Anna McPartlin

Irgendwo im Glück

Von der Autorin des Bestsellers «Die letzten Tage von Rabbit Hayes»: Ein neuer Roman voller Humor, Liebe, Traurigkeit und Hoffnung.
Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.
Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.


Autorenbild Foto von Anna McPartlin

Die  Autorin

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin.
Bereits ihr Debüt «Weil du bei mir bist» war international ein Bestseller. Mit dem Roman «Die letzten Tage von Rabbit Hayes», in dem Anna McPartlin viel von ihrer eigenen Vergangenheit verarbeitet hat, rührte und begeisterte sie unzählige Leserinnen und Leser und landete einen Riesenerfolg.


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Rezensionen

Marion2505

Beiträge 4
eine Antwort 18.10.2016

Maisie Bean ist eine sehr starke Frau, die sich vom Leben nicht unterkriegen lässt. Obwohl sie in ihrer Ehe durch die Hölle gegangen ist und Jahre gebraucht hat, um ihr zu entfliehen, ist sie sehr dankbar. Sie hat zwei wunderbare Kinder: den sensiblen, humorvollen und immer hilfsbereiten Jeremy und die starrsinnige, schlaue und aufbrausende Valerie. Gemeinsam mit ihren Kindern pflegt sie ihre Mutter, die an Demenz erkrankt ist, bei sich zu Hause. Sie sind ein gutes Gespann.

Nach Jahren, in denen Maisie sich komplett für die Familie aufgeopfert hat, scheint nun endlich sie an der Reihe zu sein: Sie hat ein Date mit einem Mann, der so ganz anders ist als ihr Ex-Mann. Sie schwebt im 7. Himmel, doch dann geschieht das Unfassbare: Ihr Sohn Jeremy verschwindet spurlos. Zuerst geht Maisie davon aus, dass er mit seinen Freunden unterwegs ist, doch er taucht nicht wieder auf. Eine große Suche beginnt mit vielen Fragen. Und natürlich dauert es nicht lange bis die ersten Gerüchte und Anfeindungen gegen die Familie aufkommen. Wie wird Maisie diesen Kampf bestehen können? Eines steht für Maisie auf jeden Fall fest: Aufgeben kommt nicht in Frage!

Das Cover von "Irgendwo im Glück" ist wunderschön verspielt und lässt nichts davon erahnen, welch große Tragödie sich in diesem Buch ereignen wird. Die verschnörkelte Schrift und die kleinen Schmetterlinge, die auf den Grashalmen sitzen, gefallen mir sehr gut und verbreiten für mich wirklich Glück. Und auch, wenn das Thema des Buches sehr traurig ist, habe ich während des Lesens auch viele kleine Glücksmomente mit den Protagonisten erleben dürfen.

"Irgendwo im Glück" ist mein erstes Buch von Anna McPartlin. Nicht, dass ich ihre vorherigen Bücher nicht schon des Öfteren in der Hand gehalten hätte, aber die Thematik der Bücher hat mich schon etwas abgeschreckt. Ich war mir unsicher, ob ich so viel Traurigkeit wirklich lesen und ertragen möchte oder auch kann. Nun hatte ich aber die Gelegenheit, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde mitzulesen und da habe ich nicht lange überlegt. Jetzt kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, mich an das erste Buch von Anna McPartlin gewagt zu haben. Denn trotz der Traurigkeit, die sich durch das Buch zieht, ist das Buch voll von schönen Erlebnissen und kleinen Glücksmomenten. Eigentlich war mir schon im Prolog klar, wie das Buch ausgehen wird, allerdings habe ich während des Lesens immer wieder gedacht, dass es vielleicht doch nicht so kommen muss.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und hat mich sehr schnell in die Welt von Maisie Bean abtauchen lassen. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch und ihre Geschichte hat mich tief berührt. Auch ihre Kinder Jeremy und Valerie und auch Birdie, ihre demente Mutter, sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die vier sind eine unglaublich starke Einheit, die sich sehr umeinander kümmert. Das hat mich von Anfang an stark beeindruckt. Auch dass das Buch immer wieder aus einem anderen Blickwinkel geschrieben ist, hat mir gut gefallen. So konnte ich auch in die Gedankenwelten von Valerie, Jeremy, Birdie, Fred, Rave und Lynn abtauchen und viel besser verstehen, was die einzelnen Personen bewegt. Am interessantesten waren für mich dabei allerdings immer die Passagen von Jeremy, der mir einfach unglaublich sympathisch war.

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, denn es verbindet perfekt traurige mit glücklichen Momenten. Natürlich flossen auch ein paar Tränen, denn gerade aus Sicht einer Mama ist es schon ein hartes Thema. Ich bewundere Maisie sehr für ihre Stärke und weiß wirklich nicht, ob mir das in dieser Form möglich gewesen wäre. Das Thema des Buches hat mich sehr berührt und auch sehr nachdenklich gestimmt. Ich werde einige Zeit brauchen, um es komplett sacken zu lassen.

Von mir bekommt das Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung, auch wenn ich nicht immer mit der Sprachwahl von Maisie einverstanden war :-)

Es ist einfach ein unglaubliches Buch, das nach dem Lesen nicht einfach im Bücherregal verschwindet, sondern lange nachhallen wird.

  • sommerlese

    Beiträge: 114
    30.10.2017

    Nach Rabbit Hayes habe ich mir dieses Buch zugelegt, aber noch schlummert es auf meinem SuB. Nun wird es nach deiner wunderbaren Rezi aber wirklich Zeit, dass ich es mal endlich lese. Gerade die Thematik Demenz interessiert mich bei diesem Buch besonders. Danke für die schöne Rezi.

Schneckenpost

Beiträge 26
28.12.2016

Maisie Bean hat kein leichtes Leben. Der gewalttätige Ehemann, der sie regelmäßig krankenhausreif schlägt bringt auch ihre Kinder in Gefahr. Die Trennung gelingt ihr nach Jahren dank dem Polizisten Fred Brennan. Maisie lebt mit ihrer Mutter Bridie und dem sensiblen Sohn Jeremy und Tochter Valerie ein ruhiges, aber arbeitsames Leben. Als die Mutter an Alzheimer erkrankt, kümmert sich die kleine Familie liebevoll um sie. Zusammen lässt es irgendwie alles gelingen. Alle packen mit an.
Als Fred Maisie auf ein erstes Date einlädt, wird ihr Gefühlsleben ordentlich durcheinander gebracht. Während des Dates verschwindet Jeremy und eine Hetzjagd beginnt.
Ein toller Roman, der sehr spannend geschrieben ist.

uta_silderhuis

Beiträge 3
21.09.2016

Zusammengerollt zu einer Kugel - irgendwo im Glück

Dublin, 1995: Jahrelang hat es Masie Bean bei ihrem gewalttätigen Mann ausgehalten, doch irgendwann ist der Punkt erreicht, dass sie mit den Kindern Jeremy und Valerie zu ihrer Mutter Bridie zieht. Doch auch hier schlägt das Schicksal nach kurzer Zeit zu: Bridie leidet an Demenz. Masie kümmert sich um ihre Mutter, pflegt sie liebevoll. Die kleine Familie lässt sich nicht unterkriegen, sie hält zusammen. Als dann noch der Officer, der früher oft in Masies gewalttätiges Zuhause gerufen wurde, Masie zu einem Abendessen einlädt, scheint endlich wieder das Glück eingezogen zu sein.

Während sich Masie für ihr erstes Date nach sieben Jahren fertig macht, kümmert sich der 16jährige Jeremy um seine Grammy und seine jüngere Schwester. Später am Abend, als Bridie und Valerie bereits im Bett liegen, kommt sein bester Kumpel Rave vorbei, und die beiden Jungs beschließen, sich noch mit ihrer Clique im Park zu treffen. Am nächsten Morgen ist Jeremys Bett unbenutzt, er selbst und seine Schultasche sind nicht da. Masie macht sich da noch keine Gedanken, denkt, dass Jeremy einfach früher in Richtung Schule aufgebrochen ist. Doch am Abend ist ihr Sohn auch nicht zuhause. Und Masie beginnt, sich Sorgen zu machen. Als sie erfährt, dass Jeremy und Rave auch nicht in der Schule waren, macht sie sich auf die Suche nach den beiden Jungen, schaltet die Polizei ein. Akribisch versuchen die Ermittler, die letzten Stunden bis zu ihrem Verschwinden aufzuklären, sie befragen die anderen Jugendlichen aus der Clique, entdecken zufällig auf einer Überwachungskamera eines Geldautomaten in der Umgebung Rave. Doch wo halten sich er und Jeremy auf? Und warum melden sie sich nicht zuhause?

Ein berührender Roman, einfühlsam und warmherzig. Ein Buch, das mitleiden lässt, aber trotzdem Zuversicht vermittelt.

Boyslover

Beiträge 49
15.03.2017

Es ist das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Und auch dieses mal wurde ich nicht enttäuscht.
Ein Buch voller Lebensfreude und Humor mit Tiefgang, deren Geschichten man sich nicht entziehen kann.
Einfach großartig und auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mit!

JessSpa81

Beiträge 5
11.11.2016

Irgendwo im Glück ist der Nachfolgeroman der Autorin Anna McPartlin, die u.a. das Buch „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ geschrieben hat. Ich hatte bisher noch kein Roman von ihr gelesen, was ich aber unbedingt nachholen muss.
Zum Inhalt:
Es geht um die Familie von Maisie Bean, die in ihrer Ehe die Hölle erlebt hat. Aus dieser Ehe hat sie ihre beiden Kinder, den 16 jährigen Jeremy und seine jüngere Schwester Valerie. Außerdem kümmert sie sich noch um ihre demente Mutter. Maisie führt nach ihrer Trennung mit ihrer Familie ein glückliches Leben, bis ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet. Sie muss sich nicht nur mit dem Verschwinden, sondern auch mit Vorurteile bezüglich ihres Sohnes rumschlagen.

Den Spannungsaufbau in diesem Buch fand ich sehr gut. Einige Dinge erfährt man schon in dem Prolog, man weiß nur nicht, wie es dazu gekommen ist. Die Charaktere wirkten auf mich sehr sympathisch und man konnte direkt eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Für mich war es immer so, als würde ich die Menschen persönlich kennen. Dieses Buch ist sehr gefühlvoll, so dass ich doch einige Male zu den Taschentüchern greifen musste, aber auch schmunzeln musste. Und selbst nach ein paar Tagen beschäftigt mich dieses Buch noch immer.

