Carina Bartsch

Kirschroter Sommer

Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?


Autorenbild Foto von Carina Bartsch

Die  Autorin

Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren. Sie brach die Realschule ab, schmiss die Wirtschaftsschule und dann eine Lehre. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt: «Kirschroter Sommer» und «Türkisgrüner Winter» avancierten zum Bestseller als E-Book und Printausgabe und machten Carina Bartsch zu einer der erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz.

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Rezensionen

Melo

1 Beitrag
07.04.2017

Kirschroter Sommer von Carina Bartsch

Klappentext:
Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
Bild könnte enthalten: 1 Person, TextDie erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmer...ksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?



Beurteilung:
Emely und Elyas - irgendwie scheinen schon die beiden Namen gut zusammen zu passen, oder?
Zweidrittel dieses Buches fragt man sich, was in der Vergangenheit so Schlimmes passiert ist, das Emelys Verhalten und die Gemeinheiten Elyas gegenüber rechtfertigen würde. Und ja - als es herauskommt - verstehe ich sie. Auch ihre Selbstzweifel, ihre Angst... alles.

Dennoch hätte Elyas mich recht schnell weich bekommen. (Was das nun über mich aussagt, wollen wir nicht weiter vertiefen!)
Er ist erst ein vermeintlicher Frauenheld und unterstützt diesen Eindruck noch durch seine Sprüche. Sehr schnell entpuppt er sich aber als hinreißend humorvoll, charmant und LANGMÜTIG!
Er hat wirklich und wahrhaftig so viele schöne Charakterzüge, dass man Emely für ihre Fiesheiten manchmal ein bisschen hauen möchte.

Emely ist wie eine beste Freundin für mich, die mir oft extrem auf die Nerven gegangen ist, die ich aber mit ihrer unglaublichen Sturheit und ihrer Cleverness fest in mein Herz geschlossen habe, inklusive aller Macken! Ich verstehe sie und fühle mit ihr, auch wenn ich sie manchmal in die ein oder andere Richtung schieben möchte.

Und Luca, der E-Mail-Held ... gefällt mir. Aber über ihn müsst ihr euch wirklich selbst ein Urteil bilden, da kann ich nicht viel mehr dazu sagen ohne zu spoilern.

Diese Geschichte hat mich so gut unterhalten, dass ich das Buch nicht weglegen mochte. Verbale Schlagabtausche, die sehr lustig und wortgewandt sind, wechseln sich mit berührenden Momenten ab, bis man sich in alles an dem Buch verliebt.

Jeder Nebencharakter, sei sein "Auftritt" noch so klein, ist wertvoll und bleibt im Kopf.
Für manche mag die Art und die Geduld von Elyas unrealistisch sein. Lasst euch gesagt sein: Wenn man liebt, ist man manchmal hoffnungslos geduldig und grenzenlos verrückt.
Für die, die das nicht glauben, ist eine Liebesgeschichte sowieso nichts, wobei ihnen in diesem Buch der durchweg amüsante Ton und der unsagbare Humor begeistern könnten.

Ihr seht - ICH bin begeistert!

Allerdings wollte ich Emely am Ende, nach ihrer E-Mail an Luca eins überziehen. Fieser Cliffhänger...

Also: 5 von 5 Kirschen für dieses Werk.

Eure Melo

PS.: Nur der Titel erschließt sich mir nicht so ganz...

VanilleMelli

Beiträge 55
06.03.2017

Ich finde es ist ein tolles Buch, wenn man auf kitschige Liebesgeschichten steht, da man sich zum einen gut in die Personen hineinversetzen kann und man einfach "gezwungen" ist mitzufühlen und zum anderen findet man sich recht schnell in den einfachen, aber sehr guten, Schreibstil ein!
Der Inhalt ist zwar manchmal vorhersehbar, aber trotzdem spannend und trägt damit auch dazu bei, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte...

Legeia

Beiträge 13
10.02.2017

Wie hat Carina Bartsch das nur geschafft? Ich habe mich zu den Figuren eines Buches noch nie so hingezogen gefühlt, wie es hier der Fall war. So authentisch und glaubwürdig kommen sie daher. Und das nicht nur Emely und Elyas, auch die Freunde, die Familie, einfach alle. Ich musste so oft herzhaft lachen, eben weil Emely so schlagfertig ist. Ihre Gedankengänge entlocken dem Leser Reaktionen wie: 'Ja, genau! Gib's ihm!' oder 'Oh, was hat sie gerade gedacht oder gesagt? Ich kann nicht mehr!' So ging es mir jedenfalls - jede Seite purer Lesegenuss. Und dabei kann man Elyas einfach nur liebhaben. Langsam hat er sich in mein Herz geschlichen, mit seiner unvergleichlichen Art und seinem Charme, der so unwiderstehlich ist.

Wie Emely ihm so lange die Stirn bieten kann, ohne schwach zu werden, ist eigentlich unbegreiflich.
Mit der Zeit versteht man, warum dies so ist. Und gerade dieses entzückende Katz- und Mausspiel macht die Geschichte um die beiden zu so etwas Besonderem. Herrliche spritzige Dialoge, eine Erotik, die unter der Oberfläche brodelt, Gefühlschaos im Rausch und zwei wahnsinnig sympathische Menschen, die nur eines wollen: Endlich zueinander finden, ist der Weg auch noch so steinig.

Das Buch hatte ich innerhalb eines Tages ausgelesen gehabt und schlug es glücklich und nachdenklich zu. So eine Liebe will man doch selbst einmal erfahren.
Der Cliffhanger verursachte ein Kribbeln und ich blieb mit den Nerven am Ende zurück. Genial, es so (erst einmal) enden zu lassen.
Dass die Geschichte in Berlin spielt, ist etwas erfrischend Neues und beweist, dass auch hier ein spannender Schauplatz, auf dem ein Liebesroman handelt, gegeben ist.

5 Sterne.

Jeannine

Beiträge 2
06.09.2017

    Ich habe das Buch für meine die erste Stufe der Lesemeilen erhalten und muss sagen, es hat sich gelohnt.
    Ich weiß ehrlich nicht, wann ich das letzte Mal ein Buch so schnell durchgelesen habe. Ich konnte es gar nicht mehr aus den Händen legen.

    Klar ist das Buch teilweise sehr kitschig und man kann oft schon erahnen was als nächstes kommt aber trotzdem war ich persönlich oft überrascht über den Handlungsverlauf.
    Ich konnte mich oft sehr gut in Emely hineinversetzen und habe mit ihr gefühlt.

    Vom Anfang an habe ich mich gefragt, was eigentlich zwischen Emely und Elyas vorgefallen ist, dass sie so über ihm denkt. So wurde das Buch sehr spannend für mich und auch nachdem die Frage endlich beantwortet war ging es spannend weiter. Immer fragt man sich, was passiert als nächstes und wie kommt Emely mit ihrem Gefühlsleben zwischen Elyas und Luca klar.

    Wie bei vielen anderen Büchern auch weiß man als Leser schnell was Sache ist. Nur der Charakter um den es dabei geht braucht am längsten um alles zu verstehen.

    Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es in Band 2 weitergeht. Ich werde ihn mir demnächst direkt kaufen.

    Einen Stern Abzug gibt es für das Ende. Das habe ich mir anders vorgestellt bzw. gewünscht. Aber dazu sage ich nicht mehr schließlich will ich nicht zu viel verraten.

    november2014

    Beiträge 4
    31.08.2017

      Cover:

      Das Cover spricht mich persönlich nicht unbedingt an aber nur weil ich Gesichter nicht so gerne auf Covern mag. Hätte mich in der Buchhandlung eigentlich nicht angesprochen. Trotzdem finde ich es ganz nett und ich habe schon viel schlimmere Cover gesehen.

