Janne Mommsen

Die Bücherinsel

Sommer in der kleinen Inselbuchhandlung!
Sandra Malien lebt in einem kleinen Haus am Strand. Eines Tages landet sie zufällig in dem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Hier treffen sich Büchernarren, aber auch diejenigen unter den Insulanern, die abends nicht allein vor dem Fernseher sitzen wollen. Besonders sympathisch ist Sandra der charmante Schulleiter Björn. Bei einem Picknick am Strand verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Nur hat Sandra ein Problem: Dass die quirlige Frau nicht lesen und schreiben kann, ahnt auf der Insel niemand. Hat die Liebe zu Björn trotz aller Geheimnisse eine Chance?
Bestsellerautor Janne Mommsen entführt uns noch einmal auf die idyllische Nordseeinsel und in Greta Wohlerts kleine Inselbuchhandlung. Eine anrührende Geschichte über einen Lesekreis, der gleich mehrere Leben verändert. Ein Kurzurlaub zwischen zwei Buchdeckeln für alle, die von frischer Seeluft träumen.


Autorenbild Foto von Janne Mommsen

Der  Autor

Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.


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Rezensionen

KatiKatharinenhof

Beiträge 53
17.04.2019

Inselliebe

Sandras Leben auf der kleine Insel ist geprägt vom Leben im Einklang mit der Natur.Sie genießt die herrlichen Sonnenuntergänge, den Wind in den Haaren und genießt das Leben.
Mehr oder weniger freiwillig rutscht sie als Teilnehmerin in einen Leserkreis, der sich munter über alle Arten von Bücher und deren Inhalt austauscht. Mittendrin der smarte Björn, der Sandras Herz ins Stolpern bringt.
Doch Sandra fühlt sich irgendwie fehl am Platz, denn keiner kennt ihr Geheimnis - sie kann nämlich weder lesen noch schreiben. Wie soll sie diese Hürde meistern und mit den anderen Teilnehmern über Bücher diskutieren ?
Sandra greift zu einer List und die führt letztendlich auch dazu, dass die Gefühle für Björn immer mehr werden....

"Die Bücherinsel" ist ein wundervoller kleiner Inselroman, der mit einem doch sehr ernsten Thema um die Ecke kommt. Janne Mommsen verpackt dabei die Probleme von Sandra als Analphabet in geschickt in die kleinen und großen Konflikte der Inselbewohner, nimmt somit die Schwere heraus und gibt so seiner Schlüsselfigur dien notwendigen Spielraum, um sich zu entwickeln und den Weg zurück ins "lesende" Leben zu finden.
Sandras Energie und Tatendrang gefällt mir, denn irgendwie wirkt das alle schon ansteckend und ich freue mich immer mit ihr, wenn sie ein kleines Hindernis genommen hat und erste Erfolge zu verzeichnen sind. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt und es scheint, als würden dem Autor nie die guten Ideen ausgehen, denn er überrascht immer wieder mit neuen Konzepten und Projekten, damit Sandra endlich ans Ziel kommt.
Die Inselbewohner sind dem Autor auch diesmal wieder gut gelungen und ich bin erneut mittenunter ihnen, wenn sie ihre Spleens und Macken ausleben :-)
Ganz besonders gut gefällt mir aber, dass Janne Mommsen den Zauber der Insel tatsächlich mit all ihren Farben zu Papier bringt und mich so mit den vielen Facetten der Insel vertraut macht.
Egal ob romantischer Sonnenuntergang, wildes Wellenspiel, gemütliches Picknick zwischen den Dünen - Mommsen weiß genau, wie man Inselflair und Küstenzauber in Worte fasst und den Leser mit einem Hauch Meerweh versorgt.
Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die man gerne im Strandkorb zur Entspannung liest - gehört in jede Strandtasche :-)

schafswolke

Beiträge 13
eine Antwort 28.01.2020

Einfach eine schöne Geschichte zum Entspannen vor einer traumhaften Kulisse

Sandra fühlt sich auf Föhr pudelwohl. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und liebt Geschichten, allerdings hat sie ein Geheimnis, dass nur wenige kennen - sie kann nicht lesen. Doch plötzlich gerät sie in einen Lesekreis und dieser bringt ihr Leben gehörig durcheinander.

Sandra ist Analphabetin, ich fand das ihre Geschichte recht realitätsgetreu dargestellt wurde. Wer allerdings schon andere Geschichten von Janne Mommsen kennt, der weiß, dass seine Bücher immer etwas nettes und beschauliches haben. Freundschaften und Landschaftbeschreibungen spielen eine große Rolle und so wird hier kein ganz so leichtes Thema in eine schöne Geschichte verpackt. Das mag ich so an den Büchern von Janne Mommsen, sie sind so etwas wie ein kleiner Urlaub in wohliger Kulisse.
Die Figuren sind allesamt liebeswert und man fühlt sich schnell wohl bei ihnen. Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht lesbar und beim Lesen vergeht die Zeit wie im Flug.

Für dieses schöne Sommerbuch gibt es von mir 4 Sterne.

  • Paulaaa

    Beiträge: 50
    15.04.2020

    Deine Rezension hat mir jetzt richtig Lust auf das Buch gemacht! Muss ich unbedingt bald lesen!

Paulaaa

Beiträge 50
21.01.2020

Das Cover ist etwas unscheinbar, doch dahinter verbirgt sich eine großartige und herzliche Geschichte.
Sandra kann nicht lesen und schreiben, verliebt sich dann aber in einen Lehrer. Ihr Geheimnis ist natürlich streng geheim und niemand ahnt etwas. Hat die Liebe trotzdem eine Chance?

Diese Geschichte war so herzlich, das sie mir auch noch Tage später durch den Kopf ging. Sie zeigt ein wichtiges Thema auf, den für die meisten ist es unvorstellbar, dass es immer noch Menschen gibt die nicht lesen und schreiben können. Doch in diesem Buch wird ganz schnell klar, dafür muss man sich nicht schämen! Auch wenn das erstmal einfach klingt habe ich gemerkt was für eine Überwindung Sandra ihre Schwäche kostet.
Eine tolle Message die mich tiefe beeindruckt hat. Dieses Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen!

Annika2908

Beiträge 31
24.10.2019

Dieses Buch ist eine total schöne Urlaubs- Lektüre.
Sie erzählt eine schöne Geschichte und ist locker und leicht zu lesen.
Ich hatte hohe Erwartungen, nachdem der erste Teil mich total überzeugt hat, leider kommt der zweite Teil nicht an den ersten ran. Ich finde Sandra den Hauptcharakter oft ein wenig zu unsicher und überzogen mit ihren Ängsten.
Außerdem empfand ich den Anfang als eher holperig und langweilig.
Nach 50 Seiten ca. ist man dann allerdings drin und auch wenn das Ende vorherzusehen war war es dennoch eine tolle Geschichte mit Urlaubs Flair.

Hermione

Beiträge 29
31.05.2019

"Wunderbares Inselflair mit einer sympathischen Protagonistin":

Sandra hat ein großes Geheimnis, das sie über viele Jahre gut gehütet hat, denn sie kann nicht lesen und schreiben und ist inzwischen sehr geübt darin, sie mit vielen Ausreden durchs Leben zu schummeln. Doch dann gerät sie durch Zufall in den Lesekreis der Insel, bei dem auch der attraktive Inselschullehrer Björn mitmacht, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Wird sie auch hier weiter mit ihren Lügen durchkommen und hat diese Sympathie überhaupt Zukunft…?



Meine Meinung:

Wie auch im Roman „Die kleine Inselbuchhandlung“ war ich aufgrund der sehr angenehmen und flüssigen Schreibweise von Janne Mommsen sofort mitten in der Handlung. Man muss „Die kleine Inselbuchhandlung“ nicht vorher gelesen haben, aber für mich gab es dadurch ein sehr schönes Wiedersehen mit liebgewonnen Personen aus diesem Roman.

Darüber hinaus wird die Protagonistin Sandra sehr sympathisch beschrieben, wobei sie sich leider allerdings selbst sehr oft im Weg steht und man sie als Leserin manches Mal ein bisschen zu ihrem Glück „schubsen“ möchte. Doch im Laufe des Romans zeigt sie eine beachtliche Entwicklung, die mir sehr gut gefallen hat.

Auch das wunderbare und besondere Flair der Nordseeinsel kommt total gut rüber. Ich konnte das Salz des Meeres riechen und den Wind im Gesicht spüren, als ich den Roman gelesen habe, zudem konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie der heiße Sommer 2018 an der Nordsee war. Die herrliche Landschaft, der Strand, die Nordsee – die „Farben der Insel“ – werden auch durch das Thema des Lesekreises literarisch sehr gut verarbeitet und dargestellt. Ich habe mich daher zum einen richtig in Urlaubsstimmung versetzt gefühlt, zum anderen war es aber auch eine tiefergehende literarische Befriedigung, die mich ausgefüllt hat.



