Andreas Winkelmann

Das Haus der Mädchen

Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben...


Autorenbild Foto von Andreas Winkelmann

Der  Autor

Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.


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Rezensionen

saika84

Beiträge 7
29.06.2018

Leni Fontane hat einen Praktikumsplatz bei einem Verlag in Hamburg bekommen. Da sie nicht viel Geld hat, bucht sie ihr Zimmer über Bedtobed. In der Wohnung angekommen, trifft sie auf eine der anderen Mitbewohnerinnen Vivien. Die beiden freunden sich gleich an, doch bereits am nächsten Tag ist Vivien ohne ein Wort spurlos verschwunden. Als Leni durch ein Missgeschick auf den Obdachlosen Freddie trifft, erfährt sie, dass dieser einen Mord beobachtet hat und der Täter Freddie nun verfolgt. Seine Beschreibung passt genau zu dem Mann, mit dem sie Vivien zuletzt gesehen hat. Sie ahnen nicht, dass sie bereits in großer Gefahr schweben.



Das Haus der Mädchen wurde von dem Autor Andreas Winkelmann geschrieben und ist im Verlag rororo erschienen. Der Schreibstil liest sich sehr gut und ist absolut fesselnd. Die Kapitel sind angenehm kurz. Durch die wechselnden Perspektiven fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung wird gut aufgebaut und im Verlauf der Geschichte immer weiter gesteigert. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen erst nach und nach zusammen, sodass man als Leser lange Zeit im Dunkeln tappt. Die Charaktere waren gut beschrieben und sehr vielschichtig. Leni hat viele Ängste, versucht sich diesen aber immer wieder zu stellen. Das hat sie besonders sympathisch gemacht. Ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Das Haus der Mädchen war für mich der erste Thriller von Andreas Winkelmann aber sicher nicht der letzte. Von mir gibt es die vollen 5 Sterne.

buchzauber

Beiträge 15
09.07.2018

    Leni ist ein Landei, das in der Metropole Hamburg ein Praktikum machen möchte. Um Kosten zu sparen hat sie sich für eine recht günstige Wohnmöglichkeit entschieden und trifft dort auf ihre neue Freundin Vivien, die so ganz anders ist als die schüchterne Leni. Derweil wird ein Krankenpfleger erschossen und der Obdachlose Freddy fühlt sich von einem Mörder verfolgt.
    Die verschiedenen Charaktere sind dem Autor extrem gut gelungen, unterhaltsam und trotzdem irgendwie authentisch, allen voran Leni, die neben Freddy eine der Hauptrollen übernimmt. Die Gefühlswelt des Mädchens ist sehr gut dargestellt, aber ich finde auch Freddy, der früher ein erfolgreicher Geschäftsmann war und dann auf der Straße landete, ist gut gezeichnet. Zumindest stellt man sich vor, dass es einer gescheiterten Existenz genauso ergeht (mit Ausnahme der möglichen Verfolgung von einem Mörder). Das Buch ist sehr spannend und unterhaltsam, denn ich hatte bis zur Auflösung immer wieder andere Verdächtige und ging dem Autor gehörig auf den Lein. Aber ich hatte auch so meine Probleme mit dem Buch, denn mir war es deutlich zu heftig an mancher Stelle, weniger ausführliche Beschreibungen von Wunden und Morden hätten es für mich auch getan. Verwundert war ich über die recht große Anzahl von Schreibfehlern, die ich bei einem großen Verlag so schon lange nicht mehr gesehen habe.

    Ich empfehle das Buch daher zwar weiter, aber nun Lesern mit Hang zu brutalen Schilderungen (wobei es da auch schon deutlich extremeres gab, was ich gar nicht fertiglesen wollte/konnte).

    SBS

    Beiträge 65
    07.07.2018

      Fesselnde Spannung!

      Leni aus dem beschaulichen Sandhausen möchte ein Lektoratspraktikum in Hamburg absolvieren und hat sich dafür ein günstiges Zimmer mitten in der Metropole besorgt. Schon die Anreise war alles andere als angenehm und auch ihr erster Kontakt zu Mitmenschen verläuft suboptimal. Trotzdem freundet sie sich überraschend schnell mit der offenen und auf Millionärsfang Zimmernachbarin Vivien an. Dieses verschwindet jedoch ganz plötzlich und Leni macht sich auf die Suche…
      Freddy war früher Unternehmer, hat alles an die Wand gefahren und lebt nun auf der Straße. Dort hat er einen Mord beobachtet und flüchtet zunächst vor dem Mörder, der ihn gesehen hat, bis er beschließt den Spieß umzudrehen. Beide Suchenden treffen zufällig aufeinander und das Spektakel beginnt.

