Andreas Winkelmann

Das Haus der Mädchen

Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben...


Autorenbild Foto von Andreas Winkelmann

Der  Autor

Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.


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Rezensionen

saika84

Beiträge 8
29.06.2018

Leni Fontane hat einen Praktikumsplatz bei einem Verlag in Hamburg bekommen. Da sie nicht viel Geld hat, bucht sie ihr Zimmer über Bedtobed. In der Wohnung angekommen, trifft sie auf eine der anderen Mitbewohnerinnen Vivien. Die beiden freunden sich gleich an, doch bereits am nächsten Tag ist Vivien ohne ein Wort spurlos verschwunden. Als Leni durch ein Missgeschick auf den Obdachlosen Freddie trifft, erfährt sie, dass dieser einen Mord beobachtet hat und der Täter Freddie nun verfolgt. Seine Beschreibung passt genau zu dem Mann, mit dem sie Vivien zuletzt gesehen hat. Sie ahnen nicht, dass sie bereits in großer Gefahr schweben.



Das Haus der Mädchen wurde von dem Autor Andreas Winkelmann geschrieben und ist im Verlag rororo erschienen. Der Schreibstil liest sich sehr gut und ist absolut fesselnd. Die Kapitel sind angenehm kurz. Durch die wechselnden Perspektiven fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung wird gut aufgebaut und im Verlauf der Geschichte immer weiter gesteigert. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen erst nach und nach zusammen, sodass man als Leser lange Zeit im Dunkeln tappt. Die Charaktere waren gut beschrieben und sehr vielschichtig. Leni hat viele Ängste, versucht sich diesen aber immer wieder zu stellen. Das hat sie besonders sympathisch gemacht. Ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Das Haus der Mädchen war für mich der erste Thriller von Andreas Winkelmann aber sicher nicht der letzte. Von mir gibt es die vollen 5 Sterne.

Heike65

Beiträge 27
19.01.2019

    Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
    Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen
    auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
    Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben... (Klappcovertext vom Buch)

    Ich bin sehr gut in den Thriller gekommen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind gut dargestellt und ich finde Leni total toll beschrieben. Man kann sich total in ihre Person versetzen und fühlt in ihren Abenteuern mit ihr mit. Aber auch Freddy dem im zweiter Szenenstrang mit spielt gefallt mir gut. Im Laufe der Geschichte verbinden sich dann beide Storys zu einer. Leni und Freddy lerne sich bei der suche nach Lenis neue Freundin kennen. Die Freundin war plötzlich verschwunden und das kam Leni total seltsam vor. Freddy hat auch ein Abenteuer hinter sich, er hat beobachtet wie ein Autofahrer erschossen wird und das auch der Täter beobachtet hat. Beide sind auch der Flucht und der Suche. Der Autor hat hier eine spannende Geschichte geschrieben. Wird jetzt Leni mit Hilfe von Freddy jetzt ihre Freundin finden? Den Leser erwartet eine spannende Geschichte, mit einem überraschenden und sehr spannenden Ende wer der / die Täter / -in ist, last euch überraschen.

    Ich kann den Thriller sehr empfehlen, er hat alles was ich an einem spannenden Buch liebe. Nur eines viel Blut gibt es nicht. Aber das muss bei diesem Buch auch nicht sein.

    buchverschlingen

    Beiträge 43
    16.01.2019

      Endlich Neues von Andreas Winkelmann



      Ich grusle mich ja immer noch vor Bahnübergängen J Auch in seinem neuen Buch wartet wieder viel Spannung auf den Leser.



      Ein Wohnhaus in Hamburg, in dem immer wieder Mädchen verschwinden. Auch Lenis Mitbewohnerin Vivien. Leni kommt das komisch vor, wollten sich die beiden doch am selben Tag noch einmal treffen. Leni beginnt zu schnüffeln und trifft auf den Obdachlosen Freddy, der auf der Suche nach einem Mörder ist. Allzu schnell wird ihnen klar: die beiden Dinge hängen zusammen. Gemeinsam suchen sie weiter nach dem geheimnisvollen Fremden und geraten selber in Gefahr.



      Winkelmann gelingt es, von der ersten Seite an zu fesseln! Wie habe ich die Tropfen mitgezählt und mit Oliver gebangt, dass er noch aus dem Auto kommt.

      Mit Leni und Freddy sind ihm auch wieder tolle Charaktere gelungen, mit denen man einfach mitbangen muss. Einen Obdachlosen mit ermitteln zu lassen, das hat schon was ganz Besonderes. Und mit Rebecca ist Winkelmann DER Coup schlechthin gelungen. Ihre Schlagabtäusche mit Kommissar Jan Kerner fand ich zum Wegwerfen komisch. Von den beiden würde ich gern noch viel mehr lesen.

      Sehr früh denkt man, man kennt den Mörder. Aber so war das ja noch selten in einem Thriller, schon gar nicht bei Winkelmann. Er führt den Leser auf eine falsche Fährte und rückt erst sehr spät mit dem wahren Täter heraus. Das war so ein wenig der einzige Wehmutstropfen für mich, dass das Ende relativ schnell abgehandelt wurde. Immerhin bedient Winkelmann hier nicht das Klischee aus beinahe allen Krimis (der Täter lässt sich auf ein Gespräch ein und klärt so alles auf). Das wiederum hat mir dann wieder gut gefallen und auch mit dem kleinen Wehmutstropfen versöhnt.

