Jojo Moyes

Weit weg und ganz nah

Einmal angenommen …
… dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher …
Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?
Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

NancyF

Beiträge 2
21.12.2016

Man liest in diesem Roman sehr einfühlsam über das Leben der Hauptpersonen. Jess, die ständig am Geldzählen ist und versucht in diesem Stress nicht gleich den Kopf zu verlieren. Und dann noch das Gute in allen Dingen zu sehen, obwohl es das für andere schon längst nicht mehr der Fall ist. Ed, der Angst vor seinem Vater hat. Angst ihn zu verletzen.
Also man wird richtig gefesselt und süchtig gemacht - weil man die Geschichte weiterlesen muss. Man will einfach wissen, wie es weitergeht. Man fühlt welches Herzblut die Autorin in dieses Buch gelegt hat.

gisela_maria

Beiträge 9
14.09.2015

Wunderschön

Dies ist nun das dritte Buch dass ich von Jojo Moyes gelesen habe. "Ein ganzes halbes Jahr" war das Erste  und hat mich förmlich umgehauen.Dieses Buch hat irgendwie zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst. Es hat meine eigene Stimmung wiedergespiegelt.  Das Zweite von ihr: "Eine Hand voll Worte". Da fiel mir der Einstieg sehr schwer. Ich wollte es schon abbrechen. Ein Mitglied aus meiner Büchergruppe hat mich eines Besseren belehrt." Lies weiter; die Geschichte wird noch sehr schön", hatte sie gesagt. Hab ich gemacht und war tatsächlich auch von diesem Buch hin - und weg.
Nun habe ich gerade " Weit weg und ganz nah" beendet. Ich habe die 500 Seiten auf zwei Nachmittage gelesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Jojo hat ihre Bücher anscheinend mit einem "Klebezauber" belegt. Bei ihren Büchern klebe ich so lange auf meinem Lesestuhl, bis ich sie durch habe :-) Aber nun zum Inhalt!

Jess ist eine taffe Frau, die ihren Lebensunterhalt mit Putzen verdient. Abends arbeitet sie in einem Pub.
Ihre kleine Tochter Tanzie ist ein Mathematikgenie. Sie könnte eine Schule besuchen die ihren Fähigkeiten gerecht wird. Aber woher das Geld nehmen? Jess kommt nur schwer jedes Monat über die Runden  Ihren Ehemann hat sie zu seiner Mutter verfrachtet und somit eine Sorge weniger.Er war ihr keine große Hilfe.
Nicky ist der Sohn aus der ersten Ehe ihre Mannes. Sie hat ihn bei sich aufgenommen um ihm einen Halt im Leben zu geben. Nicky ist anders als andere Jungen seines Alters. Er trägt Eyliner und Wimperntusche. In der Schule wird er oft verdroschen. Das Leben in einer Kleinstadt ist nicht leicht für ihn.

Ed ist ein Computergenie der einen verhängnisvollen Fehler begeht. Er gibt einer lästigen Frau, die er los werden will, Informationen zu einem neuen Projekt. Nun droht ihm Gefängnis......

Ja, und dann gibt es da noch einen ganz besonderen Liebling. Norman, ein rießengroßer träger Hund, der seine Umwelt leidenschaftlich gerne vergast. Der gutmütige Vierbeiner ist der Beschützer von Tanzie.

Als Jess einmal mit ihrer Kollegin Natalie ein Haus von Ed putzt, lernt sie ihn als stinkreichen, unhöflichen Kotzprocken kennen.
Wenig später besäuft er sich in dem Pup, in dem Jess arbeitet. Sie fühlt sich verantwortlich dass der ungehobelte Snob sicher nach Hause kommt. Sie verfrachtet ihn in ein Taxi. Da sie weiß wo er wohnt, fährt sie mit. Der Taxifahrer und sie schleppen ihn in sein Haus und legen in auf´s Sofa.
Als Jess wieder ins Taxi einsteigt entdeckt sie die Geldbörse von Ed.......

Tanzie wird zu einer Olympiade in Mathematik eingeladen.Von dem Gewinn könnten sie das Schulgeld bezahlen. Doch wie sollen sie da hinkommen?
Jess fährt, bewaffnet mit Kinder, Hund und Gepäck, in einem alten, verrosteten Oldtimer Richtung Olympiade. Der alte Karren ist weder versichert, noch tüvgeprüft. Da wird sie von der Polizei angehalten. Das gibt Ärger....
Ausgerechnet der unhöfliche Ed bietet ihnen nun an, Tanzie und ihre " ungewöhnliche" Familie nach Aberdeen zur Olympiade zu fahren. Ein außergewöhnliches Roadmovie beginnt......

Meine Meinung

Man erlebt als Leser mit, wie zwei grundverschiedene Leben aufeinanderprallen. Ed, der ein sauberes Auto und luxeriöses Leben gewöhnt ist. Jess, die jeden Monat um´s Überleben kämpft und dem Computerfachmann belegte Brote anbietet. Die lieber im Auto übernachtet um Geld zu sparen.
Mit jeder Meile die sie zurücklegen, findet Ed mehr Gefallen an Jess und ihren Kindern. Ja, sogar der pfurzende Norman wächst ihm an´s Herz. Man kann ja schließlich bei offenem Fenster Auto fahren.
Sein Auto mit jeder Menge PS kommt nicht richtig zum Zug. Muss Tanzie doch kotzen bei allem was über 40 kmh geht.

Der Schreibstil von Jojo ist einfach nur magisch. Ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Was macht Jess mit dem gefundenen Geldbeutel? Schaffen sie es rechtzeitig zur Olympiade? Muss Ed in den Knast wandern?

Man kann mit den Protagonisten mitfühlen. Versteht; dass selbst so ehrliche Menschen wie Jess und Ed, gegen das Gesetz verstoßen.
Ich habe beim Lesen gelacht und geweint. Eine Szene im Buch hat mich total fertig gemacht. Kann es euch
leider nicht erzählen. Ich würde einfach zuviel verraten.

Fazit
Von einer Freundin habe ich gehört, dass sie sich in dem Buch oft selbst
gefunden hat.
Die Geschichte könnte auch euch passieren! Aber nur wenn ihr noch Träume habt!
Denn....auch Träume werden manchmal wahr.
Jojo Moyes ist mittlerweile meine Lieblingsautorin.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

AureliaAzul

Beiträge 6
12.04.2017

Jess lebt mit ihrer mathematisch hochbegabten Tochter Tanzie und ihrem eigenbrötlerischen Stiefsohn Nicky am Einkommensminimum und muss jeden Cent mehrmals umdrehen, um über die Runden zu kommen, da ihr Ex-Mann sie verlassen hat und nicht für den Unterhalt aufkommen kann. Sie versucht alles um ihre Kindern glücklich zu machen und zeigt ihnen, dass man auch mit wenig ein zufriedenes Leben führen kann. Doch dann häufen sich die Rechnungen und ihrer Tochter eröffnet sich die Möglichkeit auf eine hochexklusive Privatschule mit besonderer Begabung zu gehen, doch der Preis ist hoch. Eines Tages findet sie eine Menge Geld im Taxi, welches einer ihrer Kunden verloren hat und es scheint sehr verlockend dieses mitzunehmen, auch wenn das gegen alles verstößt, was Jess vertritt...

Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde und die Lebenssituationen der Protagonisten teils abhängig, teils unabhängig voneinander, beschrieben wurden. Das brachte mehr Spannung und Variation rein. Um Grunde ist die Story komisch und zwischendurch verrückt-belustigend,sodass es ein Vergnügen war diese zu lesen. Viele Szenen waren sehr berührend geschrieben und konnten mir Tränen entlocken. Jess ist eine wirklich starke Frau, die sich nicht einschüchtern lässt und wirklich alles für ihre Kinder tut. Zudem vermittelt sie ihnen gewisse Werte, die sie trotz ihrer schwierigen Lage, weitestgehend einhält und immer an die Hoffnung und das Gute glaubt, auch wenn alle anderen unfair spielen. Die ganzen Unglücksfälle, die dieser Familie passiert sind, taten mir besonders leid, weil sie das nicht verdient haben. Trotz dieser Höhen und Tiefen konnte mich die Geschichte einnehmen und das End war wunderbar :).

Bücherfreundin

Beiträge 47
07.02.2017

Seit sich Jess Thomas vor 2 Jahren von ihrem Mann getrennt hat, lebt sie mit ihren Kindern Constanza, Tanzie genannt, und Nicky hart am Limit. Nicky ist noch nicht einmal ihre eigenes Kind, es ist der Sohn ihres Mannes, den er einfach da gelassen hat.
Zusammen mit ihrer Freundin Nathalie betreibt Jess eine Reinigungsfirma, aber das große Geld können sie mit der Arbeit nicht verdienen.
Bei einem ihrer Reinigungsaufträge lernt sie kurz Ed Nicholls, einen Unternehmer kennen, der gerade von seiner Arbeit wegen Insiderhandel suspendiert wurde. Er ist geschieden und jagt gerade seine eigenen Dämonen.
Tanzie ist ein absolutes Mathegenie, die mit Zahlen nur so jonglieren kann. Ihr wird ein Platz in einer Privatschule angeboten, mit einem 90%-igen Stipendium. Selbst die aufzubringenden 10 % sind für Jess nicht zu stemmen. Trotz der vielen Arbeit, die sie zusätzlich auf sich nimmt, ist es ihr nicht möglich.
Dann findet sie eine Rolle Geld, die Ed im Suff verloren hat. Sie nimmt sie trotz schlechtem Gewissen an sich, um das Schulgeld bezahlen zu können und von da ab überschlagen sich die Ereignisse...

Jess glaubt, dass sie schon ganz unten ist, aber wie es aussieht, geht es immer noch ein wenig weiter runter.
Als sie mit Tanzie zu einer Matheolympiade nach Schottland fahren will, wird sie von dem altersschwachen, ohne Versicherung fahrenden Auto kläglich im Stich gelassen. Von der Polizei aufgehalten, ist die Fahrt sehr schnell vorbei, das Auto wird abgeschleppt und die Kosten dafür sind aller Voraussicht nicht zu bezahlen.
Als sie nachts auf der Straße steht mit ihren Kindern und kein Land mehr sieht, sammelt Ed sie auf und beschließt, die Familie nach Schottland zu fahren, da ihm sein Anwalt geraten hatte, eine Weile zu verschwinden.
Es wird eine abenteuerliche Fahrt, denn sie wird völlig anders verlaufen als geplant.

Größer können die Unterschiede der beiden Protagonisten Ed und Jess nicht sein. Jess, alleinerziehend, sieht sich gezwungen, jeden Cent mehr als einmal rumzudrehen. Die Kleidung ihrer Tochter näht sie selbst. Für ihre Kinder hat sie so gut wie nie Zeit, weil sie immer am Arbeiten ist.
Sie macht sich mit ihren beiden Kindern und einem stinkenden Riesenhund namens Norman auf den Weg nach Schottland, um Tanzie die Möglichkeit der Teilnahme an einer Olympiade zu ermöglichen.
Ed ahnt nicht einmal im Ansatz, was er sich mit dem Angebot, die Familie nach Schottland zu fahren, aufbürdet. Von den geplanten 8 Stunden für die Anreise werden Tage, da Tanzie nicht schneller als 50, besser sind 40 Meilen die Stunde im Auto fahren kann, sonst wird ihr schlecht.
Ed bekommt mit, wie arm die Familie ist und wie Jess versucht, das Geld zusammenzuhalten. Das war für ihn noch nie ein Thema gewesen, Geld hat man oder auch nicht.

Die Fahrt mit dem Auto nach Schottland verändert alle und alles. Viele Probleme werden aufgezeigt, die es zu bewältigen gilt. Die Menschen verändern sich, ganz langsam.
Selbst Nicky, der immer und überall ein Außenseiter war, da er sich gern die Augen schminkt, findet auf dieser Fahrt mit Eds Hilfe eine Antwort auf seine eigenen Probleme.
Bis auf Norman hat jeder seine Probleme, die er mit sich herumschleppt.

Ich hatte für Jess große Hochachtung empfunden. Sie stemmt das Leben und auch als sie ganz unten angekommen ist und keinen Rat mehr weiß, versucht sie optimistisch zu sein oder zumindest für ihre Kinder Optimismus auszustrahlen. Sie muss ihre Kinder allein großziehen, ohne jegliche Unterstützung ihres Mannes.
Ihre Ängste und Nöte haben mich am meisten berührt und ich habe auf ein gutes Ende für sie gehofft. Für alle anderen natürlich auch, aber Jess lag mir wirklich am Herzen.

Dieses Buch habe ich mit vielen Emotionen gelesen. Ich habe laut gelacht (und war froh, dass ich das nicht gerade in der Bahn gemacht habe) und geweint, weil es mich so berührt hat.

Für mich war es das erste Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen habe und ich weiß, dass ich auch die anderen irgendwann einmal lesen werde.
Es hat mich berührt, nachdenklich gemacht, zum lachen und zum weinen gebracht.
Die unterschiedlichsten Personen mit ihren Macken und Eigenarten sowie ein stinkender, aber liebenswerter Hund wurden in eine Geschichte gepackt und haben diese zu einer besonderen gemacht.
Ein fantastischer Roman, den ich gern weiterempfehle.

Katiii_liest_gern

Beiträge 46
06.02.2017

Nach ihren ersten beiden schönen Büchern war ich etwas in Sorge, ob Jojo Moyes dieses hohe Niveau wird halten können. Um es gleich zu sagen: sie kann! (zumindest aus meiner Sicht) Jegliche Befürchtungen, dass ihr der kommerzielle Erfolg womöglich zu Kopf gestiegen ist, und dass im neuen Roman vielleicht nicht mehr so viel Herzblut steckt wie in den vorigen, weil sich ihre Bücher ja sowieso verkaufen, all diese Befürchtungen wischt sie mit dem neuen Roman eindrucksvoll vom Tisch. Auch dieser hat für mich wieder alles, was einen guten Roman ausmacht: einen interessanten Plot, Charaktere, die man lieb gewinnen kann, ja muss und eine erfrischende Erzählweise. All das möchte ich nachfolgend zeigen.

DIE HANDLUNG

Um zu verstehen, dass und wie gut der Plot in diesem Roman funktioniert, ist es vielleicht nützlich, sich den englischen Originaltitel des Buches vor Augen zu führen: "One plus one". Aus meiner Sicht könnte man das so deuten: Es werden zunächst zwei Hauptgeschichten im Roman erzählt, die jede für sich eigentlich nicht besonders spektakulär sind, die aber dann, als sie miteinander verschmelzen, ihre eigentliche Wirkung, ihren Zauber entfalten.

