Carina Bartsch

Kirschroter Sommer

Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?


Autorenbild Foto von Carina Bartsch

Die  Autorin

Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren. Sie brach die Realschule ab, schmiss die Wirtschaftsschule und dann eine Lehre. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt: «Kirschroter Sommer» und «Türkisgrüner Winter» avancierten zum Bestseller als E-Book und Printausgabe und machten Carina Bartsch zu einer der erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz.

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Rezensionen

Melo

1 Beitrag
07.04.2017

Kirschroter Sommer von Carina Bartsch

Klappentext:
Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
Bild könnte enthalten: 1 Person, TextDie erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmer...ksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?



Beurteilung:
Emely und Elyas - irgendwie scheinen schon die beiden Namen gut zusammen zu passen, oder?
Zweidrittel dieses Buches fragt man sich, was in der Vergangenheit so Schlimmes passiert ist, das Emelys Verhalten und die Gemeinheiten Elyas gegenüber rechtfertigen würde. Und ja - als es herauskommt - verstehe ich sie. Auch ihre Selbstzweifel, ihre Angst... alles.

Dennoch hätte Elyas mich recht schnell weich bekommen. (Was das nun über mich aussagt, wollen wir nicht weiter vertiefen!)
Er ist erst ein vermeintlicher Frauenheld und unterstützt diesen Eindruck noch durch seine Sprüche. Sehr schnell entpuppt er sich aber als hinreißend humorvoll, charmant und LANGMÜTIG!
Er hat wirklich und wahrhaftig so viele schöne Charakterzüge, dass man Emely für ihre Fiesheiten manchmal ein bisschen hauen möchte.

Emely ist wie eine beste Freundin für mich, die mir oft extrem auf die Nerven gegangen ist, die ich aber mit ihrer unglaublichen Sturheit und ihrer Cleverness fest in mein Herz geschlossen habe, inklusive aller Macken! Ich verstehe sie und fühle mit ihr, auch wenn ich sie manchmal in die ein oder andere Richtung schieben möchte.

Und Luca, der E-Mail-Held ... gefällt mir. Aber über ihn müsst ihr euch wirklich selbst ein Urteil bilden, da kann ich nicht viel mehr dazu sagen ohne zu spoilern.

Diese Geschichte hat mich so gut unterhalten, dass ich das Buch nicht weglegen mochte. Verbale Schlagabtausche, die sehr lustig und wortgewandt sind, wechseln sich mit berührenden Momenten ab, bis man sich in alles an dem Buch verliebt.

Jeder Nebencharakter, sei sein "Auftritt" noch so klein, ist wertvoll und bleibt im Kopf.
Für manche mag die Art und die Geduld von Elyas unrealistisch sein. Lasst euch gesagt sein: Wenn man liebt, ist man manchmal hoffnungslos geduldig und grenzenlos verrückt.
Für die, die das nicht glauben, ist eine Liebesgeschichte sowieso nichts, wobei ihnen in diesem Buch der durchweg amüsante Ton und der unsagbare Humor begeistern könnten.

Ihr seht - ICH bin begeistert!

Allerdings wollte ich Emely am Ende, nach ihrer E-Mail an Luca eins überziehen. Fieser Cliffhänger...

Also: 5 von 5 Kirschen für dieses Werk.

Eure Melo

PS.: Nur der Titel erschließt sich mir nicht so ganz...

VanilleMelli

Beiträge 53
06.03.2017

Ich finde es ist ein tolles Buch, wenn man auf kitschige Liebesgeschichten steht, da man sich zum einen gut in die Personen hineinversetzen kann und man einfach "gezwungen" ist mitzufühlen und zum anderen findet man sich recht schnell in den einfachen, aber sehr guten, Schreibstil ein!
Der Inhalt ist zwar manchmal vorhersehbar, aber trotzdem spannend und trägt damit auch dazu bei, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte...

Legeia

Beiträge 13
10.02.2017

Wie hat Carina Bartsch das nur geschafft? Ich habe mich zu den Figuren eines Buches noch nie so hingezogen gefühlt, wie es hier der Fall war. So authentisch und glaubwürdig kommen sie daher. Und das nicht nur Emely und Elyas, auch die Freunde, die Familie, einfach alle. Ich musste so oft herzhaft lachen, eben weil Emely so schlagfertig ist. Ihre Gedankengänge entlocken dem Leser Reaktionen wie: 'Ja, genau! Gib's ihm!' oder 'Oh, was hat sie gerade gedacht oder gesagt? Ich kann nicht mehr!' So ging es mir jedenfalls - jede Seite purer Lesegenuss. Und dabei kann man Elyas einfach nur liebhaben. Langsam hat er sich in mein Herz geschlichen, mit seiner unvergleichlichen Art und seinem Charme, der so unwiderstehlich ist.

Wie Emely ihm so lange die Stirn bieten kann, ohne schwach zu werden, ist eigentlich unbegreiflich.
Mit der Zeit versteht man, warum dies so ist. Und gerade dieses entzückende Katz- und Mausspiel macht die Geschichte um die beiden zu so etwas Besonderem. Herrliche spritzige Dialoge, eine Erotik, die unter der Oberfläche brodelt, Gefühlschaos im Rausch und zwei wahnsinnig sympathische Menschen, die nur eines wollen: Endlich zueinander finden, ist der Weg auch noch so steinig.

Das Buch hatte ich innerhalb eines Tages ausgelesen gehabt und schlug es glücklich und nachdenklich zu. So eine Liebe will man doch selbst einmal erfahren.
Der Cliffhanger verursachte ein Kribbeln und ich blieb mit den Nerven am Ende zurück. Genial, es so (erst einmal) enden zu lassen.
Dass die Geschichte in Berlin spielt, ist etwas erfrischend Neues und beweist, dass auch hier ein spannender Schauplatz, auf dem ein Liebesroman handelt, gegeben ist.

5 Sterne.

Easy Bell

Beiträge 3
17.07.2017

    Hab mir das Buch gekauft, da jeder sagt, dass ich das lesen muss. Also naja...

    Emely und Elyas. Gleich mal zu den beiden Protagonisten. Die Namen waren super gewählt. Bei ihm musste ich mich gar nicht erst umgewöhnen, da mein letztes Buch ( das um einiges besser war) auch einen Elias Protagonisten hatte und Emely hat den Namen meiner Tochter und das sogar in der gleichen Schreibweise. Leider konnte ihr das auch nicht helfen. Sie schaffte es nicht mal ein bisschen sich in meinem Herzen einen Platz zu verschaffen. Ich fand sie nervig und anstrengend. Ihre Kommentare waren oft unter der Gürtellinie (Sacknase uvm.) wenig Ladylike und auch irgendwie zu derb. Elyas war mir sympathisch. Leider war das ganze seeeehhhr unrealistisch. Kein Mann auf dieser Welt - nicht mal der langweiligste Langweiler - würde sich so etwas antun und sich das gezicke so lange gefallen lassen. Manchmal brachten mich die Sprüche auch zum Lachen, aber meistens hätte ich sie einfach nur gerne geschüttelt.

