Helga Glaesener

Das Seehospital

Drei Schwestern, drei Schicksale – ein Ort der Menschlichkeit
Amrum, 1920: Nur widerwillig kehrt Frida zur Beerdigung des Großvaters zurück auf ihre nordfriesische Heimatinsel. Der alte Kapitän Kirschbaum gehörte zu Amrum wie die Wellen zum Strand. Aber für Frida hatte er zuletzt kein gutes Wort übrig. Ihren Traum, in Hamburg Medizin zu studieren, hielt er für Weiberflausen und drehte ihr den Geldhahn kurzerhand zu. Dabei hätte der Insel-Patriarch eine vertrauenswürdige Ärztin in dem kleinen Hospital, das er für lungenkranke Kinder gestiftet hat, gut gebrauchen können. Nach seinem Tod droht der Einrichtung nun wegen Geldmangels das Ende. Aber was wird dann aus den kleinen Patienten? Fridas Mutter will aus der imposanten Strandvilla lieber ein exklusives Kurhotel machen. Auch von ihren beiden Schwestern kann Frida keine Hilfe erwarten. Dennoch nimmt sie den Kampf auf – und ahnt nicht, wie hoch der Preis für sie und ihre Familie sein wird ...


Autorenbild Foto von Helga Glaesener

Der  Autor

Helga Glaesener wurde in Niedersachsen geboren und studierte in Hannover Mathematik. 1990 begann die Mutter von fünf Kindern mit dem Schreiben historischer Romane, von denen gleich das Debüt, «Die Safranhändlerin», zum Bestseller avancierte. Seitdem hat sie zahlreiche weitere erfolgreiche Romane geschrieben, darunter auch diverse Krimis. Zwanzig Jahre in Ostfriesland haben ihre Liebe zum Meer geweckt, so dass die Küste zum Schauplatz zahlreicher Romane wurde. Heute lebt Helga Glaesener in Oldenburg.


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Rezensionen

weberin

Beiträge 22
20.03.2020

    Der Roman „Das Seehospital“ von Helga Glaesener entführt den Leser in das Amrum der 1920er Jahre. Frida und ihre zwei Schwestern sind die Hauptfiguren des Romans, dabei ist Frida diejenige, die gerne Medizin studieren möchte. Zu ihrer Zeit ein wagemutiges Unterfangen und auch ihr Großvater hält dieses Vorhaben für bloße Flausen.

    Als Frida zur Beerdigung ihres Großvaters nach Amrum zurückkehrt, ist das kleine Hospital der Insel für lungenkranke Kinder finanziell am Ende. Frida will aber alles tun, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Leider kann sie bei diesem Unterfangen nicht auf die Unterstützung ihrer Familie zählen. Ihre Mutter ist zunehmend kaltherzig und einzig und allein darum besorgt, wie es für die eigene Familie finanziell weitergehen soll.

    Ihre Schwester Lou, die wegen ebenjener Geldsorgen mit einem reichen Mann verheiratet werden soll, verschwindet plötzlich spurlos und man erfährt, dass sie nach Hamburg geflohen ist, um der Hochzeit zu entgehen. Über viele Umwege, auf denen sie sich sozial engagiert, findet sie ihr Glück genau dort, wo man es nicht vermuten würde.

    Emily, die jüngste der Schwestern, wollte eigentlich immer etwas mit Fotografie machen. Nach dem Verschwinden von Lou sieht sie sich aber verantwortlich der Familie zu helfen und heiratet den Mann, dem eigentlich Lou versprochen war.

    Insgesamt war der Roman wirklich sehr lesenswert, v.a. weil mich die Epoche der „Goldenen 20ger“ sehr interessiert und diese von der Autorin auch gut portraitiert wurde. Die Familiengeschichte an sich war auch sehr spannend zu lesen.