Jojo Moyes

Ein ganzes halbes Jahr

Lou & Will
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.
Der Sensationserfolg: monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste – von Millionen Lesern geliebt.


Autorenbild Foto von Jojo Moyes

Die  Autorin

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.


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Rezensionen

Borkum

Beiträge 24
2 Antworten 14.02.2017

Die 26-jährige Louisa Clark – genannt Lou – lebt gutbürgerlich in einer englischen Kleinstadt zusammen mit ihren Eltern, ihrer jüngeren Schwester und deren fünfjährigem Sohn. Mit ihrem Job in einem kleinen Café trägt sie nicht unerheblich zum Familieneinkommen bei. Sie ist seit sieben Jahren mit dem Fitnesstrainer Patrick zusammen. Im Großen und Ganzen ist Lou mit ihrem Leben zufrieden – doch dann verliert sie ihren Job und damit beginnt die Veränderung ihres ganzen Lebens.

Als ungelernte Kraft war es schwierig, einen Job zu finden; sie arbeitet vorübergehend in der Nachtschicht einer Fabrik für Hühnerverarbeitung (igitt), in einem Fastfood-Restaurant und als Energieberaterin für Privathaushalte. Weitere Angebote waren Tänzerin (Poledance), Kundebetreuerin bei einem Telefonservice für Erwachsene und als Pflegehelferin. Schließlich bewirbt sie sich als Pflegerin und Gesellschafterin für einen behinderten Mann. Obwohl sie über keine einschlägigen Erfahrungen verfügt bekommt sie den Job – befristet auf 6 Monate.

Will Traynor – Mitte dreißig - gehört der „upper class“ an und war bis zu seinem Unfall ein erfolgreicher Geschäftsmann und sportlich sehr aktiv. Will hat Tetraplegie und ist rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Er hasst sein „neues“ Leben und hat bereits versucht, sich das Leben zu nehmen. Er ist fest entschlossen, seinem Leben ein Ende zu bereiten und hat seinen Eltern das Versprechen abgerungen, ihm dies zu ermöglich – in der Schweiz – in 6 Monaten.

Lou und Will kommen zu Beginn nicht gut miteinander aus. Als sie dann zufällig erfährt was er in 6 Monaten vorhat, versucht sie auf ihre eigene Art ihm zu zeigen, dass das Leben auch für ihn lebenswert sein kann. Durch diesen Job verändert sich nicht nur ihr Leben an sich sondern auch die Person Lou entwickelt sich mit Hilfe von Will weiter. Aber auch Will profitiert von seiner neuen Gesellschafterin. Nach und nach entwickeln die beiden Protagonisten Gefühle für einander.

Es bleibt die Frage, ob Lou es mit ihrer Liebe schafft, Will von seinem Beschluss abzubringen.

Ich hatte bisher noch nie von dieser Krankheit gehört. Tetraplegie bedeutet einen Ausfall der die Arm- und Beinmuskulatur innervierenden Nerven (…) und von Blase, Mastdarm und Sexualfunktion sowie den generellen Verlust der Muskelkontrolle und Sensibilität unterhalb der Rückenmarksschädigung (Auszug aus Wikipedia). Sie leiden häufig unter Schmerzen und bekommen sehr schnell Infektionen.

Die Autorin verschafft einem nicht nur einen Einblick in die Symptome und Nebenwirkungen der Krankheit selbst sondern auch über die Schwierigkeiten im Alltag. Bei der Planung unserer Umwelt wurde an diesen Personenkreis oft nicht gedacht – es gibt keine Bürgersteigabsenkungen für den Rollstuhl, der Eingang ist nur über Stufen erreichbar oder sogar nur durch ein Drehkreuz zu passieren etc. Dann kommt noch die Unfähigkeit der Mitmenschen hinzu normal mit den Behinderten umzugehen.

Selbstbestimmung über Leben und Tod? Sterbehilfe? Auch diesem Thema stellt man sich unweigerlich beim Lesen des Buches. Dafür oder Dagegen? Ohne Partei zu ergreifen, sind beide Lager vertreten.

  • Sonjas Bücherecke

    Beiträge: 55
    06.09.2018

    Die Rezension gefällt mir sehr gut, sie macht einfach Lust auf dieses Buch. Hört sich total interessant an.

  • Vince

    Beiträge: 7
    27.07.2018

    Danke für diese ausführliche und aussagekräftige Rezension!
    Ich habe das Buch vom Cover erst für einen leichten Liebesroman gehalten und nichts Tiefgründiges erwartet.
    Da habe ich jetzt einen ganze anderen Eindruck gewonnen.
    Das Buch steht auf meiner Leseliste :-)

bettina_uhlmann

1 Beitrag
26.11.2015

Taschentücher bereit halten!!!

Also ich Leser eigentlich am liebsten Thriller durch Zufall bin ich über dieses Buch gestolpert und wie ich schon sagte ich Lese ausschließlich nur Thriller !! Aber dieses Buch ist einfach ein Muß egal was man am liebsten liest!! Ich habe jetzt auch schon das Hörbuch gehört und den Film sollte er irgendwann mal kommen werde ich auf jeden Fall allein mit einer Packung Taschentücher schauen!! Also ran an dieses Buch und viel Spaß beim lesen!!!

Nele13

Beiträge 17
23.01.2018

Ich würde sagen, das Buch ist das Beste was an Liebesromanen im Jahr 2015 erschienen ist. Es hat dafür gesorgt, dass ich Jojo Moyes als Autorin für mich entdeckt habe, was eigentlich ja noch einen zusätzlichen Stern verdient hätte, aber dann wäre ich ja bei 6 ;)
Sehr bemerkenswert, ist dass es kein typisches Happy End gibt. Also Taschentuchalarm. Ich glaube wir hierbei nicht weint, dem kann man auch nicht mehr helfen ;)
Mit Louisa zeichnet Moyes einen Charakter der so liebenswert und so sympathisch ist, dass man sie direkt als beste Freundin haben möchte!

buchverschlingen

Beiträge 37
04.11.2017

Ein Märchen!

Dieses Buch hat mich sehr bewegt , tief bewegt und lange beschäftigt. Die Liebe zwischen Lou und Will geht so tief und endet so tragisch! Wobei man dann ja am Schluss überlegt "tut ers wirklich?"

Will ist sehr krank, an den Rollstuhl gefesselt. Lou ist seine Pflegerin. anfangs. Sie mag nicht akzeptieren, dass Will Selbstmordgedanken hegt und will ihn vom Leben überzeugen.

Sie unternimmt viel mit ihm, reißt ihn aus seiner Lethargie, doch ob das reicht?

Sehr einfühlsam schildert die Autorin die Geschichte der beiden und am Ende fließen Tränen - ob aus Glück oder Trauer - lest selbst!

Leseeckchen

Beiträge 23
07.02.2017

Was für ein wunderbares, liebevolles, zärtliches und doch knallhartes Buch!

Louisa, genannt Lou, ist seit sieben Jahren mit Patrick, einem Sportfanatiker, zusammen und unterstützt mit ihrem mageren Gehalt die ganze Familie. Sie weiß im Grunde, dass sie Patrick nicht (mehr) wirklich liebt. Und dann verliert sie den Job, weil das Café geschlossen wird. Das Jobcenter bietet ihr - wie könnte es anders sein - so "geniale" Stellen wie Pole-Tänzerin oder "Kundenbetreuerin bei einem Telefonservice für Erwachsene" an, nachdem er sie tatsächlich in die Nachtschicht in einer Fabrik für Hühnerverwertung gesteckt hatte und sie eine zweitägige, sehr zwielichtige Ausbildung zur Energieberaterin machen musste. Als Alternative bliebe nur eine Stelle als Pflegekraft, doch Lou hat keine Lust, alten Menschen den Hintern abzuwischen. Dann bekommt Syed, ihr "persönlicher Berater" eine Stelle zur "Pflege und Gesellschaft für einen behinderten Mann" rein, auf die Lou sich bewirbt. Sie bekommt den Job - und dieser wird ihr Leben komplett verändern.

