Elsa Pettersson

Eine Liebe auf Gotland

Die Insel, auf der sich Schicksale kreuzen.
Einsame Sandstrände, windgepeitschte Landschaften, Kalksteinklippen ... Normalerweise wäre die rothaarige Restauratorin Lisa kaum nach Gotland gereist. Aber als sie Abstand von einem Mann braucht, kommt ihr eine Kunsthistorikertagung auf der schwedischen Insel gerade recht.
Gleich nach der Ankunft rasselt sie mit dem Inselführer Malte zusammen, der sie barsch auf die Regeln im Naturschutzgebiet hinweist. Dann taucht er auch noch bei dem Reiterhof auf, in dem sie sich einquartiert hat. Doch irgendwie fühlt sich Lisa von dem ungehobelten Kerl angezogen. Bei der Mittelalterwoche in Visby zeigt sich: Malte kämpft nicht nur um den Sieg beim Ritterturnier. Und Lisa träumt nicht nur von einem Ritter ...


Autorenbild Foto von Elsa Pettersson

Die  Autorin

Elsa Pettersson hat nach ihrem Studium Literatur gelehrt sowie als Übersetzerin und Theaterregisseurin gearbeitet. Die deutsche Autorin hat bereits zwei Romane veröffentlicht und schreibt hier unter dem Namen ihrer schwedischen Großmutter.


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Rezensionen

susanne_langer

Beiträge 23
06.01.2018

    Um Abstand zu einem hartnäckigen Verehrer zu bekommen, entschließt sich die Restauratorin Lisa kurzfristig, eine Kunsthistorikertagung auf Gotland zu besuchen und den Aufenthalt dort gleich mit einem kleinen Urlaub zu verbinden. Kurz nach ihrer Ankunft gerät sie in einen Zwist mit Malte, einem Fremdenführer der Insel, als dieser sie ziemlich barsch auf das Badeverbot im Naturschutzgebiet hinweist.
    Wenig später begegnet sie dem wortkargen Mann auf dem Reiterhof wieder, wo sie während ihres Urlaubs untergebracht ist. Seltsamerweise zieht es beide immer wieder zueinander, obwohl fast jede Begegnung in einer unerfreulichen Diskussion mündet.
    Mit ihren sympathischen Gastgebern und deren Enkelsohn Timo kommt Lisa gut zurecht und wird von ihnen freundschaftlich in die Familie aufgenommen. Timo fasst schnell Vertrauen zu ihr und weiht sie in seine kleinen Geheimnisse ein.
    Alle möchten, dass Lisa bis zum bevorstehenden Ritterturnier, im Rahmen der Mittelalterwochen in Visby, auf der schwedischen Insel bleibt. Doch dort trifft sie Malte wieder und muss schwierige Entscheidungen treffen.

    Lisa wirkt anfangs sehr unnahbar und nicht gerade sympathisch, aber schnell wird klar, dass sich hinter ihrem Verhalten massive Verlustängste und Unsicherheit verbergen.
    Dem kleinen Timo gegenüber erweist sie sich überraschenderweise als feinfühlige, verständnisvolle Zuhörerin und Verbündete, und bereits nach kurzer Zeit muss sie sich zu ihrem eigenen Erstaunen eingestehen, dass ihr der Junge ans Herz gewachsen ist.
    Mit dem attraktiven Malte hat sie anfangs gewaltige Probleme, aber der verschlossene Insulaner reizt ihren Widerspruchsgeist, und schon bald liefern sich die beiden so manches temperamentvolle Wortgefecht. Dabei entwickelt sich eine romantische aber auch kantenreiche Liebesgeschichte zwischen ihnen.
    Der Wechsel zwischen den Schilderungen kunsthistorischer, regionaler und landschaftlicher Besonderheiten Gotlands und der Romanze von Lisa und Malte erfolgt fast spielerisch.
    So bietet der Roman nicht nur Kurzweil und beste Unterhaltung, sondern auch viele interessante Details zu den Handlungsorten und der Flora und Fauna Gotlands. Die Autorin bringt dem Leser den rauen Charme und die Schönheit der Ostseeinsel sehr lebendig und eindrücklich nahe und weckt die Lust zu einer ausgiebigen Erkundungsreise auf Gotland. Gerne würde man sofort auf dir Reise gehen und Land und Leute selbst kennen lernen.
    Für Lisa wird dieser Urlaub zu einem einschneidenden Erlebnis, das Entscheidungen fordert. Was eigentlich als Flucht begann, entwickelt sich für sie langsam aber sicher zu einem Angekommensein, nicht nur auf der zauberhaften Insel, sondern auch in sich selbst.
    Für mich war dieser Roman ein wunderbares Leseerlebnis.