Fazit:

Auch der neue Roman von Janne Mommsen ist wieder ein sehr schönes Wohlfühlbuch nicht nur für Nordsee- und Bücher-/Literaturfans. Wie ein kleiner Urlaub!

Furbaby Mom

Beiträge 12
12.05.2019

Urlaubsfeeling pur mit vielen feinen Zwischentönen!
Bereits das traumhaft schöne Cover lässt erahnen, dass es sich bei diesem Werk um einen Wohlfühlroman der ersten Klasse handelt - Janne Mommsen entführt uns auf eine idyllische kleine Insel und ich kann das Leseerlebnis nur als "Kurzurlaub zwischen zwei Buchdeckeln" beschreiben!

Die Hauptfigur Sandra ist eine sympathische junge Frau, die ihr beschauliches Leben genießt und sich scheinbar gut arrangiert hat mit der Tatsache, dass sie nie richtig lesen und schreiben gelernt hat. Zum Glück gibt es ja Hörbücher! Aber nach dem Motto 'unverhofft kommt oft' stolpert sie eines Tages in einen Lesekreis der gemütlichen kleinen Inselbuchhandlung und trifft dort auf den charismatischen Björn, der ihr fortan nicht mehr aus dem Kopf geht. Zu gerne würde sie ihn wiedersehen, doch gleichzeitig hat sie riesige Angst davor, dass er hinter ihr wohlgehütetes Geheimnis kommen könnte…denn im Laufe der Zeit hat Sandra gelernt, ihren Analphabetismus gekonnt zu überspielen…

Sandras Gedanken sowie die Dialoge mit den Nebenfiguren wirkten auf mich stets äußerst authentisch und daher total glaubwürdig. Überhaupt finde ich es bewundernswert, dass der Autor ein solch wichtiges Thema wie Analphabetismus, das leider immer noch ein viel zu großes Tabu in der heutigen Gesellschaft darstellt, zu einem zentralen Element der Handlung gemacht hat. Sandras Selbstzweifel und Ängste, aber auch ihre Hoffnungen und Wünsche werden einfühlsam behandelt und so lebensnah widergegeben, dass man das Gefühl hat, Sandra schon lange zu kennen.

Ich kann gar nicht genug hervorheben, wie wundervoll es war, mal ein Werk zu lesen, das gänzlich ohne Hinterhältigkeit oder Trauerfälle auskommt, ohne dabei an Spannung oder Intensität zu verlieren! Richtig klasse!!

Der Roman ist eine in sich geschlossene Geschichte; obwohl ich den Vorgängerband, "Die kleine Inselbuchhandlung", noch nicht kannte (was ich zügig nachholen werde!) , habe ich mich gleich in der Handlung zurechtfinden können – alle Personen werden ausführlich vorgestellt und nie entsteht das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder aufgrund fehlender Hintergrundkenntnisse eine Entwicklung nicht nachvollziehen zu können. Der Schreibstil des Autors ist durchwegs optimistisch und angenehm, immer verständlich und nie künstlich überladen; man möchte gar nicht aufhören zu lesen! Janne Mommsen findet genau den richtigen Ton, um ernste Themen einfließen zu lassen, ohne dass sie erdrückend wirken, um eine zarte Anbahnung von Gefühlen entstehen zu lassen, die – im Gegensatz zu der in vielen anderen Liebesgeschichten – völlig ungezwungen wirkt.

Dieser bezaubernde, luftig-leichte Roman lebt nicht nur von seiner feinfühligen Erzählweise und vielen kleinen romantischen Momenten, sondern vor allem von seinen bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen, die zum Träumen einladen und die Sehnsucht nach einem Urlaub am Meer wecken.
Fazit: Die perfekte Lektüre zum Zurücklehnen und Entspannen!

Dreamworx

Beiträge 27
10.05.2019

Inselfarben

Seit 5 Jahren schon lebt die 35-jährige Sandra Malien als Mieterin eines Verlegers direkt am Strand und verdient sich ihren Lebensunterhalt mit Putzen auf einer Fähre. Sie gehört bereits zur Inselgemeinschaft fest dazu, dabei weiß niemand, dass sie bis zu ihrem Auftauchen auf der Insel ein Schaustellerkind war und sie nie richtig lesen und schreiben gelernt hat. Doch sie besitzt ein ausgezeichnetes Gedächtnis, dass ihr bisher dabei geholfen hat, sich durchzumogeln. Doch dann landet sie eines Tages in Gretas Inselbuchladen bei einem dort stattfindenden Treffen des örtlichen Lesekreises, der nicht nur aus Krabbenfischer Jan und seiner besten Hälfte, der Polizistin Ellen besteht, sondern auch Arzthelferin Andrea ist Mitglied sowie der neue Grundschullehrer Björn und die zugfreiste Werbetexterin Franziska aus Hamburg. Gerade Björn hat es Sandra schnell angetan, so ist sie schnell Teil des Lesekreises, denn ihre Beiträge über die Landschaft und das Wattenmeer werden allseits geschätzt, vor allem von Björn. Doch sie muss die gemeinsam ausgesuchten und geplanten Texte auswendig lernen, damit sie den anderen weiterhin was vormachen kann und niemand von ihrem Handicap erfährt. Nebenbei arbeitet sie per Diktiergerät an einer Geschichte über die “Farben der Insel”. Als sie daraus unter falschem Namen zitiert, sind alle ganz hin und weg und wollen mehr von der unbekannten Autorin hören. Wird Sandra ihr Geheimnis weiterhin wahren können? Und was wird Björn dazu sagen?

Janne Mommsen hat mit seinem Buch “Die Bücherinsel” seinen neuen Roman vorgelegt, der mit vielen altbekannten Protagonisten irgendwie als Fortsetzung für “Die Inselbuchhandlung” gelten könnte, die nämlich auch eine größere Rolle in dieser Geschichte spielt. Der Schreibstil ist herrlich flüssig und leicht, immer mit einem kleinen Zwinkern im Augenwinkel, der Leser wird mit den ersten Zeilen bereits an die Seite von Sandra gebeamt und darf sie auf ihren Inseltouren begleiten und gleichzeitig Einblick in ihr Herz und ihre Seele nehmen. Dem Autor gelingt es mit einer wunderbaren Leichtigkeit, die Inselstimmung mit wenigen Worten einzufangen. Gleichzeitig ist es toll zu beobachten, dass die jeweilige Landschafts- und Wetterszenerie immer irgendwie auch zur Stimmung der Hauptprotagonistin passt. Der Leser fühlt sich schnell als Teil der engen Inselgemeinschaft, streift per Kopfkino durch die Dünen und lässt sich ein Bad in der kalten See am frühen Morgen gefallen. Der Autor hat sich diesmal als Hauptthema Legasthenie und Analphabetismus vorgenommen und zeigt sehr schön auf, mit welchen Tricks und Eselsbrücken die Menschen durchs Leben gehen, um niemandem aufzufallen und nicht für dumm gehalten oder sogar ausgegrenzt zu werden. Solch ein Leben muss unwahrscheinlich anstrengend sein, die Scham ist verständlich, aber gleichzeitig fehl am Platz, da man gegen diese Schwäche ja etwas unternehmen kann.

Die Charaktere sind ein liebevoller Haufen unterschiedlichster Typen, die alle sehr detailliert gestaltet und mit Leben versehen wurden. Mit individuellen Eigenschaften schleichen sie sich in das Herz des Lesers und geben ihm so die Chance, mit ihnen zu fiebern und zu fühlen. Sandra ist eine fleißige Frau, die eine tolle Beobachtungsgabe sowie eine Händchen für Ausdrucksstärke besitzt. Sie liebt das Inselleben und kann mit Worten so wunderbar umgehen, dass man beim Zuhören regelrecht in Trance gerät. Sie hat sich mühsam von ihrer Familie abgenabelt und endlich ihr Leben so eingerichtet, wie es ihr gefällt. Franziska ist eine Frau, die unbedingt ihren ersten Roman veröffentlichen will, dabei kann sie besser organisieren oder Marketingstrategien umsetzen. Björn ist Lehrer und gibt den kleinsten Schülern Leseunterricht. Auch Greta, Eike, Jan oder Ellen tragen mit ihren Auftritten zum Wohlgefühl der Handlung bei.

“Die Bücherinsel” ist einmal mehr ein Buch, dass dem Leser während der Lektüre auf wundersame Weise einen wohligen Kurzurlaub beschert, während die Gedanken auf Inselreise gehen. Verdiente Leseempfehlung!

nellsche

Beiträge 13
30.04.2019

"Ein Wohlfühl-Liebesroman"

Sandra lebt in einem kleinen Haus auf einer Insel. Niemand ahnt, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Dann landet sie eines Tages ausgerechnet in einem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Dort lernt sie auch Björn kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn.

