Fiona Barton

Die Witwe

Der Bestseller aus Großbritannien und den USA
Wie viel wisst du wirklich wissen?
Die Frau. Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.
Der Mann. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.
Die Witwe. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ...
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.


Autorenbild Foto von Fiona Barton

Der  Autor

Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. Ihr Erstling "Die Witwe" landete auf Anhieb auf den internationalen Bestsellerlisten.


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Rezensionen

Fanti2412

Beiträge 5
17.05.2017

    „Die Witwe“ ist der Debütroman der britischen Journalistin und Medientrainerin
    Fiona Barton.
    Ich weiß nicht genau, welchem Genre ich dieses Buch zuordnen soll. Es ist kein Krimi aber auch nicht nur ein Roman, denn die Geschichte erzählt von einem Verbrechen und bietet einiges an psychologischer Spannung.

    Hauptperson ist, wie der Titel schon sagt, die Witwe Jean Taylor, deren Mann Glenn bei einem Unfall ums Leben kam. Glenn wurde beschuldigt, die kleine Bella entführt zu haben. Und so dreht sich alles um die Fragen, was mit Bella geschah, war Glenn der Täter und was weiß Jean.
    Glenn und Jean führen eigentlich eine gute Ehe, wobei Jean meiner Meinung nach sehr naiv ist und unter Glenns Pantoffel steht. Als dann die Entführung geschieht und Glenn verdächtigt wird, sind die beiden nicht nur den Ermittlungen der Polizei ausgesetzt sondern auch der Hetze der Presse und Fernsehjournalisten. So spielen die Journalistin Kate Waters und der leitende Ermittler der Polizei Bob Sparkes auch eine große Rolle in der Geschichte.

    Alle Figuren werden aber recht sachlich und nüchtern dargestellt und ich konnte zu keiner eine Beziehung finden. Noch nicht mal zu der Mutter der entführten kleinen Bella, ihre Emotionen kamen bei mir leider auch nicht an.
    Jean ist nicht nur recht naiv und entwickelt erst spät ein bisschen Selbstbewusstsein, sie ist auch ziemlich undurchsichtig. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, das vieles nur gespielt ist und sie ein Geheimnis verbirgt.
    Die Journalistin Kate erfüllt das Klischee, besessen von der perfekten Story zu sein und alles dafür zu tun. Sie war mir unsympathisch, weil sie Jean etwas vorspielt und mit allen Tricks versucht, Jean die Wahrheit zu entlocken.
    Der Polizist Bob Sparkes ist ein Vollblutpolizist. Er ermittelt verbissen und will mit aller Kraft Bellas Schicksal aufklären. Die Ermittlungsarbeit wird ziemlich detailliert und ausführlich geschildert, was mir gefallen hat, weil es glaubhaft wirkt.

    Die Geschichte erstreckt sich über den Zeitraum von mehreren Jahren von 2006 bis 2010 und wird nicht chronologisch erzählt. Es gibt immer Wechsel zwischen der Gegenwart und Vergangenheit und die Rückblicke gewähren dem Leser Informationen und Einblicke, die den Ermittlern fehlen. Dadurch hat man zwar einen Wissensvorsprung aber dennoch enthüllt sich das ganze Ausmaß der Geschichte auch dem Leser erst ganz am Ende. Durch die Zeitsprünge, die geschickt gesetzt sind, war ich durchgängig gefesselt auch wenn ich ein bisschen prickelnde Spannung oder überraschende Wendungen vermisst habe.

    Die Thematik der Kindesentführung und der Gründe dafür war brisant und gut recherchiert. Auch die psychologischen Abgründe, die dazu führten, waren gut dargestellt und haben mich ein bisschen geschockt.

    Insgesamt ist es ein etwas anderer Roman über ein Verbrechen, mit etwas distanzierter Darstellung und Sichtweise.
    Aber der flüssige Schreibstil und der gut konstruierte Plot haben mich doch zum mitfiebern bewegt und letztlich hat mich die Geschichte gut unterhalten!


