Katharina Herzog

Der Wind nimmt uns mit

Der neue große Sommerroman der Bestsellerautorin
Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.


Autorenbild Foto von Katharina Herzog

Der  Autor

Katharina Herzog hatte schon immer Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Nach einem Abstecher in den Journalismus kehrte sie zur wahren Liebe Belletristik zurück und begann, Romane zu veröffentlichen. Als Katrin Koppold hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Mit ihren Romanen «Immer wieder im Sommer» und «Zwischen dir und mir das Meer» eroberte sie die Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

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Rezensionen

Heike65

Beiträge 23
08.05.2019

Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird. (Klappcovertext vom Buch)

Das Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, die den ersten Band gelesen hat und total begeistert war. Ich bin sehr gut in die Story gekommen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charaktere und die Landschaft ist gut beschrieben. So dass man sich alles gut vorstellen kann. Die Story spielt in La Gomera der schonen Urlaubsinsel die zu den Kanarischen Inseln gehört. Maya eine Reisebloggerin ist über alle auf der Weltzuhause, aber jetzt verschlägt es sie nach La Gomera. Sie sucht nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes. Ab jetzt beginnt eine interessante und sehr unterhaltsame Story. Mit einem tollen und rundem Ende. Mich hat das Buch gut gefallen und gut unterhalten. Da ich den ersten Band nicht kenne, kann ich also nicht sagen welcher der bessere ist. Werde ich aber sicherlich nachholen, da ich erfahren habe das erste Buch soll noch viel besser sein als dieses Buch. 7

Trotzdem kann ich auch für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen. Es ist ein tolles Sommerbuch für den Urlaub am Stand oder im Freibad.

joe63

1 Beitrag
04.05.2019

Was für eine tolle interessante Geschichte. Da bekommt man ja richtig Lust nach La Gomera zu reise. Also wer vor hat die Insel zu besuchen sollte unbedingt das Buch vorher oder zu mindestens im Reisegepack haben.

Aber jetzt zum Buch, das mir gut gefallen hat. Einfach ein tolles Sommerbuch. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Personen haben mir alle gut gefallen. Zwar ist die Handlung nicht so besonders, aber das erwarte ich auch nicht von einem Sommerbuch. Das sollte für mich gut und leicht zu lesen sein. Das man das Buch gut auf die Seite legen kann und dann immer wieder gerne anfängt zu lesen. Einfach ideal für den Strand oder für das Freibad. Die Handlung mit der Reisebroggerin hat mir gut gefallen und ist auch sehr unterhaltsam geschrieben. Ich war immer neugierig was jetzt passiert und über das Ende habe ich mich sehr gefreut und hat sehr gut zu der Story gepasst. Wieder ein tolles Buch von der Autorin. Dem Buch kann ich daher mit gutem Gewissen 4 Sterne geben.

milkysilvermoon

Beiträge 22
02.05.2019

Als Reisebloggerin hat Maya schon einiges von der Welt gesehen. Die 32-Jährige genießt ihr Leben als Single und bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Noch einige Ziele stehen auf ihrer Liste, nur nach La Gomera will sie auf keinen Fall. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya schon vor Jahren durch einen Zufall erfahren. Aber sie verzeiht es Karoline nicht. Dann wird Maya allerdings bei einem One-Night-Stand mit Tobi, einer flüchtigen Bekanntschaft, schwanger. Und der baldige Vater des Kindes hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Widerwillig fliegt Maya dorthin. Sie weiß nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens werden wird…

„Der Wind nimmt uns mit“ ist ein unterhaltsamer Roman von Katharina Herzog.

Meine Meinung:
Der Roman beginnt mit einem Prolog. Darauf folgen Kapitel mit einer angenehmen Länge, die mal aus Sicht von Maya, mal aus Sicht von Karoline erzählt werden. Die Handlung spielt überwiegend in der Gegenwart, jedoch gibt es immer wieder Rückblenden in die 1980er-Jahre. Somit hat es der Leser mit zwei Erzählsträngen zu tun. Der Aufbau wirkt durchdacht und funktioniert gut.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und anschaulich. Gelungene Beschreibungen und viel wörtliche Rede lassen das Geschehen lebendig werden. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Ein Manko sind allerdings einige Fehler, die das Lektorat in der ersten Auflage übersehen hat.

Im Vordergrund der Geschichte steht Maya. Die Idee, eine lebenslustige Reisebloggerin in den Mittelpunkt zu stellen, hat mir gut gefallen. Leider wurde ich mit der Protagonistin aber nicht warm. Mit ihrem unreifen und für mich zum Teil auch unlogischen Verhalten konnte sie bei mir keine Sympathiepunkte gewinnen. Zudem wirkt sie auf mich an vielen Stellen wenig realitätsnah. Als wesentlich authentischer und sympathischer habe ich Karoline, den zweiten Hauptcharakter, und andere Figuren im Roman empfunden. Obwohl manche den Eindruck erwecken, überspitzt dargestellt worden zu sein, hat sich die Autorin an real existierenden Personen orientiert.

Die Frage nach Mayas Vergangenheit sorgt für ein wenig Spannung. Allerdings kann die Handlung mit nur wenigen Überraschungen aufwarten. Dennoch bleibt die Geschichte überwiegend kurzweilig, was daran liegt, dass sich emotionale und amüsante Momente abwechseln.

Ein Pluspunkt des Romans ist es, dass man einiges über La Gomera erfährt. Mit ihren Beschreibungen schafft es die Autorin durchaus, Reiselust zu wecken. Etwas zu dominant waren mir aber die Ausflüge in die Welt der Esoterik, auf die ich gut hätte verzichten können.

Sehr gut gefällt mir, dass eine liebevoll gezeichnete Karte die wichtigsten Schauplätze auf La Gomera zeigt. Interessant war auch die Danksagung der Autorin, in der sie darüber aufklärt, was Fakten und was Fiktion im Roman ist. Dabei zeigt sich, dass dem Schreiben eine fundierte Recherche vorausgegangen ist.

Das Cover finde ich sehr hübsch. Es reiht sich optisch gut in die anderen Romane der Autorin ein. Der poetisch anmutende Titel ist ebenfalls nicht unpassend gewählt.

Mein Fazit:
Meine hohen Erwartungen konnte „Der Wind nimmt uns mit“ von Katharina Herzog leider nicht erfüllen, denn der Roman weist einige Schwächen auf. Als leichte Sommerlektüre für unterhaltsame Stunden ist die Geschichte trotzdem durchaus geeignet.

Borkum

Beiträge 25
28.04.2019

Schöner Sommerroman

In diesem Roman nimmt uns Katharina Herzog zuerst mit auf Reisen in die weite Welt, um dann auf der Kanareninsel La Gomera zu verweilen. Bisher war ich noch nicht auf La Gomera, aber die anschaulichen und detaillierten Beschreibungen der Landschaft und Vegetation ließen mich zumindest gedanklich dort sein. Die teilweise skurrilen Charaktere, der dort lebenden Menschen sorgten für interessante und humorige Begegnungen.

Die Geschichte handelt hauptsächlich von Maya und Karoline und wird aus deren Perspektive geschildert. Bei Karoline handelt es sich teilweise um Rückblicke, die ihr Verhalten und die jetzige Situation verdeutlichen.

Der einfache Schreibstil ist flüssig und mitreißend, so dass die Seiten nur so dahin fliegen.

Bemerkenswert fand ich die Hinweise auf die heutige Wegwerf-Gesellschaft und den ökologischen Fußabdruck, den ein jeder von uns auf der Erde hinterlässt. Es regte mich zum Nachdenken an welchen Beitrag ich hier leisten kann.

Insgesamt handelt es sich bei dem Buch um eine leichte, aber schöne Sommerlektüre, die bestens geeignet ist für einen Tag auf der Sonnenliege.

Sabine W.

Beiträge 18
26.04.2019

Sehnsüchtig habe ich den neuen Roman von Katharina Herzog erwartet und bin auch dieses Mal nicht enttäuscht worden. Ein mitreißendes Buch übers Ankommen und geliebt werden.
Mal wieder hat es die Autorin geschafft mit ihren detailreichen Beschreibungen dieser Insel das Fernweh in mir zu wecken. La Gomera wird wohl eines meiner nächsten Reiseziele sein, „Der Wind nimmt uns mit“ natürlich im Gepäck.

Jani

Beiträge 24
22.04.2019

Endlich wieder etwas neues von Katharina Herzog :)

Ich habe schon "Zwischen dir und mir das Meer" und "Immer wieder im Sommer" sehr geliebt. Umso mehr habe ich mich nun auf "Der Wind nimmt uns mit" gefreut.
Und was soll ich sagen, auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Es war wieder wunderschön zu lesen. Ich bin begeistert.

Story:
Mary, 32, ist Reisebloggerin und bleibt nie wirklich lange an einem Ort. Sie hat sich die Challenge gestellt 52 Länder in 52 Wochen zu bereisen.
Einen Ort möchte sie jedoch nie wieder bereisen, La Gomera, denn hier wohnt ihre Adoptivmutter. Dies hat Maya jedoch erst vor wenigen Jahre durch einen Zufall erfahren, woraufhin sie den Kontakt zu Karoline abgebrochen hat.

Auf einer ihrer Zwischenstops hat Maya einen One Night Stand, der nicht ohne Folgen bleibt. Natürlich wird sie schwanger.

Und so macht sie sich auf die Suche nach der Affäre um ihm vom Kind zu erzählen. Über Social Media versucht sie Tobi zu finden, denn sie haben keine Nummern getauscht und wissen nicht einmal den Nachnamen des anderen.

So kommt es wie es kommen muss, Tobi wurde angeblich auf La Gomera gesehen. Zufall? Schicksal? Glückliche Fügung? Wer weiß?

Maya reist daher unverzüglich nach La Gomera, nicht ahnend, dass dies die wohl bedeutendste Reise ihres Lebens wird.

Behält sie das Kind oder nicht?
Kann sie sich mit Karoline versöhnen und aussprechen?
Wird sie Tobi finden?
Wird sie mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren?
Wird sie mehr über sich selbst erfahren?

Viele Fragen sind offen, als sie nach La Gomera kommt. Doch nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen und heraus kommt eine großartige Geschichte die absolut schlüssig aufgebaut ist.
Natürlich mit Happy End ;)


Katharina Herzog schreibt wunderschön. Ich bin leicht in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Man möchte einfach wissen wie es weiter geht.
Die Charaktere sind toll gezeichnet und man kann sich in jeden irgendwie hineinversetzen.
Schade nur, dass die Geschichten dann immer viel zu schnell enden :)

Es war auf jeden Fall ein Highlight in diesem Jahr.
Jetzt heißt es wieder gespannt auf die nächste Geschichte warten, ich freue mich schon darauf.

sommerlese

Beiträge 90
17.04.2019

"Der Wind nimmt uns mit" von Katharina Herzog spielt auf La Gomera. Der Roman erscheint bei Rowohlt Polaris.

Die 32-jährige Maya reist als Reisebloggerin kreuz und quer durch die Welt, doch sie bleibt nie lange an einem Ort, stets möchte sie weitere Ziel auf ihrer Wunschliste abhaken. Nur nach La Gomera zieht es sie nicht, denn dort lebt ihre Mutter Karoline: Maya brach den Kontakt zu ihr ab, als sie vor einigen Jahren zufällig mitbekam, dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist. Maya wird ungeplant schwanger und wie es der Zufall will, führt die Suche nach Tobi, dem Vater ihres ungeborenen Kindes, sie ausgerechnet nach La Gomera. Kann das ein Zufall sein?

"Ich möchte mit Erinnerungen sterben, nicht mit Träumen." Zitat Seite 40

Auf diese leichte Sommergeschichte habe ich mich gefreut und bin mit Maya nach La Gomera gereist. Die merkwürdigen Gesänge der Gelbschnabelsturmtaucher hätte ich gern selbst gehört und die herrlichen Strandabschnitte, die Landschaften und das besondere Lebensgefühl auf der Finca dieser Kanareninsel konnte ich mir wunderbar vorstellen. Ob es dort wirklich soviele esoterisch angehauchte Menschen und skurrile Aussteiger und Künstlertypen gibt, kann ich allerdings nicht ganz glauben.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal geht es um Mayas gegenwärtige Geschichte und dann erfährt man in Rückblenden was Karoline früher ab 1983 erlebt hat. Weil die Handlungsstränge sehr häufig wechseln, muss man sich immer etwas an den zeitlichen Überschriften orientieren. Inhaltlich gibt es keine Probleme, doch mich hat es im Lesefluss etwas gestört.

Besonders der leichte Schreibstil der Autorin hat mich in die Geschichte gezogen, sie schreibt lebendig, locker und durch die vielen Dialoge fühlt man sich immer mitten im Geschehen.

Die Handlung ist etwas vorhersehbar, was aber für einen sommerlich anmutenden Liebesroman kein großes Problem darstellt. Die Charaktere lernt man nicht alle genau kennen, aber man merkt, wie es zwischen einigen Protagonisten zu knistern beginnt und welche Gefühle hier existieren. Allerdings hatte ich mit Maya und ihrer Wankelmütigkeit ein Problem. Ihre Bloggerei wirkte eher wie ein Zwang, die Reisen hat sie nicht aus reinem Interesse gemacht, sondern um weiterhin bezahlte Lebenszeit geniessen zu können. Sie wirkte ziemlich unreif für ihr Alter, ist ziemlich flatterhaft und unstet und die Entscheidung für oder gegen ihr Baby konnte ich ihr nicht eindeutig abnehmen. Die dafür nötigen Gespräche kamen etwas zu kurz.

Was es mit ihrer Schwester auf sich hat, habe ich bis zum Ende nicht verstanden.

Karoline war eher mein Lieblingscharakter, sie wirkt zwar etwas hippiemäßig, ist aber ein zuverlässiger und sehr sympathischer Charakter.
Zu den männlichen Figuren möchte ich hier nichts verraten.



