Katharina Herzog

Zwischen dir und mir das Meer

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!
Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ...


Autorenbild Foto von Katharina Herzog

Der  Autor

Katharina Herzog hatte schon immer Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Nach einem Abstecher in den Journalismus kehrte sie zur wahren Liebe Belletristik zurück und begann, Romane zu veröffentlichen. Als Katrin Koppold hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Mit ihrem Debüt als Katharina Herzog «Immer wieder im Sommer» eroberte sie die Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Zur Frage-Aktion

BibliografieAnsehen


Rezensionen

melanie_rabe

Beiträge 2
2 Antworten 04.05.2018

INHALT
Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!
Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ...

Meine Meinung:
Amrum, Italien, eine Reise, 2 Schwester, viele toll ausgearbeitete und sympathische Protagonisten, ein wahnsinnig schönes Cover und ein toller Schreibstil.
Braucht man mehr um ein richtig gutes Buch zu schreiben? Nein! Und genau das ist Katharina Herzog hier auch sehr gut gelungen.
Ich habe mich in diesem Buch einfach wohl gefühlt.
Besonders gefallen hat mit, dass dieses Buch einfach so viel vereint. Eine kleine Liebesgeschichte, eine Familiengeschichte und die Suche nach sich selbst.
Das Buch ist so bildlich geschrieben. Mir ist es immer ein Rätsel, wie Autoren es schaffen mit wenigen Worten so lebendig zu schreiben, dass man gar nicht anders kann als sich die Orte und Personen einfach vorzustellen.
Katharina Herzog ist das hier auch wieder gelungen ohne ausschweifend zu werden.
Oft habe ich im Buch geahnt in welche Richtung es sich entwickeln könnte. Aber fast genauso oft wurde ich dann doch überrascht. In welcher Hinsicht? Da solltet ihr das Buch auf jeden Fall selbst lesen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung. Aber ihr solltet wie ich auch Limoncello im Haus haben, denn den wollt ihr bestimmt trinken. ;)


Fazit:
Ein sommerlicher Roman, der mir einfach ein warmes Gefühl gegeben hat. Einen großen Dank an die Autorin für dieses Gefühl und diese Wärme im Herzen.

  • AnneMF

    Beiträge: 46
    20.05.2018

    Gute Rezension, ich hab das Buch schon seit einer Woche auf meiner Liste zu stehen. Anfang Juni ist die Lesenacht bei uns in der Stadt in der Bücherei und da sehe ich mich mal nach dem Buch um.

  • kugelrund

    Beiträge: 6
    05.05.2018

    Hallo,

    das Cover, die Leseprobe/ der Klapptext sowie die Rezession melanie_rabe haben mich überzeugt das Buch auf meine Wuli zu setzen.Es ist bestimmt n icht nur eine Sommerlektüre , nein sie bringt bestimmt auch im Winter etwas Sonne durchs lesen ins Leserherz.

    Gruss Sandra

tinstamp

Beiträge 20
03.05.2018

Die Bücher von Katrin Koppold lese ich schon sehr lange. Ihre ersten Romane (Aussicht auf Sternschnuppen, Zeit für Eisblumen, Sehnsucht nach Zimtsternen und Hoffnung auf Kirschblüten) habe ich noch mit den alten Covern, die ich direkt über die Autorin gekauft habe, bevor der Rowohlt Verlag die Bücher übernommen und nochmals im Verlag veröffentlicht hat. Letztes Jahr hat die Autorin unter dem Pseudonym Katharina Herzog ihren Roman "Immer wieder im Sommer" veröffentlicht, der ein Bestseller wurde. Nun folgte ein weiterer Sommerroman unter diesem Pseudonym.

Dabei geht es um die beiden sehr unterschiedlichen Schwestern Lena und Zoe, die vor 20 Jahren ihre Mutter verloren haben. Die gebürtige Italienerin, und gute Schwimmerin, kam von ihrem frühmorgendlichen Bad im Meer nicht mehr zurück. Beide Töchter reagieren auf den Tod der Mutter völlig verschieden. Während Zoe eine extrovertierte, lebenshungrige junge Frau ist, die in der Weltgeschichte herumreist und keine Gefahr auslässt, lebt Lena eher zurückgezogen auf Amrun. Sie arbeitet als Krankenschwester in einem Hospitz und sammelt Meerglas am Strand, das sie zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet. Doch schwimmen geht sie nicht mehr. Die Ungewissheit, was damals passiert ist, laässt Lena einfach nicht los.
Eines Tages taucht der junge Italiener Matteo Forlani bei ihr auf, der sich nach ihrer Mutter Mariella erkundigt und kurz darauf fluchtartig ihr Haus verlässt. Lena ist irritiert. Sie erkundigt sich im Hotel nach dem Mann und erfährt, dass er überstürzt abgereist ist. Im Hotel hat er eine Mappe zurückgelassen, die Fotos von Lenas und Zoes Mutter als Jugendliche zeigen. Das erweckt die Neugier der beiden Mädchen, die kaum etwas über ihre Mutter wissen. Die abenteuerlustige Zoe schlägt Lena vor an die Amalfiküste zu reisen, wo ihre Mutter aufgewachsen ist. Dort soll Lena den geheimnisvollen Matteo suchen und Mariellas Geheimnis lüften.. ..

In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir mehr über Mariellas Kindheit und Jugendzeit in Italien. Diese spielt in den 1970er Jahren. Mariella wächst ebenfalls ohne Mutter in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater Antonio arbeitet als Zitronenpflücker bei den reichen Forlanis. Mariella findet in Francesca Forlani eine sehr gute Freundin und schwärmt für ihren älteren Bruder Alfi. Doch ihr Vater ist mit der Freundschaft zu den Kindern seines skrupellosen Chefs nicht wirklich einverstanden...

Während sich die beiden Handlungsstränge abwechseln, die sich perfekt ergänzen, gibt der Part aus der Vergangenheit immer genauso viel preis, dass er im Gegenwartsstrang nicht zu viel verrät. Denkt man zu Beginn, dass man hier eine Geschichte vor sich hat, die ähnlich gestrickt ist, wie so viele andere, die zur Zeit die Buchläden überschwemmen, wird man sehr bald bemerken, dass es hier anders ist. In diesem berührenden Roman steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern die Identitätssuche der Schwestern und deren Zusammenfindung. Überraschende Wendungen verblüffen und die gut ausgearbeiteten Charaktere überzeugen. Besonders berührt hat mich der Vergangenheitsstrang um Mariella und ihr Geheimnis.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Man taucht sofort in die Geschichte ein und erst wieder auf, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Katharina Herzog konnte mich verzaubern und mitnehmen an die Amalfiküste. Obwohl ich noch nie dort war, hatte ich das blaue Meer, die Felsen, den Strand und die Zitronenhaine vor Augen. Leider hatte ich keinen Limoncello in der Nähe, den Zitronenlikör der beschrieben Region, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Aber ein Glas Zitronenlimonade oder Zitroneneis passt sicher auch zu dieser sommerlichen Lektüre...

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr lebendig und mit viel Atmosphäre. Man reist mit ihr an die Amalfiküste und sieht den Klippenspringern bei ihren atemberaubenden Sprüngen zu. Am Abend sitzt man im Freien und trinkt Limoncello....die Sehnsucht nach dem Sommerurlaub lässt grüßen!
Die einzelnen Charaktere sind lebendig und facettenreich dargestellt. Sie konnten mein Herz berühren. Dabei sind Zoe und Lena so unterschiedlich, dass man gar nicht weiß, wen von den beiden jungen Frauen man sympathischer findet. Beide haben viel zu lernen und entwickeln sich weiter.
Über den einzelnen Kapiteln ist ein Zweig mit Zitronen gezeichnet. In diesem steht der Name von einer der beiden Protaginistinnen: Lena oder Mariella. So weiß man auf einem Blick, in welcher Zeit das jeweilige Kapitel spielt.

Noch ein Wort zum Cover. Der Rowohlt Verlag hat hier wirklich ein wundervolles und farbenrpächtiges Cover erschaffen, das inspiriert und ein echter Hingucker ist.

Fazit:
Ein wundervoller Sommerroman, der nach Italien entführt und den man kaum aus der Hand legen kann. Mit überraschenden Wendungen, die verblüffen, hält die Autorin den Leser bei der Stange, aber auch die tolle Atmosphäre und die lebendigen Charaktere überzeugen zu 100%. Eine Leseempfehlung!

Bambisusuu

Beiträge 24
eine Antwort 06.05.2018

Nach ihrem Debüt und Bestseller "Immer wieder im Sommer" hat die Autorin "Katharina Herzog" (auch bekannt als Katrin Koppold) den spritzigen Sommerroman "Zwischen dir und mir das Meer" geschrieben. Erschienen ist das Buch im "Rowohlt Verlag".


Lena und ihre kleine Schwester Zoe leben auf der Insel Amrum. Sie ist glücklich, auch wenn sie zurückgezogen und alleine lebt. Ihre Mutter hat sie bereits vor 20 Jahren verloren. Den Grund weiß sie jedoch bis heute nicht.
Als Lena dann den charmanten Matteo eines Tages trifft, ist sie auf Anhieb verliebt. Doch ohne Abschied ist Matteo am nächsten Tag verschwunden. Das Einzige, was er zurückgelassen hat, ist eine Mappe, in der sich Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau befinden. Lena möchte den Zusammenhang verstehen und reist kurzerhand mit ihrer Schwester Zoe an die Amalfiküste, denn da kommt Mariella ursprünglich her. Lena erhofft sich, das Geheimnis ihrer Mutter herauszufinden. Aber auch Matteo wiederzusehen, würde Lenas Herz höher schlagen.

In diesem spannenden und sommerlichen Roman erfahren wir mehr über die kleine Rolle Lena aus dem Vorgänger. Ihren Alltag und ihre Gefühle bekommt man als Leser Stück für Stück näher und auch ich konnte mich gut mit ihrem Charakter anfreunden. Zeitgleich kommt es innerhalb der Geschichte zu Rückblicken in die Vergangenheit von Mariella, der Mutter von Lena und Zoe. Die Zeit beschränkt sich hier auf die 70er Jahre.

Lenas Leben wirkt überschaubar, ruhig und enthält keinen Nervenkitzel. Nach Matteos Auftauchen merkt auch Lena, das sie schleunigst ihr Leben umkrempeln muss. Die Aufregung merkt man ihr an und auch als Leser bin ich gerne bei ihrer Entscheidung gefolgt. Die Reise verschlägt sie schnell an die Amalfiküste, wo sie mehr über ihre Familie und Vergangenheit herausfinden möchte.

Die Liebesromanze bleibt bei dieser Reise natürlich nicht verschont. Auch interessante Wendungen lassen der Geschichte die Spannung und machen neugierig auf mehr. Die Leichtigkeit merkt man dem Schreibstil an. Obwohl sich Lena eigentlich mit einem dramatischen Ereignis auseinandersetzt, ist das Buch nicht negativ beladen. Die Autorin stellt die Gefühle mehr in den Vordergrund. Lena und Zoe verarbeiten den Tod ihrer Mutter ganz unterschiedlich, was der Geschichte noch mehr ein realistisches Empfinden gibt.

Die Abwechslung der Erzählstränge fand ich toll und aufregend. Das Leben von Mariella wirkte alles andere als leicht. Ihre Beziehungen zu ihrer Freundin und der Liebe, wurde von ihrem Vater nicht toleriert. Die Auf und Abs gehen an die Emotionen und wirken authentisch. Trotz der vielen Dramen wirkt die Geschichte nicht überladen, sondern fesselt weiterhin.

Auch wenn die Handlung zeitlich und per Kapitel getrennt wurden, habe ich den Zusammenhang toll gefunden. So habe ich mich immer auf ein Neues auf den anderen Abschnitt gefreut. Der Übergang ist dabei fließend und wirkt keineswegs abgehackt. Besonders die Amalfiküste hat mir während der Erzählungen gefallen. Obwohl ich bisher noch nicht da war, habe ich mir die Kulisse bildlich vorstellen können.

Nach dem wunderschönen Cover bin ich auch restlos von der Liebesgeschichte angetan. Die Mischung aus Familiendrama, Sommerromanze und Urlaubsstimmung ist gelungen!

  • sommerlese

    Beiträge: 100
    15.05.2018

    Das habe ich mir gedacht, dass das Buch dir gefällt! :-)
    Die Amalfiküste sieht übrigens fast so aus wie die Küsten auf Ischia. Den Roman habe ich vor unserem Urlaub gelesen und mich schon dorthin geträumt.

Bobbi

Beiträge 26
06.04.2018

Katharina Herzog nimmt einem in ihrem Roman "Zwischen dir und mir das Meer" fesselnd und fließend mit auf die schöne Insel Amrum. Die Hauptperson Lena ist eine besondere Persönlichkeit, die einem direkt sympathisch macht. Ein Perspektivenwechsel zum Jahr 1972 bringt lyrische Qualität in die Geschichte.
Herzog schreibt mitreißen.
Schon nach der viel zu kurzen Leseprobe will man wissen wie es mit Lena weitergeht. Was ist mit ihrer Mutter passiert? Was wird Lena alles erleben?
Ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht und denke, es wird jedem Leser gleich gehen.!

