Catharina Junk

Liebe wird aus Mut gemacht

Dies ist die Taschenbuchausgabe des Romans Auf Null.
Ein Roman über den Tod und das Leben - und über das Glück, lieben zu können
Nie wieder Sonnenblumen von Van Gogh an den Wänden. Nie wieder Hähnchen Estragon. Nie wieder Krankenhaus: Nina darf zurück ins Leben stolpern. Aber sie würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Also lieber die Handbremse anziehen: keine Pläne machen, keinen Spaß haben, nicht verlieben. Schon gar nicht in Erik. Doch zum Leben braucht es Mut - und erst recht für die Liebe.


Autorenbild Foto von Catharina Junk

Der  Autor

Catharina Junk, 1973 in Bremen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Psychologie und Volkskunde an der Universität Hamburg. Mehrere Jahre arbeitete sie als Redakteurin für Fernsehserien und Reihen beim NDR. Seit 2008 ist sie selbständige Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. Dies ist ihr erster Roman. 2014 erhielt Catharina Junk den Hamburger Förderpreis für Literatur. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.


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Rezensionen

Uschi 62

Beiträge 2
4 Antworten 21.09.2016

"Diese Ruhe. Kein einziges Geräusch. Totenstille."

Von heute auf morgen bekommt Nina die Diagnose Leukämie und ihr Leben hängt plötzlich an einem seidenen Faden.

Mit Sarkasmus und einer gehörigen Portion Selbstironie erzählt Nina über die Ereignisse und ihre Gefühle während ihres fast einjährigen Krankenhausaufenthaltes bis sie schließlich als gesund entlassen wird.

Zuhause muss sie jedoch feststellen, dass sich nicht nur ihr Leben grundlegend verändert hat, sondern auch das ihrer Familie. Ihr Bruder ist ihr völlig fremd geworden. Er redet kaum noch mit ihr und hat sich einer Glaubensgemeinschaft angeschlossen und ihre Eltern sind noch immer völlig auf ihre Krankheit fixiert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie schon lange zerstritten und es gibt eigentlich nur noch Isabelle, mit der sie schon als zehnjährige viel Zeit auf dem Reiterhof verbracht hat. Doch ist sie wirklich eine Freundin für Nina?

Das Schlimmste aber ist, dass Nina ihrem eigenen Körper nicht mehr vertraut. Ständig lebt sie mit der Angst vor einem Rückfall und kann und will deshalb keinerlei Gefühle zulassen. Dann lernt sie Erik kennen und fühlt sich von Anfang an zu ihm hingezogen. Doch ihre Angst lässt eine Beziehung nicht zu. Wird es Erik gelingen Ninas Panzer aus Selbstschutz zu durchdringen?

 

Ich liebe dieses Buch. Es hat mich sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht und es zeigt, dass es sich trotz allem lohnt die Hoffnung nicht aufzugeben. Der schwierige Weg Ninas wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen und auch wieder positive Gedanken zulassen zu können ist so glaubwürdig beschrieben, dass man meinen könnte Catharina Junk wäre selbst betroffen gewesen.

Es ist ein Buch das tief unter die Haut geht, einen dabei aber trotzdem zum Lachen bringt und eines von denen, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Ich bewundere Catharina Junk dafür, wie sie mit diesem schwierigen Thema umgegangen ist, sehr emotional aber nicht gefühlsduselig und dafür gibt es 6 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

  • Kötra

    Beiträge: 65
    31.08.2017

    Du hast vollkommen recht

  • Granger 2.0

    Beiträge: 36
    06.05.2017

    Ich lese eigentlich keine traurigen Bücher und über Krebs. Aber da ich in der Familie schon so falle hatte und du mich neugierig gemacht hast.

  • otter

    Beiträge: 25
    17.02.2017

    Danke für die Rezension - du hast mich neugierig auf das Buch gemacht!

  • AnneMF

    Beiträge: 41
    28.01.2017

    Bücher mit dem Thema Krebs lese ich nicht sehr gerne, weil es mir das Wasser in die Augen treibt. Deine Rezi ist so gut, ich werde es trotzdem für meine Tochter auf die Liste setzen. Wir hatten Leukämie im Freundeskreis, der glücklicherweise geheilt werden konnte.

gisela_maria

Beiträge 11
eine Antwort 21.09.2016

Leukämie? Nicht ohne meinen van Gogh!

Zum Inhalt

Eigentlich möchte die 20 jährige Nina mit ihrer besten Freundin Urlaub machen. Um sich etwas vorzurösten besuchen beide ein Solarium. Hinterher entdeckt Nina am ganzen Körper rote Punkte. Sogar ihr Zahnfleisch ist davon betroffen. Nina verschafft sich einen Termin beim Internisten. Der schickt sie umgehend ins Krankenhaus. Die Diagnose ist niederschmetternd. Leukämie!

Meine Meinung

Bücher über krebskranke Menschen gibt es viele. Jedoch ... so verschieden die Menschen und ihre Krankheitsbilder sind- so verschieden sind die persönlichen Tragödien.
Catharina Junk ist es gelungen eine authentische Geschichte zu schaffen. Man erlebt mit, wie die Welt von Nina in ihren Grundfesten erschüttert wird. Eine blutjunge Frau muss sich die Frage stellen, wie lange sich noch leben darf. Wird sie noch die große Liebe erleben? Wird sie sehen wie ihr Bruder ein erwachsener Mann wird?
Ein Kampf um Leben und Tod mit der Chemokeule beginnt.

Wer nun denkt, dass diese Geschichte todtraurig, ist liegt richtig. Aber auch der Humor von Nina ist einfach nur zum niederknien.
Manchmal hätte ich Nina am liebsten geschüttelt und gesagt: >>Du musst nicht immer auf andere Rücksicht nehmen. Sei ruhig mal egoistisch!<<
Um ihre Eltern nicht zu verletzen hat sie eine CD gelobt, die Selbstheilungskräfte verspricht. In  Wahrheit haben die Worte der Autorin Panik in ihr ausgelöst. Doch Nina und Autorin sorgen  in der Story für Lachmuskeltraining.
Ihre beste Freundin Bahar konnte ich sehr gut leiden. Jeden Tag hat sie Nina im Krankenhaus besucht und ihr Mut zugesprochen. Sämtliche Wollmützen hat Bahar gestrickt, um Nina nach der Chemo die haarlose Zeit zu erleichtern. Nina ist das zuviel. Sie möchte dass ihre Freundin auch die Option offen hält, dass Nina es möglicherweise nicht schafft. Sie schmeißt Bahar aus dem Krankenzimmer.
Isabelle ist eine ziemlich oberflächliche Freundin von Nina. Ich habe Nina oft für ihre Toleranz bewundert. Ich hätte mit Isabelle keinen Kontakt gehalten. Ich mag keine Menschen, die nur dann auf der Matte stehen, wenn es mir gut geht.
Da verlieben sich beide auch noch in den gleichen Mann. Erik repariert Autos, obwohl er es gar nicht kann.
Ich war mir eigentlich von Anfang an sicher, an wen Erik sein Herz verschenkt. Der junge Musiker verfügt über sehr viel Einfühlungsvermögen, welches eigenen Familentragödien geschuldet sein dürfte.
Besonders nahe geht einem auch Ninas Bruder. In den langen Monaten, die Nina im Krankenhaus verbracht hat, hat sie nicht mitbekommen, dass er kaum noch Beachtung bei seinen Eltern fand. Theo lernt tief gläubige Menschen kennen, die ihm ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln.