Lou hat es anfangs schwer mit Will, einem Tetraplegiker. Sie findet erst nach einiger Zeit heraus, dass er seiner Mutter ein halbes Jahr zugestanden hat. Nach Ablauf dieser Zeit fährt er in die Schweiz. Allerdings nicht, um dort ein neues Leben aufzubauen. Er will zu Dignitas. Ein Verein, der sich für humanes Leben und humanes Sterben einsetzt. Will kann es nicht ertragen, komplett auf Hilfe angewiesen zu sein, gar nichts allein machen zu können, ständig mit Infekten und Krankheiten kämpfen zu müssen. Er möchte so nicht leben, weil es für ihn schlicht kein Leben ist. Lou will alles daran setzen, Will umzustimmen. Dabei verändert sie sich, ohne es zu merken. Sich und Will.

Dieses Buch klingt nicht nur nach, es arbeitet in einem. Und nicht nur ein paar Minuten oder Stunden! Es beutelt, denn es verändert auch den Leser, seine Sichtweise, seine Gedanken.

Ich gebe zu - ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht, was alles an einer solchen Erkrankung hängt. Klar, ich fand es schlimm, mir taten diese Menschen auch leid. Aber WUSSTE ich irgendetwas, außer, dass sie bewegungsunfähig sind? Nein. Und dafür schäme ich mich! Tetraplegiker leiden. Sie haben fast immer Schmerzen. Und das ist doppelt übel - sie können sich nicht bewegen, die Muskeln sind tot - aber das Schmerzempfinden ist extrem ausgeprägt. Das Immunsystem spielt verrückt, es kommt immer wieder zu Infekten. Im Fall von Will kommt noch hinzu, dass er seine Körpertemperatur nicht selbst regeln kann, wie andere Menschen. So merkt er nicht, wenn ein Infekt im Anmarsch ist und kann nicht rechtzeitig reagieren. Es sind so viele Dinge, an die man nicht denkt, die aber den Betroffenen zu schaffen machen. Für den einen sind das Dinge, die er irgendwie gewuppt bekommt, für den anderen unzumutbare Umstände.

Ich frage mich, ob Lou und Will sich je begegnet wären, hätte Will diesen folgeschweren Unfall nie gehabt. Ich kann es mir kaum vorstellen. Nein, ich bin mir sicher, sie hätten sich nie begegnen können. So vieles wäre dann im Leben von Lou, aber auch Will, ganz anders verlaufen. Beide brauchten einander, um zu dem Menschen zu werden, den sie selbst mögen und achten können.

Ja, ich habe geweint. Aber es waren gute Tränen. Dieses Buch ist so viel wundervoller, als ich je sagen könnte. Jojo Moyes erzählt die Geschichte der beiden sehr gefühlvoll, aber keineswegs kitschig oder süßlich. Im Gegenteil. Sie schafft es, eine kühle Distanz zu wahren, um dem Leser genug Raum zu lassen, all die Emotionen und eigenen Gedanken einzubringen. Sie zeigt sowohl Wills als auch Lous Gedanken und Argumente völlig wertfrei, um den Leser nicht zu beeinflussen. Das ist wundervoll und gleichzeitig grausam, denn nun stehe ich da und bin gebeutelt und hin- und hergerissen von meinen Gefühlen. Was ist richtig? Wer hat Recht? Was soll, darf, kann man in einem solchen Fall tun?

Dieses Buch bekommt einen ganz besonderen Platz - in meiner Büchersammlung und in meinem Herzen.

Bücherfreundin

Beiträge 47
07.02.2017

Will führt ein tolles Leben auf der Sonnenseite. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine hübsche Freundin, Urlaube verbringt er in den exotischsten Ländern mit allerlei Abenteuern. Bis zu diesem einen Tag, der sein Leben vernichtet. Übrig bleibt ein querschnittsgelähmter Mann, ein Tetraplegiker, der in allem auf fremde Hilfe angewiesen ist. Mit diesem Dahinvegetieren, als das er es empfindet, kann er sich nicht abfinden. Da will er lieber sterben.

Louisa stammt aus bescheidenen Verhältnissen, gibt sich mit wenig zufrieden. Mit 26 Jahren lebt sie noch bei den Eltern und jobbt in einem Café. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist alles andere als aufregend oder romantisch. Doch Lou wäre nie auf die Idee gekommen, etwas an ihrem Leben zu ändern, wenn das Café nicht geschlossen worden wäre. Die von der Arbeitsagentur vermittelten Jobs sind alle nicht besonders toll. Da ist der Job als Pflegehilfe noch das geringste Übel, zumal er auf sechs Monate befristet ist.

Wird es Lou mit ihrer frischen, ehrlichen Art gelingen, Will aus seiner Lethargie zu holen und wieder für das Leben zu begeistern?

Meine Meinung:
Jojo Moyes‘ Roman enthält so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Frau und Mann, Unterschicht und Oberschicht, lebensfroh und lebensmüde. Nach anfänglicher Abneigung sehen die beiden in ihrem Gegenüber allmählich auch das Positive, sie lernen sich schätzen und respektieren. Und obwohl Lou eingestellt wurde, um Will aufzumuntern, ist am Ende sie diejenige, die am meisten profitiert. Denn Will bringt sie dazu, endlich etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Moyes thematisiert zum einen die alltäglichen Probleme von Behinderten, die man sich als Nichtbehinderter gar nicht bewusst macht, die man als Außenstehender vielleicht auch gar nicht erkennen kann. Zum anderen geht es um Sterbehilfe. Äußerst geschickt gelingt es der Autorin, diese sensiblen Themen in einen unterhaltsamen Roman einzubauen, ohne dass sie irgendwie aufgesetzt oder fehl am Platz wirken. Und ja, der Roman ist unterhaltsam. Es gibt witzige Dialoge und Szenen, wo man einfach grinsen muss. Und der Roman ist traurig. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem ich mehr geweint habe. Er ist emotional, und die Emotionen stehen nicht nur auf dem Papier, sie führen direkt in das Herz des Lesers, einfach wunderbar!

Die Charaktere sind tiefgründig beschrieben, vor allem natürlich Lou und Will, wobei der Hauptteil des Buches mit Lou als Ich-Erzählerin angelegt ist. Doch auch einige der Nebenfiguren kommen in jeweils einem Kapitel zu Wort, sodass man sich auch in sie gut hineinversetzen kann.

Sprachlich ist das Buch nichts wirklich Großartiges, aber es ist gut und einfach zu lesen. Die Handlung schreitet flott voran, es gibt keine Längen. Von Zeit zu Zeit ist eine kleine Überraschung eingebaut, so dass es immer spannend bleibt. Gefühle kommen nach und nach immer heftiger zum Ausdruck, und zwar Gefühle jeder Art, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Liebe usw. Besonders das letzte Drittel ist so emotional geladen, dass man es fast nicht mehr aushält.

Fazit:
Ein ganz wundervolles, emotionales Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ich möchte es wärmstens empfehlen, nicht nur für Leser von Liebesromanen.

lesebegeistert

Beiträge 29
28.01.2017

„Was wenn Liebe allein nicht reicht“?
Als ich die letzten Seiten von diesem Buch gelesen habe, wusste ich: „Ein ganzes halbes Jahr“ wird mein Lieblingsbuch für 2013! Es ist das schönste und traurigste Buch seit langen.
Das Thema des Buches: das Recht auf einen Selbstbestimmten Tod. Während des Lesens war ich entsetzt, schockiert und hoffte immer noch auf ein Happy End. Es ist einfach eine herzzerreißende Geschichte, die mich unheimlich berührt hat und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Fraulein_Himmelblau

1 Beitrag
04.11.2016

Im Gegensatz zu den meisten war ich nicht ganz so begeistert von diesem Buch.
Die Geschichte fand ich toll, mal etwas ganz neues und richtig erfrischend. Allerdings hat es einige Längen, zum Teil wars mir auch zu melodramatisch und Louisas Unverständnis für Wills Entscheidung kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Nichtsdestotrotz finde ich das Buch flüssig geschrieben, auch zwischendrin was zum Schmunzeln und definitiv eine tolle Idee??

