wie sie dich als Leser in die Geschichte der Charaktere ziehen kann. Sie umschreibt ihre Charaktere mit so viel Liebe dass du sogar den "Bösewicht" magst. Und es gibt in diesen Roman einfach 1-2 Personen die man am liebsten auf den Mond schiessen könnte. Während des lesens konnte ich mir alles bildlich vorstellen, egal ob es gerade eine schöne Situation gab oder aber auch mal eine düstere. Das sind Dinge die nicht jeder Autor zustande bekommt.

      Für mich eine Geschichte die verfilmt werden sollte.

      Und definitiv eine Geschichte die nicht so negativ bewertet werden sollte.

      Marzipanmädchen

      Beiträge 10
      07.10.2020

        Ich habe fast alle Bücher von ihr gelesen. Das hier liegt im soliden Mittelfeld.
        Die Geschcihte war ganz nett aber etwas langweilig. Aber ich mag die Familiengeschichte sehr gern und die völlig verschiedenen Welten der beiden Nachbarn

        Lesemaus93

        Beiträge 12
        29.09.2020

          "Der Klang des Herzens" von Jojo Moyes,

          ist ein Buch mit viel Geschichte. Wir bekommen verschiedene Charaktere von der Autorin sehr genau vorgestellt. Sie lässt uns fühlen und erleben wie es den Protagonisten ergeht. An einigen Stellen dieser Geschichte bin ich selbst ins grübeln gekommen wie ich reagieren würde oder was meine Wahl wäre. Alles in allem ist es eine sehr runde und in sich abgeschlossene Geschichte, was dem Buch ein sehr passendes und gutes Ende verliehen hat. Auch wenn es sich hierbei um eine Neuauflage handelt, mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen.



          Zum Inhalt:

          Vor wenigen Monaten ist Isabels Mann verstorben und seit dem steht sie mit ihren Kindern allein da, ihr Sohn spricht nicht mehr und dann verlieren sie auch noch ihr Zuhause. Als sie dann ein Anwesen erbt, was sie als Prunkvoll aus ihrer Kindheit kennt, scheint sich alles zum guten zu wenden. Doch das Anwesen ist heruntergekommen und der Nachbar, der ein Auge darauf geworfen hat, macht ihre Lage nicht besser. All das merkt Isabel allerdings erst als es fast schon zu spät ist.

          Betty Boop

          Beiträge 21
          07.09.2020

            Die Autorin schreibt einfach wundervoll.
            Wie immer bezaubert mich ihr Schreib stil .
            Trotzdem habe ich "nur" 4 Sterne vergeben.....
            Auch wenn ich behaupte, Spannung gibt es nur in Krimis, so hat Jojo es auch hier geschafft, dieser Geschichte Spannung zu geben, auch wenn die Geschichte gelegentlich für mich so dahingeplätschert ist und ich so überhaupt keinen Anhaltspunkt hatte wohin es geht, wurde ich immer wieder überrascht.
            In dem Buch ist Isabel die Konzertgeigerin die Hauptprotagonistin doch die vielen anderen Geschichten die parallel zu Isabel's Leben verliefen, waren zu Anfang etwas anstrengend.
            Nichts desto trotz, habe ich dem ganzen Stand gehalten.
            Eine bewundernde Geschichte, wie sich Jemand von heute auf morgen im alltäglichen Lebenschaos zurecht finden muss, welches sie zuvor jemand Anderem überlassen hat, nämlich ihrem Mann. Als dieser plötzlich verstirbt bei einem Unfall, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens um das sie sich zuvor nie Sorgen machen musste. Sie musste sich plötzlich nicht nur um ihre Kinder alleine kümmern, sondern um Rechnungen, das Haus, das Leben, sondern musste auch noch feststellen, das ihr Mann nicht der war, für den sie ihn gehalten hat und dass er ihr ein großes Chaos hinterlassen hat.Sie begibt sich mit einem unerwartetem Erbe auf eine Reise ins ungewisse mit ihren Kindern. Dieses Erbe entpuppt sich als der größte Fluch und das Leben stellt sie permanent unüberbrücbaren Herausforderungen hin. Doch sie bleibt trotz ihrer Zerbrechlichkeit stark nur die Wahrheit die sie zu einem späteren Zeitpunkt über ihren Mann erfährt, wirft sie zusätzlich aus der Bahn und sie lernt los zu lassen.......und ja auch hier gibt es ein Happy End

            Babsi

            Beiträge 30
            02.09.2020

              Ich liebe Jojo Moyes einfach... ich kann nicht anders :)
              Eine spannende Geschichte in der nichts ist wie es scheint. Eine Frau die über sich hinauswächst und das Leben allein mit zwei Kindern meistert. Eine neue Umgebung, die viele böse Überraschungen für sie bereit hält, aber auch viele echte Freunde.....

