Kira Mohn

Free like the Wind

Tausend Splitter anstelle eines Herzens …
Rae wirkt nach außen wie jede andere 20-Jährige, innerlich jedoch ist sie zerbrochen. An einem schrecklichen Tag vor drei Jahren hörte ihre Welt auf, sich zu drehen – und sie steht auch heute noch still. Rae ist erstarrt, gefangen in den Scherben ihres Lebens. Bis die Idee einer Freundin sich in ihr festsetzt: wandern gehen in einem von Kanadas Nationalparks. Weite Landschaften. Nur sie und die Natur. Genauer gesagt: nur sie, die Natur und Cayden. Ausgerechnet Cayden. Er ist ein Aufreißer, nimmt nichts ernst. Doch in seinen Augen liest Rae etwas, das sie schmerzhaft gut kennt …
Herzzerreißend und gefühlvoll – das Finale der zweibändigen Kanada-Reihe von Kira Mohn


Autorenbild Foto von Kira Mohn

Die  Autorin

Kira Mohn hat schon die unterschiedlichsten Dinge in ihrem Leben getan. Sie gründete eine Musikfachzeitschrift, studierte Pädagogik, lebte eine Zeitlang in New York, veröffentlichte Bücher in Eigenregie unter dem Namen Kira Minttu und hob zusammen mit vier Freundinnen das Autoren-Label Ink Rebels aus der Taufe. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in München. Die Romantik darf in ihren Geschichten nicht zu kurz kommen, aber vor allem ist es ihr wichtig, Figuren zu erschaffen, die sich echt anfühlen. «Show me the Stars» ist der Auftakt zu ihrer Leuchtturm-Trilogie. Kira ist auf Facebook und Instagram aktiv und tauscht sich dort gern mit Lesern aus.


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Rezensionen

JennyHCA

Beiträge 7
27.02.2021

Bereits in Band 1 haben Rae und Cayden durch ihre doch sehr verschlossenen Charakaterzüge, die sich anders dargestellt haben, meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weshalb ich umso neugieriger auf Band 2 war. Jedoch haben mich lediglich die letzten 80 Seiten wirklich fesseln können. Das Buch ist zu gefühlten 90 Prozent eine 2 Person Show, da anderweitige Charaktere, Rae's Gedanken ausgenommen, kaum vorkommen und sich das gesamte Buch gefühlt nur um Szenen zwischen Rae und Cayden spielt.
Als einzelne Charaktere finde ich beide sehr interessant, doch das Potenzial dafür wurde für mich leider nicht ausgenutzt. Ich habe bis auf die letzten Seiten kaum eine Verbindung zwischen ihnen spüren können, geschweige denn etwas, was mich richtig packen konnte. Der Schreibstil ist zwar wirklich leicht und fließend, doch erst auf den letzten Seiten kam eine "richtige" Handlung bzw. Spannung ins Buch rein. Es hat sich eher wie eine sehr lange Einleitung angefühlt, gefolgt von einem kurzen Plot, was sehr schade ist. Auch der plötzliche Sinneswandel in Cayden, dass er nun mit ihr zusammen sein will, kam für mich erstens zu sehr aus dem Kontext, da es sich einfach nicht wirklich richtig angefühlt hat beim Lesen, und zweitens doch sehr plötzlich. Ich hätte mir dort einen besseren Übergang gewünscht. Die letzten Seiten wiederum waren wirklich toll und haben das Ruder noch etwas rumreißen können, doch insgesamt kommt es leider gar nicht an Band 1 ran. Das Potenzial wurde hier in meinen Augen ganz klar kaum ausgeschöpft.

karinlovesbooks

Beiträge 11
29.01.2021

Nachdem ich Band 1 so unglaublich gut fand, habe ich mich natürlich riesig auf Band 2 gefreut.

Das Cover ist einfach wieder unbeschreiblich schön und ergänzt sich wundervoll mit dem Cover des ersten Bandes. Ich liebe die Farben und die Schrift. Da kommt alleine beim Anblick des Buches Wohlfühlstimmung auf.

Der Schreibstil der Autorin war wieder richtig toll. Flüssig, locker und einfach total cozy. Ich konnte mir alles wundervoll bildlich vorstellen.

Rae hatte ich mir nach Band 1 tatsächlich ganz anders vorgestellt. Sie ist nicht so cool und locker und witzig wie ich gedacht hatte. In Wahrheit ist sie ein sehr gebrochener Mensch und hat schlimme Dinge erlebt. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches kam eher schleppend und auch eher erst gegen Ende des Buches was ich persönlich ein bisschen schade fand. Irgendwie tat ich mir ein bisschen schwer mich in sie reinzufühlen und wurde nicht so ganz warm mit ihr. Man hat auch mehr als die Hälfte des Buches nicht gewusst was es mit ihrer Vergangenheit auf sich hat.

Cayden kam ebenfalls in Band 1 ganz anders rüber als er tatsächlich ist. Er war für mich ein sehr undurchsichtiger Charakter mit dem ich mir auch nicht ganz so leicht getan habe. Ich mochte ihn zwar, aber mir hat einfach das gewisse Etwas gefehlt. Vor allem konnte ich viele Aussagen und Handlungen von ihm nicht wirklich nachvollziehen. Er war mir irgendwie ein Rätsel. Ein Rätsel das mehr oder weniger erst in den letzten 50 Seiten aufgeklärt wurde, was für meinen Geschmack einfach viel zu spät gewesen ist.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir relativ schwer gefallen. Es hat sich einfach sehr gezogen und erst ab der Hälfte des Buches befanden sich die Protagonisten im Nationalpark was für meinen Geschmack viel zu spät gewesen ist. Sobald sie dann im Nationalpark waren kam auch endlich das typische Feeling der Reihe auf. Diese Wohlfühlstimmung auf die ich die ganze Zeit gewartet hatte. Ab da bin ich sehr flott im Buch voran gekommen. Doch so schön es auch war, die Zeit im Nationalpark war nach knapp 80-100 Seiten schon wieder vorbei was ich sehr schade fand. Auch, wurden einige Ausflüge die sie dort unternommen hatten gar nicht beschrieben was ich ebenfalls sehr schade fand.
Erst in den letzten 50 Seiten hat man dann auch näheres von Cayden erfahren und dann kam alles Schlag auf Schlag. Irgendwo blieb auch die Romantik und das Knistern zwischen den Protagonisten die Meiste Zeit auf der Strecke und als das dann in den letzten Seiten doch noch kam, konnte ich mich so gar nicht reinfühlen. Es hat mich irgendwie nicht so richtig berührt.

Es war kein schlechtes Buch, aber da mich Band 1 so begeistert hat, hatte ich auch einfach sehr hohe Erwartungen an das Buch die leider nicht erfüllt wurden.

kerstin2601

Beiträge 66
28.12.2020

Manchmal kommt die Liebe unerwartet zwischen Menschen, die auf den ersten Blick eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen.
Aber bevor die Gefühle ins Spiel kommen, müssen die Protagonisten einige Abenteuer in der Wildnis Kanadas bestehen.

Lesemaus1984

Beiträge 4
30.04.2021

    Die 20 jährige Rae hat kaum Freiheiten. Sie leidet unter ihrer Helikoptermutter. Sie hat einen großen Traum. Die möchte gerne eine Wanderung durch Kanadas Nationalpark machen. Leider darf sie das nur in Begleitung machen.


    Cayden ist gutaussehend und arrogant. Sein Leben besteht aus Partys und ständig wechselnden Liebschaften.
    Cayden ist bereit, Rae bei der großen Wanderung zu begleiten. Aber Rae kann ihn nicht ausstehen.
    Zwei Welten prallen aufeinander. Können Sie sich aufeinander einlassen und sich gegenseitig bei ihren Problemen helfen?

    Ein wunderschöner emotionaler Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

    peachlovesbooks

    Beiträge 18
    23.04.2021

      Auf diesen Band der Reihe habe ich mich sehr gefreut, da ich Rae und Cayden nach dem ersten Band noch nicht richtig einschätzen konnte und mehr über beide erfahren wollte. Beim Lesen des Buches ist mir klar geworden, dass mehr hinter beiden steckt als man zunächst vermutet hat und beide eine sehr traurige Vergangenheit mit sich herumtragen.

      Der Schreibstil der Autorin war wie auch schon beim ersten Band gut zu lesen und leicht zu verstehen. Durch die Schreibweise aus der Sicht von beiden Protagonistin bekommt man einen umfassenden Einblick in die Gedanken beider, was dazu führt, dass die Handlungen beider immer sehr gut nachzuvollziehen sind.

      Rae hat ein sehr enges Verhältnis zu ihren Eltern, sodass sie zu Beginn sehr unselbstständig wirkt. Außerdem verliert sie schnell die Kontrolle über ihr Verhalten. Dadurch bekommt man den Eindruck, dass sie sehr unberechenbar ist. Mit der Zeit erfährt man aber das sie unter einem tragischen Verlust zu leiden hat, für den sie sich verantwortlich fühlt. Ihre Darstellung in dem Buch war für mich die ganze Zeit über sehr realistisch und nachvollziehbar, sodass ich sie schnell in mein Herz geschlossen habe und mit ihr gelitten habe. Es war aber auch schön zu sehen, dass sie trotz allem ein sehr netter Mensch ist und immer mehr über sich hinauswächst.

      Cayden ist zunächst überhaupt nicht zu verstehen. Er scheint einfach nur arrogant, oberflächlich und immer zu Eskapaden bereit zu sein. Rae erkennt aber nachdem auch sie anfangs Vorurteile hat, dass hinter seiner Fassade mehr steckt als er alle glauben lassen will. Auch er verbirgt traumatische Erlebnisse, die er mit seinem Lebensstil zu verdrängen versucht. Je mehr man über Cayden erfahren hat, desto sympathischer wurde er mir und immer mehr konnte ich ihn als einen anderen Menschen als zu Beginn sehen.

      Gut gefallen hat mir auch, dass sich beide Protagonisten langsam aneinander angenähert haben und nichts überstürzt passiert ist, was in vielen Büchern passiert und für mich nicht so sehr realistisch wäre, wenn man die Vergangenheit beider bedenkt. Ihr Aufenthalt in Nationalpark hat mir gut gefallen, weil vor allem die Umgebung sehr gut und so beschrieben wurde, dass man sich alles vorstellen konnte.

