David Safier

Aufgetaut

Eine Steinzeitfrau sucht das Glück
Über dreiunddreißigtausend Jahre war Urga zusammen mit einem Baby-Mammut in einem Eisblock eingefroren, doch dank der Erderwärmung tauen sie wieder auf. Nach einem ersten Blick auf die moderne Menschheit würde die Steinzeitfrau am liebsten gleich wieder zurück ins Eis gehen. Aber Urga ist eine Kämpferin: Bevor sie aufgibt, will sie herausfinden, ob man in dieser höchst seltsamen Welt das Glück finden kann. Ihre Irrfahrt führt sie von der Arktis über Indien bis nach Italien. Wird Urga das Geheimnis des Glücks finden? Für sich? Für das kleine Mammut? Gar für die Leser dieses Buches?


Autorenbild Foto von David Safier

Der  Autor

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Seine Romane, darunter "Mieses Karma", "Jesus liebt mich", "Happy Family" und "Muh" erreichten Millionenauflagen. Auch im Ausland sind seine Bücher Bestseller. Als Drehbuchautor wurde David Safier unter anderem mit dem Grimme-Preis sowie dem International Emmy (dem amerikanischen Fernseh-Oscar) ausgezeichnet. David Safier lebt und arbeitet in Bremen, ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen Hund.


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Rezensionen

nicigirl85

Beiträge 10
03.06.2020

    Titel: Was bedeutet Glück für dich?

    Ich habe schon ewig keinen Roman mehr von David Safier gelesen und da ich mal wieder etwas Kurzweiliges und Lustiges lesen wollte, griff ich zu diesem Buch und bekam das Gesuchte auch.

    In der Geschichte geht es um Felix, der bei einem Urlaub über eine Steinzeitfrau stolpert, die aus dem ewigen Eis geschmolzen kam. Gemeinsam mit ihr und seiner Tochter Maya sucht er nach dem Glück. Werden sie es finden? Und vor allem: was ist Glück überhaupt?

    Wieder einmal zeigt David Safier, dass er nicht nur lustig kann, sondern auch gesellschaftskritisch ist, denn der Roman liest sich zwar kurzweilig, ist aber deswegen nicht ohne Tiefgang.

    Es kann keinen anderen Namen als Felix, der Glückliche, geben für einen Protagonisten, der nach dem Glück sucht. Ich mochte, dass er über sich hinauswächst und erkennt was wirklich zählt im Leben. Er zeigt als Darsteller sehr gut, dass in jedem von uns auch ein wenig Eigennutz liegt und Selbstlosigkeit keine Selbstverständlichkeit ist.

    Urga als Figur ist mal jemand, der mir so noch nicht untergekommen ist. Sie passte für mich total in die heutige Zeit und könnte positives bewirken mit dem was sie mitbringt. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen.

    Mein Lieblingscharakter ist jedoch Maya, weil man als Erwachsener gern einfach mehr wäre wie sie. Man sollte das Kämpfen für die gerechte Sache und das Träumen niemals aufgeben.

    Der Roman war spannend, hat mich zum Nachdenken gebracht und ich konnte zudem auch noch herzhaft lachen.

    Etwas schade fand ich die Botschaft, dass Glück scheinbar nur in der partnerschaftlichen Liebe zu finden ist. Das finde ich in der heutigen Zeit etwas überholt, da es nicht jedem vergönnt ist. Besser wäre eine Message gewesen wie Liebe zur Familie, zu Freunden, zu sich selbst und dann vielleicht auch ein klein wenig zu jemand anderen. Da zum Schluss jeder sein Glück in den Armen eines anderen Menschen findet, fand ich das Ende etwas realitätsfern.

    Fazit: Gute Unterhaltung, die sich ungemein süffig lesen ließ und viele Schmunzler bei mir hervorgerufen hat. Daher empfehle ich "Aufgetaut" gern weiter.

    Sabienchen65

    Beiträge 33
    03.06.2020

      Mal wieder ein überaus lustiges und kurzweiliges Buch des Autors, dass mir sehr humorvolle und schönes Lesestunden in einer doch recht schwierigen Zeit beschert hat. Meines Erachtens nach die perfekte Lektüre, für trübsinnige Tage, die diesen doch wieder überaus erträglich machen. Wenn man die ein oder andere Lachträne vergießen muss. Eine große Empfehlung und ein Buch das glücklich macht!

      Paulaaa

      Beiträge 50
      02.06.2020

        Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen, es passt hervorragend zu den anderen Büchern des Autors und macht mir direkt gute Laune! Die witzigen Illustrationen treffen mit meinen Vorstellungen genau überein.

        Auch den Schreibstil finde ich hier sehr angenehm, die Geschichte lässt sich, trotz einiger Perspektivenwechsel, sehr gut und verständlich lesen.


        Was mir hier besonders gefallen hat, ist das Thema. Es geht nicht nur um einen humorvollen Roman, der den Leser zum Lachen bringen soll, sondern vielmehr um die Suche nach dem Glück. Denn alle Charaktere der Geschichte sind auf der Suche nach ihrem eigenen Glück. Dabei lernen sie sich selbst neu kennen und wachsen zunehmend an den verschiedenen Situationen, die es zu meistern gilt. Diese Wandlung der Charakter hat mir sehr gut gefallen, im Laufe der Geschichte lernen sie alle was wirklich im Leben zählt.