Fazit

Knapp 400 Seiten habe ich Nina auf ihrem schweren Weg begleitet. Ich habe ihre Ängste gespürt. Ich habe ihre Nervosität vor jeder Untersuchung mitbekommen. Ist der Krebs wieder da oder bleibt er da wo er hingehört? Ich durfte eine Waldbeerdigung miterleben, die mir sehr nahe ging. Es wurde das Lied >>Für immer und dich<< von Rio Reiser gespielt. Ich habe gelesen und mir nebenbei dieses Lied angehört. Der wunderbare Schreibstil und die gesungenen Worte von Reiser haben mir das Gefühl gegeben, wirklich dabei zu sein. Ich hatte das Gefühl, einen mir nahe stehendem Menschen die letzte Ehre zu erweisen.
Ob es Ninas Beerdigung war? NEIN! Keine Angst, ich habe damit nicht zuviel verraten.
Ich möchte ganz besonders den grenzenlosen Humor erwähnen. >>Leukämie? Nicht ohne meinen Van Gogh!<< (Seite 8)  Tja, solche Zitate vermögen nur Bilder vom großen Meister auszulösen. Noch dazu wenn sie kahle Wände in einem Krankenzimmer verschönern!
Ich verschreibe Euch dieses Buch. Zu 100% auftretende Nebenwirkungen: TRÄNEN! Ihr werdet leiden, lachen und wunderschöne Lesestunden verleben. Die Protagonisten in dieser Geschichte werden zu guten Bekannten von Euch.
Übrigens, Isabelle ist gar nicht soooo schlimm. Einfach nur anders. Ehrlich! So wie ihre Mutter auch. Die Dame stellt gesunde  grüne Smoothies her und  hat Mitgefühl mit Nina und ihrer "LEUKOMIE!"

Ich gratuliere Catharina Junk zur ihrem Debüt und bedanke mich für die wunderbaren Lesestunden.

Mein Dank geht an bücher de und den rowohlt-verlag.

  • Kötra

    Beiträge: 65
    31.08.2017

    Kann mich dir absolut nur anschließen.

SBS

Beiträge 36
eine Antwort 17.02.2017

Lesenswertes Debüt

Nina möchte vor dem Urlaub mit ihrer Freundin im Solarium etwas „vorbräunen“, jedoch wird sie daraufhin krank. Doch Nina war schon vorher krank, doch jetzt erst erfährt sie davon. Leukämie lautet die dramatische Diagnose. Auch nachdem sie die Krankheit scheinbar überwunden hat, kann Nina sich nicht wirklich fallenlassen und die Möglichkeiten, die das Leben bietet voll und ganz genießen, oder etwa doch?

Der Schreibstil ist wunderbar gelungen. Einerseits wird locker und häufig auch witzig erzählt, andererseits an den richtigen Stellen mit der notwendigen Ernsthaftigkeit auf die Geschehnisse eingegangen. Die gesamte emotionale Palette wird abgedeckt. Man fiebert mit, lacht, schmunzelt oder hat auch mal einen dicken Klos im Hals. Während eines an Sarkasmus enthalten ist (ich liebte das!) fehlt es dem Buch glücklicherweise an Kitsch. Toll gelungen waren auch die verschiedenen Ebenen, auf denen die Geschichte erzählt wurde. So waren die schwierigen Abschnitte des Krankheitsverlaufs besser zu verkraften und es gelang, bei allem Humor, aller Leichtigkeit und dem gewissen Maß an „Normalität“, die sonst im Buch enthalten ist, auch die belastenden Momente realistisch wiederzugeben.

Entgegen meiner Befürchtung ist das Buch nicht „schwierig“ und das trotz des Themas, welches an sich sehr belastend ist, gerade weil es sich um eine junge Krebspatientin handelt. Die Krankheit ist zwar ein sehr zentrales Thema, jedoch ist es viel mehr als ein weiteres Buch über Krebs, denn auch Freundschaft, Familienbeziehungen und die Liebe sind wichtige Themen. Bücher dieser Art sind egal in Mode, trotzdem war dieses anders und nicht nur, weil es nach der eigentlichen Erkrankung, während der Rekonvaleszenz, spielt. Es hat eine Authentizität, die wirklich beeindruckend ist. Die Protagonistin ist sympathisch, man kann sich sehr gut in sie einfühlen und die meisten ihrer Gedankengänge, ihre Ängste und Hoffnungen komplett nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere sind sehr schön gelungen. Hier sind vor allem der Bruder Theo, der seine ganz eigenen Probleme hat, sowie Erik zu nennen. Doch auch die „Freundinnen“ und die Entwicklung der Freundschaften sind interessant und eine tolle Säule der Geschichte.

Kritisieren kann ich nur, dass das Ende doch sehr, sehr vorhersehbar war, aber um ehrlich zu sein hätte ich auch nichts anderes lesen wollen.

  • Boyslover

    Beiträge: 49
    20.07.2017

    Eigentlich wage ich mich an Bücher mit diesem schwierigen Thema nicht dran. Das zieht mich immer runter und macht mich traurig. Allerding fand ich diese Rezesion sehr ansprechend und werde mir dieses Buch wahrschinlich doch mal besorgen.
    Danke

Tiara

Beiträge 10
eine Antwort 25.10.2016

Nina erkrankt an Leukämie und verbringt ein Jahr im Krankenhaus, bis sie mit der Diagnose Gesund - aber nicht geheilt entlassen wird.
In diesem Jahr hat sich auch ihr ganzes Umfeld verändert. Sie hat sich mit ihrer besten Freundin Bahar zerstritten, ihr Bruder hat sich einer religiösen Vereinigung angeschlossen und Nina kann ihrem Körper einfach nicht mehr vertrauen, sodaß sie ihr Leben auch nach der Entlassung nicht richtig genießen kann.
Bis ihr Erik begegnet.....

