Stina Lund

Preiselbeertage

Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.
Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.
Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.


Autorenbild Foto von Stina Lund

Der  Autor

Stina Lund wurde 1970 als Tochter einer deutschen Mutter und eines schwedischen Vaters in Vimmerby geboren. Sie wuchs in der Kleinstadt in Småland auf und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in der Buchhandlung der Eltern. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Buchbinderlehre und studierte anschließend Buchwissenschaften. Danach arbeitete sie als freiberufliche Restauratorin. Nach der Geburt ihrer Zwillinge gab sie diese Tätigkeit auf und widmete sich dem Schreiben. Heute lebt Stina Lund mit Mann, Kindern und Hund in der Nähe von Münster.


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Rezensionen

sommerlese

Beiträge 78
2 Antworten 14.10.2017

"Deine Mutter hat die Wahrheit zwar ganz schön eingefroren, aber ich glaube, du kommst da nicht ran, indem du den Eispickel schwingst. Wart´s ab,... das Tauwetter hat schon eingesesetzt." Zitat Seite 282


Der Roman gibt informative Einblicke in die DDR vor der Wende. Die Reiseverbote ins benachbarte Ausland, zu dem auch die Bundesrepublik gehörte, galten für die meisten Bewohner. Nur in Ausnahmefällen konnten Personen für Sport- oder Musikveranstaltungen Nachbarländer besuchen. Angehörige der Stasi und staatstreue Genossen machten Nachbarn und Angehörigen von Republikflüchtlingen das Leben schwer. Es wurde gespitzelt, denunziert und degradiert.

Im Buch ist Arianes Familie in dieser leidgeprüften Situation, erst allmählich kommt Ariane hinter das Geheimnis ihrer Eltern und Großeltern.

Ihre Mutter Ina versucht lange Zeit, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Aber Ariane möchte endlich Licht in dieses Kapitel ihres Lebens bringen. Warum fühlt sie sich zu ihrer Mutter nicht hingezogen und hängt so sehr an den Großeltern? Wieso ist ihre Schwester Jolante so anders als Ariane?

Man ahnt anhand der Verwicklungen die dahinterliegende Problematik in Verbindung mit der Herkunft aus der DDR. In Rückblenden erfährt man die Geschichte von Ina von 1986 bis 1990, die die Probleme nach und nach deutlich macht.

Diese Zeit habe ich miterlebt, zwar auf westdeutscher Seite, aber mit Verwandten von "drüben". Etliche Kinder von Rebublikflüchtigen wurden in Heimen untergebracht.

Stina Lund zeigt die Grausamkeit der DDR sehr deutlich und besonders das Schicksal von Ina und ihrer Tochter Ariane geht mir sehr nahe.

Mich hat diese deutsch-deutsche Geschichte sehr berührt, ich habe sie interessiert und gespannt gelesen habe, nur hatte ich Probleme mit einigen Figuren.

Wieso die eigene Herkunft nie von Ariane und Jolante erfragt wurde, gerade wo die Hintergründe in der DDR liegen, finde ich außerdem sehr fraglich. Wer sich mit der deutschen Geschichte auch nur ansatzweise beschäftigt, hätte doch wohl von allein schon Schlussfolgerungen gezogen, auch wenn die Eltern sich hier verwehrten.

Es musste ungeheuer schwer für Ina sein, mit einer Lüge zu leben und zu sehen, wie sich die Tochter ihr entfremdet hat. Die Protagonisten erscheinen sehr eindeutig in ihrer Charakterisierung, manches Verhalten konnte ich aber nicht nachvollziehen.


Preiselbeertage ist ein Buch, das sich mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt und auf berührende Weise Schicksalswege beschreibt, die Familien auseinanderrissen und für viel Kummer und Schmerz sorgte.

  • Fanti2412

    Beiträge: 28
    08.11.2017

    Eine tolle Rezension zu einem offenbar sehr interessanten Buch!
    Und schon ist meine Wunschliste wieder länger :-)

    Liebe Grüße
    Conny

  • SBS

    Beiträge: 43
    30.10.2017

    Schöne Rezension! Das klingt so, als müsste dieses Buch tatsächlich auf meine Wunschliste, zumal mir auch eine Leseprobe schon sehr zugesagt hatte...

KimVi

Beiträge 37
04.10.2017

Ariane ist mit ihren Eltern und ihrer Schwester Jolante in Schweden aufgewachsen. Trotzdem hat es sich für Ariane nie so angefühlt, als wäre dort ihre Heimat. Deshalb ist sie auch gleich nach der Schule nach Deutschland ausgewandert. Dort haben ihre Eltern bis zur Wende in der ehemaligen DDR gelebt. Über diese Zeiten zu reden, ist für Arianes Mutter ein absolutes Tabu. Als Ariane die Nachricht vom Tod des Vaters erreicht, der ihr ein geheimnisvolles Manuskript vererbt haben soll, das allerdings unauffindbar scheint, geht Ariane zurück nach Schweden. Sie versucht endlich herauszufinden, wohin sie gehört....