    So nun etwas positives:

    Die nebenbei-Geschichte mit Alex( Elyas Schwester und Emelys beste Freundlin) war echt toll und auch Alex war mir sehr sympathisch... ich hätte lieber ihre Geschichte ausführlicher gelesen.

    Die derben Sprüche wurden gegen Ende deutlich weniger - oder ich hatte mich daran gewöhnt- auf alle Fälle fand ich das Ende dann gar nicht mehr so schlecht. Die Geschichte an sich ist auch wirklich gut. Es sind nur einfach viel zu viele Seiten, in denen sie einfach nur rum zickt.

    Zum Abschluss muss ich jetzt aber sagen, dass der zweite Teil (zu dem ich zum Glück gezwungen wurde) eines meiner Lieblingsbücher ist.

    Shelly

    Beiträge 4
    13.07.2017

      Eines meiner absoluten Lieblingsbücher neben dem anderen Teil "Türkisgrüner Winter". Die Geschichte ist super spannend und ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen (Ich mutiere bei guten Büchern immer zum Suchti und nehme ein Buch jede freie Minute in die Hand). Der Schreibstil lässt sich flüssig und gut verständlich lesen.

      Meldar

      Beiträge 11
      10.07.2017

        "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch ist ein grandioser Debütroman!
        Er ist so schön herzlich und witzig geschrieben, dass man sich prima in die Geschichte zwischen Emely und Elyas hineinfühlen kann.
        Allerdings erschließt sich mir der Buchtitel nicht so recht, was aber auch nichts schlimmes ist. ;)

        Jules

        Beiträge 13
        01.07.2017

          Dieses Buch bekam ich zugeschickt, nachdem ich den ersten Lesemeilenstein erreicht hatte.
          Als ich den Klappentext las, war meine Neugierde sofort geweckt und ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte einzutauchen.
          Es hat genau meinen Geschmack getroffen!
          Ein wunderschönes Buch, das man so schnell nicht mehr aus der Hand legen möchte.

          Leselust

          Beiträge 34
          08.05.2017

            Eine Liebesgeschichte, die ein Auf und Ab der Gefühle ist und trotzdem bei mir großes Kopfkino ausgelöst hat. Absolut zu empfehlen für alle Leser, die große Gefühle mögen und sich gerne von einer Geschichten verführen lassen.
            Es ist aber unglaublich schwer, das Buch in wenigen Worten zu beschreiben - dazu ist es einfach zu vielseitig.
            Absolute Leseempfehlung!!!

            schnäppchenjägerin

            Beiträge 25
            27.03.2017

              "Kirschroter Sommer" ist eigentlich ein typischer Young Adult-Roman über die Liebe, von dem vom ersten Moment an ahnt, wie er enden wird. Hier kommt es allerdings weniger darauf an, ob aus Emely und Elyas am Ende ein Paar werden wird, sondern welche Hürden und Missverständnisse sie überwinden müssen, damit ihre Liebe eine Chance hat.
              Emely ist mir sehr sympathisch, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen genauso machen würde, aber sie ist mir schnell ans Herz gewachsen, so dass ich mit ihr gelitten habe. Sie steht sich selbst im Weg und macht sich das Leben schwer, aber auch der charmante, aber dennoch immer etwas unnahbare Elyas macht es ihr nicht einfach.
              Ich habe den Roman verschlungen und fand ihn aufgrund des flüssigen, lebhaften Schreibstils sehr eingängig und unterhaltsam zu lesen. Die Autorin schafft es dramatische, aber vor allem auch humorvolle Elemente einzubauen, ohne dass der Roman nie ins Kitschige abdriftet. Auch die Fortsetzung "Türkisgrüner Winter" musste ich deshalb unbedingt lesen.

              Melli910

              Beiträge 13
              14.02.2017

                Ich bin eine große Leseratte und lese so ziemlich alles, aber ich glaube dieses Buch (und seine Fortsetzung) war das schlechteste, das ich bisher gelesen habe.
                Mir fehlte einfach die Handlung - es passiert einfach gar nichts! Ich hatte nicht das Gefühl, dass die unreife, jammernde Emely schon 20 Jahre alt ist. Die Streitigkeiten zwischen Elyas und Emely erinnern mich eher an den Kindergarten. Ich hätte zunächst auch erwartet, dass die beiden mal eine ernsthafte Beziehung gehabt hatten und nicht, dass Elyas Emely wegen eines einzigen Kusses das Herz gebrochen hat. Die ganze Geschichte ist absolut albern und kindisch. Ein wirklich absolut langweiliger Teenie-Roman.
                Dazu gefiel mir der holprige Schreibstil überhaupt nicht, ein Spannungbogen ist nicht erkennbar und zu allem Übel ist die Fortsetzung (Türkisgrüner Winter) ebenso unbefriedigend. Ich hatte zwar nur seichte Kost erwartet, wurde dennoch trotzdem sehr enttäuscht.

                Macy123

                1 Beitrag
                07.02.2017

                  Ich liebe dieses Buch und seine Fortsetzung. Ich konnte es nicht weglegen und hab mich so verbunden mit den handelnden Personen gefühlt. Von Mir aus könnte es noch 3-12 Fortsetzungen geben .
                  der Schreibstil, die Handlung - einfach toll. die Art Gefühle zu beschreiben lässt einen mitfühlen. Man kann sich gut hineinversetzten und somit in eine andere Welt eintauchen.

                  Kerstins Bücherstube

                  Beiträge 6
                  19.01.2017

                    Die Geschichte von Emely und Elias war schön zu lesen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir.
                    Es gab Seiten wo ich Tränen gelacht habe, schmunzeln musste und teils brauchte ich meine Taschentücher dazu :) Manchmal hatte ich das Gefühl, nun müssten sie es doch endlich schaffen, bis dann wieder ein Gezicke von Emely kam. Das war teils etwas langgezogen. Aber alles in allem fand ich das Buch schön und ich denke, ich werde es sicher auch nochmal lesen irgendwann :)

                    ManuelaKreativ

                    Beiträge 7
                    13.12.2016

                      Kirschroter Sommer, diese Geschichte könnte meine Jugend widerspiegeln, denn als ich zu lesen begann, konnte ich mich sofort in Emily versetzen und nahm die ganze Geschichte lang die Position der Emily an. Warum?
                      Irgendwie habe ich fast das gleiche im wahren Leben durchgemacht und war wirklich erstaunt.
                      Diese Gefühle, dieses kribbeln, dieses hin und her, dann noch Luca, der Emily unbekannt ist, und sie dennoch mit ihm Mails schreibt und ihn so besser kennen lernt.
                      Elias, Emily und Luca, wie es wohl weiter gehen wird? Für wem wird sie sich entscheiden? ;)
                      Obwohl es ein "Jugendbuch" ist, lieb ich dieses Buch und das Ende wurde offen gelassen, was mich veranlasst hat, den zweiten Teil zu kaufen.
                      Zum Glück erhalte ich diesen heute schon, damit ich sofort an der Geschichte dran bleiben kann.
                      Ein Roman der mich von Anfang an gefesselt nahm.