David Safier sagt über das Buch: Dieses Buch hat mich umgehausen. Catharina Junks Story geht ans Herz und ist trotzdem richtig komisch.

Diese Worte kann ich nur absolut unterschreiben. Auch ich war von der Geschichte mehr als angetan und habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen.
Ich mochte Nina so gerne und konnte mich absolut in sie hineinversetzen, ihre Ängste spüren, ihre Schmerzen nachvollziehen, ihre Depressionen miterleben und konnte sie auch sehr gut verstehen, dass sie auch nach überstandener Krankheit trotzdem noch immer an einen Rückfall denken muß und ihr Leben immer danach richtet. Trotzdem ist sie für alle da und verschließt nie die Augen, wenn sie irgendwo helfen kann.
Ich habe sie sehr bewundert, wie sie sich trotzdem nicht unterkriegen läßt und auch in ihrer traurigen Situation oft noch einen lustigen Spruch auf den Lippen hatte.
Ich konnte auch all ihre Handlungen nachvollziehen, wie und warum es z.B. zum Bruch mit ihrer Freundin kam.

Auch Erik und auch vor allem seinen Vater fand ich sehr sympathisch und so jemanden braucht man einfach an seiner Seite. Die beiden haben das Herz wirklich auf dem rechten Fleck.

Ninas Zeit im Krankenhaus und ihr Leben danach wird immer abwechselnd erzählt. Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssig zu lesenden Schreibstil und man ist so an die Geschichte gefesselt, dass man gar nicht merkt, wie die Seiten dahinfliegen.
Ich möchte die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

  • Hexenturm

    Beiträge: 73
    19.04.2017

    Ich mag eigentlich Bücher über Krebskranke nicht lesen, da sie mich eigentlich immer sehr mitnehmen.
    Aber nach diesen Rezesionen wurde ich nun doch sehr neugierig.
    Mal sehen....vielleicht findest es sich bald in meinem Bücherregal.

Isareadbooks

Beiträge 69
04.07.2017

Bücher über Krankheiten. Genau der Stoff den ich immer wieder gerne lese! Es hört sich komisch an, aber in Büchern kommt das Kämpfen ums Dasein dieser Menschen so gut zum Ausdruck und das tat es hier auch wieder. Es war eine mitreißende und traurige Geschichte über Tod und Leben. Liebe und Angst. Ich habe die Protagonistin lieb gewonnen und ich war in diesem Buch gefangen. Eine echt schöne Geschichte!

meg

Beiträge 11
eine Antwort 26.01.2017

Mit "Auf Null" oder "Liebe wird aus Mut gemacht" hat Katharina Junk ein bewegendes Buch geschrieben. Die Protagonistin Nina wird nach einem Jahr Leukämiebehandlung aus dem Krankenhaus entlassen und muß sich wieder dem Leben stellen. Abwechselnd wird in den Kapiteln vom Leben nach der Entlassusng aus dem Krankenhaus und vom Zeitpunkt, als Nina ihre Krebsdiagnose bekam erzählt. Nina durchlebt alle Facetten ihres Lebens während der Krebsbehandlung mit Angst, Mut, Hoffnung, Verliebtsein, Verzweiflung, Resignation, Aufgabe...... und nach der Entlassung - wieder Angst vor der Rückkehr der Krankheit, Resignation,Freude, Mut, Verliebtsein..... , auf. Trotz des traurigen Themas git es in dem Buch von Katharina Zink viele Stellen,die mich zum Lachen gebracht haben und auch einige, bei denen mir die Tränen in die Augen traten.Ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte und am Liebsten "in einem Rutsch" durchgelesen hätte.

  • Kötra

    Beiträge: 65
    31.08.2017

    Ist Auf Null denn tatsächlich das gleiche Buch wie Liebe wird aus Mut gemachT?
    Blicke noch nicht ganz durch.
    Und habe nur Liebe wird aus Mut gemacht gelesen...

MissGoldblatt

1 Beitrag
20.12.2016

Ich war schon ordentlich vorgehypt, ich hatte große Erwartungen an Auf Null. Und wer über Bücher bloggt oder Vielleser ist, der weiß, das ist nicht immer einfach. Das kann ganz schön nach hinten losgehen. Diese Momente, wo dann doch alles passt, man das Buch verschlingt und wie ein Schwamm begierig aufsaugt, sind da rar und besonders zugleich.

So ging es mir bei Auf Null von Catharina Junk.

Mit aberwitziger Situationskomik, einer ordentlichen Prise Sarkasmus und einer erfrischend leichten und doch atmosphärisch tragenden Sprache gleitet man schneller durch diesen Roman, als einem lieb ist.

Wo die typische Sick-Lit aufhört, da fängt die Autorin an. Wir begleiten unsere Protagonistin Nina auf den Weg zurück ins normale Leben. Nachdem sie fast ein Jahr im Krankenhaus, von ihr liebevoll „Bettenturm“ genannt, verlassen darf, steht sie vor einem Neuanfang. Mit dem sie selbst schon nicht mehr gerechnet hat. Wen wundert das? Aber Nina stehen nun alle Türen offen. Die Hoffnung auf Leben ist präsenter denn je. Und die Angst es wieder zu verlieren, noch mehr.

Mit gerade mal Anfang zwanzig musste sie ihr Studium, wegen der Leukämie, unterbrechen. Und sie weiß jetzt, ein gefühltes anderes Leben später, nicht mehr, ob das Studium die richtige Wahl für sie ist. Ob ihr altes Leben überhaupt noch Sinn macht. Was ist mit der neuen Nina, die dem Tod ins Gesicht geblickt hat, kompatibel? Und inwieweit hat das auch ihre Familie, ihre Eltern und ihren kleinen Bruder, verändert? Wie weit und wie stark darf man sich wieder an das Leben und all die Menschen darin binden, wenn es morgen wieder vorbei sein kann? All das wird hier zum Thema gemacht.

Obwohl Nina Wochen und Monate auf van Goghs Sonnenblumen gestarrt hat, sich in öder Routine durch die Tage der Erkrankung gequält hat, Salbeitee noch und nöcher gegurgelt hat, hat sie kaum einen Gedanken an sich verschwendet. Was danach passiert. Dieses Buch ist so auf den Punkt, was den Titel Auf Null angeht. Denn von Sekunde eins dieses Romans, beginnt Ninas Leben bei Null.

Nina knüpft nicht einfach an ihr altes Leben an. Was sie zu Beginn ihrer Erkrankung oftmals und lange noch hofft. Mit dem anfänglichen Gedanken nach wenigen Wochen all das hinter sich zu haben, wird dem Leser bald klar, dass einiges dazwischen gekommen sein muss, wenn sie fast ein Jahr im Krankenhaus verbracht hat. Auch wenn wir als Leser die Zeit nach der Leukämie verfolgen, dürfen wir immer wieder der Zeit während und nach der Diagnose, und bei der Bekämpfung des Krebs, beiwohnen. Und das ist erschreckend ehrlich. Erschreckend pur und intensiv. Und auch mal sehr dunkel.