Dieser Inselroman hat mir richtig gut gefallen. Es war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, und es wird definitiv nicht das letzte sein.
Der Schreibstil war wunderbar leicht zu lesen, so dass ich sofort in die Geschichte einfinden und eintauchen konnte. Ich hatte das Buch dann auch ratzfatz fertig gelesen.
Die Charaktere wurden alles sehr gut gezeichnet. Sandra war eine unglaublich sympathische Protagonistin, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Ich habe mit ihr mitfühlen und mithoffen können. Ihre Situation als Analphabetin wurde sehr authentisch beschrieben und ich war gespannt und erstaunt, wie sie ihren Alltag meistern und ihre Schwäche verbergen konnte.
Aber nicht nur die Personen waren toll beschrieben, sondern auch die wunderschöne Umgebung hat der Autor zum Leben erweckt. Ich hatte alles richtig toll vor Augen, weil es total bildhaft gezeichnet wurde.
Ich habe mich beim Lesen dieser zauberhaften und tiefgehenden Geschichte rundum wohlgefühlt. Und ich war gespannt, wie sie ausgehen wird. Das Ende war dann auch absolut passend und perfekt für diesen schönen Roman.

Ich kann diesen warmherzigen Wohlfühl-Liebesroman absolut empfehlen und vergebe daher 5 von 5 Sternen.

tigerbea

Beiträge 93
26.04.2019

Sandra Malien kann weder lesen noch schreiben und hat gelernt, dies gut zu tarnen. Als sie eines Tages in der Inselbuchhandlung auf den Lesekreis trifft, wird sie dort mit offenen Armen empfangen. Geschickt täuscht sie auch dort über ihre Schwäche hinweg. Doch als Sandra sich in Björn, einen Schulleiter, verliebt, steht für Sie fest, daß sich ihr Leben ändern muß.


Janne Mommsen bezaubert auch mit diesem Roman wieder. Er schafft es immer wieder zu überzeugen. Seine Bücher sind wunderschön zu lesen, der Text fließt nur so dahin. Dazu hat er ein Gespür dafür, wie man diese wunderbare Landschaft vor den Augen des Lesers lebendig werden läßt. Man spürt hier den Wind, hört die Wellen rauschen und hat das Gefühl, selbst durch das Watt zu laufen. Da werden Urlaubsgefühle wach! Besonders schön ist es für mich, in jedem seiner Bücher auf Charaktere seiner früheren Bücher zu treffen. So setzt sich hier Sandras Geschichte fort, die in "Die kleine Inselbuchhandlung" ihren Anfang nahm. Damals als Randgeschichte zu Gretas Geschichte, nun ist es genau umgekehrt. Trotz der Romantik und heilen Welt, die Janne Mommsen in seinen Büchern als Geschichte nimmt, gibt es immer auch ein ernstes Thema. Hier ist es die Problematik von Analphabeten. Sehr deutlich erfährt man hier, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, damit sie ihr Geheimnis bewahren können. Und welchen Erfindungsreichtum sie haben, denn sie suchen immer neue Ausreden, warum sie jetzt gerade nicht lesen können. Aber man lernt hier auch, daß sich niemand aufgrund seiner Schwächen verstecken muß. Mit genug Mut und Willen kann man viel erreichen. Man kann glücklich werden, wenn man seinen Weg geht, sich von niemandem bevormunden läßt und auf gute Freunde bauen kann.

Ich kann diesen Roman wieder absolut empfehlen und bin schon jetzt gespannt, was im nächsten Roman auf Föhr passiert!

vronika22

Beiträge 27
21.04.2019

Inhalt:
Sandra lebt in einem kleinen Haus am Strand, sozusagen zur Untermiete bei einem Verleger. Sie ist Mitte dreißig und Analphabetin. Als Kind von Schaustellereltern hatte sie es nicht immer leicht. Allerdings verheimlicht sie dieses Defizit vor ihren Freunden und allen Inselbewohnern. Als sie zufällig Mitglied im Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung wird, verstrickt sie sich immer mehr in Lügen. Und Lügen haben bekanntlich kurze Beine...
Meine Meinung:
Auch wenn dieser Band die Fortsetzung zu „Die kleine Inselbuchhandlung“ ist, so kann man die Bücher sehr gut einzeln lesen. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, und hatte keine Probleme in die Handlung hinein zu kommen.
Entstanden ist ein schöner Inselroman, bei dem die Umgebung ganz wunderbar beschrieben ist. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet.
Janne Mommsen packt bei diesem Buch mit dem Thema Analphabetismus ein Thema an, das wahrscheinlich mehr Leute betrifft, als man denkt. So ist es auch hier mit der Hauptprotagonistin Sandra. Sie bekennt sich nicht dazu und versucht es nicht zu ändern (zumindest anfangs), sondern sie mogelt sich so durchs Leben. Dabei könnte sie eigentlich viel mehr in ihrem Leben erreichen und hat viele Talente. Durch diese Thematik gewinnt der Liebesroman natürlich sehr an Tiefe.
Grundsätzlich wirklich ein sehr schönes und gut zu lesendes Buch. Allerdings einen kleinen Abstrich muss ich machen. Es gab mir einfach etwas zu viel Zufälle, die zwar ganz gut in die Handlung hineingepasst haben, aber manchmal etwas zu viel des Guten waren. So kam das bei mir nicht so ganz authentisch rüber, dass Sandra sich als Analphabetin ausgerechnet in einen Lehrer verliebt und dann auch noch im Hause eines Verlegers wohnt und ganz toll Bücher schreiben kann.
Aber es ist ja Fiktion, von daher ist es wirklich ein sehr schöner Roman für schöne Stunden zum Entspannen und Träumen. Ich würde das Buch als eine Art Wohlfühlroman oder auch Urlaubsroman bezeichnen, und vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben. Auf jeden Fall hat mir das Buch schöne Lesestunden beschert!

hasi_rasi

Beiträge 113
27.03.2019

Farben der Insel

Sandra lebt seit 5 Jahren auf einer kleinen Insel, auf der jeder jeden kennt. Trotzdem hat sie es bisher geschafft, ihr größtes Geheimnis zu bewahren – sie ist Analphabetin. Nur Greta vom Insel-Buchladen weiß davon und ist sehr überrascht, als sich Sandra dem Lesekreis von Polizistin Ellen, Krabbenfischer Jan (Ellens Freund), Arzthelferin Andrea, dem neuen Grundschullehrer Björn und Werbetexterin Franziska aus Hamburg anschließt. Björn ist aber auch zu süß und da Sandra sehr viele Hörbücher hört, kann sie problemlos mitreden. Erst als sie vorlesen soll, kommt sie kurz ins Schwimmen – doch ihre alte Ausrede „Brille vergessen“ wird anstandslos akzeptiert. Auch auf Arbeit (sie putzt auf einer Fähre) ist ihr Analphabetismus noch niemandem aufgefallen.

Franziska liebt ihre Insel, die Natur, das Wasser, Licht, Farben und Stimmungen. Ihre Eindrücke verarbeitet sie in der Geschichte „Farben der Insel“, die sie in ein Diktiergerät spricht. Als sie die Geschichte im Lesekreis vorträgt, sind alle begeistert.
Nachdem sie einen tollen Nachmittag mit Björn verbracht hat beginnt sie, von mehr zu träumen: einem richtigen Beruf und einer Hochzeit in weiß – mit Björn vielleicht?! Doch sie fürchtet, dass die Unterschiede zwischen ihnen zu groß sind. Welcher kluge Mann würde sich schon in sie dumme Frau verlieben? Und dann wird sie auch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Familie braucht sie. Gibt sie etwa auf, noch bevor es begonnen hat? Dabei besagt ihr Motto genau das Gegenteil: „Man darf nie aufgeben, es sei denn, man stirbt zufällig gerade.“ (S. 172)

Ich habe mich gefreut, bereits bekannten Protagonisten aus „Die kleine Inselbuchhandlung“ wieder zu begegnen. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden.
Janne Mommsen beschreibt die Natur der kleinen Insel sehr poetisch. Zudem schreibt er sehr humorvoll über das Miteinander der Bewohner („Du kannst ehrlich zu mir sein, Sandra, ... Nimmt der Gerke Drogen? Oder säuft er?“ (S. 48)) und lädt zum Träumen über Insel-Urlaube und die Liebe ein.
Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern hat mir hier etwas Tiefe gefehlt. Das Drama um Sandras Analphabetismus und ihre Familie war mir stellenweise etwas zu viel, dafür war mir das Happy End zu abrupt und unromantisch. Dafür kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben.

brigitte_schreiter

Beiträge 78
14.06.2020

    Das ist der 2.Teil der Inselbuchhandlung. Man kann ihn auch unabhängig vom ersten Buch lesen. Greita, die Inhaberin der buchhandlung kennen wir aus dem ersten Buch. Aber hier geht es um Sandra, die als Putzfrau arbeitet. Sie kann weder lesen noch schreiben.
    Das Buch ist nett geschrieben, ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht.