      Schreibstil:

      Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es liest sich sehr leicht und locker, so dass man das Buch im Nu durch hat.

      Charakter:

      Emely mochte ich eigentlich sehr gerne. Sie ist nett, lieb, sehr sarkastisch und zielstrebig. Alles Eigenschaften die mir Emely sympathisch gemacht haben aber sie ist auch verdammt stur und leider hat sie auch oft Selbstzweifel. Dafür hätte ich sie manchmal schütteln können, weil das teils sehr nervig war.

      Elyas war anfangs so ein A… aber im Laufe des Buches merkt man, dass es alles nur Fassade ist. Denn eigentlich ist er ein super Typ. Ich glaube Elyas würde alles für seine Freundin tun, so dass ich das ein oder andere Mal gerne mit Emely getauscht hätte.

      Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass der Autorin ihre Charaktere sehr am Herzen liegen. Denn auch alle Nebencharaktere waren alle auf ihre eigene Art liebenswert.

      Meinung:

      Nachdem ich nur positives über das Buch gehört und gelesen habe, musste ich es jetzt endlich lesen. Ich bereue es auch keine einzige Sekunde, denn ich hatte sehr tolle und vergnügliche Lesestunden. Die Autorin hat ganz viel Humor und Sarkasmus mit in die Geschichte eingebaut, so dass ich nicht nur einmal Tränen gelacht habe. Diese kabbeleien zwischen Emely und Elyas waren echt herrlich. Natürlich ist auch die Romantik nicht zu kurz gekommen. Also kurz gesagt es war ein wirklich schöner Liebesroman, den ich bestimmt nochmal lesen werde. Ich freue mich schon auf den 2. Teil.

      nalik

      Beiträge 20
      06.08.2017

        Kirschroter Sommer von Carina Bartsch habe ich an einem Tag durchgelesen, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

        Die Geschichte handelt von Emely und Elyas, jeweils die erste große Liebe des anderen. Als sie sich nach sieben Jahren wieder treffen, will Elyas sie wieder gewinnen, doch Emely hasst ihn und die Enttäuschung und Verletzung von ihr spürt man in jedem Satz. Und dann ist da auch noch Luca, ihr E-Mail Freund, der sie tief berührt.

        Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich so flüssig, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Emely und Luca sind total sympathische Charaktere und auch Elyas hat mit seinem Charme mein Herz erweicht. Nach dem Ende des Buches bin ich jetzt natürlich total gespannt auf türkisgrüner Winter, denn die Story ist ja noch nicht zu Ende...

        Susi

        Beiträge 35
        06.08.2017

          Obwohl ich altersmäßig deutlich über der Zielgruppe liege, greife ich immer mal wieder zu "Young Adult". Ich habe sowohl "Kirschroter Sommer", als auch die Fortsetzung "Türkisgrüner Winter" gelesen und war von beiden sehr begeistert. Wer Liebesromane mag, die neben einer kleinen Portion Kitsch auch viel Humor und Wortwitz enthalten, sollte hier definitiv zugreifen. Nicht nur für Teens und Twens empfehlenswert!

          Easy Bell

          Beiträge 3
          17.07.2017

            Hab mir das Buch gekauft, da jeder sagt, dass ich das lesen muss. Also naja...

            Emely und Elyas. Gleich mal zu den beiden Protagonisten. Die Namen waren super gewählt. Bei ihm musste ich mich gar nicht erst umgewöhnen, da mein letztes Buch ( das um einiges besser war) auch einen Elias Protagonisten hatte und Emely hat den Namen meiner Tochter und das sogar in der gleichen Schreibweise. Leider konnte ihr das auch nicht helfen. Sie schaffte es nicht mal ein bisschen sich in meinem Herzen einen Platz zu verschaffen. Ich fand sie nervig und anstrengend. Ihre Kommentare waren oft unter der Gürtellinie (Sacknase uvm.) wenig Ladylike und auch irgendwie zu derb. Elyas war mir sympathisch. Leider war das ganze seeeehhhr unrealistisch. Kein Mann auf dieser Welt - nicht mal der langweiligste Langweiler - würde sich so etwas antun und sich das gezicke so lange gefallen lassen. Manchmal brachten mich die Sprüche auch zum Lachen, aber meistens hätte ich sie einfach nur gerne geschüttelt.

            So nun etwas positives:

            Die nebenbei-Geschichte mit Alex( Elyas Schwester und Emelys beste Freundlin) war echt toll und auch Alex war mir sehr sympathisch... ich hätte lieber ihre Geschichte ausführlicher gelesen.

            Die derben Sprüche wurden gegen Ende deutlich weniger - oder ich hatte mich daran gewöhnt- auf alle Fälle fand ich das Ende dann gar nicht mehr so schlecht. Die Geschichte an sich ist auch wirklich gut. Es sind nur einfach viel zu viele Seiten, in denen sie einfach nur rum zickt.

            Zum Abschluss muss ich jetzt aber sagen, dass der zweite Teil (zu dem ich zum Glück gezwungen wurde) eines meiner Lieblingsbücher ist.

            Shelly

            Beiträge 4
            13.07.2017

              Eines meiner absoluten Lieblingsbücher neben dem anderen Teil "Türkisgrüner Winter". Die Geschichte ist super spannend und ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen (Ich mutiere bei guten Büchern immer zum Suchti und nehme ein Buch jede freie Minute in die Hand). Der Schreibstil lässt sich flüssig und gut verständlich lesen.

              Meldar

              Beiträge 11
              10.07.2017

                "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch ist ein grandioser Debütroman!
                Er ist so schön herzlich und witzig geschrieben, dass man sich prima in die Geschichte zwischen Emely und Elyas hineinfühlen kann.
                Allerdings erschließt sich mir der Buchtitel nicht so recht, was aber auch nichts schlimmes ist. ;)

                Jules

                Beiträge 22
                01.07.2017

                  Dieses Buch bekam ich zugeschickt, nachdem ich den ersten Lesemeilenstein erreicht hatte.
                  Als ich den Klappentext las, war meine Neugierde sofort geweckt und ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte einzutauchen.
                  Es hat genau meinen Geschmack getroffen!
                  Ein wunderschönes Buch, das man so schnell nicht mehr aus der Hand legen möchte.

                  Leselust

                  Beiträge 34
                  08.05.2017

                    Eine Liebesgeschichte, die ein Auf und Ab der Gefühle ist und trotzdem bei mir großes Kopfkino ausgelöst hat. Absolut zu empfehlen für alle Leser, die große Gefühle mögen und sich gerne von einer Geschichten verführen lassen.
                    Es ist aber unglaublich schwer, das Buch in wenigen Worten zu beschreiben - dazu ist es einfach zu vielseitig.
                    Absolute Leseempfehlung!!!

                    schnäppchenjägerin

                    Beiträge 33
                    27.03.2017

                      "Kirschroter Sommer" ist eigentlich ein typischer Young Adult-Roman über die Liebe, von dem vom ersten Moment an ahnt, wie er enden wird. Hier kommt es allerdings weniger darauf an, ob aus Emely und Elyas am Ende ein Paar werden wird, sondern welche Hürden und Missverständnisse sie überwinden müssen, damit ihre Liebe eine Chance hat.
                      Emely ist mir sehr sympathisch, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen genauso machen würde, aber sie ist mir schnell ans Herz gewachsen, so dass ich mit ihr gelitten habe. Sie steht sich selbst im Weg und macht sich das Leben schwer, aber auch der charmante, aber dennoch immer etwas unnahbare Elyas macht es ihr nicht einfach.
                      Ich habe den Roman verschlungen und fand ihn aufgrund des flüssigen, lebhaften Schreibstils sehr eingängig und unterhaltsam zu lesen. Die Autorin schafft es dramatische, aber vor allem auch humorvolle Elemente einzubauen, ohne dass der Roman nie ins Kitschige abdriftet. Auch die Fortsetzung "Türkisgrüner Winter" musste ich deshalb unbedingt lesen.