Jeremy verschwindet im Jahr 1995. Das ist jetzt 21 Jahre her und es ist erstaunlich, wie sich die Welt seit dem geändert hat. Manchmal kam mir der Gedanke, warum benutzt ihr nicht eure Handys… Des Weiteren geht es auch um Vorurteile, die zu dieser Zeit noch größer waren, als heute.

Mein Fazit zu diesem Buch ist eine klare Kaufempfehlung. Ich hatte seit langen kein Buch mehr, welches mich so beschäftigt und berührt hat. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Romane der Autorin lesen.

scarlett59

Beiträge 5
22.10.2016

Zum Inhalt:
Das Buch erzählt die Geschichte von Maisie Bean und ihrer Familie, anlässlich des Verschwindens ihres Sohnes Jeremy. Abgesehen von Prolog und Epilog findet die Handlung nur an fünf Tagen statt. Durch diverse Rückblenden bzw. Erinnerungen erfährt der Leser jedoch fast alles, was sich vor diesen fünf Tagen zugetragen hat und zu den aktuellen Entwicklungen geführt hat.

Meine Meinung:

Obwohl ich schon viel von Anna McPartlin und ihren Büchern gehört hatte (vor allem Positives), war dies mein erstes Buch der Autorin. Ich bin daher mit einer ziemlich großen Erwartungshaltung gestartet und diese wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist sehr emotional, aber trotzdem irgendwie sachlich. Hier wirkt nichts übertrieben, sondern wird klar und einfach geschildert. Vielleicht ist es gerade das, warum mich die Geschichte so gepackt hat. Es gibt Situationen zum Schmunzeln und andere, die mich als Leser sehr betroffen gemacht haben. Obwohl der Ausgang der Geschichte bereits im Prolog „verraten“ wird, möchte man unbedingt wissen, wie es dazu gekommen ist, und leidet mit den Protagonisten mit.

Die einzelnen Charaktere sind fast alle in gewisser Weise gebrochen worden, aber trotzdem auf eine eigene Weise stark. Ich denke, dies ist eine positive Lehre, die der Leser aus dem Buch ziehen kann: nicht aufzugeben, egal wie schlimm es manchmal scheint.

Eine kurze Anmerkung noch zum Cover: Es ist, wie alle bisher erschienenen Bücher von Anna McPartlin, ein wenig bunt und strahlt etwas Fröhliches aus. Eine hübsche Idee ist es auch, dass sich das „Muster“ der Titel- und Rückseite auf den inneren Umschlagseiten wiederholt. Ich finde auch, dass das Fröhliche keineswegs im Widerspruch zu der „tragischen“ Geschichte steht, denn die Autorin schafft es, dass man das Buch mit einem guten Gefühl beendet!

SummseBee

Beiträge 6
20.10.2016

Maisie Bean ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und schon viel durch gemacht hat. Ihr erstes Date mit 17 endete in einer gewalttätigen Ehe aus der sie sich erst nach Jahren befreien konnte. Dennoch hat sie aus dieser Zeit etwas wichtiges mitgenommen: ihre beiden Kinder Valerie und Jeremy. Sie baut sich mit ihnen und ihrer dementen Mutter ein neues Leben auf. Und dann geschieht wieder etwas schreckliches: ihr Sohn Jeremy verschwindet spurlos...

Ich war von der Geschichte ab der ersten Seite gefangen und konnte es zwischenzeitlich nur schwer aus der Hand legen. Die Autorin schafft es mit wenigen Sätzen viele Emotionen zu vermitteln. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Maisies Sicht erzählt. Aber auch die anderen Figuren kommen mal zu Wort und kapitelweise wird aus ihrer Sicht erzählt, was mir besonders gut gefallen hat. So war man nicht nur Maisie und ihren Gefühlen ganz nah, sondern auch die anderen Charaktere haben an Lebendigkeit gewonnen.

Obwohl schon im Prolog der Ausgang der Geschichte verraten wird hat die Geschichte dadurch erst recht an Spannung gewonnen. Ich wollte bis zum Ende nicht wahr haben, dass es so kommen würde und war gespannt wie es den passiert ist. Die Taschentücher lagen immer griffbereit. Und gerade zum Ende hin wurden diese auch gebraucht. Trotz der Dramatik und Tragik am Ende konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl zuklappen, weil es eine ganz wichtige Botschaft übermittelt. Und dafür hat dieses Buch einen Extrastern verdient. :)

LennyLenny

Beiträge 2
20.10.2016

Habe gerade mein Buch des Jahres 2016 gefunden!

Von dieser
Autorin habe ich noch nichts gelesen und mache mich sofort auf die Suche
nach dem Buch "Die letzten Tage von Rabbit Hayes"

Ein
Schreibstil, ich bin echt begeistert. Vermutungen in falsche Richtungen
groß ausgestreut, Hoffnungen gesäht und doch wieder alles umgekrempelt.
Ich konnte dieses Buch nicht weglegen muss es auch gleich an meine
Freundin weitergeben!

Ich hatte den Klappentext nicht bis zum
Schluss gelesen und dachte, Maisie erzählt uns, was sie alles mit Ihrer
dementen Mutter erlebt, doch Bridie stand nicht so im Vordergrund. Der
Sohn Jeremy, ein sehr zuverlässiger Junge kommt nicht nach Hause und
eine wilde Suche beginnt. Natürlich kann Maisie dabei die Mutter nicht
aus den Augen lassen.......

Die Sichtweisen wechseln, hier
kann man von jedem mal so die Gedanken erfahren. Das ist auch immer ganz
nett, Da es in der Zeit springt, wird auch die Spannung die ganze Zeit
hoch gehalten. Auch das ist ein großes Plus!

Hier ist ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen. Ich möchte mich nicht weiter äußern, aber alle Achtung, das regt zum grübeln an!

Angi

Beiträge 4
19.10.2016

Diese Buch ist fesselnd, überraschend und wunderschön geschrieben.

Die Leseprobe war schon spannend und das bei relativ wenig Text.
Ich MUSSTE einfach wissen, wie es bei Maisie und ihrer Familie weitergeht.

Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert sollte sich bewußt machen, dass das Leben kein Stillstand ist und der Alltag sich nicht nur in den Farben schwarz und weiß zeigt.
Es gibt kein Schema F fürs Leben, Toleranz gegenüber Homosexualität, dem "Andersein" sollte endlich zum gesunden Menschenverstand gehören.

Genau so der Umgang mit an Demenz Erkrankten. Der Umgang mit ihnen ist sicher schwierig und nicht jedem ist es gegeben, dazu Zugang zu finden.

Aber man sollte sich bewußt machen, dass es JEDEN von uns treffen kann.
Keiner ist davor gefeit.

Das Buch hat mich mitgerissen, geradezu in sich eingesogen und ich konnte erst aufhören, als ich es ausgelesen habe.

Anna Mc Partlin ist für mich eine Bereicherung und hat mich dazu veranlasst, gleich noch ihre weiteren Bücher zu bestellen.

heidi_sturmnorn

Beiträge 4
21.09.2016

Bewegend, einfühlsam und warmherzig

Anna McPartlins neuer Roman"Irgendwo im Glück" ist ein berührendes Buch über Maisie Bean und ihrem Sohn Jeremy, aber auch über ihre ganze Familie und ihr Leben mit den Höhen und leider sehr vielen Tiefen. Es ist eine Geschichte über Liebe und Zusammenhalt, über familiäre Gewalt und die Stärke, daraus zu entkommen, über das Anderssein und über die Akzeptanz bzw. den Mangel davon. Der Roman ist ein Rückblick auf Ereignisse, die vor zwanzig Jahren, 1995, Maisies Leben auf dem Kopf stellten. Aber vor allem ist es eine Geschichte von einer starken Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, die niemals aufgibt.

McPartlins Personen sind lebendig und sympathisch - da ist Maisie selbst, Alleinerzieherin, die ihre beiden Kinder, Jeremy und Valerie ohne ihren gewalttätigen Mann Danny großzieht, und sich nebenbei um ihre demente Mutter, Bridie, kümmert. Bridie muss rund um die Uhr beaufsichtigt werden, damit sie nicht ausbüxt oder das Haus abfackelt. Jeremy ist ihr dabei eine große Hilfe, obwohl der Junge in dem Alter ist, wo die eigenen Freunde interessanter sind, als zuhause auf die Großmutter aufzupassen. Aber auf Jeremy kann Maisie sich verlassen, er ist verantwortungsbewusst und anders als die Jungs, die nur Mädchen und Alkohol im Kopf haben - aber wie viel er sich von ihnen unterscheidet, ahnt der Rest der Familie gar nicht. Nicht einmal seinem besten Freund, John, den alle nur Rave nennen, kann Jeremy sein Geheimnis preisgeben. Die zwölfjährige Valerie ist frech und starrsinnig; sie und ihre Mutter füttern dauernd die "Fluch-Kasse", die dazu dienen sollte, Valeries Wörter Gebrauch in eine etwas weniger derbe Richtung zu leiten. Dann Fred: ihr Bewunderer und Beschützer, der Polizist, den die Kinder "Feuerstein" nennen, Maisies Fels in der Brandung, und der ihr beisteht, als Jeremy plötzlich verschwindet...

Die irische Autorin Anna McPartlin schreibt lebendig, humorvoll und einfühlsam. Mir hat besonders gefallen, dass sie die Leser sofort in die Geschichte "hinein zu ziehen" versteht - ich konnte das Buch nicht weglegen, habe es in einem Zug fertig gelesen. Ihre Art, ungekünstelt und authentisch zu schreiben, passt perfekt zu ihren Personen und zum Thema. Wer ihr "Rabbit Hayes" gemocht hat, wird auch "Irgendwo im Glück" lieben.

Uschi 62

Beiträge 3
21.09.2016

"Zusammengerollt zu einer Kugel..." "irgendwo im Glück"

Maisie Bean hatte noch nicht viel Glück in ihrem Leben. Jahrelang muss sie es mit einem gewalttätigen Ehemann an ihrer Seite aushalten bis die Situation eines Tages eskaliert. Als sie aus dem Koma erwacht beschließt sie sich von ihrem Ehemann zu trennen. Mit ihren beiden wundervollen Kindern, dem einfühlsamen Jeremy und der sensiblen Valerie kehrt sie zurück in ihr Elternhaus, zu ihrer Mutter Bridie, von den Kindern liebevoll Grammy genannt. Doch nach einer kurzen unbeschwerten Zeit schlägt das Schicksal wieder zu. Bridie leidet an Demenz und braucht fast rund um die Uhr Betreuung. Aber auch auch diese Hürde meistern die drei zusammen und es gelingt ihnen,Bridie nicht in ein Pflegeheim geben zu müssen.