"Der Wind nimmt uns mit" ist eine sommerliche Geschichte, ein leichter Roman für den Urlaub oder zum Träumen von Sommergefilden. Etwas mehr Tiefgang hätte der Geschichte allerdings gut getan.

hasi_rasi

Beiträge 103
17.04.2019

52 Länder in 52 Wochen

Mayas Plan „52 Länder in 52 Wochen“ endet jäh als sie feststellt, dass sie nach einem One-Night-Stand schwanger ist. Das passt der Reisebloggerin gar nicht. Sie möchte das Kind auch nicht bekommen, allerdings will sie sich vom Kindsvater eine Art „Absolution“ erteilen lassen. Seit sie vor Jahren zufällig herausgefunden hat, dass sie adoptiert wurde, ist sie bei diesem Thema heikel. Leider weiß sie außer seinem Vornamen (Tobi) nicht viel über ihn. Ihre Freundin bringt sie auf die Idee, Tobi mit Hilfe ihres Blogs zu suchen. Es funktioniert. Er wurde zuletzt auf La Gomera gesehen. Ausgerechnet. Da wollte Maya nämlich nie mehr hin, weil ihre Adoptivmutter Karoline dort lebt. Und La Gomera hält noch viel mehr Überraschungen für Maya bereit ...

„Der Wind nimmt uns mit“ ist bereits der dritte Sommerroman von Katharina Herzog und besticht vor allem durch seine inspirierenden Beschreibungen der kanarischen Insel – sie scheint eine wahre Schönheit zu sein. Auch die Schilderungen der Künstlerkolonie und des Esoterik-Ressorts, in dem Maya unterkommt, haben mir gut gefallen.

Dafür hatte ich so einige Probleme mit Maya. Sie ist bereits Mitte 30 und immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, dem nächsten Abenteuer. Dabei verpasst sie all die schönen Dinge, die ihr gerade passieren: Ich möchte mit Erinnerungen sterben, nicht mit Träumen.“ (S. 40). Ihr Reiseblog war eigentlich nur als Hobby geplant, inzwischen kann sie sehr gut davon leben. Aber wenn sie ehrlich zu sich ist, macht es ihr schon länger keinen Spaß mehr. Doch gleichzeitig wünscht sie sich: „Alles soll bleiben, wie es ist.“ (S. 21). Maya ist eine extrem zerrissene Person. Das zeigt sich auch in ihrer Fixierung, Tobi unbedingt von dem Kind erzählen zu wollen, eh sie es abtreiben lässt. Dieses Verhalten war für mich nicht ganz logisch.

Parallel zu Mayas Suche wird die Geschichte ihrer (Adoptiv-)Mutter Karoline erzählt. Sie kam als Studentin das erste Mal mit ihren Eltern nach La Gomera und hat sich sofort in die Insel und einen Einheimischen verliebt. Trotzdem ging sie zurück nach Hamburg, bevor sie sich Jahrzehnte später doch auf der Insel niederließ. Dieser Erzählstrang hat mir viel besser gefallen. Karoline war eine junge Frau mit Wertvorstellungen, Zielen und einen großen Herz – und ist es immer noch. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie und Maya sich wieder annähern, denn Karoline leidet darunter, dass Maya den Kontakt abgebrochen hat.

Mein Fazit: Eine schöne, leichte, humorvolle Sommer-Urlaubs-Strand-Geschichte, bei der ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und weniger Happiness gewünscht hätte.

misery3103

Beiträge 23
16.04.2019

Maya ist 32 und Reisebloggerin. Ihr Blog führt sie durch die ganze Welt. Als sie nach einem One-Night-Stand schwanger wird und der ihr eigentlich unbekannte zukünftige Vater, den sie im Internet sucht, sich auf La Gomera aufhalten soll, führt ihre nächste Reise sie dorthin, obwohl das eigentlich das eine Reiseziel ist, zu dem sie nie fahren wollte. Denn dort lebt auch ihre Mutter, zu der sie seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr hat.

Das Buch ist in Kapitel über Maya heute und ihre Mutter früher aufgeteilt, so dass man erfährt, wie es zu all den Verwicklungen kommen konnte, die dazu führten, dass Maya und Karoline keinen Kontakt mehr haben. Mayas Leben ist bunt. Sie ist ständig auf Reisen und rastlos. Die Reiseblog-Challenge für das Jahr lautet: 52 Länder in 52 Wochen. Als die ungewollte Schwangerschaft dazwischenfunkt muss sie kurz innehalten, obwohl sie sicher ist, das Kind nicht bekommen zu wollen. Auf La Gomera trifft sie dann auf viele ziemlich ungewöhnliche und durchgeknallte Aussteigertypen und tut alles, um nicht auf ihre Mutter zu treffen, was aber nicht so einfach ist.

Ein bisschen missfallen hat mir, dass alle Probleme, die die Leute in diesem Buch haben, durch ein einfaches klärendes Gespräch gelöst werden könnten. Leider redet niemand miteinander bis es fast zu spät ist. Gefallen haben mir die Beschreibungen der Reisen, die Beschreibung der Insel und die vielen verrückten Leute, die diese bevölkern. Auch Mayas chaotisches Leben und ihre Art mochte ich, wobei ich sie manchmal gern geschüttelt hätte, weil sie sich durch ihre unnachgiebige Art wieder mal eine Chance auf ein Happy End verbaut hat. Am Schluss wird ja irgendwie alles doch noch gut, was mir wieder gefallen hat.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Ich mochte das verrückte Inselleben, das geradezu dazu einlädt, die Koffer zu packen und sich selbst ein Bild davon zu machen.

Leselena

1 Beitrag
15.04.2019

Auch wenn ich mit der unreifen Hauptprotagonistin Maya, die oft einen unbeholfenen, naiven und unselbstständigen Eindruck erweckt, so meine Schwierigkeiten hatte, gefielen mir einige Nebencharaktere, die Katharina Herzog hingebungsvoll ausgearbeitet hat, ausnehmend gut. Sie sind liebebswert gezeichnet und konnten mich mit ihrem Denken und Handeln zum Grübeln und Selbsterkennen anregen und ich fühlte mich ihnen auf Gefühlsebene sehr verbunden.

Der sommerliche Roman liest sich flüssig und die Grundidee finde ich nach wie vor überaus ansprechend. Hier wurden mehrere Handlungs- und Zeitstränge geschickt zu einer farbenfrohen Familiengeschichte verwoben. Mit den wenigen emotionalen Momenten, die sehr eindringlich geschildert sind, konnte Katharina Herzog mich immer wieder erreichen.

Die vorhersehbare Geschichte selbst hat einige kleine Schwächen und es fehlt ihr leider an Tiefgang. Die Handlung, die stellenweise realitätsfern und konstruiert erscheint, ist recht seicht und viele Dinge bleiben für meinen Geschmack zu sehr an der Oberfläche. So gibt es unter anderem eine Versöhnung, die sehr glatt verläuft und einige Umstände, die so zügig abgehandelt werden, dass die Geschichte ein wenig gehetzt wirkt.

Was ich nicht unkommentiert lassen möchte ist die offensichtliche Schlamperei im Lektorat. Klar, der Roman ist eine leichte Sommerlektüre, doch gerade hier wünsche ich mir als zahlender Leser inhaltlich Hand und Fuß. Es verwundert mich doch sehr, dass einige derart offensichtlichen Fehler, die leider meinen Lesegenuss enorm schmälerten, einfach übersehen wurden. Dieser Umstand enttäuscht mich als Leser und tut mir für die Autorin einfach unheimlich leid.

"Der Wind nimmt uns mit" kann vor allem durch die grandiosen Landschaftsbeschreibungen und mit Katharina Herzogs feinfühligem Gespür für Atmosphäre und ihre Liebe zum Detail punkten. Sie hat viel Zeit und Liebe in den Roman investiert und ihre Begeisterung für die malerische Kanareninsel La Gomera ist beim Lesen durchgängig spürbar. Ich ließ mich gerne von dem lockeren Lebensgefühl der Insel und ihrer teils skurrilen Bewohner anstecken und mit auf die Reise nehmen.

"Und ich bin fest davon überzeugt, dass der Wind dafür sorgt, dass wir letztendlich an genau den Ort gelangen, der in diesem Moment der richtige für uns ist." (Seite 254)

"Der Wind nimmt uns mit" ist ein schöner Sommerroman, der mit etwas schwächelnder Geschichte vor grandioser Kulisse zum Wegträumen einlädt.

KatiKatharinenhof

Beiträge 44
09.04.2019

Als Reisebloggerin ist die goße weite Welt das Zuhause von Maya. Fast alle Länder dieser Erde hat sie schon bereist, doch um ein Fleckchen macht sie einen großen Bogen - La Gomera. Dort lebt ihre Adoptivmutter Karoline und diese hat Maya immer verschwiegen, dass sie nicht ihr leibliches Kind ist. Das hat ihr Maya nicht verziehen und es ist zum Bruch gekommen.
Nach einem One-Night-Stand merkt Maya, dass sie schwanger ist und will dem Vater des Kindes dies mitteilen. Dieser hält sich ausgerechnet af dieser Insel auf, die Maya meidet wie der Teufel das Weihwasser....

Bisher habe ich alle Sommerromane von Katharina Herzog gelesen und so ist natürlich die Neugier auf das neue Werk "Der Wind nimmt uns mit" dementsprechend groß. Doch schon nach wenigen Seiten erlebe ich hier Enttäuschung auf der ganzen Linie.
Die Akteurin ist, trotz ihrer 32 Jahre, dermaßen unreif und kindisch, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln und an ihrem Verstand zweifeln kann. Ihre unüberlegten Aktionen, überhaupt ihre ganze Art, lassen sie unausgereift, relativ schlicht und rastlos erscheinen.
Es gibt viele Ungereimtheiten, die mich ins Grübeln bringen. Wie zum Beispiel schafft sie es ohne festen Wohnsitz, an einen deutschen Reisepass zu kommen oder als Freiberuflerin Steuern zu zahlen, wenn sie bei keinem örtlichen Finanzamt gemeldet ist...
Ihre sprunghafte Art lässt manche Szenen lächerlich wirken, da sie schnell eingeschnappt ist und beleidigt abzieht. Dieses Verhalten passt zu einem halbwüchsigen Teenie, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat, aber nicht zu einer erwachsenen Frau.
Hinzu kommen dauerbekiffte Hippies, die mit ihrem Eso-Gehabe mir ziemlich aufs Geröst gehen und mir einen Ohrwurm von Afroman "Cause I get high" verschaffen - aber genau dieses Eindruck vermitteln sie und das ist irgendwie unpassend und störend.
Die eigentliche Geschichte ist recht einfach und überschaubar gestaltet, der Ausgang der Handlung schon nach wenigen Kapiteln erkennbar und so passiert nicht wirklich viel Überraschendes oder Unvorhergesehenes. Die Erzählung plätschert ziemlich unaufgeregt vor sich in, hat wenig fesselnde Momente und kann lediglich mit ein paar wenigen guten Szenen (Lichterfest in Taiwan, Schönheit des Meeres beim Tauchgang, Landschaftsbeschreibungen der Insel) punkten.
Dieses Buch findet leider überhaupt nicht meinen Anklang und ich kann keine Leseempfehlung aussprechen, so leid es mir tut.

Marian

Beiträge 13
04.12.2019

    Auf der Suche nach der Wahrheit
    Maya ist eine 32 jährige Reisebloggerin und ständig in der Welt unterwegs. Für mich entsteht hin und wieder das Gefühl, sie weiß nicht was sie will, es könnte auch eine Flucht vor dem eigenen "Ich" sein. Ihre Eltern kennt sie nicht und mit ihrer Adoptivmutter Karoline hat sie schon lange keinen Kontakt mehr. Diese lebt auf La Gomera und Maya zieht es eigentlich nicht dorthin. Doch plötzlich ändert sich ihr Leben. Durch eine Nacht mit Tobi, einer flüchtigen Bekanntschaft, ist sie schwanger. Sie sucht ihn über das Internet und erhält den Hinweis, dass er sich eben auf dieser Insel aufhält. Es bleibt nichts anderes übrig, als dem Wink des Schicksals zu folgen, eine Reise die ihr ganzes bisheriges Leben verändern soll!
    Das Cover ist sehr interessant gestaltet, auch der Schreibstil ist sehr flüssig. Der Roman ist mit seinen zwei Vorgängern leider nicht vergleichbar.

    Sylvi

    Beiträge 7
    13.11.2019

      "Der Wind nimmt uns mit" ist ein unterhaltsamer Roman. Protagonistin Maya muss sich ihrer Abneigung gegenüber der Insel La Gomera stellen, da sie annimmt, dort Tobi zu finden, mit dem sie etwas zu klären hat. Allerdings ist das nicht so leicht und dauert länger als Maya lieb ist, und so findet auf der Insel dann doch die Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte statt, der sie aus dem Weg gehen wollte. Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass am Ende alles gut wird - so wie es von diesem Roman erwartet wird.
      Es ist der dritte Roman aus der Reihe "Farben des Sommers" von Katharina Herzog, steht inhaltlich aber in keinem Zusammenhang mit den anderen beiden und kann unabhängig von ihnen gelesen werden. Mir persönlich haben die ersten beiden Romane besser gefallen. Aber das möge jede/r LeserIn für sich selbst herausfinden und entscheiden.

      regenprinz

      Beiträge 4
      09.10.2019

        Für Reisebloggerin Maya gibt es nichts Wichtigeres als ihre persönliche Unabhängigkeit. Seit sie vor Jahren zufällig herausfand, dass sie als Baby adoptiert wurde, will sie mit Karoline nichts mehr zu tun haben. Von der Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, fühlt sie sich seitdem zutiefst verraten. Jahrelang belogen zu werden, verzeiht wohl niemand so schnell. Doch nach einem One-night-Stand mit Tobi in Taipeh reist auch Maya plötzlich nicht mehr mit leichtem Gepäck durch die Welt - eine Schwangerschaft stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie macht sich auf die Suche nach Tobi und findet dabei noch ganz andere Dinge …
        Ich habe diesen sommerlichen Roman, der zu weiten Teilen zwischen Künstlern und Aussteigern auf der Kanareninsel La Gomera spielt, mit Vergnügen gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Die Handlungsteile rund um Maya in der Gegenwart sind locker und amüsant gestaltet. Nett fand ich z.B., dass Mayas Inszenierungsdrang gelegentlich Kontra bekommt. Auch ihre Entwicklung hin zu einem passenden, versöhnlichen Ende mochte ich, wenn Maya das Ganze auch übertrieben hinauszögert, bis sie endlich die Kurve kriegt …
        Für Spannung sorgen vor allem die Rückblicke in die Vergangenheit. Anhand dieser Puzzle-Teilchen entschlüsselt sich Stück für Stück das Geheimnis von Mayas Herkunft. Der Roman erzählt nicht nur eine interessant verflochtene Geschichte, sondern weckte mit den schönen, atmosphärischen Naturbeschreibungen von La Gomera auch meine Neugier auf die Insel.