Eine alleinerziehende Mutter (Jess), die ihre Kinder mit mehreren Jobs durchbringen muss, aber trotz aller finanziellen Härten das Beste für ihre Kinder will, hat sicher die Sympathie des Lesers. Aber man muss natürlich auch sagen, dass ihre Geschichte (leider) heute oft Alltag ist, dass es Millionen solcher Fälle gibt. Und da ist auf der anderen Seite Ed, der reiche, coole Unternehmer, der wegen Insiderhandels in Gefahr ist, sein ganzes Vermögen zu verlieren. Auch wenn wohl die wenigsten Leser in eine solche Lage kommen werden, so hat wohl schon jeder von unsauberen Börsengeschäften und entsprechenden Pleiten deshalb gehört. Also auch diese zweite Geschichte ist nicht extrem spektakulär.

Der Angelpunkt des ganzen Romans ist, dass sich die beiden Geschichten praktisch vereinigen, als Jess mit ihren Kindern unter ziemlich chaotischen Umständen in Eds Auto steigt. JEDER DER BEIDEN IST IN DEM MOMENT GENAU DAS, WAS DER ANDERE GERADE BRAUCHT - obwohl sie es selbst noch nicht wissen. Aber der Leser kann es ahnen, weil er die Vorgeschichte der beiden zu dem Zeitpunkt ja schon kennt. Aus der Zusammenführung dieser so unterschiedlichen Charaktere, die in dem Moment eigentlich nicht mehr gemeinsam haben als ein Haufen von Problemen, daraus bezieht der Roman seine ganze Dynamik und auch seine Romantik. So dass entsprechend dem englischen Titel 1 + 1 in diesem Fall nicht 2, sondern mindestens 3 ist!

DIE ERZÄHLWEISE / DIE CHARAKTERE

Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte ganz schön weit hergeholt. Also dass Jess mit ihren Kindern zu Ed ins Auto steigt, damit ihre Tochter noch rechtzeitig zu einer Mathe-Olympiade kommt, um dort einen Preis zu gewinnen, mit der dann das Schulgeld bezahlt werden kann - und dass Ed dann auf der anderen Seite nichts Besseres zu tun hat, als ganz spontan als Fast-Fremder die Familie 3 Tage lang durchs Land zu kutschieren. Man fragt sich doch erstmal: Welche Mutter würde das schon machen, sich mitten in der Nacht mit ihren Kindern einem Fremden anzuvertrauen - auch wenn sie noch so verzweifelt ist? Und auf der anderen Seite: wer würde schon für eine fremde Familie 3 Tage lang Taxifahrer spielen - einfach so?

Das Geniale ist: Es wirkt im Roman nicht konstruiert, sondern sehr glaubhaft, ja sogar logisch. Wie die Autorin das schafft? Lassen wir sie es selbst ausdrücken. In einem Interview hat sie mal gesagt: "Meine Charaktere machen unbegreifliche Entscheidungen - solange wie man nicht selbst in deren Haut steckt. " Und das ist der entscheidende Punkt. Frau Moyes zeichnet ihre Charaktere so authentisch, so glaubwürdig, DASS man quasi in deren Haut steckt, mit Ihnen mitleidet, sich mit ihnen freut, in ihnen lebt, ihre eigentlich verrückten Entscheidungen nachvollziehen kann.

Und so nimmt man es der sympathischen, positiv-verrückten Jess einfach ab, dass sie diesen letzten Strohhalm in Form von Ed ergreift, bei all den Widrigkeiten, die sie und vor allem auch ihre Kinder in ihrem Leben erleiden mussten. Und Ed nimmt man es auch ab, dass er, der vor kurzem von seiner Frau verlassen wurde, und jetzt sogar sein Geld und seinen Status verlieren könnte, erstmals über seine materialistische Weltsicht nachzudenken beginnt - und im Moment des Zusammentreffen mit Jess und ihren Kindern geradezu danach lechzt , eine altruistische Tat zu vollbringen - vielleicht die erste in seinem Leben!

FAZIT
Ich möchte nochmal zum ersten Absatz meiner Rezension zurück kommen. Da hatte ich ja festgestellt, dass Jojo Moyes, wieder ein toller Roman gelungen ist, der den ersten beiden in nichts nachsteht. Wie schafft sie das, dass ihr offenbar alles zu gelingen scheint? Lassen wir sie selbst ihr "Erfolgsrezept" erklären , welches sie mal in einem Interview geäußert hat, und dem nichts mehr hinzuzufügen ist: "Du musst die Geschichte erzählen, die du vor Augen hast. Es macht keinen Sinn, für den Markt zu schreiben - es würde nicht echt wirken!"

sommerlese

Beiträge 45
02.02.2017

Dies war mein erstes Buch von Jojo Moyes, der vielgepriesenen Autorin und daher hatte ich auch recht hohe Erwartungen. Leider wurden diese nicht erfüllt. Die Handlung hat mich nicht mitgenommen, zu den Personen konnte ich keinen näheren Zugang finden und die Geschichte ist mir zu weit hergeholt, teilweise sogar kitschig und unglaubwürdig.

Der Schreibstil ist angenehm locker und sicher auch gut lesbar, aber nicht wie ich es von einer Erfolgsautorin erwartet hätte. Ich hatte doch ein gewisses literarisches Niveau erhofft und das Ganze hat mich eher enttäuscht und gelangweilt.

Die Kapiteleinteilung gefällt mir gut, hier erzählt jeweils einer der vier Charaktere die Geschichte aus seiner persönlichen Sicht. Das lockert auf und man gewinnt inhaltliche und individuelle Einblicke.

Am meisten hat mich die Story enttäuscht, denn ich finde sie echt
unrealistisch. Mehrere Tage fährt Ed die fremde Familie durch England, obwohl er sie gar nicht kennt. Einfach nur eine gute Tat oder was treibt ihn an? Auch Jess Reaktion ist befremdlich, denn welche Mutter fährt mit ihren Kindern nachts mit einem völlig Fremden mit?

Das Ganze ist eine sehr vorhersehbare Story, die eigentlich ziemlich belanglos dahinplätschert und nur Ed, der Märchenprinz, hat mich letztendlich beeindruckt. Er ist hat immer gute Ratschläge parat, unterstützt die Familie, wo er nur kann und ist einfach sympathisch. Sogar den blähenden Riesenhund Norman duldet er in seinem Auto.

Die positive Botschaft dieses Buches ist meiner Meinung nach: wer sein Glück sucht, muss darum kämpfen, denn nur Zufriedenheit, Gesundheit und Liebe zählen im Leben. Konsum und Besitz sind vergänglich und machen allein nicht glücklich.

Eine Familiengeschichte, die vorhersehbar ist, Klischees bedient und mich nicht mitgenommen hat.

Madame_Klappentext

Beiträge 4
10.01.2017

Inhalt: Jess‘ Leben ist alles andere als sorgenfrei. Ständig hat sie Geldsorgen, ihre Tochter Tanzie ist hochbegabt und eine Außenseiterin, dazu lebt auch der Sohn ihres Ex bei ihr, da sich sein Vater noch weniger um Nicky kümmern kann, als es Jess tut. Und auch Nicky hat Probleme: Am meisten mit den Nachbarjungs. Jess ist eine Lebenskünstlerin, die ihr eigenes Glück stets hinter das ihrer Kinder stellt und daher versucht sie wirklich alles, um Tanzie von Südengland nach Schottland zu einem Mathewettbewerb zu bringen. Aber auch dieses Mal ist nur eines sicher: Murphys Gesetz!

