Ines Thorn

Das Glück am Ende des Ozeans

Eine farbenprächtige Auswanderer-Saga über drei Frauen und ihren Weg zum Glück in Amerika.
Bremen, 1876: Drei Frauen gehen an Bord eines transatlantischen Dampfschiffes. Jede mit einem Traum im Herzen, jede in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Während der Überfahrt nach New York werden sie zu Freundinnen. Als die schwangere Susanne während einer stürmischen Nacht in Not gerät, eilen ihr die anderen zu Hilfe. Danach ist nichts mehr, wie es war - und ihre Schicksale sind für immer verbunden.


Autorenbild Foto von Ines Thorn

Die  Autorin

Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Bei Wunderlich erschienen zuletzt ihre Romane «Das Mädchen mit den Teufelsaugen», «Teufelsmond» und «Wolgatöchter».


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Rezensionen

Barbara

Beiträge 2
4 Antworten 24.03.2016

3 deutsche Frauen - 3 Schicksale in Amerika

Wir schreiben das Jahr 1867 und in Bremen legt ein Schiff ab in Richtung Amerika - Zielhafen New York. An Bord befinden sich 3 Frauen, auf dem Weg in ihr neues Leben.

Annett ist die Tochter eines Bergbauingenieurs und einer Mutter mit Hang zu Höherem. Sie hat eine gute Schulbildung genossen und ihre große Leidenschaft ist die Mathematik. Da sie als Frau in Deutschland niemals würde studieren dürfen, schicken ihre Eltern sie nach New York. Dort soll sie dem Ehepar Roebling als Sekretärin zur Hand gehen, die gerade mit dem Bau der Brooklin Bridge sehr großes Aufsehen erregen.

Aufgrund einer Überbuchung ist Annetts Kabine auf dem teuren Oberdeck schon besetzt und so sucht sie sich notgedrungen auf dem Zwischendeck eine Schlafmöglichkeit. Dort pferchen sich 400 Passagiere auf engstem Raum zusammen, gegenüber ca. 170 Personen auf dem Oberdeck. Entsprechend sind die hygienischen Zustände. Aber es hilft nix - Annett hat keine andere Wahl als sich dort ein Bett zu suchen.

Gottwitha kommt aus einer Amisch-Familie und ist gerade alt genug um verheiratet zu werden. Da sie in ihrer Gemeinde als tugendlos gilt, schickt der Vater sie nach Amerika. In Pennsilvania haben sich vor einigen Jahren einige Onkel von Gottwithas Vater in einer Amisch-Gemeinde angesiedelt und dort herrscht nun Frauenmangel. Die strenggläubige Gottwitha kommt mit den Zuständen auf dem Zwischendeck überhaupt nicht zurecht und sucht bei Annett Halt und Zuflucht.

Susannes Ehemann Michael Kraus möchte sich im Westen Amerikas dem Goldgräbertreck anschließen. Auch Susanne wurde von ihrem Vater zwangsvermählt und ihr Mann Michael ist ein versoffenes und prügelndes Stück Dreck ('tschuldigung, aber anders kann man ihn wirklich nicht beschreiben). Bei jeder sich bietenden Gelegenheit schlägt er Susanne, erniedrigt sie, taucht ihren Kopf ins Wasserfass und in der Nacht vergeht er sich an seiner schwangeren Frau.

Als eines Nachts Susanne auf dem Deck frische Luft schnappen möchte, wird sie - mal wieder - von ihrem Mann angegangen. Zufällig sind auch Annett und Gottwitha auf dem Deck und stellen sich schützend vor Susanne. In dieser Nacht werden die 3 zu Freundinnen ........

Nachdem die "Vineta" in New York angelegt hat, trennen sich die Wege der 3 Frauen. Sie versprechen sich, in Kontakt zu bleiben, aber außer Annett weiß niemand, wohin ihr Weg sie führen wird.

In den Kapiteln wird abwechselnd von einer außenstehenden Person die Geschichte von Annett, Susanne und Gottwitha erzählt.

Annett hat es wirklich am besten getroffen, denn sie ist als einzige der 3 Frauen freiwillig nach New York gekommen. Deswegen stürzt sie sich mit Feuereifer in ihr neues Leben und ihr Aufgabengebiet im Haus der Roeblings.

Gottwitha wird am Hafen in New York von ihrem zukünftigen Ehemann abgeholt. Nach 3 Tagesreisen kommen sie endlich in ihrem Amischdorf an, aber Gottwitha wird hier leider nicht mit offenen Armen empfangen. Ihr Tagesablauf ist bestimmt von den Dingen, die eine amische Frau zu tun hat. Montags Wäsche waschen, dienstags Butter herstellen, mittwochs Brot backen und so hatte jeder Tag seine Arbeit. Ansonsten musste sie gottgefällig und ihrem Manne zu Diensten sein. Der Sonntag hält dann jedoch eine ganz besondere Sache für sie bereit

"Nur einmal in der Woche, an jedem Sonntagabend, rollte er sich auf sie und vollzog den ehelichen Akt, der nicht länger als eine Minute dauerte und sich anfühlte, als führe man in einer schlechtgefederten Kutsche über Katzenkopfpflaster. (S. 207) "

So sehr sie sich auch bemüht, sie kann es niemandem im Dorf recht machen. Am wenigsten ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter.

