Julia Greve

Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?

Ein Roman über das, was nach dem Happy End kommt ... Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ...


Autorenbild Foto von Julia Greve

Der  Autor

Julia Greve, Jahrgang 1975, lebt mit ihrer Familie (2 Kinder) in Bonn. Sie arbeitet mit ganzem Herzen bei einer kleinen NGO, die sich mit dem Thema nachhaltige Textilproduktion beschäftigt. In ihrem ersten Roman «Herzkur» hat sie ihre eigenen Erfahrungen aus zwei Mutter-Kind-Kuren verarbeitet. In ihrem zweiten Roman nimmt sie humorvoll und scharfsinnig die Dynamik langjähriger Beziehungen aufs Korn.


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Rezensionen

sommerlese

Beiträge 93
13.02.2020

Julia Greves Roman "Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?" erscheint im Rowohlt Verlag.

Was kommt eigentlich nach dem Happy End? Wie sieht eine glückliche Ehe nach 15 Jahren aus? Eigentlich ist Nina glücklich, die Ehe mit Steffen läuft meistens gut. Ihre Töchter, 8 und 11, verstehen sich im Großen und Ganzen auch prima, sie haben Freunde, gehen auch mal aus und führen eigentlich ein gutes Leben. Nur fehlt die Leidenschaft. Für neues Knistern macht Steffen Nina einen gewagten Vorschlag, dem sie zustimmt, doch wird sie es noch bereuen?


Die Story hinter dieser Geschichte zeigt, wie in einer Ehe die Leidenschaft vom Alltag und den Gewohnheiten immer mehr verdrängt wird. Julia Greeve hat das zum Anlass genommen, mal ein Buch aus Ninas Perspektive über eine besondere Art von Auffrischung ihrer Beziehung zu schreiben. Denn, und jetzt kommt das Ungewöhnliche, sie machen einen Partnertausch. Nur ihrem Mann und ihrer Ehe zuliebe schlägt Nina in den Vorschlag ein. Schnell bereut sie es, denn ihr "neuer" Partner gefällt ihr Anfangs gar nicht. Doch das ändert sich mit jedem Treffen mehr, er ist ein sympathischer Typ, spielt gerne Karten (was im Buch für besonderen Spaß sorgt) und ist einfach ein gutherziger Mensch.

Mir hat der Erzählstil gut gefallen, es ist locker und teilweise lustig geschrieben und man liest, wenn auch kopfschüttelnd, interessiert bis zum "bitteren" Ende. Die Charaktere lernt man recht gut kennen, bekommt allerdings hauptsächlich Einblick in Julias Gedankenwelt, ansonsten führen viele Dialoge zu den weiteren Vorgängen und Erlebnissen.

Ein paar Vorbehalte hatte ich zwar beim Lesen, doch mich hat der Ausgang der Geschichte neugierig gemacht und ich musste es schnell durchlesen.

Das Ganze klingt nach einer Geschichte, die irgendwie unter der Gürtellinie verläuft. Das ist sie aber definitiv nicht, sonst hätte ich schon frühzeitig abgebrochen. Man kann über die Familie und ihre Kinder schmunzeln, es gibt heikle Situationen, Nina tut mir teilweise leid und ich habe nicht verstanden, warum sie solange Steffens Wunsch nachgekommen ist. Für die Gespräche des Paares konnte ich zwar Verständnis aufbringen, für ihr Vorhaben eher nicht. Ich muss leider sagen, die Story hat mich einfach nicht gepackt, wobei auch das Ende daran seinen Anteil hat. Da kommt auf die Leserin noch eine besondere Überraschung zu, die für ordentlichen Trubel sorgt.


Dieses Buch sorgt für unterhaltsame und nachdenkliche Lesezeit mit einer Prise Humor. Mit der Partnertausch-Geschichte konnte ich mich leider nicht so richtig anfreunden.

