Jojo Moyes

Nächte, in denen Sturm aufzieht

Dies ist die Neuausgabe von "Dem Himmel so nah".
Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay an der Küste Australiens hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die unberührten Strände, der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht leben, bedeuten ihr alles. Täglich fährt sie mit ihrem Boot raus aufs Meer und bietet Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren. Als der Engländer Mike Dormer anreist und sich in der Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gutaussehende Fremde in den zu schicken Klamotten passt nicht nach Silver Bay, und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern könnten.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

hasi_rasi

Beiträge 102
eine Antwort 24.01.2019

Das Haimädchen

Kathleen ist 76 und betreibt in Silver Bay (Australien) eine kleine Familienpension, die ihre beste Zeit längst hinter sich hat: „Es stand da wie ein schweigendes Mahnmal einer längst vergessenen Zeit.“ (S. 376). Berühmt geworden sind Kathleen und das Hotel vor vielen Jahren, als sie mit 17 einen riesigen Ammenhai fing.
Silver Bay ist in winziger, abgeschiedener Ort am A* der Welt und schon etwas heruntergekommen. Hier macht man nur Urlaub, wenn man seine Ruhe sucht oder eine der berühmten Delphin- oder Walsichtungsfahrten machen will. Solche Touren bietet auch Kathleens Nichte Liza an, die mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihr lebt. Liza und Hannah sind vor Jahren völlig verstört in Silver Bay angekommen. Seit dem scheint sich Liza hier vor der Welt zu verstecken, gefangen in einem Schmerz, an dem sie ihre Umwelt nicht teilhaben lässt. Nur ganz wenige wissen, was sie hierher verschlagen hat.

Eines Tages mietet sich der Engländer Mike bei Kathleen ein. Er passt zwar eigentlich nicht zu ihnen, aber seine ruhige Art nimmt die Anderen schon bald für sich ein, er gehört quasi zur Familie. Vor allem Hannah schwärmt für ihn, da er ihr seinen Laptop und damit das Internet zugänglich macht. Sie ist sehr klug und wissbegierig, verblüfft Mike immer wieder mit ihrem Wissen über die Meeressäuger. Auch Liza öffnet sich ihm langsam. Doch dann kommt heraus, warum Mike in Silver Bay ist und alles ändert sich „Für ein stilles Wasser haben Sie hier ganz schön für Aufruhr gesorgt.“ (S. 234)

„Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist ganz anders als die bisherigen Bücher von Jojo Moyes. In überwiegend ruhigen Bildern schildert sie das Leben der Leute an diesem einsamen Fleckchen der Erde. Silver Bay liegt in einer geschützten Bucht, die regelmäßig von Delphinen besucht wird. Draußen im offenen Meer ziehen schon immer Wale auf ihrer Migrationsroute vorbei. Die Bewohner bezeichnen sich selber als „Waljäger“, die Tiere sicher(te)n ihren Lebensunterhalt. Früher haben sie die Tiere geschlachtet, heute fahren sie Besucher zu Besichtigungen raus.

Die Protagonisten mochte ich sehr, sie hallen immer noch in mir nach. Kathleen ist eine gestandene Frau mit einer rauen Schale, aber einen weichen Kern. Sie hat Liza damals ins Leben zurückgeholt und ihr durch die Walfahrten einen weiteren Sinn gegeben, denn auf dem Wasser fühlt sich Liza frei. Doch Liza zieht sich immer noch oft zurück, sie hat nie verwunden (sich nie verziehen) was damals passiert ist. Ihre Tochter Hannah nimmt darauf Rücksicht und steckt regelmäßig zurück, wird dafür aber von den anderen Walfängern verhätschelt – sie alle sind ihre Familie. Mike ist ein sehr rationaler Mensch und war noch nie richtig verliebt. Eigentlich kommt er zum Arbeiten nach Silver Bay, aber dann verliebt er sich in den Ort und die Menschen und wirft alle Pläne um.

Ich kann mir das Buch sehr gut als Film vorstellen – wenn ich an die Bilder mit den Walen und Delphinen denke und an Lizas Geschichte, die sich dem Leser nach und nach offenbart, bekomme ich Gänsehaut. Leider war mir das Buch an einigen Stellen zu ausufernd (würde bei einer Verfilmung ja aber gestrafft werden). Die Autorin bringt z.B. viele geschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe zum Walfang in Australien unter, das ist zwar interessant, aber für die Handlung nicht notwendig. Trotzdem fand ich den Aspekt von Natur- und Tierschutz, unser Umgehen mit der Umwelt, unsere Verantwortung diesbezüglich sehr interessant.

  • Annette126

    Beiträge: 2
    31.07.2019

    Eine sehr schöne Rezi in meinen Augen.

schnäppchenjägerin

Beiträge 62
eine Antwort 30.01.2019

Die Engländerin Liza ist 32 Jahre alt und wohnt seit sechs Jahren zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Hannah bei ihrer Tante Kathleen in dem Küstenort Silver Bay, wo diese ein kleines Hotel führt. In den kleinen Ort, drei Stunden von Sydney entfernt, verschlägt es nur wenige Touristen, insbesondere die, die die Einsamkeit suchen oder mit den Walfängern aufs Meer fahren möchten, um Wale und Delfine zu beobachten. Auch Liza arbeitet dort als Skipper und hat eine besondere Intuition dafür, wann Wale in die Nähe der Küste kommen.

Der Engländer Mike Dormer reist nach Silver Bay, aber nicht als Tourist, sondern aus geschäftlichen Gründen. Er soll sich den Ort ansehen, um das Projekt für einen Hotelbau voranzutreiben. Als er die einfachen Menschen in dem beschaulichen Fischerort und insbesondere die Frauen der Frühstückspension näher kennenlernt sowie selbst die Begeisterung spürt, wenn sich die Wale zeigen, deren Lebensraum zunehmend bedroht wird, bekommt er Skrupel.

"Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist ein Roman, den die Bestseller-Autorin Jojo Moyes bereits 2007 veröffentlicht hat und der erst jetzt in Deutschland erschienen ist.
Es ist ein eher ruhiger Roman mit einer melancholischen Grundstimmung, die von Anbeginn spürbar ist, die aber perfekt zu dem verschlafenen Fischerort Silver Bay passt, an dem die Zeit ein bisschen still zu stehen scheint. Durch die Beschreibung des einfachen, aber zufriedenen Lebens der Einwohner, die sich ganz dem Meer und seinen Bewohnern verschrieben haben, fühlt man sich bildlich an diesen Rand der Welt zurückversetzt.

Die Verknüpfung der Themen Ökologie, Tier- und Umweltschutz mit den Schicksalen der Frauen, vor allem des Lebens von Liza, deren Vergangenheit gemächlich aufgedeckt wird, ist sehr gut gelungen.

Alle Charaktere - vom kauzigen Walbeobachter, über die gute Seele Kathleen bis zum zunächst etwas steifen Finanzexperten Mike - sind individuell, aber dabei sehr authentisch gezeichnet.
Es ist interessant zu lesen, wie sich jeder einzelne im Verlauf des Romans weiterentwickelt und wie sich die ganz unterschiedlichen Figuren einander annähern.

Auch wenn die Romane, die Jojo Moyes vor "Ein ganzes halbes Jahr" geschrieben hat, oft kritisiert werden, hat mir diese ruhige Geschichte um Liza, die sich wegen eines Schicksalsschlags nach Australien, an einen Ort, an dem sie gleichzeitig befreit, aber dennoch gefangen ist, zurückgezogen hat, wieder gut gefallen. Ich mochte die melancholische Atmosphäre von Silver Bay und den ambitionierten Kampf für das Wohlergehen der Tiere.
Die Rolle von Mike ist zwar sehr vorhersehbar, aber dennoch bleibt es durch zahlreiche Wendungen spannend, wie sich die Situation vor Ort in Australien letztlich entwickelt, so dass mich "Nächte, in denen Sturm aufzieht" bis zum Schluss fesseln konnte.

  • Paulaaa

    Beiträge: 27
    05.10.2019

    Deine Rezi gefällt mir ausgesprochen gut und macht mich neugierig auf das Buch!

Clea

Beiträge 14
29.05.2019

Ich liebe den Schreibstil von Jojo Moyes und finde auch hier hat sich die Autorin wieder selbst übertroffen! Ich fande auch dieses Buch wieder unglaublich bewegend, berührend und wunderschön! Ich konnte mich gut in die Personen hineinversetzen, gut mitfiebern und Einfach eine richtig tolle Geschichte für etwas Auszeit vom Alltag oder auch sonst zwischendurch. Ich kann das Buch einfach nur weiterempfehlen und finde es eghört einfach in jedes Bücherregal!

tuet-tuet

Beiträge 3
11.03.2019

Die 32-jährige Liza ist vor 5 Jahren aus London zu ihrer Tante Kathleen nach Silver Bay in Australien geflüchtet, um dort ein ruhiges, sicheres Leben für sich und ihre Tochter Hannah aufzubauen. Das ist ihr auch weitestgehend gelungen, bis Mike Dormer auftaucht.
Mike hat das scheinbar perfekte Leben - eine schöne Verlobte und einen gut bezahlten Job, der ihm eine luxuriöse Lebensweise ermöglicht. Als Mike mit der Planung eines großen Hotel-Projektes beauftragt wird, reist er dafür nach Silver Bay, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Doch zum ersten Mal in seinem Leben beginnt er zu zweifeln angesichts der drohenden Zerstörung einer Umgebung, in der er sich immer wohler fühlt...

Schon der Name Jojo Moyes unter dem Titel hat meine Aufmerksamkeit erregt, immerhin habe ich schon einige Bücher von ihr gelesen und war immer wieder begeistert von dem Gefühl und der Vielschichtigkeit in ihren Geschichten sowie den bildlichen Beschreibungen von Orten und Personen. Aber auch das Cover ist wunderschön gestaltet und stellt gerade im Nachhinein betrachtet sehr treffend die umkämpfte Schönheit der Natur und die Frau, die im Mittelpunkt stehen, dar.

Auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt. Gekonnt vereint Jojo Moyes die Themen Liebe, Familie, Naturschutz und Umwelt und die Tatsache, dass es sich lohnt, für die Dinge zu kämpfen, die einem wichtig sind. Mit ihrem Schreibstil schafft sie es, einen mit hineinzuziehen in die Welt des Buches, mit den Charakteren mitzufühlen und sie in sein Herz zu schließen. Das wird zusätzlich durch den Wechsel der Perspektiven unterstützt, der in diesem Fall den Lesefluss nicht stört, sondern den Leser immer mehr in das Geschehen einbindet. Dadurch war ich am Ende schon fast ein bisschen traurig, sie wieder verlassen zu müssen.

Insgesamt also ein absolut lesenswertes Buch, vor allem natürlich für alle Fans von Jojo Moyes.

Furbaby Mom

Beiträge 9
eine Antwort 26.02.2019

Berührende Liebeserklärung an das Meer.
Dieses mitreißende und in jeglicher Hinsicht inspirierende Werk der Bestsellerautorin Jojo Moyes ist mehr als 'nur' ein Liebesroman. Es veranschaulicht die innige Bindung zwischen Mutter und Kind, lässt uns die Sehnsucht nach einem Neubeginn nachvollziehen, zelebriert den Zusammenhalt von Menschen, von Familien, Freunden, Kollegen oder gar ganzen Gemeinden, die einander Halt geben. Es ist ein eindringlicher Appell, ein Loblied auf die Schönheit und beeindruckende Vielfalt unserer Natur, die wir Menschen viel zu oft als selbstverständlich betrachten. Es ist auch eine Geschichte über Verlust und Trauer, über Machtlosigkeit und Angst – und dennoch überwiegt auf wundersame Weise ein Gefühl des unerschütterlichen, lebensbejahenden Optimismus. Das Buch rüttelt wach, regt zum Nachdenken an und weckt den Ansporn, sich mehr für den Schutz der Natur einzusetzen.

Liza McCullen und ihre kleine Tochter Hannah haben die Hölle auf Erden erlebt, doch nun scheinen sie im Paradies angekommen zu sein; die Flucht aus London hat sie um die ganze Welt geführt und ihrer beider Leben gerettet. Im abgeschiedenen und von unberührter Natur umgebenen kleinen Fischerörtchen Silver Bay, einer Postkartenidylle in New South Wales an der Ostküste Australiens, werden sie von Lizas Tante Kathleen mit offenen Armen empfangen und finden Stück für Stück ins Leben zurück. Besonders Hannah blüht regelrecht auf unter der liebevollen Fürsorge Kathleens und liebt ihr neues Zuhause; auch Liza erkennt, dass sie draußen auf dem Meer, wo sie Wal- und Delfinbeobachtungstouren für die gelegentlich eintrudelnden Touristen anbietet, endlich zur Ruhe kommen kann. Doch den anderen Bewohnern der Gemeinde gegenüber bleibt sie lieber auf Distanz; die Angst 'entdeckt' zu werden ist ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass der gutaussehende britische Tourist Mike Dormer, der mit seinen schicken Businessanzügen so gar nicht in das malerische Bild von Silver Bay passt, ihr ein Dorn im Auge ist. Was will er hier? Tatsächlich verbirgt Mike etwas, das nicht nur Lizas Leben in Gefahr bringen könnte…

Dieses war mein erstes Buch von Jojo Moyes – und was für ein fulminanter Auftakt es war! Ich hatte ja schon viel über die Schreibkünste der Autorin gehört, darüber, wie es ihr gelingt, große Emotionen in ihren Lesern zu wecken und Geschichten zu erschaffen, die dauerhaft berühren. Und ich kann nur sagen: selten war ein Lob so berechtigt und angebracht. Ich bin während des Lesens so eingetaucht in die Story, dass ich alles um mich herum vergessen und die ganze Nacht durchgelesen habe.

Der fesselnde, einladende Schreibstil strotzt nur so vor bildreichen, detaillierten Beschreibungen, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen. Authentizität heißt das Schlüsselwort – sowohl in den Dialogen der wunderbar intensiv und vielschichtig ausgearbeiteten Figuren als auch im Hinblick auf die gründliche Recherche zum Alltag an Bord eines Whale Watching-Bootes wird deutlich, dass Jojo Moyes viel Herzblut in dieses Buch gesteckt hat. Man fühlt sich sofort heimisch in Silver Bay und die besondere Atmosphäre des Küstenstädtchens, die die Autorin im Interview mit dem Rowohlt Verlag als eine "eigenartige Mischung von Geborgenheit und Einengung" bezeichnet hat, ist gekonnt eingefangen worden. Die Thematik Umweltschutz, insbesondere der Schutz der Meere, ist eine wichtige, tragende Komponente der Handlung; Wale, die sanften, anmutigen Riesen des Ozeans, ebenso wie die verspielten, lebensfrohen Delfine werden so persönlich und liebevoll beschrieben, dass speziell eine herzzerreißende Szene mich so zum Weinen gebracht hat, dass ich beim Lesen kurz pausieren musste. Das Werk sensibilisiert die Leser für die Schönheit unserer Welt und hat bei mir den Wunsch geweckt, mich weiter über Meeressäuger zu informieren.

Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, wobei die jeweilige Perspektive stets ein Kapitel umfasst und daher alles sehr übersichtlich strukturiert und jederzeit nachvollziehbar ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, in denen mehrere Erzählperspektiven oft dazu führen, dass man von jeder Figur ein wenig, aber nie genug erfährt, um eine Bindung aufbauen zu können, werden hier alle Charaktere (- wie unterschiedlich sie auch sein mögen -) derart anschaulich in ihrem Denken und Fühlen geschildert, dass man automatisch mit ihnen mitfiebert. Es ist das erste Mal, dass ich mich völlig selbstverständlich in die Perspektive eines männlichen Hauptcharakters habe hineinversetzen können.

In die Handlung eingeflochten ist alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann: Dramatik, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, Geheimnisse, Weisheit, Herzklopfen und eine unerwartete Wendung, die mir den Atem geraubt hat.

Nicht nur der Buchtitel ist sehr treffend an die Handlung angelehnt; auch das durch Hochglanzprägung verzierte Cover besticht durch die Weite der Natur, die sich vor der Silhouette der abgebildeten Frau majestätisch ausbreitet, übertroffen nur noch von der zauberhaft harmonischen Farbkombination des Himmels, die zum Träumen verleitet.

Fazit: Eine wundervolle Alltagsflucht, die uns im Anschluss die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Fans von emotionalen Frauenromanen.

  • Paulaaa

    Beiträge: 27
    05.10.2019

    Tolle Rezi. Ich lese wirklich nur positives über diese Geschichte, ich denke ich werde meinen Sub um dieses Buch erweitern müssen :D

tinel72

Beiträge 25
27.01.2019

Die Leseprobe war schon mal interessant und macht neugierig auf mehr. Ich freue mich jetzt schon auf das Buch...Da ich von Jojo Moyes bis jetzt alles mit Begeisterung gelesen habe, bin ich schon richtig gespannt!

violetta_czu

1 Beitrag
22.01.2019

Tolle Geschichte, sie fängt schon spannend an. Ich liebe die Bücher von J.Moyes und auch diese Leseprobe hat mich überzeugt ihr neustes Werk zu kaufen und die Geschichte zu geniessen. Freue mcih sehr drauf

Meli

Beiträge 10
27.09.2019

    Das Buch war sehr flüssig geschrieben, sehr spannend und ging intensiv auf das das Leben der gefährdeten Meeressäuger ein, was ja einen Großteil der Geschichte zum Thema hatte. Die Wandlung des knallharten Geschäftsmannes zum Umweltschützer fand ich gut beschrieben und gibt Hoffnung auf ähnliche Situationen. Es war lange nicht klar, ob es nun ein Happy-End geben würde oder nicht. Das fand ich auch gut.

    Alica

    Beiträge 31
    30.08.2019

      Endlich wieder ein neues Buch von Jojo Moyes. Da war die Vorfreude wieder groß und das Buch wurde natürlich gleich vorbestellt.

      Bis ich jetzt zum Lesen kam hat es ein bisschen gedauert, was die Vorfreude noch etwas mehr gesteigert hat.

      Ja und dann hat mich das Buch kaum gepackt. Die ersten knapp 100 Seiten zogen sich dahin und ich war kurz davor komplett aufzuhören. Irgendwie hat mich die Geschichte einfach nicht richtig überzeugt bis dahin.

      Nach einer Buchpause, hier habe ich natürlich ein anderes gelesen ( :) )habe ich dann doch weitergelesen und da wurde es immer besser. Und zum Ende hin fand ich das Buch dann doch richtig schön, leider hat der Anfang das Ganze etwas vermiest.

      Lesemaus93

      Beiträge 4
      26.08.2019

        "Nächte, in denen Sturm aufzieht" von Jojo Moyes,

        ein Buch mit Tiefgang. In diesem Buch hat uns die Autorin in verschiedene Leben mit genommen, welche unterschiedlicher nicht sein können, aber trotzdem suche alle nur eins, das Glück. Nach meiner Meinung, hat die Autorin es in diesem Buch mal wieder geschafft sehr viel Gefühl in die Geschichte zu bringen. Der Aufbau der Geschichte ist sehr strukturiert und lässt sich sehr gut lesen. Durch das Buch zieht sich ein roter Faden rund um die kleine Tochter Letty, der Hauptprotagonistin und auch um die Delphine und Wale an der Küste von Silver Bay. Mich hat die Geschichte mit ihren Geheimnissen und dem ständigen Spannungsaufbau direkt gefesselt. Bis zur letzten Seite hat die Autorin die Spannung hoch gehalten und auch die Entwicklungen waren nicht sehr vorhersehbar. Sehr gut hat mir in diesem Buch gefallen, wie auf die Wale und die Delphine, die Bootsfahren und vor allem auf die Gefahren durch Veränderungen eingegangen wird.
        Durch tolle Landschaftliche und charakterliche Beschreibungen konnte ich mich sehr gut in das Buch hineinfühlen. Aus meiner Sicht ist es definitiv ein Buch mit viel Tiefgang und Emotionen die hin und wieder hoch kochen. Ich kann dieses Buch definitiv als Sommer Lektüre empfehlen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht mich mit Hannah, Mike und Liza auf eine reise zu begeben.