Es scheint als würde sich jetzt alles zum Guten wenden doch als sogar Maisie langsam wieder daran glaubt, vielleicht doch noch eine schöne Zukunft haben zu können, geschieht das Unfassbare.

Jeremy verschwindet spurlos!

Eine dramatische Suche beginnt und Maisie findet sich plötzlich in einem Kampf wieder, den sie so nicht vorhersehen konnte. Sie kämpft diesen Kampf mit dem Herzen einer Löwin, so wie nur eine Mutter für ihr Kind kämpfen kann und aufgeben ist dabei keine Option.



Dieses Buch beschreibt sehr eindringlich die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern und ist gleichzeitig ein flammendes Plädoyer für alle Menschen, egal ob Kinder oder Erwachsene die nicht den Vorstellungen unserer Gesellschaft entsprechen. Es ist ein Buch das ans Herz geht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.

Anna Mc Partlin versteht es meisterhaft die Protagonisten so darzustellen, dass man sich mit ihnen total identifizieren kann und für kurze Zeit in ihre Haut schlüpft, sich mit ihnen freut und mit ihnen leidet. Dieses Buch macht jedoch auch Hoffnung auf eine bessere Welt, in der Menschen von sämtlichen Vorurteilen befreit, zusammen leben werden.

„Irgendwo im Glück“ bekommt von mir 6 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Melanie

Beiträge 2
21.09.2016

Irgendwo im Glück

Inhalt:
Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.
Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.

Meine Meinung:
Wow, Anna McPartlin hat einen sehr eingängigen und gefühlvollen Schreibstil. Ich finde man gar nicht anders als mit den Protagonisten mit zu fühlen.
Dass das Buch aus den unterschiedlichen Sichten der Familienmitglieder und Freunde geschrieben wurde hat mir hier sehr gut gefallen. So hat man lückenlos aus jeder Sicht den Hergang der Geschichte verfolgen können.
Ich war sehr beeindruckt von Maisie. Sie ist eine so starke und gütige Frau und das nach allem was sie in Ihrem Leben schon durchgemacht hat. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt. Und ich war wirklich erstaunt wie gut Jeremy in seinen jungen Jahren mit seiner an Demenz erkrankten Oma umgehen konnte.
Die Geschichte an sich war sehr glaubhaft beschrieben. Schonungslos und offen. Eine Geschichte mit Aspekten die wirklich jedem und überall passieren kann. Protagonisten mit alltäglichen Problemen. Genau das hat das Buch wohl so glaubwürdig gemacht.
Ach könnte ich doch nur halb so gut mit Worten umgehen wie die Autorin.
Von mir gibt es 5,5 Sterne.

Fazit:
Ein sehr emotionaler und authentischer Roman von Anna McPartlin

Corinna

1 Beitrag
21.09.2016

Anders als erwartet

Ich erspare euch, den Inhalt des Buchrückens nochmals zu zitieren, denn wenn ihr die Rezi lest, gehe ich davon aus, ihr wisst in etwa was das Buch verspricht :-)

Was habe ich erwartet? Eine dramatische, gefühlvolle und spannende Geschichte.
Was habe ich bekommen? Eine dramatische, gefühlvolle und spannende Geschichte.

Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan, den rauen und so gar nicht ladyliken Umgangston von Maisie nicht negativ zu werten und somit das ganze Buch als negativ zu empfinden. Maisie hat nämlich wirklich das Vokabular eines alten Seemannes. Aber: durch sie habe ich verstärkt auf mein Umfeld geachtet und entsetzt festgestellt, wir benutzen alle (!) ganz schön oft, ganz schön viel unschönes Vokabular. Also: danke, Maisie für die Lektion.

Die Geschichte ist packend. Ich hätte das Buch sehr gerne am Stück gelesen, nur um zu erfahren, was mit Jeremie nicht stimmt. Erschreckend finde ich allerdings, dass es die im Buch beschriebenen Situationen wohl wirklich gibt. Glücklicherweise nicht in der Region, in der ich lebe. Deswegen ist es mir hier manchmal schwer gefallen, nachzuvollziehen, wie schlimm das wirklich sein muss, wenn man nicht man selbst sein kann bzw. darf. Leider hat mich das Buch genau aus diesem Grund nicht zu 100% gefesselt.

Das Ende, als Jeremie wirklich "irgendwo im Glück" ankommt, fand ich sehr traurig und ich dachte nur "Nicht dein Ernst...".

Aber ich gehe nicht weiter darauf ein, selber lesen am Besten ;-)

Das Buch regt auf jeden Fall zum nachdenken an. Wer keine seichten, ich-kenne-das-Ende-nach-Seite 5-Bücher mag, ist hier richtig.

susanne_dusella

1 Beitrag
21.09.2016

Gegen Vorurteile







Maisie Bean hat es endlich geschafft, sich von ihrem gewalttätigen Ehemann, der sie gedemütigt, fast tot geschlagen und vergewaltigt hat, zu trennen und ihr Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und trotzt dabei allen aufkommenden Widrigkeiten: Ihre demenzkranke Mutter muss beaufsichtigt und gepflegt werden, zwei Jobs ermöglichen gerade so den Lebensunterhalt, ihre pubertierende Tochter macht ihr das Leben schwer und die Angst vor dem Ehemann hört nicht auf. Dennoch bietet sie ihrer Familie und darüber hinaus den Freunden viel Liebe und einen festen Halt.

Eigentlich sollte sich alles zum Guten wenden, als sie die jahrelange Liebe und Fürsorge des Polizisten Fred als wahre Liebe erkennt und sich zu einem Date bereit erklärt - doch genau an diesem Tag verschwindet ihr 16jähriger Sohn Jeremy spurlos.

In parallelen Erzählsträngen wird nun Maisies Kampf gegen die Vorurteile der Presse und der öffentlichen Meinung, den sensationslüsternden Nachbarn, Schwierigkeiten mit der aufmüpfigen Tochter und der nur selten einsichtigen Mutter und ihrer eigenen Gefühle und den tatsächlichen Vorgängen um Jeremys letzte Stunden erzählt. Immer mehr bilden sich Vorurteile und Bösartigkeiten heraus, die eigentlich völlig ungerechtfertig sind.

Dabei werden Maisie und ihre Familie überaus liebevoll und warmherzig bezeichnet und alle Emotionen übertragen sich auf den Leser. Wut und Schmerz, Angst, Liebe, Vertrauen, Hoffnungen und Verzweiflung meint man am eigenen Leib zu spüren; und die Eindringlichkeit der Geschichte zieht eine ihr eigene Spannung nach sich.

Für mich war die Lektüre ein absolut intensives Erlebnis in ihrem ganzen Hoffen und Bangen - und dabei wurde die konkrete Botschaft nicht nur unterschwellig, sondern schließlich auch deutlich ausgesprochen: Gegen Vorurteile und Ablehnung und das Bekenntnis zum eigenen Ich. Dabei ist das Ganze jedoch dermaßen authentisch, dass der Leser nicht in Ablehnung durch einen mahnenden Zeigefinger verfällt, sondern sich durch Maisies Kampf eine eigene Erfahrung bilden kann.

Obwohl vieles in dem Buch traurig ist und ich manchmal echte Tränen in den Augen hatte (und natürlich, wie im wahren Leben auch schlimme Dinge passieren), obsiegt letztlich das Gute! Hoffnung, Liebe und Vertrauen machen ein wunderbares warmherziges Buch.
Dabei gelingt es Anna McPartlin wieder einmal, trotz der Intensität der Gefühle nicht die Grenze zum Kitsch zu überschreiten!

Ich habe selten eine dermaßen authentische Geschichte gelesen, die mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat - und nebenbei auch noch Mut macht. Absolute Leseempfehlung!

karin_buerle

1 Beitrag
24.08.2016

Irgendwo im Glück

Das Buch ist fesselnd vom Anfang bis zum Schluss. Die Geschichte einer starken Frau die viel durchgemacht hat und die für alles gekämpft hat. Der Kampf gegen ihren gewalttätigen Ehemann bis sie endlich geschafft hat ihn zu verlassen. Ihre Demenzkranke Mutter die sie jeden Tag vor neue Herausforderungen stellt, ihre Tochter die provoziert und sich gegen alles stellt um ihre Unsicherheit vor dem erwachsen werden zu verstecken und ihr Sohn Jeremy der immer gut ist und für die Familie da ist aber ein Geheimnis in sich trägt. Als es scheint sie hätte endlich ihr Glück gefunden verschwindet ihr Sohn. Dann beginnt erst der Kampf.... Gegen die Vorurteile der Gesellschaft.... Ich habe das Buch regelrecht verschlungen es hat mich gefesselt. Mit der Wende der Geschichte war ich zuerst etwas überfordert.. Aber nicht immer gibt es ein Happy end. Oder doch?

bri

Beiträge 48
24.03.2019

    Ein tolles Buch, wie alle Romane von Anna Mc Partlin, die ich bisher gelesen habe. Eine Geschicht, die einen fesselt und man hofft mit Maisie und ihrer Familie, das alles gut wird.
    Irgendwo im Glück ist dann zu einer Kugel zusammen gerollt und man fragt sich - WARUM ?-
    Dieses Buch ist so sehr zu empfehlen, man weint und lacht mit der Familie bis das Buch zu Ende ist - wunderbar !

    Jeannine

    Beiträge 7
    15.09.2018

      "Irgendwo im Glück" ist das erste Buch, was ich von Anna McPartlin gelesen habe. Nach den vielen sehr guten Rezessionen hier habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

      Leider hat es mich nicht ganz so mitgenommen.
      Einerseits finde ich es gut, wenn Geschichten aus mehreren Perspektiven erzählt werden. Hier war es mir aber zu viele Sprünge.
      Man hat dadurch zwar von jedem Protagonisten die Gefühlswelt miterleben können aber ich konnte mich nicht so hineinfühlen wie in andere Bücher. Am meisten mitgerissen haben mich die Teile über Fred, den Polizisten.
      Obwohl am Anfang der Geschichte schon viel übereits das Ende erzählt wird weiß man nicht wie es dazu kommt und möchte das erfahren. Das macht das Buch spannend.
      Durch die kleinen Zeitsprünge innerhalb der Geschichte findet man dann ganz langsam heraus was geschehen ist.