      Meiner erster Winkelmann, aber ganz sicher nicht mein letzter. Der Autor hat mich quasi von der ersten Seite an mit seinem rasanten Schreibstil gefesselt. Das Buch liest sich sehr flüssig, die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven mit kleinen Cliffhangern am Ende laden zum Weiterlesen ein. Lange tappte ich im Dunkeln, hatte immer wieder Vermutungen, aber trotzdem lag ich bis zum Ende zumindest halbwegs falsch – passiert mir nicht oft, umso besser fand ich das.
      Die Charaktere sind facettenreich, langweilen nie und sind authentisch, wenn auch recht außergewöhnlich. Ihre Entwicklung hat mich nicht nur interessiert, sondern auch manches Mal den Atem anhalten lassen.
      Das Buch ist nicht unbedingt was für Zartbesaitete, allerdings sind die Schilderungen der Morde auch nicht so blutrünstig. Die Hamburgerkulisse tut dem Buch sehr gut und ich konnte mir einiges sehr bildlich vorstellen.

      Muppets33

      1 Beitrag
      06.07.2018

        Von Anfang bis Ende spannend!
        Leni, eine introvertierte, unsichere junge Frau kommt nach Hamburg, um ein Praktikum in einem Verlag zu absolvieren und hat sich online ein Zimmer in einer Wohnung gemietet. Dort freundet sie sich mit Ihrer Zimmernachbarin Vivien an, die am nächsten Tag spurlos verschwunden ist.
        Zur gleichen Zeit beobachtet ein Krankenpfleger eine Entführung und wird daraufhin ermordet.
        Diesen Mord wiederum beobachtet Freddy, ein gestrauchelter Geschäftsmann, der seit kurzem als Obdachloser auf der Straße lebt und wird daraufhin vom Mörder gesucht.

        Leni sucht verzweifelt nach Vivien und trifft dabei auf Freddy, der mittlerweile dem Mörder zuvorkommen will und ihn deshalb sucht.
        Gleichzeitig ermittelt in dem Fall Kommissar Kerner, der im Zuge der Ermittlungen auf weitere Vermisstenfälle und einen Todesfall stößt und versucht, dabei Zusammenhänge zu erkennen.

        Von Anfang an wird große Spannung aufgebaut, die bis zum Ende gleichbleibend hoch ist, dazu etliche Schauer auslösende Szenen.

        Es wird wechselnd aus der Perspektive der einzelnen Beteiligten erzählt, aber so, dass man niemals den Faden verliert und bis zum Schluss lag ich mit meinen Vermutungen (die auch immer mal wechselten), wer der Mörder ist total daneben und war sehr überrascht.

        Fazit: Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und kann es wirklich nur empfehlen. Den Autor kannte ich bisher gar nicht, werde mir aber auf jeden Fall weitere Bücher zulegen, den dieses hat ich absolut überzeugt!

        Orchidee

        Beiträge 10
        03.07.2018

          Leni, die in Hamburg ein Praktikum machen möchte, mietet sich in einer Wohngemeinschaft ein. Als die Mitbewohnerin Vivien ohne jede Spur verschwindet und das Zimmer neu vermietet wird, versucht Leni mehr über Viviens verschwinden herauszufinden.

          Zeitgleich gerät der Obdachlose Freddie in Gefahr, denn er wurde Zeuge eines Mordes. Nun ist er vor dem Mörder auf der Flucht....

          Dies war für mich das erste Buch von Andreas Winkelmann - und garantiert nicht das letzte. Die Handlung ist einfach nur spannend von Beginn bis Ende. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und gut dargestellt. Ich konnte mir Leni und ihre Sorgen, die sie in der Großstadt befielen, sehr deutlich vorstellen. Hier stimmt wirklich alles und ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

          tigerbea

          Beiträge 34
          03.07.2018

            Leni zieht aus dem kleinen Dorf Sandhausen in das große Hamburg. Sie hat dort einen Praktikumsplatz erhalten und wird nun in einer Wohngemeinschaft leben. Dort freundet sie sich mit der kontaktfreudigen Vivien an. Als diese spurlos verschwindet wird das Zimmer erneut vermietet. Doch Leni kann das Verschwinden Viviens nicht so einfach hinnehmen. Sie stellt Nachforschungen an.

            Das Buch ist wirklich von Beginn an sehr spannend. Man könnte es ohne Unterbrechung lesen, denn wenn man einmal begonnen hat, findet man kein Ende. Andreas Winkelmann hat hier in seiner bewährten Manier Spannung aufgebaut, die bis zum Schluß reicht. Aber auch die Charaktere die er geschaffen hat, sind hervorragend erarbeitet und sehr vielseitig. Man findet das Mädel vom Dorf, den abgestürzten Obdachlosen, der vorher ein normales Leben führte usw. Dadurch ist das Buch sehr vielschichtig. Der Fall selbst ist undurchsichtig und man fiebert der Auflösung ständig entgegen!