              Annanoreia

              Beiträge 10
              27.08.2020

                Als ich dieses wunderschöne Cover gesehen habe, musste ich dieses Buch unbedingt kaufen. Ich habe bereits mehrere Bücher von Jojo Moyes gelesen und hatte deswegen bereits große Ansprüche an dieses Buch. Und auch dieses Mal wurde ich nicht von meiner Lieblingsautorin enttäuscht. Die Geschichte war einfach bezaubernd und wundervoll. Ich kann es kaum erwarten noch viele weitere Bücher von Jojo Moyes zu lesen.

                goejos

                Beiträge 44
                11.07.2020

                  Laura McCarthy bringt Mr. Pottisworth das Abendessen. Seit neun Jahren. In der Hoffnung auf die Erbschaft des Grundstückes. Ihr Mann vergnügt sich zeitweise mit Therese im Pub. Sein Sohn Antony stellt ihn deswegen zur Rede. Aber dann rutschte der Alte auf einer Milchreisschale aus und war tot. Ein überbordender Leichenschmaus folgt. Jetzt war die Zeit des Erbens gekommen. Alles wird besser werden. Glaubten sie - bis zu dem Zeitpunkt als der Notar ihrem Mann etwas ins Ohr flüstert. Spannend vom ersten Moment an.

                  schokoli71

                  Beiträge 17
                  17.06.2020

                    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Stargeigerin Isabel, die nach den plötzlichen Tod ihres Mannes neu anfangen muss. Als sie den falschen Menschen vertraut, muss Isabel lernen den Klang ihres Herzens wieder zu vertrauen.
                    Der Einstieg im Buch fällt einen nicht leicht und Isabel ist ein am Anfang nicht gleich sympathisch. Sobald man sich auf die Geschichte einlässt, liest sich das Buch flüssig durch den tollen Schreibstil der Autorin.
                    Ein nicht typisch gestrickter Liebesroman.

                    Anne687

                    Beiträge 25
                    07.06.2020

                      Wieder ein tolles Buch von Jojo Moyes. Ich habe es auch sehr schnell gelesen, denn wenn man einmal in der Geschichte steckte, kam man schlecht wieder raus.

                      Die Geschichte und Charaktere waren wundervoll beschrieben. Aber warum es nur vier Sterne gibt ist das zügige Ende. Erst zieht es sich etwas und dann wird alles Knall auf Fall beendet und die Geschichte ist rum.

                      Trotzdem kann ich dieses Buch weiterempfehlen:)

                      gruber-renate

                      Beiträge 31
                      16.05.2020

                        Die Autorin Jojo Mojes verzaubert mit ihrem neuen Buch in gewohnter Weise ihre Leser. Sie zaubert einen in die Welt von Isabell, einer Geigerin und dann erlebt man mit ihr Tiefen und Höhen, packend, gefühlvoll. Ein Buch dass man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Für Fans von Jojo Mojes sehr zu empfehlen!

                        Ju Dosi

                        Beiträge 6
                        09.05.2020

                          Schon das Cover gefällt mir sehr gut und ich war gespannt auf die überarbeitete Fassung des Buches.
                          Es ist wie viele von Jojo Moyes Büchern eine melancholische Liebesgeschichte.
                          Konzertgeigerin Isabel Delancey hat ein zufriedenes Leben, bis ihr Mann bei einem Unfall ums Leben kommt.
                          Allein mit ihren Kindern und einem Riesenberg an Schulden zieht sie aufs Land in ihr geerbtes Haus. Dieses benötigt dringend eine Renovierung.
                          Eine Hilfe dabei ist ihr Nachbar Matt, aber was führt er eigentlich im Schilde?

                          Das Buch hat mir tolle Lesestunden geschenkt mit einer symphatischen Hauptfigur, mit der ich mitleiden, lieben und lachen konnte und ich kann das Buch jedem empfehlen, der einfach mal abschalten möchte bei einem guten, unterhaltsamen Buch.