      Trotzdem ist "Irgendwo im Glück" eine gelungene Geschichte von einer Frau, Maisie Bean, welche schon viel durchmachen musste und trotzdem stark bleibt. Die Geschichte zeigt, dass das Leben nicht immer einfach ist und man trotzdem nicht aufgeben sollte sondern immer stark bleiben.

      Ich fand das Ende sehr schön, da es nochmal zeigt, wie stark Maisie Bean trotz der vielen Schicksalsschläge geblieben ist. Mehr kann ich hier aber nicht verraten, dazu müsst ihr das Buch erst selbst lesen.

      Knorki

      Beiträge 6
      03.08.2018

        Inhalt:
        Irland, 1995. Maisie Bean ist endlich wieder glücklich. Nachdem ihr Mann sie jahrelang beinahe totgeprügelt hat, hat sie sich mit ihren beiden Kindern Jeremy und Valerie und ihrer demenzkranken Mutter ein neues Leben aufgebaut und zurück ins Leben gefunden. Sogar in Sachen Männer scheint sie endlich mal Glück zu haben…! Doch dann verschwindet Jeremy und sein bester Freund Rave spurlos, trotz einer großangelegten Suchaktion bleiben die beiden unauffindbar. Als plötzlich auch noch der Verdacht im Raum steht, dass Jeremy homosexuell sein könnte, bekommt Maisie es neben der Angst um ihren Sohn mit Vorurteilen und Ablehnung zu tun. Was steckt wirklich hinter dem Verschwinden der beiden Jungs..?

        Meine Meinung:

        Mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil gelingt es Anna McPartlin den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Emotionsreich und bildhaft schildert sie in „Irgendwo in Glück“ die bewegende Geschichte von Maisie Bean und ihrer Familie. Ich persönlich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, -gebangt und -gehofft und brauchte zum Ende hin auch die vorsorglich schon bereitgelegten Taschentücher.

        Die Charaktere sind allesamt sehr vielschichtig und authentisch. Maisie ist eine bewundernswerte, starke Frau, die viel Gewalt erlebt hat, und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. Sie war mir von Beginn an sympathisch.
        Ihre beiden Kinder, Jeremy und Valerie, könnten unterschiedlicher kaum sein. Der sensible Jeremy ist mit seinen 16 Jahren sehr erwachsen, kümmert sich fürsorglich um seine Oma (wenn Maisie nicht da ist) und ist eigentlich sehr verlässlich, weshalb sein Verschwinden umso rätselhafter ist. Valerie hingegen ist oftmals sehr aufbrausend und temperamentvoll, wodurch man sie fälschlicherweise auf den ersten Blick vielleicht als Zicke bezeichnen würde. Im Grunde ist sie aber ein liebenswertes Mädchen, dass manchmal einfach nicht weiß wohin mit ihren Gefühlen.
        Auch die anderen Charaktere, wie bspw. Jeremys bester Freund Rave, Polizist Fred, Maisies Mutter Bridie oder ihre Freundin Lynn – sind absolut gelungen.

        Das Buch beginnt an dem Tag, an dem Jeremy verschwindet. Er trifft sich abends heimlich mit Freunden im Park und kehrt nicht zurück. Der Leser durchlebt zusammen mit Maisie und ihrer Familie die Tage danach, die geprägt sind von der Sorge und Angst um Jeremy, Ratlosigkeit und Unverständnis über sein Verschwinden, der Hoffnung, ihn und Rave lebend wiederzufinden und natürlich der verzweifelten Suche. Auch der Leser weiß nicht, was sich im Laufe des besagten Abends noch ereignet hat. Erst Stück für Stück erfährt er aus Jeremys Sicht, was geschah und somit den Grund für sein Verschwinden. Obwohl man bereits aus dem Prolog mehr oder weniger weiß, wie es am Ende ausgehen wird, und man sich im Laufe des Buches einiges erschließen kann, ist der schlussendliche Ausgang doch überraschend, schockierend und sehr bewegend.

        Schon von Beginn des Buches an zeichnet sich ab, dass Jeremy homosexuell ist. Die 1995 in Irland herrschende Intoleranz und Ablehnung der Gesellschaft gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren sind maßgeblich für den Ausgang der Geschichte verantwortlich. Die Autorin kritisiert die gesellschaftliche Haltung, sowohl damals als auch heute, und regt den Leser zum Nachdenken (und vielleicht auch Überdenken seiner Meinung) an.

        Neben Jeremys Homosexualität spielt auch die Demenzerkrankung von Maisies Mutter Bridie eine große Rolle. Die Autorin konfrontiert den Leser mit der erschreckenden und ungeschönten Wahrheit über die Krankheit… Von einer Sekunde ist Bridie wie ausgewechselt. Zielloses Herumirren, Angst, die in Aggressivität umschlägt, und Apartheit sind nur einige der Symptome, unten denen sie leidet. Bridie scheint immer mehr nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein. Aber der Leser erlebt nicht nur, was es heißt, demenzkrank zu sein, sondern auch, wie schwer die Pflege und der Umgang für die Angehörigen ist.

        Fazit:
        Mit „Irgendwo im Glück“ gelingt es Anna McPartlin erneut, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und lässt ihn in eine Geschichte eintauchen, die berührt, zum Nachdenken anregt und ihn auch lange nach der letzten Seite nicht loslässt. Nachdem die Autorin letztes Jahr bereits mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ zu meinen absoluten Jahreshighlights gehörte, tut sie es dieses Jahr definitiv wieder mit diesem wundervollen Buch. Ein absolutes Must-Read!

        maraAngel2107

        Beiträge 23
        04.06.2018

          Ein wirklich wunderschöner Roman mit tiefsinnigem Hintergrund
          Ma´sie, Maisie oder auch Mai ist eine wundervolle Mutter und auch Tochter, die sich liebevoll um ihre Dementkranke Mutter kümmert, 2 Kinder, Valerie & Jeremy, die sich genauso aufopfern, obwohl Valerie eher (soll zumindest so wirken) ihrem Vater ähnelt. Maisie wurde geprügelt, verdroschen, vergewaltigt und hat sich nach Jahren endlich, mit Hilfe von Fred (einem Polizisten), der alles jahrelang mitbekam, von ihrem Mann getrennt hat. Jeremy fühlt sich als einziger Sohn nun in der Pflicht seine kleine Famile zu beschützen, obwohle er erst 16 ist...Ein trauriger Familienhintergrund bei dem der Zusammenhalt jedoch im Vordergrund steht. Wunderbare Protagonisten, die jeder/jede mit seinen/seiner eigenen Ängsten zu kämpfen haben! Jeremy merkt sehr früh, das er keine Mädchen mag sonder wohl eher auf junge Männer steht, sehr traurig, denn sie leben in einer Zeit in der dies absolut verpönt und verachtet ist. Daher traut sich der kleine Junge auch nichts zu sagen, auch nicht seinem besten Freund Rave, der ein ähnliches Schicksal wie er zu tragen hat, nur auf eine andere Art und Weise. Wunderbar beschriebene Schicksalsschläge, mit tollen Protagonisten, die jeder auf seine eigene Art liebenswert sind! Mir sind beim lesen alle 6 Hauptprotagonisten sehr ans Herz gewachsen und man ist tatsächlich mitten drin im Geschehen, man möchte trösten, man möchte unterstützen und man möchte Kraft & Mut schenken und manchmal auch in den Hintern treten!
          Die Autorin hat hier ein tolles Werk geschaffen, familiere Hintergründe, Situationen, Liebe & Leidenschaft und Trauer & Untergang. Wunderbar beschriebene Situationen, wie sie aus dem Leben sein könnten. Charaktere, die nichts hinter sich stehen lassen und auch einfach leben möchten und glücklich sein. Als Jeremy verschwindet ist auf einmal alles anders, sowie vieles im Leben und mit ihm verschwindet zeitgleich sein bester Freund Rave, die ganze Gemeinde ist in Aufruhr, alles suchen, bangen und hoffen. Für die Presse natürlich, auch wie im wahren Leben ein gefundenes Fressen, schade, aber so ist das nun einmal. Es wird nichts augelassen und es macht Spaß dieses Buch zu lesen, es fesselt einen, da die Spannung nicht aufhört und sich durch das gesamte Buch zieht, es wird einem niemals langweilig und man genießt jede einzelne Passage und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht! Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch, wie ich es auch aus einem ihrer anderen Bücher kennen lernen durfte. Daher muss es hier 5 von 5 Sternen geben, es gibt nichts was ich an diesem Buch auszusetzen hätte. Ein sehr tragisches Ende lässt hoffen, das sich unsere Welt ein wenig ändert, besonders in dem Urteilen oder Beurteilen von anderen Menschen. Jeder sollte sein Leben, seine Bedürfnisse leben dürfen, ohne wenn und aber und ohne Einschränkungen, ein wichtiger Aspekt, den die Autorin hier dem Leser mit auf den Weg geben möchte. Ich kann nur sagen "Unbedingt lesen". Danke für ein so tolles Leseerlebnis!

          Bambisusuu

          Beiträge 24
          21.05.2018

            Der Roman "Irgendwo im Glück" wurde von der Autorin "Anna McPartlin" geschrieben und ist 2016 im "Rowohlt Verlag" erschienen.

            Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht entmutigen lässt und immerzu an die Hoffnung glaubt. Eine unglückliche Ehe bringt Maisie in eine harte Zeit. Ihre Kinder sind die Einzigen, die ihr geblieben sind. Mit ihnen schafft es Maisie ihr Leben auf Vordermann zu bringen. Doch dann passiert das Unfassbare, Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Welchen Grund gibt es für sein Handeln? Maisie stellt sich der Sorge und versucht ihren Sohn zu finden.

            Nach dem Buch "Die letzten Tage des Rabbit Hayes" bin ich von dem Schreibstil der Autorin angetan. Die Art und Weise bringt die Emotionen zur Geltung und erschafft eine authentische Erzählung. Auch in diesem Roman treffen Humor, Liebe, aber auch Traurigkeit aufeinander.

