Dagmar Hansen

Herzenswege

Dem Leben entgegen
Susannas Leben verlief immer in ruhigen Bahnen. Bis vor einem Jahr ihre Tochter starb. Marie war der fröhliche Mittelpunkt der Familie, furchtlos, eine Reisende. Ganz anders als Susanna. Von ihrer letzten Rucksacktour hat Marie den Eltern Postkarten geschrieben. Die erste zeigt die Sibylle von Cumae, auf der Rückseite hat Marie tief bewegt ein paar Gedanken notiert. Kurzentschlossen bucht Susanna einen Flug nach Neapel. Sie will den Ort mit eigenen Augen sehen, der ihre Tochter so berührt hat. Eine Pilgerreise quer durch Europa beginnt. Eine Reise, die Susanna an ihre Grenzen bringt, sie ihre Tochter neu entdecken lässt – und überraschend auch sich selbst.


Autorenbild Foto von Dagmar Hansen

Der  Autor

Dagmar Hansen veröffentlichte bereits erfolgreich zahlreiche Romane, von denen mehrere für ARD und ZDF verfilmt wurden. Mit «Herzenswege», ihrem ersten Roman bei Rowohlt, wandte sie sich den emotionalen Themen zu und schreibt für Frauen, die das Leben mit allen Höhen und Tiefen kennen und den Mut haben, sich mit ihren Gefühlen und den großen Fragen des Lebens zu beschäftigen.


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Rezensionen

milkysilvermoon

Beiträge 22
29.12.2018

Als ihre Tochter Marie mit nur 31 Jahren an Krebs stirbt, bricht für Susanna Weber und ihren Mann Martin eine Welt zusammen. Auch ein Jahr nach dem Schicksalsschlag ist die 58-Jährige wie gelähmt und muss ihren Job als Lehrerin in Berlin ruhen lassen. Ein Anruf einer ehemaligen Freundin Maries bringt Susanna ins Grübeln. Auf ihrer Rucksacktour, die Marie noch kurz vor ihrer Krankheit unternommen hat, hat die junge Frau mehrere Orte in Europa besucht und Postkarten an ihre Eltern geschrieben. Kurz entschlossen bucht Susanna mehrere Flüge. Sie möchte die Orte mit eigenen Augen sehen, die bei ihrer Tochter einen starken Eindruck hinterlassen haben. Für Susanna beginnt eine Reise, bei der sie ihre eigenen Grenzen überwinden muss, ihre angeknackste Ehe auf die Probe gestellt wird und sie sich selbst überrascht…

„Herzenswege“ ist ein berührender Roman von Dagmar Hansen.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 48 Kapiteln, die von einem Epilog und einem Prolog eingerahmt werden. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Susanna. Eingestreut sind immer wieder die Texte der Postkarten von Marie sowie Susannas Notizen, die sich in Briefform an ihre verstorbene Tochter wenden. Vielen Kapiteln ist ein passendes Zitat bekannter Personen vorangestellt. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.

Der Schreibstil ist locker, anschaulich und lebhaft. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten in Italien, Frankreich, England, Irland und Spanien wecken Fernweh. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

Mit Susanna steht ein sympathischer Charakter im Vordergrund. Sie hatte schnell mein Mitgefühl. Ihre Gefühls- und Gedankenwelt wird sehr gut deutlich. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar, ihre Entwicklung wirkt realitätsnah. Auch die verstorbene Tochter, die nur in Erinnerungen und in Gesprächen für den Leser greifbar wird, ist eine interessante Persönlichkeit. Darüber hinaus gibt es liebevoll dargestellte Nebenfiguren.