                          yellowdog

                          Beiträge 20
                          30.04.2020

                            Dere Klang des Herzens von Jojo Moyes habe ich als Hörbuch gehört, das auch ganz gut gesprochen ist. Es ist aber ein melancholischer Ton, der das Buch bestimmt. Kein Wunder, steht doch eine junge Witwe mit 2 Kindern im Mittelpunkt. Der Unfalltod ihres Mannes zieht auch finanzielle Ruin nach sich und die Familie ist gezwungen aus London wegzuziehen. Ein geerbtes Haus auf dem Land ist ihre Zuflucht, doch leider ist das sehr heruntergekommen und zudem gibt es noch einen Schuft, der ihnen das Haus abluchsen will.
                            Es gibt auch einen positiv besetzten Mann, aber die Liebesgeschichte in diesem Buch finde ich, ehrlich gesagt, sehr schwach.
                            Das Buch ist aber nicht schlecht, wenn auch etwas lahm.

                            Sabine W.

                            Beiträge 25
                            28.04.2020

                              Wieder einmal eine mitreißende Geschichte von JoJo Moyes. Sehnsüchtig habe ich darauf gewartet und bin nicht enttäuscht worden.
                              Über die fast 500 Seiten habe ich mit der Protagonistin und ihren beiden Kindern mitgefiebert. Absolute Lesempfehlung

                              Dark Rose

                              Beiträge 26
                              27.04.2020

                                Ich empfand das Buch leider als langatmig und deprimierend...

                                Isabels Leben ist eine einzige Katastrophe. Der Tod ihres Mannes hat sie schwer getroffen und dann hat er ihr auch noch einen gigantischen Schuldenberg hinterlassen. Die Konzertgeigerin ist am Ende. Dann erhält sie eine Nachricht, die alles verändert: ein Großonkel hat ihr überraschend sein Haus vermacht. Es ist eine Bruchbude, aber immerhin ein Dach über dem Kopf. Also zieht Isabel mit ihren zwei Kindern aufs Land. Die Instandsetzung des Hauses verschlingt ihre letzten Ersparnisse und so sieht sie sich gezwungen, die Hilfe ihres Nachbarn Matt anzunehmen. Doch Isabel ahnt nicht, dass er seine eigenen Ziele verfolgt, immerhin hat er Jahre damit verbracht den alten Mann zu bearbeiten, damit er ihm das Haus hinterlässt!


                                Das Buch beginnt mit Matt und seiner Frau Laura, die sich um ihren alten Nachbarn kümmern. Laura kümmert sich, Matt verbringt seine Zeit lieber damit mit einer anderen Frau ins Bett zu springen. Der ganze Ort weiß Bescheid, bis auf Laura. Als der alte Mann dann stirbt, schwebt Matt auf Wolken und sieht sich schon als reichen Mann. Doch es kommt anders. Man lernt Isabel kennten, der gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Als man erfährt, dass Isabel das Haus geerbt hat, scheint das ihre Rettung zu sein, aber man macht sich auch direkt Sorgen um sie. Matt will das Haus unbedingt, Isabel kann nirgendwo anders hin. Wie weit wird Matt gehen, um an das Haus zu kommen?

                                Mir war Isabel nicht wirklich sympathisch. Sie tut mir leid, ja, sie trauert sehr um ihren Mann, aber ich finde es unverantwortlich, dass sie sich um absolut gar nichts kümmert. Ihre Kinder schiebt sie zur Nanny ab, sie öffnet ja nicht einmal die Rechnungen! Auf mich wirkt es, als wäre sie halb in einer Depression versunken und halb in der Verleugnungsphase. Aber selbst sie muss einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Klar, sie hat keine andere Wahl, aber einfach in das Haus einzuziehen, ohne sich über dessen Zustand zu informieren ist wieder so eine unbedachte, unverantwortliche Reaktion. Ich kann ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen.

                                Matt fand ich total unsympathisch. Gut, das ist auch gewollt, aber er ist so ein furchtbarer Mensch! Er ist der Typ Mann, dem man zu traut, Hundewelpen zu treten, ich denke das sagt alles. Er fühlt sich von allen immer ungerecht behandelt und als würden die ihm etwas, was ihm rechtmäßig zustünde, vorenthalten. Ich finde es so schlimm, wie er seine Frau behandelt! Er regt mich einfach auf und ich würde ihn total gern irgendwo runter oder rein schubsen... Er ist so ein böser Mensch!


