Marissa Stapley

Das Glück an Regentagen

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?


Autorenbild Foto von Marissa Stapley

Der  Autor

Marissa Stapley hat als Zeitschriftenredakteurin gearbeitet und kreatives Schreiben unterrichtet, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte - in Kanada auf Anhieb ein Bestseller. Sie rezensiert Romane für die Zeitung Globe & Mail und berichtet im Toronto Star über Bücher und Kulturereignisse. Marissa Stapley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto.


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Rezensionen

andrea-leseratte

Beiträge 9
eine Antwort 04.11.2017

Mae hat dem falschen Mann vertraut; Peter hat nicht nur sie - sondern auch viele Geldanleger - betrogen und hat sich dann aus dem Staub gemacht. Gebeutelt kehrt Mae zu ihren Großeltern mütterlicherseits zurück um dort festzustellen, dass ihr Großvater ausgezogen ist. Aber nicht nur das passiert; Mae trifft auf Gabe, den sie von Kindesbeinen an kennt und ihre große Liebe wurde. Aber auch er hatte sie damals verlasen... und jetzt? Mae erfährt von ihrer Großmutter was damals wirklich geschehen ist. Aber das war nicht das einzigste gut behütete Geheimnis ihrer Großmutter. Was alles passiert und ob Mae und Gabe wieder zueinander finden müsst ihr allerdings selber lesen.

Das Buch lässt sich flüssig lesen; erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven; was dem Leser ein sehr umfassendes Bild und des öfteren einen Wissensvorsprung verschafft. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Mae fand ich sympathisch. Sie hatte keine leichte Kindheit; als sie sechs Jahre alt war, sind ihre Eltern verstorben; Gabe verlässt sie und dann die Sache mit Peter; so manches mal hatte ich das Bedürfnis, sie einfach mal in den Arm zu nehmen. Die Großmutter hat mich auch sehr berührt; sie hat deutlich ihre fortschreitende Demenz gemerkt und es hat Ihr Angst gemacht. Ihre gut gehüteten Geheimnisse hat sie ohne es zu wollen "ausgeplaudert" und damit unter andren auch für große Missverständnisse gesorgt; insbesondere im Bezug auf ihren Mann, der plötzlich an der Liebe/Ehe zweifelt. Was mir etwas zu kurz kam, war die Problematik bzgl. Maes Familie väterlicherseits. Da hätte ich gerne etwas mehr erfahren.

Was ich noch erwähnen möchte und was mir auch gut gefallen hat, waren die kurzen Tipps, was man bei Regenwetter alles machen kann, zu Beginn jedes Kapitels.

Fazit: Ein schönes Buch über Geheimnisse, Missverständnisse und die Liebe, die sich als stärker alles andere erweist. Von mir eine Leseempfehlung. Perfekt für die anstehende herbstliche (Regen-)Zeit.

  • Bobbi

    Beiträge: 26
    18.11.2017

    danke für die super Rezension =)

Fanti2412

Beiträge 50
eine Antwort 11.11.2017

Nach einer großen Enttäuschung, die Mae Summers sowohl privat als auch beruflich den Boden unter den Füßen wegzieht, kehrt sie zurück nach Alexandria Bay, ihrem Heimatort. Dort wuchs sie bei ihren Großeltern in deren "Summer's Inn" auf, nachdem sie als Kind ihre Eltern verlor. Zu ihrer Kindheit gehörte seit je her Gabriel "Gabe" Broadbent, der auch ihre erste große Liebe wurde. Nachdem Gabe eines Tages plötzlich verschwand, ging Mae nach New York. Nun kehrt sie zurück, aber alles hat sich verändert. Ihre Großeltern führen noch immer das Inn aber sie sind nicht mehr die, die sie einmal waren.
Was ist zwischen den beiden passiert? Warum verschwand Gabe damals?
Ob Mae den Geheimnissen auf die Spur kommt und ihr Glück noch einmal findet?

Das schöne Cover und der Titel haben mein Interesse an diesem Buch geweckt. Und tatsächlich passt der Titel und das Cover auch sehr gut zum Buch.
Da es in Alexandria Bay am St.-Lorenz-Strom oft regnet, hatte einst Maes Mutter eine Liste erstellt "Dinge, die man bei Regen tun kann", die seitdem im Inn der Familie hängt.
Jedes Kapitel und jeder Abschnitt im Buch sind mit einem dieser Tipps überschrieben.

"Gibt es zu Hause jemanden, den du vermisst? Schreibe ihm einen Brief und sage es ihm. Warte nicht damit; morgen regnet es vielleicht nicht mehr."
Seite 15

oder

"Tu für jemand etwas Nettes, selbst wenn es nur etwas Kleines ist. Manchmal sind die Menschen traurig, wenn es regnet." Seite 100

oder

"Lies einen Liebesroman. Schäm dich nicht dafür: Die Menschen brauchen Liebesgeschichten." Seite 152

Nachdem es zu Beginn einen Rückblick auf Maes Mutter Virginia gibt, startet Maes Geschichte mit den Ereignissen in New York, die Mae auf einen Schlag alles nehmen und sie veranlassen, nach Hause zurück zu kehren.
Die Autorin erzählt Maes und Gabes Geschichte in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil jeweils aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Rückblicke auf zurückliegende Ereignisse und schnell wird klar, dass es in der Familie Geheimnisse geben muss, die seinerzeit alles verändert haben. Diese Rückblicke sind leider meistens übergangslos und ohne besondere Kennzeichnung eingeschoben, was manchmal etwas verwirrend war.

Die Geschichte ist eigentlich kein klassischer Liebesroman, denn sie dreht sich im wesentlichen um Vergangenheitsbewältigung und das Offenbaren von Geheimnissen. Denn das ist die Voraussetzung, damit sich sich wieder alles zum Guten wenden kann. Die Stimmung ist oft etwas düster und auch traurig, denn es geht um Lügen, Misshandlungen, Alkoholmissbrauch und auch den Tod.
Dennoch gibt es auch romantische Begebenheiten und sehr gefühlvolle Momente. Leider sind aber die vielfältigen Emotionen der Protagonisten nicht immer bei mir angekommen. Da ist manches ein bisschen blass geblieben.
Aber es war schön zu erleben, wie die Familie Summers ihre Vergangenheit aufarbeitet und sich nach und nach alle Geheimnisse lüften, Zusammenhänge darstellen und Missverständnisse ausgeräumt werden. Aber auch neue Sorgen und Probleme entstehen, die bewältigt werden müssen.
Und so war ich durchaus gespannt, wie sich am Ende alles finden und für die Beteiligten ausgehen würde.
Der Epilog macht noch einmal einen großen Zeitsprung und vermittelt eine wunderschöne Botschaft, über die es sich nachzudenken lohnt!
Diese Botschaft und auch die Liste der "Dinge, die man bei Regen tun kann" haben mein Herz berührt, denn:

"Irgendwann wird der Regen aufhören, das tut er immer. Warte einfach ab, wenn du zu nichts anderem Lust hast. Schau einfach hinaus und warte."
Seite 291

Und nach dem Regen scheint doch meistens irgendwann wieder die Sonne!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.de

  • Angela Busch

    Beiträge: 22
    13.11.2017

    Hi Conny, der Epilog hat mir auch sehr gut gefallen,,,, zum Glück ging alles gut aus! Wenn es im echten Leben doch auch öfter so wäre,,,,

Anni_DD

1 Beitrag
3 Antworten 06.11.2017

Für Mae bricht eine Welt zusammen, als sie von ihrem Verlobten, per handschriftlicher Nachricht auf ihrem Büroschreibtisch, verlassen wird. Doch damit noch nicht genug, denn ihr Verlobter war in korrupte Geschäfte verwickelt, weswegen auch Mae jetzt in den Fokus der Ermittlungen rückt. Mae weiß erst einmal nicht, wo sie jetzt hin soll. Doch dann kehrt sie in ihre Heimat zurück, nach Alexandria Bay an den St. Lawrence-Strom. Doch dort kann sie sich nicht erholen und abschalten, denn auch dort hat sich alles verändert: ihre Großmutter scheint nicht mehr sie selbst zu sein, ihr Großvater ist ins Motel gezogen und dann taucht auch noch ihre Jugendliebe Gabe auf. Statt zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst finden zu können, wird Mae von ihrer und der Vergangenheit ihrer Großeltern und Eltern eingeholt.

Um das Buch herum strickt sich eine Liste von Dingen, die man im Regen tun kann - diese Liste hat einst Maes Mutter erstellt. Ein Punkt darauf: Die Menschen brauchen Liebesgeschichten! Ja, definitiv, auch ich...aber das war leider keine Liebesgeschichte nach meinem Geschmack.
Das Buch war zwar locker und flüssig zu lesen und der Handlungsort für mich wieder unfassbar interessant und faszinierend, aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Geschichte an sich hätte viel mehr hergegeben, viel mehr Romantik, Liebe und Wärme...aber so kalt wie die Temperaturen am St. Lewrence-Strom waren, so kalt war auch die Stimmung im Buch. Ich bin mit den Personen einfach nicht warm geworden. Ich konnte viele Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen.
Auch fand ich es teilweise, gerade am Anfang des Buches, etwas nervig, dass um alles so eine Geheimniskrämerei gemacht wurde, Andeutungen über Andeutungen. Klar sollten diese die Spannung im Buch aufbauen, aber es war mir doch zu gezwungen umgesetzt. Allerdings blieben auch viele Fragen an den Stellen offen, die nicht gleich geklärt wurden, sondern irgendwie bei mir zu Verwirrungen führten.
Auch die Wendungen im Buch kamen sehr plötzlich und wie schon erwähnt, nicht nachvollziehbar. Vielleicht liegt das auch an dem dünnen Büchlein, dass sich auf nur knapp 300 Seiten erstreckte. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, einige Geschehnisse etwas ausführlicher zu schildern und mehr auszuschmücken. Dies hätte dem Buch sicher gut getan und die Geschichte nachvollziehbarer und runder gemacht.
Da es aber eine doch recht unterhaltsame und flüssig zu lesende Geschichte war, gebe ich hierfür, mit einem zugedrückten Auge, 3 von 5 Punkten. Ich kann hier keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch nicht komplett von dem Buch abraten. Es ist sicher eine Geschmackssache.

  • buchzauber

    Beiträge: 37
    03.06.2018

    Mich hat das Buch auch eher enttäuscht, insbesondere die Wendungen, die ich auch nicht nachvollziehbar fand. Die Tage werde ich mich aufraffen und die Rezension dazu schreiben - sonderlich gut wird sie leider nicht werden.

  • rainbowly

    Beiträge: 7
    13.11.2017

    Bin da ganz deiner Meinung! Für mich war's leider auch kein Highlight.

  • Anchesenamun

    Beiträge: 9
    12.11.2017

    Ich kann deine Meinung gut nachvollziehen, mich hat die Geschichte auch nicht berührt. Allerdings fand ich sie mit 300 Seiten lang genug. ;-) :-D

Jani

Beiträge 31
05.11.2017

In "Das Glück an Regentagen" geht es um die Geschichte von Mae Summers.

Sie verliert in jungen Jahren ihre Eltern durch einen tragischen Unfall und wächst danach bei ihren Großeltern am St. Lorenz Strom auf.
Ihr bester Freund aus Kindheits- und Jugendtagen ist Gabe.
Es kommt wie es kommen muss, die beiden verlieben sich ineinander. Doch dann verschwindet Gabe auf einmal und Mae versteht die Welt nicht mehr.
So verlässt auch sie ihre Heimat und zieht nach New York und lebt dort ihr leben.

So vergehen einige Jahre bis Mae nach einer sehr unschönen Trennung zurückkehrt. Etwa zeitgleich kehrt auch Gabe zurück nach Alexandria Bay zurück, da sein Vater im Sterben liegt.
Dieser war sehr gewalttätig und dem Alkohol mehr als zugetan, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass bei Gabe keine all zu große Trauer aufkommt.

Es kommt wie es kommen muss, die beiden treffen wieder aufeinander und erleben ihre Vergangenheit nochmal aufs neue, wodurch viele gut gehütete Geheimnisse gelüftet werden.

Wie weit geht man um seine liebsten zu schützen? Was darf man verheimlichen und wie lange? Darf man es überhaupt?
Was kann eine Liebe aushalten?

Für mich eine wirklich gelungene Geschichte zum Glück mit Happy End.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll und so konnte man das Buch kaum aus der Hand legen.
Vor jedem Kapitel gab es eine "Anweisung" was man bei Regenwetter tun könnte. Dies ist aber auch die einzige Anspielung auf den Titel des Buches, der ansonsten nicht sehr viel mit der Geschichte zu tun hat.

Die Covergestaltung finde ich einfach nur wunderschön, auch wenn es nicht so ganz zum Thema des Buches passt.


Auch wenn es ein, zwei Punkte gab die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, mochte ich das Buch sehr und fand es schade, dass es schon zu Ende war.