    Island82

    Beiträge 11
    16.05.2020

      Sandra lebt seit einigen Jahren auf einer kleinen Nordseeinsel in der Einliegerwohnung eines reichen Hamburger Verlegers, dessen Haus sie in Ordnung hält. Zudem putzt sie auf der Fähre. Für diese Arbeit muss sie nicht lesen und schreiben können, denn Sandra ist Analphabetin, was aber, bis auf die Inselbuchhändlerin, keiner weiß. Sandra ist auf dem Rummel aufgewachsen, was mit häufigen Schulwechseln verbunden war und so hat sie nie richtig lesen und schreiben gelernt, was sie mittlerweile sehr bereut. Denn eigentlich liebt sie Bücher, die sie sich aus der Not heraus als Hörbuch besorgt und hat sogar eine Idee für ein eigenes Buch im Kopf. Durch einen Zufall landet sie dann auch noch im Literaturkreis der Insel, geleitet vom Inselschullehrer Björn, den sie nicht gerade uninteressant findet, sich aber nicht traut, ihm die Wahrheit zu sagen, was ihr Problem angeht und so immer wieder in unangenehme Situationen gerät.

      Mir hat das Buch gut gefallen. Sandra ist eine sympathische Protagonistin, allerdings macht sie es sich, für meinen Geschmack, oft etwas zu kompliziert mit ihren Ausflüchten. Das Thema Analphabetismus spielt selten irgendwo eine Rolle, betrifft aber sicher relativ viele Menschen in Deutschland, denen es, aus welchen Gründen auch immer, ähnlich geht, wie Sandra. Daher finde ich es sehr gut, dass Janne Mommsen dies in seinem Roman aufgegriffen hat. Nordseestimmung ist auch immer wieder vorhanden, ich beneide Sandra richtig darum, dass sie morgens erst einmal einen Sprung in die Nordsee wagen kann, bevor sie frühstückt. Der Schreibstil von Janne Mommsen ist gut lesbar und sehr anschaulich!

      Lesemaus7

      Beiträge 17
      14.05.2020

        Die Geschichte über die Putzfrau Sandra ist nett zu lesen, aber mehr auch nicht. Den ersten Band der Reihe fand ich sehr unterhaltsam.
        Hier ist mir alles zu gewollt. Natürlich war mir schon im Vorfeld bewusst, dass es sich um "leichte Lektüre" handelt. Aber welch eine Anhäufung von Zufällen, dass eine Analphabetin bei einem sehr netten Verleger idyllisch in dessen Villa wohnt, sich in einen Deutschlehrer verliebt, in einen Lesekreis geht ohne lesen zu können, eine Geschichte schreibt ohne schreiben zu können, ....
        Seit jeher sucht Sandra Schlupflöcher, damit ihr Analphabetismus nicht auffliegt, aber jetzt wird heimlich und schnell lesen und schreiben gelernt.
        Da gibt es definitiv bessere Bücher, die nicht ganz so unrealistisch zusammengestrickt sind.

        AntjeDomenic

        Beiträge 33
        24.04.2020

          Janne Mommsen – für mich ein Autor, der es immer wieder schafft mich zu überraschen und mich mitzureißen beim Lesen. Ich mag seine Bücher einfach und freute mich nun sehr auf das neue Buch. Und auch die Gestaltung ist wieder wundervoll.
          Im Buch begleiten wir Sandra und Björn. Sandra ist Analphabetin und hat es keinem erzählt. Sie hat Mühe und immer wieder muss sie sich neue Ausreden einfallen lassen. Eines Tages landet sie im Lesekurs der Buchhandlung und fühlt sich dort pudelwohl. Niemand merkt ihr Defizit. Sie schreibt selbst und diese Worte liest sie vor in der Gruppe.

          Es kommt so gut an, was sie vorliest, das die anderen der Lesegruppe wissen wollen wer der Autor ist und wollen auch mehr von der Geschichte hören. Es wird zunehmend schwieriger für Sandra. Der Autor hat es in meinen Augen perfekt umgesetzt und sich hineingefühlt in die Thematik.
          Immer mal wieder begegnen sich Sandra und Björn, man merkt dass es knistert. Doch Sandra hat Angst, dass ihr Problem öffentlich wird und Björn sie dann mit anderen Augen sieht.
          Als die Beiden fast zueinander finden kommt es zu einem weiteren Problem in der Familie und es steht bevor, das Sandra ggf die Insel verlassen muss.
          Doch mehr will ich eigentlich nicht verraten. Ich kann nur sagen: Lest Alle dieses neue Buch! Ihr werdet es nicht bereuen!

          jackleser

          Beiträge 42
          03.04.2020

            Eins vorweg: Ich lese Janne Mommsens Bücher gern, doch in keinem der Romane ist mir eine Heldin so sehr ans Herz gewachsen wie Sandra. Unsere Lebenswelten könnten nicht unterschiedlicher sein, aber ich finde mich in ihren Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen absolut wieder. Wie immer erschafft der Autor eine wunderbare Welt rund um die "Insel", die Kenner sofort als Föhr identifizieren. Hier tummelt sich ein launiges, teils skurriles Völkchen, das neben der Liebe zur Nordsee vor allem eins verbindet - die Liebe zu Geschichten, egal ob selbst geschrieben, selbst erlebt, oder "erlesen". Ein weiterer Hauptdarsteller: die bunte Welt der Farben, und die einzigartige Landschaft zwischen Marsch und Brandung. Für mich als Ästhetin und Nordsee-Liebhaberin ein großes Fest! Fazit: ein knallbuntes, föhliches, zwischendrin nachdenkliches stimmendes Insel-Märchen, das gute Laune macht und den Tag versüßt.

            Gewitterwolke

            Beiträge 12
            30.03.2020

              Ich liebe Inselbücher und darum ging hier kein Weg dran vorbei.

              Zum Inhalt:
              Sandra Malien lebt in einem kleinen Haus am Strand und schließt sich einem Lesekreis in einer Buchhandlung an. Hier treffen sich Bücherliebhaber, aber auch diejenigen unter den Insulanern, die abends nicht allein vor dem Fernseher sitzen wollen.
              Da begegnet sie Björn, einem Lehrer, und ist auf dem besten Wege sich in ihn zu verlieben.....nur gibt es da ein große Problem das Sandra Sorgen bereitet. Sie kann weder Lesen noch Schreiben.
              Wird dieses "Problem" ein Hindernis sein oder gibt Sandra ihrer Liebe zu Björn eine Chance??
              Ich für meinen Teil kann dieses Buch ( und alle anderen der Inselbuchhandlung) nur jedem wärmstens empfehlen. Das ist genau das richtige um sich "wegzuträumen"

              tinstamp

              Beiträge 34
              19.03.2020

                Hauptprotagonistin im zweiten Band der Reihe rund um die Inselbuchhandlung ist Sandra, die wir bereits in "Die kleine Inselbuchhandlung" kennen gelernt haben.
                Sie lebt seit fünf Jahren auf der Insel und ist bereits ein festes Mitglied der kleinen Inselgemeinschaft. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Putzfrau auf einer Fähre und genießt das Leben direkt am Meer. Einzig die Inhaberin der Buchhandlung weiß, dass Sandra Analphabetin ist. Als Kind von Schaustellern mit laufenden Wohnsitzwechsel hat sie ungenügend lesen und schreiben gelernt. Ihr ganzes Leben hat sich Sandrea immer irgendwie durchgeschummelt und ist bis jetzt ganz gut damit durchgekommen. Seitdem sie die Eltern und die Schaustellerei verlassen hat, lebt sie auf der nordfriesischen Insel und hat sich in die wunderschöne Natur verliebt. Sooft wie möglich ist sie im Freien unterwegs und genießt das Meer, die Dünen und das Watt. Nebenbei hat sie sich auch in die Menschen auf der Insel ein kleines bisschen verliebt.
                Obwohl Sandra nicht lesen und schreiben kann, liebt sie alle möglichen Geschichten, die sie als Hörbücher konsumiert. In ihrem Kopf denkt sie sich immer wieder selbst Erzählungen aus. Als sich in Gretas Buchhandlung der Lesekreis trifft, gesellt sich Sandra dazu und liest angeblich aus einem Buch vor, das niemand kennt. Sie erzählt allerdings ihre eigene Geschichte, die sie auswendig im Kopf gespeichert hat und rechnet nicht damit, dass die Anderen von ihren Zeilen begeistert sind. Sie wird eingeladen weiter beim Lesekreis mitzumachen, doch ihr Analphabetismus hindert sie daran. Gleichzeitig gefällt ihr der neue Grundschullehrer Björn, der neu zum Lesekreis dazugestoßen ist. Als sie ihn an ihrer Lieblingsstelle in den Dünen trifft und sie einen netten Nachmittag zusammen verbringen, verliebt sich Sandra in Björn. Doch wie lange kann sie ihr Geheimnis vor ihm bewahren? Meistens lässt such die Vergangenheit nicht für immer verbergen...