                      Anja40

                      Beiträge 21
                      10.12.2016

                        Es ist traurig aber eigentlich kommt es doch sehr oft vor das man wirklich seine große Liebe immer wieder sieht und wenn man auch sich neu verliebt vergleicht man seine Gefühle immer mit der ersten große Liebe.

                        Elisa

                        Beiträge 30
                        03.12.2016

                          Generell lese ich gerne Jugendbücher, einfach weil die Geschichten oft klarer erzählt werden, das Intellektuell-Beeindrucken-Wollen ist weniger vorhanden. Während ich das Cover dieses Buchs nicht sehr ansprechend fand, war es vor allem die Entstehungsgeschichte, die mich neugierig gemacht hat. Zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, wurde es ein Riesenerfolg und ein kirschroter Hype brach in einschlägigen Kreisen aus. Dabei musste ich den Roman zweimal in Angriff nehmen: beim ersten Mal fehlte mit der nötige Sog und ich legte das Buch weg. Beim zweiten Mal habe ich es komplett gelesen und es gefiel mir gut. So gut, dass ich es auch mal verschenkt habe. Der Hype erklärte sich mir aber nicht.
                          Zur Geschichte wurde bereits genug gesagt, ich werde den Inhalt also nicht erneut wiedergeben. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der einzelnen Szenen und vor allem der sarkastische Ton der Protagonistin Emily. Oft musste ich wirklich grinsen und habe mich über die schlagfertigen Antworten gefreut. Toll fand ich auch den Briefwechsel mit Luca, wobei da der Bezug zu Poe eine große Rolle spielte. Als bekennender Bücherfreund finde ich es immer super, wenn Bezüge zu weiterer Literatur eingebaut werden. Die Geschichte rund um Emily, Elyas und Luca war eine nette Liebesgeschichte, die mich gut unterhalten hat. Somit erfüllt der Roman genau das, was er verspricht. Dennoch: es ist für mich kein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt. Das Ende jedoch war gut gewählt, so gut, dass ich nicht widerstehen konnte, auch die Fortsetzung "Türkisgrüner Winter" zu lesen.

                          Arwen2709

                          Beiträge 3
                          15.02.2016

                            Geil, geil geil

                            Der ersten Liebe jemals Vergessen? Nach vielen Verletzungen sollte man das eigentlich machen, aber Emely weiß das sie es nicht kann und so hasst sie den Bruder ihrer besten Freundin. Elyas mit den Türkisgrünen Augen. Aber dann bekommt sie eine E-Mail von einen unbekannten. Luca. Er ist einfühlsam und romantisch. Aber kann sich Emely wirklich in den anonymen Schreiber verlieben?

                             

                            Ich bin eher per Zufall auf das Buch gestoßen und war von vornerein gefesselt in der Geschichte. Sie ist witzig geschrieben und der Schlagabtausch zwischen Emely und Elyas ist einfach nur gut gelungen. Die Spannung wird gut gehalten und das lesen ist einfach nur das reine Vergnügen.

                            Ich kann Emely gut verstehen das man nach solchen Aktionen die damals Elyas gemacht hat ihn hasst, selbst nach sieben Jahren gehen solche sachen nicht unbedingt an einem vorbei. Auch ist es interessant zu sehen wie Luca in diese Geschichte miteinfließt und wie er Emely wieder auf die Beine hilft, wenn auch nur per Mail.

                             

                            Eine tolle Geschichte die Lust auf mehr macht

                            MissRose1989

                            Beiträge 3
                            05.05.2014

                              Wo die Liebe hinfällt...

                              Als erstes fiel mit das Cover ins Auge, es wirkt verspielt und trotzdem passend und sehr realistisch - ich hatte schon vorher auf anderen Blogs begeisterte Rezensonen zu dem Buch gelesen und ja, ich gebe es zu - ich reihe mich da mit ein.

                              Diese Geschichte ist wie zartbittere Schokoloade, man genießt sie einfach und wird in das Gefühlschaos, das innerhalb des Buches stattfindet, hineingezogen, ob man das nun will oder nicht.

                              Die ganze Geschichte ist so humorvoll und mit Sarkasmus triefend geschrieben, sodass man eigentlich durchgehend am Lachen oder Schmunzeln ist.  Solch ein tolles und realistisches Buch habe ich selten gelesen.

                              Zuerst mal zu einer Frage, die glaube ich, jede Frau so beantwortet:
                              Nein, man vergisst die erste Liebe nicht - ich habe sie zumindest nicht vergessen und werde das vermutlich auch nie tun. Mir erging es dabei nicht so schlecht wie Emely, aber ich kann verstehen, dass sie Elyas seine Reaktion nachträgt. Sie liebte ihn und er serviert sie ab. Erst später - im Verlaufe des Buches - stellt sich das Ganze als ein Missverständnis heraus.

                              Emely und Elyas sind sehr realistisch dargestellt, wobei mir Emely in manchen Situationen sehr kindlich und zurückhaltend erscheint. Das Leben der beiden als Studenten ist mir bestens vertraut, da ich selber noch studiere und (wie Emely auch) neben dem Studium arbeiten gehe. Mit Emely kann man sich gut anfreunden - die Geschichte wird ja auch aus ihrer Sicht erzählt - und erfährt auch sehr viel über sie. Ihre Tollpatschigkeit, die ihr immer wieder im Weg steht, finde ich total niedlich und bringt mich immer wieder zum Lachen.

                              Elyas erschien mir am Anfang ziemlich machohaft, aber im Laufe des Buch habe ich ihn richtig lieb gewonnen. Er hat eine Art an sich, die einfach anziehend wirkt, auch wenn man ihn nicht "sieht". Alex finde ich irgendwie freaky, sie ist so kreativ und weiß nicht so richtig, wohin damit. Aber sie ist wirklich eine gute Freundin für Emely und möchte sie unbedingt in guten Händen wissen.

                              Luca - der geheimnisvolle E-Mail-Freund von Emely - ist auch eine Figur, bei der man nicht so richtig weiß, was man mit ihr anfangen soll. Aber ich habe schon seit etwa der Seite 200 einen Verdacht, wer sich hinter Luca versteckt und bin schon gespannt, ob sich mein Verdacht im 2. Band "Türkisgrüner Winter" bestätigt.

                              Fazit:
                              Eine Liebesgeschichte, die ein Auf und Ab der Gefühle ist und trotzdem bei mir großes Kopfkino ausgelöst hat. Absolut zu empfehlen für alle Leser, die große Gefühle mögen und sich gerne von einer Geschichten verführen lassen.

                              Es ist aber unglaublich schwer, das Buch in wenigen Worten zu beschreiben - dazu ist es einfach zu vielseitig.

                              Absolute Leseempfehlung!!!

                              Ati

                              1 Beitrag
                              05.04.2013

                                Durchwachsen

                                Beinhaltet auch den Titel "Türkisgrüner Winter"!