        Das ist bestimmt nicht die stärkste Geschichte des Autors, aber trotzdem ein tolles Lesehighlight, das dem Leser ein paar schöne Lesestunden verschafft.

        dieTini

        Beiträge 6
        29.05.2020

          Bücher dieses Autors lese ich gerne, da sie bisher immer sehr humorvoll und unterhaltsam waren. "Aufgetaut" konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Die Geschichte, dass die Steinzeitfrau Urga in einem Eisblock eingefroren wurde und in der heutigen Zeit wieder auftaucht, ist zwar vielversprechend, doch insgesamt habe ich mehr Witz und Überraschungen erwartet.

          Urga war mir zumindest sympathisch und ihr Mini-Mammut Trö war klasse. Der Kleine ist auch mein Highlight im Buch. Die anderen Figuren mochte ich nicht wirklich. Am interessantesten war noch der knurrige Kapitän, dessen Gedanken ich zumindest nachvollziehen konnte. Felix und seine Tochter Maya waren nicht unbedingt mein Fall.

          Ein bisschen schade fand ich es, dass Urga sich so schnell in der neuen Zeit zurechtfindet. Obwohl für sie wirklich alles neu ist, hält sich ihr Staunen und auch ihre Angst ziemlich in Grenzen. Außerdem kommt sie sofort mit allem klar. Sogar die Sprache versteht sie in einem rasenden Tempo. Ich habe mir das Ganze dann doch ein bisschen witziger vorgestellt. Trö sorgte dagegen immer wieder mit kleinen Episoden für Heiterkeit. Das war gelungen.

          Gefallen hat mir auch der leichte und flüssige Schreibstil.

          Fazit:

          Alles in allem war es ein nettes Buch für zwischendurch.

          mysticcat

          Beiträge 11
          eine Antwort 01.05.2020

            In Österreich läuft derzeit die Werbung, dass man einen Meter Abstand halten soll – das ist so viel, wie ein Babyelefant lang ist. Für die Protagonistin aus dem neuen Buch von David Safier ist das kein Problem – hat sie doch ein Babymammut treu an ihrer Seite. „Aufgetaut“ ist 2020 im Kindler Verlag als Klappbroschur erschienen. Dieses Buch war auf meiner Wunschliste und ich war entsprechend gespannt darauf

            Worum geht es?
            Und wieder werden zwei Schicksale miteinander verknüpft – eigentlich mehrere – diesmal wieder über den zeitlichen Horizont hinweg. Steinzeitfrau Urga hat eine unfreiwillige Konservierung überstanden und wird lebendig in unserer Zeit wieder aufgetaut. Felix ist glückloser Start-Up-Unternehmer, der mit seiner Tochter, die sich dem Umweltschutz verschrieben hat und äußerst Klug und schlagfertig ist, auf einer Kreuzfahrt befindet, weil er auf dem Schiff Vorträge hält, um irgendwie seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Nachdem er mit der Mutter seiner Tochter getrennt lebt, kommen die beiden so auf ungestörte Zeit zu zweit. Bis Urga und das Babymammut auftauchen.

            Meinung zum Buch
            Von der Handlung möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, notwendig finde ich es aber, zu erwähnen, dass die aktuelle Start-Up-Idee von Felix eine Glücksapp ist. Dafür findet er gerade bei Urga viel Inspiration, denn sein neues Projekt ist es, sie über alle Sprachgrenzen und Zeitgrenzen hinweg glücklich zu machen.
            In der gesamten Handlung ergeben sich Irrungen und Wirrungen – und wichtige Charaktere aus dem früheren Leben von Felix tauchen dabei auf.
            Viele der Figuren machen eine große Wandlung durch, was das Buch so lesenswert macht. Wer Bücher von David Safier bereits kennt, schätzt seine unverwechselbaren Charaktere, die stets sehr authentisch rüber kommen.
            In diesem Buch ist mein Lieblingscharakter Felix Tochter, ich habe immer das Gefühl, sie durch das Buch sprechen hören zu können.

            Fazit: Wieder ein gelungenes Buch aus der Feder (oder dem PC) von David Safier. Es hat mir gefallen, mit Felix, Urga und den anderen nach dem Glück zu suchen.

            • Sonjas Bücherecke

              Beiträge: 80
              24.05.2020

              Hört sich interessant an.

            AntjeDomenic

            Beiträge 33
            29.04.2020

              Nachdem die Bücher von David Safier immer so viele positive Bewertungen bekommen haben musste ich auch endlich mal ein Buch des Autors lesen. Und was soll ich sagen, ich hätte schon eher seine Bücher lesen sollen.


              Sein Schreibstil ist genau mein Geschmack und ich merkte gar nicht, wie ich innerhalb kurzer Zeit das Buch durchgelesen habe. Der Klappentext ist für mich wirkich begeisternd geschrieben und ich wollte danach das Buch so gern lesen. Und auch das Cover ist ein absoluter Wiedererkennungswert zu den anderen Büchern des Autors.


              Die Charaktere sind super beschrieben und man kann sich auf eine lustige aber auch interessante Reise im Buch freuen. Ich kann es wirklich nur empfehlen. Und auch ein wenige Kritik kann man hinter dem Geschriebenen vom Autor erkennen und verstehen. Er hat es wirklich geschafft mich zu überzeugen und in Zukunft wieder einmal zu einem Werk aus seiner Feder zu greifen.


              Es ist wirklich eine tolle Geschichte und ich hoffe, dass ganz viele Leser sich für das neue Buch finden!!!

              yellowdog

              Beiträge 11
              26.04.2020

                Ein sympathisches Buch

                David Safiers neuer Roman Aufgetaut ist harmlos, aber amüsant und warmherzig. Die Figuren sind liebevoll gestaltet. Das gilt sowohl für die Steinzeitfrau Urga und ihre Mini-Mammut als auch Kapitän Lövskar, Felix und seiner Tochter Maya.
                Die kleine Maya ist meine Lieblingsfigur. Sie ist altklug und naseweis, aber auch wirklich ganz schön clever.