      Fazit: Winkelmann hört nicht da auf, wo andere enden, seine Szenarien gehen tiefer und schrecken auch vor etwas Gewalt nicht zurück. Wer also zart besaitet ist, greift lieber zu einem anderen Buch. Alle anderen werden „Das Haus der Mädchen“ sicher genauso verschlingen wie ich.

      KimVi

      Beiträge 56
      16.01.2019

        Die schüchterne Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum bei einem Verlag zu absolvieren. Für die Dauer ihres Aufenthaltes hat sie ein WG-Zimmer in einer schönen Villa gemietet. Dort lernt sie die lebenslustige Vivien, die so ganz anders ist als sie selbst, kennen. Da Vivien nicht lockerlässt, freunden sich die beiden an. Doch plötzlich fehlt von Vivien jede Spur. Dass die neue Freundin abgereist ist, ohne sich von ihr zu verabschieden, hält Leni für ausgeschlossen. Deshalb begibt sie sich auf die Suche und gerät dabei selbst in große Gefahr.....

        Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos. Denn man beobachtet gespannt, wie der Krankenpfleger Oliver zur falschen Zeit am falschen Ort ist und dabei etwas entdeckt, das ihn das Leben kosten wird. Olivers Tod wird von einem Obdachlosen beobachtet, der nun selbst ins Visier von Olivers Mörder gerät. Damit ist der Grundstein für eine spannende Handlung gelegt. Man möchte unbedingt erfahren wie es weitergeht und wie sich der Handlungsstrang, in dem die schüchterne Leni im Mittelpunkt steht, wohl mit dem Ganzen verbinden wird.

        Andreas Winkelmann versteht es von Anfang an, das Interesse an der Handlung zu wecken. Durch die ständig wechselnden Perspektiven, die häufig an besonders spannenden Stellen stoppen, hängt man schnell am Haken und wird förmlich durch das Buch getrieben. Auch in diesem Thriller gelingt es dem Autor wieder hervorragend, mit den Ängsten der Leser zu spielen und diese zu schüren.

        Die Charaktere wirken authentisch, sodass man mit ihnen mitfiebern und den Thrill der Handlung nachvollziehen kann. Da die Handlungsorte ebenfalls so realistisch beschrieben sind, hat man das Gefühl, selbst am Ort des Geschehens zu sein. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Das bereits früh aufgebaute Tempo kann durchgehend gehalten werden und sich zum Schluss sogar noch steigern. Der Drahtzieher ist gar nicht so einfach auszumachen. Es gelingt Andreas Winkelmann hervorragend, Wendungen einzubauen, die dafür sorgen, dass man dem Täter nicht so schnell auf die Schliche kommt und am Ende überrascht wird.

        Krimis und Thriller sind meine absoluten Favoriten und die, die aus der Feder von Andreas Winkelmann stammen, lese ich besonders gern. Denn er schafft es immer mich zu überraschen und mit einer temporeichen Handlung durch das Geschehen zu treiben. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb auch alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung.

        misery3103

        Beiträge 42
        15.01.2019

          Leni „Landei“ Fontane kommt vom Dorf nach Hamburg, um hier ein Praktikum in einem Verlag zu absolvieren. In einer Privatwohnung, die sie sich mit Touristen aus der ganzen Welt teilt, wurde ihr ein Zimmer vermittelt. Hier lernt sie ihre Mitbewohnerin Vivien kennen, die am zweiten Tag jedoch spurlos verschwindet. Und Vivien ist nicht das erste Mädchen, von dem nach einem Aufenthalt in der Wohnung jede Spur fehlt. Als Leni merkt in welcher Gefahr sie schwebt, ist es fast zu spät.

          Leni mochte ich, obwohl mir ihre Naivität oft einen Ticken drüber war. Ihre Hoffnungen, die mit dem Aufenthalt in Hamburg verbunden sind, konnte ich gut nachvollziehen, so dass ich den Aufenthalt mit ihr in dieser schönen Stadt sehr genossen habe. Das Verschwinden der Mädchen und ihr Aufenthalt in dem fiesen Kellerverlies waren spannend geschrieben und machten mich neugierig auf die Auflösung. Der schnell präsentierte Verdächtige kam mir von Anfang an zu einfach vor, so dass ich noch mal so gespannt der Lösung des Falls entgegenfieberte. Den Kommissar Jens Kerner und seine Assistentin Rebecca mochte ich, weil sie eigenwillig sind und auch schon mal auf eigene Faust ermitteln. Den Penner Freddy hingegen fand ich dann schon wieder ein bisschen drüber, einfach zu viel, doch er ist irgendwie wichtig für die Geschichte. Das Finale war spannend, auch wenn ich mit diesem Täter und seinen Motiven irgendwie auch wieder nix anfangen konnte.

          Trotz allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Hamburg, die nette Leni Landei, der Kommissar und seine Assistentin, alles Punkte, die mir vergnügliche Lesestunden beschert haben. Gerne mehr davon!

          bärin

          Beiträge 4
          02.12.2018

            Leni, ein Mädchen vom Lande, kommt in die große Stadt nach Hamburg, um dort in einem Verlag ein Praktikum zu absolvieren. Ihr neuer Chef hat ihr eine Zimmervermittlung empfohlen und so bezieht sie ein schönes Zimmer in einer Villa am Kanal. Sie freundet sich mit ihrer Zimmernachbarin an und sucht nach ihr, als sie am nächsten Tag plötzlich ohne ein Wort verschwunden ist.