        Elisa19

        Beiträge 8
        07.10.2019

          Ich habe bereits "Zwischen dir und mir das Meer" und "Immer wieder im Sommer" sehr genossen. Umso mehr habe ich mich nun auf "Der Wind nimmt uns mit" gefreut.
          Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht.
          Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen und auch die Insel La Gomera wurde sehr gut beschrieben, so dass man gerne mal einen Urlaub dort verbringen möchte.

          Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne und hätte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand gelegt.

          Die Geschichte ist sehr mitreißend geschrieben.
          Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

          Lilli33

          Beiträge 10
          22.09.2019

            Seichte Unterhaltung

            Inhalt:
            Maya ist 32 Jahre alt. Seit sie vor sechs Jahren erfahren hat, dass ihre Mutter Karoline gar nicht ihre leibliche Mutter ist, fühlt sie sich entwurzelt und reist durch die Welt. Ihr Reiseblog ist inzwischen sehr erfolgreich. Nur nach La Gomera wollte Maya nie, denn dort wohnt Karoline mittlerweile, und mit der möchte sie nichts mehr zu tun haben. Doch irgendwann zieht es sie doch auf die Insel …

            Meine Meinung:
            Dies war mein erster Roman von Katharina Herzog, ich kann daher nicht mit ihren anderen Büchern vergleichen. Wirklich überzeugen konnte mich die Autorin leider nicht, die Lektüre war aber auch nicht ganz schlimm. ;-)

            Mit der Protagonistin Maya wurde ich überhaupt nicht warm. Sie ist ziemlich nervig - unsympathisch, egoistisch, unreif und naiv. Auch Karoline in den Rückblenden hat mich teilweise genervt, in der Gegenwart kam ich mit ihr besser klar. Doch auch die anderen Figuren konnten mich nicht begeistern, sie waren mir einfach zu oberflächlich dargestellt. Das ganze Esoterikgedöns machte die Sache für mich dann auch nicht gerade besser.

            Die Handlung ist größtenteils sehr vorhersehbar und wenig spannend, obwohl die Protagonisten öfter ihre Meinung wechseln. Hier fehlten mir dann aber teilweise die Übergänge. Eben noch hieß es Ja, jetzt plötzlich Nein - und keine Erklärung, wie es zu diesem Stimmungswechsel kam.

            Diese Geschichte hätte so emotional sein können, wird aber relativ emotionslos erzählt. Dabei ist der Schreibstil aber flüssig und einfach zu lesen.

            Toll waren die Beschreibungen von der Insel. Sie machen richtig Lust, da mal hinzufahren. Gut gefallen hat mir auch, dass ich eine neue Vogelart kennengelernt habe und nun den Unterschied zwischen Skulptur und Plastik weiß. Man lernt halt nie aus …

            Buchglueck

            Beiträge 19
            20.09.2019

              "Der Wind nimmt uns mit" ist ein Roman der deutschen Autorin Katharina Herzog und erschien 2019 mit 368 Seiten als Paperback im Rowohlt Verlag.

              Bereits das Cover mit den blühenden Pflanzen und dem orangenen Farbton lässt ohne Blick auf den Klappentext auf eine Geschichte in sommerlicher Atmosphäre schließen und ist daher passend gestaltet worden.

              Katharina Herzog schreibt abwechselnd aus der Sicht von Protagonistin Maja, sowie deren Mutter Karoline. Bei Letzterer reisen wir teils in den Kapiteln nochmal ca. 30 Jahre zurück, was aber anhand entsprechender Überschirften gut erkennbar ist.
              Der Schreibstil der Autorin zeichnet sich hier nicht nur durch seinen flüssigen Lesefluss aus, sondern beinhaltet neben viel Gefühl auch eine lockere Gesprächsführung, welche gepaart mit einem Quäntchen Witz für eine angenehme Lesestimmung sorgt.

              Auch wenn ich nicht jede von Majas Handlungen nachvollziehen konnte, so mochte ich ihren Charakter. Ihren Mut für ein lockeres, freies Leben rund um die Welt habe ich direkt zu Beginn bewundert.
              Karoline bot hier den eher vernünftigen und bodenständigen Lebensstil, der somit nicht nur das komplette Gegenteil, sondern auch die perfekte Ergänzung zum Gleichgewicht des Romans war.
              Die kurzen Einblicke in den Charakter von Tobi stimmten mich weniger positiv. Doch genauso wenig konnte sich mein Herz für Lasse öffnen, obwohl mich das Ende des Buches gefreut hat.

              Sehr begeistert hat mich die Umgebung bzw. La Gomera an sich. Eine Insel, welche ich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht selbst besucht habe, aber in deren Beschreibung ich mich dank Katharina Herzog verliebt habe.
              Die vielen mit Worten gebildeten Bilder hinterließen die buntesten Fantasien in meinem Kopf, was selten der Fall ist.

              "Der Wind nimmt uns mit" ist ein wunderbarer Sommerroman, der sich leicht lesen lässt, ohne das Kopf und Herz einem tragischen Rhytmus folgen müssen. Von mir gibt es eine Empfehlung.

              Sissy

              Beiträge 22
              13.09.2019

                Die 32jährige Maya verdient ihr Geld als Reisebloggerin. Heute hier, morgen da - nirgendwo hält sie es länger aus. Eines Tages muss sie feststellen, das sie schwanger ist. Der Vater des Kindes scheint sich auf La Gomera zu befinden. Ausgerechnet dort, wo sie niemals hin wollte. Denn ihre Adoptivmutter Karoline lebt dort - und ihr kann sie nicht verzeihen, das sie durch Zufall erfahren musste, das sie nicht ihre leibliche Mutter ist. Doch Maya bleibt keine andere Wahl als dorthin zu reisen.

                Nachdem mir schon die anderen beiden Bücher von Katharina Herzog so gut gefallen haben, war ich wahnsinnig gespannt auf diesen Roman. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist im gewohnten flüssigen und anschaulichem Stil geschrieben. Dadurch fliegen die Seiten nur so dahin und das Buch lässt sich schwer aus den Händen legen. Was mir auch gut gefallen hat, das war die esoterische Komponente in diesem Roman. Ein Buch zum Innehalten, Nachdenken - und auch zum Schmunzeln.

                Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal aus Sicht von Maya in der heutigen Zeit und dann aus der Sicht von Karoline. So erfährt man hautnah wie es dazu kam, das Karoline Maya zu sich nahm.

                Was ich außerdem liebe, die Autorin versteht es, die Gegend so zu beschreiben, das man sich als Leser fühlt, als wäre man wirklich dort. Somit ist diese Geschichte auch wie ein kleiner Urlaub.

                Grü Ni

                Beiträge 4
                01.09.2019

                  Der Satz auf der Rückseite des Covers:
                  „Eine Geschichte, so leicht wie der Sommerwind und so tief wie das Meer.“ beschreibt das Buch treffend.
                  Eine berührende Geschichte über Liebe und Freundschaft.
                  Nach dem Lesen des Buches, möchte ich die Insel La Gomera kennenlernen.
                  Ein schönes Sommerbuch, dass mir angenehme Feierabende beschert hat.

                  Buch_loewin

                  Beiträge 36
                  29.08.2019

                    Sehr tolles Buch. Hatte es innerhalb von 2 Tagen durch. Habe es mir eigentlich nur gekauft da es um meine Lieblingsinsel La Gomera handelt.
                    La Gomera ist eine der schönsten Flecken Erde die ich kennen lernen durfte, in der die Zeit langsam mitläuft. Die ganze Insel lädt wie beschrieben zum Träumen und Verweilen ein.
                    Einige Beschreibungen sind meiner Meinung nach zwar weit hergeholt bzw dramatischer dargestellt als auf der Insel gegeben aber im großen und ganzen ruft das Buch tolle Fantasien hervor. Ebenfalls ist die Geschichte sehr spannend und animierte zum weiter lesen.
                    Ich hoffe die anderen beiden Bücher sind genauso toll.

                    Steffi26.

                    Beiträge 31
                    05.08.2019

                      Mayas Geschichte ist spannend und zugleich schön. Denn die ungewollte Reise nach La Gomera ist gekennzeichnet durch eigensinnige Menschen,schöne Orte und die Liebe. Beim Lesen tritt zu keiner Zeit Langeweile auf. Im Gegenteil, man muss sich zwingen das Buch auch mal an die Seite zu legen.
                      Ich freue mich schon auf den nächsten Sommerroman von Katharina Herzog.

                      Steffi26.

                      Beiträge 31
                      05.08.2019

                        Mayas Geschichte ist spannend und zugleich schön. Denn die ungewollte Reise nach La Gomera ist gekennzeichnet durch eigensinnige Menschen,schöne Orte und die Liebe. Beim Lesen tritt zu keiner Zeit Langeweile auf. Im Gegenteil, man muss sich zwingen das Buch auch mal an die Seite zu legen.
                        Ich freue mich schon auf den nächsten Sommerroman von Katharina Herzog.

                        Sandra8811

                        Beiträge 2
                        30.07.2019

                          Traumhaftes La Gomera - ich bin verliebt in diesen Ort! Trotz einiger Fehler absolut lesenswert!

                          Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
                          Ich habe mich direkt in das Cover und den Klappentext verliebt. Ich kannte die Bücher der Autorin bisher nur vom Sehen.

                          Cover:
                          Ich finde das Cover großartig! Ich mag es, wenn Bücher von Autoren zusammenpassen. Der hohe Rotanteil lässt mich gleich an einen paradiesischen Ort denken. Die Wasserfarben-Optik und der leinenhafte Bucheinband passen super dazu. Ich liebe es, das Buch in der Hand zu halten!

                          Inhalt:
                          Reisebloggerin Maya hat sich als Ziel gesetzt, 52 Länder in 52 Wochen zu entdecken. Sie hat bisher schon vieles gesehen und viele Länder bereist, aber an einen Ort möchte sie auf gar keinen Fall, nach La Gomera. Dort wohnt nämlich ihre Adoptivmutter, die sie jahrelang belogen hat bezüglich ihrer Herkunft. Als sie jedoch nach einem One-Night-Stand schwanger wird und Tobi ausgerechnet auf der kanarischen Insel auftaucht, muss Maya gegen ihren Vorsatz verstoßen…

                          Handlung und Thematik:
                          Gleich am Anfang wurde ich schon total von der Handlung gefesselt. Mir gefällt der Aufbau des Buches super gut. Die Handlung teilt sich in zwei Zeitebenen, die später zusammenführen. Dadurch erhält man teilweise verschiedene Perspektiven auf handelnde Personen, was Raum für Spekulationen lässt. Besonders gefällt mir das Urlaubsgefühl und der Wunsch La Gomera zu bereisen, welche die Autorin in mir durch das Buch herbeigeführt hat. Auch die Bedeutung von Familie spielt eine große Rolle. Katharina Herzog hat super dargestellt, wie wichtig Kommunikation in Beziehungen und Familien ist.

                          Charaktere:
                          Maya mochte ich gleich zu Beginn, da sie eher eine rebellische junge Frau ist, die jedoch durch das Ereignis im Krankenhaus damals psychisch etwas aus den Fugen geraten ist. Man merkt ihr an, dass sie auf der Flucht ist und nicht immer die klügsten Entscheidungen trifft. Dennoch gefällt mir ihre oft trotzige Art sehr gut.
                          Bei Karoline war ich mir lange nicht sicher, da ihr früheres Ich sehr sympathisch war, sie in der Gegenwart jedoch nicht so viel vorkam das ich mir früh ein Bild machen konnte.
                          Mein Lieblingscharakter war jedoch Lasse. Er war gleich zu Beginn sehr cool, bodenständig und offen. Ich liebe seine direkte Art.
                          Kathi gefiel mir am Anfang sehr gut mit ihren Glückskeksweisheiten, leider verlor sich das ziemlich schnell…

                          Schreibstil:
                          Das Buch ist einfach geschrieben und lässt sich dadurch super schnell lesen. Trotzdem fand ich den Aufbau sehr interessant und die Autorin rief in mir eine wahre Urlaubssehnsucht hervor. Ich habe nun viele Bilder von La Gomera im Kopf, die ich gerne mit der Realität abgleichen möchte. Es gab viele Szenen und Vorfälle, bei denen ich Schmunzeln musste. Auch wenn sich im Buch einige Fehler befinden (z.B. Namensverwechslung oder Jahreszahlfehler) war es für mich sehr angenehm zu lesen. Mir gefiel die Aufteilung in Mayas Gegenwart und Karolines Vergangenheit sehr gut. Auch wenn man spätestens ab der Hälfte wusste, wie das Buch vermutlich enden wird, war es dennoch immer interessant zu lesen. Besonders gut gefielen mir am Anfang Kathis Glückskeksweisheiten, die jedoch später nicht mehr so vorkamen. Mein allerliebster Lieblingssatz war jedoch: „Es ist nicht die Blutsverwandtschaft, die Menschen zu einer Familie macht, sondern die Liebe“.