Absolut emfphelsnwert !

Ophelia19

Beiträge 32
10.08.2018

    Lena führt ein bodenständiges und zurückgezogenes Leben auf Amrum. Das Schicksal hat sie bereits hart geprüft, denn ihre Mutter Mariella ist eines Morgens zum Schwimmen gegangen, allerdings nicht mehr zurückgekommen, als Lena noch klein war und ihr Vater konnte den Verlust nie verwinden und spricht kaum mit Lena und ihrer Schwester Zoe. Zoe und Lena sind grundverschieden. Die Schwestern wurden also hauptsächlich von ihrer Oma aufgezogen und haben den Verlust der Mutter ganz unterschiedlich verarbeitet und sich zu zwei ganz unterschiedlichen Menschen entwickelt. Zoe ist eine Lebenskünstlerin, die ständig in der Weltgeschichte herumreist und Lena arbeitet in einem Hospiz und traut sich nicht einmal im Meer schwimmen zu gehen. Dafür sammelt sie Meerglas und macht daraus Schmuck.

    Als Lena eines Tages den geheimnisvollen Italiener Matteo trifft, der sich als Tourist ausgibt, passieren plötzlich seltsame Dinge. Als Lena Matteo von ihrer Mutter erzählt, verschwindet er überstürzt, lässt aber in seinem Hotelzimmer Fotos zurück, die Lenas Mutter als junge Frau zeigen. Gemeinsam mit ihrer Schwester beschließt Lena der Frage auf den Grund zu gehen, warum Matteo Fotos von ihrer Mutter hatte und was es mit dem Verschwinden von Mariella wirklich auf sich hat. Dazu reisen die beiden Schwestern an die Amalfi-Küste, wo Mariella aufgewachsen ist. Außerdem will Lena Matteo wiederfinden und entwickelt sich auf der Reise von dem zurückgezogenen und introvertierten Mädchen zu einer selbstbewussteren Frau.

    Die Geschichte von Mariellas Jugend wird abwechselnd zu der Geschichte in der Gegenwart erzählt. Diesen Stilgriff mochte ich besonders in der Geschichte.

    Ich mochte an der Geschichte vor allem die Mischung aus Romantik und Geheimnisvollem. Der Stil von Katharina Herzog ist luftig leicht, wie die Meeresbrise an der Amalfiküste und es ist der Autorin wirklich toll gelungen, den Flair Italiens in das Buch zu packen. Ganz klare Leseempfehlung für den Sommer!

    Sassa85

    Beiträge 14
    04.08.2018

      Ein super netter SommerRoman, der Lust auf frische Zitronen und typische italienische Landschaft macht :) ich fand leider die Liebesgeschichte eher plump und oberflächlich. Und war zwischenzeitlich auch von Lenas Art genervt, weil mir Tiefgang fehlte...

      Knorki

      Beiträge 5
      03.08.2018

        Inhalt:
        Lena hat Amrum seit Jahren nicht verlassen. Doch als ein unbekannter Italiener auf der Insel auftaucht und sich nach ihrer toten Mutter Mariella erkundigt, macht Lena sich gemeinsam mit ihrer Schwester Zoe auf die Suche nach der Wahrheit. Gemeinsam reisen die gegensätzlichen Schwestern an die Amalfiküste und erfahren endlich mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter und den Grund für ihren Suizid...

        Meine Meinung:
        Allein das Cover ist traumhaft schön und verbreitet Urlaubsfeeling. Autorin Katharina Herzog entführt den Leser im Laufe der Geschichte zunächst nach Amrum und dann an die sonnige Amalfiküste. Ihr sehr angenehmer Schreibstil lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Durch sehr bildhafte Beschreibungen hat man als Leser das Gefühl, selber nach Italien zu reisen und neben den Zitronenbäumen zu stehen.

        Die Charaktere sind sehr authentisch und facettenreich. Insbesondere die beiden ungleichen Schwestern habeich im Laufe der Geschichte ins Herz geschlossen. Während Lena Amrum seit Jahren nicht verlassen hat und noch immer zuhause bei ihrem Vater wohnt, reist Zoe dauerhaft durch die ganze Welt und bleibt nirgends länger als unbedingt notwendig. Lena ist bodenständig, tüchtig, aber auch sehr überängstlich und sicherheitsbedürftig. Zoe hingegen genießt das Leben in vollen Zügen und schreckt dabei nicht davor zurück, auch die eine oder andere Grenze zu überschreiten... Die beiden sind sehr verschieden, doch der frühe Verlust ihrer Mutter verbindet sie.

        Die Handlung wird aus Lenas Sicht beschrieben. Zwischendurch gibt es jedoch immer mal wieder Rückblicke in die Jugend ihrer Mutter Mariella und der Leser erfährt, wie es dazu kam, dass Mariella ihre Heimat und ihre Familie zurück ließ und ein neues Leben weit weg auf Amrum begann. . Diese Rückblicke sorgen nicht nur zusätzlich für Spannung, sondern lockern die Geschichte auf und geben dem Leser zudem einen Einblick in das Leben in Süditalien.

        Fazit:
        Wer lediglich einen seichten Urlaubsroman erwartet, der irrt. Die Geschichte ist wesentlich tiefgründiger, als es auf den ersten Blick scheinen mag, und gleichzeitig unglaublich spannend und fesselnd. Ich freu mich auf den nächsten Teil!

        bud

        Beiträge 29
        01.08.2018

          Lena ist auf Amrum geboren und aufgewachsen. Sie arbeitet als Krankenschwester im Hospiz. Ihr Vater ist Fischer und seit dem Tod seiner Frau Mariella vor vielen Jahren fast verstummt: „In gewisser Weise hatten sie nicht nur ihre Mamma, sondern auch ihren Vater ans Meer verloren.“ (S. 70). Mariella war Italienerin und ist im Meer ertrunken, als Lenas kleine Schwester Zoe erst 3 Jahre alt war.
          Eines Tages lernt Lena den Italiener Matteo am Strand kennen. Beide haben das Gefühl, sich von irgendwoher zu kennen, aber Matteo war noch nie auf Amrum und Lena noch nie in Italien. Schon am nächsten Morgen reist Matteo überstürzt ab, zurück lässt er eine Mappe mit Fotos von Mariella, die in ihrer Jugend in Italien entstanden sind. Lenas Vater will nicht über seine Frau oder die Fotos reden, aber Zoe erkennt die Gegend auf den Bildern wieder – die Amalfiküste. Lena und Zoe reisen nach Italien, um nach ihrer Mutter zu forschen und evtl. auch Matteo zu finden, der Lena nicht mehr aus dem Kopf geht Ein herrlich warmherziger Roman, den man einmal begonnen, kaum noch aus der Hand legen möchte. Lebendige Charaktere, glaubhafte Entwicklungen, bei denen man vielleicht Ahnungen hat, wohin diese führen könnten, aber doch immer wieder überrascht wird und ein wunderbarer sehr bildreicher Schreibstil nehmen den Leser mit auf eine Reise in das schöne Italien. Eine Leseempfehlung an alle LeserInnen, die gerne gute und warmherzige Romane lesen, die leicht zu lesen sind und doch Tiefe besitzen

          vielleser18

          Beiträge 4
          29.07.2018

            Lena lebt auf Amrum und arbeitet in einem Hospiz. Der tägliche Umgang mit sterbenden Menschen gibt ihr etwas beruhigendes, konstantes. Als eines Tages ein Fremder auftaucht, der Italiener Matteo und nach ihrer Mutter fragt, wird Lenas Leben durcheinander gewirbelt. Denn Lenas Mutter starb schon vor 18 Jahren bei einem immer noch ungeklärten Badeunfall. Matteo verschwindet so plötzlich wie er aufgetaucht wieder, doch er hinterlässt im Hotel Bilder von Lenas Mutter, als diese noch jung war. Jung und so fröhlich und unbeschwert sieht sie auf diesen Fotos auf, so wie Lena und ihre Schwester Zoe sie nie kennengelernt haben. Lena und Zoe beschliessen mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden und reisen nach Italien an die Amalfi-Küste.

            Parallel wird die Geschichte von Lenas Mutter Mariella erzählt. Immer wieder wechseln die Erzähperspektiven zwischen Gegenwart und Vergangenheit und erst nach und nach kommt heraus, was damals war. Zeitgleich erleben wir als Leser mit, was die so unterschiedlichen Geschwister Lena und Zoe erleben und wie sie sich verändern. Auch hier gibt es Geheimnisse.

            Katharina Herzog hat eine romantische Geschichte geschrieben, die gespickt ist mit Humor und Spannung, mit Geheimnissen und tollen atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen , die mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat.
            Da sind nicht nur die so unterschiedlichen Protagonisten, die sich so wunderbar ergänzen und die so viel Leben in diese Geschichte bringen, sondern auch diese Mischung an Traurigkeit, Humor, Liebe und so vielen anderen Gefühlen, die aus diesem Buch eine so wunderbaren Roman gemacht haben. Durch die sich abwechselnden Erzählstränge bleibt eine Grundspannung während des Lesens. Vor allem überzeugen konnte mich der Roman aber auch durch überraschende Wendungen und vor allem dem tollen Erzählstil der Autorin.

            Ein Sommerroman, ein Frauenroman, der mir Lust auf die Amalfiküste gemacht hat und mir viele schöne Lesestunden beschert hat.

            Biene2004

            Beiträge 9
            28.07.2018

              Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!
              Das Cover ist alleine nur durch die Farbgestaltung auf jeden Fall ein echter Hingucker und hätte in der Buchhandlung mit Sicherheit meine Aufmerksamkeit erregt. Der Klappentext dagegen verspricht eine Geschichte, wie wir sie wohl reihenweise in unseren Bücherregalen stehen haben. Doch trotzdem bin ich neugierig geworden und habe mich an dieses Buch herangewagt. Und hier muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde! Der Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin Katharina Herzog ist absolut genial, locker und spritzig, versehen mit einem Hauch Sarkasmus und einer Prise Witz. Genau das hat mich von Anfang an begeistert. Aus diesem Grund habe ich mich von der ersten Zeile an in dieser Geschichte wohl und wie zu Hause gefühlt.

              Der Hauptcharakter Lena ist mir sehr sympathisch, was vielleicht auch daran liegt, dass ich mich sehr gut in sie und in ihre Lage hineinversetzen kann. Lenas Schwester Zoe dagegen ist mir zu egoistisch und auch zu anstrengend. Die Unterschiedlichkeit der beiden Mädchen wird deutlich dargestellt und die Tatsache, dass die beiden am Ende trotz allem zusammen halten, hat mich wirklich sehr berührt.

              Die Geschichte an sich ist keine typische Liebesgeschichte, sondern viel mehr als das. Hier geht es um die Suche nach der Wahrheit und vor allem darum, Fragen und Umstände aus der Vergangenheit zu beantworten. Die Entwicklungen in dieser Geschichte sind wenig vorhersehbar und auch das gefällt mir an diesem Buch außerordentlich gut.

              Ebenso sind die Schilderungen über Amrum und vor allem über die Amalfiküste so herrlich phantastisch, dass es mir ohne Probleme gelungen ist, mir hier sämtliche Orte bildlich vor Augen zu halten.

              Auch die einzelnen Zitate der Autorin treffen die Situation meist auf den Punkt. Aussagen wie "Das Leben ist zum Glück keine Einbahnstraße. Anders als die Bewohner in deinem Hospiz kannst du einfach umdrehen und eine andere Abzweigung wählen." haben mich nachhaltig berührt und beschäftigt.

              Fazit:
              Ein Buch, das auf den ersten Blick nicht preis gibt, was es tatsächlich zu bieten hat! So viel Tiefgang, der aber keineswegs schwer verdaulich ist, hat diese Geschichte für mich persönlich zu etwas Besonderem gemacht! Ich kann dieses Buch vorbehaltlos weiter empfehlen!

              Sissy

              Beiträge 12
              27.07.2018

                Lena ist eine sehr bedächtige junge Frau, die mit ihrem Vater und ihrer Oma auf Amrum lebt. Sie arbeitet in einem Hospiz und ist zufrieden mit ihrem Leben. Eines Tages steht ein junger Italiener vor ihrer Haustür, der sie sofort fasziniert. Doch am nächsten Tag ist er schon wieder abgereist und hat in seinem Hotelzimmer Fotos ihrer verstorbenen Mutter vergessen. Kurzerhand reist Lena mit ihrer Schwester an die Amalfiküste, in der Hoffnung, über diesen geheimnisvollen Italiener etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und auch, weil sie ständig an ihn denken muss.

                Ich habe es geliebt, diesen Roman zu lesen. Die Autorin versteht es gekonnt, die Landschaft, die Leute so zu beschreiben, das ich mich gedanklich an die Amalfiküste versetzt gefühlt habe. Bei den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen habe ich mich gefühlt wie im Urlaub.