lesestrickeule

Beiträge 11
01.05.2018

"Ein ganzes halbes Jahr" gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern! Die quirlige Protagonistin Lousa Clark, genannt Lou, ist auf der suche nach einem Job. Dies erweist sich alles andere als einfach, da sie keine wirkliche Ausbildung hat und eigentlich ihr ganzes Leben lang nur gekellnert hat. Das Arbeitsamt vermittelt sie als Pflegekraft von Will Traynor, der seit einem schweren Motorradunfall komplet gelähmt ist.
Es erweist sich alles andere als einfach Will zu pflegen und für ihn da zu sein. Nach und nach lernt Lou Will besser kennen und auch seine Familie und deren Geheimnisse.
Der Schreibstil von Jojo Moyes hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich war mittendrin in der Geschichte. Alle charaktere sind haargenau und datailliert beschrieben, so dass man sich alle bildlich vorstellen kan. Der Britische Humor darf natürlich auch nicht fehlen.
Wenn man sich unter diesem Buch einen leichten Roman vorstellt, dann täuscht man sich! Das Thema ist alles andere als einfach und gehört teilweise sogar zu den Tabuthemen.
Mich hat das Buch und Lous Schicksal sehr bewegt und mitgenommen. Ich habe mit ihr gelacht und geweint und um sie gebangt. Ich habe mich in ihre quirlige und verpeilte Art sehr verliebt. Eigentlich ist sie dafür da Will zu helfen, doch auch er hilft ihr, ihren eigenen Weg zu finden.
Unter anderen Umständen hätten sich die zwei Menschen wahrschienich nie kennen gelernt und das wäre wirklich schade.
Es ist ein herzzerbrechend schöner Roman, bei dem man auf jeden Fall Taschentücher parat haben sollte.

saika84

Beiträge 8
04.10.2017

Louisas Leben ist sehr geordnet, wenn auch nicht außergewöhnlich. Sie ist seit Jahren mit ihrem Freund Patrick zusammen, der ihr eigentlich viel zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, sie lebt noch bei ihren Eltern und sie arbeitet in einem kleinen gemütlichen Kaffee. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt als sie diesen Job plötzlich verliert. Sie muss sich im Jobcenter nach neuen Stellen umsehen aber nichts scheint für sie die passende Stelle zu sein. Als ihr Vater auch noch seinen Job verliert ist Louisa gezwungen eine Stelle anzunehmen und so landet sie bei den Traynors und soll sich um Will kümmern, der vom Hals abwärts gelähmt ist. Will, der vor seinem Unfall immer sehr Lebens- und Unternehmungs- lustig war sieht nun keinen Sinn mehr im Leben und zeigt Louisa das er alles andere als angetan von ihrer Anwesenheit ist. Doch Louisa stellt sein Leben völlig auf den Kopf.

Ich habe über dieses Buch nur Gutes gehört. Als ich den Kinotrailer gesehen habe dachte ich mir dieses Buch muss ich unbedingt vorher noch lesen. Der Schreibstil ließ sich gut lesen und es steckte wahnsinnig viel Gefühl drin. Es kullerte auch die ein oder andere Träne. Mir hat das Buch gut gefallen aber mir wurde das Ende etwas zu schnell abgehandelt. Ich finde es war mehr Potenzial da und ich denke das dies eins der wenigen Bücher werden könnte wo mir der Film besser gefällt. Ich gebe nur 4 Sterne da ich etwas mehr erwartet habe.

Beiträge 16
21.09.2017

Eine tolle Geschichte. Und ich habe nicht geweint :)!
Auch wenn ich bis zum Schluss gehofft habe das es ein anderes Ende nimmt, bin ich froh das es kein anderes Ende gab.
Lou ist ein Sympathischer Charakter, die auch in schwierigen Momenten versucht das beste rauszuholen. Auch wenn sie naiv ist, ist sie liebenswert. Man leidet mit ihr und freut sich auch mit ihr. Ich musste sehr oft laut lachen.
Das Buch ist ernsthaft, witzig und zu gleich traurig geschrieben.
Ich kann jedem der nur den Film (der auch sehr schön ist) gesehen hat, ans Herz legen das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Schäffchen

Beiträge 11
02.09.2017

Kaum ein Buch hat es geschafft mich so sehr mitzureißen wie dieses...kaum eins welches mich eine Taschentuchbox im nu verbrauchen lässt!Ein wundervoller Schreibstil und eine klasse Geschichte die einem auch hinter her noch lange beschäftigt!

Kötra

Beiträge 67
03.03.2017

Geschrieben ist das Buch prima.
Endlich beschäftigt sich jemand mal mit diesem Thema und der Perspektive eines Querschnittsgelähmten.
Seine Gedanken sind durchaus nachvollziehbar.
Das Buch ist dramatisch und gut geschrieben.
Man verschlingt es geradezu.
Durch das Buch gerät man zum nachdenken!

Der einzige negative Aspekt an diesem Buch ist, dass alle "nachvollziehen" können, dass das Leben in dieser Situation nicht lebenswert ist. Und das stimmt absolut nicht!!!!
Jedes Leben ist lebenswert. Auch, wenn sich das die nicht Betroffenen nicht vorstellen können.

Legeia

Beiträge 13
10.02.2017

Was für ein Buch! Ich bin immer noch völlig überwältigt und es hallt immer noch in mir nach, obwohl ich es gestern beendet habe. Meine Gedanken kreisen um Lou und Will, um die erschütternde, traurige, hoffnungsvolle und herzerwärmende Geschichte der beiden.

Lou, eine liebenswerte junge Frau, die ihren Job verliert, einen Freund hat, mit dem sie nicht glücklich ist, zu gern durch einen besonderen Modegeschmack auffällt, ist jemand, der mir so noch nicht begegnet ist.
Sie ist herrlich erfrischend, normal, gerade heraus, sodass man sie ständig umarmen möchte.

Will, ein ehemaliger Unternehmer, Frauenheld, Sportfreak und Hungernder, auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen, wird dies alles durch einen schweren Unfall genommen. Und dann ist plötzlich alles anders. Will ist desillusioniert, unnahbar, hat keine Freude mehr. Wer will ihm verdenken, keine Lust auf das Leben zu haben?
Und dann kommt Lou in sein Dasein gestolpert, mit ihrem verrückten Klamotten, ganz viel Herz und Verstand. Kann sie etwas bewirken? Und inwieweit verändert sie die Begegnung mit Will?

Ich muss sagen, dass mir kein Buch so zu Herzen gegangen ist. Ich lachte, weinte, hoffte und konnte nicht aufhören zu lesen.
Zu schön waren die Schlagabtäusche zwischen Lou und Will, zu schön der Lesefluss, der mich mitgerissen hat, zu traurig die Schicksale.

Und doch vermittelt das Buch eine so wichtige Botschaft, die man fast täglich im eigenen Leben vergisst: Lebe! Lebe, genieße, mach etwas daraus, so lange du nur kannst!
Die Geschichte hinterlässt Spuren, lässt einen nachdenken, grübeln, man sieht so vieles mit anderen Augen. Es ist einfach unbeschreiblich.

Das Cover spricht für sich. Wenn man diese Geschichte gelesen hat, weiß man, was es sagen will.

Ich werde Lou und Will sicher niemals vergessen. Volle Punktzahl.

Selda

Beiträge 3
07.02.2017

Wie schafft Jojo Moyes nur, ein so ernstes Thema mit einer berührenden Liebesgeschichte zu verweben und das Ganze kitschfrei und doch umwerfend bewegend zu erzählen?
Dieses Buch ist mir unter die Haut gegangen, es ist mit Abstand die schönste Liebesgeschichte, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Beide Charaktere wachsen einem sofort ans Herz. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich mir frei genommen, um die Geschichte in einem Rutsch lesen zu können. So habe ich auf jede freie Minute hingefiebert, um ein paar Seiten zu lesen. Dieses Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücheregal- ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Katiii_liest_gern

Beiträge 46
06.02.2017

Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein auf diese Elemente. Die tägliche Busfahrt wird zur Routine und selbst die Besucher in ihrem Café gehören inzwischen zur alltäglichen Langeweile. Doch sie ist scheinbar zufrieden... bis zum Tag ihrer Kündigung, mit welcher ihr Leben eine Kehrtwende vollführt...
Will hingegen ist das Abbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Er steht in der Blüte seiner Jahre, hat keinerlei Geldsorgen, eine schicke Freundin zu Dekorationszwecken und ein Leben geprägt von Reisen, Abenteuern und Eindrücken jeglicher Art. Er ist lebenslustig und glücklich bis ihn eines Tages ein Motorradfahrer ergreift und in einen Rollstuhl befördert...

