Astrid Fritz

Das Aschenkreuz

Blutmysterium und Aschenkreuz: Viel Wunderbares und viel Böses gibt es unter Gottes Himmel.
Im Frühjahr 1415 tritt die kluge, vorwitzige und nicht mehr ganz junge Serafina in das Schwesternhaus Sankt Christoffel zu Freiburg ein, dessen fromme Bewohnerinnen sich den Armen, Kranken und Sterbenden unter den Bürgern widmen. Schnell lebt sich Serafina ein in der Stadt am Rande des Schwarzwalds. Wäre da nur nicht die Geschichte mit dem Sohn des Kaufherrn Pfefferkorn, an dessen Selbstmord sie zweifelt. Und wäre da erst recht nicht der neue Stadtarzt. Adalbert Achaz kennt Serafina. Und er weiß um ihr dunkles Geheimnis. Ein zweiter Toter findet sich. Auch er trägt ein Aschenkreuz auf der Stirn. Und Serafina fängt an nachzudenken …
Begine Serafina und das Verbrechen:
Eine neue Serie von Astrid Fritz


Autorenbild Foto von Astrid Fritz

Die  Autorin

Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen «Die Hexe von Freiburg», «Die Tochter der Hexe» und «Die Vagabundin». Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.


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Rezensionen

Pheles

Beiträge 26
09.04.2020

    Wieder ein großartiger Roman von Frau Fritz. Hervorragend recherchiert, überzeugend dargestellt und mit einem Spannungsbogen, der sich durch das ganze Buch zieht. Zum Inhalt wurde ja schon genug gesagt, mehr möchte ich nicht verraten... Es ist jedenfalls ein toller Krimi, der einen packt & sofort fesselt!

    HEIDIZ

    Beiträge 15
    03.08.2019

      "Das Aschenkreuz" ist der Beginn einer Reihe um die vorwitzige und kluge Serafina in Freiburg.

      Die Reihe besteht aktuell aus vier Büchern. Band zwei ist "Hostienfrevel", Band drei "Das Siechenhaus" und Band vier ist "Tod im Höllental".

      Ich möchte euch heute Band eins vorstellen - habe die Geschichte mit großem Interesse und bester Unterhaltung gelesen. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam zum einen, aber auch und vor allem spannend, lebendig und authentisch, man nimmt ihr die Geschichte zu 100 Prozent ab, genauso hätte sie damals im Jahr 1415 passiert sein können.

      Serafina als Hauptcharakterin wird sehr lebendig und detailliert dargestellt, ebenso werden die Szenen bildhaft beschrieben, man fühlt sich einfach wohl im Buch - die Geschichte läuft vor dem geistigen Auge ab, als würde man einen Film schauen, man ist mittendrin.

      Hat mir sehr gut gefallen, wie Astrid Fritz ihre Geschichte konzipiert hat. von Beginn bis Ende Spannung pur. Serafina tritt in das Schwesternhaus in Freiburg ein. Sie ist für die Armen, Kranken und Sterbenden da. Wir befinden uns im Randschwarzwald, die Region wird sehr gut beschrieben, man kann sie sich gut vorstellen, das Regionale wird thematisiert.

      Dann ist da noch der Sohn des Kaufherren Pfefferkorn, der angeblich Selbstmord begangen haben soll ... Und der neue Stadtarzt .... Serafina ist diesem Herrn Achaz bekannt. Er kennt ihr Geheimnis, ich kenne es auch, aber ich verrate es auch nicht ....

      Lest selbst - dieser historische Roman macht Lust auf mehr - ich werde euch auch den nächsten Band vorstellen - ich bin begeistert !!! Wirklich extrem lesenswert.