                Doch auch die Geschichte an sich konnte mich begeistern. Die Hauptcharaktere sind sehr liebenswert beschrieben. Und da ich selber ein vorsichtiger Mensch bin, konnte ich mich gut mit Lena identifizieren. Auch haben mir in diesem Buch die doch eher leisen Töne der Liebesgeschichte gefallen. Das Hauptaugenmerk lag auf Lena selbst und was der Verlust der Mutter in jungen Jahren aus ihr gemacht hat. Und auf der Geschichte der Mutter. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gut gefallen.

                Nachdem mir schon "Immer wieder im Sommer" sehr gut gefallen hat, warte ich nun ungeduldig auf das nächste Buch der Autorin. Sie versteht, schwere Themen tiefsinnig zu behandeln und doch locker zu schreiben.

                Wer ruhige, tiefsinnige Geschichten mag und sich gerne an die italienische Amalfiküste träumen möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.

                SonjaK

                1 Beitrag
                17.07.2018

                  Nach "Immer wieder im Sommer" musste natürlich auch "Zwischen dir und mir das Meer" auf meinem ebook-Reader Platz finden.

                  Leider war bis vor ein paar Wochen das Wetter grau und kühl, so dass ich einfach literarisch keinen Ausflug nach Amrum und an die Amalfiküste machen wollte. Als ich das Buch dann bei schönem sommerlichen Temperaturen beendet hatte, fehlten mir einfach die richtigen Worte, um eine Rezension zu schreiben: das Buch ist einfach soooooooooooooooooo schön!

                  Katharina Herzog hat mit diesem Buch eine sommerliche Familiengeschichte erschaffen, die einfach ans Herz geht: Lena arbeitet auf Amrum in einem Hospiz. Nach dem Ertrinken der Mutter Mariella im offenen Meer kann sie den Gedanken nicht ertragen, dass Menschen beim Sterben allein sind. Das Meer, wird von ihr als Schwimmerin gemieden, doch beim Sammeln von Meerglas geliebt. Anders als ihre Schwester Zoe, die in die Welt hinauszieht und wagemutig alles riskiert. Als eines Tages der Italiener Matteo die Insel aufsucht, kommen die italienischen Wurzeln der Mutter ans Licht. Die Vergangenheit der Mutter bewegt die Schwestern sehr und so machen sich diese auf den Weg nach Italien.

                  Ein Satz in diesem Buch hat es mir besonders angetan: "Wenn einem in der Familiengeschichte ein Band fehlte, dann konnte auch die eigne Geschichte niemals komplett sein." (Seite 74)

                  Lena und Zoe wissen nicht viel über die italienischen Wurzeln ihrer Mutter und Katharina Herzog schafft es erstaunlich einfühlsam darzustellen, was die beiden Schwestern prägte und warum diese so unterschiedlich durchs Leben gehen. Ich persönlich konnte mich mehr mit Lenas zurückhaltender Art anfreunden, doch diese macht Dank der italienischen Lebensfreude und ordentlich amore eine große Entwicklung bei der Suche von Mariellas Geheimnissen durch.

                  Anhand eines Fotos findet Lena ihren Großvater, der auf traditionelle Weise Zitronen züchtet und sich eisern gegen die großen Händler behauptet. Genau wie vor zig Jahren. Denn durch geschickte Perspektivwechsel der Kapitel erfährt der Leser genau wie Lena und Zoe nach und nach, was damals geschah.

                  Und noch einer, weil es so schön ist: "Am Ende fand jeder seinen Frieden, egal wie er zuvor gelitten hatte." (Seite 343)

                  Lest selbst von der friesischen Oma Hilde, vom italienischen Opa Babbo und einigen anderen wichtigen Personen und Ereignissen: volle Punktzahl.

                  Bibliomarie

                  Beiträge 16
                  17.07.2018

                    Lena lebt auf Amrum ein zufriedenes, aber auch zurückgezogenes Leben. Diese Ruhe wird jäh erschüttert, als ein junger Italiener, Matteo Forlani, auftaucht und nach Mariella fragt. Mariella ist die italienische Mutter Lenas, die schon vor Jahren im Meer ertrunken ist. Der Fremde bringt eine Saite in Lena zum Klingen und sie möchte nun mehr über die Herkunft ihrer Mutter erfahren. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe – die Beiden sind wie Feuer und Wasser – reist sie zur Amalfiküste, die Heimat der Mutter. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass Lena gern Matteo wieder treffen möchte.

                    Dazwischen fügen sich die Kapitel aus Mariellas Sicht ein, wir lernen sie als Kind und junges Mädchen kennen, ihre Freundschaft mit Francesca und die enttäuschte erste Liebe. Das alles vor der malerischen Kulisse der Küste und inmitten von Zitronenhainen.
                    Die romantische Sommerlektüre punktet mit Stimmung und Umgebung. Die Spurensuche nach der der früh verstorbenen Mutter ist hübsch erzählt. In der Heimat der Mutter wird auch Lena zu ihren italienischen Wurzeln finden und dabei darf natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen.

                    Das Buch ist wirklich leicht geschrieben, ich habe es in einem Zug durchgelesen, genau das richtige für einen warmen Tag am Strand, wenn man nicht allzu viel Konzentration investiert. Allerdings störte es mich doch, dass die Geschichte nicht immer ganz logisch war. Warum Lena erst als erwachsene Frau durch den Besuch Matteos auf die Idee kommt, nach der Herkunft ihrer Mutter zu forschen, sie sich also nie für deren Heimat oder den Mädchenname interessierte, war nicht so glaubhaft. Auch die Beziehung der beiden Schwestern war mir zur oberflächlich und zu klischeehaft. Kurz gesagt, die Geschichte war etwas dünn. Da hätte es schon etwas mehr Tiefgang sein können, ohne dass die Unterhaltung zu kurz kommt.

                    Das hübsche Cover macht Lust zu diesem Buch zu greifen und leider wurde meine Erwartung nicht erfüllt.

                    Elisa

                    Beiträge 38
                    17.07.2018

                      "Zwischen Dir und mir das Meer" hat mir ausgesprochen gut gefallen. Den Reiz ausgemacht hat die Erzählung auf zwei Zeitebenen, die einige unerwartete Wendungen parat hielt. Ich bin ein sehr geübter Leser und oft kann ich das Ende einer Geschichte "erahnen". Das war hier aber nicht der Fall. Die Charakteren, allen voran Lena, ihre Schwester Zoe und Matteo in der Gegenwart und Mariella in der Vergangenheit sind gut ausgearbeitet und sympathisch. Auch die Orte des Geschehens, Bella Italia auf der einen Seite, und Amrun auf der anderen Seite, tragen zum Lesevergnügen bei. Sprachlich schön gemacht und dabei leicht lesbar. Genau das richtige für einen Tag am Meer.

                      Sabine W.

                      Beiträge 10
                      14.07.2018

                        Mein zweiter Katharina Herzog Roman und noch dazu mein Ostsee-Urlaubs-Schmöker. Er ließ sich genauso federleicht lesen wie „Immer wieder im Sommer „. Trotz das die Geschichte in zwei unterschiedlichen Jahrzehnten spielt, war es flüssig und schlüssig zu lesen.
                        Jedoch gefiel mir die Story nicht so gut wie die des ersten Herzog Romans und deshalb bekommt das Buch von mir keine volle Punktzahl. Dennoch kann ich es als Urlaubslektüre nur weiterempfehlen.

                        Betty Boop

                        Beiträge 16
                        13.07.2018

                          Süüüß.
                          "Zwischen Dir und mir das Meer" ist ein sehr schöner Sommerroman.

                          Es ist eine wunderschöne Geschichte. Die Autorin schreibt lebendig und doch ganz natürlich, so, das es einem Freude macht, das Buch zu lesen. Es wird nie ausschweifend, bleibt konstant interessant und animiert einen zum weiterlesen.
                          An manchen Stellen des Romans, wo ich den Moment als sehr wichtig betrachtet habe, hat es mich gewundert, das die Autorin, dem nicht all zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, den im wirklichen Leben, würde man solche Situationen nicht belanglos überspielen. Gut, das ist jetzt meine persönliche Meinung.
                          Zum Inhalt des Buches haben sich ja nun viele geäußert, da möchte ich jetzt nicht auch noch darauf eingehen.
                          Im großen und Ganzen ist es eine schöne Sommerlektüre hinter der eine wundervolle Geschichte steckt, das Cover fand ich zwar schön und passend zur Geschichte, jedoch habe ich ein paar Anläufe benötigt um es mir zu kaufen. Doch ich habe es nicht bereut !
                          Für alle Romantiker das perfekte Buch !

                          roteanemone

                          Beiträge 28
                          12.07.2018

                            "Zwischen dir und mir das Meer" war das erste Buch, das ich von Katharina Herzog gelesen habe und es werden bestimmt noch die anderen folgen. Die Geschichte um Lena, ihre Mutter und dem geheimnisvollen Matteo hat mich ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen! Diese Mischung aus Familiengeheimnis und Liebesgeschichte ist genau das richtige für laue Sommerabende, in denen man sich ein Gläschen Limoncello genehmigt.

                            OneRedRose

                            Beiträge 13
                            08.07.2018

                              Lena ist auf Amrum geboren und aufgewachsen. Sie arbeitet als Krankenschwester im Hospiz. Ihr Vater ist Fischer und seit dem Tod seiner Frau Mariella vor vielen Jahren fast verstummt: „In gewisser Weise hatten sie nicht nur ihre Mamma, sondern auch ihren Vater ans Meer verloren.“ (S. 70). Mariella war Italienerin und ist im Meer ertrunken, als Lenas kleine Schwester Zoe erst 3 Jahre alt war.
                              Eines Tages lernt Lena den Italiener Matteo am Strand kennen. Beide haben das Gefühl, sich von irgendwoher zu kennen, aber Matteo war noch nie auf Amrum und Lena noch nie in Italien. Schon am nächsten Morgen reist Matteo überstürzt ab, zurück lässt er eine Mappe mit Fotos von Mariella, die in ihrer Jugend in Italien entstanden sind. Lenas Vater will nicht über seine Frau oder die Fotos reden, aber Zoe erkennt die Gegend auf den Bildern wieder – die Amalfiküste. Lena und Zoe reisen nach Italien, um nach ihrer Mutter zu forschen und evtl. auch Matteo zu finden, der Lena nicht mehr aus dem Kopf geht.

                              Obwohl Katharina Herzogs neuer Sommerroman auf den ersten Blick wie eine Liebesgeschichte klingt, steht diese für mich nicht im Vordergrund. Es geht vorranging um die Suche der Schwestern nach der Vergangenheit und Herkunft ihrer Mutter und damit auch nach sich selbst. Die jungen Frauen sind sehr verschieden und gehen auch unterschiedlich mit dem Verlust um.
                              Lena klammert sich an Amrum und das Meer, ist aber nie wieder schwimmen gegangen. Ihren Traum Ärztin zu werden hatte sie wegen ihrer Jugendliebe Ole aufgegeben und wurde stattdessen Krankenschwester. Sie kann ihr Leben nicht genießen, solange sie nicht mit dem Tod ihrer Mutter abschließt, findet Zoe „Schmerz geht nur weg, wenn man sich ihm stellt.“ (S. 106). Diese hingegen reist um die ganze Welt und finanziert sich durch Gelegenheitsjobs. Jeder neue Ort oder Job ist ein Abenteuer, für das sie sich neu erfindet: „Man kann alles sein, was man will.“ (S. 161). Auf der Reise müssen sich die Schwestern trotzt ihrer unterschiedliche Lebensentwürfe endlich aussöhnen und zusammenraufen.

                              In einem zweiten Handlungsstrang geht es um Mariellas Jugend und ihr einfaches Leben in Italien. Auch sie wächst ohne Mutter auf. Ihr Vater (Babbo) arbeitet hart auf einer Zitronenplantage und stellt nebenbei den besten Limoncello der Gegend her. Ihre Freundin ist die Tochter des Plantagenbesitzers und so lernt Mariella schon früh die extremen Unterschiede zwischen arm und reich kennen.

                              „Zwischen dir und mir das Meer“ ist ein Buch zum Festschmökern und hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte an keiner Stelle vorausahnen, wie die Geschichte weitergeht, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Ich habe es genossen, mit Lena und Zoe die Amalfiküste zu erkunden, die Sonne und das Meer auf der Haut förmlich zu spüren und natürliche Babbos berühmten Limoncello zu verkosten.

                              Mein Lieblingszitat ist übrigens folgendes: „Das Leben ist zum Glück keine Einbahnstraße. Anders als die Bewohner in deinem Hospiz kannst Du einfach umdrehen und eine andere Abzweigung wählen.“ (S. 274)

                              Susanne Edelmann

                              Beiträge 4
                              04.07.2018

                                Lena ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem beschaulichen Leben auf Amrum. Doch dann taucht plötzlich der Italiener Matteo auf und verschwindet ebenso plötzlich wieder. Zurück lässt er einige Jugendfotos von Lenas Mutter Mariella, die vor knapp 20 Jahren beim Schwimmen ums Leben gekommen ist. Doch wie kommt Matteo, der etwa in Lenas Alter ist, an diese Fotos? Lena beginnt mit Hilfe ihrer Schwester Zoe, Nachforschungen anzustellen. Denn Mariella stammte aus Italien, hat aber nie über ihr Leben dort gesprochen, die beiden jungen Frauen wissen nicht einmal, ob es womöglich in Italien noch Verwandtschaft mütterlicherseits gibt.