Die Geschichte von Lou und Will ist keine gewöhnliche. Liest man den Klappentext und betrachtet das Buchcover, so freut sich die Mehrheit der Leserschaft zunächst bestimmt auf eine Liebesgeschichte mit „erschwerten“ Umständen. Doch weit gefehlt, wird der Rezipient nicht mit einer klischeelastigen Romanze unterhalten, sondern sieht sich plötzlich mit schweren Themen wie Behinderung oder Freitod sowie der Lust am Leben konfrontiert. Dabei verfolgt er die Protagonistin auf ihrem Weg zu einem neuen Ich, glaubt sich eng an ihrer Seite, zeichnet Jojo Moyes ein derart liebevolles und einfühlsames Bild der jungen Frau, dass der Leser das Gefühl entwickeln wird, Lou persönlich zu kennen.

Die Autorin versteht es den Leser auf eine geschickte Art und Weise zu fesseln und bewirkt mit ihren teilweise witzigen aber auch immer ernstgemeinten Worten, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Werk zu lesen. Ich möchte dabei nicht allzu viel von der Geschichte verraten, aber es sei gesagt, dass der Roman widersprüchliche Gefühle weckt. Einerseits möchte man die Seiten eine nach der anderen umblättern und im Buch voranschreiten, hat man jedoch gleichzeitig Bedenken, dem unumgänglichen Ende entgegenzusehen aus Angst vor dem Finale. Es hilft nichts, man muss es einfach gelesen haben!

Leseratte_ohne_Grund

Beiträge 57
30.01.2017

Ein ganzes halbes Jahr ist ein Bestseller Roman.

Es dauert eine weile das man sich einlesen tut. Ist das passiert, fesselt einen die Story an sich. So das man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Es hat mir noch einmal verdeutlicht das man einen Menschen erst kennen sollte bevor man sich auf ihn einlassen tut.

VanilleMelli

Beiträge 55
28.01.2017

Es dauerte ein bisschen bis ich mich in das Buch eingelesen habe, da es am Anfang noch keine rechte Spannung oder sonstiges gibt, was einen an das Buch fesellt.
Jedoch verschwand dies immer mehr und irgendwann wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Denn es ist eine tolle Geschichte!
Man muss lachen und auch weinen, wie es sich bei einem guten Buch gehört.

Würde das Buch auch weiter empfehlen!

siko71

Beiträge 57
20.10.2016

Louisa Clark, flippiger Kleidungsstil, lebt in einem kleinen englischem Dorf und arbeitet dort in einem Cafe. Als sie geküdigt wird braucht sie einen neuen Job und wird auf eine Anzeige aufmerksam, in der eine Pflegekraft gesucht wird.

Will Traynor, erfolgreicher junger Geschäftsmann, hat eine sehr schöne Freundin und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Bis zu dem Tag als er durch einen Unfall gelähmt ist und von da an im Rollstuhl sitzt.

Mehr will ich einfach vom Inhalt nicht verraten. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Weil es in dieser nicht nur um eine wachsende Liebesbeziehung geht sondern auch das Thema Sterbehilfe angesprchen wird.
Ich gebe 5 Lesesterne und kann jeder/em Leserin/Leser nur empfehlen eine Taschentücherbox bereit zu legen.

Arwen2709

Beiträge 3
15.02.2016

Einfach nur gefühlvoll

Unterschiedlicher kann das Leben von Will und Lou nicht sein.

Er ist erfolgreich in seinen Leben, sie hängelt sich von einem Job zum anderen.Zudem fällt Lou mit ihrem Kleidungsstil auf. Als Will einen Unfall hat und dadurch im Rollstuhl sitzt verliert er seinen Lebensmut.

Lou verliert ihren Job und da sie und ihre Eltern auf Ihr Einkommen ist sie auf der suche auf einen neuen. Dabei stolpert sie über die Anzeige als Wills Pflegekraft.

Will lehnt Lou ab und versucht sie zu vergraulen. nur lässt sich Lou nicht vergraulen. Als sie ein Gespräch zwischen Will und seiner Mutter mitbekommt wird ihr klar warum ihre Stelle nur für 6 Monate befristet ist. Will möchte sterben. Lou versucht mit allen mittel Wills Stimmung aufzuhellen. Aber als die sechs Monate zu Ende gehen wird Lou immer verzweifelter da sie sich in der Zwischenzeit in Will verliebt hat.



Mein Eindruck:

Eine Geschichte die sehr ergreifend ist und mit sehr viel Gefühl geschrieben. Man wird zum lachen gebracht, Aber am Ende werden Taschentücher gebraucht.

Das Buch kann man in einem Rutsch lesen, da es sehr flüssig geschrieben ist. Ich finde die Geschichte regt zum nachdenken an. Man kann sich mit anderen über die Entscheidung von Will unterhalten. Persönlich kann ich es nachvollziehen das Will sein Leben beenden möchte da er sich ohne Pflegekraft nicht bewegen kann. Aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben das er am Ende Lou´s Liebe erwiedert und sich am ende der sechs Monate seine Entscheidung ändert.

fraedherike

Beiträge 8
26.10.2018

Die Geschichte von Lu und Will hat mich unsagbar berührt und hat mein Denken auf eine ganz neue Art in Gang gebracht.
Man sollte jeden Tag nutzen, als sei er der letzte und keine Angst vor neuen Erfahrungen haben.

Der Schreibstil von Jojo Moyes ist grandios und die Charaktere, die sie geschaffen hat, sehr realistisch und nachvollziehbar. All ihre Handlungen entsprachen realistischen Mustern und gerne hätte ich eine Freundin wie Lu neben mir.

Ein Buch zum Lachen, zum Weinen und Verlieben!

Kiki0412

Beiträge 8
14.09.2018

Luisa Clark, eine Frau ganz anders. Sie hat zurzeit ihren Freund Patrick der nur an sich und seine Arbeit denkt. Es weiß nicht wie Luisa sich fühlt oder was sie denkt. Nach einer Zeit trennen sich die beiden, da es einfach nicht funktioniert. Nicht nur das macht ihr zu schaffen, auch die Kündigung ihres Job kommt unerwartet. Nachdem sie neuen Mut gefasst hat, geht sie auf dich suche da einer wunderebaren Arbeit mit zukunft. Und da trift sie auf Will..

Die Geschichte ist fließend in einen tollen Rythmus geschrieben, man schwingt einfach durchs Buch beim Lesen. Ich konnte es garnicht aus der Hand legen, weil die Geschichte mich gleich in ihren Bann gezogen und verzaubert hat. Besonders das schöne Cover, ansprechend aber dennoch sehr schlicht und einfach gehalten.

Die Autorin hat sich hier eine andere Art von Liebesgeschichte ausgedacht. Nicht nur die starke mutige Luisa die sich in ein komplett neues Abenteuer stürzt. Sondern auch den aussage kräftigen Will den sie unfassbar in ihr Herz schließt.
Hier treffen zwei ganz unterschiedliche Welten aufeinander. Auch berücksichtigt auf das Reale Leben, den sowas was hier erzählt wird mit Rohllstuhl und ein Stadium an den man selbst nicht möchte ist heute leider immer mehr im Vordergrund. Deswegen ist es umso schöner das Luisa in ihm etwas besonderes findet. Manchmal gerät man schnell in vorurteile, aber das passiert hier nicht. Sie macht einfach, das finde ich sehr stark. Durch ihren tollen Charakter wird es zu einer unglaublichen Geschichte.