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Beiträge 11
2 Antworten 04.11.2017

Mae hat in ihrem Leben schon einiges mitgemacht! Als kleines Mädchen hat sie schon früh ihre Eltern verloren und wurde von den Großeltern in ihrem Hotel aufgezogen. Auch ihr bester Kindheits- und Jugendfreund Gabe hat sie plötzlich von Heute auf Morgen im Stich gelassen und das Weite gesucht. Auch Mae hat ihren Heimatort Alexandria Bay am St. Lorenz Strom den Rücken gekehrt und ist in die große Stadt gezogen. Als sie dort durch einen großangelegten Betrugsfall ihres Verlobten, Job, Wohnung, einfach alles verliert, flüchtet sie nach Hause zurück an den Fluss. Doch sie muss mit Schrecken feststellen, dort warten nicht die Zustände die sie erwartet hat…..

Dieses tragisch schöne Buch „Glück an Regentagen“ von Larissa Stapley ist eine Familien- und Liebesgeschichte, die sich über mehrere Generationen bewegt.
Im Mittelpunkt der Story steht Mae, Enkelin, Tochter, Freundin, Geliebte, die Hauptprotagonistin um deren Leben sich die Erzählung aufbaut. Doch auch die Gefühle und Empfindungen ihrer Großeltern Lilly und George, ihres Jugendfreundes Gabe und ihrer Mutter Victoria werden nicht vernachlässigt und sorgen für Perspektivenwechsel! Auch Zeitsprünge, Erinnerungen und Ortswechsel sorgen für Spannung und Aufregung.
Maes Leben hat solch große Höhen und Tiefen, man leidet mit ihr, versucht die Geheimnisse zu ergründen, die Täuschungen und Enttäuschungen ihres Lebens. Der eindringliche und kraftvolle Schreibstil der Autorin mach großen Lesespaß.
Besonders das Vermächtnis von Mae’s Mutter Victoria gefällt mir sehr! Ihre Vorschläge „Dinge die man bei Regen tun kann“ ziehen sich durch das ganze Buch, lockern die Stimmung auf und geben den einzelnen Kapiteln ihren Rahmen.
Einer meine Lieblingszitate davon: „Tu etwas Nettes für jemand anderen-selbst wenn es nur etwas Kleines ist. Denn manchmal sind die Leute traurig, wenn es regnet.“

Ein wirklich ergreifendes Buch, das eine positive Einstellung zum Leben vermitteln soll, auch wenn das Draußen noch so viele Rückschläge und Überraschungen warten!
Zur Einsicht kommen: „Das Leben geht weiter.“
„Alles endet irgendwann. Man darf keine Angst davor haben, weil das Leben eben so ist.“
Vorsicht: „Wer nur eine schöne herzerwärmende Liebesgeschichte erwartet wird sicherlich enttäuscht sein!“

Bewegende Lektüre, die ich Dank Buchboutique Lesen durfte, perfekt geeignet für regnerische und winterliche Tage;)
denn noch ein Tipp von Victoria lautet:
„Lies einen Liebesroman. Die Menschen brauchen Liebesgeschichten.“

  • Arietta

    Beiträge: 52
    26.03.2018

    Ein wirklich wunderschöner Roman für trübe Regentage.
    Der richtige Schmöcken wenn es trübe und grau draußen ist.
    Beim Lesen konnte man so richtig versinken in der Welt der Protagonisten und an ihrem Schicksal teilhaben...

  • Anchesenamun

    Beiträge: 9
    12.11.2017

    Schöne Rezension, auch wenn bei mir das Buch nicht so gut ankam wie bei dir. :-) Maes Mutter heißt übrigens Virginia, nicht Victoria. :-)

Manuela P

Beiträge 6
12.03.2018

In "Das Glück an Regentagen" wird uns die Geschichte von Mae,ihrer Familien und deren Geheimnisse erzählt.
Mae hat ihrer Eltern verloren,als sie noch sehr klein war und ist dann bei ihren Großeltern aufgewachsen.

Als Mae eine erwachsene Frau ist,kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und muß feststellen,dass sich so einiges verändert hat.Ihre Oma leidet an Demenz und hat ein lange gehütetes Geheimnis ausgeplaudert...

Das Cover hat mir im Netz schon gut gefallen,als ich das Buch in den Händen hielt,war ich richtig hin und weg.
Das Buch erzählt in drei Teilen aus verschiedenen Persperktiven die Geschichte über Mae und Gabe.

Beim Lesen kommen immer mehr Geheimnisse der einzelnen Personen ans Tageslicht,wobei man sich als Leser dann fragt,warum wurden andere Menschen belogen,Beziehungen zerstört,Vertrauen missbraucht?

Die Charaktere werden gut beschrieben,jedoch ist das Buch nicht einfach zu lesen,es betrübt einen.

Fazit:
Vielleicht nicht unbedingt einfach zu lesen aber trotzdem empfehlenswert,weil man ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr aus der Hand legt.

Melli910

Beiträge 16
12.02.2018

Der Einstieg ist mühsam und ich brauchte einige Kapitel Zeit, mich zurecht zu finden, da das Buch Stück für Stück aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wird. Der Schreibstil selbst ist sehr flüssig und angenehm. Die Charaktere sind mir zu blass gezeichnet und ich konnte mich nicht für sie erwärmen.
Für meinen Geschmack gibt es in dem Roman leider auch zu viele Geheimnisse und zu wenig Gefühl. Fazit: Schöne Idee, verhageltes Ende - zu viele Geheimnisse, zu wenig Gefühl - 3 Sterne.

Lesemama

Beiträge 25
17.01.2018

Bewertet mit 3 Sternen

Zum Buch:
Mae wächst in einem kleinen Ort am St. Lorenz Strom bei ihren Großeltern auf, nachdem ihre Eltern ums Leben kamen. Nach ihrer Ausbildung lebt Mae mit ihrem Verlobten in New York, bis dieser plötzlich verschwand. Wieder zurück in Alexandria Bay wollte sie sich eigentlich erholen, aber die Geheimnisse der Vergangenheit holen sie ein ...

Meine Meinung:
Zuerst fiel mir das Cover aus, es ist so wunderschön. Auch die Innengestaltung mir der Liste über Dinge, die man bei Regen tun kann gefiel mir richtig gut.
Dann fing die Geschichte an und hat mich etwas verwirrt, denn es wird aus so vielen Perspektiven erzählt, dass man aufpassen muss, den Faden nicht zu verlieren.
Eigentlich mag ich Bücher sehr gerne, die in zwei Zeitebenen spielen und von Familiengeheimnissen erzählen, aber bei diesem Buch fehlte der rote Faden, oder ich habe ihn nicht gefunden ...
Das Buch hätte eigentlich das Potenzial eine berührende Geschichte zu erzählen, aber die Autorin hat es nicht geschafft mich zu erreichen. Für mich war es eine durchschnittliche Erzählung ohne Tiefe und leider auch ohne bleibende Momente.
Sehr schade um die Story, die mich überhaupt nicht erreichen konnte. Ich hatte definitiv mehr erwartet.

Angela Busch

Beiträge 22
eine Antwort 13.11.2017

INHALT/Klappentext:
Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?

MEINE MEINUNG:
Um in das Buch gut beim Lesen hineinzukommen , musste ich mir schon ein wenig Zeit geben. Am Anfang irritierte mich der unstete Schreibstil der Autorin sehr. Sie sprang in ihren Ausführungen hin und her zu Orten und Ereignissen aus Gegenwart und Vergangenheit, mischte alles wild durcheinander und ich war auf so ein Lesepuzzle nicht eingestellt, welches ich im übrigen auch nicht besonders schätze.
Auch die Einordnung des Buches in ein bestimmtes Genre ist eine sehr persönliche Sache. Man kann diese Lektüre als traurige, mit Problemen durchsetzte Familiengeschichte ansehen oder auch als romantische, fast kitschige Liebesgeschichte erlesen. Ausgestattet mit den Themen Kindesmisshandlung, Alkoholmissbrauch, Lebenslügen und Altersdemenz. Die Liebe steht oft unter einem unglücklichen Stern, aber die mehr oder weniger interessanten *Empfehlungen für Regentage* vor jedem Abschnitt des Buches trösten über manche Enttäuschung beim Lesen hinweg. Sie sind teilweise sehr realitätsnah und alltagstauglich wie zum Beispiel auf Seite 253:
„Ist es Sonntag? Kaufe die New York Times und lies sie von Anfang bis Ende durch.“
Oder auf Seite 149:
„Wenn es regnet , macht einer von uns Feuer. Zieh dir einen Sessel heran, such dir ein Buch aus - und genieße es.“
Das könnte ja tatsächlich zum Glück an einem Regentag führen ;-).

Es ist ein Buch für zwischendurch, zum Zeitvertreib und ohne grossen literarischen Anspruch an das Verständnis des Lesers.
Der Epilog hat mir insgesamt am besten gefallen und enthält einen lebenstauglichen Ratschlag am Ende:
„Alles endet irgendwann. Man darf keine Angst davor haben, weil das Leben eben so ist. Man muss es leben, die Schönheit darin sehen und aufhören, sich ständig um Kleinigkeiten Sorgen zu machen, wie zum Beispiel darum, ob es bald regnet.“

Meine Bewertung : Drei *** gute Sterne.

Vielen Dank an die Autorin und den Rowohlt Polaris Verlag für das Leseexemplar.

  • Fanti2412

    Beiträge: 50
    13.11.2017

    Hallo Angela,

    schade, dass Dich das Buch nicht begeistern konnte!
    Diese Zeitsprünge, die oft unvermittelt kamen, waren auch einer meiner Kritikpunkte.

    Liebe Grüße
    Conny

    • Angela Busch

      Beiträge: 22
      13.11.2017

      Liebe Conny, ich war auch sehr unsicher, ob das Buch nicht doch vier Sterne verdient hat. Aber ich bin lieber immer ein wenig strenger in meiner Wertung, sonst gibt es ja kaum Spielraum zu einem 5 Sterne Buch,,,,
      LG Angela

Anchesenamun

Beiträge 9
12.11.2017

Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Die vier Hauptfiguren sind Mae, Gabe, Lilly und George. Es gibt etliche Rückblicke, z. B. in Maes Kindheit, als ihre Eltern noch gelebt haben, aber auch in die Jugendzeit ihrer Großeltern während des zweiten Weltkrieges. Das macht die Geschichte manchmal etwas unruhig, da ständig zwischen Orten, Personenkonstellationen und Zeiten gewechselt wird. Das fordert dem Leser einiges an Konzentration ab, und man setzt nach und nach selbst das Puzzle rund um Mae und ihre Familie zusammen.

Die Figuren werden detailliert gezeichnet, und durch die unterschiedlichen Sichtweisen ergibt sich nach und nach von jedem ein Gesamtbild. Ich persönlich fand Gabe und George sympathischer als Lilly und Mae. Lilly tat mir zwar einerseits leid, da sie immer dementer wurde und der Verlust ihrer Tochter sie gezeichnet hat, aber sie trägt so viele Geheimnisse mit sich herum und hat dadurch so viel Leid angerichtet, dass ich sie nicht mögen konnte. Obwohl Mae der gemeinsame Nenner und die bemitleidenswerte, da betrogene Hauptfigur ist, blieb sie irgendwie farblos und konnte mich nicht abholen. Wieso sie Peter, den sie augenscheinlich noch nichtmal liebte, heiraten und mit ihm eine Familie gründen wollte, weiß der Geier. Sie ist eher der "Kopf in den Sand"-Typ und lässt alles auf sich zukommen.

Überhaupt ist es das, was die Figuren am Besten können: Dinge in sich hineinfressen und vor Konfrontationen davonlaufen. Hier wird viel Geheimniskrämerei betrieben. Jeder trägt etwas mit sich herum, teilweise -zig Jahre lang. Und man lernt nichts daraus, denn es werden auch weiterhin neue Erkenntnisse verschwiegen. Ja, die Wahrheit kann oft weh tun, aber wie hier alle umeinander herumeiern und sich wirklich wichtige Dinge verschweigen, die ausgesprochen auch einiges an Irrungen, Wirrungen und Leid erspart hätten, ist nur schwer erträglich.

Jedes Kapitel wird mit einem Punkt aus der Liste von Maes Mutter Virginia, was man an einem Regentag machen kann, eingeleitet. Dies ist zwar eine charmante Idee, wird aber in der Geschichte nicht weiter aufgegriffen, trägt also nichts weiter zur Handlung bei. Man kann sie letztlich für sich selbst als nette Anregung für Regentage nutzen, wobei einige Tipps ganz speziell auf Alexandria Bay und Umgebung gemünzt sind.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Generell hat die Geschichte jedoch eine Schwermut, die sich durch das ganze Buch zieht und mich beim Lesen nie so richtig losgelassen hat. Tatsächlich ist an ein, zwei Stellen ein Tränchen über die Wange gerollt, aber ansonsten blieb ich von den Charakteren und der Geschichte eher unberührt.

