Jojo Moyes

Die Frauen von Kilcarrion

Das berührende Debüt der Bestsellerautorin – in neuer Übersetzung.
Kates Verhältnis zu ihren Eltern war immer schwierig. Als junge Frau hat sie Irland verlassen, unverheiratet und schwanger, um in London neu anzufangen. Bei ihrer eigenen Tochter wollte sie alles besser machen. Kates unstetes Leben jedoch belastet die Beziehung zu der mittlerweile sechzehnjährigen Sabine. Als die Kluft zwischen ihnen immer größer wird, macht sich Sabine auf den Weg nach Irland, um auf Gut Kilcarrion ihre Großmutter kennenzulernen.
Joy freut sich darauf, ihre Enkelin zu sehen. Sie hofft, dass sie zu ihr die Verbindung aufbauen kann, die sie zu ihrer Tochter Kate so schmerzlich vermisst. Aber Sabines unbefangene Art wirbelt das Leben auf Kilcarrion durcheinander und zwingt Joy, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Und alle drei Frauen müssen sich fragen, ob sie bereit sind, zu verzeihen und die Wunden der Vergangenheit heilen zu lassen.
Der Debütroman von Jojo Moyes über das untrennbare Band zwischen Müttern und Töchtern – neu übersetzt von Karolina Fell.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Romane folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Essex.

 


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Rezensionen

jackleser

Beiträge 43
02.04.2021

Die Frauen von Kilcarrion“ ist eine Neuübersetzung von Jojo Moyes Debütroman, eine Geschichte über Mütter und Töchter, über anscheinend unerfüllbare Erwartungen und die Sehnsucht nach Akzeptanz und Anerkennung.Honkong 1953: Joy ist Engländerin und lebt mit ihren Eltern in Honkong. Sie soll endlich heiraten, aber ihre ganze Leidenschaft gilt dem Reitsport. Die Ehe ihrer Eltern ein abschreckendes Vorbild, das lieblose Zusammenleben und die schlecht bis gar nicht getarnten Affären ekeln sie an. So will sie auf keinen Fall werden. „Es muss einfach noch mehr geben im Leben. Willst Du nicht irgendwann nach England? Oder nach Amerika? Die Welt bereisen?“ Bei einer Cocktailparty lernt sie Edward kennen, der so ganz anders ist. Zum ersten Mal fühlt sie sich wohl in Gegenwart eines Mannes, ernst genommen und verstanden. Allerdings reist er schon 2 Tage später weiter nach Korea … Das Spiel, die zwei Zeitebenen (Handlungsstränge) zu verknüpfen, ist wie immer gut gelungen, das Geheimnis, tja, da würde die heutige Frau Moyes sicher anders schreiben, insgesamt die Story finde ich schlüssig. Besonders gut hat mir gefallen, dass keine unerwarteten Zufälle eingebaut wurden, um die Handlung abschließen zu können. Die Formulierungen im Buch sowie die Beweggründe der einzelnen Personen sind sehr gut herausgearbeitet. Gut beschriebene interessante Charaktere, ein sehr angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend, emotional und auch geheimnisvoll empfunden habe und deren Setting wirklich richtig schön gehalten ist, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Brogitte

Beiträge 26
22.01.2021

Bin gespannt.

Bin auf jeden Fall sehr neugierig auf den Roman, welcher 5 Tage nach meinem Geburtstag erscheinen wird. Die Geschichte hört sich an als könnten Wunder geschehen, welche mich hoffen lässt, dass die Beziehung zu meiner ältesten Tochter und meiner Enkelin durchaus auch eine positive Wendung nehmen kann.