Leseeindruck: Dies ist nach „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Eine handvoll Worte“ Jojo Moyes drittes Werk, ich habe sie bisher alle gelesen und geliebt. Daher war ich voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht. Wieder erwartet den Leser eine Geschichte bei der zwei Menschen aufeinander treffen, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam haben. Es sind Jess, deren zweiter Name auch „Geldsorgen“ sein könnte und Ed, der sich selbst wohlhabend nennt, auch wenn Jess ihn eher als reich bezeichnen würde. Jess, Tanzie und Nicky sind gemeinsam mit dem sabernden Familienhund Norman eine eingeschworene Einheit. Sie sind füreinander da und einer passt auf den anderen auf. Durch einige skurille Zufälle wird Ed ihre Mitfahrgelegenheit bis nach Schottland. Er wirkt am Anfang ein wenig wie ein Fremdkörper in seinem eigenen Auto, bis er sich nach einigen Startschwierigkeiten an die Macken und liebenswerten Seiten seiner Mitfahrer gewöhnt hat. (Umgekehrt übrigens genauso ???? )
In jedem Kapitel rückt jeweils ein Charakter (Ed, Jess, Nicky oder Tanzie) in den Vordergrund, dies ist keine neue Idee, aber sie funktioniert doch immer wieder gut, denn man bekommt verschiedene Sichtweisen zu einer Situation geliefert. Das Buch liest sich von der ersten bis zur letzten Seite sehr flüssig, was vorallem daran liegt, dass die Figuren von einer verrückten Situation in die andere stolpern. Man könnte auch sagen, alles was auf einem Roadtrip mit Kind und Kegel schief laufen kann, geht auch schief. Manchmal hätte ich Jess etwas mehr Glück gewünscht, aber das sollte wohl nicht sein. Im Verlauf der Handlung merkt man aber auch, dass Jess so ziemlich die einzige ist, die es überhaupt schaffen kann, so viele Rückschläge hinzunehmen (Sorgen ums Geld, den Job ihren Ex und ein Geheimnis zwischen ihr und Ed).

Fazit: Wieder eine gelungene Geschichte, mit vielen lustigen, gefühlvollen aber auch sehr traurigen Momenten. Für mich war es die richtige Mischung von allem. Die Charaktere machen alle eine nachvollziehbare Entwicklung durch und ich denke, dass sich jeder Leser in der einen oder anderen Situation wiedererkennen wird. Besonders schön ist es, dass das Buch eine grundsätzlich positive Nachricht vermittelt: Guten Menschen wird früher oder später auch gutes widerfahren, auch wenn man sich dafür in Geduld üben muss. Ich habe keinen Grund, einen Stern abzuziehen, daher die volle Punktzahl!

Beiträge 19
04.01.2017

"Weit weg und ganz nah" ist das dritte Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen habe. Es mag vielleicht nicht ganz so bewegend sein wie "Ein ganzes halbes Jahr", aber es hat mir noch besser gefallen als "Eine Hand voll Worte".

Das Buch handelt einerseits von der mittellosen Jess Thomas, ihrer Tochter Tanzi, ihrem Stiefsohn Nicky und Hund Norman; andererseits geht es um Ed Nicholls, einen neureichen Selbstständigen in der Computerbranche.
Die beiden ungleichen Protagonisten lernen sich kennen, als Jess bei Ed die Wohnung reinigt und ihm später bei ihrem Nebenjob in einer Bar an der Theke bedient. Sie bringt ihn anschließend nachts betrunken nach Hause, als er Wut und Verzweiflung mit Alkohol herunterspült, da gegen ihn aufgrund einer Dummheit Ermittlungen wegen Insiderhandels an der Börse eingeleitet worden sind.
Ed wiederum kommt ihr zu Hilfe, als sie mit ihrem nicht versicherten Fahrzeug liegenbleibt.

Als er erfährt, dass Jess auf dem Weg nach Schottland ist, um ihre hochbegabte Tochter zu einem Mathmatikwettbewerb zu fahren, um ihr die Möglichkeit zu geben, an einer Privatschule unterrichtet zu werden, nimmt er die kleine Familie in seinem Auto mit, da er ohnehin in die Richtung unterwegs sei. Sein Vater ist schwerkrank und Ed schafft es nicht, ihm nach seinem beruflichen Scheitern und der drohenden Anklage unter die Augen zu treten. Was Ed nicht weiß, ist, dass Jess sich bei ihm eine größere Summe Bargeld "geliehen" hat, das ihm aus der Tasche gefallen war, als sie ihn nach Hause gebracht hatte.

Die beiden Erwachsenen, die zwei Kinder und der riesige Hund zwängen sich in Eds Luxuswagen und begeben sich auf einen unterhaltsamen Roadtrip, auf welchem sich Jess und Ed langsam annähern...

Tanzie versagt beim Mathewettbewerb, da sie partout die erste Aufgabe nicht lösen kann. Zurück zu Hause kommt Ed dahinter, dass Jess ihn bestohlen hat und sein Vertrauen in sie und die frische Beziehung ist daraufhin zerstört.
Jess versinkt in Depressionen, Tanzie, die ihrer Leidenschaft der Mathematik abgeschworen hat, wird weiterhin von den Nachbarsjungen brutal schikaniert und dann wird auch noch Norman bei einem Autounfall lebensgefährlich verletzt.

Das Schicksal scheint sich für alle gedreht zu haben...

Die Handlung erscheint vielleicht ein wenig konstruiert - zwei fremde Menschen, die offensichtlich nichts miteinander verbindet, über Tage auf engstem Raum zusammen?! Aber weder Jess noch Ed haben etwas zu verlieren: Jess ist völlig abgebrannt und unterhält keinerlei Unterstützung von ihrem Exmann. Ed, ebenfalls geschieden, hat seinen Job verloren und ist mit einem Bein im Gefängnis.

Das Buch ist so flüssig und unterhaltsam geschrieben, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Es es abwechselnd aus der Perspektive der handelnden Personen verfasst, die alle auf ihre einzigartige Art sympathisch sind. Vor allem Jess hat so herrlich skurrile Züge, die die Handlung tragen.
Man fühlt mit den Schicksalen mit und wünscht sich, dass alles ein gutes Ende nimmt. Ein tragikomischer Roadtrip, der einfach nur Spaß zu lesen macht.

Fee

Beiträge 33
30.12.2016

"Weit Weg und ganz Nah" ist eine mitreißende Geschichte von Charakteren die wie aus dem Leben genommen und in das Buch eingesetzt scheinen.

Mir persönlich hat dieses Buch gefallen, da es nicht nur sprachliche Gewandheit der Autorin gezeigt hat sondern auch sehr überlegte Charaktere, die nicht alle dem Proto-Typen eines Klischees entsprechen.

Zudem ist die Handlung gut aufgebaut und auch die ein oder andere plötzliche Wendung war ausfindig zu machen.

Was auch sehr Lobenswert ist ist die Gelassenheit, mit der die Autorin die Geschichte unterschiedlicher Welten erzählt, die aufeinander treten und plötzlich miteinander auskommen müssen.

Das Buch ist sehr empfehlenswert für Romantiker und Realisten, die sich nach Büchern sehnen.

