Julia Greve

Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?

Ein Roman über das, was nach dem Happy End kommt ... Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ...


Autorenbild Foto von Julia Greve

Der  Autor

Julia Greve, Jahrgang 1975, lebt mit ihrer Familie (2 Kinder) in Bonn. Sie arbeitet mit ganzem Herzen bei einer kleinen NGO, die sich mit dem Thema nachhaltige Textilproduktion beschäftigt. In ihrem ersten Roman «Herzkur» hat sie ihre eigenen Erfahrungen aus zwei Mutter-Kind-Kuren verarbeitet. In ihrem zweiten Roman nimmt sie humorvoll und scharfsinnig die Dynamik langjähriger Beziehungen aufs Korn.


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Rezensionen

sommerlese

Beiträge 98
eine Antwort 13.02.2020

Julia Greves Roman "Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?" erscheint im Rowohlt Verlag.

Was kommt eigentlich nach dem Happy End? Wie sieht eine glückliche Ehe nach 15 Jahren aus? Eigentlich ist Nina glücklich, die Ehe mit Steffen läuft meistens gut. Ihre Töchter, 8 und 11, verstehen sich im Großen und Ganzen auch prima, sie haben Freunde, gehen auch mal aus und führen eigentlich ein gutes Leben. Nur fehlt die Leidenschaft. Für neues Knistern macht Steffen Nina einen gewagten Vorschlag, dem sie zustimmt, doch wird sie es noch bereuen?


Die Story hinter dieser Geschichte zeigt, wie in einer Ehe die Leidenschaft vom Alltag und den Gewohnheiten immer mehr verdrängt wird. Julia Greeve hat das zum Anlass genommen, mal ein Buch aus Ninas Perspektive über eine besondere Art von Auffrischung ihrer Beziehung zu schreiben. Denn, und jetzt kommt das Ungewöhnliche, sie machen einen Partnertausch. Nur ihrem Mann und ihrer Ehe zuliebe schlägt Nina in den Vorschlag ein. Schnell bereut sie es, denn ihr "neuer" Partner gefällt ihr Anfangs gar nicht. Doch das ändert sich mit jedem Treffen mehr, er ist ein sympathischer Typ, spielt gerne Karten (was im Buch für besonderen Spaß sorgt) und ist einfach ein gutherziger Mensch.

Mir hat der Erzählstil gut gefallen, es ist locker und teilweise lustig geschrieben und man liest, wenn auch kopfschüttelnd, interessiert bis zum "bitteren" Ende. Die Charaktere lernt man recht gut kennen, bekommt allerdings hauptsächlich Einblick in Julias Gedankenwelt, ansonsten führen viele Dialoge zu den weiteren Vorgängen und Erlebnissen.

Ein paar Vorbehalte hatte ich zwar beim Lesen, doch mich hat der Ausgang der Geschichte neugierig gemacht und ich musste es schnell durchlesen.

Das Ganze klingt nach einer Geschichte, die irgendwie unter der Gürtellinie verläuft. Das ist sie aber definitiv nicht, sonst hätte ich schon frühzeitig abgebrochen. Man kann über die Familie und ihre Kinder schmunzeln, es gibt heikle Situationen, Nina tut mir teilweise leid und ich habe nicht verstanden, warum sie solange Steffens Wunsch nachgekommen ist. Für die Gespräche des Paares konnte ich zwar Verständnis aufbringen, für ihr Vorhaben eher nicht. Ich muss leider sagen, die Story hat mich einfach nicht gepackt, wobei auch das Ende daran seinen Anteil hat. Da kommt auf die Leserin noch eine besondere Überraschung zu, die für ordentlichen Trubel sorgt.


Dieses Buch sorgt für unterhaltsame und nachdenkliche Lesezeit mit einer Prise Humor. Mit der Partnertausch-Geschichte konnte ich mich leider nicht so richtig anfreunden.

  • MsChili

    Beiträge: 9
    02.03.2020

    Ja dieser Partnertausch weckt bei mir auch verschiedene Gefühle. Danke für die Rezension :)

Hermione

Beiträge 22
eine Antwort 16.02.2020

Positive Abwechslung im Sumpf der Frauenromane – humorvoll, anregend und mit authentischen Figuren:

In Ninas und Steffens Ehe ist alles okay – eigentlich. Die beiden Töchter sind süß und pflegeleicht – meistens. Sie ist glücklich und genießt das Leben – sie haben Freunde, gehen aus, haben anspruchsvolle Jobs…
Doch irgendwie fehlt nach 15 Jahren das gewisse Etwas, das Kribbeln, die Schmetterlinge. Aber ist das nicht normal? Und geht es nicht allen so?
Nina und Steffen öffnen die Büchse der Pandora und ahnen nicht, wohin das führen wird.