Susanne, die in New York ohne Mann und nur mit Baby im Bauch an Bord geht, schließt sich einer Gruppe Huren an, um mit dem Planwagen Richtung Westen - Richtung Goldgräberstädte - zu fahren. Unterwegs bekommt sie ihr Kind und freundet sich mit den leichten Mädchen und Miss Joyce an. Als sie nach einer mühsamen Reise in Oak's Hill, einer kleinen Goldgräberstadt, ankommen, beschließt Susanne zu bleiben und sich dort einen Traum zu verwirklichen.

"Das Glück am Ende des Ozeans" fällt genau in mein Beuteschema. Ich liebe solche Auswanderer-Geschichten.

Die Autorin Ines Thorn hat hier sehr schön das Schicksal 3er Frauen aufgeschrieben. Jede der Figuren ist glaubhaft beschrieben und mich hat das Leben von Gottwitha in der Amisch-Gemeinde am meisten angesprochen. Für mich unvorstellbar, dass man - als Frau - so leben kann und mag. Aber damals war das nun mal so, dass man als Frau nix zu melden hatte und dem Manne untertan sein musste. Nach jedem Buch aus dem Bereich "historischer Roman" bin ich zutiefst dankbar, heute leben zu dürfen.

Ein ganz klein wenig mehr Spannung hätte dem Buch nicht geschadet und das, was Susanne zum Schluss passiert, hätte entweder ganz wegfallen dürfen oder ein paar Seiten mehr und größere Beachtung finden können.

Alles in allem aber ein schönes Buch, das mich über einige Stunden wirklich gut unterhalten hat.

  • sommerlese

    Beiträge: 120
    30.10.2017

    Danke für deine ausführliche Rezi, ich werde mir dieses Buch mal auf meine Wunschliste packen. Solche Schicksalsromane mit dem Blick in die Vergangenheit interessieren mich sehr. Auch das Thema Auswanderung und Amish People sorgen für Interesse.

  • Leseratte_ohne_Grund

    Beiträge: 57
    03.02.2017

    Danke für diese Zusammenfassung. Bald hab ich es auch und hoffe es wird mir genau so gut gefallen wie dir.

  • Booky-72

    Beiträge: 26
    19.12.2016

    3 Frauen, die ganz verschiedene Schicksale ereilen, klingt nach einer sehr emotionalen Geschichte, die mich sicher sehr beeindrucken wird.

  • Mine

    Beiträge: 6
    25.11.2016

    Vielen Dank für Ihre tolle ausführliche Information das Sie so schön zusammengefasst haben. Das Buch ist wirklich sehr interessant und spannend.

Katiii_liest_gern

Beiträge 46
eine Antwort 02.02.2017

Familie, Freiheit, Karriere. Das ist es, was sich die meisten von uns Frauen wünschen und zwar bitte alles zusammen. Der Grund, warum mich Ines Thorns Roman „Das Glück am Ende des Ozeans“ so bewegt hat, liegt darin, dass sie genau über diese 3 Sehnsüchte erzählt, die eben auch meine sind. Sie verteilt sie allerdings auf 3 Frauen und das mit gutem Grund, denn ihre Geschichte spielt 1876. Da machen sich eben diese 3 Frauen mit einem transatlantischen Dampfschiff ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf. Nach Amerika ausgewandert sind entweder besonders wagemutige oder besonders folgsame Menschen, die das nicht freiwillig taten. Und so sind auch die Charaktere der 3 Frauen außerordentlich unterschiedlich und eigentlich verbindet sie nichts als ihr Geschlecht. Ihr zufälliges Zusammentreffen nimmt allerdings eine dramatische Wendung, die sie für immer miteinander verbindet, auch wenn sie sich sofort nach der Ankunft wieder trennen. Von nun an folgen wir ihnen auf ihren äußerst verschiedenen Wegen.
Da ist Annett, eine gebildete und hochbegabte Bürgerstochter, die in Amerika die einzige Chance auf ein Studium sieht und als Assistentin beim Bau der Brooklyn Bridge helfen darf. Äußerst interessant die vielen Details zum Bau der Brücke, die uns heute so alltäglich erscheint und damals ein zu Stahl erstarrter Traum war. Dann ist da die schwangere Susanne, die nur knapp ihrem gewalttätigen Ehemann entkommt und unerwartete Hilfe von einer Puffmutter und ihren Schützlingen erhält. Sie ist für mich die interessanteste Figur, die die größte Wandlung durchmacht und deren Verständnis für andere und für sich selbst auf außerordentlich menschliche Art sich verändert. Und es gibt Gottwitha, eine Amische, die von ihrer Familie zur Heirat in ein streng amisches Dorf verschickt wurde, in dem sie scheinbar überhaupt keine Chance hat. Aber nichts bleibt wie es ist und irgendwann werden die 3 Frauen von einem Schatten aus der Vergangenheit eingeholt.
Ines Thorns Sprache ist unverbraucht, originell, mit vielen Schattierungen und sie zeichnet nichts in schwarzweiß. Es geht um Feminismus im besten und im schlechtesten Sinne, um Sehnsucht, Treue und Freundschaft, und um die unendlichen Möglichkeiten, die das Leben bietet. Ein außerordentlich stimmungsvolles, spannendes und menschliches Buch.