                                Dass ich beide Bände in eine Buchbesprechung hereinnehme, liegt darin begründet,
                                dass sie meiner Ansicht nach zusammen besprochen werden müssen (warum folgt weiter hinten).
                                Eventuell verrate ich dadurch allerdings zu viel. Deshalb sollten diejenigen, die vollkommen
                                unbelastet an die gesamte Geschichte herangehen wollen, NICHT WEITERLESEN.

                                Worte … Worte können vieles. Sie können uns beispielsweise verwirren oder zum Lachen bringen,
                                zum Nachdenken anregen, etwas infrage stellen. Sie können auch Aufmerksamkeit erregen, uns verletzen
                                oder verändern.

                                Mit ihren Worten erregte Carina Bartsch eindeutig Aufmerksamkeit. Nach zahlreichen Absagen brachte sie 2011 ihr Romandebüt "Kirschroter Sommer" als Kindle im Schandtaten-Verlag selbst heraus. Dass es sich gelohnt hat, zeigen die Verkaufszahlen. "Kirschroter Sommer" erreichte Platz 1 der Kindle-Bestsellerliste für Liebesromane, stand zeitweise in den Top20 der Kindle-Jahresbestseller 2012 und platzierte sich auch vor den Kindle-Bänden 2 und 3 der stark beworbenen Fifty-Shades-of-Grey-Reihe. Dieser Erfolg rief die Agentur Erzählperspektive auf den Plan, die Bartschs Debüt auf der Buchmesse 2012 präsentierte. Daraufhin meldeten sich mehrere Verlage und Rowohlt brachte nicht lange danach zum ersten Mal in seiner Verlagsgeschichte das Werk eines e-book-self-publishers in gedruckter Form auf den Markt. Auch der Folgeband "Türkisgrüner Winter" wird dort verlegt.
                                Beide Bände in einer ersten Auflage von 30.000 Stück. Der Traum eines Autors.

                                Weniger traumhaft ist das, was Emely widerfährt. Worte haben sie verletzt und verändert.
                                Das alles liegt zu Beginn von "Kirschroter Sommer" bereits sieben Jahre
                                zurück. Auswirkungen auf das Leben der 22jährigen Studentin haben die Worte des
                                nur wenig älteren Elyas, ihrer ersten und bisher einzigen Liebe, jedoch nach
                                wie vor. Selbstbewusstsein ist das, was andere haben. Beziehungen auch. Dennoch
                                hat sie ihn nie vergessen. Als sie sich nach dem Umzug ihrer besten
                                Freundin/Elyas Schwester wiedersehen, flammen alle negativen Gefühle wieder in
                                ihr auf. Elyas scheint nicht zu bemerken, dass er ihr auf die Nerven fällt, und
                                drängt geradezu penetrant in ihr Leben. Obwohl er anscheinend jede Frau haben
                                kann, erweckt er bei Emely den Eindruck sie unbedingt als weitere Kerbe in
                                seinem Bettpfosten verewigen zu wollen. Während sie versucht, sich Elyas vom
                                Leib zu halten, lernt sie zeitgleich den sanften und scheinbar schüchternen
                                Lucca im Internet kennen. Bald darauf hat sie ein Problem. Lucca scheint ein
                                Traummann zu sein, dem sie alles anvertrauen kann. Fatalerweise zeigt jedoch
                                auch Elyas steter-Tropfen-höhlt-den-Stein-Methode und seine Hilfsbereitschaft (etwa
                                nach einem schweren Unfall ihrer Eltern) bei ihr Wirkung und sie verliebt sich
                                erneut in ihn.

                                "Türkisgrüner Winter" setzt die begonnene
                                Geschichte unmittelbar fort. Das Wechselbad der Gefühle vertieft sich für
                                Emely, weil sich Lucca und Elyas fast zeitgleich zurückzuziehen beginnen. Da
                                sie Lucca noch nie persönlich getroffen hat, beschließt Emely sich während
                                einer Hallowen-Party wenigstens an Elyas‘ Fersen zu heften und ihn zur Rede zu
                                stellen. Die beiden verbringen sogar die Nacht miteinander. Allerdings nur,
                                weil Emely sturzbetrunken ist und Elyas sie nicht einfach ihrem Schicksal
                                überlassen möchte. In der Folgezeit kommen sie und Elyas sich trotzdem wieder
                                näher. Doch gerade, als sie auf Wolke sieben schwebt, erfährt sie etwas, was
                                sie abrupt auf den Boden der Tatsachen zurückbefördert. Ihre Befürchtung erneut
                                von Elyas verletzt zu werden, scheint sich zu bewahrheiten. Das Gefühl abermals
                                von ihm verraten worden zu sein, lässt sie zu ihren zwischenzeitlich wieder
                                genesenen Eltern flüchten und damit vor der Gefahr weglaufen, Elyas
                                versehentlich zu begegnen. Ihren Gefühlen kann sie jedoch nicht ausweichen. Als
                                sie Elyas anlässlich der Weihnachtsfeiertage überraschend wiedersieht, kommt es
                                erneut zum Streit und alles scheint verloren.

                                Gleich vorab, damit keine Missverständnisse
                                aufkommen: Bereits das erste Buch hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber auch
                                nicht völlig gelangweilt. Dass ich beide Bücher gelesen habe, liegt zum einen
                                in meiner Neugier (was kann Bartsch, was andere nicht können/womit hat sie es
                                geschafft) begründet. Zum anderen aber auch daran, dass die Autorin (trotz
                                diverser Schwachstellen und obwohl ich alterstechnisch eindeutig über dem
                                Zielpublikum liege) die Frage nach dem Ausgang der Geschichte in mir
                                wachgehalten hat. Wie und womit, weiß ich offen gestanden bis heute nicht. Doch
                                es lag weder darin begründet, dass ich unvollendete Geschichten einfach nicht
                                mag, noch darin eine Leseempfehlung (oder Argumente dagegen) für meine Nichten
                                und die Töchter von Bekannten und Freunden finden zu wollen. Tatsächlich kann
                                man mit "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" einfach abschalten
                                (es macht nichts aus, wenn man versehentlich ein Kapitel überspringt). Die
                                Beschreibung der Figuren polarisiert, was durchaus nicht jedem Autor gelingt.
                                Ich habe zwar nicht mitgefiebert, das eine oder andere Mal jedoch gedanklich
                                jemanden durchgeschüttelt. Der Schreibstil sorgt diverse Male für hochgezogene
                                Mundwinkel. Und auch wenn mich das eine oder andere daran gestört hat (siehe
                                unten), lassen sich beide Bücher sehr leicht und in einem Rutsch durchlesen.
                                Faktisch kann man die Bücher 13-14jährigen Mädchen beruhigt in die Hand geben.