                                So brechen die beiden schließlich selbst auf an die malerische Amalfiküste, wohin eine vage Spur sie führt. Und tatsächlich finden sie dort ihren Großvater, der jedoch nicht bereit ist, mit ihnen über die Vergangenheit zu sprechen. Und auch Matteo treffen sie wieder und bald stellt sich heraus, dass es eine Verbindung zwischen seiner und Mariellas Familie geben muss. Doch warum ist Mariellas Vater bis heute schlecht auf Matteos Familie zu sprechen? Was ist damals vorgefallen, das Mariella dazu veranlasst hat, fluchtartig ihre Heimat zu verlassen und nie wieder zurückzukehren?

                                Das Buch ist abwechselnd aus Lenas und Mariellas Sicht, folglich also auch auf zwei Zeitebenen geschrieben und das macht es von Anfang an unglaublich spannend. Wie schon in Katharina Herzogs Vorgängerroman „Immer wieder im Sommer“ hat mir auch hier wieder sehr gut gefallen, wie einfühlsam die Autorin die zwischenmenschlichen Beziehungen der Romanfiguren beschreibt. Die Konflikte, wie sie wohl in den meisten Familien vorkommen (Eifersucht zwischen Geschwistern, Eltern, die mehr mit den eigenen Problemen als mit ihren Kindern beschäftigt sind), werden so geschildert, dass ich mich beim Lesen in alle Beteiligten gut hineinversetzen konnte. Und die Geschichte um Mariellas Geheimnis ist wirklich so packend und nimmt eine für mich so unerwartete Wendung, dass ich das Buch kaum mehr weglegen konnte.

                                Nebenbei machte mir die Lektüre wieder einmal Lust darauf, die Amalfiküste zu bereisen und, wenn sich das schon nicht gleich in die Tat umsetzen lässt, dann doch wenigstens ein Fläschchen Limoncello zu öffnen. Fazit: Eine wunderbare Sommerlektüre mit Tiefgang.

                                BOOKSLOVE1511

                                Beiträge 7
                                15.06.2018

                                  Zitronig, erfrischend, gut...

                                  Für mich geht eine Reise mit dem Wohlgefühlen im Bauch und lächeln im Gesicht zu Ende denn ich war in Italien, an der Amalfi Küste. Ich hab zwischen Skala und Ravello Treppen gestiegen, mit Mariella auf den Zitronenbäumen geklettert, mit Francesca schwimmen gegangen. Ich hab in der Sonne gebadet, noch mit einer Salzkruste auf der Haut mit Antonio Zitronen gepflügt, Limoncello gekocht. Nach einer wilden Vespa fahrt und mit zerzausten Haaren hab ich mit Mateo das weltbeste Zitroneneis gegessen und mit Zoe kopfüber von Klippen ins eiskalten Meer gesprungen. Mit den Duft von Wildkräutern in der Nase, Sand zwischen den Zehen, und im Gedanken versunken habe ich mit Lena an der Promenade spaziert, Meerglas gesammelt, gelacht, geliebt.

                                  Eine wundervolle, herzzerreißende, leichter Sommerroman. Sehr sympathische Charaktere, sehr bildlich geschriebene und atemberaubende Kulissen. Leichter, flüssiger Schreibstil, der die Leser sofort in seinen Bann zog. Eine großartige, sehr gut gelungene Mischung von Familiendrama, Sommerromanze mit Urlaubsfeeling. Verblüffende Wendungen der die Leser in der Spur hält und von Amrum nach Italien entführt. Ich habe das genossen...!
                                  Von mir eine absoluten Leseempfehlung!

                                  steffi_the_bookworm

                                  Beiträge 16
                                  15.06.2018

                                    "Zwischen dir und mir das Meer" ist für mich das zweite Buchvon Katharina Herzog und auch dieses hat mir wieder sehr gut gefallen.

                                    Die Geschichte von Lena auf den Spuren ihrer Mutter und auch ihr Verhältnis zu ihrer Schwester Zoe fand ich sehr interessant und konnte mich komplett in das Buch hineinziehen. Ich fand Lena als Charakter sehr gut dargestellt, sie wirkte auch sehr authentisch mit ihren Ängsten und Unsicherheiten. Zoe war das komplette Gegenteil, aufgeschlossen und immer unterwegs. Diese Gegensätze haben die Schwesternbeziehung sehr interessant gemacht.

                                    Die Vergangenheitsgeschichte fand ich ebenfalls sehr interessant und gut mit der Gegenwart verknüpft. Ich war die ganze Zeit neugierig woher der Streit zwischen den beiden Familien herrührte.

                                    Die Auflösung hat mir gut gefallen und war mal ein anderer Ansatz. Lediglich die Situation von Zoe fand ich ein wenig zu übertrieben und zu dramatisch.

                                    Ein besonderes Highlight war die Atmosphäre, sowohl auf Amrum als auch an der Amalfiküste. Man merkte, dass die Autorin sich mit den Gegebenheiten beschäftigt und auch besucht hat, denn man findet ihre Begeisterung für die Landschaft und Orte in den Worten der Charaktere wieder.

                                    "Zwischen dir und mir das Meer" ist zum einen ein leichter Sommerroman, zum anderen aber auch mit einer etwas tragischen Familiengeschichte.

                                    Steffi26.

                                    Beiträge 31
                                    03.06.2018

                                      Eine Reise ins wunderschöne Italien, eine spannende Familiengeschichte, lustige Momente und eine neue Liebe und dies alles in einem Buch.
                                      Lena macht sich gemeinsam mit ihrer aufgedrehten Schwestet Zoe auf dem Weg um mehr über die Herkunft ihrer Mutter zu erfahren. Die Reise ist mit Hindernissen verbunden und gibt den Geschwistern Antworten.

                                      Das Buch ist spannend geschrieben und gibt dem Leser einen Einblick in Lenas Welt. Ich konnte es spätestens nach der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen und finde es sogar noch besser als ,,Immer wieder im Sommer".
                                      Wer Freude an Familienromanen mit Suche nach der Vergangenheit hat, sollte dieses Buch lesen.

                                      Orangetree

                                      Beiträge 15
                                      27.05.2018

                                        Im beschaulichen Amrum lebt Lena. Sie arbeitet tagsüber im Hospiz und hat eine kreative Ader, sie sammelt Meerglas und produziert daraus Schmuck. Ihr Leben stellt sich auf den Kopf, als ein italienischer Hotelgast auf der Insel auftaucht, um kurz darauf hektisch wieder abzureisen.

                                        Er vergisst allerdings ein wichtiges Objekt auf der Insel: Eine Ledermappe, in der sich ein Foto von ihrer Mutter findet. Fragen kann Lena ihre Mutter nicht mehr – sie verschwand auf dem Weg zum Baden vor über 20 Jahren.

                                        Möchte Lena herausfinden, was es mit den Fotos auf sich hat, muss sie den mysteriösen Italiener selber finden. Sie stellt sich dem Abenteuer und reist mit ihrer Schwester Zoe los, um den Unbekannten zu finden.

                                        Mehr möchte ich nicht verraten, nur so viel: Das Buch ist flüssig und leicht zu lesen und ideal für den anstehenden Sommerurlaub (vielleicht in Italien ;)). Es gibt zwei Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten, ich lese solche Erzählungen sehr gerne und tauche in zwei parallel laufende Geschichten ein.

                                        jackleser

                                        Beiträge 35
                                        27.05.2018

                                          Bereits das Cover stimmt auf eine sommerliche Geschichte ein und passt somit perfekt ans Setting der Amalfiküste. Der Titel bleibt zunächst etwas geheimnisvoll.

                                          Katharina Herzog erzählt die Geschichte in zwei Zeit- und Perspektivebenen. Zum einen natürlich Lenas Geschichte in der Gegenwart, zum anderen kleine Einblicke in das Teenagerleben ihrer Mutter Mariella in den 1970ern. Die zweite Ebene fand ich besonders spannend und für meinen Geschmack hätte sie gern auch noch ausführlicher sein können.

                                          Lena war mir als Figur durchaus sympathisch, allerdings dachte und handelte sie in einigen Situationen doch sehr stereotyp und fast etwas naiv. In meinen Augen entwickelt sie in dem kurzen Moment mit Matteo zu Beginn der Geschichte zu viele Gefühle und scheint später gar nicht mitzubekommen, dass es ihrer Schwester nicht so gut geht, was für mich als Leser offensichtlich war.

                                          In der Ebene von Mariella gelang es der Autorin deutlich besser, Atmosphäre und Gefühle zu transportieren. In Lenas Teil blieb mir insbesondere am Anfang alles etwas zu blass. Ansonsten ist die Geschichte aber sehr schön konzipiert und geschrieben. Die Spurensuche der Schwestern war spannend zu verfolgen und auch nachdem sie „angekommen“ sind, gibt es noch vieles herauszufinden und aufzulösen. Als leichte Sommergeschichte kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

                                          archer2603

                                          Beiträge 17
                                          25.05.2018

                                            Zwischen dir und mir das Meer von Katharina Herzog aus dem Hause Rowohlt

                                            Klappentext:
                                            "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!"

                                            "Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet.
                                            Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
                                            Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden.
                                            Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, dwie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ..."

                                            Persönliche Meinung:

                                            Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte wechselt immer zwischen der Erzählung von Lena in der Geganwart und der Erzählung ihrer Mutter Mariella in deren Kindheit in Italien. So bekommt man Stück für Stück einen Einblick, wie es ihrer Mutter früher ergangen sein muss.

                                            Mir waren die Protagonisten sehr sympatisch. Lena ist eine liebenswerte und herzliche Person. Ihre Schwester Zoe ist dagegen etwas spontaner und direkter. Ich fand es sehr spannend, wie die Geschichte verlief, obwohl die beiden Schwestern so verschieden sind.

                                            Der Schreibstil ist flüssig und verführt einen auf eine Italienreise mit Lena und Zoe. Es war sehr spannend zu erleben, was mit ihrer Mutter passiert war und warum sie auf Amrum oft bedrückt und unglücklich war. Das Cover ist wunderschön geworden.

                                            Sehr unterhaltsame Geschichte und absolut zu empfehlen 5*****

                                            Tine_1980

                                            Beiträge 10
                                            23.05.2018

                                              Lena lebt zurückgezogen auf Amrum. Ihre Mutter, die gebürtige Italienerin ist, ist vor 20 Jahren zum Schwimmen gegangen und nicht wieder gekommen.
                                              Als sie eines Tages auf den Italiener Matteo trifft, knistert es völlig unerwartet. Doch am nächsten Tag ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds verschwunden. In seinem Hotel hat er eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Bilder ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist sie an die Amalfiküste, um endlich etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren und um Matteo vielleicht wiederzufinden.

                                              Das Buch hat mich zwar nicht an die Amalfiküste begleitet, aber es kam mit mir doch bis nach Italien in den Urlaub und hat mir für eine gewisse Zeit, die Stunden versüßt.
                                              Lena ist durch den Tod ihrer Mutter vorsichtig geworden, in Amrum lebt sie in ihrer sicheren Umgebung ihr Leben. Ihr Vater ist öfters auf dem Meer als daheim anzutreffen, ihre Oma kommt auch gut zurecht und ihre Schwester Zoe ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Lena, weltoffen, wenn möglich nicht lange an einem Ort und setzt sich gerne Gefahren aus.
                                              So ist die Reise für Lena eine große Herausforderung, hat sie Amrum doch noch nie verlassen.
                                              Und doch findet sie sich gerade auf dieser Reise erst selbst, kommt mit ihrer Vergangenheit in Berührung und muss mit vielen Hochs und Tiefs zurechtkommen. Auch mit ihrer besonderen Verbindung zu Matteo muss sie sich auseinandersetzen und lernt sich auch hier von einer ganz anderen Seite kennen.
                                              Man lernt in diesem Roman auch die Gegend rund um Neapel mit dem Vesuv, den Zitronenhainen und den typischen Italienern kennen und kann sich durch die bildhafte Beschreibung alles sehr gut vorstellen und flaniert mit Lena und Matteo an der Amalfiküste entlang, besucht die Städte und kann die Hitze dort und zwischen Lena und Matteo gut nachempfinden.
                                              Der Schreibstil von Katharina Herzog ist gewohnt flüssig und die Geschichte wird spätestens ab der Ankunft in Italien immer interessanter. Mit dem Verlauf der Geschichte möchte man doch immer dringender wissen, was damals vorgefallen ist. Was hat zu der Zerrüttung zwischen den Familien und zwischen Mariella und ihrer eigenen Familie geführt. Viele Fragen, die aber bis zum Ende der Geschichte geklärt werden.
                                              Ich mochte alle Charaktere, da jeder auf seine eigene Art sympathisch und eigen war. Vom brummigen Antonio, über das ungleiche Geschwisterpaar, bis hin zum schönen Matteo. Auch die Nebencharaktere waren toll gezeichnet, alle auf eine ganz besondere Art mit ihren Macken und Kanten und ihrer ganz eigenen Liebenswertigkeit.

