Astrid Fritz

Das Siechenhaus

Ein faszinierendes historisches Thema: Lepra – eine furchtbare Geißel über Jahrhunderte hinweg.
Tausend Schritte vor der Stadt: Hier im Freiburger Siechenhaus wohnen die Aussätzigen – Sie gelten als lebende Tote. Gerade ist der Bäcker Kannegießer symbolisch zu Grabe getragen worden. Der wähnt sich gesund und bittet Begine Serafina um Hilfe. Serafina will den Wundarzt Achaz hinzuziehen, doch in der Nacht wird Achaz niedergeschlagen und scheint fortan nicht mehr recht bei Verstand. Dabei drängt die Zeit: Selbst wenn Kannegießer gesund ist, unter den anderen Kranken wird er es bald nicht mehr sein. Also fängt Serafina an zu forschen.
Gelingt es Serafina, die Wahrheit rechtzeitig ans Licht zu bingen?
Wie schon in «Das Aschenkreuz» und «Hostienfrevel» sorgt die neugierige und unerschrockene Begine Serafina wieder für erheblichen Wirbel im spätmittelalterlichen Freiburg.


Autorenbild Foto von Astrid Fritz

Die  Autorin

Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Die Hexe von Freiburg", "Die Tochter der Hexe" und "Die Vagabundin". Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.


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Rezensionen

flieder

Beiträge 9
28.08.2017

Serafina führt ein beschauliches Leben bei den Beginen im spätmittelalterlichen Freiburg. Allerdings kann sie über Ungerechtigkeiten nicht hinweg sehen und so steckt sie ihren eigenwilligen Kopf, sehr zum Leidwesen ihrer Meisterin, auch gerne mal in Dinge, von denen sie eigentlich die Finger lassen sollte. So auch bei dem Bäcker Konrad Kannegießer. Der nach einer Beschau die Diagnose Lepra erhält und dazu verurteilt wird sein restliches Leben im Siechenhaus, dass 1000 Schritte vor den Toren Freiburgs liegt, zu verbringen. Alle Rechte eines Lebenden werden ihm aberkannt. Serafina glaubt nicht das Kannegießer an der schrecklichen Krankheit leidet und vermutet einen Komplott, Eine zweite Beschau wird kategorisch abgelehnt und so soll sich der Wundarzt Adalbert Achaz den vermeintlich Kranken nochmals heimlich ansehen. Leider kann er das Untersuchungsergebnis nicht mehr weitergeben, da er in der Nacht überfallen wird und er nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Die Zeit drängt, da der Bäckermeister jeden Tag mit den hoch ansteckenden Patienten zusammen lebt und eine Ansteckung, falls nicht schon geschehen, immer wahrscheinlicher wird. Als dann auch noch 2 Morde geschehen muss Serafina schnell handeln und fast muss auch sie mit dem Leben bezahlen.

Wie schon bei Das Aschenkreuz und Hostienfrevel konnte mich Astrid Fritz mit der Geschichte, die eigentlich mehr an einen historischer Krimi erinnert, rund um Serafina wieder begeistern. Die Spannung bleibt konstant hoch und zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch das Buch. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist gut durchdacht und schlüssig. Eigentlich bekommt man alles geboten was das Herz begehrt, Intrigen, Mord und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ein toller Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann und deshalb vergebe ich sehr gerne 5 Sterne

siko71

Beiträge 53
2 Antworten 19.10.2016

Serafina, eine ehemalige Hure, tritt mit Hilfe von Dr. Achaz ins Kloster ein. Im Siechenhaus wird der Bäcker Kannegießer mit Verdacht auf Lepra eingewiesen. Als Serafina nach ein paar Tagen zum Beten ins Siechenhaus kommt, stellt sie fest, dass der Aussatz beim Bäcker zurückgegangen ist. Sie verlagt eine zweite Beschauung. Mit ihrer Bitte tritt sie einigen Dorfbewohner gehörig auf den Fuß. Es kommt zu einigen Morden und Intrigen.

Ein wahrlich gut umgesetzter Roman mit Krimianteilen und dem Thema Lepra. Sehr schöner verständlicher und bildhafter Schreibstil.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich kann nur 5 Sterne und ein empfehlenswert geben.

  • Nadine135

    Beiträge: 50
    20.03.2018

    Vielen Dank für deine tolle Rezi. Ich bin richtig neugierig auf den Roman geworden.

  • LeseStef

    Beiträge: 41
    15.10.2017

    Klingt interesssant, könnte eine meiner nächsten Lektüren werden :)

Floh

Beiträge 19
20.06.2016

Eine fesselnde Thematik, viel Hintergrund, ein grandioser Plot und ausgiebige Recherche! TOP!