      Fazit:
      „Free Like The Wind“ ist ein super schönes Buch, welches sich sehr emotional fand aber auch viel daraus mitnehmen konnte. Es war schön Rae und Cayden auf ihrer Reise zu begleiten.

      SasaRay

      Beiträge 5
      12.04.2021

        Ruhig. Gefühlvoll. Nah.
        .
        Leseerlebnis :
        "Free like the Wind" wird im Wechsel aus der Perspektive der beiden Protagonisten Rae und Cayden in der Ich-Form erzählt. Beide kennt man schon aus dem ersten Band und es ist schön sie nun auch näher kennen zu lernen. Beide werden von der Autorin sehr schön gezeichnet und man blickt mit zunehmender Seitenzahl immer weiter hinter ihre Fassaden. Besonders schön fand ich es wieder Haven und Jackson zu begegnen und zu erfahren, wie es ihnen geht.
        Die Handlung beginnt in diesem Teil sehr langsam und gemächlich. Vor allem wird das meiste nur angedeutet und wirft Fragen auf.
        Ich war total begeistert, als es endlich wieder nach Jasper in den National Park ging. Leider war dieser Teil für mich wieder viel zu schnell zu Ende. Es gab unheimlich viele und schöne Knistermomente zwischen Cayden und Rae, aber auch unheimlich viel explosive Spannungen. Mir persönlich war der Anfang etwas zu schleichend, wobei ich mir dann in der zweiten Hälfte mehr Worte gewünscht hätte.
        Das Ende des Buchs hat mir wieder unheimlich gut gefallen und ich kann Jasper und die vier somit problemlos ziehen lassen.
        Fazit:
        Eine sehr schöne und berührende Geschichte, die mich allerdings nicht so überzeugen konnte, wie ihr Vorgänger.

        Alena.liest

        Beiträge 10
        09.04.2021

          Schon Kira Mohns Roman "Wild like a river" hat es sofort in meine Kategorie "Herzensbücher" geschafft. Die Kulisse, der Schreibstil und diese unfassbar authentischen Charaktere, in die man sich als Leser verliebt sind einfach einzigartig. Dieses Buch hat mir allerdings NOCH besser gefallen. Es war tiefgründiger und beinhaltete doch tatsächlich meine zwei Lieblingsthemen "Enemies-to-Lovers" und das "One-Bed-Trope" als wäre das Buch nur für mich geschrieben worden. In ihrem lockeren und trotzdem berührenden Schreibstil hat sie auch noch die passende Prise Humor untergebracht. Sie konnte mich mit ihren Worten berühren und hat mit Rae und Cayden zwei unglaublich gebrochene Menschen so realistisch wie möglich dargestellt. Ich bin immer noch fasziniert. Sehr ansprechend fand ich hier auch wieder, dass die Geschichte aus beiden Sichten erzählt wurde, vor allem bei solch zwei traumatisierten Charakteren, die beide eine große Last mit sich herumschleppen. Für die passende Menge Nostalgie haben Haven und Jackson gesorgt, die angenehme "Gastauftritte" abstatteten und ihrem Charakter nach wie vor treu blieben. Doch am beeindruckendsten waren auf jeden Fall unsere zwei neuen Protagonisten.
          Cayden hat mir sofort mit seinem trockenen Humor sehr gut gefallen und außerdem bin ich, auch wenn ich die Natur in Büchern sehr liebe, normalerweise auch nicht so der Wander- und Naturfreak. Mit ihm hab ich mich sofort verbunden gefühlt und vor allem seine Gefühle seinem Vater gegenüber konnte ich schon nach wenigen Seiten nachvollziehen. Das volle Ausmaß, dass seinen Vater ausmacht wurde allerdings auch mir erst am Ende des Buchs klar. Das war selbst für mich ein Schock und ich bin immer noch überwältigt wenn ich an die Seiten und Worte zurückdenke. Fakt ist ich habe Cayden über die Kapitel hinweg auf jeden fall in mein Herz geschlossen und er ist einer der Protagonisten, die einen nicht sofort loslassen, wenn man das Buch zuschlägt. Sein Charakter wurde so vielfältig und realistisch kreiert, dass ich mir nicht sicher bin ob ich dies überhaupt in naher Zukunft vergessen kann. Bei ihm wurde meiner Meinung nach einfach der zerbrochene, taff wirkende Junge perfekt getroffen.
          Seine bessere Hälfte ist aber keinesfalls weniger beeindruckend. Ich mochte Rae von Anfang an sehr gerne, auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich es schade finde, dass sie obwohl sie eigentlich weiß, dass nicht alles ist wie es scheint, Cayden gegenüber so feindselig ist. Ich denke sie ist an ihn einfach mit zu vielen Vorurteilen und teils auch ein wenig naiv herangegangen. Sie war so versunken in ihren eigenen Schmerz, dass sie nicht wahrnehmen konnte, dass andere diesen auf Grund anderer Dinge ebenso empfinden. Zu Beginn hat mich das wirklich ein bisschen traurig gemacht. Allerdings hat sie selbst von Schuldgefühlen gequält schon so viel durchgemacht, sodass ich verstehen kann, dass sie so in ihre Gedankenwelt zurückgezogen ist. Sie ist in ihrer Trauer und dem Verlust gefangen. Es ist schwierig einen geliebten Menschen zu verlieren, der zu einem gehört hat, der einen Teil von einem selbst war und noch schwieriger ist es diesem Mensch nie richtig tschüss gesagt zu haben. Auch hier sieht man mal wieder, wie berührend und tiefgehend dieses Buch ist, wenn man sich darauf einlässt. Toll finde ich aber auch, dass Rae tatsächlich ein Mädchen ist, dass sich in brenzligen Situationen wehren kann (ja da hab ich mich ein wenig wie eine stolze Mutti gefühlt).
          Zusammen ergänzen sich die Beiden einfach perfekt, auch wenn sie das lange nicht wahrhaben wollen und so ihre gemeinsame Zeit lieber mit gewieften Schlagabtäuschen verbringen. Man merkt auf jeden fall sofort, dass diese beiden sich verstehen und die Chemie passt einfach. Ihre Lovestory passt sich ihnen ebenfalls perfekt an, sie ist langsam und doch intensiv also meiner Meinung nach liegt hier ein perfekter Slow-burn- Roman vor. Das alles dann auch noch in so einer atemberaubenden Umgebung, ist einfach der Hammer! Auch wenn dieses Buch ein wenig braucht, bis die Geschichte in die Wildnis verlegt wird, lohnt es sich auf jeden Fall zu warten. In diesem Buch bekommt ihr nämlich unglaublich friedliche, harmonische und atemberaubende Beschreibungen der Natur, dass man sich einfach nur befreit fühlt.
          Fazit: Diesen tiefgründigen, berührenden und authentischen Roman kann ich nur weiterempfehlen. Große Gefühle im Jasper National Park!

          MsChili

          Beiträge 12
          07.04.2021

            Mit dem Genre bin ich meistens ein wenig vorsichtig. Hier hat mich jedoch der Klappentext gereizt und in „Wild like a river“ habe ich reingelesen und mir hat der Stil und die Umgebung echt gut gefallen. Auch ohne Vorkenntnisse kann man dieses Buch gut lesen. Man greift sich natürlich etwas vor, da die Charaktere aus „Wild like a river“ auch in diesem Buch auftauchen. Mich hat das nicht gestört und ich war recht schnell gefangen. Rae hat ein Geheimnis, auch wenn recht schnell klar ist, was bei ihr passiert ist. Ihr Familie hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten und lebt seither wie in einer Blase. Man spürt wie Rae sich immer mehr eingesperrt fühlt und wieso sie ausbrechen muss. Ich hatte bei dem Hörbuch mehr als einmal Gänsehaut und war gefangen, dass ich es fast an einem Tag gehört habe. Cayden ist auch kein Engel und man fragt sich lange, was genau passiert ist, dass ihn so geprägt hat. Hierzu erfährt man erst am Ende mehr, doch das ging auch unter die Haut. Die Emotionen kochen über und die Sprecher machen ihr Job grandios, man fühlt mit den Charakteren mit und kann sich wunderbar in sie hineinversetzen.

            Dann kommen noch die wunderschönen Beschreibungen vom Nationalpark hinzu, wobei ich hier fast noch mehr erwartet hätte.

            Alles in allem ein wundervolles, definitiv hörenswertes Hörbuch. Ich werde auch „Wild like a river“ noch hören!

            Maya Rottenmeier

            Beiträge 29
            14.03.2021

              Nach „Wild Like A River“ freue ich mich riesig auf den 2. Band dieser Dilogie, doch leider hat es ein paar Wochen gedauert, ehe ich freie Lesezeit dafür finde.

              Zur Handlung:
              Rae bricht zu einer Wanderung im Jasper-National-Park auf, bei der ihr Cayden Gesellschaft leistet. Ausgerechnet Cayden, der eine oberflächliche Außenwirkung versprüht und so gar nicht zu der blauhaarigen jungen Frau passen will, die oft nachdenklich und in sich gekehrt wirkt.

              Einblicke in die Figuren:
              Rae ist 20 Jahre alt, lebt in Edmonton und arbeitet nachts in einem kleinen Kino. Ihre Mutter ist überfürsorglich und Rae stetig bemüht, ihr keinerlei Sorgen zu bereiten. Mit ihren blauen Haaren ist sie ein Hingucker und kein Duckmäuser. Sie betreibt seit zwei Jahren die Kampfsportart Krav Maga und versucht sich an Yoga.

              Cayden Terrell ist 23 Jahre alt und kam mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund auf die Welt. Er studiert Jura und teilt sich sein Zuhause mit Jackson, den ich schon im ersten Band fest ins Herz geschlossen habe. Cay hat nur Partys und Frauen im Kopf und beides trinkt er sich obendrein mit Alkohol schön, genau wie den Rest seines Lebens. Cayden kann aber auch anders. Es dauert eine Weile, ehe Mohn mir einen Blick auf seine weiche Seite gewährt.

              Die Entwicklung der beiden geht langsam vonstatten und ist für mich nicht immer nachvollziehbar.