        Zum Inhalt:
        Mike muss schnell ein neues Bauland für ein riesen Hotelkomplex auftreiben. Sein Chef macht druck und seine Verlobte ist auch wenig begeistert, denn die Hochzeit muss geplant werden. In Australien trifft er wieder erwarten auf viele Herzliche, aber auch verschlossene Personen. Doch nach wenigen Wochen beginnt er der geheimnisvollen Liza näher zu kommen und seine Überzeugung bzgl. des Hotelbaues fangen an zu schwinden. Erst als alles an die Öffentlichkeit kommt und dem Bau nichts mehr im Wege steht wird Mike jedoch klar, was er angerichtet hat. Im Kampf für die Wale und seine Liebe nimmt er einiges auf sich und vor allem trifft er schwere Entscheidungen. Doch kann er wirklich noch etwas gegen den Bau ausrichten?

        Buch_loewin

        Beiträge 36
        13.08.2019

          Jojo Moyes hat sich selbst übertroffen .
          Der Roman ist so spannend geschrieben, das ich das Buch nicht mehr weg legen könnte.
          Eindeutig Sucht Faktor nach mehr! Die Wandlung des knallharten Geschäftsmannes zum Umweltschützer fand ich gut beschrieben und gibt Hoffnung auf ähnliche Situationen. Es war lange nicht klar, ob es nun ein Happy-End geben würde oder nicht. Das fand ich auch gut.

          Annette126

          Beiträge 2
          31.07.2019

            Ein wunderbares Buch, was ich sehr empfehlen kann......❤❤❤

            Liza kann ihrer Vergangenheit nicht entfliehen. Mit ihrer Tochter lebt sie im kleinen Küstenort Sylver Bay. Dann kommt ein Engländer in diese Stadt und manches verändert sich sehr.

            dreijungsmama

            Beiträge 10
            05.06.2019

              Leider hat mich dieses Buch von Jojo Moyes nicht überzeugt. Ich habe schon einige Bücher von ihr sehr gerne gelesen. Besonders das Buch "Ein Bild von dir" hat mir, natürlich neben "Ein ganzes halbes Jahr", sehr gut gefallen. Ich finde auch die Themenwahl bei ihr ausgesprochen interessant. Leider habe ich bei diesem Buch keinen Zugang gefunden und konnte auch wirklich nicht eintauchen in die Geschichte. Der Roman um die Walbeobachter und Bewohner rund um Silver Bay ist nett, aber das war es dann auch schon. Ich fand den Roman leider nicht besonders fesselnd. Ausserdem ist das Buch bereits schon mal erschienen unter dem Titel "Dem Himmel so nah", was ich doch sehr irritierend finde. Warum keine Neuerscheinung unter dem bisherigen Titel?

              Hermione

              Beiträge 15
              31.05.2019

                "Schöne entspannende Lektüre":
                Mike arbeitet bei einer Investmentfirma in London und soll ein Projekt für eine neue Hotelanlage in Australien betreuen, die vielfältige Wassersportmöglichkeiten bietet. Um alles unter Dach und Fach zu bringen, fährt er in den kleinen verträumten Ort Silver Bay und mietet sich in dem lokalen familiengeführten Hotel ein.

                Dort lernt er Kathleen, deren Nichte Liza, die Walbeobachtungstouren für Touristen anbietet, und ihre pfiffige Tochter Hannah kennen, deren Leben sich durch die neue Hotelanlage komplett verändern würde.

                Mike gewinnt den Ort und seine Bewohner schneller lieb, als er sich das vorgestellt hätte, und er fragt sich, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben…


                Meine Meinung:
                Der vorliegende Roman ist ein etwas älteres Buch von Jojo Moyes, das nach einigen Jahren nun noch einmal in einer neuen Übersetzung und unter neuem Titel veröffentlicht wurde. Das Original ist auf Englisch unter dem Titel „Silver Bay“ erschienen.

                Ich war etwas überrascht, dass es sich um eine Neuauflage handelt, weil das im Vorfeld nicht aus der Beschreibung hervorging, aber diese Tatsache hat mein Lesevergnügen dann nicht geschmälert.
                Von Anfang an bin ich dank der gewohnt flüssigen Schreibweise der Autorin gut in die Handlung hineingekommen und habe mich beim Lesen extrem gut entspannen können.
                Zunächst war ich etwas verwirrt, dass die Erzählperspektive mit jedem Kapitel wechselte und sehr viele verschiedene Perspektiven vorkamen. Daran habe ich mich aber sehr schnell gewöhnt und die handelnden Personen schnell kennengelernt und liebgewonnen. Letztlich fand ich es für die Geschichte auch sehr belebend, dass sie aus so unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde, weil man dadurch sehr viele Hintergründe erfahren hat und sich ein komplexeres Bild zusammensetzen konnte.

                Die Geschichte an sich ist zwar nicht unbedingt neu und in vielen Punkten vorhersehbar, aber das weiß man als Leserin von Jojo Moyes und man erwartet ja auch nichts anderes.
                Daher habe ich mich über die nette Geschichte mit durchaus nachvollziehbaren Wendungen und Entwicklungen gefreut und mit den Personen gefiebert und gelitten.
                Besonders gut gefallen hat mir auch das Setting in Australien mit Wal- und Delfinbeobachtungen.


                Fazit:
                Ich kann das Buch allen Leserinnen empfehlen, die eine nette entspannende Lektüre fürs Herz suchen und gut unterhalten werden wollen.

                tinstamp

                Beiträge 27
                03.05.2019

                  Mit "Nächte, in den Sturm aufzieht" wurde nach Jojo Moyes Erfolg wieder einer ihrer alten Romane veröffentlicht. Dass es sich dabei aber um ein Buch handelt, das bereits auf deutsch unter dem Titel "Dem Himmel so nah" im Jahr 2008 erschienen ist, wusste ich nicht.

                  Man merkt deutlich, dass es sich um ein früheres Werk der Autorin handelt. Ich bin anfangs sehr schwer in die Geschichte gekommen und habe das Buch immer wieder weggelegt und ein anderes gelesen. Da es aber ein Rezensionsexemplar vom Verlag ist, war es an der Zeit endlich weiterzulesen. Einmal drinnen in der Geschichte lief es dann auch ganz gut, abgesehen von so einigen Längen im Mittelteil. Doch ich konnte endlich mit den Charakteren etwas anfangen und spürte die ganz besondere Atmosphäre von Silver Bay, dem Ort, wo der Roman spielt.

                  Trotzalledem ist die Handlung nichts wirklich Neues. Der erfolgreiche Geschäftsmann Mike Dormer fliegt von London nach Australien, um sich die genaue Lage eines Ortes anzusehen, an dem die Firma seines zukünftigen Schwiegervaters ein großes Projekt plant. Ein Luxushotel soll im kleinen Örtchen Silver Bay entstehen, doch zuerst möchte Michael sämtliche Risiken vor Ort abwägen. Der Workaholic arbeitet tagein tagaus in einem rieseigen Bürokomplex mitten in London und steht kurz vor der Hochzeit mit der Tochter seinen Chefs. In Silver Bay angekommen fühlt sich Michael anfangs wie ein Fremdkörper. Hier gehen die Uhren noch anders und der ganze Ort lebt von den Touristen die kommen, um die Wale und Delfine zu beobachten. Es ist ein ruhiges Plätzchen und wenn es nach den Einwohnern geht, soll es auch so bleiben. Ein protziges Hotel, das die Wale vertreiben könnte, ist hier unerwünscht, genauso wie die Reichen und Schönen, die dort absteigen sollen. Erst nach einiger Zeit merkt Michael, dass er sich in Silver Bay verändert und dass in seinem alten Leben etwas gefehlt hat....

                  Liza McCullen lebt im kleinen Hotel ihrer Tante Kathleen, der berühmten "Haifisch-Lady". Sie fährt täglich mit dem Boot hinaus und bietet in der geschützten Bucht rund um Silver Bay Walbeobachtungstouren für Touristen an. Gemeinsam mit ihrer Tochter Hannah versucht sie im kleinen versteckten Ort ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Publicity und Touristenaufläufe kann sie nicht wirklich brauchen, denn sie versucht ihren Aufenthaltsort geheim zu halten. Welches Geheimnis hat sie zu verbergen?

                  Erzählt wird aus der Ich-Pespektive verschiedenster Charaktere. Hauptfiguren sind Mike Dormer, Liz McCullen, ihre Tochter Hannah und Tante Kathleen. Das verwirrt anfangs sehr, aber mit Fortschreiten des Romanes gewöhnt man sich daran und kam den Charakteren langsam näher. Leider war von der Handlung an sich doch so einiges vorhersehbar.

                  Das Setting in Australien fand ich hingegen sehr bildhaft und lebendig beschrieben. Die Hintergrundinformationen zu den Walbeobachtungen und dem Leben dieser wunderbaren Säugetiere war beeindruckend und sehr interessant. Ein Thema ist hier natürlich auch der Natur- und Tierschutz.
                  Obwohl ich den Roman teilweise etwas zu ruhig und langatmig fand, fände ich eine Verfilmung des Romanstoffes als gute Idee.

                  Fazit:
                  Abgesehen davon, dass dieses Buch bereits unter einem anderen Titel veröffentlicht wurde und somit keine neue Geschichte ist, fand ich leider nur schwer in den Roman. Nach einigen Anläufen klappte es dann und ich begann mich mit den Figuren anzufreunden. Gelungen ist die Beschreibung des Ortes, der Bucht und dem Tierleben, sowie den kauzigen Einwohnern. Trotzdem war mir einiges zu vorhersehbar und zu ausschweifend, um den Wunsch zu haben die Geschichte in einem Rutsch durchzulesen.

                  katja_kabatja

                  Beiträge 9
                  18.04.2019

                    Wie alle Bücher von Jojo Moyes ist auch dieses total schön geschrieben.
                    Wärend man den Roman liest, wünscht man sich ,dass man Teil dieser kleinen Gemeinschaft in Silver Bay sein könnte weil man sich allein beim Lesen dort schon wohlfühlt.
                    Das Buch lehrt aber auch dass man niemals vor der Vergangenheit einfach weglaufen kann,egal wie weit und wie schnell man läuft. Sie holt dich immer wieder ein... Man muss sich ihr stellen, egal wie weh es tun kann.
                    Ich hab das Buch verschlungen.

                    ivo

                    Beiträge 10
                    17.04.2019

                      Endlich wieder etwas von Jojo Moyes und es geht um einen besonderen Menschen, eine besondere Frau. Locker und flüssig geschrieben, bildhaft geschildert. Ich sehe sie direkt da stehen mit dem riesigen Hai an ihrer Seite.
                      Die Leseprobe hat mich neugierig auf mehr gemacht. Das Buch kann ich mir auf jeden Fall zulegen. Ich freue mich jetzt schon.