Die ambitionierte und sympathische Autorin Astrid Fritz fesselt, beeindruckt und verzaubert ihre Leser nun mit „Das Siechenhaus“, dem dritten Teil ihrer Begine Serafina-Reihe. Ich kenne die Autorin mit ihren bewundernswerten historischen Romanen bereits. „Henkersmarie“ und „Die Hexe von Freiburg“ haben mir sehr gefallen. Die ersten beiden Teile dieses historischen Krimis „Das Aschekreuz“ und „Hostienfrevel“ kenne ich leider noch nicht. Das werde ich aber schnell nachholen, denn Band 3, der wie man sieht auch einzeln gelesen werden kann, hat mich so sehr begeistert, dass ich die beiden anderen Teile mit dieser starken und beeindruckenden Protagonistin Serafina unbedingt nachholen möchte. Allein das spricht sehr für dieses Buch und für diese Reihe und für das Können dieser leidenschaftlichen Autorin Astrid Fritz.
Erschienen im rowohlt Verlag

Beschreibung / Inhalt:
"Ein faszinierendes historisches Thema: Lepra – eine furchtbare Geißel über Jahrhunderte hinweg.
Tausend Schritte vor der Stadt: Hier im Freiburger Siechenhaus wohnen die Aussätzigen – Sie gelten als lebende Tote. Gerade ist der Bäcker Kannegießer symbolisch zu Grabe getragen worden. Der wähnt sich gesund und bittet Begine Serafina um Hilfe. Serafina will den Wundarzt Achaz hinzuziehen, doch in der Nacht wird Achaz niedergeschlagen und scheint fortan nicht mehr recht bei Verstand. Dabei drängt die Zeit: Selbst wenn Kannegießer gesund ist, unter den anderen Kranken wird er es bald nicht mehr sein. Also fängt Serafina an zu forschen.
Gelingt es Serafina, die Wahrheit rechtzeitig ans Licht zu bringen?
Wie schon in «Das Aschenkreuz» und «Hostienfrevel» sorgt die neugierige und unerschrockene Begine Serafina wieder für erheblichen Wirbel im spätmittelalterlichen Freiburg."

Die Handlung:
Das spätmittelalterliche Freiburg im Süden Deutschlands um 1415 zu Zeiten der Lepra Erkrankungen. Die Geschichte beginnt mit einem verheißungsvollen Prolog, der das Blut in den Adern gefrieren lässt und allererste Fragen aufwirft und Verwunderung stiftet. Einer bewegende Totenmesse für den Bäckermeister Konrad Kannegießer. Eine Siechenschau hat ergeben, dass er unter Lepra leidet. Daher wird er nun noch lebend, daher symbolisch, aber weniger erschreckend, zu Grabe getragen und in das jüngst erbaute Siechenhaus außerhalb der Stadtmauern Freiburgs verfrachtet. Zu alle den anderen Kranken, die als lebende Tote dahin vegetieren. Die kluge, neugierige und eigenwillige Begine Serafina kann diesen Beschluss einfach nicht glauben, als sie den tüchtigen Mann bei einem ihrer Seelsorgebesuche im Siechenhaus erblickt und erkennt. Sie selbst hat den Bäckermeister bereits öfters erfolgreich wegen seiner Ausschläge behandelt und als sie ihn nun ansieht, bemerkt sie sofort, dass er bereits fast genesen ist. Kannegießer kann nicht an Lepra erkrankt sein. Doch warum entlässt man den Bäckermeister nicht wieder? In einem intimen Moment bittet der Bäckermeister die Begine Serafina um Hilfe. Dies könnte durch eine weitere Siechenschau möglich sein. Serafina versucht vergeblich die zweite Siechenschau durchzusetzen. Auch eine heimliche Beschau durch den Medicus und Wundarzt Albert Achaz geht schief, denn der wird niedergeschlagen und verliert sein Gedächtnis. Wird es Serafina alleine gelingen herauszufinden, wer es auf den Bäckermeister Kannegießer abgesehen hat? Und wer auch vor weiteren Opfern nicht zurückschreckt? Ein historischer Kriminalfall, der hier von der Begine Serafina gelöst werden will, die alles andere als das fromme Bild einer scheuen und fügsamen Frau des Mittelalters abgibt.

Die Autorin:
"Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Unter dem Pseudonym Karin Rössle beweist sie mit dem Roman „Deschperate Housewives“ Herz und Humor. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart."