              Was mich beim Lesen verwöhnt:
              Der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil, sowie das grandiose Setting des National-Parks (auch wenn es diesmal erst recht spät in den Seiten erscheint) entführen mich in eine andere Welt. Obendrein treffe ich Haven und Jackson wieder, was mich mit purer Verzückung erfüllt. In dieser Geschichte fallen die Protagonisten nicht blitzartig übereinander her, sondern sie erhalten Zeit sich zu entfalten, was mir prima gefällt. Der gelegentliche Schlagabtausch zwischen Cay und Rae liest sich erfrischend und häufig humorvoll. Die Story wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der Hauptfiguren im Präsens geschildert und folgt dabei ihrem eigenen ruhigen Rhythmus. Es ist eine Geschichte der leisen Töne.

              Nicht alles packt mich:
              Mir fehlt von Beginn an der Zauber und Charme des 1. Teils, in den ich mich sofort verliebt habe. Die Figuren in diesem Band sind durchschnittlich und ich muss mich eine Weile gedulden, ehe ich mehr von ihnen entdecke, dass nicht in Buchstaben festgehalten ist. Doch ich finde nichts, was mich an sie fesselt. Da helfen auch Raes blaue Haare nicht. Cays und Raes Emotionen sind ein gut gehütetes Geheimnis, über das ich zwar offenkundig lesen darf, aber nicht nachempfinden kann. Sie halten mich auf Distanz und berühren mich nicht. Für mich ist da nur Leere, was ich zutiefst bedaure. Kein Prickeln, kein Kribbeln, kein Ziehen in der Herzgegend und kein Mitgefühl, bis auf eine Stelle im Buch, an der Cay über Ernie und Bert spricht.

              Es hat mich nicht überzeugt:
              Wenn diese Idee mit der Wanderung nicht aufgekommen wäre, dann hätten beide nicht das Gefühl gehabt, etwas in ihrem Leben ändern zu wollen. Das ist es, was ich zutiefst bedauerlich finde. Für mich sollte das immer aus den Figuren selbst kommen. So aber wirkt es konstruiert.

              Zusätzlich vermisse ich die Fragen, wohin jeder von ihnen im Leben will. Da sind keinerlei Pläne auszumachen. Rae und Cayden sind für mich nur schwer greifbar und ihre „Probleme“ bleiben mir zu lange verborgen. Und selbst als ich sie lese, kann ich sie nicht zu hundert Prozent mit ihrem Verhalten in Einklang bringen. Gegen Ende wird es kurzzeitig spannend. Leider lese ich die Auflösung nur als Zusammenfassung im Epilog. Davon hätte ich gerne aktiv etwas mitbekommen. Das geht mir alles zu schnell.

              Mein Fazit:
              „Free Like The Wind“ ist das fünfte Buch von Mohn für mich und das erste Mal, das sie mich mit ihrer Geschichte nicht abholt. Vom Schreibstil her ist es ein Genuss, nur hat mich leider die Handlung nicht überzeugt und die Figuren sind schon wieder aus meinen Gedanken verschwunden. Sie sind blass und bleiben bis zum Schluss durchschnittlich. Nicht, dass Durchschnitt etwas Schlechtes ist, doch beim Lesen möchte ich mich mit ihnen identifizieren und das ist hier nicht geschehen. Aber so ist das eben. Mohns nächstes Buch nimmt mich mit Sicherheit wieder auf eine fantastische und emotionale Reise mit.

              So fällt mir die Bewertung dieser Lovestory schwer, aber da es handwerklich absolut gelungen ist, bekommt „Free Like The Wind“ 3 prima Sterne von 5 von mir und eine Leseempfehlung da es einige unterhaltsame Augenblicke gibt, auch wenn ich nichts von den Gefühlen, die eine Liebesgeschichte auszeichnen, spüren kann.

              Thea_

              Beiträge 15
              14.03.2021

                Nachdem mir Wild like a River schon sehr gut gefallen hat, war mir klar, dass ich Free like the Wind auch lesen muss. Das Setting um den Jasper Nationalpark hat mir wieder richtig gut gefallen und man bekommt direkt Lust seinen eigenen Rucksack zu packen und auch eine Wandertour zu starten.
                Rae und Cayden sind schon aus Wild like a River bekannt. Über Rae hat man noch nicht so viel erfahren und Cayden wirkte durch Wild like a River wie ein oberflächlicher Draufgänger.
                Das Buch ist aus beiden Perspektiven geschrieben, so bekommt man schnel einen Einblick in die Charaktere und auch die Gedankenwelt von beiden lässt sich nachvollziehen. Man merkt schnell, dass beide mit etwas aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben. Besonders Cayden hat es mir angetan und er wurde mir immer sympathischer.
                Es ist wirklich schön mitzuerleben, wie sich die Gefühle zwischen den beiden entwickeln und wie sich sich gegenseitig immer mehr öffnen. Die Charaktere wirken alle sehr authentisch.
                Kira Mohns Schreibstil ist auch hier wieder grandios. Man fliegt durch die Seiten, will das Buch am liebsten gar nicht weglegen und durch die Naturbeschreibungen hat man das Gefühl man selbst ist gerade im Jasper Nationalpark.
                Free like the Wind ist ein toller Abschluss der Kanada-Dilogie. Meiner Meinung nach ist das Buch sogar noch besser als Wild like a River.

                DamarisDy

                Beiträge 5
                08.03.2021

                  Nachdem mir das Buch "Wild like a River" von Kira Mohn so sehr gefallen hat, freute ich mich auf den zweiten Teil der Kanada-Reihe "Free like the Wind", welcher unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden kann. Es empfiehlt sich allerdings mit Teil 1 anzufangen, da es in Band 2 doch den ein oder anderen Insider gibt, der nur verstanden wird, wenn man den Vorgängerband kennt.

                  In der Geschichte hat der Leser es mit den Figuren Rae und Cayden zu tun, die man beide bereits im ersten Band der Reihe kennen gelernt hat. Vor allem Cayden war mir da eher unsympathisch, dennoch war ich sehr auf sein wahres Ich und seine charakterliche Entwicklung in diesem Band gespannt. Und auch Rae schürte meine Neugierde. Die beiden begeben sich hier, obwohl sie sich eigentlich gar nicht mal so richtig leiden können, auf eine mehrtägige Wanderung durch die Wildnis von Kanada, da Rae einfach mal "raus muss" und Cayden nichts besseres vorhat, bzw. seinem Vater aus dem Weg gehen will. So prallen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander, die doch mehr miteinander gemein haben, als anfangs erwartet.

                  Kira Mohn schreibt ihren Liebesroman aus den Sichtweisen beider Hauptcharaktere in der Ich-Perspektive im Präsenz, was mir die Charaktere schnell näher bringt. Beide sind auf ihre eigene Art und Weise gebrochen und haben schon eine Menge hinter sich. Der Leser bekommt immer wieder Bruchstücke geliefert, die ihn erahnen lassen, was die Protagonisten bereits durchmachen mussten, doch erst gen Ende klärt sich mein Bild da richtig. Obwohl die Geschichte wirklich eher eine der leisen Töne und sehr atmosphärisch und auch in gewisser Weise idyllisch ist, wird hier auch die ein oder andere Sache thematisiert, die wirklich nicht ohne ist. Das hätte man bei dem Klappentext und dem Cover nicht wirklich erwartet, diese Art von Überraschung finde ich aber nicht verkehrt. Hier werde ich an vielen Stellen berührt und auch in gewisser Weise sensibilisiert. Die Charaktere machen es mir als Leserin leicht, mich in sie einzufühlen, wenn auch nicht immer alles richtig ist, was sie so tun und lassen und sie manchmal wirklich auf der Stelle treten. Und besonders schön ist es für mich, ihre schlussendliche Entwicklung mitzuerleben.

                  Die Liebesgeschichte zwischen ihnen entwickelt sich ziemlich langsam, erst gen Ende führen Rae's und Cayden's Wege wirklich zusammen. Das finde ich aufgrund ihrer beider Situationen aber authentisch, der Fokus liegt mehr auf ihren einzelnen Persönlichkeiten. Die Lovestory ist eher nebensächlich, trotzdem total schön, bewegend und mitreißend.
                  Gelungen finde ich, dass die Autorin trotz mancher Schwere hier auch immer wieder eine gewisse Portion an Humor mit einbaut, so muss ich bei manchen Szenen wirklich lachen. An anderen bin ich wiederum schockiert, bestürzt, gerührt oder auch einfach sehr gelassen, weil die Geschichte einfach insgesamt nicht so ein großes Tempo mit sich bringt und in manchen Kapiteln nicht allzu viel passiert. Das ist manchmal vielleicht etwas langatmig.

                  Der Schreibstil ist wieder typisch Kira Mohn, sehr atmosphärisch, bildgewaltig und insgesamt sehr locker und leicht. Die abwechselnden Sichtweisen sind sehr erfrischend und werfen ein immer klareres Bild auf beide Protagonisten. Das ist schön.