Dieser Roman geht durch Mark und Bein. Als Leser bleibt dir keine Wahl. Du bist hin und hergerissen. Du bist fasziniert. Du bist ungläubig. Du bist erschrocken. Die Vielfalt an Emotion ist wie ein All-You-Can-Eat-Buffet. Du hast dich an mancher Emotion überfressen, aber du kannst nicht aufhören. Du willst einfach nicht aufhören. Es ist einfach zu gut und schön. Auch wenn es mal tottraurig ist und entsetzlich tragisch.

Ich weiß, es ist wahnwitzig, vielleicht auch übertrieben. Vielleicht hab ich auch einfach nur eine Macke. Aber die Entfaltung des Humors unter der Tragik dieses Schicksals ist für mich bahnbrechend. Ich fand es grandios! Dem Tod, der Unsicherheit noch eine Komik abgewinnen. Lebensbejahender geht es kaum. Freud und Leid liegen hier nur eine Haaresbreite voneinander entfernt. Catharina Junk hat das so perfekt in Worte gegossen und in dieses Buch gestampft. Es hat mich dermaßen berührt. In so vielen verschiedenen Arten.

Ich kann sagen es hat mich zum Lachen gebracht. Es hat mich zum Weinen gebracht. Es hat mich wütend gemacht. Und dabei hat es mir ein Bewusstsein für den Umgang mit so einer Krankheit geschenkt. Es hat mir vor Augen gehalten, wie gut es mir geht. Wie wenig ich das manchmal schätze. Wie lapidar wir Sachen sagen, wie wir mit Menschen umgehen. Dieser Roman hat was mit mir gemacht. Und solche Bücher sind, machen wir uns nichts vor, die Besten.

Wie sieht das denn jetzt mit den Figuren und so aus?

Da haben wir zum einen die Freundschaft zu Bahar, Ninas bester Freundin. Die ist so facettenreich. Besonders wenn die beiden zusammen interagieren, kann man nicht anders als zu schmunzeln. Und gleichzeitig schaffen es die beiden eine Wärme und Zuneigung auszustrahlen, dass sie nie im Leben als geringe Energiesparlampe bezeichnen würde. Gerade und auch wenn die Situation mehr als ernst ist. Ähnliches gilt später für die Interaktion zwischen Erik und Nina.

Die Dialoge zwischen den beiden sind so zart. Und damit meine ich fragil und zugleich leichtfüßig. Es fühlt es sich von der ersten Sekunde, beim ersten Wortwechsel zwischen den beiden, einfach richtig an. Das spürt der Leser. Das spürt Nina. Kein Wunder also, dass sie sich in ihn verliebt. Hier gibt es übrigens nicht minder lustige Szenen. An der Stelle muss ich auch ein paar Worte zu dieser Liebesgeschichte fallen lassen.

Im altbekannten Schema F-Roman in diesem Bereich wäre der männliche Spielpartner wieder Fels in der Brandung, Prinz und Lebensretter in einem. Und vor allem wäre einfach alles wieder gut, sobald die beiden sich getroffen hätten. Anders ist das in Auf Null. Es gibt ohne Zweifel diesen Part der Liebesgeschichte. Ohne Frage, es macht auch Spaß dieser Entwicklung dorthin entgegen zu fiebern. Bei einer Szene fand ich es auch ein bisschen klischeehaft, aber schlussendlich ist diese Beziehung zwischen Erik und Nina nicht so unerträglich dominant. Nicht unerträglich zuckrig. Vielmehr ist es eine schöne Ergänzung. Etwas, was man Nina nach all dem Mist gönnt.

Aber es gibt genug andere Nebenstränge in der Handlung, die mindestens genauso wichtig für Nina sind und ihren Raum im Buch bekommen. Da wären zum Beispiel die Beziehung zu ihrem Bruder. Denn er ist ja nur das Kind, was keinen Krebs hatte. Welches eine Stütze im Glauben sucht. Seine eigene Sexualität opfert, weil er meint eine Schuld damit zu tilgen. Oder der Part, dass so manche Freundschaft von Nina schon immer oberflächlicher Natur war und ihr Mindesthaltbarkeitsdatum schon längst überschritten hat. Es gibt so viel, dass den Leser mit seiner jeweiligen kleinen Thematik fesselt. Dieses Buch muss sich nicht hinter irgendeiner künstlich aufgeplusterten Liebesgeschichte verstecken. Das macht es so wundervoll und erfrischend.

Rundherum konnte mich das Buch begeistern. Ich wollte es gerade wegen seiner bitteren Süße kaum weglegen. Wenn es ein Buch gibt, welches man dieses Jahr unbedingt gelesen haben sollte, ist es Auf Null. Nicht zu unrecht gibt es schon viele positive Stimmen zu dem Roman und diese Aufmerksamkeit darum, könnte meiner Meinung nach, etwas größer sein.

Fazit
Auf Null von Catharina Junk hat mir mit ihrem Debüt wunderbare Lesestunden geschenkt. Es ist lebensbejahend, ergreifend und eine Klasse für sich. Außerordentlich berührend und auf bezaubernde Weise hat die Autorin für mich diese Art Buch neu definiert. Ich hoffe, dass wir schon bald mehr von dieser Autorin lesen werden.

MelC1

Beiträge 5
19.10.2016

Dort wo andere Bücher um eine lebensbedohliche Krankheit aufhören fängt "Auf Null" gerade erst an: bei der scheinbaren Heilung der, an Leukämie erkrankten, Nina. Sie wird aus dem Krankenhaus entlassen und sieht sich mit Familie, Freunden, Konflikten....kurz mit dem Leben konfrontiert. Ein Rückfall in die Krankheit ist aber möglich und und was dann? Nina beschließt, Beziehungen fern zu halten, um es nicht noch schwieriger zu machen. Auf eine wunderbare Weise lässt uns Catharina Junk ein Stück des Weges der jungen Protagonistin gehen. In leichter, humorvoller Weise werden auch schwere Themen nachvollziehbar. Junk findet stets die richtigen Worte, um aus dem schweren Schicksal eine brilliante Geschichte und eine Ode auf das Leben werden zu lassen. Absolut empfehlenswert.