Hermione

Beiträge 19
16.02.2020

Positive Abwechslung im Sumpf der Frauenromane – humorvoll, anregend und mit authentischen Figuren:

In Ninas und Steffens Ehe ist alles okay – eigentlich. Die beiden Töchter sind süß und pflegeleicht – meistens. Sie ist glücklich und genießt das Leben – sie haben Freunde, gehen aus, haben anspruchsvolle Jobs…
Doch irgendwie fehlt nach 15 Jahren das gewisse Etwas, das Kribbeln, die Schmetterlinge. Aber ist das nicht normal? Und geht es nicht allen so?
Nina und Steffen öffnen die Büchse der Pandora und ahnen nicht, wohin das führen wird.


Meine Meinung:
Von Anfang an hat mir der Roman aufgrund der wunderbar humorvollen und witzigen Erzählweise sehr gut gefallen. Ich war gleich in der Handlung, auch wenn ich ganz anders bin als Nina und sie manchmal echt schütteln wollte. Sie ist aber – genau wie Steffen und auch die anderen handelnden Personen – in sich stimmig und durchaus authentisch angelegt. Ihre Motivationen und Handlungen konnte ich daher nachvollziehen, auch wenn ich selbst anders gehandelt hätte. Sehr gelungen angelegt fand ich auch Ninas Freundin Gudrun, die ihr ein ums andere Mal gehörig die Meinung gesagt hat.
Besonders nett fand ich Ninas innere Monologe, da sie mit sich selbst einfach sehr humorvoll umgeht und auch kein Blatt vor den Mund nimmt.
Sehr schön war es für mich auch, dass der Roman in Bonn spielt, wo ich meine Studienzeit (die ich sehr genossen habe) verbracht habe. Einige Orte, die im Buch vorkommen, kannte ich noch gut von früher, und ich fühlte mich gleich wieder nach Bonn zurückversetzt. Somit hatte das Buch etwas von „Nach Hause-kommen“ und war gleichzeitig wie ein kleiner Urlaub.
Mich hat die Geschichte auch zum Nachdenken angeregt und ich bin froh, dass meine Ehe anders ist als die von Nina und Steffen.
Dass das Buch kein klassisches Happy End hat, fand ich sehr stimmig. Das Ende führt die Fäden der Handlung gut zusammen und zeigt gleichzeitig auf, wie Nina sich weiterentwickelt hat. Somit passte es für mich sehr gut zur Handlung.


Fazit:
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe das Lesen wie einen kleinen Urlaub genossen. Persönlich hat mir das Buch auch große Lust gemacht, mal wieder nach Bonn zu fahren. Unbedingte Empfehlung!

250417

Beiträge 31
14.02.2020

Liebe Autorin,

Ich habe dieses Buch gelesen, und finde es wunderschön...

Langeweile

Beiträge 25
12.02.2020

Inhalt übernommen:

Ein Roman über das, was nach dem Happy End kommt ... Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ..

Meine Meinung:

Die Geschichte an sich ist nicht neu. Ein Ehepaar, was eine nach außen hin, gute Ehe führt (zwei Kinder, gesicherter Job, Haus),allerdings ist die Leidenschaft von der Gewohnheit überlagert worden.
Die Autorin hat sich diesem Thema auf eine humorvolle und sehr spezielle Art genähert.
Sie tat das so, dass man als Leserin das Gefühl hatte, am Leben der Protagonisten unmittelbar teilzunehmen. Was die vier Protagonisten betraf,die sehr genau beschrieben wurden (Kopfkino pur),waren meine Gefühle fifty-fifty zwischen Sympathie und Antipathie.
Auch die anderen Personen bekamen ihren angemessenen Rahmen in der Geschichte. Allen voran Gudrun, eine echte Sympathieträgerin und eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann.

Fazit:

Eine Geschichte, die bei mir sowohl Nachdenklichkeit, als auch Kopfschütteln erzeugte. Ich habe mich mehrere Stunden gut unterhalten.