                Es gibt auch nicht so positiv besetzte Figuren, wie die egoistische Amanda und ihre Soldaten sowie Felix größenwahnsinniger Vater. Sie sind hinter Urga her, um sie für die Kryonik zu erforschen.
                Doch Felix und die anderen versuchen der aufgetauten Urga zu helfen und es kommt zu einigen temporeichen Szenen. Der Roman ist nicht gerade langweilig. Nebenbei werden noch zeitgenössische Themen behandelt wie der Klimawandel, Patchworkfamilie u.a.

                Es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen.

                tigerbea

                Beiträge 93
                25.04.2020

                  Als Felix und seine Tochter Maya eine Kreuzfahrt durch die Arktis unternehmen, treibt plötzlich ein Eisblock am Schiff vorbei. Doch es ist kein gewöhnlicher Eisblock. In ihm sind die seit 33.000 Jahren schockgefrostete Steinzeitfrau Urga und das Mini-Mammut Trö gefangen. Kaum aufgetaut, muß Urga feststellen, daß sie am liebsten in ihre Zeit zurück will. Doch zusammen mit Felix, Maya und Kapitän Lovskar macht sie sich auf die Suche nach dem Glück für sich und Trö.

                  "Aufgetaut" von David Safier hat mir sehr schöne Lesestunden bereitet. Das Buch ist zum Teil witzig, zum Teil macht es aber auch nachdenklich. Urgas Suche nach dem Glück für sich und Trö hat mich berührt. Gerade durch den Rückblick in die letzten Stunden ihres Steinzeitlebens werden diese Charaktere sehr Mitleid erregend. Sie waren früher zum Ende hin traurig und waren dies auch nach dem Auftauen. Ich habe mich oft gefragt, welches Schicksal wohl in der Realität auf sie gewartet hätte. Sehr weit ist dieses Buch davon sicher gar nicht weit entfernt. Aber alle Charaktere durchleben hier eine Entwicklung, die sie sympathisch macht und ihr Leben zum Positiven verändert. Dies ist das Schöne an diesem Buch. All diese Ereignisse werden auf humorvolle Art erzählt. David Safier hat eine spezielle Art von Humor, die verstanden werden will. Er greift ernste Themen wie Umweltschutz, die Suche nach dem Glück und welches Schicksal einer Steinzeitfrau heute drohen würde gekonnt auf und verpackt all dies in einen lockeren, humorvollen Roman. Dadurch kann man herzhaft lachen und sich andererseits auch eigene Gedanken über diese Themen machen.

                  lesekatha65

                  Beiträge 2
                  17.04.2020

                    Das Buch habe ich schon allein aus Prinzip gelesen, da mir die vorherigen Bücher des Autors so gut gefallen haben!

                    Das Cover erinnert stark an die anderen Bücher, hebt sich aber trotzdem ab und hat was eigenes. Ich finde es ist ein schönes Cover das zum Lesen anregt.
                    Auch der Klappentext macht sehr neugierig und Lust auf mehr.

                    Es geht um Urga, eine Steinzeitfrau, die gemeinsam mit einem Babymammut in einen Eisblock eingefroren wurde. Entdeckt werden die beiden von Felix, der mit seiner Tochter auf Kreuzfahrt ist. Gemeinsam mit dem Kaptain des Schiffs versuchen Felix und seine Tochter Urga glücklich zu machen und sie gleichzeitig vor einer Wissenschaftlerin zu beschützen die Experimente an Urga durchführen möchte.

                    Das Buch hat eine witzige Stellen und auch sehr sympathische und unterschiedliche Charaktere. Die Geschichte wird aus der Sicht von allen erzählt.
                    Obwohl mir die Geschichte gefallen hat, war sie nicht die beste des Autors , die Unterhaltung hier ist eher kurzweilig, es lohnt sich aber trotzdem das Buch zu lesen.

                    Eseskalierteh

                    Beiträge 32
                    13.04.2020

                      Lustiges spannendes Buch was gut geschrieben wurde. Es machte Spaß es zu lesen. Das Cover sagt mir persönlich nur nicht wirklich zu; aber das hat ja keine Auswirkung auf den Inhalt des Buches. Ansonsten ist es zu empfehlen.

                      waldhimbeere

                      Beiträge 36
                      11.04.2020

                        Ich muss zugeben, ich bin ein Fan von David Safier... leider hat mich dieses Buch nicht gänzlich überzeugt. Wie immer geht es um eine ziemlich absurde Geschichte: In diesem Fall wird eine Steinzeitfrau gemeinsam mit einem Mammut in der Gegenwart wieder aufgetaut, nachdem sie in der Steinzeit von einem Eissturm überrascht wurde. Urga ist eine (für damalige Zeiten) emanzipierte Frau, die wegen der Liebe ihres Lebens sogar mit auf die Jagd gehen wollte. Gerade dieser Sturkopf wird ihr dann zum Verhängnis und verschlägt sie in die Gegenwart.
                        Ganz im GEgesantz zu ihr ist Felix, ein GEschäftsmann, der schon einige berufliche Misserfolge einstecken musst, gerade auf einer Kreuzfahrt durch das Eismeer, als der Eisblock mit Urga und dem Mammut Tröt auftaucht. Gemeinsam mit seiner Tocher und dem Kapitän des Schiffs macht er es sich zur Mission für Urga das Glück zu finden.
                        Die Definition von Glück zieht sich durch das gesamte Buch, deswegen stimmt es tatsächlich auch ein wenig nachdenklich. Der Stil von David Safier ist wie immer sehr humorvoll und witzig und das Buch eignet sich hervorragen für ein paar unbeschwerte Lesestunden. Trotzdem ist es meiner Meinung nach nicht das beste Buch von David Safier.