                                Die Geschichte spielt größtenteils in Berlin und
                                wird von Emely selbst erzählt. Obwohl sie, wie die anderen Figuren, über 20
                                ist, wirkt Emely nicht sonderlich erwachsen - weshalb ich das Buch eindeutig
                                als Jugendbuch einstufen möchte. Die Covergestaltung beider Bücher trägt ebenso
                                wie die einfach gehaltene Sprache zu dieser Einschätzung bei, wobei mir Emelys
                                Wortwahl an mehreren Stellen nicht sonderlich gut gefallen hat (auch hierauf
                                gehe ich nachher noch einmal ein). Ich war gedanklich schon kurz davor eine
                                Strichliste für das Kribbeln, die Gänsehaut, den einseitig verzogenen
                                Mundwinkel oder ähnliches anzulegen, so häufig wurden bestimmte
                                Worte/Redewendungen benutzt. Positiv anmerken möchte ich allerdings, dass es
                                zwar um eine Beziehungsgeschichte geht, Sexszenen jedoch komplett außen vor
                                bleiben (was gut zum Jugendbuchcharakter passt). Lediglich ein paar Küsse und
                                tiefe Blicke gibt es - Gänsehaut und Kribbeln sind diesbezüglich aber
                                allenfalls von Bartsch benutzte Worte und kein Lesefeeling. Auch die Handlung selbst
                                ist relativ eng begrenzt, dreht sie sich doch größtenteils um Emelys Empfinden.
                                Überraschende Wendungen gibt es nicht. Nicht nur durch die Erzählperspektive
                                begründete Vorhersehbarkeiten, auch stetige Wiederholungen sorgen für gewisse
                                Längen. Und man stolpert von einem Klischee ins nächste. Eine wirkliche
                                Entwicklung macht weder die Geschichte noch einer der Charaktere auf den
                                immerhin fast 1.000 Seiten durch. Genau das habe ich jedoch fatalerweise
                                erwartet, nachdem ich vor den beiden Büchern etwas über die Autorin gelesen
                                habe, die mit "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" ihren LeserInnen
                                nahebringen will, warum Emely und Elyas füreinander bestimmt sind.

                                Während mir der Großteil der Figuren um Emely mehr
                                oder weniger einnehmend vorkam, tat ich mich mit der in Ich-Form erzählenden
                                Hauptfigur von Anfang des ersten bis fast Ende des zweiten Bandes extrem
                                schwer. Dabei wirkt Emely zwar unreif, aber wie alle anderen durchaus echt. Sie
                                stellt sich stellenweise verkrampft, größtenteils zornig und unbeherrscht vor. Sympathisch
                                war sie mir überaus selten. Diese Momente beschränkten sich vorwiegend auf
                                ihren E-Mail-Verkehr mit Lucca. Bartsch verwendet, wie etliche andere Autoren
                                derzeit auch, sowohl Kurznachrichten als auch E-Mail als festen Bestandteil des
                                Geschehens.

                                Dass Emely nach der Sache vor sieben Jahren vermutlich
                                nicht einmal weiß, wie man Selbstbewusstsein schreibt, ist die eine Sache. Das
                                hätte mich nicht gestört und wirkt auch in der dargestellten Form gar nicht so
                                glaubwürdig. Tatsächlich habe ich oft genug erlebt, welch fatale Folgen wenige Worte
                                haben können. Was mich jedoch regelrecht abgestoßen hat, war neben ihrem
                                Verhalten ihre Ausdrucksweise. Diese wirkt keineswegs gekünstelt oder falsch,
                                doch sie beißt sich die allermeiste Zeit schlicht und ergreifend mit meinem
                                Verständnis der Ausdrucksweise einer Studentin der Literaturwissenschaft, für
                                die (Seite 33) "Literatur mit einem magischen Zauber belegt ist, der sie mit all seiner
                                Kraft gefangen hält."
                                Irgendwie gehe ich davon aus, dass jemand, der gerne und viel liest, eine andere Wortwahl
                                hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Worte wie Miststück, Idiot,
                                Blödmann genauso wenig zu meinem gängigen Tagesvokabular gehören, wie ich sie in
                                dieser Fülle aus dem Mund anderer hören oder lesen möchte. Klingt weltfremd,
                                ich weiß. Aber ich finde, dass wir eine herrliche Sprache haben, mit der wir
                                Missfallen und negative Gefühle auch ohne derbe Wortwahl und verbale
                                Entgleisungen zum Ausdruck bringen können. Emely benutzt die Worte außerhalb
                                ihrer Mails jedenfalls gerne und überaus häufig, nicht nur gedanklich und nicht
                                nur im Bezug auf Elyas. Und dafür, dass sie mit Sex nichts am Hut hat, dreht
                                sich ihr Denken sehr viel darum. Egal ob es um die Bedürfnisse ihrer in ihren
                                Augen zu unersättliche Mitbewohnerin Eva oder um die Baggerversuche von Elyas
                                geht (wobei der Bagger da in meinen Augen manchmal eher einem Teelöffelchen
                                gleicht).

                                Während ich neben dem verständnisvollen Lucca auch
                                den von Emely als überheblich-arroganten, stets baggernden, ekelhaft beschriebenen
                                Elyas fast durchgehend nett fand (allein für die Bad-Szene nach der
                                Halloween-Party hat er etliche Sympathiepunkte bekommen), kam mir Emely selbst
                                wie ein beleidigt-zickiger, hormongeschüttelter Teenager der schlimmsten Sorte
                                vor. ICH scheint bei ihr von vorne bis hinten groß geschrieben zu sein. Ihre
                                mit Füßen getretene, ach so unsterblich-unvergessene Liebe zu Elyas besteht
                                (logischerweise größtenteils bereits durch die Erzählperspektive begründet) neben
                                der unerschöpflichen Auflistung all seiner Fehler, seiner berechnenden
                                Manipulationen und der stetigen Erwähnung ihrer durch ihn verursachten emotionalen
                                Verletzungen vorwiegend daraus, ihn mies zu behandeln, damit sie sich besser
                                fühlt. Da sie anderen nicht zuhören will, gehört Verzeihen eindeutig nicht
                                dazu. Vergessen schon gar nicht. Kompromisse und Liebe scheinen bei ihr
                                unvereinbar zu sein und überhaupt wirkt Emely in ihrem Egoismus eher
                                oberflächlich verliebt (was wiederum zu dem Jugendbuchcharakter passt). Sie tut
                                sich selbst am meisten leid. Dabei verschließt sie sich vor der Tatsache, dass
                                ihre boshaften Erwiderungen auf eigentlich ganz harmlose Bemerkungen
                                seinerseits ebenfalls verletzen können. Emily geht aus nichtigen Gründen in die
                                Luft, schlägt verbal blind um sich und lediglich Elyas Ausdauer und Geduld ist
                                es zu verdanken, dass sich die beiden näher kommen. Seinem abschätzig von ihr beurteilten
                                großen Ego verdankt sie es im Grunde genommen, dass er ihre Sticheleien und
                                Provokationen aushält. Er läuft ihr nach wie manch hungriger Esel seiner Möhre
                                und ihre bissig-biestige Art und Weise (die nicht biestig-eloquent, sondern
                                einfach eingeschnappt wirkt) sorgt dabei lediglich für schief verzogene
                                Mundwinkel bei ihm, Grinsen und Amüsiertheit.