KatiKatharinenhof

Beiträge 52
22.02.2020

    Nina zieht nach 15 Jahre Bilanz – eine funktionierende Ehe mit Steffen, zwei gut geratene Töchter und ein Reihenmittelhaus. Aber was ist mit der Liebe nach all der Zeit? Wo ist das Kribbeln im Bauch das Knistern in der Luft? Nina setzt sich mit Steffen zusammen, sie reden über ihre Probleme und fassen ihre Wünsche auf kleinen Zetteln zusammen. Und die Zettel öffne die Büchse der Pandora…


    „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist ein schräger Liebesroman, der sich mit der Frage befasst, was nach dem Kribbeln übrig bleibt. Nina uns Steffen haben sich vom Alltag auffressen lassen, ihre Liebe ist dabei irgendwie auf der Strecke geblieben. Der letzte Versuch, wieder Pepp in die eingefahrenen Gleise zu bringen heißt Partnertausch und hier fängt das witzig-frivole Abenteuer an, auf das sich nicht nur die Figuren im Buch, sondern auch der Leser einlassen muss. Bitte alle eigenen Bedenken über Bord werfen und ganz frei von irgendwelchen Vorbehalten dieses Buch lesen, denn sonst geht der Lesespaß verloren.
    Julia Greve packt unheimlich viel Szenekomik mit in ihre Geschichte, lässt Kindermund vorwitzige Phrasen schmettern und hält dem Leser auf humoristische Art und Weise den Spiegel vor. Denn ganz ehrlich, viele Momentaufnahmen von Ninas Alltag dürften jedem von uns bekannt sein (das bisschen Haushalt…, Geschwisterstreit, einsilbige Unterhaltungen der Ehepartner, wenn es mal nicht so läuft) und genau da setzt die Autorin den Hebel an. Das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein dezenter Wink, die eigene Beziehung einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
    Nina sagt zu vielen Ja und Amen, was ich so niemals hinnehmen würde und Steffen ist ein echter Stoffel – wo andere Feingefühl sitzen haben, wartet er mit Brecheisen und Vorschlaghammer auf. Aber was soll’s, denn er muss am Ende die Konsequenzen für sein Handeln tragen und ich komme nicht umhin, mir ein leicht schadenfrohes Grinsen auf die Lippen zu zeichnen

    Tine_1980

    Beiträge 10
    17.02.2020

      Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Doch wo ist die Leidenschaft hin? Nach einer längeren Ehe ist das Knistern irgendwo verloren gegangen. Ist es bei anderen Paaren auch so? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird...

      Die Story hat witzig geklungen und so startete ich in das Buch. Die ersten 30-50 Seiten waren genial, der Schlagabtausch von Steffen und Nina kam so humorvoll rüber und machte eine Menge Spaß. Dann schlug das Buch um und es ging um den Wunsch der Beiden wieder mehr Pep in die Beziehung zu bringen und den Sex zu revolutionieren. Doch mit dem Wunsch von Steffen hat sie so nicht gerechnet. Der Partnertausch sollte die erhoffte Veränderung bringen, doch fand Nina ihren Tauschpartner zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Ihrem Mann zuliebe macht sie weiter mit, doch mit der Zeit verändert sich das Verhältnis zu Tim, ihrem "neuen" Partner.
      Ich hatte mir eine humorvolle Geschichte eines lang verheirateten Paares erwartet, doch ging das Buch zum Teil mehr in die Tiefe eben einer solchen Beziehung. Mir gefielen die Treffen mit Tim, sie waren so ehrlich und dennoch haben sie sich beide etwas vorgemacht. Die Gedankengänge von Nina waren meist nachvollziehbar, doch konnte ich nicht immer verstehen, dass sie so lange mitgemacht hat. Auch ihr Aufrechterhalten der Familie war realistisch dargestellt und die Dialoge waren super. Gerade die Unterhaltungen mit Gudrun, ihrer Freundin, waren so schön trocken lustig und ich konnte so mitfühlen.
      Die Idee der Geschichte war interessant, nahm mir aber zum Teil zu viel Platz ein und es gab immer mal wieder ein Vor und Zurück, ohne wirklich voranzukommen. Nach dem ersten Drittel war man sehr daran interessiert, in welche Richtung sich die Story entwickelt. Dank des flüssigen Erzählstils liest sich das Buch flott weg, doch kommt man um das Kopfschütteln nicht herum und auch die Partnertausch-Aktion hat mich nicht ganz gepackt.
      Das Buch regt gerade zum Ende hin zum Nachdenken an und man überlegt, wie man selbst handeln würde. Der Weg ist teils lustig, teils traurig und legt die Probleme einer langjährigen Ehe gut dar, doch das Vorhaben konnte ich nicht ganz verstehen.