                                              Wer einen schönen Sommerroman sucht, der einen ins schöne Italien transportiert, ein bisschen Liebe, aber auch eine tolle Familiengeschichte bereithält, kann hier auf jeden Fall zugreifen. Toll zu Lesen und man glaubt fast den Limoncello auf der Zunge zu schmecken.

                                              Nava

                                              1 Beitrag
                                              21.05.2018

                                                "Zwischen dir und mir das Meer" war ein wunderbares Leseerlebnis. Es war eine große Freude, Lena auf der spannenden Suche nach der Vergangenheit zu begleiten.
                                                Katharina Herzog versteht es, Orte atmosphärisch zu beschreiben. Auch vom Sprachfluss her angenehm zu lesen, konnte ich das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen.
                                                Geschickt verwob die Autorin Erzählstränge aus der Vergangenheit und Gegenwart, so dass man zusammen mit Lena die Rätsel um Herkunft und Verschwinden der Mutter enträtseln konnte. Ein Mensch ist ja immer auch die Summe seiner Erfahrungen und so erklärte sich nach und nach, weshalb Lena, ihre Schwester Zoe und die anderen Hauptpersonen geworden sind, wie sie sind.
                                                Der Roman zeigt uns aber auch, dass niemand "Gefangener des Schicksals" bleiben muss; eine spontane Entscheidung genügt, um seinem Leben eine neue Richtung zu geben und freier zu werden. Zuletzt wagt es Lena auch, die - verständliche - Furcht vor dem Meer zu überwinden.
                                                Dem Leser bleibt die Gewissheit, dass jeder sein Glück finden kann, wie schwierig sein Leben bisher auch verlaufen sein mag.
                                                Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf weitere Romane von Katharina Herzog.

                                                AL

                                                1 Beitrag
                                                20.05.2018

                                                  Der Klappentext:

                                                  Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!

                                                  Lena führt ein zurückgezogenes Leben auf Amrum. Sie sammelt Meerglas am Strand, das sie zu Schmuck verarbeitet. Damit möchte sie sich etwas von dem zurückholen, was ihr die See einst genommen hat: Vor fast 20 Jahren ist Lenas Mutter, eine gebürtige Italienerin, morgens zum Schwimmen gegangen und nie zurückgekehrt.
                                                  Als Lena eines Tages auf dem Heimweg den Italiener Matteo trifft, knistert es überraschend heftig zwischen den beiden. Aber am nächsten Morgen ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds fort. Er hat eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet: so strahlend, wie Lena sie nie erlebt hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren - und um Matteo, den Mann mit den meergrünen Augen, wiederzusehen ...

                                                  352 Seiten lang spannt Katharina Herzog den Leser auf die "Folter", bevor sich endlich alle Geheimnisse um die Familien Sanders und Forlani lüften, dabei nimmt sie uns mit auf Amrum und an die Amalfiküste.

                                                  Lena arbeitet in einem Hospiz und lebt bei ihrer Oma Hilde und ihrem Vater Knut auf Amrum. Ih Vater hat sich seit dem Tod seiner Frau Mariella sehr zurückgezogen. Lena ist ebenfalls noch nicht bereit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zu viele Fragen sind non ungeklärt: Warum hat ihre Mutter sie verlassen? War es wirklich ein Unfall?
                                                  Angespannt ist auch das Verhäktnis zu ihrer Schwester Zoe, die noch relativ jung war, als ihre Mutter starb und mit der Vergangenheit bereits abgeschlossen hat. Zoe verließ bereits vor einiger Zeit Amrum und ist seitdem überall in der Welt zu Hause.
                                                  Das plötzliche Auftauchen des Italieners Matteo bringt das beschauliche Leben von Lena gehörog durcheinander. So schnell wie er da war, ist er auch wieder verschwunden. Hinterlassen hat er lediglich Fotos von Mariella, weshalb Lena sich auf den Weg nach Italien macht. Begleitet wird sie von ihrer Schwester Zoe. Die beiden versuchen, endlich wieder normal miteinander zu sprechen und sich wieder anzunähern. In Italien stoßen sie auf ihren Großvater und auf die Forlanis. Die Puzzleteile lassen sich nach und nach zusammensetzen und die beiden erfahren nun endlich nach all der langen Zeit den Grund, warum ihre Mutter damals Italien verlassen hat und im hohen Norden nochmal bei Null angefangen hat.

                                                  Das Buch liest sich sehr angenehm, der einzige Grund, warum ich bei 4 Sternen bleibe, ist der, dass ich bis zuletzt kein Bild von Lena oder Matteo im Kopf hatte und ich die Figuren nie als Ganzes vor mir gesehen habe.

                                                  XY

                                                  Beiträge 14
                                                  19.05.2018

                                                    Gerade erst habe ich das Buch zu Ende gelesen und wollte gleich meinen Eindruck schildern:
                                                    "Zwischen mir und dir das Meer" überzeugt optisch einfach schon durch die lebensfrohen Farben und die ansprechende Gestaltung!
                                                    Der Klappentext lässt zunächst zwei Handlungsstränge erahnen, zum einen geht es um Lenas Mutter, die vor über 20 Jahren nicht vom Schwimmen im Meer zurückgekehrt ist, zum anderen um das, was die erste Begegnung zwischen Lena und Matteo losgetreten hat. Im weiteren Verlauf entpuppt sich die ganze Geschichte darüber hinaus zu einer Geschichte über endgültigen Abschied, Familien, auf den Spuren der Vergangenheit sowie einer Geschichte über zwei Schwestern, die sich - aus nachvollziehbaren Gründen - voneinander distanziert haben und durch das plötzliche Auftreten des gutaussehenden Italieners Matteo und seine vergessenen Bildern wieder einen gemeinsamen Weg finden müssen.
                                                    Katharina Herzog schreibt sehr lebendig und beim Lesen hört man schon fast das Rauschen des Meeres und hat einen leichten Zitronenduft in der Nase.
                                                    Gerne habe ich die Geschichte aus Lenas Sicht verfolgt. Zwischendurch erfuhr man über Rückblenden, wie sich das Leben von Lenas Mutter Mariella, die aus Italien stammt, entwickelt hat. Erst am Ende lösen sich alle Geheimnisse auf und die verwobenen Erzählstränge ergeben eine wunderbare und unterhaltsame Geschichte!

                                                    Lesegenuss

                                                    Beiträge 24
                                                    19.05.2018

                                                      Der Roman "Zwischen dir und mir das Meer" beginnt mit dem Prolog im Spätsommer 1972 in Ravello, Italien. Dort begegnen sich die beiden Mädchen Mariella und Francesca das erste Mal. Letztgenannte ist die Tochter des neuen Chefs von Mariellas Vater. Salvatore Forlani war im Geschäft mit Zitronen und Francesca lebte von nun an mit ihrer Familie dort in einer Villa. Mariellas Vater arbeitete für Salvatore, besaß selbst ein kleines Stück Land mit Zitronenbäumen. Daraus stellt er Limoncello her. Doch das perfekte Rezept dafür hat er noch nicht gefunden. Weitere Familie hat Mariella nicht.
                                                      In der Gegenwart lernt der Leser Lena kennen. Die junge Frau lebt auf Amrum und arbeitet dort in einem Hospiz. Vor gut 20 Jahren war ihre Mutter Mariella nicht mehr aus dem Meer zurückgekehrt. Seitdem scheute sie das Wasser. Lena lebt mit ihrem Vater und Oma Hilde zusammen. Dann lernt sie eines Tages einen Mann kennen, der auf der Suche war. Durch Zufall gerät Lena an eine Mappe mit Bildern, die dieser im Hotel vergessen hatte, auf denen ihre Mutter in jungen Jahren zu sehen ist.
                                                      Rechtzeitig zu Oma Hildes achtzigsten Geburtstag taucht Lenas jüngere Schwester Zoe wieder auf. Sie ist das genaue Gegenteil von Lena, quirlig, lebenslustig, eine Weltenbummlerin.
                                                      Kurzum machen sich beide auf den Weg nach Italien, um mehr über die Bilder und der Familie ihrer Mutter zu erfahren. Warum war diese in jungen Jahren von Italien nach Deutschland gekommen?
                                                      Die von Mariella erzählte Geschichte der Vergangenheit wird textlich anders dargestellt. Es war schon interessant zu lesen, die Entwicklung der Freundschaft zwischen Mariella und Francesca. Nach und nach entblättert sich die Geschichte um die beiden Familien der Mädchen. Es hat berührende Momente, für die damalige Zeit vielleicht etwas ungewöhnlich. Doch mir fehlte hier über weite Abschnitte das gewisse Etwas. Sowohl in den Rückblenden als auch in der Gegenwart wurde mir einfach zu sehr ausgeholt, halt mehr als nötig in die Länge gezogen.
                                                      In der Vergangenheit geht es um zwei Mädchen/Frauen, deren Freundschaft in die Brüche geht. Der Preis war sehr hoch gewesen für eine von ihnen.
                                                      Was die Protagonisten des Romans betrifft, mss ich sagen, dass ich nicht alles immer gut fand oder nachvollziehen konnte. Auch war mir die Ausgangslage ein bisschen konstruiert, das geführte Leben der Charaktere nicht, aber doch schon vorhersehbar.
                                                      "Zwischen dir und mir das Meer", eine Familien(Liebes)-Geschichte, mit Charakteren, die mich nicht völlig überzeugen konnten. Aber ich gebe trotzdem meine Leseempfehlung.

                                                      buchzauber

                                                      Beiträge 15
                                                      16.05.2018

                                                        Wenn ich schon nicht nach Italien reisen kann, dann kann ich mich immerhin dahin lesen – also war ich auf der Suche nach sommerlicher Lektüre und schon das Cover sprach mich sehr an. Der Klappentext war auch vielversprechend. Daher musste ich das Buch lesen. Der Schreibstil ist so flüssig, dass ich das Buch dann auch fast in einem Rutsch gelesen habe. Natürlich lag das auch an der schönen Beschreibung der Gegend und der interessanten Geschichte. Die Charaktere und ihre Entwicklung fand ich größtenteils sehr unterhaltsam, wenn auch manches erst nach und nach deutlich wurde. Die verschiedenen Erzählebenen waren geschickt gewählt und ich musste einfach wissen, wie die Geschichte endet. Ich wurde nicht enttäuscht und kann das Buch wirklich nur empfehlen.

                                                        Nabura

                                                        Beiträge 28
                                                        11.05.2018

                                                          Lena Sanders lebt und arbeitet auf Amrum. Als sie eines Tages nach einer Nachtschicht im Hospiz nach Hause kommt, steht ein attraktiver Fremder vor ihrer Tür, der die Familie Sanders sucht. Er gibt vor, Eier bei ihrer Großmutter kaufen zu wollen. Doch als er hört, das Lenas italienische Mutter Mariella vor fast zwanzig Jahren gestorben ist, ist er im Nu wieder von der Insel verschwunden. Lena hat nur einen Namen – Matteo Forlani – und Fotos, die er versehentlich im Hotel zurückgelassen hat. Ausgerechnet von ihrer Mutter in jungen Jahren! Gemeinsam mit ihrer Schwester Zoe macht sich Lena auf an die Amalfiküste, um mehr darüber herauszufinden, warum ihre Mutter damals Italien verlassen hat.

                                                          Im letzten Jahr konnte mich bereits „Immer wieder im Sommer“, der erste Amrum-Roman der Autorin begeistert. Dort spielt Lena bereits eine kleine Rolle, und ich habe mich sehr gefreut, dass sie in „Zwischen dir und mir das Meer“ nun zur Protagonistin wird. Der Prolog nimmt den Leser mit nach Ravello im Jahr 1972, wo Lenas Mutter Mariella zum ersten Mal Francesca Forlani begegnet, der Tochter des neuen Chefs ihres Vaters.

                                                          In der Gegenwart ist Mariella schon seit fast zwanzig Jahren tot. Sie ist eines Tages aufs Meer hinausgeschwommen und nicht mehr zurückgekehrt. Lena lebt bei ihrem Vater und ihrer Oma. Als Matteo Forlani vor ihrer Tür steht, bringt das ihr Leben ganz schön durcheinander. Zwar ist er nach wenigen Minuten wieder verschwunden, doch die Fotos ihrer Mutter in jungen Jahren, die er im Hotel vergisst, wecken Lenas Neugier. Mariella hat nie irgendetwas über ihr Leben in Italien erzählt. Warum hat sie das Land überhaupt verlassen?

