Bettina Plecher

Giftgrün

Gift & Gallenkolik.
Friedas erste richtige Stelle als Stationsärztin an einem Münchner Klinikum beginnt mit einem Paukenschlag: Schon am zweiten Tag ist ihr Doktorvater tot. Colchizin-Vergiftung, stellt Friedas Mitbewohner, der Toxikologe Quast, schnell fest. Für die Klinikleitung ist der Fall damit geklärt – nicht das erste Mal, dass ein Hobbykoch beim Kräutersammeln im Englischen Garten Bärlauch mit der hochgiftigen Herbstzeitlose verwechselt hat. Doch Frieda und Quast hegen Zweifel. Und tatsächlich stellt sich heraus, dass der Tote selbst einige Leichen im Keller hatte - und dass Professor Naders Ableben mehr als einem Kollegen an der Eisbachklinik durchaus gelegen kommt …


Autorenbild Foto von Bettina Plecher

Die  Autorin

Bettina Plecher wurde 1969 in München geboren. Nach ihrem Studium der Klassischen Philologie und Germanistik arbeitete sie als Fremdsprachenassistentin, Lehrerin und Schulbuchautorin in Yorkshire, Würzburg und München. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem Klinikarzt, und ihren beiden Kindern in München.


BibliografieAnsehen


Rezensionen

jackleser

Beiträge 35
11.05.2018

Friedas Start ins Berufsleben als Assistenzärztin verläuft anders als gewünscht: Nicht nur die hohe Verantwortung und die Vielzahl an ärztlichen Aufgaben drohen sie in den ersten Tagen zu erdrücken, sondern auch ihr Dotorvater, Chef und Schwarm Professor Nader erliegt einer Vergiftung - ist es "nur" die tödliche Verwechslung vom schmackhaften Bärlauch mit der giftigen Herbstzeitlosen beim Krätersammeln im Englischen Garten oder ist es sogar Mord? Zusammen mit ihrem schrulligen Mitbewohner und toxikologischen Kollegen Quast ermittelt Frieda in der Eisbachklinik und stellt fest, dass fast jeder ein Mordmotiv hätte. Was steckt dahinter?


Die kriminalistische Geschichte ist nicht nur detailliert und tiefgründig durchdacht, sie wird auch noch auf höchst unterhaltsame und fesselnde Weise erzählt. Die Alltagsatmosphäre in einer Klinik wird wirklichkeitsnah mit einem Quäntchen Ironie, Sarkasmus und Feingefühl sowie mit einem fundierten Fachwissen porträtiert, die Charaktere werden mit ihren Stärken und Schwächen glaubhaft gezeichnet, der Charme von München wird liebevoll und detailliert eingefangen. Dieser Debütroman von Bettina Plecher bietet alles, was ein Krimi haben muss.

Bücherfreundin

Beiträge 47
3 Antworten 12.02.2017

Frieda May hat gerade ihre Dissertation beendet, ihr Doktorvater, Gabor Nader, will sie an die Klinik mitnehmen, in der er in Kürze eine Chefarztposition innehat. Zwar möchte Frieda lieber Entwicklungshilfe leisten statt die Karriereleiter weiter hochkraxeln, doch kann sie ihrem Doktorvater, mit dem sie mehr als nur Wissenschaft verbindet, nicht widerstehen – sie geht nach München, wo ihr Gabor Nader eine Unterkunft bei seinem alten Freund Quiril Quast, urchiger Bayer und nicht nur karrieretechnisch pures Gegenteil von Nader, vermittelt.

Kurz nach dem Klinikeintritt stirbt Gabor Nader an einer Vergiftung. Quast und May sind überzeugt, dass das kein natürlicher Tod war und gehen dem Ganzen auf eigene Faust nach. Immer tiefer tauchen sie in den Sumpf von Vetternwirtschaft, Plagiat und Intrigen im Klinikalltag ein. Dass auch Quast selber eine mysteriöse Vergangenheit mit Nader hat, lässt Frieda May vorsichtig werden.

Mit "Giftgrün" ist Bettina Plecher ein amüsanter und spannender Erstling gelungen. Sie nimmt den Münchner Lokalkolorit genauso auf wie die Abläufe des Klinikalltags, spinnt inmitten dieser Schauplätze eine Geschichte, die trotz Themen wie Mord, Gift, Intrigen und Betrug leicht und spritzig daher kommt. Dass die einzelnen Figuren etwas gar klischeehaft erscheinen, kann man ihr verzeihen, da der Lesespass nicht darunter leidet, sondern eher dadurch gesteigert wird

Fazit:
Ein leichte und lockere Lektüre für zwischendurch. Absolut empfehlenswert!

  • Kittekathy

    Beiträge: 36
    26.03.2018

    Herrliches Lesevergnügen...Ein Mord oder doch keiner? Welches war das Motiv und war es ein Unfall oder nicht`?
    Ich finde es amüsant geschrieben und ich denke es wird flüssig zu lesen sein...man will ja wissen, wer es war.

  • Nadine135

    Beiträge: 50
    20.03.2018

    Vielen Dank für deine tolle Rezi. Das Buch kommt auf meine Wunschliste.

  • Isareadbooks

    Beiträge: 69
    04.07.2017

    Deine Meinung war echt hilfreich ich glaube ich setze es auf meine Wunschliste!

bärin

Beiträge 8
02.02.2019

    Die junge fränkische Ärztin Frieda May tritt ihre erste Stelle auf Vermittlung ihres Mentors in der Eisbachklinik in München an. Sie hat sich noch nicht mal eingewöhnt, da wird ihr Doktorvater mit einer schweren Vergiftung eingeliefert, die er nicht überlebt. In seinem Pesto waren offenbar nicht nur Bärlauchblätter sondern auch Blätter der sehr giftigen Herbstzeitlose. Handelt es sich hier um eine Verwechslung oder wollte jemand seinen Tod?