Der Epilog war mir persönlich dann zu süßlich und hätte nicht sein müssen. Mehr kann ich aber nicht verraten, da ich sonst spoilern würde.

Alles in Allem ist "Das Glück an Regentagen" nicht ganz leicht verdauliche, jedoch kurzweilige Lesekost mit blassen Charakteren, die mich leider nicht abholen konnte.

Leseratte83

Beiträge 9
27.08.2018

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück? (Kurzbeschreibung vom Buchrücken)

Was für ein schönes Buch für den Sommer. Die Story ist gut und sehr flüssig geschrieben. Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen. Die Charaktere sind bildlich beschrieben und man kann sich mit ihnen gut mitfühlen. Es ist zwar keine große Spannung in der Story, aber trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich habe es fast in einem Rutsch gelesen. Da die Story sehr abwechslungsreich geschrieben ist. Aber das Ende war für mich dann auch der Höhepunkt.Das Happy End hat mir besonders gut gefallen. Ich kann das Buch somit mit sehr empfehlen.

Vevi

Beiträge 31
23.08.2018

„Das Glück an Regentagen“ ist zu allererst mal ein wunderbar ausgestattetes Buch: Die Goldelemente auf dem Cover und das Bild von dem Päärchen am See unter dem Sternenhimmel laden gleich zum Träumen ein. Auch die Broschur ist innen wirklich schön gestaltet, zum einen mit einigen Dingen von der Liste der Sachen, die man an Regentagen machen kann, zum anderen mit einem kleinen Stadtplan von Alexandria Bay mit allen wichtigen Schauplätzen des Buches.

Der Titel ist meiner Meinung nach in diesem Buch Programm: Auch wenn es das Leben einmal nicht gut mit einem meint (Regentage), kann man ihm die Stirn bieten und etwas tun, was dem eigenen Glück wieder auf die Sprünge hilft. Diese Botschaft des Buches hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mir ganz ehrlich bei der Lektüre ein wenig schwer getan habe.

Gerade zu Beginn ist es schwierig den verschiedenen Erzählsträngen und Perspektiven zu folgen, ohne den Überblick zu verlieren, wer jetzt gerade in Gegenwart oder Vergangenheit im Zentrum der Handlung steht. Da ist zuerst Mae, die von ihrem betrügerischen Freund sitzengelassen wird und sogar verdächtigt wird, mit ihm unter einer Decke gesteckt zu haben. Im nächsten Kapitel geht es um Maes Großmutter Lily, deren fortschreitende Demenz sie ein Geheimnis ausplaudern lässt, das ihren Mann George dazu bringt, sich aus der Beziehung zurückzuziehen. Dann wiederum ist das Gabe, der sich gerade scheiden lässt, dem Alkohol zuspricht, weil er Mae nicht vergessen kann und von dem man nicht weiß, warum er damals eigentlich Knall auf Fall den kleinen Ort Alexandria Bay verlassen hat. – Wie gesagt, gerade zu Anfang war ich mit all diesen Eindrücken, den ungeklärten Verhältnissen und den ganzen Geheimnissen etwas überfordert. Wenn man jedoch die Geduld mitbringt und sich davon nicht abschrecken lässt, dann bietet der Roman eine wirklich emotionale Geschichte, gesponnen über mehrere Generationen, in dem viele problematische Themen angeschnitten werden und der doch ein hoffnungsvolles Ende hat.

Sehr berührend fand ich einen der letzten Sätze im Buch: „Alles endet irgendwann. Man darf keine Angst davor haben, weil das Leben eben so ist. Man muss es leben, die Schönheit darin sehen und aufhören, sich ständig um Kleinigkeiten Sorgen zu machen, zum Beispiel darum, ob es bald regnet.“

Ophelia19

Beiträge 32
09.08.2018

Es tut mir furchtbar leid, das sagen zu müssen, aber in dieses Buch kam ich einfach nicht wirklich rein…

Dabei hat es eine wirklich schöne Aufmachung mit viel Liebe zum Detail: das zauberhafte Cover der broschierten Taschenbuchausgabe lädt mit den goldenen Highlights so richtig zum Träumen ein. Und auf der Innenseite des Covers gibt es zum einen schon mal einen Auszug aus der Liste der Dinge, die man an Regentagen machen kann und einen gezeichneten Plan von Alexandria Bay (dem kleinen Ort am St. Lawrence Strom, in dem die Geschichte spielt)

Leider kann ich es nicht genau festmachen, woran es lag, dass das Buch für mich einfach nicht geeignet war… Zum einen hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, da die verschiedenen Perspektiven, aus denen erzählt wird und die Zeitsprünge gleich zu Beginn es nicht gerade einfach machten, einen Faden in der Geschichte zu finden. Da wird in der Vergangenheit von verschiedenen Figuren gegraben, die alle teils dunkle Geheimnisse versprechen, aufgelöst wurde allerdings bis zum Ende hin nicht alles, einige Fragen bleiben einfach unbeantwortet.

Der Stil war in Ordnung, das Buch ließ sich schnell lesen, aber ein wirklicher Genuss beim Lesen hat sich nicht eingestellt. Und ich wusste auch nicht recht, in welches Genre denn der Roman einzuordnen ist. Natürlich ist da die Liebesgeschichte, Mae als Protagonistin, die sich in Peter getäuscht hat, der sie Knall auf Fall verlassen hat, weil er ein Betrüger war und die noch immer an Gabe hängt. Auf der anderen Seite Gabe, der sich von Natasha scheiden ließ, weil er immer noch an Mae denkt.

Auch die Vergangenheit von Lilly (Maes Großmutter mütterlicherseits) wird beleuchtet und ihre Liebe zu Everett, dem besten Freund ihres Ehemannes George. Lillys fortschreitende Demenz wird sehr gefühlvoll beschrieben, auch die Tatsache, dass sie unabsichtlich ein bis dahin gut gehütetes Geheimnis ausplaudert, ist nachvollziehbar. Allerdings zieht das die ganze Story wieder eher in Richtung Familiengeschichte… trotzdem waren mir da zu viele problematische Themen in einen Topf geworfen…

Gut fand auch ich, so wie einige andere hier es schon erwähnt haben, die Liste, mit den Dingen, die man an Regentagen machen kann, die Virginias Mutter für die Gäste des Inns am St. Lawrence Strom geschrieben hat. Diese Tipps finden sich jeweils zum Beginn eines neuen Kapitels und sind an sich schon lesenswert. Ansonsten hat mich das Buch leider ziemlich enttäuscht…

Capri84

Beiträge 20
06.04.2018

Für Mae bricht eine Welt zusammen, als sie von ihrem Verlobten, per handschriftlicher Nachricht auf ihrem Büroschreibtisch, verlassen wird. Doch damit noch nicht genug, denn ihr Verlobter war in korrupte Geschäfte verwickelt, weswegen auch Mae jetzt in den Fokus der Ermittlungen rückt. Mae weiß erst einmal nicht, wo sie jetzt hin soll. Doch dann kehrt sie in ihre Heimat zurück, nach Alexandria Bay an den St. Lawrence-Strom. Doch dort kann sie sich nicht erholen und abschalten, denn auch dort hat sich alles verändert: ihre Großmutter scheint nicht mehr sie selbst zu sein, ihr Großvater ist ins Motel gezogen und dann taucht auch noch ihre Jugendliebe Gabe auf. Statt zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst finden zu können, wird Mae von ihrer und der Vergangenheit ihrer Großeltern und Eltern eingeholt.


Um das Buch herum strickt sich eine Liste von Dingen, die man im Regen tun kann - diese Liste hat einst Maes Mutter erstellt. Ein Punkt darauf: Die Menschen brauchen Liebesgeschichten! Ja, definitiv, auch ich...aber das war leider keine Liebesgeschichte nach meinem Geschmack.

Das Buch war zwar locker und flüssig zu lesen und der Handlungsort für mich wieder unfassbar interessant und faszinierend, aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Geschichte an sich hätte viel mehr hergegeben, viel mehr Romantik, Liebe und Wärme...aber so kalt wie die Temperaturen am St. Lewrence-Strom waren, so kalt war auch die Stimmung im Buch. Ich bin mit den Personen einfach nicht warm geworden. Ich konnte viele Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen.

Auch fand ich es teilweise, gerade am Anfang des Buches, etwas nervig, dass um alles so eine Geheimniskrämerei gemacht wurde, Andeutungen über Andeutungen. Klar sollten diese die Spannung im Buch aufbauen, aber es war mir doch zu gezwungen umgesetzt. Allerdings blieben auch viele Fragen an den Stellen offen, die nicht gleich geklärt wurden, sondern irgendwie bei mir zu Verwirrungen führten.

Auch die Wendungen im Buch kamen sehr plötzlich und wie schon erwähnt, nicht nachvollziehbar. Vielleicht liegt das auch an dem dünnen Büchlein, dass sich auf nur knapp 300 Seiten erstreckte. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, einige Geschehnisse etwas ausführlicher zu schildern und mehr auszuschmücken. Dies hätte dem Buch sicher gut getan und die Geschichte nachvollziehbarer und runder gemacht.

Da es aber eine doch recht unterhaltsame und flüssig zu lesende Geschichte war, gebe ich hierfür, mit einem zugedrückten Auge, 3 von 5 Punkten. Ich kann hier keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch nicht komplett von dem Buch abraten. Es ist sicher eine Geschmackssache.

Sassenach123

Beiträge 18
08.01.2018

Familientragödie die wirklich bewegt.

Mae Summers muss viel erleiden, sie verliert als Kind ihre Eltern. Wird bei den Großeltern groß. Der St.Lorenz Strom ist ein stiller Begleiter, er begleitet sowohl durch das Buch wie durch die Tragödien.
Als Gabe von ihren Großeltern aufgenommen wird, wachsen Mae und er gemeinsam auf. Sie sind fast schon wie Brüder und Schwester. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Mae, denn Gabe verschwindet.

Einiges später treffen beide sich dort wieder......

Dieser Roman ist sehr gefühlvoll, habe ihn gern gelesen. Allerdings ist es eher seichte Unterhaltung, was aber völlig in Ordnung und ausreichend ist.

Curin

Beiträge 3
10.11.2017

Nachdem sich ihr Verlobter als gemeiner Betrüger entpuppt hat, kehrt Mae nach Alexandria Bay, den Ort ihrer Kindheit zurück. Hier sind vor vielen Jahren ihre Eltern auf tragische Weise ertrunken und auch ihre Jugendliebe Gabe hat sie dort unerwartet verlassen. Doch als sie nun zurück kehrt, hat sich ihr Großvater von ihrer Großmutter getrennt und viele Geheimnisse kommen endlich ans Licht... .
Bei diesem Buch hatte ich von Anfang an Probleme, in die Handlung hineinzufinden. Die Geschichte wirkte ziemlich verworren auf mich und hat mich leider auch bis zum Ende nicht richtig ansprechen und berühren können.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Mae, eine junge Frau, die in ihrem Leben schon einige Schicksalsschläge wegstecken musste. Für mich blieb sie im Roman seltsam farblos und ich konnte keinerlei Sympathie für sie entwickeln. Sie, aber auch ihre ganze Familie, haben alle irgendetwas voreinander verschwiegen und die Gründe, die die Autorin dafür anführt, haben mich nicht überzeugt.
Auch der Schreibstil von Marissa Stapley hat meinen Lesefluss etwas gestört. So springt die Autorin gerne zwischen den Zeitebenen hin und her und hat bei mir auch durch schnell und abrupt wechselnde Figurenperspektiven Verwirrung gestiftet. Allerdings ist es ihr gut gelungen, die Großmutter Lilly darzustellen. Diese leidet scheinbar schon länger an Demenz oder Alzheimer, aber verbirgt ihre Krankheit geschickt vor den Angehörigen. Bei ihr wird sehr deutlich, wie schlimm es für die betreffende Person ist, ständig Dinge zu vergessen oder sich einfach nicht mehr erinnern zu können.
Insgesamt hat mich ,,Das Glück an Regentagen" etwas enttäuscht und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Man erhält hier weder eine berührende Liebesgeschichte noch einen spannenden Familienroman, der gut unterhält. Daher kann ich das Buch nur bedingt weiterempfehlen.

MareikeUnfabulous

Beiträge 5
31.10.2017

Mit der Bewertung dieses Buches war ich etwas überfordert.

Zu allererst möchte ich jedoch das sehr gelungene Cover und die Gestaltung des Umschlages loben. Im linken Umschlag befinden sich Tipps für Regentage. Im rechten Umschlag ist eine Stadtkarte zu finden, mit der man sich einen kleinen Überblick über die Orte in "Das Glück an Regentagen" verschaffen kann.