    Fazit: 4 von 5 Sternen

    Curin

    Beiträge 2
    01.12.2016

      Jean und Glen Taylor führen eine ganz normale Ehe und ein eher beschauliches Leben, bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht. Detective Bob Sparkes und seine Kollegen sind davon überzeugt, dass Glen die kleine Mädchen Bella entführt hat. Pädophile Fotos, die auf seinem Rechner sicher gestellt werden, scheinen dies zu beweisen, aber einwandfrei kann ihm die Tat nicht nachgewiesen werden. Während Glen von der
      Außenwelt als Monster beschimpft wird, hält Jean stets zu ihrem Mann. Doch dann wird sie zur Witwe und alle fragen sich, ob Jean die Wahrheit um Bellas Verschwinden kennt.
      Oftmals fragt man sich bei schweren Verbrechen, wie es sein kann, dass scheinbar liebevolle Ehemänner zu Tätern werden und deren Ehefrauen gar nichts davon mitbekommen haben. Diese Thematik greift die Autorin Fiona Barton in ihrem Buch auf und hat es geschafft, einen außergewöhnlichen und sehr beeindruckenden Thriller zu schreiben, den ich kaum aus der Hand legen konnte.
      Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass die Witwe Jean, der Polizist Bob Sparkes, die Mutter von Bella und die Reporterin Kate Waters zu Wort kommen. So hat man immer wieder einen neuen Blick auf das Geschehen und erfährt auch, was in den Figuren vorgeht.
      Besonders interessant ist die Figur Jean, die auf den ersten Blick ziemlich naiv wirkt, aber im Verlaufe des Buches immer weniger einschätzbar wird. Die ganze Zeit über steht sie zu ihrem Mann Glen, aber langsam scheint ihr Vertrauen in ihn zu bröckeln.
      Der Ermittler Sparkes hat mich immer wieder beeindruckt. Mit einer großen Hartnäckigkeit versucht er alles, um den Fall Bella aufzuklären und Glen ins Gefängnis zu bringen.
      Was mir jedoch im Buch nicht ganz schlüssig und realistisch vorkam, ist die Ermittlungsarbeit an sich. Einigen Hinweisen geht man gar nicht nach und man versteift sich viel zu schnell auf Glen. Dies ist aber der einzige Punkt, an dem die Handlung an Authentizität verliert.
      Fiona Barton hat einen angenehmen und gut lesbaren Schreibstil. Sie erzeugt von Anfang an eine Art Grundspannung, die mal mehr mal weniger steigt, aber bis zum Ende kontinuierlich vorhanden ist.
      Mich hat ,,Die Witwe" sehr beeindruckt und gut unterhalten. Diesen Thriller kann ich nur weiterempfehlen.

      stephanie_petrausch

      1 Beitrag
      09.06.2016

        Spannende Unterhaltung

        Als Frau zu erfahren, dass der eigene Ehemann pädophil ist, selbst keine Kinder bekommen zu können und sich doch nichts sehnlicher zu wünschen! Nun ist die kleine Bellarabi verschwunden und die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Jedesmal denkt man, ja, das ist der Täter! Die gleiche Situation und der Täter ändert sich. Sehr spannend geschrieben und unbedingt zu empfehlen!!!

        claudia_bett

        1 Beitrag
        03.06.2016

          Verstörend, schockierend und spannend von der ersten bis zur letzten Seite

          Inhalt:
          Als die zweijährige Bella Elliott eines Tages spurlos verschwindet, ist ganz England in heller Aufruhr. Das kleine Mädchen hatte nur wenige Minuten unbeaufsichtigt im Garten mit ihrer Katze gespielt; doch als ihre Mutter nach Bella sehen will, ist das Kind wie vom Erdboden verschluckt. Offenbar wurde Bella am helllichten Tag entführt. Der blaue Lieferwagen, der am Tattag ganz in der Nähe des Kindes gesehen worden war, lenkt den Verdacht recht schnell auf den Kurierfahrer Glen Taylor. Auf seinem Computer werden zwar kinderpornografische Bilder gefunden und er hält sich offenbar auch häufig in Pädophilen-Foren auf, aber er hat für die Tatzeit ein Alibi, das seine Frau Jean bestätigt. Sie hält unerschütterlich zu ihrem Mann und ist offensichtlich felsenfest von seiner Unschuld überzeugt.
          Während sich die verzweifelte Mutter des Kindes nicht von der Hoffnung abbringen lässt, dass ihre kleine Bella noch am Leben ist, steht für die Presse jedoch fest, dass Glen Taylor ein pädophiles Monster ist, das das Kind entführt, missbraucht und getötet hat. Die Medien stürzen sich wie die Geier auf den Fall und belagern Tag und Nacht das Haus der Taylors. Auch die Journalistin Kate Waters wittert nun die Schlagzeile ihres Lebens.
          Detective Inspector Bob Sparkes, der in diesem Fall ermittelt, ist es jedoch nicht möglich, Glen Taylor nachzuweisen, etwas mit dem Verschwinden der kleinen Bella zu tun zu haben, sodass Glen schließlich vor Gericht freigesprochen werden muss, obwohl er immer noch verdächtigt wird.