      Spannender Serafina-Roman

      Beiträge 18
      10.07.2019

        Das Cover ist schön und ansprechend gestaltet und passt gut zu dem historischen Roman.
        „Das Aschenkreuz“ beginnt spannend und mysteriös.
        Man ist gleich im Geschehen drin. Ein merkwürdiger Selbstmord ist geschehen oder war es doch Mord?
        Serafina lebt inzwischen im Schwesternhaus Sankt Christoffel in Freiburg. Sie zweifelt an dem Selbstmord des Sohns vom Kaufmann Pfefferkorn. Er hat eine Kopfwunde und ein Aschenkreuz auf der Stirn. Serafina beginnt nachzuforschen.
        Ein neuer Stadtarzt taucht auf. Es ist Adalbert Achaz, den sie schon mal getroffen hat und der ihre Vergangenheit kennt. Serafina hat jahrelang in einem Hurenhaus in Konstanz gelebt.
        Plötzlich passiert noch ein zweiter Mord.
        Die Spannung des Romans wird bis zum Ende gehalten und die Geschichte weist überhaupt keine Längen auf. Das Buch war sehr angenehm leicht und zügig zu lesen.
        Der Schreibstil von Astrid Fritz gefällt mir, er ist flüssig und gut zu lesen.
        Die Beschreibungen der Schauplätze und Szenen sind detailliert und gut dargestellt, so dass man sich bildlich alles sofort vorstellen kann.
        Die Protagonisten sind wunderbar beschrieben. Serafina war mir gleich sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere wurden gut dargestellt.

        Girdie

        Beiträge 26
        09.10.2013

          Eine Begine als Ermittlerin - Auftakt einer Serie historischer Kriminalromane

          Der historische Roman „Das Aschenkreuz“ von Astrid Fritz ist als
          Taschenbuch im Rowohlt Verlag erschienen und umfasst 287 Seiten
          inklusive einem Prolog, 30 Kapiteln und einem ausführlichen Glossar. Bei
          historischen Romanen findet man oft einen Ausschnitt aus einem
          historischen Portrait als Cover, doch hier wurde ein aktuelles Foto
          einer jungen Frau in Kleidung des 15. Jahrhunderts vor dem Freiburger
          Münster im Hintergrund gewählt. Der Titel wurde in goldener Schrift
          aufgedruckt. Der Name der Autorin befindet sich interessanterweise
          vertikal gedruckt am rechten Rand in einer Leiste, die sich matt von dem
          hochglänzenden Teil des Drucks abhebt. Das Genre des Romans lässt sich
          eingrenzen auf einen historischen Kriminalroman. Schon der Titel nimmt
          Bezug auf zwei Morde bei denen den Toten jeweils ein Aschenkreuz als
          Zeichen der Schuld auf die Stirn gezeichnet wurde.

          Serafina ist 30 Jahre und hat beschlossen ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben.
          Daher sucht sie Aufnahme in der Schwesternschaft im Haus Zum Christoffel
          in Freiburg. Hier hofft sie auf die Empfehlung einer Freundin aus
          Kindheitstagen, die dort bereits wohnt, doch diese ist leider inzwischen
          verstorben. Dennoch darf sie zunächst für eine Probezeit von drei
          Monaten bleiben und fortan ein gottgefälliges Leben unter den fünf
          Mitschwestern führen. Auf einem frühen morgendlichen Ausgang begegnet
          sie dem kleinwüchsigen Barnabas, der als Bettelzwerg vor den Toren der
          Stadt wohnt. Er zerrt sie mit zu einer Scheune. Am Querbalken des
          offenen Tors hat sich der Sohn eines Freiburger Kaufmanns offensichtlich
          selbst erhängt. Doch wieso hat er eine Wunde am Hinterkopf und wie
          kommt das Aschenkreuz auf seine Stirn. Serafinas Gerechtigkeitssinn
          lässt ihr keine Ruhe und sie macht sich daran den Vorfall zu
          hinterfragen, sehr zum Missfallen einiger hoher Herren der Stadt und der
          Kirche. Außerdem begegnet sie dem neuen Stadtarzt, der ihre
          Vergangenheit kennt. Wenn er sie verrät, darf sie nicht mehr in der
          Schwesterngemeinschaft bleiben. Und dann wird ein weiterer Toter
          gefunden. Serafina zieht daraus ihre eigenen Schlüsse und versucht die
          Wahrheit ans Licht zu bringen.