Gut gefallen hat mir, dass man als Leser mit Susanna einige weniger bekannte Orte wie Glastonbury und Fanore erkunden kann. Obwohl die Autorin nicht alle Destinationen selbst besucht hat, gelingt es ihr auf gelungene Weise, interessante Informationen zu Land und Leuten in die fiktive Geschichte einzuflechten. Zwar sind die einzelnen Aufenthalte relativ kurz sind. Trotzdem sorgen die Reisestationen für eine lehrreiche Lektüre. Hilfreich bei der geografischen Orientierung sind dabei die Kartenausschnitte, die vor jedem neuen Abschnitt der Reise abgedruckt sind. Leider nehmen Esoterik, Mythen, Magie, Legenden, Märchen und andere übersinnliche Aspekte sehr viel Raum in der Geschichte ein, obwohl ein solches Ausmaß an Spiritualität, überirdischen Begegnungen und Fügungen die Handlung stellenweise etwas unglaubwürdig macht. Das hätte es nicht gebraucht. Dennoch konnte mich die emotionale Geschichte nicht nur unterhalten, sondern auch immer wieder bewegen. Das Thema Trauer spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte. Jedoch wird der Roman insgesamt nicht zu düster. Auch der Abschluss konnte mich überzeugen.

Sehr ansprechend finde ich die Gestaltung des Taschenbuchs. Das hübsche Cover macht optisch etwas her und passt darüber hinaus inhaltlich gut. Ein Pluspunkt ist, dass das Muster auch im Innenteil aufgegriffen wird. Der prägnante Titel ist ebenfalls treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Herzenswege“ von Dagmar Hansen ist ein kurzweiliger Roman, der für schöne Lesestunden sorgt. Eine empfehlenswerte Lektüre vor allem für Leser mit einem Interesse an unbekannteren Reisezielen, Spiritualität und Trauerbewältigung.

Dori5638

Beiträge 33
25.12.2018

Ein sehr gutes Buch, wir folgen in Herzenswege einer Frau auf eine Reise, die ihre verstorbene Tochter Marie geführt hat. Susannas Leben hat sich nach dem Tod von Marie, die mit 31 Jahren an einer unheilbaren Krankheit stirbt, vollkommen verändert. ... das Buch berührt das Herz.

schnäppchenjägerin

Beiträge 62
eine Antwort 21.11.2018

Als sich der Todestag von Susannas einziger Tochter Marie zum ersten Mal jährt, ist sie immer noch in tiefer Trauer und macht sich selbst Vorwürfe, dass sie nicht genug unternommen hat, um ihre Tochter zu retten. Sie ist an Krebs gestorben, der erst sehr spät erkannt worden war.

Marie war eine neugierige junge Frau, die im Gegensatz zu ihrer Mutter gern und viel gereist ist. Nun beschließt Susanna, die letzte Tour ihrer Tochter, von der sie alle Postkarten aufgehoben hat, nachzureisen, um auf den Spuren ihrer Tochter zu wandeln. Sie möchte nachempfinden, warum sie auf der Europareise bestimmte Ort aufgesucht hat und damit auch mehr über ihre Tochter erfahren. Ihr Mann Martin, von dem sie sich zunehmend entfremdet hat, zeigt wenig Verständnis und lässt Susanna allein ziehen.

Von Berlin geht es nach Italien an die Amalfiküste, über die Bretagne nach Somerset und Irland bis nach Spanien und wieder zurück nach Berlin.

"Herzenswege" beschreibt die Reiseroute die die 58-jährige Susanna auswählt, um durch die Begehung der Reiseziele und der Begegnung mit den Menschen vor Ort, mehr über Marie, deren Tod sie noch lange nicht verwunden hat, in Erfahrung zu bringen. Man begleitet Susanna auf den fünf Stationen ihrer Reise, wo sie in den selben Unterkünften wie ihre Tochter übernachtet und die selben Sehenswürdigkeiten aufsucht. Zufällig und/ oder bewusst trifft sie auf Menschen, die Marie auf ihrer Reise kennengelernt hatte und die alle von dem "ganz besonderen Mädchen" schwärmen.