                      Melli910

                      Beiträge 14
                      14.02.2017

                        Ich bin eine große Leseratte und lese so ziemlich alles, aber ich glaube dieses Buch (und seine Fortsetzung) war das schlechteste, das ich bisher gelesen habe.
                        Mir fehlte einfach die Handlung - es passiert einfach gar nichts! Ich hatte nicht das Gefühl, dass die unreife, jammernde Emely schon 20 Jahre alt ist. Die Streitigkeiten zwischen Elyas und Emely erinnern mich eher an den Kindergarten. Ich hätte zunächst auch erwartet, dass die beiden mal eine ernsthafte Beziehung gehabt hatten und nicht, dass Elyas Emely wegen eines einzigen Kusses das Herz gebrochen hat. Die ganze Geschichte ist absolut albern und kindisch. Ein wirklich absolut langweiliger Teenie-Roman.
                        Dazu gefiel mir der holprige Schreibstil überhaupt nicht, ein Spannungbogen ist nicht erkennbar und zu allem Übel ist die Fortsetzung (Türkisgrüner Winter) ebenso unbefriedigend. Ich hatte zwar nur seichte Kost erwartet, wurde dennoch trotzdem sehr enttäuscht.

                        Macy123

                        1 Beitrag
                        07.02.2017

                          Ich liebe dieses Buch und seine Fortsetzung. Ich konnte es nicht weglegen und hab mich so verbunden mit den handelnden Personen gefühlt. Von Mir aus könnte es noch 3-12 Fortsetzungen geben .
                          der Schreibstil, die Handlung - einfach toll. die Art Gefühle zu beschreiben lässt einen mitfühlen. Man kann sich gut hineinversetzten und somit in eine andere Welt eintauchen.

                          Kerstins Bücherstube

                          Beiträge 6
                          19.01.2017

                            Die Geschichte von Emely und Elias war schön zu lesen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir.
                            Es gab Seiten wo ich Tränen gelacht habe, schmunzeln musste und teils brauchte ich meine Taschentücher dazu :) Manchmal hatte ich das Gefühl, nun müssten sie es doch endlich schaffen, bis dann wieder ein Gezicke von Emely kam. Das war teils etwas langgezogen. Aber alles in allem fand ich das Buch schön und ich denke, ich werde es sicher auch nochmal lesen irgendwann :)

                            ManuelaKreativ

                            Beiträge 8
                            13.12.2016

                              Kirschroter Sommer, diese Geschichte könnte meine Jugend widerspiegeln, denn als ich zu lesen begann, konnte ich mich sofort in Emily versetzen und nahm die ganze Geschichte lang die Position der Emily an. Warum?
                              Irgendwie habe ich fast das gleiche im wahren Leben durchgemacht und war wirklich erstaunt.
                              Diese Gefühle, dieses kribbeln, dieses hin und her, dann noch Luca, der Emily unbekannt ist, und sie dennoch mit ihm Mails schreibt und ihn so besser kennen lernt.
                              Elias, Emily und Luca, wie es wohl weiter gehen wird? Für wem wird sie sich entscheiden? ;)
                              Obwohl es ein "Jugendbuch" ist, lieb ich dieses Buch und das Ende wurde offen gelassen, was mich veranlasst hat, den zweiten Teil zu kaufen.
                              Zum Glück erhalte ich diesen heute schon, damit ich sofort an der Geschichte dran bleiben kann.
                              Ein Roman der mich von Anfang an gefesselt nahm.

                              Anja40

                              Beiträge 21
                              10.12.2016

                                Es ist traurig aber eigentlich kommt es doch sehr oft vor das man wirklich seine große Liebe immer wieder sieht und wenn man auch sich neu verliebt vergleicht man seine Gefühle immer mit der ersten große Liebe.

                                Elisa

                                Beiträge 30
                                03.12.2016

                                  Generell lese ich gerne Jugendbücher, einfach weil die Geschichten oft klarer erzählt werden, das Intellektuell-Beeindrucken-Wollen ist weniger vorhanden. Während ich das Cover dieses Buchs nicht sehr ansprechend fand, war es vor allem die Entstehungsgeschichte, die mich neugierig gemacht hat. Zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, wurde es ein Riesenerfolg und ein kirschroter Hype brach in einschlägigen Kreisen aus. Dabei musste ich den Roman zweimal in Angriff nehmen: beim ersten Mal fehlte mit der nötige Sog und ich legte das Buch weg. Beim zweiten Mal habe ich es komplett gelesen und es gefiel mir gut. So gut, dass ich es auch mal verschenkt habe. Der Hype erklärte sich mir aber nicht.
                                  Zur Geschichte wurde bereits genug gesagt, ich werde den Inhalt also nicht erneut wiedergeben. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der einzelnen Szenen und vor allem der sarkastische Ton der Protagonistin Emily. Oft musste ich wirklich grinsen und habe mich über die schlagfertigen Antworten gefreut. Toll fand ich auch den Briefwechsel mit Luca, wobei da der Bezug zu Poe eine große Rolle spielte. Als bekennender Bücherfreund finde ich es immer super, wenn Bezüge zu weiterer Literatur eingebaut werden. Die Geschichte rund um Emily, Elyas und Luca war eine nette Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten hat. Somit erfüllt der Roman genau das, was er verspricht. Dennoch: es ist für mich kein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt. Das Ende jedoch war gut gewählt, so gut, dass ich nicht widerstehen konnte, auch die Fortsetzung "Türkisgrüner Winter" zu lesen.

                                  Arwen2709

                                  Beiträge 3
                                  15.02.2016

                                    Geil, geil geil

                                    Der ersten Liebe jemals Vergessen? Nach vielen Verletzungen sollte man das eigentlich machen, aber Emely weiß das sie es nicht kann und so hasst sie den Bruder ihrer besten Freundin. Elyas mit den Türkisgrünen Augen. Aber dann bekommt sie eine E-Mail von einen unbekannten. Luca. Er ist einfühlsam und romantisch. Aber kann sich Emely wirklich in den anonymen Schreiber verlieben?

                                     

                                    Ich bin eher per Zufall auf das Buch gestoßen und war von vornerein gefesselt in der Geschichte. Sie ist witzig geschrieben und der Schlagabtausch zwischen Emely und Elyas ist einfach nur gut gelungen. Die Spannung wird gut gehalten und das lesen ist einfach nur das reine Vergnügen.

                                    Ich kann Emely gut verstehen das man nach solchen Aktionen die damals Elyas gemacht hat ihn hasst, selbst nach sieben Jahren gehen solche sachen nicht unbedingt an einem vorbei. Auch ist es interessant zu sehen wie Luca in diese Geschichte miteinfließt und wie er Emely wieder auf die Beine hilft, wenn auch nur per Mail.

                                     

                                    Eine tolle Geschichte die Lust auf mehr macht

                                    MissRose1989

                                    Beiträge 3
                                    05.05.2014

                                      Wo die Liebe hinfällt...

                                      Als erstes fiel mit das Cover ins Auge, es wirkt verspielt und trotzdem passend und sehr realistisch - ich hatte schon vorher auf anderen Blogs begeisterte Rezensonen zu dem Buch gelesen und ja, ich gebe es zu - ich reihe mich da mit ein.

                                      Diese Geschichte ist wie zartbittere Schokoloade, man genießt sie einfach und wird in das Gefühlschaos, das innerhalb des Buches stattfindet, hineingezogen, ob man das nun will oder nicht.