Meine Meinung:
Von Anfang an hat mir der Roman aufgrund der wunderbar humorvollen und witzigen Erzählweise sehr gut gefallen. Ich war gleich in der Handlung, auch wenn ich ganz anders bin als Nina und sie manchmal echt schütteln wollte. Sie ist aber – genau wie Steffen und auch die anderen handelnden Personen – in sich stimmig und durchaus authentisch angelegt. Ihre Motivationen und Handlungen konnte ich daher nachvollziehen, auch wenn ich selbst anders gehandelt hätte. Sehr gelungen angelegt fand ich auch Ninas Freundin Gudrun, die ihr ein ums andere Mal gehörig die Meinung gesagt hat.
Besonders nett fand ich Ninas innere Monologe, da sie mit sich selbst einfach sehr humorvoll umgeht und auch kein Blatt vor den Mund nimmt.
Sehr schön war es für mich auch, dass der Roman in Bonn spielt, wo ich meine Studienzeit (die ich sehr genossen habe) verbracht habe. Einige Orte, die im Buch vorkommen, kannte ich noch gut von früher, und ich fühlte mich gleich wieder nach Bonn zurückversetzt. Somit hatte das Buch etwas von „Nach Hause-kommen“ und war gleichzeitig wie ein kleiner Urlaub.
Mich hat die Geschichte auch zum Nachdenken angeregt und ich bin froh, dass meine Ehe anders ist als die von Nina und Steffen.
Dass das Buch kein klassisches Happy End hat, fand ich sehr stimmig. Das Ende führt die Fäden der Handlung gut zusammen und zeigt gleichzeitig auf, wie Nina sich weiterentwickelt hat. Somit passte es für mich sehr gut zur Handlung.


Fazit:
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe das Lesen wie einen kleinen Urlaub genossen. Persönlich hat mir das Buch auch große Lust gemacht, mal wieder nach Bonn zu fahren. Unbedingte Empfehlung!

  • waldhimbeere

    Beiträge: 36
    07.04.2020

    Als ich die Überschrift von deiner Rezension gelesen habe, dachte ich gleich: Das muss ich mir genauer anschauen, mit dem Resultat, dass ich jetzt noch ein Buch auf meine Wunschliste setzen muss :-)

Langeweile

Beiträge 33
12.02.2020

Inhalt übernommen:

Ein Roman über das, was nach dem Happy End kommt ... Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ..

Meine Meinung:

Die Geschichte an sich ist nicht neu. Ein Ehepaar, was eine nach außen hin, gute Ehe führt (zwei Kinder, gesicherter Job, Haus),allerdings ist die Leidenschaft von der Gewohnheit überlagert worden.
Die Autorin hat sich diesem Thema auf eine humorvolle und sehr spezielle Art genähert.
Sie tat das so, dass man als Leserin das Gefühl hatte, am Leben der Protagonisten unmittelbar teilzunehmen. Was die vier Protagonisten betraf,die sehr genau beschrieben wurden (Kopfkino pur),waren meine Gefühle fifty-fifty zwischen Sympathie und Antipathie.
Auch die anderen Personen bekamen ihren angemessenen Rahmen in der Geschichte. Allen voran Gudrun, eine echte Sympathieträgerin und eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann.

Fazit:

Eine Geschichte, die bei mir sowohl Nachdenklichkeit, als auch Kopfschütteln erzeugte. Ich habe mich mehrere Stunden gut unterhalten.

Hyperventilea

Beiträge 7
30.04.2020

    Nina und Steffen sind schon lange verheiratet, haben zwei wohlgeratene Töchter und ein schönes Heim. Äußerlich stimmt alles. Doch der Schein trügt, irgendwie läuft es in ihrer Beziehung in letzter Zeit nicht mehr so richtig, vor allem im Bett herrscht relative Flaute. Als beide sich bei einem Spiel und viel Schnaps ihre intimen Wünsche anvertrauen, gesteht Steffen, dass er insgeheim von einem Partnertausch mit einem anderen Paar träumt. Schneller als ihr Verstand eingreifen kann, begibt sich Nina online auf die Suche nach Gleichgesinnten, obwohl sie mit Steffens Vorschlag eigentlich gar nichts anfangen kann. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Beziehung von Nina und Steffen auf eine harte Probe stellt...

    Julia Greve schreibt in der Ich-Perspektive aus Ninas Sicht so leicht und locker, dabei immer glaubwürdig und plausibel, als würde ich mich mit einer guten Freundin unterhalten.

    Nina trifft fragwürdige, kopflose Entscheidungen, die sie hinterher selbst bereut, aber im Großen und Ganzen konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und sie und ihre Situation nachvollziehen. Nina denkt viel zu sehr an die anderen und achtet zu wenig auf eigene Bedürfnisse, ist aber - vielleicht gerade deswegen- eine sehr sympathische und authentische Protagonistin. Ich habe mich selbst gewundert, wie sehr ich Nina verstehen konnte und wie nahe ich mich ihr fühlte. Mit ihrem Mann Steffen hingegen wurde ich nicht richtig warm, er wurde mir ein wenig zu oberflächlich und einseitig dargestellt.

