David Safier

MUH!

Schwarzbunt ins Glück.
Kuh Lolle aus Ostfriesland hat gerade eine ziemlich schlechte Phase: Nicht nur, dass ihr heißgeliebter Stier Champion sie mit der dusseligen Kuh Susi betrügt. Nein, Lolle erfährt auch vom Plan des Bauern, den Hof zu verkaufen und alle Kühe zwischen zwei Brötchenhälften enden zu lassen. Aber es gibt Hoffnung. Ein weitgereister italienischer Kater verrät ihr, dass es ein Paradies für Kühe gibt: Indien! Und so beschließt Lolle, sich mit ihren beiden besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, vom Acker zu machen und die gefährliche Reise in das Land zu wagen, wo Kühe den Menschen heilig sind ...


Autorenbild Foto von David Safier

Der  Autor

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Seine Romane, darunter "Mieses Karma", "Jesus liebt mich", "Happy Family" und "Muh" erreichten Millionenauflagen. Auch im Ausland sind seine Bücher Bestseller. Als Drehbuchautor wurde David Safier unter anderem mit dem Grimme-Preis sowie dem International Emmy (dem amerikanischen Fernseh-Oscar) ausgezeichnet. David Safier lebt und arbeitet in Bremen, ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen Hund.


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Rezensionen

Melli910

Beiträge 16
14.02.2017

Kühe, die vor dem Tod flüchten und ihr Glück in Indien finden wollen und sich auf eine abenteuerliche Reise dorthin begeben - Anfangs war ich etwas skeptisch gegenüber der Buchidee, aber der Tierroman hat mir gut gefallen.
Die Kuh Lotte mit ihrem einzigartigen Charakter wurde mir sehr sympathisch im Laufe der amüsanten Geschichte mit Moral und Tiefgang.
Lesenswerter Kuhroman!

KatiKatharinenhof

Beiträge 80
12.12.2016

Teilweise ist das Buch sehr lustig. Aber viel zu häufig wirkt es erzwungen oder einfach so, als müsse der Autor noch irgendeine lustige Bemerkung suchen. Zum Beispiel wenn der Kater flucht und dabei neben Schimpfwörtern auch "Berlusconi" auspackt oder - wirklich als Fluch - "Spaghetti, die nicht seien al dente".
Oft musste ich also schmunzeln, manchmal sogar laut lachen, häufig aber auch den Kopf schütteln.

Die Frage nach dem Glück wird immer wieder gestellt, und es ist sehr schön, wie herausgestrichen wird, dass Glück für alle etwas anderes bedeutet. Aber mit der Zeit ging mir diese immer gleiche Fragestellung irgendwann doch auch auf die Nerven. Auch das Aufgreifen von gesellschaftspolitischen Fragestellungen kam mir teilweise gezwungen vor. So als "müsse das auch noch mit rein".

Dass der Autor auch noch der Erschaffer der Serie "Berlin Berlin" ist (eine Serie, die ich sehr gerne mochte!) und sowohl für die Serie als auch für das Buch der Protagonistin den selben Namen gibt, zeugt nicht gerade von Kreativität.

Alles in Allem ist es also eine leicht lesbare Lektüre, bei der man teilweise schmunzeln, manchmal sogar lachen kann aber nichts Besonderes.

Livia

Beiträge 4
10.09.2018

    Meine Meinung:
    "Muh!" habe ich von einer sehr guten Freundin bekommen, die mir damals schon "Mieses Karma" von David Safier ausgeliehen hatte. Weil mich "Mieses Karma" so amüsiert hatte, versteckte sie mir nun also "Muh!" in meinem Adventskalender. Eine sehr schöne Geste. Ich habe von diesem Buch viel Unterhaltung, ein paar gepfefferte Dialoge und eine absurde Szenerie erwartet und dies alles wurde mir auch geboten. Ich denke, dass es sogar möglich ist, dem Buch eine tiefere Bedeutung zuzuschreiben, da die Kühe ein paar ziemlich kuhle Gedanken zur Fleischindustrie und ihrem möglichen Ende als Brötchenfüllung äussern. Auch hat mich David Safiers Art, Liedtexte und Redewendungen in die "Kuhsprache" zu übertragen, überzeugt. Einzig am Schreibstil hatte ich etwas auszusetzen, aber lest selbst.