Ich kann das Buch nur empfehlen, ich habe es so gerne gelesen, bin sehr traurig das die Geschichte nach drei Teilen zuende ist. Ein wow-moment.

kasiopeia1975

Beiträge 10
11.09.2018

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes habe ich vor Jahren gelesen und trotzdem hallt es so lange nach das ich den zweiten Teil des Buchs zwar gekauft aber noch nicht angefangen habe.
Ich denke der Inhalt ist bekannt und viele werden auch den Film mittlerweile gesehen haben und ja auch um die Verfilmung mache ich einen großen Bogen.
Ja die Problematik in dem Buch ist sehr umstritten aber für mich stand schon immer die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten im Mittelpunkt. Ich sitze selbst im Rollstuhl und habe mich oft in der Geschichte wiedergefunden. Zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Menschen mit Behinderung und ohne sind anders aber nicht immer schwieriger.
Ich habe das Buch so ziemlich jedem in die Hand gedrückt und alle waren begeistert.

Livia

Beiträge 4
11.09.2018

Inhalt:
Louisa ist schrill, bunt und in ihrem Leben fest gefahren. Seit sie auf der Welt ist, lebt sie bei ihren Eltern in einer eingeschlafenen Kleinstadt, die nur im Sommer ein wenig Leben eingehaucht bekommt, weil viele Touristen zur stadteigenen Burg strömen. Sie arbeitet in einem kleinen Café und ist seit sieben Jahren mit ihrem Freund zusammen.
Als sie ihre geliebte Arbeit verliert, muss sie sich von da an mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und erst einmal jede Arbeit annehmen, die ihr angeboten wird. Ihr Vater steht nämlich kurz vor der Kündigung und seit ihre Schwester unverhofft schwanger geworden ist, ihr Studium abbrechen und ihren Sohn alleine über Wasser halten musste, ist das Familienbudget sehr knapp bemessen und Louisas Eltern sind froh um jeden noch so kleinen Beitrag.
Da wird Louisa eine überaus gut bezahlte Stelle in einer Familie mit einem behinderten Sohn angeboten. Sie nimmt die auf ein halbes Jahr befristete Stelle an und lernt Will kennen, der sie zu hassen scheint. Bald aber stellt sich heraus, dass Will nicht Lou hasst, sondern seinen gelähmten Körper, seinen eintönigen Alltag und sein neues Leben. Und Louisa macht die schreckliche Erkenntnis, dass sie genau dieses halbe Jahr Zeit hat, Will von seinem Vorhaben abzubringen, seinem Leben mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation ein Ende zu setzen.
In diesem halben Jahr realisiert Louisa, dass sie einen Schritt ins Leben hinein machen muss, um sich aus ihrer eigenen eingefrorenen Situation zu befreien und sie verliert ihr Herz an einen Mann, der sich selber schon lange abgeschrieben hat.

Meine Meinung:
Als ich "Ein ganzes halbes Jahr" aufschlug, war mir nicht klar, was mich erwarten würde. Ich kannte nur den Klappentext und tausende von positiven Meinungen zum Buch.
Louisa ist eine wunderbare Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Ich finde ihre Starre und auch ihre Entwicklung zum Leben hin als sehr gut dargestellt.
Eigentlich sind Lou und Will in der selben Situation. Lou steckt in ihrem Leben fest und Will im Rollstuhl. Nur merkt sie gar nicht, was sie alles verpassen könnte und er realisiert es um so deutlicher. Lou muss mit einer schmerzhaften Geschichte aus ihrer Vergangenheit klar kommen, um den Schritt ins Leben hinein zu gehen und Will sieht den Freitod als einzige Möglichkeit, aus seinem Gefängnis zu fliehen. Dies finde ich von der Autorin fantastisch dargestellt, diese Ausgangssituation der Protagonisten und die unterschiedlichen Entwicklungen und Gedanken.
Generell gefällt mir der Schreibstil sehr. Ich finde, dass man so richtig merkt, dass man es mit einer schreibverliebten Autorin zu tun hat. Passend gewählte Worte, sanfter Witz, unterschwellige Tragik, viel Humor und traumhaft schöne Momente vereinen sich in einem sehr sanft ineinander verflochtenen Handlungsnetz.
Die Themen Behinderung und Freitod werden mit der nötigen Ernsthaftigkeit und mit einem hohen Informationsgehalt behandelt. Ausserdem finde ich es noch wichtig, Lous zum Teil sehr schwierige Familiensituation zu erwähnen. Auch hier haben wir wieder einen Punkt, indem sich die Protagonisten durch ihre Andersartigkeit sehr ähnlich sind. Während Will nämlich aus einer absolut reichen aber ziemlich unpersönlichen Familie stammt, in der nicht viel miteinander gesprochen wird, hat Lous Familie immer Geldsorgen, ein buntes Haus und immer einen gewissen Lärmpegel. So müssen beide mit ihrer jeweiligen Situation klar kommen und sind dadurch ziemlich auf sich selber gestellt.
Zum Schluss muss ich aber noch anmerken, dass mir persönlich das gewisse Etwas an diesem Buch gefehlt hat. Ich bin ein Mensch, der sich immer sofort berühren lässt, dieses Buch hat mich aber überhaupt nicht berührt. Es ist handwerklich perfekt gearbeitet, aber mir fehlen die Emotionen. Versteht mich nicht falsch, ich bin überhaupt nicht für Kitsch. Wills Wunsch und Lous Reaktion darauf sind für mich aber so verständlich, dass ich mir selber gar nicht so viele Gedanken dazu gemacht habe. Auch die sanft entstehende Liebesgeschichte ist zwar sehr schön, wirkt aber auf mich trotzdem ein wenig stereotyp. Genau so wie die Gegensätze arm-reich, Stubenhockerin-Draufgänger, grosses Haus-kleines Haus, kalt-herzlich, erfolgreich-langweilig, Pflegerin-Patient.
Alles in allem ist mir der Plot zu absehbar, zu wenig tiefschürfend und zu nachvollziehbar.

Fazit:
Ein perfekt gearbeitetes Buch über den Sinn des Lebens, welches mich einfach nicht so richtig berühren konnte. Ich möchte es euch aufgrund seiner brisanten Thematik doch sehr ans Herz legen.

mymagicalbookwonderland

Beiträge 7
03.09.2018

Ich glaube, mittlerweile kennt jeder den Film oder das Buch. Ich kenne natürlich beides ;-) Mir persönlich hat das Buch ganz gut gefallen. Will und Lou finde ich beide wahnsinnig gut getroffen. Lou ist mir mit ihrer sympathischen Art total ans Herz gewachsen. Die Schreibweise und die Geschichte waren total ergreifend. Ich fande es auch sehr berührend. Da musste das ein oder andere Taschentuch erhalten. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

adorable.Books

Beiträge 6
28.08.2018

Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit gelesen aber es ist mir durch seine wunderschöne traurig/romantische Story im Kopf geblieben. Ich liebe dieses Buch einfach. Gelesen habe ich das Exemplar mit dem Filmbild als Titel. Den Film selbst habe ich leider noch nicht gesehen aber ich mag Filmfotos auf Covern sehr gerne. Vor allem wenn die Schauspieler optisch so gut in diese Rollen passen wie die beiden.
Der Schreibstil war einfach und somit konnte man das Buch nur so durchsuchten. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich es auch an einem Tag durchgelesen.
Ich konnte mich super in Louisa hineinversetzen und habe mit ihr gelacht und geweint. Es kann sogar sein, dass es das erste Buch war bei dessen lektüre ich wirklich geweint habe. Auf jeden Fall war es eine sehr bewegende Story, die es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

Rike Kalwies

Beiträge 3
23.08.2018

Ein Buch was mein Herz berührte.
Es ist eine wunderbare Geschichte.
Es rührte mich zu Tränen aber brachte mich auch so einige Male zum schmunzeln.
Was mich besonders beeindruckte war, wie sehr man an seinen Aufgaben wachsen kann.
Das man sich mehr zutrauen sollte und manchmal auch von sich selbst überrascht sein kann.
Ein einzigartiges Buch.

Vevi

Beiträge 31
06.08.2018

Ich habe dieses Buch erst vor Kurzem gelesen, vor allem deswegen, weil ich davor eine Zeit lang keine traurigen Liebesgeschichten lesen wollte und man ja durch den Film und die Medien schon wusste, dass es in diesem Buch leider kein Happy End gibt.

