Simon Beckett

Verwesung

SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD.

Drei Mädchen sind verschwunden. ein Serienkiller gesteht. Doch Jerome Monk weigert sich zu verraten, wo er ihre Leichen vergraben hat. Auch David Hunters Einsatz bringt keine Ergebnisse.

Acht Jahre später: Monk bricht aus dem Gefängnis aus. Für David Hunter beginnt ein Albtraum. Denn die Dämonen der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe ...

DAVID HUNTERS VIERTER FALL IN LIMITIERTER SONDERAUSGABE MIT CD.
MUSIK VON IN THE NURSERY.

«Wir wollen etwas völlig Neues machen: kein klassisches Audiobuch, sondern einen Soundtrack, der versucht, die Atmosphäre der David-Hunter-Romane einzufangen. So ein Projekt ist, soweit ich weiß, bisher einzigartig.»
Simon Beckett


Autorenbild Foto von Simon Beckett

Der  Autor

Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller "Der Hof" erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.


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Rezensionen

yesterday

Beiträge 34
09.09.2017

Die schwarz-weißen Cover der Beckett-Bücher gefielen mir schon immer, auch hier passt es gut. Seine Bücher brauchen keine Bilder und kein Blut, das Kreuz hat ja doch Bezug zur Geschichte und das reicht hier meiner Meinung nach vollkommen, um schon einmal äußerlich ein ansprechendes Buch zu sein.

Die Spannung zieht sich im Grunde sehr gut durch das Buch bis auf eine kleine Ausnahme. Der Teil zur Theorie über Verwesungsprozesse war für nicht so interessant und ein bisschen langatmig, aber das ist eben typisch Beckett. Außerdem unterstreicht dieser Teil den Titel. Immer wieder fällt auf, dass sich die Spannung zu den Enden der Kapitel steigert und man dort dann nicht wie gewohnt unterbrechen kann. Leichter geht das mitten im Kapitel bei den größeren Absätzen. Rund nach der Hälfte des Buches hatte ich eine Vermutung, wer der Bösewicht ist. Das tat der Spannung aber keinen Abbruch, die Handlung bleibt trotzdem packend und man will wissen, was noch passiert. Man will wissen, ob man Recht hat und wie die Ermittler dann dahinterkommen.

Es gibt viele direkte Reden, Dialoge und weniger Erzähltext, was dem Leser noch stärker das Gefühl vermittelt, mittendrin zu sein. Ab und an entrinnt der Protagonist scheinbar ausweglosen Situationen. Ich finde aber, dass Thriller in solchen Punkten auch einmal sein dürfen. Wäre doch nicht so gut, Hunter sterben zu lassen, denn dann wäre ja auch die tolle Buchreihe zu Ende. Der Erzählstil gefällt mir sehr gut, nur eine Seite lang liest sich der Thriller anders. Derbe Ausdrücke und einzelne Sätze im Stil eines „Schundromans“, die irgendwie nicht zum restlichen Buch passen.
Die Person David Hunter war mir durch frühere Bücher dieser Reihe schon bekannt und sie hat auch in „Verwesung“ Wiedererkennungswert. Man entscheidet sich auch wegen ihm für dieses Buch, wenn man die anderen schon kennt. Man weiß, was man bekommt.

Besonders erwähnen muss man hier den Schluss des Buches. Es gehört nicht mehr zur Geschichte, aber trotzdem schließt Beckett mit einem Cliffhanger… Man weiß nicht, warum hier offen gelassen wurde, wer am Telefon ist. Da „Verwesung“ der bisher letzte Teil der Reihe um David Hunter ist, ist es ja noch möglich, dass diese Situation zu Beginn des nächsten Bandes (wenn es denn einen gibt) aufgelöst wird.

TochterAlice

Beiträge 14
16.10.2018

    Rückblende: Auf den Spuren von Jerome Monk befindet sich David Hunter zu Beginn des vorliegenden Falles - dieser mutmaßliche Serienmörder sitzt seit einem Jahr in Haft, obwohl man bisher keine Leiche gefunden hat: abgesehen von der, bei deren Ermordung er quasi in flagranti ertappt, wenn auch nicht gleich gestellt wurde - seit dies endlich gelang, schweigt er sich bezüglich möglicher Fundorte der Opfer aus. Hunter wurde zu einem Leichenfund in Dartmoor gerufen - man hofft, endlich eines von Monks Opfern aufgespürt zu haben. Es stellt sich heraus, dass er von einem alten Bekannten empfohlen wurde - einem Ermittler, den er privat kennengelernt hat und der nicht gerade zu seinen liebsten Mitmenschen zählt. Es stellt sich jedoch heraus, dass auch innerhalb des lokalen Ermittlerteams, mit dem Hunter nun zusammenarbeiten wird, nicht gerade die beste Stimmung herrscht. Nichtsdestotrotz gelingt es, eine Leiche zu finden.