                  "Free like the Wind" ist eine ruhige Wohlfühlgeschichte, die Fernweh in mir auslöst und den Leser mit tiefgründigen Themen herausfordert. Trotzdem habe ich "Wild like a River" noch ein Stückchen lieber.
                  Ich vergebe hier eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 4,5 Sterne, die ich – sofern nicht anders möglich – gerne aufrunde *****

                  Michelleslittlebookworld

                  Beiträge 17
                  01.03.2021

                    Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
                    Wie schon Band eins hat auch Free like the Wind einfach wieder diese tolle Atmosphäre und bildhaften Naturbeschreibungen, die zusammen mit dem flüssigen Schreibstil eine sehr gelungene Geschichte bilden. Ich muss allerdings sagen, dass ich in diesen Band etwas schwerer reingekommen bin. Der Anfang hat sich ein wenig gezogen und die Geschichte startet eigentlich erst richtig ab der Hälfte des Buches, wenn Cayden und Rae zu ihrer gemeinsamen Wanderung im Jasper Nationalpark aufbrechen. In der ersten Hälfte geht es eher um die jetzige Situation in der beide auf ihre Weise feststecken, weil sie sich einigen Dingen nicht stellen können. Erst während ihrer Wanderung lernen sie langsam loszulassen, sich ihren Problemen zu stellen.
                    Rae fand ich teilweise recht schwer einzuschätzen, weil sie einfach oft so extrem gehandelt hat. Ich konnte es auf der einen Seite nachvollziehen nachdem was ihrer Familie geschehen ist, aber in einigen Situationen besonders in Bezug auf Cayden auch wieder nicht. Zum Beispiel dass sie immer das Schlimmste bei ihm annimmt auch wenn er sich ihr gegenüber eigentlich ziemlich anständig benimmt.
                    Cayden wirkt am Anfang zwar oberflächlich betrachtet wie ein verwöhnter und überheblicher Aufreißer der sich um nichts sorgt, doch es wird schell klar das hinter seiner Fassade viel mehr steckt und er mit einigem zu kämpfen hat. Er versucht im Gegensatz zu Rae nicht es allen anderen recht zu machen, aber auch er ist in seinen Entscheidungen nicht frei.
                    Deshalb war es umso schöner den Weg der beiden zu verfolgen und wie sie lernen für sich einzustehen. Allerdings hat sich für meinen Geschmack die Beziehung der beiden etwas zu langsam entwickelt und am Ende ging mir dann wiederum alles zu schnell.
                    Dennoch konnte mich auch dieser Band wieder mir seiner tollen Atmosphäre überzeugen. Von mir 4,5/5❤️

                    Kerstins WortMelodie

                    Beiträge 21
                    01.03.2021

                      Ich habe ja bisher alle Bücher von Kira Minttu/Kira Mohn gelesen und jedes hat mir auf seine Art gut gefallen.
                      Auch diese Reihe ist wieder der Hammer. Schade, dass sie schon vorbei ist.
                      An dieser Stelle nochmal vielen Dank an das Kyss-Team und Kira für das Bloggerexemplar, welches ich beim Gewinnspiel gewonnen habe.
                      Ich habe mich riesig gefreut, dass ich den zweiten Teil gewonnen habe. Und gottseidank wurde ich auch nicht enttäuscht von der Geschichte.
                      Aber das hätte ich mir schon fast denken können, aber man weiß ja nie.

                      Rae und Cayden in "Free like the wind" zu begleiten hat mich absolut begeistert. Erstens liebe ich die beiden Protagonisten. Zweitens liebe ich
                      die wahnsinnig tollen bildhaften Beschreibungen der Umgebung/Gegend. Kira Mohn schafft es immer wieder mich hier absolut zu überzeugen. Und auch hier
                      hatte ich wieder das Gefühl mitten im Park dabei zu sein. Und nicht nur dort, sondern auch in der Stadt war ich nah an den Charakteren.

                      Abwechselnd erzählen Rae und Cayden aus ihrer Sicht die Story. Das mag ich ja immer super gerne. Und auch hier hilft es mir vor allem Cayden
                      zu verstehen...aber auch Rae. Denn beide haben natürlich ihre Vergangenheit, die teils sehr bewegend ist. Klar ist, dass man das nicht so einfach
                      wegsteckt. Aber Kira hat die Emotionen der Beiden so gut rübergebracht, dass ich vor allem Cay manchmal wirklich schütteln wollte. Ach was sag ich?
                      Manchmal? Wohl eher minütlich! Aber gleichzeitig wollte ich ihn auch in den Arm nehmen. Tja das kann die Autorin wirklich.
                      Und trotzdem muss man beide einfach irgendwie mögen. Authentisch und super lebendige Charaktere hat die Autorin hier geschaffen.

                      Zum Schreibstil selber muss ich nicht wirklich viel sagen oder? Ich mag ihn total und absolut und immer wieder gerne lesend.
                      Wenn es die Zeit zugelassen hätte, hätte ich die Story sicher an einem Stück verschlungen. Denn sie war gut. Zu keiner Zeit langweilig.

                      Also Japp! Absolute Leseempfehlung. Müsst ihr lesen! I love it.

                      dawn_woodshill

                      Beiträge 18
                      25.02.2021

                        Die Leuchtturmtrilogie von Kira Mohn habe ich letztes Jahr kennen und lieben gelernt. Daher habe ich mich sehr über die Kanada Dilogie von ihr gefreut und den ersten Band auch direkt nach dem Erscheinungstermin verschlungen. Meiner Meinung nach schafft es fast keine Autorin so gut, solche wahren Wohlfühlbücher zu schreiben. Besonders die Umgebung wird immer detailreich beschrieben und man hat einfach das Gefühl, als wäre man bereits dort gewesen.
                        Das Cover von „Free like the Wind“ finde ich fast noch hübscher als das des ersten Bands. Beide zusammen passen so gut aber der Unterschied ist trotzdem klar erkennbar. Im zweiten Band geht wieder in den Jasper Nationalpark aber dieses Mal nicht mit Haven und Jackson.
                        Die Protagonisten Rae und Cayden habe ich schon im ersten Band kennengelernt und ich muss sagen, dass ich mehr als gespannt auf ihre Geschichte war. Im ersten Band hat man nämlich nicht allzu viel von den beiden mitbekommen und während ich Rae als taff und cool einschätzen konnte, war mir Cayden überhaupt nicht geheuer. Da der Roman aus den Perspektiven der beiden erzählt wird, bekommt man als Leser wirklich einen guten Einblick in die Sichtweise des jeweiligen Charakters. Und beim Lesen selbst war mir Cayden dann überhaupt nicht mehr unsympathisch und dass, obwohl er zu Anfang immer noch eher der Aufreißer ist. Aber irgendwie war er mir trotz allen Entscheidungen einfach sofort sympathisch. Man bemerkt trotzdem sofort, dass hinter seinem Verhalten so viel mehr steckt als man denkt. Bei Rae hat man einfach sofort gemerkt, dass sie sich eine große Last aufbürdet und einfach mit etwas zu kämpfen hat. Ich muss wirklich sagen, dass mich die Geschichte der beiden berührt hat. Beide haben ihre Art gefunden mit ihren Problemen umzugehen, wollen keine Hilfe und verschließen sich vor anderen, sobald es zu ernst werden könnte. Meiner Meinung ist das relativ untypisch für einen Roman, da meistens eben nicht beide Protagonisten so sind. Und obwohl sie sich so unfassbar ähnlich waren, sind sie eigentlich auch sehr verschieden. Ich weiß, das mag jetzt vielleicht verwirrend klingen, aber das erschließt sich einem beim Lesen wirklich. Ihr müsst Cayden und Rae einfach selbst kennenlernen und euch auf die beiden einlassen, denn beide haben so unfassbar viel zu sagen. Und das ist wichtig, nicht nur für sie, sondern auch für einen selbst.
                        Das ist meiner Meinung nach eine besonderen Eigenschaft der Autorin: Sie schafft es uns eine schöne Geschichte zu schenken und uns aber auch gleichzeitig die Augen zu offen.

                        beccisescapefromreality

                        Beiträge 8
                        21.02.2021

                          Rezension: „Free like the wind“ von Kira Mohn

                          Autor/in: Kira Mohn
                          Titel: Free like the wind
                          Reihe/Band: Kanada, Band 2
                          Genre: New Adult
                          Erschienen: Januar 2021
                          ISBN: 978-3-499-00400-1

                          Transparenz
                          Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

                          Klappentext
                          Tausend Splitter anstelle eines Herzens
                          Rae wirkt nach außen wie jede andere 20-Jährige, innerlich jedoch ist sie zerbrochen. An einem schrecklichen Tag vor vier Jahren hörte ihre Welt auf, sich zu drehen – uns sie steht auch heute noch still. Rae ist erstarrt, gefangen in den Scherben ihres Lebens. Bis die Idee einer Freundin sich in ihr festsetzt: wandern gehen in einem von Kanadas Nationalparks. Weite Landschaften. Nur sie und die Natur. Genauer gesagt: nur sie, die Natur und Cayden. Ausgerechnet Cayden. Er ist ein Aufreißer, nimmt nichts ernst. Doch in seinen Augen liest Rae etwas, das sie schmerzhaft gut kennt …

                          Buch-/Reihentitel und Coverdesign
                          Das Cover von „Free like the wind“ ist optisch ähnlich wie der erste Band der „Kanada“-Dilogie gestaltet. Auf der Front ist wieder ein umherfliegendes Blatt abgebildet – diesmal allerdings nicht in Lila, sondern in Bordeaux – einfach wunderschön. Darüber steht der Name der Autorin, darunter der Titel des Buches. Im Hintergrund ist sehr viel Nebel zu erkennen und weit dahinter kann man ganz dezent Wälder erkennen. Besonders gut finde ich, dass dieses kanadische Ahornblatt schonmal eine gute Einstimmung auf das Setting der Geschichte gibt. Es versprüht direkt eine ruhige und angenehme Atmosphäre.
                          Der Titel selbst klingt für mich nach einer Geschichte mit Freiheitsdrang als Thema. Vielleicht, indem einer der Protagonisten einen Ausweg aus einer Situation sucht oder etwas an einem Ist-Zustand verändern möchte. So waren zumindest meine Vermutungen allein durch Titel, Cover und Klappentext.

                          Charaktere
                          Rae ist 20 Jahre alt und irgendwie scheint ihr Leben still zu stehen, seit sie vor knapp vier Jahren ihre Zwillingsschwester verloren hat. Seitdem hat sie sich immer mehr von ihren Freunden distanziert, was nicht zuletzt auch an dem überbehütenden Verhalten ihrer Mutter liegt. Statt sich selbst wieder ein aktives Leben zu erschaffen ist sie die starke, verständnisvolle, unterstützende Hand, die ihre Familie so dringend benötigt. Ihre einzige engere Kontaktperson ist Haven, die wir bereits in Band 1 „Wild like a river“ kennenlernen durften. Mit ihr hat sich eine gemeinsame wöchentliche Frühstückstradition eingebürgert, die Raes Einsamkeit ein wenig aufhebt. Statt zu studieren, wie alle anderen ihre Altersgenossen, jobbt Rae abends in einem Kino und ihre einzige weitere Aktivität ist ein Selbstverteidigungskurs, den sie regelmäßig besucht, um sich auf ihrem Heimweg sicher zu fühlen. Nach einem erschreckenden Ereignis drängt alles an ihr nach einer Auszeit, die sie eigentlich ganz allein in den Wäldern in Havens Heimat verbringen möchte.
                          Cayden ist ein typischer Playboy, der nichts und niemanden ernst zu nehmen scheint. Sein Studium läuft nur nebenher, während er eine Frau nach der anderen vernascht. Er ist der beste Freund und Mitbewohner von Jackson, den wir ebenfalls bereits aus Band 1 kennen. Das gemeinsame Haus gehört allerdings Caydens Vater, der es seinem Sohn nur unter gewissen Auflagen überlässt. Zwischen den beiden herrscht kein sonderlich angenehmes Verhältnis und nach und nach merkt man, wie sehr dies Cayden zu schaffen macht. Immer weiter bröckelt die Fassade und Cayden wirkt immer verlorener. Doch statt sich Hilfe und Unterstützung bei seinen Freunden zu suchen, macht er das meiste mit sich selbst aus oder ertränkt seine Frustration in Alkohol.