    Schreibstil und Handlung:
    Die Idee zu diesem Buch finde ich sehr gelungen. Die Welt wird aus der Sicht von Kühen erklärt und dreht sich um die Probleme, die Kühe normalerweise haben. Als plötzlich Kater Giacomo - ein wahrer Casanova unter den Tieren - in höchster Not auf die Wiese von Lolle und ihren Artgenossen flüchtet, retten ihm die Kühe das Leben und die Ausgangslage ändert sich schlagartig. Zum Dank plaudert Giacomo nämlich ein wenig aus dem Nähkästchen und den Kühen wird bewusst, welches tragische Schicksal ihnen blüht. Lolle trommelt also ihre besten Freundinnen zusammen und beschliesst, den enttäuschenden Stier Champion und ihre saftige Weide hinter sich zu lassen und sich mit Giacomo auf eine weite Reise zu machen. Unterwegs ist es Giacomo, der den Kühen immer wieder die Menschenwelt erklären muss, der die Reisegruppe in Gefahr bringt und seine neuen Freundinnen auch wieder rettet. Er war für mich die heimliche Hauptfigur dieses unterhaltsamen Romans und ohne ihn wäre die Geschichte meiner Meinung nach viel zu plump gewesen.
    Dies war sie aber leider auch so schon ab und zu. Intelligenter Witz, messerscharfe Dialoge, zum Schreien komische Situationen, alles schön und gut. Aber leider liess sich Safier mit seinem Roman meiner Meinung nach manchmal zu sehr auf Stammtischniveau herab, reihte schönste Beschreibungen an Sätze, die ein Kind hätte verfassen können und liess den Schreibstil dadurch nicht immer homogen wirken, was ich sehr schade fand, da mir das Buch sonst sehr gut gefallen hat. Ansonsten habe ich an dieser Geschichte allerdings nichts auszusetzen und werde mich sicher weiter mit dem Autoren befassen.

    Meine Empfehlung:
    Ich empfehle dieses Buch als unterhaltsame Lektüre für unterwegs oder ein entspanntes Lesewochenende weiter. Wer Witz, ein spannendes Setting, ungewöhnliche Protagonisten und ein wenig Moral mag, ist mit "Muh!" bestens beraten.

    mysticcat

    Beiträge 11
    21.01.2018

      R(eise nach) IND (ien)

      In Muh! von David Safier läuft es nicht rund für Protagonstin Lolle, Milchkuh aus Ostfriesland. Ein betrunkener Bauer, dem das Tierheil nicht wichtig ist, ihr Stier Champion, der sie mit der verhassten Susi betrügt und überhaupt der Traum vom ganz großen Glück in einem Land, in dem Kühe heilig sind (wie es ein Kater auf Reisen berichtet) halten sie auf Trab.
      Als der Hof insolvent ist, fürchtet Lolle um ihr Leben und macht sich mit drei anderen Kühen auf den Weg nach Indien - dabei ist natürlich der italienisch sprechende Kater als Reiseleiter.

      Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Geschichte aus Sicht eines Tiercharakters. Dabei gefällt mir ganz besonders gut die Schöpfungsgeschichte samt Kuhgöttin und die Fähitkeit, sich mit anderen Tierarten (aber nicht mit den dämlichen Menschen) zu unterhalten. Und die menschliche Rasse schneidet hier nicht allzu intelligent ab und scheint dabei auch noch total hinterlistig zu sein.

      Mich erinnert das Buch an "den gestiefelten Kater aus Shrek in der Italovariante" und "Glennkill in Kuhversion" - hat mir aber beides gut gefallen.

      Das Buch vermittelt eine Botschaft, die Kühe haben eine Mission und diese wird humoristisch erzählt. Wer mag, greift auch gerne zum großartig gelesenen Hörbuch, denn der Sprecherin gelingt es, allen Figuren authentisch Leben einzuhauchen.

      Fazit: Eine witzige Geschichte mit Moral.

      buchverschlingen

      Beiträge 37
      09.11.2017

        Kuhles Buch :)

        Kuh Lolle erfährt, dass alle Kühe des Rinderhofes am nächsten Tag geschlachtet werden sollen. Doch mit Kater Giacomo kommt die Rettung: er erzählt, dass in Indien Kühe heilig sind. Nichts wie hin also!

        Safiers Schreibweise lässt wieder schmunzeln. Was er seinen Tieren für Dialoge ins Maul legt - herrlich. Dennoch etwas übertriebene Story und manchmal etwas dick aufgetragen.

        ZartwieFederblümchen

        Beiträge 48
        04.10.2017

          Muh macht die Kuh oder so. Dies war mein erstes Buch dieses Autoren und ich fand es wirklich klasse. Humor über Humor und total etwas für mich. Kann es wirklich nur empfehlen. Leichte Lektüre für Jedermann.

          Susi

          Beiträge 38
          26.07.2017

            Ich habe alle Bücher von David Safier gelesen und mochte sie alle. Allerdings muss ich schon in der richtigen Stimmung für seinen typischen, leicht "abgedrehten" Humor sein, wenn ich einen Safier zur Hand nehme. "Muh!" gehört nicht zu meinen Favoriten, war aber dennoch ein nettes Leseerlebnis, das mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Lauthals lachen, wie bei manchen seiner anderen Werke, konnte ich hier jedoch leider nicht.