            Freddy, ein junger Mann, ist seit kurzem obdachlos. Seine Frau hat ihn rausgeworfen und seine Gläubiger sind hinter ihm her, seine Firma hat er in den Sand gesetzt. Er beobachtet nachts in einem einsamen Gelände, wie ein Mann in seinem Auto erschossen wird. Der Mörder hat Freddy gesehen und sucht ihn.

            Freddy und Leni lernen sich auf ungewöhnliche Weise kennen und nach und nach stellt sich heraus, dass diese beiden Fälle zusammen hängen. Gemeinsam suchen sie nach ihrer Freundin und nach dem Mörder. Nach diesem sucht KHK Jens Kerner ebenfalls...

            Dieser rasante Thriller war von der ersten bis zur letzten Seite äußerst unheimlich und spannend, so dass man ihn kaum zur Seite legen konnte. Die ständigen Perspektiv-Wechsel endeten oftmals mit einem Cliffhanger, so dass der Spannungsbogen permanent hoch gehalten wurde. Die Charaktere wurden glaubhaft und lebendig beschrieben, so dass ich mir Leni z. B. gut vorstellen konnte. Meine volle Leseempfehlung zu diesem Buch!

            SonjaK

            Beiträge 5
            17.11.2018

              Leni kommt vom Lande. Ein Praktikum in der Großstadt Hamburg ist für sie eine große Herausforderung. Mutig bezieht sie ihr Zimmer in einer privaten Zimmervermietung und freundet sich mit Vivien an, deren Ziel es ist, sich einen Millionär zu angeln. Doch nach einer Party ist Vivien urplötzlich über Nacht ausgezogen...oder ist sie verschwunden?.

              Nahezu gleichzeitig beobachtet der Obdachlose Freddy einen Mord auf offener Straße. Als beide aufeinander treffen, stellen diese fest: es gibt eine Verbindung....

              "Das Haus der Mädchen" ist nicht mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und ich war gespannt auf diesen Thriller, der in Hamburg spielt.

              Bereits auf den ersten Seiten erfährt der Leser: hier treibt jemand ein sadistisches Spielchen mit jungen Frauen. Die Verknüpfung herzustellen, ist für den Leser aufgrund der Perspektive nicht schwer.

              Als niedersächsische Leseratte und aufgrund meiner häufigen Besuche in Hamburg war mir allerdings zu schnell klar, dass sich der Täter die Beschaffenheiten der Speicherstadt zu Nutze macht. Es stellte sich mir daher nur noch die Frage wer, wieso und warum. Denn aufgrund der verwendeten Pseudonyme "Der Herr des Hauses" oder "Nummer sechs" konnte man nur Mutmaßungen anstellen.

              Sympathisch waren mir hier die Antihelden: Freddy, einst ein erfolgreicher Geschäftsmann, lebt nun auf der Straße und kann seine bisherigen Werte und Normen noch nicht ablegen. Leni, das Landei, dass mit der Anonymität der Großstadt nicht so ganz klar kommt und für ihre Hilfsbereitschaft von Vivien belächelt wird. Und natürlich der große, böse und eigentlich ganz liebe Bulle Jens mit dem Spitznamen Dirty Harry, der auf die Unterstützung einer spitzzüngigen Rollifahrerin Rebecca setzt.

              Die Mischung ist vielversprechend, allerdings konnte mich die Handlung trotz des vielversprechenden Anfangs nicht wirklich packen. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Punkten. Vielleicht bekommen Jens und Rebecca ja noch eine Chance vom Autor sich in einem anderen Buch zu beweisen, denn die beiden Charaktere haben mir gut gefallen.

              Gina1627

              Beiträge 9
              01.10.2018

                Außerordentlich spannend und fesselnd! Beste Thrillerunterhaltung!

                Hamburg soll für jeden eine Reise wert sein, doch für die scheue und in sich gekehrte Leni wird sie zum Albtraum ihres Lebens.
                Für einen Praktikumsplatz bei einem Verlag reist sie in die pulsierende Hansestadt und kann sich glücklich schätzen, dass sie dort ein schönes Zimmer in einer BedtoBed Wohnung gefunden hat. Unversehens wird sie von ihrer lebenslustigen und temperamentvollen Mitbewohnerin Vivien in Beschlag genommen und sie erklärt Leni zu ihrer Freundin. Doch aus unerklärlichen Gründen verschwindet Vivien plötzlich spurlos und hinterlässt ihr eine mysteriöse Nachricht. Mutig versucht Leni ihr auf die Spur zu kommen und macht dabei eine entsetzliche und unvorstellbar grausige Entdeckung.