                Janne Mommsen Bücher lese ich immer wieder gerne. Seine Naturbeschreibungen sind sehr bildhaft und stimmungsvoll. Sie laden zum Träumen ein. Die Insel und das Inselleben wird wieder sehr atmosphärisch beschrieben. Man fühlt sich einfach wohl bei diesem Setting und kann die Seele baumeln lassen. Kein anderer versteht es die Naturlandschaften diverser Nordseeinseln besser zu beschreiben als Janne Mommsen.
                Durch den flüssigen und locker-leichten Schreibstil findet man sofort in die Geschichte, in der der Autor das Thema des Analphabetismus aufnimmt. Man erfährt wie fantasievoll Menschen, die nicht lesen und schreiben können, andere täuschen können. Ich stelle es mir allerdings wirklich ermüdend vor mit diesem Problem leben zu müssen. Seitdem ich eine Lesebrille tragen muss, bemerke ich immer wieder wie oft ich Dinge ohne Brille nicht entziffern kann. Gar nicht lesen zu können, kann ich mir gar nicht vorstellen....

                Leider gibt es aber auch einige Kritkpunkte. Bereits seine letzten beiden Romane konnten mich nicht mehr ganz überzeugen. Trotzdem habe ich mir auch den zweiten Band der Inselbuchhandlung "Die Bücherinsel" zugelegt. Die Fortsetzung fällt aber leider noch ein bisschen schwächer aus.
                Sandra ist zwar eine sehr sympathische Protagonistin, die mit allerlei Tricks ihren Analphabetismus zu verbergen weiß, sich aber oftmals nicht wie eine Frau in ihrem Alter verhält. Ihre Energie, ihre tolle Beobachtungsgabe und ihr Tatendrang haben mir aber sehr gut gefallen. Sandra versteht es trotz ihres Handicaps mit Optimismus durchs Leben zu gehen.
                Die weiteren Figuren bleiben allerdings sehr an der Oberfläche, vorallem diejenigen, die in diesem zweiten Band ganz neu dazugekommen sind.
                Die Liebesgeschichte zwischen Sandra und Björn konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Hier fühlte ich keinerlei kribbeln und kein Band zwischen den Beiden. Obwohl ich es nicht gerne kitschig mag, hätte man hier etwas mehr daraus machen können.

                Ich weiß, dass es Janne Mommsen besser kann und hoffe sehr, dass seine weiteren Romane wieder an "Zwischen den Bäumen das Meer" (mein Lieblingsbuch) oder "Friesensommer" anschließen können.

                Fazit:
                Ein sehr leichter unterhaltsamer Roman - am besten als Urlaubslektüre geeignet - der stimmungsvolle Landschaftsbeschreibungen beinhaltet. Leider bleibt die eigentliche Geschichte sehr an der Oberfläche, jedoch verzaubert das Inselflair und das Thema Bücher einen Buchliebhaber sehr schnell. Wer gerne träumt und sich nicht an einer wenig tiefgehenden Geschichte stößt, hat hier die perfekte Lektüre gefunden.

                AM

                Beiträge 3
                11.03.2020

                  Das Cover zeigt zwei Strandkörbe die einander zugewandt sind (für Sandra und Börn)

                  Diesmal steht Sandra im Mittelpunkt und ihre Farbenfreude. Sandra wohnt schon ein paar Jahre auf Föhr. Sie putz auf der Fähre und bei Greta in der Buchhandlung, wohnt bei Verleger Meinhard Gerke zur Untermiete und genießt die Farben ihrer Insel. Die Morgendämmerung, wenn sie im Meer schwimmen geht, die Farbenpracht, wenn die Sonne versinkt. Als sie auf Björn, Franziska und den Lesekreis stößt, erwachen Zweifel in ihr. Die Gruppe ist nett und es macht Spaß sich auszutauschen, aber wie soll man Bestandteil einer Lesegruppe sein, wenn man nicht lesen kann. Aber die Gruppe bestreitet auch neue Wege und Sandra ist dabei sich in Björn zu verlieben und möchte die Stunden mit der Gruppe nicht vermissen. Da biete Greta ihre Hilfe an.

                  Meine Meinung:
                  Ich bin schon viel gereist in meinem Leben. Ich war noch nie auf Föhr, obwohl ich Norddeutschland lebe.
                  Und trotzdem ist es ein wenig wie nach Hause kommen. Jahr für Jahr reise ich nach Föhr, mit Oma Imke, mit Greta und Florian, mit Jasmin und Thore, mit Jan, Sina und Leevke und nun mit Sandra.
                  Jedes Jahr freue ich mich darauf von Janne Mommsen auf "die Insel" entführt zu werden.

                  Dieses Mal wird die Geschichte um Sandra erzählt. Sie ist bereits in der kleinen Inselbuchhandlung aufgetaucht, als sie alle Titel nach Farben sortiert hat. Ein wunderbarer Anblick, mit einem tragischen Hintergrund. Sandra kann nur rudimentär lesen und schreiben. Als Schaustellerkind auf dem Rummel war sie immer auf Achse und so ist sie "durchs System" geflutscht. Für Menschen, wie Buchhändlerin Greta oder Grundschullehrer Björn eine Überraschung. Wie schummelt man sich so durchs Leben? Sandra hat da so ihre Tricks (die sie uns auch erzählt).
                  Es hat mir sehr gefallen, wie Sandra ihre Geschichte erzählt hat, wie sie neue Freunde findet und sich weiterhin in den Lesekreis wagt. Man sieht Mut ist mal wieder der Beginn von Allem.

                  Passend zum Erscheinungsdatum des Buches wurde im Mai eine Studie der Universität Hamburg vorgelegt, aus der hervorgeht, dass 6,2 Millionen Deutsche Analphabeten sind, über die Hälfte davon sind deutsche Muttersprachler. Es wurde darüber gesprochen, wie groß die Hemmschwelle ist, sich Hilfe zu holen, wie lange es dauert als Erwachsener das Lesen und Schreiben zu erlernen, was als Kind so spielerisch aussieht und das sich viele Menschen sich Lernangebote oder Kurse gar nicht leisten können. https://alphabetisierung.de

                  Fazit:
                  Schöne Fortsetzung, gute Sommerlektüre, aber wie immer viel zu schnell zu Ende.

                  Vielleserin

                  Beiträge 35
                  23.02.2020

                    Sandra lebt auf der Insel und keiner merkt, dass sie Analphabetin ist. Immer konnte sie sich gut durchschummeln.
                    Nur Greta von der Inselbuchhandlung kennt ihr Geheimnis. Sandra arbeitet dort als Putzfrau und sortiert die Bücher immer nach Farben in die Regale.
                    Dann lernt sie den Schulleiter Björn kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn.
                    Auch im Lesekreis, in den sie durch Zufall geraten ist, der in der Buchhandlung abgehalten wird, weiß noch niemand von ihrem Geheimnis und wie lange kann das noch gut gehen ?

                    Der Roman ist sehr anschaulich beschrieben, läßt sich sehr gut lesen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch ist der Leser gleich auf der Insel wie zu Hause und erlebt vieles hautnah mit. Ein lesenswertes Buch.

                    silke69

                    Beiträge 4
                    05.02.2020

                      Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Zum einen weil es zwar auch eine Liebesgeschichte gibt, die aber absolut nicht kitschig ist. Als Leser fiebert man dem Ende entgegen. Dann ist Sandra sehr sympathisch dargestellt, ihre Lebensgeschichte nimmt einen mit. Das sie nicht lesen und schreiben kann, wird hier sehr gut behandelt und bringt Vetständnis auf. Das Sandra die Insel liebt, kann ich verstehen. Ich habe mich schon beim Lesen in diese Insel verliebt..Ich habe leider das zweite Buch zuerst gelesen, war aber nicht schlimm. Werde bald das erste lesen und freue mich drauf

                      Phantasia

                      Beiträge 34
                      02.02.2020

                        Die kleine Inselbuchhandlung ist zum Mittelpunkt der Buchliebhaber der Umgegend geworden. Das freut nicht nur Greta. Auch Sandra, die allein in einem kleinen Häuschen am Strand wohnt, verschlägt es immer öfter dorthin. Schließlich versammeln sich hier alle Insulaner die nicht allein zu Hause sitzen wollen. Man muss ja nicht nur über Bücher reden. Das Sandra allerdings ein Handicap hat, weiß keiner der dort Anwesenden. Sandra ist nämlich Analphabetin. Und dann geht sie ausgerechnet in eine Buchhandlung? Nun dass liegt vielleicht auch ein bisschen an Björn, dem galanten Schulleiter. Immer wieder treffen sie sich plötzlich auch außerhalb des Buchladens. Während dieser unverhofften aber wunderschönen Spaziergänge am Strand verliebt sich Sandra in Björn. Aber kann das gutgehen? Wie wird er reagieren, wenn sie ihm ihr Geheimnis offenbart?