Schreibstil:
Ohne diesen besonderen Schreibstil der Autorin, wäre dieser historische Roman keine so fesselnde, authentische, spannende und zugleich bewegende Geschichte geworden. Sie erzeugt Bilder, starke Gefühle, Entsetzen, Ungläubigkeit und Hoffnung. Aber vor allem verwöhnt sie den historisch-neugierigen Leser mit vielerlei fundierte Recherche, Fakten, Hintergründe und Gesellschaftsformen und Vereinigungen. Der Leser befindet sich durch das grandiose schriftstellerische Geschick, und dem enormen Herzblut der Autorin Fritz in einem Sog der Gefühle und historischer Eindrücke. Keinesfalls wirkt dieser Roman schmalzig oder aufgesetzt, denn trotz der tragischen Handlung und den überaus zeitgemäßen Dialogen der Protagonisten, steht hier der historische Hintergrund der totbringenden Seuche, der Lepra Erkrankung und weiteren mittelalterlichen Infektionen und Krankheiten, im Fokus. Astrid Fritz vereint mittelalterliche Heilkunst, Alchemie, Umgangsformen, Status und Sitte. Ihr ist es gelungen, eine wundervolle Gratwanderung aus Realität und Gedanken zu erschaffen, sie formt bildhafte Szenen, schmerzliche Passagen, und gibt dem Leser Einblicke hinter den Kulissen der Stadtmauern von Freiburg und umliegendem Siechenhaus mit seinen stattfindenden Siechenschauen. Grausam. Man merkt dieser Autorin all ihr Herzblut und ihre Passionen in Bezug auf historische Romane an, hier verwebt sie neben all den atmosphärischen Einflüssen genügend Spannung und Suche nach Antworten und Mordmotiven, dass man sogar von einem Krimi sprechen kann. Der Schreibstil ist mir verdiente 5 Sterne wert! Solide, klar, zeitgemäß der Epoche angepasst, liebevoll und ehrlich. Voller Schwung, detailgetreu, wunderbar recherchiert und intensiv. Obwohl es sich hier um Band 3 der Begine Serafina Reihe handelt wird es ein Neueinsteiger nicht bemerken und sich an keinen Lücken stören, dennoch den Wunsch verspüren, auch die anderen beiden vorherigen Romane bald lesen zu wollen.

Charaktere:
Die Charaktere sind das Kernstück dieses Romans, denn auch bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin Fritz. Gerade mit der alles andere als frommen Begine Serafina hat die Autorin ein starkes Frauenbild skizziert, wie es sich im Mittelalter für gewöhnlich nicht ziemte. Serafina ist schlau, aufgeweckt, neugierig, rechtschaffend und geht den Dingen auf den Grund. Sie lässt sich nicht von außen lenken, ist sich aber auch nicht zu fein oder zu schade um nach Rat zu fragen und andere Hilfe anzunehmen. Eine bemerkenswerte Frau ihrer Zeit. Gerade die ungewöhnliche und gesellschaftlich kaum tragbare langsam aufkeimende Zuneigung, Liebe?, zwischen Serafina und dem Stadtarzt Albert Achaz nimmt hier in dem Buch eine zentrale Rolle ein und Serafina beginnt an der Mitgliedschaft der starren Schwesternschaft zu zweifeln. Serafina gehört der Schwesternsammlung von Sankt Christoffel an, wo Gehorsam und Disziplin an der Tagesordnung sind. Hätte dort eine solche Liebe überhaupt Bestand? Da sie aber auch eine neugierige Frau ist, der viel an Gerechtigkeit liegt, gerät sie hier immer wieder einmal in einen Gewissenskonflikt. Bedingungslos unterordnen oder den Fall lösen und Kannegießer befreien, bevor er sich tatsächlich noch ansteckt? Man bekommt also zusätzlich, neben dem Fall und der Frage nach dem Motiv, sogar eine kleine Liebesgeschichte am Rande geboten.

Wie das Personenregister ganz zu Anfang schon aufzeigt, werden wir im Roman sehr viele einflussreiche Personen kennenlernen und auch diese zuordnen müssen. Dank Register und ausgefeiltem und strukturiertem Schreibstil gelingt dies dem Leser aber gewiss ohne großes Zutun. Hier hat die Autorin Astrid Fritz aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme der schon fast vergessenen Vergangenheit und Historie geschaffen. Einige Charaktere werden dem Leser schon aus Teil 1oder 2 „Das Aschekreuz“ oder „Hostienfrevel“ bekannt vorkommen. Ich kenne den ersten und zweiten Teil leider noch nicht, muss der Autorin jedoch sehr hoch anrechnen, dass sie auch für Neuleser ein sehr ausgewogenes und stimmiges Bild der Charaktere geformt hat. Mir fehlte es hier an nichts, trotzdem bin ich neugierig auf den ersten und zweiten Band, und die Ereignisse, die Serafina in ihrem Leben geprägt haben. Autorin Fritz schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld, die passende Ära, der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten. Eine hervorragende Auswahl der Protagonisten. Eine stimmige feine Ausarbeitung zur jeweiligen Zeit der Handlung. Wir begegnen sehr toll formulierten Protagonisten, die eine sagenumwobene Geschichte erleben. Das Leid, die Hoffnung und die Schicksale formen jeden einzelnen. Die Autorin Astrid Fritz rundet das Ganze mit tollen Nebenrollen ab, die die Darsteller real und sehr authentisch wirken lassen. Zudem sei bedacht, dass die Geschichte sich teilweise genauso hätte zutragen können. Dies entspringt den Recherchen der Autorin.

