Astrid Fritz

Unter dem Banner des Kreuzes

Sie suchen ihr Seelenheil und finden den sicheren Tod
Freiburg 1212: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufwandern, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht.
Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel und himmeln ihren Anführer an. Doch bald drohen tödliche Gefahren wie Hungersnöte und Überfälle. Der angehende Priester Konrad begleitet die Kinder. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten?
Ein packendes Schicksal aus der Zeit der Kinderkreuzzüge


Autorenbild Foto von Astrid Fritz

Die  Autorin

Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Die Hexe von Freiburg", "Die Tochter der Hexe" und "Die Vagabundin". Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.


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Rezensionen

Herzblatt

Beiträge 38
2 Antworten 08.08.2017

Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines
Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal
hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die
Gelegenheit zur Flucht....
Astrid Fritz schafft es sehr gekonnt, wahre Geschichte mit erfundenen Charakteren zu erzählen. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt, man bekommt einen Bezug zu ihnen, leidet und bangt mit ihnen. Man hat das Gefühl, mit ihnen auf der großen Reise zu sein. Durch den tollen Erzählstil wird die Handlung auch nicht langweilig. Man ist so in der Geschichte drin, daß man unbedingt weiter erfahren will, was nun mit Anna und ihren Freunden passiert. Astrid Fritz schreibt so toll und eindringlich, daß man fast das Gefühl hat, Anna helfen zu müssen.

Ein sehr interessanter historischer Roman.

  • SBS

    Beiträge: 76
    06.09.2017

    Nachdem ich ganz begeistert von "Die Räuberbraut" von Astrid Fritz war, könnte das das nächste Buch von ihr werden. Was du schreibst, klingt zumindest schon mal sehr gut!

  • Kötra

    Beiträge: 67
    31.08.2017

    Hast du gut geschrieben. Jetzt muss ich es auch lesen. Danke :)

tigerbea

Beiträge 59
18.07.2017

Freiburg, 1212. Anna erfährt, daß sich Kinder unter der Führung von Nikolaus auf den Weg machen um Jerusalem zu befreien. Sie folgt der Gruppe und ist froh, von zu Hause weg gehen zu können. Ebenfalls in der Pilgergruppe ist der angehende Priester Konrad, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die Kinder aufzupassen. Denn er ahnt nichts Gutes. Zunächst läuft alles gut. Doch nach und nach werden die Pilger auf ihrer Reise mit Mißtrauen konfrontiert. Sie leiden Hunger und Durst. Doch ihr Glaube ist stärker als jede Hürde, die sie zu nehmen haben. Werden sie ihr Ziel erreichen?

Dieses Buch ist ein absolutes Highlight. Astrid Fritz schafft es sehr gekonnt, wahre Geschichte mit erfundenen Charakteren zu erzählen. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt, man bekommt einen Bezug zu ihnen, leidet und bangt mit ihnen. Man hat das Gefühl, mit ihnen auf der großen Reise zu sein. Durch den tollen Erzählstil wird die Handlung auch nicht langweilig, noch nicht einmal, wenn es Stellen gibt, an denen gar nicht viel passiert. Man ist so in der Geschichte drin, daß man unbedingt weiter erfahren will, was nun mit Anna und ihren Freunden passiert. Astrid Fritz schreibt so toll und eindringlich, daß man fast das Gefühl hat, Anna helfen zu müssen. Ich wäre am liebsten in die Geschichte gekrochen und hätte ihr und ihren Freunden etwas zu essen gegeben... Durch diese Eindringlichkeit bekommt man beim Lesen sogar noch Geschichte mit auf den Weg, man wird manche Dinge wohl nie mehr vergessen. Man spürt streckenweise den Fanatismus des Glaubens und die dadurch entstandene Zielstrebigkeit des Kreuzzuges. Astrid Fritz hat hier wirklich sehr gut recherchiert, man merkt die Arbeit, die sie sich für dieses Buch gemacht hat.