                                      Die ganze Geschichte ist so humorvoll und mit Sarkasmus triefend geschrieben, sodass man eigentlich durchgehend am Lachen oder Schmunzeln ist.  Solch ein tolles und realistisches Buch habe ich selten gelesen.

                                      Zuerst mal zu einer Frage, die glaube ich, jede Frau so beantwortet:
                                      Nein, man vergisst die erste Liebe nicht - ich habe sie zumindest nicht vergessen und werde das vermutlich auch nie tun. Mir erging es dabei nicht so schlecht wie Emely, aber ich kann verstehen, dass sie Elyas seine Reaktion nachträgt. Sie liebte ihn und er serviert sie ab. Erst später - im Verlaufe des Buches - stellt sich das Ganze als ein Missverständnis heraus.

                                      Emely und Elyas sind sehr realistisch dargestellt, wobei mir Emely in manchen Situationen sehr kindlich und zurückhaltend erscheint. Das Leben der beiden als Studenten ist mir bestens vertraut, da ich selber noch studiere und (wie Emely auch) neben dem Studium arbeiten gehe. Mit Emely kann man sich gut anfreunden - die Geschichte wird ja auch aus ihrer Sicht erzählt - und erfährt auch sehr viel über sie. Ihre Tollpatschigkeit, die ihr immer wieder im Weg steht, finde ich total niedlich und bringt mich immer wieder zum Lachen.

                                      Elyas erschien mir am Anfang ziemlich machohaft, aber im Laufe des Buch habe ich ihn richtig lieb gewonnen. Er hat eine Art an sich, die einfach anziehend wirkt, auch wenn man ihn nicht "sieht". Alex finde ich irgendwie freaky, sie ist so kreativ und weiß nicht so richtig, wohin damit. Aber sie ist wirklich eine gute Freundin für Emely und möchte sie unbedingt in guten Händen wissen.

                                      Luca - der geheimnisvolle E-Mail-Freund von Emely - ist auch eine Figur, bei der man nicht so richtig weiß, was man mit ihr anfangen soll. Aber ich habe schon seit etwa der Seite 200 einen Verdacht, wer sich hinter Luca versteckt und bin schon gespannt, ob sich mein Verdacht im 2. Band "Türkisgrüner Winter" bestätigt.

                                      Fazit:
                                      Eine Liebesgeschichte, die ein Auf und Ab der Gefühle ist und trotzdem bei mir großes Kopfkino ausgelöst hat. Absolut zu empfehlen für alle Leser, die große Gefühle mögen und sich gerne von einer Geschichten verführen lassen.

                                      Es ist aber unglaublich schwer, das Buch in wenigen Worten zu beschreiben - dazu ist es einfach zu vielseitig.

                                      Absolute Leseempfehlung!!!

                                      Ati

                                      1 Beitrag
                                      05.04.2013

                                        Durchwachsen

                                        Beinhaltet auch den Titel "Türkisgrüner Winter"!

                                        Dass ich beide Bände in eine Buchbesprechung hereinnehme, liegt darin begründet,
                                        dass sie meiner Ansicht nach zusammen besprochen werden müssen (warum folgt weiter hinten).
                                        Eventuell verrate ich dadurch allerdings zu viel. Deshalb sollten diejenigen, die vollkommen
                                        unbelastet an die gesamte Geschichte herangehen wollen, NICHT WEITERLESEN.

                                        Worte … Worte können vieles. Sie können uns beispielsweise verwirren oder zum Lachen bringen,
                                        zum Nachdenken anregen, etwas infrage stellen. Sie können auch Aufmerksamkeit erregen, uns verletzen
                                        oder verändern.

                                        Mit ihren Worten erregte Carina Bartsch eindeutig Aufmerksamkeit. Nach zahlreichen Absagen brachte sie 2011 ihr Romandebüt "Kirschroter Sommer" als Kindle im Schandtaten-Verlag selbst heraus. Dass es sich gelohnt hat, zeigen die Verkaufszahlen. "Kirschroter Sommer" erreichte Platz 1 der Kindle-Bestsellerliste für Liebesromane, stand zeitweise in den Top20 der Kindle-Jahresbestseller 2012 und platzierte sich auch vor den Kindle-Bänden 2 und 3 der stark beworbenen Fifty-Shades-of-Grey-Reihe. Dieser Erfolg rief die Agentur Erzählperspektive auf den Plan, die Bartschs Debüt auf der Buchmesse 2012 präsentierte. Daraufhin meldeten sich mehrere Verlage und Rowohlt brachte nicht lange danach zum ersten Mal in seiner Verlagsgeschichte das Werk eines e-book-self-publishers in gedruckter Form auf den Markt. Auch der Folgeband "Türkisgrüner Winter" wird dort verlegt.
                                        Beide Bände in einer ersten Auflage von 30.000 Stück. Der Traum eines Autors.

                                        Weniger traumhaft ist das, was Emely widerfährt. Worte haben sie verletzt und verändert.
                                        Das alles liegt zu Beginn von "Kirschroter Sommer" bereits sieben Jahre
                                        zurück. Auswirkungen auf das Leben der 22jährigen Studentin haben die Worte des
                                        nur wenig älteren Elyas, ihrer ersten und bisher einzigen Liebe, jedoch nach
                                        wie vor. Selbstbewusstsein ist das, was andere haben. Beziehungen auch. Dennoch
                                        hat sie ihn nie vergessen. Als sie sich nach dem Umzug ihrer besten
                                        Freundin/Elyas Schwester wiedersehen, flammen alle negativen Gefühle wieder in
                                        ihr auf. Elyas scheint nicht zu bemerken, dass er ihr auf die Nerven fällt, und
                                        drängt geradezu penetrant in ihr Leben. Obwohl er anscheinend jede Frau haben
                                        kann, erweckt er bei Emely den Eindruck sie unbedingt als weitere Kerbe in
                                        seinem Bettpfosten verewigen zu wollen. Während sie versucht, sich Elyas vom
                                        Leib zu halten, lernt sie zeitgleich den sanften und scheinbar schüchternen
                                        Lucca im Internet kennen. Bald darauf hat sie ein Problem. Lucca scheint ein
                                        Traummann zu sein, dem sie alles anvertrauen kann. Fatalerweise zeigt jedoch
                                        auch Elyas steter-Tropfen-höhlt-den-Stein-Methode und seine Hilfsbereitschaft (etwa
                                        nach einem schweren Unfall ihrer Eltern) bei ihr Wirkung und sie verliebt sich
                                        erneut in ihn.

                                        "Türkisgrüner Winter" setzt die begonnene
                                        Geschichte unmittelbar fort. Das Wechselbad der Gefühle vertieft sich für
                                        Emely, weil sich Lucca und Elyas fast zeitgleich zurückzuziehen beginnen. Da
                                        sie Lucca noch nie persönlich getroffen hat, beschließt Emely sich während
                                        einer Hallowen-Party wenigstens an Elyas‘ Fersen zu heften und ihn zur Rede zu
                                        stellen. Die beiden verbringen sogar die Nacht miteinander. Allerdings nur,
                                        weil Emely sturzbetrunken ist und Elyas sie nicht einfach ihrem Schicksal
                                        überlassen möchte. In der Folgezeit kommen sie und Elyas sich trotzdem wieder
                                        näher. Doch gerade, als sie auf Wolke sieben schwebt, erfährt sie etwas, was
                                        sie abrupt auf den Boden der Tatsachen zurückbefördert. Ihre Befürchtung erneut
                                        von Elyas verletzt zu werden, scheint sich zu bewahrheiten. Das Gefühl abermals
                                        von ihm verraten worden zu sein, lässt sie zu ihren zwischenzeitlich wieder
                                        genesenen Eltern flüchten und damit vor der Gefahr weglaufen, Elyas
                                        versehentlich zu begegnen. Ihren Gefühlen kann sie jedoch nicht ausweichen. Als
                                        sie Elyas anlässlich der Weihnachtsfeiertage überraschend wiedersieht, kommt es
                                        erneut zum Streit und alles scheint verloren.