  • sommerlese

    Beiträge: 120
    11.04.2017

    Ich habe schon einige Bücher von Ines Thorn gelesen, nach deiner Rezi wandert diese Buch auch noch auf meine Wunschliste.

    Geschichten über Amische finde ich immer sehr interessant.

KimVi

Beiträge 56
26.10.2017

1876 legt in Bremen ein Auswanderschiff ab und macht sich auf die weite Reise nach Amerika. Annett, Susanne und Gottwitha sind aus unterschiedlichen Gründen auf diesem Schiff. Gottwitha, die der Glaubensgemeinschaft der Amischen angehört, soll dort einen ihr vollkommen unbekannten Glaubensbruder heiraten. Die schwangere Susanne begleitet ihren brutalen Ehemann, der darauf hofft, bei der Goldsuche unfassbar reich zu werden und Annett träumt davon, in Amerika zu studieren und alles über den Brückenbau zu lernen. Als Susanne auf dem Schiff in Not gerät, helfen ihr die beiden anderen Frauen und lassen sich zu einer spontanen, gemeinschaftlichen Tat hinreißen. Dieses Ereignis schweißt die Frauen zusammen und lässt sie zu Freundinnen werden. Doch nach der Ankunft trennen sich ihre Wege und jede muss für sich allein um das Glück kämpfen, die eigenen Träume zu verwirklichen....

Die Auswanderer-Saga, in der die drei Hauptprotagonistinnen darum kämpfen, ihre Träume zu verwirklichen und sich in Amerika ein besseres Leben aufzubauen, wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Man schaut den drei Frauen dabei abwechselnd über die Schulter. In Annetts Handlungsstrang beobachtet man das Leben in New York und die Fortschritte, die der Bau der Brooklyn Bridge macht. Susanne versucht ihr Glück beim Goldrausch im Westen zu finden und Gottwitha in der fremden Amisch-Gemeinde Fuß zu fassen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb problemlos in die fremde Welt eintauchen und die unterschiedlichen Schicksale auf sich wirken lassen. Die Charaktere wirken dabei sehr lebendig, sodass man spontane Sympathien, aber auch Abneigungen, fasst. Man fiebert mit den Protagonistinnen mit und beobachtet gespannt, welche Wendungen das Schicksal für sie vorgesehen hat. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch.

Obwohl die Handlung durchgehend interessant ist und man die Charaktere und Schauplätze beim Lesen regelrecht vor Augen hat, kommt es manchmal zu Szenen, die ziemlich vorhersehbar und klischeehaft wirken. Doch das ist bei diesem Genre ja nicht selten der Fall. Wenn man sich daran nicht stört, dann kann man mit diesem Roman wunderbar dem Alltag entfliehen und ein paar schöne Lesestunden verbringen.
Ich habe mich beim Lesen jedenfalls gut unterhalten und mich beim Lesen keinen Moment gelangweilt. Die Charaktere wirkten auf mich sehr interessant, sodass ich die unterschiedlichen Schicksale gerne verfolgt habe, auch wenn ich die ein oder andere überraschende Wendung schon geahnt hatte. Dennoch konnten mich die flüssigen und lebendigen Schilderungen in ihren Bann ziehen, sodass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt diese Auswanderer-Saga deshalb, trotzt der Vorhersehbarkeit, vier von fünf Bewertungssternchen.

Madame_Klappentext

Beiträge 4
eine Antwort 10.01.2017

Inhalt: Annett, die beim Bau der Brooklynbridge mithelfen soll, Susanne, die mit ihrem groben Ehemann ein neues Leben beginnen will und das Amischmädchen Gottwitha machen sich im Jahr 1876 von Bremen aus auf über den Atlantik nach New York. In Amerika wollen alle drei ein neues Leben beginnen und vor allem ihr Glück finden. Auf der Überfahrt schließen die drei Freundschaft, denn von nun an verbindet die drei Fremden ein dunkles Ereignis. In der neuen Heimat muss wieder jeder allein klarkommen. Wird das jeder gelingen?