Der Einstieg in Stina Lunds Erzählung, die sich mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt, gelingt mühelos. Denn die Autorin versteht es hervorragend, Protagonisten und Handlungsorte so lebendig zu beschreiben, dass man sofort mitten im Geschehen ist und unbedingt erfahren möchte, was es mit dem geheimnisvollen Manuskript, oder vielmehr der Geschichte, die darin zu lesen sein wird, auf sich hat. 

Die Handlung wird auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart beobachtet man die Hauptprotagonistin Ariane dabei, wie sie ihrem Leben in Deutschland den Rücken kehrt und in Schweden einen Neuanfang wagt. Arianes Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrer Schwester ist eher distanziert. Doch durch die Suche nach dem Manuskript, bzw. dem darin verborgenen Familiengeheimnis, gelingt es ihr, sich den beiden wieder anzunähern. Die andere Zeitebene gewährt Rückblicke in die Vergangenheit von Ina, Arianes Mutter, und umfasst den Zeitraum von 1986 bis 1990. Hier erfährt man nach und nach, was sich damals in Inas Leben zugetragen hat. Denn Ina bekam damals die einmalige Chance mit einem Chor aus der DDR für ein Festival nach Schweden auszureisen. Obwohl es niemals in ihrer Absicht lag, ihr Leben grundlegend zu ändern, schlug das Schicksal dann gnadenlos zu und beeinflusst damit noch immer das Verhältnis von Mutter und Tochter.

Die Charaktere wirken glaubhaft und lebendig. Dadurch kann man sich ganz auf diese schicksalhafte Geschichte einlassen. Stina Lund beschreibt einfühlsam, die schicksalhafte Wende, die Inas Leben durch eine Verkettung ungünstiger Umstände nahm. Man kann die Gefühle der Protagonisten sowohl im aktuellen Handlungsstrang, als auch in der Vergangenheit glaubhaft nachempfinden. Der Schreibstil ist außerdem sehr flüssig und angenehm lesbar, sodass man unwillkürlich in den Sog des Geschehens gerät und das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. 
Ich habe mich beim Lesen dieser einfühlsam erzählten Geschichte sehr gut unterhalten. Eigentlich wollte ich das Buch nur mal kurz in die Hand nehmen und kurz reinschnuppern. Doch dann konnte ich mich nicht mehr davon lösen und habe "Preiselbeertage" an einem Nachmittag begeistert verschlungen. Deshalb vergebe ich auch alle fünf Bewertungssternchen und eine ganz klare Leseempfehlung. 

flieder

Beiträge 9
01.10.2017

Ariane ist gerade im Zwiespalt. Ihr Freund David möchte mit ihr endlich in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Sie mag ihn, aber von Liebe ist keine Spur. Deshalb beschließt sie kurzerhand einen Schlussstrich unter die Sache zu ziehen. Gerade in dieses Gefühlschaos platzt dann die Bombe, ihr Vater hatte einen Herzinfarkt den er nicht überlebt hat. Ariane verlässt ihre Wahlheimat in Leipzig und zieht zurück nach Schweden, wo ihre Mutter und Schwester leben. Ihr Vater hat den beiden Schwestern ein Manuskript hinterlassen, dass jedoch unauffindbar ist. Ihre Mutter Ina behauptet steif und fest, dass es ein solches Schreiben noch nie gegeben hat. Das es ein Geheimnis in der Familie gibt ist eine Tatsache, doch niemand will etwas dazu sagen. Aus diesem Grund macht sich Ariane selbst auf die Suche und muss schon bald feststellen, dass ihre ganze Kindheit eine einzige Lüge war.

Eigentlich wollte ich am Sonntag morgen mal schnell ein paar Seiten zum Reinschnuppern lesen. Der Sonntagsspaziergang war dann schnell vergessen und abends gegen 18 Uhr habe ich die letzte Seite umgeblättert. Mit jeder Seite wurde ich mehr in die Geschichte gezogen, die sich mit den tragischen Ereignissen einer Republikflucht beschäftigt. Stina Lund schildert eindringlich , was die Menschen in der ehemaligen DDR erdulden mussten und wie wenig ein Menschenleben wert war. Ihr spannender und flüssiger Schreibstil fesselt und fasziniert den Leser gleichermaßen. Ein tolles Buch, dass ich jedem Liebhaber dieses Genres gerne ans Herz lege. Gerne vergebe ich 5 wohlverdiente Sterne

Nabura

Beiträge 21
03.11.2017

    Ariane hat vor Jahren Schweden, das Land ihrer Kindheit, verlassen. Seither lebt und arbeitet sie in Leipzig. Doch dann drängt ihr nicht allzu fester Freund sie, mit ihm zusammenzuziehen. Kurz darauf erhält sie die Nachricht von Tod ihres Vaters Jörg. Ariane beschließt, in ihre Heimat zurückzukehren und dort einen Neuanfang zu wagen. Eine Heimat, in der er ihre Schwester Jolante fremd scheint und ihre Mutter Ina Geheimnisse hütet. Warum verleugnet Ina die Existenz eines Manuskripts, deren Rechte Jörg an Ariane und Jolante vererbt hat? Als Ariane Nachforschungen anstellt, entdeckt sie Ungereimtheiten und drängt auf die Wahrheit. Doch sind die Beteiligten bereit, sich ihr zu stellen?