    Der Roman bringt ein altbekanntes Beziehungsdilemma auf den Punkt: Nina und Steffen schweben nach fast 20 gemeinsamen Jahren nicht mehr auf Wolke sieben, der Alltag hat sie eingeholt. Das ist so weit sicherlich nicht ungewöhnlich und kommt in den besten Familien vor. Ungewöhnlich ist aber, welche Anstrengung Nina unternimmt, die Beziehung zu retten: Partnertausch, aber nur dem Partner zuliebe. Trotzdem Ninas Verhalten merkwürdig und fast absurd anmutet, bleibt die Handlung erstaunlich realistisch. Selbstverständlich wirkt alles, was passiert, ein wenig überspitzt und übertrieben, es ist ja auch Fiktion, aber trotzdem kann ich mir vorstellen, dass auch das echte Leben solche Geschichten schreiben könnte.


    Selten habe ich einen Titel als derart passend empfunden wie im Falle dieses Romans. Julia Greve hat mich mit ihrem Buch wirklich prima unterhalten, mitgerissen, aber auch ziemlich nachdenklich gestimmt. Ein Beziehungsroman der etwas anderen Art, nicht ganz so leicht und oberflächlich, sondern stellenweise ganz schön tiefgründig. So kommt es zum Schluss zu einem stimmigen runden Ende, aber zu keinem klassischen Happy End. Sehr lesenswert!

    AntjeDomenic

    Beiträge 33
    24.04.2020

      Julia Greve war mir sofort ein Begriff, denn ihren ersten Roman „Herzkur“ habe ich mit sehr viel Vergnügen damals gelesen. Da nun ein neues Buch der Autorin erschien musste ich dieses natürlich auch lesen. Ich durfte dies vorab und dafür nochmal ein großes Danke an den Verlag und an die Autorin.

      In diesem Zusammenhang wird es auch bald eine Verlosung geben. Denn ich werde die Autorin auf der Leipziger Buchmesse 2020 treffen und ein signiertes Exemplar wird dann im Nachgang verlost auf meiner Instagram Seite.

      Nun aber zum neuen Buch von Julia Greve. Für mich auch ein Buch, was mich bereits auf den ersten Seiten persönlich viel an mein Leben erinnert hat. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte Nina, die Protagonistin, sehr gut verstehen und ihre Gefühle nachempfinden.

      Nina ist verheiratet und hat 2 Kinder mit ihrem Ehemann zusammen. Die Ehe läuft nicht wirklich gut, denn man merkt, dass bei den Beiden der Alltag das Ruder übernommen hat. Die beiden Töchter machen den Alltag dadurch natürlich noch bestimmter. Nina und Steffen sind Eltern und das merkt man vor allem Beiden an. Doch dieses Knistern von früher und der Spaß am Sexleben ist bei den Beiden nicht mehr vorhanden.

      Eines Tages setzen die Beiden sich zusammen und reden über diesen Sachverhalt. Steffen äußert eine Idee bzw. einen Vorschlag um das Sexleben wieder aufleben zu lassen. Nina ist dem skeptisch gegenüber und am Ende willigt Nina doch ein. Sie ist mit halbem Herzen dabei und Steffen lebt auf in der Idee und Umsetzung.

      Man merkt beim Lesen schon, das sich Einiges ändern wird und das diese eine Entscheidung das Leben der Familie auf den Kopf stellen wird. Werden sie am Ende noch eine Familie sein oder kommt alles doch ganz anders?

      Lest dieses Buch, denn es ist jede Seite wert. Julia Greve hat einen wundervollen Roman geschaffen, der viel Wahres in sich trägt und sicherlich auch viele Menschen dem zustimmen können,was gelesen wird. Für mich ein richtiges Highlight und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

      Eseskalierteh

      Beiträge 32
      13.04.2020

        Lustig geschriebenes Buch mit ernsten Thema. Das Buch ist ein Highlight und hat mir soweit gut gefallen. Es hat sich bewiesen, obwohl mir das Cover nicht wirklich Zusagen tut. Ansonsten kann man dem Buch viele lesestunden entnehmen.

        Marie aus E.

        Beiträge 5
        06.04.2020

          Ich lese nicht so oft Liebesromane, hier hat mich gereizt, dass eben nicht das romantische Kennenlernen und der Beginn der großen Liebe das Thema sind, sondern die Zeit danach. Familie und Alltag statt Leidenschaft und Sonnenuntergänge.

          Was soll ich sagen: besser kann man Familienleben nicht beschreiben. Die Buchfamilie besteht aus den Eltern (Nina und Steffen) und zwei Kindern und ich habe mich bei der superwitzigen Alltagsbeschreibung manchmal gefragt, ob die Autorin sich bei uns eingeschlichen hat. Das war so realistisch und dann noch so unterhaltsam geschrieben.

          Mit dem Grundthema des Buches hatte ich dann ein klein wenig mein Problem, Ninas Mann hat einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht und Ninas Reaktionen waren für mich teilweise so gar nicht nachvollziehbar.
          Nachdem ich aber die Charaktere als so real wahrgenommen habe, habe ich auch rationaleres Handeln erwartet (blöd, ich weiß, zum einen beim Thema Liebe wohl nicht das Adjektiv, das einem sofort einfällt, zum anderen ist es ja ein Roman).

          Insgesamt aber bin ich sehr vom Schreibstil der Autorin begeistert und hoffe, sie bleibt dem Genre treu, ihr Erstlingswerk wartet schon hier schon auf mich.

