Anna McPartlin

Was aus Liebe geschieht

In jedem Abschied steckt ein neuer Anfang
Das Licht geht aus, ein Fahrstuhl bleibt stecken. Als der Strom wieder da ist, haben sich die Leben von Tom, Ellen, Leslie und Jane für immer verbunden. Seit drei Monaten gilt Toms Frau Alexandra als vermisst. Aber er will die Hoffnung nicht aufgeben, sie doch noch zu finden. Sein Schicksal berührt die drei Frauen zutiefst. Denn sie alle kennen die dunklen Seiten des Lebens: Leslie, die ihre Großmutter, die Eltern und beide Schwestern durch Krebs verloren hat. Ellen mit ihren Depressionen. Und Jane, die als Teenager schwanger wurde und alle Träume für ihre Familie opfern musste. Die drei beschließen, Tom bei seiner Suche zu helfen. Denn das einzig wahre Unglück wäre, die Hoffnung zu verlieren.


Autorenbild Foto von Anna McPartlin

Die  Autorin

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing. Nebenbei stand sie auch als Comedienne auf der Bühne, doch ihre wahre Liebe galt dem Schreiben, das sie bald zum Beruf machte. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben heute zusammen mit ihren drei Hunden und zwei Katzen in Dublin. Bereits ihr Debüt «Weil du bei mir bist» war international ein Bestseller. Mit dem Roman «Die letzten Tage von Rabbit Hayes», in dem Anna McPartlin viel von ihrer eigenen Vergangenheit verarbeitet hat, rührte und begeisterte sie unzählige Leserinnen und Leser und landete einen Riesenerfolg.


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Rezensionen

Katiii_liest_gern

Beiträge 46
eine Antwort 06.02.2017

Die Geschichte beginnt im Jahre 2007 relativ ungewöhnlich mit einer witzigen Kühlschranknotiz, die Alexandra für ihren Mann Tom schreibt. Kurz verlässt sie zum allerletzten Mal das Haus.
Die nächste Passage beschäftigt sich mit einem Rückblick auf den Silvesterabend 1989. Es ist das erste Silvester, an dem Ellen einen Brief ans Universum schreibt, weil sie sich Sorgen macht, alle würden um Mitternacht sterben. Den Brief vergräbt sie in einer Keksdose im Garten. Von diesem Tag an wird sie diese Prozedur jedes Jahr wiederholen.
Darauf folgt ein Brief aus dem Jahr 1990 - dieser Brief wurde von Janes Schulleiterin verfasst und an ihre Mutter geschickt, um die Schwangerschaft ihrer Tochter zu diskutieren. Anstatt ihrer Mutter den Brief zu geben, liest Jane ihn ihrer besten Freundin vor.
Der nächste Brief wurde 1996 von Imelda, Leslies Schwester, an ihren Mann Jim geschrieben. Sie bittet ihn, sich um Leslie zu kümmern - Imelda weiß, dass sie bald sterben wird und nach ihrem Tod wird Leslie keine Familie mehr haben.
Es folgt die Abschrift eines Radiointerviews: Tom sucht seit dreizehn Wochen verzweifelt nach seiner Frau.

Nach diesem ersten Kapitel war ich bereits so sehr gefesselt und gespannt, dass ich das Buch nur noch ungern aus den Händen legen konnte und diese Spannung blieb bis zur allerletzten Seite erhalten. "Was aus Liebe geschieht" beschäftigt sich mit den bewegenden Schicksalen der vier ganz verschiedenen Personen, die zufällig gemeinsam in einem Fahrstuhl stecken bleiben. Die Vier erzählen sich ihre Lebensgeschichten und eine ist tragischer als die nächste.
Die Reise, auf die sich Tom, Jane, Elle und Leslie begeben, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam ihre Probleme zu bewältigen ist unglaublich ergreifend und dramatisch, ohne dabei jemals völlig überzogen und unglaubwürdig zu sein.