Leseeindruck: Der Plot ist recht einfach gestrickt. Alle drei Frauen sind sehr verschieden und bedienen dabei eine Menge Klischees. Annett ist die toughe, bei der alles läuft. Susanne muss mit der Gewalttätigkeit ihres Mannes leben und Gottwitha ist auf Grund ihrer amischen Erziehung unglaublich weltfremd. Mit den verschiedenen Kapiteln gibt es auch ein Wechsel zwischen Hauptfiguren. In jedem Kapitel steht eine andere Frau im Mittelpunkt. Zum einen wird die Spannung dadurch hoch gehalten, denn man muss mit einer Menge offenen Fragen leben, bis der Handlungsstrang weiter geht. Auf der anderen Seite hatte ich mit der Zeit das Gefühl, ich lese drei verschiedene Romane, denn die Schnittpunkte zwischen den drei Geschichten sind im Prinzip nicht vorhanden. Da habe ich mir deutlich mehr von versprochen. Es wurde einfach zu viel in den Roman gepackt. Das Leben in einem Amischdorf in Pennsylvania, eine junge Frau, die beim Bau der Brooklynbridge mitwirkt und eine junge Frau, die sich den Goldsuchertracks im Westen anschließt. Für meine Begriffe hat die Autorin hier etwas zu viel gewollt. Bei so viel Inhalt kratzt sie jeweils nur an der Oberfläche. Die einzelnen Entwicklungsschritte gehen mir dabei viel zu schnell und abrupt.
Eine Gemeinsamkeit habe alle drei Handlungsstränge: Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in jener Zeit wird thematisiert. Durch die drei verschiedenen Frauentypen bekommt man auch drei verschiedene Ansatzpunkte zu der Thematik geliefert. Alle drei müssen sich auf unterschiedliche Art und Weise emanzipieren. Das hat mir schon gefallen. Es war bei dem Genre des historischen Romans und der vorangegangen Geschichte dann auch nicht verwunderlich, dass alle drei ihren Weg auch irgendwie erfolgreich meistern werden. Mit dem Verlauf hatte ich zwar schon gerechnet, aber ein wenig mehr unvorhergesehenes wäre schon schön gewesen.

Fazit: Ich habe mir deutlich mehr versprochen von der Geschichte. Wahrscheinlich auch, da ich dachte, es würde mehr Enthüllungen und Konflikte geben. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht. Die Geschichte (oder Geschichten) bieten solide historische Unterhaltung. Leider jedoch ohne wirkliche Überraschungen, da wurde nicht das volle Potential der Storys ausgeschöpft. Außerdem hätte ich mir mehr Berührungspunkte zwischen den Handlungssträngen und den Frauen gewünscht. Alles in allem vergebe ich solide 3 Sterne.

  • Arietta

    Beiträge: 56
    25.02.2017

    Vielen Dank, für deine informative Rezension. Ich habe mir das Buch auch besorgt und werde es lesen....

Rosenmadl

Beiträge 6
05.01.2017

Inhalt:

1876 und eine große Reise mit einem Auswandererschiff auf dem Weg nach Amerika beginnt. Dort an Bord lernen sich Annett, Susanne und Gottwitha kennen. Annett, die in New York ihr Glück als Mathematikerin beim Bau der berühmten Brooklyn Bridge versuchen möchte; Gottwitha, die einem amerikanischen Amischen versprochen wurde und Susanne, die an Bord den Qualen ihres Ehemannes ausgesetzt ist, fühlen sich sofort zueinander hingezogen.
So halten sie auch zusammen, als eines Tages an Bord etwas schreckliches geschieht und dieses Geheimnis behüten alle 3 Frauen auf ihren unterschiedlichen Wegen ins Glück für sich. Doch wie so oft bleibt ein Geheimnis nie lange ein solches.

Ines Thorn erzählt von 3 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch Freundinnen wurden. Ob jede von ihnen das gleiche Glück findet, ob jede von ihnen in Amerika Fuß fassen kann, das gilt es in diesem Roman zu verfolgen.

Cover:

Das Cover zeigt 2 sehnsuchtsvolle Frauen, die übers weite Meer hinaus die Freiheitsstatue erblicken und sicher schon mächtig aufgeregt sein könnten. Das Cover ist schlicht gehalten und dennoch wäre es mir persönlich in einem Buchladen in die Hände gesprungen.

Meine Meinung:

Gleich ab der ersten Seite hat mich die Geschichte rund um Annett, Susanne und Gottwitha in ihren Bann gezogen. Ich habe sofort erwartet hier einen außergewöhnlichen Schreibstil, eine außergewöhnlich inspirierende und berührende Leidenschaft der Autorin spüren zu können. Doch von Kapitel zu Kapitel wurden die jeweiligen Lebensgeschichten der Protagonisten immer flacher und uninteressanter. Auf einige Reaktionen konnte ich mir nie einen Reim drauf bilden und einige gravierende Fehler schlichen sich auch noch in die Zeilen. In einem Kapitel ist Gottwitha mal 18 Jahre alt, dann plötzlich 21. Da fragt man sich ob weder die Autorin selbst oder aber auch die Lektoren es nicht hätten erkennen müssen.