          Petzi_Maus

          Beiträge 21
          24.03.2020

            Eine etwas andere Liebesgeschichte...

            4,5 Sterne

            Kurz zum Inhalt:
            Nina ist seit 15 Jahren mit Steffen verheiratet, die beiden haben zwei Töchter im Alter von 8 und 11 Jahren. Die beiden verstehen sich gut, haben ein neues Familien-Projekt (Vorgarten umgestalten) - eigentlich läuft alles super, außer im Bett.
            Nina nimmt daraufhin ihren Mut zusammen und schlägt Steffen vor, dass jeder seinen größten erotischen Wunsch aufschreiben soll, in der Hoffnung, wieder zueinander zu finden. Steffens Wunsch lässt ihr erstmal den Mund offen stehen. Doch sie lässt sich darauf ein, ohne zu wissen, dass dies ihrer aller Leben verändern wird...


            Meine Meinung:
            Das Buch hat mich von Anfang an total in seinen Bann gezogen, denn ich kann mich absolut in Nina und ihre Eheprobleme mit Steffen hineinversetzen. Es ist flott geschrieben, wunderbar erfrischend, mit einer guten Portion Witz, behandelt aber ein allgegenwärtiges ernsteres Thema mit viel Emotion - die Differenz des Verlangens nach Sex bei Ehepartnern.
            Die Personen sind lebendig und authentisch beschrieben und man kann sich total mit ihnen identifizieren.
            Ich fand es sehr mutig von Nina, diesen einen nächsten Schritt zu gehen. Nicht nur, sich gegenseitig die Wünsche aufzuschreiben, sondern auch, dass sie den Wunsch ihres Mannes mitmacht! Das zB würde ich NIE machen...
            Deshalb konnte ich Ninas Verhalten und ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen und hätte sie soo gerne mal geschüttelt...
            Die Fettnäpfchen, in die Nina tritt, und die Bewältigung dieses ganzen Problems ist sehr humorvoll beschrieben.
            Das Buch hat aber auch viel Tiefe, denn aus dem Mut heraus, die Ehe retten zu wollen und sich deshalb auf Dinge einzulassen, die der Partner sich heimlich erträumt, man selber aber so gar nicht mag, erfordert viel Kraft.
            Diese Geschichte lässt einen über die eigene Partnerschaft nachdenken: wie weit würde ich gehen, die sexuellen Wünsche des Partners zu erfüllen, um die Beziehung zu retten? In der Voraussicht, dass es weder so noch so für beide Partner das Optimum ist?
            Die Farben des Covers sind fröhlich und der gechillte Mann und die aufgeregt herumhängende Frau sind ein richtiger
            Eyecatcher machen einen auf das Buch neugierig!

            Fazit:
            Eine gelungene Mischung aus Humor, Sexyness und Familienproblem-Bewältigung - die mich überrascht, zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht, und insgesamt sehr gut unterhalten hat.

            C. Sch.

            Beiträge 45
            20.03.2020

              Viel Humor und viel Tiefe


              INHALT:
              Nina ist mit ihrem Leben eigentlich ganz zufrieden. Ihre Ehe mit Steffen läuft ganz gut, ihre beiden Töchter verstehen sich meistens und mit ihren Freunden unternehmen die viel. Also ist Nina glücklich, vielleicht, eigentlich, wenn da nicht die Leidenschaft wäre und diese Leidenschaft fehlt. Aber verschwindet die Leidenschaft nach vielen Jahre Ehe nicht immer etwas? Geht es anderen Paaren auch so oder was machen sie anders? Steffen macht Nina einen Vorschlag und der hat es in sich. Und Nina geht auf diesen Vorschlag ein und weiss noch nicht, dass damit das ganze Chaos beginnt und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird.
              MEINE MEINUNG:
              Mit Situationen aus dem Alltag wie es auch bei mir sein könnte beginnt Julia Greve hier ihren Roman. Sie verpackt diese Situationen aber so wortgewandt, witzig und humorvoll, dass ich schon auf den ersten Seiten lauthals lachen musste. Sehr treffend und voller Situationkomik bringt die Autorin uns das Leben der Protagonistin nahe. Dabei gestaltet sie die Charaktere sehr lebendig, sehr symphatisch und sehr authentisch. Dann kommt der Vorschlag von Ninas Ehemann und der Roman bekommt viel Tiefe und viel Potenzial zum Nachdenken, aber das Buch versprüht immer noch Witz und Humor. Man kann das Buch mit soviel Leichtigkeit lesen und bekommt einfach gute Laune. Es ist auch der locker, leichte und super flüssig zu lesende Schreibstil, der mich sofort überzeugt hat. Mit dem Thema des Roman hat die Autorin sicherlich einen Nerv getroffen, aber es so treffend, mit soviel Feingefühl und einfach so wunderschön zu schreiben, fand ich ganz groß.
              FAZIT:
              Eine locker leichte Geschichte, die auch mit Tiefe überzeugt. Eine Geschichte mit vielen humorvollen Situationen. Ich habe das Buch einfach so sehr genossen und wollte gar nicht, dass es endet.

              mannomania

              Beiträge 5
              12.03.2020

                Die Dynamik langjähriger Beziehung(en)

                Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?
                Ein Roman von Julia Greve mit 382 Seiten und 25 Kapiteln

                Zum Inhalt:
                Eine verheiratete Frau, namens Nina, zieht nach fünfzehnjähriger Ehe Bilanz. Eigentlich könnte sie glücklich sein. Sie hat Steffen einen lieben Mann und zwei Töchter von 8 und 11 Jahren.
                Aber, wo ist das Kribbeln im Bauch?
                Sie bespricht ihre Wünsche mit Steffen und er macht Nina einen gewagten Vorschlag...