welikaja

Beiträge 4
12.04.2021

Ich war sehr gespannt auf diese Buch, war mir die Autorin doch empfohlen worde, ich hatte bisher tatsächlich noch keines ihrer Bücher gelesen. Ich war vom Schreibstil sehr positiv überrascht. Einfühlsam beschreibt sie die Beziehungen, nicht nur zwischen den drei Generationen von Frauen, sondern auch die anderen zwischenmenschlichen, die die Romanfiguren haben. So das Verhältnis der Frauen zu ihren Männern, die Freundschaft zwischen Joy und Stella und andere. Gerade diese detaillierten Beziehungsverflechtungen fand ich sehr gelungen. Insbesondere, als Moyes am Ende des Buches auch noch einmal die Mutter-Tochter-Interaktionen zwischen Joy, die im Roman ja eigentlich schon Großmutter ist, zu ihrer Mutter erzählt. All diese Interaktionen angefangen von Urgroßmutter bis hin zur Enkelin bedingen einander und man versteht die Geschichte nur, wenn man die Vergangenheit kennt, ist eines meiner Fazite des Buches. Die Bedeutung von Familie für das eigene Verhalten wird wunderbar herausgearbeitet, ohne jemals belehrend zu wirken.
Sehr gut haben mir die Beschreibungen Hongkongs, die eingeflochtenen geschichtlichen Ereignisse und, als selbst Reiterin, die der Pferde und Ausritte gefallen. Da das Buch so hinplätschert, läßt es sich schön lesen. Aber mir hat ein wenig Spannung gefehlt und das Ende kam etwas plötzlich. Und eigentlich ist die Familiengeschichte ja auch nicht zu Ende, die Geschichte von Sabine will noch erzählt werden.
Insgesamt ein schönes Buch, wenn man gut unterhalten werden möchte und gern Familiengeschichten liest.

buecher_wuermchen_

Beiträge 28
11.04.2021

Joy, Kate und Sabine - drei Frauen, drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Kate versucht bei ihrer Tochter Sabine alles besser zu machen, als ihre Mutter bei ihr, entwickeln sich die Beiden immer mehr und mehr auseinander. Als Sabine dann zu ihrer Großmutter Joy kommt, nähert sie sich der dickköpfigen alten Frau mehr an, als Kate es je erwartet hätte und sie muss sich eingestehen, dass auch sie nicht alles richtig gemacht hat in ihrem Leben…

Dieses Buch ist nicht schön - ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es beim Lesen manchmal schon fast schmerzhaft ist. Man darf alle drei Frauen begleiten, ihre Sichtweise kennenlernen, in ihren Kopf schauen und versteht ihre Handlungen mal mehr und mal weniger. Tatsächlich gibt es bei der Geschichte auch keine wirkliche Spannung und auch keinen richtigen Höhepunkt - die Geschichte plätschert eher so vor sich hin. Obwohl man das Ende als zufriedenstellend definieren könnte, ist es kein wirkliches Happy End. In der Geschichte wird nichts schön geredet, es wirkt so gnadenlos ehrlich und realistisch. Wer sich jetzt allerdings denkt, dass ich das Buch schlecht fand, der hat sich geirrt: Ich kann es nicht genau ausdrücken, aber dieses Buch hat mich einfach zutiefst berührt und obwohl oder vielleicht sogar genau weil es so schonungslos ehrlich und realistisch geschrieben war, hat es mir unglaublich gut gefallen.

Bambisusuu

Beiträge 39
01.04.2021

"Die Frauen von Kilcarrion" ist das Debüt der Autorin Jojo Moyes in einem neuen Design. Die zuletzt erschienen Bücher habe ich gerne gelesen und besonders nach "Ein halbes ganzes Jahr" bin ich von der Autorin hin und weg. Schade, dass die alten Bücher von ihrer weniger Beachtung finden. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Neuauflage ihres ersten Romans erschienen ist.

Auch dieses Buch glänzt wieder voll Emotionen und Liebe. Wie auch die anderen Bücher von Jojo Moyes setzt sich diese Geschichte mit bewegenden Themen auseinander. In dieser Handlung geht es um schicksalhafte Familienbeziehungen und vor allem um Mütter-Tochter-Verhältnisse.

Kate hat keine innige Bindung zu ihren Eltern. Das Interesse an ihren Hobbys und ihrem Leben war nie wirklich da. Sie wird früh Mutter und muss sich unverheiratet alleine zurechtfinden. Den selben Fehler wie ihre Eltern möchte Kate nicht machen. Mittlerweile mit Mitte 30 und ihrer rastlosen Art kommt sie jedoch nicht so gut bei ihrer 16-jährigen Tochter Sabine an. Ausgerechnet bei den Großeltern möchte Sabine Halt finden.