Sannystar2002

Beiträge 34
08.12.2016

"Weit weg und ganz nah" ist wieder einmal eine tolle Geschichte von Jojo Moyes, welche einen fesselt und mitreißt. Es ist die Geschichte von Jess und Ed, die sich bei einem ungeplanten Roadtrip näher kommen, obwohl sie am Anfang nicht hätten verschiedener sein können. Es werden natürlich einige Klischees bedient, aber das macht die Geschichte gerade reizend. Die Charaktere sind liebenswert und man entwickelt schnell Sympatien für sie. Das Buch ist flüssig geschrieben und man mag es nicht aus der Hand legen, was typisch für alle Jojo Moyes Bücher ist.

frickygirl

Beiträge 17
13.11.2016

Ein mega spannendes und interessantesie Buch. Ich habe mich sofort in diese Geschichte verliebt und habe mit gefiebert. Das Buch war das zweite Buch was ich von meiner Lieblings Autorin gelesen habe und wie immer ein Meisterwerk.

Anne687

Beiträge 18
04.11.2016

Dies war nach ein ganzes halbes Jahr, dass zweite Buch welches ich von der Autorin gelesen habe.
Es ist die typische Geschichte Alleinerziehende und arme Mutter trifft auf einen reichen Junggesellen. Erst mögen sie sich nicht, dann jedoch verlieben sie sich ineinander.
Die Charaktere besonders Tanzie und Nicky sind total liebenswert für ihre interessanten Eigenschaften.
Trotz der eigentlich vorhersehbaren Geschichte, hat mir das Buch sehr gut gefallen ....

lenilotta

Beiträge 8
23.05.2017

    Jess ist alleinerziehende Mama der hochbegabten Tanzie. Tanzie liebt es mit Zahlen zu jonglieren und ist ihrem Alter weit voraus. Jess versucht sich, ihre Tochter Tanzie und ihren Stiefsohn Nicky mit putzen über Wasser zu halten. Nebenbei geht sie noch in einem Pub bedienen.

    Eines Tages trifft sie dort den wohlhabenden Ed, der wohl einen schlechten Tag hatte, den dieser gibt sich die Kante. Da Jess auch seine Wohnung putzt und Ed nicht mehr nach Hause fahren kann, verfrachtet Jess ihn kurzerhand in ein Taxi und bringt ihn heim. Beim Wiedereinsteigen ins Taxi bemerkt Jess, dass Ed ein Bündel mit 500 Pfund verloren hat. Da Jess dieses Geld ganz dringend benötigt um ihre Tochter Tanzie auf eine Privatschule anzumelden steckt sie es kurzerhand ein und überlegt ob dies unter Diebstahl läuft.

    Tanzie’s Privatschule kostet trotz Stipendium ein Vermögen. Der Vater von Tanzie kann leider nichts für die Schulförderung von Tanzie beitragen. Jess hält ihm vor, dass er noch nie für Tanzie und/oder Nicky einen Cent Unterhalt bezahlt habe und sich nun mal Gedanken darüber machen soll wie er einen Teil des noch ausstehenden Schulgeldes zusammenbekommt.

    Unterdessen meldet sich Tanzies Mathematik-Lehrer bei Jess und erklärt Jess, dass es einen Mathematik-Wettbewerb in Schottland gibt und der Sieger erhält 5000 Pfund. Er sehe große Chancen dass Tanzie diesen Wettbewerb gewinnen könne. Also machen sich Jess und die beiden Kinder unverzüglich auf den Weg nach Schottland, damit Tanzie das Geld für die Privatschule gewinnen kann. Doch es dauert nicht lange und ihr Auto bleibt mit einer Panne am Wegesrand liegen. Da kommt der Retter in der Not: ED!!!!

    Doch Jess plagt das schlechte Gewissen: Sie hat Ed Geld gestohlen, soll bzw. kann sie jetzt einfach so Hilfe von ihm annehmen?

    Ein sehr unterhaltsamer Roman. Mir hat er sehr gut gefallen, die Hauptpersonen sind einem sofort ans Herz gewachsen.

    Hexenturm

    Beiträge 59
    05.05.2017

      Ich habe dieses Buch als Höebuch geschenkt bekommen. Ich war anfangs etwas skeptisch da ich lieber in einem Buch blätter als es mir vorlesen zu lassen. Am Anfang fand ich es etwas schwierig mich drauf einzulassen und die ganzen Charaktere zu zuordnen (das finde ich in einem Buch leichter), aber als ich da durch war und die GEschichte "richtig" anfing hat sie mich (wie bei allen Büchern von Jojo ) total gefesselt. Mal wieder eine wunderschöne, mitfühlende (manchmal traurige) und romantische Geschichte die man verschlingt bis zur letzten Seite

      Gurkenhals

      Beiträge 15
      04.05.2017

        Ein wundervolles Buch über Jess eine Frau die trotz ihrer Geldsorgen und ihrer für Außenstehenden seltsamen Kinder positiv eingestellt ist. Sie jammert nicht , sie nimmt ihrer Kinder so wie sie sind. Eine sehr sympathische Protagonistin, die man gern als Freundin haben möchte. Umso mehr gönnt man ihr , das Finden des Geldes und die verrückte Reise zur Matheolympiade. Ein Buch fürs Herz ....

        brigitte_schreiter

        Beiträge 21
        18.04.2017

          In das Buch fand ich schwerer hinein, als in Jojo Moyes andere Romane. Jess Tomas ist alleinerziehend mit zwei Kindern. Sie arbeitet teilweise als Putzfrau und in einer Bar. Ihr Mann hat sie verlassen, er hat sich einfach davongemacht. In dieser Bar trifft sie erstmals Ed, der in der Bar betrunken auftaucht, wo sie arbeitet. Recht unterhaltsam und witzig wird das Buch dann doch noch , als Jess sich mit ihren Kindern auf dem Weg macht nach Schottland.
          Das Buch ist witzig, hat auch viel Sinn, regt zum Nachdenken an und es gibt ein Happy End.

          NadineL83

          1 Beitrag
          12.04.2017

            Das Buch ist das zweite was ich von ihr verschlungen habe. Ich mag die Autorin, da sie sehr gefühlvoll schreibt. Das Buch handelt von einer einkommensschwachen Frau die sich mit mehreren Jobs über Wasser hält um ihre Kinder durchzubekommen. Einfach liebenswert geschrieben, sehr schön.

            FrauLehrerin

            Beiträge 2
            12.04.2017

              Jess Thomas erscheint als unermüdliche Optimistin trotz der Hürden, die ihr das Leben ständig in den Weg legt. Die alleinerziehende Mutter zweier außergewöhnlicher Kinder versucht durch mehrere Jobs ihre Familie über Wasser zu halten. Als die finanziellen Probleme sie zu überwältigen drohen, findet sie Geld und nimmt es an sich. Doch der Inhaber des Geldbündels erscheint plötzlich als ,Retter in der Not` - ein Roadtrip mit skurril-liebenswürdigen Charakteren beginnt! Jess verliebt sich in Edward und vergisst ihren Betrug...

              Jojo Moyes liefert eine herzerwärmende Geschichte mit besonderen Figuren! Der Roman lässt einen in das Leben der Familie Thomas eintauchen und den eigenen stressigen Alltag vergessen...

              Bookslover

              Beiträge 6
              11.04.2017

                Titel: Weit weg und ganz nah
                Autor: Jojo Moyes
                Verlag: Rohwolt Taschenbuch
                Genre: Roman
                Seitenzahl: 512
                Kapitelanzahl: 41
                Preis Hardcover: -
                Preis Broschiert: 14,99€
                Preis Kindle: 12,99€
                ISBN: 978-3-499-26736-9


                Dieses Buch war das erste Buch, welches ich von Jojo Moyes gelesen habe. Ich habe es auf einer langen Autofahrt gelesen und konnte mich gleich von der ersten Seite an in das buch hineinfinden und mich mit den Personen, die Jojo Moyes geschaffen hat, identifizieren.
                Jojo Moyes beschreibt in ihren Büchern immer eine etwas andere Art einer Liebesgeschichte, als die Meisten Romanautoren.