                                Ihre passiv-abweisende Angriffshaltung gibt Emely
                                eigentlich erst auf, als Elyas seinerseits die Segel streicht. Nicht einmal als
                                er am Ende des zweiten Bandes gleich über zwei Kapitel hinweg seine Motive und
                                sein geplantes Handeln erläutert, kommt dieser jahrelang gehegte
                                Abwehrmechanismus wieder hervor, dabei entspricht Elyas Geständnis genau dem,
                                was sie ihm permanent unterstellt und er genauso vehement abgestritten hat. Ein
                                weiteres Mal wird auf dem alles entscheidenden Missverständnis herumgeritten. Die
                                eigentliche Motivation für die Hartnäckigkeit von Elyas wirkt dabei jedoch relativ
                                unglaubwürdig. Neue Erkenntnisse gewinnen Bartschs LeserInnen zudem nicht. Denn
                                im Grunde kann man das alles schon viele, viele Seiten vorher und nicht nur
                                zwischen den Zeilen aus der Geschichte herauslesen. Immerhin kommt es bereits
                                recht schnell zu einer, durch einen Joint (so langsam aber sicher frage ich
                                mich, wie ich ohne so was überhaupt 45 werden konnte) initiierten, entspannten
                                Phase und damit verbunden zu einer Aussprache bezüglich der alles verursachenden
                                Worte. Die Versöhnung scheint bereits da so nahe, die perfekte Beziehung auch. Immerhin
                                haben beide so viele Gemeinsamkeiten, dass es fast schon unheimlich ist.

                                Aber wie gesagt, sie scheint nur nahe, denn da gibt
                                es ja Emelys ach so große Verletztheit und ihre Angst erneut dem bitterbösen,
                                berechnend-manipulativen und selbstsüchtigen Elyas zum Opfer zu fallen. Für
                                einen Schritt nach vorne macht Emely also munter meist gleich drei zurück,
                                weshalb ich auch beide Bücher in einer Besprechung vorstellen möchte. Dieser
                                Eiertanz ist nämlich die gesamte Handlung beider Bücher. Darin gehen der
                                Selbstmordversuch einer gemeinsamen Freundin bzw. Bekannten, das Liebesglück
                                von Alex und Sebastian, die anstehende Hochzeit von Andy und Sophie, der
                                schwere Verkehrsunfall von Emelys Eltern und noch etliche andere Dinge (nicht
                                in der Reihenfolge) ebenso gnadenlos unter wie die Intention der Autorin. Elyas
                                kann tun und machen, was er will. Vermutlich könnte er die Sterne vom Himmel
                                holen, es hätte keinen Sinn. Es wird nicht klar, warum die beiden füreinander
                                bestimmt sind - mir jedenfalls nicht.

                                Fazit:

                                Vermutlich wäre es besser gewesen, beide Bücher auf
                                eines zusammenzukürzen und dieses auch noch auf etwa 300 Seiten zu beschränken.
                                Denn mehr gibt die Handlung im Grunde nicht her. Wer Wert auf eine sich
                                entwickelnde Handlung und Gefühle (außerhalb von Verletztheit und Wut) legt,
                                sollte auf alle Fälle die Finger von beiden Büchern lassen. Wer jedoch einfach
                                etwas zum Abschalten sucht, ist damit durchaus gut bedient.
                                Unabhängig davon:
                                Die 14jährige Tochter einer Bekannten war von beiden Büchern hellauf begeistert.
                                Mich selbst hat die Geschichte von Emely und Elyas jedoch nicht entflammt,
                                stellt sie sich doch zu einseitig und oberflächlich dar. Tödlich gelangweilt
                                hat sie mich aber auch nicht.

                                Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

                                Sonja

                                1 Beitrag
                                27.03.2013

                                  Ich mag dich ja, aber ich will halt nicht. Weil darum. Isso.

                                  [Das Zitat im Titel stammt nicht aus dem Buch, sondern beschreibt meiner Meinung nach nur einfach am besten Emelys Haltung.]

                                  Ich starrte ihm nach, bis ich erneut nach meinem Buch griff. Aber schon nach einer gelesenen Zeile schmiss ich es zurück aufs Bett. Ich rollte mich auf den Bauch und vergrub das Gesicht im Kopfkissen. Langsam, aber sicher machte er mich mürbe, und ich wollte nicht mürbe werden! Ich wollte ihn hassen, anstatt mir die ganze Zeit Gedanken über ihn zu machen! Warum musste ich ausgerechnet auf ihn so reagieren? Weshalb konnte er mir nicht einfach egal sein? Es war so dumm, so unsagbar dumm von mir. Und ich hasste mich dafür...

                                  INHALT:
                                  Emelys beste Freundin Alex ist zurück in ihre Heimatstadt gezogen, was nur eines bedeutet: Spaß bis zum Abwinken! Leider wohnt sie ab jetzt allerdings bei ihrem Bruder Elyas - dem Mann, der Emely 7 Jahre zuvor zutiefst verletzt hat. Sie hasst ihn und möchte eigentlich nichts mit ihr zu tun haben, weckt dadurch jedoch gerade erst seinen Kampfgeist. Von nun an wird sie ihn kaum noch los und schon bald fühlt sie sich wieder überaus seltsam in seiner Gegenwart. Zum Glück ist da noch der mysteriöse Luca, der ihr unglaublich romantische E-Mails schreibt und damit ihr Herz berührt...

                                  MEINE MEINUNG:
                                  Wer von Carina Bartsch bisher noch nichts gehört hat, der lebt wahrscheinlich auf dem Mond. Denn sie hat das geschafft, was sich so viele Indie-Autoren erträumen: Ihr Buch wurde der Bestseller schlechthin bei den E-Books, woraufhin ein Verlag auf sie aufmerksam wurde. "Kirschroter Sommer" klingt dabei extrem klischeehaft und, das kann man nicht anders sagen, ist es auch. Der flüssig-leichte Schreibstil und die Ich-Perspektive lassen einen das Ganze aber dennoch schnell lesen, wenn es für das Alter der Hauptcharaktere auch alles ein wenig sehr jugendlich wirkt.

                                  Emely ist 23 Jahre alt, die Protagonistin - und wirkt oftmals wie ein Mädchen von maximal 16 Jahren. Sie ist zwar durchaus recht witzig und schön sarkastisch, gleichzeitig findet sie aber auch an allem etwas auszusetzen und nörgelt an jedem herum, auch an ihrer besten Freundin und am liebsten an Elyas. Dabei betreibt sie einen Aufwand, um ihm zu zeigen, dass sie ihn hasst, dass man als Leser schon regelrecht empört ist. Elyas selbst nämlich schließt man ihm Gegensatz zu ihr sofort ins Herz. Er ist nicht nur wahnsinnig charmant und sieht umwerfend aus, er hat auch noch eine wahnsinnig dickköpfig-niedliche Art. Wäre ich eine Freundin von Emely - ich hätte ihr bestimmt des Öfteren angeboten, ihn an ihrer Stelle zu nehmen.