buchleserin

Beiträge 14
10.03.2019

    Inhalt:
    Freiburg, Sommer 1212: Die siebzehnjährige Anna wird von ihrem jähzornigen Vater oft geschlagen. Zusammen mit anderen Nachbarskindern ergreift sie die Flucht, als sie von den Kindern hört, die mit ihrem Anführer Nikolaus von Köln zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. In einigen Ortschaften werden sie bejubelt und mit Essen und Trinken versorgt, doch es folgen auch Hunger und Krankheit und nicht alle Bürger sind freundlich zu den jungen Leuten. Zusammen mit Anna ist auch der Nachbarsjunge Christian und der junge Taglöhner Jecki aus ihrer Nachbarschaft dabei. In Freiburg schließt sich der angehende Priester Konrad dem Kinderkreuzzug an und hat ein Auge auf Anna und die anderen aus ihrem Trupp.
    Meinung:
    Von Astrid Fritz habe ich bereits „Das Aschekreuz“ gelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Ich mag den Schreibstil der Autorin, er ist flüssig und leicht zu lesen. Ich fand die Handlung durchgehend interessant und spannend. Neugierig habe ich das Geschehen um Anna und ihre Freunde verfolgt. Die Protagonisten sind gut beschrieben und haben mir gefallen, besonders Anna und Konrad. Die Reise ist sehr beschwerlich für die Kinder, die nicht nur bejubelt werden, sondern sie müssen auch hungern, sie bestehlen sich gegenseitig, werden krank und haben Tote zu beklagen. Ihr Anführer Nikolaus wird zunächst von allen bewundert, aber auch das lässt mit der Zeit nach. Konrad kann Anna und ihre Freunde nicht dazu bewegen umzukehren und begleitet daher den Zug mit seinem Pferd. Und ist die Reise nicht schon beschwerlich genug, haben auch noch mehrere Männer ein Auge auf Anna geworfen, mit denen sie sich auseinandersetzen muss.
    Im Anschluss des Romans folgt noch das Nachwort der Autorin zum Thema, was ebenfalls ganz interessant zu lesen ist und anschließend noch ein Glossar, in dem viele Begriffe, die für den einen oder anderen evtl. unbekannt sind, erklärt werden.
    Mir gefällt dieser historische Roman von Astrid Fritz sehr gut. „Unter dem Banner des Kreuzes“ bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

    Pheles

    Beiträge 23
    04.03.2019

      Wem historische Romane gefallen, wird von diesem ebenfalls begeistert sein. Die Geschichte ist toll geschrieben, man wird leicht in die Zeit herein versetzt. Allerdings ist es auch hart zu lesen, wie damals mit den Kindern umgegangen wurde und welche Macht der Glauben hatte. Man Fieberthermometer von den ersten Seiten an mit Anna und den anderen Kindern mit auf dem Weg nach Jerusalem.

      flieder

      Beiträge 12
      12.02.2019

        Gleich vorweg, ich mag die Bücher von Astrid Fritz sehr gerne und auch mit Unter dem Banner des Kreuzes konnte sie mich überzeugen. Die Kinderkreuzzüge sind ein sehr spannendes Thema, von dem man leider viel zu wenig zu lesen bekommt. Dazu kommt noch ihr flüssiger Schreibstil und die stets hochgehaltene Spannung, die dieses Buch zu einem wahren Lesegenuss steigert. Mir hat die Geschichte rund um die 17 jährige Anna, die vor ihrem gewalttätigen Vater flieht und sich dem Kinderkreuzzug anschließt sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 Sterne

        Tintenherz

        Beiträge 42
        30.03.2018

          Das Cover ist passend für die Handlung gestaltet.
          Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen und die Wortwahl ist der damaligen Zeit angepasst.
          Der Kinderkreuzzug ereignete sich im Jahre 1212. Tausende Kinder und Jugendliche gingen aufgrund eines visionären Knapen aus Deutschland und Frankreich zu einem unbewaffneten Kreuzzug ins Heilige Land. Viele starben dabei und der Zug löste sich am italienischen Mittelmeer auf.
          Die Autorin hat die Handlung spannend erzählt und bindet eine Geschichte von einigen Freiburger Kindern mit ein, die mit kindlicher Hoffnung an diesem Kreuzzug teilnehmen.
          Das Glossar am Ende des Buches war sehr hilfreich.