    Acht Jahre später - Hunter hat Frau und Kind bei einem Verkehrsunfall verloren und lebt nur noch für die Arbeit - ist Jerome Monk ausgebrochen und rächt sich an allen, die bei den früheren Ereignissen eine Rosse spielten. Es gibt ein Wiedersehen mit allen Akteuren von damals, auch die Animositäten unter den damaligen Kollegen kommen wieder zum Vorschein. David Hunter versucht ihn zusammen mit der früheren psychologischen Ermittlungsberaterin Sophie Keller dingfest zu machen, kann ihn jedoch vor weiteren Schreckenstaten nicht abhalten.

    Eine ungeheuer spannende Story? Nur bedingt: Simon Beckett schreibt zwar gekonnt und faszinierend und schafft es allein dadurch, den Leser in seinen Bann zu bringen, es gelingt ihm aber inhaltlich nicht ganz, den vielversprechenden Aussichten auf einen spannenden Thriller gerecht zu werden. Ein wenig gemahnten mich die gelesenen Zeilen an die ähnlich beindruckenden Sowjetthriller "Kind44" und "Kolyma" von Tom Rob Smith, auch finden sich Parallelen zu Jeffery Deavers Erzählstil mit immer neuen, überraschenden Wendungen, doch ahnt der Leser früh, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Nicht gerade das Highlight der Serie um David Hunter, doch in diesem Kontext trotzdem ein Muss für Freunde dieser anspruchsvollen Spannungsliteratur!

    Jani

    Beiträge 31
    08.10.2018

      Ich habe bereits die ersten beiden Teile vor längerer Zeit gelesen. Die Chemie des Todes und Kalte Asche habe ich verschlungen.

      Nun habe ich also weiter gemacht, jedoch bin ich gleich zu Band 4 gesprungen, allerdings versehentlich.

      Die Aufmachung ist, wie auch bei den ersten drei Bänden in schwarz/weiß gehalten. Da ich die Kombination gerne mag, sprechen mich die Bücher natürlich immer an.
      Einfach nur ein unaufgeregtes, ruhiges Cover, ohne viel Brimborium.

      In diesem Teil erleben wir am Anfang einen Zeitsprung in die Vergangenheit um in den aktuellen Fall einzusteigen. Wie auch in den ersten Teilen wird David Hunter zur Klärung diverser Mordfälle hinzugezogen.
      Hier wird auf sehr detaillierte Beschreibung der Morde weitestgehend verzichtet, so dass man sich schon eher ein eigenes Bild machen kann/muss.

      Junge Frauen werden vergewaltigt und umgebracht. Ein Täter, Jerome Monk, ist natürlich schnell gefunden und auch sein Geständnis lässt nicht lange auf sich warten.
      Da stutzt man als Leser schon und fragt sich, ob das nicht zu schnell und einfach ging.

      Natürlich war das noch nicht alles. Die Leichen werden, bis auf eine, nicht gefunden, da die Gräber im Moor versteckt sind. Selbst die aufwendige Suche mit Spürhunden bringt kein Ergebnis.
      Dann stellt sich der vermeintliche Mörder freiwillig zur Verfügung um bei der Suche zu helfen und nutzt diese natürlich prompt zur ersten Flucht.

      Dann erfolgt der Sprung in die Gegenwart. Natürlich hat man den Täter geschnappt, aber nach acht Jahren im Vollzug ist ihm wieder einmal die Flucht gelungen.
      Jeder der damals Beteiligten ist in Aufruhr deswegen.
      Monk kehrt auch tatsächlich an den Ort des Geschehens zurück und sucht die Mitarbeiter der damaligen Untersuchung auf.
      Und dennoch kommt wieder die Frage auf, ist er es wirklich gewesen.

      So beginnt wieder die Jagd auf das "Monster" und mit einigen Hindernissen kommt man der Sache langsam auf die Spur.
      Hier zeigt sich wieder, dass es sich immer lohnt zweimal und genauer zu prüfen ob man die richtige Person geschnappt und verurteilt hat.

      Ich möchte nicht viele Details verraten, da ich finde, dass bei diesem Buch sonst schon alles verraten wird.


      Die ersten Teile fand ich wesentlich besser und spannender geschrieben.
      Hier wurde meines Erachtens nach, nur die Geschichte herum ausgeschmückt. Mir fehlte ein bisschen der Nervenkitzel.
      Die Auflösung des Mörders war für mich dennoch überraschend, da mir zwar klar war, dass diese Person Probleme hat, aber nicht zu was man daher fähig sein kann.