                                  Die beste Freundin Alex ist eine typische Quasselstrippe und geht der Hauptfigur dabei - wie so vieles andere - gehörig auf die Nerven. Es ist zwar durchaus manchmal anstrengend für den Leser, ihre zumeist unnötigen Probleme aufgezwungen zu bekommen, dennoch ist sie eine eindeutige Sympathieträgerin. Schön charakterisiert fand ich auch Elyas' Clique, in die Emely und Alex schnell aufgenommen werden. Die verschiedenen Personen sind beinahe alle durchweg ansprechend gestaltet, besitzen ihre eigenen Geschichten und wirken nie übertrieben.

                                  Die Geschichte selbst ist natürlich wirklich arg stereotyp. Da ist Emely, die sich einfach nicht so recht entscheiden kann und sich grundsätzlich gegen alles wehrt, was ihr gut tun könnte. Da ist der E-Mail-Freund Luca mit einer extrem kitschigen Art, bei dem man natürlich sofort weiß, wer sich dahinter verbirgt. Und natürlich der zuckersüße Love Interest, der alles für sie tut und leider nichts zurückbekommt. So plätscherten für mich die ersten 300 Seiten belanglos dahin, weil irgendwie nichts passiert und sich die Protagonistin ausnahmslos grauenhaft benimmt. Nicht selten wollte ich sie einfach irgendwo runterschubsen, damit sie zur Vernunft kommt. Natürlich hat ihr Verhalten einen Grund - dass sie sich aber auch nach der Aufklärung weiterhin so aufführt, war für mich nicht nachvollziehbar.

                                  Romantisch ist der Roman durchaus, keine Frage. Besonders auf den letzten 200 Seiten prickelt es anständig und von da an konnte ich mich auch richtig in die Geschichte fallen lassen. Endlich kommen sich die beiden näher, es wird spannend ob der witzigen und schlagfertigen Gespräche, und man wagt glatt schon zu hoffen, dass sich die Autorin vielleicht überlegt hat, die Klischees sein zu lassen und stattdessen einen unkonventionellen Weg zu gehen. Leider aber kehrt sie am Ende zu ihrer alten Form zurück und präsentiert uns einen Cliffhanger, der es in sich hat - und der wahnsinnig nervt, wenn man Emelys Art schon vorher nicht leiden konnte. Natürlich ist die Neugierde auf Band 2 da, ich hoffe aber dringend, dass die Zickigkeit da etwas heruntergeschraubt wird...

                                  FAZIT:
                                  "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch ist sicherlich ganz unterhaltsam, aber auch unfassbar klischeehaft und vorhersehbar. Zudem nervt die Protagonistin mit ihrem egoistischen und unmöglichen Verhalten extrem. Wäre das Ende nicht gewesen, hätte es wohl mehr von mir gegeben - so hoffe ich einfach auf eine Steigerung in Band 2, denn Potenzial ist da. 3 Punkte!

                                  Nabura

                                  Beiträge 17
                                  27.02.2013

                                    Gefühlvoller und humorvoller Auftakt rund um Emely und Elyas

                                    Emely ist überglücklich: Endlich zieht ihre beste Freundin Alex zum
                                    Studium nach Berlin! Alles wäre perfekt, wenn es nicht ein kleines
                                    Problem geben würde: Alex zieht ausgerechnet zu ihrem Bruder Elyas in
                                    die WG. Elyas, der Emely vor Jahren das Herz gebrochen hat und den sie
                                    seitdem eigentlich nie wiedersehen wollte. Doch Elyas scheint sich
                                    gewaltig verändert zu haben: In seinem Kontakt zu Frauen geht es ihm
                                    offenbar nur darum, das Objekt seiner Begierde ins Bett zu kriegen.
                                    Emely kann mit diesem Lebensstil so gar nichts anfangen und wehrt sich
                                    genervt gegen seine Annäherungsversuche, bei denen er zwar charmant
                                    bleibt, aber immer aufdringlicher wird. Während Emely ihm standhaft
                                    Kontra liefert, muss sie feststellen, dass sie und Elyas zahlreiche
                                    Gemeinsamkeiten haben. Ist Elyas vielleicht gar nicht so schlimm, wie
                                    sie denkt? Das Buch beginnt mit einer Situation, die mir selbst
                                    nur allzu vertraut ist: Ein neues Semester startet an der Uni. Der Umzug
                                    ihrer besten Freundin Alex nach Berlin und das daraus resultierende
                                    Aufeinandertreffen mit Elyas wirbelt Emelys gewohnten Studienalltag
                                    jedoch ganz schön durcheinander. Nicht nur Alex überrascht Emely in den
                                    ungünstigsten Situationen, um Emely ihr Herz auszuschütten oder sie als
                                    Begleitung in Clubs mitzunehmen. Nein, auch Elyas taucht immer häufiger
                                    in ihrer Nähe auf und richtet in ihren Gedanken ein heilloses Chaos an.
                                    Als wenn das noch nicht genug wäre, lernt sie per E-Mail auch noch den
                                    romantischen Luca kennen – er weiß zwar, wie Emely aussieht, doch Emely
                                    kennt ihn nicht. Diese drei Personen sind es, die Emelys Leben in
                                    der ersten Hälfte des Buches bestimmen. Emely lebt ihr Studentenleben,
                                    trifft sich mit Alex und dadurch unfreiwillig mit Elyas und schreibt
                                    E-Mails mit Luca. Das klingt erst einmal recht unspektakulär, doch die
                                    Umsetzung gefiel mir außerordentlich gut. Emely und Elyas kabbeln sich
                                    permanent so unterhaltsam, dass ich ständig weiterlesen musste, um zur
                                    nächsten Szene der beiden zu gelangen. Im Prinzip läuft das
                                    Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden immer gleich ab: Elyas taucht
                                    unverhofft auf und hat einen anzüglichen Spruch auf Lager. Emely kontert
                                    sarkastisch, was Elyas natürlich als Gelegenheit für einen weiteren
                                    Spruch nimmt und seine unglaubliche Hartnäckigkeit beweist…dabei sind
                                    die Szenen aber immer wieder aufs Neue von einer tollen Situationskomik
                                    geprägt, sodass ich keine von ihnen missen wollen würde. Auf der
                                    Hälfte des Buches gibt es plötzlich einen großen Umbruch. Zunächst wirft
                                    ein einschneidendes Erlebnis Emely aus der Bahn und es dauert einige
                                    Zeit, bis sie zur Normalität zurückkehrt. Doch auch diese wird durch
                                    eine unglaubliche Erkenntnis kurze Zeit später wieder durchbrochen,
                                    welche die Beziehung zwischen Emely und Elyas in einem ganz anderen
                                    Licht erscheinen lässt. Die zweite Hälfte des Buches empfand ich
                                    leider als etwas schwächer als die erste. Die Szenen zwischen Emely und
                                    Elyas sind weiterhin herrlich amüsant, und zum ersten Mal müssen sie
                                    zusammenarbeiten, um Alex zu helfen. Trotzdem wurden meine Erwartungen
                                    nicht ganz erfüllt. In zahlreichen Szenen wollte ich gerne die Tomaten
                                    von Emelys Augen reißen. Zum Glück gibt es aber noch ein zweites Buch,
                                    in dem die Geschichte weitergeht! „Kirschroter Sommer“ ist einer
                                    der schönsten Liebesromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das
                                    Buch überzeugt mit Situationskomik in ganz alltäglichen Szenen. Mit
                                    Emely und Elyas hat Carina Bartsch zwei Charaktere geschaffen, die
                                    unglaublich gut miteinander harmonieren und den Leser nach immer neuen
                                    Szenen zwischen den beiden verlangen lassen. Aufgrund des recht offenen
                                    Endes muss ich aber warnen: Wenn man dieses Buch beendet hat, will man
                                    sofort „Türkisgrüner Winter“ lesen! Wer eine romantische, alltägliche
                                    Liebesgeschichte lesen möchte, dem kann ich dieses Buch nur
                                    weiterempfehlen!