          Interessante und bewegende Lektüre, die mich nachdenklich zurücklässt.

          roteanemone

          Beiträge 28
          09.03.2018

            Wie alle historischen Romane, die ich bis jetzt von Astrid Fritz gelesen habe, ist auch "Unter dem Banner des Kreuzes" wirklich fundiert recherchiert und historisch akkurat erzählt. Die Geschichte von der siebzehnjährigen Anna, die sich auf der Flucht vor ihrem Vater einem Kinderkreuzzug anschließt um das Grab Jesu Christi von den Ungläubigen zu befreien, ist wirklich spannend und ergreifend erzählt! Absolute Leseempfehlung!

            Arietta

            Beiträge 56
            08.11.2017

              Da ich ein begeisterter Fan von Astrid Fitz bin, musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen und wurde nicht enttäuscht.
              Ein facettenreicher Historischer Roman vor einem großen Hintergrund der Kinderkreuzzüge. Das Buch hat mich sehr bewegt und aufgewühlt. Ihr Schreibstil ist wie immer sehr klar, kraftvoll und mitreißend, es ist wie Sog, man wird in die Geschichte mit reingezogen. Der Plot ist sehr stimmig, die historische Rescherche war hervorragend. Ihre Figuren waren aus Fleisch und Blut, und waren sehr glaubwürdig wiedergegeben . Ich habe mit Anna und den Betroffenen mitgelitten. Ein Roman den ich nur empfehlen kann.

              Chrissy

              Beiträge 8
              17.08.2017

                Eine junge Frau namens Anna wird in ihrem Zuhause sehr stark unterdrückt von ihrem Vater.
                Sie sollte fürs Abendessen einkaufen und sah ein Knappen der vom Nickolaus gesandt wurde um junge Leute zu finden sich abzuschließen um nach Jerusalem zu gehen.
                Da Anna ja nur leidet unter der Situation zu Hause und auch nicht warten möchte bis Sie verheiratet ist. Ergreift sie die Flucht und geht Richtung Jerusalem mit den anderen jungen Menschen und Kinder.
                Da fängt ein neues Abenteuer an für alle...

                Sehr gut geschrieben. Sehr spannend und einfühlsam Worte gewählt.
                Würde gern wissen wie es Anna ergehen wird.

                Jackdeck

                Beiträge 44
                15.08.2017

                  von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht.
                  Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren.
                  Seit der Freiburger Gegend begleitet sie der angehende Priester Konrad. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten?

                  Mit ihrem aktuellen Buch ist es der Autorin Astrid Fritz gelungen einen Teil der deutschen Geschichte lebendig & spannend zu erzählen.
                  Denn über die Kinderkreuzzüge im Jahre 1212 sind nicht mehr viele Überlieferungen, Chroniken oder Augenzeugenberichte vorhanden.
                  Umso spannender ist es ihr Buch nicht nur zu lesen, sondern auch mit ihren Protagonisten aus Freiburg zu erleben. Dieser historische Roman hat mich sehr begeistert, aber auch ziemlich beim Lesen aus der Bahn geworfen. Ich bin wie selbsttätig in die Zeit hinein gerutscht und habe daher "hautnah" miterlebt, was den Kindern bei diesem Unterfangen an Unbill und Leid passiert ist.

                  Hummel

                  Beiträge 37
                  16.07.2017

                    Auszug Klappentext:

                    Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines
                    Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal
                    hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die
                    Gelegenheit zur Flucht.
                    Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel,
                    himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den
                    Ortschaften versorgt.
                    Doch bald folgen die ersten Durststrecken und
                    Gefahren...
                    Ein sehr interessanter und eher ruhig geschriebener historischer Roman, der Fakten und Fiktion verbindet. Sehr gut recherchiert und feinfühlig erzählt.