                Wie kommt es nur, dass ich bisher noch kein Buch von Andreas Winkelmann gelesen habe? Ich habe definitiv etwas verpasst! Sein Schreibstil ist temporeich und atemberaubend spannend! Der schnelle Wechsel der Kapitel, Schauplätze und Personen reißt einen förmlich mit in das Geschehen und löst dabei eine unglaubliche Lesesucht aus. Perfekt versteht er es, durch den raffinierten Aufbau der Geschichte, dass eigenen Gedankenkarussell auszulösen und man hat von Anfang an viele Fragen im Kopf und ist ständig am Rätseln, wenn Unvorhersehbares passiert. Wie bei einem Schachspiel überraschen einen seine Winkelzüge und man ist fasziniert davon, wie er seine raffiniert ausgesuchten Charaktere einsetzt, opfert oder im letzten Moment rettet. Geschockt war ich von der Skrupellosigkeit und der grauenvollen Handlungsweise des Mörders. Er nimmt seinen Opfern ihre Identität, indem er ihre Namen zu Nummern macht, fordert unter Zwang ihre Unterwerfung, demütigt und beseitigt sie auf perfide Weise.

                Nur dank der guten Beobachtungsgabe von dem Obdachlosen Freddy, der über sich hinaus wachsenden Leni und dem Kriminalbeamten Jens Kerner wird das Netz um den Psychopathen immer enger gezogen. Ihnen wird bei der Suche viel abverlangt und man fiebert, leidet und empfindet mit ihnen mit. Zwischen Leni und Freddy entwickelt sich ein vertrauensvolles Verhältnis und sie unterstützen, bestärken und opfern sich auf. Sehr reizvoll ist auch die Zusammenarbeit von Jens und seiner Kollegin Rebecca, deren Dialoge voller Ironie, Wortwitz und Galgenhumor stecken. Ihr Instinkt und das schnelle Erfassen von Zusammenhängen lassen einen die ganze Zeit auf ein gutes Ende der Geschichte hoffen.

                Mein Fazit:

                Mit „Das Haus der Mädchen“ hat Andreas Winkelmann mich vollkommen überzeugen können und mit mir einen neuen Fan seiner Bücher gewonnen. Für diese atemberaubende Spannung, genial aufgebaute Geschichte und fesselnde Erzählweise kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und verdiente 5 Sterne vergeben!

                Manuela P

                Beiträge 6
                19.09.2018

                  Inhalt:

                  Leni hat einen Praktikumsplatz bekommen und ist dafür eine Weile in Hamburg.Da sie mit wenig Geld haushalten muss,mietet sie sich über eine Zimmervermietung in einer Villa ein.
                  Zügig freundet sie sich mit Vivien an,die sich als ihre Mitbewohnerin herausstellt und auf mysteriöse Weise verschwindet.
                  Leni begibt sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf Freddy,der Zeuge eines Mordes geworden ist.
                  Beide begreifen mit der Zeit,dass die beiden Fälle anscheinend etwas miteinander zu tun haben.
                  Werden sie den Mörder finden oder sind sie die nächsten Opfer?

                  Meinung:

                  Ich bin zu Beginn des Buches nicht davon ausgegangen,dass es mich so packen würde.Jedes Kapitel ist noch einmal in mehrere kurze Abschnitte unterteilt,was das Lesen sehr angenehm gestaltet.
                  Wie der Klappentext schon andeutet,gibt es mehrere Handlungsstränge,welche das Lesen aber nicht unbedingt beeinträchtigen.

                  Das Buch beginnt sehr mysteriös aber nicht unbedingt spannend,zur Mitte hin wird es spannender,jedoch flacht das ganze zum Ende hin wieder etwas ab.
                  An einigen Stellen war das Geschehen leider vorhersehbar.

                  Gut gelungen sind die einzelnen Charaktere,die mehr oder weniger sympathisch sind.

                  Fazit:
                  Ein packendes Buch,mit spannenden aber vorhersehbaren Abschnitten,was sich aber trotzdem lohnt zu lesen.

                  Petzi_Maus

                  Beiträge 13
                  10.09.2018

                    Wohin sind die Mädchen aus der Wohnung in Hamburg verschwunden?

                    4,5 Sterne

                    Kurz zum Inhalt:
                    Leni reist für ein Praktikum bei einem Verlag für drei Wochen nach Hamburg und hat sich über eine Internet-Plattform ein Zimmer gemietet. Dort lernt sie gleich am ersten Abend ihre Zimmernachbarin Vivien kennen, die in Hamburg ist, um sich einen Millionär zu angeln. Trotz der extremen Unterschiede der beiden Mädchen freunden diese sich an. Bis Vivien eines Tages verschwunden ist.
                    Leni kann nicht glauben, dass Vivien zu 'ihrem' Millionär auf sein Boot gezogen ist, auch wenn ein handschriftlicher Zettel von Vivien ihr genau dies weismachen soll, und macht sich auf die Suche nach ihr.
                    Und dann ist da noch Freddy, der mal ein erfolgreicher Geschäftsmann war und nun obdachlos auf den Straßen Hamburgs lebt. Er ist auf der ständigen Flucht vor einem Mörder - denn er hat einen Mord gesehen und wird nun verfolgt.