                                        Gleich vorab, damit keine Missverständnisse
                                        aufkommen: Bereits das erste Buch hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber auch
                                        nicht völlig gelangweilt. Dass ich beide Bücher gelesen habe, liegt zum einen
                                        in meiner Neugier (was kann Bartsch, was andere nicht können/womit hat sie es
                                        geschafft) begründet. Zum anderen aber auch daran, dass die Autorin (trotz
                                        diverser Schwachstellen und obwohl ich alterstechnisch eindeutig über dem
                                        Zielpublikum liege) die Frage nach dem Ausgang der Geschichte in mir
                                        wachgehalten hat. Wie und womit, weiß ich offen gestanden bis heute nicht. Doch
                                        es lag weder darin begründet, dass ich unvollendete Geschichten einfach nicht
                                        mag, noch darin eine Leseempfehlung (oder Argumente dagegen) für meine Nichten
                                        und die Töchter von Bekannten und Freunden finden zu wollen. Tatsächlich kann
                                        man mit "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" einfach abschalten
                                        (es macht nichts aus, wenn man versehentlich ein Kapitel überspringt). Die
                                        Beschreibung der Figuren polarisiert, was durchaus nicht jedem Autor gelingt.
                                        Ich habe zwar nicht mitgefiebert, das eine oder andere Mal jedoch gedanklich
                                        jemanden durchgeschüttelt. Der Schreibstil sorgt diverse Male für hochgezogene
                                        Mundwinkel. Und auch wenn mich das eine oder andere daran gestört hat (siehe
                                        unten), lassen sich beide Bücher sehr leicht und in einem Rutsch durchlesen.
                                        Faktisch kann man die Bücher 13-14jährigen Mädchen beruhigt in die Hand geben.

                                        Die Geschichte spielt größtenteils in Berlin und
                                        wird von Emely selbst erzählt. Obwohl sie, wie die anderen Figuren, über 20
                                        ist, wirkt Emely nicht sonderlich erwachsen - weshalb ich das Buch eindeutig
                                        als Jugendbuch einstufen möchte. Die Covergestaltung beider Bücher trägt ebenso
                                        wie die einfach gehaltene Sprache zu dieser Einschätzung bei, wobei mir Emelys
                                        Wortwahl an mehreren Stellen nicht sonderlich gut gefallen hat (auch hierauf
                                        gehe ich nachher noch einmal ein). Ich war gedanklich schon kurz davor eine
                                        Strichliste für das Kribbeln, die Gänsehaut, den einseitig verzogenen
                                        Mundwinkel oder ähnliches anzulegen, so häufig wurden bestimmte
                                        Worte/Redewendungen benutzt. Positiv anmerken möchte ich allerdings, dass es
                                        zwar um eine Beziehungsgeschichte geht, Sexszenen jedoch komplett außen vor
                                        bleiben (was gut zum Jugendbuchcharakter passt). Lediglich ein paar Küsse und
                                        tiefe Blicke gibt es - Gänsehaut und Kribbeln sind diesbezüglich aber
                                        allenfalls von Bartsch benutzte Worte und kein Lesefeeling. Auch die Handlung selbst
                                        ist relativ eng begrenzt, dreht sie sich doch größtenteils um Emelys Empfinden.
                                        Überraschende Wendungen gibt es nicht. Nicht nur durch die Erzählperspektive
                                        begründete Vorhersehbarkeiten, auch stetige Wiederholungen sorgen für gewisse
                                        Längen. Und man stolpert von einem Klischee ins nächste. Eine wirkliche
                                        Entwicklung macht weder die Geschichte noch einer der Charaktere auf den
                                        immerhin fast 1.000 Seiten durch. Genau das habe ich jedoch fatalerweise
                                        erwartet, nachdem ich vor den beiden Büchern etwas über die Autorin gelesen
                                        habe, die mit "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" ihren LeserInnen
                                        nahebringen will, warum Emely und Elyas füreinander bestimmt sind.

                                        Während mir der Großteil der Figuren um Emely mehr
                                        oder weniger einnehmend vorkam, tat ich mich mit der in Ich-Form erzählenden
                                        Hauptfigur von Anfang des ersten bis fast Ende des zweiten Bandes extrem
                                        schwer. Dabei wirkt Emely zwar unreif, aber wie alle anderen durchaus echt. Sie
                                        stellt sich stellenweise verkrampft, größtenteils zornig und unbeherrscht vor. Sympathisch
                                        war sie mir überaus selten. Diese Momente beschränkten sich vorwiegend auf
                                        ihren E-Mail-Verkehr mit Lucca. Bartsch verwendet, wie etliche andere Autoren
                                        derzeit auch, sowohl Kurznachrichten als auch E-Mail als festen Bestandteil des
                                        Geschehens.

                                        Dass Emely nach der Sache vor sieben Jahren vermutlich
                                        nicht einmal weiß, wie man Selbstbewusstsein schreibt, ist die eine Sache. Das
                                        hätte mich nicht gestört und wirkt auch in der dargestellten Form gar nicht so
                                        glaubwürdig. Tatsächlich habe ich oft genug erlebt, welch fatale Folgen wenige Worte
                                        haben können. Was mich jedoch regelrecht abgestoßen hat, war neben ihrem
                                        Verhalten ihre Ausdrucksweise. Diese wirkt keineswegs gekünstelt oder falsch,
                                        doch sie beißt sich die allermeiste Zeit schlicht und ergreifend mit meinem
                                        Verständnis der Ausdrucksweise einer Studentin der Literaturwissenschaft, für
                                        die (Seite 33) "Literatur mit einem magischen Zauber belegt ist, der sie mit all seiner
                                        Kraft gefangen hält."
                                        Irgendwie gehe ich davon aus, dass jemand, der gerne und viel liest, eine andere Wortwahl
                                        hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Worte wie Miststück, Idiot,
                                        Blödmann genauso wenig zu meinem gängigen Tagesvokabular gehören, wie ich sie in
                                        dieser Fülle aus dem Mund anderer hören oder lesen möchte. Klingt weltfremd,
                                        ich weiß. Aber ich finde, dass wir eine herrliche Sprache haben, mit der wir
                                        Missfallen und negative Gefühle auch ohne derbe Wortwahl und verbale
                                        Entgleisungen zum Ausdruck bringen können. Emely benutzt die Worte außerhalb
                                        ihrer Mails jedenfalls gerne und überaus häufig, nicht nur gedanklich und nicht
                                        nur im Bezug auf Elyas. Und dafür, dass sie mit Sex nichts am Hut hat, dreht
                                        sich ihr Denken sehr viel darum. Egal ob es um die Bedürfnisse ihrer in ihren
                                        Augen zu unersättliche Mitbewohnerin Eva oder um die Baggerversuche von Elyas
                                        geht (wobei der Bagger da in meinen Augen manchmal eher einem Teelöffelchen
                                        gleicht).