                          Persönliche Gesamtbewertung:
                          Wer über ein paar Fehler hinwegsehen kann, wird mit diesem wunderschönen Buch über den wundervollen Ort La Gomera sehr glücklich werden. Eine wunderschöne Familiengeschichte die zeigt, dass Familie jeder sein kann. Von mir gibt’s eine Urlaubs-Leseempfehlung!

                          Lesemone

                          Beiträge 22
                          27.07.2019

                            Schon wenn man von dem ambitionierten Ziel 52 Länder in 52 Wochen liest, weiß man, auf was für eine Protagonistin man trifft. Maya ist eine 32-jährige Reisebloggerin, welche rastlos und planlos durchs Leben geht. Völlig aus der Bahn wirft sie die Erkenntnis, dass ihre Mutter Karoline gar nicht ihre richtige Mutter ist und anstatt gleich mit ihr zu reden, flüchtet sie. Karoline lebt auf La Gomera und Maya muss dort notgedrungen hin, eine gute Zeit für eine Aussprache.
                            Mir hat die Geschichte komplett gesehen eigentlich gut gefallen. Die Beschreibungen von La Gomera sind herrlich und laden zu einer Reise dorthin ein. Die Bewohner sind etwas einseitig beschrieben, man könnte meinen, alle laufen dort bekifft rum und leben in einer Kommune. Die Handlung und die Reaktionen der Protagonistin und auch die der anderen Charaktere sind für oftmals schwer nachvollziehbar. Viele Probleme hätten nicht sein müssen, wenn man mal miteinander geredet hätte. Es ergaben sich auch etliche Fragen, inwiefern die Handlung logisch ist. Wie kann man ohne eine feste Meldeadresse selbständig tätig sein? Wie kommt man da an einen Reisepass usw.? Auch Jahreszahlen sind entweder falsch genannt oder es ist nur ein Druckfehler. Das alles ist für mich ein Zeichen von etwas zu lascher Recherche.
                            Das Buch ist unterhaltsam und besticht durch einen flotten und gut zu lesenden Schreibstil, jedoch hätte es etwas mehr in die Tiefe gehen können. Jemandem, der mal auf La Gomera Urlaub gemacht hat oder noch machen will, wird dieses Buch bestimmt gefallen.

                            schnäppchenjägerin

                            Beiträge 63
                            13.07.2019

                              Maya ist 32 Jahre alt und als Reisebloggerin ständig auf der ganzen Welt unterwegs. In Thailand lernt sie Tobias kennen, von dem sie nach einer gemeinsamen Nacht schwanger wird. Sie entscheidet sich gegen das Kind, möchte aber dennoch die Meinung von Tobias einholen, weshalb sie einen Aufruf auf ihrem Blog veröffentlicht, um Tobias zu finden. Durch Hinweisgeber findet Maya heraus, dass sich Tobias auf La Gomera aufhalten soll. Diese Insel wollte Maya nie besuchen, da dort ihre Adoptivmutter Karoline wohnt, mit der sie sich vor sechs Jahren zerstritten hat, als sie durch einen Zufall erfuhr, dass sie nicht das leibliche Kind von Karoline ist.

                              Es kommt, wie es kommen muss. Maya muss länger als geplant auf La Gomera bleiben und trifft statt auf Tobias zunächst auf Karoline. Eine Aussprache oder Versöhnung erscheint in weiter Ferne. Darüber hinaus kommt Maya auf der Hippie-Insel, umgeben von vielen skurrilen Charakteren und abseits von jeglichem Mobilfunknetz ins Grübeln, ob die Entscheidung, das Baby abzutreiben, die richtige ist.

                              "Der Wind nimmt uns mit" entführt den Leser auf die kleinste kanarische Insel, La Gomera, die sehr anschaulich beschrieben wird. Allerdings wirken die dort lebenden, überwiegend deutschen Protagonisten so der Welt entrückt, dass der Eindruck entsteht, La Gomera bestehe aus einer einzigen hinterwäldlerischen Hippie-Kommune aus deutschen Aussteigern. Maya wirkt dagegen bodenständiger, aber verhält sich für ihr Alter unreif und naiv.

                              Die ganze Geschichte, insbesondere der Hintergrund des Aufenthalts von Maya auf La Gomera erscheint arg konstruiert und im Hinblick auf die Begegnung mit ihrer Adoptivmutter vorhersehbar. Karoline bleibt als Charakter fremd, da helfen auch die Rückblicke in die Vergangenheit der 1980er-Jahre kaum weiter, um ihr näher zu kommen und ihr Handeln zu verstehen. Die Entzweiung mit ihrer Tochter erscheint dadurch übertrieben dramatisch, das Geheimnis darum fast banal.

                              Aufgrund des Settings auf der exotischen Insel, das sehr anschaulich beschrieben wird, ist "Der Wind nimmt uns mit" ein perfekter Roman für den Sommer - die Familiengeschichte um Aufklärung der Vergangenheit, Versöhnung, Selbstfindung und einen Neuanfang bleibt aufgrund der eindimensionalen Charaktere jedoch oberflächlich und wird recht holprig erzählt. Auch die Liebesgeschichten von Mutter und Tochter überzeugen und berühren nicht. Die Ausführungen zu Esoterik, merkwürdigen Charakteren und zum fehlenden Handyempfang wogen im Vergleich zur Aufarbeitung der Mutter-Tochter-Beziehung und der Entscheidung für oder gegen ein Baby viel zu schwer und lassen den Roman trotz Potentials platt und nicht ganz durchdacht erscheinen.

                              steffi_the_bookworm

                              Beiträge 25
                              30.06.2019

                                "Der Wind nimmt uns mit" ist mein drittes Buch von Katharina Herzog und ich bin definitiv zu einem großen Fan ihrer Sommerbücher geworden.

                                Die Geschichte hatte für mich wieder die richtige Mischung aus sommerlicher Leichtigkeit und einem Funken Ernsthaftigkeit. Maya, eine erfolgreiche Reisebloggerin, begibt sich auf der Insel La Gomera auf Spurensuche, um herauszufinden wer ihre leiblichen Eltern sind, dabei wollte sie die Insel nie wieder betreten, denn auch ihre Adoptivmutter lebt auf der Insel.

                                Das Buch konnte mich gut unterhalten. Ich mochte Maya und die Entwicklung, die sie durchlaufen hat. Ich fand es schön zu lesen wie sie nach und nach merkt, was wichtig für sie ist. Das Setting auf der Insel war wirklich traumhaft, aber wurde für mich ein wenig durch eine Vielzahl an spirituellen Charakteren getrübt. Dies war mir oftmals zu sehr im Vordergrund und mir wären Beschreibungen der Natur lieber gewesen.

                                Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich hoffe, dass es auch im nächsten Jahr eine Geschichte dieser Art geben wird.

                                Lesegenuss

                                Beiträge 38
                                29.06.2019

                                  Es beginnt in der Gegenwart. Derzeit hält sich die 32-jährige Maya mit ihrer Freundin im Ausland auf. Beide wollen das Laternenfest in Nordtaiwan erleben. Sie kennen sich schon aus der Grundschulzeit und sind beste Freundinnen. Während Maya durch ihren Reiseblog ziemlich bekannt geworden ist und schon fast überall auf der Welt gewesen war, für Kathi bedeutete diese Reise etwas einmaliges. Maya war alleinstehend, während Kathi daheim in der Nähe von Hamburg mit Mann und zwei Kindern lebte. Doch für Maya gab es einen Ort, zu dem sie niemals reisen würde: La Gomera. Zu tief saß die Enttäuschung in ihr, als sie vor Jahren erfahren hatte, dass Karoline "nur" ihre Adoptivmutter war. Zu viele Jahre des Schweigens.
                                  Als Kathi wieder abreist, lernt Maya dort einen Mann kennen. Es wird ein Urlaubsflirt mit Folgen.
                                  Allein das Cover lädt zum Träumen und Entspannen ein. Ich versprach mir hier eine schöne Sommerlektüre. Positiv zu vermerken sei, dass allein aufgrund der wunderbaren Landschaftsbeschreibungen sich in den Momenten ein gewisses Urlaubsfeeling einstellte.
                                  Was die Charaktere Maya betrifft, zeigt sie sich nach außen ziemlich taff, doch für ihr angegebenes Alter irgendwie unreif. Ich fühlte mich mehr als einmal von ihr genervt. Aufgrund ihrer Schwangerschaft ist sie dennoch gezwungen, La Gomera aufzusuchen, denn dort hält sich Tobi auf, der Vater ihres Kindes.
                                  Ich fand die Story vorhersehbar. Der Weg zum Happy End ist mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Was sich genau hinter Mayas Adoption verbirgt, lässt sich allerdings gut lesen. Dieses erfährt der Leser in den Kapiteln, die in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts führen. Diese Geschichte war gut erzählt.
                                  Bedauerlicherweise muss ich sagen, dass mich der Roman im gewissen Sinn nicht abgeholt hat. Von der Idee her gut, allerdings wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt. Und leider auch sehr störend die Lektoratsfehler, die anderen Leserinnen auch aufgefallen waren. Schade eigentlich.
                                  Es gibt aber auch die schönen Momente im Roman, die Hoffnung schenken, es wird schon. Dennoch: der letzte Funke ist leider nicht übergesprungen. Insofern enthalte ich mich einer Leseempfehlung. Dies sollte jeder Leser für sich entscheiden.

                                  Bambisusuu

                                  Beiträge 30
                                  24.06.2019

                                    "Der Wind nimmt uns mit" ist mittlerweile der dritte Liebesroman von der Autorin Katharina Herzog und spielt diesmal auf der spanischen Insel La Gomera.

                                    Die 32-jährige Reisebloggerin Maya reist für ihr Leben gern und verbindet ihren Alltag mit verschiedenen Kulturen und Sehenswürdigkeiten. Dabei lässt sie ihre Zuschauer an ihrer abenteuerlichen Reise teilhaben. Doch an einen Ort würde es sie nie verschlagen: La Gomera. Ihre Adoptivmutter Karoline lebt dort und ihr Verhältnis ist nicht gerade innig. Vor Jahren hat Maya herausgefunden, dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist und konnte ihr das nie verzeihen. Doch als Maya schwanger wird und ihre Affäre Tobi sich ausgerechnet auf dieser Insel befindet, muss Maya über ihren Schatten springen.

                                    Der Schreibstil der Autorin ist wie immer gelungen und leicht zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und ihre lebendige Schreibweise macht die Geschichte wundervoll. Als Leser bin ich nach kurzer Zeit im Geschehen und fühle mich regelrecht mitgerissen. Der Roman eignet sich prima für warme Sommerabende oder perfekt für den Strandurlaub.

                                    Mayas und Karolines Erlebnisse und Vergangenheit erlebt der Leser durch die abwechselnden Perspektiven innerhalb der Kapitel. So konnte ich mich gut in die Lage der beiden Protagonistinnen hineinversetzen. Obwohl Maya dem heutigen Zeitgeist entspricht, bin ich an vielen Stellen nicht ganz mit ihr zurechtgekommen.

                                    Das Thema in dem Buch ist interessant und besonders gewählt. Mayas und Karolines Vergangenheit ist zu Beginn noch unausgesprochen, wodurch beide eindeutig leiden. Durch Mayas plötzliche Schwangerschaft läuft ihr Leben aus dem Ruder. Die Sorgen konnte ich nachvollziehen. Trotzdem wirkte Maya auf mich oft unnahbar. Das könnte auch an der fehlenden Tiefgründigkeit liegen, die ich mir zwischendurch gerne mehr gewünscht hätte.

                                    Insgesamt nicht der beste Roman aus der Reihe. Aber eine leichte Sommerlektüre, die man schnell mal in einem Rutsch lesen kann!

                                    irmgard_hahn

                                    Beiträge 31
                                    21.06.2019

                                      Autorin. Nach den beiden Büchern "Immer wieder im Sommer" und "Zwischen dir in mir das Meer " kommt nun die Geschichte von Maya. Sie ist frei, bindet sich nicht gerne und ihr Beruf als Reiseschriftstellerin lässt das auch zu. Das schwierige Verhältnis zu ihrer Adoptivmutter ändert sich, als Maya schwanger wird.
                                      Eine Geschichte, so leicht wie der Sommers und und so tief wie das Meer.

                                      C. Sch.

                                      Beiträge 29
                                      19.06.2019

                                        INHALT:
                                        Maya hat vor Jahren erfahren, dass Karoline, die Frau, die sie grossgezogen hat, nicht ihre leibliche Mutter ist. Das war ein grosser Schock für sie und Maya konnte es ihr auch nicht verzeihen. Seitdem möchte sie sich auch nicht mehr an Orte oder Personen binden und reist als Reiseblogger um die Welt. Doch dann hat sie eine flüchtige Affaire mit Tobi und wird schwanger. Um Tobi zu finden, muss sie auf die Kanareninsel fahren, auf der sie eigentlich nie mehr wollte, weil dort Karoline wohnt. Widerwillig macht sie sich auf den Weg und begegnet dort Künstler, Aussteiger und auch Karoline. Dass diese Reise die Wichtigste in ihrem Leben wird, ahnt Maya noch nicht.
                                        MEINE MEINUNG:
                                        Es ist das dritte Buch, welches ich von der Autorin lese und wieder konnte sie mich von Beginn an verführen. Verführen in ein wunderschönes Land und verführen in eine interessante, spannende und emotionsgeladene Geschichte. Das geht bei Katharina Herzog sehr schnell, besonders auch, weil der Schreibstil so angenehm und flüssig zu lesen ist, weil die Beschreibungen so bildhaft sind und weil die Charaktere so viefältig sind. Man fühlt sich in ihren Büchern einfach sofort wohl und heimisch. Die Protagonisten wirken sehr authentisch und sind tiefgründig, wodurch sie mir sehr nahestanden. Immer wieder bekommt der Leser auch einen Einblick in die Vergangenheit, wodurch ein sehr komplexes Bild entsteht und man Mayas und auch Karolinas Geschichte verfolgen kann und sie besser versteht. Besonders schön fand ich zu lesen, welche Entwicklung Maya durchlebt und welche Stärke, Nachsichtigkeit und Menschlichkeit sie entwickelt. Bis zum Ende hin bliebt es spannend, welchen Weg Maya nun einschlagen wird.
                                        FAZIT:
                                        Sehr viel Gefühle, eine interessante Geschichte, ein wundervolles Setting und authentische Charaktere. Ich liebe den neuen Roman von Katharina Herzog.