                    Meine Meinung:
                    Der Schreibstil von Andreas Winkelmann ist flüssig und der Spannungsbogen ist von Anfang an da - man fliegt nur so durch die Seiten, auch aufgrund der kurzen Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden.
                    Die abwechselnden Perspektiven lassen zusätzlich Spannung aufkommen.
                    Toll war auch die Zusammenführung mehrerer Erzählstränge, die das Schicksal verschiedener Personen beschreiben und sich zu einem Ganzen verweben.
                    Leider fand ich das Tatmotiv und den Grund für die Entführung der Mädchen nicht wirklich authentisch; bzw. gab es keine richtige Aufklärung dazu und man musste sich den Grund zusammenreimen. Obwohl man den Täter lange Zeit nicht wirklich auf dem Schirm hatte und somit überrascht wurde.
                    Auch gab es zu viele Klischees: Leni Landei-das naive Dummchen vom Land; Vivien-das sexy Mädel, das sich einen Millionär angeln will...
                    Sympathisch war mir der plötzlich obdachlos gewordene Freddy, der wirklich mutig ist und Leni bei der Suche nach Vivien hilft, und der darauf ernsthaft über seine vergangenen Taten nachdenkt und sich ändern will.
                    Betonen möchte ich auch die wunderbare Beschreibung von Hamburgs Kanälen und Wasserwegen, ich konnte mir alles bildlich vorstellen!
                    Das Cover gefällt mir gut; es zeigt ein blutiges Türschloss und passt somit perfekt zum Titel (auch wenn besagtes Haus in der Geschichte immer offen stand).


                    Fazit:
                    Spannender und fesselnder Pageturner, aber von der nicht vorhandenen Aufklärung der Gründe für die Taten bzw. des sich-selbst-zusammenreimen-müssens war ich leider nicht ganz so begeistert. 4,5 Sterne von mir.

                    Pageturnerin

                    Beiträge 3
                    24.07.2018

                      Alles beginnt mit einem Mord an den Krankenpfleger Oliver Kienat, der zufällig von dem Obdachlossen Frederick, Freddy Förster beobachtet wird. Zeitgleich trifft Leni in Hamburg ein, die schon am nächste Tag ihr Praktikum in einem kleinen Verlag beginnt. Die zunächst etwas schüchtern und naiv wirkende Leni fühlt sich in Gesellschaft ihrer geliebten Bücher wohler als unter Menschen. In ihrer Unterkunft begegnet sie der lebenslustigen Vivien. Nach einem gemeinsamen Diskobesuch verschwindet diese spurlos. Leni stößt auf einige Ungereimtheiten und macht sich auf die Suche. Dabei begegnet sie Freddy, der sie unterstützt.
                      Auch der Kommissar Jens Kerner ist in diesem Fall involviert und entdeckt Parallelen zu einem ähnlich gelagerten Fall, der damals nicht aufgekärt werden konnte. Hilfe bekommt er von seiner an den Rollstuhl gebundenen Assistentin Rebecca.

                      Dies hier war mein erster Thriller von Andreas Winkelmann und es wird bestimmt nicht der letzte sein. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und es bringt alles mit, was man von einem guten Thriller erwartet. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind kurz und knackig gehalten, jeweils mit Cliffhangern am Ende, so dass man als Leser permanent am Ball bleiben mag. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, jeder der Charaktere kommt zu Wort und schildert die Ereignisse aus seiner Sicht. So bekommt man als Leser schnell ein umfassendes Bild. Besonders die Wasserlandschaften Hamburgs, aber auch anderweitige Lokalitäten werden hier sehr bildhaft beschrieben, so dass sich bei mir ein lebhaftes Kopfkino entwickeln konnte.
                      Andreas Winkelmann schafft es hervorragend, schon gleich zu Beginn Spannung aufzubauen und diese kontinuierlich zu steigern, bereichert durch die eine oder andere unerwartete Wendung.
                      Zudem sind die Charaktere hervorragend und authentisch gezeichnet. Auch die Entwicklung Lenis, von Vivien liebevoll als Landei bezeichnet, hat mir besonders gut gefallen. Aber auch die anderen Figuren waren mir sympathisch, von Jens Kerner, der sehr an seiner „Red Lady“ hängt, über seine intelligente, warmherzige Assistentin Rebecca bis hin zum Obdachlosen Freddy Förster. Sie alle haben diesen Thriller für mich perfekt abgerundet.

                      buchzauber

                      Beiträge 37
                      09.07.2018

                        Leni ist ein Landei, das in der Metropole Hamburg ein Praktikum machen möchte. Um Kosten zu sparen hat sie sich für eine recht günstige Wohnmöglichkeit entschieden und trifft dort auf ihre neue Freundin Vivien, die so ganz anders ist als die schüchterne Leni. Derweil wird ein Krankenpfleger erschossen und der Obdachlose Freddy fühlt sich von einem Mörder verfolgt.
                        Die verschiedenen Charaktere sind dem Autor extrem gut gelungen, unterhaltsam und trotzdem irgendwie authentisch, allen voran Leni, die neben Freddy eine der Hauptrollen übernimmt. Die Gefühlswelt des Mädchens ist sehr gut dargestellt, aber ich finde auch Freddy, der früher ein erfolgreicher Geschäftsmann war und dann auf der Straße landete, ist gut gezeichnet. Zumindest stellt man sich vor, dass es einer gescheiterten Existenz genauso ergeht (mit Ausnahme der möglichen Verfolgung von einem Mörder). Das Buch ist sehr spannend und unterhaltsam, denn ich hatte bis zur Auflösung immer wieder andere Verdächtige und ging dem Autor gehörig auf den Lein. Aber ich hatte auch so meine Probleme mit dem Buch, denn mir war es deutlich zu heftig an mancher Stelle, weniger ausführliche Beschreibungen von Wunden und Morden hätten es für mich auch getan. Verwundert war ich über die recht große Anzahl von Schreibfehlern, die ich bei einem großen Verlag so schon lange nicht mehr gesehen habe.