                        Der 2. Teil der Inselbuchhandlung-Reihe ist genau so leicht und flüssig geschrieben wie der Vorgänger. Das Thema Analphabetismus, was der Autor diesmal in den Mittelpunkt stellt, ist ja selbst in Deutschland immer noch ein Tabu-Thema. Deshalb fand ich es toll, mal eine Geschichte mit dieser Thematik zu lesen. Wie schwierig ein „normales“ Leben für die Betroffenen ist, wurde meines Erachtens gut erzählt. Doch Liebe kann viel bewegen, was ja auch in diesem Buch zum Ausdruck kommt.

                        Es ist eine zuckersüße Liebesgeschichte rund um ein ernstes Thema. Mir hat das Buch super gefallen. Und wie auch schon im Vorgänger, hat die beschriebene Inselatmosphäre einen großen Anteil daran. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

                        Von mir wieder volle 5 Sterne.

                        Marian

                        Beiträge 16
                        14.09.2019

                          Die Bücherinsel macht neugierig auf Me(h)er! Das Cover ist schon sehr interessant. Der Roman in seiner Ganzheit ist mehr als "Gelungen"! Die ersten 5 Seiten fand ich für mich anfangs nicht so spannend. Als ich den Roman nach Tagen weiterlas hat er mich sehr verzaubert. Ich fühlte mich mitgenommen von Sandra und dem Lesekreis. Die Spannung konnte man einfach knistern hören. Ich habe ohne Unterbrechung gelesen und bin immer noch begeistert.
                          Vielen Dank auch an den Autor, der es sehr versteht, den Leser mit auf die Reise zunehmen und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

                          Lesefeuer

                          Beiträge 26
                          08.09.2019

                            Nach „Die kleine Inselbuchhandlung“ habe ich mich sehr auf „Die Bücherinsel“ gefreut. Ich war mir ziemlich sicher, dass in dem Buch Charaktere aus „Die kleine Inselbuchhandlung“ vorkommen. Das mag ich so an Büchern von Janne Mommsen. Die Idee eine Analphabetin in einen Lesekreis zu schicken finde ich total verrückt aber einfach nur genial. Janne Mommsen hat hier wieder ein richtig schönes Wohlfühlbuch erschaffen, Inselluft inklusive. Eine tolle Urlaubslektüre. „Die Bücherinsel“ kann man im Übrigen auch gut lesen wenn man „Die kleine Inselbuchhandlung“ nicht gelesen hat. Dennoch empfehle ich natürlich beide Bücher zu lesen.

                            bri

                            Beiträge 53
                            21.08.2019

                              Wunderbar - ein so schöner Sommerroman, der gute Laune verbreitet von der ersten bis zur letzten Seite. Ich liebe die Geschichten von Janne Mommsen und auch diese ist wieder einmal hervorragend. Man fühlt sich ans Meer versetzt und zu den Insulanern zugehörig. Schönes Wetter und ein Strandkorb am Meer mit diesem Buch ist es einfach toll.
                              Diese Farben der Insel sieht man regelrecht vor sich und Sandra, um die es hier geht, muss man einfach lieben.

                              Eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne !!!

                              Sylvi

                              Beiträge 12
                              18.08.2019

                                Der Roman "Die Bücherinsel" ist der zweite Band in der Inselbuchhandlungs-Reihe von Janne Mommsen. Die Werke sind aber in sich abgeschlossen, sodass "Die Bücherinsel" ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Ich kannte den ersten Band nicht und konnte der Geschichte um Sandra Malien problemlos folgen. Der Roman ist sehr gut geschrieben und bietet schöne Sommerunterhaltung. Die Beschreibungen der Nordseeinsel und der Natur sind sehr gelungen, man kann sich alles sehr bildhaft vorstellen. Die Problematik der Protagonistin ist gut eingearbeitet. Analphabetismus ist ein großes Handicap, das Sandra natürlich sehr in ihrem Alltag belastet, auch wenn sie ihre Tricks hat. Es gelingt dem Autor, die Thematik so einzubinden, dass der Roman dennoch keine Schwere erhält. Sehr gelungen. Ein guter Inselroman zum Abschalten.

                                kelo24

                                Beiträge 13
                                11.05.2019

                                  Sandra landet ungeplant in einem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung, an dem neben einigen ihrer Freunde auch der neu zugezogene Lehrer Björn teilnimmt. Nicht nur die Diskussionen über Bücher sondern auch Björn üben eine Anziehungskraft auf Sandra aus, der sie sich nur schwer entziehen kann. Es gibt dabei nur ein Problem – sie ist Analphabetin und bisher ist das ein gut gehütetes Geheimnis.
                                  .
                                  Den ersten Satz der Geschichte hatte ich noch nicht ganz zu Ende gelesen und war doch schon wieder voll im Griff meiner Inselsehnsucht. Nur zu gerne bin ich deshalb mit Sandra auf der Fähre zurück zur Insel gefahren, um sie dort die nächste Zeit über zu begleiten.
                                  Sandras Problem wird zum zentralen Mittelpunkt ihres Lebens. Über viele Jahre ist es ihr bislang erfolgreich gelungen durch Ausreden (Brille vergessen), elegante Umwege und ihr phänomenales Gedächtnis diese Klippe zu umschiffen, jetzt aber hat sie sich auf den Lesekreis eingelassen und weiß nicht mehr aus noch ein. Dabei hat sie selbst eine Geschichte verfasst und dort auswendig vorgetragen, die alle Teilnehmer beeindruckt hat. Ihr Blick für „Die Farben der Insel“ ist eine Liebeserklärung an ihre Insel mit ihren 4 Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft.
                                  Neben dem Umgang und der Bewältigung des Analphabetismus gibt es wieder jede Menge stimmungsvolle Inselatmosphäre, sei es als Wattwanderung oder als Sonnenbad in den Dünen. Bei Fahrradtouren über Land kann man die Weite der Landschaft genießen und sich den Wind durch die Haare pusten lassen. Schön war auch das Wieder“sehen“ mit den alten Bekannten aus der kleinen Inselbuchhandlung.

                                  Für mich war dies wieder ein Wohlfühlroman, bei dem die Seele baumeln und die Fantasie auf Reisen gehen kann zum Inselluft schnuppern. Denn Inselluft macht glücklich!

                                  archer2603

                                  Beiträge 18
                                  27.04.2019

                                    Die Bücherinsel von Janne Mommsen aus dem Hause Rowohlt Polaris

                                    Inhalt:
                                    Cover "Lesen macht glücklich", genau. Das finde ich auch.

                                    Sandra Malien war als Kind und junge Frau mit ihrer Familie als Schaustellerin in den Landen unterwegs. Deshalb hat sie nie richtig lesen und schreiben gelernt. Das versteckt sie, wie die meisten Analphabethen, sehr gut im Alltag. Hier auf der Insel hat sie eine kleine Wohnung, tolle Freunde und einen Putz-Job auf der Fähre. Eigentlich alles gut. Bis sie in den Lesekreis gerät und Björn kennenlernt.

                                    Persönliche Meinung:
                                    Mir gefällt der Schreibstil von Janne Mommsen sehr gut. Das Buch liest sich flüssig und man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Die örtlichen Beschreibungen sind so schön gemacht, dass man alles bildlich vor sich sehen kann.
                                    Die Protagonisten sind alle sehr sypmathisch. Sandra hat, wie es auf so einer kleinen Insel ist, gute Freunde gefunden. Das hat mir gefallen. Auch, wie alle zusammengehalten haben. Das ist schon etwas besonderes. Selbst der Verleger war ein angenehmer Mann.
                                    Ich fand das Buch zu keiner Zeit langweilig. Die Spannung baute sich stetig auf, bis zum Ende dann die Auflösung kam.

                                    Mir hat das Buch super gefallen und ich sage klar "Kaufempfehlung" und 5*****

                                    Wunderschöner Roman über Zusammenhalt

                                    Beiträge 93
                                    26.04.2019

                                      Sandra Malien kann weder lesen noch schreiben und hat gelernt, dies gut zu tarnen. Als sie eines Tages in der Inselbuchhandlung auf den Lesekreis trifft, wird sie dort mit offenen Armen empfangen. Geschickt täuscht sie auch dort über ihre Schwäche hinweg. Doch als Sandra sich in Björn, einen Schulleiter, verliebt, steht für Sie fest, daß sich ihr Leben ändern muß.


                                      Janne Mommsen bezaubert auch mit diesem Roman wieder. Er schafft es immer wieder zu überzeugen. Seine Bücher sind wunderschön zu lesen, der Text fließt nur so dahin. Dazu hat er ein Gespür dafür, wie man diese wunderbare Landschaft vor den Augen des Lesers lebendig werden läßt. Man spürt hier den Wind, hört die Wellen rauschen und hat das Gefühl, selbst durch das Watt zu laufen. Da werden Urlaubsgefühle wach! Besonders schön ist es für mich, in jedem seiner Bücher auf Charaktere seiner früheren Bücher zu treffen. So setzt sich hier Sandras Geschichte fort, die in "Die kleine Inselbuchhandlung" ihren Anfang nahm. Damals als Randgeschichte zu Gretas Geschichte, nun ist es genau umgekehrt. Trotz der Romantik und heilen Welt, die Janne Mommsen in seinen Büchern als Geschichte nimmt, gibt es immer auch ein ernstes Thema. Hier ist es die Problematik von Analphabeten. Sehr deutlich erfährt man hier, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, damit sie ihr Geheimnis bewahren können. Und welchen Erfindungsreichtum sie haben, denn sie suchen immer neue Ausreden, warum sie jetzt gerade nicht lesen können. Aber man lernt hier auch, daß sich niemand aufgrund seiner Schwächen verstecken muß. Mit genug Mut und Willen kann man viel erreichen. Man kann glücklich werden, wenn man seinen Weg geht, sich von niemandem bevormunden läßt und auf gute Freunde bauen kann.