Die einzelnen Lebenswege der 3 Frauen waren mir zu plump und zu vorhersehbar beschrieben. Von Ines Thorn bin ich anderes gewöhnt und aufgrund ihres zarten Schreibstils musste ich doch unbedingt und schnell weiterlesen.Es hätte sich ja doch noch vieles anders und überraschter entwickeln können.

Fazit:

Ein netter historischer Roman, der sich leicht lesen lässt. Wer anspruchsvolles sucht, sollte vielleicht doch zu anderen Romanen greifen.
Tatsächlich wurden einige wahre Fakten mit eingebaut (Bau der Brooklyn Bridge) und dies gab dem Ganzen nochmal ein klein wenig Aufschwung. Deswegen vergebe ich noch gute

3,5 Sterne

für "Das Glück am Ende des Ozeans" von Ines Thorn !

Chrissy

Beiträge 8
02.12.2016

Es geht um 3 verschiedene Frauen die ein neues Leben auf bauen wollen in der neuen Welt.

Es geht um eine Schwangere die von ihrem Mann unterdrückt wird, eine schüchterne Frau die sich nicht verteidigen kann und eine junge Frau aus guten Haus die sich zur wehr setzt aber auch mitgefühl hat mit anderen Frauen.
Diese 3 Frauen treffen sich auf einen Reiseschiff und haben eine spannende Reise vor sich.

Ich find dieses Buch sehr interessant und spannend. Sehr gut und gefühlvoll geschrieben.

Barbara

Beiträge 2
19.02.2016

3 deutsche Frauen - 3 Schicksale in Amerika

Wir schreiben das Jahr 1867 und in Bremen legt ein Schiff ab in Richtung Amerika - Zielhafen New York. An Bord befinden sich 3 Frauen, auf dem Weg in ihr neues Leben.

Annett ist die Tochter eines Bergbauingenieurs und einer Mutter mit Hang zu Höherem. Sie hat eine gute Schulbildung genossen und ihre große Leidenschaft ist die Mathematik. Da sie als Frau in Deutschland niemals würde studieren dürfen, schicken ihre Eltern sie nach New York. Dort soll sie dem Ehepar Roebling als Sekretärin zur Hand gehen, die gerade mit dem Bau der Brooklin Bridge sehr großes Aufsehen erregen.

Aufgrund einer Überbuchung ist Annetts Kabine auf dem teuren Oberdeck schon besetzt und so sucht sie sich notgedrungen auf dem Zwischendeck eine Schlafmöglichkeit. Dort pferchen sich 400 Passagiere auf engstem Raum zusammen, gegenüber ca. 170 Personen auf dem Oberdeck. Entsprechend sind die hygienischen Zustände. Aber es hilft nix - Annett hat keine andere Wahl als sich dort ein Bett zu suchen.

Gottwitha kommt aus einer Amisch-Familie und ist gerade alt genug um verheiratet zu werden. Da sie in ihrer Gemeinde als tugendlos gilt, schickt der Vater sie nach Amerika. In Pennsilvania haben sich vor einigen Jahren einige Onkel von Gottwithas Vater in einer Amisch-Gemeinde angesiedelt und dort herrscht nun Frauenmangel. Die strenggläubige Gottwitha kommt mit den Zuständen auf dem Zwischendeck überhaupt nicht zurecht und sucht bei Annett Halt und Zuflucht.

Susannes Ehemann Michael Kraus möchte sich im Westen Amerikas dem Goldgräbertreck anschließen. Auch Susanne wurde von ihrem Vater zwangsvermählt und ihr Mann Michael ist ein versoffenes und prügelndes Stück Dreck ('tschuldigung, aber anders kann man ihn wirklich nicht beschreiben). Bei jeder sich bietenden Gelegenheit schlägt er Susanne, erniedrigt sie, taucht ihren Kopf ins Wasserfass und in der Nacht vergeht er sich an seiner schwangeren Frau.

Als eines Nachts Susanne auf dem Deck frische Luft schnappen möchte, wird sie - mal wieder - von ihrem Mann angegangen. Zufällig sind auch Annett und Gottwitha auf dem Deck und stellen sich schützend vor Susanne. In dieser Nacht werden die 3 zu Freundinnen ........

Nachdem die "Vineta" in New York angelegt hat, trennen sich die Wege der 3 Frauen. Sie versprechen sich, in Kontakt zu bleiben, aber außer Annett weiß niemand, wohin ihr Weg sie führen wird.

In den Kapiteln wird abwechselnd von einer außenstehenden Person die Geschichte von Annett, Susanne und Gottwitha erzählt.