                        Ich empfehle das Buch daher zwar weiter, aber nun Lesern mit Hang zu brutalen Schilderungen (wobei es da auch schon deutlich extremeres gab, was ich gar nicht fertiglesen wollte/konnte).

                        SBS

                        Beiträge 70
                        07.07.2018

                          Fesselnde Spannung!

                          Leni aus dem beschaulichen Sandhausen möchte ein Lektoratspraktikum in Hamburg absolvieren und hat sich dafür ein günstiges Zimmer mitten in der Metropole besorgt. Schon die Anreise war alles andere als angenehm und auch ihr erster Kontakt zu Mitmenschen verläuft suboptimal. Trotzdem freundet sie sich überraschend schnell mit der offenen und auf Millionärsfang Zimmernachbarin Vivien an. Dieses verschwindet jedoch ganz plötzlich und Leni macht sich auf die Suche…
                          Freddy war früher Unternehmer, hat alles an die Wand gefahren und lebt nun auf der Straße. Dort hat er einen Mord beobachtet und flüchtet zunächst vor dem Mörder, der ihn gesehen hat, bis er beschließt den Spieß umzudrehen. Beide Suchenden treffen zufällig aufeinander und das Spektakel beginnt.

                          Meiner erster Winkelmann, aber ganz sicher nicht mein letzter. Der Autor hat mich quasi von der ersten Seite an mit seinem rasanten Schreibstil gefesselt. Das Buch liest sich sehr flüssig, die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven mit kleinen Cliffhangern am Ende laden zum Weiterlesen ein. Lange tappte ich im Dunkeln, hatte immer wieder Vermutungen, aber trotzdem lag ich bis zum Ende zumindest halbwegs falsch – passiert mir nicht oft, umso besser fand ich das.
                          Die Charaktere sind facettenreich, langweilen nie und sind authentisch, wenn auch recht außergewöhnlich. Ihre Entwicklung hat mich nicht nur interessiert, sondern auch manches Mal den Atem anhalten lassen.
                          Das Buch ist nicht unbedingt was für Zartbesaitete, allerdings sind die Schilderungen der Morde auch nicht so blutrünstig. Die Hamburgerkulisse tut dem Buch sehr gut und ich konnte mir einiges sehr bildlich vorstellen.

                          Muppets33

                          1 Beitrag
                          06.07.2018

                            Von Anfang bis Ende spannend!
                            Leni, eine introvertierte, unsichere junge Frau kommt nach Hamburg, um ein Praktikum in einem Verlag zu absolvieren und hat sich online ein Zimmer in einer Wohnung gemietet. Dort freundet sie sich mit Ihrer Zimmernachbarin Vivien an, die am nächsten Tag spurlos verschwunden ist.
                            Zur gleichen Zeit beobachtet ein Krankenpfleger eine Entführung und wird daraufhin ermordet.
                            Diesen Mord wiederum beobachtet Freddy, ein gestrauchelter Geschäftsmann, der seit kurzem als Obdachloser auf der Straße lebt und wird daraufhin vom Mörder gesucht.

                            Leni sucht verzweifelt nach Vivien und trifft dabei auf Freddy, der mittlerweile dem Mörder zuvorkommen will und ihn deshalb sucht.
                            Gleichzeitig ermittelt in dem Fall Kommissar Kerner, der im Zuge der Ermittlungen auf weitere Vermisstenfälle und einen Todesfall stößt und versucht, dabei Zusammenhänge zu erkennen.

                            Von Anfang an wird große Spannung aufgebaut, die bis zum Ende gleichbleibend hoch ist, dazu etliche Schauer auslösende Szenen.

                            Es wird wechselnd aus der Perspektive der einzelnen Beteiligten erzählt, aber so, dass man niemals den Faden verliert und bis zum Schluss lag ich mit meinen Vermutungen (die auch immer mal wechselten), wer der Mörder ist total daneben und war sehr überrascht.

                            Fazit: Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und kann es wirklich nur empfehlen. Den Autor kannte ich bisher gar nicht, werde mir aber auf jeden Fall weitere Bücher zulegen, den dieses hat ich absolut überzeugt!

                            Orchidee

                            Beiträge 10
                            03.07.2018

                              Leni, die in Hamburg ein Praktikum machen möchte, mietet sich in einer Wohngemeinschaft ein. Als die Mitbewohnerin Vivien ohne jede Spur verschwindet und das Zimmer neu vermietet wird, versucht Leni mehr über Viviens verschwinden herauszufinden.

                              Zeitgleich gerät der Obdachlose Freddie in Gefahr, denn er wurde Zeuge eines Mordes. Nun ist er vor dem Mörder auf der Flucht....