            Anna McPartlin greift die Familienproblematik der Hauptcharaktere auf, aber auch die eigene Findung rückt in den Vordergrund. Dabei erhält der Leser die Möglichkeit in die verschiedenen Vorstellungen der Protagonisten einzutauchen. Mit den Perspektivwechseln erfährt man als Leser die Gefühle und Gedanken der Personen. Die Idee finde ich da gelungen. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht wirklich packen.

            Nach dem anderen Roman der Autorin habe ich mir mehr Emotionen erhofft. Mit den Charakteren konnte ich mich bis zum Schluss nicht anfreunden. Die Stimmung innerhalb der Handlung wirkt auf mich sehr negativ und erdrückend. So hatte ich eher wenig Spaß am Lesen. Manche Szenen kamen mir daher auch langatmig und schleppend vor. Die vielen Kraftausdrücke haben mir auch nicht unbedingt gefallen.

            Ein Thema voller Hoffnung, das authentisch ist und zum Nachdenken anregt. Die Handlung konnte mich leider nicht bis zum Schluss fesseln.

            november2014

            Beiträge 10
            26.04.2018

              Inhalt:
              Das Leben hat es mit Maisie Bean bisher nicht gut gemeint. Früh schwanger geworden, war sie in einer gewaltätigen Ehe gefangen. Bis Maisie sich mit ihren zwei Kindern Jeremy und Valerie befreien kann. Sie zieht wieder bei ihrer Mutter ein und hofft endlich auf ein glückliches Leben aber dann der nächste Schlag, denn ihre geliebte Mutter erkrankt an Demenz. Aber nicht genug als Maisie 16 jähriger Sohn Jeremy verschwindet ist sie am Ende. Doch aufgeben kommt für Maisie nicht in Frage und macht sich auf die verzweifelte Suche nach ihrem Sohn.

              Meinung:
              Das Buch war einfach nur fantastisch. Die Autorin hat mich sowas von gepackt und mich richtig fertig gemacht. Ich fand es wirklich von Anfang bis Ende spannend. Die Geschichte konnte mich total berühren. Ich sag nur „Taschentuchalarm“!

              Die Autorin hat einen super authentischen Schreibstil und lässt einem nur so durch die Seiten fliegen. Es werden soviele schwierige Themen angesprochen, wie Gewalt in der Ehe, Drogen, Demenz und finden der eigenen Sexualtiät. Jedem Charakter wurde ein Gesicht gegeben, da man aus allen Perspektiven liest. Dabei wird einem auch nochmal das Thema der Demenz näher gebracht, weil man auch aus der Sicht der dementen Bridie liest.

              Auch wenn man auch schon im Epilog erfährt, wie das Buch ausgeht, hat es der Spannung keinen Abbruch getan. Trotz dessen war ich am Ende sprachlos und schockiert. Wie es zu dem ganzen gekommen ist, macht einen einfach nur fassungslos. Was ich meine müsst ihr allerdings selbst herausfinden.

              Fazit:
              Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und somit von mir absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen dafür!

              Igela

              Beiträge 28
              18.02.2018

              Das Leben hat es bisher nicht gut gemeint mit Maisie Bean. Von ihrem Exmann Danny jahrelang geschlagen und gedemütigt, lebt sie von ihm getrennt und zieht die beiden Kinder Jeremy und Valerie alleine auf. Zudem lebt ihre an Demenz erkrankte Mutter Breadie bei ihr, und vor allem der sechzehnjährige Jeremy ist eine grosse Stütze. Er kümmert sich um seine Grammy und die zwölfjährige Valerie, wenn Maisie arbeitet. Als Maisie wieder Zutrauen zu Männern fasst, und mit dem Polizisten Fred ausgeht, scheint ein Ende der harten Tage in Sicht. Da verschwinden eines nachts Jeremy und sein bester Freund Rave spurlos. Hatten die Teenager einfach genug von ihrem Leben oder ist ein Unglück geschehen? Die Meinung der Nachbarn und der Presse ist schnell getroffen, doch Maisie kennt ihren Sohn und ist sich sicher, dass er nicht freiwillig verschwunden ist.

              Dies ist nicht mein erstes Buch von der Autorin Anna MacPartlin und wieder besticht sie mit einem ans Herz gehenden und nachdenklich machenden Thema. Hier in "Irgendwie im Glück" das Verschwinden zweier Jugendlicher, aber auch die erwachende Sexualität der Teenager, die vor allem Jeremy vor Probleme stellt. Denn er spürt, dass er anders ist als Gleichaltrige und sich zu seinem besten Freund Rave hingezogen fühlt. Betroffen hat mich gemacht, wie die Hetzjagd der Presse gegen die Familie nach dem Verschwinden skizziert wurde. Betroffen, weil ich mir absolut vorstellen kann, dass dies auch noch heute genau so geschehen könnte. Obwohl die Geschichte 1993 spielt und die Menschen heutzutage offener und lieberaler mit gleichgeschlechtlicher Liebe umgehen, bleibt doch ein leiser Zweifel haften.
              Es schien mir, dass die Familie Bean alles Unglück der Welt gepachtet hat. Schlagender Ehemann und Vater, Demenz der Grossmutter, Geldknappheit und das Verschwinden des Sohnes. Irgendwie kommt dadurch das Ganze etwas unrealistisch daher und ich frage mich, ob ich deswegen viel weniger mit gefühlt habe als in den bisher gelesenen Büchern der Autorin?
              Allerdings wurde gerade die Demenz der Grossmutter hervorragend beschrieben. Teilweise liest man als Leser die Gedanken der dementen Birdie und die waren richtig toll und eindrücklich. Man spürt , wie verwirrt sie ist und wie sie sich in Gedanken abdriftet in eine eigene Welt.
              Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gefallen. Etwas gestört hat mich die vulgäre Sprache von Mutter, Grossmutter und der zwölfjährigen Tochter. Wenn auf jeder Seite mindestens ein Fäkalausdruck ausgesprochen wird, teilweise mehrere hintereinander, frage ich mich schon ob das denn sein muss ? Was wollte die Autorin damit bezwecken? Zeigen, dass die Familie aus einer ärmeren Schicht kommt, weniger gebildet ist oder was?
              Zu Beginn erfährt man als Leser, dass Jeremy verschwunden ist, dann wird rückblickend erzählt. Das nimmt doch eine Menge Spannung, da man weiss, dass er nicht wieder auftauchen wird. Mich hat jedoch plötzlich die Frage, was genau mit den Jungs geschehen ist, schnell weiter lesen lassen. Der Schluss hat mich mit einer eindrücklichen Botschaft begeistert und hallt nach!

              Nele22

              Beiträge 14
              25.01.2018

                Der Roman beschreibt die Lebensgeschichte einer Frau und deren Familie, die immer wieder auf's neue vom Leben gestraft wurde und trotz aller Widrigkeiten aber nie aufgibt und den Mut und den Glauben an das Leben nicht verliert. Einfach wunderbar geschrieben! Ich konnte nicht aufhören zu lesen....von der ersten Seite an spannend bis zuletzt. Diese Buch, hat mich auf alle Fälle persönlich zutiefst bewegt hat.
                Am Ende flossen dann auch bei mir ein paar Tränen...
                Absolute Leseempfehlung von mir.

                andrea-leseratte

                Beiträge 9
                17.01.2018

                  Die Story spielt 1995: Maises Sohn und sein bester Freund sind plötzlich verschwunden. Was ist passiert? Die Suche beginnt...

                  Immer wieder wechselt die Erzählperspektive; dadurch erhält man als Leser einen umfassenden Einblick. Das hat mir gut gefallen. Was mir leider nicht so gefallen hat, war der Schreibstil bzw. der übermäßige Gebrauch an Kraftausdrücken. Das hat mich nicht so richtig warm werden lassen mit dem Buch. Ich fand die Sprache teilweise einfach zu derb; es sollte so wohl authentischer wirken. Es ist wahrscheinlich einfach Geschmacksache; ich hatte auch aber irgendwie - aufgrund des schönen Covers - einen anderen Schreibstil erwartet.

                  Die Geschichte an sich fand ich bewegend; wie die Erziehung die beiden Jugendlichen doch geprägt hat: Homosexualität war für beide etwas Abnormales... und sie haben sehr gelitten anders zu sein und konnten sich ihre Gefühle nicht eingestehen. Und dann ist es plötzlich zu spät. Maise hat viel durchmachen müssen; ihre frühere Ehe war durch Gewalt geprägt; doch verliert sie nicht den Mut und ist voller Liebe für ihre Kinder und dann verschwindet ihr Sohn. Schrecklich. Der Prolog und der Epilog haben mir gut gefallen; sie umrahmen das Buch schön.

                  Fazit: Die Geschichte ist lesenswert; mich hat allerdings der Schreibstil gestört. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

                  sommerlese

                  Beiträge 114
                  eine Antwort 17.01.2018

                    Dublin 1995: Maisie Bean lebt mit ihrer Familie in der irischen Hauptstadt. Sie ist eine Frau, die in ihrer Ehe die Hölle erlebt hat und viel Gewalt erleiden musste. Aus dieser Ehe hat sie ihre zwei wunderbaren Kinder Jeremy und Valerie. Gemeinsam mit ihren Kindern pflegt sie zu Hause ihre demente Mutter und Maisie hält die Familie mit zwei Jobs finanziell über Wasser. Sie haben sich trotz der Probleme gut arrangiert.
                    Als sich Maisie nach langer Zeit endlich wieder verliebt, verschwindet ihr Sohn.
                    "Ein neuer Roman voller Humor, Liebe, Traurigkeit und Hoffnung." Mit diesen Worten wird der Roman allerorten angekündigt. Nachdem ich "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" gelesen und es zu meinen Lieblingsbüchern erklärt habe, wollte ich mal wieder etwas von der Autorin lesen.

                    Ich habe mir erneut eine berührende und eindringliche Geschichte erhofft, musste aber leider einige Abstriche machen.


                    Es fängt schon beim Schreibstil an: mit recht einfachen Worten und einigen Kraftausdrücken wird die Geschichte dargestellt, das wirkt zwar authentisch und passt zu den Charakteren, mich hat es aber dennoch gestört. Außerdem wird viel Nebensächliches abgehandelt, was den Lesefluss und die Spannung behindert. Die schönen emotionalen Szenen und humorvollen Bemerkungen gehen in der Masse der Belanglosigkeiten regelrecht unter.