                                                          Ich fand es nachvollziehbar, dass Lena nach diesem Fund nach Italien fahren will. Gut hat mir gefallen, dass ihre Schwester Zoe sie begleitet, die gerade für eine kurze Pause von ihrer beständigen Weltreise nach Amrum gekommen war. Die beiden sind ganz unterschiedlich und ihr Umgang miteinander nicht ganz unbefangen. Was ist zwischen ihnen vorgefallen? Die Fotos ihrer Mutter geben Hinweise, wo sie suchen müssen, sodass sie schon bald an der Amalfiküste eintreffen. Dort begeben sie sich auf Spurensuche, machen überraschende Entdeckungen und erleben abenteuerliche Momente.

                                                          Immer wieder springt das Buch in die Vergangenheit und berichtet von der Freundschaft zwischen Mariella und Francesca. Während Francescas Vater zu Mariella immer nett ist, erfährt diese von ihrem eigenen Vater, dass er ein rücksichtsloser Chef ist. Können die beiden trotzdem beste Freundinnen sein? Man begleitet sie über mehrere Jahre, in denen sie langsam erwachsen werden. Dabei hätte ich mir noch tiefere Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, denn einiges kam für mich überraschend.

                                                          An Lenas Seite verbringt man als Leser eine aufregende Zeit in Italien. Lena muss vieles hinterfragen, denn sie erfährt ganz neue Dinge über ihre Mutter und deren Familie, verliebt sich, muss sich mit ihrer Schwester arrangieren und schmiedet Pläne für die Zukunft. Die Geschichte hat schöne und romantische, aber auch berührende Momente, was sie zu einem gelungenen Gesamtpaket macht.

                                                          In „Zwischen dir und mir das Meer“ reist Lena mit ihrer Schwester Zoe von Amrum an die Amalfiküste, um mehr über ihre verstorbene Mutter herauszufinden, welche die Gegend als Teenager auf Nimmerwiedersehen verlassen hat. Das Buch bietet eine interessante Spurensuche, bei der es um Familie, Freundschaft und Liebe geht. Über Mariellas Gefühlsleben hätte ich gerne noch mehr erfahren. Ich vergebe 5 Sterne.

                                                          vronika22

                                                          Beiträge 12
                                                          07.05.2018

                                                            Inhalt:
                                                            Lena lebt auf Amrun. Sie ist schon länger wieder Single, da ihr Ex Gefühle für ihre jüngere Schwester Zoe hatte und sich daher von ihr getrennt hatte. Obwohl Zoe keine Schuld daran trug, ist das Verhältnis zwischen den beiden seitdem alles andere als gut.

                                                            Ihre Mutter ist vor 20 Jahren spurlos verschwunden, als sie ins Meer zum Baden gegangen ist. Man nimmt an, dass sie ertrunken ist. Aber da ihre Leiche nie gefunden wurde, ist auch Selbstmord nicht ganz auszuschließen.
                                                            Als nun der Italiener Matteo in Amrun auftaucht, erkennt Lena, dass dies eine Spur in die Vergangenheit ihrer Mutter ist. Zusammen mit Zoe macht sie sich auf den Weg nach Italien.

                                                            Meine Meinung:
                                                            Das Cover ist ein richtig toller Blickfang und wunderschön. MIt seinen frischen Farben lässt es schon direkt Urlaubs- und Sommerfeeling aufkommen.

                                                            Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr lebendig und bildhaft, so dass man sich fast selbst vor Ort fühlt und beim Lesen sozusagen selbst nach Amrun und Italien reist.

                                                            Obwohl der Roman ist zwei unterschiedlichen Zeitsträngen geschrieben ist, so ist alles sehr verständlich dargestellt.
                                                            Ein Zeitstrang rankt sich um die Kindheit und Jugend der Mutter vor mehr als 30 Jahren. Dieser Erzählstrang wechselt sich immer mit Lenas Erlebnissen der Gegenwart aus Amrun und Italien ab.

                                                            Obwohl es sich um einen schönen Wohlfühl- und Sommerroman handelt, bringt Katharina Herzog zusätzlich wieder viel Tiefe rein. So geht es in weiten Strecken auch um sehr ernste Themen, wie Tod und Loslassen, oder um Selbstfindung und Vergangenheitsbewältigung.

                                                            Eine bedeutende Rolle spielen die beiden Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten, aber trotzdem beide sehr authentisch und sympathisch bei mir ankamen. Schön fand ich es auch, wie die beiden sich einander wieder angenähert haben.

                                                            Auch eine zarte Liebesgeschichte ist in den Roman eingebunden, die aber nie im Vordergrund stand.

                                                            Auch wenn der Inhalt teilweise etwas vorhersehbar war, so hatte Katharina Herzog am Ende eine dicke Überraschung für mich parat.

                                                            Alles in allem wieder ein wunderschöner Sommerroman, der sich absolut gut lesen lässt und erneut Lust auf mehr von Katharina Herzog macht.

                                                            nicole_pichler

                                                            Beiträge 15
                                                            05.05.2018

                                                              Meine Meinung:

                                                              Lena ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin. Ich mochte sie von Anfang an und ich konnte ihre Beweggründe verstehen, nach Italien reisen zu wollen, um dort die Wurzeln ihrer Mutter zu finden. Wenn jemand wie Matteo plötzlich auftaucht und dann noch Bilder der verstorbenen Mutter hinterlässt, würde ich auch hellhörig werden und vermutlich herausfinden wollen was da los ist.
                                                              Lena macht sich mit ihrer Schwester Zoe auf eine interessante Reise an die Amalfiküste.
                                                              Ich fand die Reise nach Italien richtig schön. Die Autorin hat einen wunderbaren fesselnden und flüssigen Schreibstil. Ich bin von der ersten Seite an sofort in den Roman eingetaucht und konnte ihn nicht mehr loslassen.
                                                              Mir haben die Beschreibungen der Amalfiküste sehr gut gefallen und es war schön zu sehen, wie die Schwestern nach ihren Wurzeln suchen. Am liebsten wäre ich selber sofort dorthin gereist, denn es scheint eine ganz bezaubernde und wunderschöne Gegend zu sein. Die Zitronenbäume mit ihren riesigen saftigen Früchten stehen mir jetzt noch vor Augen.
                                                              Dieser Roman ist nicht nur eine schöne Geschichte, die einen vom Alltag ablenkt. Es ist zugleich eine romantische und eine wunderbare Familiengeschichte. Natürlich kommen auch hier einige unschöne Dinge ans Licht, aber in welcher Familie gibt es keine Geheimnisse? Und irgendeinen Grund musste es ja auch geben, dass Lenas Mutter Italien vor vielen Jahren verlassen hat.
                                                              Ich fand diesen wunderbaren Sommerroman rundum gelungen. Es ist eine in sich runde Geschichte und ich habe sehr genossen dieses Buch zu lesen. Ich möchte es auf keinen Fall missen.
                                                              Man wird richtiggehend in eine andere Welt katapultiert und kann den Alltag komplett ausblenden.

                                                              Von mir bekommt der Roman von Katharina Herzog 5 Sterne und eine Sommerleseempfehlung.

                                                              schnäppchenjägerin

                                                              Beiträge 54
                                                              04.05.2018

                                                                Lena wohnt auf der Insel Amrum, wo sie in einem Hospiz arbeitet. Seit ihre Mutter vor fast 20 Jahren bei einem Badeunfall ums Leben gekommen ist, beschäftigt sich Lena mit dem Tod.
                                                                Sie begegnet flüchtig dem attraktiven Italiener Matteo und möchte ihn näher kennenlernen. Als sie ihn in seinem Hotel aufsuchen möchte, ist er bereits abgereist und hat eine Mappe mit Fotos zurückgelassen. Sie erkennt auf diesen ihre Mutter Mariella wieder, die auf den Fotos so glücklich wirkte, wie sie Lena nie erlebt hat.
                                                                Lena möchte nun endlich wissen, was Ende der 70er-Jahre vorgefallen ist, dass ihre Mutter ihre Heimat Italien verlassen hat und in Deutschland nie glücklich geworden ist. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist sie an die Amalfiküste, um nach Verwandten zu suchen und trifft dort nicht nur zum ersten Mal auf ihren Großvater Antonio, sondern sieht auch Matteo wieder.

                                                                "Zwischen dir und mir das Meer" wird überwiegend aus der Sicht der etwas unsicheren Lena erzählt. In Rückblenden erhält man Einblick in die Jugendjahre von Lenas Mutter, Mariella, von 1972 bis es zum Bruch mit ihrer Familie 1978 kam und sie als Aupair nach Norddeutschland gelangt ist.

                                                                Lena ist ein Mensch, der ein eher beschauliches Leben auf Amrum führt und wenig aus sich heraus geht. Sie schleppt Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum, die sie nicht verarbeitet hat. Ihre Schwester Zoe ist da Gegenteil von ihr. Sie ist sehr lebhaft, reist unbeschwert mit einem Rucksack um die Welt, genießt ihre Unabhängigkeit und lebt von einem Tag auf den nächsten. Zoe liebt es, zu flirten und steht gern im Mittelpunkt, wodurch sich Lena schon immer zurückgesetzt fühlte und worunter ihr Selbstbewusstsein leidet.

                                                                Anders als das Cover und der lockere Spruch "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!" vermuten lässt, ist das Buch kein heiterer Sommerroman, sondern zunächst eher etwas melancholisch. Lena hat schon als kleines Mädchen ihre Mutter verloren, die wiederum ihre Heimat verlassen, die Gründe jedoch verschwiegen hat. Lena kennt ihre Familie mütterlicherseits gar nicht und weiß nicht, was in der Vergangenheit vorgefallen ist. Sie macht sich auch Gedanken darüber, ob der Tod ihrer Mutter wirklich ein Badeunfall war oder ob sie sich gar das Leben genommen hat.
                                                                In Italien macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und versucht mit Hilfe von Matteo etwas über die Vergangenheit ihrer beider Familien zu erfahren. Dabei kommt Lena auch ihrer Schwester Zoe näher, die viel lebhafter und lebensbejahender als sie selbst ist.

                                                                Der Roman entführt den Leser nach Italien an die Amalfiküste, nach Neapel, die Zitronenhaine von Lenas Familie, Sizilien und Capri und weckt damit die Sehnsucht nach Urlaub und Sommer.
                                                                Es geht um die Aufklärung der Vergangenheit und die Entwicklung von Lenas Persönlichkeit, so dass die Liebesgeschichte nur eine untergeordnete Rolle spielt.

                                                                Man begleitet Lena, einen Nebencharakter aus "Immer wieder im Sommer", auf den Spuren der Vergangenheit. Lena muss endlich erfahren, was mit ihrer Mutter passiert ist, was dazu geführt hat, dass sie ihr geliebtes Italien verlassen hat und mit ihrer Familie gebrochen hat. Erst dann kann Lena für sich einen Abschluss finden, ihr eigenes Leben leben, Vertauen fassen und sich für die Liebe öffnen.

                                                                "Zwischen dir und mir das Meer" ist ein Roman über Familie, eine (unerfüllte) Liebe, eine komplizierte Schwesternbeziehung und eine Suche nach den eigenen Wurzeln. Ich hätte mir noch einen tieferen Einblick in Mariellas Gefühlswelt gewünscht, gerade weil man sie in Rückblenden als Teenager und junge Frau erlebt. Auch fand ich den Abbruch ihrer Beziehungen nach Italien nicht ganz nachvollziehbar und warum vor allem Lena nicht schon längst versucht hat, die zweite Hälfte ihrer Familie zu finden, um Frieden mit ihrer Mutter zu schließen, von der sie sich im Stich gelassen fühlte. Erst der Besuch Matteos auf Amrum hat dafür den Stein ins Rollen gebracht.

                                                                KerstinT

                                                                Beiträge 40
                                                                04.05.2018

                                                                  Schöner, sommerlicher Roman

                                                                  Auf Amrum lebt Lena ein beschauliches Leben. Eines Tages trifft sie vor dem Haus auf einen fremden Mann – Matteo. Er behauptet er möchte Eier kaufen, doch irgendwas beunruhigt Lena an ihm. Daraufhin sucht sie ihn in seinem Hotel. Doch dort trifft sie ihn nicht mehr an. Er ist überraschend abgereist. Dafür findet sie in seinem Zimmer Bilder ihrer verstorbenen Mutter. Lena will Gewissheit und macht sich auf den Weg nach Italien, um Matteo zur Rede zu stellen.