    Das Cover des Buches finde ich mit der rosa-weißen Grundierung und den Preiselbeeren als hervorstechendes Element schlicht, aber schick. Die Buchbeschreibung machte mir schnell Lust auf die Lektüre, denn ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Schweden und freute mich, literarisch erneut in das Land einzutauchen. Zu Beginn des Buches ist Ariane in Leipzig, doch der Tod ihres Vaters und der Druck, den ihr mehr-oder-weniger-Freund auf sie ausübt, lassen sie einen Neuanfang in Schweden wagen. Diese Entscheidung trifft sie relativ spontan. Ob sie sich als die richtige herausstellen wird?

    Ariane als Protagonistin ist der Typ, der eher intuitiv reagiert als Pläne schmiedet. Als sie in Schweden auf erste Geheimnisse stößt, was das Manuskript ihres Vaters angeht, beschließt sie, mehr in Erfahrung zu bringen. Auch wenn ihre Absichten aufrichtig sind lässt sie sich zu Schritten hinreißen, die bei mir auf Unverständnis trafen. Fingerspitzengefühl sieht anders aus. Doch ihre Beharrlichkeit ist es, die sie der Wahrheit schließlich näher bringt.

    Während Ina in die Defensive geht, näher sich Ariane mit der Zeit ihrer Schwester Jolante an. Die beiden verbringen mehr Zeit miteinander und entdecken sich als Schwestern neu, was ich sehr schön fand. Auch mit dem Wildhüter Viggo, der den örtlichen Elchpark leitet, verbringt Ariane zunehmend Zeit und fühlt sich zu ihm hingezogen. Ich persönlich habe mich gefreut, dass die beiden einen Ausflug in das Zuckerstangenstädtchen Gränna machen, das ich auch schon besucht habe. Doch ist Ariane nach dem ruhmlosen Ende ihrer letzten Beziehung, in der die Gefühle nicht stimmten, bereit, sich auf etwas Neues einzulassen?

    Parallel zu dem Handlungsverlauf in der Gegenwart gibt es immer wieder Rückblenden in die 80er Jahre. Hier lebt Ina mit der kleinen Ariane im Haus ihrer Eltern in der DDR. Ina wird schließlich die Ehre zuteil, mit ihrem Chor nach Schweden zu reisen. Von Beginn an merkt man als Leser, dass es einiges gibt, das Ariane nicht weiß. Aber warum hat man ihr das nicht erzählt? Man erfährt nach und nach immer mehr über Inas Vergangenheit und die damit verbundenen Geheimnisse. Diese Zeilen waren recht bedrückend und gleichzeitig plausibel und halfen mir als Leserin, Inas Agieren in der Gegenwart zu verstehen.

    Arianes Leben in Schweden hält immer wieder schöne Momente für sie bereit, doch die Beziehung zu ihrer Mutter leidet durch ihr Nachbohren zunehmend. Schließlich müssen sich die Charaktere der Wahrheit stellen und entscheiden, was sie daraus machen. Hier findet die Autorin genau die richtigen Worte für die schwierige Lage der Beteiligten und führt das Buch zu einem wie ich finde gelungenen Abschluss.

    In „Preiselbeertage“ kehrt Ariane nach Schweden, das Land ihrer Kindheit, zurück, um dort neu anzufangen. Als sie bemerkt, dass ihre Mutter ihr etwas verschweigt, beginnt sie, nachzubohren. Das Thema Familie steht in diesem Roman im Mittelpunkt, Beziehungen zueinander wollen neu entdeckt werden und bedrückende Geheimnisse warten auf ihre Lüftung. Ich empfehle das Buch klar an alle weiter, die Familiengeschichten mögen!

    Heike65

    Beiträge 11
    03.11.2017

      Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.
      Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.
      Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört. (Klappcovertext vom Buch)

      Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Obwohl das der erste Roman von Stina Lund ist. Die Autorin erzählt die Geschichte von Ariane und ihrer Familien. Die Handlungsorte sind Leipzig und Schweden. Die Orte und die Charakter sind sehr bildlich beschrieben und man meint die Personen schon länger zu kennen. Mit den Zeitsprüngen hatte ich keine Probleme, waren für mich sehr informativ. Die suche nach dem Manuskript und dem Familiengeheimnis ist sehr spannend geschrieben. Durch die Geschichte habe ich einiges über die DDR und der Stasi erfahren, das für mich sehr interessant war. Die Autorin hat das sehr gut geschrieben und ich konnte das Buch nur kaum aus den Händen lesen.

      Ein tolles emotionaler Roman den ich sehr gerne weiter empfehlen kann. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin von der deutsch-deutschen Geschichte begeistert.