                          Schreibstil und Handlung
                          Kira Mohn hat es wieder einmal mehr geschafft mich zu verzaubern. Ihre Landschaftsbeschreibungen sind einfach erste Sahne und sorgen dafür, dass man das Gefühl hat, bestimmte Szenen live mitzuerleben. Sie lädt zum Träumen ein und man bekommt als Leser direkt unglaublich viel Lust selbst ein bisschen vor die Tür zu gehen und die Welt zu erkunden. Sie schafft es mit ihrem sehr flüssigen, locker und leichten Schreibstil eine ruhige und äußerst entspannte Atmosphäre zu schaffen in der man sich wunderbar zurücklehnen und abschalten kann – natürlich mit der Geschichte in der Hand. Auch die Schilderungen der einzelnen Kapitel in der ersten Person, abwechselnd aus der Sichtweise von Rae und Cayden, sind sehr gut gelungen, denn es ermöglichte mir nach und nach einen immer genaueren Eindruck von den Charakteren zu bekommen und auch die ein oder andere Meinung, die ich zuvor gefasst hatte, wieder zu revidieren. Es war sehr interessant, tief in die beiden Persönlichkeiten einzutauchen, was auch immer mehr dafür sorgte, dass ich ihre Gedanken und Handlung Stück für Stück ein wenig mehr und besser verstehen konnte.
                          Seitdem ich „Wild like a river“ gelesen hatte, war ich neugierig auf Rae und Cayden und bin definitiv nicht enttäuscht worden. In beiden steckte so viel mehr drin, als man zunächst vermuten würde. Anders als in Band 1, wo der Wald und seine Umgebung im Vordergrund gestanden hat, liegt der inhaltliche Fokus in Band 2 der „Kanada“-Dilogie wesentlich intensiver auf den handelnden Personen. Mit Rae bin ich von Anfang an gut zurechtgekommen. Sie war in ihrem Denken und Handeln für mich ein sehr authentischer Charakter. Sie verdrängt die Vergangenheit und verbunden mit einer ganzen Menge an Schuldgefühlen, die auf ihren Schultern lasten, schafft sie es nicht nach vorne zu schauen. In Bezug auf Cayden muss ich sagen, dass ich schon in Band 1 ziemliche Probleme mit ihm hatte und auch zu Beginn von Band 2 er auf mich noch nicht sonderlich sympathisch wirkte. Er war schlicht und ergreifend ein Ar******h. Je länger man sich allerdings mit ihm und der Situation zum Rest seiner Familie befasste, umso mehr konnte ich verstehen, dass er mit seinen Handlungen nur versucht zu kompensieren wogegen er nicht ankommt. Cayden ist ein typischer Fall davon, dass der erste Eindruck sehr täuschend sein kann. Der Fokus liegt bei beiden Charakteren auf der emotionalen Entwicklung ohne noch zusätzlich sonderlich viel künstliches Drama so produzieren, was meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen ist.
                          In „Free like the wind“ bekommen Themen wie Trauerbewältigung, Schuld und das typische Prozedere des Erwachsen Werdens in Form von Rae und Cayden eine Stimme. Beide sitzen in einer Art innerem „Gefängnis“ und möchten daraus ausbrechen, um endlich wieder ein glücklicheres Leben führen zu können. Sehr gut gefallen hat mir an beiden, dass die Beziehungsentwicklung untereinander so langsam vonstattengegangen ist und diese auch nicht zu intensiv Teil der Verarbeitung ihrer Probleme gewesen ist. Die allertiefsten Gefühle habe ich zwischen ihnen zwar nicht entdecken können, aber zum restlichen Inhalt der Geschichte hat es gepasst.
                          Besonders gefreut habe ich mich, dass auch Haven und Jackson wieder einen kleinen Part an der Story bekommen haben. Trotzdem hätte ich es noch um einiges schöner gefunden, wenn man ein paar mehr Informationen zu beiden bekommen hätte, z.B. wie sie und auch ihre Beziehung sich entwickelt haben, statt nur ein paar Randinformationen zu erhalten.

                          Fazit
                          „Free like the wind“ war wesentlich besser als Band 1 der „Kanada“-Dilogie. Es gab ernste Problematiken, sichtbare Entwicklungen der Charaktere und wieder einmal ein großartiges Setting. Ein schöner Abschlussband!

                          Bewertung: 4  von 5 Sternen

                          Akantha

                          Beiträge 11
                          20.02.2021

                            Mit „Free like the wind” beendet Kira Mohn bei endlichkyss ihre Kanada-Dilogie rund um den Jasper National Park. Protagonisten sind Raelyn und Cayden, die bereits in Band eins, „Wild like a river“, als Nebencharaktere in Erscheinung treten. Auch Haven und Jackson haben ganz am Rande hier wieder Auftritte – Wissen aus dem ersten Teil ist allerdings nicht notwendig, um der Handlung in Band zwei zu folgen.
                            Raelyn und Cayden benötigen dringend eine Auszeit von ihrem Alltag und die Gelegenheit, sich selbst zu finden. So starten sie gemeinsam eine Wandertour durch den Jasper National Park, auch wenn vor allem Raelyn anfangs gar nicht begeistert von ihrem Reisepartner ist. Nichts nimmt er ernst und alles scheint an ihm abzuperlen. Doch in der Stille des Waldes kann er seine Mauer nicht aufrechthalten.

                            „Free like the wind“ ist in gewisser Weise andersherum aufgezogen als „Wild like a river“. Wir starten hier in der Stadt, in Edmonton, und gelangen später in die atemberaubende Natur des Nationalparks. Wie auch im ersten Band gelingt es Kira Mohn, die Umgebung so detailliert zu beschreiben, dass sie für die Leser*innen richtig greifbar wird. Beim Lesen konnte ich den Wald - Erde, Moss und Holz - wirklich riechen, statt nur die Worte zu lesen. In Summe nehmen die Szenen im Park allerdings nicht so einen großen Teil der Handlung ein, sodass es mich nicht in gleichem Maße beeindruckt hat, wie in Band eins. Die Kapitel waren dennoch ungebrochen schön, nur der Eindruck weniger überwältigend, schlicht und einfach durch den Anteil am Gesamtbuch.

                            Was mir in diesem Buch jedoch besser gefallen hat, als im Vorgängerband, waren die wahnsinnig tiefen, erschütternden Gefühle der beiden Protagonisten. Raelyn und Cayden haben beide furchtbare Dinge erlebt und kämpfen jeden Tag mit ihren Dämonen. Diese sind zwar völlig unterschiedlich, aber das trübt nicht die Verbindung, die die beiden zueinander aufbauen können. Das gegenseitige Verständnis ist so lebensverändernd und tiefgreifend. Die Autorin hat es geschafft, in manchen Momenten die Welt und mein Herz stillstehen und innezuhalten zu lassen und diese ganz besonderen Augenblicke zu spüren. Das sind keineswegs die romantischen, lustigen, kitschigen oder lustvollen Situationen, sondern die traurigen, niederschmetternden und durch und durch verzweifelten. Dabei gibt es eine wichtige Botschaft: Egal, wie kaputt du bist, du bist nicht allein. Das hat mich wirklich berührt.

                            In den letzten Kapiteln kam sogar ein wenig Spannung auf, was ich im ersten Teil vermisst hatte. Eine tolle Verbesserung! Das Ende wurde mir dann allerdings wieder etwas zu schnell abgehandelt, zumal mir ein Ausgang etwas unrealistisch scheint, sodass ich mir mehr Infos zur Aufklärung gewünscht hätte.

                            Zusammenfassend komme ich zu 4 von 5 Sternen. Auch wenn die beeindruckende Natur hier nicht ganz so gewaltig war (ich bezweifele auch, dass man mit derselben Kulisse nochmal eine genauso große Begeisterung auslösen kann), haben mich diesmal andere Gefühle überwältigt. Das Verständnis von Raelyn und Cayden ist so einzigartig und tiefgreifend, dass es mir eine Gänsehaut beschert hat. Ein gelungenes Ende einer tollen Dilogie. Ich freue mich auf Kira Mohns nächstes Projekt!

                            Chianti

                            Beiträge 21
                            20.02.2021

                              Während all ihre Freunde studieren, weiß Rae nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen will.
                              Seit Leah nicht mehr da ist, kommt Rae nicht vom Fleck, bis Haven sie auf die Idee bringt, im Jasper National Park wandern zu gehen.
                              Auch Cayden braucht dringend eine Pause von seinem gewohnten Leben und so schließen die beiden sich zu einer ungewöhnlichen Reisegruppe zusammen.

                              "Free like the Wind" ist der zweite und abschließende Band von Kira Mohns Kanada-Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Rae und des dreiundzwanzig Jahre alten Cayden Terrell erzählt wird.

                              Drei Jahre ist es her, dass Raes Leben sich mit einem Schlag verändert hat. Ihre Mutter ist übervorsichtig geworden, Raes Vater stürzt sich in die Arbeit und Rae weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte. Während ihre wenigen Freunde alle studieren, arbeitet Rae in einem Kino und wartet auf die Eingebung, die ihr die Richtung für ihren weiteren Lebensweg weist.
                              Ihre Freundin Haven bringt sie auf die Idee, im Jasper National Park wandern zu gehen, und Rae erkennt, dass sie einmal aus ihrem gewohnten Trott raus muss, um herauszufinden, wie sie weitermachen will.
                              Auch Cayden muss mal raus. Er sieht gut aus, hat Geld, doch glücklich ist er nicht. Mit Alkohol und Frauen versucht er die Langeweile aus seinem Leben zu vertreiben, doch sein Vater sitzt ihm immer im Nacken.