    Susi

    Beiträge 35
    19.06.2017

      Ich lese sehr gerne zwischendurch auch mal typische Liebesromane, wenn sie nicht allzu sehr ins Kitschige gehen. "Eine Liebe auf Gotland" war ein spontaner Kauf aufgrund des ansprechenden Covers und des eher ungewöhnlichen Settings. Auch wenn die Handlung nicht viele Überraschungen parat hält, habe ich mich doch wunderbar unterhalten gefühlt und ein bisschen Sehnsucht nach windumtosten, skandinavischen Inseln bekommen. Ein wunderschönes Buch zum Träumen.

      Katiii_liest_gern

      Beiträge 46
      06.02.2017

        Einsame Sandstrände, windgepeitschte Landschaften, Kalksteinklippen ... Normalerweise wäre die rothaarige Restauratorin Lisa kaum nach Gotland gereist. Aber als sie Abstand von einem Mann braucht, kommt ihr eine Kunsthistorikertagung auf der schwedischen Insel gerade recht. Gleich nach der Ankunft rasselt sie mit dem Inselführer Malte zusammen, der sie barsch auf die Regeln im Naturschutzgebiet hinweist. Dann taucht er auch noch bei dem Reiterhof auf, in dem sie sich einquartiert hat. Doch irgendwie fühlt sich Lisa von dem ungehobelten Kerl angezogen. Bei der Mittelalterwoche in Visby zeigt sich: Malte kämpft nicht nur um den Sieg beim Ritterturnier. Und Lisa träumt nicht nur von einem Ritter...

        Wohlfühlbuch zum Weiterträumen!

        Gotland ist nicht das begehrte Ausflugsziel von Liebesromanautoren, sodass mich diese spannende Entdeckungsreise nur schon durch die Kurzbeschreibung zu fesseln vermochte.

        Elsa Pettersson hatte nach wenigen Seiten mein Interesse sicher und erst auf der Insel angekommen, wünschte ich mir, nie wieder loslassen zu müssen.
        Die Autorin transportiert die Insel so glaubwürdig und authentisch, dass man Lust auf eine eigene Entdeckungsreise bekommt.
        Das raue, kantige Äußere der Insel bekommt von Elsa Pettersson einen liebevollen und einnehmenden Charme verpasst, worauf man diesen so völlig anderen Schauplatz schnell ins Herz schließt.

        Der Schreibstil ist fließend und blumig, detailreich und verspielt.
        Natürlich weiß man, worauf es hinausläuft, doch mithilfe der Charaktere gelingt es der Autorin, doch einige Überraschungen zu präsentieren.
        Zu Beginn war mir die Protagonistin ganz und gar nicht sympathisch. Gründe hierfür, muss jeder selbst finden.
        Ich kann nur sagen, dass die Figur in diesem Buch ihre Lebendigkeit aus der Veränderung zieht, denn erst dadurch formt sie sich mit Ecken und Kanten. Zu Beginn wollte ich ihr so oft auf die Finger hauen, später konnte ich für mich dann sagen: Gut gemacht. Man ist stolz, auf die Entwicklung, die Wandlung und die Schritte zur persönlichen Selbstfindung.
        Sie runden das Buch auf eine liebeswerte Weise ab, dass man es am liebsten gleich nochmal lesen möchte.

        Wenn Elsa Pettersson dann hoffentlich bald wieder ein Buch schreibt, dann werde ich ihre erste Leserin sein.
        Das solltet ihr nicht verpassen! Und sei es nur, um mal vom Süden in den Norden zu kommen - wenigstens rein hypothetisch.