Die Seiten ließen sich sehr angenehm lesen, was wohl hauptsächlich der Länge der Kapitel zu verdanken ist. Ein paar Seiten später fühlte ich mich jedoch schon mit der Masse an Personen überfordert. Mae, Gabe, Peter, Natasha, Lilly, George, Everett, Jonah, Vivian und - ach, so viele mehr. Ich habe irgendwann den Überblick über die Beziehungen der verschiedenen Personen verloren, was mir leider etwas Probleme und Sorgen bereitet hat. Ich bin irgendwann einfach nicht mehr klar gekommen und hab's sein lassen. Stattdessen versuchte ich mich ausschließlich auf die Handlung zu konzentieren, was mir zum Glück gelungen ist.

Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle von Mae, Gabe, Lilly und George. Es geht zum Einen um die Liebe von Mae und Gabe, die niemals erloschen ist. Zum Anderen geht es um Lilly und George, deren lange Ehe zu brechen droht. Als Mae ihren eignenen Problemen entkommen und zu ihren Großeltern reisen will, ahnt sie nicht, was sie dort erwartet.

Das Buch, und die Art, wie die Geschichte erzählt wurde, haben mir sehr gefallen. Auch, dass die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen spielt. Die Autorin hat es geschafft, vier tolle Hauptprotagonisten zu schaffen, die mich zum Denken angeregt haben. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle von Mae, Gabe, Lilly und George. Mae, die vor einem großen Scherbenhaufen steht und mit ihren Nerven völlig am Ende ist. Gabe, deren Beziehung in die Brüche ging und der niemals mit Mae abschließen konnte. Lilly und George, die beide gleichermaßen zerrissen sind und nun mit dem Überbleibseln zu kämpfen haben.

Die vielen Personen und ihre Verknüpfungen, die mir irgendwann über den Kopf gewachsen sind, kosten dem Buch jedoch ein Stern. Mit einem großen, zugekniffenen Auge kann ich "Das Glück an Regentagen" noch gerade so vier Sterne geben...

rainbowly

Beiträge 7
31.10.2017

Fakten
Autor: Marissa Stapley
Verlag: rowohlt
Erscheinungsdatum: 7.11.2017
Genre: Liebesroman
Seiten: 301

Inhalt
Mae und Gabe haben ihre Kindheit gemeinsam im kleinen Ort Alexandria Bay verbracht. Beide hatten es nicht leicht, doch fanden gemeinsam ihr kleines Glück. Doch das Glück hatte keinen Bestand. 10 Jahre später: Beide kehren in die Heimat zurück. Gibt es die Hoffnung auf einen Neustart? Oder wird sie die Vergangenheit einholen?

Gestaltung
Das Buch ist sehr schön gestaltet. Das Cover glänzt wunderschön und die Schrift ist golden schimmernd. Auf der vorderen Innenklappe gibt es die Zitate "Dinge, die man bei Regen tun kann", die auch vor jedem Kapitel eingefügt sind. Hinten findet man eine Karte von Alexandria Bay.

Sprache
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal die Gegenwart in der Mae und Gabe in ihre Heimat zurückkehren und dann die Vergangenheit wie Mae ihre Eltern verloren hat. Allerdings springt auch der Erzählstrang in der Gegenwart immer mal wieder in die Vergangenheit und erzählt Episoden aus der Kindheit. Manchmal sind diese Übergänge nur schwer erkennbar, was meinen Lesefluss immer wieder störte.
Leider sind mir auch immer wieder Logikfehler und schlecht übersetzte Sätze aufgefallen.

Charaktere
Leider konnte ich mich mit keinem der Charaktere so richtig anfreunden oder identifizieren. Alle treffen für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen - und nicht nur unverständlich, weil ich es selbst nicht so machen würde, sondern weil ich einfach keine Erklärung für ihr Handeln in der Geschichte finden konnte -, sind egoistisch und stur. Keiner redet miteinander, jeder denkt er muss seine Geheimnisse für sich behalten, damit er den anderen davor schützen kann und das obwohl genau dadurch schon jeder einzelne Charakter einmal sehr verletzt wurde. Man rennt grundsätzlich erstmal weg, wenn es ein Problem gibt und spricht nicht mehr mit dem Partner und wenn man dann wieder zurückkommt, wird das Problem mit einem Satz aus der Welt geschafft und es geht weiter wie vorher. Absolut unrealistisch. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum aus manchen Dingen überhaupt ein Geheimnis gemacht wurde, warum nicht wenigstens Mae und Gabe offen und ehrlich miteinander sein konnte, obwohl sie sich ja so sehr lieben, sich nie verlieren wollen und ja nie so sein wollten wie ihre Eltern/Großeltern. Diese große Liebe kam bei mir leider nicht realistisch rüber.

Fazit
Die Geschichte hat mich nach der Leseprobe absolut fasziniert. Ich hatte mich auf eine romantische Liebesgeschichte gefreut. Die Idee mit den Zitaten fand ich total schön. Und sie sind auch echt einfallsreich und lustig. Nur leider werden sie überhaupt nicht mit der Geschichte verknüpft und das obwohl sie oftmals direkt auf die Stadt bezogen sind. Es wird irgendwo mal erwähnt, dass die Zitate von Maes Mutter stammen und im Hotel ausgehängt sind, aber sonst haben sie keinen Bezug zur Geschichte. Niemand tut diese Dinge. Niemand beschäftigt sich mit dieser Liste. Überhaupt geht es nur sehr selten um Regentage und schon gar nicht um Glückliche. Das fand ich sehr schade, da hätte man mehr daraus machen können.
Die Story konnte mich nicht packen. Das Hin und Her zwischen Mae und Gabe hat mich genervt und auch die Nebenhandlungen konnten mich nicht fesseln. Sie waren für mich abgehakt, teilweise sogar völlig überflüssig oder unnötig in die Länge gezogen.
Ich hatte mir eine romantische und etwas poetische Geschichte gewünscht, bekommen habe ich ein chaotisches Liebes- und Familiendrama - leider sehr enttäuschend.

disi

Beiträge 2
2 Antworten 28.10.2017

Zu Beginn des Buches erfährt man von Maes Mutter Virginia, die im Eis einbricht, als sie ihren Mann Chase retten will und beide sterben. -----
Mae muss erfahren, dass ihr Lebensgefährte Peter sie und viele andere Leute betrogen hat und sie fährt zurück nach Hause zu Großmutter Lilly zum Hotel Summers Inn, wo sie aufgewachsen ist. ----
Gabriel „Gabe“ Broadbent ist geschieden Er denkt immer noch an seine Jugendliebe Mae und an Großmutter Lilly die ihm deutlich gesagt hatte, dass er sich von Mae fernhalten soll und das hat er auch getan. Er kommt erst nach Alexandra Bay zurück, als es seinem Vater schlecht geht.-----
Großmutter Lilly ist völlig vergesslich geworden und als sie ihrem Mann George gesteht, dass Virgina nicht von ihm war, zieht er aus. -----
In einem weiteren Rücklick erfährt man von Jonah Broadbent, der seinen Sohn Gabe immer wieder geschlagen hat und auch behauptet, dass Gabe Viktoria und ihren Mann umgebracht hat, obwohl es ein Unfall war. George, Maes Großvater, hat Gabe dann in Summers Inn aufgenommen, wo er zusammen mit Mae aufgewachsen ist. Mae und Gabe verlieben sich, dann verschwindet Gabe, weil ihn Lilly wegschickt und ihn des Diebstahl bezichtigt, obwohl sie ihm selbst das Geld gegeben hat. ---------
Mae und Gabe finden wieder zueinander, als Mae herausfindet, dass sie von
Peter schwanger ist, verlässt Gabe Mae und das Kind, weil er glaubt, dass sie und das Kind ohne ihn besser dran sind. ----------
Großmutter Lilly stirbt und Mae und Gabe bleiben dann doch zusammen.
Auf den letzten Seiten erlebt man Mae und Gabe als Urgroßeltern.

Das Buchcover hat mir gleich sehr gut gefallen. Von der Beschreibung der Story in ständigen Rückblickne, bin ich eher nicht so begeistert. Ich lese lieber die Geschichte in durchgehender zeitlicher Abfolge. Die Geschichte an sich und die Beschreibung der Personen fand ich gut, die dramatischen Ereignisse lassen einen fast Mitleid haben mit den Menschen in Alexandria Bay.
Manche Situationen und Reaktionen der Beteiligten kamen wir etwas unverständlich vor, aber das ist halt meine subjektive Ansicht.
Alles in allem würde ich es trotzdem als sehr lesenswert beurteilen.

  • Anchesenamun

    Beiträge: 9
    12.11.2017

    Sei mir nicht böse für die Kritik, aber du hast im Endeffekt die komplette Handlung verraten. Würde ich das Buch noch nicht kennen, würde ich es aus diesem Grund nicht mehr lesen wollen. Eine Rezension sollte ja vor allem für Leute sein, die das Buch noch nicht kennen.

  • sommerlese

    Beiträge: 108
    29.10.2017

    Danke für die erhellende Rezi, ich bin nicht so der Fan von ständigen Rückblicken. Meistens verliere ich darüber das aktuelle Geschehen aus den Augen und die jeweiligen Stationen der Figuren geraten durcheinander. Also doch eher kein Buch für mich.

VanilleMelli

Beiträge 55
28.08.2017

Klingt wirklich super! Freue mich schon sehr auf das Buch, da es emotional und melancholisch zu sein scheint - so wie ich es mag :) Zudem ist soetwas perfekt zum Lesen in regnerischen Stunden oder gar Tagen *-*

witchblade

Beiträge 8
08.11.2018

    Ein Buch voller Geheimnisse und Missverständnisse hat mich hier erwartet, wo ich dem Klappentext nach "nur" eine Liebesgeschichte vermutet hätte. Insgesamt bin ich positiv überrascht von dem Buch!

    Mae wurde von ihrem Mann Peter aufs Übelste betrogen - es stellt sich heraus, dass er ein Lügner und Betrüger der schlimmsten Sorte war und viele Menschen um ihr Geld gebracht hat. Mae zieht es daher zurück ins Inn ihrer Großeltern, wo sie aufgewachsen ist. Sie verbindet viel mit ihrer Heimat - ihre Eltern sind dort im Winter im Fluss gestorben, ihre große Liebe Gabe hat sie dort kennengelernt und verloren und nun muss sie bei ihrer Rückkehr auch noch feststellen, dass ihr Großvater ausgezogen ist.

    Nach und nach werden viele Geheimnisse aufgedeckt, weswegen das Buch immer wieder überraschende Wendungen bereit hält. Durch die wechselnden Perspektiven erfährt man als Leser die unterschiedlichen Seiten der jeweiligen Geschichten, was mir sehr zusagt. Die Charaktere im Buch werden toll herausgearbeitet und auch der Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen.

    Insgesamt hat es mir viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich habe damit den einen oder anderen Regentag zu etwas Schönem gemacht.

    siko71

    Beiträge 57
    27.09.2018

      Mae ist von ihrem Freund Peter hintergangen worden. Er hat sich mit ihrem und den Geld von Freunden aus dem Staub gemacht und wird nún polizlich gesucht. Mae will mit ihrem bisherigen Leben abbrechen und wagt einen Neuanfang in ihrem Heimatort Alexandria Bay. Als sie dort ankommt um bei ihren Großeltern zu sein, stellt sie fest, das deren Ehe auf dünnem Eis steht und es einige Geheimnisse zu lüften gilt. Als dann auch noch ihre Jugendliebe Gabe auftaucht, beginnt für alle eine Reise in die Vergangenheit mit allen Höhen und Tiefen. Aber gibt es auch für alle eine gute Zukunft?

      Ein sehr emotionaler Roman über die Spuren, die Misshandlungen hinterlasse können und über Trennung und Neuanfang. Mir ist dieser Roman nahe gegangen und bekommt daher volle Punktzahl.

      Rea1887

      Beiträge 16
      24.09.2018

        Diese Geschichte handelt von Mae, die am Anfang des Buches feststellen muss, dass ihr Lebensgefährte Peter sie belogen und verlassen hat. Um wieder auf andere Gedanken zu kommen, kehrt sie zu ihren Großeltern an den St.-Lorenz-Strom zurück. Aber auch hier ist nicht mehr alles so, wie es einmal war. Ihre Großeltern haben sich zerstritten, der Großvater ist in ein Hotel gezogen, ihre Großmutter ist dement geworden. Außerdem hat sie an diesem Ort ihre Mutter verloren und ebenso ihre erste große Liebe Gabe, er ist eines Tages verschwunden.
        Viele kurze Kapitel erzählen hier die Geschichte von den verschiedenen Personen, immer aus Sicht der jeweiligen Person. So kann man sich immer gut in die Person hineinversetzen und die Gefühle und Entscheidungen nachvollziehen. Gerade die Gedanken der Großmutter, die viele Sachen vergessen hat und auf einmal gar nicht mehr wusste, was sie als nächstes machen wollte, haben mich sehr bedrückt. Überhaupt ist das Buch sehr melancholisch und teilweise depressiv. Viele frühere Geschehnisse hängen den Personen an und hindern sie auch daran, weiterleben zu wollen.
        Trotzdem hat mir das Buch recht gut gefallen. Aber etwas mehr Tiefgang hätte ich mir gewünscht. Es waren sehr viele Personen, die alle ein eigenes schweres Schicksal zu tragen haben, da waren mir 300 Seiten etwas zu wenig.