            Meldar

            Beiträge 30
            10.07.2017

              "MUH!" von David Safier war mein erster "Safier" und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Freunden des leicht überdrehten Humors wird er wohl ebenso gefallen, wie mir! Einfach grandios und absolut empfehlenswert!

              schnäppchenjägerin

              Beiträge 57
              12.03.2017

                Fünf Rinder möchten der Schlachtbank entkommen und machen sich deshalb in Begleitung eines Italo-Katers auf den Weg nach Indien. Die Idee hinter der Geschichte ist zunächst nicht schlecht, leider ist die Umsetzung relativ lieblos geworden. Nachdem ich "Mieses Karma", "Jesus liebt mich" und "Plötzlich Shakespeare" verschlungen habe, ist "Muh!" ähnlich enttäuschend wie "Happy Family". Die zum Teil sehr flachen Witze entlocken einem nur manchmal ein Schmunzeln und auch wenn man von einer Erzählung über Kühe nicht allzu viel Bezug zur Wirklichkeit erwartet, ist die Handlung durch die abenteuerlichen Episoden wie der Sprung aus einem fahrenden Zug in den Mississippi, der Flugzeugabsturz im Himalaja und der allgegenwärtige Old Dog, der es auf Lolles Kalb abgesehen hat, realitätsfremd. Fazit: leichte Kost ohne humorvolle Highlights.

                lesebegeistert

                Beiträge 29
                20.02.2017

                  Lolle erfährt per Zufall, dass aus allen Kühen Schnitzel gemacht werden soll. Eine Tragödie! Schnell muss ein Plan her! Kater Giacomo erzählt Lolle von dem Kuhparadies Indien. Eine Reise mit drei weiteren Kühen beginnt. Ein sehr lustiges Buch, spannend und voller Abendeuter. Besonders den Kater Giacomo, der aus Italien stammt fand ich total super.

                  tigerbea

                  Beiträge 35
                  15.02.2017

                    Kuh Lolle hat bisher ein schönes Leben gehabt. Doch dann kommt es knüppeldick. Sie erwischt ihren Stier Champion, wie er sie mit der etwas arroganten Kuh Susi betrügt. Der Streit ist da. Als sie mit ihren Freundinnen Radieschen und Hilde auf der Weide ist und ihnen ihr Herz ausschüttet, flüchtet Kater Giacomo zu ihnen - er war auf der Durchreise und ist von dem Hund Old Dog, der Schreckensfigur des Bauernhofes, schwer verwundet worden. Old Dog war früher ein gefürchteter Wachhund des Hofes, der auf einmal verschwand... Doch Lolle wäre nicht Lolle, wenn sie Giacomo nicht helfen würde. Durch ihn erfährt sie, wofür Kühe wirklich da sind. Und er erzählt ihr, daß es ein Land namens Indien gibt, in denen Kühe verehrt werden. Lolle glaubt ihm nicht, doch dann hört sie, wie ihr Bauer sagt, daß sie alle am nächsten Tag zum Schlachter gehen...
                    Lolle ruft eine Kuhversammlung ein und versucht ihrer Herde begreiflich zu machen, daß sie nach Indien flüchten müssen. Doch nur Radieschen, Hilde und Susi schenken ihr glauben, so daß sie sich zu viert mit Giacomo auf die Flucht begeben. Am nächsten Tag versucht der Bauer sie mit Hilfe von Champion in eine Falle zu locken, doch sie überrumpeln den Bauern und auch Champion kann gerettet werden, der mittlerweile weiß, was mit dem Rest der Herde passiert.
                    Ihre Flucht führt sie nach Cuxhafen, von dort per Schiff nach New York, wo sie wiederum auf einer Ranch landen, zuerst das Paradies, doch auch dort holt sie die Wahrheit ein und sie müssen flüchten. Es geht per Flugzeug weiter nach Indien. Als dieses abstürzt, da die Kühe als blinde Passagiere zu viel Gewicht an Bord bringen, finden sie sich im Himalaya wieder. Dort werden Lolle und Champion Eltern eines kleinen Kälbchens, doch Old Dog hat die Verfolgung nicht aufgegeben und will Rache an Lolle für seine eigenen Vergangenheit nehmen...
                    Dieses Buch ist absolut gut! Sehr humorvoll, mit kleinen Seitenhieben auf die Menschheit und ihren Gewohnheiten. Die Kühe haben, jeder Charakter für sich, Verhaltensweisen an sich, die man auch bei Menschen wiederfindet. Diese Verhaltensweisen geben dem Leser doch etwas zu grübeln. Der Schreibstil ist gewohnt locker und leicht zu lesen.
                    MUH! bereitet sehr viel Spaß, für mich das beste Buch, was David Safier bisher geschrieben hat!

                    Frosch0808

                    Beiträge 14
                    27.11.2016

                    Typisch David Safier.
                    Ich liebe seine Bücher! Auch wenn es manchmal schwer fällt dabei zu bleiben, sind alle Bücher lesenswert:)
                    Auch "muh" ist wieder typisch witzig, kurzweilig und empfehlenswert.