                                Fazit: Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Buch leider als sehr deprimierend empfand. Es steckt voller Ungerechtigkeit und Boshaftigkeit. So vieles passiert, dass einfach nur unglaublich gemein ist! Ich kann nicht ins Detail gehen, aber ich bin echt fassungslos.

                                Ich konnte mit der Protagonistin leider nicht warm werden. Ich konnte ihre Handlungen einfach nicht verstehen. Sie erschien mir immer wieder als total weltfremd und unverantwortlich. Ich konnte immer wieder nur den Kopf schütteln. Auch emotional hat sie mich nicht gepackt. Ja, sie tat mir leid, aber ich habe nicht mit ihr mitgelitten.

                                Zudem hat das Buch leider auch einige Längen. Die Wendung ganz am Schluss war in meinen Augen das Beste an diesem Buch, aber sie hat mir nicht gereicht, um mich über die Langeweile davor und die Wut über Matt hinwegzuhelfen. Leider war das Buch nicht meins. Ich hatte gehofft, es käme an „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ heran, aber leider ist es davon weit entfernt. Schade! Von mir bekommt das Buch leider nur ganz knappe 2 Sterne und die auch nur, wegen der tollen Wendung ganz am Schluss.

                                tigerbea

                                Beiträge 94
                                16.04.2020

                                  Die Geigerin Isabel liebt ihren Mann und ihre Kinder, doch ganz besonders liebt sie ihre Geige und die Musik. Sie lebt in ihrer eigenen Welt. Die Realität ist ihr fremd. Als ihr Mann bei einem Unfall ums Leben kommt, muß sie erfahren, daß sie hohe Schulden hat. Da kommt ihr das Erbe eines entfernten Onkels gerade recht. Der hat ihr ein Haus auf dem Land vererbt. Ohne sich vorher zu informieren zieht Isabel mit den Kindern dort ein. Leider entpuppt sich dieses Haus als alt und heruntergekommen. Isabel steht hilflos vor der Herausforderung, dieses alte Haus bewohnbar zu machen. Dankbar nimmt sie daher die Hilfe ihres Nachbarn Matt an. Bald kommen ihr jedoch Zweifel, ob Matt es wirklich ehrlich meint. Isabel muß lernen, den richtigen Menschen zu vertrauen und auf ihr Herz zu hören.

                                  Im neuen Roman "Der Klang des Herzens" von Jojo Moyes erlebt man ein totales Gefühlschaos. Es wechselt zwischen Situationskomik, Schadenfreude, Trauer, Wut und Unverständnis. Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Es treffen so unterschiedliche Charaktere aufeinander, daß man unmöglich alle Personen mögen kann. Jojo Moyes schafft es aber immer wieder zwischen den Zeilen zu erklären, warum die Menschen - auch die nicht so sympathischen - so sind, wie sie sind. Wer also mit allen Sinnen liest, lernt auch diese Personen besser zu verstehen. Deshalb lese ich die Geschichten von Jojo Moyes so gern. Sie gehen immer etwas mehr in die Tiefe als viele übliche Geschichten. So ist es auch in diesem Buch. Man erkennt, daß es sich immer lohnt, den nächsten Schritt zu wagen, auch wenn es schwer fällt.

                                  JanisZie

                                  Beiträge 8
                                  15.04.2020

                                    Es gab eine Zeit, in der habe ich alle Bücher von Jojo Moyes verschlungen. Die letzten Bücher von ihr fesselten mich aus irgendwelchen Gründen nicht. Ich habe bestimmt schon drei Bücher von ihr zu Hause liegen, die ich angefangen habe und irgendwann einfach weglegte.

                                    Dieses Buch hat mich dagegen wieder viel mehr gefesselt. Nun ist es bereits eine ältere Geschichte von ihr als Neuauflage. Vielleicht gefällt mir ihr alter Stil einfach besser. Ich kann es nicht genau sagen, woran es liegt. Dieser Roman hat etwas besonderes und verschwindet nicht in der Masse an Romanen die den Markt überschwemmen. Auch der Aufbau der Story gefällt mir sehr gut.

                                    Da es für mich jedoch noch Bücher gibt, die mich mehr fesseln, erhält dieses Buch von mir 4 von 5 Sternen.

                                    Eseskalierteh

                                    Beiträge 32
                                    eine Antwort 11.04.2020

                                      Die Schlichten Cover sind jedes Mal wieder wunderschön. Der Schreibstil ist auch hier wieder toll und mitfühlend. Was ich besonders mag ist das es Drama mit liebe verbindet. Schaffen nicht viele Autoren das so gut hinzubekommen.