        Persephone13

        Beiträge 8
        15.09.2018

          "Das Glück an Regentagen" ist ein Roman, der mich erst einmal vom Cover her richtig angesprochen hat und dann mit seiner Tiefgründigkeit überzeugt hat. Denn es geht hier nicht nur um Liebe und um Zwei, die sich finden, sondern es werden auch ernste Themen angesprochen. Von Betrug über Alkoholsucht zu Altersdemenz und Altzheimer sind hier viele Themen verpackt, die erst einmal schwer verdaulich sind. Der Autorin ist es aber sehr gut gelungen, all diese Themen einfühlsam zu behandeln. Mae als Protagonistin schließt man sofort ins Herz, weil man ihr nach all den schlimmen Erfahrungen und dem Betrug ihres Ex-Freundes nicht nur an ihr sondern auch an seiner Firma, endlich ein Happy End gönnt. Es ist allerdings bis zum Schluss spannend, ob es dieses wirklich gibt. Dazu kommt noch die Familiengeschichte, die Maes Großeltern und ihre Vergangenheit zum Thema hat. Auch hier gibt es Geheimnisse und Probleme, die sich im Laufe der Geschichte zu eigenen Erzählsträngen aufbauen. Diese verschiedenen Perspektiven und auch das Springen durch die Vergangenheit und die Gegenwart im Buch, machen die Lektüre zwar etwas anspruchsvoll, allerdings ergibt alles am Ende Sinn.

          maraAngel2107

          Beiträge 23
          15.09.2018

            Was für ein Glück dieses Buch lesen zu dürfen:-) Schon das Cover hat mich sehr neugierig gemacht, dazu noch der Name des Buches und der Klappentext und ich wurde nicht enttäuscht! Zwei unendliche Liebesgeschichten mit Hindernissen, Menschen, die sich lieben, jedoch durch Schicksalsschläge nicht so leben wie sie es gerne möchten, da sind George & Everett, zwei beste Freunde im Krieg vereint, jedoch einer verliert. Und Lilly, Everetts Liebe, Verlobte, wie auch immer man das früher nannte, die von George nach dem Krieg erfahren muss, das ihr Geliebter Everett leider nicht zurück kommen wird. Doch in Wahrheit liebt sie George und sie heiraten, bekommen ein Kind, dessen Vaterschaft jedoch zuerst verschwiegen wird. Denn nicht George ist der Vater … aber irgendwie auch doch, denn er ist da, für Virginia und liebt sie, Chase, die Liebe seiner Ziehtochter und Mae, die kleine Enkeltochter, eine der Hauptprotagonistinnen, die fort geht, um einen Mann zu heiraten, den sie glaubt zu lieben, jedoch bitter enttäuscht wird und Jahre später nach Alexandria Bay zurück kehrt, um ihre Wurzeln zu suchen. Menschen wieder zu sehen, die sie lange nicht gesehen hat, um heraus zu finden, was wichtig ist. Und dann ist da noch Gabe, ihre Mädchen-Liebe, irgendwie hofft sie ihn zu treffen, doch daran glauben kann sie nicht wirklich. Hier wurde ein wunderbarer Roman geschrieben, mit vielen Geheimnissen und Wahrheiten, mit vielen Schicksalsschlägen und wunderbaren Erlebnissen, Liebe & Leidenschaft (hier etwas versteckt) und doch alles zusammen wunderbar in Einklang gebracht. Jeder/Jede einzelne/r Protagonist/in wird hier ausführlich beschrieben, die Lebensgeschichte bis zu Punkt X und die Wiederkehr, Wiedersehen und wieder Schicksalsschläge. Das Buch hat sich sehr leicht lesen lassen, wunderbar flüssig und man hat sich als Leser "aufgehoben" gefühlt, man fühlte mit den Personen und ebenso hat man mit gelitten und gehofft auf ein schönes Ende. Und man wird nicht enttäuscht, nach vielen Hindernissen und Begebenheiten darf man sich über das Ende freuen und ist glücklich, wie ein Teil des Titels bereits aussagt. Hier ist tatsächlich alles stimmig im Buch, es gibt überhaupt keine langatmigen oder langweiligen Teilestücke oder Erzählungen, man ist gefesselt von der Geschichte und dieses Buch macht ruhig, man kann wunderbar abschalten und in eine andere Welt eintauchen. Die Autorin hat hier ein tolles Werk geschaffen, als Leser hat man den Eindruck "mit Liebe geschrieben" und so ist es wohl auch. Man könnte auf den Gedanken kommen, das hier eine wahre Familiengeschichte erzählt wird, wunderbar rüber gebracht mit einem tollen Schreibstil und sehr viel Gefühl. Ich bin dankbar das ich dieses Buch lesen durfte und gebe es gerne nun weiter! Ich vergebe hier 5 von 5 Sternen, da alles andere keinen Sinn machen würde, absolut verdient und absolut empfehlenswert!

            Nicole-LeseEule36

            1 Beitrag
            28.08.2018

              In ihrem Roman „Das Glück an Regentagen", erschienen unter dem Originaltitel „Things to do when it´s raining“erzählt Marissa Stapley eine bewegende Geschichte über Familie, Liebe und Verlust.

              „Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?“

              Auf Grund dieses wunderschönen Buchcovers, bin ich überhaupt erst an dem Buch hängengeblieben. Als ich es dann in der Hand halten durfte, kann ich nur sagen, es sieht noch zauberhafter in natura aus. Zu sehen ist ein Pärchen auf einem Steg an einem See sitzend, schauend auf die weite Natur und am Himmel erwachen die Sterne. Die Grundfarbe ist blau umgeben von warmen Farben und als Highlight die goldene Schrift. Im inneren linken Einbad sind Dinge aufgezählt, die man bei Regen tun kann und auf der rechten Seite ein kleine Stadtkarte von Alexandria Bay.

              „Manchmal musst du genau das tun, was dir am meisten Angst einjagt.“

              In dem Inn ihrer Großeltern, in dem Mae aufgewachsen ist, hängt noch heute die tröstliche Liste ihrer Mutter Virginia: Dinge, die man bei Regen tun kann. Denn es regnet oft in dem kleinen Ort am St. Lorenz-Strom und sie mochte den Regen. Zum Beispiel: „Schreibe einen Brief an jemanden, den du vermisst. Warte nicht damit; morgen regnet es vielleicht nicht mehr“ oder „Lies einen Liebesroman. Die Menschen brauchen Liebesgeschichten“ oder „Tanze im Regen“ oder „Bleibe im Bett, schlafe dich richtig aus. Noch besser ist es, wenn du jemanden hast, der mit dir im Bett bleibt“ oder „Wenn es regnet, macht einer von uns Feuer. Zieh dir einen Sessel heran, such dir ein Buch aus – und genieße es“.

              Ehrlich gesagt konnte ich schon aus der damaligen Leseprobe keinen wirklichen Eindruck vom Verlauf des Buches bekommen und hatte auch einen etwas anderen Verlauf erwartet. Zugleich in den ersten drei Kapiteln wird man mit vielen Charakteren etwas überfordert, aber dennoch ist es wichtig, um die Zusammenhänge zu verstehen und auch die Entwicklungen zu den Charakteren zu erfahren. Bei einigen Charakteren hat mir etwas mehr Tiefe und Hintergrund gefehlt, bei anderen war es wiederum sehr gut dargestellt. Aber es gefiel mir, dass trotz der Geheimnisse niemals jemand überzogen wurde. Der Spannungsverlauf der Geschichte wurde durchweg gut gehalten und ich fühlte mich wohl beim lesen.

              In der Handlung selbst steckte Gefühl, eine gewisse Traurigkeit und auch Liebe. Aber was mich sehr gestört hat oder was mir fehlte und von wo ich auch fest ausgegangen war, war die Darstellung der tiefen Gefühlen zwischen Mae und Gabe. Auch an Romantik hat es dadurch gefehlt und die emotionale Verbundenheit. Die beiden harmonisieren durchaus, aber man hätte soviel mehr herausholen können.
              Sehr schön wurde aber das kleine Örtchen und vor allem Bildhaft dargestellt. Eigentlich ein Ort an dem man sich nur wohlfühlen kann „Das Herz der Thousand Island“.

              Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und hatte etwas schönes eigenes an sich. Dieser hat sich leicht und sehr flüssig durch die kurzen Kapitellängen hinweglesen lassen. Zudem ist das Buch in drei Teile untergliedert. Als Kapitelbezeichnung wurden die Tipps zu den Regentagen angeführt. Im Erzählstil wurde zwischen den verschiedenen Protagonisten sowie den Zeitepochen gewechselt. Das hat mir gefallen und mich auch nicht gestört; es ist wichtig um den Verlauf und die einzelnen Geschehnisse mitverfolgen zu können.

              „Einen Tag nach den anderen, für immer.“

              Mein Fazit: Eine schöne Familiengeschichte umworben von tragischen Ereignissen und Geheimnissen. Leider ist die Liebe und Romantik etwas auf der Strecke geblieben, dann wäre es wahrscheinlich perfekt geworden. Ich vergebe 3,5 bis 4 von 5 Sternen.

              Happybooks

              1 Beitrag
              20.07.2018

                Zunächst muss ich sagen, dass es mir sehr schwer viel eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Doch möchte ich es aber versuchen.

                Mae wächst in Alexandria Bay bei ihren Großeltern auf. Ihr Leben war nie leicht, denn schon als Kind verliert sie ihre Eltern bei einem Unglück auf dem zugefrorenen See. Zur Seite steht ihr immer ihr bester Freund Gabe. Leider hat auch in seinem Leben schon einige schwere Momente durchlebt.
                Die beiden verlieben sich in einander, aber das Leben führt sie auseinander.
                Zehn Jahre später kehren Mae und Gabe getrennt von einander zurück an den Ort ihrer Jugend und Kindheit. Mars Großeltern scheinen in den letzten Jahren einige Geheimnisse gehütet zu haben, die nun nach und nach ans Licht kommen. Hat die Liebe von Mae und Gabe noch eine Chance? Und welches Geheimnis versuchen ihre Großeltern zu verbergen?

                Für dieses Buch habe ich mich definitiv wegen des Covers entschieden. Das Cover ist wunderschön gestaltet und vermittelt eine gewisse Wärme. Man sieht ein Paar das verliebt auf einem Steg sitzt und auf einen Fluss schaut. Die Farben sind warm und hell. Die Überschrift ist einem schönem Goldton gehalten und sticht heraus.
                Auch die Innenklappen des Buches sind toll gestaltet. Vorne findet man eine Liste, was man bei Regen machen kann ohne sich zu langweilen. Hinten findet man eine kleine Landkarte von Alexandria Bay, auf der alle Orte die im Buch genannt werden, aufgelistet sind. Wirklich schön und gibt dem Buch einen besonderen Charme.

                Das Buch ist aufgeteilt in Kapiteln, die kurz sind und immer mit einer Überschrift übersehen sind. In der Überschrift findet man eine der Regenideen von vorne. Leider haben diese Überschriften nicht wirklich einen Zusammenhang zum Inhalt des Kapitels. Die Kapitel sind kurz und können fliessend gelesen werden. Die Autorin schreibt in der Ich Form, wechselt dabei aber immer die Personen, was manchmal etwas verwirrend sein kann. Zumal es einen als Leser schwerfällt sich sowohl in Mae und Gabe hineinzuversetzen, als auch in die Großeltern von Mae.
                An sich ist das ganze Buch recht kurzweilig, obwohl es auch von der Vergangenheit der Familie berichtet. Erlebnisse werden kaum umschrieben, sondern eher aufgelistet, da fehlte mir ein wenig.

                Die Charaktere in der Geschichte von Marissa Stapley sind mitunter alle recht tiefgründig beschrieben und wirken Charakterstark. Leider konnte ich mit keinem der Charaktere warm werden, da mir eine gewisse Freundlichkeit fehlte. Es war eher so als ob man einen fremden Menschen kennen lernt und leider mit diesem nur ein paar Worte wechseln kann.

                Das Buch hat sicherlich Tiefgang und vermittelt den Leser einiges an Eindrücken. Klar wird recht schnell das jede Familie ein Geheimnis hat, das sie nicht zwangsläufig verraten möchte. Jedoch sollte so ein Geheimnis keine Familie zerstören oder über Jahre belastenden sein. Viel mehr sollte man sein Leben mit allen Facetten geniessen und es so annehmen wie es ist.
                Leider wurde genau das erst im Epilog des Buches sichtbar. Vorher hat das Buch leider über die kompletten 297 Seiten eine traurige Grundhaltung, die kaum durchbrochen werden kann. Auch in scheinbar schönen Momenten, kommt keine positive Grundstimmung auf, auch nicht minimal.
                Der Epilog hingegen war wirklich schön und konnte das Buch noch ein wenig nach oben heben.