                        seschat

                        Beiträge 21
                        11.04.2020

                          Modernes Märchen mit Luft nach oben

                          Was habe ich David Safiers Verwandlungs- und Zeitreisegeschichten geliebt. Sein neues Werk über die 33.000 Jahre alte Steinzeitfrau Urga, die in der Gegenwart ihr Glück sucht, reicht leider nicht an des Autors Hochkaräter "Jesus liebt mich" und "Plötzlich Shakespeare" heran.

                          Beim Lesen ergaben sich doch einige Längen und die Kombination von Gegenwart und Vergangenheit ist leider nicht so ganz geglückt. Die Geschichte ist durchaus unterhaltsam, wenn auch arg konstruiert. Die fortwährende Suche nach dem Glück mittels Glücks-App war mir zu monoton. Urga, die sich in der Jetztzeit behaupten muss, ist eine sympatische Protagonistin. Technische Veränderungen schrecken sie nicht, sondern werden anstandslos akzeptiert und mutig ausprobiert. Mein Lieblingscharakter ist allerdings Baby-Mammut Trö, das sich so ganz eigene Gedanken um sein Leben und seine neue (Menschen-)Mutter Urga macht; witzige Szenen inklusive. Auch Maya, die Tochter des App-Erfinders Felix Sommer, mochte ich aufgrund ihrer altersklugen Sprüche und hartnäckigen Art sehr. Die anderen Figuren blieben etwas blass hinter den genannten zurück.

                          Safiers meisterhafter Humor schien stellenweise durch. Das erwartete Gagfeuerwerk blieb allerdings aus. Schade. Der einfache Sprachstil förderte den Lesefluss.

                          FAZIT
                          Insgesamt hatte ich mir in Bezug auf Inhalt und Witz von Safiers 331-seitigem Buch mehr erwartet. Daran konnte auch der wieder famos gezeichnete Einband nichts ändern. Wer eine kurzweilige Geschichte, die an ein modernes und z.T. recht durchgeknalltes Märchen erinnert, sucht, der kann ruhigen Gewissens zugreifen.

                          himbeerhummel

                          Beiträge 24
                          03.04.2020

                            Der neue Roman von David Safier hält mal wieder alles, was der Name David Safier auf dem Cover verspricht: Eine absolut skurrile Geschichte mit liebenswerten Charakteren und einer Menge Witz und Humor.

                            Felix ist bereits mit zwei Startups gescheitert und befindet sich zu Beginn der Handlung gemeinsam mit seiner Tochter Maya, einer etwas altklugen aber sehr lustigen Zwölfjährigen, auf einem Kreuzfahrtschiff durch die Antarktik, wo er Vorträge zum Thema „Scheitern“ hält. Der Kapitän des Schiffs, Kapitän Lovskar, ist anfangs gar nicht von Felix angetan, so wie er von fast nichts mehr angetan und meistens sehr griesgrämig ist.
                            Als Felix an der Reeling lehnt und gerade über ein neues Start-Up, eine Glück-App, nachdenkt, treibt plötzlich ein Eisklotz vorbei, in dem eine Steinzeit-Frau und ein kleines Mini-Mammut eingefroren sind.
                            Und damit kommt die Geschichte eigentlich ins Rollen. Urga, die Steinzeitfrau, wurde vor über 30 000 Jahren gemeinsam mit dem kleinen Mammut Trö von einem Eissturm überrascht und schockgefrostet.
                            Dank Felix Jugendliebe, die eine Spezialistin in Cryowissenschaften ist, wird Urga aufgetaut und muss sich nun nicht nur in dieser ihr völlig fremden Welt zurechtfinden, sondern ist auch in Gefahr, denn Amanda (die Cryotechnikerin) hat nicht nur gute Absichten. Gut, dass Felix, Maya und Kapitän Lovskar sich der Mission verschrieben haben, Urga zu zeigen, wie man glücklich wird.

                            Es ist ein wirklich witziger Roman, ganz im Stil von David Safier. Ich habe schon mehrere Bücher von ihm gelesen und finde, dass auch dieses Buch alle meine Erwartungen an eine skurrile und humorvolle Geschichte erfüllt hat.

                            jackleser

                            Beiträge 42
                            eine Antwort 03.04.2020

                              Janne Mommsen hat es auch mit seinem dritten Roman rund um die kleine Buchhandlung auf der kleinen Nachbarinsel von Sylt geschafft, ab Zeile 1 die positive und harmonische Stimmung zu transportieren, die ich mit einem Urlaub am Meer verbinde! Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände ist man sofort in der Geschichte über Hauke und seine drei Sandkastenfreunde Wiebke, Kai und Nicole drin, die sich nun mit knapp 40 Jahren zum ersten Mal nach dem Abi-Abschiedssommer vor 20 Jahren wiedertreffen. Gefühlvoll wird beschrieben, wie die gemeinsame Zeit die vier ein Leben lang beeinflusst hat und wie oft sie trotz der seitdem vergangenen Zeit darauf zurückblicken. Für mich ist es immer ein Highlight einen neuen Roman von Janne Mommsen zu lesen.
                              Nun war es wieder soweit, auch dieser spielt wieder auf Föhr und die Inselbuchhandlung spielt eine Rolle im Roman. Toll finde ich es ja immer wieder, dass man die Figuren aus den vorherigen Bänder wieder trifft egal wie kurz die Szene auch sein mag.
                              Mir ist der Einstieg ins Buch wirklich sehr leicht gefallen und ich bin auch viel zu schnell durch das Buch durch gewesen.
                              Den Erzählstil den der Autor gewählt hat empfand ich als sehr angenehm. Es hat sich für mich angefühlt als ob er mich an die Hand genommen hat und mich durch den Roman geführt hat. Der dritte Band rund um die Inselbuchhandlung hat mir wieder besser gefallen. Es war schön die Insel Föhr und Gretas Inselbuchhandlung nochmals zu besuchen und die vier Freunde kennenzulernen. "Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung" bietet eine kleine Auszeit und Urlaub fürs Gemüt.