                Allein der Klappentext hat mich schon sehr neugierig auf die geschichte von Jess und ihren Kindern gemacht. Auf die Frage, was man denn machen würde, wenn da ein Bündel Geldscheine liegt, was das ganze Leben vereinfachen könnte, habe ich selbst keine Antwort gefunden. Und auch Jess, die alleinerziehende Mutter ist sich mit sich selbst nicht wirklich einig, was sie machen soll. Ich werde nicht verraten, für was sie sich am Ende entscheidet, aber ihr könnt euch sicher sein, dass daraus noch ein Handfester Streit entsteht.
                Mr. Nicholls ist der Mann, dem das Geld gehört und er bietet Jess und ihrer Familie mehr als nur einmal seine Hilfe an. Und auch, als Tanzie, Jess´ Tochter die Gelegenheit bekommt, bei einer Mathe-Olympiade teilzunehmen, die alles verändern kann, hilft er.

                Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass aus der ganzen Geschichte eine Liebesgeschichte mit einigen Höhen und Tiefen entsteht, aber wie schon gesagt, dieses Buch ist nicht, wie jede andere Liebesgeschichte. Die Kapitel wechseln sich zwischen den einzelnen Personen ab, was mir wirklich sehr gut gefällt, weil man dann auch die Gefühle der anderen Personen mitbekommt. Der Schreibstil ist wunderschön und man fiebert wirklich mit de Charakteren mit. Dieses Buch zählt ganz klar zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen, auch, wenn er gar kein Fan von Liebesgeschichten ist.

                doris.rauch

                Beiträge 11
                07.03.2017

                  Dieses Buch ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Jojo Moyes. Ich habe es inzwischen auch im englischen Original gelesen und liebe es einfach.
                  Die Autorin hat unglaublich tolle Personen für dieses Buch gefunden. Jess mit ihrer chaotischen Familie und dem riesigen Hund finde ich einfach toll und die Art und Weise, wie Ed da hinein gerät und sich schließlich mit Jess, ihren beiden Kindern und dem Hund in seinem Auto wiederfindet auf dem Weg zu einem Mathematik-Wettbewerb, ist unvergleichlich geschrieben.
                  Bei Jojos Büchern gibt es immer irgendwann die Stelle, wo die Tränen kommen, das ist auch hier der Fall. Gleichzeitig gibt es unheimlich viel zu lachen, ich mag den Humor sehr.
                  Das Buch ist bei mir nach "Ein ganzes halbes Jahr" auf jeden Fall auf Platz 2.

                  Blauerose1

                  Beiträge 5
                  24.02.2017

                    Die meisten Menschen würden Jess vermutlich gar nicht bemerken: Sie ist die junge Frau, die Ihre Toilette putzt, während Sie nicht da sind. Aber Jess ist außerdem auch alleinerziehende Mutter eines Wunderkindes und setzt sich voller Optimismus dafür ein, dass ihre Tochter eine faire Chance bekommt.

                    Ed ist ein Beleg dafür, dass intelligent zu sein noch nicht bedeutet, gesunden Menschenverstand zu besitzen. Und so ist das Computergenie nicht davor gefeit, eine ziemliche Dummheit zu begehen.

                    Manche Mädchen mögen Puppen. Andere mögen Ponys. Die zehnjährige Tanzie mag inhomogene Gleichungen und trigonometrische Substitutionen.

                    Das Leben in einer Kleinstadt ist nicht leicht für einen Jungen, der Eyeliner trägt. Nicky fühlt sich nirgends richtig wohl, nicht in dieser Stadt und meist nicht mal in seiner eigenen Haut.

                    Auch wenn Tanzie das ganz anders sieht – für sie ist er ein Hundegott! - , hat Norman gute Chancen auf den Titel als widerlichster Hund der Welt. Aber im Grunde ist er eine friedliche Natur, und nur eine Sache macht ihn wirklich wild: wenn jemand seiner geliebten Tanzie Böses will.
                    (Quelle: Klappentext)



                    Die Autorin – Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die „Sunday Morning Post“ in Hongkong und den „Independent“ in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.



                    Meine Meinung: Ein tolles Buch über das reale Leben…..mit Witz und Humor! Einfach toll zu lesen. Auf der einen Seite die alleinerziehende Mutter Jess, vom Vater der Kinder im Stich gelassen, und vom Pech verfolgt und auch Geldsorgen ohne Ende. Auf der anderen Seite Ed, bei dem Geld keine Rolle spielt und er hat sich durch unüberlegtes Handeln in eine verfahrene Situation gebracht. Und dann machen alle zusammen eine lange Autofahrt…..In dieser Geschichte hab ich mich so verloren, dass ich zwischendrin sogar vergaß, was Jess am Anfang verbrochen hat. Zum Glück kam dann doch noch alles ins Lot. Ich fand es toll zu lesen, dass oft einiges im Leben schief gehen kann, aber dann doch am Ende des Tunnels wieder Licht ist! Jojo Moyes hat sich wieder selbst übertroffen, mit ihrer lockeren Schreibweise hat sie mich mit der Geschichte gefesselt!

                    Selda

                    Beiträge 3
                    24.12.2016

                      Ich muss es zugeben, bei so supererfolgreichen Büchern, die sofort die Bestsellerlisten stürmen und sich dort bis in alle Ewigkeit halten, bin ich erst mal misstrauisch. Und so ging es mir auch mit Jojo Moyes. Jetzt nach über einem Jahr war ich dann doch so neugierig, dass ich es mal mit ihr probieren wollte und ich bin begeistert.

                      Ich habe diesen herzzerreißenden Wälzer in 2 Tagen verschlungen.

                      Die Geschichte: Jess und ihre zwei Kinder leben am Existenzminimum und kommen mehr schlecht als recht durchs Leben. Jess arbeitet nonstop in zwei Jobs und das Geld reicht einfach vorn und hinten nicht. Ihre Tochter Tanzi ist ein Mathegenie. Sie bekommt ein unglaubliches Angebot, das ihr Leben verändern könnte, doch das nötige Startgeld ist unmöglich aufzutreiben, da findet Jess genau das Geld was sie fürs Erste benötigen. Es gehört einem ihrer Arbeitgeber. Genau dieser Mann ist zur Stelle, als sie Hilfe benötigen und Jess fühlt sich ungewollt zu ihm hingezogen…

                      Jojo Moses schreibt sehr schnörkellos . Die Geschichte ist eine einzige Achterbahnfahrt voller ungeahnter Wendungen. Es war mir unmöglich das Buch wieder aus der Hand zu legen, bevor die letzte Seite gelesen war. Ich werde definitiv auch die anderen Bücher von ihr lesen.

                      Dunkelbunt

                      Beiträge 8
                      01.12.2016

                      Jess hat es nicht leicht: Der Vater ihrer Kinder ist vor 2 Jahren angeblich für ein paar Wochen abgehauen, jedoch bisher nicht wieder zurückgekommen und kümmert sich auch nicht um seine Kinder. Die gemeinsame kleine Tochter Tanzie sowie sein Sohn Nicky wohnen bei Jess und sie kümmert sich liebevoll um die beiden sowie um den Familienhund Norman, doch das Geld reicht vorne und hinten nicht für die kleine Familie.