                                      Ich kann diesen Roman wieder absolut empfehlen und bin schon jetzt gespannt, was im nächsten Roman auf Föhr passiert!

                                      nicole_pichler

                                      Beiträge 20
                                      23.04.2019

                                        „Die Bücherinsel“ von Janne Mommsen spielt irgendwo auf einer Insel der Nordsee. Auf dieser Insel lebt Sandra und arbeitet als Putzfrau auf der Inselfähre. Nebenbei denkt sie sich wunderbare Geschichten aus. Leider kann sie nicht Lesen und Schreiben, landet aber durch Zufall in einem Lesekreis, in dem über Bücher und Texte gesprochen wird.
                                        Dort trifft sie auch auf Björn, in den sie sich verliebt. Er ist Lehrer und Sandra hat Zweifel, dass er sie jemals lieben könnte, weil sie ja nicht Lesen und Schreiben kann.
                                        Sandra ist eine tolle Frau. Obwohl sie nicht lesen und schreiben kann, hat sie sich ein Leben auf der Insel aufgebaut. Sie ist beliebt bei den Inselbewohnern und hat die Gabe auf Menschen zuzugehen. Keiner merkt ihr an, wofür sie sich schämt. Außerdem besitzt sie die Gabe sich wundervolle Geschichten auszudenken, die sie dann in ihr Diktiergerät spricht.
                                        Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, denn er spielt an einem der schönsten Orte der Welt. An einem Ort, wo es im Sommer viel Sonnenschein gibt, man im Meer baden kann und wo man alleine durch den Blick aufs Meer zu sich selbst findet.
                                        Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil und schon nach den ersten Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin in Sandras Leben eingetaucht und habe mit ihr quasi mitgelebt. Ich konnte mich sehr gut in Sandra hineinversetzen und durch die schönen Worte des Autors, konnte ich das Meer, den Strand, die Wellen, den Wind und die Dünen sehen und fühlen.
                                        Ich fand die Zusammentreffen des Lesekreises richtig schön und es war schön zu sehen, wie Sandra sich in Björn verliebt.
                                        Auch wenn Sandra ganz viel an sich gezweifelt hat, war es schön zu lesen, wie sie um alles kämpft. Wenn sie mal ein Ziel vor den Augen hat setzt sie es auch durch.
                                        Dieser Roman war wunderbar zu lesen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl genau dort zu sein wo Sandra jetzt ist. Sie hat mich einfach mitgenommen auf die Insel und ich habe es sehr genossen und mich wohlgefühlt.
                                        Es war für mich ein sehr emotionaler Roman mit Höhen und Tiefen, den ich nicht missen möchte.
                                        Ein Roman mit vielen schönen Worten und Sandras erfundener Geschichte „Farben der Insel“, die mich sehr berührt hat.

                                        Von mir gibt es für diesen Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

                                        C. Sch.

                                        Beiträge 47
                                        23.04.2019

                                          INHALT:
                                          Eine kleine Wohnung direkt am Strand ist das Zuhause von Sandra. Sie liebt ihre Insel und sie liebt ihr Leben dort. Nur hat die ein Problem- sie kann nicht lesen und nicht schreiben, womit sie aber sehr gut umgehen kann. Bis sie eines Tages durch Zufall den Lesekreis der Insel kennenlernt. Dort treffen sich die Insulaner und diskutieren über Bücher, was Sandra sehr interessant findet, denn Hörbücher sind ihre grosse Leidenschaft. Und plötzlich ist sie mittendrin. Ausserdem gibt es da noch Björn, den Direktor der Schule. Sie trifft ihn in ihrer Lieblingsdüne, verbringt einen unvergesslichen Nachmittag mit ihm und verliebt sich Hals über Kopf. Doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance? Sie die Analphabetin und er der studierte Lehrer.....
                                          MEINE MEINUNG:
                                          Wieder entführt uns Janne Mommsen hier auf diese wunderschöne und romantische Insel, wo wir alte Bekannte aus "Der Inselbücherei" wiedertreffen. Sofort nach den ersten Sätzen hat sich bei mir wieder das heimlige Gefühl eingestellt, nach Hause zu kommen zu willkommen zu sein. Es war wieder so schön dorthin zu reisen. Durch seinen bildhaften, poetischen und sehr flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und wieder sind da diese symphatischen und liebenswerten Protagonisten, die doch auch durchaus authentische Sorgen haben. Dies alles bettet Janne Mommsen hier in eine wunderschöne Beschreibung der Landschaft, der Insel ein. Man hat beim Lesen das Gefühl, man ist dort, man spürt den Wind, hört die Wellen und der Sand rieselt durch die Zehen. Zum Ende hin kommt noch etwas Spannung auf und der Ausgang der Geschichte ging mir sehr ans Herz. Besonders schön fand ich, dass wieder soviel an Leser und Bücherliebhaber gedacht wurde, ich liebe es
                                          FAZIT:
                                          Für mich wieder eine sehr gelungene Reise auf diese liebenswerte Insel und eine kleine Auszeit vom Alltag.

                                          sommerlese

                                          Beiträge 99
                                          20.04.2019

                                            Der Roman "Die Bücherinsel" von Janne Mommsen erscheint im Rowohlt Polaris Verlag.

                                            Sandra Malien ist vor ihrem alten Leben auf eine Insel geflohen und lebt in einem kleinen Haus am Strand. Mit dem Schaustellerleben ihrer Eltern konnte sie auf Dauer nichts anfangen, da nimmt sie lieber eine Putzstelle an und genießt die Natur und das Leben auf der Insel. Der Zufall führt sie in den Lesekreis der Inselbuchhandlung. Wer sich für Bücher interessiert und nicht allein vor dem Fernseher sitzen möchte, kommt gern hierher. Sandra liebt Geschichten und Hörbücher, doch sie hat ein Problem: Sie kann weder lesen noch schreiben. Noch ahnt davon niemand etwas.

                                            Nachdem wir in "Die kleine Inselbuchhandlung" bereits Greta mit ihrem Laden kennen gelernt haben, geht es dieses Mal um Sandra. Sie liebt die Natur auf der Insel und kann sich gar nicht satt sehen an den schönen Ausblicken aufs Meer, an den Farben des Wassers und des Himmels. Oft sitzt sie an ihrer Lieblingsstelle am Strand und dann trifft sie dort ausgerechnet auf den sympathischen Leiter der Grundschule Björn. Nach einem wunderschönen gemeinsamen Nachmittag verliebt sie sich nin ihn, doch kann sie vor ihm ihr Problem verbergen? Als Kind von Schaustellern hat sie nie richtig lesen und schreiben gelernt, doch das kann sie in ihrer Putzstelle gut verbergen.

                                            Dieser Roman hat mich mit den atmosphärischen Beschreibungen der Insel und den Naturschönheiten sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Besonders die bildhafte Schilderung des Farbenspiels am Meer hat mir gut gefallen. Es fällt auf, dass die Zustände vom Wetter und der Landschaftsbilder auch in direkter Verbindung mit der jeweiligen Stimmung von Sandra stehen. Das unterstreicht das Kopfkino noch umso mehr.

                                            Der Schreibstil ist flüssig und leicht, man sieht sofort die Welt aus Sandras Augen, erfährt ihre Gedanken und Ängste und ist bei ihren Ausflügen auf der Insel immer dabei.

                                            Janne Mommsen rückt in diesem Roman das Thema Analphabetismus in den Mittelpunkt. Es hat mich immer gewundert, wie Menschen ohne diese Schreib- und Lese-Kenntnisse unbemerkt durchs Leben kommen. Hier werden einige Hilfsmittel und Kniffe aufgezeigt. Ich kann mir gut vorstellen, wie jemand in dieser Situation in Schamgefühl versinkt und dann nicht offen zu dieser Wissenslücke steht. In diesem Fall hat Sandra eine hilfsbereite Lehrerin gefunden und hat auch den Mut, diese Schwäche endlich entschieden zu überwinden.

                                            Die romantische Liebesgeschichte zwischen Sandra und Björn habe ich gerne mitverfolgt, allerdings fand ich es nicht sehr spannend, die Story plätscherte etwas vor sich hin. Da hätte man vielleicht etwas mehr draus machen können.
                                            Eine Wendung im Buch führt Sandra wieder in ihre Sackgasse zurück, das nahm dem Roman leider auch etwas an Fahrt.