            Igela

            Beiträge 17
            02.07.2018

              Leni fährt nach Hamburg um drei Wochen lang ein Praktikum beim New Media Verlag zu absolvieren.
              Der Verlag hat ihr ein Zimmer in einem schönen Haus, in einem netten Viertel, empfohlen. Erst fühlt sich Leni einsam in dem grossen Hamburg, dann freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin Vivien an. Eines morgens ist Vivien weg, wie vom Erdboden verschluckt. Leni kann nicht glauben, dass sie weitergezogen ist, denn sie hatte ihr per Nachricht versprochen, dass sie sich abends treffen.


              Durch eine verstörende Passage gleich zu Beginn des Buches, war klar: Das wird ein Thriller, der nichts für sensible Leser ist. Und tatsächlich gibt es immer wieder Szenen, die sehr brutal und furchteinflössend sind.
              Durch regelmässige Perspektivwechsel und zurückhaltende Einführung in die Figuren und ihre Geschichten, empfand ich die ersten Unterkapitel als wirr. Ich brauchte, nach der oben angesprochenen Eingangsszene, eine Weile, bis ich in der Geschichte angekommen bin und die Figuren einordnen konnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Opfer immer wieder im Mittelpunkt stehen, und so Konturen und Leben erhielten. Man fühlt dadurch einfach automatisch mehr mit, als wenn da nur Opfer X oder Opfer Y erwähnt wird. Den Brennpunkt so zu legen, ist sehr clever. Man konnte als Leser dabei zusehen, wie die Opfer gebrochen werden. Wo es, wie gesagt, hart zur Sache geht und man sich als potentieller Leser darauf einstellen sollte.
              Ich empfand gerade diese Passagen als interessant, da sie psychologisch gut ausgearbeitet wurden.
              Immer wieder enden Kapitel, die oft in 10 bis 12 Unterkapitel unterteilt sind, mit einem Cliffhanger, was gleichzeitig ein Garant für Spannung ist. Geschickt wird gegen Mitte Buch ein Unterkapitel aus der Sicht des Täters eingesetzt, das erste überhaupt. Mangels ernsthafter Alternativen, hatte ich schon relativ früh eine Vermutung wer der Täter ist. Zwar hat Andreas Winkelmann noch mit einer Überraschung aufgewartet, doch meine Ahnung hat sich schon bestätigt. Ich denke, die Figur mit der er die Leser täuschen wollte, war so offensichtlich eine falsche Spur, dass danach nur noch der wirkliche Täter übrig blieb. Vielleicht hätte man da noch eine weitere falsche Spur einsetzen sollen?
              Der Schreibstil hat mir gefallen und Andreas Winkelmann hat durch geschickt eingesetzte und über das Buch verteilte, gruselige Szenen, die Spannung und meine Aufmerksamkeit halten können.
              Die Figuren sind im Grossen und Ganzen gut charakterisiert, wenn auch etwas klischeehaft gezeichnet. Da jedoch die Figuren ihre Rolle gut gespielt haben und eng in ihrem Klischee gehandelt , gefühlt und gedacht haben, ist mir das hundertmal lieber als Figuren, die nicht überzeugend rüberkommen.
              Mir hat dieser Thriller, der seine Genreeinteilung zu Recht trägt, gefallen. Spannung, überzeugende Figuren und ein Plot, der keine Ungereimtheiten aufweist. Was will man als Thrillerleser mehr?

              KerstinT

              Beiträge 39
              27.06.2018

                Hamburg Kanäle und Abgründe

                Hamburg. Ein Mann beobachtet eine Entführung, kurze Zeit später ist er tot. Eine junge Frau kommt allein in die Großstadt und stellt schnell fest, dass in ihrer Unterkunft etwas nicht stimmt. Mädchen verschwinden in einer Nacht und Nebelaktion. Was haben Hamburg Kanäle damit zu tun?