                                                                  Erzählt wird die Handlung auf zwei Zeitebenen. Zum einem kommt Lenas verstorbene Mutter, Mariella, zu Wort. Der Leser erlebt dadurch Italien, die Amalfiküste, der 70er Jahre. Zum anderen erfährt der Leser die Gegenwart aus Lenas Sicht. Mariella wuchs allein mit ihrem Vater auf, der in der Zitronenwirtschaft tätig ist. Mariella lernen wir als aufgeschlossene und muntere Person kennen. Von Lena lernen wir, dass Mariella auf Amrum ganz anders war. Sie war eher verschlossen und sprach immer von „der Kälte“. Was passierte in Italien, dass Mariella sich auf nach Deutschland machte und mit ihrer Vergangenheit abschloss? Lena hingegen ist eine junge Frau, die das Vertrauen in die Menschen verloren hat und mittlerweile eher zurückgezogen lebt. Man hofft mit ihr mit, dass sie in Italien Antworten bekommt.
                                                                  Der Schreibstil von Katharina Herzog ist super. Ich habe letzten Sommer schon ihren anderen Roman „Immer wieder im Sommer“ verschlungen. Außerdem habe ich schon ein paar ihrer Romane gelesen, die sie als Katrin Koppold schreibt. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Es ist die perfekte Mischung aus Ernsthaftigkeit, Trauer/Sehnsucht und Humor. Auf der einen Seite wird man zum Nachdenken gebracht, auf der anderen muss man einfach mal laut loslachen. Diese Kombination gefällt mir sehr gut! Das Buch liest sich sehr schnell weg. Man möchte es auch nicht aus der Hand legen, da man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Die Abwechslung zwischen den Zeitebenen ist Katharina Herzog wunderbar gelungen. Immer genau an der spannendsten Stelle wurde gewechselt. Oder der Zeitwechsel diente dazu, eine Handlung aus der Gegenwart oder Vergangenheit zu verdeutlichen. Außerdem schafft Katharina Herzog es das sogenannte „Kino im Kopf“ entstehen zu lassen. Während dem Lesen befindet man sich selbst im sonnigen Italien, umgeben von Zitronen!
                                                                  Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wirken zum einen sympathisch und zum anderen authentisch. Jeder hat seine Eigenarten und sein Päckchen zu traten. Zusammen ergänzen sie sich wunderbar. Schön finde ich auch, dass sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Vor allem Lena kommt aus ihrem Schneckenhaus oder ihrem schützenden Kokon raus!

                                                                  Mir hat dieser zitronige Sommerroman sehr gut gefallen. Ich wurde für ein paar schöne Lesestunden mit nach Italien genommen und habe es genossen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen. Und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

                                                                  Blümchen

                                                                  Beiträge 49
                                                                  04.05.2018

                                                                    Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!

                                                                    Schon dieser Satz sagt etwas absoult wahre aus. Man soll immer das beste aus der Situation machen.

                                                                    Lena, Krankenschwester in einem Hospiz auf Amrum, eher zurückhaltend, erlebt den Sommer ihres Lebens an der Amalfiküste!
                                                                    Zusammen mit ihrer aufgedrehten Schwester Zoe, die gerne in der Weltgeschichte herumreist will sie in der Vergangenheit nach den Geheimnissen ihrer verstorbenen Mutter suchen.
                                                                    Und findet dabei nicht nur ihren Großvater , die Geschichte um ihre Mutter, sondern auch die Liebe!

                                                                    Sehr schön geschrieben, lässt sich leicht und flüssig lesen, da es abwechselnd aus der Sicht von der jungen Mariella (Lenas Mutter) und Lena erzählt wird.

                                                                    Schon diese wunderschönen, ansprechenden Cover von Katharina Herzog
                                                                    sprechen mich sehr an.
                                                                    Zwischen dir und mir das Meer ist ein sehr schönes Gute-Laune-Sommer-Strand-Buch. Man kann sich gut in die Gegend reinversetzen und bekommt richtig Lust einen einzigartigen Limocello zu genießen.


                                                                    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?
                                                                    janein

                                                                    Sonjas Bücherecke

                                                                    Beiträge 27
                                                                    02.05.2018

                                                                      In ihrem neuen Roman "Zwischen dir und mir das Meer" nimmt uns die Autorin Katharina Herzog, die uns auch bestens als Katrin Koppold bekannt ist, auf eine wunderbare Reise mit. Und diese Reise führt uns vom Norden nach Italien an die Amalfiküste. Und ich weiß nicht, wo es mir besser gefallen hat. Ich habe besondere Menschen und ihre Geschichte kennengelernt.

                                                                      Lena, die von Beruf Krankenschwester ist, und in einem Hospiz arbeitet, ist eigentlich auf Amrum ganz glücklich. Sie genießt ihr zurückgezogenes Leben. Seit ihrer Kindheit sammelt sie am Strand Meerglas und verarbeitet es zu wunderschönen Schmuckstücken. Vom Meer fühlt sich Lena magisch angezogen, denn es ist die letzte Verbindung zu ihrer Mutter. Diese ist nach einem morgendlichen Bad im Meer nie mehr nach Hause zurück gekehrt. Eines Tages trifft Lena auf dem Heimweg den Italiener Matteo. Zwischen den beiden knistert es heftig. Doch am nächsten Morgen ist Matteo verschwunden. Er hat im Hotel jedoch eine Mappe vergessen, in der Fotos von Lenas Mutter Mariella sind. Nun ist Lena neugierig. Sie reist mit ihrer Schwester Zoe an die Amalfiküsten, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren ......

                                                                      Einfach spitzenmäßig! Wenn ich die Augen schließe, habe ich noch diesen Duft der Zitronen in der Nase. Ich befinde mich in dem kleinen Dorf Scala und besuche Antonio. Ich genieße die Ruhe, die hier herrscht und bin völlig überwältigt von den vielen Eindrücken, die auf mich einstürmen. Die Autorin begeistert mich auch dieses Mal mit ihrerm herausragenden Schreibstil. Man hat das Gefühl selbst mitten in der Geschichte zu sein. Zuerst befinde ich mich auf Amrun, sehe Lena bei ihrer Arbeit über die Schulter, bewundere ihre Ausdauer und ihre Herzenswärme. Hut ab vor dieser schweren Aufgabe, die Lena jeden Tag leistet. Doch als Matteo auftaucht, erwacht Lena und wird plötzlich neugierig und mutig. Ich begleite Lena und Zoe auf ihrer aufregenden Reise nach Italien. Wir dürfen in der Geschichte jedoch auch in die Vergangenheit eintauchen und erfahren interessantes und berührendes über Lenas Mutter Mariella. Ihre Kindheit in dem kleinen italienischen Dorf muss ein Traum gewesen sein, der dann jedoch jäh zu Ende gegangen ist. Für Lena und Zoe jedoch ist es wichtig, einiges über ihre Mutter zu erfahren. Nun wissen die beiden endlich, wo ihre Wurzeln sind. In der ganzen Geschichte liegt so viel Gefühl, ich bin total begeistert.

                                                                      Für mich ein absolutes Gute-Laune-Sommer-Sonne-Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne hätte ich diesen einzigartigen Limoncello probiert, muss ein unglaublicher Geschmack sein. Das Cover ist ja einfach perfekt zu dieser Geschichte. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und freue mich schon rieisig auf das nächste Buch der Autorin.

                                                                      SBS

                                                                      Beiträge 65
                                                                      01.05.2018

                                                                        Die Deutsch-Italienerin Lena arbeitet im Hospiz, stellt Schmuck aus Meerglas her und lebt seit der Lösung ihrer Verlobung wieder zu Hause, bei ihrem Vater und der Oma, die sie und ihre Schwester aufzog, nachdem ihre Mutter bei einem Badeunfall ums Leben kam. Amrum und ihre Familie verlässt die bodenständige Lena praktisch nie, während ihre kleine Schwester Zoe eine Weltenbummlerin ist. Plötzlich taucht jedoch der Italiener Matteo auf Amrum auf. Lena findet ihn interessant, doch so plötzlich, wie er da war, ist er auch wieder weg. Einzig Bilder ihrer eigenen Mutter als Jugendliche hat er auf der Insel zurückgelassen. Was hat er mit ihrer Mutter zu tun, von deren Vergangenheit sie kaum etwas weiß? Kann sie nun mehr erfahren? Lena macht sich auf zur Amalfiküste, um der Sache auf den Grund zu gehen.

                                                                        Dieses sommerliche Buch hat alles, was von einem guten Unterhaltungsroman erwartet werden darf: eine interessante Geschichte, tolle Charaktere (auch wenn man nicht immer übereinstimmt ? ), ein traumhaftes Setting und spannende Momente. Auch der Schreibstil ist einfach angenehm, locker leicht zu lesen, gut verständlich und schlicht gelungen. Was mir ganz besonders gut gefallen hatte, waren die beiden Stränge – der aus der Vergangenheit, der Mariellas Geschichte beschreibt und der aus Lenas Sicht für die Gegenwart. Gewöhnlich lese ich immer einen solchen Handlungsstrang lieber als den anderen, sei es weil mir die Charaktere sympathischer sind, die Geschichte spannender erscheint oder sonst was, doch hier haben mich beide sehr gut unterhalten, sodass ich das Buch eigentlich gar nicht mehr weglegen wollte. So nach und nach entfalten sich die Geschichten, werden gekonnt zu einer gemeinsamen Geschichte verflochten. Wenn ich überhaupt etwas zu kritisieren habe, dass manches vielleicht ein wenig vorhersehbar war, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch. Das Ende fand ich stimmig, die tiefsinnige Geschichte rund – bleibt nur dieses Buch zu empfehlen! Es war für mich das erste Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte.

                                                                        kelo24

                                                                        Beiträge 6
                                                                        30.04.2018

                                                                          Nachdem mich „Immer wieder im Sommer“ schon begeistern konnte, war meine Erwartungshaltung an dieses Buch schon recht hoch. Um es gleich vorweg zu nehmen: sie wurde noch übertroffen.


                                                                          Die bodenständige Lena sowie ihre jüngere Schwester Zoe sind nach dem tödlichen Badeunfall ihrer italienischen Mutter von ihrer Oma aufgezogen worden. Während Lena sich ihrer Familie verpflichtet fühlt und alle eigenen Wünsche immer hinten an stellt zieht es die freiheitsliebende und chaotische Zoe durch die Weltgeschichte.
                                                                          Zufällig trifft Lena mit dem Italiener Matteo zusammen, der sie sofort fasziniert und über den sie mehr erfahren möchte. So plötzlich wie er aufgetaucht ist verschwindet er auch wieder, lässt aber ein Fotoalbum mit Bildern ihrer Mutter liegen, das Lena in die Hände fällt.
                                                                          Da Lena sehr wenig über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß beschließt sie, auf Spurensuche an die Amalfiküste zu gehen und wird spontan von ihrer Schwester begleitet.

                                                                          Katharina Herzogs Schreibstil ist leicht und lebendig, so dass ich mir sehr schnell ein Bild über die bzw. von den Figuren machen konnte.

                                                                          Die Geschichte gliedert sich in 2 Handlungsstränge – einen für Mariella, die Mutter, den anderen für Lena, die Tochter. Auf diese Weise reist man in die Vergangenheit und erfährt eine Menge über Mariellas Jugendzeit und begleitet parallel dazu Lena auf ihrer Reise nach Italien. Beide Erzählstränge ergänzen sich optimal und lassen sich flüssig lesen. Dabei fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu lesen, nicht nur wegen der sich anbahnenden wunderschönen Liebesgeschichte, sondern vor allem wegen der persönlichen Entwicklung, die Lena durchlebt. Das Ganze geschieht dann auch noch in der bezaubernden Landschaft der Amalfiküste – Leserherz, was willst du mehr. Und es gibt auch noch zum Ende eine für mich nicht vorhersehbare Überraschung, die den Buchtitel erklärt und mich sehr berührt hat.

                                                                          Schade, dass es noch keine duftenden Bücher gibt. Dieses würde für mich nach einer Mischung aus Sonne, (Meer-)Salz und Zitronen duften.

                                                                          Die perfekte Sommer-, Urlaubs-, Wohlfühllektüre .

                                                                          Tawupa

                                                                          Beiträge 4
                                                                          27.04.2018

                                                                            Diese Buch ist wie Urlaub selbst! Die Geschichte von Lena, die mit ihrer Schwester nach Italien reist, um das Geheimnis ihrer seit 20 Jahren verschwundenen, vermutlich ertrunkenen Mutter zu entschlüsseln ist wie eine eigene Reise in den Süden. Eine schöne, romantische, geheimnisvolle Geschichte, tolle Landschaften, man meint, die Wärme und den Duft der Zitronen selber zu spüren. Keine weltaufrührende Literatur, aber ein wunderschöner Roman, der einen in eine andere, warme Welt abtauchen lässt.

                                                                            KatiKatharinenhof

                                                                            Beiträge 76
                                                                            26.04.2018

                                                                              (0)




                                                                              Lena lebt ein beschauliches Leben auf Amrum - das Meer gibt ihr so viel, was sie zum Leben braucht. Auch das wunderschöne Meerglas, aus dem sie individuelle Schmuckstücke fertig.Doch das Meer hat ihr auch viel genommen - ihre Mutter verschwand vor 20 Jahren beim Schwimmen im Meer. Eine zufällige Begegnung mit dem jungen Italiener Matteo lässt die Luft am Strand knistern und Lena möchte ihn gern wiedersehen. Doch er ist abgereist und hat nur eine Mappe mit Fotos von Lenas Mutter als junges Mädchen zurückgelassen. Lena begibt sich mit ihrer Schwester Zoe auf eine Reise in die Vergangenheit und sucht an der Amalfiküste nach dem Schlüssel des Geheimnisses um ihre Mutter....