                      Langeweile

                      Beiträge 17
                      09.04.2019

                        Klappentext übernommen:
                        Liza Mc Cullen weiß,dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die unberührten Strände,der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht leben, bedeuten ihr alles.
                        Täglich fährt sie mit ihrem Boot raus aufs Meer und bietet Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren.
                        Als der Engländer Mike Dörfer anreist und sich in der Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gut aussehende Fremde in den zu chicen Klamotten passt nicht nach Silver Bay und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern könnten.

                        Meine Meinung:

                        Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine Liebesgeschichte, ein Umweltprojekt und die Jagd nach dem großen Geld in einer Geschichte zu vereinen.
                        Das kleine Fischerdorf wurde so eindringlich geschildert, dass ich mich förmlich dort wähnte.
                        Die dargestellten Personen lebten durch ihre völlige Authenzität, ich konnte mir jeden einzelnen bildlich vorstellen (Kopfkino pur).
                        Wie auch in den anderen Büchern der Autorin, konnte ich gleich zu Beginn in die Geschichte eintauchen, die mich bis zum Schluss in Atem gehalten hat.
                        Voller Spannung habe ich mit Liza,Hanna, Kathleen und Mike mitgefiebert und gelitten.
                        Am Ende gab es dann noch eine große Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

                        Fazit:

                        Ein Buch, was definitiv zu meinen Lese -Highlights dieses Jahres gehört.

                        Jani

                        Beiträge 24
                        25.03.2019

                          Endlich wieder ein neues Buch von Jojo Moyes. Da war die Vorfreude wieder groß und das Buch wurde natürlich gleich vorbestellt.

                          Bis ich jetzt zum Lesen kam hat es ein bisschen gedauert, was die Vorfreude noch etwas mehr gesteigert hat.

                          Ja und dann hat mich das Buch kaum gepackt. Die ersten knapp 100 Seiten zogen sich dahin und ich war kurz davor komplett aufzuhören. Irgendwie hat mich die Geschichte einfach nicht richtig überzeugt bis dahin.

                          Nach einer Buchpause, hier habe ich natürlich ein anderes gelesen ( :) )habe ich dann doch weitergelesen und da wurde es immer besser. Und zum Ende hin fand ich das Buch dann doch richtig schön, leider hat der Anfang das Ganze etwas vermiest.


                          Zur Story:

                          Liza ist aus England geflohen, warum erfährt man erst im späteren Teil der Geschichte, und ist mit ihrer Tochter Hannah bei ihrer Tante Kathleen untergekommen. Dort baut sie sich ein kleines beschauliches Leben am Meer auf. Sie ist besessen von Walen und arbeitet daher natürlich auch als Guide für Walbeobachtungsfahrten. Kathleen betreibt zudem ein kleines Hotel in Silver Bay, welches jedoch nicht mehr all zu gut läuft und etwas in die Jahre gekommen ist. Alles in allem ein kleiner, beschaulicher Ort in dem jeder zusammen hält.


                          Diese Idylle wird jedoch getrübt, als der Engländer Mike Dormer auftaucht. Er freundet sich ein wenig mit den Bootsleuten Kathleen und Hannah an. Nur Liza bleibt noch auf Abstand.

                          Irgendwann stellt sich jedoch heraus, dass die Firma für die Mike arbeitet einen riesigen Hotelkomplex in Silver Bay errichten möchte. Was dies für das Hotel und vor allem für die Meeresbewohner bedeutet ist ganz klar.



                          So kommt es, dass Liza plötzlich an zwei Fronten kämpft. Einmal gegen den Bau des Hotels und somit auch gegen Mike, in den sie aber natürlich schon verliebt hat.

                          Und einmal gegen die Geister der Vergangenheit, die sie nicht ruhen lassen und wieder einzuholen drohen, sollten sie wirklich Silver Bay als Lebensgrundlage verlieren.

                          Man kann schon sehr vorausahnen was alles geschehen wird, so richtig überraschend ist nichts. Wobei natürlich das Thema Tier- und Umweltschutz schon sehr gut zur heutigen Zeit passt und man eigentlich nicht oft genug darüber schreiben kann.



                          Eine verwobene aber letzten Endes doch schöne Geschichte, sofern man es über die ersten 100 Seiten hinaus schafft.

                          Petzi_Maus

                          Beiträge 15
                          11.03.2019

                            Vergangenheit und Gegenwart

                            Kurz zum Inhalt:
                            Liza McCullen lebt mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihrer Tante Kathleen im kleinen Örtchen Silver Bay an der Australischen Küste. Die beiden sind erst vor 5 Jahren von England nach Australien gezogen und Liza verdient ihren Lebensunterhalt nun mit Bootsfahrten zur Walbeobachtung. Liza hat eine dunkle Vergangenheit, über die sie nicht spricht.
                            Eines Tages erscheint der Engländer Mike Dormer in dem beschaulichen Städtchen und quartiert sich für längere Zeit in Kathleens kleinem Hotel ein. Er freundet sich nach und nach mit dem geruhsamen Örtchen, dessen Bewohnern und dem entschleunigten Leben in der Natur an. Doch niemand ahnt, dass Mike eigentlich nach Silver Bay gekommen ist, um den Bau eines Luxusresorts voranzutreiben.


                            Meine Meinung:
                            "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist die Neuauflage von "Dem Himmel so nah", welches bereits 2009 erschienen ist. Leider scheint diese Info nicht auf dem Buch auf - nur im Inneren ist es klein vermerkt.
                            Der Schreibstil ist 'entschleunigt'. Man lernt das ruhige Örtchen Silver Bay und seine Einwohner kennen und hat das Gefühl, mitten drin zu sein. Wundervolle landschaftliche Beschreibungen sind Kopfkino pur. Es wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir gut gefällt.
                            Mir gefällt diese Geschichte, die geruhsam losgeht und gegen Ende richtig mitreißend wird.

                            Ein wichtiger Kernpunkt dieses Romans sind die Themen Umweltschutz und Naturschutz. Die Umweltproblematik beim Bau von großen Hotelanlagen und das Leiden der Meerestiere dadurch werden authentisch dargestellt und regen zum Nachdenken an. Diese Themen werden jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger vor Augen geführt, sondern sind wunderbar in die Geschichte verwebt.
                            Wunderschön fand ich die Erzählungen über die Delphin- und Walbeobachtungen.
                            Die Auflösung über Lizas Vergangenheit hat mich überrascht. Es war mir dann zum Schluss aber leider doch zu viel des Guten (es kann nicht immer alles Happy-End sein), daher ziehe ich einen Stern ab.

                            Das Cover passt gut zum Inhalt und ist in gedeckten pastelligen Farben gehalten; darauf abgebildet ein Mädchen, dessen Haare vom Wind verweht werden und das sehnsuchtsvoll aufs Meer blickt. Gefällt mir sehr gut.


                            Fazit:
                            Berührende und emotionale Geschichte darüber, wie die Vergangenheit das Leben in der Gegenwart beeinflussen kann; Ein Roman über die Liebe, das Leben und die Natur. Wunderschön, entschleunigt, bewegend, zum Nachdenken anregend. Ich vergebe 4 Sterne.

                            Beiträge 6
                            09.03.2019

                              Ich habe von Jojo Moyes schon einige Bücher gelesen und während mich das eine begeisterte, konnte mich das andere nicht überzeugen. Aber ich bin ehrlich wenn ich gestehe, dass aufgrund des Klappentextes dieses Romans meine Erwartungen schon ziemlich hoch waren. Ich liebe Romane die am Meer spielen. Und dieses Mal kann ich nur über das neue Werk der Autorin sagen: "WOW".
                              Es fesselte mich von der ersten bis zur letzten Zeile und ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen. Ich habe nach langem wieder alle meine Sorgen, Gedanken Probleme vergessen können und die Nacht durchgelesen. Jojo Moyes beweist ein meisterliches Talent dafür die Schönheit der Natur bild reich, aber nicht langweilig wider zu geben und sie beim Leser vor dem inneren Auge farbenreich zu projizieren. Sie beschreibt wunderbar die Landschaft und schildert in deutlichen Szenarien, wie der Mensch ohne Rücksicht in die Natur eingreift und das auf so emotionaler Ebene, dass es mich einfach mitgerissen hat und tief im Herzen berührte. Es führt dazu, dass man über das Eingreifen der Menschheit in die Natur und über sein eigenes Handeln reflektiert. Trotz dieser wichtigen Aspekte verliert sie dabei die Handlung nicht aus den Augen. Diese reißt den Leser mit sich und mit den Charakteren, die gerade an der Küste wirklich sehr ausgeprägt und eigenwillig sind konnte sie mich gnadenlos begeistern. Hinzu kommt die persönliche Geschichte von Liza, ihre bewegende Vergangenheit und ihre zuckersüße Tochter Hannah. Die gesamte Story wird durch den Fremden Mike perfekt abgerundet. Er passt so gar nicht ins beschauliche Silver Bay und doch scheint er irgendwie dort hin zu gehören. Ausnahmslos alle Figuren waren erstaunlich real beschrieben und besonders Hannah ist mir ans Herz gewachsen. Aber auch eine gewisse Spannung aufgrund von Mikes Handeln und Lizas Vergangenheit führten dazu, dass ich das Buch nicht bei Seite legen konnte. Am Ende flossen bei mir sogar die Tränen und ein Abschiedsschmerz von diesem wundervollen Fleckchen Erde und seiner Bewohner stellten sich bei mir ein.
                              Jojo Moyes hat uns hier einen großartig bewegenden und moralisch sehr nachhallenden Roman geschenkt, der mich als Leserin vollkommen überzeugen konnte.