      Elisa

      Beiträge 33
      31.10.2017

        Titel und Cover lassen bei dem Buch "Preiselbeertage" von Stina Lund eher leichte Unterhaltung erwarten. Nun hatte ich bereits den Beginn der Buchpremiere gelesen und wusste daher ein bisschen besser, was auf mich zukommt. Zum Inhalt wurde bereits viel gesagt, daher möchte ich diesen nicht noch einmal wiedergeben, sondern meine persönliche Meinung zum Buch erläutern.
        Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, was vor allem daran lag, dass der Roman Tiefgang hat. Es ist eben keine seichte Unterhaltung, sondern erzählt von einem Schicksal, dass es in der ehemaligen DDR wahrscheinlich dutzendfach gegeben hat, das dadurch aber selbstverständlich nicht weniger schlimm ist. Als Mutter kann ich mir kaum ausmalen, was Ina und ihre Tochter Ariane, aber auch die Großeltern zu Zeiten des DDR Regimes durchgemacht haben müssen. Und natürlich war auch danach nicht alles von heute auf morgen gut.
        Neugierig gemacht hat vor allem das Familiengeheimnis, das durch das Manuskript des Vaters gelüftet werden soll. Ich konnte eine Auflösung kaum erwarten. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen war nie störend, sondern hat die Spannung im Gegenteil erhöht.
        Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar, aber nicht zu einfach. Das hat mir gut gefallen und wird mich nach weiteren Büchern der Autorin suchen lassen.
        Generell lohnt sich das Buch. Als Unterhaltung an langen Herbsttagen, aber auch, wenn man einen subjektiven Einblick in die Zeit der DDR gewinnen möchte.

        yesterday

        Beiträge 20
        28.10.2017

          Dank einer doch sehr spannenden Hintergrundgeschichte kann dieser „Frauenroman“ auch für Spannungsliebhaber durchaus interessant werden. Eine deutsch-schwedische Familie wird durch den unerwarteten Tod eines Familienmitglieds nicht nur emotional erschüttert. Der Tod selbst ist natürlich und birgt keine Krimi-Aspekte. Aber da der Verstorbene seine Memoiren veröffentlichen wollte, könnte ein Familiengeheimnis ans Licht kommen.

          Wobei Familiengeheimnis eigentlich das falsche Wort ist, da nur ein kleiner Teil besagter Familie die Dinge kennt, die vor rund 30 Jahren vorgefallen sind und von da an das Schicksal von Ina und Jörg, ihrer Eltern und ihrer Kinder bestimmt haben. Beide stammen aus der DDR, die Familie lebt aber schon lange in Schweden. Ariane, die ältere Tochter, beginnt nachzuforschen und stolpert über alte Dokumente, Fotos und Daten, die nicht zusammenpassen.

          Mit Witz und Gefühl erzählt die Autorin das Schicksal der Familie Bentheim, wechselt Abschnitte in der Gegenwart und der Vergangenheit gut ab und flechtet viele berührende Gespräche und Momente ein. Auch eine Liebesgeschichte entwickelt sich, drängt sich aber nicht allzu sehr in den Vordergrund.

          Was nach dem Ende des Romans noch nachwirkt, sind Gedanken über die Umstände in der DDR, wie schwierig für viele ganz normale Alltagserledigungen sein mussten, die Entbehrungen, die den Menschen oft gar nicht bewusst waren, bis sie dann den Westen sahen. Da die Autorin eine deutsche Mutter und einen schwedischen Vater hat und zwar in Schweden geboren wurde, aber in Deutschland lebt, kommt doch irgendwann auch die Frage auf, wie viel autobiografisches wohl in diesem Buch steckt. Vieles von Ariane, die sich weder da noch dort ganz zu Hause fühlt, erlebt man als Leser jedenfalls als sehr authentisch.

          KatiKatharinenhof

          Beiträge 61
          27.10.2017

            Ein bewegendes und dramatisches Buch, dass mich von der ersten Seite an fasziniert hat. In tollen Rückblenden wird die deutsch-deutsche Geschichte geschildert und die Autorin weiß dies durch den flüssigen Schreibstil gekonnt in Szene zu setzen.

            Die Charaktere sind seht schön ausgearbeitet und wirken lebendig und echt. Ihre Gefühle und Gedanken sind eindrücklich geschildert und somit entsteht nach und nach ein rundes Gesamtbild.
            Die Thematik Familie, Geschichte und große Gefühle werden geschickt miteinander verknüpft und das Familiengeheimnis ist gekonnt in die Szenen eingeflochten.

            Das Cover ist ein echter Eyecatcher und ein zusätzliches Schmankerl ist das Rezept für Zimtschnecken, dass definitiv Lust auf backen und genießen macht

            Bücherratte36

            Beiträge 13
            26.10.2017

              Ariane lebt seit einigen Jahren in Leipzig, wo sie auch arbeitet. Eines Tages erhält sie einen Anruf aus Schweden, dass ihr Vater Jörg verstorben sei. Sie beschließt hinzufahren um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Dort trifft sie auf ihre Mutter Ina und ihrer Schwester Jolante. Da die drei kein sehr gutes Verhältnis miteinander haben läuft das Wiedersehen auch dementsprechend ab. Bei der Testamentseröffnung sollen Ariane und Jolante Jörgs Manuskript erben, aber keiner der beiden kennt dieses. Mutter Ina hüllt sich in Schweigen. Daraufhin beschließt Ariane nach Schweden zu kommen um nach diesem Manuskript zu suchen. Was sie bei den Nachforschungen alles über ihre Familie erfährt, lässt ihre Welt zusammenbrechen