          Vier Jahre später stirbt Glen Taylor bei einem Unfall. Nach wie vor fehlt jede Spur von Bella Elliott. Das ungewisse Schicksal des Kindes ließ weder ihre Mutter Dawn noch Detective Sparkes jemals zur Ruhe kommen. Auch die Journalistin Kate Waters hat immer noch Interesse an dem Fall. Sie nimmt schließlich mit der Witwe des Verdächtigen Kontakt auf und will wissen, wie eine Frau mit der Vorstellung zurechtkommt, ihr Ehemann könnte vielleicht ein perverser Pädophiler gewesen sein. Hatte Glen tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der kleinen Bella zu tun? Und falls ja, wusste Jean Taylor, was ihr Mann getan hatte? War sie womöglich sogar seine Komplizin? Doch Jean hat ihrem Mann einst geschworen, immer zu ihm zu stehen – an guten und an schlechten Tagen. Gilt das auch noch nach seinem Tod?
          Meine persönliche Meinung:
          Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sofort neugierig auf dieses Buch, denn auch ich habe mich schon gefragt, wie sich wohl die Ehefrau eines Mannes fühlt, der einer so entsetzlichen Tat wie Kindesmissbrauch beschuldigt wird. Wissen diese Frauen überhaupt, welche perversen Gelüste und Gedanken ihre Männer insgeheim haben? Und falls sie es wissen, wie leben sie damit? Ist es tatsächlich möglich, mit so einem Menschen unter einem Dach zu leben, weiterhin zu ihm zu halten, sich alles schönzureden oder ihn sogar zu decken?
          Mit all diesen Fragen beschäftigt sich Fiona Barton in ihrem Debütroman Die Witwe, der kürzlich im Wunderlich Verlag erschienen ist. Die Autorin war jahrelang als Gerichtsreporterin und Prozessbeobachterin tätig, hat während dieser Zeit häufig Frauen beobachtet, deren Ehemänner auf der Anklagebank saßen, und sich gefragt, wie diese Frauen mit der Vorstellung zurechtkommen, der eigene Ehemann könnte ein perverses Monster sein.
          In ihrem Roman Die Witwe erzählt sie nun die Geschichte einer solchen Frau und wirft einen Blick hinter die Fassade einer vermeintlich glücklichen Ehe, die von einem Tag auf den anderen vor eine Zerreißprobe gestellt wird, als der geliebte Ehemann beschuldigt wird, ein Kind missbraucht und getötet zu haben. Dabei lässt uns die Autorin aber nicht nur an den Erlebnissen und Gedanken der Witwe des mutmaßlichen Täters teilhaben, sondern erzählt die Geschichte auch aus der Perspektive der Journalistin Kate, des ermittelnden Polizisten sowie der Mutter des verschwundenen Kindes. Zu Beginn des Romans befinden wir uns zunächst im Jahr 2010, kurz nach dem Tod des Tatverdächtigen, als seine Witwe Jean von der Journalistin Kate aufgesucht und um ein Exklusivinterview gebeten wird. Im weiteren Verlauf springt die Erzählung jedoch immer wieder in die Vergangenheit zurück. Die unterschiedlichen Zeitebenen und die verschiedenen Perspektiven werden dabei sehr geschickt miteinander verwoben, sodass sich die Details, die ein Licht auf das Schicksal der kleinen Bella werfen, erst ganz allmählich offenbaren. Dabei wird man jedoch auch immer wieder auf die falsche Fährte gelockt, was den Roman zu einem äußerst spannenden Leseerlebnis werden lässt.