                                        Sabine aus Ö

                                        Beiträge 20
                                        16.06.2019

                                          Ich kenne bereits Romane der Autorin, und deshalb war die Freude groß, als ich es im Rahmen des Bloggergewinnspiels des Verlags erhalten habe.

                                          Am Wochenende habe ich das Buch dann in einem Rutsch ausgelesen.

                                          Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie erzählt aus Majas Sicht in der Gegenwart, und wechselt zwischendrin in kurzen Abschnitten in die Vergangenheit. Somit bleibt es für den Leser spannend, was vor Majas Geburt passiert ist. Mir hat dieses häppchenweise Heranführen an das Geschehene sehr gut gefallen, weil es somit keinen Moment langweilig war und die Geschichte von Anfang bis Ende fesseln konnte.

                                          Die Protagonisten sind unheimlich lebensecht dargestellt - sie haben ihre Ecken und Kanten, und sie handeln so, wie man es manchmal auch im echten Leben tut - nicht immer vernünftig. Aber genau das macht sie so realistisch. Denn sie haben auf der anderen Seite auch ihre liebenswerten Eigenschaften, die sie sympathisch machen und dem Leser das Gefühl geben, hier von Freunden zu lesen, die man im Laufe der Handlung liebgewinnt.

                                          Durch die bildhaften Beschreibungen von La Gomera und die liebevoll ausgearbeiteten Einwohner der Insel erhält man das Gefühl, mittendrin zu sein, und am liebsten würde ich mal einen Urlaub dorthin buchen und schauen, ob es dort wirklich genauso aussieht, wie es beschrieben wurde (was laut dem Nachwort der Autorin der Fall ist).

                                          Die Geschichte selbst verläuft in einem angenehmen Tempo - angepasst an die ruhigere Lebensweise von La Gomera gibt es keine überhasteten Situationen, sondern im Gegenteil hat man als Leser Gelegenheit, sich in die Protatonisten hineinzuversetzen und mit ihnen mitzuleben.

                                          Maja entwickelt sich im Laufe der Handlung sehr weiter - aber nicht nur sie. Somit macht es Spaß zu erleben, wie sich die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet, wie Probleme gelöst werden und Maja ihren Weg findet.

                                          Fazit: "der Wind nimmt uns mit" ist ein wunderbarer Liebesroman, der mich überzeugen konnte. Sympathische Charaktere und bildhafte Beschreibungen haben mich ins Buch versinken lassen und schöne Lesestunden beschert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

                                          BOOKSLOVE1511

                                          Beiträge 14
                                          01.06.2019

                                            Eine Reise für die Seele.

                                            Die 32-jährige Maya fühlt sie sich von ihr Mutter belogen und betrogen, denn die Frau, die sie als Mutter betrachtet hat, in Wirklichkeit ihr Adoptivmutter. Als Maya durch Zufall das Geheimnis ihr Adoptivmutter Karoline erfährt, beschließt sie eine Reiseblog zuführen. Damit sie in die anderen Gedanken kommen und von Karoline fernbleiben kann, reist Maya ganzen Welt herum. Und sie ist sehr erfolgreich, was sie tat. Nur ein klitzekleiner Punk auf der Erde möchte sie niemals hin: nach La Gomera. Dort hat sich Karoline sesshaft gemacht und Maya ignoriert nicht nur die Karoline auch die Insel, ganz bewusst! Nach der Auseinandersetzung mit Karoline, traut Maya niemanden mehr, nur ihre beste Freundin Kathi weist, was Maya so ziemlich drückt. Maya denkt dagegen, sie braucht nur ihr Rucksack um glücklich zu sein. Als die beide Freundinnen für einen Kurztrip in Taiwan waren, lernt Maya Tobi kennen und fühlt sie sich zu ihm angezogen. Was spricht dagegen einer heißer Urlaubsflirt? Maya verbringt einer sinnlicher Nacht mit Tobi in Taipeh mit fatalen Folgen. Sie wird schwanger! Von einem Mann, sie nicht mal seinem Nachnamen kennt. Mit gemischten Gefühlen entscheidet sich Maya Tobi zu finden und um gemeinsam über die Zukunft zu überlegen. Ausgerechnet hält sich ihre heiße, flüchtiger Urlaubsflirt auf La Gomera. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstler, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird...

                                            Wieder einer meisterhafter Sommerroman von Katharina Herzog: Leicht wie eine Sommerbrise, tief wie das Meer und eine Reise für die Seele...
                                            Es ist inzwischen meine 7. Roman von der Autorin und ich bin immer noch sehr begeistert von ihr Schreibstil. Jedes Jahr aufs neue schafft sie mich in eine Reise mit zunehmen und lässt sie meine Seele bummeln. Sie weiß, wie man mit dem Worte einem Gemälde malt. Ich war mit Maya auf La Gomera! Ich habe mit ihr auf dem Bergen geklettert, auf dem schwarzen Strände spazieren gegangen und Papas Arrugadas mit Rot-Grün Mayo gegessen. Bin mit Lasse tauchen gegangen, mit Fred trommelt und mit Karoline gehofft. Und all das erzählt der Autorin bildhaft, leicht und mitreißend. Einfach wunderschön. Die Charaktere sind vielfältig und sehr authentisch und die Landschaftsbeschreibungen sind einfach nur grandios. Es ist eine leichte Urlaubslektüre und egal wo man das Buch liest, zu Hause auf dem Couch, auf dem Balkon, am Strand oder auf dem Bergen, die Autorin nimmt die Leser so oder so auf La Gomera mit. Sehr empfehlenswert!

                                            Langeweile

                                            Beiträge 19
                                            01.06.2019

                                              Inhalt übernommen:
                                              Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: La Gomera.
                                              Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf.
                                              Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter.
                                              Sie ahnt nicht, das es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

                                              Meine Meinung:

                                              Ich konnte von von Anfang an in die Geschichte eintauchen und habe mich sofort in diese kanarische Insel verliebt. Die Beschreibung war so bildhaft, dass ich am liebsten sofort meinen Koffer gepackt hätte, um dorthin zu fliegen.
                                              In einem leichten, lockeren Schreibstil führt die Autorin nach und nach die Protagonisten in die Geschichte ein. Sie wurden so deutlich beschrieben, dass ich sofort klare Bilder im Kopf hatte.
                                              Die Besonderheiten der Insel, die Lebenseinstellung ihrer Bewohner und mehrere miteinander verwobene Liebesgeschichten wurden sehr schön präsentiert.
                                              Was mir besonders gut gefallen hat, waren die zwischendurch eingestreuten und äußerst zu treffenden Lebensweisheiten.

                                              Fazit:

                                              Ein sehr schöner leichter Sommerroman,der mir gut gefallen hat.

                                              Hermione

                                              Beiträge 15
                                              31.05.2019

                                                "Nette Entspannungs- und Urlaubslektüre":
                                                Maya ist Reisebloggerin und in der ganzen Welt unterwegs. Nur an den Ort auf La Gomera, an dem die Frau lebt, von der sie jahrelang dachte, sie wäre ihre Mutter, möchte sie nicht reisen.

                                                Doch dann stellt Maya fest, dass sie schwanger ist, und der Vater des Kindes hält sich offenbar genau dort auf…





                                                Meine Meinung:

                                                Das Buch von Katharina Herzog spielt auf zwei zeitlichen Ebenen, nämlich in der Gegenwart sowie Mitte der 1980er Jahre. Wir erleben als Leser(in) die Sicht von Maya sowie die von Karoline, von der Maya all die Jahre dachte, sie wäre ihre Mutter.

                                                Dank der gewohnt flüssigen und mitreißenden Erzählweise war ich sofort mitten im Geschehen und habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt.

                                                Man kann sich die Umgebung auf La Gomera richtig gut vorstellen und kommt regelrecht in Urlaubsstimmung, was sich bei mir noch verstärkt hat, als ich gelesen habe, dass einige Begegnungen und Beobachtungen aus einem eigenen Urlaub der Autorin stammen.



                                                Ich hätte mir zwar bei der Geschichte und den Personen ein kleines bisschen mehr Tiefgang gewünscht, aber letztendlich wurden meine Erwartungen an eine nette Unterhaltungslektüre erfüllt.





                                                Fazit:

                                                „Der Wind nimmt uns mit“ ist wieder ein sehr netter Roman aus der Feder von Katharina Herzog, der unterhaltsame Stunden und Urlaubsstimmung verspricht.

                                                Talisha

                                                Beiträge 10
                                                26.05.2019

                                                  In "Der Wind nimmt uns mit" erzählt uns Katharina Herzog die Geschichte von Maya und ihrer Adoptivmutter Karoline.

                                                  Maya ist Reisebloggerin und will überall hin, nur nicht nach La Gomera - bis sie schlussendlich doch dort landet. Denn Tobi, nach dem sie sucht, wurde hier gesichtet. Maya versucht ihrer Adoptivmutter Karoline, die auf der Insel lebt, zu entgehen, aber sie läuft ihr immer wieder über den Weg.

                                                  Immerhin kommt Maya zur Ruhe, nicht zuletzt auch wegen mangelnder Internetverbindung und der nicht vorhandenen Rückfahrtmöglichkeit in den nächsten Tagen. Sie lernt in diesen sechs Tagen die Insel und einige der Bewohner, fast alles Zugewanderte, und ihre interessanten Lebensgeschichten kennen.

                                                  Der Leser erfährt daneben nicht nur Karolines spannende Geschichte, die als Jugendliche das erste Mal zusammen mit ihren Eltern nach La Gomera fuhr und dort Xabi, Hannah und Gärtner Alejandro kennenlernte, sondern auch mehr über das Jahr, in dem ein Kind verschwand. Die Zusammenhänge werden fesselnd geschildert.

                                                  Sehr schön fand ich die Beschreibungen des Lichterfestes in Taiwan und die der Landschaft auf La Gomera. Auch wenn man zuhause auf dem Sofa sitzt, kann man an der Seite von Maya die Insel mit entdecken. Neben den tollen Landschaftsbildern warten einige witzige Situationen wie "Internet gibts nur in der Badewanne" auf die Leserinnen.

                                                  Nicht so gefallen hat mir, dass praktisch alle Geheimnisse und Ungeklärtheiten durch nur ein Gespräch hätten gelöst werden können. Dies zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch, angefangen bei Karolines Eltern bis hin zu Maya - ein etwas zu einfach gestrickter Plot.

                                                  Doch die interessanten, teils recht verschrobenen - ich sag nur Fred - Charaktere lassen darüber hinweg sehen und so ist "Der Wind nimmt uns mit" ein leichter und flüssig erzählter Roman mit vielen Emotionen.

                                                  Fazit: Wie Ferien auf La Gomera, nur viel günstiger!
                                                  4 Punkte.

                                                  tinstamp

                                                  Beiträge 27
                                                  21.05.2019

                                                    Im Flugzeug nach und von Lissabon hat mir der neue Roman von Katharina Herzog kurzweilige Stunden bereitet. Auch wenn ich nicht in Spanien bzw. den Kanarischen Inseln Urlaub gemacht habe, so hat mich der südländische Charme auch in Lissabon eingeholt. Und die Autorin "kenne" ich ja schon sehr lange, denn ich habe bereits ihre Bücher als Selfpublisher unter ihrem Klarnamen Katrin Koppold gelesen.

                                                    In "Der Wind nimmt uns mit" lernen wir Maya kennen, die als Reisebloggerin rund um die Welt chattet. Seit sechs Jahren bleibt sie allerdings der Insel La Gomera fern, wo ihre Adoptivmutter Karoline lebt. Bis heute hat sie dieser nicht verziehen, dass sie ihr nicht die Wahrheit über ihre wahre Herkunft erzählt hat. Als sie durch einen One-Night-Stand schwanger wird, versucht sie den Mann, von dem sie nur den Namen Tobi und einige wenige Details kennt, durch ihren Blog zu finden. Dass er sich auf La Gomera aufhalten soll, zieht Maya kurz die Füße weg, doch dann überwindet sie ihre Ängste und fliegt an jenem Ort, den sie niemals besuchen wollte...
                                                    Auf der esoterisch angehauchten Finca de la Luz findet sie erstmals eine Bleibe und lernt die Inselbewohner besser kennen.

                                                    Wechselnde Perspektiven lassen uns als Leser nicht nur Maya und Karoline in der Gegenwart kennenlernen, sondern auch Karoline als Studentin in den 1980er Jahren. Die Abschnitte werden durch die jeweiligen Namen und der Jahreszahl (bei Karoline) erkenntlich gemacht. Dabei erfahren wir häppchenweise was vor mehr als 30 Jahren passiert ist und tauchen in Karolines damaliges Leben ein.

                                                    Die Beschreibungen der Charaktere und der Insel sind sehr anschaulich. Trotzdem blieben die Figuren leider etwas an der Oberfläche. Manche von ihnen fand ich auch zu überzeichnet.
                                                    Karoline nahm mir im Gegenwartspart zu wenig Platz ein und blieb mir fremd. Nur im Rückblick ins Jahr 1983 oder 1984 kam sie mir als Studentin näher. In diesem Abschnitt konnte ich ihre Gefühle und ihre besondere Beziehung zu ihrem Vater sehr gut nachvollziehen.
                                                    Maya hingegen fand ich viel zu unreif für ihre 32 Jahre. Vorallem als Reisebloggerin, die durch die Welt reist und vollkommen auf sich alleine gestellt ist, war sie mir zu naiv und zu wankelmütig.