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                              Beiträge 15
                              06.03.2019

                                Ein Buch mit Gänsehautmomenten

                                Die Familie McCullen lebt schon seit über 70 Jahren in dem kleinen ruhigen Küstenörtchen „Silver Bay“, an der Küste Australiens und betreibt dort ein gemütliches Pensionshotel. Die Menschen dort genießen ihr beschauliches Leben in der Bucht, mit wenig Touristen und ein wenig Walbeobachtung. Auch Liza Mc Cullen und ihre Tochter Hannah, schätzten die geruhsame Bucht, ist es doch das ideale Versteck vor der Welt da draußen, die sie so verletzt hat. Doch plötzlich taucht ein geschniegelter Engländer Mike Dormer aus London auf, der so gar nicht in diese Landschaft passt, aber er hat ein Zimmer im Hotel bei Tante Kathleen gebucht……

                                „Nächte, in denen Sturm aufzieht“, von der Bestsellerautorin JoJo Moyes, ist ein sehr beschauliches Buch, das vom geruhsamen Leben in einer Kleinstadt im fernen Australien erzählt. Es beschreibt den Alltag und das Leben der Bewohner und nimmt erst im Laufe der Geschichte Fahrt auf! Hauptcharaktere sind zwei Frauen und ein kleines Mädchen, verwandtschaftlich verbunden und von einem Geheimnis umgeben. Doch das interessiert dort am Ende der Welt so gut wie Niemanden, aber als Mike Dormer auftaucht, nimmt die Handlung Fahrt auf.
                                Die Beschreibungen ihrer Protagonisten ist der Autorin ganz wunderbar geglückt, es sind doch einige an der Zahl und sie erzählen aus ihren unterschiedlichen Perspektiven ihre Empfindungen, Ängste und Sorgen. Auch die Natur kommt nicht zu kurz, die Fahrten aufs Meer und die Beobachtungen von Walen und Delfinen. Ein aktuelles Thema, der Tourismus und seine Auswirkungen werden angesprochen und die Probleme die daraus erwachsen können. Natürlich geht es auch um Beziehungen, Liebe, Geheimnisse und das Leben an sich.
                                Eine gute unterhaltsame Mischung bietet diese Neuauflage von „Dem Himmel so nah“ auf alle Fälle. Besonders gelungen fand ich die Wandlung des adretten Engländers Mike, man könnte sagen er wandelt sich vom Saulus zum Paulus;)

                                Struppel

                                Beiträge 3
                                04.03.2019

                                  "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist eins der älteren Romane von Jojo Moyes, die erts jetzt ins Deutsche übersetzt werden und mit einem hübschen Scherenschnitt-Cover versehen wurde.
                                  Die Erwartungen waren groß, habe ich doch bisher alle deutschen Romane von ihr "verschlungen". Dieser hier beginnt langsam, etwa träge, ich habe eine Weile gebraucht, um mich reinzufinden. Schön fand ich die wechselnden Perspektiven, mal erzählte Liza, mal Hannah, mal Mike und so weiter die Geschehnissen aus dem jeweiligen Sichtwinkel. Der Schreibstil ist angenehm, die Schilderungen bidhaft. leider wird bei keiner der Personen in die Tiefe gegangen. Es ist eine Liebsgeschichte vor dem Hintergrund der Walrettung, Australien, Natur , smarter Fremder, der eine 180 Grad Verwandlung vom Charakter her erfährt. Die letzten 200 Seiten waren die fesselnsten des ganzen Buches. Daher empfehle ich denen, die es anfangen und über den Anfang etwas enttäuscht sein sollten, durchzuhalten und das Ende abzuwarten.

                                  Tine M.

                                  Beiträge 11
                                  03.03.2019

                                    Ein wundervolles Buch, was Generationen miteinander verbindet. Liza Mc Cullen entflieht mit ihrer Tochter Hannah den Fängen ihrer Ehe mit einem schrecklichen, gewalttätigen Ehemann nach Australien zu ihrer Tante. Ein schreckliches Geheimnis trägt sie mit sich und sie verkriecht sich Ewigkeiten in ihrer Trauer, um ihre 2. Tochter, die sie glaubt für immer verloren zu haben.

                                    Carolin Jung

                                    1 Beitrag
                                    02.03.2019

                                      Berührendes Buch! Als Liza mit ihrer Tochter Hannah zu ihrer Großtante Kathleen nach Australien flieht, hat sie gebrochenes Herz. Aber die Menschen und die Tiere der Silver Bay helfen ihr zu Überleben. Als der Investor Mark in ihr Leben tritt, weiß sie noch nichts von seinen Plänen. Innerhalb der Geschichte verändern sich alle Personen grundlegend und der ganze Roman bleibt spannend bis zum Schluss. Auch der Schreibstil von Jojo Moyes, die die alle wichtigen Personen aus ihrer Perspektive erzählen lässt, finde ich sehr schön. Ebenso die Schilderungen der Tierwelt und der Appell über Überfischung, Walfang und Naturschutz nachzudenken.

                                      XY

                                      Beiträge 24
                                      02.03.2019

                                        "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist eine Neuauflage des Romans "Dem Himmel so nah" aus dem Jahr 2008 (Originalausgabe "Silber Bay" 2007).
                                        Ich habe das Buch schon vor elf Jahren gelesen, als es das erste Mal auf den Markt kam. Die Information, das es sich lediglich um eine Neuauflage dessen handelt, war nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass sich der Originaltitel meiner Meinung nach am besten eignet. Andernfalls vermisse ich das Meer im deutschen Titel, denn das spielt im Buch eine elementare Rolle.
                                        Die rüstige Kathleen Whittier Mostyn führt im beschaulichen Örtchen Silver Bay eine kleine Pension. Im Haus wohnt außerdem ihre Nichte Liza und deren Tochter Hannah. Liza und Hannah haben eine schwere Zeit hinter sich und sind in den fünf Jahren, die sie inzwischen bei Kathleen wohnen, etwas zur Ruhe gekommen. Jedenfalls solange bis Mike Dormer eines Tages auftaucht und in der Pension absteigt. Dadurch gerät ihr bisheriges Leben gewaltig durcheinander, denn gerade die Ruhe und Abgeschiedenheit des Ortes ist das, was Liza und Hannah brauchen.
                                        Während sich zwischen Liza und Mike langsam etwas entwickelt, ist Mike inkognito unterwegs und versucht, den Standort Silver Bay für ein großes Projekt zu gewinnen. Das gefällt den meisten Anwohnern natürlich überhaupt nicht und gefährdet das ruhige Leben von Liza und Hannah.
                                        Ich liebe die Bücher von Jojo Moyes, bei diesem Exemplar ist aber eindeutig zu erkennen, dass es sich um eines ihrer Frühwerke handelt. Es liest sich sehr flüssig, jedoch ist der Plot an einigen Stellen in die Länge gezogen und der für die Autorin typische Tiefgang fehlt.
                                        Dennoch ein schönes Buch für einen verregneten Sonntag, der einen definitiv abtauchen lässt.

                                        kiira_no

                                        Beiträge 5
                                        28.02.2019

                                          Das Buch Nächte, in denen Sturm aufzieht, trägt denitiv die Handschrift von Jojo Moyes. Es ist angenehm und ergreifend geschrieben. Doch sobald man schon ein paar Bücher von Ihr gelesen hat, kann man das Ende des Buches schon in groben Zügen erahnen. Einen Überraschungsmoment gab es dann allerdings doch noch auf den letzten 10 Seiten, der es für mich ein wenig "gerettet" hat.

                                          Zusammenfassend kann man dieses Buch als schöne Urlaubslektüre oder für einen entspannten Sonntag einplanen.

                                          Themyscira

                                          Beiträge 3
                                          21.02.2019

                                            In Jojo Moyes Neuveröffentlichung „Nächte in denen Sturm aufzieht“ geht es um die alleinerziehende Mutter Liz, die mit ihrer Tochter zurück an die Ostküste Australiens zieht. Vor ihrer Vergangenheit flüchtend quartiert sie sich im Hotel ihrer Tante ein und zeigt den Touristen die besten Plätze für Walbeobachtungen. Als dann der junge Unternehmer aus London, Mike Dormer, in die Silver Bay kommt, sorgt er nicht nur bei den Bewohnern für Unruhe, sondern auch Liz fängt an ihm zu misstrauen..

                                            Leider hatte ich mit dem Buch ziemliche Startschwierigkeiten: Eine Lesepause zwischen den wechselnden Sichtweisen sorgten bei mir für Verwirrung. Auch die langatmige Erzählung von Hintergrundinformationen bremste den Anstieg der Spannung aus, der aber bitter nötig war um die Motivation am Lesen beizubehalten.

                                            Nichtsdestotrotz glänzt der Schreibstil von Jojo Moses, nach einem hart erkämpften Einstieg in das Buch, nur so von bildhaften Schauplätzen und einem dicken Paket an Emotionen. Sie versteht es einfach, Leser an ihre Gefühlsgrenzen zu bringen und in ein anderes Leben zu verführen.
                                            Was dieses Buch ganz besonders macht, war die ergreifende Art und Weise der Veranschaulichung zur Natur. Es verändert noch während des Lesens das Bewusstsein und regt zum Nachdenken (und Handeln!) an.


                                            Die Geschichte über eine starke Frau, die zum Wohl ihres Kindes ihre Schatten überwindet, ist geprägt von tiefen Emotionen und berührt die eigene Seele. Dennoch nimmt ein Weltthema wie Umweltbewusstsein zu viel Platz in der Story ein und trägt dazu bei, dass es ein bisschen wie ein Sachbuch wirkt.

                                            Übergreifend merkt man auch, dass es sich hierbei um eine Neuveröffentlichung handelt und der Erzählstil der Autorin noch nicht so ausgefeilt ist, wie in ihren „neuen“ Büchern...