Der Konflikt zwischen den einzelnen Generationen habe ich gut nachempfinden können. Mit Rückblicken in die Vergangenheit versetzt man sich nicht nur in die Rolle der rebellischen Sabine, sondern erhält auch Einblicke aus Joys und Kates Vergangenheit. Durch Sabines temperamentvolle Art kommen Joy Gedanken zu der damaligen Zeit hoch. Viele Geheimnisse kommen ans Tageslicht und lösen eine ruhige, aber auch gefühlvolle Stimmung aus. Kate hingegen ist ähnlich wie ihre Tochter ein Wirbelwind. Ihr Standbein hat sie jedoch im Gegensatz zu ihrer Mutter noch nicht erhalten.

Insgesamt ein schöner Roman, der an manchen Stellen, insbesondere zu Sabine, mehr Tiefgründigkeit aufweisen könnte. So hatte ich das Ende etwas erahnen können. Dennoch konnte mich Jojo Moyes wieder mit ihrem fesselnden und authentischen Schreibstil begeistern!

dreamlady66

Beiträge 11
06.05.2021

    Vom Suchen, Finden & Verzeihen

    (Inhalt, übernommen)
    Kates Verhältnis zu ihren Eltern war immer schwierig. Als junge Frau hat sie Irland verlassen, unverheiratet und schwanger, um in London neu anzufangen. Bei ihrer eigenen Tochter wollte sie alles besser machen. Kates unstetes Leben jedoch belastet die Beziehung zu der mittlerweile sechzehnjährigen Sabine. Als die Kluft zwischen ihnen immer größer wird, macht sich Sabine auf den Weg nach Irland, um auf Gut Kilcarrion ihre Großmutter kennenzulernen.

    Joy freut sich darauf, ihre Enkelin zu sehen. Sie hofft, dass sie zu ihr die Verbindung aufbauen kann, die sie zu ihrer Tochter Kate so schmerzlich vermisst. Aber Sabines unbefangene Art wirbelt das Leben auf Kilcarrion durcheinander und zwingt Joy, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Und alle drei Frauen müssen sich fragen, ob sie bereit sind, zu verzeihen und die Wunden der Vergangenheit heilen zu lassen.

    Portrait:
    Jojo Moyes schreibt über große Gefühle und rührt ihre Leser zu Tränen: Der britischen Schriftstellerin und Journalistin gelang der große Durchbruch mit ihrem Bestseller „Ein ganzes halbes Jahr“ (Originaltitel: „Me Before You“), der im Jahr 2012 erschien.
    Im Jahr 2016 begeisterte die Verfilmung mit Emilia Clarke und Sam Claflin in den Hauptrollen das Kinopublikum. Die bittersüße Romanze handelt von einem wohlhabenden jungen Mann, der nach einem Unfall als Tetraplegiker an den Rollstuhl gefesselt ist, und seiner lebenslustigen Pflegerin Louisa aus ärmlichen Verhältnissen.
    In Deutschland stand dieser in 43 Sprachen übersetzte Roman 41 Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.
    In ihrer Heimat war die 1969 in London als Pauline Sara Jo Moyes geborene Jojo Moyes zu diesem Zeitpunkt als Kolumnistin für Tageszeitungen und als Autorin von Romanzen bekannt.

    Jojo Moyes lebt mit ihrem Ehemann und drei Kindern auf einem Bauernhof in Great Sampford in der Grafschaft Essex.
    Als Inspiration für Ihre Werke nennt sie die große britische Schriftstellerin Jane Austen, deren feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen sie bewundert.

    Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:
    Danke an die buchboutique bzw. Rowohlt Polaris für dieses bewegende Lese/RezensionsExemplar, ich freute mich!

    Das Debüt der Spiegel-Bestseller-Autorin, jetzt in neuer Übersetzung, reizte mich wirklich sehr. Dazu ein sehr passendes Cover, vielversprechend ❤

    Drei Generationen Frauen - auf zwei Zeit-Ebenen erzählt - dazu wilde irisch-grüne Landschaften und ein Familiengeheimnis...das die Familie auseinanderbrechen lassen könnte...Grund zum Verzeihen und für einen NeuAnfang?
    Ehrlich & kraftvoll erzählt!