Annett hat es wirklich am besten getroffen, denn sie ist als einzige der 3 Frauen freiwillig nach New York gekommen. Deswegen stürzt sie sich mit Feuereifer in ihr neues Leben und ihr Aufgabengebiet im Haus der Roeblings.

Gottwitha wird am Hafen in New York von ihrem zukünftigen Ehemann abgeholt. Nach 3 Tagesreisen kommen sie endlich in ihrem Amischdorf an, aber Gottwitha wird hier leider nicht mit offenen Armen empfangen. Ihr Tagesablauf ist bestimmt von den Dingen, die eine amische Frau zu tun hat. Montags Wäsche waschen, dienstags Butter herstellen, mittwochs Brot backen und so hatte jeder Tag seine Arbeit. Ansonsten musste sie gottgefällig und ihrem Manne zu Diensten sein. Der Sonntag hält dann jedoch eine ganz besondere Sache für sie bereit

"Nur einmal in der Woche, an jedem Sonntagabend, rollte er sich auf sie und vollzog den ehelichen Akt, der nicht länger als eine Minute dauerte und sich anfühlte, als führe man in einer schlechtgefederten Kutsche über Katzenkopfpflaster. (S. 207) "

So sehr sie sich auch bemüht, sie kann es niemandem im Dorf recht machen. Am wenigsten ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter.

Susanne, die in New York ohne Mann und nur mit Baby im Bauch an Bord geht, schließt sich einer Gruppe Huren an, um mit dem Planwagen Richtung Westen - Richtung Goldgräberstädte - zu fahren. Unterwegs bekommt sie ihr Kind und freundet sich mit den leichten Mädchen und Miss Joyce an. Als sie nach einer mühsamen Reise in Oak's Hill, einer kleinen Goldgräberstadt, ankommen, beschließt Susanne zu bleiben und sich dort einen Traum zu verwirklichen.

"Das Glück am Ende des Ozeans" fällt genau in mein Beuteschema. Ich liebe solche Auswanderer-Geschichten.

Die Autorin Ines Thorn hat hier sehr schön das Schicksal 3er Frauen aufgeschrieben. Jede der Figuren ist glaubhaft beschrieben und mich hat das Leben von Gottwitha in der Amisch-Gemeinde am meisten angesprochen. Für mich unvorstellbar, dass man - als Frau - so leben kann und mag. Aber damals war das nun mal so, dass man als Frau nix zu melden hatte und dem Manne untertan sein musste. Nach jedem Buch aus dem Bereich "historischer Roman" bin ich zutiefst dankbar, heute leben zu dürfen.

Ein ganz klein wenig mehr Spannung hätte dem Buch nicht geschadet und das, was Susanne zum Schluss passiert, hätte entweder ganz wegfallen dürfen oder ein paar Seiten mehr und größere Beachtung finden können.

Alles in allem aber ein schönes Buch, das mich über einige Stunden wirklich gut unterhalten hat.

nati

Beiträge 17
13.06.2017

    Die Suche nach der Freiheit
    Die Reise beginnt im Jahr 1876. Drei unterschiedliche junge Frauen reisen auf einem Dampfschiff von Bremen nach New York und hoffen auf ein besseres freies Leben. Die selbstbewusste Annett wird in New York eine Stelle als Schreibkraft annehmen und am Bau der Brooklyn Bridge beteiligt sein. Sie träumt davon eines Tages zu studieren. Die schwangere und innerlich zerbrochene Susanne reist gemeinsam mit ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie wollen ihr Glück auf den Goldfeldern versuchen. Die dritte im Bunde ist Gottwitha, sie stammt aus einer Amischgemeinde in Süddeutschland und soll in Pennsylvania einen Mann ihrer Glaubensgemeinschaft heiraten.
    In Amerika trennen sich die Wege der drei Frauen, sie wollen aber weiterhin Kontakt halten, denn gemeinsam teilen sie ein Geheimnis.
    Die Überfahrt mit dem Dampfschiff macht nur einen kleinen Teil der Geschichte aus, hier hatte ich mir mehr versprochen. Anschließend begleitet man als Leser abwechselnd die drei Frauen. In der Geschichte von Annett erfährt man viel über den Bau der Brooklyn Brigde. Dieses historisch belegte Ereignis war gut mit dem Geschehen verwoben. Es war für mich sehr spannend und interessant darüber zu lesen. Susanne folgt den Goldgräbertrecks nach Westen, um dort für sich und ihrer im Planwagen geborenen Tochter ein neues Leben aufzubauen. Gottwithas Erzählung führt in eine Amischgemeinde und der Leser bekommt Einblicke in diese fremde Welt.
    Durch die abwechselnd erzählten Handlungsstränge, die oft mit einem Cliffhanger enden, wird man als Leser neugierig auf das weitere Geschehen. Einige Ereignisse schienen mir unglaubwürdig, andere vorhersehbar.
    Trotz allem ist dieses ein unterhaltsamer Frauenroman, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Er ermöglicht ein Eintauchen in eine andere Zeit und hat mir angenehme Lesestunden beschert.