                                            HEIDIZ

                                            Beiträge 14
                                            21.02.2019

                                              "Dem Himmel so nah" aus dem Jahr 2009 hatte ich noch nicht gelesen, daher beziehe ich mich in meinen Bemerkungen zum Buch nicht auf die Dopplung, sondern auf den Inhalt und Stil des Buches, die mir extrem gut gefallen.

                                              Inhaltlich erzählt das Buch die Geschichte um Liza und Mike sowie deren Lebensbegleiter. Wir befinden uns an der Küste Australiens und erfahren innerhalb der fiktiven Handlung sehr viel Informatives zu Walen. Der kleine Fischerort wird lebendig und man kann sich Liza, ihre Tochter und den fremden Ankömmling sehr gut vorstellen. Liza hütet ein Geheimnis, wie es auch Mike tut, bald kommt alles raus und die Bombe platzt, dann aber kommt doch alles anders als erwartet, mehr möchte ich nicht verraten, um nicht die Spannung wegzunehmen.

                                              Eines steht für mich fest, die Bücher von Jono Moyes sind immer wieder spannend und lebendig geschrieben, mir hat die Idee der Geschichte gut gefallen, die Idee, die Walthematik einzubeziehen, die neben der fiktiven Geschichte authentisch wirken lässt und auch aufrüttelt, aber auch die Umsetzung der Romanidee ist sehr gut gemacht, man wird von Beginn bis Ende an die Thematik gefesselt. mir war es nicht leicht, das Buch zur Seite zu legen. Sehr gut geschrieben.

                                              Sehr gut zu lesen war, dass die Kapitel jeweils aus der SIcht eines Charakters die Geschichte schilderten. Das Zusammenspiel zwischen fiktiver Geschichte und brisanter Walthematik sowie das Leben der Menschen an diesem Küstenabschnitt und -ort bilden eine gekonnte Einheit.

                                              Rockrose

                                              Beiträge 5
                                              18.02.2019

                                                Die Leseprobe hatte mir schon gut gefallen. Ich mag die Bücher von Jojo Moyes. Auch dieses Buch hat mir sehr gefallen, obwohl es wie in den anderen Rezensionen erwähnt wirklich eine andere Stimmung/ Atmosphäre verströmt. Es ist interessant das Geschehen aus den Blickwinkeln der verschiedenen Personen zu lesen und die Veränderungen hauptsächlich von Liza und Mike zu erleben, auch wenn sie z.T. vorhersehbar sind.
                                                Die Verknüpfung der Liebesgeschichte mit Umwelt-und Tierschutz gegen Gewinnsucht ist gelungen. Insgesamt gesehen: wieder sehr lesenswert

                                                Rea1887

                                                Beiträge 21
                                                18.02.2019

                                                  Ich finde es erstmal super, dass Jojo Moyes immer wieder verschiedene Geschichten erzählt und sich damit auch an die unterschiedlichsten Themen heranwagt. Hier geht es um einen beschaulichen Küstenort, weitab von den großen Touristenzielen. Hier kennt jeder jeden, Fremde fallen sofort auf, die wenigen Touristen, die sich hierher verirren, nehmen an den Wal- und Delfinbeobachtungstouren teil.
                                                  Liza, die mit ihrer 11-jährigen Tochter Hannah, bei ihrer Tante Kathleen untergekommen ist, ist eine von denjenigen, die solche Touren durchführen. Sie ist eine verschlossene und traurige Frau mit einer belasteten Seele, die sich nur bei ihren geliebten Walen komplett fallen lassen kann.
                                                  Aber dann kommt plötzlich der Unternehmer Mike in diesen kleinen Ort und plant Großes, was den Charme des Küstenortes für immer verändern könnte.
                                                  Eigentlich kein neues Thema, aber trotzdem sehr interessant und gefühlvoll beschrieben, welche Schwierigkeiten sich hier ergeben, wie die Personen empfinden und wachsen, sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Genau das ist man ja auch von der Autorin gewohnt, eine sehr gefühlvolle Geschichte mit einigen Höhen und auch einigen Tiefen. Immer wieder lesenswert.
                                                  Was mich aber tatsächlich hier sehr gestört hat, war, dass alle Kapitel immer von jeweils einer anderen Figur in Ich-Form erzählt wird. Ich konnte mich nicht immer sofort auf den jeweiligen neuen Erzähler einstellen, und wenn ich das Buch manchmal zwischendrin weglegen musste, hatte ich dann wirklich Probleme, mich wieder reinzufinden. Das hätte man vielleicht ganz gut anders lösen können.
                                                  Alles in allem ist dies wieder eine sehr schöne Geschichte von Jojo Moyes, aber sicher nicht ihre beste.

                                                  SonjaK

                                                  Beiträge 5
                                                  17.02.2019

                                                    Dieses Buch ist bereits vor einiger Zeit unter dem Titel „Dem Himmel so nah“ erschienen und wurde überarbeitet. Da ich natürlich durch den Boom um Jojo Moyes und ihre drei „Lou“ Bücher gespannt war, griff ich zu.

                                                    Wer allerdings eine spritzige, quirlige Lou erwartet, der wird auf ein völlig anderes Buch stoßen:

                                                    Liza McCullen hat im kleinen australischen Küstenörtchen Silver Bay ihren Zufluchtsort gefunden. Zusammen mit ihrer Tochter ist sie zu ihrer Tante geflohen. Diese Tante ist als junges Mädchen als Hai-Mädchen durch die Presse gegangen, als sie einen riesigen Hai aus der Bucht gefischt hat. Damals belebte dieser Umstand das kleine Familienhotel mit den anreisenden Anglern. Doch inzwischen ist Ruhe eingekehrt. Man verdient Geld mit Walbeobachtungen und ist eins mit der Natur.

                                                    Als eines Tages der Businessplaner Mike sich ins Hotel einmietet, hat das ungeahnte Folgen.
                                                    Der Schreibstil war für mich in den ersten Kapiteln sehr gewöhnungsbedürftig, da alles in der Ich-Form geschrieben wurde und jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben wurde. Über jedem Kapitel steht zur Orientierung der Name des Protagonisten, doch man muss natürlich aufpassen und eine Lesepause innerhalb der Kapitel kann daher zu Irritationen führen.

                                                    Durch die verschiedenen Sichtweisen fügt sich die Geschichte nach und nach wie ein Puzzle zusammen. Mike lernt die Natur und die Entschleunigung zu schätzen und auch ich hatte Seite um Seite, das Gefühl, dass mich dieses Buch und seine Schilderungen beruhigt haben, (obwohl sich natürlich dramatische Wendungen anbahnten).

                                                    Es ist ein Buch, das einen nachdenklich bezüglich der Medien und auch dem Umgang mit der Natur stimmt.

                                                    (Denkt an meine Worte: Ein Hai ändert alles?!)

                                                    Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

                                                    Muggeline

                                                    Beiträge 25
                                                    13.02.2019

                                                      Ein Buch das man gelesen haben sollte :)
                                                      Jojo Moyes hat wie immer eine schöne mitreißende Geschichte geschrieben. Eigentlich wollte ich das Buch erst mal nicht kaufen, da ich noch so viele ungelesene Bücher habe. Aber ich konnte an diesem Buch nicht vorbei gehen und es hat sich gelohnt!
                                                      Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
                                                      Ich kann das Buch nur empfehlen.

                                                      flieder

                                                      Beiträge 8
                                                      12.02.2019

                                                        Liza`s Leben verläuft ganz anders als sie sich das vorgestellt hat. Sie bekommt in jungen Jahren ein uneheliches Kind und versucht dieses alleine großzuziehen. Umso glücklicher ist sie, als sie einen Mann kennenlernt der mit ihr das Leben teilen möchte. Doch alles kommt ganz anders. Er ist gewalttätig und als dann noch die eheliche Tochter bei einem Unglück stirbt flieht Liza zu ihrer Tante nach Australien. Hier hat sie ein bescheidenes Auskommen mit Walbeobachtungen, die sie den Touristen anbietet. Doch die Welt steht Kopf, als der Engländer Mike Dormer in Silver Bay ankommt und sich in der Pension von Liza`s Tante einquartiert. Irgendetwas führt er im Schilde und das dürfte für das beschauliche Örtchen am Meer nicht gut sein. Nur ganz langsam scheinen die Bewohner zu verstehen, dass sich ihr Leben bald radikal verändern wird und Liza bleibt mit ihrer Tochter keine andere Wahl als schnellstens ihr friedliches Zuhause zu verlassen.
                                                        Eigentlich hätte dieses Buch durchaus 5 Sterne verdient, ja eigentlich, aber alle Leser die sich auf ein neues Buch von Jojo Moyes gefreut hatten werden wohl bitterlich enttäuscht. Es ist schlichtweg ein altes Buch in komplett neuem Gewand. Vor einigen Jahren kam es unter dem Titel Dem Himmel so nah auf den Markt. Jetzt bekam es kurzerhand einen neuen Titel und Voila hat man einen neuen Bestseller. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das besonders Kundenfreundlich ist, zumindest müsste es gut sichtbar gekennzeichnet sein, denn auf die kleine Bemerkung achtet wahrscheinlich niemand. Schade eigentlich, aber für alle, die Dem Himmel so nah noch nicht kennen ist das Buch durchaus lesenwert