    Puh, was für ein emotionaler Plot gar besondere BewährungsProbe, da so gefühlvoll & berührend - einfach nur toll zu(m) Lesen - eben Jojo Moyes-Style :)
    Bin begeistert und empfehle das vielschichtigemotionale Buch sehr gerne weiter!

    girasolita

    Beiträge 2
    02.05.2021

      Kate hatte immer ein eher schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, und wollte bei ihrer Tochter alles besser machen. Allerding ist die Beziehung zwischen Sabine und ihr nicht die beste. Sabine wird nach Kilcarrion geschickt, um ihre Großmutter kennenzulernen und dort Zeit zu verbringen. Erst fühlt sie sich dort nicht willkommen, nach und nach entwickelt sie allerdings ein enges Verhältnis zu ihren Großeltern und erfährt von ihrer Großmutter einiges über deren Geschichte.

      Der Roman spielt in zwei Zeitebenen - 1953 in HongKong, als die junge Joy, die dort mit ihren Eltern lebt und das Gefühl hat, dass sie deren Erwartungen nie erfüllen kann, sich in Edward verliebt, der sie so wahrnimmt wie sie ist. Die andere Ebene, die Gegenwart, mit Sabine, die von ihrer Mutter Kate zu den Großeltern geschickt wird.

      Die Frauen von Kilcarrion ist der Debütroman von Jojo Moyes, der in neuer Übersetzung neu erschienen ist. Eine berührende Familiengeschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

      Laudibook

      Beiträge 19
      21.04.2021

        "Die Frauen von Kilcarrion" von Jojo Moyes ist eine Neuübersetzung ihres Debütroman. Ich habe mich unheimlich doll auf die Geschichte gefreut und wurde nicht enttäuscht.
        Inhalt:
        Die alleinerziehende Kate versucht bei ihrer 16 jährigen Tochter Sabine alles besser zu machen, als ihre eigene Mutter Joy bei ihr. Sie hatte nie eine innige Bindung zu ihren Eltern. Kate ist mittlerweile Mitte dreißig, als sie ihren langjährigen Partner Geoff verlässt, um mit ihrer neuen Liebe neu anzufangen. Die Streitigkeiten mit ihrer Tochter nehmen immer mehr zu. Sie beschließt, dass Sabine zu ihrer Großmutter nach Irland reisen soll. Sie soll Joy und Gut Kilcarrion kennenlernen. Joy freut sich auf ihre Enkelin, die sie vor zehn Jahren zum letzten Mal gesehen hat. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten findet Sabine überraschend Zugang zu ihrer Großmutter. Joy muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Die alte Frau fängt an von damals zu erzählen. Von Hongkong in den 50er Jahren, wo sie als Engländerin mit ihren Eltern lebte. Von ihren Wünschen und Sehnsüchten und ihrer Liebe, ihrem Ehemann....

        Meine Meinung:
        Der Einstieg fiel mir nicht so leicht. Ich musste mich sehr konzentrieren, aber es hat sich gelohnt. Nach ca. 100 Seiten hat mich die Geschichte so sehr gepackt, dass ein Aufhören nicht mehr möglich war. Der Schreibstil von Jojo Moyes ist wirklich toll. Auch in diesem Roman setzt sich die Autorin mit wichtigen und tiefgründigen Themen auseinander. Wir lernen drei Generationen, drei Frauen Joy, Kate und Sabine kennen. Jede der Frauen hat Sehnsüchte nach Akzeptanz, Anerkennung, Liebe und Geborgenheit. Die Geschichte fungiert und glänzt durch Emotionen und Tiefgang. Der Konflikt zwischen Joy und Kate und Kate und Sabine hat mich sehr berührt und mitgenommen. Jojo hat ihre Protagonisten hervorragend gezeichnet. Sie sind authentisch und wirken gut greifbar für mich. Ich konnte mich absolut in ihre Gefühlslagen hineinversetzen, sie verstehen und mitfühlen.
        Fazit:
        Große Leseempfehlung
        4,5/5