Annika1707

Beiträge 12
13.10.2017

    Dieses Buch ist auf dem ersten Blick traurig.
    Doch schon nach dem ersten Kapitel ist es voller Witz und Hoffnung. Man wird richtig in den Bann gezogen.
    Nina die an Leukämie erkrankt ist , hat einen tollen Humor.
    Und ihre Geschichte ist herzzerreißend.
    Es ist eine Geschichte von Zusammenhalt.
    Es zeigt verschiedene Arten der Freundschaften, die man alle auf eine gewisse Art und Weise braucht.
    Es zeigt auch wie die Familien darunter leiden , nicht nur die Betroffenen selber. Und die Geschichte ihres Bruders ist auch rührend.
    Als dann die neue Liebe ins Spiel kommt wird es Spannend und man fiebert richtig mit für wen sein Herz schlägt.
    Man sieht das viele Menschen tolerant und ehrlich sind und toll mit der Krankheit umgehen können.

    Fazit: ich habe dieses Buch geliebt, da es toll geschrieben ist und ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe aus dem Buch etwas mitgenommen, nämlich die Dankbarkeit über die Gesundheit !!!

    Hetti

    Beiträge 5
    23.09.2017

      Puh! Eigentlich möchte man gar nicht so sehr mit der Krankheit Krebs konfrontiert werden... ich finde das Buch sehr gelungen und ehrlich...
      Schön, dass am Ende ein Happy End steht, das macht Hoffnung, auch wenn es zwischendurch doch einiges an emotionalen und gesundheitlichen Problemen gab....

      amina123

      Beiträge 10
      01.09.2017

        Mein erster Eindruck von diesen Buch ist Positiv. Daumen Hoch.Ich finde das Thema Leukämie sehr interessant.Dieses Buch ist Leicht zu lesen und beschreibt ,wie man mit so einer Krankheit Leben und zurechtkommen kann.

        Kötra

        Beiträge 65
        31.08.2017

          Ein wundervolles und trauriges Buch geschrieben über das Leben mit Krebs und die Liebe.
          Einfühlsam, schön und traurig.

          Man wird in den Bann genommen von der starken Frau. Sie hat den Krebs überstanden, fürchtet sich jedoch vorerst vor der Liebe.

          Super Buch

          Bobbi

          Beiträge 21
          31.08.2017

            Ich habe das Buch hier gewonnen und finde es spitze.

            Es ist nicht einfach ein Thema wie Krebs anzuschneiden. Da haben sich ja auch schon viele dran versucht. Und nur selten hat mir eine Krebs-Geschichte so gut gefallen.
            Gut recherchiert ist es auch. Denn das stört mich meist am meisten, denn ohne persönliche Erfahrungen kann man kaum das Leben der Krebs-Familien verstehen.

            Empfehlenswert!!!

            Sassa85

            Beiträge 13
            29.08.2017

              Ich finde das Buch großartig und es ist ein echtes LeseMuss!
              Es ist sehr authentisch dargestellt und der Charakter von Nina hat mich ziemlcih mitgerissen mit ihrem Humor, ihren Stimmungsschwankungen, Hoffungen oder Ängsten. Und trotzdem blieb sie mir unglaublich sympathisch. Ich hab es jede Sekunde genossen und mich riesig darauf gefreut, es weiter zu lesen. es gab hin und wieder super lange Schachtelsätze, die ich noch einmal lesen musste, um den Anfang bzw Ursprung zu verstehen. Sonst aber sehr stimmig, liebevoll und detailiert und flüssig zu lesen

              Angela.Bücherwurm

              Beiträge 6
              21.08.2017

                Zum Lachen und zum Weinen - Einfach grandios

                Inhalt

                Im Alter von 20 Jahren erkrankt Nina an Leukämie. Nach einem Jahr Krankenhausaufenthalt wird sie als gesund, aber nicht geheilt entlassen. Eigentlich sollte sie glücklich darüber sein. Aber so richtig froh ist sie nicht, denn sie ist voller Zweifel, hat Angst vor einem Rückfall, traut ihrem Körper nicht. In dieser Situation lernt sie Erik kennen. Doch sie traut sich nicht, sich auf eine Beziehung einzulassen. Es könnte ja sein, dass der Krebs erneut gnadenlos zuschlägt…

                Meine Meinung

                Als ich in der Inhaltsangabe zu diesem Buch gelesen habe, dass hier das Thema Krebs im Vordergrund steht, war ich mir zunächst überhaupt nicht sicher, ob ich mich auf solch eine ernste und vermutlich eher bedrückende und traurige Geschichte einlassen kann und möchte. Aber schließlich habe ich mich doch an die Lektüre herangewagt. Irgendwie war ich neugierig. Zum Glück !!!

                Die Autorin hat ihre ganz eigene Art mit diesem sicherlich schwierigen Thema umzugehen. Natürlich ist es traurig, ergreifend, berührend und auch erschreckend authentisch. Aber es steckt auch voller Humor und zeigt, dass es sich eben doch lohnen kann, zu kämpfen. Es macht Mut und steckt voller Hoffnung.

                Die Geschichte wird in einem sehr ansprechenden und gut lesbaren Schreibstil erzählt. Dabei gibt es zwei Zeitebenen. Beide werden von Nina selbst in der Ich-Form erzählt. Zum einen erlebt man sie in der Gegenwart nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Sicher, sie ist erleichtert, dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen zu sein, dennoch ist sie unsicher, macht sich große Sorgen und misstraut ihrem Körper. Gleichzeitig möchte sie aber auch ihren Freunden und insbesondere ihrer Familie jedweden weiteren Kummer ersparen und versucht, ihre wahren Gefühle zu verbergen.

                In der zweiten Ebene schildert Nina rückblickend ihre schwere Zeit im Krankenhaus, von der Diagnose bis zur Entlassung. Der Leser/ die Leserin begleitet sie hier durch all ihre Stationen geprägt von Fassungslosigkeit und Mutlosigkeit, aber auch von Hoffnung und Kampfwillen. Man erfährt einiges über die Krankheit selbst, die Behandlungsmethoden und deren Konsequenzen. Bei all dem steht ihr ihre Freundin Bahar beinahe bis zur Selbstaufgabe bei, bis gerade dieses Verhalten zu einem scheinbar unüberbrückbaren Streit zwischen den beiden führt.

                In beiden Zeitebenen lässt uns Nina ebenso daran teilhaben, wie ihre Mitmenschen reagieren und mit der Situation umgehen. So grundverschieden die Reaktionen zwar ausfallen, kann man aber dennoch alle gut nachvollziehen und verstehen.

                Ich könnte noch viel mehr zu diesem tollen, außergewöhnlichen Buch schreiben, so beeindruckt bin ich von dieser Geschichte. Doch das würde vermutlich zu viel vorwegnehmen und außerdem wohl den Rahmen hier sprengen.