              Die Preiselbeertage ist der erste Roman von Stina Lund. In einem wunderschönen und sehr einfühlsamen Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte von Ariane und ihrer Familie, der in Schweden und in Leipzig spielt. Ab den ersten Zeilen zieht er den Leser in seinen Bann. Die Charaktere sind authentisch und sehr vielseitig gezeichnet worden und durch erhält sie eine Lebendigkeit, die einen mitfühlen lässt. Die Handlung ist ein gekonnter Wechsel aus der Jetztzeit (welche in Schweden und Leipzig spielt) und der Vergangenheit (DDR – Zeit 1986 -1990). Die heutige Zeit erzählt von der unüberwindbaren Distanz, die sich zwischen den einzelnen Familienmitgliedern abspielt. Mutter Ina, die sich ihre Vergangenheit nicht stellen möchte. Tochter Ariane, die nie richtige Gefühle für ihre Mutter entwickelt konnte. Tochter Jolante, die ihre Schwester Ariane nie als diese angesehen hat und Vater Jörg, der ein Manuskript hinterließ, dass anscheinend ein großes Geheimnis beinhaltet und unauffindbar zu sein scheint. In den Rückblicken gibt Stina Lund einen Einblick in das DDR Regime und deren Grausamkeiten. Sie lässt uns daran teilhaben, wie mit Republikflüchtlingen und deren Angehörigen umgegangen wird. Es ist immer noch erschreckend, welchen Einfluss die Stasi hatte und mit welcher brachialen Macht sie diese ausübten. Während des Lesens merkt der Leser, wie beide Teile sich harmonisch ergänzen. Dadurch, dass immer wieder neue Details ans Tageslicht kommen erschließt sich die Problematik, mit die sich die Familie auseinandersetzen muss. Bis zum Schluss fiebert man mit, ob es für sie noch eine gemeinsame Zukunft geben wird oder nicht.

              Preiselbeertage ist für mich ein emotionaler, nachdenklicher, aber dennoch sehr schöner Roman, der einen geschichtlichen Hintergrund besitzt. Wer Familiengeschichten liebt und zudem etwas über die deutsch - deutschen Beziehung erfahren möchte, ist hier bestens aufgehoben.

              KerstinT

              Beiträge 24
              26.10.2017

                Was steckt hinter der verworrenen Familiengeschichte?

                Ariane ist Ende zwanzig, aufgewachsen ist sie in Schweden. Seit zehn Jahren lebt sie allerdings in Leipzig. Der Heimat ihrer Mutter und ihrer Großeltern. Eines Abends erreicht sie der Anruf ihr Vater Jörg sei gestorben. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Söderby in Schweden zu ihrer Mutter Ina und ihrer Schwester Jolante. Dort erfährt sie, dass Jörg ihr und Jolante ein Manuskript vererbt hat. Doch Ina streitet die Existenz eines Manuskripts vehement ab. Arianes Familie stammt aus Leipzig. Hat das Manuskript etwas mit ihrer Zeit in der DDR zu tun?

                „Preiselbeertage“ ist ein sehr schöner Familienroman. Es geht um die verworrene Familiengeschichte von Ariane. Erzählt wird diese einerseits aus Arianes Sicht in der Gegenwart und andererseits durch Rückblenden aus Inas Sicht. Diese Rückblenden erzählen die Geschehnisse Ende der Achtziger Jahre in Leipzig und wie Ina sich auf den Weg zu einer Chorreise nach Schweden macht.
                Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr gut beschrieben. Man kann sich in sie hineinversetzen und fiebert mit ihnen mit. Ariane war mir sehr sympathisch. In sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Gefallen hat mir, dass die Charaktere sich während der Handlung etwas entwickeln. Anfangs sind die zwischenmenschlichen Beziehungen eher kühl und distanziert. Sie sind sich irgendwie alle fremd, obwohl sie eine Familie sind. Doch nach und nach lernt nicht nur der Leser die Charaktere kennen, sondern auch die Charaktere sich untereinander.
                Der Schreibstil ist sehr angenehm und lebendig. Durch das verschwundene Manuskript entsteht eine gewisse Spannung, die es unmöglich macht das Buch aus der Hand zu legen. Durch die Rückblenden erfährt man als Leser Stück für Stück, was Ende der Achtziger geschah. Man hofft nun immer, dass Ariane endlich die Wahrheit erfahren wird.
                Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich habe nichts an ihm auszusetzen. Es war spannend, aber auch interessant etwas über das Leben in der DDR zu erfahren. Auch die schwedische Landschaft kam nicht zu kurz. Durch die vielen Beschreibungen fühlte man sich beim Lesen nach Schweden versetzt. Ich vergebe guten Gewissens volle fünf von fünf Sternen für dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Ein wunderbarer Roman für alle Liebhaber von Schweden und für die, die sich für die DDR interessieren.