                Die Autorin Julia Greve hat mit ihrem Roman ein Thema beschrieben, was, wie ich glaube, öfters in unserer Gesellschaft zutrifft.
                Schon gleich auf den ersten Seiten ist der Leser interessiert, wie die Geschichte sich weiter entwickelt...
                Ein Ehealltag ist ja bestens bekannt. Die einzelnen Protagonisten werden sehr genau beschrieben.
                Ich wundere mich, daß Nina sich auf den Vorschlag ihres Mannes einläßt und zum Partnertausch ihr ok gibt, da konnte ich ihr nicht immer folgen.

                In dem Roman wird auch dem Leser klar, wie leicht sich die Menschen beeinflussen lassen. Überhaupt hat die Autorin ein reichliches Ideenpotential, was an Versuchen zu einem erfüllten Eheleben beitragen kann.

                Fazit:
                Alles in allem ein humorvoller und gelungener Roman, der sich lohnt, gelesen zu werden.

                Stefanie_booksweetbook

                Beiträge 10
                07.03.2020

                  Ich bin noch hin und weg von der Geschichte, die dem wahren Leben so nahe kommt. Ich habe gestern mit dem Buch begonnen und heute schon beendet. Das sagt schon fast alles .Kaum angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Ich habe Tränen gelacht, aber auch Tränen des Schmerzes und Traurigkeit geweint. Ich konnte mich so gut in Nina hineinversetzen und habe mit ihr gelacht, gehofft, gelitten und geweint. Ich hatte mit dieser Art Tiefe, die in dieser Geschichte steckt, nicht gerechnet, aber genau damit hat mich die Autorin überrascht und gefesselt. Ich möchte gar nicht so viel von der Geschichte veraten, sondern sie euch einfach ans Herz legen. Lest dieses Buch, denn es besticht mit viel Herz, authentischen Charakteren und einem Plot, der dem wahren Beziehungs/Eheleben sehr nahe kommt. Ich bin absolut begeistert und vergebe eine #Leseempfehlung für diesen, aus dem Leben gegriffenen #Pageturner

                  dreamlady66

                  Beiträge 8
                  06.03.2020

                    Verrückte Idee nach 15 Ehejahren

                    (Inhalt, übernommen)
                    Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ...

                    Zur Autorin:
                    Julia Greve, Jahrgang 1975, lebt mit ihrer Familie (2 Kinder) in Bonn. Sie arbeitet mit ganzem Herzen bei einer kleinen NGO, die sich mit dem Thema nachhaltige Textilproduktion beschäftigt. In ihrem ersten Roman «Herzkur» hat sie ihre eigenen Erfahrungen aus zwei Mutter-Kind-Kuren verarbeitet. In ihrem zweiten Roman nimmt sie humorvoll und scharfsinnig die Dynamik langjähriger Beziehungen aufs Korn.

                    Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:
                    Ich beginne mit einem Sprichwort: "Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf's Eis tanzen"

                    Danke für diesen besonderen Herz-Roman, der zwar erheiternd, aber auch ein ernstes Thema aufgreift, was uns Alle angeht...
                    In dem Roman kommt ganz deutlich zum Ausdruck, wie schnell sich Menschen beeinflussen lassen.
                    Ich finde, dass man damit auch Feingefühle verletzten kann und der Vorschlag oft nach hinten losgehen kann.

                    Ich war sehr darauf gespannt, wie diese Geschichte nach all dem Ideenreichtum, den die Autorin in ihrem Roman veranschaulicht hat, ausging. Gerne hierfür 5*.

                    BOOKSLOVE1511

                    Beiträge 17
                    03.03.2020

                      Herzensbuch

                      Die 41-jährige Nina ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat ein Job die ihr gefällt, hat zwei gesunde Töchter, ein Reihenhaus in Bonn, eine Katze und sie ist fast zwanzig Jahren mit ihrem Ehemann Steffen zusammen, davon fünfzehn verheiratet. Doch nach 20 Jahren ist die Leidenschaft etwas eingeschlafen und läuft das eher Mau im Bett. Dann macht Steffen Nina einen gewagten Vorschlag. Obwohl Nina dieser Idee überhaupt nicht toll fand, lässt sie sich drauf ein und damit stürzt die gesamte Idylle ins Chaos...