                                        Während ich neben dem verständnisvollen Lucca auch
                                        den von Emely als überheblich-arroganten, stets baggernden, ekelhaft beschriebenen
                                        Elyas fast durchgehend nett fand (allein für die Bad-Szene nach der
                                        Halloween-Party hat er etliche Sympathiepunkte bekommen), kam mir Emely selbst
                                        wie ein beleidigt-zickiger, hormongeschüttelter Teenager der schlimmsten Sorte
                                        vor. ICH scheint bei ihr von vorne bis hinten groß geschrieben zu sein. Ihre
                                        mit Füßen getretene, ach so unsterblich-unvergessene Liebe zu Elyas besteht
                                        (logischerweise größtenteils bereits durch die Erzählperspektive begründet) neben
                                        der unerschöpflichen Auflistung all seiner Fehler, seiner berechnenden
                                        Manipulationen und der stetigen Erwähnung ihrer durch ihn verursachten emotionalen
                                        Verletzungen vorwiegend daraus, ihn mies zu behandeln, damit sie sich besser
                                        fühlt. Da sie anderen nicht zuhören will, gehört Verzeihen eindeutig nicht
                                        dazu. Vergessen schon gar nicht. Kompromisse und Liebe scheinen bei ihr
                                        unvereinbar zu sein und überhaupt wirkt Emely in ihrem Egoismus eher
                                        oberflächlich verliebt (was wiederum zu dem Jugendbuchcharakter passt). Sie tut
                                        sich selbst am meisten leid. Dabei verschließt sie sich vor der Tatsache, dass
                                        ihre boshaften Erwiderungen auf eigentlich ganz harmlose Bemerkungen
                                        seinerseits ebenfalls verletzen können. Emily geht aus nichtigen Gründen in die
                                        Luft, schlägt verbal blind um sich und lediglich Elyas Ausdauer und Geduld ist
                                        es zu verdanken, dass sich die beiden näher kommen. Seinem abschätzig von ihr beurteilten
                                        großen Ego verdankt sie es im Grunde genommen, dass er ihre Sticheleien und
                                        Provokationen aushält. Er läuft ihr nach wie manch hungriger Esel seiner Möhre
                                        und ihre bissig-biestige Art und Weise (die nicht biestig-eloquent, sondern
                                        einfach eingeschnappt wirkt) sorgt dabei lediglich für schief verzogene
                                        Mundwinkel bei ihm, Grinsen und Amüsiertheit.

                                        Ihre passiv-abweisende Angriffshaltung gibt Emely
                                        eigentlich erst auf, als Elyas seinerseits die Segel streicht. Nicht einmal als
                                        er am Ende des zweiten Bandes gleich über zwei Kapitel hinweg seine Motive und
                                        sein geplantes Handeln erläutert, kommt dieser jahrelang gehegte
                                        Abwehrmechanismus wieder hervor, dabei entspricht Elyas Geständnis genau dem,
                                        was sie ihm permanent unterstellt und er genauso vehement abgestritten hat. Ein
                                        weiteres Mal wird auf dem alles entscheidenden Missverständnis herumgeritten. Die
                                        eigentliche Motivation für die Hartnäckigkeit von Elyas wirkt dabei jedoch relativ
                                        unglaubwürdig. Neue Erkenntnisse gewinnen Bartschs LeserInnen zudem nicht. Denn
                                        im Grunde kann man das alles schon viele, viele Seiten vorher und nicht nur
                                        zwischen den Zeilen aus der Geschichte herauslesen. Immerhin kommt es bereits
                                        recht schnell zu einer, durch einen Joint (so langsam aber sicher frage ich
                                        mich, wie ich ohne so was überhaupt 45 werden konnte) initiierten, entspannten
                                        Phase und damit verbunden zu einer Aussprache bezüglich der alles verursachenden
                                        Worte. Die Versöhnung scheint bereits da so nahe, die perfekte Beziehung auch. Immerhin
                                        haben beide so viele Gemeinsamkeiten, dass es fast schon unheimlich ist.

                                        Aber wie gesagt, sie scheint nur nahe, denn da gibt
                                        es ja Emelys ach so große Verletztheit und ihre Angst erneut dem bitterbösen,
                                        berechnend-manipulativen und selbstsüchtigen Elyas zum Opfer zu fallen. Für
                                        einen Schritt nach vorne macht Emely also munter meist gleich drei zurück,
                                        weshalb ich auch beide Bücher in einer Besprechung vorstellen möchte. Dieser
                                        Eiertanz ist nämlich die gesamte Handlung beider Bücher. Darin gehen der
                                        Selbstmordversuch einer gemeinsamen Freundin bzw. Bekannten, das Liebesglück
                                        von Alex und Sebastian, die anstehende Hochzeit von Andy und Sophie, der
                                        schwere Verkehrsunfall von Emelys Eltern und noch etliche andere Dinge (nicht
                                        in der Reihenfolge) ebenso gnadenlos unter wie die Intention der Autorin. Elyas
                                        kann tun und machen, was er will. Vermutlich könnte er die Sterne vom Himmel
                                        holen, es hätte keinen Sinn. Es wird nicht klar, warum die beiden füreinander
                                        bestimmt sind - mir jedenfalls nicht.

                                        Fazit:

                                        Vermutlich wäre es besser gewesen, beide Bücher auf
                                        eines zusammenzukürzen und dieses auch noch auf etwa 300 Seiten zu beschränken.
                                        Denn mehr gibt die Handlung im Grunde nicht her. Wer Wert auf eine sich
                                        entwickelnde Handlung und Gefühle (außerhalb von Verletztheit und Wut) legt,
                                        sollte auf alle Fälle die Finger von beiden Büchern lassen. Wer jedoch einfach
                                        etwas zum Abschalten sucht, ist damit durchaus gut bedient.
                                        Unabhängig davon:
                                        Die 14jährige Tochter einer Bekannten war von beiden Büchern hellauf begeistert.
                                        Mich selbst hat die Geschichte von Emely und Elyas jedoch nicht entflammt,
                                        stellt sie sich doch zu einseitig und oberflächlich dar. Tödlich gelangweilt
                                        hat sie mich aber auch nicht.

                                        Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

                                        Sonja

                                        1 Beitrag
                                        27.03.2013

                                          Ich mag dich ja, aber ich will halt nicht. Weil darum. Isso.

                                          [Das Zitat im Titel stammt nicht aus dem Buch, sondern beschreibt meiner Meinung nach nur einfach am besten Emelys Haltung.]

                                          Ich starrte ihm nach, bis ich erneut nach meinem Buch griff. Aber schon nach einer gelesenen Zeile schmiss ich es zurück aufs Bett. Ich rollte mich auf den Bauch und vergrub das Gesicht im Kopfkissen. Langsam, aber sicher machte er mich mürbe, und ich wollte nicht mürbe werden! Ich wollte ihn hassen, anstatt mir die ganze Zeit Gedanken über ihn zu machen! Warum musste ich ausgerechnet auf ihn so reagieren? Weshalb konnte er mir nicht einfach egal sein? Es war so dumm, so unsagbar dumm von mir. Und ich hasste mich dafür...

                                          INHALT:
                                          Emelys beste Freundin Alex ist zurück in ihre Heimatstadt gezogen, was nur eines bedeutet: Spaß bis zum Abwinken! Leider wohnt sie ab jetzt allerdings bei ihrem Bruder Elyas - dem Mann, der Emely 7 Jahre zuvor zutiefst verletzt hat. Sie hasst ihn und möchte eigentlich nichts mit ihr zu tun haben, weckt dadurch jedoch gerade erst seinen Kampfgeist. Von nun an wird sie ihn kaum noch los und schon bald fühlt sie sich wieder überaus seltsam in seiner Gegenwart. Zum Glück ist da noch der mysteriöse Luca, der ihr unglaublich romantische E-Mails schreibt und damit ihr Herz berührt...