Meinung:
In "Das Siechenhaus" begegnen wir einer Frau, mit ihren besonderen Schicksalsschlägen. Serafina, die Begine. Bereits zu Beginn werden wir Zeuge, wie der Ton und die Schicklichkeit zur damaligen Zeit herrschen. Der Prolog feuert die Geschichte schon ungemein an. Das 7-seitige Dramatis Personae hat mich wirklich verblüfft. Die Gliederung ist sehr durchdacht und ausgefeilt. Sehr viele Personen und Einflussgrößen werden eine wichtige Rolle einnehmen, die es aber spielend gelingt zu verstehen und zu konstruieren. Im Grunde bräuchte man das Register gar nicht, denn dieser historische Roman ist so gut geschrieben, dass sich alle Schlüsse und Rückschlüsse von allein ziehen, sogar wenn man die vorherigen Romane um Serafina nicht gelesen hat. Ebenso das Glossar am Ende möchte ich sehr loben, hier habe ich mich gern mit Wissen und Hintergrund bereichert und sehr oft nachgeschlagen und nachgelesen. Danke dafür!

Die Aufmachung des Buches ist einfach lobenswert. Die geschwungene Schrift der neuen Kapitel, die alte Schriftart und das edle Cover mit dem Gemälde einer jungen Frau in typischer Kleidung. Eine rasante Handlung, zwischen Liebe, Leid, Verrat, Zwiespalt und versuchten Mordes geben der Geschichte reichlich Spannung und Fesselung. Der gehobene und zeitgemäße Schreibstil und die gut recherchierten historischen Fakten, konnten mich sehr begeistern und unterhalten. Von einer Siechenschau habe ich zuvor noch nie etwas gehört. Ich kenne den Pestzug und auch die ausgelagerten Siechenhäuser, aber von dieser Beschauung war mir nichts bekannt. Sehr aufschlussreich und interessant, aber auch sehr erschreckend und beängstigend. Es handelt sich hier schließlich nicht um Tote, sondern um lebende Menschen, die diese Zurschaustellung ertragen müssen. Etwas, was beinahe wie ein Festival gefeiert wird. Hier stehen dann geschichtliche Muße und spannende Rasanz dicht im Kontext. Tempo und Bedacht treten hier nebeneinander auf und bieten einen runden soliden Roman hinter grandioser Kulisse. Ich habe dieses Buch so sehr genossen. Alle Emotionen wurden bedient und es wirkt auf keiner Weise flach oder kitschig. Die erzeugten Bilder hallen lange nach und ich bin sehr bewegt und zufrieden. Man liest in diesem Buch das gesamte Herzblut der Autorin, eine ganz besondere Verbundenheit zum Roman und zu den einzelnen Schauplätzen und Hintergründen!
Starke Spannungsspitzen und Highlights. Hier stimmt einfach nahezu alles.

Schauplätze:
Der Leser darf sich auf sehr gut skizzierten und authentischen Schauplätzen freuen. Vor und hinter den Toren Freiburgs. Einen großen Rahmen bietet, wie der Titel bereits erklärt, das Siechenhaus. Hier hat die Autorin wirklich verblüffende Einblicke geboten und sehr gute Recherche in ihrem Roman verwoben. Man könnte als Leser meinen, in diesem totgeweihten Haus selbst Hilfe zu leisten, Wunden zu versorgen, sich vor Ansteckung zu schützen, das Leid und Weh der Erkrankten zu hören und die Gerüche des Todes zu atmen. Brrrrr. Nah, authentisch und bildhaft. Aber auch die schönen Momente, die Märkte, die Badehäuser, die Kaufmannschaft, der Stadtrat, die Arztstube, die Stadt, das Umland, der Fluss… all das wird nuonciert und brillant dargeboten. Der Leser entschwindet in eine andere Zeit. Hier ist das Repertoire bunt gemischt und steht´s eine gelungene Darstellung. Lebendige Schauplätze mit viel Liebe zum Detail. Die Schauplätze überzeugen mich sehr und lassen das Buch zum Erlebnis werden!

Cover:
Das Cover ist einfach toll. Es bedient auch meine Einschätzung zum Inhalt: Eine Frau, die aus Verzweiflung, Liebe und Not in die Zukunft blickt. Mystisch, historisch und Detailbeladen. Dieses Cover lädt zu Assoziationen und Mutmaßungen vor und nach dem Lesen ein. Eine stimmige Wahl, die sofort auf einen historischen Roman schließen lässt. Leider sieht das glänzende Cover und der Buchrücken nach dem Lesen nicht mehr wie neu aus. Leserillen bilden sich schnell und Fingerabdrücke erscheinen auf dem Hochglanzcover. Aber wie sagt man so schön: Falten erzählen im Gesicht eines Menschen eine Geschichte. Leserillen im Buch erzählen die Geschichte von einem intensiv gelesenen Buch.