                Fazit

                Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich auf diese wundervolle Geschichte einzulassen und es selbst zu lesen. Es lohnt sich! Für mich ist es definitiv eines meiner Lese-Highlights und es wird noch sehr, sehr lange in mir nachklingen.

                Its me

                Beiträge 55
                16.08.2017

                  Das ist ein Lesemeilenbuch - vielen vielen Dank dafür ( wieder mal 100% meinen Geschmack getroffen).
                  Ich habe normalerweise großen Respekt vor Büchern mit dem Thema Krebs, aber dieses Buch, und vor allem Nina, habe ich von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Das ernste Thema bekommt seinen berechtigten Platz. Der Roman ist allerdings nicht trist und düster sondern ist mit der richtigen Menge an Humor ( seitens Nina) versehen.
                  Ich würde 10 Sterne vergeben wenn ich dürfte.

                  Bambisusuu

                  Beiträge 14
                  13.08.2017

                    Der Roman "Liebe wird aus Mut gemacht" ist die Taschenbuchausgabe des bekannten Romans "Auf Null" und wurde von der Autorin "Catharina Junk" geschrieben. Erschienen ist das Buch im "Rowohlt Verlag".

                    Nina ist im Krankenhaus. Sie leidet unter der Erkrankung Leukämie. Doch nach ihrem langen Aufenthalt und Untersuchungen im Krankenhaus, wird sie entlassen. Ihr Zustand wird als gesund erklärt. Nina stolpert zurück ins Leben, sodass alles auf Null gesetzt ist. Pläne? Träume? Für Nina ist das Leben nicht einfach, denn zum Leben braucht es Mut. Erik will ihr helfen. Lässt sie seine Liebe zu?

                    Der Roman ist als Spiegel-Bestseller bekannt und wird immer wieder als Empfehlung ausgesprochen, wodurch man mit einer Voreinstellung an das Buch herangeht. Die Empfehlungen kann ich nur bestätigen, denn das Buch hat mich mitgerissen und spricht wichtige Themen an. Das Leben und der Tod sind wichtige Bestandteile des Buches und werden dabei emotional verpackt.

                    Nachdenklich folgt man Ninas Schritte zurück ins Leben. Der Weg ist steinig und wackelig. Das Gefühl kurz vor dem Tod zu stehen und dann die Chance zu haben, sein Leben wieder neustarten zu können, stelle ich mir alles andere als einfach vor. Nina ist mutig und stark, sie stellt sich ihren Ängsten und öffnet sich langsam gegenüber ihren Mitmenschen. Besonders ihr Freund Erik steht ihr zur Seite und begleitet sie in ihr neues Leben. Ängstlich und vorsichtig werden Ninas Emotionen beschrieben. Ihre Krankheit wird immer ein Bestandteil von ihr bleiben und lässt sich nicht so einfach abschütteln.

                    Catharina Junk hat das Empfinden von Nina authentisch geschildert. Als Leser taucht man in Ninas Welt. Man kann ihre Sorgen und Ängste nachvollziehen. Eine Liebe zuzulassen, nach alldem, was Nina erlebt hat, ist schwer. Trotzdem finde ich toll, dass die Autorin nicht die Krankheit als solches in den Vordergrund gesetzt hat, sondern eher die Heilung und den Neustart nach der Krankheit. Besonders durch Ninas junges Alter wird man emotional gepackt. Immerhin befindet sie sich in einem Alter, wo man eigentlich erst richtig auf eigenen Beinen steht.

                    Die Liebe ist auch ein Teil der Handlung, die mich aber nicht unbedingt mitgerissen hat. Es sollte in der Geschichte nicht NUR um die Heilung und Ninas neues Leben gehen, wodurch wahrscheinlich die Zuneigung zu Erik eingebaut wurde. Hier fand ich manche Szenen zu kitschig und unrealistisch. Da aber der Hauptteil des Buches emotional mich begeistern konnte, bin ich mit dem Roman zufrieden.

                    Ein ruhiger Roman, der aber nicht zu unterschätzen ist. Nachdenkliche Momente und emotionale Szenen wecken schnelles Interesse. Ein Thema, das toll ausgearbeitet wurde!

                    Nari

                    Beiträge 5
                    03.08.2017

                      Als ich dieses Buch für meinen ersten Lesemeilenstein erhielt, habe ich mich zwar gefreut, aber war auch skeptisch. Ein bisschen zu "das gab's doch schon tausend Mal" kam mir die Geschichte dem Klappentext nach zu beurteilen vor. Doch ich muss sagen, das Buch hat mich positiv überrascht und mir sehr gefallen. Nicht, weil die Geschichte sonderlich anders als ähnliche Geschichten dieser Art war - denn sie ist doch meistens recht vorhersehbar. Sondern vielmehr, weil mir der Schreib- und Erzählstil der Autorin gefiel, der Wechsel zwischen Erzählungen von Ninas Krankenhausaufenthalt und jetzigem Leben, und weil auch neben der Krebs-Geschichte viele kleine Handlungsstränge nebenbei laufen, die das Buch stets interessant bleiben lassen. Was im Leben ihres Bruders passiert, die Sache mit ihrem Pfleger Pit, wie es zum Zerwürfnis mit ihrer besten Freundin kam, wie die Freundschaft zu ihrer alten Schulfreundin weitergeht, was Eriks Vater aus seinem Leben machen wird - alles interessante Nebenhandlungen, die meiner Meinung nach auch die Stärke des Buches sind. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, die Autorin wäre noch näher darauf eingegangen, aber dennoch machen sie das Buch zu etwas besonderem.
                      Zu Nina als Hauptperson: Ich konnte zwar ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehen, und manchmal war sie mir auch einfach komplett unsympathisch und hat total übertrieben, aber sie macht eine gute Entwicklung im Laufe des Buches durch und sehr oft ist sie einem auch wirklich sympathisch.
                      Insgesamt kann ich das Buch also wirklich empfehlen. Es ist auf jeden Fall tiefgründiger, als man erwartet und außerdem stellenweise auch sehr lustig und dann wieder traurig. Darüber, dass die Handlung manchmal etwas arg typisch-romantische-Geschichten und unrealistisch ist, kann man hinwegsehen. Es ist definitiv ein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
                      (Und der Gedanke, dass Johnny Nash - I Can See Clearly Now auf Beerdigungen passt, lässt mich nicht mehr los. Denn das tut das Lied tatsächlich, auf bittersüße Art und Weise)

                      Sabine aus Ö

                      Beiträge 11
                      06.07.2017

                        Ich hatte schon viel Gutes über das Buch gehört, der Klappentext hörte sich sehr interessant an und ich freute mich daher sehr, als es mir im Rahmen einer Blogtour über den Verlag zur Verfügung gestellt wurde - vielen Dank dafür!