                      Julia Greve hat eine altbekannte doch durch und durch ein Tabu Thematik ausgesucht und meine Meinung nach, hat sie ohne Kitsch und sehr realitätsnahe ans Papier gebracht. Ihr Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig zum Lesen und aus dem Alltag ergreifende Dialoge sind sehr amüsant. Es gibt Passagen wo ich lauthals gelacht hab aber auch gibt es Szene, da ich sympathische Nina am liebsten an der Schultern gepackt und geschüttelt hab. Ich bin selbst seit 18 Jahren im Beziehung, bin Mutter, hab ein Job und was die Autorin hier geschildert hat, kann ich total nachvollziehen! Noch realistischer geht es kaum. Die gesamten Charaktere sind authentisch gearbeitet und kommen wie eigene Freunde und Bekannte rüber. Nichts ist trotzt, ich wollte Steffen immer wieder einer Kopfnuss passen und Miriam ins All schießen.

                      Hinter dieser freche aber sehr passender Titel, versteckt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte die mir richtig, richtig gut gefallen hat. Die Story hat mich zum Lachen gebracht, wütend gemacht und zum Nachdenken erregt.
                      Absoluter Leseempfehlung von mir!!!

                      Laudibook

                      Beiträge 8
                      02.03.2020

                        "Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten" von Julia Greve erschien 18.02.20 im Rowohltverlag für 10 Euro als Taschenbuch.

                        mama_liestvor

                        Beiträge 24
                        28.02.2020

                          Nach ihrem Debütroman HERZKUR , habe ich mich sehr auf Julia Greves neuen Roman gefreut ! Schon den Buchtitel finde ich klasse... KANN MEIN HERZ NICHT MAL DIE KLAPPE HALTEN ? ....Ja , wenn das so einfach wäre...und genau das, ist das kleine Problem von Nina , der Protagonistin des Buches. Sehr herzgesteuert und eigentlich zu gutmütig , aber ist das nicht normal, als Mama von zwei Töchtern und mit Steffen schon im 15. Ehejahr ?....Eigentlich läuft das Familienleben ganz gut und doch hat sich nach einigen Jahren, eine gewisse Routine eingestellt , dabei bleibt die Leidenschaft zwischen Nina und Steffen , irgendwie auf der Strecke. Im Bett und in ihrer Beziehung knistert es einfach nicht mehr....Was tun ? Beide wollen an der Situation etwas Ändern , doch mit Steffens Vorschlag ist Nina erstmal überfordert , doch Sie lässt sich darauf ein...Und dann, kommt alles ganz Anders wie gedacht...

                          Herzkur , Julia Greves erster Roman ,hat mich schon sehr begeistert. Ich war sehr gespannt auf ihr neustes Werk und ich muss sagen... WIEDER EIN KNALLER ! Gefesselt ab der ersten Seite , konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Ich liebe die natürliche , lebensnahe und sehr witzige Schreibweise der Autorin. Man kann so richtig mitfühlen, mit der typischen Familiensituationskomik. Auch das Thema Partnerschaft und das fehlende Kribbeln im Bauch nach einigen Ehejahren , ist nichts ungewöhnliches... das Nina dann in das Tabuthema Partnertausch hineinschlittert , macht die Geschichte keinesfalls billig... Man leidet mit Nina eher mit , lacht und weint mit ihr ! Mein Lieblingscharakter in der Geschichte, war definitiv Nina und ihre Freundin Gudrun , die immer ein Ohr für Nina hat und zu ihr steht ! Über Steffen habe ich mich sehr oft geärgert aber sein Charakter passt klasse zur Geschichte...Musste so sein ! Das Ende hat mich dann umgehauen ...aber lest selbst ! :) Eine Geschichte , die von mir auf jeden Fall wieder fünf Sterne plus erhält . Ein Buch zum Lachen, Weinen und Nachdenken und nach der zweiten 5 Lesesternenbewertung gehört Julia Greve auf jeden Fall zu einer meiner Lieblingsautorinen....Ich hoffe ganz schnell ,auf eine neue Herzensgeschichte !

                          milkysilvermoon

                          Beiträge 26
                          28.02.2020

                            Eigentlich ist Nina Hoffmann mit ihrem Leben ganz zufrieden. In ihrem Job fühlt sie sich wohl. Und der Familienalltag in Bonn verläuft weitgehend harmonisch. Die 41-Jährige hat zwei gesunde, putzmuntere Töchter, Milla (11) und Carlotta (8), und ist seit 20 Jahren mit ihrem Ehemann Steffen zusammen. Doch im Bett herrscht bei dem Paar meistens Flaute. Auch nicht weiter verwunderlich bei der Dauer der Beziehung, findet Nina. Sie jedenfalls kann damit gut leben, wie es ist. Doch dann macht Steffen einen gewagten Vorschlag und mit einem Mal beginnt alles irgendwie aus dem Ruder zu laufen…

                            „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?“ ist der zweite Roman von Julia Greve.

                            Meine Meinung:
                            Der Roman besteht aus 25 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Vorangestellt ist ein Prolog, Erzählt wird im Präsens in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Nina. Mit Ausnahme des Prologs wird die Chronologie eingehalten. Der Aufbau funktioniert gut.

