Graham Norton

Eine irische Familiengeschichte

Elizabeth Keane kehrt zum ersten Mal seit Jahren nach Irland zurück. Ihre Mutter Patricia ist gestorben, Elizabeth muss den Haushalt auflösen. Auch Patricia hatte als junge Frau den Ausbruch versucht, mit einem Verlobten, den keiner je zu Gesicht bekam. Zurückgekehrt war sie ohne Mann, dafür mit einem Säugling im Arm. Wer ihr Vater war, hat Elizabeth nie erfahren. Doch dann findet sie unter den Sachen ihrer Mutter ein Bündel Liebesbriefe. Elizabeth macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt zu einer windumtosten Farm am Fuße einer Burgruine über der rauen Keltischen See ...


Autorenbild Foto von Graham Norton

Der  Autor

Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman «Ein irischer Dorfpolizist» überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie. «Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war», schrieb Bestsellerautor John Boyne in der «Irish Times».


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Rezensionen

Struppel

Beiträge 6
24.07.2020

Das Cover des Buches sotgt für die richtige Stimmung. Dir irische Landschaft mit den einzelnen Häuser täuscht eine Idylle vor, doch manchmal steckt mehr in einer Geschichte, hier hinter der Familiengeschichte. Elisabeth kehrt in die alte Heimat zurück, um das Haus ihrer verstorbenen Mutter leer zu räumen. Dabei stößt sie auf unbekannte Liebesbriefe. Elisabeth beginnt mit Recherchen über den Mann, der diese Briefe geschrieben hat, denn sie verspricht sich davon, den unbekannten Vater zu finden. Sie macht ein paar ungeheuerliche Entdeckungen, die sie persönlich betreffen, denn sie erfährt, wer ihre Familie und was damals in dem Haus an der Klippe passiert ist. Zudem bereitet ihr ihr 17jähriger Sohn daheim in den USA Sorgen, er verheimlicht ihr etwas. Die Erkenntnis, was es ist, schockiert sie zunächst. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht. Es geht um Gewalt und Macht auf der einen Seite, aber auch um Mut und Aufopferung für ein Kind. Das Buch ist emotional geschrieben, die Protagonisten sind außergewöhnliche Figuren. Es ist durchgehend spannend mit unerwarteten Wendungen und einem Ende, das einem zum Nachdenken anregt, denn nicht jede Mutter hätte so reagiert, wie es Elizabeth tut. Ein tiefgründiges Buch, das sehr gut gelungen ist.

engi

Beiträge 45
17.07.2020

    Was vom Klappentext her eigentlich als eine unspektakuläre Geschichte anmutet, entpuppt sich beim Hören schnell als geheimnisvoll und hatte mich gleich in den Bann gezogen. Lage um Lage entfernt Elizabeth Keane in ihrem alten Heimatort Buncarragh von den angestaubten Erzählungen und muss bald feststellen, dass nichts so ist wie es scheint. Sie macht sich auf die Suche nach einem Vater, der angeblich schon lange tot ist und macht bald befremdliche Entdeckungen. Auch an der Homefront in ihrem Zuhause in Amerika läuft nichts wie geplant und das Leben ihres Sohnes macht sich bald auf unschöne Art selbstständig …
    Auf unaufgeregte Art und doch immer wieder spannend schreibt Graham Norton hier eine Geschichte, die dem Spruch „Mehr Schein als Sein“ schnell eine ganz neue Bedeutung gibt. Er arbeitet akribisch auf eine Art Happy End hin, die dann doch keines ist … oder doch? Ich habe mich jedenfalls keine Minute gelangweilt in dieser irischen Familiengeschichte.

    Vielleserin

    Beiträge 43
    08.07.2020

      Elizabeth Keane kehrt zum ersten Mal seit Jahren nach Irland zurück. Ihre Mutter Patricia ist gestorben, Elizabeth muss den Haushalt auflösen. Auch Patricia hatte als junge Frau den Ausbruch versucht, mit einem Verlobten, den keiner je zu Gesicht bekam. Zurückgekehrt war sie ohne Mann, dafür mit einem Säugling im Arm. Wer ihr Vater war, hat Elizabeth nie erfahren. Doch dann findet sie unter den Sachen ihrer Mutter ein Bündel Liebesbriefe. Elizabeth macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt zu einer windumtosten Farm am Fuße einer Burgruine über der rauen Keltischen See ...
      (Klappentext)

      Bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wurde eine Spannung und Atmosphäre erzeugt, die schon sehr in die Richtung „düster und brutal“ geht. Auf der anderen Seite geht es um Mutterliebe und Vergangenheitsbewältigung. Die Charaktere sind ihrer Person entsprechend gut ausgearbeitet und beschrieben. Die Handlung bzw. der Handlungsablauf war für mich manchmal etwas überzogen und unglaubwürdig. Vielleicht hatte ich auch etwas anderes erwartet und wurde deshalb enttäuscht. Ich weiß es nicht. Ich bin auf jeden Fall mit diesem Roman nicht „warm“ geworden. Doch da sollte sich jeder selbst seine Meinung bilden.

      kerstin2601

      Beiträge 52
      03.07.2020

        Und wieder ein toller Roman wie geschaffen für den Urlaub, ob am Meer oder auf dem Balkon, perfekte Unterhaltung ist hier garantiert. Lang verborgene Geheimnisse, romantische Gefühle und eine malerische Landschaft...was will man oder frau mehr?