                                          MEINE MEINUNG:
                                          Wer von Carina Bartsch bisher noch nichts gehört hat, der lebt wahrscheinlich auf dem Mond. Denn sie hat das geschafft, was sich so viele Indie-Autoren erträumen: Ihr Buch wurde der Bestseller schlechthin bei den E-Books, woraufhin ein Verlag auf sie aufmerksam wurde. "Kirschroter Sommer" klingt dabei extrem klischeehaft und, das kann man nicht anders sagen, ist es auch. Der flüssig-leichte Schreibstil und die Ich-Perspektive lassen einen das Ganze aber dennoch schnell lesen, wenn es für das Alter der Hauptcharaktere auch alles ein wenig sehr jugendlich wirkt.

                                          Emely ist 23 Jahre alt, die Protagonistin - und wirkt oftmals wie ein Mädchen von maximal 16 Jahren. Sie ist zwar durchaus recht witzig und schön sarkastisch, gleichzeitig findet sie aber auch an allem etwas auszusetzen und nörgelt an jedem herum, auch an ihrer besten Freundin und am liebsten an Elyas. Dabei betreibt sie einen Aufwand, um ihm zu zeigen, dass sie ihn hasst, dass man als Leser schon regelrecht empört ist. Elyas selbst nämlich schließt man ihm Gegensatz zu ihr sofort ins Herz. Er ist nicht nur wahnsinnig charmant und sieht umwerfend aus, er hat auch noch eine wahnsinnig dickköpfig-niedliche Art. Wäre ich eine Freundin von Emely - ich hätte ihr bestimmt des Öfteren angeboten, ihn an ihrer Stelle zu nehmen.

                                          Die beste Freundin Alex ist eine typische Quasselstrippe und geht der Hauptfigur dabei - wie so vieles andere - gehörig auf die Nerven. Es ist zwar durchaus manchmal anstrengend für den Leser, ihre zumeist unnötigen Probleme aufgezwungen zu bekommen, dennoch ist sie eine eindeutige Sympathieträgerin. Schön charakterisiert fand ich auch Elyas' Clique, in die Emely und Alex schnell aufgenommen werden. Die verschiedenen Personen sind beinahe alle durchweg ansprechend gestaltet, besitzen ihre eigenen Geschichten und wirken nie übertrieben.

                                          Die Geschichte selbst ist natürlich wirklich arg stereotyp. Da ist Emely, die sich einfach nicht so recht entscheiden kann und sich grundsätzlich gegen alles wehrt, was ihr gut tun könnte. Da ist der E-Mail-Freund Luca mit einer extrem kitschigen Art, bei dem man natürlich sofort weiß, wer sich dahinter verbirgt. Und natürlich der zuckersüße Love Interest, der alles für sie tut und leider nichts zurückbekommt. So plätscherten für mich die ersten 300 Seiten belanglos dahin, weil irgendwie nichts passiert und sich die Protagonistin ausnahmslos grauenhaft benimmt. Nicht selten wollte ich sie einfach irgendwo runterschubsen, damit sie zur Vernunft kommt. Natürlich hat ihr Verhalten einen Grund - dass sie sich aber auch nach der Aufklärung weiterhin so aufführt, war für mich nicht nachvollziehbar.

                                          Romantisch ist der Roman durchaus, keine Frage. Besonders auf den letzten 200 Seiten prickelt es anständig und von da an konnte ich mich auch richtig in die Geschichte fallen lassen. Endlich kommen sich die beiden näher, es wird spannend ob der witzigen und schlagfertigen Gespräche, und man wagt glatt schon zu hoffen, dass sich die Autorin vielleicht überlegt hat, die Klischees sein zu lassen und stattdessen einen unkonventionellen Weg zu gehen. Leider aber kehrt sie am Ende zu ihrer alten Form zurück und präsentiert uns einen Cliffhanger, der es in sich hat - und der wahnsinnig nervt, wenn man Emelys Art schon vorher nicht leiden konnte. Natürlich ist die Neugierde auf Band 2 da, ich hoffe aber dringend, dass die Zickigkeit da etwas heruntergeschraubt wird...

                                          FAZIT:
                                          "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch ist sicherlich ganz unterhaltsam, aber auch unfassbar klischeehaft und vorhersehbar. Zudem nervt die Protagonistin mit ihrem egoistischen und unmöglichen Verhalten extrem. Wäre das Ende nicht gewesen, hätte es wohl mehr von mir gegeben - so hoffe ich einfach auf eine Steigerung in Band 2, denn Potenzial ist da. 3 Punkte!

                                          Nabura

                                          Beiträge 17
                                          27.02.2013

                                            Gefühlvoller und humorvoller Auftakt rund um Emely und Elyas

                                            Emely ist überglücklich: Endlich zieht ihre beste Freundin Alex zum
                                            Studium nach Berlin! Alles wäre perfekt, wenn es nicht ein kleines
                                            Problem geben würde: Alex zieht ausgerechnet zu ihrem Bruder Elyas in
                                            die WG. Elyas, der Emely vor Jahren das Herz gebrochen hat und den sie
                                            seitdem eigentlich nie wiedersehen wollte. Doch Elyas scheint sich
                                            gewaltig verändert zu haben: In seinem Kontakt zu Frauen geht es ihm
                                            offenbar nur darum, das Objekt seiner Begierde ins Bett zu kriegen.
                                            Emely kann mit diesem Lebensstil so gar nichts anfangen und wehrt sich
                                            genervt gegen seine Annäherungsversuche, bei denen er zwar charmant
                                            bleibt, aber immer aufdringlicher wird. Während Emely ihm standhaft
                                            Kontra liefert, muss sie feststellen, dass sie und Elyas zahlreiche
                                            Gemeinsamkeiten haben. Ist Elyas vielleicht gar nicht so schlimm, wie
                                            sie denkt? Das Buch beginnt mit einer Situation, die mir selbst
                                            nur allzu vertraut ist: Ein neues Semester startet an der Uni. Der Umzug
                                            ihrer besten Freundin Alex nach Berlin und das daraus resultierende
                                            Aufeinandertreffen mit Elyas wirbelt Emelys gewohnten Studienalltag
                                            jedoch ganz schön durcheinander. Nicht nur Alex überrascht Emely in den
                                            ungünstigsten Situationen, um Emely ihr Herz auszuschütten oder sie als
                                            Begleitung in Clubs mitzunehmen. Nein, auch Elyas taucht immer häufiger
                                            in ihrer Nähe auf und richtet in ihren Gedanken ein heilloses Chaos an.
                                            Als wenn das noch nicht genug wäre, lernt sie per E-Mail auch noch den
                                            romantischen Luca kennen – er weiß zwar, wie Emely aussieht, doch Emely
                                            kennt ihn nicht. Diese drei Personen sind es, die Emelys Leben in
                                            der ersten Hälfte des Buches bestimmen. Emely lebt ihr Studentenleben,
                                            trifft sich mit Alex und dadurch unfreiwillig mit Elyas und schreibt
                                            E-Mails mit Luca. Das klingt erst einmal recht unspektakulär, doch die
                                            Umsetzung gefiel mir außerordentlich gut. Emely und Elyas kabbeln sich
                                            permanent so unterhaltsam, dass ich ständig weiterlesen musste, um zur
                                            nächsten Szene der beiden zu gelangen. Im Prinzip läuft das
                                            Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden immer gleich ab: Elyas taucht
                                            unverhofft auf und hat einen anzüglichen Spruch auf Lager. Emely kontert
                                            sarkastisch, was Elyas natürlich als Gelegenheit für einen weiteren
                                            Spruch nimmt und seine unglaubliche Hartnäckigkeit beweist…dabei sind
                                            die Szenen aber immer wieder aufs Neue von einer tollen Situationskomik
                                            geprägt, sodass ich keine von ihnen missen wollen würde. Auf der
                                            Hälfte des Buches gibt es plötzlich einen großen Umbruch. Zunächst wirft
                                            ein einschneidendes Erlebnis Emely aus der Bahn und es dauert einige
                                            Zeit, bis sie zur Normalität zurückkehrt. Doch auch diese wird durch
                                            eine unglaubliche Erkenntnis kurze Zeit später wieder durchbrochen,
                                            welche die Beziehung zwischen Emely und Elyas in einem ganz anderen
                                            Licht erscheinen lässt. Die zweite Hälfte des Buches empfand ich
                                            leider als etwas schwächer als die erste. Die Szenen zwischen Emely und
                                            Elyas sind weiterhin herrlich amüsant, und zum ersten Mal müssen sie
                                            zusammenarbeiten, um Alex zu helfen. Trotzdem wurden meine Erwartungen
                                            nicht ganz erfüllt. In zahlreichen Szenen wollte ich gerne die Tomaten
                                            von Emelys Augen reißen. Zum Glück gibt es aber noch ein zweites Buch,
                                            in dem die Geschichte weitergeht! „Kirschroter Sommer“ ist einer
                                            der schönsten Liebesromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das
                                            Buch überzeugt mit Situationskomik in ganz alltäglichen Szenen. Mit
                                            Emely und Elyas hat Carina Bartsch zwei Charaktere geschaffen, die
                                            unglaublich gut miteinander harmonieren und den Leser nach immer neuen
                                            Szenen zwischen den beiden verlangen lassen. Aufgrund des recht offenen
                                            Endes muss ich aber warnen: Wenn man dieses Buch beendet hat, will man
                                            sofort „Türkisgrüner Winter“ lesen! Wer eine romantische, alltägliche
                                            Liebesgeschichte lesen möchte, dem kann ich dieses Buch nur
                                            weiterempfehlen!