                                    manja_teichner

                                    Beiträge 4
                                    26.02.2013

                                      Wow, ich bin sprachlos!

                                      Kurzbeschreibung:

                                      Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?
                                      Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach
                                      sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend
                                      türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal
                                      komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief.
                                      Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit
                                      auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und
                                      romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen
                                      Unbekannten verlieben?


                                      (Quelle: Rowohlt Verlag)


                                      Meine Meinung:



                                      Als Emelys beste Freundin Alex von München nach Berlin
                                      zieht ist Emely happy. Doch leider hat das ganze einen Haken, Alex zieht zu
                                      ihrem Bruder Elyas. Dem Elyas, der ihr vor 7 Jahren sehr wehgetan hat. Emely
                                      kann Elyas seit diesem Moment nicht mehr leiden, sie hasst ihn regelrecht. Doch
                                      Elyas bekommt einfach nicht genug von Emely. Er versucht sich, wann immer er
                                      die Möglichkeit dazu bekommt, zu nähern um sie, dessen ist sich Emely mehr als
                                      sicher, ins Bett zu bekommen.



                                      Emely versucht nun krampfhaft Elyas aus dem Weg zu gehen,
                                      doch dabei ist Alex ihr keine besonders große Hilfe, schleppt sie Emely doch meisten
                                      mit wenn sie etwas unternehmen.



                                      Es gibt aber einen Menschen, der Emelys Herz höher
                                      schlagen lässt, ihr ominöser Chatfreund Luca.


                                      Kann er Emelys Herz erobern? Und was wird Elyas noch
                                      alles unternehmen um Emely zu gewinnen?



                                      Der Roman „Kirschroter Sommer“ stammt aus der Feder der
                                      Autorin Carina Bartsch und ist ihr Debütwerk. Bereits 2011 hat sie ihn im
                                      Selbstverlag als eBook veröffentlicht, nun gibt es ihn auch endlich als
                                      Taschenbuch, verlegt vom Rowohlt Verlag.



                                      Alle Charaktere im Buch haben mir unheimlich gut
                                      gefallen.



                                      Da ist Emely, eine Studentin aus Berlin. Sie ist
                                      schlagfertig, bissig und sagt was sie denkt. Bereits nach ein paar Sätzen war
                                      sie mir so sympathisch, es war als würde ich einer Freundin von mir zuhören.
                                      Emely ist unglaublich realistisch beschrieben, sie wirkt authentisch und
                                      glaubhaft. Ihre tollpatschige Art macht sie liebenswert und man muss sie
                                      einfach mögen. Elyas kann Emely so gar nicht leiden. Nicht selten denkt sie
                                      über seinen möglichen Tod nach und die Möglichkeiten, die sie dafür in Betracht
                                      zieht sind nicht ohne. Das Emely sich Elyas gegenüber so verhält hängt damit
                                      zusammen, dass er sie vor Jahren sehr verletzt hat. Er war ihre erste große
                                      Liebe.



                                      Elyas ist ein Frauenheld, sieht gut aus und war mir auch
                                      sehr sympathisch. Er wirkt ebenfalls sehr glaubhaft und authentisch. Seine
                                      Annäherungsversuche bei Emely bleiben ohne Erfolg, er holt sich einen Korb nach
                                      dem nächsten, gibt aber nicht auf. Er ist hartnäckig, in Emelys Augen ein
                                      richtiger Blödmann und wirkt ein wenig arrogant, nach außen hin. Ganz tief im
                                      Inneren aber ist er ein ganz besonderer Mensch, den man einfach gern haben
                                      muss.



                                      Seine Schwester Alex zieht von München nach Berlin. Sie
                                      ist ebenfalls Studentin und trägt ihr Herz auf der Zunge. Alex ist einfach
                                      sagenhaft, ein kleiner Wirbelwind, der Emely nicht selten zur Weißglut treibt.



                                      Neben diesen 3 Hauptcharakteren gibt es
                                      selbstverständlich noch weiter, wie Beispielsweise Sebastian oder die anderen
                                      Freunde von Elyas. Sie sind ebenfalls sehr gut gezeichnet und runden den Roman
                                      ab.



                                      Der Schreibstil der Autorin ist in meinen Augen das was
                                      diesen Roman zu dem macht was er ist, ein echtes Goldstück. Er ist flüssig,
                                      einfach und sarkastisch. Die Szenen werden so lebendig beschrieben, man hat als
                                      Leser wirklich das Gefühl man ist direkt dabei. Die Sticheleien zwischen Emely
                                      und Elyas sind herrlich zu lesen und man bekommt nicht genug.



                                      Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Emely in der
                                      Ich-Perspektive. Man fühlt sich so als Teil des Ganzen, nicht nur als
                                      Betrachter von außen und diese Perspektive passt hier wie die Faust aufs Auge.



                                      Der Roman hat alles was das Leserherz begehrt. Als Leser
                                      erlebt man eine Achterbahnfahrt der Gefühle, man fiebert mit Emely mit und
                                      könnte, genau wie sie es immer will, Elyas auf dem Mond schießen. Ich habe
                                      gelacht und geweint und das im stetigen Wechsel. Die Seiten flogen nur so an
                                      mir vorbei, ich habe das Buch nicht nur verschlungen, nein in habe es
                                      regelrecht inhaliert.



                                      Das Ende ist ein ganz gemeiner Cliffhanger. Zum Glück
                                      aber gibt es den Nachfolgeband „Türkisgrüner Winter“ bereits, so dass man als
                                      Leser direkt weiterlesen kann/muss.



                                      Fazit:



                                      „Kirschroter Sommer“ von Carina Bartsch ist ein
                                      grandioses Debütwerk der Autorin.



                                      Der Roman ist wundervoll, herzerwärmend und macht
                                      definitiv süchtig nach mehr, viel mehr!



                                      Ich vergeb hier aus tiefsten Herzen die volle Punktzahl
                                      (wenn ich könnte wären es noch viel mehr Sterne) und eine glasklare
                                      Leseempfehlung!



                                      Taucht ein und erlebt Emely und Elyas, ihr werdet es
                                      nicht bereuen!!