    Die Polizei geht von einem Unfall durch Verwechslung aus und ermittelt nicht weiter. Das übernehmen dann Frieda und ihr Mitbewohner, der Toxikologe Quirin, die auf allerhand dunkle Geheimnisse in der Vergangenheit des Toten stoßen.

    Dieser spannende Krimi mit viel Münchner Flair hat mir sehr gut gefallen, er ließ sich leicht und flüssig lesen. Interessant fand ich auch die Einblicke in den Alltag einer großen Klinik, wo es auch um Liebe und Hass, Intrigen, Neid und Eifersucht geht und nicht nur um das Wohl der Patienten. Frieda und ihr Kollege Quirin, der persönliche Altlasten mit sich schleppt, wurden mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Die Überrraschung am Ende und die Lösung am Schluss haben mir ebenfalls gut gefallen.

    eichhorn

    Beiträge 7
    14.01.2019

      Tja, war es der Bärlauch oder nicht? Da man wissen will, was tatsächlich geschah, liest man immer weiter. Sehr amüsant geschrieben, aber auch spannend. Man möchte das Buch in einem Rutsch durchlesen! Da ich dazu keine Zeit habe, lese ich jeden Abend vorm schlafen gehen ein paar Seiten weiter - ohne kann ich nicht einschlafen... grins.

      bud

      Beiträge 29
      29.07.2018

        Frieda May hat gerade ihre Dissertation beendet, ihr Doktorvater, Gabor Nader, will sie an die Klinik mitnehmen, in der er in Kürze eine Chefarztposition innehat. Zwar möchte Frieda lieber Entwicklungshilfe leisten statt die Karriereleiter weiter hochkraxeln, doch kann sie ihrem Doktorvater, mit dem sie mehr als nur Wissenschaft verbindet, nicht widerstehen – sie geht nach München, wo ihr Gabor Nader eine Unterkunft bei seinem alten Freund Quiril Quast, urchiger Bayer und nicht nur karrieretechnisch pures Gegenteil von Nader, vermittelt.

        Kurz nach dem Klinikeintritt stirbt Gabor Nader an einer Vergiftung. Quast und May sind überzeugt, dass das kein natürlicher Tod war und gehen dem Ganzen auf eigene Faust nach. Immer tiefer tauchen sie in den Sumpf von Vetternwirtschaft, Plagiat und Intrigen im Klinikalltag ein. Dass auch Quast selber eine mysteriöse Vergangenheit mit Nader hat, lässt Frieda May vorsichtig werden.

        Mit "Giftgrün" ist Bettina Plecher ein amüsanter und spannender Erstling gelungen. Sie nimmt den Münchner Lokalkolorit genauso auf wie die Abläufe des Klinikalltags, spinnt inmitten dieser Schauplätze eine Geschichte, die trotz Themen wie Mord, Gift, Intrigen und Betrug leicht und spritzig daher kommt. Dass die einzelnen Figuren etwas gar klischeehaft erscheinen, kann man ihr verzeihen, da der Lesespass nicht darunter leidet, sondern eher dadurch gesteigert wird

        Fazit:
        Ein leichte und lockere Lektüre für zwischendurch. Absolut empfehlenswert!

        Jackdeck

        Beiträge 44
        27.05.2018

          Der Debütroman von Bettina Plecher ist ganz unterhaltsam geschrieben und wartet hin und wieder mit einer Prise Humor auf. Die Handlung ist gut durchdacht und perfekt in den Klinikalltag eingepasst. Sehr realistisch werden die Klinik, die verschiedenen Ärzte und Schwestern, ihre Verbindungen und Intrigen beschrieben. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, teils sympathisch, teils weniger sympathisch, alle mit Ecken und Kanten, und wirken sehr authentisch. Unterstützt wird dies noch durch wenige wohldosierte Häppchen des Münchner Dialekts, die auch für Nichtbayern verständlich sein sollten.
          Mir persönlich kamen für einen Krimi die Ermittlungen etwas zu kurz bzw. schienen mir teilweise zu halbherzig und planlos. Einiges war schnell zu durchschauen, doch kann der Roman auch mit Überraschungen punkten. An Spannung hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen, ein paar brenzlige Situationen mehr hätten nicht geschadet

          Dine

          Beiträge 11
          07.04.2018

            Krimis gehören eigentlich nicht zu meinen Favoriten. Dieses Buch mochte ich aber gar nicht mehr aus den Händen legen. Die verschiedenen Sichtweisen (Frieda und Quast) machen das Buch sehr spannend.

            Dandy

            Beiträge 59
            17.10.2017

              Ich wusste ja schon immer , dass der verzehr von selbstgemachtem Bärlauch Pesto tödlich sein kann- nein Spass bei Seite. Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und so "musste" ich das Buch kaufen.
              Die Geschichte ist sehr gut und humorvoll geschrieben. Der Spannungsbogen hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und das Ende ist sehr überraschend.
              Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden. Großes Lob an die Autorin.

              Its me

              Beiträge 71
              27.07.2017

                Ich habe dieses Buch gerade beim Stöbern in eurem Blog entdeckt und es hat sofort mein Interesse geweckt. Die Leseprobe ist sehr vielversprechend und gefällt mir ausgesprochen gut. Auch die Handlung entspricht meinem Geschmack. Das muß ich haben :-)