                Fazit zum Buch:
                Leider konnte mich das Buch, trotz des wunderschönen Covers und der sicherlich guten Schreibfähigkeiten der Autorin nicht begeistern. Beim Lesen hatte ich leider die meiste Zeit ein komisches Gefühl, eine gewisse Traurigkeit, da keine positive Stimmung aufkam. Bis auf dem schon oben erwähnten Epilog, kam es zu keiner fröhlichen Situation, was ich persönlich etwas schade finde.
                Meine Erwartungen zu diesem Buch waren leider etwas höher als die eigentliche Bewertung.
                Ich kann dem Buch nur 2 von 5 Sternen geben, da ich mich nicht vollends auf das Buch einlassen konnte.

                Elisa

                Beiträge 40
                09.07.2018

                  Was mir wirklich gut gefallen hat, weil es sehr poetisch ist, ist die Liste, die Mae von ihrer sehr früh verstorbenen Mutter bekommen hat und die zu Anfang jedes Kapitels wieder aufgegriffen wurde. Toll ist auch das Cover und ich habe mich wirklich auf den Roman gefreut. Er hat mich aber dennoch nicht begeistern können. Richtig beschreiben, warum, kann ich gar nicht. Es existieren verschiedene Zeitebenen und ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit. Also genau die Zutaten, die viele Bücher zu einem Renner machen. Aber die Charakteren waren für mich zu eindimensional, oft konnte ich bestimmte Handlungen nicht nachvollziehen und habe mich fast ein bisschen geärgert. Was ich aber dennoch nach der Lektüre nicht vergessen werde: wie tückisch eine Demenzerkrankung sein kann und dass durch sie auf einmal fast vergessene Dinge wieder thematisiert werden.

                  OneRedRose

                  Beiträge 13
                  08.07.2018

                    Ich bin auf "Das Glück an Regentagen" aufgrund des Covers und Buchbesprechungen von anderen Bloggern neugierig geworden, die größtenteils sehr positiv waren. Gespannt fing ich an zu lesen und zunächst konnte mich das Buch auch in seinen Bann ziehen. Allerdings wird die Handlung nach gut einem Drittel immer verworrener, so dass es mir letztendlich schwer fiel alles nachvollziehen zu können.

                    Im Mittelpunkt der Handlung stehen zum Einen Mae und Gabe, die als Kinder engste Freunde und später auch verliebte Teenager waren. Ein Ereignis riss die Beiden auseinander und sie treffen sich plötzlich nach 17 Jahren plötzlich wieder. Alte Geheimnisse stehen jedoch zunächst wie eine tiefe Kluft zwischen ihnen.
                    Zum Anderen dreht sich die Handlung um Lilly und George, Maes Großeltern, die beide ebenfalls in teils dunkle Geheimnisse verstrickt sind und die nun die Rechnung dafür zu spüren bekommen.

                    Während man anfangs noch einigermaßen durchsteigen konnte, wird die Handlung spätestens ab dem erneuten Zusammentreffen immer verworrener. Es ist jedoch nicht so, dass man die Geheimnisse als solches nicht so recht durchblicken kann. Vielmehr sorgt der etwas schwergängige und teils konfus wirkende Schreibstil der Autorin dafür, dass der Anreiz diese Geheimnisse zu durchblicken nachlässt. Ich hatte teilweise das Gefühl, als wolle die Autorin mit dem Schreibstil den Wesenszustand von Lilly und George wiederspiegeln. Wenn diese Verwirrungen jedoch nur bei den Szenen mit den beiden älteren Personen vorgekommen wären, hätte dies zumindest einen Sinn gemacht. So bleibt jedoch ein leicht bitterer Nachgeschmack zurück.
                    Zwischendurch besinnt Marissa Stapley sich dann wieder ihrem anfänglich echt interessanten und leicht zu lesenden Schreibstil, so dass man das Buch nicht als vollständiges Wirrwarr wahrnimmt. Thematisch ist dieses Buch durchaus interessant und man fliegt einigermaßen durch die Handlung. Des Weiteren weckt die größtenteils düstere und traumatische Stimmung auch Spannung.

                    Meiner Ansicht nach hätte die Autorin jedoch final auf den kompletten Epilog verzichten können, da dieser vollkommen unnütz war und zur Verwirrung noch mehr beiträgt.

                    Fazit:
                    "Das Glück an Regentagen" ist meiner Meinung nach ein eher mittelmäßiger Roman, den man gelesen haben kann, jedoch nicht muss! Wenn man sich dazu entschließt diesen Roman zu lesen, sollte man sich darauf gefasst machen, dass man ein wenig fragend zurückgelassen wird.

                    Note: 3- (????????????)

                    Sabine W.

                    Beiträge 11
                    24.06.2018

                      Eine tolle Story, die sich auch sehr angenehm und flüssig lesen ließ.
                      Die zusätzliche Familiengeschichte ihres Vaters war für mich etwas überflüssig, da nicht zuende erzählt.
                      Trotzdem gibt’s eine Leseempfehlung von mir.

                      Manu

                      Beiträge 30
                      21.06.2018

                        Ich habe mich gerade durch die Leseprobe gelesen. Ich bin sehr neugierig wie die Geschichte um Mae weiter geht. Ich mag Romane die aus zweierlei Sicht geschrieben werden. Ich freu mich drauf irgendwann mal dieses Buch zu lesen.

                        abis

                        Beiträge 3
                        14.06.2018

                          Geheimnisse für das Glück

                          Lilly und George, Gabe und Mae ... jeder hat seine Geheimnisse, die er entweder niemandem anvertraut oder einem anderen unter dem Aspekt der Verschwiegenheit. Jeder will irgendjemanden beschützen und schweigt. Doch dieses Schweigen bringt jede Menge Missverständnisse mit sich und macht das Leben unnütz schwer.
                          Als Mae nach Jahren nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, zurückkehrt, haben diese sich verändert. Wieder sind Geheimnisse Schuld.
                          Auch Gabe kehrt nach Alexandria Bay zurück, weil sein Vater im Sterben liegt.
                          Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern und damit die Chance auf das Glück?

                          Fazit:

                          Ein Cover mit Wow-Effekt, einschließlich Innengestaltung. Die Story ist toll und spricht viele lebensnahe Aspekte an, über die ein Nachdenken lohnt.
                          Leider lässt sich das Buch nicht so ganz leicht lesen, weil einerseits kapitelweise eine andere Person im Mittelpunkt steht und andererseits stets und ständig in der Vergangenheit verweilt wird.
                          Nur mühsam konnte ich mir die gesamte Geschichte von den Großeltern Lilly und George bis hin zur Eneklin Mae zusammenpuzzeln.
                          Auch die Charaktere der Figuren ... sie kamen mir nicht näher, blieben auf Distanz, so dass ich sie schlecht einschätzen konnte. Das und die ganzen Geheimnisse, die teils zu frustrierenden Handlungen führten, machten mich innerlich ganz kirre.
                          Wie ein roter Faden zog es sich durch's Buch: "Ich will doch nur das Beste für ... "

                          "Das Glück an Regentagen" von Marissa Stapley ist nicht ganz leichte Kost, aber sehr zu empfehlen.

                          buchzauber

                          Beiträge 37
                          04.06.2018

                            Ich hatte große Erwartungen in das Buch gesetzt und mich auf eine andere Sichtweise zu Regentagen gefreut, allerdings war das Buch für mich ein einziger Regentag, denn ich fand die Stimmung deprimierend, die Protagonisten teilweise ziemlich grau und der einzige Lichtblick war die Regentageliste mit Vorschlägen, was man an Regentagen so machen könnte.
                            Der Schreibstil war mir zu holprig (mag an der Übersetzung gelegen haben, aber ich glaube nicht so recht daran), vieles zu ausufernd, anderes viel zu sprunghaft und wenig nachvollziehbar.
                            Lesespaß hatte ich so gut wie keinen und wäre die Liste nicht so toll und das Cover so schön (wobei es genaugenommen nicht zum Inhalt passt), hätte ich wahrscheinlich nur einen Stern gegeben.

                            bri

                            Beiträge 41
                            16.04.2018

                              Mae kehrt nach einer herben Enttäuschung mit Peter in ihre Heimat zurück, die sie vor 10 Jahren verlassen hat. Sie hat dort ihre Eltern verloren und will bei Ihren Großeltern wohnen, Da gibt es schon die ersten Veränderungen und dann kommen da Geheimnisse ans Licht, die sie noch nicht kennt. Mae trifft auch ihre große Liebe von damals wieder - flammt die Liebe wieder auf? Das muss jeder selber lesen und wird nicht verraten.

                              Die Geschichte selber ist sehr gut, aber mir fehlte etwas Herzlichkeit und die Leichtigkeit beim lesen. Sehr "anstrengend " beim lesen sind auch die Zeitsprünge, die manchmal sehr unklar anfangen und man nicht sofort weiß, ist man in der Gegenwart oder in der Vergangenheit. Schön sind aber die Regentipps.

                              Das Cover allerdings finde ich toll und man kann das Buch ohne weiteres lesen, da es eine schöne Geschichte ist, aber eine wirkliche Empfehlung kann ich nicht aussprechen, darum habe ich auch nur 3 Sterne gegeben.

                              Nele2505

                              Beiträge 31
                              11.04.2018

                                Nett, aber mehr auch nicht... Irgendwie konnte mich dieser Roman nicht so richtig in seinen Bann ziehen. Es war flüssig zu lesen und lebendig geschrieben, aber irgendwas fehlte. Die ganzen Verstrickungen am Anfang waren irgendwie nervig - Geheimnisse und so viele Namen, die ins Spiel gebracht wurden, ich hatte etwas Mühe dem Ganzen zu folgen bzw. es zog sich einfach viel zu lang hin. Mit den Protagonisten konnte ich mich auch nicht so recht an anfreunden. Ich konnte ihre Denkweise oder Handlungen oft nicht richtig nachvollziehen. So blieb das Buch lange liegen, was mir bei wirklich guten Büchern eigentlich nicht passiert.

                                Conny S.

                                Beiträge 2
                                06.04.2018

                                  Viele Geheimnisse

                                  Der Roman „Das Glück an Regentagen“ von Marissa Stapley erzählt uns die Geschichten von Mae und ihrer Familie und ihren vielen Geheimnissen, die sie teils jahrelang mit sich herumtragen.

                                  Mae ist wie vom Blitz getroffen, als ihr Verlobter Peter sie ohne Vorwarnung verlässt. Dann erfährt sie auch noch, dass er nicht der Mensch ist, der er vorgab zu sein.
                                  Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, fährt Mae zu ihren Großeltern an den St.-Lorenz-Strom zu den Tausend Inseln. Hier hat die junge Frau ihre Kindheit und Jugend verbracht. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde sie von ihren Großeltern Lilly und George aufgezogen. Auch ihr Jugendfreund Gabe hat ihr eine schöne Zeit dort bereitet.
                                  Als Mae jedoch im Summer´s Inn, dem ehem. Hotel ihrer Familie, ankommt, ist nichts so, wie es sein sollte. Ihre Großeltern haben sich getrennt, wollen ihr aber nicht verraten, wieso dies nach 67 scheinbar glücklichen Ehejahren der Fall ist. Auch wirkt Lilly öfters so, als ob sie nicht sie selbst ist. Dann taucht auch noch Gabe auf. Mae möchte wissen, wieso er vor Jahren ohne ein Wort zu sagen, aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ist der einzige Grund, warum er wieder zurückgekommen ist wirklich nur der, dass sein Vater im Sterben liegt?

                                  Während dem Lesen tauchen immer mehr Geheimnisse der einzelnen Personen auf. Man fragt sich oft, warum haben sie es nicht einfach ihren Liebsten gesagt bzw. warum haben sie diese belogen? Es wurden Beziehungen zerstört, ebenso wie Vertrauen zwischen einander.

                                  Es war schön die Geschichte zu lesen und leider war das Buch viel zu schnell zu Ende. Dieses hat auch trotz der vielen nicht gesagten Dinge ein Happy End. :)

                                  ostseedeern

                                  Beiträge 28
                                  29.03.2018

                                    Das schöne Cover und der Titel haben mein Interesse an diesem Buch geweckt. Und tatsächlich passt der Titel und das Cover auch
                                    sehr gut zum Buch.
                                    Jedes Kapitel und jeder Abschnitt im Buch sind mit einem Tipp überschrieben, "was man bei Regen tun kann". Der Spannungsbogen ist gut geschrieben und ich war sehr gespannt, wie sich am Ende alles zusammenfügt und welche Dinge noch auf die Hauptdarsteller warten. Zum Schluss bekommt man eine Botschaft, die bei mir lange nachwirkt.
                                    Diese Botschaft und auch die Liste der "Dinge, die man bei Regen tun kann" haben mein Herz berührt! Eine glatte Leseempfehlung!