        Ana

        Beiträge 5
        18.04.2021

          Ich bin großer Fan von Jojo Moyes. Es hab mich gefreut das das ihr Debütroman neu veröffentlicht wurde.
          Den Stil des Covers Liebe ich. Es fällt sofort auf.
          Ich fand ihn toll. Sehr gefühlvoll und emotional. Und mit einer gewissen Portion Humor.

          lumoje

          Beiträge 2
          18.04.2021

            Ein neuer, alter Roman von Jojo Moyes. Juchhu. Ich lese die Bücher von J.Moyes sehr gern. Auch dieses liest sich flüssig, man kann mitfiebern, freut sich für die Protagonisten oder ist traurig mit ihnen. Allerdings kommt auch dieses Buch nicht an "Ein ganzes halbes Jahr" heran. Keine der drei Protagonistinnen, Joy, Kate und Sabine, sind sehr sympathisch. Der Roman behandelt die gestörten Mutter-Tochter-Beziehungen der drei Frauen. In meinen Augen wurden die Probleme nicht wirklich nachvollziehbar dargestellt. So oft dachte ich: "Redet einfach miteinander!".
            Der Roman beginnt in den 50er Jahren in Hongkong. Wir erfahren, wie Joy ihren Mann kennenlernt. Auch wenn die Hochzeit eine Hals-über-Kopf-Entscheidung war, wurden doch gut die Gründe herausgearbeitet. Das fehlte leider im Rest des Romans. Es war viel Potenzial vorhanden, das nicht genutzt wurde.
            Trotzdem ist das Buch durchaus empfehlenswert für ein Lese-Wochenende oder als Urlaubslektüre.

            bestibooks

            Beiträge 4
            13.04.2021

              Ich mag die Romane von Jojo Moyes alle sehr gerne und habe auch schon einige gelesen. Die Frauen von Kilcarrion habe ich auch schon vor mehreren Jahren gelesen, habe mir jetzt aber auch die neue Auflage gekauft. Ich muss sagen, dass mir nicht sehr viel aufgefallen ist, was die überarbeitete Übersetzung angeht. Sprachlich fand ich den Roman auch schon im alten Gewand sehr gefühlsbetont und emotional. Das ist mir der neuen Übersetzung weder besser noch schlechter geworden.

              Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die den Stil von Jojo Moyes mögen, sich nicht von "dicken Schinken" abschrecken lassen und auf gefühlvolle Geschichten stehen.

              Hanni

              Beiträge 10
              07.04.2021

                Ich bin sehr gespannt ob mir die neue Übersetzung besser gefallen wird. Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe hat es mir sehr gut gefallen und für ein Debüt war es auch ein sehr schöner Schreibstil ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen und die Geschichte hat mir sehr gut gefallen sie war auch sehr emotional.

                Leseanni

                Beiträge 11
                06.04.2021

                  Endlich wieder etwas Neues dieser Autorin.
                  Wobei...tatsächlich hat sie ja in letzter Zeit sehr häufig neue Bücher rausgebracht. Ehrlich gesagt waren deshalb meine Erwartungen nicht all zu hoch.
                  Als hier allerdings die Leseprobe vor Erscheinen zu lesen war, hatte es mir die Story dann doch angetan. Ich war positiv überrascht.
                  Es ist meiner Meinung nach zwar nicht eins ihrer besten Bücher, aber durchaus wieder gut zu lesen und durchaus spannend. Auf die Autorin ist Verlass, wenn man netten Zeitvertreib sucht wird man in der Regel nicht enttäuscht, so auch bei diesem Buch.