                                                    Die bildhaften Landschaftsbeschreibungen machen Lust die zweitkleinste der Kanarischen Inseln zu besuchen, doch die Darstellung der sehr durchgeknallten Inselbewohner, die noch dem Hippie-Kult frönen, ließ mich etwas davon Abstand nehmen. Trotzdem würde ich gerne einmal den merkwürdigen Gesängen der Gelbschnabelsturmtaucher lauschen, das Künstlerdorf El Guro besuchen oder zur Schweinebucht (das klingt so nach Piraten!) wandern.

                                                    Der rote Faden des Romans ist die Selbstfindung ...sich zu "ankern"...und verzeihen zu können.
                                                    Die Handlung ist etwas vorhersehbar und ich vermisste im Gegenwartsstrang die Tiefgründigkeit, wie auch etwas mehr Spannung. Trotzdem hat sich die Geschichte wunderbar lesen lassen und sie konnte mich durchgehend unterhalten.
                                                    Irritiert war ich durch eine angebliche Schwester von Karoline, die nie mehr erwähnt wird und Karoline später sogar als Einzelkind dargestellt wurde. Fehler wie diese sollten dem Lektorat auffallen!

                                                    Schreibstil:
                                                    Die Autorin hat einen wunderbareb Schreibstil, der mich schon in ihren anderen Romanen überzeugen konnte und mich in ihren Geschichten versinken lässt. Er ist locker-leicht, lebendig und dialoglastig.

                                                    Fazit:
                                                    "Der Wind nimmt uns mit" kann leider nicht an "Zwischen dir und mir das Meer" anschließen, das von mir volle fünf Sterne erhalten hat. Der Roman unterhält und ist als leichte Urlaubslektüre wie geschaffen, jedoch wird er wohl eher nur durch das wunderschöne Cover in Erinnerung bleiben. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass Katharina Herzog mit ihrem nächsten Buch wieder an die gewohnte Qualität anschließen kann.

                                                    AL

                                                    Beiträge 13
                                                    21.05.2019

                                                      Bereits das dritte Buch von Katharina Herzog, das bei mir Einzug erhalten hat und neben „Zwischen dir und mir das Meer“ und „Immer wieder im Sommer“ gefällt es mir am besten!
                                                      „Ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen hatte sie sich vom Wind mitnehmen lassen.“ (S.117)
                                                      Ich finde dieses Zitat passt unfassbar gut zu Maya. Sie ist 32 und lebt davon, ständig unterwegs zu sein und auf ihrem Blog Reisebeiträge zu veröffentlichen. Bisher ist sie damit auch immer gut gefahren, ihr hat es an nichts gefehlt – seit sie sich aber mit ihrer Mutter, bzw. ging sie sehr lange davon aus, dass Karoline ihre Mutter ist, gestritten hat, hat ihr Leben enorme Risse bekommen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Karoline gar nicht Mayas leibliche Tochter ist und seit mehreren Jahren herrscht deshalb Funkstille zwischen ihnen. Während eines Trips hatt Maya ein One-Night-Stand mit Tobi, den sie beim Lichterfest kennenlernt. Ihm gegenüber gibt sie zu, dass sie niemals nach La Gomera möchte, da dort Karoline wohnt. Erst später bemerkt sie, dass sie schwanger ist und macht sich auf die Suche nach Tobi, um ihn darüber zu informieren. Nach einem Suchaufruf erhält sie eine Nachricht von Lasse, dass Tobi ausgerechnet auf La Gomera gesichtet wurde. Genau an den Ort, an den der Wind Maya gerade nicht wehen sollte. Dennoch macht sie sich schnurstracks auf den Weg dorthin. Mit Lasse begibt sie sich auf die Suche nach Tobi und erfährt währenddessen unfassbar viel über die Insel und ihre Bewohner. Und stetig macht sich auch bei Maya der Wunsch nach einem Heimathafen bemerkbar: „Ich bin mir ganz sicher, dass du deinen Hafen irgendwann auch noch finden wirst. Du musst nur etwas Geduld haben.“ (S. 241), gibt Lasse ihr zu bedenken und er sollte recht behalten. Warum der Wind die Inselbewohner Lasse, Karoline, Bine und viele andere nach La Gomera getragen hat, darf jeder selbst herausfinden.
                                                      Ein unfassbar schöner Sommerroman, der einen mit nach La Gomera nimmt und eine wohlige Atmosphäre versprüht. Er liest sich ungemein leicht und flüssig und die Fäden werden wunderbar miteinander verwoben. Ich bin froh, dass der Wind mich ebenfalls nach La Gomera geweht hat!

                                                      Lesemama

                                                      Beiträge 20
                                                      17.05.2019

                                                        Reisen ist Sehnsucht nach dem Leben. Kurt Tucholsky

                                                        Zum Buch:
                                                        Maya ist eine Erfolgreiche Reisebloggerin, so erfolgreich, dass sie davon leben kann in der Welt herumzureisen.
                                                        So lernt sie auf einem Trip nach Thailand Tobi kennen, hat einen One Night Stand mit ihm, der leider nicht ohne Folgen blieb.
                                                        Auf der Suche nach ihm miss sie ausgerechnet nach La Gomera, wo ihre Mutter lebt mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat ...

                                                        Meine Meinung:
                                                        Es war nicht mein erstes Buch von Katharina Herzog, aber es war das Buch, welches mich am wenigsten ereicht hat.
                                                        Maya kam mir in manchen Szenen vor wie ein verwöhnter Teenager, der unbedingt seinen Willen durchsetzen will und keinerlei Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt.
                                                        Ab einer gewissen Situation war es auch sehr vorhersehbar und hat mich ein wenig enttäuscht. Aber das Ende könnte das Ruder dann noch mal rumreißen und hat mich wieder mit dem Buch versöhnt.
                                                        Was mich allerdings von Beginn an begeistert hat, war die detaillierte Beschreibung von La Gomera, das ist wirklich eine ganz bezaubernde Insel und ich bekam große Sehnsucht nach Meer ...
                                                        Auch gefielen mir die Rückblenden von Karoline sehr gut, so wurde die Geschichte nach und nach durchsichtiger und man könnte eher nachvollziehen, was bei Maya und Karoline schief lief.

                                                        Alles in allem war es ein schöner Roman, eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Im letzten Drittel ging es mir zwar ein wenig zu glatt und zu unrealistisch zu, aber das Ende machte es wieder wett.
                                                        Wer gerne in Bücher reist ist mit diesem Roman sehr gut bedient. Mir hat es auf La Gomera jedenfalls gefallen.

                                                        Nabura

                                                        Beiträge 32
                                                        12.05.2019

                                                          Maya gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Reisebloggern. Seit mehreren Jahren reist die 32-jährige dank verschiedener Sponsoren um die ganze Welt. Nur einen Ort meidet sie: Die Kanareninsel La Gomera. Denn dort wohnt Karoline, die ihr lange verheimlicht hat, dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist. Nach einem One Night Stand in Taiwan stellt Maya schließlich fest, dass sie schwanger ist. Die nächsten Schritte möchte sie gern mit dem Vater besprechen, doch der ist natürlich längst weitergereist. Schließlich findet sich eine Spur von ihm, und die führt ausgerechnet nach La Gomera…

                                                          Zweimal ist eine Wiederholung – dreimal eine Tradition! „Der Wind nimmt uns mit“ ist nun der dritte bei Rowohlt erschienene Roman der Autorin, mit dem ich mir den Sommer herbeilese. Diesmal steht die Bloggerin Maya in Zentrum der Geschichte. Sie ist immer auf Achse und hat schon zahlreiche Orte auf der ganzen Welt gesehen. An jemanden binden möchte sie sich nicht. Vor allem die einst wichtigste Person in ihrem Leben, ihre Adoptivmutter Karoline, möchte sie nie wiedersehen.

                                                          Vor ein paar Jahren hat Maya eher zufällig herausgefunden, dass sie adoptiert ist. Sie kann Karoline nicht verzeihen, ihr die Wahrheit vorenthalten zu haben, denn so hatte sie nie eine Chance, nach ihren leiblichen Eltern zu suchen. Das alles hat sie tief in sich begraben und steckt all ihre Energie ins Reisen, bis ihre ungeplante Schwangerschaft ihre Pläne über den Haufen wirft. Das sie das Kind nicht austragen wird, ist für sie klar. Doch sie will die Entscheidung nicht in die Tat umsetzen, bevor sie noch einmal mit Tobi, dem Vater, gesprochen hat. Dank eines konkreten Hinweises auf ihn ist Maya deshalb nach wenigen Kapiteln auf dem Weg nach La Gomera, dem Ort also, den sie unbedingt meiden wollte.

                                                          Dank des einfühlsamen Schreibstils konnte ich mich gut in Maya und ihre Träume und Sorgen hineinversetzen. Sie möchte das ganze Thema schnellstmöglich hinter sich bringen und ihre nächsten Reisen antreten. Doch diverse Umstände sorgen dafür, dass sie doch ein paar Tage auf La Gomera bleibt und einige Inselbewohner näher kennenlernt. Die meisten sind offen, ein wenig schrullig und hippiemäßig, andere legen eine gewisse Zurückhaltung an den Tag. Mir hat es Spaß gemacht, an Mayas Seite Land und Leute kennenzulernen.

                                                          Immer wieder springt die Geschichte in die Vergangenheit, wo man mehr darüber erfährt, warum Mayas Adoptivmutter Karoline heute auf der Insel lebt. Dieser Handlungsstrang ist voller Sehnsucht und Liebe. Aber hält er auch auf Antworten auf die Frage bereit, warum Karoline Maya nie etwas über die Adoption erzählt hat?

                                                          In der Gegenwart ist Maya im Nu Teil des Insellebens und geht verschiedenen Spuren nach. Dadurch beschäftigt sie sich zwangsläufig mit sich selbst und kommt ins Nachdenken in Bezug auf ganz verschiedene Dinge. Insgesamt ist der Ton der Geschichte locker und es gibt viele schöne Szenen, aber auch einige ernste und berührende Momente.

                                                          Auf der Suche nach Erkenntnissen und Antworten las ich mich neugierig durch das Buch. Es nimmt den Leser mit genauso offenen Armen auf wie die Bewohner La Gomeras die Besucherin Maya, weshalb es mir leicht fiel, mich auf die Insel zu träumen. Der Verlauf der Ereignisse ist nicht allzu überraschend, hat mir aber gut gefallen. Insgesamt ist „Der Wind nimmt uns mit“ ein lesenswerter Familien- und Liebesroman vor der wunderschönen Kulisse von La Gomera, mit dem man wunderbar den Sommer herbeilesen kann!

                                                          Sunshine29

                                                          Beiträge 12
                                                          11.05.2019

                                                            Maya ist als Reisebloggerin immer unterwegs und nirgendwo wirklich zu Hause. Unterwegs verbringt sie eine Nacht mit Tobi, die Folgen hat. Auf der Suche nach ihm landet sie auf La Gomera, wo sie auf keinen Fall wieder hin wollte. Wird sie Tobi auf der Insel tatsächlich finden? Und wieso hat sie die Insel die letzten Jahre gemieden?

                                                            Auch mit diesem Sommerroman hat Katharina Herzog mich wieder überzeugt. Maya ist sehr eigen und ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, aber die emotionale Überforderung mit der Situation hat es für mich realistisch gemacht. Ohne wirklichen familiären Halt und ein richtiges zu Hause, ist es schwer, sich selbst zu kennen und zu finden.
                                                            Der beschreibende Schreibstil, den ich bei Katharina Herzog so mag, hat das Lesen zu einer wunderschönen Auszeit vom Alltag und Lust auf Sommer und Urlaub gemacht.
                                                            Die einzelnen Charaktere sind interessant und gut beschrieben und die Geschichte von Maya wird durch Rückblenden ihrer Adoptivmutter Karoline abwechslungsreich. Mir fiel es wirklich schwer, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.

                                                            Wer einen Sommerroman sucht und sich gerne von einem Buch entführen lassen mag, macht hier nichts verkehrt!

                                                            Tine M.

                                                            Beiträge 11
                                                            10.05.2019

                                                              Ich habe den Roman schon sehnsüchtig erwartet und meine Erwartungen wurden ganz und gar befriedigt. Eine tolle Geschichte über Liebe, Famile auf La Gomera. Die Autorin nimmt Einem mit auf die Insel und man möchte gleich selbst dort Urlaub machen.
                                                              Maya die Hauptfigur, begibt sich auf Spurensuche, um das
                                                              Rätsel um ihre Vergangenheit zu lösen. Es geht um Verzeihen, Liebe ,Famile und Neuanfang.
                                                              Eine tolle, leichte Lektüre, die Spaß macht. Unbedingt lesen!

                                                              Dreamworx

                                                              Beiträge 22
                                                              10.05.2019

                                                                Hier fehlt es an allem!

                                                                Maya ist eine Globetrotterin, die rund um die Welt reist und in ihrem Blog darüber berichtet. Nur ein Fleckchen auf der Landkarte meidet sie wie die Pest, und das ist die spanische Insel La Gomera. Dort ist ihre Adoptivmutter Karoline zuhause, zu der sie jeglichen Kontakt abgebrochen hat, seit Maya durch Zufall erfuhr, dass Karoline ihr verschwiegen hat, nicht ihre leibliche Mutter zu sein. Blöd nur, dass Maya durch eine Affäre schwanger wird und Tobi, der Vater ihres Kindes, sich auf La Gomera befindet. Es bleibt ihr also nichts anders übrig, als sich ebenfalls auf die Insel zu begeben, um Tobi zu suchen. Kaum auf der Insel ist es wie verhext, Tobi schien verschwunden, dafür trifft Maya ständig auf Karoline, die sie eigentlich gar nicht sehen wollte. Wird Maya Tobi finden und vor allem, wird sich ihr Verhältnis zu Karoline wieder bessern?