                            Der Schreibstil ist locker, anschaulich und dank vieler Dialoge lebhaft. Leider war der Verlag auch bei diesem Buch etwas nachlässig in Sachen Korrektorat. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

                            Nina ist eine zugleich sympathische und authentische Protagonistin, die mit ihren Ecken und Kanten überhaupt nicht klischeehaft wirkt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt wird wunderbar deutlich. Obwohl ich mich nicht mit all ihren Verhaltensweisen identifizieren konnte, habe ich ihre Geschichte gerne verfolgt. Auch die übrigen Charaktere machen einen realitätsnahen Eindruck.

                            Nachdem ich schon „Herzkur“, den Debütroman der Autorin, kannte, habe ich erneut eine humorvolle und unterhaltsame Handlung erwartet und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Auf fast 400 Seiten sind immer wieder amüsante Einfälle eingestreut. Auch die eine und andere Überraschung hat der Roman zu bieten, sodass beim Lesen zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Bis zum Schluss bleibt die Handlung schlüssig.

                            Wie die Inhaltsangabe vermuten lässt, spielen die Themen Liebe und Sex eine große Rolle. Und obwohl es immer wieder um schlüpfrige Dinge geht, wird der Roman nicht albern, obszön oder niveaulos. Stattdessen rückt der Fokus auf die Dynamik in Paarbeziehungen und die ernsthafte Beschäftigung mit Fragen wie: Was muss man tun, um die Liebe auch in langjährigen Beziehungen am Leben zu erhalten? Wie weit darf man oder sollte man für den Partner gehen? Wann lohnt es sich, für eine Ehe zu kämpfen? Die Geschichte driftet dabei nicht ins Kitschige ab, sondern regt zum Nachdenken an. Und wieder einmal hat es die Autorin auch geschafft, mich emotional zu berühren.

                            Das moderne Cover des Taschenbuchs gefällt mir ebenso wie der freche und sehr passende Titel.

                            Mein Fazit:
                            Wer Lust auf eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit viel Humor hat, dem kann ich „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?“ von Julia Greve wärmstens empfehlen. Mit ihrem zweiten Roman konnte mich die Autorin sogar noch mehr überzeugen als mit ihrem Debüt.

                            KatiKatharinenhof

                            Beiträge 53
                            22.02.2020

                              Nina zieht nach 15 Jahre Bilanz – eine funktionierende Ehe mit Steffen, zwei gut geratene Töchter und ein Reihenmittelhaus. Aber was ist mit der Liebe nach all der Zeit? Wo ist das Kribbeln im Bauch das Knistern in der Luft? Nina setzt sich mit Steffen zusammen, sie reden über ihre Probleme und fassen ihre Wünsche auf kleinen Zetteln zusammen. Und die Zettel öffne die Büchse der Pandora…


                              „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist ein schräger Liebesroman, der sich mit der Frage befasst, was nach dem Kribbeln übrig bleibt. Nina uns Steffen haben sich vom Alltag auffressen lassen, ihre Liebe ist dabei irgendwie auf der Strecke geblieben. Der letzte Versuch, wieder Pepp in die eingefahrenen Gleise zu bringen heißt Partnertausch und hier fängt das witzig-frivole Abenteuer an, auf das sich nicht nur die Figuren im Buch, sondern auch der Leser einlassen muss. Bitte alle eigenen Bedenken über Bord werfen und ganz frei von irgendwelchen Vorbehalten dieses Buch lesen, denn sonst geht der Lesespaß verloren.
                              Julia Greve packt unheimlich viel Szenekomik mit in ihre Geschichte, lässt Kindermund vorwitzige Phrasen schmettern und hält dem Leser auf humoristische Art und Weise den Spiegel vor. Denn ganz ehrlich, viele Momentaufnahmen von Ninas Alltag dürften jedem von uns bekannt sein (das bisschen Haushalt…, Geschwisterstreit, einsilbige Unterhaltungen der Ehepartner, wenn es mal nicht so läuft) und genau da setzt die Autorin den Hebel an. Das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein dezenter Wink, die eigene Beziehung einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
                              Nina sagt zu vielen Ja und Amen, was ich so niemals hinnehmen würde und Steffen ist ein echter Stoffel – wo andere Feingefühl sitzen haben, wartet er mit Brecheisen und Vorschlaghammer auf. Aber was soll’s, denn er muss am Ende die Konsequenzen für sein Handeln tragen und ich komme nicht umhin, mir ein leicht schadenfrohes Grinsen auf die Lippen zu zeichnen

                              Tine_1980

                              Beiträge 10
                              17.02.2020

                                Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Doch wo ist die Leidenschaft hin? Nach einer längeren Ehe ist das Knistern irgendwo verloren gegangen. Ist es bei anderen Paaren auch so? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird...