                                            manja_teichner

                                            Beiträge 4
                                            26.02.2013

                                              Wow, ich bin sprachlos!

                                              Kurzbeschreibung:

                                              Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
                                              Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach
                                              sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend
                                              türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal
                                              komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief.
                                              Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit
                                              auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und
                                              romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen
                                              Unbekannten verlieben?


                                              (Quelle: Rowohlt Verlag)


                                              Meine Meinung:



                                              Als Emelys beste Freundin Alex von München nach Berlin
                                              zieht ist Emely happy. Doch leider hat das ganze einen Haken, Alex zieht zu
                                              ihrem Bruder Elyas. Dem Elyas, der ihr vor 7 Jahren sehr wehgetan hat. Emely
                                              kann Elyas seit diesem Moment nicht mehr leiden, sie hasst ihn regelrecht. Doch
                                              Elyas bekommt einfach nicht genug von Emely. Er versucht sich, wann immer er
                                              die Möglichkeit dazu bekommt, zu nähern um sie, dessen ist sich Emely mehr als
                                              sicher, ins Bett zu bekommen.



                                              Emely versucht nun krampfhaft Elyas aus dem Weg zu gehen,
                                              doch dabei ist Alex ihr keine besonders große Hilfe, schleppt sie Emely doch meisten
                                              mit wenn sie etwas unternehmen.



                                              Es gibt aber einen Menschen, der Emelys Herz höher
                                              schlagen lässt, ihr ominöser Chatfreund Luca.


                                              Kann er Emelys Herz erobern? Und was wird Elyas noch
                                              alles unternehmen um Emely zu gewinnen?



                                              Der Roman „Kirschroter Sommer“ stammt aus der Feder der
                                              Autorin Carina Bartsch und ist ihr Debütwerk. Bereits 2011 hat sie ihn im
                                              Selbstverlag als eBook veröffentlicht, nun gibt es ihn auch endlich als
                                              Taschenbuch, verlegt vom Rowohlt Verlag.



                                              Alle Charaktere im Buch haben mir unheimlich gut
                                              gefallen.



                                              Da ist Emely, eine Studentin aus Berlin. Sie ist
                                              schlagfertig, bissig und sagt was sie denkt. Bereits nach ein paar Sätzen war
                                              sie mir so sympathisch, es war als würde ich einer Freundin von mir zuhören.
                                              Emely ist unglaublich realistisch beschrieben, sie wirkt authentisch und
                                              glaubhaft. Ihre tollpatschige Art macht sie liebenswert und man muss sie
                                              einfach mögen. Elyas kann Emely so gar nicht leiden. Nicht selten denkt sie
                                              über seinen möglichen Tod nach und die Möglichkeiten, die sie dafür in Betracht
                                              zieht sind nicht ohne. Das Emely sich Elyas gegenüber so verhält hängt damit
                                              zusammen, dass er sie vor Jahren sehr verletzt hat. Er war ihre erste große
                                              Liebe.



                                              Elyas ist ein Frauenheld, sieht gut aus und war mir auch
                                              sehr sympathisch. Er wirkt ebenfalls sehr glaubhaft und authentisch. Seine
                                              Annäherungsversuche bei Emely bleiben ohne Erfolg, er holt sich einen Korb nach
                                              dem nächsten, gibt aber nicht auf. Er ist hartnäckig, in Emelys Augen ein
                                              richtiger Blödmann und wirkt ein wenig arrogant, nach außen hin. Ganz tief im
                                              Inneren aber ist er ein ganz besonderer Mensch, den man einfach gern haben
                                              muss.



                                              Seine Schwester Alex zieht von München nach Berlin. Sie
                                              ist ebenfalls Studentin und trägt ihr Herz auf der Zunge. Alex ist einfach
                                              sagenhaft, ein kleiner Wirbelwind, der Emely nicht selten zur Weißglut treibt.



                                              Neben diesen 3 Hauptcharakteren gibt es
                                              selbstverständlich noch weiter, wie Beispielsweise Sebastian oder die anderen
                                              Freunde von Elyas. Sie sind ebenfalls sehr gut gezeichnet und runden den Roman
                                              ab.



                                              Der Schreibstil der Autorin ist in meinen Augen das was
                                              diesen Roman zu dem macht was er ist, ein echtes Goldstück. Er ist flüssig,
                                              einfach und sarkastisch. Die Szenen werden so lebendig beschrieben, man hat als
                                              Leser wirklich das Gefühl man ist direkt dabei. Die Sticheleien zwischen Emely
                                              und Elyas sind herrlich zu lesen und man bekommt nicht genug.



                                              Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Emely in der
                                              Ich-Perspektive. Man fühlt sich so als Teil des Ganzen, nicht nur als
                                              Betrachter von außen und diese Perspektive passt hier wie die Faust aufs Auge.



                                              Der Roman hat alles was das Leserherz begehrt. Als Leser
                                              erlebt man eine Achterbahnfahrt der Gefühle, man fiebert mit Emely mit und
                                              könnte, genau wie sie es immer will, Elyas auf dem Mond schießen. Ich habe
                                              gelacht und geweint und das im stetigen Wechsel. Die Seiten flogen nur so an
                                              mir vorbei, ich habe das Buch nicht nur verschlungen, nein in habe es
                                              regelrecht inhaliert.



                                              Das Ende ist ein ganz gemeiner Cliffhanger. Zum Glück
                                              aber gibt es den Nachfolgeband „Türkisgrüner Winter“ bereits, so dass man als
                                              Leser direkt weiterlesen kann/muss.



                                              Fazit:



                                              „Kirschroter Sommer“ von Carina Bartsch ist ein
                                              grandioses Debütwerk der Autorin.



                                              Der Roman ist wundervoll, herzerwärmend und macht
                                              definitiv süchtig nach mehr, viel mehr!



                                              Ich vergeb hier aus tiefsten Herzen die volle Punktzahl
                                              (wenn ich könnte wären es noch viel mehr Sterne) und eine glasklare
                                              Leseempfehlung!



                                              Taucht ein und erlebt Emely und Elyas, ihr werdet es
                                              nicht bereuen!!