                    Vom Aufbau her ist das Buch schon besonders, nach einem aufklärenden Prolog über Maisie erfährt man, wie sie ihre Erlebnisse in einem Buch verarbeitet. Der restliche Roman wird anhand von Rückblenden aus verschiedenen Figur-Perspektiven dargestellt. Familie und Freunde kommen hier zu Wort und geben den Blick frei auf die Familie und speziell auf Jeremys Leben und seine Nöte. Allerdings in allen Einzelheiten, die einfach zuviel des Guten sind.


                    Ich habe mit Maisie mitgelitten und den Umgang mit der dementen Großmutter interessiert beobachtet und das Rätsel um Jeremys Verschwinden hat mich sehr beschäftigt, aber die vielen Rückblenden haben mir jegliche Spannung genommen.



                    Alle Charaktere sind problembeladen, auch wenn Maisie als starke Persönlichkeit aus der Masse sticht, so wirken die Sorgen auf mich sehr erdrüecknd. Ich konnte zu den Figuren auch keine große Verbindung aufbauen. Auch vom Leben in Dublin hätte ich gern mehr erfahren, die Handlungsorte und das spezielle Milieu werden nur durch besondere Ansichten ein wenig sichtbar. Und gerade hier hatte ich mir mehr erhofft, denn gerade in Irland gibt es noch Nachholbedarf in Sachen tolerantem Umgang mit Sexualität.


                    Aus diesem Buch ziehe ich das Resümee, nicht aufzugeben, egal was kommt. Man sollte sein Leben so leben dürfen, dass man glücklich ist, egal was andere sagen.


                    Dieser Roman ist tragisch und bringt den Leser dazu, sich über Vorurteile Gedanken zu machen. Ich hatte mir allerdings mehr davon erhofft.

                    • Fanti2412

                      Beiträge: 52
                      17.01.2018

                      Eine schöne Rezi, aber schade, dass Dich das Buch nicht so begeistern konnte!

                    Michi15031992

                    Beiträge 6
                    04.01.2018

                    Maisie Bean ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich. Ihr Mann war gewalttätig und hat ihr das Leben zur Hölle gemacht. Doch irgendwann konnte sie sich endlich von ihm losreißen und lebt nun mit ihrer Tochter Valerie, ihrem Sohn Jeremy und ihrer dementen Mutter in einem Haus. Alles ist gut, bis eines Tages ihr Sohn Jeremy verschwindet. Jeremy verbirgt schon seit einiger Zeit ein Geheimnis. Wird sie ihren Sohn wiederfinden?

                    Ich finde das Buch echt total spannend und fand das Ende sehr überraschend. Irgendwo im Glück ist mal ein Buch, wo man das Ende nicht erahnen kann.

                    KerstinT

                    Beiträge 48
                    16.12.2017

                      Bewegender Roman

                      Maisie Bean hatte es im Leben bisher nicht all zu gut. Sie wurde von einem One-Night-Stand schwanger und musste ihn dann auch noch heiraten. Er entpuppte sich leider als aggressiver Widerling. Kaum war sie ihn los, bekam ihre Mutter Demenz. Nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihren beiden Kindern zusammen und alles scheint sich normalisiert zu haben. Die Beans wirken wie eine glückliche Familie, die sich mit ihrer Situation abgefunden hat. Doch dann verschwindet Maisies siebzehnjähriger Sohn Jeremy plötzlich spurlos. Er ist ein sehr netter und lieber Junge. Jeremy ist kein typischer Siebzehnjähriger. Er passt liebevoll auf seine demente Großmutter und seine kleine Schwester auf. Auch seine Mutter fängt er immer wieder auf. Deshalb ist Maisie schnell klar, dass er nicht abgehauen ist, sondern etwas passiert sein muss. Aber was?

                      Der Roman spielt im Jahre 1995 und beginnt kurz vor Jeremys Verschwinden. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben. Im Laufe des Buches kommt jeder Protagonist zu Wort. Und der Leser kann sich in ihn hineinversetzen und seine Sicht der Dinge erleben. Jeremys Verschwinden bleibt bis zum Ende offen. Allerdings kann man durch die Passagen aus Jeremies Sicht erahnen was passiert ist. Die Erzählung an sich hätte kürzer sein können, stellenweise bewegt sich alle etwas zu langsam vorwärts. Dem Leser wird recht schnell klar, was warum passiert ist. Und deshalb ist der Mittelteil etwas zäh. Allerdings reißt es das Ende wieder raus. Dieses hat mir sehr gut gefallen.
                      Dies war mein erster Roman von Anna McPartlin, aber ich habe schon gehört, dass in ihren Romanen, ähnlich wie bei Jodi Picoult, immer ein gesellschaftliches Thema aufgenommen wird und es von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. In diesem Fall war es die Homosexualität. Die Verwendung von gesellschaftlichen Themen in Romanen finde ich sehr gut. So wird den Romanen auch gleich etwas Tiefe gegeben.
                      Der Schreibstil gefällt mir. Er ist einfach und direkt heraus. Der Lesefluss ist angenehm. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und wirkten sehr lebendig. Alle hatten ein Gesicht und auch ihr Zusammenspeil hat mir sehr gut gefallen. Alles wirkte stimmig. Gefallen hat mir auch, dass es eine wunderbare Mischung aus Dramatik, Witz, Liebe und Zuversicht war.
                      Letztendlich hat mir dieser Roman gut gefallen, da er aber etwas zu ausschweifend war, gibt es von mir drei statt vier von fünf Sternen.

                      Papier und Tintenwelten

                      Beiträge 13
                      08.11.2017

                        Lesegrund:
                        Ich habe schon Bücher von Anna McPartlin gelesen und mag die Geschichten der Autorin echt gerne, sodass ich auch auf dieses Werk von ihr gespannt war.

                        Handlung:
                        In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Maisie Bean. Maisie hatte es noch nie sonderlich leicht in ihrem Leben, aber dadurch ist sie auch eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Aus einer schlimmen Ehe hat sie ihre zwei geliebten Kinder, Jeremy und Valerie. Die drei halten immer zusammen und als Maisie's Mutter an Demenz erkrankt helfen ihr die beiden sogar bei der Pflege und Betreuung. Doch gerade als in Maisie's Leben alles glatt läuft verschwindet Jeremy spurlos und zwingt sie dadurch dazu einiges zu hinterfragen ...

                        Schreibstil:
                        Der Schreibstil von Anna McPartlin bekommt durch ihre ganz eigene Art Emotionen authentisch zu vermitteln einen besonderen Charme, dem ich mich gar nicht entziehen möchte. Sehr schön fand ich in diesem Buch auch die wechselnden Erzählperspektiven, die dem Leser/der Leserin einen tollen Einblick in die Gedanken - und Gefühlswelten der verschiedenen Charaktere ermöglicht haben.

                        Charaktere:
                        Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es toll, dass die Autorin die Personen mit liebevollen Details und verschiedenen Facetten gezeichnet hat. So hat nicht nur die Protagonistin ihren ganz eigenen Eindruck bei mir hinterlassen, sondern auch andere Charaktere. Das fand ich klasse.

                        Spannung:
                        Den Spannungsbogen hat Anna McPartlin konstant gehalten und dadurch habe ich die Entwicklungen auch mit viel Interesse verfolgt. Der Prolog weckte direkt meine Neugier und die Autorin konnte die Spannung auch über weite Strecken gut aufrechterhalten.

                        Emotionen:
                        Die Emotionen waren, in meinen Augen, das ganz große Plus dieser Geschichte. Durch die tollen Themen regt die Autorin zum Nachdenken und hinterfragen, aber auch zum mitfühlen an, was ich sehr gelungen fand. Ich hatte oftmals einen dicken Kloss im Hals und kann sagen, bei diesen Inhalten sind Taschentücher durchaus empfehlenswert.

                        "Irgendwo im Glück" ist eine schöne und interessante Geschichte, die mit tollen Charakteren und emotionalen Inhalten wunderbare Lesestunden garantiert! Ich gebe diesem Buch 4,5 Rosen, aufgerundet auf 5.

                        Leseratte Mel

                        Beiträge 2
                        05.10.2017

                          Das Buch ist eines meiner Lieblingsbücher. Das Cover hat mir total gut gefallen. Die Geschichte ist einfach herzerwärmend.. Es gibt viele Überraschungen und noch mehr tolle Charaktere. Eine absolute Leseempfehlung.

                          Wer meine ganze Rezension lesen möchte, kann dies auf meinem Blog lesen.
                          https://leserattemel.blogger.de

                          SBS

                          Beiträge 75
                          29.09.2017

                            Tolle Botschaft!

                            Die Irin Maisie Bean hat es nicht leicht im Leben. Mit 17 Jahren wird sie Opfer eines Rape-Dates, welches in einer Schwangerschaft mündet. Das erfordert regelrecht die Heirat mit dem Vergewaltiger. Jahre voller Gewalt folgen, bis Maisie endlich mit ihren Kindern Jeremy und Valerie zu ihrer Mutter zieht. Nun zieht das Glück ein, aber es währt nicht lange, denn ihre Mutter erkrankt an Demenz. Jeremy opfert sich für die Familie bis zu seinem Verschwinden auf.

                            Bereits der Prolog hat mich überzeugt, obwohl er scheinbar sehr viel verrät, denn das Jeremy gewaltsam zur Welt gekommen ist und sie auch gewaltsam verlassen musste, erfährt man schon auf den ersten Seiten. Was mag der Grund sein? Hat etwa sein gewalttätiger Vater was damit zu tun? Oder steckt was ganz anderes dahinter? Einmal angefangen, musste ich das Buch fast in einem Rutsch lesen. Die Fragen haben mich einfach nicht kaltgelassen und die verzweifelte Suche nach Jeremy war sehr emotional. Interessant fand ich auch, wie und warum sich Maisie, die an sich sehr stark ist, überhaupt so lange mit dem Vergewaltiger zusammenlebte. Das Geschehen spielt hauptsächlich 1995 und wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was dem Buch mehr Tiefe verleiht. Der Schreibstil ist gewohnt locker, leicht zu lesen und die Charaktere sind einfach gut gelungen. Man leidet, lacht und hofft die ganze Zeit mit.