                Durch die vielen Zimtschnecken, die während der Handlung gegessen werden, bekam ich selbst Lust darauf – aber das war kein Problem, denn das Rezept steht im Schutzumschlag.

                lenilotta

                Beiträge 19
                26.10.2017

                  Ariane lebt in Leipzig und arbeitet beim Mitteldeutschen Rundfunk. Eines Tages erhält sie einen Anruf ihr Vater Jörg sei soeben verstorben. Ariane reist nach Schweden zur Beerdigung ihres Vaters. Dort trifft sie auf ihre Mutter Ina und auf ihre Schwester Jolante, sie hat ein sehr kühles Verhältnis zu den beiden. Bei der Testamentseröffnung hinterlässt ihr Vater ihr und ihrer Schwester Jolante ein Manuskript. Doch Ina bestreitet, dass es dieses Manuskript gibt. Ariane bricht ihre Zelte in Leipzig ab und zieht kurzerhand nach Schweden um und versucht mehr über das Manuskript zu erfahren.

                  Ein sehr schönes und auch bewegendes Buch. Der Roman wird in zwei verschiedenen Zeitzonen erzählt. Einmal in der Gegenwart und dann noch versetzt 30 Jahre zurück, als Ariane noch ein Kind war. Die Geschichte beschreibt die Situation in bzw. über die ehemalige DDR und macht einem sehr deutlich was damals für ein Umgang mit den Bürgern geherrscht hat und wie die Leute dort behandelt wurden.

                  Ein sehr bewegendes Buch. Ich kann es jedem nur empfehlen.

                  Beiträge 4
                  23.10.2017

                    Ein sehr schönes Buch, das wirklich zu Herzen geht. Ariane und ihre Schwester Jolante wachsen in Schweden auf. Die Eltern der Beiden sind als junge Leute aus der DDR geflüchtet und haben sich in Schweden niedergelassen. Sofort nach dem Abitur geht Ariane zum Studieren nach Deutschland. Nach dem Studium findet sie dann auch in Dresden eine Anstellung in einem Lokalsender. Auch die Großeltern mütterlicherseits wohnen noch immer in Dresden. Als Arianes Vater Jörg plötzlich sehr jung an einem Herzinfarkt stirbt, fährt Ariane zur Beerdigung nach Söderby. Da ihre Beziehung in Dresden gerade in die Brüche gegangen ist, entschließt sie sich spontan in Schweden zu bleiben. Sie zieht in das Sommerhaus am See, in dem ich Vater schriftstellerisch gearbeitet hat. Laut dem Testament hat er seinen Töchtern ein Manuskript vererbt. Trotz intensiver Suche ist das Manuskript nicht aufzufinden und die Mutter Ina bestreitet ganz vehement die Existenz eines solchen Schriftstückes. Doc Ariane gibt nicht auf und beginnt zu forschen. Dabei erfährt sie ungelüftete Familiengeheimnisse, erfährt vieles über ihre Mutter und den Vater und begreift endlich, warum die Mutter des öfteren so unnahbar war. Zwischen den schwedischen Kapiteln sind immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit und aus Deutschland eingefügt, die im Jahre 1986 beginnen. So erfährt der Leser einiges über das damalige Regime in der DDR, lernt die Verhältnisse dieses Staates näher kennen. Man erkennt, wie sich der Staat in die Familien eingemischt hat und wieviel Leid dadurch entstanden ist. Die Autorin schreibt derart gefühlvoll und realistisch. Man meint selbst, sich in der Natur und in den Wäldern Schwedens zu befinden. Ein Buch, das das Gemüt beeinflußt und uns ein Stück der deutschen Geschichte näherbringt. Ich kann dieses fabelhafte Buch nur weiterempfehlen.

                    milkysilvermoon

                    Beiträge 5
                    17.10.2017

                      Als Arianes Vater, Jörg, plötzlich nach einem Herzinfarkt stirbt, war sie schon länger nicht mehr in Schweden, dem Land ihrer Kindheit. Der Trauerfall bringt sie zurück nach Söderby, wo sie auf ihre Mutter Ina und die jüngere Schwester Jolante trifft. Laut Testament erben die jungen Frauen ein Manuskript, das ihr Vater verfasst hat. Doch ihre Mutter behauptet, dass es dieses gar nicht gibt. Trotz langer Suche bleibt es unauffindbar. Was hat es damit auf sich? Was verheimlicht ihre Mutter? Und warum ist Ariane so anders als ihre Schwester?

                      Im Roman "Preiselbeertage" von Stina Lund geht es um deutsch-deutsche Geschichte und die Zeit der Wende. Dabei werden verschiedene Themen wie Liebe, Familie und Historie gelungen miteinander verknüpft.

                      Meine Meinung:
                      Mit dem bewegenden und dramatischen Prolog hat es die Autorin geschafft, mich gleich in die Geschichte hereinzuziehen. Schon nach den ersten Seiten war meine Neugier geweckt. Durch das Geheimnis, das es aufzudecken gilt, war das Buch eine spannende Lektüre.