Fazit:
Ein historischer Roman, der Recherche und bewegende Handlung gekonnt vereint. Dieser Historische Roman ist ein grandioses Werk und ein spannender Krimi im mittelalterlichen Gewand. Das Ende macht Hoffnung auf eine weitere spannende Geschichte! Unbedingte 5 Sterne Leseempfehlung! Für mich gilt es Ausschau nach Band 1 und 2 der Serafina-Reihe zu suchen!

Chattys Buecherblog

Beiträge 7
18.04.2016

Mein Leseeindruck zu Band 3 der Serafina Reihe

Oh, wie hatte ich mich auf den 3. Teil der Serafina Reihe gefreut! Ich konnte es kaum erwarten in dem Buch zu blättern und den Fortgang der Geschichte zu lesen bzw. zu erleben.

Schon das Cover hatte mich beeindruckt, wenngleich mir die Frau etwas blass erschien. Aber durch den Block des Torbogen auf Auszüge der Stadt, war ich schon mittendrin im Roman.

Vom Dramatis Personae war ich jedoch sehr erstaunt. 7 Seiten mit Personen, die alle eine Rolle in dem Roman spielen sollten? Puh, wenn das mal gut geht und nicht nur verwirrt. Aber.... ich wurde eines besseren belehrt. In kleinster Weise haben mich die Protagonisten verwirrt, da die Autorin alle Personen so geschickt in die Geschichte eingefügt hat, dass nichts überlagert wurde. Die Hauptprotagonisten waren meiner Meinung nach, sehr gut charakterisiert. Hervorzuheben ist natürlich Serafin, die als sehr toughe Frau beschrieben wird. Forsch und neugierig macht sie sich ihre Aufgaben und schleicht sich in die Herzens der Leser.

Aber da ist auch noch der Stadtmedicus Adalbert Achaz. Er wirkt etwas zurückhaltend, was sich aber im Laufe der Geschichte relativiert.

Aber kommend wir zur Geschichte... zum Plot. [Achtung Spoiler]Der Prolog wirkt sehr geheimnisvoll und hat mich sehr neugierig gemacht. Wer war der Täter? Schon bald landet man in der Geschichte, die recht langsam anfängt, aber keinesfalls langweilig ist. Oh nein... eher im Gegenteil. So nach und nach entwickelt sich nämlich alles zu einem Krimi. Ist der Bäckermeister wirklich zum Tode verdammt? Oder wer trachtet ihm nach seinem Leben? Wird Serafina es schaffen, ihn aus dem Siechenhaus zu holen? All dieses beschreibt die Autorin, Astrid Fritz auf fast 300 Seiten. Seiten, die megaspannend sind.

So lernt der Leser, ganz nebenbei, wie damals eine Siechenschau abgelaufen ist. Oder auch die darauffolgende eigene Ausdehnung. Ich muss gestehen, dass ich hierbei schon einen Kloss im Hals hatte. Kaum vorstellbar, welche Gefühle die Menschen dabei hatten.

Der Leser lernt aber auch mehr über ein Siechenhaus. Die Umständen einer Überstellung ans Haus, das Leben und auch das Leid dort. Hier gab es Passagen, die mich sehr betroffen machten.

Die Charakteren sowie das gesamte Umfeld wurden so detailliert beschrieben, dass ich mich fast schon als Zuschauer empfunden habe. Ja, ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass diese Reihe um Serafina, aber speziell dieses Buch verfilmt wird. Ich denke, dass hierfür ganz viel Potential da ist.

Nicht unerwähnt möchte ich das ausführliche Glossar lassen. Ich denke, dass hierin wirklich alle relevanten Begriffe ausführlich erklärt wurden.

- Fazit -

Mir hat dieser Roman mit seiner kriminalistischen Handlung sehr gut gefallen, da ich immer miträtseln und den Täter am Schluss wirklich überführen konnte. Ich hatte schon lange den Verdachts, dass ..... nee, das werde ich nun wirklich nicht verraten.

Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung und da das Buch mit dem Satz endet "Nun ja, eine Begine muss nicht immer eine Begine bleiben.", denke ich, dass unser Lesern hier noch einige turbulente Abenteuer erwarten werden. Ich bin gespannt.