                              • weberin

                                Beiträge: 22
                                03.04.2020

                                Ich glaube fast, du hast das hier an der falschen Stelle gepostet... ;-)

                              bookvamp

                              Beiträge 6
                              03.04.2020

                                Eine Steinzeitfrau sucht ihr Glück
                                Cover: Passt gut zu den bisherigen Büchern des Autors und bringt einen zum Schmunzeln, da kann man sich direkt Urga und das kleine Mammut in Aktion vorstellen.

                                Inhalt: Die emanzipierte Steinzeitfrau Urga, will es den Männern ihrer Sippe beweisen und geht auf Mammutjagd. Doch dabei wird sie von einem Eissturm überrascht und mit einem Babymammut eingefroren, bis sie von einem Kreuzfahrtschiff gefunden wird. Ab hier beginnt das Abenteuer in der Neuzeit, auf der Suche nach Glück und wird dabei von Felix und seiner Tochter begleitet.

                                Meine Meinung: Viele humorvolle Momente werden hier mit ein wenig Gesellschaftskritik zu einer locker und leichten Unterhaltung vermischt. Die Charaktere nehmen einen mit auf eine lustige und chaotische Reise durch die Neuzeit.
                                Urga ist eine taffe Steinzeitfrau, die sich nicht unterkriegen lässt, dabei trifft sie immer wieder auf die Gefahren unserer Zeit. Anstatt sich vor Mammut oder Raubkatzen zu fürchten, sind es hier die großen Konzerne und die falschen Versprechungen von Glück.
                                Felix ist ein Start-Up-Gründer der bereits zwei Firmen in den Sand gesetzt hat und auf dem Kreuzfahrtschiff ein Vortrag halten soll. Er sucht genauso nach dem Glück wie Urga ist, dabei aber immer sehr mit sich selber beschäftigt. Seine Tochter Maya ist mit ihren 11 Jahren bereits ein sehr aufgewecktes und selbstständiges Kind. Sie ist neugierig und spiegelt klar die umweltbewusste Jugend wieder.
                                David Safier schafft es in seinem Buch viele aktuelle Gesellschaftsthemen lustig und trotzdem kritikreich dem Leser zu vermitteln. Obwohl es gefühlt Turbulent und voll beladen mit Inhalt ist, schafft man es als Leser gut sich am Ende ein vollständiges Bild zu machen. Ich glaube jeder Leser findet sich irgendwo wieder, häufig auch da wo unser schlechtes Gewissen anfängt oder anfangen sollte.
                                Die Geschichte zeigt sehr schön, dass es nicht immer das Märchen-Glück ist was die Menschen suchen, sondern das Glück für jeden etwas Anderes sein kann, es sich aber für jeden lohnt danach zu suchen.

                                Fazit: Humorvolle Gesellschaftskritik mit liebevollen Charakteren und der Suche nach dem persönlichen Glück.

                                Petzi_Maus

                                Beiträge 21
                                30.03.2020

                                  ganz nette Unterhaltung für Zwischendurch - nur Trö ist echt richtig super!! :D

                                  Kurz zum Inhalt:
                                  Vor 33.374 Jahren wurde die Steinzeitfrau Urga plötzlich von einem Eissturm überrascht, als sie gerade mit traurigem Herzen das Babymammut Trö knuddelte, und die beiden wurden eingefroren.
                                  In der Jetzt-Zeit reist Felix gerade mit seiner 11-jährigen Tochter Maya auf einem Kreuzfahrtschiff, als ein Eisblock gesichtet wird, in dem sich eine eingefrorene Steinzeitfrau mit einem Baby-Mammut befindet.
                                  Felix, dem gerade viele Überlegungen zu seiner neuen Glücks-App im Kopf herumschwirren, hat die Idee, dass ihm die Steinzeitfrau vielleicht dabei helfen kann herauszufinden, was glücklich sein eigentlich genau bedeutet.
                                  Und Urga, eine starke Frau, lässt sich auf das Abenteuer Zukunft erstmal ein und hofft, vielleicht hier endlich ihr Glück zu finden, nachdem sie in der Steinzeit von ihrer großen Liebe und ihrer Schwester so schwer enttäuscht wurde...


                                  Meine Meinung:
                                  "Aufgetaut" war wie auch die anderen humorvollen Bücher von David Safier richtig flott wegzulesen.
                                  Leider war ich nicht so begeistert wie von seinen anderen Romanen; ich hatte mir irgendwie mehr erwartet.
                                  Das Buch hätte viel Potential gehabt, denn eine Steinzeitfrau, die mit einem Baby-Mammut in der heutigen Zeit erwacht, hätte viel interessanten, spannenden und humorvollen Stoff hergegeben. Doch leider war mir David Safiers Humor diesmal zu gewollt, viele Szenen zu überzogen (ein Kind, das andere Kinder via Youtube aufruft, um ein eigenes Dorf nur für Kinder zu gründen - und die Kinder kommen tatsächlich?!) , Tochter Maya war mir etwas zu radikal in ihrer Weltansicht (erinnerte mich an eine ruhigere Ausgabe von Greta) und auch die Moral - Felix überdenkt sein bisheriges Handeln und macht eine Wandlung durch und kann auch seine Jugendliebe Amanda zum Besseren bekehren - konnte mich diesmal leider nicht so ganz überzeugen. Auch wenn es ein richtig nettes Happy-End gab.
                                  Natürlich gab es auch die obligatorischen Bösewichte, die die Tatsache, dass ein Mensch über 30.000 Jahre im Eis eingefroren war und danach aufgetaut werden konnte, für egoistische Zwecke ausnutzen wollten.
                                  Dennoch war es - gerade in Zeiten wie diesen - eine nette Unterhaltung, die mich in eine andere, fiktive Welt entführt hat. Felix Überlegungen und Gedanken, welche Tipps er in seiner Glücks-App den Menschen mitteilen kann, waren lustig zu verfolgen.Und man überdenkt dabei auch sein Leben: bin ich glücklich? Was bedeutet für mich Glück? Wenn ich es nicht habe, wie kann ich es bekommen? Und wie kann ich die Menschen in meinem Umfeld glücklich machen?