                                                        la_tina

                                                        Beiträge 5
                                                        12.02.2019

                                                          Ein Buch voller unnötiger Geheimniskrämerei
                                                          Liza McCullen floh vor 5 Jahren Hals über Kopf mit ihrer Tochter Hannah aus England nach Australien zu ihrer Tante Kathleen. Dort lebt sie im kleinen Ort Silver Bay von Bootstouren für Touristen zu den dort vorbei ziehenden Walen und Delphinen. Genau diesen Ort hat sich Mike Dormers Arbeitgeber als perfekten Baugrund für eine moderne Urlaubsanlage der gehobenen Preiskategorie ausgesucht, und Mike soll vor Ort den Weg zur Baugenehmigung ebnen.
                                                          „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist eine Neuauflage des 2008 erschienenen Romans „Dem Himmel so nah“. Gut gefallen haben mir die Momente, in denen die Protagonisten den Delphinen und Walen begegneten, das war wirklich sehr anschaulich und emotional beschrieben. Da der Roman mit einer solchen Bootstour begann hatte ich mir entsprechend auch einen unterhaltsamen und gefühlvollen Roman erhofft. Leider entpuppte sich die Haupstory jedoch als eine Geschichte mit ziemlich verworrenen Personen. Allen voran Liza, die ich als sehr anstrengend empfand, da sie fast jedem vor den Kopf stieß und ihrer 10-jährigen Tochter alles verbot, was auch nur ansatzweise gefährlich sein könnte - und dazu gehörte auch das Mitfahren auf einem der Touristenschiffe zu den Delphinen. In einer Zeit der Schwimmwesten völlig übertrieben in meinen Augen, zumal die Mutter-Tochter-Beziehung auch ansonsten vielmehr durch Abwesenheit der Mutter glänzte - diese war lieber mit ihrem Katamaran auf dem Meer unterwegs. Dazu kam dann Mike, der aus seiner englischen Hochglanz-Welt in dem kleinen Dorf auftauchte und glaubte, alles ließe sich mit Geld regeln. Wobei Mike wenigstens im Buch zu einer 180 Grad-Wende seines Charakters ansetzte. Das ganze Pro und Contra zur modernen Ferienanlage und welchen Einfluss der Bau auf die Wale und die Dorfbewohner haben könnte wurde nach und nach zum Hauptthema, wurde jedoch überschattet von Lizas Geheimnistuerei , ihre Vergangenheit betreffend. Ließen sich die Bewohner, allen voran Hannah, wenigstens noch was einfallen, um ihr uriges Dorf vor dem geplanten Upperclass-Tourismus zu schützen, enttäuschte mich jedoch das Geheimnis um Lizas Vergangenheit sehr.
                                                          Der Roman ist so gestaltet, dass fast jeder Charakter mal zu Wort kommt mit seinem eigenen Kapitel. Und dennoch blieben mir viele Charaktere zu flach und unnahbar mit Ausnahme der kleinen Hannah, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Die ganze Geschichte war durchzogen von Geheimniskrämerei vor anderen Personen, was alles unnötig verkomplizierte. Und die Romanze wirkte auf mich auch nur steif und verkrampft. Da hab ich von der Autorin bereits deutlich gefühlvollere Romane gelesen.

                                                          kasiopeia1975

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                                                          10.02.2019

                                                            oh ich war damals so begeistert von der Leseprobe und hätte mich so sehr über einen Gewinn gefreut, leider habe ich in letzter Zeit nicht viel Glück bei Buchverlosugen aber dieses Buch wird hier sicher später einziehen, handelt es sich hier doch um ein Buch einer meiner Lieblings- Autorinnen.
                                                            Im Moment lese ich einen anderen Titel von ihr, der schon ewig auf dem SUB lag

                                                            Tolles Buch in Neuauflage

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                                                            07.02.2019

                                                              Liza McCullen hat sich mit ihrer Tochter zu ihrer Tante nach Australien geflüchtet. Dort kann sie ruhig und versteckt leben. Bis Mike Dormer auftaucht, der für seine Firma die Lage checken soll, ob dort ein Luxusresort gebaut werden kann.

                                                              Nächte, in denen Sturm aufkommt ist bereits 2009 unter dem Namen Dem Himmel so nah erschienen, lange bevor Jojo Moyes mit Ein ganzes halbes Jahr bekannt wurde.

                                                              Man könnte jetzt meinen, hier wird einfach etwas altes neu aufgelegt um den Erfolg der Autorin zusätzlich abzuschöpfen. Das war sicher mit ein Grund. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Alte trotzdem sehr gut gefallen hat. Das Buch besticht mit schrulligen Charakteren und deren Geheimnissen, die im Laufe des Buches nach und nach aufgedeckt werden. Dabei ist zwar vorhersehbar, dass am Ende alles gut ausgeht, aber bis dahin gibt es doch einige Überraschungen.

                                                              Jedes Kapitel wird aus der Perspektive eines anderen Charakters erzählt. Das hat es mir am Anfang zwar etwas schwerer gemacht in den Lesefluss zu kommen, aber man lernt alle sehr schnell kennen. Und durch den Perspektivwechsel erfährt man mehr über jeden einzelnen Charakter, als wenn nur aus einer Sichtweise heraus erzählt werden würde.

                                                              Das Kopfkino lief tatsächlich von der ersten Seite an, Silver Bay ist ein beschauliches Örtchen, in dem zwar einige von Wal- und Delfinbeobachtungen leben, sich aber alle einig sind, dass zu viele Touristen der Gegend eher schaden würden. Als Mike dort auftaucht wird dem Leser schnell klar, dass die Uhren hier doch anders ticken als in London. Auch Mike entschleunigt hier und nach und nach wird ihm klar, was die Pläne seiner Firma für die Gegend bedeuten. Er findet in Silver Bay zu sich selbst und schafft es zu erkennen, was ihm wirklich wichtig ist.

                                                              Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die Entwicklung der Charaktere fand ich durchaus glaubwürdig, auch wenn es natürlich bei einigen recht klischeehaft rüberkommt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich wohl gefühlt. Und auch die Spannung kam auch nicht zu kurz.

                                                              Von daher würde ich hier gerne eine Leseempfehlung geben, für Leser von Jojo Moyes neuen Romanen ist auch dieses Buch sicher etwas. Und Leser von schönen Liebesromanen sind hier auch gut bedient.

                                                              Unglaublich

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                                                              03.02.2019

                                                                Ich habe von Jojo Moyes schon einige Bücher gelesen und während mich das eine begeisterte, konnte mich das andere nicht überzeugen. Aber ich bin ehrlich wenn ich gestehe, dass aufgrund des Klappentextes dieses Romans meine Erwartungen schon ziemlich hoch waren. Ich liebe Romane die am Meer spielen. Und dieses Mal kann ich nur über das neue Werk der Autorin sagen: "WOW".
                                                                Es fesselte mich von der ersten bis zur letzten Zeile und ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen. Ich habe nach langem wieder alle meine Sorgen, Gedanken Probleme vergessen können und die Nacht durchgelesen. Jojo Moyes beweist ein meisterliches Talent dafür die Schönheit der Natur bild reich, aber nicht langweilig wider zu geben und sie beim Leser vor dem inneren Auge farbenreich zu projizieren. Sie beschreibt wunderbar die Landschaft und schildert in deutlichen Szenarien, wie der Mensch ohne Rücksicht in die Natur eingreift und das auf so emotionaler Ebene, dass es mich einfach mitgerissen hat und tief im Herzen berührte. Es führt dazu, dass man über das Eingreifen der Menschheit in die Natur und über sein eigenes Handeln reflektiert. Trotz dieser wichtigen Aspekte verliert sie dabei die Handlung nicht aus den Augen. Diese reißt den Leser mit sich und mit den Charakteren, die gerade an der Küste wirklich sehr ausgeprägt und eigenwillig sind konnte sie mich gnadenlos begeistern. Hinzu kommt die persönliche Geschichte von Liza, ihre bewegende Vergangenheit und ihre zuckersüße Tochter Hannah. Die gesamte Story wird durch den Fremden Mike perfekt abgerundet. Er passt so gar nicht ins beschauliche Silver Bay und doch scheint er irgendwie dort hin zu gehören. Ausnahmslos alle Figuren waren erstaunlich real beschrieben und besonders Hannah ist mir ans Herz gewachsen. Aber auch eine gewisse Spannung aufgrund von Mikes Handeln und Lizas Vergangenheit führten dazu, dass ich das Buch nicht bei Seite legen konnte. Am Ende flossen bei mir sogar die Tränen und ein Abschiedsschmerz von diesem wundervollen Fleckchen Erde und seiner Bewohner stellten sich bei mir ein.
                                                                Jojo Moyes hat uns hier einen großartig bewegenden und moralisch sehr nachhallenden Roman geschenkt, der mich als Leserin vollkommen überzeugen konnte.

                                                                buchverschlingen

                                                                Beiträge 30
                                                                30.01.2019

                                                                  Rettet die Wale
                                                                  Liza McCullen hat ein schreckliches Geheimnis. Wegen diesem ist sie nach Australien geflohen, lebt dort mit ihrer Tochter und ihrer Tante in Bescheidenheit und macht Ausflüge zur Walbeobachtung.
                                                                  Als Mike Dormer die Silver Bay, Heimat von Liza und ihrer Familie, für ein Investmentprojekt auswählt gerät Lizas Leben aus den Fugen. Wenn bekannt wird, wo sie lebt, kann sie alles verlieren…
                                                                  Jojo Moyes begeistert mich seit ihrem ersten Buch. Auch dieses Mal hat sie es wieder geschafft, mir schöne Lesestunden zu bescheren. Vor allem auch dadurch, dass die Handlung in einem meiner Lieblingsländer spielt: Australien. Die Menschen von Silver Bay waren mir gleich sympathisch, wenn auch der ein oder andere durch seine etwas schroffe Art glänzte. Aber das machte das Buch nur authentischer. Sehr schön fand ich auch immer die Szenen, in denen Liza mit dem Boot nach Walen suchte. Hier konnte ich die Aufregung, die ihre Passagiere spürten, förmlich miterleben.
                                                                  Die Geschichte an sich lebt von Lizas Geheimnis. Denn das plagt sie so sehr, dass sie kein neues Glück an sich heranlässt und beinahe übersieht, wer es gut mit ihr meint. An einer Stelle hatte ich schon einen starken Verdacht, wie sich die Handlung weiter bewegt. Und so war es dann leider, oder zum Glück?, auch.
                                                                  Jojo Moyes findet wieder starke Worte, ihre Beschreibungen der Tiere und der Landschaft sind so plastisch, dass man am liebsten danach greifen, oder gar nach Silver Bay reisen möchte. Dabei spart sie aber auch nicht an Realitäten, die den Leser schocken.
                                                                  Fazit: Eine Geschichte, die alles hat: Liebe, Dramatik, Spannung und eine tolle Umgebung. Allerdings muss sich nun jedes Buch mit ihrem Bestseller "Ein ganzes halbes Jahr messen" und dagegen verliert es ganz schön.