                  Lesegenuss

                  Beiträge 40
                  02.04.2021

                    Wunderbare Familiengeschichte von Vertrauen und Verzeihen
                    "Die Frauen von Kilcarrion" war das Debüt von Jojo Moyes und ist nunmehr in neuer Übersetzung erschienen.
                    Schon nach den ersten Seiten bin ich eingetaucht in die Geschichte. Die Handlung beginnt im Juni 1953 in Hongkong, wo die dort lebenden Engländer dem Ereignis des heutigen Tages entgegenfiebern. Mit einer großen Party soll am Abend der Radioübertragung zum Krönungsgottesdienst von Prinzessin Elizabeth II. zur Königin gefeiert werden. Zu der Zeit lebt auch die junge Joy mit den Eltern dort. Als sie auf einer Party Edward kennenlernt, fühlt sie sich auf eine besondere Art und Weise zu ihm hingezogen. Ziemlich schnell war klar, dass sie heiraten wollten, allerdings ging das nicht so schnell, denn der Offizier musste schon nach zwei Tagen wieder auf Fahrt. So würde Joy die neun Monate auf ihn warten. Sie ist sich sicher, mit Edward eine harmonische Ehe zu führen, und nicht so lieblos wie es bei den Eltern zuging.
                    Oktober 1997. Kate bringt ihre sechzehnjährige Tochter Sabine zur Fähre nach Irland. Dort lebten die Großeltern Edward und Joy. Der Großvater war sehr krank und Joy freute sich auf Sabine. Sie hegte Hoffnung, dass es mit ihr anders lief als mit der eigenen Tochter. Das Kate Sabine aber auch erst einmal für eine Zeit aus London haben wollte, Luftveränderung, lag daran, dass vor Monaten Georff, mit dem die Mutter sechs Jahre zusammen war und für Sabine eine Art Vaterersatz, ausgezogen war. Und ihre Mutter hatte schon wieder einen neuen Lover. Alles andere als einfach das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter.
                    (Zitat S. 40 "Du verfrachtest mich an einen Ort, an dem ich in meinem ganzen Leben erst zwei Mal war, damit ich in dieser Einöde bei einer Großmutter, die du so sehr magst, dass du sie seit Jahren nicht gesehen hast, so was wie das Dienstmädchen spiele, während mein Großvater den Löffel abgibt. Einfach super toll. ..."

                    Der vorliegende Roman ist nicht nur eine Familien-Lebensgeschichte, er zeigt auch auf, wie wichtig Familie ist. Im Prinzip liest sich die Geschichte wie von selbst. Die Autorin beschreibt sehr gut die Gefühle und Emotionen der Charaktere. Themen wie Missverständnisse, Schwierigkeiten, Verlust sind nur einge. Letztendlich die Entwicklung von Sabine zu lesen, auch die Art sich selbst zu finden, hat mir gefallen. Und Sabine schafft es auch, dass Joy ein lang gehütetes Geheimnis gegenüber Kate offenbart. Was wäre geworden, wenn Kate es schon früher erfahren hätte? All diese Dissonanz.
                    Irgendwann voneinander lernen und füreinander da zu sein, genau im richtigen Moment. Die Autorin hat mit ihrem Roman viel erreicht, nicht nur das verlorene Band der Familie wieder zu finden. Ebenfalls eine ansprechende Familiengeschichte gut herüber gebracht und auch die Probleme mit dem Alltäglilchen sehr gut dargestellt.

                    "Die Frauen von Kilcarrion" ist eine tiefer gehende Familiengeschichte, in der Verzeihen und Vertrauen wichtige Punkte dessen sind.