                                  Fazit:
                                  Hätte viel Potential gehabt, war mir aber an vielen Stellen leider zu überzogen und zu gewollt. Nur Trö war einfach zum Knuddeln! Ich vergebe 3,5 Sterne für diese kurzweilige Ablenkung in den aktuellen Zeiten.

                                  Buchglueck

                                  Beiträge 21
                                  25.03.2020

                                    "Aufgetaut" ist ein Roman von David Safier und erschien 2020 als Paperback mit 336 Seiten im Kindler Verlag der Rowohlt Verlagsgruppe.

                                    David Safier ist bekannt für seine sehr humorvollen Romane, weshalb ich besonders gespannt auf diese Neuerscheinung war. Doch recht ungewohnt beherrscht doch eher die Moralbotschaft anstelle von Witz das Buch.

                                    Urga ist eine Frau aus der Steinzeit, die ihrem Jahrhundert vom Verhalten her weit vorraus ist, denn sie gibt sich sehr emanzipiert und besteht darauf, mit den Männern auf die Jagd zu gehen.
                                    Doch plötzlich strandet sie gemeinsam mit dem kleinen Mammut Trö in der Jetzt-Zeit und muss nicht nur lernen die Menschen dort zu verstehen, sondern auch die Bedeutung von Glück und Liebe.

                                    Neben Urga ist auch Felix mit einer der Protagonisten und wirkt zu Anfang wie ein recht hoffnungsloser Fall und Träumer. Auf der Suche nach Ideen für seine neueste Spinnerei, der Glücks-App, reist er mit seiner Tochter Maya, Kapitän Lovskar ud Urga um die Welt, damit letztere glücklich wird.

                                    Das Buch gliedert sich entsprechend im Verlauf in die unterschiedlichen Abschnitte der Handlungsorte z.B. Indien oder Fratala. Dies wird immer im vorherigen Kapitel mit dem letzten Satz angekündigt "wir reisen nach....".
                                    Dabei ist der Schreibstil den kompletten Roman über locker und leicht mit einem kleinen Anteil von Witz.

                                    David Safiers Schwerpunkt liegt dieses Mal ganz klar auf die Vermittlung von Wert und Bedeutung von Glück und Liebe, wie es sich anfühlt, wie man es findet und welch hohen Stellenwert es für die Menschen einnimmt.
                                    Genau dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da die Realität doch immer mehr im materiellen Wahn und Glück versinkt.

                                    "Aufgetaut" hat mir insgesamt sehr gut gefallen, jedoch hatte ich, typisch Safier, mehr Humor hinter der Geschichte erwartet, wodurch ich am Schluss nur 90% überzeugt war, dem Buch aber trotzdem wegen der Botschaft, Schreibstil, Geschichte gute 4 Sterne geben kann.

                                    Tine05

                                    Beiträge 7
                                    23.03.2020

                                      Leider war ich von dem neuesten Buch von David Safier etwas enttäuscht.
                                      Die ersten knappen 100 Seiten haben mich absolut überzeugt, wie bekommen die Geschichte von Urga in der Steinzeit erzählt. Eine Frau dir ihrer Zeit tatsächlihc weit voraus ist und schon damals für die Gleichstellung von Männern und Frauen war. Jedenfalls in dem Zusammehang, dass sie mit auf die Jagd gehen möchte. Zu dem ist sie absolut verliebt.
                                      Und wie das so oft im Leben einer Frau ist, man verliebt sich in den falschen und flieht. Für Urga bedeutet dies eine Flucht in das ewige Eis und aufwachen in unserem jetzigen Jahrhundert. Auf einem Kreuzfahrtschirr wacht sie gemeinsam mit einen Mammutbaby, dass ihr Schicksal teilte, auf.

                                      Und dann ist die Geschichte irgendwie nicht mehr ganz niedlich. Es geht zwar darum wie man das Glück am findet und viele Wege zum Glück werden uns aufgezeichnet, aber ich hätte mir eher gewünscht, dass wir mehr erleben wie sich Urga in die heutige Zeit mit all den neuerungen einfindet.
                                      Wir finden jedoch gemeinsam mit ihr und ihren Rettern das Glück, was mich leider zu sehr an ein Kinderbuch und nicht mehr an eine Frau erinnert, die eigentlich ihrer Zeit weit voraus ist.
                                      Eine nette Story, aber leider auch nicht mehr.