                        Mich hat die Geschichte gefangengenommen. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, die Gefühle von Nina zu schildern, die nach einem knappen Jahr Krankenhausaufenthalt nach der Diagnose Leukämie als "gesund" entlassen wird - als "geheilt" darf sie sich erst nach fünf Jahren bezeichnen.

                        Sie ist nämlich keinesfalls himmelhochjauchzend glücklich, gesund zu sein, sondern traut sich im Gegenteil ihr Leben nicht zu leben, weil die Krankheit ja jederzeit zurückkommen könnte. Diese Ängste wurden sehr gut geschildert, aber auch, wie Nina langsam ihren Weg hinausfindet, wie sie immer mehr versucht, sich auf das Leben einzulassen.

                        Kapitelweise gibt es Rückblicke von der Gegenwart in die Krankenhauszeit, beginnend mit der Diagnose über den langen Weg der Behandlung, Heilung und Genesung, verbunden mit Rückschlägen. Obwohl es zum Teil sehr emotionale Szenen sind und mir auch immer wieder die Tränen in den Augen standen, musste ich doch angesichts des Sarkasmus´ von Nina doch immer auch schmunzeln, denn sie nimmt das Leben während und nach ihrer Krankheit genau so - mit Sarkasmus. Sie macht sich über sich selbst lustig und schafft es auf diese Weise durchaus auch, so manchen vor den Kopf zu stoßen. Trotzdem mochte ich sie sehr gerne, konnte gut verstehen, warum sie so reagiert und nicht anders, warum sie es nicht schafft, sich auf das Leben einzulassen. Denn so sarkastisch sie auch ist - sie hat viel Herz für ihr Umfeld, sie kann es nur nicht immer so zeigen.

                        Es ist auch eine Geschichte über Freundschaft, es ist eine Liebesgeschichte, und es ist vor allem eine Geschichte über eine junge Frau, die nach einer schweren Krankheit ihren Weg zurück ins Leben finden muss - wie sie das schafft, das müsst ihr selbst lesen.

                        Ich vergebe jedenfalls eine klare Leseempfehlung mit dicken fünf Sternen für ein ehrliches, witziges, emotionales und zum Nachdenken-bringendes Buch.

                        Sarah1980

                        Beiträge 28
                        04.07.2017

                          Einerseits ein schlichtes aber doch ansprechendes Cover.
                          So makaber es klingt, ich mag Bücher wo es um Krankheiten geht :-/ Dieses Buch konnte ich auch gar nicht aus der Hand legen, da es einfach toll geschrieben ist. Zum lachen und ein wenig zum weinen, einfach toll! Unbedingt lesen! Hoffentlich gibt es bald einen weiteren Roman von Catharina Junk.

                          Dandy

                          Beiträge 52
                          25.06.2017

                            LIEBE WIRD AUS MUT GEMACHT von der Autorin CATHARINA JUNK ist im Mai 2017 im Rowohlt Verlag erschienen.

                            Nina bekommt die Diagnose Leukämie. Sie ist am Boden zerstört und macht sich Gedanken über ihre Zukunft.
                            In dem Buch gegleitet man Nina vor ihrer Diagnose, während ihrer Behandlung und nach der Behandlung.
                            Diese 3 Lebensphasen werden abwechselnd erzählt und man leidet mit Nina richtig mit. Ein paar mal sind mir sogar die Tränen gekommen. Die Autorin hat die verzweifelten Gedanken/ Gefühle , die Hoffnung wenn eine Behandlung angeschlagen hat sehr gut und einfühlsam beschrieben.
                            Auch die Nebencharaktere kommen sehr gut zur Geltung
                            Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter.

                            Lesemaus42

                            Beiträge 2
                            16.06.2017

                              Absolute Leseempfehlung
                              So berührend! Dabei behandelt es nicht nur diese schlimme Krankheit, sondern noch viele andere bewegende Themen. Finde es sehr schön geschrieben. Denke das man das Buch bestimmt schnell verschlungen hat.

                              Yvonne27576

                              Beiträge 13
                              07.06.2017

                                Ich lese gerne bücher über Krebskranke Menschen .

                                Gibt davon ja noch nicht genug *zwinker*

                                aber so ein gutes wie dieses habe ich auch noch nicht gelesen.

                                *Daumenhoch*

                                Ich bin beeindruckt. KAUFT ES EUCH AUCH , ihr bereut es aufkeinenfall.

                                lesebegeistert

                                Beiträge 29
                                23.05.2017

                                  Nina hat Leukämie und wurde als „geheilt“ aus dem Krankenhaus entlassen. Doch so richtig kann sie es noch nicht glauben, dass sie jetzt wieder völlig gesund ist. Darum ist sie bei allem was sie so macht sehr vorsichtig. Bei einer Panne mit ihrem Auto lernt sie Erik kennen. Sofort ist dem Leser klar, die Beiden gehören zusammen. Das Buch ist witzig, traurig und sehr gefühlvoll. Das Cover finde ich sehr passend und schön.

                                  Lesezeichen

                                  1 Beitrag
                                  16.05.2017

                                    Ein wirklich tolles Buch über Neuanfang, den Umgang mit Krankheit und den Mut, sich trotz der Zweifel neu zu verlieben und das Leben wieder genießen zu dürfen. Die Protagonistin Nina wächst einem sofort ans Herz und man möchte ihr zurufen, dass sie sich nicht selbst im Weg stehen soll.

                                    Bücherratte36

                                    Beiträge 12
                                    08.05.2017

                                      Inhaltsangabe

                                      "Vielleicht ja, vielleicht nein. Lasst euch überraschen." Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie. Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?

                                      Auf Null ist der Debütroman von Catharina Junk.

                                      Dank des leichten Schreibstils der Autorin landet man ab der ersten Seite im Leben der 20jährigen Nina, deren Leben sich nach der Diagnose Leukämie verändert. Obwohl es sich hierbei um ein sehr ernstes Thema handelt, hat die Autorin eine wunderbare Art gefunden, Ninas Geschichte zu erzählen. Mal witzig, aber auch mit dem nötigen Ernst erfahren wir, wie Nina diese Krankheit meistert. Alle Protagonisten sind lebensnah und authentisch gezeichnet worden und dadurch kann man sich wunderbar in sie hineinversetzen. Die Handlung spielt sich auf zwei Ebenen ab. Zum einem ist es die Zeit, von Ninas Diagnose über ihrem Krankheitsverlauf und zum anderen, zurück ins Leben. Jede Emotion und jeder Gedanke lässt sich nachvollziehen und irgendwie entsteht das Gefühl, dass man Teil dieser Geschichte ist. Auch wenn Ninas Krankheit im Vordergrundsteht, geht es um mehr: Freundschaft, Tod, Lebensgefühl und Ängste.