                                                                Katharina Herzog hat mit ihrem Buch „Der Wind nimmt uns mit“ einen leichten und leider auch seichten Unterhaltungsroman vorgelegt, der im Vergleich zu ihren vorherigen Romanen absolut enttäuscht. Der Schreibstil ist locker-flüssig, und die ersten Seiten kann der Leser auch gut in die Geschichte eintauchen. Wechselnde Perspektiven beleuchten Gegenwart und Vergangenheit und sollen die Handlung mit Spannung versorgen. Doch dann beginnen die Probleme, denn schon die Hauptprotagonistin ist so nervig gestaltet, dass man konstant mit den Augen rollt. Spannung kommt auch keine auf, sondern alles ist irgendwie unausgegoren, konstruiert und wirkt nur halb durchdacht. Zudem gibt es so gar keine Überraschungen oder Wendungen, die den Leser bei der Stange halten, so dass nach kurzer Zeit das große Gähnen eintritt, so langweilig ist die gesamte Geschichte. Der Esoterik-Quatsch macht die Handlung leider nur noch schlimmer, was einen wünschen lässt, das Buch zum baldigen Ende zu bringen. Einzig die Landschaftsbeschreibungen sind der Autorin sehr gut gelungen und lassen die spanische Kanareninsel vor dem inneren Auge erscheinen. Den Wunsch, dorthin zu reisen, macht die hanebüchene Geschichte allerdings kaputt, denn man muss sich ja fragen, ob man dort wirklich nur Durchgeknallte trifft.

                                                                Die Charaktere sind auch nicht gerade zum Verlieben, oberflächlich und simple gestrickt, so dass der Leser kaum eine Beziehung zu den einzelnen Personen herstellen kann. Durch die dadurch dauerhaft geschaffene Distanz wird das Buch zum Langweiler. Maya ist zwar 32 Jahre alt, benimmt sich aber schlimmer als ein Teenager. Sie ist völlig naiv, dauerbeleidigt, anscheinend ständig auf der Flucht und leider überhaupt nicht sympathisch. Es mutet schon wunderlich an, dass sich überhaupt jemand mit ihr abgibt. Ihre Freundin Kathi muss einige Nerven haben, um sich mit ihr abzugeben. Die verschiedenen skurrilen Künstlertypen lassen einen Abstand davon nehmen, diesen Ort jemals zu besuchen. Adoptivmutter Karoline hinterlässt leider auch keinen bleibenden Eindruck, so dass man als Fazit ziehen kann, dass es gar nicht schlimm ist, diese Personen schnellstens wieder zu vergessen.

                                                                „Der Wind nimmt uns mit“ kann man nur folgendermaßen beschreiben: simpel, seicht und leider so gar nicht lesenswert. Am besten gar nicht erst anfangen, sondern sich ein anderes Lieblingsbuch suchen. In der Schule würde man sagen: das Ziel wurde nicht annähernd erreicht, sechs – setzen!

                                                                die.buecherdiebin

                                                                Beiträge 9
                                                                06.05.2019

                                                                  Inhalt: Maya, 32, ist Reisebloggerin und reist um die ganze Welt. Ihr Ziel ist es, in einem Jahr 52 verschiedene Länder gesehen zu haben. Nur nach La Gomera will sie auf keinen Fall, denn dort lebt ihre Adoptivmutter Karoline mit der sie nichts mehr zu tun haben will, denn Karoline hat Maya verschwiegen, dass sie nicht ihr leibliches Kind ist. Nur durch einen Zufall hat Maya diese für sie unverzeihbare Lüge aufgedeckt. Doch dann wird sie nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger und macht sich auf die Suche nach Tobi, dem Vater des ungeborenen Kindes, der sich ausgerechnet auf La Gomera aufhält... Meine Meinung: Durch den leichten und angenehmen Schreibstil von Katharina Herzog fällt ein Eintauchen in das Buch leicht. Sie erzählt die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen, was mir gut gefallen hat. Dass Mayas Geschichte etwas vorhersehbar ist, hat mich nicht gestört. Durch Karolines Erlebnisse in der Vergangenheit wird Stück für Stück erklärt, warum sie auf La Gomera wohnt und wie es damals zu Mayas Adoption kam. Ich mochte Karoline sehr gern, vielleicht sogar lieber als Maya, denn Mayas Lebenseinstellung hat mir nicht gefallen. Auch konnte ich ihr Vorhaben, Tobi so dringend zu suchen, um ihm von dem Kind zu erzählen, nicht nachvollziehen, da ihr Entschluss feststand, das Kind nicht zu bekommen. Deshalb wurde Maya mir sympathischer, als sie sich im Laufe der Geschichte insgesamt positiv weiterentwickelt hat. Die skurrilen Künstler und Aussteiger auf La Gomera waren mir leider etwas zu überzogen beschrieben, auch wenn sie mich manchmal schmunzeln ließen.

                                                                  Fazit: „Der Wind nimmt uns mit“ ist ein leichter und angenehm zu lesender Sommerroman, eine kleine Reise nach La Gomera, mit schönen und Fernweh erzeugenden Beschreibungen der Insel, der mich trotz kleiner Kritikpunkte gut unterhalten hat.

                                                                  nellsche

                                                                  Beiträge 10
                                                                  30.04.2019

                                                                    "Ein schöner Sommerroman, der mich aber nicht ganz packen konnte"

                                                                    Die 32-jährige Reisebloggerin Maya ist ständig unterwegs und hat schon fast die ganze Welt bereist. Nur nach La Gomera möchte sie nicht, weil dort ihre Adoptivmutter Karoline lebt. Dass Maya adoptiert wurde, hat sie nur durch Zufall erfahren und hat es ihrer Mutter bis heute nicht verziehen. Doch nun ist Maya schwanger und Tobi, eine flüchtige Affäre und Vater des Kindes, hält sich ausgerechnet auf La Gomera auf. Maya reist also dorthin, nicht ahnend, wie wichtig diese Reise wird.

                                                                    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn das wunderschöne Cover und die tolle Beschreibung haben mich sehr angesprochen.
                                                                    Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, so dass ich sehr gut ins Buch starten konnte und es zügig fertig gelesen hatte.
                                                                    Die Beschreibungen der Umgebungen und Menschen war sehr bildhaft und anschaulich. Ich hatte alles hervorragend vor Augen und fühlte mich direkt mittendrin. La Gomera wurde wundervoll beschrieben, so dass ich mich total hin gesehnt habe.
                                                                    Mit Maya bin ich leider einfach nicht warm geworden. Ich empfand ihr Verhalten immer wieder sehr unreif und konnte sie und ihre Handlungen häufig nicht nachvollziehen. Karoline hingegen fand ich unglaublich sympathisch und ihre Geschichte hat mich sehr berührt und neugierig gemacht.
                                                                    Die Geschichte wurde in zwei Strängen erzählt. Einmal in der Gegenwart um Maya und einmal in der Vergangenheit um Karolin. Da die Kapitel entsprechende Überschriften hatten, konnte ich bestens folgen.
                                                                    Was mich nicht so angesprochen hat, waren die esoterischen Aspekte, denn damit habe ich es einfach nicht so.
                                                                    Insgesamt hat mir die Geschichte samt Grundidee wirklich gut gefallen. Nur Maya hat mich teilweise mit ihrem Verhalten genervt. Und so manche Dinge hätten durch Gespräche viel schneller geklärt und Probleme beseitigt werden können.

                                                                    Ein schöner Sommerroman, der mich zwar nicht komplett überzeugen konnte, dennoch aber lesenswert ist. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

                                                                    52 Länder in 52 Wochen

                                                                    Beiträge 103
                                                                    17.04.2019

                                                                      Mayas Plan „52 Länder in 52 Wochen“ endet jäh als sie feststellt, dass sie nach einem One-Night-Stand schwanger ist. Das passt der Reisebloggerin gar nicht. Sie möchte das Kind auch nicht bekommen, allerdings will sie sich vom Kindsvater eine Art „Absolution“ erteilen lassen. Seit sie vor Jahren zufällig herausgefunden hat, dass sie adoptiert wurde, ist sie bei diesem Thema heikel. Leider weiß sie außer seinem Vornamen (Tobi) nicht viel über ihn. Ihre Freundin bringt sie auf die Idee, Tobi mit Hilfe ihres Blogs zu suchen. Es funktioniert. Er wurde zuletzt auf La Gomera gesehen. Ausgerechnet. Da wollte Maya nämlich nie mehr hin, weil ihre Adoptivmutter Karoline dort lebt. Und La Gomera hält noch viel mehr Überraschungen für Maya bereit ...

                                                                      „Der Wind nimmt uns mit“ ist bereits der dritte Sommerroman von Katharina Herzog und besticht vor allem durch seine inspirierenden Beschreibungen der kanarischen Insel – sie scheint eine wahre Schönheit zu sein. Auch die Schilderungen der Künstlerkolonie und des Esoterik-Ressorts, in dem Maya unterkommt, haben mir gut gefallen.

                                                                      Dafür hatte ich so einige Probleme mit Maya. Sie ist bereits Mitte 30 und immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, dem nächsten Abenteuer. Dabei verpasst sie all die schönen Dinge, die ihr gerade passieren: Ich möchte mit Erinnerungen sterben, nicht mit Träumen.“ (S. 40). Ihr Reiseblog war eigentlich nur als Hobby geplant, inzwischen kann sie sehr gut davon leben. Aber wenn sie ehrlich zu sich ist, macht es ihr schon länger keinen Spaß mehr. Doch gleichzeitig wünscht sie sich: „Alles soll bleiben, wie es ist.“ (S. 21). Maya ist eine extrem zerrissene Person. Das zeigt sich auch in ihrer Fixierung, Tobi unbedingt von dem Kind erzählen zu wollen, eh sie es abtreiben lässt. Dieses Verhalten war für mich nicht ganz logisch.

                                                                      Parallel zu Mayas Suche wird die Geschichte ihrer (Adoptiv-)Mutter Karoline erzählt. Sie kam als Studentin das erste Mal mit ihren Eltern nach La Gomera und hat sich sofort in die Insel und einen Einheimischen verliebt. Trotzdem ging sie zurück nach Hamburg, bevor sie sich Jahrzehnte später doch auf der Insel niederließ. Dieser Erzählstrang hat mir viel besser gefallen. Karoline war eine junge Frau mit Wertvorstellungen, Zielen und einen großen Herz – und ist es immer noch. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie und Maya sich wieder annähern, denn Karoline leidet darunter, dass Maya den Kontakt abgebrochen hat.

                                                                      Mein Fazit: Eine schöne, leichte, humorvolle Sommer-Urlaubs-Strand-Geschichte, bei der ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und weniger Happiness gewünscht hätte.

                                                                      KerstinT

                                                                      Beiträge 50
                                                                      15.04.2019

                                                                        Super Atmosphäre, die Geschichte hinkt etwas

                                                                        Maya ist Reisebloggerin und nun seit sechs Jahren permanent unterwegs. Außer ihrer Freundin Kathi hat sie keine Bezugspersonen mehr. Mit ihrer Mutter, Karoline, hat sie sich vor ihrer Abreise entzweit, da Maya erfahren hat, dass sie adoptiert wurde. Karoline lebt mittlerweile auf La Gomera. Somit ist für Maya klar: Niemals werde ich einen Fuß auf diese Insel setzen – doch dann strandet sie doch noch auf der Insel.

                                                                        Nach den beiden bezaubernden Vorgängerromanen „Immer wieder im Sommer“ und „Zwischen dir und mir das Meer“ wollte ich unbedingt den dritten Band lesen. Die Atmosphäre ist Katharina Herzog wieder hervorragend gelungen! Als Leser befindet man sich selbst auf La Gomera und ist umringt von schrillen Gestalten. Auch wenn viele dieser Menschen und Gegebenheiten erfunden und fast schon unrealistisch wirken, stellt man beim Lesen des Nachwortes fest, dass fast alles wirklich so existiert! Das war definitiv das Positivste am Roman. Leider konnte mich die Geschichte aber nicht so richtig überzeugen. Irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas. Für den Sommerurlaub ist dieser Roman hervorragend geeignet! Er liest sich sehr flüssig und schnell. Ich habe ihn an einem regnerischen Sonntag durchgelesen. Der Schreibstil von Katharina Herzog ist sehr beschreibend und lebendig. Wodurch eben auch die wunderbare Atmosphäre entstanden ist. Die gezeichneten Charaktere sind toll. Sie sind sehr unterschiedlich und jeder hat ein gewisses Etwas. Man sollte sie aber nicht zu ernst nehmen und eher etwas locker und mit Humor an die Sache herangehen, denn bei den Meisten handelt es sich um esoterische Hippies. Die Figuren Maya und Karoline stehen natürlich im Vordergrund. Maya ist Anfang dreißig aber noch nirgendwo zu Hause, immer auf der Flucht, das merkt man ihr auch sehr an. Karoline hingegen hat sich ein neues Leben auf der Kanareninsel aufgebaut. Sie hat sich in diese verrückte Welt integriert. Sehr schön fand ich, dass die Handlung auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Zum einen die Gegenwart mit Maya und zum anderen erfahren wir Karolines Vergangenheit, zur Zeit von Mayas Geburt. Auch damals war Karoline schon auf La Gomera. Es wird spannend.
                                                                        Die Geschichte im Allgemeinen war mir teilweise etwas zu weithergeholt, und enthielt zu viele Zufälle. Außerdem handelte manch ein Charakter etwas zu unüberlegt und Entscheidungen wurden ohne Vorwarnung bekannt gegeben. Als Leser hatte man das Gefühl, von den Gedankengängen ausgeschlossen zu sein.

                                                                        Was ich sehr schade fand, was sich allerdings mit der nächsten Auflage ändern sollte, sind einige inhaltliche Fehler, die dem Lektorat wohl durchgegangen sind. Aber das ändert ja nichts an der Geschichte an sich. Es stiftet nur etwas Verwirrung.