                Anfangs habe ich mich mit diesem Thriller schwer getan. Es waren recht viele Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun hatten. Zusätzlich war ich beim Lesen nicht hundert prozentig bei der Sache, so dass mir der Einstieg ins Buch schwer viel. Aber nach hundert Seiten hatte mich das Buch und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Gut gefallen hat mir, dass die einzelnen Kapitel recht kurz waren und gerne mit einem Cliffhanger endeten. Außerdem wechselten mit jedem Kapitel die Perspektiven beziehungsweise der Handlungsstrang. So war immer genug Spannung da. Schön fand ich auch, dass einige Fallen eingebaut wurden, die mehr oder weniger zugeschnappt sind. Teilweise war die Handlung aber auch nicht schlüssig.
                Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war leicht und flüssig zu lesen. Hamburg wurde dem Leser auch etwas näher gebracht. Viele Szenen wurden sehr bildlich beschrieben, so dass es schnell zum Kopfkino kam. Je nach Situation ist das gut oder eben nicht. Auch die Gefühle von Leni, dem Landei, wurden gut rübergebracht, auch wenn ich sie teilweise nicht ganz nachvollziehen konnte.
                Die Charaktere waren nichts Besonderes. Sie bedienten eher die gängigen Bilder und Klischees. Das Landei kommt in die Stadt und gerät gleich an einen Serientäter. Der Polizist nimmt am liebsten alles selbst in die Hand und das auf illegale Weise. Dazu gibt es noch ein paar eingebildete Schnösel. An den Charakteren hätte noch mehr gearbeitet werden können.

                Alles in allem ein guter Thriller, der noch ausbaufähig ist. Dennoch wurde ich gut unterhalten und habe mitgefiebert. Deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen.

                Knopf

                Beiträge 4
                26.06.2018

                  Ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann - da ist ja eigentlich Spannung garantiert. Das Haus der Mädchen spielt in Hamburg und wird in mehren Strängen erzählt.. Leni Fontane darf in Hamburg ein Praktikum in einem Verlag absolvieren. Der Verlagsleiter hat ein Zimmer vermittelt. Als sie in der Wohnung ankommt ist sie überrascht wie schön und groß das Zimmer ist. Gleich lernt sie dort Vivian eine Mitbewohnerin kennen. Diese ist genau das Gegenteil von ihr, wenn sie als Landei überkommt, wirkt Vivian einfach nur lebensfroh und quirlig und möchte sich in Hamburg einen Millionär angeln. Als Vivian plötzlich verschwindet macht sich Leni natürlich Sorgen.
                  Außerdem lernen wir Frederic (Freddy)Förster kennen. Einen 'Neu'Obdachlosen. Eigentlich war er erfolgreich, verlor den Überblick, machte Schulden und verlor alles. Und jetzt? Beobachtet er einen Mord, der auf offener Straße stattfand und ist jetzt auch noch auf der Flucht.
                  Wer sind die Mädchen, die in einem Kellerverlies gefangengehalten und mißhandelt werden?
                  Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca verfolgen gemeinsam mehrere Spuren; warum wurde der Mann erschossen, wurde dort gerade eines der vermißten Mädchen entführt?
                  Als sich Leni und Freddy durch einen Zufall begegnen und feststellen, dass sie beide privat ermitteln und ihre Fälle zusammenhängen könnten gehen sie zur Polizei und rennen bei Jens offene Türen ein.

                  Ein spannender Thriller mit sympathischen Figuren, bei denen es auch mal lockerer und nicht immer politisch korrekt vorgeht.

                  Könnte mir einen weiteren Fall mit diesem Ermittlerteam vorstellen

                  yesterday

                  Beiträge 32
                  25.06.2018

                    Jens Kerner ist ein guter Polizist, der sich mit seiner Assistentin toll versteht und einen Oldtimer fährt. Er wäre gerne sportlicher als er ist und raucht zu viel. In “Das Haus der Mädchen” kommt er mit seinen klassischen Ermittlungsmethoden aber nicht allzu weit. Gut, dass es da ein Duo gibt, das ihm unter die Arme greift.

                    Dieses ungewöhnliche und durch Zufall zusammengeführte Duo bringt den Stein der Ermittlungen und Kerners Gedanken ins Rollen. Junge Frauen, die alleine nach Hamburg kommen, verschwinden auf sehr ähnliche Art und Weise. Eine Leiche wurde vor längerer Zeit gefunden. Kerner sucht nach Gemeinsamkeiten in den Fällen und wird stutzig. Zudem hat er noch die Leiche eines jungen Mannes als Akte auf seinem Tisch, die nicht recht zu den verschwundenen Frauen passen will.

                    Die Schlinge um den Täter zieht sich zu, doch an mehreren Ecken tauchen neue Verdächtige auf. Irgendwann verhält sich jede Hauptperson verdächtig und auch als Leser ist man sich nicht mehr ganz sicher, wem man nun glauben soll.

                    Am Ende ist das Motiv, die Auflösung im Kern vielleicht nicht zu 100 Prozent stimmig, der Weg dorthin aber unterhaltsam und mit viel Blut, Gewalt, Toten und leider auch einigen Schreibfehlern gepflastert. Dennoch lässt sich der Krimi sehr flott und ansonsten angenehm lesen.