                              Im ersten Band hat Cayden sich nicht von seiner besten Seite gezeigt. Er ist überheblich, spöttisch und unnahbar, manchmal ein echter Kotzbrocken.
                              Doch schon im ersten Band hat man einen kurzen Blick darauf bekommen, dass in Cayden viel mehr steckt und so war ich sehr auf seine Geschichte gespannt! In "Free like the Wind" lernen wir dann einen sehr einfühlsamen Cayden kennen, der witzig und aufmerksam ist. Er hat mir richtig gut gefallen und auch Rae mochte ich sehr!
                              Rae hat einen kleinen Dickkopf und lässt sich beispielsweise von ihrem Entschluss, ohne große Vorkenntnisse durch den Jasper National Park zu wandern, nicht abbringen. Auch wenn sie dabei Cayden als Reisebegleiter ertragen muss. Genau wie Cayden ist sie sehr schlagfertig, sodass die Dialoge sehr humorvoll waren, aber Rae hat auch eine sehr verletzliche Seite und frisst ihren Kummer oft in sich hinein.

                              Während Cayden nicht gerne über seine Familiensituation spricht, hat auch Rae etwas erlebt, das ihr Leben stark verändert hat und über das sie nicht gerne spricht. Beide wurden unterschiedlich davon geprägt und erkennen den Schmerz in den jeweils anderen wieder. Auf ihrer Reise durch den Jasper National Park stellen sie sich ihren Erfahrungen und setzen sich damit auseinander.
                              Die beiden sind starke Persönlichkeiten, die oft aneinandergeraten, aber sie sind auch einfühlsam und helfen sich gegenseitig, was ich wunderbar fand! Kira Mohn erzählt die Geschichte von Rae und Cayden so gefühlvoll und mit leisen, aber eindringlichen Tönen, dass diese mich echt berühren konnte!

                              Während der erste Band im Jasper National Park begonnen hat und dann der Schauplatz nach Edmonton wechselte, ist es im zweiten Band genau umgekehrt.
                              Cayden und Rae leben beide in Edmonton und ziehen aus unterschiedlichen Gründen gemeinsam los.
                              Kira Mohn hat sich mit dem Nationalpark eine wunderschöne und atmosphärische Kulisse ausgesucht und ich mochte besonders die Szenen im Wald sehr!
                              Auch die Handlung hat mir richtig gut gefallen, denn die Themen fand ich sehr spannend und toll ausgearbeitet! Rae und Cayden konnten mich komplett mitreißen und haben mir sogar noch besser gefallen als Haven und Jackson, die wir im zweiten Band natürlich wiedersehen durften!

                              Fazit:
                              "Free like the Wind" von Kira Mohn ist ein großartiger zweiter Band der Kanada-Dilogie, der mir sogar noch besser gefallen hat als der Auftakt!
                              Der Jasper National Park bietet einfach eine großartige Kulisse und Kira Mohn erzählt die Geschichte von Rae und Cayden einfach so einfühlsam und mitreißend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte! Rae und Cayden haben mir echt gut gefallen und ich konnte von der ersten Seite an mit den beiden mitfiebern!
                              Ich bin echt begeistert und vergebe verdiente fünf Kleeblätter!

                              Dark Rose

                              Beiträge 32
                              15.02.2021

                                In meinen Augen deutlich besser als Band 1!

                                Achtung: Band 2 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen (allerdings wird man zu Band 1 gespoilert)!

                                Triggerwarnung: Trauer, psychischer Missbrauch!

                                Rae hat einen schweren Verlust erlitten. Seitdem ist sie nur noch ein halber Mensch. Sie ist sie sich kümmernde Rae, die verständnisvolle Rae, die unterstützende Rae, aber das alles sind Masken, die sie aufsetzt, um sich nicht mit ihrer Trauer auseinandersetzen zu müssen und niemanden sehen zu lassen, wie es wirklich in ihr aussieht. Als ein Ereignis alles auf den Kopf stellt wird ihr klar, dass sie eine Auszeit braucht. Sie will auf den Rat ihrer besten Freundin Haven hören und eine Weile im Nationalpark campen. Doch ihre Mutter besteht darauf, dass sie nicht allein geht, also nimmt sie, in Ermangelung von Alternativen Cayden mit. Ausgerechnet Cayden, den sie mit seiner arroganten mir-ist-alles-scheiß-egal-Einstellung so gar nicht leiden kann. Doch bald merkt sie, dass auch er ein Getriebener ist. Kann es sein, dass er, wie sie, die ganze Zeit über Masken trägt und sie den „echten“ Cayden gar nicht kennt?


                                Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, hatte ich Probleme mit Band 1 der Reihe. Unter anderem auch wegen Cayden. Ich fand ihn schrecklich und hätte ihn am liebsten in einem Pool ertränkt. Und jetzt habe ich sein Buch gelesen und ich bin froh darüber.

                                Anfangs und eine ganze Zeit lang, ist Cayden fast, wie in Band 1. Allerdings, weil jetzt auch viele Kapitel und Abschnitte aus seiner Sicht sind, merkt man jetzt, was in ihm vorgeht. Trotzdem kann er ein echter A… sein! Aber er weiß es. Manchmal weiß er selbst nicht, warum er sich so verhält. Dann hat er wieder einen Moment der Selbsterkenntnis und ihm wird klar, dass er sich selbst absichtlich sabotiert. Dass sein Leben hohl und leer ist. Aber er hat trotzdem keine Ahnung, wie er das ändern kann.

                                Rae hat Cayden nie auf dem Schirm gehabt. Sie passt nicht in sein übliches Beuteschema und weil sie eine Freundin von Haven ist, kommt sie erstrecht nicht in Frage. Aber irgendwie scheint Rae Röntgenaugen zu haben und in ihn hineinschauen zu können und das geht echt gar nicht.
                                Dennoch, als die Idee mit dem Nationalpark aufkommt, beschließt er mitzugehen, obwohl er es gehasst hat, in Band 1 mit seinem besten Freund Jackson zu campen. Er weiß selbst nicht so genau, warum er es tun will. Vielleicht, weil er Abstand braucht von allem und von sich selbst.

                                Rae kämpft sehr mit sich selbst und ihrer Trauer. Sie ist am Boden und weiß, dass sie so nicht weitermachen kann. Als man schließlich erfährt, worum es geht, was passiert ist, und was das mit ihr gemacht hat, ist das heftig. Aber lange nicht so extrem, wie Caydens Geheimnis.


                                Fazit: Obwohl ich Cayden in Band 1 echt gehasst habe, gewinnt er Stück für Stück bei mir. Aber es dauert wirklich lange, bis man hinter seine harte Schale der Gleichgültigkeit blicken kann. Wobei sie schon recht bald in Raes Nähe erste Risse bekommt. Die Enthüllung am Ende war echt heftig – erklärt aber verdammt viel!

                                Ich mochte Rae sehr gerne. Sie tat mir leid und ich fand sie authentisch mit ihren Gedanken und ihrer Trauer.

                                Mich konnten beide erreichen und sie haben mich auch ab und an berührt. Allerdings gab es auch längere Phasen, in denen das mit den beiden in so kleinen Schritten lief, dass ich fast das Gefühl hatte, dass die Geschichte nur sehr langsam dahinplätscherte. Doch gerade noch rechtzeitig kam dann immer Bewegung in die Sache.

                                Insgesamt hat es mir viel, viel besser gefallen als Band 1. Es hat mich bewegt, aber auch nicht komplett vereinnahmt. Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

                                Krokuin

                                Beiträge 23
                                14.02.2021

                                  Rae und Cayden halten bisher nicht viel voneinander. Sie lebt bei ihrer Mutter, arbeitet im Kino und scheint eher zurückgezogen zu sein. Er ist ein Aufreißer, trinkt gerne ein Glas zu viel und scheint sich für nichts als Sport zu interessieren. Doch wie es das Schicksal will kommt es dazu, dass sie gemeinsam eine Wanderung durch den Jasper Nationalpark unternehmen. Dabei lernen sie nicht nur den jeweils anderen von einer neuen Seite kennen.
                                  Der Geschichte von Cayden und Rae habe ich schon beim Beenden des ersten Teils entgegen gefiebert. Cayden fiel mir direkt ins Auge und ich war auf eine spannende Hintergrundgeschichte gefasst. Und auch Rae ist bereits aus dem ersten Teil bekannt. Beide können sich zunächst nicht gut leiden, lernen aber auch die guten Seiten des anderen kennen. Sie stellen sich in der Einsamkeit des Waldes ihren Gedanken und Gefühlen. Als Leser blicken wir gemeinsam mit den Protagonisten hinter ihre Fassaden und erleben die Wandlung der beiden mit. Es ist spannend mit zu verfolgen.
                                  Die größte Besonderheit des Buches ist das Setting. Die Einsamkeit des Waldes, die Faszination der Natur mit ihren Bergen und Flüssen. Es ist fast so, als wandere man selber durch die Wälder. Oder zumindest bekommt man sehr große Lust darauf.
                                  Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und meine Erwartungen an die beiden wurde erfüllt. Die Geschichte ist aus beiden Sichten erzählt, sodass man beide gut kennenlernt.

                                  Kallisto92

                                  Beiträge 28
                                  12.02.2021

                                    Das Buch, " Free like the Wind", von der Autorin Kira Mohn, ist der zweite Teil der Reihe.

                                    Dieser handelt von Cayden und Rae.
                                    Rae ist Haven´s Freundin. Sie musste vor einigen Jahren einen schweren Schicksalsschlag erleiden. Haven schlägt ihr vor wandern zu gehen. Sie soll in Kanadas Nationalpark die Landschaft und die Natur genießen.
                                    Der Aufreißer Cayden soll sie dabei begleiten. Auch er hat ein Päckchen zu tragen, daher lässt er ungern jemanden an sich heran. Er ertränkt seine Gefühle in Alkohol und belanglosen Sex. Rae und Cayden lernen sich jedoch besser kennen und es funkt zwischen ihnen. Können sie sich genug vertrauen, um gemeinsam eine Zukunft zu haben?