      Mir fehlte hier auch etwas die forensische Arbeit an sich. Das blieb etwas auf der Strecke.

      Deshalb nur 3 Sterne von mir.

      Petzi_Maus

      Beiträge 13
      31.07.2018

        Der 4. Fall für Robert Hunter


        Kurz zum Inhalt:
        Der forensische Anthropologe Dr. David Hunter kann eine Leiche, die in den Sümpfen von Dartmoor gefunden wurde, identifizieren. Der in Verdacht stehende Mörder, Jerome Monk, gesteht noch weitere drei Morde, doch er weigert sich zu verraten, wo er die Leichen vergraben hat. Eine großangelegte Suchaktion im Dartmoor endet jedoch in einem Desaster.
        Acht Jahre später gelingt Monk die Flucht aus dem Gefängnis. David Hunter versucht gemeinsam mit der Psychologin Sophie Keller, die bei der damaligen Suche im Moor dabei war, Monk zu stoppen. Doch der kennt sich in der nebligen Einsamkeit des Dartmoors besser aus als jeder andere und möchte sich an allen, die damals an der Suche beteiligt waren, rächen. Es beginnt ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit...


        Meine Meinung:
        "Verwesung" ist der 4. Fall für Robert Hunter. Ich mag die Reihe total gerne, aber dieser Band ist für mich eher schwach. Leider wird die Spannung hier nicht so konstant aufrecht gehalten wie in den Vorgänger-Bänden.
        Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und schnell zu lesen, und es macht Spaß, Robert Hunters Arbeit mitzuverfolgen.

        Das schwarz-weiße Cover lässt sofort einen Robert-Hunter-Thriller erkennen und passt optisch zur Reihe.


        Fazit:
        Trotz kleiner Schwächen ein solider Thriller mit dem forensischen Anthropologe Dr. David Hunter

        jackleser

        Beiträge 35
        27.05.2018

          Meine Wahl fiel auf Insomnia, zum einen weil mich sowohl Cover als auch Klappentext spontan angesprochen haben, zum anderen weil Insomnia von Mr. King mein absolutes Lieblingsbuch ist und dieses hier von daher schon mal aus Prinzip gut sein musste.
          Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte rein zu kommen.
          Das lag sicher zum Teil daran, dass der Spannungsbogen zwischendurch immer wieder abgesunken ist, in der ersten Hälfte gab es einige Stellen, die sich ziemlich gezogen haben.
          Aber der Hälfte etwa ging dann aber so richtig die Post ab - von da an konnte ich es fast nicht mehr aus der Hand legen, so spannend ist es auf einmal geworden.
          Die Protagonistin Mallory macht im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung mit.
          Auch die anderen Darsteller sind sehr gut gezeichnet, man empfindet recht schnell genau die Emotionen für sie, die von der Autorin vorgesehen waren. Hui, war das spannend, ich möchte gar nicht so viel erzählen, wer spannende Thriller/Krimis mag, ist hier genau richtig. viel Spaß bei lesen und den Fall mit lösen.

          buchverschlingen

          Beiträge 37
          05.11.2017

            Schon der Titel kann wieder nur von Simon Beckett kommen. Kein anderer schreibt so unverblümt und ausführlich über Tote und das Wie es dazu kam. Gewohnt detailreich schildert Simon Beckett schon auf der ersten Seite die Zersetzung einer Leiche. Doch das war es diesmal dann schon an Ekeligkeiten. In diesem Buch hat der Autor sich weiterentwickelt, schafft es den Leser auch ohne detailreiche Erzählungen und Erklärungen über Maden und Leichen zu fesseln.

            Ich bin gleich versunken in der Geschichte und wurde nicht enttäuscht von diesem neuen Buch. Im Gegenteil: In gewohnter Manier zieht uns der Autor mit ins Geschehen, verliert sich zwischendurch in kleinen Details, um die Spannung auf die Spitze zu treiben. Genau so müssen Thriller sein, damit man seine Leser an sich fesselt!

            Außerdem schafft es Simon Beckett, lebendige Charaktere entstehen zu lassen. Mit all ihren kleinen Schwächen und Stärken. Und endlich erfährt man auch, was mit Dr. Hunters Familie geschah. Dies macht ihn noch menschlicher. Leider war das Buch relativ kurz und viel zu schnell zu Ende!

            Deshalb finde ich den Preis auch ganz schön happig: 23 Euro für ein HC, das gedruckt ist wie ein TB und zudem nach der Hälfte der Kapitel eine leere Seite hat.