                                    Nadine135

                                    Beiträge 50
                                    20.03.2018

                                      Dieser Roman zeigt schon vom Buchcover her wieviel Romantik er verspricht.
                                      Es geht um Liebe und um Vergeben.. .hat die Liebe nach so vielen Jahren nochmal eine Chance wiederaufzuleben?
                                      Ich habe den Roman sehe genossen.

                                      Adina13

                                      Beiträge 17
                                      04.03.2018

                                        Ein Familiendrama, was mich leider nicht vollends fesseln konnte.
                                        Mae hat schon viele Schicksalsschläge erleiden müssen, jetzt stell sich auch noch heraus dass ihr Verlobter sie schlimm enttäuscht hat.
                                        Sie macht sich auf in ihre Heimat und trifft dort ihre Jugendliebe wieder.
                                        Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und das Buch liest sich gut, jedoch fehlt mir das gewisse etwas. Ich bin bin zum Schluss leider nicht vollends warm geworden mit Mae. Nichtsdestotrotz eine schöne Geschichte, die sich schnell liest.

                                        milkysilvermoon

                                        Beiträge 13
                                        06.02.2018

                                          Seit Generationen lebt die Familie Summers am Ufer des St.-Lorenz-Stroms. Mae Summers und Gabriel Broadbent sind zusammen im Summers‘ Inn in Alexandria Bay aufwachsen. Ein schwerer Schicksalsschlag verbindet die beiden. Am Fluss haben sie gemeinsam ihre erste Liebe erlebt. Doch eines Tages ist Gabe weg. Mae ist am Boden zerstört. Sie zieht nach New York City und beginnt ein neues Leben. Zehn Jahre später, kurz nach der Trennung von ihrem Verlobten, einem Betrüger, kehrt Mae zurück nach Alexandria Bay. Aber dort ist nicht so wie früher: Ihre Großeltern haben sich verändert.

                                          „Das Glück an Regentagen“ von Marissa Stapley ist ein bewegender Roman, der von der Liebe, von Schicksalsschlägen und Geheimnissen erzählt.

                                          Meine Meinung:
                                          Der Roman besteht aus drei Teilen, die wiederum in mehrere Kapitel untergliedert sind. Zudem gibt es drei Rückblenden und einen Epilog. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven – zum Beispiel die von Mae und ihrer Großmutter. Dieser Aufbau spricht mich an, erforderte aber auch etwas Aufmerksamkeit beim Lesen. Letzteres gilt besonders auch im Hinblick auf die Zeitsprünge im Roman. Kreativ fand ich ebenfalls die Idee, Vorschläge für Regentage an den Anfang der Kapitel zu stellen.

                                          Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und einfühlsam. Er gefällt mir sehr gut.

                                          Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte überzeugen. Die Hauptprotagonisten des Romans, Mae und Gabe, waren mir schnell sympathisch. Aber auch die Nebenfiguren fand ich super. Die Auswahl der Charaktere ist abwechslungsreich, denn es werden Personen aus unterschiedlichen Generationen in den Vordergrund gerückt.

                                          Positiv finde ich auch, dass der Roman dadurch nicht nur eine, sondern gleich mehrere Schicksale erzählt. Es geht um Krankheit und Verlust, um Enttäuschungen und Missverständnisse, um Schuld und sonstige Schwierigkeiten in menschlichen Beziehungen, aber auch um die wahre Liebe. Diese unterschiedlichen Facetten machen das Buch vielschichtig und verleihen ihm Tiefe. Dabei ist der Roman emotional und gefühlvoll, ohne jedoch zu kitschig zu werden.

                                          Das Cover ist sehr hübsch gestaltet und hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Auch der deutsche Titel, der etwas vom amerikanischen Original abweicht („Things to do when it’s raining“), ist passend gewählt und trifft meinen Geschmack.

                                          Mein Fazit:
                                          „Das Glück an Regentagen“ von Marissa Stapley ist ein Liebes- und Familienroman, der sich in Form und Inhalt positiv von anderen Büchern des Genres abhebt. Er hat für unterhaltsame Lesestunden gesorgt.

                                          Betty Boop

                                          Beiträge 20
                                          31.01.2018

                                            Schönes Buch und doch hat es mich nicht richtig in den Bann gezogen....
                                            Wenn ich ein Buch anfange, möchte ich das es mich neugierig macht, das es lebendig und flüssig zu lesen ist.
                                            Ok, ich gestehe, neugierig war ich schon, doch ich legte es am Anfang immer wieder weg und lies es teilweise länger liegen.
                                            Es nervten mich am Anfang diese ganzen Verstrickungen,
                                            Geheimnisse und all die vielen Namen, die ins Spiel gebracht wurden, ich hatte etwas Mühe dem Ganzen zu folgen bzw. es zog sich einfach viel zu lang der Anfang.....
                                            Den Inhalt brauch ich wohl, nicht mehr ausgiebig beschreiben, denn dies haben schon etliche vor mir getan.
                                            Ich beschränke mich lieber auf die Qualität des Inhalts dieses Buches ( für mich ! ) .

                                            Mit den Protagonisten, konnte ich mich auch nicht so an anfreunden, viele Denkweisen und Handlungen dieser Figuren konnte ich nicht nachvollziehen.
                                            Die Geschichte ist zwar schön, doch mir passiert da zu Viel.
                                            Jeder hat ein Geheimniss, das sich erst Jahre später aufklärt, mam musste sich ein Stück weit durch jede einzelne " Geschichten" der Protagonisten durchwinden, so das man nicht wirklich ein Highlight hatte UND dafür, war es mir dann doch zu oberflächlich. Die Idee für diese Buch ist eigentlich schön, doch für nicht überzeugend umgesetzt.
                                            Also wie gesagt, nettes Buch kann mann lesen........

                                            SLovesBooks

                                            Beiträge 12
                                            21.01.2018

                                              Meine Meinung:

                                              Ich sage ja nicht so häufig etwas über die Cover der Bücher, bei diesem MUSS ich es einfach. Ich habe mich total in dieses romantische Cover verliebt. Ich glaube an so einem Flusssteg stelle ich mir den perfekten Heiratsantrag vor. Einfach traumhaft. Wenn man das Buch dann noch in echt vor sich hat kann man die golden geprägte Schrift betrachten und muss sich fast gezwungenermaßen in dieses Buch schockverlieben.

                                              Nun aber weg vom Cover und hin zum Inhalt. Erwartet hatte ich eine Mischung aus Familien- und Liebesroman. Im großen und ganzen traf es das auch, wobei der Familienroman meiner Meinung nach weniger dominant war, als die Liebesgeschichte an sich. Ich hatte mir gewünscht, dass es in Richtung Lucy Clarke gehen würde, dem war aber eher nicht so.

                                              Der Anfang startet sehr vielversprechend. Die Autorin baut gekonnt ein tolles Setting auf. Auch die von Beginn an bestehenden Zeitsprünge haben mir gut gefallen. Die an anfänglicher Demenz leidende Oma unserer Protagonistin Mae macht einen fatalen Fehler und plaudert alte Familiengeheimnisse aus, die besser nicht ans Licht gekommen wären. Ich Ehemann zieht daraufhin aus und Mae, die von ihrem Verlobten sitzengelassen wurde, kehrt in die Heimat zurück, ihre erste große Liebe findet ebenfalls den Weg zurück und so nimmt alles seinen Lauf.

                                              Klingt nach viel Drama und ist es auch! Die Autorin lässt gerade in der zweiten Hälfte des Buches kein Klischee aus und übernimmt gefühlt jedes Stilmittel eines klassischen Liebesromans. Bisweilen finde ich es etwas übertrieben und kitschig obwohl sich der Anfang noch ganz anders lesen ließ. Das ist etwas schade, denn so wurde es leider auch vorhersehbar.

                                              Ich habe mir davon aber nicht die Lust am Lesen nehmen lassen. Vielmehr habe ich mich darauf eingelassen und konnte so ein paar sehr schöne Stunden mit dem Buch verbringen. Es muss nicht immer alles überraschend sein. Wichtiger war mir, dass man die Wärme des Buches fühlen konnte. Man merkt, dass die Autorin mit viel Liebe zum Detail vorgegangen ist.

                                              Einzig das Fehlen von Auseinandersetzungen der Charaktere hat mir ein wenig gefehlt. Es gab Momente, in denen ich es nicht verstanden habe, dass über gewisse Dinge nicht ausführlich geredet wurde, um diese auszuarbeiten. Das ließ einige Figuren nicht die Entwicklung durchmachen, die ich mir für sie gewünscht hätte.

                                              Besonders erwähnenswert sind auch die Kapitelüberschriften, denn diese korrespondieren auf eine sehr schöne Weise mit dem Titel des Buches. Jede Überschrift zeigt eine Möglichkeit auf, was man bei Regen tun kann.

                                              Der Schreibstil hat mir auf Grund seiner lockeren und guten Lesbarkeit gefallen. Man kann sich diesen Roman einfach schnappen, aufschlagen und loslesen. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte drin und konnte vom Alltagsgeschehen abschalten.

                                              Ich finde, dass es insgesamt eine schöne Geschichte mit einer guten Idee ist. Auch die Spannung konnte relativ gut gehalten werden. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass die Autorin meiner Meinung nach nicht ihr volles Potential ausgeschöpft hat, was durch eine Aneinanderreihung von Klischees deutlich wurde. Trotzdem kann man mit diesem Buch eine gute Zeit haben.

                                              Sunshine29

                                              Beiträge 11
                                              17.01.2018

                                                Mae wird von ihrem Verlobten Peter mit einem Haufen Ärger und einem schlechten Gewissen sitzen gelassen. Sie kehrt zu ihren Großeltern in das Summers' Inn am St. Lawrence-Strom zurück und wird mit ihrer Vergangenheit und jeder Menge Geheimnissen bzw. Lügen konfrontiert. Zur gleichen Zeit kehrt ihre Jugendliebe Gabe zurück. Können sie gemeinsam über die Lügen der Vergangenheit hinweg kommen?

                                                Ein Buch, ideal für Regentage: einkuscheln und loslesen. Auch wenn es nicht vordergründig um Harmonie und große Gefühle geht.
                                                Der Schreibstil von Marissa Stapley lässt sich sehr angenehm flüssig lesen und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, da ich wissen wollte, was es mit den ganzen Geheimnissen auf sich hat. Jedes Kapitel beginnt mit einem Tipp, was man bei Regen machen kann. Diese Tipps kommen von Maes verstorbener Mutter Virginia.
                                                Auch die Kürze der Kapitel und die verschiedenen Perspektiven der Beteiligten hat mir gut gefallen. Allerdings konnte ich die Handlungsweise von Mae und Gabe nicht immer so richtig nachvollziehen, aber das lag wohl auch an den Ereignissen ihrer Kindheit.
                                                Leider waren meine Erwartungen, gerade auf Grund des wunderschönen Covers, deutlich höher und für mein Empfinden fehlte dem Buch etwas die Tiefe.

                                                nati

                                                Beiträge 14
                                                17.01.2018

                                                  Zerbrochene Träume
                                                  Mae lebte in Alexandria Bay, einem kleinen Ort am St.-Lorenz-Strom. Früh verlor sie ihre Eltern und hat ihre Kindheit und Jugend bei den Großeltern verbracht. Als ihr Jugendfreund Gabe von einem auf den anderen Tag ohne Begründung verschwand, zog sie in die Stadt. Hier lernte sie Peter kennen, der die Firma WindSpan Turbinen gründete. Das Hochzeitskleid war bereits ausgesucht und dann verschwand auch Peter plötzlich. Er hinterließ nur einen kurzen Abschiedsbrief. Um sich von dem Schock zu erholen, fuhr sie in ihren Heimatort und wurde von den Geheimnissen aus der Vergangenheit überrascht.
                                                  Das Cover ist ein Blickfang. Es hat mich sofort angesprochen, gerne würde ich mich mit auf den Steg setzen und den Blick schweifen lassen.
                                                  Marissa Stapley lässt die sehr emotionale Geschichte von unterschiedlichen Protagonisten erzählen, so dass man mit verschiedenen Charakteren konfrontiert wird, die aber sehr flach bleiben. Der Schreibstil wirkt auf mich distanziert. Man muss konzentriert lesen, um den wechselnden Perspektiven zu folgen. Interessant und ungewöhnlich waren die Kapitelüberschriften zum Thema „Was man bei Regen tun kann“. Hier hätte ich mir eine Beziehung zu den nachfolgenden Texten gewünscht. Der gewisse Funke, der einen komplett für die Geschichte einnimmt, hat mir bei diesem Buch gefehlt.