                      Gut gefallen hat mir, dass ein Teil der deutschen Geschichte beleuchtet wird. Anschaulich wird nicht nur die Gegenwart, sondern in Form von Rückblenden in die 1980er und ins Jahr 1990 auch die Zeit vor und um die Wende geschildert. Dabei werden die Grausamkeiten der DDR deutlich. Somit ist das Buch nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ. Überzeugen konnten mich auch die Beschreibungen von Schweden.

                      Lebendig werden die Charaktere dargestellt. Während ich Ariane anfangs noch unsympathisch fand, konnte ich mich nach und nach immer besser in sie hineinversetzen.

                      Der flüssige Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Länge der Kapitel habe ich als angenehm empfunden.

                      Punkten kann "Preiselbeertage" auch mit der hübschen Aufmachung des Buches. Die Idee, ein Rezept für Zimtschnecken beizufügen, war außerdem süß.

                      Mein Fazit:
                      In "Preiselbeertage" wird ein Stück deutscher Geschichte berührend und unterhaltsam erzählt. Ich kann den Roman empfehlen.

                      Jules

                      Beiträge 30
                      16.10.2017

                        Preiselbeertage von Stina Lund hat mich begeistert. Da ich erst 1992 geboren bin, war es für mich sehr interessant eine Geschichte zu lesen, die im geteilten Deutschland spielt.
                        Zuerst war ich ein wenig skeptisch, ob mich ein Buch über die ehemalige DDR tatsächlich mitreißen könnte, aber es war ein interessantes Stück Zeitgeschichte, was ich vor allem meiner Altersklasse empfehlen würde.

                        Hummel

                        Beiträge 30
                        16.10.2017

                          Das Buch erzählt ein Stück Deutsch - Deutsche Geschichte. Die Handlung wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um Ariane, die das Geheimnis ihrer Herkunft lösen möchte, und in den Jahren von 1986 bis 1990 wird die Geschichte ihrer Mutter Ina erzählt, in der es um eine sogenannte Republikflucht, deren Konsequenzen und um den Mauerfall geht. Stina Lund hat die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut. Der Schreibstil gefällt mir gut und die Geschichte lässt sich sehr gut lesen.

                          brigitte_schreiter

                          Beiträge 69
                          13.10.2017

                            Seid jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schulzeit ist sie nach Deutschland ausgewandert. Schweden ist das Land ihrer Kindheit. Nnach dem Tod des Vaters kehrt sie zurück nach Schweden. Es ist eine Familiengeschichte , welche in Schweden spielt und es geht um ein Familiengeheimnis.
                            Ariane ist eine warmherzige Frau, die nach der Vergangenheit sucht.
                            Ein Roman der zu Herzen geht. Ich vergebe 5 Sterne.

                            Buchstabensuppe

                            Beiträge 3
                            12.10.2017

                              Welch' ein zauberhaftes Buch. Es nimmt den Leser mit auf eine Reise, die die Hauptdarstellerin Ariane nach dem Tod ihres Papas antritt, um Klarheit in ihr Leben zu bringen. Schon zu Kindertagen fühlte sich Ariane "anders" und nicht wirklich der Familie zugehörig. Als dann ihr und ihrer Schwester auch noch ein mysteriöses Dokument vererbt wird, welches aber von der Mutte akribisch verleugnet wird, entschließt sich Ariane selbst zu recherchieren und deckt das große Familiengeheimnis Stück für Stück auf. Das sie dazu nach Schweden muss liegt daran, dass ihre Familie dort ihr zu Hause gefunden hat. Nur Ariane war des Studiums zu Liebe nach Deutschland gegangen. Doch es gab noch einen anderen Grund... Tief in ihr spürte sie eine tiefe Verbundenheit zu Deutschland und ihren Großeltern, die sie sich allerdings selbst nicht plausibel machen konnte.

                              Eine ergreifende Geschichte beginnt, die sicher ganz typisch ist für Familien, die von der Spaltung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg betroffen waren. Das Leben in der DDR wird mit all seinen "schönen" und häßlichen Seiten wieder erweckt und der Leser staunt über die Machenschaften des DDR-Regimes.

                              Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und lädt auch den Leser zum Erholen ein, nachdem es für Ariane wieder ein hartes Stück zu knabbern gab.

                              Ebenso erholsam empfand ich die Passagen, in denen das Land Schweden mit all seinen beschaulichen Seen, Holzhäusern und Traditionen beschrieben wurde.

                              Der sehr schöner Schreibstil schafft es jede Stimmung perfekt zu transportieren. So kann man sich die liebevoll gedeckt Kaffeetafel nicht nur gut visualisieren, man meint sogar, die Zimtschneckchen förmlich zu riechen, die sehr gerne dargeboten werden.

                              Ein Buch über die Liebe. Über die Liebe zwischen zwei Menschen, die eine Familie gründen möchten und über die bereits bestehende Liebe innerhalb einer Familie, die endlich wachsen darf ohne länger durch den Schleier eines Geheimnisses getrübt zu sein. Ariane entdeckt ihre Mama und auch ihre Schwester ganz neu und nebenbei auch sich selbst.