                    schnäppchenjägerin

                    Beiträge 78
                    31.03.2021

                      Kate ist Mitte 30 und alleinerziehende Mutter einer 16-jährigen Tochter. Im Streit hatte sie schwanger mit 18 Jahren ihr Elternhaus verlassen und sich geschworen, mit ihrer Tochter alles anders zu machen.
                      Als Kate ihren langjährigen Freund Geoff verlässt, um mit einem jüngeren Partner wieder neu anzufangen, nehmen die Konflikte mit ihrer Tochter Sabine zu, die dafür kein Verständnis mehr hat. Sabine fährt zu ihren Großeltern nach Irland, die sie vor zehn Jahren zum letzten Mal gesehen hat. Sie weiß nicht, was zwischen ihnen und ihrer Mutter vorgefallen ist und wird von Joy und Edward wenig herzlich in Empfang genommen. Die strengen Regeln auf Gut Kilcarrion schrecken sie ab, dass sie ihren Aufenthalt vorzeitig beenden möchte. Doch dann findet sie alte Fotos von ihren Großeltern und ihrer Mutter und findet damit nach Startschwierigkeiten einen Zugang zu ihrer Großmutter, die ihr von ihrer Liebe zu ihrem Ehemann, einem stattlichen Offizier, und der aufregenden Zeit in den 1950er- und 1960er-Jahren in der britischen Kronkolonie Hongkong erzählt.
                      Doch erst als Edward im Sterben liegt und auch Kate auf Gut Kilcarrion eintrifft, schafft es Joy sich den Ereignissen der Vergangenheit zu stellen und Kate ein wohl gehütetes Geheimnis zu verraten, das ursächlich für ihr schwieriges Verhältnis zueinander ist.

                      "Die Frauen von Kilcarrion" ist einer der ersten Romane von Jojo Moyes, der bereits 2002 in Deutschland erschienen ist und nun neu veröffentlicht wurde.
                      Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm leise. Die Hauptfiguren sind facettenreich gezeichnet und so empathisch geschildert, dass man sich sehr gut in die drei unterschiedlichen Frauen hineinversetzen kann.
                      Sabine ist ein typischer Teenager, die gegen ihre Mutter rebelliert und bei den Großeltern hofft, endlich das zu finden, wonach sie sich all die Jahre gesehnt hat: Stabilität und Geborgenheit in einer Familie. Kate ist eine Frau mit Bindungsängsten, die sich nicht festlegen kann, sich gleichzeitig aber nach einem starken Mann an ihrer Seite sehnt. Joy ist eine toughe ältere Dame, die in Edward ihre große Liebe gefunden hat. Doch in der Vergangenheit hat sich ein Schatten auf sie gelegt, den sie nie überwunden hat und der auch das Verhältnis zu ihrer Tochter so schwierig machte.

                      Das Buch handelt von konfliktgeladenen Mutter-Tochter-Beziehungen über alle Generationen hinweg: Joy mit Alice, Kate mit Joy, Sabine mit Kate. Mangelndes Verständnis für einander, Missverständnisse und eine fehlende Kommunikationsbereitschaft erschweren die Verbindung und errichten Mauern zwischen den Generationen.
                      Die Geschichte, die auch Rückblenden in die Vergangenheit enthält, ist lebensnah dargestellt. Gerade zu Beginn ist sie jedoch etwas langatmig, da wenig passiert und sich mehr in den Gedanken der Figuren abspielt, die ihre Probleme wälzen.
                      Das Geheimnis, das am Ende aufgedeckt wird und schon sehr früh zu einem sehr angespannten Verhältnis zwischen Kate und Joy geführt hat, ist wenig spektakulär. Dass eine einzelne Entscheidung für eine Sechsjährige so drastisch ist, um dafür zu sorgen, als Erwachsene den Kontakt zu einander fast vollständig einzustellen, fand ich nicht einleuchtend. Das versöhnliche Ende ging mir dann zu schnell, auch wenn alle Charaktere eine merkliche Entwicklung durchgemacht haben und eine zaghafte Annäherung stattgefunden hat.

                      hasirasi2

                      Beiträge 121
                      30.03.2021

                        Frauen und ihre Geheimnisse

                        Honkong 1953: Joy ist Engländerin und lebt mit ihren Eltern in Honkong. Sie soll endlich heiraten, aber ihre ganze Leidenschaft gilt dem Reitsport. Die Ehe ihrer Eltern ein abschreckendes Vorbild, das lieblose Zusammenleben und die schlecht bis gar nicht getarnten Affären ekeln sie an. So will sie auf keinen Fall werden. „Es muss einfach noch mehr geben im Leben. Willst Du nicht irgendwann nach England? Oder nach Amerika? Die Welt bereisen?“ (S. 13) Bei einer Cocktailparty lernt sie Edward kennen, der so ganz anders ist. Zum ersten Mal fühlt sie sich wohl in Gegenwart eines Mannes, ernst genommen und verstanden. Allerdings reist er schon 2 Tage später weiter nach Korea …