Meine komplette Rezension findest du hier:

http://chattysbuecherblog.blogspot.com/2016/04/rezension-zu-das-siechenhaus-3-teil-der.html

tinstamp

Beiträge 16
05.04.2016

Serafina und die Lepra

Meine Meinung:
Nach "Das Aschekreuz" und "Hostienfrevel" (meine Rezi *hier*) ist dies nun der dritte Band rund um die Begine Serafina (Beginen sind fromme Frauen, die sich um Arme und Kranke kümmerten). Auch im dritten Band steckt die muntere Protagonistin aus dem Christoffelshaus ihre Nase in Dinge, die sie wie gewohnt in große Schwierigkeiten bringen.
Als der Bäckermeister Kannegießer mit Verdacht auf Lepra ins Siechenhaus vor der Stadtmauer gebracht wird, bittet er Serafina um Hilfe. Er sei nicht krank, sondern habe nur eine Mehlstauballergie, von der er oft die Krätze bekommt.
Da Serafina jeden zweiten Tag die Kranken vor den Toren von Freiburg besucht, hat sie ebenfalls bald Zweifel an einer Lepraerkrankung des Bäckermeisters. Sie bittet den Wundarzt Albert Achaz hinzu und bittet Kannegießerrs Frau nochmals beim Rat vorzusprechen, damit eine zweite Leibesbeschau durchgeführt werden kann. Doch diese wird von den Ratsherren abgelehnt und kurz darauf wird Achaz niedergeschlagen. Das erweckt erst recht Serafinas Misstrauen......

Am Beginn des Buches gibt es ein Personenregister, wo alle im Buch erwähnten Charaktere aufscheinen. Danach folgt der Prolog, in dem der Mörder seine Taten vor Gott rechtfertigt und bereits die Neugierde des Lesers entfacht.
Schnell ist man mitten in der Geschichte und rätselt mit Serafina mit, was hier eigentlich vor sich geht. Man fragt sich, ob jemand den Bäckermeister aus dem Weg räumen will bzw. ob es überhaupt darauf hinausläuft oder ein anderer Grund hinter all dem steckt, denn schon bald gibt es den ersten Toten.Verdächtige gibt es einige und die Autorin hat hier die eine oder andere Überraschung parat.

Charaktere:
Serafina ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, die nicht immer das tut, was sie als Begine tun sollte. Sie ist neugierig, steckt ihre Nase in Dinge, die sie nichts angehen und setzt sich für die Armen sein. Außerdem ist da noch diese Anziehungskraft zum Arzt Adalbert Aachaz, die schon im Vorgängerband spürbar war. Auch Serafinas Mitschwestern sind wieder wunderbar beschrieben. So erfährt auch jeder Einsteiger der Reihe, wer welche Aufgaben im Christoffelhaus hat.
Da ist zum Beispiel Brida, eine verwöhnte Adelstochter und der Neuzugang im Haus, die Serafina zugeteilt wird. Sie sollen zusammen regelmäßig dem Siechenhaus einen Besuch abzustatten. Da ihr Vater das gesamte Vermögen verspielt hat, hat Brida keine andere Möglichkeit als bei den Beginen unterzukommen. Doch Brida hat weder Lust ohne Mann zu bleiben, noch will sie den Leprakranken zu Nahe kommen. Dann gibt es ebenfalls ein Wiedersehen mit Catharina, der Meisterin im Christoffelhaus, die vor hat, Serafina bei der anstehenden Meisterinnenwahl als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Oder die nach außen hin griesgrämige und mürrische Heiltrud, der das Leben übel mitgespielt hat....

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und lässt sich trotz der typischen historischen Redewendungen leicht lesen. Es gibt sehr viele interessante historische Fakten und der Leser erhält informative Kenntnisse über die Lepra. Durch den Krimianteil im historischen Roman bleibt die Geschichte auch richtig spannend und man klebt richtig an den Seiten.

Fazit:
Auch der dritte Teil der Reihe rund um die Begine Serafina ist ein gelungener historischer Roman mit Krimianteilen, der wunderbar zu lesen ist und eine starke und sympathische Protagonistin hat. Ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe.

Hasi Rasi

Beiträge 32
01.03.2016

Toller Mittelalterkrimi um die „Lebenden Toten“

Die kluge, neugierige und eigenwillige Begine Serafina verstrickt sich mal wieder in einen komplizierten und gefährlichen Fall: Der Bäcker Kannegießer wird als angeblich Leprakranker für tot erklärt und ins Siechenhaus gebracht. Da sich Serafina bisher um ihn gekümmert und seinen Ausschlag behandelt hat, kann sie nicht so recht an eine Lepraerkrankung glauben und setzt alles daran, eine zweite Siechenschau durchzusetzten. Doch ihr werden immer wieder Steine in den Weg gelegt und bald wird klar, dass sie einer großen, sehr verzwickten Sache auf der Spur ist. Aber wer steckt hinter allem und wem stand der Kannegießer im Weg? Leider muss Serafina bei ihren „Ermittlungen“ dieses Mal auf die Hilfe des Wundarztes Achaz verzichten, der nach einem Überfall nicht mehr bei Verstand ist. Kann / Muss er sie trotzdem wieder in letzter Minute retten?