                              Dies war für mich das erste Buch von Andreas Winkelmann - und garantiert nicht das letzte. Die Handlung ist einfach nur spannend von Beginn bis Ende. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und gut dargestellt. Ich konnte mir Leni und ihre Sorgen, die sie in der Großstadt befielen, sehr deutlich vorstellen. Hier stimmt wirklich alles und ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

                              tigerbea

                              Beiträge 52
                              03.07.2018

                                Leni zieht aus dem kleinen Dorf Sandhausen in das große Hamburg. Sie hat dort einen Praktikumsplatz erhalten und wird nun in einer Wohngemeinschaft leben. Dort freundet sie sich mit der kontaktfreudigen Vivien an. Als diese spurlos verschwindet wird das Zimmer erneut vermietet. Doch Leni kann das Verschwinden Viviens nicht so einfach hinnehmen. Sie stellt Nachforschungen an.

                                Das Buch ist wirklich von Beginn an sehr spannend. Man könnte es ohne Unterbrechung lesen, denn wenn man einmal begonnen hat, findet man kein Ende. Andreas Winkelmann hat hier in seiner bewährten Manier Spannung aufgebaut, die bis zum Schluß reicht. Aber auch die Charaktere die er geschaffen hat, sind hervorragend erarbeitet und sehr vielseitig. Man findet das Mädel vom Dorf, den abgestürzten Obdachlosen, der vorher ein normales Leben führte usw. Dadurch ist das Buch sehr vielschichtig. Der Fall selbst ist undurchsichtig und man fiebert der Auflösung ständig entgegen!

                                Igela

                                Beiträge 23
                                02.07.2018

                                  Leni fährt nach Hamburg um drei Wochen lang ein Praktikum beim New Media Verlag zu absolvieren.
                                  Der Verlag hat ihr ein Zimmer in einem schönen Haus, in einem netten Viertel, empfohlen. Erst fühlt sich Leni einsam in dem grossen Hamburg, dann freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin Vivien an. Eines morgens ist Vivien weg, wie vom Erdboden verschluckt. Leni kann nicht glauben, dass sie weitergezogen ist, denn sie hatte ihr per Nachricht versprochen, dass sie sich abends treffen.


                                  Durch eine verstörende Passage gleich zu Beginn des Buches, war klar: Das wird ein Thriller, der nichts für sensible Leser ist. Und tatsächlich gibt es immer wieder Szenen, die sehr brutal und furchteinflössend sind.
                                  Durch regelmässige Perspektivwechsel und zurückhaltende Einführung in die Figuren und ihre Geschichten, empfand ich die ersten Unterkapitel als wirr. Ich brauchte, nach der oben angesprochenen Eingangsszene, eine Weile, bis ich in der Geschichte angekommen bin und die Figuren einordnen konnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Opfer immer wieder im Mittelpunkt stehen, und so Konturen und Leben erhielten. Man fühlt dadurch einfach automatisch mehr mit, als wenn da nur Opfer X oder Opfer Y erwähnt wird. Den Brennpunkt so zu legen, ist sehr clever. Man konnte als Leser dabei zusehen, wie die Opfer gebrochen werden. Wo es, wie gesagt, hart zur Sache geht und man sich als potentieller Leser darauf einstellen sollte.
                                  Ich empfand gerade diese Passagen als interessant, da sie psychologisch gut ausgearbeitet wurden.
                                  Immer wieder enden Kapitel, die oft in 10 bis 12 Unterkapitel unterteilt sind, mit einem Cliffhanger, was gleichzeitig ein Garant für Spannung ist. Geschickt wird gegen Mitte Buch ein Unterkapitel aus der Sicht des Täters eingesetzt, das erste überhaupt. Mangels ernsthafter Alternativen, hatte ich schon relativ früh eine Vermutung wer der Täter ist. Zwar hat Andreas Winkelmann noch mit einer Überraschung aufgewartet, doch meine Ahnung hat sich schon bestätigt. Ich denke, die Figur mit der er die Leser täuschen wollte, war so offensichtlich eine falsche Spur, dass danach nur noch der wirkliche Täter übrig blieb. Vielleicht hätte man da noch eine weitere falsche Spur einsetzen sollen?
                                  Der Schreibstil hat mir gefallen und Andreas Winkelmann hat durch geschickt eingesetzte und über das Buch verteilte, gruselige Szenen, die Spannung und meine Aufmerksamkeit halten können.
                                  Die Figuren sind im Grossen und Ganzen gut charakterisiert, wenn auch etwas klischeehaft gezeichnet. Da jedoch die Figuren ihre Rolle gut gespielt haben und eng in ihrem Klischee gehandelt , gefühlt und gedacht haben, ist mir das hundertmal lieber als Figuren, die nicht überzeugend rüberkommen.
                                  Mir hat dieser Thriller, der seine Genreeinteilung zu Recht trägt, gefallen. Spannung, überzeugende Figuren und ein Plot, der keine Ungereimtheiten aufweist. Was will man als Thrillerleser mehr?

                                  KerstinT

                                  Beiträge 46
                                  27.06.2018

                                    Hamburg Kanäle und Abgründe

                                    Hamburg. Ein Mann beobachtet eine Entführung, kurze Zeit später ist er tot. Eine junge Frau kommt allein in die Großstadt und stellt schnell fest, dass in ihrer Unterkunft etwas nicht stimmt. Mädchen verschwinden in einer Nacht und Nebelaktion. Was haben Hamburg Kanäle damit zu tun?