Obwohl ich also schon wusste, worauf ich mich einstellen musste, hat mich der Roman dennoch so sehr gefesselt wie seither kein anderer mehr. Genauso wie Lou will man auch als Leser bis zum Schluss die Hoffnung nicht aufgeben, dass Will sich für das Leben und die Liebe entscheidet. Genauso wie sie lernt man Will kennen und später lieben und kann sich mit mit voller Energie den Versuchen, ihm die Lebensfreude zurück zu bringen, hineinleben. Umso tragischer und tränenreicher ist dann natürlich der Abschied von Will.

Auch die Nebenfiguren, also Lous und Wills Familien waren alle liebenswerte Charaktere, die man gleich ins Herz schließt.

Ich habe selten bei einem Buch so mitgefiebert und mitgelitten wie bei dieser Geschichte! Die Verfilmung habe ich mir nach der Lektüre auch angesehen, ich fand sie nicht schlecht, sie kam aber an das Buch von Jojo Moyes natürlich bei Weitem nicht heran.

Da ich gerade gesehen habe, dass das Buch einen Cover-Relaunch hatte: Mir persönlich hat das alte Cover besser gefallen, es hat für mich den Charakter der Geschichte einfach besser eingefangen, war zarter und "zerbrechlicher".

Ophelia19

Beiträge 32
29.07.2018

Dieses Buch ist jetzt schon ein Klassiker! Leider habe ich selbst den Fehler begangen, erst die Verfilmung zu schauen und dann das Buch zu lesen (davor habe ich mich irgendwie vor dem Hype gescheut und außerdem finde ich Bücher ohne Happy End manchmal etwas schwer verdaulich, gerade dieses von dem ich ja vorher schon wusste, wie tragisch es ausgeht).

Das Buch selbst, und da kann ich mich den vielen positiven Rezensionen hier nur anschließen, geht einem wirklich ans Herz, die Protagonisten und auch die Nebenfiguren sind alle starke Charaktere und das müssen sie angesichts der Geschichte ja auch sein.

Im Vergleich zum Film erzählt das Buch natürlich viel ausführlicher und daher ist die Lektüre des Buches, auch wenn man den Film schon kennt, noch mal ein ganz anderes Erlebnis. Ich habe noch mehr mitgefühlt und mitgelitten und zum Ende hin Rotz und Wasser geheult. Selten hat mich ein Buch emotional so sehr gepackt und mitgerissen und das ist sicher nicht nur der Geschichte geschuldet, sondern auch dem Stil von Jojo Moyes.

Wer dieses Buch noch immer nicht gelesen hat: UNBEDINGT SOFORT NACHHOLEN!!

bud

Beiträge 29
29.07.2018

Man ist vom ersten Moment des Lesens an, inmitten des Lebens der Protagonistin. Kleinstädtische Idylle , mit all den Dingen, die das Leben schwer machen und auch den vielen schönen Erscheinungen.

Und spätestens wenn Lou mit Will zusammen trifft, ist man gefangen
genommen von der warmherzig und sehr menschlich geschilderten Geschichte.
Lou reift heran und als Leser ist es beeindruckend dies mitzuerleben.
Niemals wird es kitschig. Vielmehr kann man mitfühlen und verliert dennoch die Bodenhaftung nicht.

Buch im Blick

1 Beitrag
19.07.2018

Dieses Buch ist keines einer typischen, kitschigen Liebesgeschichten. Es handelt von dem Kampf der Liebe gegen den Tod, vom Leben gegen den Wunsch einer Sterbehilfe.

Es hat mich berührt, geprägt und bewegt, es verfolgt mich immernoch, es brachte mich zum Nachdenken und Diskutieren.

Welchen Kampf würde ich ausfechten, welche Möglichkeiten wahrnehmen um meine Liebe davon zu überzeugen dass sich das Leben lohnt, egal in welcher Form?

Ich weiß es nicht und ich bin auch froh darüber. Es muß einfach schrecklich sein!

Die Liebesgeschichte von Lou und Will ist die einer ganz besonderen Art, der Schreibstil war flüssig und einprägsam. Ich konnte mit Lou mitfühlen, mit ihrer Familie und auch Will.

Morle

Beiträge 4
07.07.2018

Als ich die Beschreibung vom Buche gelesen habe wusste ich das ich dieses Buch will. Als ich es hatte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist so humorvoll geschrieben und voller Liebe. Lou und Will das absolute traumpaar auch wenn es nur eine kurz Zeit ist die sie miteinander erleben. Lou zeigt Will wie schön das Leben sein kann.

Babylu

Beiträge 6
21.06.2018

Gefühlvoll und voller Humor!Etwas tollpatschig und schräg plumpst Lou in das Leben von Will.Lou,mit ihrem eigensinnigen Modegeschmack,ihrem großen Herz und ganz viel Humor. Will,der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und das Leben nicht mehr genießen möchte.

Gefühlvoll geschrieben,Lou ist einfach klasse,so sympathisch und ganz anders!Die 2 werden zu einem guten Team,doch leider schafft es Lou nicht Will umzustimmen...

Meldar

Beiträge 30
15.06.2018

Bei "ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes handelt es sich um einen sehr bewegenden zu Tränen rührenden Roman mit tragischen Zügen.
Nicht nur einmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil es mich zu sehr bewegte.
Für Leute, die auf Happy Ends stehen nicht zu empfehlen, da es sich doch um eine sehr ernste Thematik handelt.

Manu

Beiträge 30
11.06.2018

Die Geschichte von Lou und Will hat weitaus mehr Sterne als fünf verdient. Es ist wunderschön, lebenslustig & zugleich auch traurig geschrieben. Ich hab es verschlungen, den Film dazu gesehen & war fasziniert & gleichzeitig berührt. Eine wunderschöne & traurige Geschichte & sehr empfehlenswert.

maraAngel2107

Beiträge 23
04.06.2018

Louisa Clark und Will Trayner, ein Paar was ungleicher nicht sein könnte. Als Louisa ihren Job im Café verliert weil dieses geschlossen wird ist sie völlig am Boden zerstört, sie hat zum größten Teil ihre Eltern und Schwester mit unterstützt und weiß nun nicht was sie mit sich anfangen soll. Im Jobcenter gibt es keinen wirklichen vergleichbaren Job und sie probiert mal das eine oder andere aus, bis sie sich bei Mrs. Trayner als Betreuerin für deren Sohn Will vorstellt. Sie hat keine Ahnung was auf sie zukommen wird und hat auch ein wenig Angst vor der Behinderung, doch Louisa und Will werden nach einigem hin und her doch ziemlich gute Freunde und mehr..... Dieser Job gilt nur für 1/2 Jahr und er ist mehr als gut bezahlt. Louisa wird irgendwie ein Teil der Familie und trotz Behinderung von Will gibt sie alles um ihm ein gutes halbes Jahr zu bereiten, was sich leider als ziemlich schwierig heraus stellt.
Dieses Buch ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die sich langsam und über Umwege entwickelt, ein leichter Schreibstil mit herzzereißender Handlung, als Leser möchte man einfach das diese Geschichte gut ausgeht, auch wenn im Grunde ziemlich schnell klar wird, das es nicht so sein wird. Ich war sehr gefesselt an dieses Buch und konnte es kaum aus der Hand legen, an 3 Abenden habe ich es durchgelesen und am Ende sind ziemlich viele Tränen geflossen. Ich wollte im Grunde das die Geschichte anders ausgeht, das Will und Louisa heiraten, trotz der Behinderung und trotz aller Schmerzen und doch ist das Ende vermutlich eher die Realität. Es wurde in allen Einzelheiten berichtet wie Will betreut wurde und was er auszuhalten hat, es war ziemlich gut verständlich und sehr ausführlich, ich habe teilweise richtig mitgelitten und gemerkt wie gut es mir doch geht. Ein Buch das sehr zum nachdenken anregt und uns vielleicht im wahren Leben solchen Menschen mit Behinderungen anders gegenüber treten läßt. Behinderte werden, wie auch im Buch geschildert wird, häufig gemieden, es wird hintenrum getuschelt, anstatt diesen Menschen genauso als Menschen zu behandeln wie jeden anderen auch. Vielleicht möchte die Autorin hier auch ein Apell an die Menschen geben, mal darüber nachzudenken wie es wäre wenn wir in einer solchen Situation wären und wie wir behandelt werden wollen würden....(hm ob das richtig ist:-))
Nun ja, alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch, stimmt nachdenklich und macht auch ein wenig traurig, aber schön traurig, mir hat es richtig gut gefallen und ich werde es gerne einmal verschenken und vielleicht kaufe ich es mir am Ende noch um es noch einmal zu lesen. Tolles Buch, tolle Geschichte, tolle Einfühlsamkeit in die Behinderung und einfach tolle Protagonisten. Ein wunderschönes Buch für jeden der gerne Romane liest!