                            Die Geschichte, besonders deren Ende, hat mich nachdenklich gemacht. Eine unbedachte Äußerung kann schon reichen, um andere Menschen zu zerstören… Der Aspekt, den ich hier beim besten Willen nicht ansprechen kann, kommt erst sehr spät ans Licht, aber schon vorher rätselt man, was geschehen sein könnte. Durch zahlreiche Wendungen wird es nie langweilig. Im Buch geht es um häusliche Gewalt, Demenz, das Verschwinden eines Kindes – um nur mal einige zu nennen. Trotzdem ist die Geschichte nicht überfrachtet.

                            Sarah1980

                            Beiträge 38
                            19.09.2017

                              Ein sehr berührender Roman mit Humor, Lebensfreude aber auch Tiefgang. Lockerer emotionaler Schreibstil, der einen das Buch nicht zur Seite legen lässt.
                              Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Meine Schwestern und meine Mutter waren ebenfalls begeistert.

                              amina123

                              Beiträge 10
                              01.09.2017

                                Mir gefällt dieses diese Buch sehr gut. Es geht in diesem Buch über eine Frau die sich trotz massiven Schicksals Schlägen sich nicht unterkriegen lässt.
                                Ich liebe solche Geschichten.Daumen Hoch .Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen.

                                Sternderl80

                                Beiträge 30
                                26.08.2017

                                  Dieses war mein erstes Buch der Autorin und gleich vorweg: Es wird wohl nicht das letzte Buch von ihr bleiben, das ich lese. Schon von den ersten Seiten weg wurde ich gepackt von Maisies Geschichte und der ihrer Familie: Maisies Ehemann ist gewalttätig und ihre Mutter ist an Demenz erkrankt. Nachdem sie sich von ihrem Ehemann getrennt hat opfert sich Maisie weiter für ihre Familie auf. Als es schließlich so scheint, als würde es in ihrem Liebesleben einen neuen Mann geben, geschieht etwas furchtbares: Ihr Sohn verschwindet spurlos.
                                  Ich fand das Buch emotional sehr aufwühlend und habe die Protagonistin für Ihre Stärke sehr bewundert. Ein Buch, das Mut macht und die eigenen Probleme lapidar erscheinen lässt.

                                  Steffi26.

                                  Beiträge 37
                                  24.08.2017

                                    Maisies Leben ist geprägt von Schicksalsschlägen. Angefangen mit ihrer Vergangenheit mit einem gewalttätigen Mann, der plötzlich verschwindet und somit einen Neuanfang ermöglicht. Doch Jeremys Verschwinden zerstört ihr Familienleben erneut. Die Gründe für sein Verschwinden sind lange unklar und ändern trotzdem alles.

                                    Das Buch ist gut geschrieben und eine Mischung aus Krimi und Familienstory.

                                    Leseliebe

                                    Beiträge 10
                                    22.08.2017

                                      Dieses Buch hat mich gefesselt! Ich war zuerst überrascht, da ich nicht mit solch einer Tragödie gerechnet habe. Die Charaktere lassen einen nicht unberührt. Am liebsten will man der starken Maisie helfen, die immer alles regelt und ganz gleich wie sehr sie ungewollt von ihrer Tochter und ihrer Mutter verletzt wird, sie steht auf und acht weiter. Und selbst dabei versucht sie sich nichts anmerken zu lassen und ihr Umfeld zu schützen! Ebenso ist Jeremy ein tapferer und aufrichtiger junger Mann, dem Männer gutes wünscht! Und dann verändert sich alles! Sehr spannend, rührend und auch witzig zugleich! Lesenswert!!!

                                      Die_Eva

                                      Beiträge 4
                                      24.07.2017

                                        Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber das Cover hat mich ziemlich angesprochen, ebenso die Geschichte.

                                        Leider hat mich die Geschichte nicht so ganz überzeugt, hier hätte ich mir irgendwie ein bißchen mehr erwartet, muss ich sagen. Vom Lesen her war es eine angenehme Lektüre.

                                        anika_schferle

                                        Beiträge 9
                                        16.07.2017

                                          Ein typischer McPartlin- emotional, packend und mehrere heikle Themen ohne allzu viel Schmalz in bezaubernde Worte gefasst.
                                          Eine Familiengeschichte, in der die Hauptperson Maisie mit den Dämonen ihres Lebens kämpft- aufgerieben vom Alltag in der Pflege ihrer demenzkranken Mutter, der Besänftigung ihrer rebellischen Teenie-Tochter(und deren unflätiger Ausdrucksweise) und der Bewältigung ihrer gescheiterten Ehe und einem Trauma von jahrelangen Misshandlungen durch den eigenen Ehemann zeichnet ihr Sohn Jeremy eine Konstante und gibt ihr Halt- bis zu dem Tag, an dem er scheinbar grundlos verschwindet....und Maisie´s Welt unterzugehen droht......

                                          Nur 4 Sterne, weil mich der Wust an Schimpfworten irgendwann ziemlich genervt hat- ausserdem ist das Ende nache ienigen Längen im Buch sehr abrupt .Trotzdem ein schönes Buch, Leseempfehlung!

                                          ostseedeern

                                          Beiträge 28
                                          05.07.2017

                                            Dank der Buchboutique durfte ich Erstleserin sein und werde dieses Buch nie vergessen. Die Handlung ist an sich eine traurige, aber die Autorin schafft es, sie auf eine Art zu erzählen, die Hoffnung gibt. Das Buch ist so wunderschön geschrieben, dass ich es binnen 2 Tagen komplett durchgelesen habe. Ich habe geschmunzelt und geweint, habe erstaunt die Augen aufgerissen und mich mit den Hauptfiguren problemlos identifiziert. Anna McPartin hat es einfach drauf! Von ihr würde ich bedenkenlos jedes Buch kaufen - und dieses hier kann ich wärmstens empfehlen!

                                            SLovesBooks

                                            Beiträge 12
                                            24.06.2017

                                              Der Anfang ist mir nicht leicht gefallen. Ich hatte Startschwierigkeiten, weil mich die Handlung nur wenig mitgenommen hat. Es war wenig spannend und man wusste auch nicht so recht worauf die Geschichte zulaufen wird. Durch die Einleitung wusste man zwar, das Maisies Sohn Jeremy verschwinden und zu Tode kommen wird, aber das ganze Ausmaß konnte man da noch nicht begreifen. Eigentlich in der ganzen ersten Hälfte nicht. Doch dann kommt alle geballt und ich war von dem Buch ergriffen, geschockt, überrascht. Es kamen so viele Gefühlsregungen auf einmal, dass ich eigentlich regelrecht davon erschlagen wurde. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass mich dieses Buch nach diesem Anfang so umhauen würde. McPartlin hat die Stimmung wirklich extrem gut im Griff. Sie kann sie von der einen auf die andere Minute umschlagen lasse. Von der Entwicklung und der aufkommenden Spannung der Geschichte war ich wirklich begeistert.

                                              Die Charaktere haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich finde, dass sie sich nach und nach entwickeln und man sie am Anfang zum Teil nur schwer durchschauen kann. Oftmals muss man erst mal hinter ihre Fassade blicken. Die Autorin hat die Charaktere vielschichtig und vor allem sehr realistisch und menschlich ausgearbeitet.

                                              Der Schreibstil trifft nicht immer meinen Geschmack. Das Buch lässt sich zwar flüssig lesen, jedoch benutzt McPartlin auch öfter Begriffe, von denen ich nicht so begeisterte bin. Ich denke einfach, dass Figuren auch authentisch ausgearbeitet werden können ohne in die Tiefen der Umgangssprache und darüber hinaus abzutauchen.

                                              Insgesamt hat mich selten ein Buch noch so positiv überrascht, wenn ich mit ihm einen schwierigen Start hatte. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass das Ende den Start um so viele Punkte übertrifft, dass ich die volle Punktzahl geben könnte.

                                              cyirah

                                              Beiträge 3
                                              07.06.2017

                                                Anna McPartlins „Irgendwo im Glück“ ist ein unglaublich schönes und emotionales Buch. Die Geschichte rund um Maisie Bean, ihrem Leben, Leiden und Kämpfen hat mich nachhaltig beeindruckt. Von ihrem Eheman jahrelang misshandelt, schafft Maisie die Flucht aus dieser Hölle. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Valerie und Jeremy versucht sie von da an ein normales Leben zu führen. Allen Widrigkeiten trotzend kämpft Maisie für ihre Kinder und ihre demenzkranke Mutter. Fred der Polizist der ihr damals half wieder auf eigenen Beinen zu stehen, weckt neue Gefühle in ihr, doch dann plötzlich verschwindet ihr Sohn Jeremy und Maisies Welt zerspringt erneut in tausend Scherben.

                                                Was würde ich tun wenn mein Sohn verschwindet? Eine Frage die mich während des Lesens immer wieder beschäftigt hat. McPartlin schafft es die Abgründe einer Mutter so emotionsgeladen darzustellen, dass ich mich oft selbst in dieser Person wiederfinden konnte. Gedanken, Ängste und Zweifel, nur drei der Gefühle die eine Mutter an den Rand des Wahnsinns treiben. Der Gedanke das sein eigenes Kind verschwindet. Eine absolute Horrorvorstellung!

                                                Und all die Fragen die offen im Raum stehen: Geht es ihm gut? Wo ist er? Kommt er wieder? Was habe ich nur falsch gemacht?
                                                Gedanken die einem den Schlaf rauben können. Vorwürfe die es schaffen einen selbst zu hassen und die Hoffnung das alles wieder gut werden wird. Das alles beschreibt die Autorin in ihrem Buch und noch vieles mehr.

                                                Ein großes Thema des Buches sind die Ängste Jugendlicher. Wer bin ich? Was will ich? Bin ich normal? Ängste eines Jugendlichen der in einer Gesellschaft lebt in der „anders“ sein eine Ausgrenzung bedeutet. Die Angst nicht so leben zu können wie man es sich wünscht. Die Verzweiflung darüber sein Inneres zu verstecken und eine Mauer rund um diese Welt zu errichten. Doch wenn diese Welt einmal ausbricht, könnte sie Leben verändern.

                                                „Mit mir stimmt etwas nicht. Du wirst immer anders sein als alle anderen. Du wirst nie normal sein. Du kommst in die Hölle“ (Seite 74)

                                                Der Leser bekommt die Geschichte rund um Maisie und ihre Kinder immer stückchenweise präsentiert. So erfährt man, wie die Suche nach Jeremy und seinem Freund Rave verläuft und was die beiden zu der Zeit ihres Verschwindens gemacht haben. Die Kapitel sind mit Musik der 90er untermalt. Eine sehr schöne Idee, da die Lieder (vorausgesetzt man kennt sie) den einzelnen Kapiteln noch eine zusätzlich emotionale Seite geben.