                                    Anfangs habe ich mich mit diesem Thriller schwer getan. Es waren recht viele Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun hatten. Zusätzlich war ich beim Lesen nicht hundert prozentig bei der Sache, so dass mir der Einstieg ins Buch schwer viel. Aber nach hundert Seiten hatte mich das Buch und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Gut gefallen hat mir, dass die einzelnen Kapitel recht kurz waren und gerne mit einem Cliffhanger endeten. Außerdem wechselten mit jedem Kapitel die Perspektiven beziehungsweise der Handlungsstrang. So war immer genug Spannung da. Schön fand ich auch, dass einige Fallen eingebaut wurden, die mehr oder weniger zugeschnappt sind. Teilweise war die Handlung aber auch nicht schlüssig.
                                    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war leicht und flüssig zu lesen. Hamburg wurde dem Leser auch etwas näher gebracht. Viele Szenen wurden sehr bildlich beschrieben, so dass es schnell zum Kopfkino kam. Je nach Situation ist das gut oder eben nicht. Auch die Gefühle von Leni, dem Landei, wurden gut rübergebracht, auch wenn ich sie teilweise nicht ganz nachvollziehen konnte.
                                    Die Charaktere waren nichts Besonderes. Sie bedienten eher die gängigen Bilder und Klischees. Das Landei kommt in die Stadt und gerät gleich an einen Serientäter. Der Polizist nimmt am liebsten alles selbst in die Hand und das auf illegale Weise. Dazu gibt es noch ein paar eingebildete Schnösel. An den Charakteren hätte noch mehr gearbeitet werden können.

                                    Alles in allem ein guter Thriller, der noch ausbaufähig ist. Dennoch wurde ich gut unterhalten und habe mitgefiebert. Deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen.

                                    Knopf

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                                    26.06.2018

                                      Ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann - da ist ja eigentlich Spannung garantiert. Das Haus der Mädchen spielt in Hamburg und wird in mehren Strängen erzählt.. Leni Fontane darf in Hamburg ein Praktikum in einem Verlag absolvieren. Der Verlagsleiter hat ein Zimmer vermittelt. Als sie in der Wohnung ankommt ist sie überrascht wie schön und groß das Zimmer ist. Gleich lernt sie dort Vivian eine Mitbewohnerin kennen. Diese ist genau das Gegenteil von ihr, wenn sie als Landei überkommt, wirkt Vivian einfach nur lebensfroh und quirlig und möchte sich in Hamburg einen Millionär angeln. Als Vivian plötzlich verschwindet macht sich Leni natürlich Sorgen.
                                      Außerdem lernen wir Frederic (Freddy)Förster kennen. Einen 'Neu'Obdachlosen. Eigentlich war er erfolgreich, verlor den Überblick, machte Schulden und verlor alles. Und jetzt? Beobachtet er einen Mord, der auf offener Straße stattfand und ist jetzt auch noch auf der Flucht.
                                      Wer sind die Mädchen, die in einem Kellerverlies gefangengehalten und mißhandelt werden?
                                      Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca verfolgen gemeinsam mehrere Spuren; warum wurde der Mann erschossen, wurde dort gerade eines der vermißten Mädchen entführt?
                                      Als sich Leni und Freddy durch einen Zufall begegnen und feststellen, dass sie beide privat ermitteln und ihre Fälle zusammenhängen könnten gehen sie zur Polizei und rennen bei Jens offene Türen ein.

                                      Ein spannender Thriller mit sympathischen Figuren, bei denen es auch mal lockerer und nicht immer politisch korrekt vorgeht.

                                      Könnte mir einen weiteren Fall mit diesem Ermittlerteam vorstellen

                                      yesterday

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                                      25.06.2018

                                        Jens Kerner ist ein guter Polizist, der sich mit seiner Assistentin toll versteht und einen Oldtimer fährt. Er wäre gerne sportlicher als er ist und raucht zu viel. In “Das Haus der Mädchen” kommt er mit seinen klassischen Ermittlungsmethoden aber nicht allzu weit. Gut, dass es da ein Duo gibt, das ihm unter die Arme greift.

                                        Dieses ungewöhnliche und durch Zufall zusammengeführte Duo bringt den Stein der Ermittlungen und Kerners Gedanken ins Rollen. Junge Frauen, die alleine nach Hamburg kommen, verschwinden auf sehr ähnliche Art und Weise. Eine Leiche wurde vor längerer Zeit gefunden. Kerner sucht nach Gemeinsamkeiten in den Fällen und wird stutzig. Zudem hat er noch die Leiche eines jungen Mannes als Akte auf seinem Tisch, die nicht recht zu den verschwundenen Frauen passen will.

                                        Die Schlinge um den Täter zieht sich zu, doch an mehreren Ecken tauchen neue Verdächtige auf. Irgendwann verhält sich jede Hauptperson verdächtig und auch als Leser ist man sich nicht mehr ganz sicher, wem man nun glauben soll.

                                        Am Ende ist das Motiv, die Auflösung im Kern vielleicht nicht zu 100 Prozent stimmig, der Weg dorthin aber unterhaltsam und mit viel Blut, Gewalt, Toten und leider auch einigen Schreibfehlern gepflastert. Dennoch lässt sich der Krimi sehr flott und ansonsten angenehm lesen.