                                      goejos

                                      Beiträge 3
                                      23.03.2020

                                        Hier tut sich pausenlos was:
                                        Urga, die Steinzeitfrau, will es den Männern zeigen und geht auf die Mammutjagd. Ein Eissturm setzt ihr und einem Mammutjungen plötzlich ein Ende. In einem Eisblock eingefroren werden sie auf einem Kreuzfahrtschiff von einem gescheitertem Start-Up-Betreiber Felix, dessen Tochter Maya und dem Schiffskapitän entdeckt und geborgen. Von da an wird die Geschichte turbulent. Es interessiert sich nämlich ein Großkonzern für das Überleben des Steinzeitmädchens. Das würde allerdings das Ende des Steinzeitmädchens bedeuten. Auf Maya, mit ihren 11 Jahren bereits Umweltfeministin, und Felix, auf der Suche nach der perfekten Glücks-App, kommen ungeahnte Verwicklungen zu. Gelingt es Ihnen, Maya vor den Interessen des Konzerns zu retten? Zu allem Überfluss gehört zu dem Konzern, der an Urga brennend interessiert ist, die Jugendliebe des geschiedenen Felix und der Kapitän verliebt sich in Urga.
                                        Safier hat in seinen neuen Roman als allerhand hineingepackt und löst es in seiner bekannten, dieses Mal aber weniger humorvollen Art. Trotzdem, "Aufgetaut" wird nicht nur die Stammleser begeistern.

                                        Leseeckchen

                                        Beiträge 26
                                        19.03.2020

                                          Matschepampe, schnabbeln und was das alles mit Glück zu tun hat

                                          Felix hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und zwei Start-Ups in den Sand gesetzt und nun soll er auf einem Kreuzfahrtschiff einen Vortrag ausgerechnet zum Thema „Scheitern führt zum Erfolg“ halten. Um endlich Zeit mit seiner Tochter verbringen zu können, hat er zugesagt. Zum Glück ist die elfjährige Maya ein aufgewecktes Kind, denn Felix ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er nicht mitbekommt, dass der Kapitän des Schiffes einen Eisblock an Bord holt. Das wäre ja noch nicht so sehr aufregend, doch im Eisblock befindet sich eine Steinzeitfrau mitsamt Babymammut. Und die Chancen stehen gut, dass beide bei richtiger Behandlung beim Auftauen leben könnten. Felix ruft seine Jugendfreundin an, die bei Cyrogen arbeitet und sich mit dem Thema bestens auskennt. Aber dann kommt alles ganz anders, als gedacht …

                                          Dieses Buch ist der Hit! Man kann ausgelassen lachen, aber es geht auch ans Herz und sogar eine gute Portion Spannung bekommt man geliefert. Gewürzt wird das Ganze dann noch mit jeder Menge Prisen diverser Themen, die nahezu jeden von uns mehr oder weniger betreffen. Ich bin total erstaunt, dass ich hier nicht sagen muss, es wurde zu viel reingesteckt. Safier hat es geschafft, ganz ohne die Story zu überladen quasi das ganze Leben im Buch abzubilden. Das ist genial und war ganz sicher nicht halb so lockerflockig-leicht, wie es sich liest.

                                          Eine ganze Reihe Figuren bevölkern dieses Buch. Und jede hat der Autor wunderbar hinbekommen und mit wenigen Federstrichen so gezeichnet, dass der Leser mit halbwegs funktionierender Phantasie sie alle lebhaft vor Augen hat. Kinder wie Erwachsene, Alte wie Junge – der ganze Querschnitt der Bevölkerung findet sich im Buch. Mehr noch – die Szenen in der Steinzeit könnten glaubwürdiger kaum sein, auch wenn es ein paar Momente gibt, die so urkomisch sind, dass sie so niemals, wirklich niemals vor dreitausend Jahren stattgefunden haben können. Aber der Gedanke, dass es vielleicht ja doch so hätte sein können, ist einfach schön.

                                          Wie bereits angedeutet, steckt zwar sehr viel Humor im Buch, aber auch ganz viel Weisheit. Safier hält nicht nur dem Leser, sondern der ganzen Menschheit den Spiegel vor das Gesicht. Er legt in ganz viele Wunden treffgenau den Finger, sodass das Lesen auch eine Reise durch alle Gefühle ist. Zumindest mir hat das sehr gut gefallen – denn weder wurde es an irgendeiner Stelle zu albern, noch zu moralisierend. Dennoch kann man ganz viel für sich aus der Geschichte ziehen.

                                          Es ist so wunderbar, wie alle von Urga, der Steinzeitfrau, lernen. Gleichzeitig lernt auch sie – nicht nur die neue Zeit kennen, sondern auch ihre eigenen irrigen Gedanken zu erkennen. Alle zusammen suchen das Glück und wen wundert es, im Buch finden sich ganz viele Arten von Glück. Die ganze Reise ist so viel mehr als eine Glücks-Suche! Man liest es recht schnell weg, merkt aber, dass es dennoch tief im Herzen bleibt und den Leser ein kleines bisschen besser macht. Gefällt mir. Gefällt mir sehr! Ich gebe fünf Sterne.

                                          KimVi

                                          Beiträge 31
                                          18.03.2020

                                            Der liebenswerte Visionär Felix Sommer hat bereits zwei Start-ups, mit denen er die Welt verbessern wollte, in Grund und Boden gemanagt. Nun hält er sich als Vortragsredner, zum Thema "Scheitern führt zum Erfolg", auf einem Kreuzfahrtschiff knapp über Wasser. Obwohl Felix sich im Innersten eingesteht, dass die Vorträge eigentlich in "Scheitern führt zum überzogenen Dispo" umbenannt werden müssten. Felix hat seinen Traum, die Welt fundamental mit seinen Ideen zu verändern, noch nicht aufgegeben. Auf der Kreuzfahrt kommt ihm der Gedanke, dass er die Menschen glücklich machen möchte. Eine App, die sie dazu anleitet, ist Felix neueste Idee, die er unbedingt entwickeln möchte. Als dann ein Eisblock gefunden wird, in dem die Steinzeitfrau Urga und ein Baby-Mammut namens Trö, dreiunddreißigtausend Jahre eingefroren waren, ergreift Felix die Chance, Urga bei der Suche, ihr ganz persönliches Glück, in dieser für sie höchst seltsamen Welt, zu finden, zu unterstützen. Eine kuriose Irrfahrt beginnt, denn das Geheimnis des Glücks lässt sich nicht nur für Urga schwer entschlüsseln...