                                Die Story hat witzig geklungen und so startete ich in das Buch. Die ersten 30-50 Seiten waren genial, der Schlagabtausch von Steffen und Nina kam so humorvoll rüber und machte eine Menge Spaß. Dann schlug das Buch um und es ging um den Wunsch der Beiden wieder mehr Pep in die Beziehung zu bringen und den Sex zu revolutionieren. Doch mit dem Wunsch von Steffen hat sie so nicht gerechnet. Der Partnertausch sollte die erhoffte Veränderung bringen, doch fand Nina ihren Tauschpartner zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Ihrem Mann zuliebe macht sie weiter mit, doch mit der Zeit verändert sich das Verhältnis zu Tim, ihrem "neuen" Partner.
                                Ich hatte mir eine humorvolle Geschichte eines lang verheirateten Paares erwartet, doch ging das Buch zum Teil mehr in die Tiefe eben einer solchen Beziehung. Mir gefielen die Treffen mit Tim, sie waren so ehrlich und dennoch haben sie sich beide etwas vorgemacht. Die Gedankengänge von Nina waren meist nachvollziehbar, doch konnte ich nicht immer verstehen, dass sie so lange mitgemacht hat. Auch ihr Aufrechterhalten der Familie war realistisch dargestellt und die Dialoge waren super. Gerade die Unterhaltungen mit Gudrun, ihrer Freundin, waren so schön trocken lustig und ich konnte so mitfühlen.
                                Die Idee der Geschichte war interessant, nahm mir aber zum Teil zu viel Platz ein und es gab immer mal wieder ein Vor und Zurück, ohne wirklich voranzukommen. Nach dem ersten Drittel war man sehr daran interessiert, in welche Richtung sich die Story entwickelt. Dank des flüssigen Erzählstils liest sich das Buch flott weg, doch kommt man um das Kopfschütteln nicht herum und auch die Partnertausch-Aktion hat mich nicht ganz gepackt.
                                Das Buch regt gerade zum Ende hin zum Nachdenken an und man überlegt, wie man selbst handeln würde. Der Weg ist teils lustig, teils traurig und legt die Probleme einer langjährigen Ehe gut dar, doch das Vorhaben konnte ich nicht ganz verstehen.

                                Die Story ist nicht ganz das, was ich erwartet habe, lässt sich aber gut lesen und kann mit tollen Dialogen und einer unterhaltsamen Geschichte punkten.

                                Tanja W

                                Beiträge 9
                                17.02.2020

                                  Was kommt nach dem Happy-End?

                                  Klappentext:
                                  Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ...

                                  Meine Meinung:
                                  Der erste Roman von Julia Greve "Herzkur" hat mir bereits sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Nina erzählt, dadurch hat man direkten Einblick in Ninas Gedanken- und Gefühlswelt. Eigentlich ist alles gut, nur ist ihre Ehe in die Jahre gekommen, das Knistern fehlt. Viele der Probleme, die hier humorvoll geschildert werden, sind nachvollziehbar. Bis zu einem gewissen Punkt konnte ich mich voll und ganz mit Nina identifizieren. Als sie aber nicht nur auf Steffens unglaublichen Vorschlag eingeht, sondern ihn auch noch vorantreibt, da hätte ich sie am liebsten nur noch geschüttelt. Trotzdem bleibt sich Nina in ihrer Art und Weise treu. Ihre Freundin Gudrun hat mir sehr gut gefallen, sie hat Nina immer wieder den Kopf gerade gerückt.

                                  Ich vergebe für diesen humorvollen Roman 5 ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ von 5 Sternen.

                                  Tara

                                  Beiträge 14
                                  16.02.2020

                                    Amüsant & unterhaltsam

                                    „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist nach „Herzkur“ der zweite Roman der Autorin Julia Greve, der mich ebenfalls bestens unterhalten hat.

                                    Nach 18 Jahren Ehe und zwei Töchtern im Alter von acht und elf Jahren hat sich bei Nina und Steffen der Alltagstrott eingeschlichen. In ihrer Beziehung fehlen der Pfiff und die Leidenschaft. Um dem entgegenzuwirken, schlägt Steffen einen Partnertausch vor. Obwohl Nina der Vorschlag nicht ganz geheuer ist, lässt sie sich darauf ein und befindet sich schon bald in einem unerwarteten Gefühlschaos.

                                    Der Schreibstil von Julia Greve lässt sich angenehm lesen, ist sehr lebendig und humorvoll. Die Dialoge sind aus dem Leben gegriffen, authentisch und unterhaltsam.

                                    Es wird aus der Ich-Perspektive von Nina berichtet. Dadurch sind Ninas Gedanken und Emotionen gut nachzuvollziehen. Sie ist eine sehr sympathische Protagonisten und keineswegs perfekt. Sie zaudert und zögert, hängt fest und verhält sich keineswegs immer vernünftig, sondern sehr emotional. Auch die übrigen Charaktere werden detailliert beschrieben, zum Teil sympathisch, zum Teil unsympathisch.

                                    Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten und ich habe sowohl über Nina gelacht als auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Insgesamt ist es humorvoller, tubulenter und abwechslungsreicher Lesestoff, an dem ich ausgesprochen großen Spaß hatte und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

                                    kerstin2601

                                    Beiträge 46
                                    29.01.2020

                                    Ein Roman der ein Thema behandelt, dass uns wohl alle bewegt.
                                    Wie halte ich meine Beziehung lebendig?
                                    Mit welchen Methoden es das Protagonisten-Paar schafft oder auch nicht schafft, darauf darf man auf jeden Fall gespannt sein.