      Die Story ist nicht ganz das, was ich erwartet habe, lässt sich aber gut lesen und kann mit tollen Dialogen und einer unterhaltsamen Geschichte punkten.

      Tanja W

      Beiträge 9
      17.02.2020

        Was kommt nach dem Happy-End?

        Klappentext:
        Nina ist glücklich (eigentlich). Die Ehe mit Steffen läuft gut (na ja, meistens). Die beiden Töchter, 8 und 11, verstehen sich prima (weitgehend). Man hat Freunde, geht aus, das Leben ist gut. Nur fehlt eben die Leidenschaft. “Wo soll das Knistern nach so vielen Jahren denn herkommen?” fragt Nina ihre Freundin. Gibt es sie, die Paare, die auch nach langer Zeit noch guten Sex haben? Wo sind sie und wie schaffen sie das? Steffen macht Nina einen gewagten Vorschlag - und sie lässt sich darauf ein, nicht wissend, dass sie damit die gesamte Idylle ins Chaos stürzen wird ...

        Meine Meinung:
        Der erste Roman von Julia Greve "Herzkur" hat mir bereits sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Nina erzählt, dadurch hat man direkten Einblick in Ninas Gedanken- und Gefühlswelt. Eigentlich ist alles gut, nur ist ihre Ehe in die Jahre gekommen, das Knistern fehlt. Viele der Probleme, die hier humorvoll geschildert werden, sind nachvollziehbar. Bis zu einem gewissen Punkt konnte ich mich voll und ganz mit Nina identifizieren. Als sie aber nicht nur auf Steffens unglaublichen Vorschlag eingeht, sondern ihn auch noch vorantreibt, da hätte ich sie am liebsten nur noch geschüttelt. Trotzdem bleibt sich Nina in ihrer Art und Weise treu. Ihre Freundin Gudrun hat mir sehr gut gefallen, sie hat Nina immer wieder den Kopf gerade gerückt.

        Ich vergebe für diesen humorvollen Roman 5 ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ von 5 Sternen.

        Tara

        Beiträge 12
        16.02.2020

          Amüsant & unterhaltsam

          „Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten“ ist nach „Herzkur“ der zweite Roman der Autorin Julia Greve, der mich ebenfalls bestens unterhalten hat.

          Nach 18 Jahren Ehe und zwei Töchtern im Alter von acht und elf Jahren hat sich bei Nina und Steffen der Alltagstrott eingeschlichen. In ihrer Beziehung fehlen der Pfiff und die Leidenschaft. Um dem entgegenzuwirken, schlägt Steffen einen Partnertausch vor. Obwohl Nina der Vorschlag nicht ganz geheuer ist, lässt sie sich darauf ein und befindet sich schon bald in einem unerwarteten Gefühlschaos.

          Der Schreibstil von Julia Greve lässt sich angenehm lesen, ist sehr lebendig und humorvoll. Die Dialoge sind aus dem Leben gegriffen, authentisch und unterhaltsam.

          Es wird aus der Ich-Perspektive von Nina berichtet. Dadurch sind Ninas Gedanken und Emotionen gut nachzuvollziehen. Sie ist eine sehr sympathische Protagonisten und keineswegs perfekt. Sie zaudert und zögert, hängt fest und verhält sich keineswegs immer vernünftig, sondern sehr emotional. Auch die übrigen Charaktere werden detailliert beschrieben, zum Teil sympathisch, zum Teil unsympathisch.

          Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten und ich habe sowohl über Nina gelacht als auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Insgesamt ist es humorvoller, tubulenter und abwechslungsreicher Lesestoff, an dem ich ausgesprochen großen Spaß hatte und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

          kerstin2601

          Beiträge 38
          29.01.2020

          Ein Roman der ein Thema behandelt, dass uns wohl alle bewegt.
          Wie halte ich meine Beziehung lebendig?
          Mit welchen Methoden es das Protagonisten-Paar schafft oder auch nicht schafft, darauf darf man auf jeden Fall gespannt sein.