                                            Der Einstieg in David Safiers neuen Roman verläuft gewohnt humorvoll. Durch seinen spritzigen, aber zuweilen auch durchaus tiefsinnigen Schreibstil, fliegt man förmlich durch die Erzählung und kann sich dabei alles mühelos vorstellen. Die Charaktere sind facettenreich und geraten in skurrile Situationen, die man schmunzelnd beobachtet. Besonders Maya, die kleine Tochter von Felix, sorgt mit ihren Diskussionen und ihren ganz speziellen Druckmitteln, die zugegebenermaßen den Erwachsenen gegenüber nicht immer ganz fair sind, für einige Lacher. Doch auch die anderen Akteure wachsen einem nach und nach ans Herz oder wecken spontane Abneigungen. Es ist einfach herrlich, sich auf den ganz speziellen Humor und die besonderen Begebenheiten, zu denen es bei der Suche nach dem Glück kommt, einzulassen und die Geschichte mit einem Augenzwinkern zu genießen.

                                            Kurzweilige Unterhaltung, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubert und ganz nebenbei zum Nachdenken anregt!

                                            KerstinT

                                            Beiträge 51
                                            eine Antwort 14.03.2020

                                              Hat mich sehr enttäuscht

                                              Urga lebt in der Steinzeit, doch eines Tages passiert etwas Außergewöhnliches und sie findet sich über 33.000 Jahre in der Zukunft wieder. Der Klimawandel scheint auch seine guten Seiten zu haben. Nun hat Urga die Möglichkeit in unserer heutigen Zeit das Glück zu finden.

                                              Endlich ein neues Buch von David Safier, noch dazu endlich wieder ein Lustiges. Das dachte ich zumindest als ich von „Aufgetaut“ erfahren habe. Gleich habe ich mir das Buch besorgt, doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Bin ich doch ein riesiger Fan seiner bisherigen Bücher und auch seiner Serien, wie beispielsweise „Berlin, Berlin“ oder „Nikola“. Die Idee an sich ist ja wieder super. Aber leider hat mich die Umsetzung nicht umgehauen. Felix sucht verzweifelt nach Inhalten für seine App und die anderen Charaktere bewegen sich einfach auch irgendwo in dieser Geschichte. Aber so richtig Fahrt nimmt die Geschichte nicht auf und ein Zusammenspiel der Charaktere bleibt für mich ebenfalls aus. So wirklich rund war die Geschichte für mich nicht.

                                              Die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Immerhin machen alle Charaktere, wie es bei Safier üblich ist, eine Wandlung durch. Felix wurde mir allerdings auch nach seiner Wandlung nicht sympathisch. Seine Tochter Maya war ganz schlimm. Ihr Charakter scheint eine Abbildung von Greta zu sein. Das war mir definitiv zu viel und hat überhaupt nicht gepasst! Da wollte David Safier wohl auf einen unpassenden Zug aufspringen.

                                              Der Schreibstil war wie gewohnt sehr angenehm und wunderbar flüssig zu lesen. Man kann David Safiers Bücher einfach in einem Rutsch weglesen.

                                              Leider, leider hat mich dieses Buch gar nicht mitgerissen und kaum unterhalten. Da ich von David Saier viel mehr erwartet habe, kann ich leider nur zwei von fünf Sterne vergeben.

                                              • Annette126

                                                Beiträge: 16
                                                15.03.2020

                                                Das klingt ja gar nicht so gut, obwohl es meines Erachtens in meinen Augen sehr hübsch aussieht.

                                              Vielleserin

                                              Beiträge 29
                                              10.03.2020

                                                Über dreiunddreißigtausend Jahre war Urga zusammen mit einem Baby-Mammut in einem Eisblock eingefroren, doch dank der Erderwärmung tauen sie wieder auf. Nach einem ersten Blick auf die moderne Menschheit würde die Steinzeitfrau am liebsten gleich wieder zurück ins Eis gehen. Aber Urga ist eine Kämpferin: Bevor sie aufgibt, will sie herausfinden, ob man in dieser höchst seltsamen Welt das Glück finden kann. Ihre Irrfahrt führt sie von der Arktis über Indien bis nach Italien. Wird Urga das Geheimnis des Glücks finden? Für sich? Für das kleine Mammut? Gar für die Leser dieses Buches? (Soweit der Klappentext)

                                                Der Roman ist so bildlich und in einer so tollen aber einfachen Sprache geschrieben, dass der Leser gleich nach den ersten Seiten denkt, er wäre mitten dabei. Man kann sich alles genau bildlich vorstellen und das Kopfkino rattert gleich los. Immer wieder fängt man beim Lesen das Schmunzeln an, es geht einfach nicht anders. Ein tolles Buch für zwischendurch welches aber auch nachdenklich macht. Lesens- und empfehlenswert.

                                                kerstin2601

                                                Beiträge 46
                                                16.02.2020

                                                Was für eine tolle, witzige Idee für einen Roman! Lustig aber sehr wohl mit Tiefgang, der heutigen Gesellschaft einen Spiegel vorhaltend, dass der Fortschritt nicht immer ein Segen ist.
                                                Ich bin gespannt und werde dieses Buch kaufen.