Elke Z.

Beiträge 3
01.06.2018

Dieses Buch ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hab richtig mitgefiebert und mitgelitten. Herzzerreisend , spannend, traurig. Ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Freu mich schon auf den nächsten Teil.

Rea1887

Beiträge 16
28.05.2018

Lou hat mit ihren 26 Jahren eigentlich kein richtiges eigenes Leben, sie muss mit ihrem Job ihre Eltern finanziell unterstützen und steht damit leider vor einer riesigen Katastrophe, als sie plötzlich arbeitslos ist. Sie braucht dringend einen neuen Job und landet dann bei einem Tetraplegiker, um den sie sich kümmern soll. Dieser ist mit seinem Leben verständlicherweise sehr unzufrieden und möchte diesem auch am liebsten ein Ende setzen, hat seiner Mutter aber versprochen, noch ein halbes Jahr mit seiner Entscheidung zu warten - darum auch der passende Titel. Lou ist nun eigentlich auch dafür da, ihm ein lebenswertes Leben zu zeigen. Am Anfang geraten sie ziemlich oft aneinander, aber Lous etwas verrückte Art dringt tatsächlich zu ihm durch, sodass er sich ihr auch immer mehr öffnet. Kann sie ihn vielleicht doch von seinem Wunsch zu sterben abbringen?
Das ist ein sehr ernstes Thema, mit dem man sich natürlich selten beschäftigt. Aber es ist doch auch sehr interessant, es wurde gut erklärt, wie schwer es für behinderte Menschen sein muss, vor allem, wenn sie ein anderes Leben ohne Probleme gekannt haben. Ich konnte mich aber gut in Will hineinversetzen, dass man irgendwann eben keine Lust mehr darauf hat, immer nur auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Die Versuche von Lou, ihn zu unterhalten und abzulenken, waren teilweise sehr amüsant, aber auch sehr rührend.
Obwohl es keine normale Liebesgeschichte ist und doch ein sehr ernstes und trauriges Buch ist, habe ich es sehr genossen. Ich finde es super, dass so ein Thema auch mal so angesprochen und beschrieben wird.

Orangetree

Beiträge 15
27.05.2018

Das Cover lässt eine weitere Liebesgeschichte vermuten, doch weit gefehlt. Die Geschichte um Will und Louisa erzählt so viel mehr, als eine Liebesgeschichte. Louisa, oder kurz Lou genannt, wird aus ihrem altbekannten Leben katapultiert. Sie verliert ihren Job, was ihr den Boden unter den Füßen entzieht. Doch was für Lou ein Schicksalsschlag ist, wäre für Will begrüßenswert – sein Schicksalsschlag ist deutlich einschneidender. Erfolgreich, jung und gesund, das waren bislang seine Eigenschaften. Bis ein Unfall ihn an den Rollstuhl fesselt und auch sein Leben auf den Kopf gestellt wird. Wer nun eine Liebesgeschichte mit Happy End vermutet, dem kann ich nur empfehlen, das Buch auf jeden Fall zu lesen. Ich möchte nicht vorgreifen, doch es ist nicht wie erwartet, stellt jedoch höchst philosophische Fragen, auf die man nicht mit einfachen Sprüchen wie „gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade draus“ antworten kann, sondern die wesentlich tiefer gehen. Themen wie „was ist der Sinn des Lebens für jeden Einzelnen“ und Sterbehilfe werden angesprochen, ohne das eine Wertung ausgesprochen wird. Ein berührendes Buch, das nur mit einem großen Vorrat an Taschentüchern gelesen werden sollte.

jackleser

Beiträge 35
27.05.2018

Lou treibt in ihrem Leben ziel- und planlos dahin. Weder der Lebensgefährte noch der Verlust ihres Arbeitsplatzes helfen da weiter. Erst der Rollstuhlfahrer Will, dessen Betreuung sie für sechs Monate übernimmt, weckt sie langsam auf. Und auch Lou ändert ewas in Wills Leben.

MEINUNG:
Die Story des Buches ist eigentlich ganz schlicht: Junge Frau verliebt sich in ihren Pflegling und versucht, ihn von seinem Selbstmordwunsch abzubringen. Aber die Umsetzung ist zauberhaft und unglaublich emotional.
Das fängt mit den Figuren an, die sehr vielschichtig und lebensecht gezeichnet sind. Am deutlichsten kommt natürlich Lou heraus, aus deren Perspektive das Buch geschrieben ist. Es ist wunderbar zu verfolgen, wie sie sich verändert und reift. Auch Will ist glaubwürdig dargestellt. Mich hat es sehr berührt, wie er sich allmählich wieder dem Leben öffnet und Lou an sich heranlässt. Auch die Nebenfiguren passen perfekt in die Geschichte. Das ist wirklich toll!
Auch die Handlung ist überzeugend geschildert. Ohne sich als Voyeur zu fühlen, bekommt der Leser Einblick in das Leben eines Tetraplegikers, erlebt seine Möglichkeiten, seine Einschränkungen und seinen Alltag. Das hat mich überzeugt und berührt.
Das Ende ist sehr, sehr traurig, aber konsequent und so voller Liebe, dass es absolut wert ist, sich auf dieses Buch einzulassen. Taschentücher sollte man allerdings in Griffweite haben.

Arietta

Beiträge 51
13.05.2018

Ein wundervoller und sehr berührender Roman. Ich liebe dieses Buch.
Der Schreibstil der Autorin, ist sehr klar, Bildhaft und kraftvoll, ihr scheinen die Wörter und Gedanken nur so aus der Feder zufließen.
Ihre Figuren und deren Charaktere sind sehr facettenreich beschrieben und herausgearbeitet. Man konnte sich in manche der Protagonisten so richtig gut hinversetzen. Sie beweist viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, sowie sie ihre Figuren beschreibt, sie wirken wie aus Fleisch und Blut. Eine Authentische Geschichte....

buchzauber

Beiträge 37
12.05.2018

Wow! Einfach nur wow! Ich weiß nicht, ob ich schon viele Bücher gelesen habe, die mich emotional so mitgenommen haben. Ich weinte, lachte, fluchte und schüttelte den Kopf – nur langweilig war dieses Buch nie. Die Geschichte ist einfach herzerwärmend und macht nachdenklich. Genau das sollte ein solches Buch schaffen. Moyes ist es einfach wunderbar gelungen mit einem ansprechenden Schreibstil, wundervollen Charakteren (auch wenn sie ihre Ecken und Kanten haben) und einem schwierigen Grundthema, dass jeden betreffen kann. Was würde man selbst tun? Ist es richtig, was Will entschieden hat? Was soll man als Außenstehender tun? Fragen über Fragen, die ich zwar auch nach dem Lesen nicht abschließend beantworten kann, aber das war auch nicht das Ziel des Buches. Zumindest habe ich es nicht so empfunden. Die Auseinandersetzung mit diesem Tabuthema allein ist schon wichtig.
Die Liebesgeschichte ist einfach wunderschön, echt und besonders – einfach unvergesslich! Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen.

Piatra

1 Beitrag
10.05.2018

Eigentlich bin ich ja eher ein Thriller-Fan, aber doch auch offen für andere Genres. Zufällig bekam ich Jojo Moyes "Ein ganzes halbes Jahr" in die Hände und habe es dann gelesen. Es hat mich mitgerissen. Das Thema ist ein sehr schwieriges. Leben mit einer unheilbaren Behinderung durch einen Unfall, keine Aussicht auf Besserung und Sterbehilfe. Die beiden Hauptcharactere Lou und Will sind sehr einfühlsam beschrieben. Ihre Geschichte ist tief berührend. Ich habe geweint, normalerweise lasse ich mich nicht so in eine Geschichte ziehen. Aber dieser Geschichte kann man sich nicht entziehen. Sie bringt einem zum nachdenken und lässt einen vieles mit anderen Augen sehen. Was ist wirklich wichtig im Leben? Sollte man nicht jeden Tag viel bewusster und dankbarer erleben? Wie schnell kann ein unachtsamer Moment, ein Unfall das ganze Leben verändern! Nicht nur für sich selber, sondern auch für alle anderen Menschen um einen herum.
Das Buch ist absolut empfehlenswert!!!