          Besonders tiefe Einblicke erhält man in die Gedanken und Erinnerungen der Witwe von Glen Taylor. Dennoch bleibt diese Protagonistin stets undurchsichtig und rätselhaft. Schon auf den ersten Seiten erfährt der Leser, wie froh und erleichtert Jean ist, dass ihr Mann Glen jetzt tot ist und sein „Unsinn“ nun endlich ein Ende hat. Doch worin dieser „Unsinn“ besteht und ob ihr Mann tatsächlich etwas mit dem Verschwinden der kleinen Bella zu tun hatte, klärt sich erst im Verlauf der Erzählung. Jean wirft den Blick immer wieder zurück in die Vergangenheit und offenbart dabei Details über ihre Ehe, die mich teilweise wirklich erschaudern ließen, aber gleichzeitig auch unglaublich wütend machten. Ich kann nicht leugnen, dass ich mich unentwegt über Jean aufgeregt habe, denn ihre Naivität und Passivität scheinen wirklich keine Grenzen zu haben. Sie hat offenbar nie gelernt, selbstständig zu denken und zu handeln, wurde dominiert von einem Mann, der blinden Gehorsam und bedingungslosen Zusammenhalt forderte und ihr das Denken vollkommen abnahm. Sie wurde manipuliert und hat nie erfahren, wie es ist, eigene Entscheidungen zu treffen und eine eigene Meinung zu haben, nimmt alles, was ihr Mann sagt, als gegeben hin und wagt nie, sich seinen Wünschen zu widersetzen, um ihn nicht zu enttäuschen. Glen vermittelt ihr Geborgenheit, Sicherheit und auch das Gefühl, stets in seiner Schuld zu stehen, weshalb sie ihn nie verärgern möchte und stillschweigend alles erduldet, was er ihr zumutet. Hin und wieder hatte ich durchaus ein wenig Mitleid mit ihr, aber dann machte sie mich wieder rasend vor Wut. Zweifellos ist diese Protagonistin aber äußerst interessant und vielschichtig angelegt, denn obwohl sie eine dumme graue Maus ist, die alles mit sich machen lässt, vermochte sie es, mich am Ende zu überraschen.
          Auch die Journalistin Kate Waters ist eine äußerst ambivalente Figur, von der ich ständig hin- und hergerissen war, denn einerseits schien sie mir teilweise sehr einfühlsam und wirklich daran interessiert zu sein, die Wahrheit ans Licht zu bringen, während sie andererseits aber auch sehr skrupellos war und für eine gute Schlagzeile wohl auch über Leichen gehen würde. Offensichtlich ließ Fiona Barton bei dieser Protagonistin ihre Erfahrungen als Reporterin einfließen, denn in weiten Teilen ist dieser Roman auch eine Abrechnung mit der britischen Medienlandschaft. Den Journalisten ist offenbar mitnichten an der Wahrheit oder an menschlichen Schicksalen, sondern lediglich an der Befriedigung sensationsgieriger und voyeuristischer Bedürfnisse ihrer Leserschaft gelegen. Für eine gute Story ist Kate Waters jedenfalls bereit, all ihre moralischen Bedenken, die sie mitunter durchaus hat, über Bord zu werfen.
          Detective Inspector Bob Sparkes hingegen war mir äußerst sympathisch und hat mich häufig auch sehr berührt. Er will den Fall um das vermisste Kind zu einem Abschluss bringen, den Täter hinter Gittern sehen und der verzweifelten Mutter endlich zur Gewissheit verhelfen, was ihrer kleinen Tochter zugestoßen ist. Dabei geht es ihm jedoch nicht um seine Karriere oder berufliche Anerkennung, sondern lediglich um Bellas Schicksal, die Wahrheit und um Gerechtigkeit.
          Fiona Barton hat sich sehr viel Mühe gegeben, ihre Protagonisten sehr präzise auszuarbeiten, denn jeder Charakter ist dreidimensional, überzeugend und glaubwürdig und zeugt von einem guten Gespür für menschliche Schicksale und die Abgründe.

          Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich schnell und flüssig lesen. Die Sprache ist einfach, aber äußerst eindrücklich. Der Plot ist stimmig, glaubwürdig und durch die äußerst geschickte, aber nie verwirrende Verschachtelung verschiedener Figurenperspektiven und Zeitebenen unglaublich fesselnd. Wer hinter dem Titel einen temporeichen Thriller vermutet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Auf dem Cover wird Die Witwe allerdings auch als Roman und nicht als Thriller bezeichnet, obwohl er durchaus Thriller- und Krimielemente hat und von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend ist. In erster Linie ist dieser Roman aber das Psychogramm einer Ehe, die zwar vordergründig glücklich und von bedingungsloser Liebe geprägt zu sein scheint, hinter deren Fassade sich aber dunkle Geheimnisse und tiefe Abgründe verbergen. Die Autorin erspart dem Leser brutale und grausame Details, bedient den sensationsgeilen Voyeurismus, den sie unterschwellig anprangert, somit keineswegs, aber man braucht solche Beschreibungen auch nicht, um von den Perversionen, die zwischen den Zeilen stehen oder auch nur angedeutet werden, vollkommen schockiert, angewidert und verstört zu sein.

          Mich hat das Debüt von Fiona Barton jedenfalls sehr nachdenklich gestimmt und in jeder Hinsicht überzeugt. Ich würde mich freuen, bald noch mehr von dieser Autorin zu lesen.

          DoReenchen

          1 Beitrag
          23.05.2016

            Durchschnittlich

            Ein liebender Ehemann oder ein kaltblütiger Mörder… Was weiß sie wirklich?

             

            Der Roman beginnt damit, dass wir Jean Taylor begleiten wie sie in ihrem Haus auf die Reporter wartet, die seit dem Unfalltod ihres Mannes ständig vor ihrer Tür stehen und auf ein Interview hoffen. Die Journalistin Kate Waters dringt schließlich zu Jean vor um ein Exklusiv-Interview mit der Witwe zu bekommen. Denn vor einigen Jahren verschwindet die zweijährige Bella einfach aus dem Vorgarten ihres Hauses und niemand hat das Kind seither gesehen. Die Polizei hat schon bald einen Verdächtigen: Glen, Jeans Ehemann.

            Das Buch ist in 2 Zeitebenen geschrieben, die nach und nach zu einem Ende führen. Die einzelnen Kapitel werden mit den Überschriften „Die Witwe“, „Die Journalistin“ oder „Der Polizist“ eingeleitet. Jedoch nur die Kapitel aus der Sicht der Witwe sind in der Ich-Perspektive geschrieben, was das ganze spannender macht, da wir hier auch die Gedanken der Protagonistin erfahren.

            Wir erfahren wie Glen und Jean sich kennengelernt haben und wie deren gemeinsames Eheleben ausgesehen hat.

            Außerdem wird uns die Polizeiarbeit nach Verschwinden der kleinen Bella näher gebracht. Und genau das ist ein Kritikpunkt, für den ich einen Stern abziehe. Mir waren diese ganzen Ermittlungen und das Drumherum einfach zu viel des Guten und zu langatmig. Der Schluss war wirklich spannend, auch wenn das Ende zu vorhersehbar war, aber zwischendurch musste ich mich manchmal zwingen weiterzulesen, weil in der Geschichte einfach nichts vorwärts ging. Den zweiten Stern ziehe ich ab, weil mich Jean einfach nicht überraschen konnte. Sie wird als naive Hausfrau dargestellt, die ihren Ehemann vergöttert und niemals an ihm zweifelt. Ein wenig mehr Rückgrat hätte dieser Figur sicherlich gut getan. Außerdem war mir keine der handelnden Personen wirklich sympathisch, sodass ich weder für Jean noch für Dawn, die Mutter der kleinen Bella, Mitleid empfinden konnte.

            Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, man ist sofort in der Geschichte drin. Wie bereits erwähnt, manchmal etwas langatmig, aber alles in allem ein solider Roman mit Luft nach oben. Und weil öfters der Vergleich zu „Gone Girl“ und „Girl on the Train“ gezogen wird: Ich habe beide Bücher gelesen und fand sie deutlich besser als "Die Witwe".

            Milka

            1 Beitrag
            05.04.2016

              Spannend

              Die Leseprobe hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist sehr flüssig,man ist sofort in der Geschichte drin. Was ist mit der Witwe? Was genau will die Reporterin,will sie nur eine Story oder geht es um mehr?

              Ich bin sehr Neugierig wie es weiter geht...