Hannah Doyle

Mein Jahr zum Glück

Glücklich werden für Anfänger
Jedes Jahr wieder fasst Izzy die gleichen Vorsätze: nein zu den falschen Männern, nein zu Muffins, nein zu Alkohol. Als in einer Redaktionskonferenz die Idee entsteht, es einmal anders anzugehen, ist die junge Journalistin gar nicht begeistert. Ein Jahr lang soll sie jeden Monat einmal ja sagen zu einer Herausforderung und darüber schreiben. Von einem Festival-Auftritt oder einer neuen Haarfarbe bis zu der Aufgabe, sich mit einem entfremdeten Familienmitglied auszusprechen, die Herausforderungen sind vielfältig. Izzy lernt dabei ganz neue Seiten an sich kennen – und je größer ihr Selbstbewusstsein wird, desto aufregender wird ihr Liebesleben.


Autorenbild Foto von Hannah Doyle

Der  Autor

Hannah Doyle hat als Journalistin für zahlreiche Magazine gearbeitet. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Yorkshire. «Mein Jahr zum Glück» ist ihr erster Roman.


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Rezensionen

hasi_rasi

Beiträge 44
28.12.2018

Isobels Ja(hr)

„Neuer Anfang, neue Ideen, neue Energie!“ (S. 6) sagt sich Izzi (Isobel) jedes Jahr am 1.1. und macht eine Liste a la Bridget Jones in ihr Notizbuch, was sie in diesem Jahr alles nicht mehr machen will – um dann zu entdecken, dass die Liste fast identisch ist mit der vom letzten Jahr. Als sie das in der Redaktionskonferenz der Frauenzeitschrift erzählt, für die sie arbeitet, kommt ihre Chefin auf die Idee, dass Izzi in diesem Jahr „JA“ statt „NEIN“ sagen wird. Sie bekommt ihre eigene Artikelserie „Isobels Ja(hr)“, für die sie jeden Monat etwas Neues wagen und darüber schreiben muss. Wads das ist, dürfen die Leser entscheiden. Schon die erste Aufgabe „Neues Jahr, neuer Look, neues Leben.“ (S. 53) findet sie nicht wirklich toll - ihre blonde Mähne wird wieder in ihr natürliches „Kupferorange“ umgefärbt und ihr Kleiderschrank wird einem großen „Makeover“ unterzogen. So runderneuert, fällt sie endlich auch dem Bruder ihres Schwagers auf, den sie seit 3 Jahren anhimmelt. Entdeckt er jetzt sein Herz für sie?
Alle 12 Aufgaben bringen Izzi an ihre Grenze: sie muss u.a. live im Fernsehen auftreten, eine Social-Media-Pause machen, sich mit jemandem versöhnen oder ehrlich zu sich selbst / für sich selbst stark sein. Jede Aufgabe bringt sie weiter weg von ihrem alten Selbst zu einer neuen, verbesserten Version. Sie entdeckt völlig neue Seiten an sich und merkt, wo ihre (bisher ungeahnten) Stärken liegen. Am Ende des Jahres hat sich ihr Leben wirklich verändert.

Izzi ist eine sehr sympathische, menschliche Protagonistin, eine Frau mit Fehlern. So vernachlässigt sie z.B. ihre beste Freundin, als sie beruflich durchstartet und lässt sich viel zu oft von ihrer Mutter in ihr (Liebes-)Leben quatschen. Sie beneidet ihre ekelhaft perfekte, gutaussehende Schwester – ohne hinter deren Fassade zu schauen. Izzi hingegen ist mit ihrem Aussehen fast nie zufrieden (welche Frau ist das schon) und sieht Fehler an sich, die sonst niemand entdeckt. Die Herausforderungen öffnen ihr die Augen dafür, wie sie wirklich auf andere wirkt und dass die man die Liebe dort findet, wo man gar nicht sucht.