                                            Durch die unterschiedlichen und recht liebenswürdigen Charaktere kommt direkt eine Wohlfühlstimmung auf. Man kann mit ihnen mitfühlen und erkennt ihre Wünsche und Sorgen.

                                            Sandra wird als willenstarke und eifrige Frau mit einer großen Auffassungsgabe und Beobachtungssinn gezeigt, dank der sie besonders die Stimmungen der Landschaft wunderbar beschreiben kann. Weil sie nicht schreiben kann, erzählt sie ihre Geschichten und findet schnell begeisterte Zuhörer.

                                            Mit diesem Roman erlebt man einen kleinen Kurzurlaub am Meer und deshalb ist es die geeignete Lektüre für den Strandkorb.

                                            SiWel

                                            Beiträge 14
                                            17.04.2019

                                              Endlich - ein Folgeband von Die kleine Inselbuchhandlung. Da habe ich als Leser die Inhaberin des Buchladens , Greta, kennengelernt, die dort ein neues Leben beginnt.
                                              Der Folgeband Die Bücherinsel beschäftigt sich hauptsächlich mit Sandra, ihrem Problem und einer Liebe.
                                              Sandra gerät durch Zufall in den Lesekreis der Buchhandlung.
                                              Leider kann sie weder lesen noch schreiben. Sie mogelt sich mit sämtlich möglichen Ausreden durch solche Situationen. Greta, die Inhaberin des Buchladens weiß als Einzigste davon, hütet das Geheimnis aber streng. Im Lesekreis begegnet sie Björn, der ihr äusserst sympatisch ist; aber dabei stört ihr Problem.
                                              Janne Mommsen verbindet in dieser Geschichte ein immer noch aktuelles Thema mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.
                                              Ich konnte wieder Seeluft schnuppern, das Watt unter meinen Füßen spüren, Sand durch die Zehen rieseln lassen und sogar das Schilf rascheln hören. Keiner beschreibt die Farbgestaltungen des Himmels und die Umgebung so bildhaft wie Janne Mommsen.
                                              Die Charaktere, teils gut bekannt bereits aus dem ersten Buch, sind bunt gewürfelt und bestehen aus allen Berufssparten. Sie sind authentisch und sehr interessant dargestellt. Ich kann mir alle lebhaft vorstellen.
                                              Zu guter letzt bleibt mir nur zu sagen, auch mit dieser Folge habe ich wieder an einem herrlichen Inselurlaub teilgenommen.

                                              seschat

                                              Beiträge 21
                                              14.04.2019

                                                Wunderbar leichte Urlaubslektüre

                                                INHALT
                                                Sandra (35) konnte es bisher sehr gut verheimlichen, dass sie als Schaustellerkind nie richtig schreiben und lesen gelernt hat. Doch als sie zufällig in der Inselbuchhandlung den charmanten Grundschuldirektor Björn kennenlernt, tritt sie Hals über Kopf dem hiesigen Lesekreis bei und denkt erst später über ihr persönliches Manko nach.

                                                MEINUNG
                                                Janne Mommsens Metier sind und bleiben Inselgeschichten. Hiermit kennt er sich einfach prächtig aus, was unzählige Romane belegen, und er weiß vor allem durch bildreiche Landschaftsbeschreibungen zu überzeugen.

                                                "Bücherinsel" ist eine interessante Geschichte, die zeigt, dass Analphabetismus auch in der heutigen Informations- und Leistungsgesellschaft noch immer ein (Tabu-)Thema ist. Die Schamgefühle und trickreichen Vertuschungsversuche der Hauptprotagonistin Sandra wirken authentisch. Bis zum Schluss hadert sie mit sich und ihrer Schwäche. Erst die zarte Bande zu Björn lässt sie umdenken und handeln. Schritt für Schritt erkämpft sie sich Buchstaben und Wörter; zwischenzeitliches Scheitern inklusive. Insgesamt ist Sandra eine starke wie sympathische Charakterin, deren feiner Beobachtungsgabe nichts entgeht. Nur in Bezug auf die eigenen Gefühle und Schwächen braucht sie regelmäßig Anstupser. Die Inselgemeinschaft auf der kleinen Insel nahe Föhr hält stets zusammen und dringt damit sofort ins Leserherz vor. Ohne Vorbehalte kommen im Lesekreis Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Berufe zusammen. Und gemeinsam lässt man sich dann von der Inselnatur verzaubern und zum Lesen und Schreiben inspirieren. Diese Lesekreissitzungen waren meine Lesehighlights. Wie dort eine heimliche Analphabetin alles aufmischt, las sich spannend und unterhaltsam. Das emotionale Ende rundete die Story sehr passend ab.
                                                Abgesehen vom interessanten Plot hat mich der locker-leichte Erzählton ab er der ersten Zeile wieder in seinen Bann ziehen können. Sofort fühlte man als Leser die frische Meeresbrise und hörte die Möwen kreischen - wahrlich ein Kurzurlaub für alle Sinne.

                                                FAZIT
                                                Ein sehr flüssig zu lesender Inselroman, der sich prima als Ferienlektüre eignet. Zudem trifft man hier bekannte wie lieb gewonnene Gesichter aus Mommsens "Kleiner Inselbuchhandlung" wieder. Mein Tipp: Einfach reinlesen und Seele baumeln lassen.

                                                Farben der Insel

                                                Beiträge 113
                                                27.03.2019

                                                  Sandra lebt seit 5 Jahren auf einer kleinen Insel, auf der jeder jeden kennt. Trotzdem hat sie es bisher geschafft, ihr größtes Geheimnis zu bewahren – sie ist Analphabetin. Nur Greta vom Insel-Buchladen weiß davon und ist sehr überrascht, als sich Sandra dem Lesekreis von Polizistin Ellen, Krabbenfischer Jan (Ellens Freund), Arzthelferin Andrea, dem neuen Grundschullehrer Björn und Werbetexterin Franziska aus Hamburg anschließt. Björn ist aber auch zu süß und da Sandra sehr viele Hörbücher hört, kann sie problemlos mitreden. Erst als sie vorlesen soll, kommt sie kurz ins Schwimmen – doch ihre alte Ausrede „Brille vergessen“ wird anstandslos akzeptiert. Auch auf Arbeit (sie putzt auf einer Fähre) ist ihr Analphabetismus noch niemandem aufgefallen.

                                                  Franziska liebt ihre Insel, die Natur, das Wasser, Licht, Farben und Stimmungen. Ihre Eindrücke verarbeitet sie in der Geschichte „Farben der Insel“, die sie in ein Diktiergerät spricht. Als sie die Geschichte im Lesekreis vorträgt, sind alle begeistert.
                                                  Nachdem sie einen tollen Nachmittag mit Björn verbracht hat beginnt sie, von mehr zu träumen: einem richtigen Beruf und einer Hochzeit in weiß – mit Björn vielleicht?! Doch sie fürchtet, dass die Unterschiede zwischen ihnen zu groß sind. Welcher kluge Mann würde sich schon in sie dumme Frau verlieben? Und dann wird sie auch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Familie braucht sie. Gibt sie etwa auf, noch bevor es begonnen hat? Dabei besagt ihr Motto genau das Gegenteil: „Man darf nie aufgeben, es sei denn, man stirbt zufällig gerade.“ (S. 172)

                                                  Ich habe mich gefreut, bereits bekannten Protagonisten aus „Die kleine Inselbuchhandlung“ wieder zu begegnen. Die Bücher können aber unabhängig voneinander gelesen werden.
                                                  Janne Mommsen beschreibt die Natur der kleinen Insel sehr poetisch. Zudem schreibt er sehr humorvoll über das Miteinander der Bewohner („Du kannst ehrlich zu mir sein, Sandra, ... Nimmt der Gerke Drogen? Oder säuft er?“ (S. 48)) und lädt zum Träumen über Insel-Urlaube und die Liebe ein.
                                                  Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern hat mir hier etwas Tiefe gefehlt. Das Drama um Sandras Analphabetismus und ihre Familie war mir stellenweise etwas zu viel, dafür war mir das Happy End zu abrupt und unromantisch. Dafür kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben.

                                                  Chattys Buecherblog

                                                  Beiträge 17
                                                  26.03.2019

                                                  Der Leser wird direkt mit Sandra konfroniert und spürt, dass sie irgendwie anders ist, bzw. irgendein Geheimnis mit sich herumträgt. Nachdem ich dann eine Weile spekuliert hatte, welches Geheimnis der Autor ihr wohl zugedacht hatte, wurde es offenbart.

                                                  Ich war erstaunt, welch einfache Erklärung es dafür bei Sandra gab und konnte es auch irgendwie nachvollziehen.

                                                  Was nun kam, lag ja schon auf der Hand und wurde leider auch schon im Klappentext verraten. Die Liebe schlägt zu! Die Liebe zu einem Lehrer! Tja, was bleibt da anderes übrig, als sich seiner Schwäche zu stellen.