    SarahLiebtBücher

    Beiträge 32
    06.05.2017

      Nachdem Ines Thorn, Autorin historischer Unterhaltungsromane, in „Wolgatöchter“ Ende des achtzehnten Jahrhunderts drei junge Frauen auf ihrem Weg nach Russland begleitet hat, nimmt sie in ihrem neuesten Schmöker „Das Glück am Ende des Ozeans“ ihre Leserinnen mit auf den Weg nach Westen. Ziel ist Amerika, für viele das gelobte Land, in dem alles möglich ist.

      Wir schreiben das Jahr 1876. Auf einem Auswandererschiff, das sich von Bremen aus auf die große Fahrt ins Ungewisse macht, bringt der Zufall die drei jungen Frauen Annett, Gottwitha und Susanne zusammen, die hoffen, in Amerika ihr Glück zu finden. Ihre Ausgangsvoraussetzungen und Motivationen sind sehr unterschiedlich, und freiwillig macht sich eigentlich nur Annett auf die Reise. Sie ist auch die einzige, die in der neuen Welt bereits eine Unterkunft und eine Anstellung erwartet. Die junge Frau, die sich so untypisch für die Ingenieurwissenschaften begeistert, träumt von einer richtigen Ausbildung, einem Studium, und soll Emily und ihren kranken Mann Washington Roebling bei einem Projekt unterstützen, das die Welt noch nicht gesehen hat. Sie wollen gegen alle Widerstände eine riesige Hängebrücke über den East River bauen, der die New Yorker Stadtteile Manhattan und Brooklyn verbindet, und dabei benötigen sie jede Hilfe, die sie bekommen können.

      Gottwittha und Susanne hingegen sind nicht freiwillig auf dem Schiff, sondern müssen sich, wie in dieser Zeit üblich, männlichem Diktat fügen. In Gottwitthas Fall hat deren Vater, ein strenggläubiger Amisch, entschieden, seine Tochter mit einem Glaubensbruder in Pennsylvania zu verheiraten, und der hochschwangeren Susanne bleibt keine andere Wahl, als ihrem nichtsnutzigen und gewalttätigen Ehemann auf der Reise gen Westen in eine hoffentlich bessere Zukunft zu folgen.

      Es sind drei Einwandererschicksale, die Ines Thorn in „Das Glück am Ende des Ozeans“ beschreibt, wobei die historischen Bezüge der Bau der Brooklyn Bridge, der Goldrausch im Westen und das Leben der religiösen Gemeinschaft der Amischen sind. Aus wechselnden Perspektiven nimmt sie den Weg und das Schicksal der jeweiligen Protagonistin unter die Lupe und füllt es mit historischen Fakten, die in den jeweiligen Kontext passen. Gleichzeitig beschreibt sie aber auch die allmählichen Emanzipationsversuche dieser Frauen, die nicht mehr gewillt sind, sich fremdbestimmen zu lassen, sondern ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

      Die Autorin schafft es, die Atmosphäre der verschiedenen Lebensräume anschaulich zu transportieren: das hektische Leben am Kai nach der Ankunft, die ärmliche Umgebung in dem Elendsviertel Five Points sowie das karge Leben in der Amischgemeinde.

      Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar, nicht sonderlich anspruchsvoll und ohne Frage oft sehr klischeehaft. Aber gerade das ist es, was die weibliche Leserschaft erwartet, wenn sie zu einem historischen Schmöker greift: für einige Stunden in eine andere Zeit eintauchen und sich gut unterhalten lassen.

      NicoleP

      Beiträge 5
      16.04.2017

        Susanne, Annett und Gottwitha lernen sich 1876 auf der Überfahrt nach New York kennen. Unterschiedliche Gründe und Hoffnungen nehmen die jungen Frauen mit in die neue Welt. Als während der Schiffsfahrt die schwangere Susanne Hilfe benötigt, sind ihre neu gewonnenen Freundinnen für sie da. Diese Fahrt nach New York wird das Leben der drei Frauen für immer verändern.

        Der Leser begleitet die unterschiedlichen Lebenswege der drei Frauen. Sobald das Schiff New York erreicht hat, trennen sich deren Wege und Amerika hält für jede ein anderes Schicksal bereit. Während Annett einem Beruf nachgehen möchte und am Bau einer Brücke beteiligt sein wird, beginnt die Zeit in der Neuen Welt für die anderen Frauen nicht so gut.

        Die Amisch Gottwitha wird hier ihren zukünftigen Ehemann zum ersten Mal sehen. Doch das Leben mit diesem Mann und dessen Mutter ist nicht einfach. Susanne lernt nach ihrer Ankunft eine Gruppe Frauen kennen. Zusammen mit ihnen zieht Susanne Richtung Westen in ein unbekanntes Leben.