„Mein Jahr zum Glück“ ist das perfekte Kopfkino - sehr amüsant, überraschend und regt zum Nachdenken über das eigene Leben an. Stellenweise erinnert es an Bridget Jones – aber gerade das hat mir sehr gut gefallen. Ich könnte es mir ebenfalls gut als Film vorstellen.

schnäppchenjägerin

Beiträge 71
22.12.2018

Isobel ist Mitte 20 und arbeitet als Journalistin bei dem Lifestyle-Magazin Pulse. Als sie im neuen Jahr feststellt, dass sie sich annähernd dieselben Vorsätze wie im letzten Jahr vorgenommen hat, die sie allesamt nicht durch- oder eingehalten hat, entsteht bei einer Redaktionskonferenz die Idee, dass sich Izzy in diesem Jahr nicht damit aufhalten soll, Dinge nicht zu tun, sondern sich gezielt monatlich einer Aufgabe zu stellen. Jeden Monat soll dafür ein Feature in Pulse erscheinen, in dem Izzy von ihren Erfahrungen berichtet. Als Herausforderung darf sie sich die Aufgaben nicht selbst heraussuchen, sondern werden von den Lesern vorgeschlagen und anschließend von ihrer Chefin ausgewählt.
So beginnt Izzys Jahr zunächst mit einem Make-over, bevor sie sich größeren Herausforderungen wie einem Fernsehauftritt oder einer Performance auf dem Glastonbury-Festival widmen bzw. sich als Aktmodell zur Verfügung stellen muss.
Schon bald merkt Izzy, wie der berufliche Erfolg ihr Selbstbewusstsein wachsen lässt und dass es noch andere Männer außer Schwippschwager George gibt, von dem sie seit Jahren schwärmt.

In "Mein Jahr zum Glück" geht es um die guten Vorsätze, die man sich für das neue Jahr vornimmt und wie in Izzys Fall nicht bis zum Ende konsequent durchzieht, sondern schnell wieder im Alltagstrott vergisst. Durch den Druck, dem sich Izzy aussetzt, in dem sie die Vorsätze mit ihrem Berufsleben verbindet, ist sie jedoch gezwungen, ihre monatlichen Aufgaben akribisch abzuarbeiten.
Bei den Herausforderungen handelt es sich um keine sehr ungewöhnlichen Dinge oder Aufgaben, größere Anstrengungen oder Mut voraussetzen, so dass die Geschichte realistisch bleibt, aber eben auch ein Thema beschreibt, das schon Gegenstand vieler Romane war.
Auch wenn der Roman unterhaltsam geschrieben ist und einige witzige Bonmots und Situationen beinhaltet, beinhaltete die Handlung für mich nichts wirklich Neues. Izzy ist die Mittzwanziger, die typischerweise wenig ambitioniert und etwas ungeschickt ist, so manches Fettnäpfchen mitnimmt und hinter dem falschen Mann herjagt. In all ihren monatlichen Aufgaben ist Izzy sehr auf sich selbst fixiert und so begleitet man sie auf einem Egotrip durch das Jahr, bei dem sie - vorhersehbar - ihr Leben optimiert, ihr äußeres Erscheinungsbild verbessert, innerlich reift und im Job ernster genommen wird. Mit größeren Schwierigkeiten hat sie nicht zu kämpfen, die Aufgaben und ihre Lösung sind ihr förmlich zugeflogen.

Der Roman ist wenig tiefgründig und bietet leichte Lesekost. Mir war der Roman zu eintönig aufgebaut, die einzelnen Kapitel ohne fließende Übergänge miteinander verbunden, die Herausforderungen zu belanglos. Izzy war mir als Person zwar nicht unsympathisch, aber ich empfand sie zu sehr auf sich selbst fixiert und hatte nicht den Eindruck, dass sie sich über das Jahr hindurch charakterlich weiterentwickelt hat. Darüber hinaus blieb mir bis zum Schluss unklar, warum George ihr Traummann war bzw. sie so fest davon überzeugt war.
"Mein Jahr zum Glück" bietet weder eine neue Romanidee, noch hebt sich das Buch durch eine interessante Handlung von Büchern mit ähnlichem Grundgedanken ab.

kasiopeia1975

Beiträge 29
16.12.2018

Ich habe nur die Leseprobe gelesen und muss gestehen das sie mich so gar nicht neugierig macht...zu viele Stereotypen und Klischees...Es erinnert mich auch sehr an die Bridget Jones Bücher...Vielleicht tue ich dem Buch auch unrecht aber irgendwie reizt es mich so gar nicht, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen...schade