                      Jess geht Tag für Tag ihrem Putzjob nach und putzt unter anderem bei Ed Nicholls, der ein erfolgreicher Unternehmer ist, jedoch seine ganz eigenen Probleme zu lösen hat.

                      Denn durch eine unbedachte Information, die Ed an eine für ihn unbedeutende Affäre weitergibt, gerät er in ernsthafte Probleme und wird wegen Insiderhandels angeklagt und von der Arbeit suspendiert.

                      Die hochintelligente Tanzie hat die einmalige Chance ein Stipendium für eine besondere Schule zu erhalten, die unter normalen Umständen für die Familie nicht finanzierbar wäre. Jedoch müsste Jess immernoch 10% des Schulgeldes aufbringen, was sich als unlösbares Hindernis erweist.

                      Doch überraschend tut sich ein Mathewettbewerb in Schottland auf, an dem Tanzie teilnehmen kann und wo sie ein hohes Preisgeld gewinnen könnte. Aber wie kommen die 3 mit einem Hund im Gepäck und einem nicht mehr versicherten Auto den weiten Weg bis nach Schottland? Und das innerhalb von nur 5 Tagen?

                      Durch eine Verstrickung einiger Zufälle begegnen sich Ed und Jess wieder und Ed erklärt sich dazu bereit, Jess, Tanzie, Nicky und den Hund Norman zu der Matheolympiade zu fahren.

                      Auf der Fahrt kommen sich nicht nur Jess und Ed näher, denn auch Nicky und Tanzie verändern sich und lernen ihre Mitmenschen auf eine ganz neue Weise kennen.

                      "Weit weg und ganz nah" ist eine Familiengeschichte, die wunderbar realistisch und zugleich berührend wie witzig ist. Jess ist heillos überfordert mit den Finanzen und lebt von der Hand in den Mund, kümmert sich aber trotzdem rührend um ihre Tochter und den Sohn ihres Ex', wobei sie selbst eher auf der Strecke bleibt. Auch der faule nichtsnutzige Hund Norman lebt bei den dreien ein gutes Leben. Dass Tanzie die Chance hat ein Preisgeld bei der Matheolympiade zu gewinnen und somit eine bessere Zukunft auf einer angesehenen Schule ermöglichen kann, setzt Jess alle Hebel in Bewegung um ihr diesen Traum zu erfüllen. Leider spielt ihr aber dabei auch das Schicksal einen Streich und so ist sie gezwungen, das Mitfahrangebot von Ed anzunehmen, auch wenn es ihr sehr widerstrebt.

                      Auf der anderen Seite steht Ed, der ein komplett anderes Leben ohne Geldsorgen führt, dafür aber mit Familienproblemen und einer Anklage zu kämpfen hat.

                      Auch die Sicht von Tanzie und Nicky wird in "Weit weg und ganz nah" berücksichtigt denn das Buch ist abwechselnd aus allen Perspektiven geschrieben und so erhält man einen wunderbaren Eindruck in die Gefühlswelt aller Protagonisten.

                      Jojo Moyes vereint zwei vollkommen gegensätzliche Leben zu einem gemeinsamen und das macht sie mit viel Witz, Charme und Fingerspitzengefühl für ihre Figuren.

                      Ich mochte alle Charaktere sehr gerne, inklusive des Hundes, und hab mitgefiebert ob Tanzie ihren Wunsch erfüllt bekommt und was mit Ed passiert.

                      Natürlich ist die Story nicht total überraschend und bedient sich auch einiger Klischees, das vermindert aber nicht meine Begeisterung für dieses Buch.

                      Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen.

                      nalik

                      Beiträge 8
                      04.11.2016

                        Mal wieder ein superschönes Buch von Jojo Moyes, das mich von dee ersten Seite bis zur letzten komplett überzeugt hat. Ich konnte es überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.

                        Die Geschichte handelt von Jess und Ed. Jess wurde von ihrem Mann verlassen und muss jeden Penny umdrehen um ihre hochbegabte Tochter Tanzie und sich über die Runden zu bringen. Dann findet sie ein Bündel Geld und alle Probleme scheinen sich von selbst lösen zu können. Doch kann Jess das tun? Und wie lernt sie Ed kennen und befindet sich auf einmal mit ihm, Tanzie und einem Hund in einem Auto und auf einem total verrückten Roadtrip? Unbedingt lesen, die Geschichte lohnt sich.

                        Moyes hat einen mit diesrm Buch wieder so gepackt, ich hatte tatsächlich das Gefühl mit in diesem Auto zu sitzen.

                        Sabine aus Ö

                        Beiträge 6
                        31.10.2016

                          Vorab - bei "ein ganzes halbes Jahr" habe ich geheult wie ein Schlosshund und habe sehr, sehr lange über die Geschichte nachgedacht - sie ging mir unter die Haut.

                          "Eine Handvoll Worte" wiederum konnte mich so gar nicht beeindrucken, ich fand es nicht so besonders.

                          Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, vor allem, als meine Freundin - der es mit den anderen beiden Büchern ging wie mir - das Buch zum Lesen geborgt hat mit den Worten "mich hat es nicht vom Hocker gehauen".

                          Zugegeben, ich brauchte ein wenig, um in die Geschichte reinzukommen. Und dann - hatte ich sie innerhalb eines Tages ausgelesen. Das war wieder so richtig nach meinem Geschmack - das wahre Leben, so richtig zum Reinfühlen, aber trotzdem zarte Gefühle in schöne Worte verpackt. Jess, die jeden Penny dreimal umdrehen muss, im Gegensatz dazu Ed, der nicht aufs Geld schauen muss. Und die Kinder - Nicky und Tanzie, die es beide bisher nicht einfach hatten.

                          Die Geschichte selbst ist aus der Sicht von Jess, Ed und auch den Kindern erzählt, was es einfach macht, dass man sich in die einzelnen Personen noch besser einfühlen kann.

                          Natürlich kommen dann gegen Schluss noch ein paar unvorhergesehene positive Wendungen dazu, und hier passt das einfach. Eine Frau, die bisher so viel Pech in ihrem Leben hatte, verdient auch ein wenig Glück.

                          Der Schreibstil ist flüssig gehalten, und wenn man mal in die Geschichte reingekommen ist, mag man nicht aufhören zu lesen.

                          Meine Empfehlung: lesenswert!

                          FaRo

                          Beiträge 4
                          21.10.2016

                            Was macht man, wenn alle Freundinnen von einem Buch schwärmen?
                            Genau!

                            So bin ich samstagabends in die nächstgelegene Bahnhofsbibliothek gefahren und habe alle Jojo Moyes-Bücher gekauft.

                            Bepackt wie ein Esel bin ich zu Hause angekommen, hab mir einen Tee gekocht, mich auf meinen Lesesessel eingekuschelt mit samt dem Hund auf dem Schoß und musste bereits nach wenigen Seiten feststellen, dass dieser Schreib- & Erzählstil so überhaupt nix für mich ist.
                            Die ersten 100 Seiten habe ich mich noch durchgequält, bis ich mich dann doch dazu entschieden habe, das Buch beiseite zu legen.
                            Auch alle anderen Jojo Moyes-Bücher stehen nun noch ganz jungfräulich in meinem Regal. Wenigstens tun sie was fürs Auge, wenn schon nicht für mein Herz.

                            Heike76

                            Beiträge 3
                            17.07.2014

                              Mich hat die Geschichte sehr überzeugt!

                              Meine Meinung:

                              "Ein ganzes halbes Jahr und "Eine Handvoll
                              Worte" - damit konnte mich Jojo Moyes schon begeistern. Von daher war
                              ich natürlich auf die neuste Veröffentlichung gespannt.