                                    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und endet mit einem Epilog.
                                    Die Handlung ist in der Ich-Perspektive aus Rae´s und Cayden´s Sichtweise geschrieben.

                                    Mein Fazit:

                                    Das Buch liest sich schnell und die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil. Ich fand es toll die Gedanken und Handlungen beider Protagonisten verfolgen zu können. Ebenso konnte ich Jackson´s und Haven´s Story weiter verfolgen. Ich war sehr berührt, was hinter Cayden seiner Maske steckt und wie diese nach und nach fällt. Auch Rae ihr Umgang mit ihren Verlust war sehr emotional und spannend zu verfolgen. Das Buch lässt mich mit dem Epilog glücklich zurück. Dennoch hatte ich viele Szenen gelesen, welche mich zum Atem anhalten und nachdenken gebracht haben.

                                    Eva_G

                                    Beiträge 5
                                    10.02.2021

                                      Ein Buch voller Emotionen - einfach wunderschön!

                                      Rae ist eine Freundin von Haven, die man aus dem ersten Teil der Kanada-Reihe bereits kennt. Sie haben sich zufällig kennen- und später auch schätzen gelernt. Als Haven dann mit Jackson zusammenkam, haben sich auch Jacksons Mitbewohner Clayden und Rae kennengelernt. Allerdings mögen sich sich nicht besonders. Rae findet Clay arrogant, verwöhnt und er nimmt sein Leben und die Chancen, die sich im bieten, einfach nicht ernst. Doch als sie einmal nur für einen kurzen Moment das Gefühl hat, sie hätte hinter die Fassade sehen können und den Schmerz und die Leere in seinen Augen erkannt, beginnt sie an ihrer Meinung über ihn zu zweifeln. Da Raes Leben auch alles andere als okay ist, vertraut sie sich Haven an und die hat die Idee, sie könne doch ein paar Tage im Jasper National Park verbringen und sich dort darüber klar werden, was sie im Leben eigentlich erreichen möchte. Wäre da nicht ihre Mutter, die sich immer Sorgen um Rae macht, könnte sie einfach losgehen. Doch so muss sie sich um eine Begleitung bemühen. Jackson fragt daraufhin Clay und dieser sagt überraschenderweise ja. Nun beginnt eine Zeit der wilden Emotionen...

                                      Kira Mohn beherrscht es perfekt, Emotionen in die Handlung einzubinden, sodass der Leser immer das Gefühl hat, selbst mittendrin dabei zu sein. Ihre Sprache ist einfach und liest sich sehr flüssig. Die Einteilung der Kapitel in zwei Abschnitte, die immer zuerst aus Raes Sicht, danach aus Clays Sicht geschrieben sind, ist sehr gelungen. Die Charaktere sind sympathisch und haben alle ihre Probleme, es fällt ihnen aber schwer, diese auszusprechen, was der Geschichte mehr Teifgang verleiht. Diese Reihe sollte in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da manche Vorkenntnisse aus dem ersten Band durchaus von Vorteil sind.

                                      Das Buch beziehungsweise die Reihe konnte mich so von sich überzeugen, dass ich wirklich traurig bin, dass es keinen dritten Teil mehr geben wird. Kira Mohn schreibst so wunderschön, dass ich nicht mehr zu lesen aufhören konnte und innerhalb eines Tages das ganze Buch gelesen habe.

                                      lesefreak5375

                                      Beiträge 10
                                      09.02.2021

                                        Raes und Caydens Geschichte habe ich entgegengefiebert, da ich einfach keine Vorstellung davon hatte, wie sie aussehen kann. Die beiden kennt man natürlich als Charaktere aus Wild like a River, aber viel mehr als die Namen weiß man nicht über sie. Deshalb war ich gespannt, wie die Autorin aus zwei Namen Charaktere entstehen lässt.

                                        Gleich zu Beginn blicken wir tief in Raes Psyche, ohne genaue Details zu erfahren. Man weiß, dass etwas Schreckliches in ihrer Vergangenheit geschehen ist, aber sie verdrängt es, sodass man erst nach und nach dahinter steigt. Rae ist mit einer sehr beschützerischen, ängstlichen Mutter gesegnet, deren Verhalten ich zunächst als übertrieben empfunden habe. Als ich aber dann hinter das große Geheimnis gekommen bin, hat sich meine Wahrnehmung verschoben und ich konnte ihr Verhalten komplett nachvollziehen. Kira Mohn hat in diesem Buch wirklich sehr tiefgründige Charaktere kreiert, die emotional vielschichtig waren. Auf den ersten Blick konnte man niemanden durchschauen.

                                        Besonders interessant fand ich Raes Meinung über Haven, denn natürlich hat die Protagonistin aus Band 1 ihren Auftritt in der Geschichte. Es war spannend Haven aus einer anderen Sicht als Jacksons verklärtem Blick wahrzunehmen und ein kleines Highlight für mich.

                                        Haven ist dann auch das Verbindungsglied zwischen Rae und Cayden, denn ohne sie hätten sich die beiden wohl nicht kennengelernt. Ein Großteil der ersten Hälfte ist auch wirklich auf das Kennenlernen ausgerichtet, viel mehr ist dort nicht passiert. Dabei war die emotionale Entwicklung beider Charaktere im Vordergrund, die man hautnah miterleben konnte, da zwei verschiedene Erzählperspektiven gewählt wurden. Auch Cayden hat natürlich Gründe für sein manchmal arschiges Verhalten, das man in Band 1 schon genießen durfte. An sich mag ich den Ansatz, dass beide Hauptcharaktere quasi kaputt sind und sich im Laufe des Buches entwickeln, hier muss ich aber sagen, dass es mir zu viel war. Rae lag für mich eindeutig im Fokus und Cayden ist so etwas untergegangen, obwohl er für mich sehr viel interessanter war. Trotzdem Caydens Entwicklung eher hintergründig vonstatten geht, braucht das Buch etwas zu lange, bis es wirklich beginnt und die Handlung Fahrt aufnimmt. Durch den Klappentext weiß man bereits, dass Rae und Cayden gemeinsam eine Wanderung unternehmen werden, sodass dieser Punkt keine große Überraschung darstellt. Leider hatte die Geschichte im Großen und Ganzen nicht mehr zu bieten, sodass es mir teilweise auch einfach an Spannung gefehlt hat. Lediglich die Details waren ab und zu überraschend und haben mich in dem Sinne unterhalten.

                                        Als man dann am Ende einen genaueren Blick hinter Caydens Fassade wirft und mehr über seine Vergangenheit erfährt, wird dieser Punkt viel zu schnell abgehandelt, um überzeugend zu wirken. Wo das Buch am Anfang Längen hatte, fehlte es mir hier am Ende an ein paar Seiten, um Cayden besser zu verstehen.

                                        Der Fokus der Geschichte liegt wirklich auf den Charakteren und hat sonst wenig zu bieten. Das soll nicht unbedingt heißen, dass das Gebotene nicht ausreicht, um ein tolles Buch zu füllen, aber ich habe mehr Spannung und Details erwartet. Die Wanderung beispielsweise war ein schöner Aufhänger und man bekommt durchaus ein paar atemberaubende Naturbeschreibungen geboten, eine Bedeutung für die Handlung ist aber nur stellenweise gegeben.

                                        Ich habe das Lesen trotzdem genossen und hatte meine Freude an dem Wiedersehen mit Haven und Jackson. Deren Geschichte wird reihenintern aber mein Favorit bleiben.

                                        Anne687

                                        Beiträge 30
                                        07.02.2021

                                          Der erste Teil mit der Geschichte von Haven und Jackson war schon toll, aber diese Geschichte hat sie übertroffen.

                                          Natürlich trifft der Bad Boy auf das Good Girl, aber Rae war einem aus dem ersten Band schon so sympathisch, dass man sie jetzt einfach lieben musste. Cayden war vorher und blieb jetzt erstmal der arrogante Macho, aber auch er ist einem schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen :)

                                          Klasse fand ich die Abwechslung der Erzählseite, meistens wenn einer der beiden seine Gefühle und Geheimnisse preis gegeben hat, wurde aus der gegenüberliegenden Perspektive geschrieben. Das fand ich irgendwie klasse....

                                          Auch wenn die Umgebung und der Jasper Nationalpark wunderschön geschildert wurden, kam es mir hin und wieder ein bisschen wenig vor, aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache.

                                          Das Ende war kurz und schmerzlos und die Wendung mit Caydens Vater fand ich sehr gut

                                          Insgesamt kommt es einem nicht wie das Finale vor, gerne würde ich einen weiteren Band lesen :)

                                          Lenisworldofbooks

                                          Beiträge 11
                                          26.01.2021

                                            Rae mag Cayden eigentlich gar nicht, aber sie ist auf der Suche nach einem Partner für einen Wandertrip in einem Nationalpark. Beide tragen ein Päckchen aus der Vergangenheit mit sich, das immer weiter zum Vorschein kommt.

                                            Der Schreibstil von Kira Mohn hat mir auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Die Beschreibung der Landschaft ist einfach unglaublich! Das Fernweh beim Lesen ist garantiert. Auch der Humor ist unschlagbar. Schon auf der ersten Seite musste ich total lachen. Den Einstieg in die Geschichte fand ich super. Nur selten hat mir die erste Seite schon so viel Spaß beim Lesen gemacht. Die Handlung an sich konnte mich leider nicht ganz so wie der Schreibstil überzeugen. Mir ist einfach zu wenig passiert und die Überraschungsmomente haben mir gefehlt. Die Geschichte plätschert teilweise einfach so vor sich hin ohne wirklich nennenswerte Ereignisse. Mir haben auch ein paar Gespräche zwischen Rae und Cayden gefehlt. Mir ging manches dann doch etwas zu schnell bzw. konnte ich es nicht ganz nachvollziehen. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass ein Teil fehlt, der aber wichtig gewesen wäre. Der Schluss wiederum hat mir sehr gut gefallen. Dort kamen endlich mehr Emotionen und Gefühle auf. Die beiden Protagonisten haben mir gut gefallen. Ich fand gut, dass beide nicht perfekt sind und beide ein Päckchen zu tragen haben, das sie dann doch irgendwie verbindet. Cayden ist nach außen hin so ein richtiger Bad Boy, nach innen ist er aber eher gebrochen. Im Laufe der Geschichte konnte man immer mehr über ihn erfahren. Ich fand aber schade, dass seine Entwicklung erst ganz am Schluss erkennbar war. Rae mochte ich von Anfang an sehr gerne. Sie ist zwar eher unnahbar, aber ich konnte schnell herausfinden warum sie so ist. Ihre Entwicklung fand ich total gut! Der Fokus liegt in diesem Buch eher auf der Hintergrundgeschichte und der Selbstfindung und nicht auf der Beziehung der beiden. Ich fand das war mal was ganz Anderes und hat mir gut gefallen. Das hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht!