                        London 1997: Kates Vater ist sehr krank, doch statt selber nach Irland zu fahren, schickt sie ihre 16jährige Tochter Sabine. Die hat ihre Großeltern bisher nur zweimal im Leben getroffen und ist entsetzt, als sie das Anwesen zum ersten Mal sieht. „Offenkundig war es früher ein prachtvolles Haus gewesen, prächtiger als jedes andere, in dem sie je gewesen war. Aber es wirkte irgendwie erschöpft, im Niedergang, wie ein Mensch, der sich um nichts mehr gekümmert und nur noch auf eine Gelegenheit wartete, sich zu verabschieden. Es sieht aus, wie ich mich fühle, dachte Sabine.“ (S. 52 / 53) Nicht nur das Anwesen, die ganze Familie scheint dem Verfall geweiht zu sein.

                        „Die Frauen von Kilcarrion“ ist eine Neuübersetzung von Jojo Moyes Debütroman, eine Geschichte über Mütter und Töchter, über anscheinend unerfüllbare Erwartungen und die Sehnsucht nach Akzeptanz und Anerkennung.

                        Kate hatte genau wie ihre Mutter Joy das Gefühl, es ihren Eltern nie rechtmachen zu können. Sie hat sich nie für Pferde interessiert und ist schon mit 18 ungewollt und unverheiratet Mutter geworden. Inzwischen ist sie Mitte 30 und hat gerade wieder einmal einen Mann verlassen, der nächste steht schon in den Startlöchern. Ihre Eltern hingegen scheinen auch nach Jahrzehnten noch eine perfekte, liebevolle Beziehung zu führen. Wie machen die das nur?
                        Sabine fühlt sich von ihrer Mutter unverstanden und abgeschoben, aber auch in Kilcarrion unwillkommen. Ihre Großmutter kümmert sich mehr um ihr Lieblingspferd als um ihren todkranken Mann, der sein Zimmer kaum noch verlässt. Sie leitet das Anwesen mit harter Hand, ist den ganzen Tag unterwegs. Es gibt einen strengen Tagesablauf und Regeln, an die sie sich halten muss, dabei ist sie sehr frei aufgewachsen. Zum Glück nehmen die Haushälterin und deren Tochter sie unter ihre Fittiche. Erst bei ihnen lernt sie ein intaktes Familienleben kennen. „Als Einzelkind einer zeitweise alleinerziehenden Mutter war das die erste richtige Familie, die sie erlebte.“ (S. 195) Doch auch dort stimmt nicht alles …

                        Jojo Moyes gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen anscheinend heiler Familien, erzählt von den Ängsten, Sehnsüchten, Albträumen und Komplexen der Menschen. Fast alle Frauen in dieser Geschichte haben ein gut gehütetes Geheimnis, ob nun bewusst oder unbewusst, das zum Zerwürfnis mit dem Rest der Familie führt. Es sind starke Frauen, die ziemlich viel aushalten können, aber eben nicht alles. Außerdem geht es darum, sich mit sich selbst und anderen zwar auseinanderzusetzen, aber nicht, sich zu messen oder zu vergleichen. Jeder ist individuell. Das Glück liegt oft so nah, man muss nur auf sein Herz hören.

                        Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, Abschiede und Neuanfänge. Sehr spannend und ergreifend geschrieben.

                        Angela Busch

                        Beiträge 16
                        23.03.2021

                          Die Leseprobe hat mich ausserordentlich fasziniert. Schnell bin ich in die Atmosphäre der 50er Jahre Hongkongs eingetaucht und habe den Herzschlag dieser interessanten Enklave fast körperlich wahrgenommen. So gut hat die Autorin die Aufregung um die Krönung von Elizabeth II von England beschrieben. Die junge Joy ist mir sofort ans Herz gewachsen auf Grund ihrer Andersartigkeit in dieser damals doch sehr steifen und verstaubten Gesellschaft mit antiquierten Moralvorstellungen. Auf jeden Fall möchte ich den Verlauf des Besuches von Sabine bei ihren Grosseltern in Irland gerne weiterverfolgen,,,,,,