                                                                              Katharina Herzog versteht es vortrefflich, aus wenigen Komponenten eine hervorragende Geschichte zu zaubern. Es ist wie bei der Zubereitung eines perfekten Limoncello - viel Herzenswärme, Sommer und Zitronen sind hier die Grundzutat für eine Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln, die das Herz berührt. Die Schauplätze Amrum und die Amalfiküste werden mit sehr authentischen und liebenswerten Charakteren belebt und machen es mir so unendlich leicht, der Geschichte und ihrer berührenden Handlung zu folgen. Wie im Vorgängerroman lässt die Autorin viel Authentizität, Ehrlichkeit und echte Gefühle in den Roman einfließen und so bekommt man das Gefühl, dass auch etwas vom Charakter der Autorin in ihren Figuren zu finden ist. Bis ins kleinste Detail werden lebhaft die Szenen geschildert, mit Nebencharakteren gefüllt, die den Schauplatz beleben und so entsteht nach und nach ein Buch, das in mir die Sehnsucht nach Italien weckt. Die beiden Zeitränge sind sehr geschickt miteinander verknüpft, ermöglichen Einblicke in die Vergangenheit und geben so den Ereignissen im Hier und Jetzt einen perfekten Hintergrund, um gänzlich in die Geschichte einzutauchen . Die Seiten fliegen nur o dahin, man vergisst alles um sich herum und erlebt zum Schluss hin noch mal eine überraschende Wendung.

                                                                              Fazit: Perfekte Lektüre zur Einstimmung auf den Sommer, mit einem gekühlten Limoncello genießen - perfekt !

                                                                              die.buecherdiebin

                                                                              Beiträge 5
                                                                              25.04.2018

                                                                                Lena lebt zusammen mit ihrem Vater und ihrer Oma Hilde auf Amrum. Seitdem ihre Mutter Mariella, eine gebürtige Italienerin, vor zwanzig Jahren nach dem Schwimmen im Meer nicht wieder zurückkgekehrt ist, führt sie ein zurückgezogenes Leben. Sie arbeitet in einem Hospiz und sammelt Meerglas, das sie zu Schmuck verarbeitet. Eines Tages taucht ganz überraschend der junge Italiener Matteo Forlani auf Amrum auf. Irgendwie kommt er Lena bekannt vor, doch als sie am nächsten Tag noch einmal mit ihm sprechen möchte, erfährt sie, dass er schon abgereist ist. Zurückgelassen hat er eine Mappe mit Fotos, auf denen Lenas Mutter als junges Mädchen zu sehen ist. Mariella sieht auf den Fotos so glücklich und strahlend aus, wie Lena sie nie gesehen hat. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist Lena an die Amalfiküste, um Matteo wiederzusehen und mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren.

                                                                                Durch den wunderbaren Schreibstil von Katharina Herzog gelingt es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Wie immer beschreibt sie ihre Charaktere sehr lebendig und authentisch. Die beiden Schwestern, Lena und Zoe, sind sehr verschieden und gehen unterschiedlich mit dem Verlust der Mutter um. Während Lena sich zurückzieht und viel grübelt, gibt sich die quirlige Zoe eher unbekümmert, genießt das Leben und reist viel. Seit Lenas Trennung von ihrem Verlobten ist das Verhältnis der Schwestern angespannt. Sehr schön fand ich darum die positive Entwicklung, die Lena im Lauf der Geschichte macht. Endlich verliert sie ihren, Zitat S. 333: „Stock im Arsch“.
                                                                                Rückblicke in die Vergangenheit erzählen von Mariellas Jugendzeit in Italien. Mariella kommt aus einfachen Verhältnissen und freundet sich mit Francesca, der Tochter eines reichen und skrupellosen Plantagenbesitzers, an. Sehr zum Missfallen ihres Vaters geht Francesca jahrelang bei der Familie ein und aus. Gegen Ende kommt es zu einer (für den Leser) überraschenden Wende.

                                                                                „Zwischen uns das Meer“ ist ein warmherziger und berührender Sommerroman, der in mir die Sehnsucht nach Italien geweckt hat. Die traumhafte Amalfiküste, das Meer, Zitronen und Limoncello!
                                                                                Es geht um die Beziehung der beiden Schwestern, um die Vergangenheit ihrer Mutter und natürlich um Liebe.

                                                                                hasi_rasi

                                                                                Beiträge 34
                                                                                18.04.2018

                                                                                  Wunderbar leichter und trotzdem tiefsinniger Sommerroman

                                                                                  Lena ist auf Amrum geboren und aufgewachsen. Sie arbeitet als Krankenschwester im Hospiz. Ihr Vater ist Fischer und seit dem Tod seiner Frau Mariella vor vielen Jahren fast verstummt: „In gewisser Weise hatten sie nicht nur ihre Mamma, sondern auch ihren Vater ans Meer verloren.“ (S. 70). Mariella war Italienerin und ist im Meer ertrunken, als Lenas kleine Schwester Zoe erst 3 Jahre alt war.
                                                                                  Eines Tages lernt Lena den Italiener Matteo am Strand kennen. Beide haben das Gefühl, sich von irgendwoher zu kennen, aber Matteo war noch nie auf Amrum und Lena noch nie in Italien. Schon am nächsten Morgen reist Matteo überstürzt ab, zurück lässt er eine Mappe mit Fotos von Mariella, die in ihrer Jugend in Italien entstanden sind. Lenas Vater will nicht über seine Frau oder die Fotos reden, aber Zoe erkennt die Gegend auf den Bildern wieder – die Amalfiküste. Lena und Zoe reisen nach Italien, um nach ihrer Mutter zu forschen und evtl. auch Matteo zu finden, der Lena nicht mehr aus dem Kopf geht.

                                                                                  Obwohl Katharina Herzogs neuer Sommerroman auf den ersten Blick wie eine Liebesgeschichte klingt, steht diese für mich nicht im Vordergrund. Es geht vorranging um die Suche der Schwestern nach der Vergangenheit und Herkunft ihrer Mutter und damit auch nach sich selbst. Die jungen Frauen sind sehr verschieden und gehen auch unterschiedlich mit dem Verlust um.
                                                                                  Lena klammert sich an Amrum und das Meer, ist aber nie wieder schwimmen gegangen. Ihren Traum Ärztin zu werden hatte sie wegen ihrer Jugendliebe Ole aufgegeben und wurde stattdessen Krankenschwester. Sie kann ihr Leben nicht genießen, solange sie nicht mit dem Tod ihrer Mutter abschließt, findet Zoe „Schmerz geht nur weg, wenn man sich ihm stellt.“ (S. 106). Diese hingegen reist um die ganze Welt und finanziert sich durch Gelegenheitsjobs. Jeder neue Ort oder Job ist ein Abenteuer, für das sie sich neu erfindet: „Man kann alles sein, was man will.“ (S. 161). Auf der Reise müssen sich die Schwestern trotzt ihrer unterschiedliche Lebensentwürfe endlich aussöhnen und zusammenraufen.

                                                                                  In einem zweiten Handlungsstrang geht es um Mariellas Jugend und ihr einfaches Leben in Italien. Auch sie wächst ohne Mutter auf. Ihr Vater (Babbo) arbeitet hart auf einer Zitronenplantage und stellt nebenbei den besten Limoncello der Gegend her. Ihre Freundin ist die Tochter des Plantagenbesitzers und so lernt Mariella schon früh die extremen Unterschiede zwischen arm und reich kennen.

                                                                                  „Zwischen dir und mir das Meer“ ist ein Buch zum Festschmökern und hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte an keiner Stelle vorausahnen, wie die Geschichte weitergeht, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Ich habe es genossen, mit Lena und Zoe die Amalfiküste zu erkunden, die Sonne und das Meer auf der Haut förmlich zu spüren und natürliche Babbos berühmten Limoncello zu verkosten.

                                                                                  Mein Lieblingszitat ist übrigens folgendes: „Das Leben ist zum Glück keine Einbahnstraße. Anders als die Bewohner in deinem Hospiz kannst Du einfach umdrehen und eine andere Abzweigung wählen.“ (S. 274)

                                                                                  Melli B.

                                                                                  Beiträge 22
                                                                                  18.04.2018

                                                                                    Nur noch wenige Tage und das Buch ist erhältlich! Ich freu mich schon, denn die Leseprobe hat meinen Lesehunger geweckt!
                                                                                    Die Autorin Katharina Herzog hat mich schon mit ihrem Roman „immer wieder Im Sommer“ begeistert!
                                                                                    Für mich die absolute Urlaubslektüre, die in jedes Reisegepäck gehört!

                                                                                    sommerlese

                                                                                    Beiträge 100
                                                                                    11.04.2018

                                                                                      Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus! Zitat


                                                                                      In diesen sommerlichen Roman kann man wunderbar eintauchen. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, einer führt in die Vergangenheit ab 1972, dort gibt es Einblicke in Mariellas Leben in Italien und in der Gegenwart begleiten wir ihre Tochter Lena, die eine zurückhaltende junge Frau ist, die auf Amrum lebt und sich in ihrer Freizeit der Schmuckherstellung mit Meerglasfundstücken widmet. Ihre Mutter Mariella verschwand vor vielen Jahren im Meer, deshalb bedeuten solche Glasfunde für Lena ein Stückchen weit mütterliche Erinnerungen. Ihren Beruf übt sie mit viel Empathie und Fürsorge aus, sie kümmert sich in einem Hospiz um Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben. Ganz anders ist dagegen ihre etwas quirlige Schwester Zoe, die einfach ihr Leben in vollen Zügen geniesst und nicht an morgen denkt.


                                                                                      Mit dem jungen Matteo kommt auf einmal Schwung in Lenas ruhiges Leben, sie sieht ihn und ist fasziniert von einem Blick in seine meergrünen Augen. Doch genauso schnell wie sie ihn gesehen hat, ist er auch schon wieder fort in seine italienische Heimat an der Amalfiküste. Er hinterlässt einige Fotos, auf denen Lenas Mutter als junge Frau zu sehen ist. Da Lena nicht viel von ihrer Mutter weiß und auch nicht, warum sie nie in ihre Heimat an der Amalfiküste gereist ist, entschliesst sie sich, dort einen Urlaub zu verbringen und sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter zu machen. Weil ihre kontaktfreudige Schwester Zoe sie begleitet, kommt auch Lena schnell in den Genuss einer aufregenden Zeit in Italien. Sie genießt die zauberhaften Küstenorte mit dem azurblauen Meer, entdeckt den erfrischenden Limoncello, auf dem etwas besonderes abgebildet ist und trifft auch Matteo wieder, in den sie sich immer mehr verliebt.



                                                                                      Katharina Herzog ist dieses Buch ganz hervorragend geglückt. Nahtlos fließen die beiden gut erzählten Handlungsstränge ineinander und ergänzen sich zu einem wunderbaren Ganzen mit viel Liebe, Familiengeheimnissen, Humor und auch Tiefgang in Bezug auf die Geschichte der Mutter Mariella.


                                                                                      Mich haben die sympathischen Figuren mitgenommen, ihre Lebenswege gingen mir zum Teil sehr nah und ich konnte ihr Handeln gut nachvollziehen, weil alles so authentisch wirkt und sehr lebhaft bunt geschildert wird. Ich wurde von den herrlichen Schauplätzen an der Amalfiküste ebenso verzaubert, wie von dem Badespaß im Meer. Davon konnten die Zitronenpflücker mit ihren Lasteseln in den 70er Jahren nur träumen, so wie auch Lenas Großvater.


                                                                                      Die Entwicklung von Lena ist wunderbar mitzuerleben, die Geschichte ihrer Mutter ist berührend und sorgt für den nötigen Überraschungseffekt am Ende des Buches und die Liebesgeschichte ist ein romantisches Beiwerk, das diesem sommerlichen Roman vor der italienischen Sommerkulisse den nötigen Rahmen verleiht. Einfach ein zauberhafter Sommerroman!



                                                                                      Wer sich gerne in Urlaubsstimmung versetzen lassen möchte, sollte diesen Roman lesen. Hier gibt es zauberhafte Küstenorte an der traumhaften Amalfiküste zu endecken, Zitronen, wohin das Auge schaut und eine Familiengeschichte, die mit Liebe, Drama und italienischem Sommerflair punkten kann. Der Roman ist so erfrischend wie ein Limoncello und so schön wie die schönen Küstenorte der Amalfiküste, für mich beste Leseunterhaltung und eine unbedingte Leseempfehlung.

                                                                                      Kötra

                                                                                      Beiträge 67
                                                                                      06.04.2018

                                                                                      Es ist Sommer und wir befinden uns in Amrum. Lena, deren Mutter vor kurzer Zeit verstorben ist, nimmt uns mit in ihre Welt. Die Autorin Katharina Herzog schreibt dabei so gut, dass ich das Gefühl habe, ich sitze direkt neben Lena und kann alles aus nächster Nähe beobachten.
                                                                                      Die Leseprobe konnte ich nicht mehr aus der Hand nehmen, ich will wissen wie es weiter geht!
                                                                                      Der Wechsel zum Jahre 1972 ist ein Stilmittel, das mir besonders gefällt. Es hebt die lyrische Qualität und macht das Buch zu einem typischen Herzog-Buch.
                                                                                      Absolut lesenswert :)