          Der Prolog schildert das Verbrechen am Sohn des Freiburger Kaufmanns. Zwar werden dort noch keine
          Namen genannt, aber nach Auffinden des Gehängten lassen sich hierzu
          sehr schnell Schlüsse ziehen. Es ist dem Leser also von Anfang an klar,
          dass hier jemand versucht einen Mord zu vertuschen. Umso spannender ist
          es, zu verfolgen, ob es Serafina gelingen wird, das Verbrechen
          aufzuklären. Die Aussage einer ledigen Frau im 15. Jahrhundert hatte
          kaum Gewicht. Hinzu kommt, dass Beginen Stadt und Kirche ein Dorn im
          Auge waren. Ihnen wurde gerne Ketzerei vorgeworfen. Serafina ist eine
          selbstbewusste und beherzte Frau, die sich gern für andere einsetzt. Zur
          Schwesterngemeinschaft gehören die unterschiedlichsten
          Frauencharaktere, so dass es Spaß macht über das Zusammenleben zu lesen.
          Der Alltag zur damaligen Zeit ist authentisch dargestellt, die
          Alleingänge von Serafina sind für eine Frau allerdings sehr gewagt. Der
          Schreibstil ist leicht lesbar, vor allem deshalb weil die Sprache zwar
          stets höflich bleibt, wie es zur damaligen Zeit in geistlichen wie
          gehobenen weltlichen Kreisen üblich war, aber dennoch nicht der
          historischen sondern unserer heutigen Ausdrucksweise entspricht. Die
          Aufklärung zum Schluss kommt rasch und es bleiben noch einige Fragen
          offen, die Stoff für eine Fortsetzung lassen, vor allem ob Serafina
          ihrem ehelosen Leben als Begine treu bleiben wird. Gerne gebe ich eine
          Leseempfehlung an Leser von historischen Kriminalromanen.

          Susanne

          Beiträge 27
          09.08.2013

            Vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe

            Im Jahr 1415 findet die aus Konstanz stammende Serafina Aufnahme in einem Freiburger Beginenhaus. Einige ihrer Mitbewohnerinnen sind ihr gegenüber anfangs argwöhnisch, denn sie spricht nicht über ihre Vergangenheit, und das macht sie in den Augen einiger Mitschwestern verdächtig. Nachdem Serafina eines Tages dazu kommt, als ein Toter gefunden wird, der dem ersten Anschein nach Selbstmord begangen hat und ein Aschenkreuz auf der Stirn trägt, droht ihr Geheimnis aufzufliegen, denn der hinzu gerufene Stadtarzt Adalbert Achaz ist ebenfalls neu in Freiburg, und kennt sie von einer früheren Begegnung. Trotz ihrer Sorge, er könnte sie verraten, wendet sich Serafina an Achaz und bittet ihn um Hilfe bei ihren Recherchen, denn sie zweifelt am Freitod des jungen Kaufmannssohns. Äußerst beherzt stürzt sich die kluge Frau in die Nachforschungen und damit selbst in Gefahr. Als eine weitere Leiche gefunden wird, die zudem übel zugerichtet ist, gerät der offizielle Verdacht auf Selbstmord ins Wanken. Schnell ist ein vermeintlich Schuldiger gefunden, aber Serafina glaubt nicht an den Tathergang, wie er öffentlich dargestellt wird.
            Mehrmals im Handlungsverlauf ist man sich schon sicher, auf der richtigen Spur zu sein, was den Tod am Sohn des Kaufmanns Pfefferkorn angeht. Aber es ergeben sich immer wieder neue Hinweise und Erkenntnisse, nicht zuletzt durch Serafinas Einmischung.

            Mit der vorwitzigen und tatkräftigen Begine Serafina hat der Roman eine starke und mutige Heldin, die sich nicht mit begangenem Unrecht abfinden kann und auch nicht so schnell nachgibt, wenn es darum geht, ihre Meinung kund zu tun. Sie ist eine facettenreiche Persönlichkeit, und es gibt aus ihrem früheren Leben sicher noch so manches Geheimnis zu lüften. „Das Aschenkreuz“ ist der gelungene Auftakt einer neuen Reihe, die sich um Serafina und vermutlich auch um Adalbert Achaz drehen wird, denn obwohl Serafina sich für ein keusches Leben als Begine entschieden hat, so knistert es doch von Zeit zu Zeit recht kräftig zwischen ihr und dem attraktiven Stadtarzt. Daher vermute ich, dass Achaz auch weiterhin eine Rolle in Serafinas Leben spielen wird. Man darf sicher auf die Fortsetzung gespannt sein, und ich freue mich jetzt schon auf weitere, spannende Folgen der Serafina-Reihe.