                              Und ich wurde nicht enttäuscht - im Gegenteil, ich war und bin so von der
                              Geschichte begeistert und verzaubert gewesen, das ich mit Absicht etwas
                              langsamer und gemächlicher gelesen habe. Und nicht etwa, weil ich
                              gelangweilt war - nein, ich wollte den "Abschied" von den Figuren und
                              der berührenden Geschichte etwas hinaus zögern....

                              Die Geschichte spielt sich anfangs auf zwei Ebenen ab.

                              Wir lernen zuerst Ed Nicholls kennen und erfahren, das er wegen einer
                              unbedachten Entscheidung, so ziemlich in der Klemme steckt. Mit einem
                              Schlag könnte er seinen erfolgreichen Job, sein Ansehen und sein
                              Vermögen verlieren.

                              Dann geht es mit Jess Thomas und ihrer Familie weiter.
                              Ihr Mann Marty hat sie aufgrund von Depressionen vorübergehend verlassen
                              und lebt weit entfernt bei seiner Mutter, damit er sich ausruhen und
                              wieder zu sich finden kann. Allerdings dauert das berits zwei Jahre...
                              Und seitdem kümmert sich Jess um alles. Sie hat zwei Jobs, ist
                              dementsprechend mehr auf der Arbeit als zu Hause. Aber das Geld reicht
                              hinten und vorne nicht. Trotzdem versucht sie alles, damit es ihrem
                              sechzehnjährigen Ziehsohn Nicky und ihrer zehnjährigen Tochter Tanzie an
                              nichts fehlt. Zur Familie gehört außerdem Norman, der enorm große und
                              ebenso liebenswerte Familienhund. Rasse unbekannt. Schwarz, groß und
                              verfressen.

                              Als Jess erfährt, das Tanzie, die ein regelrechtes
                              Mathegenie ist, die Möglichkeit hätte, auf eine Privatschule zu gehen,
                              ist sie einerseits glücklich, denn somit hätte Tanzie bessere Chancen
                              auf eine gute Zukunft und Förderung. Doch andererseits, wie soll sie das
                              Schulgeld aufbringen?

                              Das Angebot, das Tanzie bei einer Mathematikolympiade in Schottland teilnehmen könnte und der Gewinn ein
                              hohes Preisgeld wäre, klingt von daher mehr als verlockend. Doch wie
                              sollen sie nach Schottland kommen?

                              Wer hätte gedacht, das Familie Thomas & Hund ausgerechnet auf Ed Nicholls stößt, der sie
                              netter weise  nach Schottland mitnehmen möchte....
                              Auf gehts, zu einem außerordentlichen Roadtrip!

                              Die Story hatte für mich eigentlich alles zu bieten: sie war so flüssig
                              erzählt, das man gleich gefangen war. Man fühlte sich Jess verbunden,
                              die wie eine Löwenmutter kämpft und sich so sehr ab strampeln muss.
                              Trotzdem verlässt sie nie der Mut und sie ist so optimistisch, das es
                              einem fast schon unheimlich ist.

                              Es war berührend, machte nachdenklich, manchmal traurig, aber genau so viel Humor steckte auch in den Zeilen.

                              Natürlich erscheint einem beim Lesen nicht alles logisch und vielleicht auch
                              etwas weit her geholt. Aber das trübte mein Lesevergnügen in keinster
                              Weise, nein, es passte einfach für die Story alles zusammen.

                              Die Figuren waren klasse und jeder Charakter hatte etwas besonderes, das man
                              nicht mehr so schnell vergisst. Ja und Norman, der Hund, der hatte es
                              mir natürlich ganz besonders angetan. *lach*

                              Fazit:

                              Für mich war es eine ganz tolle, unvergessliche Geschichte, mit charakterstarken Figuren, die einem emotional viel boten.
                              Das ist so eine Geschichte, von der man sich am Ende schwer trennen kann
                              und man sich wünscht, nochmal von vorne beginnen zu können...!

                              Absolute Leseempfehlung!

                              sherry_lynn

                              Beiträge 3
                              07.07.2014

                                wunderbar

                                Und auch dieses Buch von Jojo Moyes habe ich natürlich lesen müssen. Der Titel wieder typisch für Moyes, kurz und knapp und doch aussagekräftig. Das Cover , auch typisch , schlicht und doch perfekt zum Inhalt angepasst.

                                Die junge alleinerziehende Jess arbeitet als Putzfrau um ihren zwei Kindern über die Runden zu kommen. Ihre Tochter Tanzie ist ein Mathegenie , ihr Ziehsohn Nicky ein Eigenbrödler der gemobbt wird in der Siedlung weil er eben anders ist. Sie versucht alles ihren Kindern zu geben und ihnen Zukunftshoffnung und Optimismus zu vermitteln.
                                Eines Tages bekommt Tazie die einmalige Chance auf ein Stipendium für eine Eliteschule, doch das Geld ist kanpp um zumindest die Mindestanschaffungen zu stemmen. Da fällt ihr mehr durch ihre Gutmütigkeit ein Bündel Geld quasi in den Schoss. Sie weiß von wem es stammt und doch behält sie es , zwar mit der Absicht es irgendwann zurück geben zu können.
                                Und wie das Leben so spielt, auf den Weg zu einer Matheolympiade, wo Tazie die Chance bekommen würde ihre Genialität unter Beweis zu stellen, wird der rechtmässige Besitzer des Geldbündels ausgerechnet der *Retter in der Not *.
                                Ein Buch das zum nachdenken animiert, einen oft schmunzeln lässt und auch ab und dann eine Träne fliessen kann.
                                Wieder einmal hat Jojo Moyes geschafft mein Herz zu berühren und wieder einmal habe ich laut geseufzt als das Buch zu Ende war . Ich freue mich nun bereits auf den nächsten Roman von ihr! 

                                yvonne_wernke

                                1 Beitrag
                                19.06.2014

                                  Wundervoll - typisch Jojo Moyes

                                  Was für ein tolles Buch. Ich fand es fast schade, dass es so gut war, weil ich es dadurch so schnell durchgelesen hatte!!

                                   

                                  In ihrem typischen Stil zeichnet Jojo Moyes Bilder in den Kopf ihrer Leser und überzeugt einmal mehr durch einen tollen Roman! Ich spreche selten Leseempfehlungen aus, weil jeder nunmal einen anderen Geschmack hat, aber hier würde ich ein klares JAAA als Antwort geben.

                                   

                                  Vielen Dank, dass ich Erstleserin sein durfte!!!

                                  B.Anna

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                                  19.05.2014

                                    Wieder einmal wunderschön!

                                    Das neueste Buch "Weit weg und ganz nah" ist anfangs etwas langatmig, da  erst einmal alle Charaktere der Geschichte vorgestellt werden.Aber spätestens ab dem Zusammentreffen von Ed und Jess( mit ihren beiden Kindern) taucht man richtig in das Leben der doch so verschiedenen Personen ein.

                                    Man kann es nicht mehr aus der Hand legen und möchte unbedingt wissen, wie es für alle weitergeht. Jess und Ed, die aus so verschiedenen Welten kommen, helfen sich gegenseitig und tun einander so gut, ohne es zu merken!

                                    Aus diesem Buch spricht sehr viel Lebensklugheit und menschliche Wärme,man nimmt viel davon für sein eigenes Leben mit.

                                    Vielen Dank für dieses schöne, ergreifende Buch!