                                            Der erste Teil der Reihe hat mir besser gefallen. Dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen und habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen. 3,5/5 Sterne.

                                            chrissysbooks

                                            Beiträge 16
                                            26.01.2021

                                              Ein berührender New Adult Roman

                                              Die 20jährige Rae hatte vor vier Jahren ein schreckliches Erlebnis, dass sie bisher immer noch nicht verarbeitet hat. Ihre beste Freundin Haven schlägt ihre vor, in Kanadas Nationalparks wandern zu gehen, um wieder zu sich zu finden. Doch den Trip kann sie nicht alleine durchführen und ausgerechnet Cayden, der arrogante und zynische Freund von Jackson begleitet Rae.

                                              Leider habe ich den ersten Teil "Wild like the river" noch nicht gelesen aber dies ist auch nicht unbedingt erforderlich, um den zweiten Teil der Kanada Reihe zu verstehen. Von Anfang an war ich begeistert von der Geschichte. Mit kurzen Kapiteln und einem flüssigen Schreibstil hat mich Kira Mohn mit diesem wunderbaren Roman gefesselt. Die Gefühle der Protagonisten werden durch die wechselnde Ich-Perspektive von Rae und Cayden gut vermittelt.

                                              Rae ist verschlossen und macht das Erlebte mit sich selbst aus, was ihr aber nicht gut gelingt. Sie hat sich fast eingeigelt und lässt keinen an sich heran, nicht einmal ihre beste Freundin Haven.

                                              Cayden hat auch einige Erlebnisse, die er vor der Welt verbergen möchte. Nach außen zeigt er sich arrogant und gefühllos. Er reißt ein Mädchen nach dem anderen auf und ertränkt seinen Frust im Alkohol. Die Frage stellt sich die ganze Zeit, was versucht Cayden zu überspielen?

                                              Der Schlagabtausch zwischen Rae und Cayden hat mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Die Autorin versteht es Humor mit ernsten Themen in einer wunderschönen Liebesgeschichte zu verknüpfen. Auch die bildliche Beschreibung der Natur mit einer bezaubernden Kulisse haben mich fasziniert. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. "Free like the wind" ist ein emotionaler Roman, der mich berühren konnte.

                                              buecher_wuermchen_

                                              Beiträge 28
                                              25.01.2021

                                                Rae liebt die Anonymität der Stadt. Hier kann sie sich vor ihrer Vergangenheit verstecken. Zumindest versucht sie das, denn ihre Eltern und auch ihre eigenen Gedanken ermöglichen es ihr nicht, das Vergangene hinter sich zu lassen. Als Haven ihr vorschlägt, die Stadt für eine Weile hinter sich zu lassen und Zuflucht in der Ruhe des Waldes zu suchen, ist Rae erst skeptisch. Doch als sich ihre Lage zuhause zuspitzt sieht sie keinen anderen Ausweg, als in die Natur zu flüchten. Dumm nur, dass sie gerade den Herzensbrecher Cayden mitnehmen muss...

                                                Wohlfühlbuch Teil 2. Ich habe mich so unglaublich auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Natur wird wieder so unglaublich schön und harmonisch beschrieben, dass man am liebsten seine Sachen packen und losmarschieren würde. Und auch Rae und Cayden haben es mir angetan - nach Außen hin eher unnahbar und abweisend, doch wenn man ihnen ein wenig Zeit gibt, erkennt man, dass ihre Vergangenheit sie so geformt hat und sie immer noch damit zu kämpfen haben. Es ist einfach unglaublich schön, zu sehen, wie die Beiden sich allem zum Trotz näher kommen. Und ich finde es auch toll, dass sie ihre eigenen Probleme angehen und das auch alleine tun. Sie stehen zwar jeweils hinter dem Anderen und unterstützen sich, aber schlussendlich muss trotzdem jeder mit seinen eigenen Geistern kämpfen und das finde ich hier gut dargestellt.
                                                Ein absolutes Highlight, das wieder 5/5 Sterne verdient hat.

                                                Vielleserin

                                                Beiträge 68
                                                20.01.2021

                                                  Tausend Splitter anstelle eines Herzens …
                                                  Rae wirkt nach außen wie jede andere 20-Jährige, innerlich jedoch ist sie zerbrochen. An einem schrecklichen Tag vor vier Jahren hörte ihre Welt auf, sich zu drehen – und sie steht auch heute noch still. Rae ist erstarrt, gefangen in den Scherben ihres Lebens. Bis die Idee einer Freundin sich in ihr festsetzt: wandern gehen in einem von Kanadas Nationalparks. Weite Landschaften. Nur sie und die Natur. Genauer gesagt: nur sie, die Natur und Cayden. Ausgerechnet Cayden. Er ist ein Aufreißer, nimmt nichts ernst. Doch in seinen Augen liest Rae etwas, das sie schmerzhaft gut kennt … (Klappentext)

                                                  Dieses Buch hat mich nicht so ganz überzeugen können. Die Charaktere sind gut getroffen und beschrieben. Doch der Handlungsablauf kam mir stellenweise nicht ganz so ausgereift vor. Die Handlungsorte konnte ich mir dagegen wieder sehr gut vorstellen. Doch viele „Gedanken“ wurden aufgegriffen und doch nicht so recht zu Ende geführt, dass es ein einheitliches Ganzes geben würde. Die verschiedenen Emotionen waren gut zu spüren und kamen auch an. Doch alles in allem war es mehr ein „lesen“ als ein „miterleben“.

                                                  ninas.zeilen

                                                  Beiträge 31
                                                  18.01.2021

                                                    Obwohl "Wild like a River" so gar nicht nach meinen Vorstellungen war, sind Rae und Cayden interessant genug, um zu der Geschichte der beiden zu greifen, doch auch hier fehlte mir Tiefgang/Intensität und ein bisschen mehr Länge in gewissen Dingen.

                                                    Rae und Cayden haben es verdient, dass das, was in beider Herzen vorgeht, intensiver erzählt wird, sie haben verdient, dass das, womit sie zu kämpfen haben tiefgründiger erzählt wird!
                                                    Sie haben, gemeinsam mit Haven und Jackson, ein würdiges Ende verdient, doch wie einiges anderes auch, war das

                                                    Es ist nicht so, als wenn ich das Buch von Anfang bis Ende scheiße fand, im Gegenteil, es gab witzige, emotionale und wunderschöne Szenen, keine Frage, denn sonst hätte ich nicht ohne Pause gelesen, das Problem daran war nur, sie gingen viel zu schnell vorbei, sodass bei mir die gewünschte Tiefe/Intensität nicht richtig ankam.
                                                    Stellenweise hatte ich das Gefühl, das ich mich in einem Schnelldurchlauf befinde.
                                                    Alles, was rein sollte ist da, für mehr Intensität und ausgeprägtere Szenen war dann kein Platz mehr, das ist so schade, denn Kira schreibt wirklich toll!
                                                    Modern, fließend, mit Humor in einer wunderschönen Kulisse, die ich vor mir habe, wenn ich die Augen schließe, mit wirklich wirklich tollen Charakteren, die ich von Anfang an echt gerne hatte und nun weint mein Herz, weil ich ihnen irgendwie mehr gewünscht habe und dieses mehr nicht da ist...

                                                    Da ich mir ziemlich sicher bin, das dies nicht das letzte Buch von Kira gewesen sein wird, bin ich schon jetzt wahnsinnig gespannt, zu welch atemberaubender Kulisse sie uns als nächstes mitnehmen wird und ich dort hoffentlich mit einem glücklicheren Herzen davongehen kann!

                                                    Vielen Dank an KYSS für das bereitgestellte Exemplar, dies beeinflusst meine Meinung selbstverständlich in keinster Weise!

                                                    Siraelia

                                                    Beiträge 2
                                                    12.01.2021

                                                      „Wild like a River“ ist das erste Buch, welches ich von Kira Mohn gelesen habe und ich bin zwiegespalten! Zudem ist es der erste Teil einer Reihe, die Themenmäßig in den Nationalparks / der Natur Kanadas angesiedelt ist (also gleicher Ort, verschiedene Figuren).

                                                      Haven wächst recht abgeschieden und sehr naturnah auf, da ihr Vater ein Ranger in einem von Kanadas Nationalparks ist. Die Natur ist ihr Element, in dem sie sich wohlfühlt. Menschen – vor allem Fremde – verunsichern sie. Da kommt Jackson, ein Student und alles verändert sich.

                                                      Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut und schnell lesen. Gerade die Beschreibungen der kanadischen Natur und das Gefühl, welches die Autorin dabei entstehen lässt, dieses Fernweh, sind sehr einprägsam. Die Geschichte zwischen den beiden Hauptfiguren für mich leider weniger. Irgendwie konnte ich deren Gefühle und Havens Entwicklung nicht so ganz greifen. Auch waren mir einige Umstände zu konstruiert, damit das Ganze passt. Zudem war das Tempo der Erzählung für meinen Geschmack zu ungleichmäßig. Zum Teil dauerte es ausgesprochen lange, bis es weiter ging, oder ich war ob der Entwicklungen überrumpelt.

                                                      Insgesamt denke ich, dass dieses Buch auf jeden Fall etwas für Fans der Autorin und auch für Liebhaber der kanadischen Natur ist. Ob ich den folgenden Band lesen werde, muss ich mir noch überlegen.