                              Dieses Buch ist absolut empfehlenswert. Ich habe es an drei Abenden genossen und musste mich bremsen, nicht eine Nachtschicht einzulegen.

                              Viele Freude allen, die es noch vor sich haben.

                              maxkolbe

                              Beiträge 7
                              03.10.2017

                                Der Titel und das minimalistische Cover haben mich schwer gereizt und auf der Innenseite geht es gleich weiter, ein Rezept zum nachbacken "Schwedische Kanelbullar".. Der Text auf dem Klappdeckel klingt interessant.
                                Jetzt ran an´s Buch!
                                Ich habe ein sehr interessantes, tiefgehendes, schwedisches, deutsch-deutsches Buch mit einer schwierigen Familiengeschichte und einem Geheimnis gelesen. Es ist hauptsächlich die Geschichte von Ina und ihrer Tochter Ariane und der ereignisreichen Zeit 19 86-Mauerfall in der DDR. Die Autorin versteht es dem Leser, die Geschehnisse der damaligen Zeitsehr eindringlich anhand der Geschichte von Ina, Jörg und Ariane nahe zubringen. Man mag es garnicht glauben, durch eine Republikflucht, die so nie stattgefunden hat, werden Ina und Ariane auseinandergerissen und die Eltern von Ina haben die Wahl, entweder ihre Tochter oder die Enkelin.So bricht der Kontakt auf Jahre ab. Es ist immer noch unglaublich, welche Methoden in der damaligen DDR herrschten!!
                                Zur Geschichte:
                                Ariane, die in Leipzig in der Nähe ihrer Großeltern lebt, muß nach Schweden fahren. Jörg, ihr Vater ist plötzlich verstorben. Sie hat ein bißchen Bedenken, einerseits liebt sie Schweden und die Preiselbeermarmelade ihrer Mutter, andererseits fühlt sie sich in Leipzig, bei ihren liebevollen Großeltern wohl. Zu ihrer Mutter hat sie kein besonderes Gefühl, sie weiß nicht so recht wie sie ihr begegnen soll. Die Beerdigung und die kurze Zeit danach dient dem gegenseitigen Abtasten. In Söderby gibt es aber auch noch Jolante und Viggo, bei denen sie sich schnell wohlfühlt. Ihr Vater hat den beiden Schwestern ein Manuskript hinterlassen. Laut Ina, der Mutter hat es das nie gegeben. Ariane entscheidet sich vorläufig nach Schweden in das Sommerhaus ihres Vaters zu ziehen, vielleicht taucht das Manuskript ja hier auf.In der Einsamkeit kommen sie und Viggo sich näher. Darf das überhaupt sein? Warum versteht sich Ariane mit ihrer Mutter nicht so gut, mit ihrer Schwester, dafür umso besser? Viele Fragen tauchen auf! Manche kriegt
                                sie schnell gelöst, aber Ina, auf die Vergangenheit angesprochen, macht zu, gibt keine Auskünfte. Ariane erlebt eine schöne Zeit in Schweden und wir dürfen Schweden ein bißchen näher kennenlernen. Zusammen mit Viggo fährt sie nach Gränna, der Stadt der Zuckerstangen und auch die Schilderung des Elchparks ist so toll, man fühlt sich mit dabei.
                                Ja und dann ändert ein Weihnachtsfest alles!
                                Taucht das Manuskript auf? Spricht Ina endlich über die Vergangenheit? Erfährt Ariane endlich allesüber ihre Mutter und sich?Jolante ist auch sehr glücklich! Viggo gehört dazu und auch wieder nicht!
                                Ein Tipp, lest es selber! Eine Topempfehlung

                                otter

                                Beiträge 25
                                01.09.2017

                                ... die Neugier ist bereits nach ein paar Seiten geweckt! Der Tod von Eltern ist etwas - was jedenbetrifft - und der Umgang damit ist nicht einfach. Ein "schönes" Thema - das so gerne weggedrückt wird - aber zum Leben dazugehört. Vielleicht ist das Ms ja der Schlüssel zu Jörg - außerhalb der Sichtweise auf den Vater - ich bin gespannt

                                Its me

                                Beiträge 57
                                22.07.2017

                                Das Buch macht mich neugierig auf Arianes Geschichte und wie sich alles, nachdem sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird weiterentwickelt. Das verschwundene Manuskript ihres Vaters spielt wohl dabei eine große Rolle. Worum es da wohl geht? Findet Ariane zu ihren alten Wurzeln in Schweden zurück?
                                Da bin ich ja mal gespannt.

                                Shelly

                                Beiträge 4
                                20.07.2017

                                Ich habe die Hoffnung, dass in diesem Buch ihre beiden Leben gegenüber gestellt werden. Das Leben in Deutschland und das neuealte in Schweden. Außerdem hoffe ich ebenfalls, dass die Umgebung so toll beschrieben ist, damit man sich in dem Buch verlieren kann. Anhand des Klappentextes erahnt man, dass der Text der in dem vermissten Manuskript ihres Vaters steht einige interessante Details behinhalten wird. Was genau der Inhalt sein könnte, lässt sich nicht annährend erahnen.