                                      • Paulaaa

                                        Beiträge: 50
                                        15.04.2020

                                        Deine Rezi macht neugierig! Mir ging es wie dir ihren Büchern, ich denke ich werde dieses aber auch lesen!

                                      schnäppchenjägerin

                                      Beiträge 74
                                      08.04.2020

                                        Laura und Matt McCarthy haben sich in den letzten Jahren um den bettlägrigen Samuel Pottisworth gekümmert. Insbesondere Laura litt unter den Erniedrigungen des alten Mannes, der sich zum eigenen Vergnügen gebrechlicher machte, als er war. Die McCarthys hofften, durch ihre aufopferungswürdige Hingabe am Ende die Erben des benachbarten Anwesens mit dem Spanischen Haus zu sein.
                                        Als Mister Pottisworth stirbt, erbt überraschend die einzige verbliebene Angehörige, Isabel Delancey, das Haus in Norfolk. Sie hat vor Kurzem ihrem Mann durch einen Unfall verloren, der sie und die Kinder mit einem Schuldenberg in London zurückließ. Da die Konzertgeigerin es nicht über ihr Herz bringt ihr geliebtes Instrument zu verkaufen, sieht sie sich gezwungen, mit ihren Kindern aufs Land zu ziehen - ohne zu wissen, was sie in dem Spanischen Haus erwarten wird.

                                        Die Geschichte handelt von einer Reihe von Charakteren, die mit dem Spanischen Haus verbunden sind. Die Perspektiven wechseln dabei häufig, was allerdings nicht verwirrend ist, sondern die unterschiedliche Motivlage und Gefühle für das Haus und die Bewohner jedes einzelnen darlegt. Dabei gibt es Personen, die dem Leser ans Herz wachsen und Personen, denen man ablehnend gegenüber steht, aber letztlich sind diese so vielschichtig gestaltet, dass man sie nicht pauschal in Gut und Böse einteilen kann. Selbst für die offenbar gierigen Erben kann man Verständnis aufbringen.

                                        Das Buch ist - wie von Jojo Moyes gewohnt - sehr lebendig und empathisch geschrieben. Die Geschichte ist trotz ihrer Vorhersehbarkeit unterhaltsam, auch wenn die Beschreibungen der Renovierung des Hauses kürzer gefasst hätten sein können.

                                        Es ist ein Roman über Verlust, Trauer, Neid und Besessenheit. Während zu Beginn der Kampf um das renovierungsbedürftige Haus im Vordergrund steht, entwickelt sich der Roman um die authentisch gestalteten Charaktere weiter hin zu einem Familiendrama mit romantischen Anteilen. Dabei macht Isabel die größten Fortschritte und entwickelt sich von einer unselbstständigen, naiven Frau, die in ihrer eigenen (Musik-)welt lebt zu einer Frau, die sich die Hände schmutzig machen kann und gewinnt an Selbstvertrauen. Besonders schön ist auch zu lesen, wie sich die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Isabels verstummten Sohn Thierry und dem etwas geheimnisvollen Bauhelfer Byron entwickelt und damit auch das Herz von Isabel öffnet.

                                        "Der Klag des Herzens" ist kein neuer Roman der Bestsellerautorin, sondern bereits mit dem gleichen Titel 2010 im Goldmann-Verlag erschienen und wurde nun überarbeitet neu bei Rowohlt aufgelegt.

                                        hasi_rasi

                                        Beiträge 114
                                        eine Antwort 07.04.2020

                                          Das Erbe

                                          Konzertgeigerin Isabel ist Mitte 30 und seit 9 Monaten Witwe. Sie verkriecht sich in ihrer Trauer, öffnet keine Post, geht nicht mehr arbeiten. Zum Glück ist ihre Tochter Kitty mit 15 schon sehr erwachsen und kümmert sich um das Notwendigste, auch um ihren kleinen Bruder Thierry, der seit dem Tod seines Vaters nicht mehr spricht. Isabel ist geschockt als sie erfährt, dass ihr Mann ihr nur Schulden hinterlassen hat und sie das Haus verkaufen muss. Als sie von einem entfernten Onkel ein Anwesen auf dem Land erbt, bricht sie alle Brücken hinter sich ab und zieht mit ihren Kindern dahin – ohne es sich vorher wenigstens mal anzusehen. Das Haus ist eine Ruine, es gibt keine Heizung, warmes Wasser oder einen Kühlschrank. Bis zu seinem Tod hat ihr Mann sich um alles gekümmert, auch um die Kinder, damit Isabel sich auf ihre Karriere als Geigerin konzentrieren konnte, außerdem hatten sie Personal. Jetzt muss sie komplett neu anfangen und alles selber machen. Zum Glück ist ihr Nachbar Bauunternehmer und bietet ihr an, die notwendigsten Reparaturen zu übernehmen.