Der Roman liest sich wie eine Pilgerreise, da Susanna etwas spirituell angehaucht ist und viele heilige, religiöse und mysteriöse Orte aufsucht. Die Reiseroute kann man als Leser durch die im Buch abgebildeten Landkarten, aber auch durch die sehr detaillierte Beschreibung der Orte und Landschaften anschaulich miterleben.
Susannas Gefühle kann man darüber hinaus gut nachempfinden. Ihre Trauer über den tragischen Verlust ist allgegenwärtig und auch ihre Schuldgefühle, ihre Vorwürfe, als Mutter versagt zu haben, indem sie nicht beharrlicher auf Arztbesuch insistiert hatte, sind nachvollziehbar dargestellt.
Auch wenn Susanna auf der Reise das Gefühl hatte, Marie zu begegnen und ihr näher zu kommen, blieb mir Marie völlig fremd. Ich konnte nicht mehr über sie erfahren, als dass sie offensichtlich gern gereist ist und eine Freundin in Italien hatte. Darüber hinaus blieben nur leere Worthülsen, die sie übertrieben als Lichtgestalt darstellten. Auch empfand ich Susannas Aufenthalte, die zumeist nicht mehr als eine Nacht an einem Ort waren, zu abgehetzt, um sich mit Marie und ihren gewählten Reisezielen auseinanderzusetzen.
So empfand ich den Roman als etwas oberflächlich und hatte mir auch etwas exotischere Reiseziele in Bezug auf die "furchtlos reisende" Marie vorgestellt, die für Susanna eine größere Herausforderung gewesen wären, als Westeuropa.

"Herzenswege" ist eine Mischung aus Reiseführer und Trauerbegleitung, mit dem Menschen, die nahe Angehörige verloren haben neuen Mut und Hoffnung schöpfen, so wie Susanna auf der Reise trotz ihrer Trauer auch viele glückliche Momente erlebte und ihrer Tochter (durch eingebildete Zeichen) näher und darüber hinaus auch zu Erkenntnissen über sich selbst gekommen ist, um ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Susanna lernt, den Tod zu akzeptieren, ohne dass ihr Leben vorbei sein muss und loszulassen, denn jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne.

  • Sonjas Bücherecke

    Beiträge: 70
    11.12.2018

    Sehr interessant zu lesen. Wandert auf meine Wunschliste.

buchleserin

Beiträge 18
03.08.2019

    Susannas Tochter Marie starb vor einem Jahr. Susanna macht sich auf eine Reise durch Europa und besucht nun selbst die Orte, die ihre Tochter auf ihrer letzten Rucksacktour besucht hatte. Durch die Menschen die Marie kennengelernt hatte auf ihrer Reise und die Susanna nun trifft und die Orte die Marie berührt haben, fühlt sich Susanna ihrer Tochter näher.
    Dieser Roman ist sehr bewegend. Ein Ehepaar, das ihre einzige Tochter verloren hat, in tiefer Trauer, bis Susanna sich auf die Reise macht und dadurch auch glückliche Momente erlebt. Ihr Mann Martin bleibt allein zu Hause und versteht nicht, warum seine Frau, diese Reise machen will. Die Trauer der beiden kann man direkt spüren, ihre Gefühle, was sie durchmachen. Diese Geschichte ist sehr mitfühlend und bewegend.
    „Herzenswege“ ist ein Roman, der mich sehr berührt hat.

    JanisZie

    Beiträge 7
    03.06.2019

      Der Roman "Herzenswege" handelt von einer Mutter, die auf den Pfaden des letzten Urlaubs ihrer verstorbenen Tochter wandelt.
      Ich habe leider nicht sofort einen Zugang zu diesem Buch bekommen. Mir sind die Passagen stellenweise zu langatmig und Inhalte wiederholen sich aus meiner Perspektive zu oft. Mir ist es dadurch schwer gefallen das Buch bis zum Ende zu lesen. Wenn man dies tut, wird man jedoch noch überrascht.
      Zum Ende wird der Umgang eines Verlusts des eigenen Kindes innerhalb der Partnerschaft sehr schön und spannend beleuchtet. Manche Szenen ließen die Tränen fließen. Insgesamt hat mich das Buch aufgrund der Reise und den einzelnen Zielen angesprochen.
      Die Thematik der Verarbeitung des Verlusts einer Tochter ist für mich wahrscheinlich nicht ganz so ansprechend, weil ich einfach keine Mutter bin. Dennoch wurden die Gefühle der Mutter sehr gut dargestellt.

      kiira_no

      Beiträge 5
      09.04.2019

        Voller Liebe, Schmerz, Trauer, Erinnerungen und der Erkenntnis, dass das eigene Kind einem schon eher entronnen ist als nur durch den Tod.