Astrid Fritz bringt uns mit der Reihe um die Begine Serafina auf sehr spannende und anschauliche Weise einen Teil der Geschichte des deutschen Spätmittelalters nahe. Diese Mal geht es speziell um die Geißel Lepra und damit verbundene Vorstellungen und Einschränkungen. So wurden die Erkrankten einerseits schon zu Lebzeiten für tot erklärt und in speziellen Siechenhäusern untergebracht, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen, andererseits durften sie regelmäßig Geschlechtsverkehr mit ihren (gesunden!) Ehepartnern haben und auch die Ehe galt weiterhin – das sind aus heutiger Sicht sehr merkwürdige Ansichten.

Die Story ist extrem fesselnd und dabei aber sehr kurzweilig. Astrid Fritz legt ein unglaubliches Tempo vor und fesselt den Leser von Beginn an. Ich liebe ihren Schreibstil sehr und habe alle ihre Bücher regelrecht verschlugen. Sie vermittelt das damalige Leben, die Sitten und Gebräuche sehr lebendig, unterhaltsam und auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Mir gefällt besonders das Zusammenleben der Beginen sehr und ich finde es auch in heutiger Zeit eine interessante Alternative zum herkömmlichen Leben.

In erster Linie ist „Das Siechenhaus“ aber ein Krimi und so kommt die Spannung natürlich nicht zu kurz!

Leider war auch dieses Buch wieder viel zu schnell ausgelesen und ich kann nur hoffen, dass die Geschichte um Serafina und Achaz bald weiter geht!

Übrigens ist es bereits der 3. Band um die Begine Serafina und man versteht ihn sicher auch, ohne die vorherigen Bücher - aber mal unter uns: sie haben es verdient, ebenfalls gelesen zu werden!

Ich vergebe hier die volle Punktzahl und schaue nochmal wehmütig auf das tolle Cover – vielen Dank für die tollen Lesestunden!

susanne_langer

Beiträge 23
07.01.2018

    Auch dieser dritte historische Krimi führt die Leser ins mittelalterliche Freiburg, wo Serafina den Beginen in der Schwesternsammlung Sankt Christoffel angehört. Diesmal geht es um den Bäcker Kannegießer, bei dem der Aussatz festgestellt wurde und der deshalb aus der Gemeinschaft der Stadt ausgeschlossen wird, um künftig vor den Toren Freiburgs im Siechenhaus zu wohnen, wo alle Aussätzigen untergebracht sind. Die Schwestern der Sammlung Sankt Christoffel kümmern sich regelmäßig um die Menschen, die an der Krankheit leiden, die uns heute als „Lepra“ bekannt ist. Menschen, die daran erkrankten, wurden quasi symbolisch „zu Grabe getragen“, was auch hier im Fall des unglücklichen Bäckers erfolgt. Bei einem Besuch Serafinas im Siechenhaus klagt Kannegießer der Begine sein Leid, dass er vermutet, gar nicht aussätzig zu sein, sondern dass seine Hautprobleme lediglich harmloser Natur und auf den ständigen Umgang mit dem Mehl zurückzuführen seien. Serafina beobachtet ebenfalls, dass zwischendurch plötzlich eine Besserung bei Kannegießers Haut festzustellen ist. Als sie den Stadtarzt Achaz darauf hinweist und dieser einer erneuten Untersuchung zustimmt, wird er jedoch plötzlich nachts von einem Unbekannten niedergeschlagen und verliert sein Gedächtnis. Für Kannegießer steht viel auf dem Spiel, denn auch wenn er nicht am Aussatz leidet, nun aber Tag und Nacht mit von der Krankheit Betroffenen auf engstem Raum zusammenlebt, bleibt auf Dauer eine Ansteckung unausweichlich. Serafina gibt nicht auf und gerät wieder einmal in Schwierigkeiten.

    Bei diesem neuesten Abenteuer von Serafina bringt die Autorin eine Krankheit zur Sprache, die uns heute unter dem Namen „Lepra“ bekannt und, obwohl heilbar und lange nicht so ansteckend wie geglaubt, in den Ländern der Dritten Welt leider immer noch präsent ist, die damals für die Menschen jedoch quasi ein Todesurteil darstellte, denn die Betroffenen wurden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und in spezielle Siechenhäuser verbannt. Man liest in Romanen nicht allzu häufig über dieses Thema, schon gar nicht in der Ausführlichkeit wie hier. Man merkt, dass sich die Autorin gründlich mit der Materie befasst hat, und ich fand es sehr interessant, etwas mehr über die Krankheit und den damaligen Umgang mit den vom Aussatz befallenen Menschen zu erfahren.
    Man bekommt hier also viel Wissen über das Leben und die Gepflogenheiten im Mittelalter, all dies nahtlos integriert in einen richtig spannenden historischen Krimi. Haben mir schon die ersten beiden Bände um Serafina sehr gut gefallen, so war doch noch eine Steigerung möglich, und ich fand diesen Teil noch besser. Serafina ist für ihre Zeit eine sehr mutige, selbstbewusste und moderne Frau, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt und selten eine Antwort schuldig bleibt. Ich finde sie so richtig sympathisch, auch wenn ihre Mitschwestern und die Beginenmeisterin ihre liebe Mühe damit haben, die Beweggründe der Mitschwester zu verstehen und ihre Alleingänge gut zu heißen. Aber sie besitzt eben diesen untrüglichen Spürsinn, was kriminelle Fälle angeht, und sie kann einfach nicht zusehen, wie die Verantwortlichen das so Offensichtliche oft nicht erkennen.
    In dem Stadtarzt Achaz findet sie auch diesmal wieder einen Verbündeten. Auch wenn er nicht gut heißt, dass Serafina ihm in medizinischen Angelegenheiten gerne dazwischen funkt, so ist er doch häufig mit ihr einer Meinung. Und da ist noch etwas zwischen den Protagonisten, erst vage, in Andeutungen, aber mit der Zeit immer klarer: Es kommen Gefühle ins Spiel, die so gar nicht zu einer Begine und ihrer Berufung passen. Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte dieser liebenswerten jungen Frau weitergeht, und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil, der bereits zum Lesen bereit liegt. Liebhaber spannender und gut geschriebener Histo-Krimis werden an dieser Reihe sicher ihre Freude haben.