                                                „Irgendwo im Glück“ ist ein tolles Buch voller Ängste, Selbstzweifel und Liebe. Ein Buch das mir während des Lesens Tränen in die Augen trieb. Es nahm mich mit in eine Welt, die mich noch nach dem Lesen des letzten Satzes beschäftigt. Eine Zeit die „anders“ sein verurteilt. Jeder sollte seinen Ort „Irgendwo im Glück“ finden und so leben können wie er es für richtig hält. Letztendlich ist es ein Buch über eine Frau, der das Schlimmste passiert, was einer Mutter widerfahren kann. Ihr Sohn verschwindet und was bleibt sind quälende Fragen.

                                                Ein absolut empfehlenswertes Buch.

                                                Jonas

                                                Beiträge 42
                                                11.05.2017

                                                  Dieses Buch ist fesselnd.Einmal in der Hand möchte man es am liebsten zu Ende lesen . Die Aufmachung des Covers finde ich ebenfalls sehr ansprechend und verführt zum Kauf .Dieses Buch ist sehr flüssig zu lesen und ich würde es jedem weiterempfehlen .
                                                  Ein großes Lob an die Autorin dieses Buches. Dieses Buch macht einem bewusst das es im Leben oft Mal änderst kommt als man erwartet jedoch alles schaffen kann.Leider ist es wie im Buch auch im wahren Leben doch auch hier in diesem Buch wird klar es lohnt sich immer weiter zu kämpfen.

                                                  Meli

                                                  Beiträge 3
                                                  03.05.2017

                                                    Das Buch hat einen schönen flüssigen, leichten Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Geschichte an sich ist schon sehr dramatisch und berührend. Man kann sich leicht mit den Protagonisten identifizieren. Was ich besonders schön finde ist, dass immer die Sichtweise gewechselt wird. Einmal stecken wir in Jeremys Kopf und Welt, einmal in der seiner Schwester oder im Kopf der dementen Oma Briedie oder der überforderten Mutter Maisie, die es allen recht machen möchte. Das ist auf jeden Fall ein sehr schönes Leseerlebnis, denn so kann man besonders bei Oma Bridie ihre seltsamen Handlungen und Aggressionen nachvollziehen, die für Außenstehende total befremdlich sind und überhaupt nicht verständlich. Da es Maisie so unglaublich schwer hat, hätte ich mir Emotionen gewünscht bei 3/4 des Buches. Aber die Autorin hat immer etwas Distanz gelassen, so dass man sich nicht verliert und weint. Ob sie das wohl extra gemacht hat? Denn zum Ende hin gibt es eine überraschende Tragödie, die schockiert und die eigene Welt einstürzen lässt und dann fließen mehr als nur ein paar Tränen. Ich schreib gezielt nicht das Hauptthema des Buches, damit ich nicht spoiler, aber es behandelt ein tolles Thema, welches gerade in den 90ern noch mit viel Intoleranz, Scham, Vorurteile und Ablehnung behaftet war.

                                                    SarahLiebtBücher

                                                    Beiträge 32
                                                    21.02.2017

                                                      Maisie Bean hat nicht gerade ein leichtes Leben. Einen gewalttätigen Ehemann, der sie regelmäßig krankenhausreif schlägt und ihre Kinder in Gefahr bringt. Dank dem Polizisten Fred Brennan gelingt ihr nach Jahren die Trennung. Maisie lebt mit ihrer Mutter Bridie und dem sensiblen Sohn Jeremy und Tochter Valerie ein einigermaßen ruhiges aber arbeitsames Leben. Als die Mutter an Alzheimer erkrankt, kümmert sich die kleine Familie liebevoll um sie und der Zusammenhalt lässt es irgendwie alles gelingen. Alle packen mit an. Selbst Maisies Freundin Lynn bringt sich ein und unterstützt wo es nur geht.
                                                      Als Fred Maisie auf ein erstes Date einlädt, wird ihr Gefühlsleben ordentlich durcheinander gebracht. Denn während des Dates verschwindet Jeremy und eine Hetzjagd der Journalisten entbrennt. Lügen und Gerüchte werden verbreitet und Maisie sammelt all ihre Kraft, um sich der Öffentlichkeit entgegen zu stellen.

                                                      Anna McPartlin schreibt Romane voller Lebensfreude und Humor mit Tiefgang, deren Geschichten man sich nicht entziehen kann. Enttäuschung, Verlust, Gewalt, Krankheit stehen für Herausforderungen, die Kraft der Liebe gemeistert werden. Die Charaktere sind Menschen, denen man sich gleich nahe und unmittelbar verbunden fühlt. Dieses Buch ist ebenso gelungen, wie die vorherigen und zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und beschert im nächsten Moment eine Gänsehaut. Einfach großartig!

                                                      Sannystar2002

                                                      Beiträge 44
                                                      19.02.2017

                                                        Wunderschön! Ich bin ja ein großer Fan der Bücher von Anna McPartlin und hatte mich daher sehr auf das Buch gefreut. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Jede einzelne Seite ist mit Leben gefüllt. Die Charaktere sind stark und sie wachsen einem schnell ans Herz. Besonders gut hat mir auch die Erzählung der Geschichte aus den immer wieder unterschiedlichen Perspektiven gefallen. Das Buch ist spannend, tragisch und hoffnungsvoll zugleich! Es ist bis jetzt mein Lieblingsbuch von Anna McPartlin!

                                                        doris.rauch

                                                        Beiträge 16
                                                        17.02.2017

                                                          Anna McPartlin schreibt einfach wunderbare warmherzige Bücher. Ich habe gelacht und geweint bei "Rabbit Hayes" und habe mich sehr auf das neue Buch gefreut. Und bin nicht enttäuscht worden.
                                                          Sie erfindet tolle Figuren und hat einen einzigartigen Schreibstil, der einen in den Bann zieht.
                                                          Man kann gar nicht anders als Maisie zu mögen. Schon allein die Geschichte mit ihrem gewalttätigen Mann zieht einen auf ihre Seite. Sie schlägt sich durchs Leben mit ihrer dementen Mutter und zwei tollen Kindern. Sie gibt sich sogar einen Ruck und verabredet sich endlich wieder - mit dem Polizisten, der ihr schon so oft geholfen hat und in sie verliebt ist. Doch dann verschwindet ihr Sohn Jeremy...
                                                          Ein tolles Buch - ich freue mich schon auf Neues von ihr. hoffentlich bald.

                                                          Leseratte_ohne_Grund

                                                          Beiträge 57
                                                          06.02.2017

                                                            Klappentext

                                                            Von der Autorin des Bestsellers «Die letzten Tage von Rabbit Hayes»: Ein neuer Roman voller Humor, Liebe, Traurigkeit und Hoffnung.
                                                            Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.
                                                            Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens - für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.


                                                            Meinung

                                                            Wirklich gelungen das Buch. Es ist genau richtig, weil man weinen und lachen muss. Es zeigt uns das uns aufgeben nicht weiter bringt. Selbst
                                                            wenn man am Boden ist , kann man wieder aufstehen und weiter kämpfen.
                                                            Habe es richtig verschlungen. Wenn ich mehr als 5 Sterne geben könnte würde ich das machen.

                                                            Yvou

                                                            Beiträge 23
                                                            24.01.2017

                                                              Das Buch hat mich total gefesselt! Die Geschichte war herzzereißend und wunderschön! Ganz besonders hat mir die Oma gefallen und wie Maisie mit ihren Schicksalsschlägen und Demütigungen umgeht. Sie ist eine wahre Powerfrau!
                                                              Man kann gar nicht aufhören zu lesen, weil es sehr lustig, spannend und traurig geschrieben ist.
                                                              Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
                                                              Es kst vor allem sehr spannend geschrieben.

                                                              meg

                                                              Beiträge 13
                                                              06.01.2017

                                                                Irgendwo im Glück ist ein bewegendes Buch. Es erzählt von einer Mutter, mißhandelt von ihrem Ehemann und trotzdem so voller Mut, ihren Kindern und ihrer dementen Mutter. Den Mut dieser Frau und ihren lebenswillen kann man nur bewundern. Zu Anfang der Geschichte erfährt man sofort vom Tod ihres Sohnes Jeremy und trotzdem bleibt das ganze Buch über die Spannung und die Hoffnung bestehen, dass doch noch alles gut ausgehen wird. und in gewisser Weise ist es auch so - Jeremy ist "irgendwo im Glück". Durch die einzelnen Kapitel, die immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben ist, erfährt man die Geschcihte in allen Facetten. Trotzdem bleiben Rätsel : "Was hat Brannon getan, dass Bridie solche Angst hat ?" - "Was ist mit Maisies Ehemann geschehen?", die erst im Laufe der GEschichte gelöst werden.
                                                                Spannung, Gefühl, die ganze Palette bis zum Ende - was wünscht man sich mehr ?

                                                                Jako

                                                                Beiträge 44
                                                                06.12.2016

                                                                  Für mich volle Punktzahl, das war das schönste Buch das ich dieses Jahr gelesen habe.
                                                                  Schonungslos, authentisch, einfühlsam, warmherzig, traurig - die Geschichte war so spannend das ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.
                                                                  Ich musste lachen, weinen und schmunzeln.
                                                                  Es ist ein emotionales tiefsinniges Buch mit viel Stärke und super tollen Charakteren.
                                                                  Ich liebe Anna MCPartlin - schon allein die Cover finde ich immer wieder toll.
                                                                  Ganz klare Leseempfehlung !!!

                                                                  katja_kabatja

                                                                  Beiträge 11
                                                                  18.11.2016

                                                                    Eine Geschichte die mich in ihren Bann gezogen hat!
                                                                    Es zeigt nur einmal mehr was passieren kann wenn man keine Toleranz und Verständnis zeigt.
                                                                    Jeder sollte leben dürfen wie er es für richtig hält und niemand sollte über andere urteilen!
                                                                    Es hat mir das Herz zerrissen und ich konnte nicht aufhören zu weinen und gleichzeitig war ich unglaublich beeindruckt von Maisie ihrer Stärke!

                                                                    Für mich wirklich eines der besten Bücher des Jahres!

                                                                    Ein MUSS für jeden dem Familie und Mitmenschen wichtig sind!