                                          9 Jahren lang hat sich Laura um Mr. Pottisworth in seinem heruntergekommenen Herrenhaus gekümmert. Der Alte war unausstehlich, unhöflich und beleidigend. Kathy hatte ihn so satt. Doch jedes Mal, wenn sie alles hinschmeißen wollte, überzeugte ihr Mann Matt sie, weiter durchzuhalten. Pottisworth hatte ihnen nämlich versprochen, dass sie das Haus erben und ihre Pläne für die umfangreiche Sanierung sind längst fertig. Dafür verzeiht sie Matt seit Jahren immer wieder seine Affären. Aber als jetzt Isabel das Haus statt ihrer erbt und Matt sich immer abweisender verhält, beginnt Laura ihr Leben zu überdenken.

                                          „Der Klang des Herzens“ ist 2010 schon mal auf deutsch erschienen und wurde jetzt überarbeitet und neu aufgelegt. Es ist leicht geschrieben und liest sich wunderbar flüssig. Ich habe es an nur einem Tag verschlungen. Die Handlungsstränge sind sehr ausgewogen, an einigen Stellen zwar etwas vorhersehbar, dafür haben mich andere echt überrascht.

                                          Das alte Haus mitten im Nirgendwo hätte ich wahrscheinlich nie betreten oder wäre nach der ersten Besichtigung schreiend weggerannt, aber die romantische Lage am See entschädigt für vieles. Isabel findet in dieser Abgeschiedenheit endlich wieder zu sich, beginnt sogar wieder, Geige zu spielen. Doch ihr neuer Alltag ist geprägt vom Dasein als Hausfrau und Mutter. Ich konnte ihre Überforderung sehr gut nachfühlen. Ihre Wandlung zur selbständigen und selbstbewussten Frau und Mutter hat mir gut gefallen.
                                          In Laura konnte ich mich zwar auch einfühlen, hätte an ihrer Stelle aber einige Entscheidungen anders getroffen. Ihr Mann flirtet gern, ist sehr charismatisch und gewohnt zu bekommen, was er will. Ich an ihrer Stelle hätte ihm nicht so viel durchgehen lassen.
                                          Am meisten mochte ich Isabels Kinder Kitty und Thierry. Kitty ist schon sehr weit für ihr Alter und übernimmt viel Verantwortung, aber sie ist auch mitten in der Pubertät und manchmal herrlich altklug. Thierry blüht wie seine Mutter in der Natur auf, dabei hilft ihm Matts Angestellter, der schweigsame Byron. Die beiden sind sich sehr ähnlich und Byron wird sein neues männliches Vorbild.

                                          Jojo Moyes schreibt in ihrem neuen alten Buch sehr unterhaltsam und mitfühlend über Trauer, Verlust, Geheimnisse, Neuanfänge und die Kraft der Musik.

                                          • waldhimbeere

                                            Beiträge: 36
                                            07.04.2020

                                            Danke für deine ausführliche Rezension. Ich wusste gar nicht, dass das Buch schon einmal aufgelegt wurde, bin jetzt aber noch mehr gespannt darauf!

                                          Annette126

                                          Beiträge 16
                                          15.03.2020

                                            Dieses wunderbare Werk erscheint am 07.04.2020. Der kleine Einblick darin hat mein Herz jetzt schon bewegt und auch sehr tief berührt. Habe dabei auch sehr den Kampf ihres Überlebens dabei mitbekommen und auch ganz genau mitgefühlt. Es ist dabei auch wirklich sehr ein wahres Wunderwerk der Meisterklasse - was ich Jedem mit ganzem Herzen wirklich herzlichst empfehlen kann. In meinen Augen hat es daher auch wirklich sehr die 5 Sterne verdient.

                                            Holt es Euch - es wartet darauf- tief in Euer Herz einzudringen.

                                            Ich liebe Jojo Mojes nämlich über alles. Ihre Bücher sind einfach sehr, sehr wunderbar. Ich freue mich wirklich sehr über Jedes Buch von ihr. So zauberhaft, wie auch Die Nächte gewesen sind.