Persephone13

Beiträge 23
18.01.2019

    Eigentlich ein Buch, von dem ich mir nach Überfliegen des Klappentextes total sicher war, dass es mir gefallen würde, da mir grundsätzlich Geschichten gefallen, die über einen längeren Zeitraum spiele, in dem sich die Protagonisten in regelmäßigen Abständen einer kleinen Mutprobe stellen müssen. So auch Izzy, die nach den gefloppten guten Vorsätzen der letzten Jahre nun endlich beschließt, sich nichts zu verbieten, sondern endlich mal ein ganzes Jahr lang, "Ja" zu sagen und zwar monatlich zu einer neuen Herausforderung. Und ab hier kommt so der Punkt, wo das "eigentlich" durchschlägt.Erstens finde ich, hätte man aus dem Stoff auch etwas machen können, wenn die Protagonistin nicht zufällig bei einer Lifestylezeitschrift arbeiten würde - das ist ein Trend unter den Protagonisten von Frauenromanen, der mir auf den Keks geht. Denn natürlich ist dann von den Herausforderungen plötzlich alles möglich und (im Vergleich) ist es auch einfach in eine Fernsehtalkshow eingeladen zu werden oder auf dem Glastonbury Festival aufzutreten. (Nur zwei der Herausforderungen, denen sich Izzy stellen muss, sobald die Leser der Zeitschrift ihr Vorschläge unterbreiten.)
    Auch die Liebeswirren, die sich im Roman entspinnen (da gibt es Izzys jahrelangen Schwarm George, der sich plötzlich für sie interessiert, aber auch Alex, den Izzy beim "Glamping" kennenlernt) sind so naja. Man weiß eigentlich schon relativ früh, wie alles ausgehen wird und für wen sich Izzy letztendlich entscheiden wird. Die Vorhersehbarkeit hat mich aber gar nicht so gestört, eher dieses seichte Dahingeplätscher der Handlung.
    Ich war einfach ein wenig enttäuscht vom Buch, weil ich mir mehr erwartet hatte - mehr Schreibstil in Richtung Bridget Jones und vielleicht auch etwas mehr Slapstick oder zumindest wirklich komische/ skurrile Abenteuer.
    Alles in allem aber eine leichte Lektüre für Zwischendurch. Bei uns würde man sagen: Geht schon...

    Lesefeuer

    Beiträge 24
    17.01.2019

      Passend zum Jahresbeginn habe ich dieses tolle Buch gelesen. Wer kennt es nicht? Zwischen den Jahren reflektiert man nochmal was man alles so im vergangenen Jahr erlebt hat. Was lief gut und was könnte im nächsten Jahr besser laufen? Also hat man gleich am ersten Tag des neuen Jahres eine Liste zusammengestellt und versucht seine Neujahrsvorsätze in die Tat umzusetzen. Nun ja, wir kennen das ja. Sport treibt man eh nur in der ersten Woche des neuen Jahres wenn man es schon nicht im vergangenen Jahr wirklich durchgezogen hat und auch sonst ist es halt einfach schwierig seine Neujahrsvorsätze umzusetzen. Mit diesem überraschend witzigen Buch von Hannah Doyle kann man sich eben nochmal Gedanken machen, ob seine eigenen Neujahrsvorsätze – sofern man welche hat – wirklich Sinn machen und was man davon eigentlich gleich wieder von der Liste streichen könnte. Im Buch steht jedes Kapitel für einen Monat; man wird also durch ein komplettes Jahr geführt. Das finde ich richtig prima, obwohl so die Kapitel richtig lang werden, was ich ja sonst eigentlich nicht so mag; aber man hat viele Absätze, die es einfacher machen auch mal innerhalb eines Kapitels aufzuhören zu lesen. Der Schreibstil von Hannah Doyle ist echt herrlich, ich habe das Buch wirklich genossen. Dennoch hätte man die Geschichte sicher in ein paar Seiten weniger packen können, somit war es stellenweise doch etwas langatmig. Aber man geht auf jeden Fall mit einem richtig guten Gefühl aus dem Buch! Ich glaube, dass man das Buch richtig gut verfilmen könnte. Das Cover ist hübsch; einfach aber passend mit dem Feuerwerk und dem dunklen Hintergrund, welchen ich als Nachthimmel erkannt habe. Hier gibt es eine Leseempfehlung von mir!