Bommelinchen

Beiträge 5
27.04.2018

Ich bin Krimi- und Thrillerfan, Liebesromane sind nicht so meins, aber dieses Buch hat mich so berührt, dass ich danach sämtliche Bücher der Autorin gelesen habe. Es regt einfach auch mal zum Nachdenken über die Qualität des Lebens an. Das Ende war sehr traurig und hat viele Tränen gekostet, aber man kann es nachvollziehen. Ich habe das Buch nun schon dreimal gelesen und weine immernoch.

Melli B.

Beiträge 22
18.04.2018

Ein Buch zum Träumen - ein Buch zum Weinen! Ein Buch, das einem das Herz aufgehen lässt - ein Buch, das uns den Fokus neu einstellt!
Das Thema Krankheit und Sterben wird aus zwei verschiedenen Blickwinkel betrachtet. Immer mit dabei: die Liebe!!!
Ein herzzerreißender Roman von JoJo Moyes - ein absolutes Must-Have! Ich mag den Schreibstil der Autorin und kann es nur weiterempfehlen.

otter

Beiträge 25
16.02.2017

Es ist eines der beeindruckensten Bücher der letzten Jahre. Aktive Sterbehilfe - ein Thema, dass bisher keiner wirklich sich trauete in einen Roman an zu packen. Es werden alle Seiten - vorurteilsfrei beleuchtet. Man kann alle Beteiligten und ihre Ansicht nachvollziehen. Und sich selber seine Meinung bilden - aber ich denke immer - solange man nicht selber in der Situation steckt - kann man eigenlich nur eine Idee einer Meinung sich bilden. Wie man handeln würde - wenn man selber betroffen ist - steht in den Sternen.
Danke für diese BUch

Mel3A

Beiträge 8
12.11.2018

    Ich habe lange Zeit in einer Buchhandlung gearbeitet. Immer wieder bin ich an dem Buch vorbei gelaufen. Fand ich doch den Hype um schon wieder eine Liebesgeschichte völlig übertrieben. Ich lese an sich gern solche Bücher, aber der Rückentext hat mich nicht so recht überzeugt. Gibt es doch immer wieder ähnliche Bücher...
    Ich kannte Jojo Moyes schon und fand ihren Schreibstil wirklich toll. Also hab ich mich dann doch irgendwann dazu durchringen können dieses Buch zu lesen.
    Und was soll ich sagen. Es ist eben doch nicht wie alle anderen Liebesgeschichten.
    Ich mag allein Lou wegen ihrer spritzigen, quirligen Art. Sie hat mich ein wenig an mich erinnert mit ihrem hang zu bunten und viel zu quirligen Sachen. Was hab ich sie um ihre Hummelstrumpfhose beneidet.
    Jojo Moyes hat mich auch bei diesem Buch mit ihrem Schreibstyl und mit ihrer Liebe zu ihren Figuren wieder völlig überzeugt.
    Ich hab dieses Buch sicher nicht das letzte mal gelesen und ich freu mich auch auf die Folgebände...

    anna

    Beiträge 2
    01.11.2018

      Wunderschöne ergreifende Geschichte um ein Thema das wir gesunden Menschen oft nicht verstehen wollen,sehr gefühlvoll geschildert man möchte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen und in einem fort auslesen.

      Tigerbaer

      Beiträge 6
      31.10.2018

        Die Rezi bezieht sich auf den ungekürzten Hörbuch-Download von Audible.

        Das Hörbuch hat ein Weilchen in meiner Hörbuch-Bibliothek geschlummert und erst vor Kurzem habe ich es „wieder“ entdeckt. Ich habe die knapp 15 Stunden dauernde Geschichte an einem Wochenende gehört und habe jede Unterbrechung verflucht.

        Ungewöhnlich für ein Hörbuch waren für mich die verschiedenen Sprecher, aber da die Geschichte zwischendurch aus verschiedenen Blickwinkeln, z. B. Wills Pfleger, Lous Schwester, etc. erzählt wird, hat das wunderbar gepasst.

        Lou lebt ein recht durchschnittliches Leben und scheint die überwiegende Zeit einfach so durchs Leben zu treiben. Sie packt nichts so wirklich an oder zieht es etwas komplett durch. Ihre Familie nimmt sie deshalb in vielem auch nicht so 100 % ernst.
        Als das Cafe, in dem sie bisher gearbeitet hat, schließt steht Lou ohne Arbeit da und hat den Druck, dass ihre Familie auf ihren Verdienst angewiesen ist.
        Nach einigen erfolglosen Arbeitsversuchen tritt sie eine Stelle bei der Familie Traynor an. Sie soll sich um den Sohn Will kümmern. Der junge Mann ist seit einem Motoradunfall Tetraplegiker, d. h. querschnittsgelähmt und will so nicht mehr weiterleben.
        Das Zusammentreffen des lebensmüden Wills und der lebenslustigen und chaotischen Lou schlägt Funken und lässt weder sie selbst noch ihre Umgebung unberührt.

        Mir hat „Ein ganzes halbes Jahr“ gut gefallen und ich fand die Themen Tetraplegie, Sterbehilfe und die Frage, was bedeutet so etwas für alle Beteiligten sehr gut in die bittersüße Liebesgeschichte eingebettet. Eine sehr vielschichtige Geschichte, die auch nach dem Hören/Lesen noch lang nachhallt und nachdenklich stimmt.

        TochterAlice

        Beiträge 14
        16.10.2018

          Mit Herz und unkonventioneller Lebenseinstellung geht hier Lou ans Eingemachte und versucht, den Tetraleptiker Will von seiner Entscheidung, aufgrund seiner ausweglosen Situation Selbstmord zu begehen, abzubringen.
          Lou und Will: ein ungleiches Paar. Hat Lou ihr Leben lang in der kleinen englischen Touristenstadt und im Schoße ihrer liebenswerten und auf ganz besondere Art und Weise einnehmenden Familie verbracht, so war Will bis zu seinem Unfall ein reicher, begehrenswerter, nicht unbedingt aber liebenswerter Typ, der viel gearbeitet hat, durch die Welt gereist ist und sich das vom Leben genommen hat, was er wollte. Um ihre ständig abgebrannte Familie ernähren zu können, nimmt Lou den gutbezahlten Job als seine Gesellschafterin an ... und findet sich in vielerlei Hinsicht in einer vollkommen neuen und anderen Welt wieder.

          So anrührend und originell das Buch ist, hier jagt ein Klischee das andere: die beiden müssen sich erstmal zusammenraufen, Lou begeht in der "reichen" Welt ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Besonders unglaubwürdig war für mich Lous Umfeld: wer kann von einer 27jährigen - die Handlung spielt fast in der Jetzt-Zeit, im Jahre 2009 - erwarten, dass sie als Hauptverdienerin einer ganzen Familie bestehend aus Eltern, Großvater und nicht zuletzt jüngerer, schlauerer, studierwilliger Schwester mit unehelichem Sohn agiert. Genau das tut aber Lous Familie und scheint es als ganz selbstverständlich aufzufassen.

          Trotz dieser kleinen, von mir so empfundenen Störungen habe ich das Buch mit großem Genuss gelesen und habe mit Lou mitgelitten und gelacht. Ein wenig ist die Handlung wie ein modernes Märchen aufgebaut - ein Aschenputtel der Arbeiterklasse betritt ein neues Umfeld, verändert dieses komplett, wobei aber auch sie selbst sich in diesem ändert. Das kann man mögen oder auch nicht, fest steht, dass die britische Autorin Jojo Moyes nicht nur in ihrem Heimatland Großbritannien, sondern europaweit einen Nerv berührt hat. Zu empfehlen für Leser, die Emotionen lieben, aber ernste und auch kontroverse Themen nicht scheuen und bereit sind, sich auf solche einzulassen.