                                                  Sissy

                                                  Beiträge 13
                                                  17.01.2018

                                                    Mae flieht nach der Trennung von ihrem Verlobten zu ihren Großeltern, bei denen sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgewachsen ist. Sie erhofft sich dort Erholung. Doch auch ihre Großeltern haben mit ihren Dämonen zu kämpfen. Zudem taucht ihr Jugendfreund Gabe auf, der eines Tages spurlos verschwand ...

                                                    Ich bin mit der Bewertung dieses Buches etwas hin- und hergerissen. Vom Thema her verspricht es viel Potential, auch konnte ich nicht aufhören zu lesen. Aber wirklich gepackt hat mich das Buch nicht. Irgendwie hat es mich größtenteils eher verwirrt. Es wurden viele schwere Themen angesprochen, aber nicht wirklich vertieft. Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, ich treibe auf der Oberfläche. Noch dazu sprang mir die Geschichte zu schnell zwischen den Gedanken der Charaktere hin und her. Dadurch hatte ich die ganze Lesezeit über das Gefühl, das Geschehen von Außen zu betrachten. Und eigentlich bin ich eine Leserin, die völlig in einer Geschichte versinkt.

                                                    Da ich nicht behaupten kann, das mich das Buch gelangweilt hätte oder nicht gefallen hätte, würde ich am liebsten 3,5 Sterne vergeben, was hier allerdings nicht möglich ist. Aber irgendwie hat es mich konfus und unzufrieden hinterlassen als ich es zugeschlagen habe, von daher neige ich dann doch eher zu 3 Sternen.

                                                    Sabine aus Ö

                                                    Beiträge 17
                                                    14.01.2018

                                                      Mir wurde das Buch vom Verlag als Leseexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke - meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

                                                      Zum Zeitpunkt, als ich das Buch erhielt, waren schon viele Rezensionen online, und auch wenn ich diese niemals lese, bevor ich das Buch selbst nicht gelesen habe, fiel mir die ziemlich ausgewogene Mischung an verschiedenen Bewertungen auf - das hat mich neugierig auf das Buch gemacht.

                                                      Die Geschichte verläuft in Gegenwart und Vergangenheit und wird aus der Sicht von Mae und Gabe und der von Maes Großeltern Lilly und George erzählt. Die Kapitel aus der vergangenen Zeit sind wichtig, um die Handlungen in der Jetztzeit zu verstehen, aber gerade anfangs haben mir der oftmalige Wechsel zwischen den Zeiten und auch viele verschiedene Namen ein wenig Probleme bereitet, erst nach etwa einem Drittel war ich so richtig im Buch angekommen. Auch die Handlung spielte sich dann großteils in der Gegenwart ab.

                                                      Der Schreibstil ist flüssig, und ich konnte das Buch rasch lesen. Die Stimmung im Buch ist melancholisch und traurig und zieht sich durch die gesamte Handlung.

                                                      Die Charaktere fand ich zu wenig ausgearbeitet, manche Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, weil sie zu wenig erklärt waren. Dabei hätten gerade George und auch Gabe das Potential, richtig interessante Protagonisten zu sein. So blieben sie leider ein wenig flach.

                                                      Sehr gut gefielen mir die jeweiligen Kapitelüberschriften, mit Tipps, was man an Regentagen alles unternehmen kann, welche Maes Mutter an sie weitergegeben hat.

                                                      Den Epilog fand ich hier vollkommen unnötig, er trägt nicht mehr wirklich zur Handlung bei.

                                                      Fazit: "Das Glück an Regentagen" ist ein Roman über Fehler der Vergangenheit, die ans Licht kommen und eine Familie über Jahrzehnte belasten und verfolgen. Trotz flüssigem Schreibstil und leichter Lesbarkeit konnten mich die Charaktere nicht fesseln, da sie ein wenig zu flach blieben. Die melancholische Stimmung zog sich durch das ganze Buch, ich hätte gerne zwischendrin ein paar kleine Auflockerungen gehabt. Alles in allem ist es ein Buch, für das ich eine Leseempfehlung vergebe für alle, die gern tiefgründigere Bücher lesen - ich vergebe dafür schwache vier Sterne.

                                                      Leseeckchen

                                                      Beiträge 24
                                                      11.01.2018

                                                        Ob Zeit Wunden heilt, liegt an Dir selbst

                                                        Mae lebt glücklich und zufrieden in New York. Ihr Leben ist nicht aufregend, aber sie liebt es, genau wie ihren Job und ihren Verlobten. Doch von jetzt auf gleich bricht alles zusammen: Peter ist nicht der, für den sie ihn hielt, sondern ein gesuchter Betrüger. Ihr ganzes Leben verändert sich. Mae flieht in ihre alte Heimat, zu ihren Großeltern ins Summer’s Inn. Dort hängt noch immer die Liste ihrer Mutter mit den Vorschlägen, was man an Regentagen alles machen kann. Doch auch hier ist nichts mehr, wie es war – angefangen damit, dass ihr Großvater verschwunden ist und ihre Großmutter sich selbst verliert. Mae erkennt, dass es viele Regentage gibt, es aber immer Dinge gibt, die den Regen schöner machen …

                                                        Dieser Roman zieht sich über sehr viele Generationen, die sich trotz der anderen Zeiten doch sehr ähnlich sind, deren Schicksale sich erstaunlich gleichen und die so viele Unterschiede wie Gemeinsamkeiten haben. Das Ganze ist so wunderbar ineinander verwoben, dass man sich fast fühlt, als würde die Geschichte sich wie eine warme Decke um den Leser wickeln. Erzählt wird auf Maes Zeitebene ihre Geschichte, die ihrer Mutter und die ihrer Großmutter. Alle drei Frauen machen große Verluste durch und müssen sich ins Leben und um ihre Liebe kämpfen. Jede auf ihre Art und doch so ähnlich! Die Menschen, die diesen drei Frauen begegnen und ihre Zeit teilen, spielen eine größere Rolle, als es anfangs scheinen mag. Fehler werden begangen, manche korrigiert, manche bedauert, manche nicht erkannt.

                                                        Die Regentage kann man sich schön gestalten und so ist es auch mit den schwierigen Zeiten im Leben. Das ist es, was Marissa Stapley uns mit auf den Weg geben will und was sie uns mit der Geschichte von und um Mae, Virginia und Lilly auf wundervolle Weise zeigt. Ihr Stil ist sanft und eingängig, man folgt ihren Worten sehr gerne. Noch dazu weiß Svenja Pages hervorragend, diese Story einzulesen. Sie legt nie zu wenige oder zu viele Emotionen hinein, was dafür sorgt, dass die Geschichte kein Jammerlied wird, sondern einfach sehr schön zeigt, dass jedes Leben Schwierigkeiten mit sich bringt, diese aber immer – mal mit mehr, mal mit weniger Mühe – überwunden werden können. Auch sieht der Leser/Hörer ganz klar, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, eigene Ängste und Befürchtungen in Worte zu fassen und dem Gegenüber ganz klar zu signalisieren, dass Klärungsbedarf besteht. Irgendwann könnte es zu spät sein!

                                                        All das geschieht auf eine wunderbare Art und Weise, es gibt diverse Wendungen und einen zauberhaften, sehr schön passenden Epilog. Die Liste der Dinge, die man an Regentagen machen kann, ist gekürzt auch im Cover des Hörbuchs zu finden und alle Kapitel fangen mit einem dieser Vorschläge an. Maes Begegnung mit Gabe löst eine Reihe von Ereignissen aus, die für die Zukunft, aber auch die Vergangenheit, von großer Bedeutung sind. Alle Charaktere sind sehr real gezeichnet. Niemand ist nur gut oder nur böse, alle haben ihre Fehler und Schwächen, niemand ist perfekt. So hat man kaum das Gefühl, einen Roman zu lesen oder zu hören. Es ist fast, als erführe man tatsächlich die wahre Lebensgeschichte von Mae und ihren Liebsten. Zwischendurch gibt es kleine, besondere Elemente, die mir besonders gut gefallen, auch wenn sie recht unrealistisch sind.

                                                        An manchen Stellen fordert das (Hör-)Buch den Leser/Hörer schon arg, aber das macht auch das wahre Leben. Wer „perfekte“ Romanfiguren sucht, sollte dieses Buch nicht lesen. Es menschelt hier sehr und Marissa Stapley hat ihren Helden und Heldinnen auch zugestanden, nicht aus allem zu lernen und immer wieder neue Fehler zu machen. Wie ich finde, ein sehr lebensnahes Vorgehen. Ich schwanke zwischen vier und fünf Sternen. Insgesamt hat mich das Buch aber sehr bewegt und beeindruckt, deshalb runde ich auf und gebe die vollen fünf Sterne.

                                                        Adela

                                                        Beiträge 3
                                                        05.01.2018

                                                          Geheimnisse sind es in diesem Roman, die ihr Eigenleben entwickeln und so langsam hervorkriechen aus der Dunkelheit, in der sie gefangen sind – in einer Höhle, vor die ein Felsbrocken gerollt wurde (Marissa Stapley). Oder – wie die Autorin an anderer Stelle es ausdrückt, eine Geschichte – ein Kreislauf, in dem verletzte Menschen wieder andere Menschen verletzen und ihren Schmerz weitergeben. Das hat sie so treffend gesagt. Verletzen wir nicht alle, weil wir unseren Schmerz weitergeben? Am Lawrence Strom leben die Familien, um die es hier geht. Sie sind ineinander verwoben, das Muster der einen Familie setzt sich wieder in einer anderen fort – von Generation zu Generation. Dies ist eins der ungewöhnlichsten Bücher des Jahres, es geht wie immer und überall auf dieser Welt um Liebe und Lüge, Verzweiflung, die versucht, geheim zu halten, was schon längst erkannt wurde und dies erst nach Jahren des Versteckspiels den Betroffenen klar wird.
                                                          Wenn es zu spät ist.
                                                          Es ist so ungewöhnlich, weil es so liebevoll die Charaktere zeichnet. Weil diese Charaktere so unglücklich sind über das, worin sie verwickelt sind und es keine Wiedergutmachung geben kann. Diese Geheimnisse hier werden nicht mit ins Grab genommen. Wäre es nicht besser, wenn es so wäre? Selbst nach dem Tod erscheinen die Gestorbenen den Lebenden – nicht nur im Traum, nein sie nehmen Platz auf dem Beifahrersitz im Auto und diskutieren, was das Herz so schwer macht.
                                                          Alle Kapitelüberschriften haben mit Regen zu tun. Die Metapher Regen oder sogar Trope zieht sich durch den gesamten Text. Regen wäscht weg, Regen kann ertränken aber Regen reinigt auch. Schließlich heißt die Geschichte „Das Glück an Regentagen.“ Regen kann auch Glück bringen.





                                                          Andeutungen, Geheimnisse - ein altes Haus, eine Großmutter, ein Hund, ein verschwundener Großvater, ein große Liebe in der Jugend…viele Puzzlestücke am Anfang einer Geschichte, die viel verspricht. Die Enkelin Mae kehrt zurück – dahin, wo viele Erinnerungen warten, wieder an die Oberfläche geholt zu werden. Gut, dass der treue Bud, ihr Hund, an ihrer Seite ist, als sie sich nachts hinausschleicht um der Person zu folgen, die sie vom Fenster aus am eisigen Fluss meint zu erkennen. Ist es ihre große Liebe Gabriel – der Gabriel, der sie vor langer Zeit getäuscht hat und den sie nie vergessen konnte?
                                                          Genügend Stationen auf dem Spielbrett eines Lebens, die Mae aufsuchen will, um endlich Ruhe zu finden…

                                                          su-sun

                                                          Beiträge 28
                                                          05.01.2018

                                                            Insgesamt hat mich ,,Das Glück an Regentagen" etwas enttäuscht und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Man erhält hier weder eine berührende Liebesgeschichte noch einen spannenden Familienroman, der gut unterhält. Daher kann ich das Buch nur bedingt weiterempfehlen.

                                                            tigerbea

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                                                            30.12.2017

                                                              Mae muß verkraften, daß ihr Verlobtet ein Betrüger ist, der nicht nur sie, sondern auch seine Anleger betrogen hat. Enttäuscht flieht sie an den Ort ihrer Kindheit und Jugend: Alexandria Bay. Doch sie muß erkennen, daß sich auch dort einiges zum negativen verändert hat. Ihre Großeltern, bei denen sie aufgewachsen ist, leben getrennt. Ihre Großmutter leidet an Demenz und hat ein Geheimnis ausgeplaudert, welches schwere Konsequenzen nach sich zieht....

                                                              Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel muß man schon gehörig aufpassen, welchem Charakter man nun folgt. Aber jede Person hat hier ihr Geheimnis, so daß es nicht wirklich langweilig wird. Der Schreibstil ist gekonnt schön und vermittelt die Sorgen der Charaktere wirklich gut. Aus diesem Buch kann man eine Lehre ziehen: Kopf hoch - es geht immer weiter.