                                      Auch wenn das Ende ein wenig Happy End mäßig ausgefallen ist, möchte man irgendwie kein anders haben. Für mich ist es stimmig und macht die Geschichte rund.



                                      Ich habe schon einige Bücher über Krebsschicksale gelesen, aber von keinem war ich so begeistert wie von diesem. Ein grandioses Buch, dass sich wirklich lohnt es zu Lesen!

                                      5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

                                      SarahLiebtBücher

                                      Beiträge 32
                                      06.05.2017

                                        Ich habe mich schon vom Cover und Titel dieses Buches total angesprochen gefühlt. Irgendwie weckt es versteckte Sehnsüchte.
                                        Dann habe ich den Klappentext gelesen und obwohl ich selbst nie mit dem Thema Krebs in Berrührung gekommen bin, musste ich
                                        dieses Buch sofort haben. Denn die Art wie dieses Buch geschrieben ist, führt dazu, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
                                        Trotz des sensiblen Themas Krebs, schafft die Autorin es Nina einen Humor zu verleihen, der zwar makaber ist an manchen Stellen aber es auch auflockert und Nina zu einer tollen Protagonistin macht. Sie macht sich vorallem über sich selbst lustig und mindert ihren Wert dadurch, dass sie einmal Krebs hatte, weil sie weiß, dass dieser jeder Zeit zurück kommen kann. Und so macht es für sie, eine Beziehung zu führen quasi unmöglich.
                                        Ninas Geschichte ist so ehrlich und authentisch, dass ich dass Buch am liebsten sofort wieder lesen möchte.

                                        Katiii_liest_gern

                                        Beiträge 46
                                        06.02.2017

                                          "Auf Null" ist ein sehr bewegender Roman über eine Krebserkrankung, deren Folgen und dem Weg zurück ins Leben. Nina wird quasi auf Null gesetzt, was ich als Titel sehr passend finde. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, steckt Nina voller Ängste und Sorgen, denn auszuschließen, dass die Leukämie zurückkehrt kann sie nicht und diese Ängste liegen auf ihr wie ein Schleier. Das Vertrauen zu sich selbst und zu anderen ist stark ins Wanken geraten. Wir befinden uns als Leser_innen mittendrin in einer Story, die von Chemo erzählt und auf der anderen Seite vom Neuanfang nach all der Qual und Schmerz. Mich hat es tief beeindruckt, welch wunderbaren Worte die Autorin gefunden hat, um zwar über ein Buch angefüllt mit Krankheit und Leid, dennoch einen Roman zu basteln, der auch aus sehr viel Schönheit und Freude besteht,

                                          Nina zieht sich in sich zurück und lässt niemanden wirklich an sich heran. Die Diagnose Leukämie steht zwischen ihr und all ihren Beziehungen, sei es die zu ihrer Familie oder zu ihren Freundinnen. Verlieben ist vorläufig ein echtes NO GO, denn wie soll man sich binden, wenn man vielleicht sterben muss und jemanden dadurch verletzt und Schmerz zufügt? Für mich waren diese Emotionen mehr als greifbar, Catharina Junk ist es gelungen mich nicht angefüllt von Trauer lesen zu lassen, denn dies ist, was oft überwiegt. Es ist aber nicht belastend, sondern gibt irgendwie auch ganz viel Hoffnung. Natürlich kann der Krebs zurückkommen und natürlich wäre dies absolut fürchterlich, aber das Leben deshalb auf Sparflamme leben auch nicht der Sinn und das Ziel.

                                          Natürlich geht es in "Auf Null" nicht nur um Nina, obwohl sie die Protagonistin schlechthin ist, auch ihre Familie und Freunde werden beleuchtet. Es ist sehr interessant, die einzelnen Figuren zu verfolgen, denn letztendlich bewegen sie sich alle irgendwie in Ninas Umfeld und ihre Reaktion auf Ninas Krebserkrankung hat schon eine gewisse Faszination. Rückzug, bei Gott Trost suchen oder die Unsicherheit mit einer Krebserkrankung umzugehen. Wie würde ich mich verhalten? Wo sehe ich mich in diesen Charakteren?

                                          Der Schreibstil ist sehr flüssig und daher würde ich "Auf Null" auch für junge Leser_innen empfehlen. Nina ist knapp 20 und dies wird oft auch deutlich durch ihr Verhalten, ihre eigenen Lebensweisen und der Liebesgeschichte, die sich auch in den Roman einschleichen konnte. Ninas Leben entwickelt sich tatsächlich zu einem Tandemsprung ins Ungewisse. Sich darauf einzulassen fiel ihr sehr schwer und die Verwandlung zum Ende des Buches hin, war wirklich phänomenal.

                                          Ein Roman, der traurig und freudig zugleich sein konnte, hinterlässt mich mit Begeisterung und einer echten Leseempfehlung! Ein tolles Buch über das Leben, welches jeder auf seine eigene Art und Weise wertschätzen und festhalten sollte. Sehr gelungenes Debüt.

                                          katja_kabatja

                                          Beiträge 9
                                          12.01.2017

                                            Danke für dieses großartige Buch!
                                            Krebs.... Diese Krankheit ist heimtückisch und das Schlimmste was sie hervorbringt ist die Angst!
                                            Angst vor dem was kommt, Angst vor der Krankheit selbst, Angst vor Schmerzen, Angst was vor einem liegt, Angst vor dem Tod und selbst wenn man die Krankheit überstanden hat dann bleibt oft die Angst davor wieder zu leben und die Angst die Angst abzulegen.

                                            Berührend wie sich Nina sich zurück ins Leben kämpft.
                                            Sie lernt wieder zu leben und nimmt einen mit durch eine Reise durch schwierige zurückliegende Zeiten und das hier und jetzt....

                                            UNBEDINGT Lesen!

                                            Momo45

                                            Beiträge 9
                                            03.11.2016

                                              Wer gerne Gischichten über Tapferkeit, Mut, Entschlossenheit und das von ganz normalen Menshen wie Sie und ich. Dann können Sie mit dem Buch eine neue Gescichte kennen lernen.

                                              Die Zwanzigjährige Nina hat Ihr Abitur abgeschlossen und wollte will in Münster studieren.
                                              Dann die Diagnose: Leukämie!
                                              Sie ist trotz ihrer Leidensgeschichte komisch und sakastisch zugleich.
                                              Ebenso macht ein Junge ihr noch schwer zu schaffen udn versucht ihm zu zu begegnen. Aber hat sie kaum eine Wahl?

                                              Catharina Junk hat eine Geschichte geschaffen die ans Herz geht und vieleicht auch wirklich passiert sein kann...in einem kleinen Dorf in Niedersachsen?!