                                                                  Dass ich das Buch schon 2009 unter anderem Titel gelesen habe (Dem Himmel so nah) wusste ich nicht mehr, aber es liegen ja auch 10 Jahre dazwischen. Allerdings sollte der Verlag das durchaus kommunizieren, dass es sich nicht um ein neues Buch handelt, sondern ein neu aufgelegtes.
                                                                  Deshalb 3,5 Sterne, die ich zu 4 aufrunde

                                                                  Buchglueck

                                                                  Beiträge 19
                                                                  29.01.2019

                                                                    "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist ein Roman der Autorin Jojo Moyes und erschien Anfang 2019 als Paperback mit 480 Seiten im Rowohlt Polaris Verlag der Rowohlt Gruppe.

                                                                    Nachdem mir soviele Bücher von Jojo Moyes gefallen haben musste ich auch unbedingt ihr neustes Werk lesen.
                                                                    Mit einem für die Autorin typischen Titelschriftzug deutet auch das Cover auf eine romantische, tragische Liebesgeschichte, die in einer schönen Umgebung spielt.

                                                                    Die Schönheit der Umgebung vom Titelbild findet sich auch im Buch wieder, wo Jojo Moyes eine wundervolle Kulisse mit Wohlfühlatmosphäre schafft, die ich als Leserin ungerne wieder verlassen wollte.
                                                                    Das durch die Autorin geschaffene Ambiente wird unterstützt durch einen flüssigen und sehr leichten Schreibstil, gepaart mit einer Unmenge verschiedenster Gefühlen.
                                                                    Zu Beginn des Buches tat ich mich etwas schwer mit der Wahl der Ich-Perspektive, da mit jedem Kapitel die Sicht gewechselt wird, z.B. von Hannah, Kathleen, Mike u.v.m. Doch je weiter der Roman fortschritt, desto näher kam ich den Charakteren und verlor während eines Kapitels die Frage, aus wessen Sicht ich denn noch mal gerade lese, aus dem Kopf.
                                                                    Mir persönlich gefiel jedoch nicht die je nach Charakter genutzten Nennungen "Tante K." und "Miss M.", allerdings gehörten sie zu den Charakterzügen dazu und rundeten trotz meines Missfallens das Bild ab.

                                                                    Die tragische und großteils geheimnisvolle Geschichte von Liza McCullen liest sich sehr gut, doch war mir, für meinen persönlichen Geschmack, die erste Hälfte des Buches zu stark auf die Wale und Mikes Bauprojekt fixiert, wodurch auch die Gefühle zwischen den Beiden sich nur schleppend heraus kristallisierten.
                                                                    Der zweite Abschnitt hingegen überraschte mich insbesondere zum Ende hin, da sich dort doch das ein oder andere Ereignis bildete, welches ich bis kurz davor so nicht hervorsehen konnte.

                                                                    Die von Jojo Moyes geschaffenen Charaktere fand ich realistisch und konnte vieler ihrer Handlungen und Gefühle nachvollziehen. Meine Sympathie galt aber allen voran der zehnjährigen Hannah, die in manchen Situationen einfach mehr war als "nur Kind".

                                                                    Auch wenn ich einzelne Kritikpunkte und die erste Hälfte ihre Längen hatte, so bewerte ich "Nächte, in denen Sturm aufzieht" insgesamt als gut und empfehle es auch definitv weiter.

                                                                    Eine schöne Geschichte in wunderbarer Atmosspähre

                                                                    Beiträge 19
                                                                    29.01.2019

                                                                      "Nöchte, in denen Sturm aufzieht" ist ein Roman der Autorin Jojo Moyes und erschien Anfang 2019 als Paperback mit 480 Seiten im Rowohlt Polaris Verlag der Rowohlt Gruppe.

                                                                      Nachdem mir soviele Bücher von Jojo Moyes gefallen haben musste ich auch unbedingt ihr neustes Werk lesen.
                                                                      Mit einem für die Autorin typischen Titelschriftzug deutet auch das Cover auf eine romantische, tragische Liebesgeschichte, die in einer schönen Umgebung spielt.

                                                                      Die Schönheit der Umgebung vom Titelbild findet sich auch im Buch wieder, wo Jojo Moyes eine wundervolle Kulisse mit Wohlfühlatmosphäre schafft, die ich als Leserin ungerne wieder verlassen wollte.
                                                                      Das durch die Autorin geschaffene Ambiente wird unterstützt durch einen flüssigen und sehr leichten Schreibstil, gepaart mit einer Unmenge verschiedenster Gefühlen.
                                                                      Zu Beginn des Buches tat ich mich etwas schwer mit der Wahl der Ich-Perspektive, da mit jedem Kapitel die Sicht gewechselt wird, z.B. von Hannah, Kathleen, Mike u.v.m. Doch je weiter der Roman fortschritt, desto näher kam ich den Charakteren und verlor während eines Kapitels die Frage, aus wessen Sicht ich denn noch mal gerade lese, aus dem Kopf.
                                                                      Mir persönlich gefiel jedoch nicht die je nach Charakter genutzten Nennungen "Tante K." und "Miss M.", allerdings gehörten sie zu den Charakterzügen dazu und rundeten trotz meines Missfallens das Bild ab.

                                                                      Die tragische und großteils geheimnisvolle Geschichte von Liza McCullen liest sich sehr gut, doch war mir, für meinen persönlichen Geschmack, die erste Hälfte des Buches zu stark auf die Wale und Mikes Bauprojekt fixiert, wodurch auch die Gefühle zwischen den Beiden sich nur schleppend heraus kristallisierten.
                                                                      Der zweite Abschnitt hingegen überraschte mich insbesondere zum Ende hin, da sich dort doch das ein oder andere Ereignis bildete, welches ich bis kurz davor so nicht hervorsehen konnte.

                                                                      Die von Jojo Moyes geschaffenen Charaktere fand ich realistisch und konnte vieler ihrer Handlungen und Gefühle nachvollziehen. Meine Sympathie galt aber allen voran der zehnjährigen Hannah, die in manchen Situationen einfach mehr war als "nur Kind".

                                                                      Auch wenn ich einzelne Kritikpunkte und die erste Hälfte ihre Längen hatte, so bewerte ich "Nächte, in denen Sturm aufzieht" insgesamt als gut und empfehle es auch definitv weiter.

                                                                      Das Haimädchen

                                                                      Beiträge 102
                                                                      29.01.2019

                                                                        Kathleen ist 76 und betreibt in Silver Bay (Australien) eine kleine Familienpension, die ihre beste Zeit längst hinter sich hat: „Es stand da wie ein schweigendes Mahnmal einer längst vergessenen Zeit.“ (S. 376). Berühmt geworden sind Kathleen und das Hotel vor vielen Jahren, als sie mit 17 einen riesigen Ammenhai fing.
                                                                        Silver Bay ist in winziger, abgeschiedener Ort am A* der Welt und schon etwas heruntergekommen. Hier macht man nur Urlaub, wenn man seine Ruhe sucht oder eine der berühmten Delphin- oder Walsichtungsfahrten machen will. Solche Touren bietet auch Kathleens Nichte Liza an, die mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihr lebt. Liza und Hannah sind vor Jahren völlig verstört in Silver Bay angekommen. Seit dem scheint sich Liza hier vor der Welt zu verstecken, gefangen in einem Schmerz, an dem sie ihre Umwelt nicht teilhaben lässt. Nur ganz wenige wissen, was sie hierher verschlagen hat.

                                                                        Eines Tages mietet sich der Engländer Mike bei Kathleen ein. Er passt zwar eigentlich nicht zu ihnen, aber seine ruhige Art nimmt die Anderen schon bald für sich ein, er gehört quasi zur Familie. Vor allem Hannah schwärmt für ihn, da er ihr seinen Laptop und damit das Internet zugänglich macht. Sie ist sehr klug und wissbegierig, verblüfft Mike immer wieder mit ihrem Wissen über die Meeressäuger. Auch Liza öffnet sich ihm langsam. Doch dann kommt heraus, warum Mike in Silver Bay ist und alles ändert sich „Für ein stilles Wasser haben Sie hier ganz schön für Aufruhr gesorgt.“ (S. 234)

                                                                        „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist ganz anders als die bisherigen Bücher von Jojo Moyes. In überwiegend ruhigen Bildern schildert sie das Leben der Leute an diesem einsamen Fleckchen der Erde. Silver Bay liegt in einer geschützten Bucht, die regelmäßig von Delphinen besucht wird. Draußen im offenen Meer ziehen schon immer Wale auf ihrer Migrationsroute vorbei. Die Bewohner bezeichnen sich selber als „Waljäger“, die Tiere sicher(te)n ihren Lebensunterhalt. Früher haben sie die Tiere geschlachtet, heute fahren sie Besucher zu Besichtigungen raus.

                                                                        Die Protagonisten mochte ich sehr, sie hallen immer noch in mir nach. Kathleen ist eine gestandene Frau mit einer rauen Schale, aber einen weichen Kern. Sie hat Liza damals ins Leben zurückgeholt und ihr durch die Walfahrten einen weiteren Sinn gegeben, denn auf dem Wasser fühlt sich Liza frei. Doch Liza zieht sich immer noch oft zurück, sie hat nie verwunden (sich nie verziehen) was damals passiert ist. Ihre Tochter Hannah nimmt darauf Rücksicht und steckt regelmäßig zurück, wird dafür aber von den anderen Walfängern verhätschelt – sie alle sind ihre Familie. Mike ist ein sehr rationaler Mensch und war noch nie richtig verliebt. Eigentlich kommt er zum Arbeiten nach Silver Bay, aber dann verliebt er sich in den Ort und die Menschen und wirft alle Pläne um.

                                                                        Ich kann mir das Buch sehr gut als Film vorstellen – wenn ich an die Bilder mit den Walen und Delphinen denke und an Lizas Geschichte, die sich dem Leser nach und nach offenbart, bekomme ich Gänsehaut. Leider war mir das Buch an einigen Stellen zu ausufernd (würde bei einer Verfilmung ja aber gestrafft werden). Die Autorin bringt z.B. viele geschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe zum Walfang in Australien unter, das ist zwar interessant, aber für die Handlung nicht notwendig. Trotzdem fand ich den Aspekt von Natur- und Tierschutz, unser Umgehen mit der Umwelt, unsere Verantwortung diesbezüglich sehr interessant.