        Eine Mutter, die ihr verstorbenes Kind noch einmal neu kennenlernt, sich auf eine Riese begiebt ihre Trauer zu verarbeiten und Lebensfreude zurück zugewinnen.

        EIn Buch geschreiben erfüllt von Leichtigkeit und doch Tiefe, begrührend auf allen Ebenen.

        Zitat meiner Mutter:" Es trifft mich als Mutter umso mehr, ich kann all die Gefühle nachempfinden ohne in den romantisierenden Kitsch anderer Romane zu driften."

        Marian

        Beiträge 12
        11.03.2019

          Wie der Tod der geliebten Tochter das Leben der Eltern verändert

          Das Cover des Buches ist sehr gut gewählt. Da es nichts über die Geschichte aussagt macht es schon neugierig auf den Roman. Der Schreibstil ist sehr gut gewählt, sodass man den Roman nicht mehr aus den Händen legen mag.
          Die Autorin beschreibt Susanna sehr gut, es entsteht das Gefühl ihr schon begegnet zu sein. Es wird sehr gut der Verlust der Tochter Marie beschrieben und die dadurch entstehenden Probleme der Eltern. Am ersten Todestag von Marie ruft deren Freundin aus Italien an und lädt Susanna ein. Diese entscheidet sich für eine sofortige Reise zu ihr. Sie erweitert diese Reise durch einen Teil Europas um die Reiseziele der letzten Reise von Marie zu ergründen. Susanna begegnet Menschen, die auch Marie kennengelernt hat. Von ihnen erfährt sie Dinge über ihre Tochter, die ihr bisher noch nicht bekannt waren.
          Durch dieses Erlebnis ist sie ihrer Tochter sehr nahe gekommen. Sie schreibt von jeder Station der Reise das Erlebte für Marie auf.
          Für mich entsteht der Eindruck, dass Susanna durch diese Reise viel Kraft gegeben wurde für die bis dahin noch nicht beendete Trauerverarbeitung.

          Lesegenuss

          Beiträge 38
          eine Antwort 08.02.2019

            Der Roman "Herzenswege" beginnt mit einem Vers von Anselm Grün "Wenn du über dein Kind nachdenkst". Allein die geschriebenen Worte regen mehr als zum Nachdenken an. "Herzenswege" von der Autorin Dagmar Hansen ist mein erstes gelesenes Buch von ihr. Es handelt von Susanna und Martin, die vor einem Jahr ihre erwachsene Tochter Marie im Alter von gut 30 Jahren durch eine schwere Krankheit verloren haben. Ein Jahr ist vergangen, doch der Schmerz, die Trauer sitzt noch immer tief. Zwischen den beiden ist nichts mehr wie es war. Wie auch.
            Bis Susanna die spontane Idee hat, sich auf eine Reise zu begeben, die ihre Tochter gemacht und liebevolle Postkarten von den Orten geschickt hatte.
            Dieser wirklich wunderbar geschriebene Roman hat mich mehr als berührt. Ich konnte mich gut in Susanna hineinversetzen, die noch nicht weiß, dass es einen Weg gibt, um das Leben neu zu begehen. Denn vergessen wird man nie, aber der Schmerz und die Trauer werden leichter.
            Die Grundidee, den Verlust eines Kindes, verbunden mit all dem Drumherum, und dabei sich selbst und den Partner nicht aus den Augen zu verlieren, daraus stellte sich für mich die Frage, wie würde ich damit umgehen.
            Susannas Pilgerreise beginnt in Neapel. Die Beschreiben der einzelnen Stationen, ihren Erlebnissen waren bildhaft und wunderbar geschrieben. Das Leben braucht manchmal einen kleinen Schubs, so wie hier in der Geschichte. Zum einen für Susanna, aber auch ihren Mann Martin. Er, der einen besonnenen, ruhigen Eindruck vermittelt, seine menschliche Seite, sein Schmerz zeigt sich am Ende. un das im positiven Sinn.