Ich kann gar nicht sagen, dass ich einen Lieblingscharakter oder einen "Lieblingshandlungsstrang" hatte, weil einfach alle Figuren auf ihre eigene Weise absolut überzeugend ausgearbeitet sind und im Laufe der Geschichte und mit der Hilfe der jeweils anderen eine ebenso überzeugende Entwicklung durchleben. Selbst zunächst unscheinbare Nebencharaktere wie z.B. die garstige, alkoholkranke und dennoch irgendwie liebenswürdige Rose (Janes und Elles Mutter) sind bis ins kleinste Detail perfekt durchdacht.

Anna McPartlin braucht mit ihrem klaren und flüssigen Schreibstil keine großartigen Verschnörkelungen, um den Leser zu begeistern. Anstatt dessen fesselt sie den Leser ans Buch, indem die tragischen und ernsten Elemente mit einer riesigen Portion Gefühl und einer Prise Humor vermischt und somit eine unwiderstehliche Mischung zaubert.

"Was aus Liebe geschieht" ist auf keinen Fall eine rosarote Lovestory und auch keine leichte Kost, aber wer auf der Suche nach einer tiefgründigen und unglaublich gefühlvollen Geschichte über das Schicksal, die Freundschaft und die Liebe ist, die den Leser noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite begleitet, wird dieses Buch lieben!

  • sommerlese

    Beiträge: 78
    30.04.2017

    Wieviele tolle Bücher hat die Autorin denn noch geschrieben? Nach Rabbit Hayes bin ich ganz begeistert von ihr und werde mir noch einige Bücher näher ansehen und lesen.

Silvana Maus

Beiträge 12
11.11.2017

    Tolles Buch einfach traumhaft diese Geschichte erzählt von mehreren Schicksalsschlägen die heut zu Tage keine Seltenheiten mehr sind.

    Ich empfehle es gern weiter, weil es mich echt berührt hat und ich gar nicht aufhören konnte es zu lesen.

    Danke für dieses tolle Buch.

    YH110BY

    Beiträge 4
    17.06.2017

      Bei einem Rockkonzert bleiben durch einen technischen Defekt vier Personen im Aufzug stecken. Um sich ihre Zeit zu vertreiben, erzählen sie sich gegenseitig ihre Geschichte. Toms Frau Alexandra ist vor einigen Monaten spurlos verschwunden. Seitdem verteilt er unermüdlich Laufzettel mit ihrem Foto und versucht alles mögliche, um sie zu finden. Leslie befürchtet, an Krebs zu erkranken, weil alle Mitglieder ihrer Familie daran gestorben sind. Deswegen lässt sie keinen Mann so richtig an sich herankommen und macht Schluss, bevor sie zu viele Gefühle entwickelt. Jane war Alexandras Freundin während der Schulzeit. Durch ihre frühe Schwangerschaft gingen die beiden jedoch ihre eigenen Wege und verloren sich aus den Augen. Ellen ist Janes Schwester, ist sehr exzentrisch und denkt hauptsächlich an sich selbst. Durch die Zeit im Aufzug entwickelt sich eine Freundschaft zwischen allen Personen und so helfen sie mit auf der Suche nach Toms Frau Alexandra.
      Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ist gefühlvoll und fesselnd geschrieben und hat mich sehr berührt. Er verbindet die Schicksale dieser vier Menschen miteinander und ist kurzweilig und spannend zu lesen.

      Sannystar2002

      Beiträge 39
      08.12.2016

        Es ist die Geschichte von Tom, Ellen, Leslie und Jane, welche sich bei einem Konzert in einem steckengebliebenen Fahrstuhl kennenlernen. Tom vermisst seit 3 Monaten seine Frau und die drei anderen Frauen beschließen ihm bei seiner Suche zu helfen. Dabei lernt der Leser Kapitel für Kapitel die 4 Hauptfiguren kennen und erkennt die Tiefen ihres jeweiligen Lebens. Die vier werden Freunde. Wie es typisch für Anna McParlin ist, ist die Geschichte flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Es kommt nicht ganz an den Bestseller "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" ran, ist aber trotzdem sehr lesenswert.