        Der Autorin Ines Thorn ist es gut gelungen, das Schicksal der drei Frauen mit all ihren Höhen und Tiefen darzustellen. Alle Drei haben Schicksalsschläge, doch lassen sie sich von diesen nicht unterkriegen. Durch die kurzen Kapitel ist der Leser immer schnell bei den Erlebnissen einer Protagonistin, ohne den Faden zu den beiden anderen zu verlieren.

        Der Schreibstil ist flüssig, dadurch lässt sich der Roman gut lesen. Es gibt jedoch Geschehnisse, die die Frauen – meiner Meinung nach – zu einfach lösen können. Anders betrachtet bedeutet es aber auch, dass sich für jedes Problem irgendwann eine Lösung finden wird. Allerdings sind einige Begegnungen etwas zu simpel dargestellt. Hier wäre mehr Tiefgang schön gewesen, aber nicht notwendig, um die Geschichte gut zu erzählen.

        Auch die Zeitgeschichte mit all ihren Regeln im 19. Jahrhundert kommt nicht zu kurz. Frauen haben nur Heim, Herd und dem Wohle des Mannes zu dienen. Die vorherrschende Meinung der Gesellschaft und weitere Vorurteile stellen alle drei Frauen auf unterschiedlichste Proben.

        Drei Frauen – drei Schicksale, welche unterschiedlicher nicht laufen könnten. Es ist eines dieser Bücher, die viel zu schnell zu Ende gehen. Von mir bekommt das Buch eindeutig eine Leseempfehlung. Ich danke der Buchboutique und dem Rowolth-Verlag für dieses „Buch mit Herz“.

        Besuch mich auch auf www.nicole-plath.de

        sylvia_hertel

        Beiträge 11
        10.02.2017

        Drei Frauen, drei Schicksale

        Es ist im Jahre 1876 als drei Frauen mit einem Dampfschiff von Bremen nach New York reisen um dort ein neues Leben zu beginnen.
        Annett, aus guten Hause und sehr intelligent hat als Kind schon ihre Liebe zur Mathematik entdeckt.
        Jetzt möchte sie sich beruflich weiterbilden. In Deutschland ist es als Frau nicht möglich zu studieren oder als Mathematikerin oder Ingenieurin zu arbeiten.
        In New York kann sie an der Seite von Washington und Emily Roebling am Bau der Brücke über den East River mitarbeiten.
        Gottwitha, in einem Amischen Dorf aufgewachsen soll in Amerika einen Amischen Mann heiraten und mit ihm in seinem Dorf leben.
        Gottwitha ist sehr verängstigt, ist sie doch die vielen Menschen auf dem Schiff nicht gewohnt und auch weiß sie nicht was sie in der Neuen Welt erwartet.
        Die dritte im Bunde ist Susanne die mit ihrem Mann nach Amerika reist wo ihr Mann sein Glück im Goldschürfern versuchen möchte. Susanne ist schwanger und verträgt die Schiffsreise nicht besonders gut was ihr Mann als Grund sieht sie ständig zu beschimpfen und zu schlagen.
        Als ihr die zwei Frauen einmal an Deck zur Hilfe eilen und es zu einem Gerangel kommt werfen sie den Mann kurzerhand über Bord.
        In New York angekommen trennen sich die Wege der drei Frauen und jede ergeht anderes Schicksal.
        Wieder einmal ist es Ines Thorn gelungen mich mit einem Historischen Roman zu begeistern.
        Das Glück am Ende des Ozeans erzählt das Leben von drei Frauen die in Amerika ein neues Leben anfangen wollen.
        Von der ersten Seite an bin ich in die Geschichte eingetaucht, das ganze Buch hat sich auch sehr schnell gelesen ich konnte es zeitweise gar nicht aus der Hand legen.
        Die Frauen sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen und ich war sehr gespannt wie sie ihr neues Leben meistern.
        Die Erzählung der Überfahrt war recht kurz gehalten, danach trennten sich die Wege der Frauen und die einzelnen Kapitel wechselten immer zwischen den Protagonistinnen.
        Man erlebte wie die Frauen ihre Zukunft planten und meisterten auch wenn sie manchmal Rückschläge erleiden mussten.
        Auch über das Zeitgeschichtliche hat man als Leser etwas erfahren. Es wurde von dem Bau der Brücke über den East River geschrieben, damals die größte Baustelle des Landes und über die Familie Roebling die die Brücke tatsächlich gebaut hatten. Auch über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit konnte man einiges lesen.
        Auch wenn nicht sehr viel Unvorhergesehenes passiert ist hat „Das Glück am Ende des Ozeans“ mich sehr gut unterhalten.
        Meine Empfehlung für Liebhaber Historischer Romane mit realem Hintergrund.