                                                                        Mein Fazit für diesen Roman: die Vorgängerromane haben mir um einiges besser gefallen, aber für eine nette Unterhaltung an einen heißen oder regnerischen Tag oder eine Bahnfahrt ist dieses Buch hervorragend geeignet. Man entflieht dem Alltag und dem kalten Deutschland und strandet zwischen verrückten Hippies auf La Gomera. Ich vergebe drei von fünf Sternen.

                                                                        Marion2505

                                                                        Beiträge 3
                                                                        15.04.2019

                                                                          Inhalt:

                                                                          Maya ist ein ruheloser Geist. Denn die 32-jährige Reisebloggerin hat schon einiges von der Welt gesehen. Nie bleibt sie lange an einem Ort, denn es gibt noch so viele Flecken dieser Welt, die sie unbedingt bereisen möchte. Nur an einen Ort möchte sie auf keinen Fall: nach La Gomera. Dies ist der Ort, an dem Karoline nun lebt, die sie nie mehr treffen möchte. Denn sie kann ihr nicht verzeihen, dass sie vor einigen Jahren per Zufall erfahren musste, dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist. Seitdem herrscht Funkstille zwischen ihnen. Doch dann wird Maya ungeplant schwanger und die Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes führt sie ausgerechnet nach La Gomera. Nur widerwillig betritt Maya die Insel ...

                                                                          Meine Meinung:

                                                                          Ein schönes Buchcover

                                                                          Das Buchcover gefällt mir. Ich mag die Farbwahl und auch, dass es rein optisch perfekt zu den anderen Büchern der Autorin passt. Für mich passt es wunderbar zum Inhalt des Buches.

                                                                          Ein toller Schreibstil

                                                                          Der Schreibstil von Katharina Herzog hat mir sofort gefallen, denn er ist ungemein flüssig und verleitet auch durch die relativ kurzen Kapitel sehr dazu, immer weiterzulesen. Auch wird das Buch in zwei Zeitebenen erzählt, was mir immer sehr gefällt, denn es ist wunderbar spannend. Zum einen wird Mayas Geschichte in der Gegenwart erzählt und zum anderen wird die Geschichte von Karoline aus der Vergangenheit Stück für Stück erzählt. Da sich beide Handlungsstränge immer wieder abwechseln, bleibt es für den Leser durchweg spannend und macht es wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

                                                                          Spezielle Protagonisten

                                                                          Das Buch wimmelt nur so vor Protagonisten, die alle auf den ersten Blick sehr eigenartig erscheinen. Allen voran Maya, die mir zu Beginn mehr als unsympathisch war. Irgendwie konnte ich mit ihrer Lebensweise und den ganzen Zwängen, die ihr Reiseblog mit sich brachte, nicht allzu viel anfangen. Außerdem wirkte sie zickig und emotionslos auf mich. Doch mit Fortschreiten des Buches konnte ich erste wunderbare Veränderungen an Maya erkennen, die wirklich nur ganz vorsichtig zu Tage kamen, mich aber sehr glücklich gemacht haben. Mayas Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und es war überaus spannend, ihr dabei zusehen zu können.

                                                                          Karoline hingegen war mir sofort sehr sympathisch und ich konnte gar nicht erwarten, mehr über sie zu erfahren. Ihre Geschichte war in einigen Teilen des Buches für mich wirklich deutlich interessanter zu beobachten als Mayas. Natürlich dauert es relativ lange bis der Leser hinter all die Geschehnisse der Vergangenheit kommt und sich alle Fragen klären, aber das ist absolut perfekt. Ich habe den Passagen der Vergangenheit immer sehr entgegengefiebert.

                                                                          Auch wimmelt La Gomera und vor allem die Finca, auf die es Maya verschlägt, vor sehr besonderen Protagonisten. Auf den ersten Blick erschienen mir die meisten einfach total plemplem, aber mit dem Fortgang der Geschichte lernte ich auch hier Stück für Stück dazu und habe da doch so die ein oder andere Überraschung erlebt. Ich kann nur so viel sagen: Begleitet Maya nach La Gomera und lernt all diese wunderbaren Charaktere selbst kennen!

                                                                          Abschließend möchte ich aber noch erwähnen, dass Lasse einfach großartig ist!!!!

                                                                          Eine absolut schöne Sommergeschichte vor traumhafter Kulisse

                                                                          Die Autorin hat es ganz wunderbar geschafft, mich nach La Gomera zu entführen. Die Insel hat mich mit all ihren Besonderheiten überaus fasziniert, so dass ich nach Beendigung des Buches - und auch schon währenddessen - gerne dort hingereist wäre, um all diese wunderbaren Dinge einmal vor Ort bewundern zu können. Ich bin nun sehr neugierig geworden und werde sicherlich noch einige Zeit an diese Kanareninsel zurückdenken. Wer weiß, vielleicht reise ich irgendwann mal dort hin :-)

                                                                          Auch wenn die Geschichte an manchen Stellen ein wenig vorhersehbar ist, hat dieser Umstand mein Lesevergnügen absolut nicht schmälern können. Ich hatte wunderbare Lesestunden und habe Mayas und Karolines Geschichte gebannt verfolgt. Es gibt viel zu entdecken und nicht alles scheint so, wie es erst aussieht.

                                                                          Mein Fazit:

                                                                          "Der Wind nimmt uns mit" von Katharina Herzog ist eine wundervolle Sommergeschichte, die mir spannende, berührende und auch dank einiger Protagonisten überaus vergnügliche Lesestunden bereitet hat. Es gab jede Menge zu entdecken und La Gomera hat mich als Insel überaus fasziniert. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

                                                                          Minijane

                                                                          Beiträge 4
                                                                          14.04.2019

                                                                            Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 Jahre ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affaire hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kananreninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

                                                                            Das Buch "Der Wind nimmt uns mit" ist der dritte Band der Sommerbuchreihe von Katharina Herzog, erschienen bei Rowohlt Polaris. Die beiden Vorgängerbände heißen "Immer wieder im Sommer" und "Zwischen dir und mir das Meer". Dieser 3. Band kann gut unabhängig von den beiden vorangegangenen Bücher gelesen werden. Auch das Cover ist so gestaltet, dass man es eindeutig der Reihe zuordnen kann und gefällt mir sehr gut. Muscheln und Blüten umrahmen einen roten Farbklecks, ein fröhlichen sommerliches Motiv.

                                                                            Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, man kann innerhalb kürzester Zeit in die die Geschichte eintauchen. Auch das Thema "Reiseblogger" fand ich spannend, habe ich mir doch nie Gedanken darüber gemacht, wie diese modernen Nomaden wohl leben. Sicher ist es mutig seinen Besitz aufzugeben und mit kleinem Gepäck auf der ganzen Welt unterwegs zu sein, wunderschöne Orte zu sehen. So wird in dem Buch z.B von einem wunderschönen Laternenfest in Taiwan berichtet. Da könnte man Maya um ihren Job schon beneiden. Aber Maya flüchtet eigentlich vor ihrem Leben, scheut die Aussprache mit ihrer Ziehmutter Karoline und wirkt deshalb nur rastlos und kann das Schöne um sie herum gar nicht so richtig genießen. Außerdem erwartet sie noch ein Baby nach einem One Night Stand, und das passt so gar nicht in ihr Lebensmodell.

                                                                            Der Roman wird in 2 Zeitebenen erzählt und man erfährt, auch Karoline hat ihr Päckchen zu tragen. Zeitweise fand ich die Geschichte von Karoline wesentlich interessanter als die von Maya, was daran gelegen haben mag, dass ich Maya's Handeln oft als unreif und wenig durchdacht empfunden habe. Leider haben sich so einige inhaltliche Fehler in die Geschichte eingeschlichen, die mich beim Lesen irritiert haben. So gibt es z.B unterschiedliche Angaben über das Geburtsjahr von Maya oder Tobi's Wohnort in München variiert und verwirrten mich als Leserin.

                                                                            Maya war mir als Protagonistin nicht unbedingt sympatisch, ihr Verhalten oft nicht nachvollziehbar ,ihre Ansichten nicht ihres Alters entsprechend. Karoline hat mir da schon besser gefallen. Ein ehrliches Gespräch zur rechten Zeit hätte für alle das Leben einfacher gemacht, aber so ist das ja auch oft im wahren Leben, Ängste und fehlendes Vertrauen führen dazu, dass man sich selbst im Weg steht.

                                                                            Im Großen und Ganzen fand ich das Buch ganz unterhaltsam, es war leider ein bisschen vorhersehbar und es gab nur wenige Überraschungen im Handlungsverlauf. Die beschriebenen Hippies fand ich schon ziemlich strange und total übertrieben ,aber gerade diese Figuren hat die Autorin nach realem Vorbild (siehe Nachwort) geschaffen. Die Landschaftsbeschreibungen fand ich klasse. Es gab viele schöne Szenen, die mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt haben.

                                                                            Ein schönes Zitat noch am Schluss: "Ich möchte mit Erinnerungen sterben, nicht mit Träumen." Ich kann das Buch leider nicht uneingeschränkt empfehlen.

                                                                            vronika22

                                                                            Beiträge 21
                                                                            14.04.2019

                                                                              Ich liebe die Bücher von Katharina Herzog und habe „Immer wieder im Sommer“ und „Zwischen dir und mir das Meer“ mit großer Begeisterung verschlungen. Dementsprechend groß waren auch meine Erwartungen an den neusten Band. Leider konnte Katharina Herzog diesmal meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.

                                                                              Hauptprotagonistin Maya ist 32 Jahre alt und Reisebloggerin. Sie hat sich das Ziel gesetzt in 52 Wochen 52 Länder zu besuchen und von dort jeweils zu berichten. Eine weitere wichtige Protagonistin ist ihre Mutter Karoline, die auf La Gomera lebt. Eigentlich möchte Maya überall hin, nur nicht nach La Gomera. Aber das Schicksal führt sie ausgerechnet dort hin.
                                                                              Mehr möchte ich an diese Stelle nicht über den Inhalt preisgeben. Für meinen Geschmack verrät der Klappentext sogar schon etwas zu viel.

                                                                              Abwechselnd berichten Maya und Karoline und die einzelnen Kapitel sind dementsprechend übertitelt. Die Abschnitte von Maya spielen in der Gegenwart, während die Kapitel von Karoline überwiegend aus der Vergangenheit erzählen.
                                                                              Mit Maya bin ich aber im Laufe des Buches so gar nicht warm geworden. Sie kam mir von ihrem Verhalten einfach nicht vor wie 32 Jahre. Ich konnte mich also überhaupt nicht so richtig auf sie einlassen. Sehr viel besser hat mir Karoline und ihre Geschichte gefallen und dementsprechend auch mehr berührt.

                                                                              Insgesamt war mir in diesem Buch etwas zu viel Esoterik. Ich kann damit nicht so wirklich viel anfangen und es kam manches einfach nicht wirklich authentisch oder real bei mir an.

                                                                              Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr gut und flüssig zu lesen und man merkt, dass sie für das Buch wieder sehr gut recherchiert hat, und weiß wovon sie schreibt. Man hat wirklich einen schönen Eindruck von La Gomera beim Lesen erhalten.
                                                                              Auch das Nachwort hat noch einiges erklärt und hat mir sehr gut gefallen. Was mir aber bei diesem Buch am besten gefallen hat, war die Mutterliebe, die man so richtig (vor allem gegen Ende) fühlen und spüren konnte, die sogar über das eigene Blut hinausgeht.
                                                                              Fazit: Ein schöner Frauenroman zur Thematik Vergangenheitsbewältigung und Selbstfindung, durchaus mit etwas Tiefgang. Aufgrund der schon erwähnten kleineren Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben, vergebe ich 3,5 Sterne.

                                                                              Tara

                                                                              Beiträge 10
                                                                              13.04.2019

                                                                                Unterhaltsamer Wohlfühlroman

                                                                                „Der Wind nimmt uns mit“ ist der dritte Band aus der Reihe „Farben des Sommers“ der Autorin Katharina Herzog. Die Bücher können vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden.
                                                                                Die 32-jährige Maya ist Reisebloggerin und ihr Ziel ist es 52 Länder in 52 Wochen zu bereisen. In Taiwan lernt sie Tobi kennen und wird nach einem One-Night-Stand mit ihm schwanger. Maya will das Kind nicht bekommen und möchte Tobi davon in Kenntnis setzen. Dieser ist gerade auf La Gomera. Die Insel ist so ziemlich der einzige Ort, den Maya nicht bereisen möchte, da dort ihre Adoptivmutter Karoline lebt und sie nur durch einen Zufall erfahren hat, dass diese nicht ihre leibliche Mutter ist.
                                                                                Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Perspektive wechselt zwischen Maya und Karoline. Karolines Kapitel sind zum Teil Rückblenden, in denen man nach und nach erfährt, warum sie Maya die Wahrheit so lange vorenthalten hat.
                                                                                Ich war bisher noch nicht auf La Gomera, aber die bildhaften Beschreibungen von Katharina Herzog haben mir große Lust auf eine Reise dorthin gemacht. Die Insel und die Bewohner werden so authentisch und lebendig beschrieben, dass ich während des Lesens schon fast das Gefühl hatte vor Ort zu sein und das Künstlerdorf El Guro nun unbedingt einmal erleben möchte. Ebenso beeindruckend wie die Landschafbeschreibungen der Insel fand ich das Lichterfest in Taiwan und die Darstellung des Meeres beim Tauchen.
                                                                                Maya wirkt für ihre 32 Jahre ein wenig unreif und zu Beginn macht es den Eindruck als ob ihr die Follower ihres Blogs und jedes Like wichtiger sind als reale soziale Kontakte. Die übrigen Charaktere wirken zum Teil ein wenig skurril, aber durchaus liebenswert und authentisch.
                                                                                Trotz kleiner inhaltlicher Ungereimtheiten hat mir der Roman gut gefallen und ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Es ist ein schöner Wohlfühlroman, der wunderbar auf den Sommer und Sommerurlaub einstimmt.