    natti

    Beiträge 9
    13.07.2017

      Ich kannte die Autorin die Vorgänger Bänder bisher gar nicht. Trotzdem bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen und sie hat mir gut gefallen.
      Historische Romane lese ich neben Fantasy sehr gerne und dieses hier ist ein ebenfalls toller Roman, den ich gerne gelesen habe.
      Alles dreht sich um die neugierige und eigenwillige Begine Serafina, die einem Konplott auf der Spur ist und sie versucht Wahrheit rauszu finden, wo sie glaubt, das es nur lügen gibt.
      In diesem Roman bringt uns die Autorin die Krankheit Lepra nahe und mit ihren anschaulichen Beschreinungen bekommt man einen guten Eindruck wie es früher war. Sie schreibt sehr anschaulich und sehr beeindruckend.
      Von Anfang ist die Geschichte spannend und fesselnd, unsere Hauptperson Serafina wird stark und mutig beschrieben, sehr symaptisch für mich.
      Serafina, die sich zwischen ihrer Nächstenliebe und Disziplin im Beginenkonvent und ihren Gefühlen für den Stadtmedicus Achaz hin und hergerissen fühlt, hat Schwierigkeiten mit dem Gehorsam gegenüber der Meisterin. Sie will Gutes bewirken, verhält sich aber manchmal unklug.
      Gut finde ich das glosar und das namensverzeichnis, das zwar nicht unbedingt nötig ist, aber doch sehr hilfreich.
      Ein Roman und Krimi in einem, der bestimmt sehr viel Arbeit und Recherche nötig hatte. Sehr beindruckend.

      Bobbi

      Beiträge 26
      12.07.2017

        Ein super geschriebenes Buch über das Siechenhaus in Freiburg, in dem die Aussätzigen mit Lepra wohnen.
        Ein absoluter Fritz-Klassiker und jedem Historien-Fan zu empfehlen.
        Allerdings ist dies der 3. Teil der Geschichte von Begine Serafina. Kann man zwar auch unabhängig lesen, aber die 2 ersten Bücher der Reihe lohnen sich auch sehr .

        Jonas

        Beiträge 42
        10.05.2017

          Ich liebe diese Bücher.Sie sind einfach super zum lesen.Einmal angefangen kann man nicht mehr aufhören .Dieses Buch hab ich selbst nicht steht aber bereits auf meiner Liste der Bücher die ich dringend möchte.

          regenbogeneinhorncupcake

          Beiträge 36
          03.03.2017

            Klappentext
            Ein faszinierendes historisches Thema: Lepra – eine furchtbare Geißel über Jahrhunderte hinweg.
            Tausend Schritte vor der Stadt: Hier im Freiburger Siechenhaus wohnen die Aussätzigen – Sie gelten als lebende Tote. Gerade ist der Bäcker Kannegießer symbolisch zu Grabe getragen worden. Der wähnt sich gesund und bittet Begine Serafina um Hilfe. Serafina will den Wundarzt Achaz hinzuziehen, doch in der Nacht wird Achaz niedergeschlagen und scheint fortan nicht mehr recht bei Verstand. Dabei drängt die Zeit: Selbst wenn Kannegießer gesund ist, unter den anderen Kranken wird er es bald nicht mehr sein. Also fängt Serafina an zu forschen.
            Gelingt es Serafina, die Wahrheit rechtzeitig ans Licht zu bingen?
            Wie schon in «Das Aschenkreuz» und «Hostienfrevel» sorgt die neugierige und unerschrockene Begine Serafina wieder für erheblichen Wirbel im spätmittelalterlichen Freiburg.

            meine Meiung
            Es ist ein Historischer Roman der einen in den Band zieht.