            "Herzenswege" hat mich mit seiner Story gut unterhalten und manches Mal war ich ziemlich dicht am Wasser gebaut. Es ist keine Lektüre für zwischendurch. Das freundlich-helle Cover täuscht.
            Ein Roman, der zum Nachdenken anregt

            • kugelrund

              Beiträge: 21
              05.10.2019

              Ich hab hier gerade jede Rezi gelesen und für mich entschieden das Buch zu kaufen bzw wenn ich Glück hab hat es die ortliche Bücherei und ich kann ausleihen. Auf jedenfalls befürchte ich das es mich im positiven Sinne sehr aufwühlen wird.

            Babylu

            Beiträge 12
            15.12.2018

              Eine Mutter die Tochter verliert.Eine Tochter die das Reisen liebte und dies wird der Weg den Susanna wählt ihrer Tochter nah zu sein. Sie pilgert durch quer durch Europa.Sie ist an Orten wo bereits ihre geliebte Tochter Sibylle war.Sie ist ihr nah,lernt sich aber auch neu kennen.
              Sehr berührend und gefühlvoll geschrieben!

              anni59

              Beiträge 14
              09.12.2018

                Susanna und Martin sind tief erschüttert, sie haben viel zu früh ihre Tochter Marie verloren. Sie hat den Kampf gegen den Krebs verloren und das obwohl sie noch so viel in ihrem Leben vorhatte. Beide trauern auf ihre eigene Art. Während Martin nicht einmal Maries Zimmer betreten kann, hält sich Susanna nirgendwo sonst auf. Ein Anruf von Maries guter Freundin Angela weckt Susanna aus ihrer Trauer. Sie möchte Maries letzte Reise Revue passieren lassen und noch einmal mit Marie unterwegs sein. Also nimmt sie sich viel vor, packt kurzerhand ihre Sachen und ist einfach nur unterwegs. Sie lernt viel über sich selbst aber erfährt auch viel Neues über ihre verstorbene Tochter.


                Ich finde es toll dass Susanna wieder Lebensmut geschöpft hat und ihr die Reise so viel gebracht hat. Leider konnten mich die Emotionen aber nicht wirklich überzeugen und mir hat am Ende das gewisse Etwas gefehlt, um mich zu 100% vom Buch zu überzeugen.

                steffi_the_bookworm

                Beiträge 25
                22.11.2018

                  Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in der Geschichte anzukommen und war noch nicht richtig gepackt, aber sobald die Reise von Susanna los ging, hat es mir dann deutlich besser gefallen.

                  Susanna und Martin haben ihre Tochter Marie verloren und beide gehen sehr unterschiedlich mit ihrer Trauer um und verlieren dabei auch ihre Ehe aus den Augen. Susanna macht sich dann auf eine Reise durch Europa, auf den Spuren von Marie.

                  Auch wenn die Reise "nur" nach Europa geht, fand ich die Orte, die wir auf dieser Reise kennenlernen, sehr interessant. Es sind einige sehr mythische Orte, die mir teilweise aber wirklich komplett unbekannt waren und ich habe so noch einiges mitgenommen. Die Ziele werden sehr gut beschrieben und auch ihre Geschichte erzählt, dennoch habe ich mir beim Lesen dann noch ein paar Bilder im Internet rausgesucht, um einen besseren Eindruck zu bekommen.

                  Wie gesagt sind die verschiedenen Orte sehr spannend, aber ich fand es manchmal ein wenig schade, dass sich Susanna immer nur sehr kurz dort aufhält und manchmal kam es mir ein wenig gehetzt vor. Man merkt aber dennoch wie die Reise Susanna verändert und ihr dabei hilft ihre Trauer zu bewältigen.

                  Auch wenn es um Trauerbewältigung geht, ist das Buch nicht übermäßig traurig, sondern es wird versucht in vielem das Positive zu sehen. Zum Ende hin hat mich das Buch dann aber doch sehr berührt und ich hatte dann doch noch das eine oder andere Tränchen im Auge.